Geschrieben von Sebastian Horndasch



Didaktik: Damit Lernen nicht nur zufällig klappt

Am 17. November fand in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland die fünfte und letzte Veranstaltung aus der Reihe “Digitale Kompetenzen” statt. Diesmal stand die Digitalisierung der Bildung auf dem Programm. Unter dem Titel „Digital selber Lernen – Wie gehen wir mit verändertem Lernverhalten um?“ diskutierten die eingeladenen Expertinnen und Experten darüber, wie wir zukünftig lernen werden. Medienpartnerin der Veranstaltung war die werkstatt.bpb.de. Das Fazit: Die Möglichkeiten des Digitalen werden noch nicht gut genug genutzt. Und: Ohne gute Didaktik geht es kaum. Von Sebastian Horndasch und Christopher Schwarzkopf.

Auf dem Podium diskutierten (v.l.n.r.): Simon Köhl, Nina Lindlahr, Prof. Dr. Ilona Buchem und Axel Krommer, Foto von Sebastian Horndasch (WMDE), CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Nachdem zuvor bereits die Themen Datenschutz, Digital Natives, Digitalisierung der Arbeitswelt und Filteralgorithmen behandelt wurden, ging es bei der letzten Veranstaltung aus der Reihe Digitale Kompetenzen um das Thema Bildung. Digitale Medien erhalten immer stärkeren Einzug in das formelle Bildungssystem und werden von Lehrenden und Lernenden zunehmend genutzt. Durch freie Bildungsmaterialien, Wikipedia und Foren im Netz findet die Wissensvermittlung und -aneignung immer stärker auch außerhalb der Schule statt. Hierbei verschwimmen die Grenzen von Lehren und Lernen und es entstehen neue, hybride Formen.

Wir wollten daher mit Expertinnen und Experten darüber sprechen, welche Herausforderungen die Digitalisierung der Bildung mit sich bringt, aber auch, welche neuen Möglichkeiten sich daraus für Lehrende und Lernende ergeben. Im Zentrum der Veranstaltung stand also die Frage: „Wie lernen wir in Zukunft!“

Mit Axel Krommer (Akademischer Oberrat an der Universität Erlangen-Nürnberg und Philosophielehrer an einem Gymnasium), Simon Köhl (Gründer der Lernplattform Serlo und Vorsitzender der Gesellschaft für freie Bildung e.V.) und Prof. Dr. Ilona Buchem (Gastprofessorin für Digitale Medien und Diversität an der Beuth Hochschule für Technik Berlin) konnten wir drei Menschen, die sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen intensiv mit der Digitalisierung der Bildung beschäftigen, für das Podium gewinnen.

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OER – wie geht es richtig?

Mit “Best Practice OER” laden Wikimedia Deutschland und die Technologiestiftung Berlin zu einer zweiteiligen Veranstaltungsreihe zu Freien Bildungsmaterialien. Am 22. Okober geht es um OER-Praxis, am 5. November um Policy Making.

Bild von Libby Levi , CC-BY-SA 2.0 via Flickr

Über Open Educational Resources wird viel diskutiert, nicht zuletzt im Rahmen der OER-Konferenz. Doch viele Diskussionen finden auf eher abstrakter Ebene statt. In der zweiteiligen Veranstaltungsreihe “Best Practice OER” steht daher das konkrete Tun im Vordergrund. Die Reihe ist eine Kooperation zwischen der Technologiestiftung Berlin (TSB) und Wikimedia Deutschland.

Am 22. Oktober steht die Diskussion unter der Überschrift “OER-Praxis”. Im Format einer Talkrunde berichten die Teilnehmenden über ihre persönlichen Erfahrungen, Fehler und Erfolge im Erstellen von Freien Bildungsmaterialien. Auf dem Podium diskutieren:

Am 5. November diskutieren wir dann “Policy Making”. Wie können Politik und Institutionen mit OER umgehen? Welche Ansätze gibt es? Was sind die Schwierigkeiten einer konkreten Umsetzung? Diese Fragen diskutieren:

Auch wer nicht vor Ort dabei sein kann, kann mitmachen: Die Diskussionen werden über die entsprechenden Veranstaltungsseiten der TSB live gestreamt und können aktiv per Chat mitgestaltet werden (hier OER-Praxis, hier Policy Making).

  • Wann: 22. Oktober und 5. November, jeweils 19:00 bis 20:30 Uhr
  • Wo: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin
  • Eintritt: Frei
  • Anmeldung: Bis zwei Tage vor der Veranstaltung per E-Mail an seitz(at)technologiestiftung-berlin.de
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Das Ende des Schulbuchs?

Im letzten Teil der Beitragsreihe zum Programm der OER-Konferenz 2014 setzt Tim Schmalfeldt den Fokus auf den dreiteiligen Workshop über die Zukunft des Schulbuchs von Matthias Bock, Dr. David Klett und Dr. Ilias Körner-Wellershaus. Hierbei sollen die Teilnehmerin und Teilnehmer die Chance bekommen über ihre Vorstellungen von Schulbüchern und Bildungsmaterialien zu diskutieren. Im Weiteren greift Sarah Behrens die Herausforderung gesellschaftlicher Beteiligung am bildungspolitischen Diskurs über ein gemeinsames Verständnis von offener Bildung auf, welche in dem Vortrag von Dr. Anja Wagner und Dr. Markus Deimann auf der OERde14 diskutiert wird.

Offene Bildungsressourcen in der Schule

Tim Schmalfeldt über den Workshop von Matthias Bock, Dr. David Klett und Dr. Ilias Körner-Wellershaus  „ Zukunft des Schulbuchs ­- Verlage, freie Lizenzen und die Realität im Unterricht? Workshop: Lehrer stellen Verlage und Politik auf die Probe“.

Kontroversität und Konsensfindung sind Grundprinzipien der politischen Bildung. Und ein Konsens ist nur dann tragfähig, wenn möglichst viele Gruppen an der Meinungsbildung beteiligt werden. In diesem Workshop kommen nicht nur OER-Anhänger zu Wort. Verlage, Lehrerinnen und Lehrer und Politik finden sich zusammen, um über nicht weniger als die Zukunft des Schulbuchs zu diskutieren.

“Going open (education)”, Bild von Jtneill, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Dabei geht es zunächst darum, sich mit wichtigen Fragen auseinanderzusetzen: Können die hohen Qualitätsstandards, die Schulbuchredakteure gewährleisten, auch bei offenen Materialien gesichert werden? Birgt die staatliche Unterstützung von OER die Gefahr „staatlich verordneter“ Materialien? Ist es gerechtfertigt, dass Schulbuchverlage alle Rechte für ihre Materialien beanspruchen, auch wenn diese wesentlich aus den Landeshaushalten finanziert werden? In einem weiteren Schritt soll dann nach Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen gesucht werden, die mit einer Verankerung von offenen Bildungsressourcen im Feld Schule einhergehen.

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„Fit für OER!“ – Workshop für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich

Am 11. September, einen Tag vor Beginn der Konferenz „OERde14 – Die Zukunft Freier Bildungsmaterialien“ bietet die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) in Kooperation mit Wikimedia Deutschland e. V. einen Workshop mit Impulsen und Praxisübungen zum Thema OER für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich an. Der Workshop richtet sich an OER-Einsteigende. Dies ist Gastbeitrag von Sabine Kühnel, Referentin Medienkompetenz bei der mabb.

Open Educational Resources haben das Potential, unsere Bildungswelt entscheidend zu verändern. Bild: opensource.com, CC-BY 2.0 via Wikimedia Commons

Das passende Unterrichtsmaterial steht meist nicht fertig im Regal. Um den Lernenden ein solches an die Hand geben zu können, stellen pädagogische Fachkräfte es oft selbst her oder setzen Vorhandenes in neuen, passenden Kombinationen zusammen. Nutzt man dabei auch digitale Bildungsmaterialien, entstehen schnell Unsicherheiten und Hürden, beispielsweise durch urheberrechtliche Aspekte und die Frage der Qualitätssicherung.

Open Educational Resources könnten eine Lösung für diese Herausforderungen sein. Der Workshop „Fit für OER!“ will den Teilnehmenden das Thema OER praxisnah, leicht verständlich und an ihren Bedürfnissen ausgerichtet näher bringen und für den pädagogischen Arbeitsalltag nutzbar machen. Neben einer Einführung, was OER überhaupt sind, lernen die Teilnehmenden konkrete Anlaufstellen für freie Bildungsmaterialien kennen und üben sich im eigenen Herstellen und Freigeben von OER.

Einbindung in die OERde14

Im Rahmen des achtstündigen Workshops sollen die Teilnehmenden eigene Bildungsmaterialien – zum Beispiel Arbeitsblätter, Fragebögen oder Hörstücke – erstellen, die unter Freien Lizenzen veröffentlicht werden sollen und im Rahmen einer Barcamp-Session auf der OERde14 präsentiert werden können. Die Teilnehmenden des Workshops können kostenlos an der Konferenz OERde14 am 12. und 13.September 14 in Berlin teilnehmen.

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OERde14: Das Programm steht!

Die Würfel sind gefallen: Aus 49 Einreichungen hat das Programmteam 30 Vorträge und Workshops für die Konferenz OERde14 am 12. und 13. September ausgewählt. Das Programm der OERde14 enthält eine Reihe von Highlights: Vom ehemaligen Chief Technology Officer für Products & Innovation der Telekom, dem eine Wikipedia für OER vorschwebt über Michał Woźniak, der über OER in Polen spricht bis hin zu Lehrenden der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel, die darüber berichten, wie sie OER bereits in der Praxis umsetzen.

Draußen scheint die Sonne, drinnen wird gearbeitet: Das OERde14-Programmteam bei der Arbeit. Bild: Jan Apel, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Es war ein langer Tag: Am 23. Juni traf sich das Programmteam der OERde14, um aus 49 Einreichungen die besten für die Konferenz zu küren. Von 10:00 bis 19:00Uhr diskutierte die Gruppe alle Einreichungen. Zwar fielen fast alle Entscheidungen im Konsens – doch gerade im Mittelfeld waren einige schwierige Abwägungen nötig, gerade wenn sich einzelne Auswahlkriterien widersprachen.

Für die Auswahl der Beiträge hatte sich das Programmteam für vier Haupt- und vier Nebenkriterien entschieden. Die Hauptkriterien waren:

A. Relevanz: Passt die Einreichung zum Konferenzthema und den definierten Kriterien für OER?

B. Interesse: Ist zu erwarten, dass das Thema bei den Teilnehmenden Interesse findet?

C. Qualität: Ist die Einreichung seriös und gut begründet?

D. Angemessenheit: Ist die Einreichung innerhalb der gegebenen Zeit- und Raummöglichkeiten umsetzbar?

Nebenkriterien:

E. Redundanz: Ist das Thema bereits anderweitig abgedeckt?

F. Streuung: Verteilen sich die Beiträge über die thematischen Schwerpunkte der Konferenz?

G. Quote: Sind unter den Mitwirkenden die Geschlechter annähernd ausgeglichen vertreten?

X. X-Factor: Joker für tolle Einreichungen, die das Programmteam positiv überraschen.

Das Programmteam

Das Programmteam bestand aus Menschen mit großer Erfahrung im OER-Bereich, Repräsentierenden der Partnerorganisationen und der Wikimedia-Bewegung. Mit dabei waren die folgenden Personen:

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OERde14 – Die Zukunft Freier Bildungsmaterialien

Die OER-Konferenz 2014 (#OERde14) findet am 12. und 13. September in Berlin statt und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert. Damit bekennt sich erstmals in Deutschland ein zentraler bildungspolitischer Akteur zur Wichtigkeit des Themas Freie Bildungsmaterialien (engl. Open Educational Resources, kurz OER). Anmeldung und Call for Participation sind jetzt offen.

Freie Bildungsmaterialien sind innerhalb von kürzester Zeit vom unbekannten Randthema zu einer zentralen Frage der bildungspolitischen Diskussion geworden: Auf politischer Ebene ist Berlin als erstes Bundesland aktiv geworden und arbeitet derzeit an einer Strategie zur Implementierung von OER in den Schulunterricht. Mit der Initiative Open Education Europa fordert die EU, OER in die Lehre zu integrieren. Und die Kultusministerkonferenz hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Ende des Jahres eine umfassende Stellungnahme zu OER veröffentlichen wird.

Vor diesem Hintergrund wollten wir bei Wikimedia Deutschland (WMDE) den Erfolg der OER-Konferenz 2013 fortsetzen. Unser Ziel ist es, die Veranstaltung weiterzuentwickeln: War die Konferenz vergangenes Jahr noch weitgehend eine Veranstaltung für OER-Aktivistinnen und Aktivisten, gilt unser Fokus in diesem Jahr auch der Einbeziehung von großen und einflussreichen gesellschaftlichen Institutionen.Dafür suchten wir einen starken Partner: Finanziell, damit die Konferenz wachsen kann, vor allem aber ideell, um der Konferenz zusätzlich Reichweite und Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Diesen Partner haben wir gefunden: Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist 2014 Förderin der #OERde14. Mit der bpb bekennt sich die wichtigste Institution in der politischen Bildung und damit einer der zentralen bildungspolitischen Akteure in Deutschland zur Wichtigkeit des Themas OER. Durch die Förderung der bpb wollen wir neue Kreise für das Thema erreichen und so die Idee Freien Wissens im Bildungsbereich stärken.

OERde14 – kuratierte Konferenz und BarCamp in einem

Die Konferenz wird das erfolgreiche Format von 2013 fortsetzen mit einem kuratierten Konferenzteil sowie einem BarCamp, im Rahmen dessen Teilnehmende selbst Workshops einreichen können. Im kuratierten Teil wird es folgende Tracks geben:

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Das größte Risiko bei OER? OER nicht umzusetzen

Die Kultusministerkonferenz (KMK) arbeitet derzeit an Empfehlungen zum Umgang mit Freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resources oder OER). Wikimedia Deutschland wurde in diesem Rahmen gebeten, eine umfassende schriftliche Stellungnahme zum Thema abzugeben. Diese ist im Folgenden dokumentiert.

1. Ausgangslage

„Freedom is not free“ – Freie Materialien gibt es nicht umsonst. Bild: Vinoth Chandar CC-BY 2.0 via Wikimedia Commons

a. Welche Definition von OER legen Sie zugrunde?

Wikimedia Deutschland e.V. (WMDE) folgt der 2012 von der UNESCO verabschiedeten Definition von OER:

„Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang, sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt. Das Prinzip der offenen Lizenzierung bewegt sich innerhalb des bestehenden Rahmens des Urheberrechts, wie er durch einschlägige internationale Abkommen festgelegt ist, und respektiert die Urheberschaft an einem Werk.“

Zu beachten ist dabei, dass offene Lizenz z.B. durch die Open Definition definiert wird und dabei zu den konstituierenden Merkmalen einer offenen bzw. freien Lizenz das Recht zur legalen Nachnutzung auch zu kommerziellen Zwecken zählt.

1b. Inwieweit sammelt, erstellt oder distribuiert Ihre Institution OER?

WMDE sammelt, erstellt und distribuiert OER nicht systematisch. Im Rahmen von Einzelprojekten werden allerdings durchaus OER erstellt, wie zum Beispiel im Rahmen der Broschüre „Wikipedia – Gemeinsam Wissen gestalten“, die in Kooperation mit Klicksafe.de entstand oder auch im Rahmen der Workshops „OER-Sprint“.

1c. Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung führen Sie dabei durch?

Da WMDE OER nicht systematisch sammelt, erstellt oder distribuiert, ist diese Frage durch uns nicht zu beantworten.

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Der OER-Sprint: Digitale Gesellschaft

Im Rahmen der re:publica veranstaltete Wikimedia Deutschland am 5. Mai den OER-Sprint in seinen Räumen, ein Workshop zur Erstellung von Freien Bildungsmaterialien. Ein Nachbericht von Sarah Behrens, Werkstudentin im Bereich Bildung & Wissen.

Die Teilnehmenden bei der Arbeit.

Man muss nicht Usain Bolt sein, um als Sieger ins Ziel zu kommen. Der OER-Sprint hat am 5. Mai 2014 gleich 15 Teilnehmende im Rahmen eines fünfstündigen Workshops in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zum gemeinsamen Erfolg geführt. In Anlehnung an die Thematik “Digitale Gesellschaft” der re:publica wurden Bildungsmaterialien erstellt, die sich u.a. mit Privatsphäre und Selbstbestimmung im Netz oder Internetnutzung befassen. Entscheidend dafür war nicht etwa eine überdurchschnittliche Schrittlänge der Teilnehmenden, sondern ihre Motivation, kollaborativ und parallel zu arbeiten. Ziel war es, Bildungsmaterialien im Sprint zu erstellen, die dann frei genutzt und weiter verwendet werden können. Vorab festgelegte Zeitintervalle bestimmten den Arbeitsplan. Es gab folglich nur einen Gegner während des Sprints: die Zeit.

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Save the Date: Die OER-Konferenz 2014 am 12. und 13. September

Am 12. und 13. September 2014 lädt Wikimedia Deutschland in Berlin zur zweiten Konferenz zu Open Educational Resources (OER) ein. Die OER-Konferenz ist eine Kombination aus Fachkonferenz und Barcamp und bietet den Teilnehmenden umfangreiche Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches und der Vernetzung.

Auch 2014 findet die OER-Konferenz statt! Im Herbst 2014 diskutieren wir die Zukunft von Freien Bildungsmaterialien in Deutschland und Europa. Die Themen der Konferenz reichen von konkreten Arbeitsszenarien und didaktischen Ansätzen über die Qualitätsfrage und Geschäftsmodellen bis hin zu regulatorischen Rahmenbedingungen. Weitere Details zum Programm folgen in Kürze.

Die OERde14 richtet sich gleichermaßen an Praktikerinnen und Praktiker wie auch an Entscheidungstragende: Willkommen sind Akteure aus Schule, Hochschule und Bildungsarbeit, Entscheidungstragende aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, Medien und Verlage sowie alle weiteren an OER Interessierten.

Anmeldungen sind voraussichtlich ab dem 17. Mai möglich. Sie können hier Ihre Kontaktdaten hinterlassen, wenn Sie darüber per E-Mail informiert werden möchten. Über den Fortgang der Planungen können Sie sich daneben auf unserer Veranstaltungsseite informieren.

Datum: 12. und 13. September 2014

Ort: Urania Berlin, An der Urania 17, Berlin

Weitere Informationen: Demnächst

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Freie Bildungsmaterialien: “Es geht am Ende nur miteinander”

„Europe goes OER. Welchen Weg geht Deutschland?“ – Freie Bildungsmaterialien waren am 3. April das Thema des Abends in der Wikimedia Geschäftsstelle. V.l.n.r: Prof. Fred Mulder, Nina Lindlahr, Jöran Muuß-Merholz.  Foto von Sebastian Horndasch, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Am 3. April stellten wir bei Wikimedia Deutschland die Frage: Europe goes OER – und welchen Weg geht Deutschland? Auf der gut besuchten Veranstaltung diskutierten Fred Mulder und Jöran Muuß-Merholz über den Stand von Freien Bildungsmaterialien in Deutschland und international. Mehrere Blogs berichteten über die Veranstaltung. Eine zusammenfassende Presseschau.

Vor knapp 50 Interessierten stellte zunächst Jöran Muuß-Merholz die zweite Auflage des OER-Whitepapers vor, das er im Auftrag des Internet & Gesellschaft Collaboratory gemeinsam mit Felix Schaumburg geschrieben hatte (hier die Präsentation). Im Anschluss sprach Fred Mulder, Professor für Open Educational Resources an der Open Universiteit der Niederlande, über die Situation von OER in ganz Europa (hier die Präsentation). Eine Reihe von Bloggenden schrieben ihre Gedanken zu der Veranstaltung nieder.

OER: Ein diffuser Begriff?

Ole Winterman von der Bertelsmann Stiftung setzte sich in einem Blogartikel zu der Veranstaltung zunächst mit dem Begriff Open Educational Resources auseinander.

“Der Begriff der OER ist nach wie vor sehr diffus und zudem auch noch nicht adäquat ins Deutsche übersetzt worden. Diese Diffusität ist ein Indikator dafür, dass nach wie vor kein besseres konsensuales Verständnis der Materie vorliegt, obgleich das Thema inzwischen nicht mehr neu ist. Diese Unübersichtlichkeit ist zu einem gewissen Teil den vielen Perspektiven der unterschiedlichen Stakeholder geschuldet, deren Bandbreite vom Lehrer an der dörflichen Grundschule bis hin zu multinationalen Versuchen, aus OER eine tragfähige Social Business Modell zu entwickeln, reicht.”

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