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Berliner Open Data Portal gestartet – Berlin gibt Daten frei

Mit daten.berlin.de hat Berlin heute als erstes Bundesland ein eigenständiges OpenData-Portal gestartet. Wirtschaftssenator Wolf, der Staatssekretär für Inneres Ulrich Freise, die Präsidentin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg Ulrike Rockmann und Ina Schieferdecker von Fraunhofer Fokus stellten das Portal auf einer Pressekonferenz vor. Einfach und zugänglich werden auf dem Berliner Open Data Portal ab sofort Metadaten-Informationen zu Freien Daten mit Berlinbezug an einer Stelle zentral gesammelt und zur Weiternutzung zur Verfügung gestellt.

Das Statistische Landesamt geht mit gutem Beispiel voran und veröffentlicht zum Start u.a.  Mikrozensus-, Wahl- und Beschäftigungsdaten. Auch nicht-staatliche Stellen können auf dem Portal Daten veröffentlichen. Die Datensätze für OpenStreetMap und (in Kürze auch) Wikipedia sind dort bereits zu finden.

Senator Wolf und Professorin Rockmann verwiesen darauf, dass das Portal eine gute Möglichkeit sei, die mit Steuergeldern produzierten Daten aus der Verwaltung dem Bürger auch öffentlich zu machen. Staatssekretär Freise betonte, dass der Wandel hin zur offenen Verwaltung auch für die Behörden selbst ein neues Zeitalter darstellt. Weitere Daten werden nach und nach folgen.

Auch wenn das Portal wenige Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl gestartet ist, ist nicht zu befürchten, dass es nach der Wahl wieder verschwindet. In ihren Antworten auf die Wikimedia Wahlprüfsteine befürworten alle antwortenden Parteien eine offene Informationspolitik im Sinne der Berliner Open Data Agenda.

Auch in den Wahlprüfsteinen zu Open Data vom Digitale Gesellschaft e.V., auf die Netzpoltik.org noch mal hinweist, sichern die antwortenden Parteien explizit eine Unterstützung des Berliner Open Data Portals zu (Seite 3 im PDF).

Im Bereich „Interaktion“ des Portals wird um Feedback und aktive Mitwirkung gebeten. Im Moment sind zum Beispiel die Datensätze der Umweltverwaltung zwar frei zugänglich, aber noch nicht frei weiternutzbar. Es gibt also auch in Zukunft noch genug zu tun, mit dem Hinweis auf das offizielle Open Data Portal sollte in Berlin die Veröffentlichung und Nutzung von Daten aus der Verwaltung ab sofort etwas einfacher möglich sein. Konkrete Wünsche nach Daten für das Portal sind willkommen, freundliche Hinweise auf das Portal an Stellen, die interessante Daten zur Verfügung stellen könnten sicher hilfreich sein.

Als Mitunterstützer des Berlin Open Data Days im Mai und der Berliner Open Data Agenda freuen wir uns über den Start des Portals und viele Freie Daten, die dort zukünftig zu finden sein werden.

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Wikimedium – Ein Buch in der Zeitung!

Das Buch zum zehnjährigen Wikipedia-Jubiläum ist Titelthema der neuen Ausgabe unserer Vereinszeitung. Die Wikimedium ist jetzt erschienen und gibt nicht nur optisch einen ersten Eindruck des fertigen Werks. Man erfahrt Einiges über die Enzyklopädie und die Menschen, die Wikipedia machen und nutzen. Insgesamt rund 100 Autoren haben zur Erstellung des Buches beigetragen. Und nicht nur das: ‚Alles über Wikipedia‘  ist bislang das erste Buch unter freier Lizenz, das von einem großen deutschen Verlagshaus – Hoffmann und Campe – veröffentlicht wird. Ab 14. September 2011 ist es im Buchhandel erhältlich.

Die Herbstausgabe der Wikimedium hat aber noch mehr zu bieten: Aktive aus den verschiedenen Wikimeda-Projekten berichten unter anderem über die freie Nachrichtenquelle Wikinews, über die Arbeit mit Schülern für Wikipedia oder über Fotoflüge für Wikimedia Commons. Es gibt Hintergrundwissen zu Kooperationen zwischen Museen und Wikipedia-Autoren und Informationen über die Arbeit des Vereins. In verschiedenen Interviews kommen unter anderem Spender zu Wort und ein Mitglied der Enquetekommission Internet und Digitale Gesellschaft erklärt, was „flüssige Demokratie“ bedeutet.

Wir möchten uns an dieser Stelle wieder ganz herzlich bei allen freiwilligen Autoren bedanken, die mit der neuen Wikimedium die Gelegenheit genutzt haben, über ihr Engagement für Freies Wissen zu schreiben!

Kostenlos bestellen!

Die gedruckte Version der Wikimedium kann wie immer kostenlos unter redaktion@wikimedium.de abonniert werden. Außerdem versenden wir gern Ausgaben zur Verteilung auf Stammtischen oder Veranstaltungen. Ebenso kann auch unser weiteres Informationsmaterial und Wikipedia-Give-aways in der Geschäftsstelle angefordert werden. Details dazu sind in diesem Blogpost zu finden, Bilder gibt es hier. In allen Fällen genügt eine kurze Mail mit Postanschrift an die Redaktionsadresse. Schreibt uns!

Die letzte Wikimedium des Jahres wird ausnahmsweise nicht im Dezember erscheinen, sondern schon im November zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland. Wie immer freuen wir uns auf Eure Themen und Mitarbeit!

Viel Spaß beim Lesen!

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Aktuelles aus dem Wikipedia-Schulprojekt

Gut 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler nutzen Wikipedia regelmäßig (KIM-Studie 2010), bei Lehrern liegt der Anteil für die Unterrichtsvorbereitung sogar noch höher („Bildungsstudie: Digitale Medien in der Schule“, (N)Onliner Atlas 2011 der Initiative D21). Die Aufklärung über einen kompetenten Umgang mit Freiem Wissen ist daher besonders wichtig.
Wer in die Schulen geht, merkt bald, dass es nicht ausreicht, freie Inhalte zu erschaffen und sie allgemein verfügbar zu machen, man muss auch zum richtigen Umgang damit anleiten und das heißt im Fall von Wikipedia: Zu einem kritischen Umgang. Dies ist das Ziel des Wikipedia-Schulprojekts, das unter dem Motto „Wikipedia macht Schule“ freiwillige Referenten an Schulen und Universitäten entsendet. In Workshops wird das Verständnis für Freies Wissen bei Schülern, Lehrern, Lehramtstudenten und Pädagogen verbessert und der kritische Umgang mit der freien Enzyklopädie erlernt. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in das Projekt und lernen anhand verschiedener Aufgaben die Qualitätssicherung in Wikipedia kennen. So können sie Wikipedia besser verstehen und die Qualität der Artikel besser einschätzen.

Das Referentennetzwerk ist in diesem Jahr richtig in Fahrt gekommen und Wikipedianer und Medienpädagogen sind seitdem in allen Teilen Deutschlands unterwegs, um im Bildungsbereich Medien- und Informationskompetenz im Umgang mit freien Inhalten zu vermitteln.
Die Rahmenbedingungen für die Veranstaltungen sind dabei höchst unterschiedlich: Die Referenten organisieren Workshops für die Lehrerfortbildung schwerpunktmäßig an Gymnasien und an Oberschulen ebenso wie für Lehrer in der Referendarausbildung. Das Schulprojekt wurde zu Projektwochen eingeladen sowie zu einmaligen Veranstaltungen und Übungen, in denen Schüler auf die Webrecherche für eine Jahresarbeit vorbereitet werden. Außerdem wird das Projekt auch bei Lehrertagungen und bei BarCamps vorgestellt. Über diese Veranstaltungen wurde auch häufig in der Presse berichtet, beispielsweise in der waldorfpädagogischen Zeitschrift Erziehungskunst, sowie in den Webauftritten der Schulen, besonders ausführlich auf der Website des Privaten Gymnasiums Marienstatt. Auch an einer Grundschule konnten wir im August erfogreich ein Pilotprojekt durchführen, in dem Fünftklässler spielerisch Wikipedia kennenlernen konnten. Aktuelle Bilder aus dem Projekt finden sich auf Wikimedia Commons. Regelmäßig berichten wir auch in unserem Monatsbericht über das Schulprojekt.

Im Rahmen des Projekts wird deutlich, dass die meisten Benutzer vieles, was für die alten Hasen unter den Wikipedianern schon selbstverständlich geworden ist, erst durch das Schulprojekt kennenlernen – vom elementaren Arbeiten mit dem Wiki (Diskussionsseite und Versionsgeschichte zu einem Artikel) über das richtige Zitieren einer Quellenangabe aus Wikipedia bis hin zur Verwendung von Bildern aus dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons auf der Schul-Website mit der korrekten urheberrechtlichen Angabe gemäß der jeweiligen Lizenz, unter der das Werk dort verfügbar ist.

Zwei Mal im Jahr finden Treffen der Referenten statt, die dem Erfahrungsaustausch und der Weiterbildung dienen. Vom 26. bis 28. August 2011 trafen sich in diesem Rahmen rund zwanzig Referenten des Schulprojekts zu ihrem vierten „SchulCamp“ in Nürnberg. Dabei galt es, Konzepte weiter zu entwickeln und die nächsten organisatorischen Schritte gemeinsam zu besprechen.
Ort des Geschehens war der CoWorking-Space in Nürnberg, der mit seiner arbeitsfreundlichen Atmosphäre maßgeblich zum Erfolg des Treffens beitrug. Die meisten aktiven Referenten waren schon von Anfang an im Schulprojekt dabei, einige sind neu hinzugestoßen und wurden nun intensiv auf bevorstehende Einsätze vorbereitet. Dies geschah unter anderem in einem offenen Workshop, der zu Beginn des Treffens sowohl interessierte Coworker als auch neue Referenten über Wikipedia informierte. Am zweiten und dritten Tag arbeiteten alle beteiligten Referenten an den Inhalten der Schulungen und daran, die bisherigen Erfahrungen in die Inhalte und Konzepte einfließen zu lassen. Das Camp zeigte, wie wichtig der persönliche Austausch für die Arbeit in einem Referentennetzwerk ist und wie hilfreich es ist, sich gegenseitig unterstützen zu können. Am Ende des Wochenendes konnten wir auf eine lange Liste erarbeiteter Inhalte zurückblicken und sind nun bereit für ein neues Schuljahr mit dem Wikipedia-Schulprojekt. Nächste Schritte sind nun, neben der Durchführung weiterer Workshops, auch die Erarbeitung von Handreichungen für Lehrer.

Das Schulprojekt ist weiterhin auf der Suche nach neuen Referenten, vor allem im hohen Norden, in Niedersachsen und in Bayern. Wikipedianer oder Pädagogen, die am Schulprojekt mitarbeiten möchten, können sich bewerben mit einer Mail an schule@wikimedia.de. Diese Adresse gilt übrigens auch für Lehrer, die uns an ihre Schule einladen möchten. Wir freuen uns auf Eure Anfragen und Anregungen!

Es grüßen,
Jürgen F. und Elly K.

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Veranstaltung Wikipedia für Berlin – Berlin für Wikipedia?

Photo: Andreas Praefcke (CC-BY-3.0)

Am morgigen Freitag, den 02. September 2011, wollen wir ab 19 Uhr im Berliner Radialsystem darüber sprechen, wie das Wissen Berlins gesammelt und unter Freier Lizenz der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann. Wir erläutern wie Wikipedia funktioniert und welche Rolle das freie Medienarchiv Wikimedia Commons dabei spielt. Wie kann Berlin von Wikipedia profitieren – einem Gemeinschaftsprojekt von Freiwilligen aus aller Welt, die das Wissen der Welt sammeln und frei zur Verfügung stellen? Und wie kommt das Wissen Berlins zu Wikipedia?

Wir sprechen unter anderem über Wiki Loves Monuments und Wikipedia muss Weltkulturerbe werden! Am Gespräch nehmen u.a. teil:
– Hauke Gierow/Stefan Wehrmeyer (Open Knowledge Foundation Deutschland)
– Kilian Kluge (Wiki Loves Monuments)
– Pavel Richter (Wikimedia Deutschland)
– Michelle Thorne (Mozilla Foundation)
– John Weitzmann (Legal Project Lead von Creative Commons Deutschland)
– Dr. Christine Wolf (Landesdenkmalamt Berlin)

Hier noch die Adresse. Kommt zahlreich!

Berlin Agora im
RADIALSYSTEM V
Holzmarktstr. 33
10243 Berlin
Alle weiteren Informationen findet Ihr auf der Seite von Berlin Agora und bei Facebook.

Weitere Veranstaltungen in anderen Städten sollen nach der WikiConvention stattfinden: zum Beispiel in Köln/Bonn, Hamburg und in Süddeutschland. Möchte jemand eine Veranstaltung in einer bestimmten Stadt mit unterstützen? Oder gibt es Orts- bzw. Gästewünsche? Dann bitte einfach kurz Bescheid sagen bitte!

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WissensWert – Berichte aus den Projekten III

Wir berichten regelmäßig über den Fortschritt in den verschiedenen WissensWert-Projekten. Hier kommt nun der dritte Teil mit teils beachtlichen Neuigkeiten.

Die Betreuung und Begleitung der Projekte haben verschiedene Mitarbeiter bei uns übernommen, sie stehen den Projektpartnern als Ansprechpartner bei allen Fragen und Wünschen zur Verfügung und unterstützen bei der Bekanntmachung der Projekte und Ergebnisse. Diese Dokumentation soll dabei für die Projektpartner keine lästige Pflicht sein, sondern die Chance, ihr Projekt einer größeren Zielgruppe und Öffentlichkeit vorzustellen, neue Kontakte im Bereich Freies Wissen zu knüpfen und darüber Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte erhalten.

1 Freies Wissen als Hörbarer Podcast

Projektpartnerin: Tabitha Hammer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen. Tabitha hat das Studio fertig eingerichtet und in Betrieb genommen. Vor kurzem ist auch die Box geliefert worden, die das i-Tüpfelchen ausmacht: Das Tonstudio ist nun wirklich mobil und kann für die Erstellung freier Inhalte ausgeliehen werden. Tabitha freut sich über Anfragen und Kontakt, egal ob ihr das Studio in Köln oder die mobile Version bei euch vor Ort benutzen möchtet.

Als nächstes größeres Projekt ist geplant, geeignete Wikipedia-Artikel zum Thema Weltkulturerbe zu identifizieren und einzusprechen. Gemeinsam mit der Geschäftsstelle soll auch hieraus wieder eine CD zusammen gestellt werden. Auch hier wäre es prima, wenn Tabitha einige Mitstreiter finden würde, die sie dabei unterstützen. Habt ihr Lust?

8 Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte.

Projektpartner: Jan-Christoph Borchardt
Begleitung bei Wikimedia: Mathias Schindler
Status: Das Projekt Libreprojects befindet sich bereits in der Umsetzung. Jan schreibt:

Die Seite ist nun per Weboberfläche von Transifex übersetzbar: http://transifex.net/projects/p/libreprojects/. Sonst gibt es noch nichts Neues, da ich gerade mit meiner Thesis beschäftigt bin. Planung und Todos sind auf http://libreprojects.net/plan zu finden.

40 Luftbilder für OpenStreetMap

Projektpartner: Marc Gehling
Begleitung bei Wikimedia: Boris Marinov
Status: Das Projekt befindet sich in der Umsetzung. Marc schreibt:

Der Vertrag mit Aerowest ist ausgehandelt und unterzeichnet, sodass der Zugriff auf die Luftbilder für die OSM-Nutzer sichergestellt ist. Er erfolgt mittels „User osm / osmonly“ und eine Anleitung und alle Infos zur Verwendung der Luftbilder sind hier zu finden. Die Abstimmung mit der Göttinger Community ist ebenfalls fortgeschritten und wird in den nächsten Tagen abgeschlossen. Seit gestern ist die Freigabe erteilt, im Forum und auf der Mailinglisten werden Tips ausgetauscht, wie mit den Editoren auf die Bilder zugegriffen werden kann. Neben einigen Nachfragen zum Umfang der erlaubten Verwendung bekommt das Projekt insgesamt positive Reaktionen.

48 Motivationsfilm für Creative Commons

Projektpartner: Amadeus Wittwer
Begleitung bei Wikimedia: Catrin Schoneville
Status: Das Projekt ist abgeschlossen, der Film wurde veröffentlicht. Mehr dazu im Blogpost: WissensWert-Gewinner veröffentlichen Motivationsfilm für Creative Commons.

59 Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services

Projektpartnerin: Annette Thurow
Begleitung bei Wikimedia: Nicole Ebber
Status: Vereinbarung wurde noch nicht erstellt, es wird zusätzlich Förderung bei weiteren Stellen beantragt. Annette schreibt:

Leider haben wir mit unserem Projektpartner erstmal eine Schlappe erlitten, die Fördergelder von der Uni sind nach derzeit gültigen Richtlinien nicht bewilligt worden. Ab 1.7.2011 gelten neue Richtlinien, dann werde ich erneut versuchen an der Uni Paderborn eine Förderung zu erlangen. Dummerweise ist „Projekt wurde noch nicht begonnen“ bei vielen Geldgebern eine Bedingung, die mich davon abhält, loszulegen. Ich bin dabei weitere Förderungsmöglichkeiten zu beantragen, außerdem ist ein Spendenkonto-Verwendungszweck eingerichtet worden bei der FOSSGIS e.V. für das Kartenportal.

60 WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen

Projektpartner: Werner Jansen, Ahmet Emre Acar
Begleitung bei Wikimedia: Sebastian Sooth
Status:  Das Projektteam hat Prototypen für die Präsentation der Videos entwickelt und bereitet jetzt die technische Umsetzung vor. Zum Stand der Videos schreibt Werner:

Damit wir uns für den Anfang nicht im thematisch uferlosen verlieren, haben wir für die ersten Videos das Badische Landesmuseum in Karlsruhe als Kooperationspartner gewonnen. Hier wird gerade eine Ausstellung für 2012 vorbereitet, die sich mit der „Identität Badens“ beschäftigt und dabei auch den Bewohner Badens in den Mittelpunkt rücken möchte – mit kleinen Videoclips. […] Das ZKM ist auch beteiligt.

63 Public Domain Projekt

Projektpartner: Carl Flisch, Philippe Perreaux
Begleitung bei Wikimedia: Denis Barthel
Status: Vereinbarung wurde erstellt und unterschrieben. Der Laserplattenspieler zur Digitalisierung alter Schelllackplatten wurde bestellt, hat aber eine Produktionszeit von einem halben Jahr. Hier gibt es eine ausführliche Beschreibung zum Projekt: WissensWert: Public Domain Projekt

68 WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten

Projektpartner: Andreas Bietenbeck
Begleitung bei Wikimedia: Daniel Kinzler
Status: Die Vereinbarung wurde unterzeichnet und die Fördersumme wurde überwiesen. Weitere Informationen folgen.

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WikiConvention – Wissen fängt mit W an

Noch zwei Wochen Zeit, um sich für die WikiConvention in Nürnberg anzumelden. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem von der gemeinnützigen Nürnberger Medienakademie, die in Abstimmung mit Wikimedia Deutschland eine Pressemitteilung zur WikiConvention veröffentlicht hat. Wir haben die Mitteilung ebenfalls über unsere Pressekontakte verbreitet. Weiter unten findet ihr den Haupttext.

 
P.S. Anmelden ist prima, …und darüber reden natürlich auch. Das allgemeine Hashtag zur WikiConvention ist #wikicon.

 

Pressemitteilung — Berlin, 29.07.2011

Wissen fängt mit W an

WikiConvention 2011 vom 9. bis 11.9.2011 am Bildungszentrum der Stadt Nürnberg.

Zur WikiConvention 2011 lädt der gemeinnützige Verein Wikimedia Deutschland Wikipedianer und alle, die es werden wollen, für den 9. bis 11. September nach Nürnberg ein. Der Kongress richtet sich mit Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Exkursionen an Interessierte, die mehr über Wikipedia erfahren und am Wissensaustausch teilnehmen wollen. „Das ist eine tolle Gelegenheit die unterschiedlichen Akteure im Wikipedia-Umfeld zusammenzubringen“, freut sich Projektmanagerin Nicole Ebber. Beim Kongress berichten Referenten aus Wissenschaft, Politik und Medien. Artikel zu lebenden Personen, Urheberrechtsfragen oder rechtliche Aspekte der Fotografie sind nur einige der Themen, die hier diskutiert werden. Schwerpunktthema ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, aber auch Schwesterprojekte wie das freie Medienarchiv Wikimedia Commons, Wikisource und andere werden berücksichtigt.

Die WikiConvention wendet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern will möglichst viele Menschen erreichen. Menschen, die sich für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung von frei zugänglichem Wissen interessieren, sind herzlich eingeladen. Wikimedia Deutschland, Hauptförderer des Treffens, rechnet mit 200 Teilnehmern. Die Wikimedia-Vereine aus Österreich und der Schweiz sowie die Nürnberger Medienakademie unterstützen den Kongress. Für Gerd Seidel vom Nürnberger Organisationsteam geht es bei der WikiConvention 2011 um „Freies Wissen für alle“. In Kooperation mit dem Bildungszentrum der Stadt Nürnberg findet am Samstag, den 10. September 2011, ab 19 Uhr eine Podiums-Veranstaltung unter dem Motto „Zehn Jahre Wikipedia: Freies Wissen für alle“ statt. Für Hörfunk und online stehen Audiodownloads mit Gerd Seidel und Nicole Ebber, Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland, bereit.

Anmeldeschluss zum Kongress ist der 15. August 2011. Unter http://de.amiando.com/wikicon11.html kann das Anmeldeformular abgerufen werden. Die Teilnahme mit Unterkunft und Verpflegung kostet 60 Euro. Wer keine Übernachtung braucht, zahlt nur 30 Euro. Weitere Infos unter wikicon@wikimedia.de

[…]

Zur vollständigen Pressemitteilung.

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eLitstip für das Projekt:Afrika der Wikipedia

„eLitstip“ – dieses kryptische Kürzel ist der Name einer Spielart des Wikipedia-Literaturstipendiums von Wikimedia Deutschland. Während letzteres einzelnen Autoren teure Fachbücher zur Verfügung stellt, damit diese anhand besonders hochwertiger Literatur in der Wikipedia aktiv sein können, ist das eLitstip breiter angelegt und soll Gruppen von Wikipedianern ganzer Fachbereiche Zugänge zu elektronischen Literaturdatenbanken bereitstellen. So verfügen die Biologie-Autoren seit 2009 über Zugänge zu BioOne und jene zum Thema Chemie seit Anfang 2011 über Zugänge zu dem deutschsprachigen Standardwerk der Chemie, dem RÖMPP.

Seit heute steht ein solches Paket auch für Autoren des WikiProjektes Afrika zur Verfügung, mit dem Web-Archiv Allafrica.com wird ihnen eine umfangreiche Ressource afrikanischer Medien zur Gegenwartsgeschichte bereitgestellt. Die darin enthaltenen Beiträge von über 130 afrikanischen Tageszeitungen, Nachrichtenagenturen und anderen Anbietern ermöglichen den Autoren, den Artikelbestand zum Thema Afrika um spezifisch afrikanische Stimmen und Perspektiven zu bereichern. Wir freuen uns, diese Initiative aus der Autorenschaft unterstützen zu können und hoffen, dass dieses Beispiel weitere Autoren und Fachbereiche ermutigt, mit Literaturwünschen an Wikimedia Deutschland heranzutreten.

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WissensWert: Public Domain Projekt

Das Public Domain Projekt von Carl Flisch und Philippe Perreaux ist eines der Gewinner im Ideenwettbewerb WissenWert 2010. Hier beschreiben die beiden, was es mit ihrem Projekt auf sich hat:

Der US-amerikanische Physiker Charles Sumner Tainter hätte wohl nie gedacht, dass mit der Herstellung seiner ersten Wachsplatte am 8. November 1881 ein neues Zeitalter in der Tonträgerproduktion beginnt und sich die Musikkonserven zukünftiger Generationen sprichwörtlich um die „Scheibe“ drehen werden. Emil Berliner, der geistige Vater der heutigen Schallplatte, der von den nicht-veröffentlichten Studien seines amerikanischen Zeitgenossen nichts ahnte, meldete im Jahr 1887 ein Patent für einen scheibenförmigen Tonträger inkl. Aufnahme- und Abspielgerät an. Aus der teuren Hartgummiplatte entwickelte er später die preiswertere Schellackplatte auf Basis von Baumwollflocken, Schieferpulver, Ruß und Schellack.

Um die Jahrhundertwende begann die Massenproduktion der Schellackplatte, deren Siegeszug erst 1955 durch die Vinylplatte abgelöst wurde. Thomas Alva Edison, der geistige Vater der „praktisch nutzbaren Glühlampe“ erfand im Jahr 1877 den Phonographen. Seine Wachswalzen (die sogenannten „Phonographen-Zylinder“) waren die Vorreiter der Schallplatte, auf denen um 1888 die ersten Musikaufnahmen in Produktion gingen. 1911 stellte Edison sein eigenes Schallplattenformat der Weltöffentlichkeit vor. Im Gegensatz zu Emil Berliner’s Seitenschrift (horizontale Auslenkung des Stichels) verwendete dieses System ausschliesslich die von den Wachswalzen bewährte Tiefenschrift (vertikale Aufnahmetechnik). Die unzerbrechlichen, jedoch 5mm dicken Schallplatten auf Basis von Holzmehl und Lösungsmitteln konnten ausschliesslich mit dem „Diamond Disc Phonograph“ abgespielt werden, die Stahlnadel eines herkömmlichen Plattenspielers hätte die dünne Harzschicht beschädigt.

Durch ein verbessertes Verfahren startete Edison ab 1926 die Produktion der ersten Langspielplatten mit einer Aufnahmekapazität von 24, später sogar 40 Minuten. Aber Edisons Unnachgiebigkeit, die Nutzung seines Patents Mitkonkurrenten zur Verfügung zu stellen, besiegelte im Zuge der Weltwirtschaftskrise 1929 das Ende der Diamantschallplatte.

Das Public Domain Projekt setzt sich für die Erhaltung und Nutzbarmachung der beschriebenen historischen Tonträgerformate sowie seiner Musikkonserven für die Nachwelt ein. Es ist am 15. Januar 2009 im Gedankenaustausch von Carl Flisch und Philippe Perreaux entstanden. Die Freundschaft zwischen beiden brachte die Idee hervor, das gesammelte Repertoire von Carls Internetradiosender „RadioCrazy Classical&Jazz“ für die Nachwelt zu erhalten und das so entstehende Archiv öffentlich zugänglich zu machen.

Das PD Projekt besteht aus folgenden Teilprojekten:

  • Den Public Domain Pool, ein Ton- und Tonbildträgerarchiv dessen Bestand in digitalisierter Form von jedermann genutzt werden kann.
  • Das Public Domain Wiki, eine Freie MusikenzyklopädieFreie Musikenzyklopädie die den kompletten Bestand des Public Domain Pools katalogisiert und alle bekannten Informationen zu einem Musikwerk beinhaltet.
  • Das Public Domain Radio, das die historischen Aufnahmen als Radioprogramm ins Internet sendet.
  • Die Schweizerische Stiftung Public Domain ist die Körperschaft, die hinter dem Public Domain Projekt steht.

Am 15. Oktober 2010 nahmen wir auf Hinweis von Philippe Perreaux am ersten WissensWert-Wettbewerb der Wikimedia Deutschland teil. Es war uns zuvor nicht gelungen, einen Sponsor für die Digitalisierstation – Hauptbestandteil des Projekts – zu finden. Pünktlich zum Samichlaus (Nikolaustag) informierte uns Wikimedia Deutschland, dass unser Projekt im Jahr 2011 finanziell unterstützt wird. Die Nachricht kam für uns überraschend. Wir sind Wikimedia Deutschland zu grossem Dank verpflichtet – ohne die grosszügige Bereitstellung des dringend benötigten Laserplattenspielers hätte das Projekt nicht gestartet werden können.

Teil unserer Vereinbarung mit Wikimedia ist, sämtliche durch uns erstellten Digitalisate dem Projekt Wikimedia Commons zuzuführen. Wir hoffen sehr, dass durch unseren Beitrag das Public Domain Projekt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich wird und wir auch gute Autoren finden, um unseren Traum einer Freien Musikenzyklopädie als Teil des PD Projekts zu realisieren.

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WissensWert-Gewinner veröffentlichen Motivationsfilm für Creative Commons

Im Rahmen unseres Ideenwettbewerbs WissensWert 2010 zur Förderung Freien Wissens wurden von der Community und einer Jury aus 93 Einsendungen acht auserwählt und finanziell unterstützt.

Der Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer und seinem Projektteam ist nun online:

Motivationsfilm für Creative Commons from Amadeus Wittwer on Vimeo.

Der Motivationsfilm für Creative Commons ist eine Art Werbefilm für Creative Commons, der Kreativen, Kultur-­ und Medienschaffenden sowie Wissenschaftlern dazu ermuntert, die geschaffenen Inhalte in die kulturelle Allmende einfliessen zu lassen. Im Film wird die Lizenz, die Nutzung und derer Entstehungsgeschichte erläutert.

Dieser Film steht unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz und übertrifft damit erfreulicherweise sogar die Wettbewerbsvoraussetzung, die Ergebnisse „mindestens“ unter einer CC-BY-SA zu veröffentlichen. Wer also Lust hat, den Film selber vorzuführen, weiter zu geben, ihn zu remixen oder zu übersetzen (hint, hint!) ist herzlich eingeladen, dies zu tun. Herzlichen Glückwunsch ans Filmteam für diese tolle Arbeit!

Mitwirkende
Projektleitung: Amadeus Wittwer www.2hofnarr.ch
Regie&Cut&Animation: Adrian Scherzinger www.edprojects.ch
Illustration: Regina Wittwer www.regains.ch
Ton&Sounds: Alain Stoll www.jectified.com
Sprecherin: Sarah Judith Bürge
Sprecher: Philipp Bürkler
Textkorrekturen: Claude Fankhauser, Dirk Dienel
Übersetzung: Barbara Müller www.fepafrika.ch
Finanzierung: Verein Wikimedia Deutschland e.V.

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WikiConvention 2011: Jetzt anmelden!

Vor einem Monat hatten wir es hier schon angekündigt: Vom 9.-11. September 2011 findet in Nürnberg die WikiConvention statt. Die Veranstaltung spricht Community-Mitglieder der deutschsprachigen Wikimedia-Projekte an und stellt eine Plattform für Austausch, Diskussion und Kollaboration bereit. Neben Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussionen werden offene Veranstaltungsformate viel Freiraum für neue Ideen und Aktivitäten bieten.

Heute wurde die Anmeldung eröffnet: Unter http://de.amiando.com/wikicon11 könnt ihr euch für die WikiCon registrieren.

Die Veranstaltung wird ehrenamtlich organisiert durch Community-Mitglieder aus Nürnberg und Umgebung, in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Medienakademie. Finanzielle Unterstützung kommt außerdem von Wikimedia Östereich und Wikimedia Schweiz. Wir bei Wikimedia Deutschland freuen uns sehr, die Veranstaltung als Hauptsponsor sowie bei allen logistischen und organisatorischen Fragen unterstützen zu können.

Wer sich als Helfer oder Sprecher engagieren möchte ist herzlich willkommen, sich auf der Projektseite zu melden. Ebenso werden dort noch weitere Programmvorschläge gesammelt.

Für alle Ideen und Anregungen stehen Johannes Rohr und ich ich bei WMDE gerne zur Verfügung. Das Nürnberger Orga-Team erreicht ihr unter wikicon (at) wikimedia.de.

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