Geschrieben von Kasia Odrozek



re:publica im Rückspiegel

Die Datentankstelle von Wikimedia Deutschland,
Foto: Wikimedia Deutschland, CC-BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Berlin, 6. Mai, 10:00 Uhr: Jede Menge gutgelaunte Menschen mit Festival-ähnlichen Bändchen am Handgelenk betreten lässigen Schrittes das Gelände der STATION. Warum? Dort hat gerade die re:publica – eine Konferenz rund um die digitale Gesellschaft – begonnen. Die deutschen und internationalen Besucher freuten sich auf drei spannende Tage voller Vorträge, Panels, Workshops, Diskussionen – und all das in einer wilden, grünen Waldoptik. Denn die re:publica stand dieses Jahr unter dem inhaltlichen und visuellen Motto “Into the Wild”.

Zero Emissions

Wie angekündigt, war Wikimedia Deutschland mit einem Partnerstand vor Ort dabei, um die Aufmerksamkeit auf Themen rund um Freies Wissen zu lenken. Dank der exponierten Lage zwischen Eingang und Haupthalle führte kein Weg an unserem Stand vorbei. Übersehen konnte man uns sowieso nicht – wer läuft schon ungerührt an einer königsblauen Datentankstelle vorbei und lässt sich ein Gespräch über freie Inhalte mit dem hilfsbereiten Tankstellenpersonal durch die Lappen gehen? Richtig: Niemand. Besonders, wenn jene Datentankstelle gerade in der Eröffnungsrede der Organisatoren wärmstens empfohlen wurde.

Als kundenorientierte Datentank-Crew unschwer an unseren blauen Hemden zu erkennen und mit Jahresberichten, Broschüren zu freien Lizenzen und anderem Infomaterial in der Pipeline, konnten wir es kaum erwarten, mit Interessierten ins Gespräch zu kommen und beim Auftanken behilflich zu sein. Aus dem Zapfhahn sprudelten unter anderem frei lizenzierte Musik, Bilder (auch von Katzen), Landkarten und auch große Datensätze aus den Bereichen Kultur und Verwaltung. Abgezapft wurde per USB-Stick oder via WLAN. Was es genau mit der Datentankstelle auf sich hat und warum sie bei der re:publica Premiere feierte, haben bereits Mathias Schindler in einem Blogpost und Michael Jahn in einem Gastbeitrag im re:publica-Blog erklärt. Weiterlesen »

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Mit Wikimedia Deutschland “Into the Wild”: Fünf “re:publica-Stipendien”

re:publica 14 – INTO THE WILD

Die in Berlin stattfindende Konferenz re:publica dürfte mittlerweile fast allen bekannt sein, die sich für Themen rund um die Digitale Gesellschaft interessieren. Wikimedia Deutschland ist Kooperationspartner der diesjährigen Konferenz, die unter dem vielversprechenden Motto “Into the Wild” steht. Vom 6. bis 8. Mai werden wir mit einem Stand und einer Überraschunginstallation auf der re:publica präsent sein.
Lust auch dabei zu sein und die Diskussionen rund um die Zukunft des Netzes mitzugestalten? Dann bist du hier genau richtig. Wikimedia Deutschland vergibt fünf re:publica-Stipendien an diejenigen, die sich für Freies Wissen, Freie Software oder Freie Kultur engagieren. Egal ob du an den Wikimedia-Projekten arbeitest, dich für freie Lizenzen einsetzt oder die Open Street Map mitgestaltest – bewirb dich!

Ein Stipendium beinhaltet ein Eintritts-Ticket für alle drei Tage der re:publica sowie die Erstattung der ggf. anfallenden Anfahrtskosten (Hin – und Rückfahrt) aus Deutschland nach der Reisekostenordnung von Wikimedia Deutschland und nach Vorlage der Belege.

Was musst du tun, um eins der Stipendien zu ergattern? Schreib einfach eine E-Mail an republica@wikimedia.de mit dem Betreff: “re:publica-Stipendium” und schildere uns bitte kurz und formlos, wie du dich für Freies Wissen engagierst und warum du in diesem Zusammenhang die re:publica besuchen möchtest. Du musst aber schnell sein, da wir die Stipendien nach dem Prinzip: “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” vergeben. Die ersten fünf dürfen sich dann auf die re:publica freuen.

Und noch eine Erinnerung: Am 5. Mai, einen Tag vor Beginn der re:publica, erarbeiten wir gemeinsam in den offenen Räumen von Wikimedia Deutschland (Tempelhofer Ufer 23/24 in Berlin Kreuzberg) Unterrichtsmaterialien zum Thema Digitale Gesellschaft. Dabei probieren wir ein neues Format aus: Den OER-Sprint. Mehr Infos zum Wer, Wann und Was findet ihr im passenden Blogpost, und für die Ungeduldigen: Hier geht es direkt zum Anmeldeformular.

Aktualisierung: Alle fünf Stipendien wurden vergeben!

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Vortrag mit Jimmy Wales in Mönchengladbach

In der Veranstaltungsreihe “Pioniere der Welt in Mönchengladbach” des Initiativkreises Mönchengladbach wird am 6. März 2013 Jimmy Wales zu Gast sein. Der Wikipedia-Gründer wird einen Vortrag zum Thema “Democracy and the Internet” (mit Simultanübersetzung ins Deutsche) halten, moderiert wird die Veranstaltung vom Fernsehjournalisten Stefan Schulze-Hausmann.

Jimmy Wales, by Lane Hartwell CC-BY-SA-3.0

Die Veranstaltung beginnt mit einem Empfang im Foyer um 19 Uhr, der Vortrag selbst findet um 20 Uhr in der Kaiser-Friedrich-Halle, Hohenzollernstraße 15, 41061 Mönchengladbach statt. Weitere Infos zu der Veranstaltung sowie die Anmeldemöglichkeit findet Ihr hier.

Für Community-Mitglieder haben die Organisatoren 5×2 Freikarten zur Verfügung gestellt. Habt Ihr Lust an der Veranstaltung mit Jimmy teilzunehmen? Dann schreibt uns eine E-Mail an community@wikimedia.de und wir schicken Euch die Einladung per Post zu. Dabei gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Die Anmeldefrist für die Veranstaltung ist der 4. Februar 2013.

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Wikimania Takes Manhattan – Eine Vorspeise in drei Gängen

Die Wikimania ist das jährliche Treffen von engagierten Helfern aus den Wikimedia-Projekten. Vom 12.-14. Juli findet die diesjährige Wikimania in Washington, D.C. statt. Am Wochenende vor der Konferenz kamen ca. 50 Wikipedianer aus verschiedenen Ländern nach New York City, um am von Wikimedia New York City organisierten Wilkommensprogramm „Wikimania takes Manhattan“ teilzunehmen.

Es berichtet der Wikipedia-Autor mit dem Benutzernamen toblu. Er ist einer von 20 Ehrenamtlichen, die Wikimedia Deutschland mit einem Reisestipendium für die Wikimania unterstützt.

 

Wer im Jahre 1912 von Europa nach Amerika reiste, konnte sicher sein, von der Freiheitsstatue im Land der unbegrenzten Möglichkeiten begrüßt zu werden. Wer im Jahre 2012 nach Amerika reist, hat diese Sicherheit nicht. Wer – so wie dieser Tage einige  hundert Wikipedianer – nach Washington möchte, kann die Küste einfach überfliegen und direkt auf dem Washington Dulles International Airport landen.

Dieser Umstand war einigen New Yorker Wikipedianern Grund genug, die Teilnehmer an der diesjährigen Wikimania ein Wochenende vor Konferenzbeginn nach Manhattan einzuladen. Gut 50 Wikimanians folgten dem Aufruf und freuten sich über eine Vorspeise in 3 Gängen.

Wikipedianer erobern Manhattan. Bildautor: toblu unter CC-BY-SA 3.0.

1. Gang: Sightseeing

Der erste Gang dauerte drei Tage. Sightseeing. Uptown – Downtown – Midtown. Entlang eines von den Organisatoren vorgeschlagenen, auf Anregungen der (stetig wechselnden) Teilnehmer aber immer wieder modifizierten Programms, das versuchte Schlaglichter auf einige ausgewählte Orte zu werfen. Darunter: das American Museum of Natural History, das Metropolitan Museum of Art, die Wall Street, China Town, die UN Headquarters und die New York Public Library. Nicht die schnellste, aber eine spannende und definitiv lustige Methode, Manhattan kennenzulernen.

Höhepunkt – wenigstens für mich, der wie die meisten Teilnehmer nur einen Teil des angebotenen Programms wahrnahm: der Besuch einer Off-Broadway-Production mit dem Titel Too much light makes the baby go blind im East Village. Ein exakt 60-minütiger Auftritt bestehend aus 30 verschiedenen, teilweise für den Abend neu geschriebenen Stücken, deren Reihenfolge spontan durch das Publikum vorgegeben wird. Eintrittspreis: $ 11 + „whatever you roll with the dice“. Bonus für uns: 2 Stunden Warten in der ebenso schlecht beleuchteten wie dubiosen KGB Bar.

2. Gang: Wiknick

Wiknick auf Gouvernor’s Island. Bildautor: toblu unter CC-BY-SA 3.0.

Der zweite Gang bestand aus Pizza. Viel Pizza. Und Chips. Und Limo. Ein Wiknickam Samstagvormittag auf Gouvernor’s Island, zugleich die gemeinsame Errichtung eines „Pavillons“ aus Bambusstäben („That’s no building, that’s a situation“) unter dem Motto Wiki’s World Fair. Nach anfänglichen Motivationsschwierigkeiten (bei Temperaturen bis zu 39° Celsius) dann doch relativ lustig und tatsächlich zu einem Austausch über einzelne Projekte führend.

Besonders spannend: Ideen für ein unabhängiges Mobilfunknetzwerk, das durch Übertragung des Signals über verschiedene (tragbare oder fest installierte) Mini-Sender funktioniert und dank Holzschachtel-Prototyp live vorgeführt wurde. Kein Wiki-Projekt, dafür aber wirklich grass roots.

3. Gang: Wikibus

Der dritte Gang schließlich war eine Fahrt. Gemeinsam im (von Wikimedia New York gesponserten und theoretisch mit W-LAN ausgestatteten) Greyhound nach DC. Abschluss eines tollen Events. Zugleich Höhepunkt einer unglaublichen Flut an „Hey, when exactly do we meet? I got like 5 different times already“-E-Mails über (mindestens) zwei verschiedene Mailinglisten. Twitter ist so 2011. Facebook eh.

Nach einer dennoch erfolgreichen Ankunft zunächst in DC, für mich etwa eine Stunde später dann auch im Hostel, bleibt die Erinnerung an eine tolle Initiative und eine genutzte Gelegenheit, schon vor Beginn der Wikimania nicht nur Manhattan, sondern auch viele Teilnehmer (wenigstens ein bisschen) kennengelernt zu haben.

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Stipendien für Wikimania 2012

2012 findet die Wikimania in Washington DC statt. Vom 12. bis 14. Juli treffen sich Wikipedianer und interessiertes Publikum aus der ganzen Welt, um Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Ideen rund um die Förderung Freien Wissens zu entwickeln.

Wikimedia Deutschland e.V. unterstützt die Wikimania mit Reisestipendien. Zusätzlich zu den 15 Stipendien, die wir für Teilnehmer mit Wohnsitz in Deutschland aus dem allgemeinen Stipendien-Pool übernehmen, vergibt Wikimedia Deutschland 5 Stipendien in Höhe von je 1500 Euro zur Unterstützung der Teilnahme an der Wikimania. Von diesem Festbetrag sind Flug, Unterkunft und Eintrittskarte zu finanzieren. Natürlich bieten wir Hilfe bei der Buchung an.

Wir möchten euch herzlich dazu einladen, euch bis zum 31. März 2012 UPDATE: 16. April 2012 via dieses Formular bei uns zu bewerben.

Und nun zur Bewerbung: Wir haben uns für 2012 sieben strategische Ziele gesetzt und möchten von dir wissen, wie du mit deiner Aktivität auf der Wikimania 2012 konkret zur Zielerfüllung beitragen kannst. Dabei ist es wichtig, dass deine Idee nachhaltig ist und die Wikimedia-Bewegung auch nach der Wikimania davon profitieren kann.

Darüber hinaus ist es geplant, dass die fünf Stipendiaten für die Community und die Öffentlichkeit zu „Wikimania-Berichterstattern“ werden. Während der Konferenz wird es die Möglichkeit geben, täglich Berichte in Form von Artikeln, Fotos und Videos auf einem von uns eingerichteten Gruppen-Blog zu posten.

Was man noch wissen muss: Stipendiaten verpflichten sich, für die komplette Dauer der Konferenz anwesend zu sein (12.-14.7.2012 inkl. Anreise am 11. und Abreise am 15.7.). Beachtet bitte auch, dass die Wikimania in englischer Sprache stattfindet. Ihr solltet also über ausreichend gute Sprachkenntnisse verfügen. Es lohnt sich auch die Hinweise der Organisatoren zu der Konferenz zu lesen.

Fragen zur Stipendienausschreibung könnt ihr sehr gern an mich (kasia.odrozek@wikimedia.de) richten.

Zu meiner Person: Seit dem 1. März 2012 bin ich Assistentin des Vorstands und unter anderem für die Wikimania-Stipendien zuständig. Außerdem mache ich noch vieles mehr – was genau werde ich euch hier in den nächsten Tagen ausführlicher vorstellen. Ich freue mich mit an Bord zu sein und bin gespannt auf eure Ideen.

Viel Glück für die Bewerbung!

Kasia

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