Archiv für die ‘Geschäftsstelle’ Kategorie



Mission: Kultur – Barbara Fischer verstärkt Wikimedia Deutschland

Babara Fischer, CC-BY-SA 3.0, Foto: Phillip Wilke

Spätestens, seit die deutsche Wikipedia-Community über eine eigenständige Plattform verfügt, um ihre Outreach-Aktivitäten im kulturellen Sektor nachzuhalten, haben wir auch im Verein entsprechende Überlegungen angestellt, wie wir die Kooperationen mit Museen, Bibliotheken, Archiven oder wissenschaftlichen Einrichtungen intensivieren und vor allem systematischer ausbauen können. Das Reizvolle an Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen ist ihre Nachhaltigkeit: Im Optimalfall entstehen über vertrauensbildende Maßnahmen und Türöffner-Projekte langfristige Austauschbeziehungen, die der digitalen Wissensallmende qualitativ hochwertige Werke hinzuzufügen.

Kulturpartnerschaften erfordern vor allem ein gutes Verständnis von der Arbeit in den entsprechenden Institutionen, eine Sprache und Herangehensweise, die sich im Einzelfall sehr vom “Wiki-Style”, also einem schnellen und ergebnisoffenen Ansatz, unterscheiden kann. Häufig benötigen Institutionen für ihre Entscheidungen die Einbeziehung der Verwaltung und die Zustimmung von Gremien, Schwerpunktsetzungen und strategische Ziele werden zumeist mit einem großen zeitlichen Vorlauf getroffen. Es gibt große Unterschiede in punkto Tempo, Mentalität und Expertise. Kulturpartnerschaften sind in diesem Sinne immer wechselseitige Lernerfahrungen, für die Seite der professionellen Vermittler ebenso wie für die Seite der Förderer des Freien Wissens.
Mit Barbara Fischer glauben wir, die ideale Frau für diesen Brückenbau gefunden zu haben. Seit dieser Woche arbeitet sie als Kuratorin für Kulturpartnerschaften für Wikimedia Deutschland. Ihre Aufgabe wird es künftig sein, die GLAM-Aktivitäten aus der deutschen Community unterstützend zu begleiten sowie weitere Initiativen zu entwickeln. In den folgenden Monaten ergänzt sie zusätzlich das internationale “Wiki Loves Monuments”-Team beim Roll-out des Wettbewerbs 2012. Hier bringt sie ihre Erfahrungen aus der Öffentlichkeitsarbeit des Tag des offenen Denkmal Berlin ein.

Barbara arbeitet seit Beginn der 90er Jahre als Netzwerkerin und Kulturmanagerin. Sie war Geschäftsleiterin der größten Berliner Autorenvereinigung, baute verschiedene Netzwerke wie Der Wedding lebt! auf und initiierte und leitete verschiedene Partizipationsprojekte wie Schatzsuche Wrangelkiez, Mind and Jump the GapsRed Latinoamericano de Arte para la Transformacion social  oder die Akademie unter Bäumen der Stiftung Genshagen.

Barbara freut sich auf ihre Tätigkeit in einem ganz neuen Kontext:

Wissen und Teilhabe miteinander zu verbinden, ist für mich ein Riesenschritt für die Gesellschaft. In vielen kulturellen Einrichtungen lagern unendliche viele Bits an Information, die nur beschränkt zugänglich sind. Diese Schätze öffentlich zugänglich zu machen, motiviert mich enorm. Es gibt auf lokaler Ebene bereits viele gute Ansätze und erste erfolgreiche Partnerschaften, die durch das ehrenamtliche Engagement der Wikipedianer entstanden sind. Das ist toll. Hierbei möchte ich mich gerne einklinken. Wir sollten gemeinsam versuchen, diese Initiativen noch besser nach außen zu kommunizieren und sie zu einem flächendeckenden Netz zu erweitern. Genau so sehe ich auch meine Rolle bei Wiki loves Monument. Nach jahrelanger Erfahrung im Management auch großer internationaler Projekte freue ich mich darauf, bei so einem wunderbaren Vorhaben, das Photographie, Baudenkmäler und Netzkultur miteinander verbindet, mitwirken zu dürfen.

Wer mit Barbara direkt in Kontakt treten möchte, kann dies hier tun.

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Meet the Wikidata team

Die deutsche Version dieses Artikels ist hier zu finden.

In my introduction I promised I would introduce the great people I will be working with to make Wikidata reality over the next year. So that’s what I will do now that the project has started for real.

The Wikidata Team: John Erling Blad, Abraham Taherivand, Tobias Gritschacher, Jeroen De Dauw, Henning Snater, Lydia Pintscher, Daniel Kinzler, Markus Krötzsch, Silke Meyer, Denny Vrandečić, Katie Filbert, Daniel Werner, Jens Ohlig (fltr, photo by Phillip Wilke. CC-BY-SA-3.0)

The project is lead by Denny Vrandečić. He founded Semantic MediaWiki together with Markus Krötzsch and has since been looking forward to bringing some of its potential to Wikipedia. Denny is going to oversee the whole project and make sure everything is running smoothly and going as planned.

Abraham Taherivand is the project manager and responsible for removing all impediments that are blocking the team from reaching their goals. He has more than ten years experience as a consultant, project lead and manager in various IT industry fields.

Daniel Kinzler is the lead software architect. He is going to decide how we are going to achieve what we set out to achieve on a technical level. Daniel has been working for Wikimedia Germany since 2008 already.

Daniel Werner, one of the developers, is the developer of a number of MediaWiki extensions like RegEx Fun and HashTables, and has worked on the RPG-Dev wiki, a wiki used for the authoring of role playing modules.

Henning Snater, another one of the developers, has been working as a web developer for more than a decade, studied media technology in Nuremberg, and has been working as a GUI developer and journalist .

Jens Ohlig is one of the developers. Before he became a software developer he studied translation and languages (Korean and English). He was on the board of the Chaos Computer Club and helps out in the hackerspace movement.

Jeroen De Dauw is another one of the developers. He has been active around MediaWiki, and in particular Semantic MediaWiki, since 2009 when he was a Google Summer of Code student. Jeroen has since created about a dozen extensions, among them Maps and Semantic Maps, as a volunteer, consultant or contractor for the Wikimedia Foundation.

John Erling Blad is one of the developers. He is from Norway and has a formal background in programming. A couple of years ago he has worked with media in digital archives and various knowledge management projects, often based upon wikis.

Tobias Gritschacher is one of the developers. He previously worked on the Catroid project, a creativity platform as well as a crowd-funding platform.

Katie Filbert is one of the developers. She is from the United States and has been involved with the English Wikipedia since 2004. She hacks on MediaWiki and OpenStreetMap and is one of the organizers of Wikimania 2012. Outside MediaWiki she is a geographer and web developer and has worked in academia and government.

The whole team is supported by Silke Meyer, our assistant. Previously she has done research on common practices in Free Software projects and knowledge sharing.

How about you? Will you join us on the journey? Subscribe to the Wikidata mailing list and join the IRC channel #wikimedia-wikidata on freenode!

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Das Wikidata-Team

Als ich mich vorgestellt habe, habe ich versprochen, die tollen Menschen vorzustellen, mit denen ich über das Jahr zusammenarbeiten werde, um Wikidata Wirklichkeit werden zu lassen. Genau das werde ich nun, dass das Projekt angefangen hat, tun.

Das Wikidata-Team: John Erling Blad, Abraham Taherivand, Tobias Gritschacher, Jeroen De Dauw, Henning Snater, Lydia Pintscher, Daniel Kinzler, Markus Krötzsch, Silke Meyer, Denny Vrandečić, Katie Filbert, Daniel Werner, Jens Ohlig (vlnr, Foto von Phillip Wilke. CC-BY-SA-3.0)


Das Projekt wird von Denny Vrandečić geleitet. Er hat zusammen mit Markus Krötzsch Semantic MediaWiki gegründet und sich seitdem darauf gefreut, einige der Potenziale des Projekts zu Wikipedia zu bringen. Denny wird den Überblick über das gesamte Projekt haben und sicherstellen, dass alles rund und wie geplant läuft.

Abraham Taherivand ist der Projektmanager. Er ist dafür zuständig, dem Team alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Er hat über zehn Jahre Erfahrung als Berater, Projektleiter und Manager in verschiedenen Bereichen der IT-Industrie.

Daniel Kinzler ist der leitende Software-Architekt. Er wird auf technischer Ebene entscheiden, wie wir das erreichen werden, was wir uns zum Ziel gesetzt haben. Daniel arbeitet schon seit 2008 für Wikimedia Deutschland.

Daniel Werner, einer der Entwickler, hat etliche MediaWiki-Erweiterungen entwickelt, z. B. RegEx Fun und HashTables. Außerdem hat er am RPG-Wiki gearbeitet, einem Wiki, das zum Schreiben von Rollenspiel-Modulen verwendet wird.

Henning Snater, ein weiter Entwickler, arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt als Webentwickler. Er hat in Nürnberg Medientechnik studiert, grafische Benutzeroberflächen entwickelt und als Journalist gearbeitet.

Jens Ohlig ist auch Entwickler. Davor hat er Übersetzung und Fremdsprachen studiert (Koreanisch und Englisch). Er war im Vorstand des Chaos Computer Clubs und ist in der Hackerspace-Bewegung aktiv.

Jeroen De Dauw ist ebenfalls einer unserer Softwareentwickler. Er ist seit 2009, als er als Student beim Google Summer of Code teilgenommen hat, im Umfeld von MediaWiki aktiv, besonders beim Semantic MediaWiki. Seitdem hat er auf ehrenamtlicher Basis, als Berater und auf Vertragsbasis etwa ein Dutzend Erweiterungen geschrieben, darunter Maps und Semantic Maps.

John Erling Blad kommt aus Norwegen und ist Entwickler. Vor einigen Jahren hat er mit Medien in digitalen Archiven und verschiedenen Wissensmanagement-Projekten gearbeitet, die oft auf Wikis basierten.

Tobias Gritschacher ist auch Softwareentwickler. Er hat zuletzt am Catroid-Projekt gearbeitet, sowie an einer Kreativitäts- und einer Crowdfunding-Plattform.

Katie Filbert ist Entwicklerin. Sie kommt aus den USA und ist seit 2004 in die englischsprachige Wikipedia involviert. Sie hackt am MediaWiki und an OpenStreetMap und ist in der Organisation der Wikimania 2012 aktiv. Außerhalb von Wikimedia ist sie Geographin und Webentwicklerin. Sie hat in der Wissenschaft und Regierung gearbeitet.

Das gesamte Team wird von unserer Assistentin Silke Meyer unterstützt. Sie hat zuletzt über gemeinsame Praktiken und das Teilen von Wissen in Freien Software-Projekten geforscht.

Was ist mit Dir? Wirst Du auf unserer Reise zu uns stoßen? Trag‘ Dich in die Wikidata-Mailingliste ein und komm‘ in den IRC-Channel #wikimedia-wikidata auf freenode.net!

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Monatsbericht März 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlprüfsteine für NRW

Die überraschenden Neuwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland, Nordrhein-Westfalen, bieten für die Vereinsarbeit eine große Chance. Unter den Augen einer mutmaßlich schon fast ins Hysterische gesteigerten Medienöffentlichkeit kann Wikimedia Deutschland seine Anliegen während des Wahlkampfs adressieren. Dabei möchten wir an der bewährten Wirkungskette festhalten, im Vorfeld Wahlprüfsteine zu veröffentlichen. Diese dienen in erster Linie zur Kontaktaufnahme und als Dialogangebot an die antretenden Parteien. Darauf aufbauend soll eine Abendveranstaltung in Düsseldorf oder Köln regionale Initiativen und Problemlagen im Umfeld Freien Wissens vorstellen, die dann zusammen mit Parteienvertretern diskutiert werden. Eine Betaversion der Wahlprüfsteine ist bereits online. Kritik, Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen sind sehr willkommen, am besten per E-Mail an Jan Engelmann.

Leistungsschutzrecht für Presseverleger

Auch nach dem Bericht von Staatssekretär Dr. Max Stadler (BMJ) im Unterausschuss Neue Medien ist weiterhin unklar, ob durch die unscharfe Definition von “gewerblichem Handeln” das neue Schutzrecht nur auf kommerzielle Aggregatoren wie Google angewandt werden kann. Bei zu weiter Auslegung drohen Effekte auch auf die Blogosphäre und Open Content-Projekte wie Wikipedia. Darüber hinaus scheint innerhalb der Regierungskoalition noch ein Dissens darüber zu bestehen, ob man die Ansprüche der Presseverlage über die Einrichtung einer neuen Verwertungsgesellschaft (Modell Keese/CDU) oder aber als Fallrecht (FDP) durchsetzt. Letzteres würde faktisch eine große Rechtsunsicherheit erzeugen und wäre dann eine Quersubventionierung nicht nur für Großverlage, sondern auch für Anwaltskanzleien. Mehr Informationen zum Thema hier.

Open Educational Resources

Im Nachgang zur “Schultrojaner”-Diskussion haben wir bei mehreren Veranstaltungen erlebt, wie groß das Bedürfnis nach legalen Alternativen zu unfrei lizenzierten Lehrwerken ist. Solche unfreien Werke räumen den Nutzern keine Rechte für eine umfassende Nachnutzung ein und müssen noch zusätzlich vergütet werden müssen, wenn es zum Beispiel schon um Handlungen wie das Legen einer Kopie auf Videobeamer geht. Diese Alternative muss nicht erst noch erschaffen werden, es gibt sie bereits in vielen meist nicht-staatlichen Projekten unter dem Label Open Educational Resources, also frei lizenzierter Lehrmaterialien. Darüber hat der Bereich Politik und Gesellschaft mit Bildungspolitikern der Fraktion Die Linke im Bundestag gesprochen, darunter Rosemarie Hein, MdB und Petra Sitte, MdB.

 

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Um Wikimedia Deutschlands Vereinszeitung zu verbessern, haben wir ihre eine redaktionelle Frischzellenkur verordnet. Die neue Struktur richtet sich nach der Bereichsaufteilung bei Wikimedia Deutschland. Die vier Bereiche “Politik und Gesellschaft”, “Bildung und Wissen”, “Forschung und Entwicklung” und “Freiwilligenförderung” sollen kontinuierlich eine Seite füllen und bilden den Kern der Zeitung. Projekte aus Community, Verein und den anderen Wikimedia-Länderorganisationen finden sich auf drei Seiten am Anfang der Zeitung. Fundraising bekommt ebenfalls eine feste Seite im hinteren Zeitungsteil. Insgesamt wird der Umfang dieses Mal zehn Seiten betragen. Die Auflage beträgt 7.500 Stück. Erscheinen wird sie kommende Woche.

Pressemitteilungen

Die großen Themen des März hießen Wikidata und Wikimedia Conference. Eine Wikidata-Pressemitteilung in deutscher und englischer Version wurde über den Medienverteiler von Wikimedia Deutschland sowie international verbreitet und stieß auf große Resonanz. Die alljährliche Konferenz für Ländervertreter der Wikimedia-Bewegung wurde exklusiv angekündigt. Wie sich die Berichterstattung zu Wikidata in den ersten drei Tagen nach der Veröffentlichung unserer Pressemitteilung entwickelt hat, zeigt die folgende Grafik (über Meltwater News). Zu sehen ist die Zahl der deutschen und internationalen Artikel über das Projekt:

Pressegespräche / Presseanfragen

Durch die Wikimedia Conference 2012 konnten einige Artikel in großen Medien platziert werden. Die Berliner Zeitung sprach mit Wikimedia Deutschlands Vorstand, Pavel Richter, und brachte einen großen Artikel im Wissenschaftsteil. Lokale Pressebegleitung erfuhren die Lehrer- und Schülerworkshops von Wikipedia macht Schule in Gera und Berlin-Reinickendorf. Über die Schülerworkshops in Reinickendorf berichteten Berliner Woche und B.Z., ein Radiointerview folgt. Im Nachgang eines Treffens von Wikipedianern mit Journalisten im Berliner Axel-Springer-Haus erschien im März außerdem ein ganzseitiger Artikel auf Seite 3 der Berliner Morgenpost, der auf die ehrenamtlichen Autoren hinter Wikipedia aufmerksam machte. Er fand auch seinen Weg in die bundesweiten Ableger Welt und Welt kompakt. Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit laufen.

Eine Auswahl der Presseberichte zu den hier genannten Themen und darüber hinaus findet sich im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland.

Wikipedia-Buch

Am 16. März fand eine Lesung des Buchs Alles über Wikipedia in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig statt. Vier Wikipedianer und gut 60 Gäste fanden sich in den DZB-Räumen in der Leipziger Innenstadt ein.

Tätigkeitsbericht

Im jährlichen Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland werden die Vereinsaktivitäten zusammengefasst. Die redaktionellen Arbeiten am Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 wurden im März fertig gestellt. Der Bericht befindet sich im Druck und wird Anfang April an die Mitglieder verschickt. Eine englische Übersetzung ist ebenfalls in Arbeit. Weitere Informationen folgen.

BILDUNG UND WISSEN

Referententreffen

Anfang März haben sich die Referenten aller drei Bildungsprogrammen erstmals zu einem gemeinsamen Treffen zusammengefunden. Rund 30 Teilnehmer kamen aus diesem Anlass zusammen, um sich über Wikipedia und damit verbundene Lehrmethoden auszutauschen. Näheres dazu findet sich in einem rückblickenden Blogpost. Im März beschäftigte das Team Bildung und Wissen zudem verstärkt das Thema frei lizenzierter Lehrmaterialien  (Open Educational Ressources, OER). Für Wikimedia Deutschland geht es in diesem Zuge besonders auch um die verwandte Frage der Weiternutzung freier Inhalte. Die Eindrücke aus den Gesprächen beim EduCamp und den Gautinger Internettagen sind in einem gemeinsamen Blogpost zusammengefasst. Generelle Anmerkungen und Ideen rund um diese Stichwort werden gerne unter bildung@wikimedia.de gelesen.

Silberwissen

Als Teil des EU-geförderten TAO-Projekts gehörte Wikimedia Deutschlands Projekt Silberwissen zur Zwischenbeurteilung der EU in Brüssel am 22.3. 2012. Zu Wikimedias Silberwissen wurde mit Interesse gefragt und es gab keine kritischen Bemerkungen oder spezielle Auflagen. Für das TAO-Projekt insgesamt wurde jedoch angeregt, dass es sich seiner breiten Aufstellung wegen stärker auf ausgewählte Ziele fokussieren sollte. Ein schriftlicher Bericht des Review-Teams folgt in den nächsten Wochen.

Im Rahmen von Silberwissen wurden im März Gespräche mit dem Senioren-Computerclub Berlin-Mitte über Möglichkeiten zur Gewinnung  neuer Wikipedia-Autoren geführt. Aktivitäten dazu werden im April starten. Gemeinsam mit dem Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm wurde Arbeitsmaterial für Teilnehmer und eine Checkliste für Veranstaltungen mit Senioren abschließend bearbeitet. Ein von der Deutschen Seniorenliga durchgeführtes Mailing an Mitglieder erbrachte für Wikimedia Deutschland rund 40 Anfragen von interessierten Senioreneinrichtungen, wobei ungefähr 10 Einrichtungen mit dem konkreten Wunsch einer Veranstaltungsreihe im eigenen Haus an uns herantraten.

Wikipedia macht Schule

Vier bundesweite Lehrerschulungen konnten in diesem Monat realisiert werden. Erfreulich ist hier auch ein Großeinsatz in sechs Klassen der Bertha-von-Suttner Oberschule in Berlin. Auf den eingangs genannten Tagungen in diesem Monat konnten auch weitere Kontakte für Lehrerschulungen geknüpft werden. Das Interesse an Freien Lizenzen und der Umsetzung scheint bei Lehrern durch die Debatte um frei lizenzierte Lehrmaterialien immer stärker zu werden. Wer Ideen und Anmerkungen zum Thema Wikipedia im Unterricht- oder Fragen zum Programm hat, kann sich an schule@wikimedia.de wenden. Wir freuen uns über Anmerkungen!

Hochschulprogramm

Nach den Vorbereitungen der letzten Monate ist es nun soweit: Das Wikipedia-Hochschulprogramm läuft an. Die ersten Dozentenschulungen fanden in Stuttgart, München, Halle-Wittenberg und Potsdam statt. An der Stuttgarter Hochschule für Medien begann auch bereits die Arbeit mit den Studierenden. Die ersten Rückmeldungen sind vielversprechend. Die Dozenten fühlen sich gut vorbereitet und finden in den Referenten von Wikimedia Deutschland einen wichtigen Rückhalt. Ebenfalls im Rahmen des Hochschulprogramms wurden erklärende Kurzvideos, so genannte Screencasts, erstellt. Sie sollen den Wikipedia-Einstieg erleichtern.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Zedler-Preis 2012

Die drei Jurys für den Zedler-Preis für Freies Wissen 2012 haben sich konstituiert und sich jeweils auf ihr Vorgehen im Bewertungsprozess geeinigt. Die Jurysitzungen finden Mitte April bis Anfang Mai statt. Bis dahin werden alle sich Juroren auf fünf Nominierte (plus mögliche Sonderpreise) geeinigt haben, die dann von Wikimedia Deutschland über ihre Nominierung und die Eckdaten der Preisverleihung informiert werden. In den Sitzungen (die in Berlin, Köln und Frankfurt stattfinden werden) bestimmen die Jurorinnen und Juroren den Gewinner pro Kategorie. Ansprechpartnerin rund um den Zedler-Preis ist Nicole Ebber.

Wiki Loves Monuments 2012

Christof Jackel besuchte als Vertretung von Wikimedia Deutschland das Kickoff-Seminar zur Planung des internationalen Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments in Dresden. Der Enthusiasmus der ehrenamtlichen Organisatoren  ist ansteckend. Es sind bereits zahlreiche organisatorische Vorarbeiten erfolgt und es konnte besprochen werden, wie Wikimedia Deutschland den Wettbewerb unterstützen kann. Nähere Informationen folgen demnächst. Der erste Pressebericht kam bereits und zwar aus Dresden, im Rahmen der Vorbereitungen.

WikiWomenCamp 2012

Auch im März war Wikimedia Deutschland weiter mit der Organisation des WikiWomenCamp beschäftigt. Noch besteht die Möglichkeit, sich auf Stipendien zu bewerben. Fragen oder Anregungen hierzu nimmt gerne Julia Kloppenburg entgegen.

Redaktionstreffen

Der Kurieraufruf zu Redaktionstreffen hat gezeigt: Der Bedarf für gemeinsame Treffen der Freiwilligen ist da! Zusätzlich zu den Redaktionen, die bereits in den konkreten Planungen stecken, überlegen nun drei weitere, sich dieses Jahr zum Teil erstmalig zu begegnen. Wikimedia Deutschland unterstützt das gerne und unkompliziert über treffen@wikimedia.de.

Community-Projektbudget

Bis Ende April finden die Wahlen zur nächsten Amtszeit des Community-Projektbudget-Ausschusses statt. Sebastian Sooth und Christoph Jackel von Wikimedia Deutschland haben die Vorbereitungen dazu unterstützt. Zur Mitgliederversammlung am 21.4. findet die Wahl der Vereinsmitglieder statt. Noch bis 15. April können Community-Mitglieder für die Abstimmung kandidieren.

Toolserver

Eine Verzögerung der Datenbankaktualisierung der englischsprachigen Wikipedia beeinträchtigt derzeitig die Aktualität abgefragter Daten auf dem Toolserver. Die Fehlerbehebungen erfordern großen Zeitaufwand. Die Adminstratoren des Toolservers, Daniel Baur und Marlen Caemmerer, entwickeln derzeit Verfahren, um ähnliche Beeinträchtigungen in Zukunft besser abfangen zu können. Die neue Hardware des Toolservers ist im Einsatz und die Datenbankserver werden in Zukunft von mehr Speicherplatz profitieren.

CommunitySpace

Da die Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern für die Räumlichkeiten des CommunitySpace und der WMDE-Geschäftsstelle in Berlin längern dauern als erwartet, verzögert sich auch die Eröffnung des eigentlichen CommunitySpaces. In den Räumen, die Wikimedia Deutschland gerade übergangsweise bezieht, werden wir das Konzept weiter vorantreiben. Am 20. April wird der Verein zu einem Tag der Offenen Tür in die Räume einladen. Genügend Schreibtische für temporäre Besucher werden vorhanden sein.

Vereinsmitglieder

Im März 2012 gab es 144 neue Vereinseintritte, davon 97 Fördermitglieder und 47 aktive Mitglieder. Insgesamt hat Wikimedia Deutschland nun 1.473 Mitglieder.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER wurde im März weiter an Werkzeugen zur  Analyse der Aktualität und der thematischen Vollständigkeit von Wikipedia-Artikeln gearbeitet. Vor einigen Tagen konnte hier das RENDER Toolkit auf dem Wikimedia-Toolserver vorgestellt und die derzeit enthalten Werkzeuge kurz erklärt werden. Wir freuen uns sehr über Feedback und weitere Vorschläge auf der Diskussionsseite zu RENDER oder auch per E-Mail an render@wikimedia.de.

Wikipedia Academy 2012

Die Planung und Organisation für die Wikipedia Academy laufen auf Hochtouren. Im März wurden potenzielle Referenten für Eröffnungsreden, Workshops und Paneldiskussionen kontaktiert. Außerdem erfolgte die Veröffentlichung des ersten Entwurfs des Ablaufplans. Aufgrund der zahlreichen Nachfragen haben wir uns entschieden, den ‘Call for Papers’ bis zum 15. April zu verlängern. Rege Beteiligung ist mehr als willkommen! Alle Fragen und Anregungen gerne an Nicole Ebber oder academy@wikimedia.de.

Wikimedia Conference 2012

Am letzten Wochenende im März (29.03.-01.04.2012) war Wikimedia Deutschland zum vierten Mal Gastgeber der Wikimedia Conference, dem Treffen der Länderorganisationen der internationalen Wikimedia-Bewegung, dem Stiftungsrat sowie vielen Mitarbeitern der Wikimedia Foundation und verschiedener Arbeitsgruppen. Mit Unterstützung von Danny B. (Benutzername) und Maria Rößler hat sich Nicole Ebber im Vorlauf der Konferenz um die Anreise und Unterkunft der Teilnehmer sowie um Visaangelegenheiten gekümmert, mit dem Veranstaltungsort Cluboffice die Belegung und technische Ausstattung der Räumlichkeiten sowie das Catering organisiert, das Abendprogramm geplant und viele Fragen und Wünsche der Teilnehmenden beantwortet. Ebenfalls in diesen Aufgabenbereich fiel die Abstimmung mit dem Programmmanger Harel Cain und den beiden Moderatorinnen über Inhalte und Formate des Konferenzprogramms. Ein ausführlicher Bericht über die Wikimedia Conference 2012 folgt in Kürze.

FUNDRAISING

Ende März konnte der Versand der Zuwendungsbescheinigungen zur letzten Spendenkampagne abgeschlossen werden. Rund 50.000 Menschen, die im Jahr 2011 Spenden mit einer Gesamtsumme von mindestens 25 Euro tätigten, erhielten eine Bescheinigung. Leider haben wir es nicht geschafft, den anvisierten Termin Ende Februar für den Versand einzuhalten. Der unglaubliche Erfolg der letzten Kampagne (zur Erinnerung: über 160.000 Spender gegenüber ca. 70.000 Spendern im Jahr zuvor) hatte zur Folge, dass noch einige Wochen an der Datenkonsolidierung gearbeitet werden musste. Zudem erfolgte nachträglich das Einpflegen sämtlicher Daten von 2011 in die neue Spendendatenbank. Diese sehr zeitintensiven Prozesse hat das Fundraising-Team im März erfolgreich abgeschlossen. Umfangreiche Kontrollen des gesamten Druckprozesses, die beispielsweise auch einen Besuch des Dienstleisters zur Stichprobenentnahme beinhaltete, waren ein weiterer Grund für den verschobenen Versant. Doch nun ist es geschafft und die Spendenkampagne 2011/12 formal abgeschlossen. Die Vorbereitungen für die nächste Kampagne können also beginnen!

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Die neue Adresse der Geschäftsstelle ist ab April: Obentrautstr. 72, 10963 Berlin. Über den Büroumzug wurde in diesem Blogposting berichtet.

Interessante Termine im April

  • Tag der offenen Tür bei Wikimedia Deutschland: 20. April 2012
  • Mitgliederversammlung des Vereins: 21. April 2012
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Wer bin ich?

Ich brenne für Freies Wissen und Open Culture. Ich freue mich deshalb sehr, ab heute mit Johannes im Team Community von Wikimedia Deutschland wirken zu dürfen.

Ich hoffe dabei, viel mehr und viel ausführlicher als bisher mit Wikimedianern und Wikimedianerinnen sprechen zu können und möchte mich deshalb hier nur mit einem kurzen Überblick über mein Leben und meine Tätigkeit bei Wikipedia und Commons vorstellen: Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 11/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und der lokalen Wikimedia-Organisationen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird im Etherpad der Wikimedia:Woche gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (11/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
Beitragende: Jürgen Fenn, Anneke Wolf, Phillip Wilke, Catrin Schoneville

Foundation & Vereine

MONATSBERICHT DER FOUNDATION FEBRUAR 2012

Die Wikimedia Foundation hat den Bericht über ihre Aktivitäten im Februar 2012 veröffentlicht.

ABSCHLIEßENDE EMPFEHLUNG SUE GARDNERS AN DAS BOARD

Die abschließenden Empfehlungen Sue Gardners an das Board of Trustees der Wikimedia Foundation zur Neuordnung des Fundraisers sind am 11. März 2012 ins Meta-Wiki gestellt worden. Die Vorschläge unterscheiden sich trotz aller Diskussionen, die vorausgegangen waren, nicht wesentlich von der ursprünglichen Fassung.
Sue Gardner erläuterte ihre Vorschläge in einer „Office hour“ („Sprechstunde“) auf Freenode. Sie sei weiterhin der Ansicht, das Fundraising solle zentral und weltweit von der Wikimedia Foundation durchgeführt werden. Sollte sich der Vorstand der Stiftung dem aber nicht anschließen, so schlage sie stattdessen vor, für einen Zeitraum von drei Jahren, also bis 2015, weiter zu machen wie bisher, um aufgrund der bis dahin gemachten Erfahrungen dann erneut über die Frage zu beraten. Diesen Zeitraum halte sie für angemessen, um sich von den bisherigen Auseinandersetzungen wieder zu lösen und gemeinsam nach vorn schauen zu können.
Der Stiftungsvorstand ist derweil uneins; ein Teil neigt dazu, Sue Gardners Vorschläge zu unterstützen, während andere Vorstandsmitglieder die bisherige Regelung zum Fundraiser beibehalten möchten.

DISKUSSION UM CHAPTERS‘ COUNCIL

Im Meta-Wiki ist eine umfangreiche und lebhafte Diskussion um die Gründung des Chapters‘ Council im Gange. Dabei soll es sich um einen Verband der Fördervereine handeln, der deren Interessen gegenüber der Wikimedia Foundation gemeinsam vertritt, insbesondere bei der Diskussion um die Reform der Finanzverfassung der Wikimedia-Bewegung. Die Idee eines Chapters‘ Council war zuerst bei der Wikimania 2011 in Haifa diskutiert und dann beim Financial Meeting wieder aufgegriffen worden, das Mitte Februar 2012 in Paris stattgefunden hatte.
Derzeit werden mehrere Gründungschartas diskutiert, insbesondere sind die Rechtsform und der Sitz dieses „Vereins der Vereine“ bisher noch unklar. Einigen sich dem derzeitigen Zeitplan zufolge bis zum 25. März 2012 mindestens 12 Vereine auf einen der Entwürfe, soll es bei der Wikimedia Conference, die vom 30. März bis 1. April 2012 in Berlin stattfindet, zur Gründung kommen. Das Präsidium von Wikimedia Deutschland hat sich einstimmig für die Gründung eines Chapters‘ Council ausgesprochen.
Ziko van Dijk (WMNL) hat einen Versuch gemacht, die Entwicklung der internationalen Wikimedia-Bewegung zu veranschaulichen, er freut sich über weitere Anregungen:

NEUE MITGLIEDER IM CHAPTERS COMMITTEE

Das Chapters Committee hat fünf neue Mitglieder mit Stimmrecht ernannt (Galileo Vidoni, Lodewijk Gelauff, Maria Sefidari, Bengt Oberger und Tomasz Kozłowski). Außerdem wurde Delphine Ménard zum „non-voting adviser“ (Beraterin ohne Stimmrecht) ernannt. Die weiteren (und bisherigen) Mitglieder des Ausschusses sind Damian Finol, Ray Saintonge, Sebastian Moleski, Jeromy-Yu Chan und dem Vorsitzenden Bence Damokos. Ausgeschieden sind Nathan Carter, Austin Hair und Vladimir Medeyko.

Projekte und Initiativen

WMDE: PROJEKTMITARBEITERIN FÜR WIKIDATA STELLT SICH VOR

Lydia Pintscher wird zukünftig die Rolle einer Mitarbeiterin für „Community Communications“ im Projekt Wikidata ausfüllen. Lydia hat langjährige Erfahrungen mit Community-Arbeit innerhalb von Open-Source-Projekten. Eine ausführliche Vorstellung findet sich hier:

KIWIX LÄUFT AUCH UNTER SUGAR

Der Wikipedia-Offline-Reader Kiwix wurde auf die Desktop-Umgebung Sugar portiert und kann somit auch auf den Laptops eingesetzt werden, die mit der Initiative “One laptop per child“ vor allem im Bildungsektor in Entwicklungsländern eingesetzt werden.

WIKITV PLANT ERSTEN BEITRAG

WikiTV plant, nach den Interviews von den WikiConvention 2011 seinen ersten eigenen Beitrag bei der Wikimedia Conference Ende März/Anfang April in Berlin zu produzieren.

FREIE ACCOUNTS ZU HIGHBEAM RESEARCH FÜR WIKIPEDIA-AUTOREN

Die Suchmaschine HighBeam Research stellt in Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation freie Zugänge für ein Jahr für Wikipedia-Autoren zur Verfügung. Die Website bietet Zugriff auf über 80 Millionen Artikel aus 6.500 Publikationen, von denen die meisten nicht frei im Netz verfügbar sind: Zeitungsarchive und wissenschaftliche Zeitschriften aus den letzten 25 Jahren. Die Accounts werden ab Anfang April 2012 verteilt. Bisher wurden die zuständigen Wiki-Projekte in der englischen Wikipedia informiert. Wer sich bewerben möchte, möge sich bitte hier eintragen. Alle Wikipedianer, die seit mindestens einem Jahr mitarbeiten und die mindestens 1.000 Bearbeitungen vorgenommen haben, werden bei der Verteilung berücksichtigt. Die Zusammenarbeit wurde nach dem Vorbild der Vergabe von Zugängen zur Datenbank Credo Reference gestaltet, die vor etwa einem Jahr erfolgt war.

PHOTOKINA

Auf Initiative von Freiwilligen aus Wikipedia und Commons soll es einen Wikipedia-Stand auf der Photokina, der weltweit größten Fotomesse, vom 18. bis 23. September 2012 in Köln geben. Unter dem Projektnamen “Wikikina – Wikipedianer auf der Photokina 2012″ sollen professionelle Bildredakteure und Hobbyfotografen über die Bild- und Mitmachangebote auf Wikipedia und Wikimedia Commons informiert werden und für die Veröffentlichung unter freien Lizenzen begeistert werden. Geplante Themen sind:

* Scan- und Uploadstation
* Wikimedia Commons + Tricks & Helferlein
* Wiki Loves Monuments
* Geotagging
* GLAM
* Landtagsprojekte
* QR-Codes
* OTRS
* Enzyklopädische Fotografie & Bildbearbeitung
* Lizenzmodelle & Commons für Bildredakteure

Weitere Infos:
*http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Wikikina

Technik

WMF-DOMAINS SIND UMGEZOGEN

Am 9. März 2012 wurde der Umzug sämtlicher Domains der Wikimedia Foundation von GoDaddy zu MarkMonitor vollendet. Jimmy Wales hatte den Weggang von GoDaddy als Domainverwalter im Dezember 2011 auf Twitter angekündigt, nachdem das Unternehmen die SOPA-Gesetzgebung unterstützt hatte. Der Umzug verlief reibungslos; es gab keine Unterbrechungen bei den Wikimedia-Projekten.

Presse

Mit Spannung wurde der Spiegel-Online Artikel von Marvin Oppong innerhalb der Coummunity erwartet. Doch all die Aufregung, die sich vor allem in regen Diskussionen im Kurier entlud, war umsonst. Oppong konnte „überraschenderweise“ keine Bezahlung von Wikipedia-Autoren aufdecken. Die investigative Recherche des freien Journalisten brachte lediglich eine Kritik an der  Kommunikationsabteilung der Daimler AG hervor.

Geschichte der Enzyklopädien

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die Encyclopædia Britannica diese Woche bekanntgegeben hat, es werde 244 Jahre nach der ersten Auflage keine gedruckte Ausgabe mehr geben. Die Britannica werde von nun an nur noch in digitaler Form erscheinen. Dieser Schritt wurde in der Presse weithin mit dem Erfolg von Wikipedia in Verbindung gebracht.

Termine

BUCHLESUNG „ALLES ÜBER WIKIPEDIA“

16. März, 18 Uhr, „Alles über Wikipedia“-Lesung zur Leipziger Buchmesse in der DZB (Deutsche Zentralbücherei für Blinde) mit den Wikipedia-Benutzern Southpark, DerHexer, WiseWoman und Schlesinger.

WMF-OFFICE-HOUR

Am 22. März 2012 findet eine Office-Hour zum New-Page-Triage-Projekt statt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Qualität von neuen Artikeln in Wikipedia zu verbessern und die Eingangskontrolle zu erleichtern.

Jobangebote

Auf Initiative der Wikipedia-Autoren-Community unterstützt Wikimedia Deutschland das in Planung befindliche Projekt „Wikipedia im Landtag“. Für eine sechsmonatige Planungsphase wird ein Mitarbeiter auf Werkvertragsbasis gesucht. Inhalt des Werkvertrags ist die vorbereitende Kontaktaufnahme mit 13 Landtagen. Dabei soll das Projekt grundsätzlich vorgestellt werden.
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Community Communications für Wikidata

Wikimedia Deutschland hat wieder Großes vor in den nächsten Monaten und es freut mich unheimlich ein Teil davon sein zu dürfen. Ich habe gerade angefangen für Wikimedia Deutschland zu arbeiten und wollte mich kurz vorstellen. Ich bin Lydia und meine Aufgabe wird es sein sicherzustellen, dass eure Stimmen im Wikidata Projekt gehört werden. Wikidata liegt mir am Herzen und mir ist es wichtig, dass wir dieses Projekt gemeinsam erfolgreich machen.

Viele von euch kennen mich wahrscheinlich noch nicht, deshalb ein paar Infos zu mir vorab: In den letzten Jahren habe ich Informatik an der Uni Karlsruhe studiert. Dort habe ich unter anderem an einem Programm zur Planung von roboterunterstützten Laser-OPs am menschlichen Schädel gearbeitet. Meine Diplomarbeit habe ich zum Thema transparente und kollaborative Entwicklung Freier Software geschrieben. In den letzten Jahren habe ich meine Freizeit mit Community Arbeit für KDE verbracht. Unter anderem habe ich bei KDE die Mentorenprogramme geleitet, eine Community Arbeitsgruppe mitgegründet, bin im Vorstand des KDE e.V. und sorge allgemein dafür, dass alles rund läuft. In dieser Position habe ich auch andere Projekte wie zum Beispiel Kubuntu, VLC/VideoLan und openSUSE zu Community Fragen beraten. Vor Kurzem habe ich ein freies Buch veröffentlicht, das es einfacher machen soll in einem Freien Software Projekt Fuß zu fassen. Ihr kennt vielleicht 4 der Autoren durch Wikipedia. Im MediaWiki-Umfeld habe ich in den letzten 2 Jahren nebenberuflich für ontoprise die Entwicklercommunity von Semantic MediaWiki Plus aufgebaut und betreut und bin im Steering Committee des Vereins hinter Semantic MediaWiki. Leider hat mein Tag nur 24 Stunden (auch wenn einige das Gegenteil behaupten), weshalb sich meine Interaktion mit Wikipedia selbst bisher auf regelmäßige Nutzung beschränkte. (Danke für eure Arbeit!) Zum Glück wird sich das jetzt sehr schnell ändern. Ich hoffe, dass meine Erfahrung im Bereich Community Management und Transparenz von Organisationen der deutschen und weltweiten Wikipedia Community zugutekommt.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich mich hauptsächlich beschäftigen mit:

  • Ideen/Sorgen/Wünsche aufnehmen die ihr jetzt für mich schon habt (Ich werde mir natürlich bereits geführte Diskussionen anschauen. Schickt mir aber bitte Links zu euren Beiträgen falls ihr ganz sichergehen wollt, dass ich sie sehe.)
  •  einige von euch persönlich treffen zB bei einem Stammtisch (Sagt hallo, wenn ihr in Karlsruhe oder Berlin und Umgebung seid. Vor ein paar Tagen war ich schon beim Stammtisch in Karlsruhe.)
  • den Rest des Teams vorstellen, sofern noch nicht bekannt
  • helfen das Projekt etwas verständlicher zu machen
  • dafür sorgen, dass es einfach für euch ist auf dem Laufenden zu bleiben was im Projekt passiert und geplant ist und mitzumachen
  • Ideen/Sorgen/Wünsche etwas strukturierter zusammen mit euch sammeln und aufarbeiten

Im weiteren Verlauf des Projekts wird es viele Entscheidungen geben, die die Community gemeinsam treffen muss. Ich werde da sein um das zu unterstützen.

Falls ihr Fragen habt lasst es mich bitte wissen. Ich werde auf der deutschen und englischen Wikipedia, im IRC, XMPP, Skype und co erreichbar sein. Für Wikidata gibt es eine Mailingliste auf der ihr euch eintragen könnt und den IRC Kanal #wikimedia-wikidata auf freenode.

 

Cheers

Lydia, die sich freut mich euch zusammenarbeiten zu dürfen

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Monatsbericht Februar 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

ACTA und die Folgen

Die bundesweiten Demonstrationen am 11. Februar haben das internationale Anti-Piraterieabkommen ACTA endgültig ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Es zeigte sich, dass insbesondere die Geheimverhandlungen und die konsequente Ausklammerung einer Verbraucherschutzperspektive viele Menschen vor den Kopf stoßen. Wie bereits im Blog berichtet, beteiligten auch wir uns mit einem Redebeitrag an der zentralen Kundgebung in Berlin. In einem weiteren Statement für die Online-Präsenz der Tagesschau kritisierten wir an ACTA vor allem den damit verbundenen Chilling Effect: “Wir sorgen uns um die sozialen und kulturellen Folgen von Eingriffen auf dem kurzen Dienstweg. Denn Gesetze haben Strahlkraft, sie beeinflussen das Handeln von Nutzern nicht erst dann, wenn im eigenen Briefkasten die erste Abmahnung liegt.”

Angesichts der breiten öffentlichen Diskussion hat die EU-Kommission den Vertragstext dem Europäische Gerichtshof (EuGH) zur Begutachtung vorgelegt. Da dieses Verfahren – das erste seiner Art nach dem Lissabon-Vertrag – möglicherweise dauern kann, ist der ursprünglich avisierte Fahrplan für die Ratifizierung damit hinfällig. Eine interessante Pointe könnte nach Ansicht von Beobachtern darin liegen, dass ein Begriff wie “Freiheit des Internets” durch den EuGH erstmals in seinem Gehalt und seiner Reichweite definiert werden müsste, um überhaupt einen Maßstab für die mögliche Einschränkung von Grundrechten durch ACTA abgeben zu können.

Gebührengelder und Nutzungsfreiheiten

Der Gesprächskreis zu urheberrechtlichen Themen im Rahmen des Berliner Co:llaboratory stellte seine Sitzung am 21. Februar ganz unter das Thema “Die Unternutzung öffentlich finanzierter Werke”. Diese wird vor allem deshalb als Problem empfunden, weil sie den selbstgewählten Anspruch, im 21. Jahrhundert endlich “Wissensgesellschaft” bzw. “Bildungsrepublik” zu sein, systematisch untergräbt. Wie Jan Engelmann in einem kurzen Inputreferat ausführte, hat sie häufig etwas mit Nichtwissen (über das Vorhandensein, den urheberrechtlichen Status von Werken), Nichtkönnen (mangelnde Ressourcen zur Erfassung und ggfs. Freigabe) oder auch Nichtwollen (aus Trägheit oder institutionellem Egoismus) zu tun.

There is something in the air: DLR gibt Bilder unter Creative Commons-Lizenz heraus

Nicht immer sind Inhaltebefreiungsmaßnahmen so atemberaubend schnell wie bei den israelischen Streitkräften im letzten Jahr. Ende Feburar hat die Kommunikationsabteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bekanntgegeben, dass sie nach Rücksprache mit dem Justiziariat wo immer möglich Creative-Commons-Lizenzen (solche, die für die Nutzung in Wikipedia geeignet sind) verwenden werden. Dies ist vor allem immer dann möglich, wenn das DLR alleinige Nutzungsrechte an Bildmaterial hält. Zwischen der ersten Anfrage von Wikimedia Deutschland und dieser Bekanntgabe liegen fast 2 ½ Jahre. Blogbeitrag und Pressemitteilung dazu von uns hier.

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die redaktionellen Inhalte wurde festgelegt und die Artikel liegen bereits größtenteils vor. Die neue Projektseite  in der Wikipedia hat zwar noch nicht die erhoffte Aufmerksamkeit, dennoch haben sich einige Autoren gemeldet und Ideen für Beiträge eingestellt.  Erscheinungstermin ist Mitte / Ende März.

Tätigkeitsbericht 2011

Im April wird unser Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 veröffentlicht. In den letzten Wochen wurde die 40-seitige Broschüre konzipiert, redaktionell mit Texten und Daten vorbereitet und abgestimmt. Wie die Tätigkeitsberichte der letzten Jahre wird auch der aktuelle Bericht als Druckausgabe und online zur Verfügung stehen. Eine englische Zusammenfassung ist ebenfalls geplant. Eine Übersicht der Berichte 2004-2010 gibt es auf der WMDE-Webseite.

Wikipedia-Buch

Am 16. März, 18.00 Uhr, wird eine Lesung aus dem Buch “Alles über Wikipedia” im Rahmen der Leipziger Buchmesse in der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) stattfinden. Zugesagt haben die Autoren Schlesinger, MarcusCyron, WiseWoman, Daniel Mietchen und Poetrist Kheshrau. Anfragen bezüglich weiterer Lesungen, Buchexemplare etc. bitte per E-Mail an Catrin Schoneville.

BILDUNG UND WISSEN

Der Monat Februar war im Bereich Bildung und Wissen sehr ereignisreich: nicht nur personell (durch den Teamzuwachs) sondern auch inhaltlich.

Hochschulprogramm

Das Hochschulprogramm geht im Sommersemester mit sechs Veranstaltungen an fünf Hochschulen (München, Marburg, Stuttgart, Potsdam, Halle-Wittenberg) an den Start. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Geschichtswissenschaft, von der Archäologie bis hin zur Sportgeschichte. In der kommenden Zeit werden die universitären Lehrkräfte von den Referenten, erfahrenen Wikipedia-Autoren, soweit geschult, dass sie ihre Studenten in der Artikelarbeit unterweisen können.

Schulprojekt

Wikipedia macht Schule” konnte den Fokus auf Lehrerschulungen in diesem Monat mit 5 Lehrerschulungen fortführen. Neben den Workshops wird nun damit begonnen, Pilotprojekte zu konzipieren, die Aufschluss über die Umsetzbarkeit der inhaltlichen Arbeit im Unterricht für Lehrer geben sollen.

Silberwissen

Im Programm Silberwissen wurden Einführungsvorträge in der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin und am Sitz der Gesellschaft für Erdkunde ebenfalls in Berlin gehalten. Während beider Veranstaltungen gab es lebhafte Diskussionen. Am 26. Februar beteiligte sich Elvira Schmidt gemeinsam mit den Chronisten aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark an der Geschichtsbörse in Potsdam. Während des landesweiten Treffens von Geschichts- und Heimatvereinen konnten Interessenten für die nächsten Workshops in Berlin und im Land Brandenburg gewonnen werden. Anfragen zu Vorträgen und Workshops über  die Mitarbeit bei Wikipedia kamen von Seniorenuniversitäten bzw. anderen Seniorenbildungsträgern. Insbesondere aus dem Raum Stuttgart gab es mehrfache Nachfragen. Hier sind die ersten Termine vereinbart. Festlegungen der ersten Termine gibt es auch mit der Initiative „Erfahrung-Teilen“ in Hannover. Erarbeitet und abgeschickt wurden außerdem die Berichte zum Stand des EU-Projekts TAO.

Wir freuen uns darüber, bei dem Referententreffen der Bildungsprogramme vom 2.-4.März drei neue Bewerber für das Referentennetzwerk begrüßen zu dürfen. Bei diesem Treffen werden wir erstmals programmübergreifend zusammenarbeiten, Synergien ermöglichen. Damit spiegelt sich auch hier die inhaltliche Weiterentwicklung des Bereiches wider.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Die AdminCon 2012

“Admin werden ist nicht schwer, Admin sein dagegen sehr” – dieser Vortrag von Alice Wigand bei der WikiCon 2011 in Nürnberg ist nicht ohne Folgen geblieben. Aus ihm entstand die Idee eines Treffens der Wikipedia-Administratoren, organisiert durch die Community und unterstützt von Wikimedia Deutschland und Österreich in Form der “AdminCon”. Am 1-3. Juni 2012 findet in der Tagungsstätte Kloster St. Gertrudis in Hadersleben im Harz ein Wochenendworkshop statt, der sich mit Rolle, Selbstverständnis und Aufgaben von Administratoren in der deutschsprachigen Wikipedia auseinandersetzt. Eingeladen sind Admins wie Nicht-Admins, die am Thema interessiert sind. Alle Details zu Planung, Programm und Anmeldung finden sich auf den Projektseiten in der Wikipedia.

Zedler-Preis 2012

Die Jury für den Zedler-Preis steht nun fest. Nach der Wahl der Jurymitglieder aus Wikipedianern haben wir im Februar viele externe Fachleute angesprochen und für die Jury gewinnen können. Eine ausführliche Vorstellung der Jurorinnen und Juroren findet sich im Blog. Nun hat die Jury bis Mitte April Zeit, die Vorschläge zu sichten und dann Nominierte und Gewinner zu bestimmen. Ansprechpartnerin rund um den Zedler-Preis ist Nicole Ebber.

Wiki Loves Monuments 2012

Die Vorbereitungen zu Wiki Loves Monuments 2012 laufen auf Hochtouren, in Deutschland wie auch weltweit. Für den deutschen Teil des Bilderwettbewerbs hat [[Benutzer:Brücke-Osteuropa]] ein Kick-off-Seminar organisiert, das unterstützt von Wikimedia Deutschland am 30.-31. März in Dresden stattfinden wird. Wikimedia hat ein Zimmerkontingent für auswärtige Teilnehmer reserviert. Reisekosten werden auf dem üblichen Weg erstattet. Ansprechpartner ist Johannes Rohr.

WikiWomenCamp 2012

Wikimedia Deutschland plant die Vergabe von Stipendien für das WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien (23. – 25. Mai). Das Camp möchte Frauen der internationalen Wikimedia-Bewegung ein internationales Forum bieten, um Themen rund um die Gender Gap-Diskussion. Der Februar war geprägt durch den Austausch mit den Organisatorinnen zu Themen wie Kostenschätzung, Logistik und Auswahlprozedere. Mehr Infos zu dem Verfahren der Stipendienvergabe werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Bei Fragen, Anregungen und Ideen wendet euch bitte an Julia Kloppenburg.

Community-Projektbudget 2. Runde

Die Ergebnisse der zweiten Förderrunde des Community-Projektbudgets wurden im Februar veröffentlicht. Aus 62 Ideen wurden 30 eingereichte Anträge. Aus diesen wurden vom Community-Projektbudget-Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung sechs Projekte mit einem Gesamtbudget von 123.420 Euro zur Förderung ausgewählt. Sebastian Sooth aus der Geschäftsstelle unterstützt die Arbeit des Ausschusses und hat alle Antragsteller informiert.

Toolserver

Im Amsterdamer Rechenzentrum des Toolservers haben die Toolserver-Admins Daniel Baur und Marlen Caemmerer im Februar weitere notwendige Wartungsarbeiten direkt vor Ort durchgeführt und die restliche Hardware zur Speicherplatzerweiterung eingebaut. Unterstützt bei der Organisation der Arbeiten wird das Toolserver-Team von Sebastian Sooth.

Community Space

Die Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern für die Räumlichkeiten des CommunitySpace und der WMDE-Geschäftsstelle in Berlin gingen auch im Februar weiter. Sebastian Sooth freut sich über Interessenten, die Lust haben, diese Räumlichkeiten mitzugestalten und zu unterstützen – ob in Berlin oder in anderen Orten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER arbeiteten wir im Februar an der Fertigstellung eines Toolkits, das verschiedene Wikipedia-Analysewerkzeuge in gebündelter Weise darstellt. Diese Werkzeuge werden im Rahmen des Projekts von uns bzw. unseren Projektpartnern erstellt. Mit diesem zentralen Zugriffsort wollen wir interessierte Nutzer einladen die aktuellen und zukünftigen Werkzeuge auszuprobieren, zu testen und zu kommentieren. Die Veröffentlichung auf dem Toolserver wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Außerdem arbeiteten wir, gemeinsam mit Projekt-Kollegen vom Karlsruher Institute für Technologie (KIT) und dem Inštitut Jožef Stefan (JSI),  an einer Einreichung für die WebScience 2012. In dieser stellen wir das Toolkit und seine Funktionalitäten näher vor.

Weitere Fragen und Anregungen gerne an Angelika Adam oder an render@wikimedia.de.

Wikipedia Academy 2012

Mitte Februar fand der zweite Vorbereitungsworkshop für die Wikipedia Academy statt. Das Organisationskomitee hat dabei – gemeinsam mit Nicole, Angelika und Denis – erste Ideen für Programmpunkte und Formate gesammelt, potenzielle Referenten identifiziert und weitere logistische und inhaltliche Rahmenbedingungen besprochen. Das akademische Programmkomitee ist nun ebenfalls vollständig: Wir konnten 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Reviewprozess der eingereichten Vorträge gewinnen. Der ‚Call for Papers‘ läuft noch bis Ende März und wir freuen uns auf rege Beteiligung! Zur Zeit überarbeiten wir die Webseite und lassen ein Logo entwerfen. Alle Fragen und Anregungen gerne an Nicole Ebber oder academy@wikimedia.de.

VEREINSENTWICKLUNG

Wikimedia Conference 2012

Nicole Ebber war im Februar hauptsächlich mit der Vorbereitung der Wikimedia Conference beschäftigt. Zur Unterstützung bei allen logistischen Aufgaben konnten wir Danny B. (Benutzername) von Wikimedia Tschechien gewinnen. Harel Cain (Wikimedia Israel) kümmert sich derweil darum, dass alle eingeladenen Chapter je zwei Repräsentanten nach Berlin senden und stellt das Programm zusammen. Neben Flugbuchungen, Zimmerreservierungen, Catering und Technikanfragen gilt es vor allem auch, die vielen Anfragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beantworten. Alle Fragen und Ideen zur Wikimedia Conference nimmt Nicole unter conference@wikimedia.de entgegen.

Mitgliedschaft

Im Laufe des Februars hat Wikimedia 56 neue Mitglieder aufgenommen, davon 30 aktive und 26 Fördermitglieder. Damit hat Wikimedia Deutschland 1328 Mitglieder, davon 371 Förder- und und 957 aktive Mitglieder. Fünf Mitglieder haben im Februar ihren Austritt erklärt. In der Nachfolge des Fundraisers 2012 ist bei Wikimedia zudem eine große Zahl an Aufnahmeanträgen eingegangen, die derzeit abgearbeitet werden. Die Umstellung der Mitgliederverwaltung auf ein neues, effizienteres System ist derzeit in Vorbereitung.

FUNDRAISING

Die Herbstkampagne liegt zwar schon eine gefühlte Ewigkeit zurück, für das Fundraising ist sie jedoch noch sehr präsent. Denn im Februar bereiteten wir wie immer den Versand der Zuwendungsbescheinigungen vor. Nicht nur während der Kampagne gab es Rekorde zu vermelden: Wir gehen von rund 70.000 Empfängern aus, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr! Erst wenn der Versand Anfang März abgeschlossen ist, ist auch für uns die Kampagne 2011/12 vorbei. Dazu haben wir in den letzten Wochen sämtliche Daten aufbereitet und Testgruppen konzipiert. Wie letztes Jahr wollen mit den Spenden-Quittungen viele neue Mitglieder gewinnen.

Desweiteren hält uns die internationale Diskussion rund um das  Fundraising auf Trab. Nach der Erarbeitung unseres Positionspapiers “Wikimedia’s culture of sharing” Ende Januar haben wir für das Finance Meeting in Paris Mitte Februar Argumente und Fakten zusammengetragen, um unsere Position auf diesem so wichtigen Treffen zu verdeutlichen. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass lokales Fundraising effektiver und den Bedürfnissen der Spender am ehesten entsprechen kann.

Da die beiden Aufgabenbereiche sehr zeitintensiv waren, verzögert sich leider der umfassende Abschlussreport der Kampagne. Dieser wird in Kürze nachgereicht. Als Vorgeschmack können wir an dieser Stelle den Report von Wikimedia Frankreich empfehlen.

 

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Interessante Termine im März

* 16. März, Leipzig: ‚Leipzig liest‚, Autoren lesen aus dem Buch ‚Alles über Wikipedia‘

* 16.-18. März, Nürnberg: 10. Fotoworkshop

* 30.-31. März, Dresden: Kick-off-Meeting Wiki Loves Monuments Deutschland 2012

* 29.03.-01.04., Berlin: Wikimedia Conference

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Verstärkung fürs Team

Cornelia Trefflich und Phillip Wilke, Foto: Michael Jahn, CC-BY-SA 3.0

Obwohl es schon wirklich eng ist in der Wikimedia Geschäftsstelle in Schöneberg, sind im Februar zwei neue Mitarbeiter hinzu gekommen. Unmögliches wird möglich gemacht – und so rückt man zusammen, improvisiert, stellt hier und da noch Tische, Stühle und Computer auf! Die, gefühlt exponentiell wachsende Arbeit, muss ja gemacht werden. Die zwei Neuen, das sind Cornelia Trefflich und Phillip Wilke. Heute möchten sie sich kurz vorstellen:

 

Cornelia, gerne auch Conny, mag keine Dreien in Altersangaben, ist in Halle (Saale) geboren und hat Englisch, Spanisch und Kulturwissenschaften in Leipzig studiert.

Ich unterstütze den Bereich Bildung & Wissen bei der Restrukturierung. Die Programme ‘Silberwissen’, ‘Wikipedia macht Schule’ und das Hochschulprogramm verfügen über ein gemeinsames Referentennetzwerk und sollen auch inhaltlich enger verknüpft werden. Deswegen übernehme ich gerade jede Menge Koordinationsaufgaben und maile und telefoniere viel mit engagierten Freiwilligen und Referenten. Damit kenne ich mich durch meine Arbeit beim ICJA Freiwilligenaustausch weltweit schließlich aus. Mich reizt besonders die Zusammenarbeit mit hoch motivierten Menschen mit ganz verschiedenen Hintergründen, die sich alle für die Idee des freien Wissens begeistern und einsetzen. Ich freue mich schon darauf, viele engagierte Referenten auf dem im März stattfindenden Camp kennen zu lernen.

 

Phillip, Jahrgang 1983, gebürtiger Hannoveraner, dessen Namen fast jeder erst mal falsch schreibt.

An der TU Berlin habe ich Geschichte und Kommunikationswissenschaften studiert. Ich bin neu im Team PR- und Öffentlichkeitsarbeit und arbeite gemeinsam mit Catrin und Michael. Gerade die projektbezogene Pressearbeit werde ich in Zukunft verstärken. Deswegen werde ich auch viel mit Nicole zusammen arbeiten und ihr immer Mal wieder eine helfende Hand reichen. Viele Baustellen also, aber Kopf-Wirrwarr bin ich durch meine Tätigkeiten bei verschiedenen Medien und Verlagen sowie der ehrenamtlichen Pressearbeit beim Kongress atoms&bits ja bereits gewohnt. Schon vorher habe ich die Wikipedia zur täglichen Recherche genutzt. Die Idee des freien Wissens nun hauptberuflich voranzutreiben und publik machen zu dürfen, ist für mich eine große Ehre und anspornende Aufgabe zugleich.

So, dann gehen wir mal Kaffee trinken und das Mate-Lager plündern. Im Anschluss wird wieder gearbeitet. Versprochen!

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Ausblick – Zielplanungsworkshop 2012

Am Wochenende des 28./29. Januar trafen sich die Mitarbeiter der Wikimedia-Geschäftsstelle zu einem gemeinsamen Workshop. Ort der Veranstaltung war das Berliner Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg. Auf dem Programm stand die Jahresplanung unserer Arbeit. Erstmals haben wir uns nicht direkt der Besprechung einzelner Maßnahmen und Programme gewidmet. Stattdessen befassten wir uns bewusst und intensiv mit den von der Mitgliederversammlung beschlossenen Zielen des Wirtschaftsplans 2012. Was müssen wir schaffen, um sie zu erfüllen? Welche An- und Herausforderungen beinhalten sie genau? Wie organisieren wir uns am effektivsten?
Demnächst veröffentlichen wir, was wir konkret zu jedem einzelnen Ziel vorbereitet haben und nun ausarbeiten. Damit beginnen wir gleichzeitig eine regelmäßige Berichterstattung, über die im Folgenden noch mehr zu lesen ist. Hier zunächst also ein allgemeiner Rückblick auf das Wochenende und unseren Arbeitsansatz für das Jahr 2012.

Grundlagen: Zieldenken

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte orientiert sich die Geschäftsstellenarbeit des ganzen Jahres an vorab gesteckten Einzelzielen. In den Jahren zuvor gab es das nicht. Zur Orientierung dienten stattdessen der Kompass 2020 sowie die Erfahrung mit erfolgreichen oder weniger erfolgreichen Maßnahmen des Vorjahres. Mit der Zielsetzung für 2012 gehen wir einen Schritt weiter, hin zu besserer Planbarkeit. Alles, was wir tun, muss für die Erfüllung mindestens eines der sieben Ziele relevant sein. Einzelne Aktivitäten wie der Zedler-Preis, die nächste WikiCon, das Projekt WikiData, Literaturstipendien, Pressemaßnahmen oder „Wikipedia macht Schule“ sind wichtige Beiträge zur Förderung Freien Wissens. Sie stehen stellvertretend für alle Aktivitäten des Vereins. Wie aber lässt sich messen, wie beispielsweise der Zedler-Preis zum Ziel der verbesserten Weiternutzung oder zu verbesserter Freiwilligenförderung beiträgt? Und wie macht man das für die Vielzahl der anderen Projektideen? Der gedankliche Abstand zwischen Einzelmaßnahmen und den abstrakten Zielen ist zu groß. Besser lässt sich Zielführung überprüfen, wenn genau definiert ist, welche gemeinsamen Anforderungen alle einzelnen Aktivitäten erfüllen müssen. Um das zu klären, haben wir im Rahmen des Treffens Hauptaufgaben gebündelt und Meilensteine für 2012 bestimmt.

Hauptaufgaben und Meilensteine

Ein gutes Beispiel ist das Ziel, im Jahr 2012 doppelt so viele Freiwillige bedarfsgerecht zu unterstützen wie im letzten Jahr. Unter bestehende Maßnahme fallen hier unter anderem das Community-Projektbudget, das Literaturstipendium, Akkreditierungen, OTRS-Workshops und vieles mehr. In diesem Jahr können auch weitere, neue Maßnahmen gestartet werden. Alle diese Aktivitäten haben jedoch gemeinsam, dass sie Förderprogramme sind, für die bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden müssen, die Konzeption, Umsetzung und Auswertung verlangen. In unserem Workshop haben wir für jedes einzelne Vereinsziel Hauptaufgaben und Meilensteine entwickelt, mit denen genau das getan werden kann. Darin sind gebündelte Arbeitsaufträge enthalten, wichtige Termine und aufeinander aufbauende Planungsschritte. Damit diese Möglichkeiten der Zielüberprüfung auch angewendet werden, haben wir außerdem für jedes Ziel ein betreuendes Team aus zwei Mitarbeitern gebildet, das für die Jahresbegleitung verantwortlich ist.

Zielverantwortliche und Berichtverantwortliche

Nach wie vor ist uns sehr wichtig, dass unser Team in flachen Hierarchien gemeinsam an den Aufgaben des Vereins arbeitet. Damit das so bleibt, lassen wir die einzelnen Mitarbeiter weiter das tun, was sie am besten können: an einzelnen Maßnahmen arbeiten und sich kreativ austauschen. Es muss allerdings jemanden geben, der alle Maßnahmen eines Zieles koordiniert, den Überblick behält und sich beratend mit den einzelnen Beteiligten austauscht. Darum haben wir für die sieben Ziele sieben “Zielverantwortliche” unter den Mitarbeitern bestimmt. Sie sind diejenigen, die auf den roten Faden bei der Arbeit an den Zielen 2012 achten. Gleichzeitig haben sie wie alle anderen Projektmanager auch ihre eigene Jahresplanung. Die Aufgabe der Zielverantwortlichen soll sie nicht von ihren übrigen Aufgaben abhalten. Unterstützt wird deshalb jeder von ihnen durch einen “Berichtverantwortlichen”, der alle Berichte verfasst und sozusagen Protokoll über die Entwicklungen führt. Auch die Berichtenden werden sich weiter vor allem ihren eigentlichen Aufgaben widmen. Mit der Arbeitsteilung dieser “Doppelspitzen” stellen wir sicher, dass möglichst effizient darauf hingearbeitet wird, unsere Ziele zu erreichen. Welcher Mitarbeiter ziel- oder berichtsverantwortlich ist, erfahrt ihr in kommenden Berichten zu den einzelnen Zielen. Mindestens ein Mal pro Quartal werden diese Berichte veröffentlicht. Sie dienen damit gleichzeitig der Information über unsere Arbeit und der Selbstüberprüfung.

Und wie war’s nun?

Wenn die kurzen Ausführungen über unsere Planungen den Eindruck erwecken, dass viel über die Materie gesprochen, diskutiert und abgewogen wurde, …dann stimmt das! Neben vielen Vorschlägen, Kritik und Beobachtungen ist vor allem viel Leidenschaft für die Projekte des Vereins in das Wochenende eingebracht worden. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung!

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