Archiv für die ‘Bildung’ Kategorie



Wikimania: Globalen Austausch im Bildungsbereich fördern

Tim Moritz Hector und Cornelia Trefflich haben im Vorfeld zur Wikimania an der Education Pre-Conference am 07.08.2013 in Hong Kong teilgenommen und einen Beitrag zu den Erfahrungen mit verschiedenen Zielgruppen im Rahmen von Bildungsprojekten präsentiert. 

Rod Dunican moderierte den Workshop,
Foto:LiAnna Davis, CC-BY-SA 3.0

Nach einer langen Anreise am Vorabend stand die Education Pre-Conference auf dem Programm, zu der sich pünktlich um 9 Uhr etwa 20 Personen verschiedener Chapter und weitere Interessierte einfanden, von denen die meisten, wie wir, mehr oder weniger gejetlagged waren. Ziel dieser Zusammenkunft war es, eine Vernetzung und einen Austausch zwischen all denjenigen zu ermöglichen, die ein Bildungsprogramm unterhalten oder aufbauen wollen. Rod Dunican und LiAnna Davis von der Wikimedia Foundation organisieren und moderieren dieses nunmehr zum zweiten Mal stattfindende Treffen, um einen Austausch im Bildungsbereich zu ermöglichen.

Zuerst wurden die Befürchtungen, die diejenigen mitbringen, die ein neues Programm aufbauen wollen, thematisiert. Anschließend wurden diese vor dem Hintergrund der Erfahrungen der anderen diskutiert (z. B. die mangelnde Nachhaltigkeit von Bildungsprojekten, die Zusammenarbeit mit der Community, die Rollen, die die Beteiligten einnehmen und technologische Herausforderungen wie Moodle).

Danach wurden „best practices“ vorgestellt, wie ein Hochschulprogramm aufgebaut werden kann; es folgten Sitzungen zum Aufbau von längerfristigen Kooperationen und zur Gewinnung von TutorInnen. Eine andere Präsentation widmete sich der Materialien, die im internationalen Bereich bereits erstellt worden sind und im englischsprachigen Bereich schon genutzt werden können.

Tim Moritz Hector und Cornelia Trefflich beschäftigten sich anschließend in einer interaktiven Präsentation mit anderen Zielgruppen von Bildungsprojekten, da der Fokus des Treffens im Allgemeinen sehr auf Universitäten gerichtet war. Wir stellten zunächst Aktivitäten mit Älteren und zur Gender-Diversity vor. Im Fokus stand dann, dass es wichtig ist, verschiedenste Zielgruppen anzusprechen und sich dabei auch von demographischen oder institutionellen Vorgaben zu lösen.

Teilnehmende am Workshop,
Foto: LiAnna Davis (CC-BY-SA 3.0)

Aufbauend auf das Meeting in Mailand haben wir versucht, zu definieren, was einen „prototypischen Wikipedianer“ ausmacht (u. a. genügend Zeit, Motivation und Kenntnisse und Faszination für ein bestimmtes Thema), um die Aktivitäten im Bildungsbereich auf relevante Gruppen auszurichten. Eine letzte Präsentation widmete sich der Evaluation von Bildungsprogrammen, den Gründen für Evaluation und der technischen Umsetzung dieser.

Die durch das Bildungsteam der Wikimedia Foundation ermöglichten Treffen zum Austausch von Bildungsbestrebungen im internationalen Kontext eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf den Bildungsbereich und motivieren uns alle unsere Bestrebungen mit erhöhtem Enthusiasmus fortzusetzen und weiterzuentwickeln.

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Vielfalt Gestalten!

Wikimedia Diversity Conference – am 09. und 10. November in Berlin

Aufmerksame Menschen mögen es beim Betrachten des Vereinskalenders von Wikimedia Deutschland oder auf Meta schon bemerkt haben: Am 09. und 10. November 2013 wird Wikimedia Deutschland mit der Unterstützung von Wikimedia Nederland, UK und der Foundation eine Konferenz zu Diversität in den Wikimedia-Projekten durchführen.

Foto: Andrés Nieto Porras
CC by SA 2.0 via Wikimedia Commons

 

Ziel ist es den Dialog über Diversität – die unterschiedlichen Dimensionen und möglichen Auswirkungen – zusammen mit den Wikimedia Ländervertretungen, den Communitys, der Wikimedia Foundation und weiteren Interessierten, zu etablieren und ein gemeinsames Verständnis darüber zu entwickeln, was Diversität in den Wikimedia-Projekten bedeutet.

Die bereits bestehenden Projekte können diskutiert und neue Initiativen vorgestellt werden.

 

Ein Schwerpunkt der Konferenz wird das Thema Geschlechtervielfalt sein. In der Vergangenheit gab es Stimmen, die die Konzentration von WMDE auf lediglich einen Aspekt von Diversität kritisch gesehen haben. Denn auch viele andere Diversitätsaspekte können dazu führen, dass Menschen sich nicht an Wikimedia-Projekten beteiligen. Die Konferenz wird viel Raum bieten, den Blick auch für weitere Dimensionen von Diversität zu weiten.

 

Jede und jeder kann sich an der Programmerstellung beteiligen

 

Wikipedianerinnen und Wikipedianer, Wikimedianerinnen und Wikimedianer, Interessierte und Expertinnen und Experten laden wir herzlich dazu ein, sich an der Programmerstellung zu beteiligen. Eure Wünsche und Vorschläge könnt Ihr auf der Konferenzseite eintragen.

 

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei und es wird Stipendien geben, die sowohl Reise- als auch Unterkunftskosten beinhalten, die im Rahmen der offiziellen Registrierung ab Mitte August beantragt werden können.

 

Und hier nochmal alle Infos im Überblick:

 

Das Organisationsteam könnt Ihr per Mail oder über Meta-Wiki kontaktieren. Auch könnt Ihr Euch gerne direkt an Julia per Mail wenden.

 

Wir freuen uns auf Euch in Berlin!

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Verstärkung im Bereich Bildung und Wissen

Wir freuen uns sehr, Bettina Hesse und Valentin Münscher als neue Mitarbeitende bei Wikimedia Deutschland e.V. zu begrüßen. Sie werden zukünftig den Bereich Bildung und Wissen tatkräftig unterstützen.

Valentin Münscher, Bild: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0

Valentin wird als Projektmanager die Entwicklung neuer Bildungsformate ebenso begleiten wie den Ausbau lokaler (Beteiligungs-)Strukturen. Nach dem Studium der Geschichte, Soziologie und Amerikanistik konnte er auf diesen Feldern bereits zahlreiche Erfahrungen sammeln: Im Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung koordinierte er den Aufbau von Netzwerkstrukturen und die Durchführung von Beteiligungsangeboten. Als Programmmitarbeiter der Deutschen Kinder und Jugendstiftung lag sein Arbeitsfokus im Bereich kommunale Bildungslandschaften – u.a. auf internetgestützter kommunaler Jugendbeteiligung. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit dem bildungspolitischen Diskurs zu (demokratischer) Schulentwicklung und formeller und informeller Bildung.

Bettina Hesse, Bild: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0

Bettina unterstützt als Werkstudentin insbesondere die Durchführung der OER-Konferenz 2013. Die Kommunikationswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten politische und transkulturelle Kommunikation absolviert ab Oktober den Masterstudiengang „Medien und politische Kommunikation“ an der FU Berlin. Für ihre Arbeit im Bereich Bildung und Wissen bringt Bettina interessante Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Kontexten mit: vom Goethe-Institut Neapel bis zum AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. in Süditalien.

Nun freuen sich beide auf eine interessante Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Ehrenamtlichen. Wer mit Bettina oder Valentin direkt in Kontakt treten möchte, kann dies hier tun: valentin.muenscher@wikimedia.de und bettina.hesse@wikimedia.de.

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Das Programm der OER-Konferenz 2013 ist da!

Wikimedia Deutschland richtet in diesem Jahr die erste Konferenz zu freien Bildungsmaterialien (#OERde13) für den deutschsprachigen Raum aus. Die Konferenz findet vom 14.-15.9.2013 in der Kalkscheune (Berlin) statt. Bei der Konferenz können AkteurInnen, WissenschaftlerInnen und EntscheiderInnen aus dem bildungspolitischen Bereich ihre Netzwerke ausbauen und über die zentralen Fragen wie Qualitätssicherung, Finanzierung und Verbreitung von OER diskutieren. Dazu haben wir, gemeinsam mit den PartnerInnen Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons, Co:llaboratory und Werkstatt.bpb, Anfang Juni zu einem Call For Partizipation aufgerufen. Besonders erfreulich ist die kürzlich Anerkannte Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Werkstatt.bpb.de übernimmt im Rahmen der Kooperation die Video-Dokumentation  der OER-Konferenz. Dazu gehört unter anderem auch das Streaming und die Aufzeichnung aller im Plenum stattfindenden Talks des Konferenzteils so wie der Keynotes. Das Team von pb21.de ergänzt die Dokumentation durch ein Live-Blog mit Berichten und Fotos, kleinen Videos oder Interviews. Im Rahmen einer Medienpartnerschaft veröffentlicht pb21.de schon vorab Artikel und Interviews mit Themen und Personen aus dem Konferenzumfeld. Wir danken damit den beiden Partnern besonders für ihre Arbeit im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Konferenz!

Nun hat unser Reviewteam es geschafft aus all den beeindruckenden Einreichungen einen ersten Programmentwurf (BETA) zusammenzustellen. Das Programm zeichnet sich durch ganz unterschiedliche Zugänge zu derm Themenfeld der Open Educational Ressources (OER) aus. Es wird von dem Blick aus dem internationalen Umfeld, über die Vorstellung konkreter Projekte alles dabei sein. Besonders freuen wir uns auch über den hohen Anteil der Hochschulen, die den Blick auch nochmal auf die Bedeutung von OER im Bereich Hochschule und außerschulischer Bildung richten.

Für die Opening Keynote  freuen wir uns auf Philipp Schmidt , MIT Labs und P2PU, der in seiner Keynote den Blick auf die Frage richtet „Wie Open Education die (Bildungs-)Welt verändern kann“. Dabei stellt er die Frage, ob wir bei all der Technologiefaszination übersehen, dass es um viel mehr geht als um bessere Bildungsfliessbander fuer Arbeitskräfte. In der Closing Keynote freuen wir uns dann darauf, dass Neil Butcher, OER Stratege aus Süs Afrika, nochmal die Vorteile von OER und die dafür notwendigen Prämissen aus der internationalen Perspektive herausarbeiten. Ergänzt wird die Closing Keynote noch durch einen Europäischen Fokus (tba).

Wir freuen uns damit auf ein umfangreiches Programm und darauf, gemeinsam mit allen Teilnehmern, die Zukunft für OER in Deutschland zu gestalten! Hier geht es zum Programm und den Speakern!

Näheres zur Konferenz erfahren Sie hier:

Bei Fragen und Rückmeldungen zum Programm und Fragen rund um die OER-Konferenz wenden Sie sich gerne an oer@wikimedia.de

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Wikipedia im Unterricht – eine Gratwanderung?

Dies ist ein Gastbeitrag von Andreas Paul. Er ist langjähriges Wikipedia Community-Mitglied und arbeitet eng mit Wikimedia Deutschland zusammen. In diesem Fall hat er an der Erstellung von Lehr- und Lernmaterialien zu Wikipedia mit unserem Kooperationspartner Klicksafe mitgearbeitet. Dafür bedanken wir uns herzlich! Die Materialien werden voraussichtlich Ende Oktober über Wikimedia Deutschland und Klicksafe kostenlos verfügbar sein.
„Nichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß als das, was die Schüler wissen sollen.“ Johann Wolfgang von Goethe
Als langjähriger Referent zumThema „Wikipedia“ hatte ich schon mit vielen Lehrern zu tun. Insgesamt waren alle Lehrer immer interessiert und wissendurstig, was Wikipedia und ihre Hintergründe betrifft. Spätestens nach einer Stunde hatten die meisten Lehrer verstanden, dass Wikipedia ein sehr komplexes Phänomen ist, das sich nicht mit vier Worten („Wikipedia ist eine Enzyklopädie“) erklären läßt. Um Wikipedia verstehen zu können, muß man selbst tätig werden. Die Initiative „klicksafe.de“ versucht an dieser Stelle eine Gratwanderung: auf theoretische Art (oft sogar ohne Einbeziehung des Internets) diese Komplexität von Wikipedia an den Lehrer zu bringen. Ziel ist es, die Lehrer zu befähigen, dieses Wissen ihren Schülern zu vermitteln.
Als ich das erste Mal von diesem Projekt hörte, war ich sehr skeptisch, denn „Wikipedia funktioniert in der Theorie nicht“. Auf der anderen Seite reizen mich solche Probleme und ich entschied mich, zu helfen. Weiterlesen »
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Unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO- Kommission

Die Deutsche UNESCO-Kommission übernimmt die Schirmherrschaft für die OER-Konferenz 2013! Die UNESCO hat den Begriff und die Definition von Open Educational Resources (dt.: freie Bildungsmaterialien, kurz OER) besonders geprägt, daher ist diese Schirmherrschaft eine besondere Auszeichnung. Die UNESCO sieht zudem in OER die Chance zur Förderung von Wissensgesellschaften und zur Förderung von Bildung für alle Menschen weltweit. OER, so die UNESCO, verfügt über das Potenzial, Bildungsqualität zu verbessern sowie Dialog, Verbreitung von Wissen und Kapazitätsaufbau zu fördern. Auf dem UNESCO-Weltkongress zu OER im Juni2012 wurde eine Abschlusserklärung von OER verabschiedet, die den UNESCO-Mitgliedstaaten eine Förderung des Konzepts OER empfiehlt und dazu aufruft, frei lizensierte Materialien zu unterstützen. Im Juli wird die Deutsche UNESCO-Kommission die Boschüre „Was sind Open Educational Resources – Und andere häufig gestellte Fragen zu OER“ herausgeben, die im Rahmen der OER-Konferenz bereit liegen werden.

Um AkteurInnen in diesem Feld zusammenzubringen, Bündnisse zu schaffen und dem Thema OER die nötige Sichtbarkeit zu verleihen, hat sich Wikimedia Deutschland daher in diesem Jahr dazu entschieden, mit ausgewählten PartnerInnen gemeinsam die erste Konferenz zu freien Bildungsmaterialien (#OERde13) für den deutschsprachigen Raum zu organisieren. Die PartnerInnen sind die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Creative Commons, das Co:llaboratory und die Werkstatt.bpb. Sie bereichern die Konferenz sowohl inhaltlich als auch durch ihre Netzwerke in den Bildungssektor. Die Konferenz findet vom 14.-15.9.2013 in der Kalkscheune (Berlin) statt. Hier können AkteurInnen, WissenschaftlerInnen und EntscheiderInnen aus dem bildungspolitischen Bereich ihre Netzwerke ausbauen und über die zentralen Fragen wie Qualitätssicherung, Finanzierung und Verbreitung von OER diskutieren.

Der Verein hat die Förderung Freien Wissens in der Gesellschaft zum Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, spielt aktuell die Förderung Freier Inhalte im Bildungsbereich eine zentrale Rolle. Seit Ende letzten Jahres und nach mehreren Anhörungen auf Länderebene hat das Thema der freien Bildungsmaterialien an Bedeutung gewonnen. Einzelne Initiativen unterstützen die Idee frei verfügbarer und weiternutzbarer Materialien für Lehrende oder unterstützen deren Erstellung. Dabei ist jedoch zu beobachten, dass es bislang noch kaum Bündnisse in diesem Feld gibt und die Diskussion auf politischer Ebene auch noch sehr zurückhaltend verläuft. Wir hoffen dies durch die Konferenz gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission und unseren PartnerInnen ändern zu können.

Fragen und Anregungen rund um dieses Thema und die OER-Konferenz 2013 gerne per Mail.

Hier geht es direkt zur Anmeldung. Und hier zur Webseite der Konferenz: https://www.wikimedia.de/wiki/OERde13

 

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Mutig sein in Cottbus

Dies ist ein Gastbeitrag von Lienhard Schulz, der sich für die Gewinnung der Zielgruppe 50+  für die Wikipedia und ihren Schwesterprojekten innerhalb des durch die EU geförderten Projekts „Silberwissen“ engagiert. Hier berichtet er ausführlich von einer Workshopreihe an der Seniorenuniversität Cottbus, die er durchgeführt hat.

 

Lienhard Schulz erklärt den Teilnehmenden die Grundprinzipien der Wikipedia (Foto: Elvira Schmidt (WMDE), CC-BY-SA 3.0)

Im Juni 2013 führten wir an der Seniorenuniversität der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus mit dem Namen „Das kleine Wikipedia 1×1“ einen Workshop durch, der mit einem neuen, sechsteiligen Format auf eine sehr positive Resonanz bei den acht Teilnehmern (4w, 4 m – nix Gender Gap!) stieß. Der erste Teil bestand aus dem inzwischen in vielen Veranstaltungen bewährten 3×3-stündigen Silberwissen-Basis-Curriculum: Einführungsvortrag und Vermittlung der Grundlagen des Schreibens in der Wikipedia nebst Bilderhochladen bei Wikimedia Commons.

Im neuen, gleichfalls 3×3-stündigen Anschlussteil wurden die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten anhand der gemeinsamen Erstellung eines neuen Artikels vertieft. Die Wahl des Themas überließen wir den Teilnehmern, die sich auf den Cottbusser Ortsteil Branitz einigten. Zur Erarbeitung brachten die Teilnehmenden derart viel Material (und Bilder) mit, dass man daraus leicht hätte eine Dissertation machen können. Nach einem Brainstorming „Was gehört unbedingt in den Artikel“ waren die Textarbeiten von lebhaften inhaltlichen und Formulierungsdiskussionen begleitet. Die Arbeit wurde so organisiert, dass jeder Teilnehmer jeden einzelnen Arbeitsschritt an seinem Computer mitmachte, auch wenn das gelegentlich dauerte. Nur bei „doing“ lernen die Teilnehmer wirklich und bleiben (und blieben!) die Kniffe einigermaßen haften.

Konzentrierte Teilnehmende bei der Arbeit im Workshop, Foto: Elvira Schmidt (WMDE), CC-BY-SA 3.0

Nach den sechs, im Abstand von zwei Tagen dicht aufeinander folgenden Workshops stellten wir den Artikel unter einem Gemeinschaftsaccount in die Wikipedia. Resultat dieser Intensivveranstaltung: motivierende Freude und Stolz über den gemeinsamen Artikel, Vertrauen in die erworbenen und eingeübten Fähigkeiten, in der Wikipedia weiterzuarbeiten. Und vor allem auch: die Teilnehmer wissen sich zu helfen und wo sie welche Informationen und Tipps finden. Die drei übergreifenden Gesichtspunkte „Sei mutig„- Abgucken (d.h. themenverwandte Quelltexte öffnen, abgucken und ggfs. Standards übernehmen) und „Finden“ konnten nachhaltig vermittelt werden. Dieses 6×3-stündige Format scheint für die Ziele des Projekts Silberwissen ideal zu sein. Bereits kurz nach Ende des Kurses nahm sich eine Teilnehmerin beherzt des traurigen, bis dahin nebst Infobox 3-zeiligen Artikels Ströbitz an, machte daraus auf einer Arbeits-Unterseite einen ansehnlichen WP-Beitrag und stellte ihn am 3. Juli in den Artikelraum.

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Sommerakademie der Deutschen Akademie für Internationale Zusammenarbeit: Sternstunden des Lernens

Am 21. und 22. Juni 2013 trafen sich rund 150 MitarbeiterInnen und externe Consultants bei der 4. Sommerakademie der Deutschen Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) im nordrhein-westfälischen Bad Honnef, um Lernen in seinen vielfältigen Facetten erfahrbar zu machen. Wikimedia Deutschland war als Innovationspartner zur Sommerakademie eingeladen und wurde durch Tim Moritz Hector und Cornelia Trefflich vertreten.

Assoziationen am laufenden Band, (Foto: Cornelia Trefflich, CC-BY-SA 3.0)

Das von der AIZ entwickelte Stufenmodell der Diversitätskompetenz bildete den roten Faden durch das Programm. So stand der erste Vormittag im Zeichen der Wahrnehmung. Eingangs lockte die erfrischende Einladung “zu einem kurzen Spaziergang im Dialog mit dem eigenen Gehirn”, um unser aller Sinne für den kommenden Tag zu schärfen. Dies erfolgte in Form eines kleinen Wahrnehmungsparcours mit verschiedenen Stationen: Wie nehme ich mich selbst wahr? Wie nehme ich andere wahr? Wie kann ich diese Erkenntnisse zielgerichtet in der internationalen Zusammenarbeit einsetzen?

In der sich an die offizielle Begrüßung und Orientierung anschließenden “Listening Show” wurden die Teilnehmenden aufgefordert,  sich auf einen Perspektivwechsel einzulassen und die 15-minütigen Darbietungen geladener Innovationspartner in kleinen Gruppen auszuwerten, um sich vielleicht doch noch von seinem Nachbarn überzeugen zu lassen, dass ein Mooc doch Spaß machen kann. Am Nachmittag mussten die Teilnehmenden sich für zwei von vier angebotenen Workshops der Innovationspartner entscheiden – eine schwierige Wahl angesichts ansprechender und anspruchsvoller Themen wie ”Kommunikation ist Mehrhirndenken” oder auch “Neuroleadership oder die Gestaltung des Neuronalen Straßensystems”. Dem folgte ein entspannter Ausklang beim Grillen im Garten der AIZ.

Einladung zum Workshop,
(Foto: Cornelia Trefflich, CC-BY-SA 3.0)

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des ko-kreativen Umgangs mit Diversität (der obersten Stufe des o.g. Modells). Im Dialog mit den Innovationspartnern wurden Workshops erlebt und gestaltet. Dabei sollte sowohl der Weg zum ko-kreativen Umgang mit Diversität durch die Teilnehmenden selbst beschritten werden als auch ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie an Lernprozessen Beteiligte selbst zum nachhaltigen Lernen beitragen können. Die Wikimedia-Projekte sind ein hervorragendes Beispiel für Ko-Konstruktion: Die kollaborative Erstellung, Bearbeitung und Weiternutzung von Texten und anderen Medien im Internet ermöglicht wiederum anderen Menschen den Zugang zu Wissen, den sie sonst nie hätten. In zwei Workshops mit dem Titel „Diversität des Wissens – Lernen durch Teilen“ diskutierten die Teilnehmenden mit Tim Moritz Hector und Cornelia Trefflich über Freies Wissen, Lizenzen und Assymetrien in der Darstellung des Wissens am Beispiel der Wikipedia. Die Auseinandersetzung über das Teilen von Wissen ist ein Teil der Wikimedia-Projekte und ihrer Kultur und reihte sich hervorragend ein in das Motto der diesjährigen Sommerakademie: „Diversität in Aktion – Sternstunden des Lernens“.

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Wein, Wiki und Digital Media Women

Dieser Gastbeitrag ist von  Sie ist aktive Autorin für die Digital Media Women Hamburg, die sich letzte Woche trafen, um mehr über Wikipedia und das Mitmachen zu erfahren. Hier geht es zum Originalbeitrag. Elly Köpf, aus dem Bereich Bildung und Wissen, war mit vor Ort, um gemeinsam mit den anwesenden Autorinnen über Strukturen der Wikipedia zu diskutieren und sich gemeinsam der Frage zu nähern: Warum und wie können oder sollen Frauen die Wikipedia mitgestalten?

An einem schwülheißen Sommerabend letzten Mittwoch traf sich eine reine Frauenrunde der Digital Media Women, um zu erfahren, wie man Autorin bei Wikipedia wird. Kixka Nebraska hatte zu „Wein, Wiki und Digital Media Women“ eingeladen. Die Idee dafür gab ihr ein Artikel von Juliane Leopold auf kleinerdrei über Sarah Stierch. Stierchs Anliegen ist es, mehr weibliche Editoren für Wikipedia zu gewinnen, denn laut einer Umfrage sind neun von zehn „Wikipedianern“ männlich. Um mehr Frauen für Wikipedia zu begeistern, schlägt sie Editierparties mit Wein und Unterstützung von erfahrenen Editorinnen vor.

Ungefähr zwanzig Frauen hatten sich trotz der Hitze in der Akademie für Publizistik eingefunden zur ersten deutschen „Women, Wine and Wikipedia“-Editierparty. Die erfahrene Wikipedia-Autorin „Emma7stern“, Juliane Leopold, die Social Media Redakteurin bei ZEITonline ist und sich des Themas „Frauen in der Wikipedia“ angenommen hat, und Elly Köpf von Wikimedia Deutschland, waren gekommen, um den Teilnehmerinnen zu erklären, wie Wikipedia hinter den Kulissen funktioniert. Weiterlesen »

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OER-Konferenz 2013 – Ein Bündnis für Freie Bildung

Die OER-Konferenz 2013 (#OERde13) von Wikimedia Deutschland wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen.  Sie findet im Spetember statt und setzt sich zusammen aus Fachkonferenz und Barcamp. Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen, denn bei Freien Bildungsinhalten geht es um gemeinsames teilen, mixen und bearbeiten. Sprich: Dem Kern der Wikimedia-Projekte.

Die Veranstaltung ist nur möglich durch eine Reihe von Partnen und Unterstützern, die wir daher im Folgenden näher vorstellen. Weiterlesen »

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