Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Wikimedia: Jederzeit spielend leicht

»Es ist so dunkel, ich hör dich nicht.« Mein erstes Aufeinandertreffen mit Gehörlosen brachte mich zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken. Gegen welche Barrieren Blinde ankämpfen, damit hatte ich mich schon länger beschäftigt. Aber welche Schwierigkeiten Menschen mit Lernbehinderung oder mit motorischen Einschränkungen haben, wusste ich nicht. Das Gehörlose eine eigene Kultur haben, war mir unbekannt. Eines fasziniert mich dabei immer wieder: Wie das Internet von allen Menschen genutzt werden kann, um selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Um einzukaufen, zu plaudern, zu lernen. Selbstbestimmt tätig werden zu können, ist für Menschen mit Behinderungen wichtig.

Der unkomplizierte Zugang zu Informationen ist für uns alle essentiell und sorgt für eine schnelle Entwicklung unserer Gesellschaft. Wie schön, den exzellenten Artikel zum Kinderlied Drei Chinesen mit dem Kontrabass in Sekundenschnelle abrufen zu können, ohne erst eine Enzyklopädie in der Bibliothek ausleihen zu müssen. Noch erfreuter ist darüber meine blinde Freundin, die sich das Einscannen des Textes aus dem Buch sparen kann und keine sehende Hilfe benötigt. Enttäuscht ist dagegen mein gehörloser Bekannter, weil er kein Gebärdensprachvideo zu dem Artikel anschauen kann.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (19 Bewertungen, Durchschnitt: 4,16 von 5)
Loading...

Wahlprüfsteine – Die Antworten sind da!

So, nun sind sie raus, die Antworten der Parteien auf die „Wahlprüfsteine von Wikimedia Deutschland e.V. zur Bundestagswahl 2009“. Zu finden sind sie auf unserer Webseite Wahlprüfsteine09.

Befragt haben wir die im Bundestag vertretenen Parteien  zu folgenden Themen:

  • Nachhaltigkeit bei intellektuellen Investitionen des Bundes (etwa durch Ausweitung §5 UrhG und Open-Access)
  • Digitale Reproduktion urheberrechtlich nicht mehr geschützter Werke
  • Nutzung urheberrechtlich verwaister Werke
  • Leistungsschutzrecht für Verlage
  • Netzneutralität für Internetserviceprovider
  • Rolle der Wikipedia in der Bildungs- und Forschungspolitik

Geantwortet haben tatsächlich alle angeschriebenen Parteien, was uns ausgesprochen freut. Die Wahlprüfsteine waren auch für uns ein Prüfstand, ob wir das inhaltlich gestemmt bekommen und wie wir von den Parteien wahrgenommen werden. Denn ich sehe diesen ersten Versuch als Beginn eines politischen Dialogs, wir werden in Zukunft die neu geknüpften Kontakte nutzen können, wir werden die politische Debatte in den uns betreffenden Feldern nicht nur beobachten, sondern auch beeinflussen und mitgestalten.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (23 Bewertungen, Durchschnitt: 3,48 von 5)
Loading...

Vorstandsklausur in Berlin

Liebe Vereinsmitglieder,

am vergangenen Wochenende hat sich der Vorstand zu einer zweitägigen Klausur getroffen. Das machen wir in der Regel zweimal im Jahr und im Gegensatz zu den sonst üblichen telefonischen Vorstandssitzungen sind diese persönlichen Treffen immer eine sehr gute und wichtige Gelegenheit, anstehende Themen einmal in aller Ruhe und Ausführlichkeit miteinander zu besprechen. Diese Klausur fand in einem Tagungshaus in Berlin Wannsee statt, nicht weit vom historisch bedeutsamen Haus der Wannseekonferenz.

Der Fokus der Klausur lag auf der Weiterführung der im Frühjahr gestarteten Planung zur langfristigen Entwicklung des Vereins. Um das Ganze etwas greifbarer zu machen, haben wir diesem Projekt den griffigen Namen „WMDE-Kompass 2020“ gegeben. Mit diesem Kompass sollen die bisherigen WMDE-Aktivitäten und Projekte gefasst, überprüft und in einen größeren Rahmen eingebettet werden, um uns und euch Orientierung für die Zukunft (die kommenden zehn Jahre) und auch den Weg dorthin zu geben.

Das klingt erstmal ein bisschen wolkig, wird aber auch noch sehr konkret.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (27 Bewertungen, Durchschnitt: 2,67 von 5)
Loading...

FAQ zum Disput National Portrait Gallery / Derrick Coetzee / Wikimedia Commons

Worum geht es genau?

Die „National Portrait Gallery“ (NPG) hat am 10. Juli 2009 einem Nutzer der Wikimedia Commons (Derrick Coetzee) durch eine Anwaltskanzlei eine Email zugeschickt, in der diesem rechtliche Schritte angedroht werden. Im Kern geht es um ungefähr 3.000 Bilder, die der Benutzer auf Wikimedia Commons hochgeladen hat. Die NPG fordert von ihm unter anderem, dass er diese Dateien von Wikimedia Commons löscht. Eine Kopie des Schreibens findet sich unter http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Dcoetzee/NPG_legal_threat

Was ist der aktuelle Stand dieses Disputs?

Seit dem 17. Juli 2009 gibt es direkte Kommunikation zwischen der Wikimedia Foundation und der NPG, um den Streit beizulegen. Derrick Coetzee wird anwaltlich durch Fred von Lohmann von der Electronic Frontier Foundation vertreten, die sich um Rechtsfragen im digitalen Kontext verdient gemacht hat. Es wurden bislang keine umstrittenen Bilder gelöscht. Wir können davon ausgehen, dass die NPG von Abmahnungen oder Prozessen absehen wird, solange noch verhandelt wird.

Worauf begründet die NPG ihren Anspruch?

Die NPG bestreitet nicht, dass die Werke aufgrund ihres Alters nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. Allerdings sieht sie in der Digitalisierung der gemeinfreien Werke eine Leistung, die nach britischem Recht geschützt ist. Das Digitalisat eines gemeinfreien Werkes ist damit aus der Sicht der NPG nicht mehr gemeinfrei. In dem anwaltlichen Schreiben verweist die NPG zudem noch auf den Schutz von Datenbankwerken und sieht in dem Zusammenfügen von Bildausschnitten (entstanden durch die Lupen-Funktion der NPG-Webseite) eine Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen. [update 21. Juli 2009: Die NPG ist außerdem der Ansicht, dass durch den Besuch der Seite eine vertragliche Vereinbarung mit dem Besucher der Seite zustande kommt („browse-wrap license“), deren Bestimmungen hier verletzt worden seien. Danke für den sachdienlichen Hinweis in den Kommentaren. ^ms]

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (20 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...

Bundestag beschließt Internetzensur

Der deutsche Bundestag hat in seiner gestrigen Sitzung mit den Stimmen der großen Koalition das Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen beschlossen. Die Initiatorin, Bundesfamilienministerin von der Leyen von der CDU, begrüßte dies als „wichtiges gesellschaftliches Signal“, als ob Kinderpornographie noch stärkerer Ächtung bedürfe. Kritiker wie der Arbeitskreis Zensur nennen das Gesetz einfach nur Internet-Zensur-Gesetz. Die damit beschlossenen technischen Maßnahmen einigen sich tatsächlich eher wenig dazu, eine echte Zensur auszuüben, von der Verhinderung von Kindesmissbrauch mal ganz abgesehen, sondern eher dazu, die Verbreiter von Kinderpornographie davor zu warnen, dass sie im Blickfeld der Ermittler stehen.

Der dazugehörige Dammbruch bleibt bedrohlich. So meldete der CDU-Politiker Thomas Strobl bereits am Tag nach der Verabschiedung, er prüfe bereits eine Ausweitung der Sperren auf „Killerspiele“. Schon im Vorfeld hatten Interessengruppen dies für andere Themenbereiche gefordert. Ebenso ist zu befürchten, dass eine wirkungslose Aktion wie diese, sobald mal eine Interessengruppe mit Internetkompetenz dahintersteht, in eine wirksame Internetzensur verwandelt wird. Schließlich wird die Abgrenzung von Exekutive und Judikative aufgelöst, die nachträgliche stichprobenartige Prüfung von täglich wechselnden Listen alle drei Monate ist kein Ersatz.

Wikimedia hatte dieses Jahr Erfahrung mit solchen Sperrungen, als der Zugang zum Artikel zu einem Scorpions-Album auf der englischen Ausgabe für Benutzer aus Großbritannien wegen der Darstellung auf dem Cover durch eine englische Internetzensurorganisation gesperrt wurde. Es ist nicht abwegig, dass dies nun wieder passiert, allerdings in Deutschland.

Ebenso ärgerlich ist der Umgang der beiden Volksparteien mit dem massiven Wiederstand aus dem Netz, ausgedrückt in einer Rekordzahl von über 134.000 Unterzeichnern einer Epetition an den Bundestag: Auf die Kritikpunkte am Gesetz wurde ungenügend eingegangen, das Gesetz im Schweinsgalopp durch den Gesetzgebungsprozess getrieben. Frau von der Leyen trifft sich heute, also einen Tag nach Verabschiedung mit der Verfasserin der Petition, Franziska Heine.

Einen hoffnungsfrohen Kommentar zu dem Thema habe ich allerdings irgendwo in der Blogosphäre lesen können: Nachdem die FDP in einer kleinen Anfrage entlarvt hatte, dass die Argumentation der Bundesregierung für die Sperren auf beschönigten bis erlogenen Fakten beruhte, ging dies durchs Netz. Es wird dort auch nicht vergessen. Das Internet ist heute so sehr wie noch nie ein Ort, an dem Interessierte (auch Internet-Ausdrucker) den Wahrheitsgehalt von Behauptungen nachprüfen können. Und wir helfen dabei.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (30 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
Loading...

Arne Klempert im Board of Trustees

Arne Klempert, Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied von Wikimedia Deutschland und bis September 2008 Geschäftsführer des Vereins, wurde in das Board of Trustees berufen, den Vorstand der Wikimedia Foundation.

Im Frühjahr 2008 beschloss das Board eine Erweiterung des Gremiums auf zehn Sitze.  Zwei der Sitze sind demnach von den nationalen Sektionen (Chapter) nach einem gemeinsamen Auswahlprozess zu besetzen. Neben Wikimedia Deutschland beteiligten sich 21 weitere Wikimedia Sektionen an der Auswahl und Nominierung. Neben Arne als neuem Mitglied wurde Michael Snow, der bereits seit Ende 2007 Mitglied im Board ist, aufgestellt. Jan-Bart de Vreede, der zweite Vorsitzende des Boards, bestätigte am Freitag auf der Mailingliste der Foundation die Bestellung beider bis Ende Juli 2010.

Herzlichen Glückwunsch zu deiner neuen Aufgabe, Arne!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (22 Bewertungen, Durchschnitt: 2,86 von 5)
Loading...

Der Deutschlandfunk und das kommerzielle Missverständnis

Update: Ich hatte eben ein kurzes, aber nettes Telefonat mit Herrn Müller-Ullrich, der sich entschuldigt hat. Er hat wohl auch eine ganze Reihe von Mails bekommen. In der heutigen Sendung wird es eine kurze Richtigstellung geben, die auch dem Online-Artikel hinzugefügt wird. Vielen Dank für die prompte Reaktion.

Durch einen Hinweis von Mathias und dem kurz darauf folgenden Blogposting bei netzpolitik.org von Markus Beckedahl bin ich gestern auf den Beitrag „Freie Enzyklopädie?“ von Burkhard Müller-Ullrich aufmerksam geworden.

Dieser wurde im Rahmen der Sendung „Kultur heute“ des Deutschlandfunks ausgestrahlt (MP3) und hat mich so verärgert, dass ich meinem Unmut in einer E-Mail an den Leiter der Onlineredaktion Luft gemacht habe.

Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

mit wachsendem Unbehagen habe ich den Online-Artikel „Freie Enzyklopädie?“ von Burkhard Müller-Ullrich (online abzurufen unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/965806/) gelesen, der in dieser Version ja leider auch ausgestrahlt wurde.

Der Beitrag scheint auf einer Reihe von Missverständnissen zu basieren und enthält Fehler. Es ist sehr bedauerlich, dass kein Kontakt zur Wikimedia Foundation oder zum Wikimedia Deutschland e.V. gesucht wurde.

Die wichtigsten Kritikpunkte:

  • Der Autor behauptet, dass alle Autoren der Wikipedia ihre Texte unter die GPL-Lizenz stellen. Das ist faktisch falsch. Sämtliche Texte unterliegen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (GFDL).
  • Die Wikipedia hat es sich seit ihrer Gründung zur Aufgabe gemacht, Freie Inhalte zu schaffen. Unser Verständnis von Freiheit umfasst die folgenden Punkte:
    • Die Wiederveröffentlichung der Inhalte und deren Verbreitung muss erlaubt sein. Eine Nachnutzung ist explizit erwünscht.
    • Die Veröffentlichung abgewandelter Inhalte muss erlaubt sein.
    • Die kommerzielle Nutzung muss erlaubt sein.
  • Auch die GFDL erlaubt selbstverständlich die kommerzielle Nutzung. Die Wahl fiel zur Gründung auf diese Lizenz, weil es 2001 keine sinnvollen und einfacheren Alternativlizenzen gab, die unseren Zwecken genügt hätten.
  • Es steht innerhalb der Wikipedia NICHT zur Diskussion, die ganze Palette der Creative-Commons-Lizenzen zu nutzen. Das wäre auch rechtlich überhaupt nicht möglich. Zur Diskussion steht einzig und allein die Doppellizenzierung der Inhalte unter der GFDL und der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0“ (CC-BY-SA), die in Zusammenarbeit mit der Free Software Foundation (FSF) möglichst „GFDL-nah“ ausgestaltet wurde. Beide Lizenzen streben genau das gleiche Ziel an, die CC-BY-SA ist für Nachnutzer aber deutlich praktikabler. Anstatt den gesamten Lizenztext beizulegen, reicht die Angabe eines Links, der auf diesen verweist.
  • Nur um das noch einmal zu betonen: Selbstverständlich war immer eine kommerzielle Nutzung der Inhalte der Wikipedia möglich und selbstverständlich wurde in der Vergangenheit die geltende, sehr unpraktikable GFDL-Lizenz – im Gegensatz zur im Artikel aufgestellten Behauptung – von den Nachnutzern in den meisten Fällen eingehalten. Als Beispiele seien nur die verschiedenen CD- und DVD-Ausgaben der Wikipedia oder das gedruckte Wikipedia-Lexikon in einem Band genannt, die alle von kommerziellen Nachnutzern erstellt und vertrieben werden.

    Die letzte Wendung des Beitrags ist schließlich für mich gar nicht mehr nachzuvollziehen. Hier werden munter unfreie Gratis-Inhalte ins Spiel gebracht und Wikipedia-Autoren unterstellt, dass sie eine Vergütung für die Schaffung Freier Inhalte wünschen oder erwarten würden, sofern die erstellten Inhalte kommerziell genutzt würden. Mir ist ja bewusst, dass die Gemeinschaft der Wikipedia-Nutzer oftmals für Außenstehende eine schwer zu durchschauende Masse darstellt – aber solche unbelegten Thesen aufzustellen, die mit der Realität augenscheinlich wenig zu tun haben, ist dann doch ein starkes Stück.

    Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich in diesem Artikel die im Gegensatz sonst beim Deutschlandfunk positiv hervorstechende Qualität der Beiträge *stark* vermisst habe.

    Enttäuscht, Tim Bartel.
    Mitglied des Vorstands Wikimedia Deutschland e.V.

Ich bin gespannt ob ich eine Antwort erhalte und ob der Artikel nachgebessert wird.

Die Veröffentlichung des Ergebnis der Abstimmung über die Änderung der Lizenzbestimmungen, an der sich über 18.000 Wikipedianer beteiligt haben, wird für heute in Kürze erwartet.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (22 Bewertungen, Durchschnitt: 3,23 von 5)
Loading...

Wikimedia Deutschland wird 5

Dieses Jahr wird Wikimedia Deutschland 5 Jahre alt. Dazu möchten wir euch gern einladen:

* Wann? – Samstag, 13. Juni 2009, ab 19 Uhr
* Wo? – c-base in Berlin
* Wie? – groß, lustig und mit einigen Überraschungen

Wir bieten eine Rallye/Schnitzeljagd durch Berlin, leckeres Barbecue (Motto: „Hier grillt der Vorstand!“) und eine entspannte Atmosphäre unter den Mitgliedern und Freunden des Vereins. Details gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:5_Jahre_WMDE.

Wir freuen uns auf euch!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (18 Bewertungen, Durchschnitt: 2,56 von 5)
Loading...

Ein Heidelberger ruft zum Appell

Wer beispielsweise in Deutschland ein Buch schreibt und veröffentlicht, kann ohne weiteres Zutun rechtlichen Schutz für diese Arbeit beanspruchen. Als Autor darf er bestimmen, wer und zu welchen Konditionen dieses Buch gedruckt und verkauft wird. Wenn es sich für eine Verfilmung eignet, darf der Autor auch hier frei verhandeln und die Früchte seiner Arbeit einsammeln. Solange er lebt und 70 Jahre darüber hinaus darf mit diesem Werk nur jemand etwas anstellen, der sich vorher die nötigen Rechte dazu besorgt hat – entweder vom Urheber selbst oder von demjenigen, der sie vorher vom Urheber erworben hat. Ausnahmen regelt das Gesetz, beispielsweise im Hinblick auf die Verwendung von Texten in Schulbüchern oder bei Zitaten. Dieses Verwertungsmonopol, das automatisch dem Autor zugeschlagen wird, hat die erklärte Aufgabe, Kreativität zu fördern. Erst wenn der Autor über einen langen Zeitraum hinweg vollständige Kontrolle über sein Werk hat und daraus Profit schlagen kann, findet er nach dieser Überlegung den Anreiz, weitere Werke zu schaffen und damit den geistigen Reichtum des Landes, seinen wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zu mehren. Ähnliches gilt für einen Verleger, der gerne sicherstellen möchte, dass nur er derjenige ist, der ein bestimmtes Werk auf den Markt bringen kann – zu Preisen, die ihm die Bezahlung des Autoren, der Angestellten und der nötigen Betriebsmittel sichert.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (22 Bewertungen, Durchschnitt: 3,36 von 5)
Loading...

MediaWiki Entwicklertreffen

Am ersten Aprilwochenende (3.-5. April 2009) wird in der c-base in Berlin das MediaWiki Developer Meet-Up stattfinden. Eingeladen und angesprochen sind alle, die an MediaWiki arbeiten, Extensions schreiben, Bots bauen, auf dem Toolserver Skripte basteln oder anderweitig an den technischen Aspekten von Wikimedia interessiert sind. Wir freuen uns, dass wir uns jetzt doch noch treffen können, nachdem unsere Pläne für ein Treffen beim 25C3 geplatzt sind und auch die Alternative – ein Raum auf der FOSDEM – nicht zustande kam. Wer kommen mag, sollte sich bitte auf der Planungsseite eintragen.

Das Developer Meet-Up findet parallel zum Board-Meeting und dem Chapter-Meeting der Wikimedia Foundation statt – es werden also zu der Zeit noch viele weitere Wikimedianer in Berlin sein. Als Teil des Programms wird auch eine Party für alle in der c-base stattfinden, um euch die Gelegenheit für einen Austausch zwischen den verschiedenen Chapters, dem Board und den Entwicklern zu geben.

Das Meet-Up soll eine lockere, BarCamp-ähnliche Veranstaltung werden – Inhalt und Programm hängen also vor allem von den Teilnehmern ab. Das Ziel ist neue Aspekte von MediaWiki und Wikimedia kennenzulernen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Und natürlich einen Haufen Spaß mit Wiki-Hackern aus aller Welt zu haben!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (8 Bewertungen, Durchschnitt: 3,38 von 5)
Loading...