Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Neues Jahr, neue Themen, neue Projektidee

Auf der Wikipedia-Mailingliste schon andiskutiert, hat es eine Idee inzwischen in die große weite Welt der Wikipedia-Projektplanungsseiten geschafft: Auf der Seite Wikimedia_Deutschland_e.V./Expertenforum hat unsere Pressespecherin Catrin ein schon recht detailliert ausgearbeitetes Konzept für eine – je nach Möglichkeiten und/oder Wünschen  – regelmäßige Veranstaltungsreihe vorgestellt, die momentan noch unter dem Arbeitstitel „Expertenforum“ firmiert.

Ziel dieser Veranstaltungen soll es sein, so Catrin: „ … dem Verein und den Wikimedia-Projekten mehr Transparenz nach außen und mehr Beachtung in der Öffentlichkeit zu verschaffen. Durch ein Engagement dieser Art soll nicht nur Verantwortung und Kompetenz gezeigt, sondern auch die beispielhafte Arbeit der Wikipedianer z. B. im Bereich der Kontrolle, Sicherung und Entwicklung des Artikelangebots dargestellt werden. Außerdem bietet das Forum eine gute Plattform, um Kontakte zu potentiellen Kooperationspartner, Helfern und Spendern aufzubauen.“

Versammelt sind auf der Seite schon einige interessante, hochaktuelle und immer wieder spannende  Themenvorschläge wie beispielsweise „Wahlkampf im Internet“, „Freies Wissen (Bildung) ist Menschenrecht“, „Verletzung von Persönlichkeitsrechten“ oder „Wissen ist Macht“, die – so die erste grobe Idee – in einer Talkrunde mit fünf oder sechs Fachleuten aus thematisch passenden unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Lebens besprochen werden sollen.

Zur Diskussion über diese Idee sind alle eingeladen und wer tolle Themenvorschläge hat, geeignete Gesprächspartner weiß oder kennt, allfällige Anmerkungen anbringen möchte oder auch einen knalligeren Titel für diese Veranstaltung(en) weiß, der finde sich dort ein!

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Stellungnahme Grünbuch

Die EU-Komission hat vor einigen Monaten dazu aufgerufen, zu einem EU-Papier zum Urheberrecht, dem so genannten Grünbuch, Stellung zu nehmen. Die Stellungnahme von Wikimedia Deutschland kann als Pdf eingesehen werden.

Bei der Erstellung hatten wir das Glück, dass ich auf der von mir besuchten Wikimedia Nederlands Conferenti 2008 erfuhr, dass Wikimedia Nederlands bereits eine Stellungnahme verfasst hatte, die sie dann freundlicherweise noch ins englische übersetzten. Auf dieser Basis konnten Nina Gerlach und Mathias Schindler dann eine deutsche Stellungnahme verfassen, die der Vorstand nur noch absegnen musste. Sowohl unseren holländischen Freunden als auch den beiden unser großer Dank.

In unserer Stellungnahme weisen wir auf die Bedeutung und Nützlichkeit freier Lizenzen hin,  diskutieren die Probleme von „Copyright Orphans“, also Werken, bei denen die Urheber nicht ohne großen Aufwand feststellbar sind und weisen daraufhin, dass der Zugang zum Wissen der Welt durch Bibliotheken für Wikipedianer sehr wichtig ist und wir schon die bestehenden Schranken hierzu für zu hoch halten.

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100.000 Mal ein Bild und 1000 Worte

Ungefähr ein Jahr lang haben drei Wikimedianer mit dem Deutschen Bundesarchiv diskutiert, argumentiert, Pläne geschmiedet und Vertragsentwürfe herumgeschickt, bis das Projekt spruchreif war: Wikimedia Commons erhält vom Bundesarchiv auf einen Schlag knapp 100.000 Bilder unter der freien Lizenz Creative Commons cc-by-sa, die eine umfassende Nutzug der Bilder für beliebige Zwecke erlaubt.

Am 4. Dezember fand in Berlin die Pressekonferenz dazu statt, um die frohe Kunde in die Öffentlichkeit zu bringen. Während die Journalisten also den Erläuterungen der Bundesarchiv-Vizepräsidentin Prof. Dr. Angelika Menne-Haritz, dem Leiter des Bildarchivs Dr. Oliver Sander, dem Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland Sebastian Moleski und Mathias Schindler (der von der FAZ zum Wikipedia-Gründer und vom Tagesspiegel zum Wikimedia Commons-Projektleiter befördert wurde) lauschten, rauschte gleichzeitig die Bilderflut nach Commons.

Grundvoraussetzung für diese Zusammenarbeit ist die konsequente Arbeit von Wikimedia Commons, eine erstklassige Mediendatenbank zu schaffen und zu pflegen, mit größter Rücksichtnahme auf alle urheberrechtlichen Fragen. Hinzu kommt die Erfahrung von Wikipedia, personenbezogene Inhalte mit der Personennamendatei (PND) der Deutschen Nationalbibliothek zu verknüpfen. Dieses Projekt läuft schon seit 2005 und verschafft den Lesern der Wikipedia einen direkten Zugang auf weiterführende Literaturangaben. Auch hier reifen gerade Pläne für den Ausbau der Zusammenarbeit mit dem bibliographischen Zentrum Deutschlands.

Für diesen großartigen Moment waren viele helfende Hände zur Stelle, sowohl Wikimedianer als auch Bundesarchiv-Angestellte und die Dienstleistungsfirmen dieser Behörde und allen gebührt Dank für die Mitarbeit. In Koblenz und Berlin wurden ungezählte Stunden bei der nötigen Arbeit zum Abgleich der Personenlisten von Bundesarchiv, Wikipedia und Nationalbibliothek verbracht, in einer beeindruckend hohen Qualität und noch beeindruckenderen Schnelligkeit. Jetzt, da sich die Kategorien auf Wikimedia Commons füllen und erste Bilder ihren Weg nach Wikipedia finden, beginnt der spannendste Teil der Arbeit: Nutzt die Inhalte!

Weiterführende Links

Gemeinsame Pressemitteilung von Bundesarchiv und Wikimedia Deutschland: Bilder-Buch-Beziehung im Internet

Pressespiegelauszug

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Was hält Wikipedia* doch gleich am Laufen?

Während der letzten Spendenkampagne hatte ich das „Spendenbapperl“ in der einen oder anderen Signatur untergebracht und dazugeschrieben: Jeder Euro hält Wikipedia am Laufen. Aber was hält Wikipedia eigentlich „am Laufen“?

Ich denke, es ist eine Illusion zu glauben, dass es mit dem Kauf von Servern getan ist. Was nützen die besten Server, wenn’s in der Community kracht, oder niemand mehr Lust aufs Artikelschreiben hat? Nichts ist so wichtig für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Projekts, wie der Zusammenhalt, die Motivation und die Weiterentwicklung der Community: ob in Sachen Kommunikation, Konfliktbewältigung, Bildrechtskenntnisse oder Artikel-Qualität (ja, das gibt’s auch noch!), ohne die Menschen dahinter läuft nichts.

Deshalb hat Wikimedia Deutschland e.V. schon im letzten Jahr begonnen, mit einem festen Budget auch Projektarbeit der Community direkt finanziell zu unterstützen. Das kann das Jurytreffen des Schreibwettbewerbs sein, aus der Community heraus organisierte Workshops und vieles mehr – solange es unser aller Lieblingsprojekt voranbringt.

Das Budget ist für dieses Jahr aufgestockt worden, und für Interessenten gibt es nun auch eine Anlaufstelle in Wikipedia: Wikipedia:Wikimedia Deutschland e.V./Community-Budget. Wer Zuschüsse beantragen möchte oder Fragen hat, kann sich gerne bei mir melden, ich kümmere mich darum.

* Ja: Wikipedia, Commons, Wikisource, Wikinews, Wiktionary, Wikiquote…

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Freistellungsbescheid 2007

Nach der Abgabe unserer Steuererklärung für das Jahr 2007 hat der Verein Wikimedia Deutschland Ende letzter Woche seinen Freistellungsbescheid für das Kalenderjahr 2007 erhalten.

Das ist für uns ein kleiner aber wichtiger Grund zur Freude, weil er doch eine offizielle Bestätigung unserer ganzen Mühen darstellt.

Nach der Überprüfung unserer tatsächlichen Geschäftsführung bestätigt uns das Finanzamt Berlin mit diesem Bescheid, im Sinne der Gesetze und unserer Vereinszwecke agiert zu haben. Der Bescheid bestätigt uns auch, daß wir weiterhin ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dienen und somit auch weiterhin körperschafts- und gewerbesteuerbefreit sind. Außerdem sind wir damit berechtigt, Zuwendungsbestätigungen für Spenden an den Verein auszustellen.

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Wikimedia digitalisiert unveröffentlichten Augenzeugenbericht von Napoleons Russlandfeldzug

Scannen der Handschrift im Göttinger Digitalisierungszentrum
Scannen der Handschrift im Göttinger Digitalisierungszentrum

Gestern mittag war es soweit: der bislang unveröffentlichte Bericht eines Teilnehmers an Napoleons Russlandfeldzug wurde im Göttinger Digitalisierungszentrum digitalisiert. Die Scans der wertvollen Handschrift werden zunächst auf Commons hochgeladen und dienen anschließend als Grundlage für eine Veröffentlichung in der freien Quellensammlung Wikisource.

In seiner Schrift mit dem Titel Bemerkungen über den Feldzug gegen Rußland in den Jahren 1812 und 1813 mit Hinsicht auf Cultur, Sitten, Landesart und Gebräuche schildert ein Angehöriger eines unter Napoleon Bonaparte kämpfenden sächsischen Husarenregiments seine Erlebnisse auf dem Weg der Grande Armée ins russische Reich. Die der geschichtswissenschaftlichen Forschung bislang noch unbekannte Quelle gibt einen anschaulichen Einblick in die Erlebnis- und Gedankenwelt eines Teilnehmers des Feldzuges, an dessen Ende die Flucht und fast vollständige Zerschlagung von Napoleons Grande Armée stand.

Bilder vom Digitalisierungsvorgang sind auf Wikimedia Commons abrufbar.

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Kochen für die Wikipedia

Nilz Bokelberg (auf der re:publica 2007)
Nilz Bokelberg (auf der re:publica 2007)
Foto: heins-mit-z / Lizenz: BY-NC-SA

Wenn während der Europameisterschaft ein Deutschlandspiel im ZDF übertragen wird, haben es andere Sender schwer, dem etwas entgegen zu setzen. In diesem Fall zeigt man aufgrund der zu erwartenden niedrigeren Einschaltquoten lieber einmal eine Wiederholung.

Der Sender VOX zeigte so am vergangenen Sonntag eine Aufzeichnung der Sendung „Das perfekte Promi Dinner“ vom 10. Juni 2007. Am Herd standen Nicole Belstler-Boettcher, Michaela May, Thomas Fuchsberger und Ex-VIVA-Moderator Nilz Bokelberg.

Ohne die Leistung der anderen Teilnehmer zu bewerten: Nilz beim Kochen zuzuschauen ist definitiv lustig. Er gehört zur „Internet-Generation“ und so wird das Rezept auch schnell online auf dem neben der Spüle stehenden Laptop nachgeschlagen. Interessant für Wikipedianer wurde es aber besonders am Ende der Sendung – was wir letztes Jahr noch nicht bemerkt hatten: Nilz kündigte an, seinen Gewinn auf ein Obdachlosenprojekt und Wikipedia zu verteilen. Vielen Dank!

Grund genug, ihm ein paar Fragen zu stellen:

Tim: Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Teil deines Gewinns gerade für Wikipedia zu spenden?

Nilz: Ich glaube es ist wichtig für die Leute zuverlässige Wissensquellen zu haben. Nun kann in der Wikipedia ja auch immer alles geändert werden – man könnte sie also für unzuverlässiger als alles andere halten. Aber diese offene Struktur hat sich letzten Endes doch bewährt und das finde ich nicht nur großartig, sondern auch wichtig. Freies Wissen für alle, nur so kann das was mit dem mündigen Bürger werden.

Tim: Kannst du dich noch an deinen ersten Kontakt mit der Wikipedia erinnern?

Nilz: Puh… nicht wirklich. Aber ich war wohl ziemlich beeindruckt und habe wohl auch am Anfang nicht ganz verstanden, was das eigentlich sein soll. Müsste über Google da gelandet sein. Aber das ist ja auch das Schöne bei Anwendungen, die so wichtig im Alltag für einen selbst geworden sind: Es fühlt sich an, als seien sie schon immer da gewesen.

Tim: Hast du schon selbst Bearbeitungen vorgenommen oder neue Artikel verfasst?

Nilz: Ne gar nicht. Ich habe wohl mal einen Account angelegt und ich weiss auch noch das ich irgendetwas ändern wollte, was nicht stimmte, aber ich kann einfach nicht faktisch schreiben. Deswegen hab ich es lieber gelassen, anstatt das Thema einer Löschdiskussion zu werden…:)

Tim: Falls du die Möglichkeit hättest, dir drei beliebige Veränderungen an der Wikipedia zu wünschen, die direkt umgesetzt werden. Was würdest du ändern?

Nilz: So spontan fällt mir da gar nichts ein. Ich finde zu gewissen Zeitpunkten die Relevanzdiskussionen etwas übertrieben, denn ob der SV Hintertupfingen eine sportliche Relvanz in der Geschichte des Eisstockschiessens hat, sei erstmal dahin gestellt. Da er aber ein existierender Verein ist oder war, müsste das meiner Meinung nach schon reichen für einen Eintrag. Denn wenn das in 10 Jahren auch nur ein einziger sucht, dann hat sich der Eintrag schon gelohnt. Falls er hilfreich war. Privatpersonen brauchen wirklich keinen Eintrag.

Tim: Du bist ja mit deinem Blog Weltfrieden selbst seit geraumer Zeit im „Web 2.0“ aktiv. Wie siehst du die Zukunft von traditionell erstellten Medien im Verhältnis zu Angeboten, die auf UCG (=user generated content) aufbauen? Welche Vor-/Nachteile gibt es nach deiner Auffassung bei den jeweiligen Ansätzen?

Nilz: Ich denke das alles kann nur funktionieren, wenn es sich noch mehr verzahnt. Nur das eine oder das andere ist mittlerweile zu wenig. Allerdings bringt es auch nichts sich andauernd gegenseitig die Köppe einzuhauen. Von wegen Blogger-vs.-Journalismus-Debatte. Die deutsche Blogosphäre tut sich schwer mit ihrer Professionalisierung resp. Kommerzialisierung. Man kann manchen Leuten einfach nicht oft genug über den Kopf streicheln und sagen: Nein, es ist wirklich nicht schlimm, wenn jemand mit dem was er gerne macht Geld verdient. Die Diskussion zehrt an den Kräften deutscher Blogs und schwächt ihre Position im Ganzen. weil sie sich dann wieder auf dieses Thema einlassen müssen, das wirklich niemanden ausser Blogger selbst interessiert, und selbst da auch nur einen kleinen Teil. Ich habe mich zum Beispiel davon verabschiedet, übers bloggen zu bloggen, weil das „normale“ User einfach mal so gar nicht interessiert. Trotzalledem: Ich möchte auf meine mogendliche auf Papier gedruckte Zeitung nicht verzichten. Die hat schon den absoluten Vorteil, das ich sie auch mit aufs Klo nehmen kann, was mit einem Laptop immer ein ziemlicher Act ist. Beide Medien können wunderbar nebeneinander exitieren, sie müssen sich nur aufeinander einlassen. Und vom anderen lernen. Deswegen lese ich zum Beispiel so gerne Niggemeier, weil der quasi „Best of both Wolds“ verkörpert. Bloggender Journalist oder journalistischer Blogger. Desweiteren sollen alle aber auch das bleiben, was sie sind: Blogger oder Journalisten. Bitte nicht den anderen nachahmen…

Tim: Warum hat dein Wikipedia-Artikel noch kein freies Foto von dir? :-)

Nilz: Dann sollt ich wohl mal eins hochladen, aber ich habe immer Angst etwas zu dem Eintrag über mich beizusteuern, weil das dann immer so aussieht, als wenn ich den gepimpt hätte, um besser dazustehen…:) Und die Löschdiskussion um mein Foto würde ich wohl nicht ertragen…

Tim: „Nilz in 3 Sätzen“?

Nilz: Ich halte mich für stylischer, als ich bin. Ernähre mich, hauptsächlich, von Kommunikation, Musik, Nikotin, Wasser mit Fruchtgeschmack und Saté-Spiessen. Und ich kann nicht streiten.

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Wer macht kollaborative Mitmach-Websites barrierefrei?

Ganz wikimäßig stiegen wir am gestrigen Dienstag in den Workshop „Der Beitrag der Nutzer zur Barrierefreiheit“ ein. Die Aktion Mensch veranstaltete die Tagung „Konzepte und Zukunftsbilder für ein barrierefreies Internet“ und hatte Experten und Webworker eingeladen, über Barrierefreiheit im so genannten Web 2.0 zu diskutieren. Als Vertreterin von Wikimedia e.V. durfte ich den o.g. Workshop mit drei Experten moderieren. Das waren Michael Jendryschik als Webentwickler, Nicole Weißkopf vom deafhood blog bei chip.de und Maria aka Benutzer:lecartia als Vertreterin des BIENE-Projekts in Wikipedia. Weiterlesen »

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Wikimedia öffnet Newsletter-Archiv

Bislang wurden die Newsletter, mit denen Wikimedia Deutschland über seine Aktivitäten berichtet, per Mail an die Vereinsmitglieder verschickt. Ab sofort stehen alle Newsletter auch online zum Abruf bereit. Hier eine Übersicht über die bisherigen Ausgaben:

  Newsletter Nr. 1 (November 2006) (PDF, 260 KB)

  • Jury des Schreibwettbewerbs trifft sich erstmals zu realer Sitzung
  • Geschäftsstelle in Frankfurt am Main eröffnet
  • Spendenbereitschaft gut, aber nicht kontinuierlich
  • Neue Broschüren über Wikipedia und Wikisource
  • Einfacher spenden per Online-Formular
  • Personalia: Arne Klempert, Nina Gerlach, Erik Möller, Florence Devouard

Newsletter Nr. 2 (Juli 2007) (PDF,  157 KB)

  • Erster Wikimedia Community-Tag war ein voller Erfolg
  • Mitgliederversammlung 2007
  • Kurz notiert – Neuigkeiten aus der Vereinsarbeit (Einzelspende Deutsche Telekom, Redesign www.wikipedia.de, Projekt „Nachwachsende Rohstoffe“ gestartet, Toolserver, tv Hören und Sehen, Wikipedia Academy)
  • Internationales (Neue Boardmitglieder, Sue Gardner, Mike Godwin)

Newsletter Nr. 3 (September 2007) (PDF, 563 KB)

  • Zweite Wikipedia Academy
  • Kurz notiert – Neuigkeiten aus der Vereinsarbeit (Toolserver-Farm, T-Online, Denis Barthel Mitarbeiter im Projekt „Nachwachsende Rohstoffe“, Klausurtagung des Vorstands, wissenschaftliche Begleitung des Wikipedia-Schulprojekts, Barrierefreiheit)
  • Aus den Wikimedia-Projekten (deutschsprachige Wikipedia komplett durchlesen, Wiktionary 55.000 Einträge, siebter Wikipedia-Schreibwettbewerb)
  • Internationales (Wikipedia-Tag in der Schweiz, Colloque Wikipédia 2007, Gründung Wikimedia Sverige)

Newsletter Nr. 4 (Dezember 2007) (PDF, 1,7 MB)

  • Toolserver – Was ist das?
  • Neue Server für Amsterdam
  • Kurz notiert – Neuigkeiten aus der Vereinsarbeit (Bericht von der Klausurtagung des Vorstands online, Einrichtung eines Literaturstipendiums, Blog des Vereins online, finanzielle Unterstützung des Schreibwettbewerbs, Redesign Spendenseite) 
  • Aus den Wikimedia-Projekten (Treffen der Wikipedia-Fotografen in Nürnberg, RSS-Feed für den Artikel des Tages in der Wikipedia, neue Mediawiki-Erweiterungen in Wikisource)
  • Internationales (Beginn der Wikimedia Spendenkampagne 2007, erstes offizielles außereuropäisches Wikipedianertreffen in Tokyo)
  • Erste Wikipedia Academy in Südafrika
  • Frank Schulenburg im Gespräch
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Logo und Livefeeds – Eine FAQ

Nach der etwas hochkochenden Diskussion auf Fragen zur Wikipedia, wollen wir die bereits dort veröffentlichten FAQs zur Logolizensierung und den Livefeeds auch hier im Blog für eventuelle Interessenten veröffentlichen.

Kommerzielle Nutzung der Wikipedia-Inhalte
  1. Ist es eigentlich erlaubt, dass Wikipedia-Inhalte kommerziell genutzt werden?
    Ja. Mittels der Lizenz, unter der alle Autoren in der Wikipedia ihre Beiträge einstellen, räumen sie Dritten das Recht der kommerziellen Weiternutzung ihrer Arbeit unter Wahrung der Lizenzbedingungen ein. Die freie Nutzbarkeit der erstellten Inhalte ist einer der Grundpfeiler der Wikipedia, auch die kommerzielle Nutzung ist durch die GNU-Lizenz für Freie Dokumentation (GFDL) ausdrücklich erlaubt.
    Der Siegeszug der Bewegung für Freie Software, aus der die Lizenz stammt, wäre ohne diese Nutzungsmöglichkeiten nicht vorstellbar gewesen. Auch Wikipedia hat von der Verbreitung, Weiterentwicklung und Anreicherung ihrer freier Inhalte durch Unternehmen schon vielfach profitiert, etwa durch mobile Zugriffsmöglichkeiten, finanzielle Unterstützung oder die Spende von 10.000 hochauflösenden Bildern klassischer Kunstwerke durch den Hersteller der Wikipedia-DVDs, Directmedia.
  2. Was kann ich tun, wenn ich die kommerzielle Nutzung meiner Beiträge in Wikipedia oder durch bestimmte Unternehmen/Organisationen/Personen unterbinden möchte?
    Die GFDL verbietet solche Einschränkungen der Weiternutzung. Die Mitarbeit bei Wikipedia setzt das Einverständnis der mit der GFDL verbundenen Weiternutzungsrechte durch Dritte voraus.
  3. Was ist überhaupt so schlimm an nicht-kommerziellen Klauseln?
    Erik Möller, ehemaliges Mitglied im Board der Wikimedia Foundation, hat vor einigen Jahren einen längeren Aufsatz darüber geschrieben, wo die Probleme bei sogenannten nc-Klauseln liegen. Eine zentrale Aussage liegt in dem Problem der Abgrenzung. Viele nichtkommerzielle Nutzungsarten wären nur schwer möglich, wenn jede auch nur ansatzweise kommerzielle Nutzung untersagt wäre, Beispiele dazu gibt es durch Wikipedia genug.
Logonutzung
  1. Wer entscheidet über die Nutzung des Wikipedia-Logos?
    Die Rechte zur Nutzung des Wikipedia-Logos liegen bei der Wikimedia Foundation. Für Deutschland hat die Wikimedia Foundation dem Verein Wikimedia Deutschland die Möglichkeit zur Weiterlizensierung eingeräumt.
  2. Gab es bereits andere Fälle der Logonutzung durch Dritte?
    Ja, neben Spiegel Wissen haben auch einige andere Unternehmen eine Lizenz zur Nutzung des Logos, so der Verlag Directmedia für seine Wikipedia-DVD oder T-Online für seinen Wikipedia-Mirror. Mit einigen anderen Unternehmen laufen derzeit Gespräche. Wir werden gemeinsam mit der Wikimedia Foundation prüfen, ob wir künftig eine öffentliche Übersicht über solche Lizenzverträge bereitstellen können. Darüberhinaus gibt es zahllose Fälle der einmaligen Logonutzung, bei denen von den Nutzern keine Gebühren verlangt wurden, etwa Abi-Shirts oder die unter Wikipedia:Banner und Logos beschriebenen Dinge.
  3. Warum und unter welchen Bedingungen wird das Logo überhaupt lizenziert?
    Zum Wesen freier Inhalte gehört, dass die Inhalte von Jedermann weiterverbreitet werden dürfen. Wikimedia möchte dies unterstützen und berät und unterstützt Unternehmen seit jeher dabei, dies zu tun. Gelegentlich möchten diese Unternehmen explizit darauf hinweisen, dass es sich um Wikipedia-Inhalte handelt (auch um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, sich mit fremden Federn zu schmücken). Diesen Unternehmen wird dann ggf. angeboten, Marke und Logo der Wikipedia zu nutzen. Ob und wie hoch die jeweilige Lizenzzahlung ausfällt, hängt stark vom Einzelfall ab. Finanzielle Aspekte stehen nicht im Mittelpunkt. Das Logo wird nur dann lizenziert, wenn das damit im Zusammenhang stehende Angebot der Förderung Freien Wissens dient.
  4. Was passiert mit Einnahmen durch die Lizenzierung des Wikipedia-Logos?
    Die an die Wikimedia Foundation oder Wikimedia Deutschland fließenden Lizenzeinnahmen kommen direkt der Förderung freien Wissens zugute. Sie werden vor allem dazu verwendet, neue Serverkapazitäten für die weiterhin steigenden Zugriffszahlen auf die Wikipedia bereitzustellen. Im Gegensatz zu Spendeneinnahmen kann man mit solchen Lizenzeinnahmen gut in die Zukunft planen. Auch wenn die Einnahmen aus solchen Verträgen nur einen Bruchteil der Einnahmen ausmachen, so stellen sie eine wichtige Grundsicherung dar.
  5. Welche Anforderungen müssen Unternehmen erfüllen, damit sie für eine Weiterlizenzierung der Wikipedia-Marke durch Wikimedia Deutschland in Frage kommen?
    Wikimedia legt Wert auf seine Unabhängigkeit und Neutralität. Wir denken, dass wir dies durch eine größtmögliche Offenheit gegenüber möglichen Partnern erreichen – ganz so wie dies auch in der Wikipedia praktiziert wird. Insofern ist eine Partnerschaft kein politisches Statement für das jeweilige Unternehmen. Exklusivverträge gibt es ohnehin nicht. Natürlich wird dennoch jeder Einzelfall sorgfältig geprüft, insbesondere hinsichtlich der Verlässlichkeit der Partner.
Dumps und Livefeeds
  1. Wie funktioniert die Einbindung der Wikipedia-Inhalte auf fremden Websites technisch?
    Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann sich jeder unter http://downloads.wikimedia.org die Inhalte der deutschsprachigen Wikipedia in Form eines sogenannten „Dumps“ herunterladen. Dies ist eine zu einem bestimmten Zeitpunkt gezogene Kopie der Wikipedia-Inhalte, die von jedem (auch zu kommerziellen Zwecken, s.o.) kostenfrei genutzt werden kann. Die zweite Möglichkeit der Nachnutzung ist diejenige über einen „Livefeed“. In diesem Fall werden die aktuellen Inhalte von der Wikimedia Foundation an einen Dritten übertragen und von ihm in dessen Internetangebot integriert. Für die Bereitstellung dieser Schnittstelle wird von der Wikimedia Foundation üblicherweise ein Nutzungsentgelt erhoben.
  2. Wer entscheidet darüber, wer Zugriff auf einen Livefeed erhält?
    Die Entscheidung über die Einrichtung eines Livefeeds liegt bei der Wikimedia Foundation als dem technischen Dienstleister. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, alle Inhalte lizenzkonform ohne eine Rücksprache mit der Foundation in Form eines Dumps zu nutzen. Auf eine solche Nutzung hat weder die Wikimedia Foundation noch Wikimedia Deutschland Einfluss; sie steht jedem kostenfrei zur Verfügung.
  3. Ist es überhaupt sinnvoll, Livefeeds anzubieten?
    Ja. Bei der Nutzung von Livefeeds kommt – im Gegensatz zur Nutzung eines Dumps – eine der Stärken der Wikipedia zur Geltung: die Aktualität. Darüberhinaus kommen die aus dem Abonnement generierten Einnahmen dem Weiterbetrieb der Wikipedia zugute.
Butter bei die Hamburger Fische
  1. Wie ist das Projekt zu Stande gekommen?
    Bereits im November 2006 kamen Vertreter des Spiegel auf Wikimedia Deutschland zu und erkundigten sich, ob die Einbindung von Wikipedia-Inhalten in ein Wissensportal grundsätzlich möglich sei. Wir haben das mit den freien Lizenzen erklärt und demzufolge bejaht. Im Juli 2007 wurde es dann etwas konkreter und es gab ein erstes Treffen in Frankfurt, bei dem wir uns die Ideen des Spiegel anhörten und das Konzept freier Inhalte sowie damit mögliche Nutzungen vorstellten. Im August reisten Frank und Arne dann nach Hamburg, um über eine konkrete Zusammenarbeit zu sprechen. Dabei waren dann auch Vertreter von Wissen Media anwesend. Anfang Dezember fand dann eine Präsentation einer weitgehend vollständigen Version in Frankfurt statt, bei der das Projekt auch Sue Gardner, der Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, vorgestellt wurde. Einige Tage später gab der Spiegel eine Pressemitteilung zu dem Projekt heraus, die auch auf die Mailingliste wikide-l weitergeleitet wurde.
  2. Was bringt es, wenn etwa Spiegel Wissen Wikipedia-Artikel in sein Angebot integriert?
    Das in der Wikipedia gesammelte freie Wissen wird durch die Integration in das Wissensportal des Spiegel weiteren Nutzerkreisen zugänglich gemacht. Von dem Schritt des Spiegel, alle Ausgaben seit seiner Gründung 1947 kostenfrei ins Netz zu stellen, profitiert auch die Wikipedia, da hierdurch eine wichtige Quelle der deutschen Nachkriegsgeschichte kostenfrei zugänglich gemacht wird. Auch dass die Bertelsmann-Tochter Wissen Media Group sich als Partner von Spiegel Wissen dem Konzept freien Wissens nach und nach öffnet und beide Unternehmen hier keinerlei Berührungsängste zeigen, ist ein beachtlicher Schritt und ein positives Signal für die Zukunft.
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