Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Wikimedia Deutschland auf der re:publica

Auf der re:publica 2012 vom 2. bis 4. Mai präsentiert sich Wikimedia Deutschland erstmalig an allen drei Tagen mit einem eigenen Stand und insgesamt 12 Sessions, um über Freies Wissen aufzuklären. Themen rund um Wikipedia und die Schwesterprojekte der freien Enzyklopädie stehen im Fokus. Warum benötigt Wikipedia mehr weibliche Autoren? Wo liegen die Chancen und Probleme freier Inhalte im Bildungsbereich? Was ist relevant für die Enzyklopädie? Wäre Wikipedia auch ohne Internet möglich?

Am Mittwoch starten wir mit einer Einführung in Wikimedias neuestes Projekt: Wikidata, die freie Wissensdatenbank. Der Donnerstag steht im Zeichen der richtigen Weiternutzung freier Inhalte. Am Freitag werden viele Blicke auf die praktische Arbeit der Menschen hinter Wikipedia geworfen.

Trefft uns auf der re:publica und erfahrt mehr über Freies Wissen! Wir freuen uns auf das Gespräch mit Euch in Halle 3, Stand 12!

Auszüge aus dem Programm

Wikidata – The Next Big Thing
Mi, 2.5.: 14.45 Uhr

Frauen in die Wikipedia!
Mi, 2.5.: 16.00 Uhr

CC:Bildung (freie Inhalte im Bildungsbereich)
Do, 3.5.: 11.15 Uhr

Wenn die Zeit mal wieder knapp ist – Wikimedia Commons für Bildprofis
Fr, 4.5.: 11.15 Uhr

 

Das vollständige Programm für alle Aktivitäten am Wikimedia-Stand bietet noch weitere spannende Themen. Bei Fragen oder Terminabsprachen wendet Euch gerne an catrin.schoneville@wikimedia.de.

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Wikipedian in Residence für das Stadtmuseum Berlin

Egon Schiele, Porträt des Max Oppenheimer (1910)

Der Eintritt gestaltet sich etwas schwierig. Im Obergeschoss des altehrwürdigen Ephraim-Palais drängeln sich die Besucher. Eine begehbare Installation bildet den ersten Knotenpunkt eines Netzwerks, das sich in roten Linien durch den gesamten Ausstellungsparcours schlängelt. In den engen Kabinetten finden sich biografische Spuren von Menschen, Videoaufzeichnungen und Artefakte, die zunächst so wirken, als habe man die Geschichte Berlins durch den Mixer gedreht. Der so innig geliebte und tragisch geendete Entertainer Harald Juhnke schreitet noch einmal die Showtreppe hinab, gleich daneben hängt ein Portrait des expressionistischen Malers Max Oppenheimer. In der Ecke des Raumes, aufgebahrt auf einem kleinen Tisch, liegt die Gründungsurkunde der Stadt Cölln von 1237, die heute die faktische Grundlage sämtlicher Stadtjubiläen von Berlin bildet.

Anlässlich des 775. Stadtjubiläums zeigt die Stiftung Stadtmuseum Berlin vom 17.4. – 28.10.2012 die Ausstellung BERLINmacher. Sie versammelt die Lebensgeschichten von 75 historischen Persönlichkeiten und 700 heutigen Stadtbewohnern. Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) hatten sie danach befragt, was Berlin denn für sie ausmache. Resultat ist ein spannendes Kaleidoskop von Stimmen und Stimmungen in einem urbanen Umfeld, das spätestens seit dem 19. Jahrhundert einem rasanten Wandel unterworfen war.

Warum erzähle ich das?

Schon durch die Anlage des Projekts, Biografien und historische Ereignisse in Form eines Netzwerks zu organisieren, verhält sich BERLINmacher im Grunde kongenial zur Wikipedia. Auch hier bilden sich Verbindungen zwischen einzelnen Elementen, auch hier geht es um das Ringen einer möglichst “neutralen” Einordnung von menschlichem Handeln und historischen Begebenheiten, auch hier ist der Betrachter immer aufgefordert, Informationen kritisch zu hinterfragen und miteinander zu verknüpfen. BERLINmacher ist ein Bildungsprojekt, das mit analogen Mitteln die Begrenztheit einer hegemonialen und linearen Wissensordnung im digitalen Zeitalter hinterfragt.

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin sah bereits in der Vorbereitung der Ausstellung das Potenzial, über existente oder noch fehlende Artikel in der Wikipedia eine Verknüpfung zum Kontext Freien Wissens zu schaffen. Initiiert von Präsidiumsmitglied Sebastian Wallroth kam es zu zwei Treffen mit Vertretern von Wikimedia Deutschland. Dabei kamen wir schnell überein, dass das im Wikimedia-Kontext immer beliebter werdende Konzept eines “Wikipedian in Residence” eine gute Möglichkeit sein könnte, die Verzahnung von analoger Ausstellung und Online-Enzyklopädie voranzutreiben.

Grundidee des Vorhabens ist, die im Museum für das befristete Ausstellungsvorhaben erarbeiteten Inhalte nachhaltig als Bildungsgut im Internet bei Wikipedia für jedermann zugreifbar zu machen. Die bestehenden Inhalte auf Wikipedia sollen durch die Ausstellungsinhalte aktualisiert sowie die Museumspädagogik um den Einsatz von MediaWiki erweitert werden. Darüber hinaus soll das Projekt den Impuls geben, die Inhalte des Museums durch die Wikipedia-Community zu erweitern und gegebenenfalls auch neue Erkenntnisse für die Museumsarbeit zu generieren. Bereits verabredet ist, dass die Stiftung Stadtmuseum einen Sonderöffnungstermin für die Wikipedia-Community als Austauschplattform von Museums- und Netzkuratoren anbietet.

Die Residency bildet den Jahresauftakt all jener Maßnahmen, die Wikimedia Deutschland in seiner neuen “Mission Kultur” in Angriff nehmen möchte. Alle Details zur Stellenausschreibung finden sich hier.

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Morgen Tag der offenen Tür

Unsere Tür steht am Freitag allen Wikipedianerinnen, Wikipedianern und Freiwilligen der weiteren Projekte offen. Auch Freundinnen und Freunde sind gern gesehen.

Die neue temporäre Geschäftstelle (Bild: Christoph Jackel, Lizenz: cc-by-sa 3.0)

Das ganze Team der Geschäftsstelle freut sich sehr auf euch: Am 20. April ab 16 Uhr in den neuen temporären Räumen in der Kreuzberger Obentrautstraße 72 im 1. Stock: den Plan findet ihr bei Geohack

Zu einem weiteren Termin, auf den wir sehr gespannt sind, laden wir euch am Sonntag, den 22. April ein:  ab 10:00 Uhr werden die deutschsprachigen Mitglieder und Kandidat/innen des Board of Trustees der Wikimedia Foundation mit euch diskutieren. Diesmal nicht in unseren Räumen, sondern der Konferenzetage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8 in Berlin-Mitte, wenige Minuten von der Friedrichstraße.

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Wahlprüfsteine für 17 Parteien in Nordrhein-Westfalen – und ein Ausblick für 2013

Vor zwei Wochen haben wir in diesem Blog den Entwurf von Wahlprüfsteinen zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht und Euch im Rückmeldung gebeten. Vielen Dank an alle, die in den Kommentaren, in anderen Blogs und per Email mitgeholfen haben, wir haben alles davon berücksichtig. Heute gehen nun 17 Exemplare der Wahlprüfsteine an die zugelassenen Listen, die am 13. Mai um die Stimmen im 17-Millioneneinwohnerbundesland NRW bitten.

Der Zeitplan ist wegen des vorgezogenen Wahltermins etwas knapper als sonst, wir werden wie gehabt vor der Wahl das veröffentlichen, was bis dahin eingetroffen ist und hoffen, den in NRW Wahlberechtigten damit ein Hilfsmittel bereitszustellen, eine informierte Wahlentscheidung zu treffen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, im Herbst 2013 stehen Bundestagswahlen an. Wikimedia Deutschland möchte gerne mit Euch darüber reden, wie wir das Instrument der Wahlprüfsteine weiterentwickeln können und sinnvoll in 17 Monaten einsetzen können. Eure Vorschläge sind dabei herzlich willkommen, so konkret oder nicht sie auch sein mögen. Ganz besonders interessiert uns dabei:

  • Wie eng oder weit sollen die Wahlprüfsteine von Wikimedia Deutschland um die Kernthemen der Arbeit des Vereins gelegt werden?
  • Welche Themen sollen grundsätzlich im Zentrum der politischen Arbeit des Vereins stehen?
  • Ist es angemessen, vor allem Fragen an die zur Wahl stehenden Parteien zu stellen oder sollte Wikimedia Deutschland bereits konkrete Vorschläge an die Parteien während der Redaktionsphase für ein Wahlprogramm artikulieren?
  • Sollen weiterhin vor allem die Parteien gefragt werden oder gibt es auch sinnvolle Fragen, die man Kandidaten einzeln stellen sollte?
  • Welche Maßnahmen sollen wir durchführen, nachdem die Antworten eingetroffen sind?

Hier die finale Fassung der Wahlprüfsteine (auch als PDF):

Weiterlesen »

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Frühjahrskur für Wikimedium

Wikimedium 01/12

Unseren interessierten und vor allem aufmerksamen Lesern ist es nicht entgangen: Die Wikimedium startet leicht verspätet ins Jahr 2012. Aber es gibt gute Gründe dafür. Um nur den wichtigsten zu nennen: Wir haben mit der ersten Ausgabe 2012 auch Layout und Umfang leicht verändert. Die vier Kernbereiche von Wikimedia Deutschland Freiwilligenförderung, Politik und Gesellschaft, Bildung und Wissen sowie Forschung und Entwicklung haben jetzt je eine Seite, auf der über die Aktivitäten und Projekte berichtet wird. Der Raum für Community-Aktivitäten hat sich erweitert und auch aus dem Präsidium soll in Zukunft regelmäßig ein Beitrag kommen. Wir hoffen, dass wir mit der Überarbeitung des Layouts, der Zuordnung der Themen und dem erweiterten Umfang (2 Seiten mehr) noch lesefreundlicher und besser geworden sind. Die Zeitung wird noch immer von der Druckerei MegaDruck kostenlos gedruckt und wir freuen uns, dass die Auflage bereits auf 7.500 gestiegen ist. Die gedruckte Version kann bei redaktion@wikimedium.de kostenlos bestellt werden und wir statten gern den nächsten Stammtisch oder die nächste Veranstaltungen mit benötigten Exemplaren aus!

Neben den kleinen Veränderungen ist die neue Ausgabe wieder mit vielen spannenden Themen gefüllt und wir bedanken uns herzlich bei allen fleißigen Autoren und Fotografen, die uns bei der Erstellung der Zeitung geholfen haben. Die nächste Ausgabe soll Mitte Juni erscheinen und Themenvorschläge können hier eingetragen werden. Viel Spaß beim Lesen!

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Erschienen! – Wikimedia Deutschlands Tätigkeitsbericht 2011


Der jährliche Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland fasst die Arbeit des Vereins zusammen. Der druckfrische Bericht für das Jahr 2011 liegt nun vor und wird heute an unsere Vereinsmitglieder verschickt. Eine Online-Version ist bereits verfügbar. Mit der Broschüre informieren wir über die Projekte und Aktivitäten der Wikimedia-Geschäftsstelle in Berlin sowie die Einnahmen und die Mittelverwendung des Vereins.

Aber es geht um mehr als Berichte und Zahlen. Der Tätigkeitsbericht soll aufzeigen, was es konkret bedeutet, Freies Wissen zu fördern. Das ist der Anspruch, dem Wikimedia Deutschland in der täglichen Vereinsarbeit gerecht werden muss. Deshalb erklärt die Broschüre nicht nur, was und wofür wir im Jahr 2011 gearbeitet haben, sondern auch warum. Die Tätigkeitsberichte sind unsere eigene Messlatte. Sie zeigen uns, was wir erreicht haben, was vor uns liegt und wie wir uns im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt haben. Damit mehr Menschen unsere Arbeit und die der Wikipedia-Community verstehen,  gibt der Jahresbericht auch einige Hintergrundinformationen, die zur allgemeinen Aufklärung beitragen sollen.

Das Titelbild des Tätigkeitsberichts 2011 ist im besten Wikipedia-Geist entstanden. Vor mehr als 40 Jahren blickte der NASA-Astronaut William Anders aus dem Fenster des Apollo 8-Raumschiffs. Er sah keinen Sonnenaufgang, sondern einen „Erdaufgang“. Heute haben sowohl Anders als auch das berühmte Foto eigene Wikipedia-Artikel in vielen Sprachen, denn Anders war mutig und machte kurzerhand eine Aufnahme, obwohl das im Protokoll nicht vorgesehen war. Anschließend ging das Foto mit dem Namen „Earthrise“ um die Welt, denn auf NASA-Aufnahmen erhebt die Raumfahrtbehörde kein Urheberrecht. Jeder kann sie frei weiterverwenden.

Klingt vertraut? Viele tausend Freiwillige bereichern jeden Tag die Wikimedia-Projekte, weil sie ihr Wissen teilen wollen und den ersten Schritt tun. Wie wir auf ihre Arbeit im letzten Jahr aufmerksam gemacht, ihre Vorhaben unterstützt und zur Verbreitung Freien Wissens beigetragen haben, ist im Tätigkeitsbericht zu lesen. Und der steht selbstverständlich auch unter einer freien Lizenz.

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Wikimedia:Woche 14/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung offzieller Ankündigungen und Hinweise der Wikimedia Foundation und der lokalen Wikimedia-Organisationen. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (14/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Beitragende: Jürgen Fenn, Anneke Wolf, Michael Jahn

 

Foundation und Vereine

WIKIMEDIA CONFERENCE

Vom 30. März bis 1. April 2012 fand die Wikimedia Conference in Berlin statt. Der Wikipedia Signpost informiert über die Konferenz, und im Wikipedia-Kurier ist eine längere Zusammenfassung der viertägigen Veranstaltung erschienen.

Während der Konferenz haben sich die Fördervereine jeweils mit dreiminütigen Kurzpräsentationen vorgestellt. Diese sind einsehbar auf Meta und auf Commons:

Die Blogs der Wikimedia-Fördervereine kann man übrigens auf
http://www.chaptersplanet.org/ kontinuierlich verfolgen.

Gründung der Wikimedia Chapters Association (WCA)

Nach mehreren Monaten Vorbereitung haben die Fördervereine beschlossen, einen gemeinsamen Dachverband zu gründen, die Wikimedia Chapters Association. In einem „Vertrag von Berlin“ (“Berlin Agreement“) haben dem 26 der 39 Wikimedia Chapters zugestimmt. Weitere sieben Länderorganisationen haben die Gründung unterstützt, warten aber zunächst noch ab und werden später entscheiden, ob sie sich dem Verband anschließen möchten.

Die Charta der Association sieht nun als Organe der Organisation einen Rat vor, der das Budgetrecht hat, einschließlich des Rechts, die Beiträge der Mitgliedervereine festzusetzen. Außerdem ernennt und überwacht er den hauptamtlich tätigen und für zwei Jahre gewählten Generalsekretär der Association und dessen Stellvertreter. Die Vereine entsenden je einen Vertreter in den Rat, der ehrenamtlich tätig ist. Wer Mitglied des Council ist, kann nicht gleichzeitig im Sekretariat tätig werden.

Die Association soll sich bei der Wikimania in Washington, D.C., im Juli 2012 konstituieren. Bis dahin wird ein ehrenamtlicher Ausschuss, dem Damian Finol, Frieda Brioschi, Craig Franklin sowie als dessen Vorsitzender Tomer Ashur, angehören, die erste Sitzung des Rates vorbereiten. Er wählt den Sitz der Organisation aus, und er wird die Stellenausschreibung für den Posten des Generalsekretärs tätigen.

Beschlüsse des Stiftungsrats der Wikimedia Foundation

Am Rande der Wikimedia Conference hat der Stiftungsrat der Wikimedia Foundation eine Reihe von Beschlüssen gefasst:

  • Über die Mittelverteilung der jährlichen Spendenkampagne soll künftig ein Freiwilligengremium durch Empfehlungen an die Wikimedia Foundation entscheiden. Es trägt den Arbeitstitel Funds Dissemination Committee (FDC). Abgesehen von finanziellen Mitteln für die Kernaktivitäten der Stiftung und für ihre Rücklagen sollen alle Zuwendungen an Länderorganisationen und andere Beteiligte durch das FDC gesteuert werden. Alle vorläufiger Umsetzungsplan hierzu soll bis Ende Juni 2012 erarbeitet werden.(http://wikimediafoundation.org/wiki/Resolution:Funds_Dissemination_Committee )

WIKIMEDIA FOUNDATION ÜBER FREIES WISSEN

Geoff Brigham, Leiter der Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation, hat im Nachgang zur SOPA-Debatte um Urheberrechtsverletzungen ein Positionsschreiben der Foundation über den Sinn und die Möglichkeiten von freier Lizenzierung von Werken veröffentlicht.

PROJEKT: MOVEMENT ROLES

Der Wikipedia Signpost interviewt Samuel Klein zu dem Projekt Movement roles:

MONATS- UND JAHRESBERICHTE

Wikimedia Deutschland hat den Monatsbericht für März veröffentlicht:

Ebenso wurde der Tätigkeitsbericht für 2011 veröffentlicht:

WIKIMEDIA FOUNDATION BLOG

Seit Kurzem werden im Blog der Wikimedia Foundation die Fotos des Tages auf Wikimedia Commons zusammen mit Hintergrundinformationen über deren Entstehung veröffentlicht.

Projekte und Initiativen

WIKIDATA IST GESTARTET

Wikimedia Deutschland hat die Entwicklung des ersten neuen Wikimedia-Projekts seit 2006 in dieser Woche gestartet. Ein eigenes Entwicklerteam soll mit Wikidata in den nächsten Monaten einen zentralen Speicherort für strukturierte Wikipedia-Daten schaffen. Es berichtete u.a. auch die Wikimedia Foundation in einem längeren Blogposting über das Projekt. Im Blog von Wikimedia Deutschland ist eine kurze Teamvorstellung veröffentlicht worden:

PROJEKTE AUF DEM PRÜFSTAND

Samuel Klein hat angesichts des Starts von Wikidata auf der Foundation-l-Mailingliste eine Diskussion darüber angeregt, welche Wikimedia-Projekte in Zukunft neu ins Leben gerufen und welche stillgelegt werden könnten. Im Strategy-Wikiwurde eine Liste angelegt, in der versucht wird, ein Bild der in Frage kommenden Themenfelder zu zeichnen, die in einer Gesellschaft frei verfügbar sein sollten, und dies mit der Frage zu verknüpfen, welche Wikimedia-Projekte sie jeweils abdecken könnten. Mögliche Kandidaten für eine Archivierung wären beispielsweise Wikinews oder Wikispecies. Neue Projekte können auf Meta vorgeschlagen werden.

Termine

VERGABE VON ACCOUNTS ZU HIGHBEAM RESEARCH

Wer seit mindestens einem Jahr in Wikipedia mitarbeitet und mindestens 1.000 Bearbeitungen vorgenommen hat, kann sich noch bis zum 9. April 2012 um die Vergabe eines Zugangs zu der Suchmaschine HighBeam Research bewerben. Die Website bietet Zugriff auf über 80 Millionen Artikel aus 6.500 Publikationen, von denen die meisten nicht frei im Netz verfügbar sind: Zeitungsarchive und wissenschaftliche Zeitschriften aus den letzten 25 Jahren. Die Zugänge werden kostenlos über die Wikimedia Foundation für ein Jahr vergeben.

WAHLPRÜFSTEINE NRW

Noch bis zum 10. April 2012 freut sich der Bereich Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland über Feedback zum Entwurf der Wahlprüfsteine, die an Parteien im Nordrhein-Westfälischen Wahlkampf verschickt werden.

RE:PUBLICA

Wikimedia Deutschland wird auf der re:publica in Berlin, vom 2.-4. Mai 2012 vertreten sein. Jan Engelmann hat im Blog des Vereins Interessierte aufgerufen, Anregungen und Vorschläge zur Programmgestaltung rund um Freies Wissen zu übermitteln.

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Monatsbericht März 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlprüfsteine für NRW

Die überraschenden Neuwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland, Nordrhein-Westfalen, bieten für die Vereinsarbeit eine große Chance. Unter den Augen einer mutmaßlich schon fast ins Hysterische gesteigerten Medienöffentlichkeit kann Wikimedia Deutschland seine Anliegen während des Wahlkampfs adressieren. Dabei möchten wir an der bewährten Wirkungskette festhalten, im Vorfeld Wahlprüfsteine zu veröffentlichen. Diese dienen in erster Linie zur Kontaktaufnahme und als Dialogangebot an die antretenden Parteien. Darauf aufbauend soll eine Abendveranstaltung in Düsseldorf oder Köln regionale Initiativen und Problemlagen im Umfeld Freien Wissens vorstellen, die dann zusammen mit Parteienvertretern diskutiert werden. Eine Betaversion der Wahlprüfsteine ist bereits online. Kritik, Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen sind sehr willkommen, am besten per E-Mail an Jan Engelmann.

Leistungsschutzrecht für Presseverleger

Auch nach dem Bericht von Staatssekretär Dr. Max Stadler (BMJ) im Unterausschuss Neue Medien ist weiterhin unklar, ob durch die unscharfe Definition von “gewerblichem Handeln” das neue Schutzrecht nur auf kommerzielle Aggregatoren wie Google angewandt werden kann. Bei zu weiter Auslegung drohen Effekte auch auf die Blogosphäre und Open Content-Projekte wie Wikipedia. Darüber hinaus scheint innerhalb der Regierungskoalition noch ein Dissens darüber zu bestehen, ob man die Ansprüche der Presseverlage über die Einrichtung einer neuen Verwertungsgesellschaft (Modell Keese/CDU) oder aber als Fallrecht (FDP) durchsetzt. Letzteres würde faktisch eine große Rechtsunsicherheit erzeugen und wäre dann eine Quersubventionierung nicht nur für Großverlage, sondern auch für Anwaltskanzleien. Mehr Informationen zum Thema hier.

Open Educational Resources

Im Nachgang zur “Schultrojaner”-Diskussion haben wir bei mehreren Veranstaltungen erlebt, wie groß das Bedürfnis nach legalen Alternativen zu unfrei lizenzierten Lehrwerken ist. Solche unfreien Werke räumen den Nutzern keine Rechte für eine umfassende Nachnutzung ein und müssen noch zusätzlich vergütet werden müssen, wenn es zum Beispiel schon um Handlungen wie das Legen einer Kopie auf Videobeamer geht. Diese Alternative muss nicht erst noch erschaffen werden, es gibt sie bereits in vielen meist nicht-staatlichen Projekten unter dem Label Open Educational Resources, also frei lizenzierter Lehrmaterialien. Darüber hat der Bereich Politik und Gesellschaft mit Bildungspolitikern der Fraktion Die Linke im Bundestag gesprochen, darunter Rosemarie Hein, MdB und Petra Sitte, MdB.

 

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Um Wikimedia Deutschlands Vereinszeitung zu verbessern, haben wir ihre eine redaktionelle Frischzellenkur verordnet. Die neue Struktur richtet sich nach der Bereichsaufteilung bei Wikimedia Deutschland. Die vier Bereiche “Politik und Gesellschaft”, “Bildung und Wissen”, “Forschung und Entwicklung” und “Freiwilligenförderung” sollen kontinuierlich eine Seite füllen und bilden den Kern der Zeitung. Projekte aus Community, Verein und den anderen Wikimedia-Länderorganisationen finden sich auf drei Seiten am Anfang der Zeitung. Fundraising bekommt ebenfalls eine feste Seite im hinteren Zeitungsteil. Insgesamt wird der Umfang dieses Mal zehn Seiten betragen. Die Auflage beträgt 7.500 Stück. Erscheinen wird sie kommende Woche.

Pressemitteilungen

Die großen Themen des März hießen Wikidata und Wikimedia Conference. Eine Wikidata-Pressemitteilung in deutscher und englischer Version wurde über den Medienverteiler von Wikimedia Deutschland sowie international verbreitet und stieß auf große Resonanz. Die alljährliche Konferenz für Ländervertreter der Wikimedia-Bewegung wurde exklusiv angekündigt. Wie sich die Berichterstattung zu Wikidata in den ersten drei Tagen nach der Veröffentlichung unserer Pressemitteilung entwickelt hat, zeigt die folgende Grafik (über Meltwater News). Zu sehen ist die Zahl der deutschen und internationalen Artikel über das Projekt:

Pressegespräche / Presseanfragen

Durch die Wikimedia Conference 2012 konnten einige Artikel in großen Medien platziert werden. Die Berliner Zeitung sprach mit Wikimedia Deutschlands Vorstand, Pavel Richter, und brachte einen großen Artikel im Wissenschaftsteil. Lokale Pressebegleitung erfuhren die Lehrer- und Schülerworkshops von Wikipedia macht Schule in Gera und Berlin-Reinickendorf. Über die Schülerworkshops in Reinickendorf berichteten Berliner Woche und B.Z., ein Radiointerview folgt. Im Nachgang eines Treffens von Wikipedianern mit Journalisten im Berliner Axel-Springer-Haus erschien im März außerdem ein ganzseitiger Artikel auf Seite 3 der Berliner Morgenpost, der auf die ehrenamtlichen Autoren hinter Wikipedia aufmerksam machte. Er fand auch seinen Weg in die bundesweiten Ableger Welt und Welt kompakt. Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit laufen.

Eine Auswahl der Presseberichte zu den hier genannten Themen und darüber hinaus findet sich im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland.

Wikipedia-Buch

Am 16. März fand eine Lesung des Buchs Alles über Wikipedia in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig statt. Vier Wikipedianer und gut 60 Gäste fanden sich in den DZB-Räumen in der Leipziger Innenstadt ein.

Tätigkeitsbericht

Im jährlichen Tätigkeitsbericht von Wikimedia Deutschland werden die Vereinsaktivitäten zusammengefasst. Die redaktionellen Arbeiten am Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 wurden im März fertig gestellt. Der Bericht befindet sich im Druck und wird Anfang April an die Mitglieder verschickt. Eine englische Übersetzung ist ebenfalls in Arbeit. Weitere Informationen folgen.

BILDUNG UND WISSEN

Referententreffen

Anfang März haben sich die Referenten aller drei Bildungsprogrammen erstmals zu einem gemeinsamen Treffen zusammengefunden. Rund 30 Teilnehmer kamen aus diesem Anlass zusammen, um sich über Wikipedia und damit verbundene Lehrmethoden auszutauschen. Näheres dazu findet sich in einem rückblickenden Blogpost. Im März beschäftigte das Team Bildung und Wissen zudem verstärkt das Thema frei lizenzierter Lehrmaterialien  (Open Educational Ressources, OER). Für Wikimedia Deutschland geht es in diesem Zuge besonders auch um die verwandte Frage der Weiternutzung freier Inhalte. Die Eindrücke aus den Gesprächen beim EduCamp und den Gautinger Internettagen sind in einem gemeinsamen Blogpost zusammengefasst. Generelle Anmerkungen und Ideen rund um diese Stichwort werden gerne unter bildung@wikimedia.de gelesen.

Silberwissen

Als Teil des EU-geförderten TAO-Projekts gehörte Wikimedia Deutschlands Projekt Silberwissen zur Zwischenbeurteilung der EU in Brüssel am 22.3. 2012. Zu Wikimedias Silberwissen wurde mit Interesse gefragt und es gab keine kritischen Bemerkungen oder spezielle Auflagen. Für das TAO-Projekt insgesamt wurde jedoch angeregt, dass es sich seiner breiten Aufstellung wegen stärker auf ausgewählte Ziele fokussieren sollte. Ein schriftlicher Bericht des Review-Teams folgt in den nächsten Wochen.

Im Rahmen von Silberwissen wurden im März Gespräche mit dem Senioren-Computerclub Berlin-Mitte über Möglichkeiten zur Gewinnung  neuer Wikipedia-Autoren geführt. Aktivitäten dazu werden im April starten. Gemeinsam mit dem Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm wurde Arbeitsmaterial für Teilnehmer und eine Checkliste für Veranstaltungen mit Senioren abschließend bearbeitet. Ein von der Deutschen Seniorenliga durchgeführtes Mailing an Mitglieder erbrachte für Wikimedia Deutschland rund 40 Anfragen von interessierten Senioreneinrichtungen, wobei ungefähr 10 Einrichtungen mit dem konkreten Wunsch einer Veranstaltungsreihe im eigenen Haus an uns herantraten.

Wikipedia macht Schule

Vier bundesweite Lehrerschulungen konnten in diesem Monat realisiert werden. Erfreulich ist hier auch ein Großeinsatz in sechs Klassen der Bertha-von-Suttner Oberschule in Berlin. Auf den eingangs genannten Tagungen in diesem Monat konnten auch weitere Kontakte für Lehrerschulungen geknüpft werden. Das Interesse an Freien Lizenzen und der Umsetzung scheint bei Lehrern durch die Debatte um frei lizenzierte Lehrmaterialien immer stärker zu werden. Wer Ideen und Anmerkungen zum Thema Wikipedia im Unterricht- oder Fragen zum Programm hat, kann sich an schule@wikimedia.de wenden. Wir freuen uns über Anmerkungen!

Hochschulprogramm

Nach den Vorbereitungen der letzten Monate ist es nun soweit: Das Wikipedia-Hochschulprogramm läuft an. Die ersten Dozentenschulungen fanden in Stuttgart, München, Halle-Wittenberg und Potsdam statt. An der Stuttgarter Hochschule für Medien begann auch bereits die Arbeit mit den Studierenden. Die ersten Rückmeldungen sind vielversprechend. Die Dozenten fühlen sich gut vorbereitet und finden in den Referenten von Wikimedia Deutschland einen wichtigen Rückhalt. Ebenfalls im Rahmen des Hochschulprogramms wurden erklärende Kurzvideos, so genannte Screencasts, erstellt. Sie sollen den Wikipedia-Einstieg erleichtern.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Zedler-Preis 2012

Die drei Jurys für den Zedler-Preis für Freies Wissen 2012 haben sich konstituiert und sich jeweils auf ihr Vorgehen im Bewertungsprozess geeinigt. Die Jurysitzungen finden Mitte April bis Anfang Mai statt. Bis dahin werden alle sich Juroren auf fünf Nominierte (plus mögliche Sonderpreise) geeinigt haben, die dann von Wikimedia Deutschland über ihre Nominierung und die Eckdaten der Preisverleihung informiert werden. In den Sitzungen (die in Berlin, Köln und Frankfurt stattfinden werden) bestimmen die Jurorinnen und Juroren den Gewinner pro Kategorie. Ansprechpartnerin rund um den Zedler-Preis ist Nicole Ebber.

Wiki Loves Monuments 2012

Christof Jackel besuchte als Vertretung von Wikimedia Deutschland das Kickoff-Seminar zur Planung des internationalen Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments in Dresden. Der Enthusiasmus der ehrenamtlichen Organisatoren  ist ansteckend. Es sind bereits zahlreiche organisatorische Vorarbeiten erfolgt und es konnte besprochen werden, wie Wikimedia Deutschland den Wettbewerb unterstützen kann. Nähere Informationen folgen demnächst. Der erste Pressebericht kam bereits und zwar aus Dresden, im Rahmen der Vorbereitungen.

WikiWomenCamp 2012

Auch im März war Wikimedia Deutschland weiter mit der Organisation des WikiWomenCamp beschäftigt. Noch besteht die Möglichkeit, sich auf Stipendien zu bewerben. Fragen oder Anregungen hierzu nimmt gerne Julia Kloppenburg entgegen.

Redaktionstreffen

Der Kurieraufruf zu Redaktionstreffen hat gezeigt: Der Bedarf für gemeinsame Treffen der Freiwilligen ist da! Zusätzlich zu den Redaktionen, die bereits in den konkreten Planungen stecken, überlegen nun drei weitere, sich dieses Jahr zum Teil erstmalig zu begegnen. Wikimedia Deutschland unterstützt das gerne und unkompliziert über treffen@wikimedia.de.

Community-Projektbudget

Bis Ende April finden die Wahlen zur nächsten Amtszeit des Community-Projektbudget-Ausschusses statt. Sebastian Sooth und Christoph Jackel von Wikimedia Deutschland haben die Vorbereitungen dazu unterstützt. Zur Mitgliederversammlung am 21.4. findet die Wahl der Vereinsmitglieder statt. Noch bis 15. April können Community-Mitglieder für die Abstimmung kandidieren.

Toolserver

Eine Verzögerung der Datenbankaktualisierung der englischsprachigen Wikipedia beeinträchtigt derzeitig die Aktualität abgefragter Daten auf dem Toolserver. Die Fehlerbehebungen erfordern großen Zeitaufwand. Die Adminstratoren des Toolservers, Daniel Baur und Marlen Caemmerer, entwickeln derzeit Verfahren, um ähnliche Beeinträchtigungen in Zukunft besser abfangen zu können. Die neue Hardware des Toolservers ist im Einsatz und die Datenbankserver werden in Zukunft von mehr Speicherplatz profitieren.

CommunitySpace

Da die Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern für die Räumlichkeiten des CommunitySpace und der WMDE-Geschäftsstelle in Berlin längern dauern als erwartet, verzögert sich auch die Eröffnung des eigentlichen CommunitySpaces. In den Räumen, die Wikimedia Deutschland gerade übergangsweise bezieht, werden wir das Konzept weiter vorantreiben. Am 20. April wird der Verein zu einem Tag der Offenen Tür in die Räume einladen. Genügend Schreibtische für temporäre Besucher werden vorhanden sein.

Vereinsmitglieder

Im März 2012 gab es 144 neue Vereinseintritte, davon 97 Fördermitglieder und 47 aktive Mitglieder. Insgesamt hat Wikimedia Deutschland nun 1.473 Mitglieder.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER wurde im März weiter an Werkzeugen zur  Analyse der Aktualität und der thematischen Vollständigkeit von Wikipedia-Artikeln gearbeitet. Vor einigen Tagen konnte hier das RENDER Toolkit auf dem Wikimedia-Toolserver vorgestellt und die derzeit enthalten Werkzeuge kurz erklärt werden. Wir freuen uns sehr über Feedback und weitere Vorschläge auf der Diskussionsseite zu RENDER oder auch per E-Mail an render@wikimedia.de.

Wikipedia Academy 2012

Die Planung und Organisation für die Wikipedia Academy laufen auf Hochtouren. Im März wurden potenzielle Referenten für Eröffnungsreden, Workshops und Paneldiskussionen kontaktiert. Außerdem erfolgte die Veröffentlichung des ersten Entwurfs des Ablaufplans. Aufgrund der zahlreichen Nachfragen haben wir uns entschieden, den ‘Call for Papers’ bis zum 15. April zu verlängern. Rege Beteiligung ist mehr als willkommen! Alle Fragen und Anregungen gerne an Nicole Ebber oder academy@wikimedia.de.

Wikimedia Conference 2012

Am letzten Wochenende im März (29.03.-01.04.2012) war Wikimedia Deutschland zum vierten Mal Gastgeber der Wikimedia Conference, dem Treffen der Länderorganisationen der internationalen Wikimedia-Bewegung, dem Stiftungsrat sowie vielen Mitarbeitern der Wikimedia Foundation und verschiedener Arbeitsgruppen. Mit Unterstützung von Danny B. (Benutzername) und Maria Rößler hat sich Nicole Ebber im Vorlauf der Konferenz um die Anreise und Unterkunft der Teilnehmer sowie um Visaangelegenheiten gekümmert, mit dem Veranstaltungsort Cluboffice die Belegung und technische Ausstattung der Räumlichkeiten sowie das Catering organisiert, das Abendprogramm geplant und viele Fragen und Wünsche der Teilnehmenden beantwortet. Ebenfalls in diesen Aufgabenbereich fiel die Abstimmung mit dem Programmmanger Harel Cain und den beiden Moderatorinnen über Inhalte und Formate des Konferenzprogramms. Ein ausführlicher Bericht über die Wikimedia Conference 2012 folgt in Kürze.

FUNDRAISING

Ende März konnte der Versand der Zuwendungsbescheinigungen zur letzten Spendenkampagne abgeschlossen werden. Rund 50.000 Menschen, die im Jahr 2011 Spenden mit einer Gesamtsumme von mindestens 25 Euro tätigten, erhielten eine Bescheinigung. Leider haben wir es nicht geschafft, den anvisierten Termin Ende Februar für den Versand einzuhalten. Der unglaubliche Erfolg der letzten Kampagne (zur Erinnerung: über 160.000 Spender gegenüber ca. 70.000 Spendern im Jahr zuvor) hatte zur Folge, dass noch einige Wochen an der Datenkonsolidierung gearbeitet werden musste. Zudem erfolgte nachträglich das Einpflegen sämtlicher Daten von 2011 in die neue Spendendatenbank. Diese sehr zeitintensiven Prozesse hat das Fundraising-Team im März erfolgreich abgeschlossen. Umfangreiche Kontrollen des gesamten Druckprozesses, die beispielsweise auch einen Besuch des Dienstleisters zur Stichprobenentnahme beinhaltete, waren ein weiterer Grund für den verschobenen Versant. Doch nun ist es geschafft und die Spendenkampagne 2011/12 formal abgeschlossen. Die Vorbereitungen für die nächste Kampagne können also beginnen!

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Die neue Adresse der Geschäftsstelle ist ab April: Obentrautstr. 72, 10963 Berlin. Über den Büroumzug wurde in diesem Blogposting berichtet.

Interessante Termine im April

  • Tag der offenen Tür bei Wikimedia Deutschland: 20. April 2012
  • Mitgliederversammlung des Vereins: 21. April 2012
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Der zweite Community-Projektbudgetausschuss sucht neue Mitglieder

Der Community-Projektbudgetausschuss geht bereits in die dritte Runde und es werden Kandidatinnen und Kandidaten aus der Wikipedia gesucht, um die Projektideen gemeinsam mit Mitgliedern von Wikimedia Deutschland im nunmehr zweiten Ausschuss  zu bewerten und interessante Vorschläge zur Umsetzung vorzuschlagen.
Diesmal wird die Dauer des Meinungsbilds analog zu anderen Kandidaturen gestaltet und es sind jeweils zwei Wochen für Kandidatur und Wahl der drei Community-Vertreter vorgesehen, so dass am die Wahl am 30. April abgeschlossen ist.

Mit dem Community-Projektbudget stellt Wikimedia Deutschland 250.000 Euro für die Umsetzung von Ideen zur Verfügung, die aus der Wikimedia-Community kommen und geeignet sind, Freies Wissen und dabei insbesondere die Wikimedia-Projekte zu unterstützen und zu verbessern.

In den beiden ersten Runden wurden 11 Projekte vom Ausschuss zur Förderung ausgewählt, die helfen, Freies Wissen zu verbessern, unter anderem durch die Erstellung von Videos zu verschiedenen Wissenthemen, Verbesserung der OpenStreetMap-Daten und -Karten, Fotoflüge zur Bebilderung der Nordseeküste mit Elbe und Wesermündung, Fototouren zum Fotografieren von Baudenkmälern und Projekte zur Befreiung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Metadaten.

Bitte tragt euch bei Interesse ab jetzt unter Wikipedia:Community-Projektbudget/Kandidaten ein. Viel Erfolg!

Bild: Ein Ergebnis des CPB 2011: Die Messstation des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres bei Spiekeroog von Ralf Roletschek,  CC-BY-SA 3.0 de

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Schaut her! – Videos erläutern Wikipedia

Nicht immer ist Wikipedia für neue Autoren so zugänglich, wie man es sich von einem offenen und kollaborativen Projekt wünscht. Die immer komplexer werdende Wikipedia macht es jenen, die sich beteiligen wollen, nicht ganz so einfach wie in früheren Jahren.

Um solche Startprobleme zu lindern, wurde durch Lehrende des Hochschulprogramms wiederholt ein Werkzeug ins Spiel gebracht, das Neulinge leicht bei ihren ersten Schritten begleiten könnte: Sogenannte Screencasts, also Kurzvideos aus Bildschirm-Abbildungen, wären doch geeignet den richtigen Gebrauch der Wikipedia anschaulich zu illustrieren? – Stimmt eigentlich. Und weil die Idee, neuen Autoren auf diese Weise einen guten Start in die Wikipedia zu geben ja nahe liegt, hat der Bereich Bildung und Wissen kürzlich einen Werkvertrag ausgeschrieben, um solche Screencasts produzieren zu lassen.

Und obwohl der gesetzte Zeitraum knapp war, freuen wir uns nun acht Screencasts vorlegen zu können, die einige besonders kritische Punkte für Neulinge griffig und konzis darstellen. Erstellt hat die Screencasts Christoph Kepper von PediaPress, dem wir herzlich danken für seine Arbeit. Natürlich stehen Sie alle unter einer freien Lizenz, nämlich CC-BY-SA 3.0. Zu finden sind sie -wie es sich gehört- auf den Commons im ogg-Format, für den Einsatz in Schulen und Universitäten legen wir in den kommenden Tagen mit .mov und .wmv auch handelsübliche Formate vor. Zu finden sind sie auf einer eigenen Seite in den Commons. Idealerweise sollten die Screencasts nicht nur in allen Bildungsprogrammen von Wikimedia Deutschland eingesetzt werden, sondern auch die oft sehr textlastigen Wikipedia-Hilfeseiten visuell ergänzen, wir würden uns freuen, wenn Sie auch in der Wikipedia bald zu finden wären.

Uns ist klar, dass diese Auswahl unvollständig ist und man noch viele weitere Screencasts zur Illustration grundlegender wie komplexer Wikipedia-Techniken realisieren könnte. Und darum möchten wir nicht bei diesen acht Screencasts stehen bleiben, sondern bitten Euch, Eure reichhaltigen Erfahrungen und Ideen einzusetzen, um sowohl neue Screencasts zu entwickeln wie auch vorhandenes Material ganz wiki-like aufzuwerten und zu verbessern. Und darum möchten wir Euch Folgendes anbieten:

Obwohl es nicht über Gebühr kompliziert ist, Screencasts zu erstellen, ist die Verwendung der Software zur Entwicklung guter Screencasts nicht ganz intuitiv. Solltet Ihr Interesse daran haben, eure Ideen zu entwickeln und in Screencasts umzusetzen, würden wir Euch gern einladen zu einer entsprechenden Schulung. Hier in Berlin, angeleitet von einem Experten, würden wir uns freuen wenn ganz im Sinne des Mottos „It’s a Wiki!“ die obigen Screencasts einen Anstoß zur Verbesserung und Erstellung von Screencasts durch die Community geben könnten.

Solltet Ihr Interesse haben, Euch daran zu beteiligen, würden wir um eine kurze Mail an community@wikimedia.de bitten. Sobald wir eine kritische Masse von fünf Interessenten erreicht haben, hört Ihr von uns und wir würden mit den konkreten Planungen (Datumsvorschläge etc.) beginnen.

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