Archiv für die ‘Mitarbeiter’ Kategorie



Neu im Team: Wenke Storn ist unsere Eventmanagerin

Darf ich vorstellen? Wenke Storn ist seit dem 1. November 2012 unsere neue Eventmanagerin. Wenke wird zum einen meine bisherigen Aufgaben rund um die Organisation von Wikimedia-Veranstaltungen übernehmen, zum anderen aber auch unser gesamtes Eventmanagement professionalisieren und eine zentrale Ansprechpartnerin für Veranstaltungen jeder Art sein. Momentan arbeiten wir zusammen an der Übergabe und ich freue mich sehr, mein Wissen und die Erfahrung der letzten 2,5 Jahre in gute Hände weiter geben zu können und mich dann stärker der Internationalen Zusammenarbeit zu widmen. Herzlich Willkommen, Wenke!

 

Wenke Storn (Foto: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0)

Die 11. Mitgliederversammlung und der offene Sonntag stehen vor der Tür, die Vorbereitungen laufen für mich als die neue Eventmanagerin bei Wikimedia Deutschland auf Hochtouren und ich freue mich, die ersten Vereinsmitglieder gleich zu Beginn meiner Arbeit kennenzulernen. In meiner neuen Rolle ist es mein Ziel, das Eventmanagement im Verein zu vereinfachen und vor allem die Communitys bei Ihren vielfältigen Veranstaltungen tatkräftig zu unterstützen.

Zu meinem Hintergrund: Meine letzten zwei Jahre in Berlin waren von der Konzeption und Organisation von Wirtschaftskonferenzen in der D/A/CH Region geprägt. In den vier Jahren zuvor hatte ich die Chance, bei drei NGOs mit ganz unterschiedlichen Missionen in der französischen Schweiz zu arbeiten: Beim Kinderhilfswerk Terre des hommes organisierte ich mit 2.500 Ehrenamtlichen eine Schweiz-weite Fundraising-Aktion; bei der Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2008 unterstützte ich die Communications- und Ceremonies-Abteilungen; und beim Weltwirtschaftsforum, welches Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Academia und gemeinnützigen Organisationen auf Kongressen zusammenbringt, um u. a. Public-Private-Partnerships und Corporate Citizenship zu fördern, lag mein Schwerpunkt in der zielgruppengenauen Kommunikation in Vorbereitung auf die Veranstaltungen.

Nun freue mich auf die aufregende Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen, hoch engagierten Ehrenamtlichen. Für Fragen und Anregungen stehe ich euch immer zur Verfügung. Ihr könnt mich unter wenke.storn@wikimedia.de erreichen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (14 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Team komplett!

Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wenn im November die Spendenkampagne beginnt, dann ändert sich der Alltag im Team Fundraising schlagartig. Was bedeutet es, wenn plötzlich Banner die Seiten von Wikipedia zieren und unsere Spendenaufrufe von Millionen Menschen gelesen werden? Wenn, wie im letzten Jahr, 160.000 Spenden in einem kurzen Zeitraum von nur zwei Monaten eingehen? Ein kleiner Sturm bricht los: Die Telefone klingeln heiß, das Postfach füllt sich rasant. Noch während eine E-Mail beantwortet wird, folgen postwendend die nächsten zwei.

Zum Fundraising gehört eben nicht nur die Konzeption und Durchführung der eigentlichen Kampagne. Ganz wesentlich ist ebenso, da zu sein, wenn Spender dringende Fragen, Wünsche und Probleme haben. Von Anfragen zur Mitgliedschaft bis Zusendungen von Spendenquittungen, reicht der so wichtige Bereich des Spendenservice. Mehr als 100 E-Mails pro Tag wollen beantwortet werden, im gesamten Kampagnenzeitraum 2011 ging die stattliche Zahl von 5.000 E-Mails bei uns ein. Adressen müssen korrigiert, Fragen über die Verwendung der Gelder beantwortet und besorgte Spender beruhigt werden: “Nein, wir werden den Betrag nicht abbuchen, der aus Versehen eine Null zu viel enthällt.”

In der nun kurz bevorstehenden Herbstkampagne ist tatkräftige Unterstützung gefragt. Daher freuen wir uns, dass unser Team in den Kampagnenmodus schaltet und sich von drei auf fünf Mitarbeiter vergrößert: Johanna Havemann (Praktikantin) und Wladimir Raizberg (Werkstudent) werden in den nächsten Monaten vorrangig im Spendenservice und bei der Datenpflege mit anpacken. Manchmal wird es einer fast buddhistische Geduld bedürfen, wenn man etwa zum wiederholten Male den mit Verve vorgebrachten Vorwurf liest, man solle doch bitte Überweisungen zulassen. Dabei ist die Kontoverbindung an prominenter Stelle auf der Spendenseite zu lesen. Doch letztlich sitzt man an erster Stelle, um vor allem eines zu spüren: die enorme Dankbarkeit und Begeisterung, die unsere Spender gegenüber Wikipedia empfinden.

Hier möchten sich Johanna und Wladi kurz vorstellen:

 

Johanna

Johanna Havemann (Foto: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0)

An der Idee von Wikipedia und deren Schwesterprojekten begeistert mich besonders, dass auch Bewohner der südlichen Welthalbkugel einen direkten Zugang zum gesammelten Wissen der Menschheit haben und entsprechend ihre eigenen Beiträge leisten können. Ausgebildet als Biologin entschied ich mich gegen Ende meiner Promotionszeit, im Bereich Grundlagenforschung gezielt meinen sozial- und umweltpolitischen Ambitionen nachzugehen. Beispielsweise konnte ich umfangreiche Arbeitserfahrungen bei den Vereinten Nationen und einer pan-afrikanischen NGO machen und lebte dafür einige Monate in Kenia und Südafrika. Danach folgten Projektarbeiten u.a. in Ghana, und schließlich eine Ausbildung zum EU-Fundraiser hier in Berlin. Im Hinblick auf die anstehende Herbstkampagne motiviert mich neben der Kommunikation mit den Spendern besonders der innovative, zeitgemäße und spannende Ansatz des Online-Fundraisings.

 

Wladimir

Alles fing mit einer kleinen Aufgabe als freier Mitarbeiter an. Aus der ersten ergab sich eine zweite, aus der zweiten eine dritte, aus der dritten eine vierte… Bis ich schließlich im Oktober 2012 in den Kreis des Fundraiser-Teams als Werkstudent aufgenommen wurde. Meine Entscheidung und meine Motivation für Wikimedia zu arbeiten, ruhen auf zwei Säulen: Zum einem dem freundlichen Team, welches mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen hat. Zum anderen der Unterstützung des wunderbaren Projektes Wikipedia, welches ich als Student immer wieder (leider inoffiziell) gerne nutze, um mir einen ersten Überblick über ein für mich neues Thema zu verschaffen. Wie bereits angedeutet studiere ich noch. Um genau zu sein, ist Stadt- und Regionalplanung mein Fach, in dem ich bereits den Master-Abschluss anstrebe. Das Thema Stadt begeistert mich auch außerhalb des Studiums, deswegen setze ich mich in meiner Freizeit fotografisch damit auseinander.

 

Wir heißen Johanna und Wladimir herzlich bei uns Willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Wenn Ihr noch Fragen habt zu unserem Team oder zu Herbstkampagne, dann schaut doch mal auf unserer Portalseite vorbei!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Nicole Lieger – Neu bei Wikimedia Deutschland

Nicole Lieger; (Foto: Michael Jahn, CC-BY-SA 3.0)

Ich freue mich, mit 1. Oktober 2012 meinen ersten Arbeitstag im Büro von Wikimedia Deutschland feiern zu können: als Leiterin des Bereichs Freiwilligenförderung.

Einen großen Teil meines bisherigen Lebens habe ich mit Engagement in sozialen Bewegungen und Arbeit in damit assoziierten Organisationen verbracht. Von meiner Sozialisierung bei Amnesty International (in lokalen Gruppen, Vorstand, EU Büro und internationalem Mandatskomitee) über das Management eines Masters in Peace Studies bis zur Leitung eines menschenrechtlichen Forschungsinstituts in Wien habe ich verschiedene Blickwinkel kennengelernt. Mein Schwerpunkt der letzten Jahre lag auf dem Erkunden potenzieller neuer Strategien für politische und soziale Bewegungen, insbesondere solche, die Ziele und Mittel in Einklang zu bringen suchen, die visionsfokussiert sind und die sich darauf konzentrieren, das (zumindest im Kleinen) selbst zu erschaffen, was sie auch in einer zukünftigen Gesellschaft gerne sehen wollen. Wikipedia und die Bewegung für Freies Wissen im allgemeinen sind in diesem Kontext natürlich hochspannend. Auch wenn ich als Autorin bisher nur relativ wenig editiert habe, hoffe ich doch, mit einem transdiziplinären Hintergrund in Geistes- und Sozialwissenschaften und einem gutem Maß persönlicher Leidenschaft einen konstruktiven Beitrag zum Gesamtuniversum von Wikipedia, Wikimedia und der Bewegung für Freies Wissen leisten zu können.

Ich freue mich über Kontakte aus verschiedensten Ecken dieses Universums! Ihr könnt mich unter   nicole.lieger@wikimedia.de oder auf meiner Diskussionsseite erreichen – gerne dort auch einen Gesprächstermin ausmachen!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 von 5)
Loading...

GLAMcamp London: Zwei Tage in der größten Bibliothek der Welt

Am 15. und 16. September fand in der British Library in London das GLAMcamp 2012 statt. Aus Deutschland reisten Peter Weis, Daniel Mietchen (Wikimedian in Residence on Open Science, Open Knowledge Foundation Deutschland) und Kilian Kluge (Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Wikimedia Deutschland) in die britische Hauptstadt.


Die British Library ist mit mehr als 15 Millionen Sammlungsobjekten die größte Bibliothek der Welt

Photograph by Mike Peel (mikepeel.net), CC-BY-SA 2.5

Das GLAMcamp fand als Ersatz für eine GLAM-Konferenz statt, die ursprünglich zu diesem Termin geplant war, im Sommer allerdings auf April 2013 verschoben wurde. Das Camp diente zwar auch der Vorbereitung dieser Konferenz, im Mittelpunkt stand aber der interne Austausch der Community.

So kamen etwa 35 GLAM-Aktivisten aus den USA und Europa in London zusammen, darunter insbesondere auch viele „Wikipedians in Residence“, die zurzeit in einer kulturellen Einrichtung aktiv sind. Die Summe an Erfahrungen und Expertise, die in London zusammenkam, war außergewöhnlich, so dass um das Tagungsprogramm herum immer wieder spannende und vor allem für die Beteiligten lehrreiche Gespräche entstanden.

Das Conference Center der British Library (die mit Andrew Gray selbst einen „Wikipedian in Residence“ beschäftigt) erwies sich als hervorragender Veranstaltungsort, nicht nur durch die ideale Lage im Herzen der britischen Hauptstadt. Die Gruppe konnte sich flexibel auf drei Tagungsräume und ein großes Foyer verteilen, die technische Ausstattung und besonders die zahlreichen im Boden eingelassenen Steckdosen ließen keine Wünsche offen.

Wo steht die GLAM-Community?

Nach der Begrüßung durch Ashley Van Haeften, Mitglied des Boards von Wikimedia UK, und der Ankündigung, dass es im Rahmen des Tagungsprogramms keine Präsentationen und Projektberichte geben werde, ging es direkt mit einer Runde „Lightning Talks“ los. Thema war beispielsweise der Mangel an Audiomaterial in der Wikipedia, fast gänzlich fehlen etwa Höreindrücke von Orten („Wie hört es sich Mittwochmorgen am Piccadilly Circus an?“), Verkehrsmitteln oder Tieren. Insbesondere für Sehbehinderte und Blinde wären solche Ergänzungen zum Text äußerst wertvoll.

Nach diesem Einstieg teilte sich die Gruppe, um in kleinerer Runde inhaltlich zu arbeiten. Ein Diskussionsthema war hierbei die Frage, was eine internationale GLAM-Organisation, also ein imaginärer Dachverband der GLAM-aktiven Wikipedianer, leisten sollte. Dieses Brainstorming brachte schnell die Stärken und Schwächen der jetzigen „GLAM-Bewegung“ zutage. So ist zwar der interne Austausch gut organisiert, aber es fehlt an zentralen Anlauf- und Beratungsstellen sowohl für Wikipedianer als auch für kulturelle Einrichtungen. Gewünscht wurde beispielsweise ein „GLAM-Callcenter“, das bei kleineren Problemen selbst Unterstützung bieten und andernfalls an die richtigen Ansprechpartner verweisen kann.

Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit den unzähligen Aktionsformen, die im GLAM-Bereich genutzt werden und versuchte, diese auf möglichst greifbare, grundlegende Konzepte zu reduzieren. Zahlreiche Veranstaltungen haben beispielsweise zum Ziel, in einer konzertierten Aktion vor Ort eine Stadt oder Region zu dokumentieren, ein ähnliches Konzept wurde sowohl im Zusammenhang mit Wiki Loves Monuments als auch mit Museen schon erfolgreich umgesetzt. In London wurde nun versucht, aus den zahlreichen Erfahrungen die wesentlichen Schritte zu extrahieren und zu möglichst übersichtlichen Anleitungen zusammenzustellen. Diese Arbeit soll fortgesetzt werden, als Musterbeispiel sei hier auf das Edit-a-thon How-to verwiesen.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 4,78 von 5)
Loading...

Vogeleier, literarische Salons und eine lange Nacht

Seit Mitte Juli bin ich als Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Wie angekündigt berichte ich an dieser Stelle über den zweiten Monat meiner Residency.

Sechs Stunden lang präsentierte sich die Wikipedia im Ephraim-Palais
Sechs Stunden lang präsentierte sich die Wikipedia im Ephraim-Palais

Beek100, CC-BY-SA 3.0 Unported

Das größte Projekt der letzten Wochen war die Lange Nacht der Museen, bei der die Wikipedia mit einem eigenen Stand im Ephraim-Palais vertreten war. Dessen Organisation und Vorbereitung lag in meinen Händen, den Abend über wurde ich von Barbara Fischer und drei Wikipedianern tatkräftig unterstützt. Gemeinsam informierten wir die Besucher über die Wikimedia-Projekte und bearbeiteten gemeinsam mit ihnen den Wikipedia-Artikel zu Werner-Victor Toeffling, dessen Bühnenbildentwürfe zurzeit im Ephraim-Palais zu sehen sind. Abgerundet wurde unser Auftritt durch eine Weltkarte der Letzten Änderungen und eine Demonstration der Software QRpedia.

Bereits kurz vor der Langen Nacht war der erste Wikipedianer zu Besuch in der Sammlung. Benutzer:Donkey shot von der Redaktion Biologie kam vorbei, um die in der Naturwissenschaftlichen Sammlung aufbewahrten Vogeleier und -präparate zu sichten. Der zuständige Mitarbeiter stellte die verschiedenen Teilsammlungen vor, es entwickelten sich immer wieder Fachgespräche, bei denen ich als Laie nur staunen konnte. Zum Abschluss fotografierten wir die Aufschriften der Archivschachteln und überblicksartig die freistehenden  Präparate in den Regalen. Im Laufe der nächsten Wochen sollen die „Wikipedia-Biologen“ daraus nun ihre Favoriten auswählen, die dann im Rahmen eines Aktionstags für Wikimedia Commons fotografiert werden. In den Räumen der Stiftung steht den Wikipedia-Fotografen dabei ein vollständig ausgestatteter Raum mit Fototisch und Blitzanlage zur Verfügung.

Anfang September hatte ich die Gelegenheit, ein umfangreiches und ehrgeiziges Kooperationsprojekt zwischen einer Kulturagentin, der Stiftung Stadtmuseum Berlin und der Bettina-von-Arnim-Schule in Reinickendorf zu unterstützen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts werden Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe in den Häusern und Archiven des Stadtmuseums zum Thema „Literarische Salons in Berlin“ recherchieren. Die Ergebnisse sollen anschließend nicht nur in Facharbeiten, sondern auch zur Verbesserung bestehender und Neuanlage noch fehlender Wikipedia-Artikel verwendet werden. Zur Vorbereitung fand am 4. September ein Autorenworkshop in den Räumlichkeiten der Schule statt, bei dem ich dankenswerterweise von Benutzer:Schlesinger aus dem Referentennetzwerk unterstützt wurde. So konnten wir nach einem einleitenden Vortrag die Gruppe zwecks besserer Betreuung teilen; im Laufe des Vormittags wurde nicht nur der Wikipedia-Artikel zur Schule verbessert, sondern auch kurze Artikel zu deutschen Paralympioniken neu angelegt.

Neben den genannten Projekten ging natürlich auch die bald schon alltägliche Arbeit weiter voran. In Mitarbeiterschulungen entstanden Artikel zu den Berliner Amtsketten, den Fliesenbildern aus dem Fußgängertunnel des Alexanderplatzes, Neujahrsplaketten und der Künstlerin Emma Stibbon. Auch gab es Gespräche mit der Fotothek, in denen grundsätzliche Richtlinien zur Freigabe von Bildmaterial vereinbart und mögliche Großspenden und Kooperationen mit der Community erörtert wurden.

Nach dem GLAMcamp in London, das ich gemeinsam mit Benutzer:Peter Weis besuche, wird es an dieser Stelle eine umfangreiche Berichterstattung geben. Anschließend erscheint Mitte Oktober mein Abschlussbericht.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...

Anja Jentzsch joins the Wikidata team

(Die deutsche Version dieses Eintrags ist hier.)

The Wikidata team has a new member. We’re thrilled to have Anja Jentzsch join the team as a software engineer. She will focus on quality assurance and the deployment process. This means she will will focus the team on quality and help with everything that is needed to get Wikidata up and running.

Anja, what brought you to Wikidata?

Having worked on DBpedia and the Web of Data since 2008, I am very interested in Wikidata as the new structured data hub on the Web. In 2011 I attended the Wikimedia Data Summit to discuss (together with the Wikimedia Foundation, Freebase and possible sponsors) the possibility of a data wiki for Wikipedia. This later lead to Wikidata. The last project I was working on ended and I am more than excited to join the Wikidata team.

You’re also active in DBpedia. Can you tell us a bit about that?

DBpedia is the Linked Data version of Wikipedia and was one of the first data sets on the Web of Data. It is being published since 2008 by Freie Universität Berlin and Universität Leipzig in cooperation with OpenLink Software. What it basically does is take information out of the Wikipedia articles and publishes it as structured data for third parties to work with. By now there is a huge coverage of mappings from Wikipedia templates to the DBpedia ontology for 24 Wikipedias.

(For more information about the relation between DBpedia and Wikidata see these notes.)

What will be your task in the Wikidata project?

I am one of the software developers and am mainly responsible for quality assurance and release management. So my main tasks will be to improve the overall test coverage and process as well as pushing the three Wikidata deployment phases forward.

What are you looking forward to most for when Wikidata is finished?

I am looking forward to the reception of Wikidata amongst Wikipedia editors. I am excited about all the data-driven projects and tools that will be possible. But I am even more excited about the possibilities of improving the editing process and data consumption in Wikipedia.

Welcome, Anja!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Anja Jentzsch kommt zum Wikidata Team

Das Wikidata Team hat ein neues Mitglied. Wir freuen uns riesig, dass Anja Jentzsch das Team als Software Entwicklerin unterstützt. Sie wird sich auf Qualitätssicherung und die Inbetriebnahme von Wikidata konzentrieren. Das heißt sie wird die Aufmerksamkeit des Teams auf Qualität lenken und wird mit allem helfen das nötig ist um Wikidata aufzusetzen und zum Laufen zu bringen.

Anja, was bringt dich zu Wikidata?

Da ich seit 2008 an DBpedia und dem Web of Data arbeite, bin ich natürlich sehr an Wikidata interessiert als neues Drehkreuz für strukturierte Daten im Netz. 2011 habe ich am Wikimedia Data Summit teilgenommen um (zusammen mit der Wikimedia Foundation, Freebase und potenziellen Sponsoren) die Möglichkeit eines Datenwikis für Wikipedia zu diskutieren. Dies führte später zu Wikidata. Da mein letztes Projekt endete bin ich begeistert jetzt Teil des Wikidata Teams zu sein.

Du bist auch bei DBpedia aktiv. Kannst du uns ein wenig mehr dazu erzählen?

DBpedia ist die Linked Data Version von Wikipedia und war eines der ersten Datensätze im Web of Data. Es wird seit 2008 von der Freien Universität Berlin und der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit OpenLink Software veröffentlicht. Was es macht, ist im Prinzip Informationen aus Wikipedia Artikeln ziehen und diese als strukturierte Daten für Dritte zur Nutzung zu veröffentlichen. Mittlerweile ist die Abdeckung sehr gut mit einer Zuordnung von Wikipedia Vorlagen zur DBpedias Ontologie für 24 Wikipedien.

(Mehr Informationen zur Beziehung von DBpedia und Wikidata gibt es hier.)

Was ist deine Aufgabe im Wikidata Projekt?

Ich bin eine der Software Entwicklerinnen und hauptsächlich verantwortlich für Qualitätssicherung und Releasemanagement. Meine Hauptaufgabe wird es also sein, die Testabdeckung und -prozesse zu verbessern und die drei Wikidata Veröffentlichungsphasen voranzutreiben.

Worauf freust du dich am meisten wenn Wikidata fertig ist?

Ich freue mich darauf zu sehen wie Wikidata von den Wikipedianern angenommen wird. Ich bin begeistert von den datenbasierten Projekten und Werkzeugen die dann möglich sein werden. Aber ich freue mich noch mehr über all die Möglichkeiten wie das Editieren und die Datennutzung in Wikipedia verbessert werden können.

Willkommen, Anja!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...

Ein Monat im Stadtmuseum

Seit fast einem Monat bin ich als Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Wie angekündigt berichte ich nun an dieser Stelle über die ersten vier Wochen meiner Residency.

In den ersten 14 Tagen standen zahlreiche Gespräche mit Mitarbeitern und die Besichtigung der diversen Sammlungen auf dem Programm. Schließlich wollte ich möglichst schnell die Arbeit der Stiftung Stadtmuseum Berlin kennenlernen, um einerseits interne Projekte entwickeln und vorschlagen zu können, andererseits Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit mit der Wikimedia-Community zu finden. Hier steht eine erste Kooperation bereits in den Startlöchern: Die auch sonst sehr aktive Redaktion Biologie hat Interesse an Fotos von den in der Naturwissenschaftlichen Sammlung aufbewahrten Vogeleiern und -präparaten geäußert. Nächste Woche schon besucht ein Wikipedia-Benutzer die Sammlung, gemeinsam mit dem zuständigen Mitarbeiter werden wir anschließend besprechen, welche Möglichkeiten es gibt. Einige ähnliche Ideen sind noch im Werden, weitere Vorschläge und Anfragen sind jederzeit willkommen.

Schon bald nach meinem Einführungsvortrag, den ich aufgrund der großen Nachfrage zwei Wochen später wiederholte, haben auch die Autorenschulungen für die Mitarbeiter begonnen. In kleinen Gruppen führe ich die Wissenschaftler aus den Sammlungen in die ihnen großteils noch unbekannte Welt hinter den Kulissen der Wikipedia ein. In Zukunft sollen sie selbst Inhalte ergänzen und Artikel verfassen, um so nach und nach das in den Depots der Stiftung Stadtmuseum Berlin gesammelte Wissen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Erstes Ergebnis dieser Bemühungen sind die Artikel zum Kalmarsund-Sandstein und zur Dresdner Pappe, viele weitere werden im Lauf der nächsten Monate folgen.

Das nächste Großprojekt auf meinem Kalender ist zurzeit der Stand zur Langen Nacht der Museen am 25. August. Im Ephraim-Palais können sich die Besucher dann nicht nur interessantes über 75 berühmte und 700 (noch) nicht berühmte Berliner erfahren, sondern sich auch über die Wikipedia, ihre Schwesterprojekte und meine Tätigkeit im Stadtmuseum informieren. Im September soll dann die Wikipedia-Community die Gelegenheit zu einem exklusiven Museumsbesuch haben: Im Rahmen des Berliner Wikipedia-Stammtischs wird es eine besondere Führung durch eines der Häuser geben, anschließend besteht die Möglichkeit, mit Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Sobald der Termin feststeht, wird er selbstverständlich auch an dieser Stelle bekanntgegeben.

Als erstes Zwischenfazit kann ich sagen, dass die Arbeit viel Freude bereitet, es aber – wie überall im GLAM-Bereich – zu konkreten Ergebnissen ein weiter Weg ist. Während in der Wikipedia jede Artikelbearbeitung, jeder Diskussionsbeitrag, jedes hochgeladene Foto sofort sichtbar ist, folgen in einer Institution wie der Stiftung Stadtmuseum Berlin auf eine Idee zunächst interne Gespräche, Abwägungen und Entscheidungen. Für letztere müssen zahlreiche Interessen und alle denkbaren Auswirkungen berücksichtigt werden, bevor schließlich ein Ergebnis zustande kommen kann. Diese unterschiedlichen Arbeitsweisen, die jeweils entscheidend für den Fortbestand der jeweiligen Einrichtung sind, miteinander in Einklang zu bringen, ist keine leichte Aufgabe, die sich auch einer immer größer werdenden Zahl Wikipedianer stellt. Alle Erfahrung zeigt jedoch: Es lohnt sich, die Herausforderung anzunehmen!

Der nächste Bericht erscheint im Vorfeld des GLAMcamps in London. Hintergrundinformationen und aktuelle Arbeitsergebnisse finden sich auch auf der Wikipedia-Projektseite.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (14 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Bildung & Wissen – Herzlich willkommen Nils Weichert!

Der neue Bereichsleiter Bildung & Wissen, Nils Weichert. Foto: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0

Die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland erhielt am 1. August Verstärkung: Nils Weichert wird künftig den Bereich „Bildung und Wissen“ leiten. Gemeinsam mit Elly Köpf, Elvira Schmidt, Cornelia Trefflich und Merle von Wittich soll das Profil des Bereichs geschärft werden – insbesondere durch innovative Programme, wirkungsvolle Projekte und starke Kooperationen.

Der Aufbau von Fachbereichen und die Entwicklung von Bildungsprogrammen standen bereits in den vergangenen Jahren im Zentrum der Arbeit von Nils Weichert. Der promovierte Politikwissenschaftler leitete bisher den Bereich „Demokratische Kompetenzen“ der Stiftung EJBW. Hier stand neben der forschungsbasierten Entwicklung und Umsetzung von Bildungsprogrammen und klassischer Bildungsplanung auch die Entwicklung neuer Lehr-/Lernformate und -materialien im Mittelpunkt.

Thematisch arbeitete Nils Weichert insbesondere zu Beteiligungs-, Gleichstellungs- und Kompetenzfragen und zu den Diskursfeldern Diversity und Wissen sowie Zeit und Wissen. Dabei verbanden sich wissenschaftliches Know-how mit Best Practice. Über gezielte Maßnahmen zur Qualifizierung, Strategieentwicklung oder flankierende Publikationen galt sein besonderes Anliegen dem Transfer innovativer Ansätze in unterschiedliche gesellschaftliche Kontexte.

Diversität des Wissens – und hier besonders durch die Steigerung der Beteiligung von Frauen an den Wikimedia-Projekten – ist ein Schwerpunkt der Arbeit des Bereichs Bildung und Wissen. Mit seinen vielfältigen Erfahrungen besonders in Gender- und Diversity-Ansätzen verspreche ich mir wichtige Impulse von Nils Engagement bei Wikimedia Deutschland.
Ich freue mich sehr darüber, dass Nils nun für Wikimedia Deutschland arbeiten wird und uns mit seiner Erfahrung unterstützt.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (36 Bewertungen, Durchschnitt: 4,31 von 5)
Loading...

The Germans – Eine Wikimania-Nachlese

Es berichtet der Stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums von Wikimedia Deutschland, Ralf Liebau.

 

Einige Blog-Beiträge von der diesjährigen Wikimania in Washington D.C. sind bereits erschienen, vielleicht folgen auch noch einige weitere. Solche Blogbeiträge sind natürlich meist persönlich gefärbt und vielleicht liegt darin auch ihre Stärke. Obwohl es nicht mein erster Besuch in Washington war, bin ich – wie andere Teilnehmer auch – von der sehr europäischen Art der Stadt überrascht gewesen. Es gibt funktionierenden Nahverkehr, Mülltrennung und überall Leihfahrräder. Andererseits zeigten sich die Gastgeber durchaus amerikanisch: ob bei der Auswahl beim täglichen Lunch, der Abschlussparty in einer Sportsbar oder bei ihrer gelebten Gastfreundschaft. Auch im Publikum waren reichlich Amerikaner vertreten, was beim Austragungsort nahe lag. Das einige ausländische Interessent/innen wegen Visa-Problemen erst gar nicht anreisen konnten, sei hier nur nebenbei erwähnt. Aus Deutschland waren diesmal mehr als 30 Personen angereist. Neben 20 Personen, die ein Stipendium erhielten, waren eine Gruppe von Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle sowie allein 7 Präsidiumsmitglieder in Washington dabei. Eine große Zahl, bei der sich die Frage stellt, ob dies sinnvoll und notwendig war. Dazu unten mehr.

 

Bekanntlich ist die Wikimedia Foundation eine amerikanische Stiftung. Dennoch agiert sie als weltweite (Dach-)Institution, manchmal vielleicht auch eher wie ein – nicht existentes – amerikanisches Chapter. Die Wikimania bietet da Gelegenheit, zu zeigen, welche weltweiten Erfahrungen und  Aktivitäten es gibt und was man von einander lernen kann. Das spiegelte sich (für mich) teilweise auch im Programmangebot. Teilweise, weil 1) ich natürlich nicht alles gehört habe und 2) nicht alles wirklich gut war. Dazu vielleicht eine Anmerkung. Stipendien werden teilweise vermutlich vergeben, wenn Personen auch einen Vortrag halten. Das führt dann dazu, dass Personen Vorträge einreichen, um ein solches Stipendium zu bekommen. Soweit so gut. Letztlich sitzt man dann allerdings gelegentlich in Vorträgen, wo der Vortragende nicht wirklich in der Lage ist einen Vortrag zu halten. Sei es, weil die sprachlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind, weil es vielleicht der erste Vortrag für sie überhaupt war oder weil sie schlichtweg keine Botschaft haben. Zumindest beim ersten Punkt wäre es überlegenswert, ob Englisch als einzige Konferenzsprache wirklich sinnvoll ist, wenn selbst in Washington Hinweisschilder oftmals zweisprachig sind (englisch/spanisch).

 

Hier nun aber mal zwei positive Beispiele:

  • Wiki, Women and Museums: The makings of a successful GLAM-WIKI project *

Das klang erstmal nach gleich zwei modischen Aspekten: GLAM und Women (gender-gap) und versprach nicht so viel, war aber richtig gut. Frau Dr. Allison Kupietzky vom Israel Museum in Jerusalem zeigte auf, wie und in welch vielfältige Weise sie und ihr Team Wikipedia in die Arbeit des Museum einbezieht. Was heißt einbezieht – selbstverständlich nutzt. Israel ist bis heute ein Einwanderungsland und viele Menschen sprechen neben Hebräisch auch (und teilweise besser) eine andere Sprache (beispielsweise russisch). Hier helfen viele Freiwillige beim Übersetzen von Texten und es sind oftmals Frauen, die überdurchschnittlich viel mitarbeiten. Zudem sind es teils über 80jährige, die bei der Arbeit mithelfen, die ohne Ehrenamtler/innen nicht zu leisten wäre. Beeindruckend war vor allem, wie sehr alle Beteiligten von einander profitieren und wie gut die Zusammenarbeit von Professionellen mit Ehrenamtlern ohne ideologische Vorbehalte funktionieren kann. Ein schönes Beispiel, wie ein gemeinsames Ziel verbindt und wie wichtig einzelne Menschen sind, die eine Idee voran bringen wollen.

 

  • Blocking of Wikipedia/Knockoff Wikipedias *

Ich gebe zu, den Beitrag nur gesehen zu haben, weil ich den anschließenden Slot von Benutzer:Southpark hören wollte. Über Southparks Beitrag mögen andere ausführlicher schreiben (hat mit auch gut gefallen), hier aber etwas über den Vortrag von Benutzer:Nataev. So richtig konnte ich mir unter dem Titel nichts vorstellen, war dann aber umso mehr angetan, von einer Schilderung, die von der eigenen Wikiwelt weit entfernt ist. Das Thema war die usbekische Wikipedia – besser gesagt die in Usbekistan geblockte usbekische Sprachversion von Wikipedia. Usbekistan ist für die meisten Wikipedianer vermutlich gefühlt sehr weit weg und die Kenntnisse über das Land sind auch nicht sehr berauschend. Nataev hat kurz einen Überblick über das Land und seine politische Situation gegeben, um dann über die usbekische Wikipedia zu berichten. Obwohl es rund 27 Millionen Menschen gibt, die usbekisch sprechen, wird im Land überwiegend die russische Sprachversion genutzt. Das hängt damit zusammen, dass die russische Sprachversionen deutlich mehr Artikel hat und sehr viele Bewohner auch Russisch sprechen. Vor allem aber ist die russische Sprachversion im Land (noch) frei verfügbar und die usbekische Sprachversion geblockt. Die Gründe werden von offizieller Seite nicht bekannt gegeben und Nataev konnte daher auch nur darstellen, welche mögliche politischen Gründe ein Ursache sein könnten. Spannend war vor allem, wie die usbekische Sprachversion trotzdem bearbeitet und genutzt wird und wie schwer es ist, wenn Autoren vom Ausland aus Bearbeitungen vornehmen. Einerseits war das alles sehr beklemmend, andererseits war der Mut von Nataev und seinen Mitstreitern beeindruckend. Bei einem solchen Blick über den Tellerrand bleiben eigene Problemstellungen dann doch relativ.

 

Die beschriebenen Sessions waren durchweg gut besucht, was beim Termin Funds Dissemination Committee Presentation nicht wirklich der Fall war. Dieser Termin kam relativ kurzfristig ins Programm und war auf Freitag 8:00 Uhr terminiert. Über das FDC ist an anderer Stelle schon berichtet worden und auch hier gab es nicht wirklich viel Neues, sondern es wurde der aktuelle Stand zusammengefasst. Auf dem Podium saßen unter anderen Jan-Bart de Vreede vom Board der Foundation und Sue Gardner als Geschäftsführerin. Wie sich im Lauf der Session herausstellte, waren im Publikum größtenteils ebenfalls Mitarbeiter der Foundation und weitere Board-Mitglieder. Obwohl das FDC demnächst reichlich Geld zu verteilen hat (beispielsweise an die Chapter) waren hier kaum Chaptervertreter zu entdecken. Möglicherweise lag es am frühen Termin, möglicherweise fanden andere den Termin nicht wichtig. Ich fand es dennoch erstaunlich, dass neben einem Vertreter des UK-Chapter, vor allem Deutsche im Publikum saßen. Neben Martin Rulsch, Tim Moritz Hector und Arne Klempert konnte ich Delphine Menard im Publikum erkennen, die sich zur Erheiterung aller bei Sue als „I’m Germany“ vorstellte. Eine würdige Vertreterin Deutschlands, die auch deutlich ihre Bedenken formulierte. Aber wie gesagt, viel Neues gab es nicht.

 

The Germans waren nicht nur in großer Zahl angereist, sondern sie waren auch stets präsent. Und das nicht nur auf der eigentlichen Konferenz, sondern wie auf Gesprächen im Flur zu erfahren, auch außerhalb. So haben beispielsweise unsere umtriebigen Fotografen gleich einen spontanen Besuch im Washingtoner ZDF-Studio absolviert und konnten so wechselseitig über ihre Arbeit informieren. Auf der Konferenz selbst war der Stand von WMDE ein Highlight. Nicht nur ein Infostand (kein anderes Chapter hatte einen solchen) bot ständig Informationen in gedruckter (auch auf englisch) Form an und lud zu Gesprächen ein, sondern die Programmangebote an den Tischen davor fanden reges Interesse. Ob sich Speeddating als Format durchsetzten wird – schaun wir mal, aber auch die themenbezogenen Diskussionsrunden fanden regen Zuspruch. Ich selbst war einer der männlichen Teilnehmer an der Gender-gap-Runde und kann nur anmerken, bei dem Thema stehen wir alle erst am Anfang. Was sich aber auf jeden Fall positiv berichten lässt, war der gute Eindruck den dieser Stand hinterlassen hat. Die Besucher sind während der gesamten Konferenz an den Stand gekommen und ich kann nur ein großes Danke an alle Mitarbeiter/innen und Freiwilligen für ihren Einsatz sagen. Gerade die Mitarbeiter/innen haben ein Vollprogramm auf der Konferenz absolviert und obwohl der Tagungsort nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt war, konnten einige von ihnen erst am frühen Abend des vorletzten Tages zu einem kleinen touristischen Rundgang überredet werden. Wohlgemerkt, nach einem  mehr als achtstündigen Arbeitstag. Eine Anekdote am Rande: Gebrauchte Armbanduhren werden auch in Zukunft nicht als Dankeschön an Mitarbeiter/innen verteilt.

 

Natürlich ist so eine Großveranstaltung wie die Wikimania ein immenser personeller und finanzieller Aufwand. Insgesamt und aus deutscher Sicht. Lohnt sich das? Ich persönlich fand es wichtig, dass im Mutterland der Foundation das deutsche Chapter in großer Zahl vertreten war. Ich hätte mir gewünscht, dass andere Chapter auch diese Möglichkeit gehabt hätten und Wikim(p)edianer aus Ländern in denen es kein Chapter gibt, in größerer Zahl an solchen Veranstaltungen teilnehmen können. Der persönliche Austausch vor Ort ist immer ein Gewinn und ich bin mir sicher, die Teilnehmer/innen aus Deutschland haben auf vielfältige Weise die Möglichkeiten zum Lernen und Kennenlernen genutzt. Ich hoffe sehr, dass viele Begegnungen nachhaltig Wirkung zeigen werden und vielleicht demnächst Deutschland erneut Gastgeber einer Wikimania sein wird.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...