Archiv für die ‘Bildung’ Kategorie



OER- Konferenz 2013 – Open Educational Ressources im Fokus

In Berlin fand am Wochende die erste OER-Konferenz für den deutschsprachigen Raum statt (OER, dt. Freie Bildungsinhalte). 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich über zwei Tage zur aktuellen Situation und der Zukunft von OER in Deutschland ausgetauscht. Im Fokus stand der Input aus dem internationalen Kontext und die Frage, wie OER zukünftig auf staatlicher sowie auch auf institutioneller Ebene weiter voranbegracht werden kann. Im folgenden möchten wir euch nochmal eine Zusammenstellung der wichtigsten Links und Informationen geben, die ihr ergänzend auch auf unserer Webseite findet.

Die Partner Werkstatt.Bpb und pb21 haben die Konferenz live begleitet. Die Werkstatt.bpb.de hat eine ganze Webseite rund um die OER-Konferenz zusammengestellt, auf der bereits viele Interviews und Talks der OER-Konferenz zur Verfügung gestellt werden und mit interessanten Hintergrundinformationen ergänzt werden. Pb21 ergänzt dies mit ihrem Themenschwerpunkt zu OER, einem Liveblog zur Konferenz und einer ausführlichen Podcast-Reihe und Videodokumentation rund um die Konferenz. Bilder zu Tag1 und Tag2 der Konferenz stehen auf Wikimedia Commons zur freien Weiternutzung zur Verfügung (bei Fragen dazu empfiehlt es sich, sich gleich die Ergebnisse der Session zur Nutzung von Wikimedia Commons anzusehen).

Die Themen der Konferenz

In seiner Opening Keynote „Wie Open Education die (Bildungs-)Welt verändern kann“ machte Philipp Schmidt den Kern der Diskussion deutlich. Es geht bei der Debatte um OER nicht um das Darüberreden, sondern um das Machen! Die gesamte Keynote ist hier nochmal zu finden inkl. ergänzendes Interview. Weiterlesen »

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OERde13 – In 1290 Minuten geht es los!

By Markus Büsges, leomaria (Wikimedia Deutschland e.V.), CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

In Berlin findet ab morgen die erste OER-Konferenz für den deutschsprachigen Raum statt (OER, dt. Feie Bildungsinhalte). 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über zwei Tage gemeinsam über die aktuelle Situation und die Zukunft von OER in Deutschland und im internationalen Raum diskutieren. Mehr zur Konferenz und den Highlights finden sich hier. In einer Mischung aus Konferenzteil und BarCamp wird viel Raum für Gespräche und einen offenen Austausch zwischen den Teilnehmenden gegeben. Diese setzen sich zusammen aus politischen AkteurInnen, LehrerInnen, OER-Aktiven und Interessierten aus dem Kontext der Digitalen Bildung. Eine spannende Mischung! Auch international wird einiges geboten: Im Rahmen der Konferenz wird Creative Commons einen „Europe OER-Workshop“ veranstalten, über dessen Ergebnisse dann im Barcamp berichtet wird. Die Werkstatt bringt sich mit dem Format Speedlab „Experiences“ mit ins Programm ein, das einen Einblick in die internationalen Entwicklungen zu OER ermöglicht.

Infos rund um die OER-Konferenz

  • Video: Alle Talks im Plenum werden von unserem Partner Werkstatt.bpb.de gestreamt und im Anschluss frei lizensiert (CC-BY-SA 3.0) zur Verfügung gestellt. Hier der Link zum Live-Stream!
  • Text: Alle Talks werden bei der Konferenz von den TeilnehmerInnen und den SpeakerInnen mit Etherpads dokumentiert, die sich im Programm unter den jeweiligen Talks finden. Neben der Werkstatt.bpb.de wird auch pb21, unser Medienpartner, vor Ort live von der Konferenz berichten. Auch im Vorfeld der Konferenz sind hier unter dem Themenschwerpunkt zur Konferenz schon spannende Podcasts und Interviews entstanden. Ein Blick lohnt sich!
  • Twitter: Und wer sich live über die Stimmung vor Ort informieren möchte, dem sei nochmal der Hashtag #OERde13 ans Herz gelegt!
  • Bilder rund um die Konferenz finden sich auf Wikimedia Commons!

Im Anschluss hoffen wir somit ein möglichst umfassendes Bild der gesamten Konferenz für alle diejenigen bereitszustellen, die nicht selbst daran teilnehmen können oder nochmal nachlesen wollen!

Wir freuen uns auf eine spannende Konferenz!

 

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Einladung zum Diversitätsworkshop

Gender – Diversität – Wikipedia. Vielfalt gemeinsam gestalten

Die erste Phase im Projekt “Diversität für Wikipedia” ist abgeschlossen. Das Projekt verfolgt das Ziel, nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Geschlechtervielfalt in der Wikipedia gemeinsam mit der Wikipedia-Gemeinschaft zu suchen, Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln und einen Beitrag zu mehr Vielfalt in der Wikipedia zu leisten. Nun ist das erste Ergebnis veröffentlicht: Arbeitspapier mit dem Titel “Gender – Diversität – Wikipedia. Vielfalt gemeinsam gestalten”.  Das Papier bündelt Informationen aus Forschung und Praxis, fasst den aktuellen deutsch- und englischsprachigen Forschungsstand zusammen und stellt Ergebnisse explorativer Interviews mit Editorinnen und Editoren der Wikipedia vor. Im Fokus des Arbeitspapiers stehen Fragen nach den Ursachen der geringen Beteiligung durch Frauen, welche Auswirkung dies für die Wikipedia und ihre Inhalte hat und wie dem entgegen gewirkt werden kann.

 

Workshop zum Thema Diversität in der Wikipedia 

Nun möchten wir zusammen mit allen Interessierten in die zweite Projektphase gehen: Dazu laden wir Euch zum Diversitätsworkshop am 12.10.2013 in die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in die Obentrautstr. 72, 10963 Berlin ein. Der Workshop wird ganztägig von 9:30 Uhr -17:00 Uhr stattfinden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Als Grundlage für den Workshop wird Ilona Buchem (Beuth Hochschule für Technik) unsere bisherigen Arbeitsergebnisse vorstellen. Danach möchten wir mit Euch weiter diskutieren und in kleinen Gruppen konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Geschlechtervielfalt in der Wikipedia ausarbeiten. Unterstützt werden wir dabei von einer Moderatorin. Zur Vorbereitung des Workshops versenden wir an alle Teilnehmenden die ersten Ideenskizzen für Maßnahmen als Inspiration und Anregung für eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema. Wikimedia Deutschland e.V. wird nach Absprache Fahrtkosten und Unterkunft in Berlin für die Teilnehmenden übernehmen.

Wir freuen uns über Deine Anmeldung unter dieser E-Mail.

 

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Blogpostreihe – Höhepunkte aus dem Programm der OER-Konferenz 2013

Dies ist ein Gastbeitrag von John H. Weitzmann. John H. Weitzmann ist Rechtsanwalt in Berlin und seit 2006 ehrenamtlicher Projektleiter Recht bei Creative Commons Deutschland. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen allgemein im Urheber- und Medienrecht, speziell in den Bereichen Private Order Licensing und Forschungsdaten. Kürzlich ist er zudem einer von zwei Europakoordinatoren für Creative Commons geworden.

Vom 14.-15. September 2013 wird Wikimedia Deutschland in Berlin die erste Konferenz für Freie Bildungsmaterialien veranstalten – Creative Commons ist Partner der Konferenz. In loser Folge werden daher bis zur Konferenz die Highlights im Programm der Konferenz (#OERde13)  durch die Mitglieder des Review-Teams vorgestellt. Als Dritter in der Reihe stelle ich meinen Favoriten vor. In diesem Fall einen Workshop innerhalb der Konferenz, dessen Ergebnisse am ersten Tag im BarCamp-Teil der Konferenz vorgestellt werden.

Der Creative Commons OER Policy Workshop – ein vorsichtiger Schritt in die politische Arena

CC-Lizenzen als rechtliche Werkzeuge zur Freigabe von Inhalten sind aus den freien Bildungsressourcen genauso wenig wegzudenken wie die GNU Public License und ihre Verwandten aus dem Betriebssystem Linux. Weiterlesen »
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Wikimedia Diversity Conference – registriert Euch jetzt!

Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass die Registrierung der Wikimedia Diversity Conference offen ist. Diese wird, wie schon hier angekündigt, von Wikimedia Deutschland zusammen mit Wikimedia Nederland, Wikimedia UK und der Wikimedia Foundation veranstaltet. Die internationale Konferenz wird am 9. und 10. November 2013 in Berlin stattfinden.

Das offizielle Registrierungsformular findet Ihr hier. Über dieses Formular könnt Ihr Euch nicht nur anmelden, sondern gleichzeitig auch Eure Einreichungen anmelden. Bitte beachtet, dass die Registrierung etwas umfangreicher ist, wenn Ihr eine Session einreicht. Wir empfehlen Euch für das Ausfüllen ca. 30 Minuten einzuplanen. Die beiden Schwerpunkte der Konferenz bilden das Thema Genderdiversität und das Thema geografische Diversität. Dieser zweite Schwerpunkt beschäftigt sich mit Fragen rund um Sprachenvielfalt und Partizipationsmöglichkeiten in Ländern des globalen Südens.

Alle weitere Informationen findet Ihr auf der Meta-Seite der in englischer Sprache stattfindenden Konferenz.

Wir freuen uns auf Eure Beiträge! Bei Fragen zum Thema wendet Euch bitte an: diversity@wikimedia.de

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Blogpostreihe – Höhepunkte aus dem Programm der OER-Konferenz 2013

Dies ist ein Gastbeitrag von Jan Neumann. Jan Neumann arbeitet am Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz).  Nach dem Studium der Rechts-, Wirtschaft- und Systemwissenschaften übernahm er die Tätigkeit als Projektmanager und freier Lektor für verschiedene Fachverlage, u.a. für Wolters-Kluwer Deutschland und den Bundesanzeiger Verlag. Seit 2007 ist er tätig beim Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW (hbz), zunächst als Leiter der zentralen Projektkoordination, seit 2012 als Leiter Recht und Organisation. Er ist Mitglied des Fachausschusses Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission und des International  Advisory Board des Projekts POERUP.

Vom 14.-15. September 2013 werden wir in Berlin die erste OER-Konferenz für den deutschsprachigen Raum veranstalten. In loser Folge werden daher ab jetzt bis zur Konferenz die Highlights im Programm der Konferenz (#OERde13)  durch die Mitglieder des Review-Teams vorgestellt. Als zweiter in der Reihe stelle ich meinen Favoriten vor: „OpenCourseWare Europe explained“ mit Ignasi Labastida.

„OpenCourseWare Europe explained“

Das Programm ist derart vollgepackt mit interessanten Rednern und spannenden Themen, dass es mir schwerfällt, mich für einen Favoriten zu entscheiden. Weiterlesen »

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„Silberwissen“ im Projekt TAO nähert sich dem Abschluss

Elvira Schmidt berichtet als Projektverantwortliche aus dem Projekt TAO/Silberwissen, das Ende September abgeschlossen wird.

Das Projekt Third Age Online nähert sich seinem Ende. Im September wird in Bern die abschließende Veranstaltung dazu stattfinden. Bereits in den vergangenen Monaten wurden im Rahmen des Ambient Assisted Living (AAL) Programms der EU in Norrköping und Maastricht abgeschlossene Teilergebnisse der Forschungspartner vorgestellt. Nunmehr liegen auch die Ergebnisse der UM-Merit aus der Befragung Älterer im Web 2.0 darunter in der Wikipedia vor.

Nicht alle Senioren schrecken vor dem Bearbeiten der Wikipedia zurück. Foto: Elvira Schmidt (cc-by-sa 3.0)

Die Umfrage wurde im Frühjahr 2013 unter rund 600 Senioren vor allem aus den Niederlanden und Deutschland durchgeführt. Nur 20 Prozent der Befragten haben bereits eigene Beiträge in die Wikipedia eingestellt. Nach den Gründen für diese Zurückhaltung befragt, gab die Mehrheit der Befragten an, dass sie befürchten, nicht ausreichend informiert zu sein und deshalb Fehler machen könnten. Ein weiterer ebenfalls sehr oft genannter Grund der Senioren war: „… ich bin froh darin [in der Wikipedia] zu lesen, ich muss nicht darin schreiben“.

Besonders spannend für die Gewinnung neuer Autoren dürften die Antworten auf Fragen nach der Motivation zum Mitmachen oder auch nach den Gründen für das Beenden ihrer Tätigkeit in der Wikipedia sein. So gaben z.B. mehr als 60 Prozent der Befragten an, dass sie beitragen würden, wenn sie wüssten, dass es bestimmte Themen/Arbeitsfelder gibt, die Hilfe benötigen. Die Antworten auf die Frage wie sich „Neue“ eine Einführung in die Wikipedia wünschen, bieten einen interessanten Einblick in die Aktivierung neuer Editoren und sonstiger Beitragender. Besonders wichtig ist die Einbindung in eine Gruppe von Gleichgesinnten, die sich online oder offline zusammenfinden. Aufschlussreich ist die Verteilung der Antworten auf die Frage, welche Organisation aus Sicht der Älteren Wikipedia-Kurse oder Workshops durchführen sollte. Hier wird das jeweilige nationale Wikimedia-Chapter präferiert. Ein Blick in den Bericht „Survey among New Wikipedia Users“ auf den Ergebnisseiten von TAO ist lohnenswert. Die Idee Wissen zu teilen und dazu einen Beitrag zu leisten ist eine ganz wichtige Basis für alle, die sich aktiv in der Wikipedia beteiligen.

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“Women edit”: Wikimedia lädt Frauen zum Mitmachen ein!

Das Pilotprojekt „Women edit“ ist ein Angebot für Frauen, sich aktiv an den Wikimedia-Projekten zu beteiligen. Ob Wikipedia, Wikimedia-Commons oder Wikivoyage – die Möglichkeiten mitzumachen sind ganz unterschiedlich: Artikel schreiben, Bilder hochladen, Reiseinformationen aktualisieren oder mit den Communities diskutieren.

In mehreren deutschen Städten sollen offene Netzwerktreffen, Editier-Partys und Edit-a-thons mit Unterstützung von Wikimedia organisiert werden. Zur Gestaltung und Unterstützung dieser Veranstaltungen suchen wir engagierte „Wikiwomen”, die als Ansprechpartnerinnen in der Stadt oder Gemeinde dazu beitragen, lokale Netzwerke aufzubauen und zu begleiten.

Ob im kleinen oder großen Kreis, ob einmalig oder regelmäßig: Jede Initiative ist willkommen!  Wir sind  gespannt auf Ideen und haben schon ein paar gesammelt:

Sandra Schink, CC-BY-SA 3.0

Offene Netzwerktreffen: Diese Treffen können regelmäßig in einem (u.U. mit Computern ausgestatteten) Raum veranstaltet werden. Teilnehmerinnen diskutieren hier über ihre eigenen Erfahrungen mit der Wikipedia und können sich individuell dazu beraten lassen, was beim ersten eigenen Artikel zu beachten ist. Bei den Treffen können sie andere Frauen kennenlernen, um gemeinsam an Artikeln zu arbeiten oder sich an aktuellen Diskussionen zu beteiligen.

Editier-Party: Frauen treffen sich mit ihren Laptops im Gepäck in einem Café oder einer Bar. Bei Kaffee oder einem Glas Wein lernen sie die wichtigsten Wikipedia-Grundlagen kennen, tauschen sich aus und machen ihre ersten Edits. Wer weiß, vielleicht wird daraus ja ein regelmäßiger Wikipedia-Stammtisch für Frauen? Weiterlesen »

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Blogpostreihe – Höhepunkte aus dem Programm der OER-Konferenz 2013

Vom 14.-15. September 2013 werden wir in Berlin die erste OER-Konferenz für den deutschsprachigen Raum veranstalten. In loser Folge werden daher ab jetzt bis zur Konferenz die Highlights im Programm der Konferenz (#OERde13)  durch die Mitglieder des Review-Teams vorgestellt. Den Anfang macht Jöran Muuß-Merholz, Programmkoordinatoer der Konferenz. Sein Favorit ist der vielleicht kontroverseste Talk des Programms: “Das CC-Debakel – eine Bilanz nach 10 Jahren CC-Lizenzen”.

Bereits vor einigen Wochen haben wir über den ersten Entwurf des Programms und das Bündnis der Partner berichtet, die wesentlich zur Umsetzung der Konferenz beitragen. Im Juli hat die Deutsche UNESCO-Kommission die Schirmherrschaft zur Konferenz übernommen. Nun ist das Programm fertig und wir möchten die Hinghlights vorstellen. Die OER-Konferenz setzt sich zusammen aus einem kuratierten Teil und einem offenen Konferenzteil, der in Form eines BarCamps organisiert ist. Zur Ausgestaltung des kuratierten Konferenzteil gab es ein Review-Team, das unter den vielen Einreichungen das Programm zusammengestellt hat. Es zeichnet sich aus durch die unterschiedlichen Ebenen von OER (von Lizenzen bis hin zur Praxis) und den internationalen Input für die Bewegung im deutschsprachigen Raum. Im Folgenden wird nun das erste Highlight des Programms von Jöran Muuß-Merholz. vorgestellt.

“Das CC-Debakel – Eine Bilanz nach 10 Jahren CC-Lizenzen”

3 Schichten der Creative Commons Lizenz , Creative Commons,CC-BY 3.0

“Ich habe für meine persönliche Empfehlung den Talk ”Das CC-Debakel – Eine Bilanz nach 10 Jahren CC-Lizenzen” von Michael Seemann und Mathias Schindler gewählt. Für mich ist der Talk zunächst einmal außergewöhnlich, weil er unter 50 Einreichungen beim Call for Participation zur Konferenz den Beitrag, der die kritische Grundhaltung am deutlichsten darstellt. Wenn es nach mir geht, könnten wir noch deutlich mehr davon haben! Zu einer großen OER-Debatte gehört auch die Auseinandersetzung mit der Kritik – von den kleinen Details bis zur großen Polemik. Es ist ja nicht so, dass wir für OER in Deutschland ein fertiges Konzept in der Schublade haben, das nur noch umgesetzt werden muss. Ich hoffe, dass es bei der Konferenz auch neben dieser Diskussion viele kontroverse Diskussionen geben wird.”

Zu den Speakern

Michael Seemann Kulturwissenschaftler und Blogger. Zu finden unter http://mspr0.de/, podcastet unter http://wir.muessenreden.de/ und twittert unter https://twitter.com/mspro. Anlässlich des zehnten Geburtstags der Creative Commons Lizenzen 2012 veröffentlichte er auf ZEIT online eine Kritik, in der er die CC-Lizenzen als “Ökoladen der Nerd-Elite” bezeichnet. Seine Kritikpunkte: Die Lizenzen sind ein Nischenphänomen, zu kompliziert, in den meisten Varianten zu stark einschränkend und zu kompiziert für ein professionelles Arbeiten.

Mathias Schindler ist seit 2003 Autor bei Wikipedia und gründete 2004 gemeinsam mit anderen Freiwilligen den Verein Wikimedia Deutschland e.V., dem er drei Jahre lang als ehrenamtliches Vorstandsmitglied angehörte. Er ist seit 2009 Projektmanager bei Wikimedia Deutschland im Bereich Politik und Gesellschaft. In seiner Freizeit bloggt er bei netzpolitik.org. Twittert unter https://twitter.com/presroi.

PS: Auf pb21.de – Medienpartner der #OERde13 – wurde auch ein Podcast von Michael Seemann und Jöran Muuß-Merholz veröffentlicht.

Weitere Vorstellungen werden in den nächsten Wochen folgen. Näheres zum Programm findet sich hier.

Jöran Muuß-Merholz ist Diplom-Pädagoge und mit seiner Agentur J&K – Jöran und Konsorten an den Schnittstellen von Bildungswelt und digitaler Welt aktiv. Er ist Co-Autor des Whitepaper zu OER an Schulen in Deutschland, organisierte 2012 das erste OERcamp und  ist in diesem Programmkoordinator der OER-Konferenz. Zudem koordiniert die Redaktionsarbeit von pb21.de – Medienpartner der #OERde13 – wo in den Wochen vor der Konferenz ein Schwerpunkt zum Thema OER gesetzt wird.

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Wikimania 2013 – Rückblick und Ausblick

Prof. Dr. Ilona Buchem ist Gastprofessorin an der Beuth Hochschule für Digital Media & Diversity und kooperiert mit Wikimedia Deutschland im Rahmen des Projekts „Diversität für Wikipedia“. In diesem Gastbeitrag berichtet sie über ihre Eindrücke von der Wikimania.

 

Die Wikimania 2013 in Hong Kong war meine erste Wikimania. Mit einem Gaststipendium von Wikimedia Deutschland ausgestattet konnte ich an allen Sessions des Hauptprogramms teilnehmen und durfte am Samstag im Track “Community III – Women” zu unserem Projekt “Wikipedia Diversity” vortragen (siehe: Einreichung und Folien) sowie zwei Meet-ups zum Thema Diversity gemeinsam mit Cornelia Trefflich aus dem Bereich Bildung & Wissen veranstalten.

Im Gespräch beim Gender-Diversity Meet-Up, Foto: Ilona Buchem (cc-by-sa 3.0)

Für mich als Newcomerin in der Wikimedia/Wikipedia-Szene war die Wikimania 2013 eine wahre Offenbarung – von dem Ausmaß und der Stärke dieser aufgeschlossenen, international vernetzten und engagierten Gemeinschaft hatte ich vorher nicht die geringste Ahnung. Es ist einfach faszinierend und beispielhaft, wie sich Wikimedia als eine Graswurzelbewegung aus der eigenen Kraft heraus entwickelt und mit der eigenen Philosophie und Aktivitäten in verschiedenen Bereichen, angefangen mit dem offenen Zugang zum Wissen und zu digitalen Ressourcen über  internationale Zusammenarbeit hin zum sozial-politischen Engagement, die Gesellschaft beeinflusst.

Überrascht hat mich auch die Themenbreite und die diversen Teilprojekte, die sich um die Wikipedia herum entwickeln, bzw. entwickelt haben, u.a. die Bemühungen um verschiedene Sprachversionen (z.B. Beitrag zu indigenen Sprachen), die verschiedenen Ausrichtungen der Wikipedia-Forschung (siehe z.B. Überblick zu Forschung 2012), die zahlreichen Aktivitäten zur Förderung des freien und offenen Zugangs zur digitalen Kulturerbe (z.B. Überblick zu GLAM Aktivitäten), die Entstehung der Schwesterprojekte (z.B. Wikivoyage) und die Diversitätsförderung auf verschiedenen Ebenen, u.a. Erhöhung der Beteiligung in der Südhemisphäre (siehe z.B. WMF Strategie „Global South“) und eine ausgewogenere Geschlechterbeteiligung (siehe z.B. Beteiligung von Frauen an der Wikipedia in Indien).

 Auch das von mir vorgestellte Projekt zu (Gender-)Diversität in der deutschsprachigen Wikipedia (siehe Projektsteckbrief) hat eine positive Resonanz erhalten. Eine der Reaktionen war z.B. die Frage eines (männlichen) Teilnehmers in einem Pausengespräch: “How can I help?”. Viele Teilnehmenden haben auch Vorschläge zu den einzelnen Aspekten gemacht, z.B. Wie können wir einen freundlichen Umgang miteinander fördern? Wie können wir Frauen für verschiedene Wikipedia-Projekte begeistern?

Für alle, die eigene Meinungen und Ideen mit uns teilen wollen, gibt es eine Umfrage im  Google Formular und eine kollaborative MindMap in denen jede und jeder Vorschläge, Meinungen und Hinweise zur Gender Diversity abgeben kann. Die bereits eingereichten Ideen sind sehr aufschlussreich und helfen uns sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen, die von der Wikipedia-Community gesehen werden, besser zu verstehen. Ich freue mich auf alle Beiträge – sowohl aus der internationalen als auch aus der deutschsprachigen Wikipedia-Community, gerne auch per E-Mail an: buchem@beuth-hochschule.de

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