Geschrieben von Sebastian Moleski



Jetzt für das Präsidium von Wikimedia Deutschland kandidieren!

By Ziko CC-BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Bei unserer 11. Mitgliederversammlung am 24. November 2012 in Berlin stehen zwei große Themen auf der Tagesordnung: die Wahl des Vereinspräsidiums sowie die Vorstellung und Beschlussfassung des Jahresplans 2013. Jeder hat die Chance, sich aktiv in das Vereinsgeschehen einzubringen und Freies Wissen aktiv zu fördern – beispielsweise als Präsidiumsmitglied! Die Wahl der Mitglieder des Präsidiums ist von zentraler Bedeutung für den Verein. Je mehr Kandidaten sich für das Gremium zur Verfügung stellen, desto besser. Sei mutig! Hier eine kleine Einführung zu Aufgaben, Pflichten und Chancen des Präsidiums.

Was macht das Präsidium eigentlich?

Laut unserer Satzung ist das Präsidium das ehrenamtliche Leitungs- und Kontrollorgan des Vereins. Dabei hat es vier primäre Aufgaben: die strategische Planung des Vereins fortzuschreiben, den hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand zu bestellen und abzuberufen sowie dessen Arbeit zu kontrollieren und den Mitgliedern gegenüber den Verein zu vertreten. Zum Beispiel werden in den Präsidiumssitzungen die strategischen Ziele des Vereins überprüft und angepasst. In regelmäßigen Telefonkonferenzen werden der Projektfortschritt besprochen und ggf. Änderungen an den unterjährigen Planungen vorgenommen. Schließlich bewertet das Präsidium einmal im Jahr die Arbeit des Vorstandes umfassend und entschiedet damit über die leistungsbezogenen Vergütungsbestandteile.

Warum sollte man sich dafür nun engagieren?

Während Wikimedia Deutschland über die letzten Jahre die Mitgestaltungsmöglichkeiten aller Vereinsmitglieder und auch der Wikimedia-Communitys stetig ausgebaut hat, steht weiterhin außer Frage, dass vor allem die Arbeit im Präsidium zu tiefgreifendem und insbesondere nachhaltigem Einfluss führt. Das Präsidium besteht aus Menschen, denen die Entwicklung des Vereins so wichtig ist, dass sie einen Teil ihrer Freizeit dafür opfern und gleichzeitig die damit verbundene Verantwortung übernehmen. Das ist auch der Grund, warum man sich engagieren sollte: Wem die weitere Entwicklung von Wikimedia Deutschland wichtig ist, wer sich gern mit Fragestellungen des „Großen Ganzen“ beschäftigt, wer Spaß daran hat Planungen aufzustellen, mit Mitgliedern und der Community zu kommunizieren und Leistungen zu bewerten, wer sich für die Stärkung und den Ausbau des Vereins als der Förderer Freien Wissens schlechthin einsetzen möchte, und wer für all das gerne Verantwortung übernehmen möchte, für den ist ein Engagement im Präsidium geradezu Pflicht.

Was spricht gegen ein Engagement im Präsidium?

Einerseits ist der Gestaltungsraum der eigenen Arbeit im Präsidium sehr breit. Es gibt neben den „betitelten“ Positionen wie Vorsitzender, Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister, die jeweils recht klare Aufgaben haben, auch bis zu sechs Beisitzerposten, die von jedem mit eigenem Leben gefüllt werden können. Andererseits gibt es aber aufgrund der genannten Kernaufgaben des Präsidiums auch Aktivitäten, für die ein Sitz im Präsidium weder notwendig noch hilfreich ist. Wenn du beispielsweise eigene Projektideen hast, die du gern umsetzen möchtest, wäre die Teilnahme am Community-Projektbudget ein wesentlich passenderes Engagement für dich. Wenn dich nur ein einziges Thema der Vereinsarbeit bewegt und du sonst wenig Interesse an der gesamten Bandbreite der Präsidiumsarbeit hast, ist es vielleicht besser, das Thema nach der Wahl als Antrag beim Präsidium einzureichen, mit ihm zu diskutieren und gegebenenfalls einen Beschluss herbeizuführen.

Was muss man tun, um zu kandidieren?

Nichts einfacher als das: fülle das Formular aus und schicke es ausgedruckt per Post, Fax oder E-Mail an mv@wikimedia.de an den Verein. Die Frist, bis zu der Kandidaturen eingereicht werden können, ist der 25. Oktober 2012.

Zusätzlich zum Formular kannst du auch eine Selbstvorstellung verfassen und sie an obige E-Mail-Adresse schicken. Sie wird dann vor der Mitgliederversammlung mit allen weiteren Unterlagen an die Mitglieder verschickt. Eine Selbstvorstellung gibt dir eine gute Möglichkeit, deine Visionen und dein Engagement für Freies Wissen allen sichtbar zu präsentieren.

Weitere Details und Antworten zu vielen Fragen findest du in der FAQ. Selbstverständlich kannst du dich auch vertrauensvoll an jedes derzeitige Präsidiumsmitglied wenden, wenn du mehr über die ehrenamtliche Arbeit im Präsidium wissen möchtest.

Wir freuen uns auf jede Menge engagierter Kandidaten!

Sebastian Moleski
Vorsitzender

Ralf Liebau
Stellvertretender Vorsitzender

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Bericht zur zweiten Präsidiumsklausur


Präsidium und Vorstand bei der Klausur.
Urheber: Dirk Franke, Lizenziert unter CC-BY-SA 3.0
→ weitere Bilder

Letztes Wochenende trafen sich Präsidium, Vorstand sowie das frisch gewählte WCA-Ratsmitglied Markus Glaser zur zweiten Klausur in diesem Jahr. Die Tagesordnung (einmalige Anmeldung erforderlich) war mit wichtigen Themen gefüllt: dazu gehörten die laufenden Diskussionen über die Art und Weise, wie die international gesammelten Spenden zukünftig weltweit verteilt werden sollen, die Wahl eines neuen Stellvertretenden Vorsitzenden, der Aufbau der Wikimedia Chapters Association, die Vorbereitung der Vorstandsbewertung, der dritten Runde des Community-Projektbudgets, der Überarbeitung des Kompass 2020, Diskussionen zur Vergabe von Stipendien, dem Bericht vom WikiWomenCamp oder der politischen Positionierung des Vereins.

Das Protokoll der Klausur wird in Kürze veröffentlicht. Vorab aber hier schon einige wichtige Punkte, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Nach dem Rücktritt von Sebastian Wallroth vom Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden am 11. Juni 2012 obliegt es dem Präsidium satzungsgemäß, aus seiner Mitte einen Nachfolger für den Rest der Wahlperiode zu wählen. Auf der Klausur wurde die bisherige Beisitzerin Anja Ebersbach in dieses Amt gewählt. An dieser Stelle möchte ich mich auch persönlich noch einmal für Sebastians Arbeit bedanken und ihm alles Gute für seine Zukunft wünschen.
  • Präsidium und WCA-Rat werden zukünftig eng zusammenarbeiten. Hierfür wird Markus Glaser, der von Wikimedia Deutschland in den Rat gewählt wurde, in die interne Kommunikation des Präsidiums eingebunden und auch zu allen Sitzungen eingeladen. Gleichzeitig soll es zukünftig für die internationalen Themen eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Präsidiumsmitgliedern, dem WCA-Ratsmitglied, Mitarbeitern von Wikimedia Deutschland und Interessierten aus der Community geben.
  • Das Präsidium wird wie in den Vorjahren gemeinsame mit den Mitarbeitern die Arbeit des hauptamtlichen Vorstands bewerten. Die Vorbereitungen dafür laufen jetzt an, mit dem Ziel, die Bewertung bis Ende August abgeschlossen zu haben.
  • Die Überarbeitung des Kompass 2020 geht voran. Im Ressort Politik & Gesellschaft gibt es einen Entwurf für neue strategische Ziele, an denen sich die Arbeit des Vereins in den nächsten Jahren orientieren soll. Die neuen Ideen aus dem Ressort sollen sowohl online im Vereinsforum als auch offline auf einer Städtetour vorgestellt und diskutiert werden.

Wie auch die Sitzungen zuvor, war diese Klausur von großer Konzentriertheit und Konstruktivität geprägt. Vielen Dank an alle Beteiligten für die Vorbereitung und die Teilnahme!

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Bericht von der ersten Präsidiumssitzung, 20. November 2011

Das auf der Mitgliederversammlung frisch gewählte Präsidium fand sich letzten Sonntag zur konstituierenden Sitzung ein. Auf der Tagesordnung standen neben einer Einführung in die Arbeit und Aufgabenstellung des Gremiums auch die Verteilung der Ressorts und Arbeitsgruppen, die Bestellung des hauptamtlichen Vorstands sowie die Festlegung von Terminen für das nächste Jahr.

Ressorts und Arbeitsgruppen

Da Manuela Kanneberg nicht an der Sitzung teilnahm, verbleibt die Ressortbesetzung bis zur Klausur im Januar vorläufig. Die neugegründete Arbeitsgruppe Mitgliederversammlung hat zum Ziel, die Versammlung im Frühjahr 2012 inhaltlich zu planen.

Ressort vorläufige Besetzung Unterstützung/Interesse
Freiwilligenförderung Dirk Franke, Sebastian Moleski Martin Rulsch
Lobbying Nikolas Becker, Sebastian Moleski Dirk Franke
Public Relations Anja Ebersbach Nikolas Becker
Qualität Sebastian Wallroth, Ralf Liebau
Usability und Technik Martin Rulsch, Anja Ebersbach
Betriebsmittel Anja Ebersbach
Finanzen Delphine Ménard
Fundraising Delphine Ménard Sebastian Moleski
Organisationsentwicklung Dirk Franke, Sebastian Wallroth Sebastian Blumenthal
Personal Ralf Liebau
Vereinskommunikation Nikolas Becker Sebastian Blumenthal
Wikimedia international Martin Rulsch, Delphine Ménard, Sebastian Moleski
AG Geschäftsführung Sebastian Moleski, Delphine Ménard, Ralf Liebau
AG Mitgliederversammlung Nikolas Becker, Dirk Franke, Martin Rulsch,

Bestellung des hauptamtlichen Vorstands

Nach kurzer Aussprache innerhalb des Präsidiums wurde Pavel Richter, der Geschäftsführer des Vereins, für eine Amtszeit von vier Jahren zum hauptamtlichen Vorstand bestellt. Die Bestellung war sofort wirksam. Dieser Bestellung waren mehrere Monate Vorbereitung und Verhandlung vorausgegangen, für deren erfolgreichen Ausgang ich mich gern noch einmal beim ehemaligen Vorstand und bei Pavel bedanken möchte.

Terminfestlegungen

Das Präsidium hat in seiner Sitzung auch eine Reihe von Terminen festgelegt, darunter die Sitzungen und die Mitgliederversammlungen im nächsten Jahr.

Veranstaltung Thema Ort Termin
1. Klausur Team-Building, Grundlagen, … Nähe München 7./8. Januar 2012
2. Präsidiumssitzung MV-Vorbereitung Hannover 24. März 2012
10. Mitgliederversammlung Jahresbericht, Entlastung, … Berlin 21./22. April 2012
2. Klausur Kompass 2020,…  ? 22./23. Juni 2012
3. Klausur Wirtschaftsplan, …  ? 8./9. September 2012
Tour zum Wirtschaftsplan 5 Städte 23.-28. September 2012
3. Präsidiumssitzung MV-Vorbereitung Hannover 27. Oktober 2012
11. Mitgliederversammlung Wahlen, Wirtschaftsplan, …  ? 24./25. November 2012

Stellvertreterreihenfolge

Die Geschäftsordnung sieht vor, dass das Präsidium auf seiner ersten Sitzung bestimmt, in welcher Reihenfolge die stellvertretenden Vorsitzenden jeweils den Vorsitz übernehmen. Das Präsidium hat sich darauf geeinigt, diese Festlegung anhand der Stimmenzahl vorzunehmen und damit Ralf Liebau gefolgt von Sebastian Wallroth als Reihenfolge zu bestimmen.

Die Sitzung konnte unter Verzicht auf das Mittagessen um 13 Uhr beendet werden, sodass die Präsidiumsmitglieder danach an der Diskussion mit Sue Gardner zum Bildfilter, zum Autorenschwund und zur Geschlechterverteilung teilnehmen konnten. 2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Bewertungen, Durchschnitt: 3,91 von 5)

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Workshops und Sue Gardner auf der Mitgliederversammlung

Am Wochenende vom 19./20. November 2011 findet in Hannover die 9. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Der erste Tag konzentriert sich dabei auf die vereinsinternen Themen Wirtschaftsplan 2012, Wahlen und Anträge. Dieser Teil ist nur für Mitglieder.

Am zweiten Tag stehen die Wikimedia-Projekte klar im Fokus. Alle, die sich für Freies Wissen interessieren und zur Wikipedia, Commons und den weiteren Wikimeida-Projekten beitragen oder beitragen möchten, sind herzlich eingeladen. Es wird zu verschiedenen Themen Workshops geben, darunter welche zum „Lizenzdickicht auf Commons”, „Die Geschäftsstelle stellt sich vor”, das „Life, the Universe and Everything” und vieles mehr.

Für den Nachmittag des zweiten Tages wird Sue Gardner, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, für eine ausführliche Diskussion mit der deutschen Wikimedia-Community zur Verfügung stehen. Neben dem brennende Thema Bildfilter und die Beziehung zwischen der Wikimedia Foundation und der deutschen Wikipedia-Community stehen auch der Rückgang an aktiven Autoren in der Wikipedia und warum es so wenige Frauen unter den Autoren gibt auf der Themenliste.

Veranstaltungsdetails

Ort: Buhmann-Schule, Prinzenstr. 2, 30159 Hannover, http://www.buhmann.de

Ablauf

  • 10:00 bis 12:00 Uhr: Workshops
  • 12:00 bis 13:00 Uhr: Mittagessen mit Sue Gardner und weiteren Mitarbeitern der Wikimedia Foundation
  • 13:00 bis 15:00 Uhr: Fragen & Antworten mit Sue Gardner zum Bildfilter, Autoren-Schwund und Frauen-Förderung

Es wird auf jeden Fall eine Simultanübersetzung Deutsch – Englisch – Deutsch geben, so dass jeder an der Diskussion teilnehmen kann. Weiterhin wird es einen Live-Stream über das Internet geben, wobei hier eine Simultanübersetzung nicht garantiert werden kann.

Um auch allen, die nicht vor Ort in Hannover sein können, die Möglichkeit zu geben, sich mit Fragen an der Diskussion zu beteiligen, haben wir in der Wikipedia einen Bereich eingerichtet um Fragen zu sammeln.

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Italienische Wikipedia im Streik

Die italienische Wikipedia-Community ist in diesen Tagen einen Schritt gegangen, der so in der 10-jährigen Geschichte der freien Enzyklopädie einmalig ist. Seit gestern Abend  ist die italienische Version der größten Wissenssammlung der Menschheit für Leser nicht mehr erreichbar – die Inhalte sind vorübergehend versteckt. Stattdessen erklärt ein Brief die Gründe für dieses Vorgehen. Ursache dafür ist der Paragraph 29 eines italienischen Gesetzesentwurfs, den das italienische Parlament zurzeit debattiert. Dieser enthält eine Verpflichtung für Webseiten, innerhalb von 48 Stunden kommentarlos jegliche Korrektur am Inhalt vorzunehmen, die der Antragsteller im Interesse seiner Reputation fordert. Unerfreulicherweise verlangt dieses Gesetz keine Evaluation durch eine unabhängige dritte Person.

Die ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren haben in den letzten 10 Jahren in Gemeinschaftsarbeit eine neutrale, frei lizenzierte und vor allem unabhängige Wissensquelle erstellt. Relevanzkriterien, Löschanträge, Änderungen in Artikeln und Umgang mit Persönlichkeitsrechtsverletzungen werden öffentlich diskutiert. Durch Quellennachweise, Belege und die Einhaltung eines neutralen Standpunkts wird die Qualität der Artikel gesichert.  Wikipedia hat eine Reihe von Mechanismen etabliert, über die Sorgen und Beschwerden von Einzelpersonen oder Organisationen gesammelt und gelöst werden. Das jetzige System zur Entfernung falscher Informationen ist erprobt und belastbar. Diese bewährten Arbeitsmethoden sind nun durch eine mögliche Gesetzesänderung in Italien in Frage gestellt und damit werden die Grundprinzipien der freien Enzyklopädie missachtet.

Seit Bestehen des Online-Lexikons haben Wikipedia-Benutzer auf Nachfrage hin jede Art von Inhalt überprüft, der für jemanden nachteilig sein könnte, ohne dabei auf die Neutralität und Unabhängigkeit des Projektes verzichten zu müssen. Eine Korrektur ohne Recht auf Diskussion und Überprüfung der Inhalte veröffentlichen zu müssen, würde zu einer inakzeptablen Einschränkung der Freiheit und Unabhängigkeit von Wikipedia führen.

Als gemeinnütziger Verein zur Förderung Freien Wissens setzt sich Wikimedia Deutschland nicht nur für den freien Zugang zu Wissen ein, sondern fördert und unterstützt auch die Erstellung und Verbreitung von Freiem Wissen. Wikimedia Deutschland ist nicht an redaktionellen Prozessen beteiligt und mischt sich auch nicht in die gewachsenen Strukturen und das komplexe Regelwerk von Wikipedia ein. Die aktuelle Diskussion über den Gesetzesentwurf in Italien widerspricht jedoch unseren Grundsätzen und der Mission der Förderung Freien Wissens.

Die italienische Autoren-Gemeinschaft hat sich für eine drastische Reaktion entschieden, die nicht nur auf Zuspruch stößt. Vielleicht hätte es andere Maßnahmen gegeben, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. Aber die Entscheidung, Wikipedia für geplante 48 Stunden nicht verfügbar zu machen, ist zumindest sehr wirkungsvoll. Es geht hier um ein grundsätzliches Problem im Umgang mit Freiem Wissen, Neutralität und Meinungsfreiheit. Dies zeigen auch die zahlreichen Medienberichte, Online-Unterstützer weltweit und Solidaritätserklärungen.

Wikimedia Deutschland steht an der Seite der Freiwilligen aus Italien, die gegen den „Kill-Blog“ genannten Gesetzesentwurf protestieren. Dieses Gesetz würde die Arbeit von Projekten wie Wikipedia behindern: offene, ehrenamtliche und gemeinschaftliche Orte, die dem Teilen von Wissen gewidmet sind. Ganz zu schweigen von der Einschränkung der Möglichkeit für alle Internet-Benutzer, sich an demokratischen Vorgängen zu beteiligen und ihr Recht auf freie Rede auszuüben.

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Wirtschaftsplan 2012, Version 2.0

Soeben haben wir den aktualisierten Entwurf des Wirtschaftsplans 2012 veröffentlicht. Ihr könnt die PDF-Version sowie die Wiki-Version im Online-Forum einsehen und kommentieren.

Mit der Veröffentlichung des ersten Entwurfs unseres Wirtschaftsplans vor einigen Wochen haben wir zur aktiven Mitarbeit aufgerufen. Im Online-Forum haben sich viele Interessierte daran beteiligt und uns ihre Meinung gesagt, Fragen gestellt oder Vorschläge eingebracht. Darüber hinaus haben wir im September in fünf Städten Mitglieder und weitere Interessierte eingeladen, mit Vorstand und Geschäftsführung die Planung zu diskutieren. Alle diese Rückmeldungen wurden in die heute veröffentlichte zweite Version eingearbeitet (im neuen Dokument in grauer Schriftfarbe hervorgehoben).

Im Namen des Vorstands und aller Mitarbeiter möchte ich mich an dieser Stelle für das Interesse und die bisherige Mitarbeit bedanken. Selbstverständlich besteht auf der Diskussionsseite im Online-Forum weiterhin die Möglichkeit, unsere Planung zu kommentieren und Änderungen vorzuschlagen. Auch gibt es weiterhin unter plan2012@wikimedia.de eine E-Mail-Adresse für Rückmeldungen, Fragen und Anregungen.

Ich freue mich über weitere Ideen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge!

P.S. Der ausführliche Bericht zur Tour durch die fünf Städte kommt nächste Woche.

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Warum man sich im Präsidium engagieren sollte

Wikimedia Deutschland ist ein Verein, und wie (fast) jeder Verein hält auch Wikimedia Deutschland mindestens einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung ab. Unsere nächste, die 9. Mitgliederversammlung seit Vereinsgründung, findet am 19. November 2011 in Hannover statt und wird zwei große Themen auf der Tagesordnung haben: die Wahl des ersten Vereinspräsidiums sowie die Vorstellung und Beschlussfassung des Wirtschaftsplans 2012. In diesem Blogpost möchte ich ein wenig darauf eingehen, warum man sich im Präsidium engagieren sollte.

Was macht das Präsidium eigentlich? Nach der neuen Satzung, die zeitglich mit dieser Mitgliederversammlung in Kraft tritt, ist das Präsidium das ehrenamtliche Leitungs- und Kontrollorgan des Vereins. Dabei hat es vier primäre Aufgaben: die strategische Planung des Vereins fortzuschreiben, den hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand zu bestellen und abzuberufen sowie dessen Arbeit zu kontrollieren und den Mitgliedern gegenüber den Verein zu vertreten. Das heißt zum Beispiel, dass das Präsidium einmal im Jahr die Arbeit der Geschäftsführung umfassend bewertet und damit über die leistungsbezogenen Vergütungsbestandteile entscheidet. Ebenso werden in den Präsidiumssitzungen die strategischen Ziele des Vereins überprüft und angepasst. Und schließlich wird in regelmäßigen Telefonkonferenzen der Projektfortschritt besprochen und ggf. Änderungen an den unterjährigen Planungen vorgenommen.

Warum sollte man sich dafür nun engagieren? Während wir über die letzten Jahre die Mitgestaltungsmöglichkeiten aller Vereinsmitglieder und auch der Wikimedia-Community stetig ausgebaut haben, so steht weiterhin außer Frage, dass nur die Arbeit im Präsidium zu tiefgreifendem und insbesondere nachhaltigem Einfluss führt. Das Präsidium wird, wie der ehrenamtliche Vorstand bisher, aus Menschen bestehen, denen die Entwicklung des Vereins so wichtig ist, dass sie einen Teil ihrer Freizeit dafür opfern und gleichzeitig aber auch die damit verbundene Verantwortung übernehmen möchten. Das ist auch der Grund, warum man sich engagieren sollte: wem die weitere Entwicklung von Wikimedia Deutschland wichtig ist, wer sich gern mit Fragestellungen des „Großen Ganzen“ beschäftigt, wer Spaß daran hat, Leistungen zu bewerten, Planungen aufzustellen und mit Mitgliedern und der Community zu kommunizieren, wer sich für die Stärkung und den Ausbau des Vereins als der Förderer Freien Wissens schlechthin einsetzen möchte und wer für all das persönlich Verantwortung übernehmen möchte, für den ist ein Engagement im Präsidium geradezu Pflicht.

Warum sollte man sich dafür nun nicht engagieren? Einerseits ist der Gestaltungsraum der eigenen Arbeit im Präsidium sehr breit. Es gibt neben den „betitelten“ Positionen wie Vorsitzender, Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister, die jeweils recht klare Aufgaben haben, auch bis zu sechs Beisitzerposten, die von jedem mit eigenem Leben gefüllt werden können. Andererseits gibt es aber aufgrund der genannten Kernaufgaben des Präsidiums auch Aktivitäten, für die ein Sitz im Präsidium weder notwendig, noch teilweise überhaupt hilfreich ist. Wenn du beispielsweise eigene Projektideen hast, die du gern umsetzen möchtest, wäre die Teilnahme am Community-Projektbudget ein wesentlich passenderes Engagement für dich. Wenn dich nur ein einziges Thema bewegt und du sonst wenig Interesse an der gesamten Bandbreite der Präsidiumsarbeit hast, ist es vielleicht besser, das Thema nach der Wahl als Antrag beim Präsidium einzureichen, mit ihm zu diskutieren und gegebenenfalls einen Beschluss herbeizuführen.

Hürde für einige ist nun vielleicht noch, nicht zu wissen, wer sonst noch kandidiert. Aus dem derzeitigen ehrenamtlichen Vorstand, der aktuell aus acht Mitgliedern besteht, werden bis auf Michail Jungierek, der zuletzt als Zweiter Vorsitzender tätig war, alle erneut kandidieren. Da das Präsidium insgesamt zehn Mitglieder haben wird, gibt es damit mindestens drei Sitze neu zu besetzen. Wie es einer gelebten Demokratie aber angemessen ist, wäre es hervorragend, wenn es insgesamt mehr als zehn Kandidaten gibt und die Mitglieder schließlich eine echte Wahl haben!

Was muss man tun um zu kandidieren? Nichts einfacher als das: füll das Formular aus und schick es ausgedruckt per Post, Fax oder E-Mail (mv2011@wikimedia.de) an den Verein. Frist für alle Kandidaturen ist der 18. Oktober 2011. Zusätzlich zum Formular kannst du auch eine Selbstvorstellung verfassen und sie an obige E-Mail-Adresse schicken. Sie wird dann vor der Mitgliederversammlung mit allen weiteren Unterlagen an die Mitglieder verschickt.

Weitere Details und Antworten zu vielen Fragen findet ihr in der FAQ. Selbstverständlich könnt ihr euch auch vertrauensvoll an jedes derzeitige, aber auch an ehemalige Vorstandsmitglieder wenden, wenn ihr mehr über die ehrenamtliche Arbeit im Präsidium wissen wollt.

Ich freue mich auf jede Menge engagierter Kandidaten!

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Der Wirtschaftsplan 2012 – Jetzt bist Du gefragt!

Liebe Mitglieder und Freunde des Freien Wissens,

heute veröffentlichen wir den Entwurf des Wirtschaftsplans 2012. Damit möchten wir allen Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, die Planung des Vereins für das kommende Jahr mitzugestalten. Als PDF-Datei steht der Plan hier zur Verfügung, als Wiki-Text findet er sich hier im Forum des Vereins.

Ein spannendes Jahr 2012 liegt vor Wikimedia Deutschland. Die im Wirtschaftsplan entwickelten Aufgaben sind ambitioniert und die vorgestellten Ziele legen die Meßlatte hoch. Als Verein werden wir diese Aufgaben nur gemeinsam angehen können, und nur gemeinsam werden wir unsere Ziele erreichen. Ein erster Schritt ist dieser Wirtschaftsplan: Er ist ein Entwurf – und man kann ihn ändern. Wie die Wikipedia auch wird dieser Plan besser, wenn sich viele daran beteiligen, ihre Meinung sagen, ihre Vorschläge einbringen und ihre Ideen entwickeln. Hierzu besteht ab sofort eine Möglichkeit auf der Diskussionsseite im Online-Forum.

Als Mitglieder des Vereins habt ihr darüber hinaus die Möglichkeit, formale Änderungsanträge zum Wirtschaftsplan 2012 zu stellen, die dann auf der kommenden Mitgliederversammlung am 19. November 2011 in Hannover diskutiert und zur Abstimmung gestellt werden können. Diese müssen bis vier Wochen vor der Versammlung, also bis zum 21. Oktober 2011, ebenfalls im Online-Forum vorgestellt werden.

Zusätzlich laden wir in den kommenden Tagen in fünf Städten zum Wikimedia Forum, auf denen Vorstand und Geschäftsführung die Planung vorstellen und sie mit Mitgliedern und allen weiteren Interessierten diskutieren. Mehr Informationen nach dem Klick.

Weiterhin haben wir unter plan2012@wikimedia.de eine Email-Adresse für Rückmeldungen, Fragen und Anregungen eingerichtet.
Ich freue mich auf Eure Ideen, Euren Input, Eure Vorschläge!

Beste Grüße

Sebastian Moleski
Erster Vorsitzender
Wikimedia Deutschland e.V.
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Wirtschaftsplan 2012 – Wie ihr euch daran beteiligen könnt

Jedes Jahr erstellt Wikimedia Deutschland einen Wirtschaftsplan, in dem die Schwerpunkte der Vereinsarbeit zusammen mit dem damit verbundenen Einnahmen und Ausgaben festgelegt werden. Für das Jahr 2011 kann der Wirtschaftsplan im Vereinsforum (kostenlose Anmeldung erforderlich) eingesehen werden.

Die Erstellung des Wirtschaftsplans liegt in den Händen der Geschäftsführung in enger Abstimmung mit dem Vereinsvorstand. Zusätzlich gab es in Vergangenheit Möglichkeiten für Mitglieder und Community, Feedback zum Wirtschaftsplan zu geben. In diesem Jahr möchten wir die Partizipationsmöglichkeiten jedoch noch einmal entscheidend erweitern. Wenn du Interesse daran hast, die Schwerpunkte der Vereinsarbeit im Jahr 2012 mitzugestalten, hast du dieses Jahr folgende Möglichkeiten:

  • Am 16. September 2011 wird der erste Entwurf des Wirtschaftsplans unter http://wikimedia.de/plan2012 veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt sammeln wir im Vereinsforum Kommentare, Kritik, Änderungswünsche und weitere Vorschläge.
  • Vom 18. bis zum 22. September 2011 laden wir vor Ort zur Diskussion: in fünf deutschen Ballungsräumen werden wir unsere Pläne für das nächste Jahr vorstellen und eure Wünsche, eure Ideen und eure Kritik aufnehmen. Details zu diesen Veranstaltungen werden wir in Kürze bekanntgeben. Sie stehen sowohl Mitgliedern des Vereins als auch der Wikimedia-Community offen.
  • Am 30. September 2011 werden wir die Anregungen aus den Diskussionen vor Ort sowie dem Vereinsforum in den Entwurf einarbeiten und eine neue Version veröffentlichen. Auch dieser Entwurf kann dann im Vereinsforum diskutiert werden.
  • Bis zum 21. Oktober 2011 können dann noch Änderungsvorschläge online eingereicht werden. Der finale Entwurf des Wirtschaftsplans steht dann am 24. Oktober 2011 bereit, damit er auf der Mitgliederversammlung am 19. November 2011 endgültig diskutiert und beschlossen werden kann.

Unterstreichen möchte ich an dieser Stelle, dass nicht nur Vereinsmitglieder aufgerufen sind, sich an der Gestaltung des Wirtschaftsplans 2012 zu beteiligen. Auch Wikipedianer, Commonisten, Wikisourcler, MediaWiki-Entwickler und alle anderen, die sich für die Wikimedia-Projekte einsetzen, laden wir herzlich ein, an diesem Prozess mitzuwirken.

Wie so oft in der Wikimedia-Welt ist auch dieser neue Ansatz ein Experiment. Partizipation zu erweitern und neue Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement zu schaffen, ist eines der wichtigsten Ziele, die sich der aktuelle Vorstand gesetzt hat. Wir hoffen, dass wir diesem Ziel mit den neugeschaffenen Mitgestaltungsmöglichkeiten nähergekommen sind. Feedback, Wünsche und Anregungen, wie wir diesen Prozess noch besser gestalten können, sind dabei selbstverständlich mehr als willkommen.

Ich freue mich auf eure Beteiligung!

Sebastian Moleski
Erster Vorsitzender

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Zwei Rücktritte, ein Wechsel und ein großes Dankeschön

Vor kurzer Zeit haben zwei Mitglieder des Vorstands ihren Rücktritt bekanntgegeben. Alice Wiegand, Zweite Vorsitzende des Vereins und seit 2008 Mitglied des Vorstands, ist am 17. Juli 2011 mit Wirkung zum 31. Juli 2011 zurückgetreten. Achim Raschka, Beisitzer und vormals Qualitätsreferent im Vorstand, ist am 18. Juli 2011 mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.

Wenn Vorstände vor ihrer Amtszeit ausscheiden, ist das immer ein Verlust für den Verein. Bei diesen beiden Rücktritten schmerzt der Verlust um so mehr, weil es sich in beiden Fällen um langjährig engagierte Wikipedianer und Wikimedianer handelte, die den Verein über viele Jahre entscheidend beeinflusst und geprägt haben.

Mit Alice Hilfe gelang es dem Verein, eine Reform der Verantwortungsstruktur zu meistern, die uns noch viele Jahre den Freiraum und den organisatorischen Unterbau gibt, mit maximaler Effektivität Freies Wissen zu fördern. Ohne ihren Beitrag zur Ausarbeitung der strategischen Planung wäre auch der Kompass 2020 nicht in der Form entstanden, wie er heute den Rahmen der Entwicklung von Wikimedia Deutschland vorgibt. Ihre Beharrlichkeit, ihr unermüdlicher Einsatz für die Sache und ihre schier unerschöpfliche Geduld werden dem Verein und uns im restlichen Vorstand fehlen.

Mit Achims Unterstützung konnte 2010 das Ressort Qualität mit neuem Leben versorgt werden. Bekannt aus der Wikipedia als Erfinder des Schreibwettbewerbs und einer Vielzahl weiterer qualitätsfördernder Maßnahmen, hat er den Vorstand tatkräftig und sachkundig beraten. Durch sein Engagement wurde sichergestellt, dass die Steigerung der Qualität in den Wikimedia-Projekten stets Thema unserer Beratungen und Planungen blieb. Zuletzt hat er mit seinem Beitrag zur Überarbeitung der Kompass-Ziele dafür gesorgt, dass sich die geänderten Anforderungen an sein Ressort in der zukünftigen Entwicklung der Vereinsarbeit wiederspiegeln werden.

Gemäß unserer Satzung und des Beschlusses der 8. Mitgliederversammlung hat der bisherige Beisitzer Michail Jungierek am 1. August 2011 das Amt des Zweiten Vorsitzenden übernommen. Für den Rücktritt eines Beisitzers sieht die Satzung kein Nachrückverfahren vor, so dass die Position bis zur 9. Mitgliederversammlung am 19. November 2011 unbesetzt bleiben wird.

Mir bleibt an dieser Stelle nur, mich im Namen des Vorstands bei Achim und Alice für ihren gemeinsamen Einsatz für den Verein zu bedanken. Ich wünsche Beiden für ihre Zukunft alles Gute und hoffe, dass sie sich weiterhin für Freies Wissen engagieren werden. Es war mir persönlich eine Ehre und ein Privileg, mit ihnen gemeinsam im Vorstand des Vereins zu dienen.

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