Archiv für die ‘Freiwillige’ Kategorie



RENDER und Team Communitys auf Deutschland-Tour

Stuttgart Jugendhaus Mitte

Gemeinsamer Artikel von Christoph Jackel und Angelika Mühlbauer.

Die Wikimedia-Foren-Reihe zum Thema RENDER und Team Communitys hat am 14. Februar begonnen. An mehreren Abenden stellten wir die Unterstützungswerkzeuge vor, die im Rahmen des RENDER-Projekts entstanden sind, und gaben anschließend einen Einblick in die Projekte des Teams Communitys.

Zum Auftakt in Nürnberg setzten wir uns unter anderem mit dem Orgateam des 12. Fotoworkshops im Coworking Nürnberg zusammen.
Einen Tag später in Stuttgart, unserer zweiten Station, trafen wir auf Wiki(m/p)edianern im Jugendhaus Mitte. Vielen Dank an Rudolf für die wunderbare Vorbereitung dieses Abends.
Die letzte Station im Süden Deutschlands führte uns nach München. Dort fand am Samstag ein Einsteiger-Workshop im Cafe Netzwerk statt. Im Anschluss konnten wir dort unsere Projekte vorstellen und mit den Anwesenden diskutieren.

Diese ersten drei Termine waren für uns sehr spannend. Besonders hat uns die direkte Möglichkeit zum Austausch vor Ort gefallen. Außerdem hat sich ein Mal mehr gezeigt, dass wir solche Treffen viel häufiger machen sollten.

Das nächste Forum zu diesem Thema wird am 2. März in Dresden stattfinden. Wer Lust hat mehr darüber zu erfahren, ist dazu ganz herzlich eingeladen. Weitere Termine sind in Planung. Fragen oder Anregungen könnt ihr gerne an renderATwikimedia.de senden.

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Zedler-Preis: Nominierung startet!

Zedler-Preis 2012
Zedler-Preis 2012

Auch 2013 wird Wikimedia Deutschland e.V. wieder den Zedler-Preis für Freies Wissen vergeben: die Nominierungsphase beginnt jetzt! Anknüpfend an die Erfahrungen aus der letzten Preisvergabe wird der Zedler-Preis auch dieses Mal in drei Kategorien vergeben: Artikel, interne Projekte und externe Projekte.

Welcher Wikipedia-Artikel begeisterte 2012 am meisten? Dabei geht es nicht nur um klassische Qualitätskriterien; es kann auch der repräsentativste, skurrilste, “wichtigste” oder aus irgendeinem anderen Grund beeindruckendste Artikel ausgezeichnet werden. Neben der Kategorie „Artikel“ gibt es auch noch zwei Kategorien für Projekte: Projekte innerhalb des Wikipedia/Wikimedia Universums, und solche außerhalb, die sich aber ebenfalls der Förderung des Freien Wissens widmen. Projekte, die direkt der Erschaffung freier Inhalte dienen können ebenso nominiert werden wie solche, die sich der Bewusstseinsbildung oder strukturellen Verbesserungen widmen. Außerdem gibt es schon in der Nominierungsphase die Möglichkeit, Artikeln und Projekten Lob und vor allem Tipps zukommen zu lassen: die Menschen hinter den Initiativen freuen sich über Zuspruch, hilfreiche Kontakte, weitere Beteiligte, gute ergänzende Ideen, passende Infos – und alles, was sonstwie zu Motivation und Qualität beitragen kann!

Die Nominierungsphase für Artikel und Projekte läuft ab jetzt bis 31. Januar – Wir freuen uns auf rege Beteiligung!


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Am Limes mit Hund

Auch wenn es schon wieder fast eine Woche her ist, ein Nachbericht zum 4. Limes-Workshop, der 2012 im Odenwald statt fand.

Die ersten Teilnehmer trafen am 27. Oktober in Hesselbach ei, wo der „harte Kern“ der Teilnehmer für die nächsten Tage in einer Pension untergebracht war. Am Morgen des folgenden Tages ging es schließlich los. Nur wenige Meter entfernt fanden sich die letzten Spuren des Kastells Hesselbach, es folgten das Kleinkastell Seitzenbuche, das Kleinkastell Zwing und das Kastell Würzberg sowie mehrere Wachtürme. Mittags hielt einer der Mitstreiter einen Vortrag zum Limes in den römischen Quellen.

Der zweite Tag begann mit einem Gang durch Hesselbach – es ist immer praktisch wenn man Jemanden kennt, der Jemanden kennt, der den Schlüssel zur barocken Dorfkirche hat. Es ist überraschend, wie viele Denkmale ein Dorf von 180 Einwohnern hat. Interessant auch für die Nichthessen war, die Apfelernte für den Äppelwoi zu beobachten. Mittags gab es wieder einen Vortrag, dieses Mal in Vielbrunn von zwei Veteranen des Heimat- und Geschichtsvereins Lützelbach. Nach dem Mittag folgte vor allem für die „Provinzialrömer“ unter den Teilnehmern mit dem nach neuesten Erkenntnissen restaurierten Limeswachturm Wp 10/15 einer der Höhepunkte. Den Rest des Tages einschließlich des Abends verbrachte die Gesellschaft, mittlerweile sogar zum Teil mit familiärem Anhang, in der Römischen Villa Haselburg. Nach der kompetenten Führung durch den Vorsitzenden des Trägervereines wurde gegrillt, gespeist und geredet.

Der dritte Tag war Osterburken vorbehalten. Am Vormittag schauten sich die Teilnehmer das Teilrekonstruierte Kastell Osterburkenan, Nachmittags das Römermuseum Osterburken.

Soweit die kalten Fakten. Sie können allerdings nicht den Spaß aufzeigen, den die Teilnehmer wohl durchweg hatten. Neben dem schon erwähnten harten Kern von Teilnehmern vor allem aber nicht nur aus der Wikipedia stießen immer wieder andere Teilnehmer für kürzere oder auch längere Zeit hinzu. Das waren zum Teil Wikipedianer, zum Teil Archäologen aber auch Mitarbeiter der örtlichen Touristikinformation, Heimatforscher und Journalisten. Und wie der grandiose Organisator Hartmann Linge richtig anmerkte: alle trugen auf ihre Weise zum Gelingen der Veranstaltung bei, die in einem überaus konstruktiven Umfeld statt fand. Nicht umsonst haben die Mitarbeiter in der Wikipedia mit ihren mittlerweile mehr als 300 Artikeln zu römischen Limeskastellen eine Artikel-Perlenkette geschaffen. Dafür auch noch einmal an dieser Stelle einen großen Dank an den harten Kern der „Limes-Autoren“. Ihr seid Klasse! Und auch außerhalb der Wikipedia wurden die Leistungen schon wahr genommen. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut an einer virtuellen Karte des gesamten Römischen Limes gearbeitet. Auch das war natürlich Thema der Tagung.

In diesem Sinne noch einmal einen großen Dank an alle Teilnehmer, an den Organisator und Reiseführer Hartmann Linge, Haselburg-Müller für die Führung und die Organisation auf der Haselburg (und natürlich auch die eingesprungenen Führungen zwischendurch), an die Referenten und die örtlichen Helfer. Dank auch an Wikimedia Deutschland für die unkomplizierte und schnelle Unterstützung. Ohne diese Hilfe wären Veranstaltungen dieser Art mittlerweile nicht mehr vorstellbar und in diesem Sinne auch dank an die Spender, die es möglich machen, daß wir am Ende noch bessere Artikel schaffen können und bessere Bilder machen können. Auf Commons liegen mittlerweile auch schon knapp 750 Bilder vom Treffen.

Achja – und der Hund? Hartmanns Neufundländer-Teenager Angelo (ANGELINO!!!) war so etwas wie ein Maskottchen, der uns immer begleitete, ob zum Jagen von Mäusen in Gastwirtschaften oder zum Anpinkeln von Obstsäcken. Beides tat im übrigen er allein ;).

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GLAMcamp London: Zwei Tage in der größten Bibliothek der Welt

Am 15. und 16. September fand in der British Library in London das GLAMcamp 2012 statt. Aus Deutschland reisten Peter Weis, Daniel Mietchen (Wikimedian in Residence on Open Science, Open Knowledge Foundation Deutschland) und Kilian Kluge (Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Wikimedia Deutschland) in die britische Hauptstadt.


Die British Library ist mit mehr als 15 Millionen Sammlungsobjekten die größte Bibliothek der Welt

Photograph by Mike Peel (mikepeel.net), CC-BY-SA 2.5

Das GLAMcamp fand als Ersatz für eine GLAM-Konferenz statt, die ursprünglich zu diesem Termin geplant war, im Sommer allerdings auf April 2013 verschoben wurde. Das Camp diente zwar auch der Vorbereitung dieser Konferenz, im Mittelpunkt stand aber der interne Austausch der Community.

So kamen etwa 35 GLAM-Aktivisten aus den USA und Europa in London zusammen, darunter insbesondere auch viele „Wikipedians in Residence“, die zurzeit in einer kulturellen Einrichtung aktiv sind. Die Summe an Erfahrungen und Expertise, die in London zusammenkam, war außergewöhnlich, so dass um das Tagungsprogramm herum immer wieder spannende und vor allem für die Beteiligten lehrreiche Gespräche entstanden.

Das Conference Center der British Library (die mit Andrew Gray selbst einen „Wikipedian in Residence“ beschäftigt) erwies sich als hervorragender Veranstaltungsort, nicht nur durch die ideale Lage im Herzen der britischen Hauptstadt. Die Gruppe konnte sich flexibel auf drei Tagungsräume und ein großes Foyer verteilen, die technische Ausstattung und besonders die zahlreichen im Boden eingelassenen Steckdosen ließen keine Wünsche offen.

Wo steht die GLAM-Community?

Nach der Begrüßung durch Ashley Van Haeften, Mitglied des Boards von Wikimedia UK, und der Ankündigung, dass es im Rahmen des Tagungsprogramms keine Präsentationen und Projektberichte geben werde, ging es direkt mit einer Runde „Lightning Talks“ los. Thema war beispielsweise der Mangel an Audiomaterial in der Wikipedia, fast gänzlich fehlen etwa Höreindrücke von Orten („Wie hört es sich Mittwochmorgen am Piccadilly Circus an?“), Verkehrsmitteln oder Tieren. Insbesondere für Sehbehinderte und Blinde wären solche Ergänzungen zum Text äußerst wertvoll.

Nach diesem Einstieg teilte sich die Gruppe, um in kleinerer Runde inhaltlich zu arbeiten. Ein Diskussionsthema war hierbei die Frage, was eine internationale GLAM-Organisation, also ein imaginärer Dachverband der GLAM-aktiven Wikipedianer, leisten sollte. Dieses Brainstorming brachte schnell die Stärken und Schwächen der jetzigen „GLAM-Bewegung“ zutage. So ist zwar der interne Austausch gut organisiert, aber es fehlt an zentralen Anlauf- und Beratungsstellen sowohl für Wikipedianer als auch für kulturelle Einrichtungen. Gewünscht wurde beispielsweise ein „GLAM-Callcenter“, das bei kleineren Problemen selbst Unterstützung bieten und andernfalls an die richtigen Ansprechpartner verweisen kann.

Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit den unzähligen Aktionsformen, die im GLAM-Bereich genutzt werden und versuchte, diese auf möglichst greifbare, grundlegende Konzepte zu reduzieren. Zahlreiche Veranstaltungen haben beispielsweise zum Ziel, in einer konzertierten Aktion vor Ort eine Stadt oder Region zu dokumentieren, ein ähnliches Konzept wurde sowohl im Zusammenhang mit Wiki Loves Monuments als auch mit Museen schon erfolgreich umgesetzt. In London wurde nun versucht, aus den zahlreichen Erfahrungen die wesentlichen Schritte zu extrahieren und zu möglichst übersichtlichen Anleitungen zusammenzustellen. Diese Arbeit soll fortgesetzt werden, als Musterbeispiel sei hier auf das Edit-a-thon How-to verwiesen.

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Viel geplant, viel getan und noch viel vor

Nach zwei Klausuren und zwei kürzeren Sitzungen fand sich das Präsidium von Wikimedia Deutschland am vergangenen Wochenende im Rheingau-Taunus in Schlangenbad zusammen. Viele Punkte hatte sich das Präsidium vorgenommen und in der Bearbeitung des Wirtschafts-/Jahres-/Haushaltsplanes, den der Vorstand Pavel Richter vorgelegt hatte, einen Schwerpunkt gefunden. Rund sechs Stunden waren dafür inklusive Mittagspause, die mit der Entwicklung des Hauses des Freien Wissens natürlich ebenfalls thematisch gefüllt war, angesetzt (einmalige Anmeldung im Forum nötig). Der Samstag sollte mit einem Kulturprogramm abgerundet werden, damit man am Sonntag die weiteren Punkte Vorstandsbewertung, Strategische Planung, Wikimedia Chapters Association und den Fortschritt der selbst gesetzten Ziele motiviert angehen konnte.

Schon am frühen und späteren Freitagabend wurden die ersten Inhalte des Planes besprochen, bevor die kurze Nacht das Präsidium erwartete. Als man nach fünfstündiger Diskussion nur die Hälfte des Textes durchgearbeitet hatte, musste der Rotstift an die Tagesordnung gesetzt werden. Der Besuch eines Klosters war nicht mehr möglich und die weiteren Themen wurden auf das Essen bzw. den Sonntag ausgelagert oder gar auf eine spätere Sitzung verschoben. Doch auch dies reichte nicht aus, um am Samstagabend nach zehnstündiger Klausursitzung den Wirtschaftsplan komplett durchgearbeitet zu bekommen. Hungrig und erschöpft ging es zu einer Vinothek, wo für eine Führung weder Kraft noch Zeit vorhanden war – schließlich sollte noch die Entwicklung der Wikimedia Chapters Association besprochen werden und auch Alice Wiegand, ehemalige Schriftführerin und zweite Vorsitzenden von Wikimedia Deutschland und jetziges Mitglied im Vorstand der Wikimedia Foundation, war zum Austausch eingeladen.

Der nächste Tag begann, wie die Sitzung am Vortag geendet hatte: Noch weitere anderthalb Stunden über die geplanten Ausgaben des Vereines im kommenden Jahr waren notwendig, bis alle Teilnehmer zufrieden waren und all ihre Anmerkungen einbringen konnten. Es war eine sehr konstruktive und aufs Wesentliche gerichtete Diskussion. Die Wünsche des Präsidiums werden nun vom Vorstand Pavel Richter und seinen Mitarbeitern eingearbeitet und dem Präsidium zur Kommentierung und Abstimmung nächste Woche vorgelegt. Das Ergebnis werden Vereinsmitglieder und interessierte Gäste im Vereinsforum und auf der geplanten Tour dann bald darauf begutachten, diskutieren und verändern können.

Das Präsidium legte großen Wert darauf, dass den Mitgliedern ein möglichst allgemein verständlicher, realistischer und transparenter Plan vorgelegt wird, der in einzelnen Punkten hoffentlich zu angeregten Diskussionen unter den Mitgliedern führen wird. Für die Ausarbeitung ist dabei allen Beteiligten zu danken – wie viel Arbeit hinter dem ganzen Plan steckte, konnte an allen Ecken und Enden gesehen werden. Aber auch für jedes Präsidiumsmitglied war der ehrenamtliche Aufwand sehr hoch, ein früheres Einbinden in den Prozess wäre dabei vielleicht hilfreich gewesen, die Benutzung externer Beratung wohl ebenfalls. Die Klausur jedenfalls endete in freudiger Erwartung des fertigen Planes und mit dem gemeinschaftlichen Verlassen des Schlangenbades.

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Zwei Wikimaniacs – Ein Rückblick

Es berichten der Wikipedia-Autor Tim Moritz Hector, einer von 20 Ehrenamtlichen, die Wikimedia Deutschland mit einem Reisestipendium für die Wikimania unterstützt und Elly Köpf, Mitarbeiterin von Wikimedia Deutschland im Bereich „Bildung und Wissen“.

By FelixH, CC-BY-SA-3.0

Die Wikimania 2012 ist fast vorbei und Tim Moritz und Elly stellen fest: Es gab eine Reihe an Begriffen, welche uns durch die gesamte Veranstaltung begleitet haben:

Neulinge – Unterstützung –  Hilfe – Usability – Umgangsformen – Feedback – …

Alle beschäftigen sich mit der Frage, wie die Einstiegshürden für Neulinge gesenkt werden können und was die Community dazu beitragen kann. Auch Sue Gardner (Executive Director Wikimedia Foundation) brachte in ihrer Abschlusssession die Aufgabe an die Community zum Ausdruck,  eine freundlichere Athmosphäre für Neulinge zu schaffen und bezog sich dabei auf die sinkende Anzahl an Neuautoren.

Es gibt viele Ansätze und Ideen, wie diesem Problem begegnet werden kann, daher möchten wir unsere Highlights dazu mit euch teilen:

  • Hilfeseitenprojekt in Wikipedia von Peter Coombe (Fellow Wikimedia Foundation): Den „Wildwuchs“ der Hilfeseiten neu zu strukturieren.
  • Teahouse  initiiert von Sara Stierch (Fellow Wikimedia Foundation): Ein Ort in der Wikipedia, an dem Neuautoren auf freundliche Art und Weise Unterstützung bekommen und sich im Bereich „Guests“ auch einander vorstellen können.
  • Feedback-Tools, Templates und Moodbars: wie Tim Moritz bereits in seinem Blogpost berichtete. Auch die Foundation berichtete in ihrem Blog über den Moodbar.
  • Bildungsprojekte: Wie Elly bereits in ihrem Blogpost berichtete. Zudem fand im Rahmen der Wikimania gestern abend ein Education Meetup statt, auf dem sich Wikimedia-Bildungsprojekte aus der ganzen Welt vernetzte.
  • und vieles mehr!

Es wird sich zeigen, welche dieser Ansätze von der deutschsprachigen Community Unterstützung finden. Sie bieten in jedem Fall ausreichend Spielraum für individuelle Anpassungen und laden zu dem ein, was den Unterstützern Freien Wissens im Blut liegt: Dem Remix!

 

 

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Hallo Washington. 5 Bilder.

Ein paar Fotos, zusammengesucht aus Commons, damit sich die daheimgebliebenen ein Bild machen können.

 

Wikimania 2012 - Chase me 04
Wikimania 2012 - Chase me 04

Dritter Stock des Conventon Centers der George Washington University. Gang mit den Seminarräumen, in denen die meisten Veranstaltungn stattfinden.

 

Wikimania 2012 Hackathon P1160476
Wikimania 2012 Hackathon P1160476

Hackathon in einem der großen Säle. Die Bestuhlug in diesen ist für Vorträge nicht ganz optimal.

Google Reception, Wikimania 2012 P1160566
Google Reception, Wikimania 2012 P1160566

Mittwoch-Abend-Empfang in der Library of Congress. Die unnerdigste Nerd-Veranstaltung der ich bisher teilhaftig wurde.

 

Newseumreception21
Newseumreception21

Donnerstag-Abend-Ausklang auf dem Dach des Newseums nahe der National Mal.

Wikimania 2012 - Rock drum - Opening ceremony 1
Wikimania 2012 - Rock drum - Opening ceremony 1

Eröffnung im Lisner-Auditorium, dem Hörsaal für Anfang und Ende und ganz große Veranstaltungen. Grußworte.

Die deutschen Fotografen sind auch fleißig. NetActions Fotos sind auch schon in der Blogzentrale angekommen; die Blogzentrale ist aber noch mit deren Format technisch überfordert.

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Wiedervereinigung unter grossem Dach? Eure Stimme zählt!

Die Wikimania ist nicht nur ein Ort anregender Vortrage, Ankündigungen und Begegnungen. Manchmal bietet sie auch Ereignissen Raum, die in kein Schema passen und in dieser Weise doch nur hier geschehen können. So hatte ich gestern (gestern? ;)) um die Mittagszeit Gelegenheit, an einer aussergewöhnlichen Runde teilzunehmen, in der verschiedene Communities ihr Zusammengehen vorbereiteten.

Zum Hintergrund: Im Juli 2003 ging wikitravel.org online, Ziel war die kollaborative Erschaffung eines Reiseführers unter Freier Lizenz. Insgesamt bringt es Wikitravel heute auf 19 Sprachversionen mit jeweils bis zu 26.000 Reiseführern, seit 2004 auch einer Version auf Deutsch. 2006 entschieden sich die Gründer, die Marke „Wikitravel“ an die Firma Internetbrands zu verkaufen, um Wikitravel ein solides Fundament zu geben. Internetbrands gewährleistete den dauerhaften Betrieb von Wikitravel und die Unabhängigkeit der Communities in inhaltlichen Fragen. Erste Probleme allerdings gab es, als die Firma entschied, Werbung zu schalten. Das führte zu Grundsatzdiskussionen und letztendlich zu einem Fork: die deutschsprachige Community wollte sich nicht in einem kommerziellen Umfeld bewegen. So entstand Wikivoyage, bis heute getragen von einem Verein mit Sitz in Deutschland. Wikivoyage hat in Deutsch den deutlich größeren Artikelbestand (~12.000 zu ~5.000 bei Wikitravel) und eine sehr aktive und gut organisierte Community. Außerdem gibt es noch eine italienische Sprachversion und gemeinsam genutzte Datenbestände für Bilder ähnlich Wikimedia Commons und „Locations“, eine Art WikiData für Ortsangaben.

Aber nach diesen Entscheidungen kehrte nicht dauerhaft Ruhe ein. Auf Dauer gab es Unzufriedenheiten bei der Wikitravel-Community, Vorwürfe standen im Raum, Internetbrands kümmere sich nur unzureichend um das Projekt. Die Entfremdung wuchs und 2012 begann die Community nach neuen Wegen zu suchen. Der kanadische Wikipedianer und Wikimedianer James Heilman nahm diese Bestrebungen auf und bündelte sie, indem er Kontakt zu Wikivoyage wie zur Wikimedia Foundation aufnahm und den Vorschlag aufbrachte, Wikivoyage und Wikitravel sollten sich wiedervereinigen als Projekt unter dem Dach der Wikimedia Foundation.

Hier in Washington trafen nun alle aufeinander: Vertreter von Wikitravel, Wikivoyage und Internetbrands waren ebenso anwesend wie Vertreter des Boards of Trustees der Wikimedia Foundation; Mitarbeiter der Foundation und von Wikimedia Deutschland und natürlich auch Aktive vieler Sprachen und Projekte des Wikimedia-Universums. Der Sprecher von Wikitravel brachte das annähernd einhellige Votum der aktiven Wikitraveller mit, Stefan Fussan hatte zusätzlich den entsprechenden Beschluss der Mitgliederversammlung von Wikivoyage in der Tasche. Die Vertreter der Wikimedia Foundation allerdings machten deutlich, dass dies noch nicht reiche, denn trotz der allgemeinen, bisherigen Übereinstimmung fehle noch eine wichtige Stimme – die der Wikimedia-Communities. Es ist also eure Stimme, die nun zählt. Das entsprechende Meinungsbild läuft bereits und mit Site-Notices in allen betroffenen Sprachen und Hinweisen in internen Medien soll darauf aufmerksam gemacht werden, denn eine hohe Beteiligung der Communities ist ebenso erforderlich wie ein klares Votum. Erst danach werde das Board eine entsprechende Entscheidung treffen können.

Also heisst es nun Wählen gehen! Entscheidet euch bei der Frage nach einem „neuen“ Schwesterprojekt, Eure Stimme hier: Requests_for_comment/Travel_Guide

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Videos der Wikipedia Academy und Zedler-Preisverleihung sind online!

Die Videos der beiden Keynotes und der drei Gesprächsrunden bei der Wikipedia Academy sind bereits online, die Aufzeichnungen Paper-Sessions und Lightning Talks werden ebenfalls in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Alle Informationen zur Veranstaltung samt Dokumentation (Videos, Präsentationen, Papers, Poster) finden sich auf der Academy-Website.

When Peer Production Succeeds. Keynote by Benjamin Mako Hill

When Peer Production Succeeds. Keynote by Benjamin Mako Hill from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia. Keynote by Sarah Stierch

The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia. Keynote by Sarah Stierch from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

Weitere Videos:
Paper Session I
Paper Session II
Paper Session III
Paper Session IV
Paper Session V
Paper Session VI
Lightning Talks
Researchers and the researched: A difficult relationship. Community Panel
Panel: Open Science as an opportunity for Science Communication
Panel: The social aspects of Free Knowledge

Video der Zedler-Preisverleihung

Einen ausführlichen Rückblick zur Veranstaltung gibt es hier im Blog, auf der Webseite finden sich alle weiteren Informationen samt der Laudatio-Texte.

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Say Hello, Wave Goodbye ….

Seit Ende 2008 habe ich für Wikimedia Deutschland Bildungsaufgaben wahrgenommen. Dabei habe ich mich in den letzten eineinhalb Jahren mit meinen Kollegen im Team intensiv der Aufgabe gewidmet, aus isolierten Programmen und Strukturen wie “Wikipedia macht Schule” und “Silberwissen” einen eigenständigen, übergreifenden Bereich “Bildung & Wissen” zu formen. Das von uns gemeinsam entwickelte Bereichsmotto “Mitmachen!”, dass den Fokus der AutorInnengewinnung bei Wikimedia Deutschland zielgruppenoffener gestaltete, war eine wichtige Richtlinie dazu und führte zu einem intensiven und kontinuierlich produktiven Austausch insbesondere mit dem rund dreissigköpfigen Referentennetzwerk des Bereichs. Diese sehr erfüllende und schöne Aufgabe ist nun abgeschlossen, Zeit für etwas Neues.

In diesem Monat werde ich daher in den Bereich Freiwilligenförderung wechseln. Durch diesen Wechsel kann ich meine in den letzten Jahren im Bereich „Bildung & Wissen“ gesammelten Erfahrungen in einen Bereich mitbringen, der mir inhaltlich bereits wohlvertraut ist und sehr am Herzen liegt. Von Anfang meiner Tätigkeit bei Wikimedia Deutschland an haben mich Aufgaben zur Unterstützung der Communities und der Qualitätsförderung beschäftigt und in Programmen wie z.B. dem Literaturstipendium, dem Redaktionstreffen und dem Bilderschatz ihren Niederschlag gefunden. Bei meinen kommenden Aufgaben im alten/neuen Bereich möchte ich mich nun insbesondere auf die Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Arbeit für und mit den Communities konzentrieren.

Eine besondere Erfahrung aus dem Bereich „Bildung & Wissen“, die ich mit einbringen möchte in meine neue Arbeit, sind dabei die vielen Stimmen von Lesern bzw. Menschen, die keine Wikipedianer sind. Indem diese Menschen bei zahlreichen Begegnungen mit mir ihre Sicht auf Wikipedia und Freies Wissen teilten und von der alltäglichen Bereicherung und Herausforderung berichteten, die Wikipedia für sie darstellte, veränderten Sie allmählich meine Perspektive auf die Wikipedia. Auch und gerade als Wikipedianer wurde es zum Privileg für mich, besser verstehen zu lernen, wo und warum unser aller Lieblingsprojekt gelegentlich nicht nur Begeisterung, sondern auch Stirnrunzeln, Ärger oder Hilflosigkeit auslöst bei jenen, für die es am Ende gedacht ist. So eröffnete sich mir etwas ganz Neues und ich möchte davon etwas weitergeben.

Für die unglaublich spannende und fantastisch produktive Zeit bei „B&W“ danke ich insbesondere Elly Köpf, sowie Elvira Schmidt, Cornelia Trefflich und Merle Wittich und natürlich insbesondere den Teilnehmern des Referentennetzwerks. Und ich freue mich sehr darauf, Teil eines neuen Teams aus Johannes Rohr, Julia Kloppenburg und Christoph Jackel zu werden.

Auf bald, wir lesen uns!

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