Geschrieben von Julian Fischer



Strategie zur Förderung auf Bundesebene des digitalen Engagements empfohlen

Sascha Bierl für WMDE, Digitales Engagement, CC BY 4.0

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT von Fraunhofer Fokus, betterplace lab und Wikimedia Deutschland haben zusammen die Förderung des digitalen Engagements auf Bundesebene analysiert und Handlungsempfehlungen daraus abgeleitet. Die gemeinsame Studie ist jetzt unter einer freien Lizenz (CC BY 4.0) veröffentlicht und kann hier abgerufen werden.

 

 

 

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Position zur Stärkung des digitalen Engagements

Der folgende Text stellt die Kurzfassung der Position von Wikimedia Deutschland zur Stärkung des digitalen Engagements dar (Link zur Position).

 

Digitales Engagement ist ein noch recht junges Phänomen, ermöglicht durch das Internet und die Digitalisierung weitreichender Bereiche unserer Gesellschaft. So engagieren sich die Ehrenamtlichen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte in ihrer Freizeit für freie Inhalte, schreiben Artikel oder fotografieren. Leider wissen immer noch zu wenige Menschen außerhalb der Wikimedia-Projekte, dass deren Inhalte durch digital Engagierte geschaffen werden.

Durch die Verbreitungswege des Webs, die Beteiligung vieler Menschen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit kann durch digitales Engagement Großartiges für die Gesellschaft geleistet werden und häufig auch sehr schnell auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden. Hier sind einige Beispiele für die Bedeutung des digitalen Engagements in den Wikimedia-Projekten, stellvertretend für all die anderen wichtigen digitalen Projekte:

  • Auf Wikimedia Commons stehen über 40 Millionen freie Mediendateien zur Verfügung.
  • Wikidata umfasst mehr als 29 Millionen Datensätze.
  • Die deutschsprachige Wikipedia bietet ein umfassendes Wissen mit über 2 Millionen Artikeln.
  • Im Rahmen des weltweit größten Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments wurden 2016 allein innerhalb eines Monats im deutschsprachigen Raum 39.000 Bilder eingereicht.

Es ist an der Zeit, dass nun auch in Politik und Gesellschaft ein Bewusstsein für die große Bedeutung des digitalen Engagements geschaffen wird und Engagierte in diesem Bereich in ihrem Beitrag angemessen gewürdigt und unterstützt werden. Wikimedia Deutschland hat daher in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen der Wikimedia-Projekte die folgenden fünf Forderungen für die Stärkung des digitalen Engagements in Deutschland erarbeitet.

  1. Gleichberechtigte Anerkennung des digitalen Engagements auf Augenhöhe mit anderen Arten ehrenamtlicher Tätigkeiten.
  2. Ermöglichung von Partizipation und Vielfalt im digitalen Raum zur Mitgestaltung der Gesellschaft.
  3. Gewährleistung der Verfügbarkeit freier Inhalte, um offene Zugänge zu Wissen, Mediendateien und Daten zu erreichen und gemeinsames Engagement zu erleichtern.
  4. Ausbau der Forschung, um mehr Wissen darüber zu gewinnen, wie die Entwicklung günstiger Rahmenbedingungen für das digitale Engagement effektiv gestaltet werden kann.
  5. Weiterentwicklung und Aufbau staatlicher Förderprogramme zum digitalen Engagement.

 

Hier geht es zur ausführlichen Fassung der Position.

 

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Bürgerschaftliches Engagement im digitalen Zeitalter und digitales bürgerschaftliches Engagement

Viel Spaß beim Lesen dieses Gastbeitrages von Rainer Sprengel vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

Digitales bürgerschaftliches Engagement ist bisher weder verstanden und hinreichend erforscht noch im Fokus der Engagementdiskussion. Dieser Beitrag will zeigen, worum es bei diesem Thema geht.

In der öffentlichen Diskussion wird bürgerschaftliches Engagement leicht auf Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit verkürzt, was mit Blick auf digitales bürgerschaftliches Engagement schnell in die Irre führen kann. Tatsächlich ist mehr gemeint, denn bürgerschaftliches Engagement umfasst alle Formen privaten Engagements für das Gemeinwohl im öffentlichen Raum. Dieses Verständnis wurde vor 15 Jahren von der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ des XIV. Deutschen Bundestages etabliert. Dadurch erhielten die Debatten über bürgerschaftliches Engagement in Deutschland und die Entwicklung engagementfördernder Strukturen einen heftigen, nachhaltigen Impuls.

Die verbreitetsten Formen bürgerschaftlichen Engagements sind in Deutschland die Zeitspende (Ehrenamt, Freiwilligentätigkeit und ähnliche Formen) und die Geldspende, doch es gibt viele weitere Formen. Eine große Bedeutung kommt zum Beispiel der persönlichen Reputation zu, den in der Öffentlichkeit bekannte Personen für das Gemeinwohl einsetzen können. Eine weitere Form ist die Verfügbarmachung eigener persönlicher Netzwerke – diese können für den privaten Nutzen eingesetzt werden, dann geht es um das berühmte Vitamin-B in Karrieren oder ebenso auch für das Gemeinwohl, dann handelt es sich um bürgerschaftliches Engagement. Der skeptische Blick auf das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmern und Unternehmen hat auch damit zu tun, dass hier beides gleichzeitig passieren kann. In der Wissensgesellschaft stellt bürgerschaftliches Engagement, das Informationen und Wissen erzeugt und mit allen ohne Bezahlung teilt, eine besondere, wichtige Form des bürgerschaftlichen Engagements dar. Wissensspende ist nicht hinreichend durch die damit verbundene Zeitspende erfasst.

Notwendigkeit und Nutzen einer Diskussion über digitales bürgerschaftliches Engagement

Bürgerschaftliches Engagement ist die Grundlage des Zusammenlebens und Funktionierens unserer modernen, demokratischen Gesellschaft – das bleibt eine der zentralen Erkenntnisse der genannten Enquete-Kommission. Im bürgerschaftlichen Engagement wird gelernt und weitergegeben, dass es mehr gibt als familiäre Verpflichtungen und Blutsbande, dass wir uns freiwillig gegenüber Dritten verpflichten, die uns komplett unbekannt bleiben, die uns vielleicht auch völlig unsympatisch sein können. Wer in der Freiwilligen Feuerwehr ist, handelt immer für Alle, wer ehrenamtlich Wanderwege anlegt, weiß nicht, wer darauf laufen wird und wer einen Wikipediaartikel schreibt, weiß nicht, wer diesen für welchen Zweck lesen wird. Das Engagement der Vielen ist die materielle und strukturelle Grundlage des Reichtums von uns Allen und der Stabilität unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft und unseres Staates.

Deshalb ist die Frage danach, ob digitales bürgerschaftliches Engagement etwas Neues ist, von weitreichender Bedeutung. Handelt es sich nur um eine Formatänderung, also um alten, bekannten Wein in neuen Schläuchen oder geht es um eine Veränderung der Strukturen von bürgerschaftlichem Engagement insgesamt mit weitreichenden gesellschaftlichen Folgen?

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Herzlich willkommen, Maria Heuschkel!

Maria Heuschkel; Bild: Jan Apel, CC BY-SA 4.0

Ich freue mich sehr, dass Maria seit dem 15. November 2016 das Team Ideenförderung als Projektassistenz verstärkt. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die direkte Unterstützung von Ehrenamtlichen bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Vorhaben.

Sie stellt sich hier kurz mit eigenen Worten vor:

„Nach verschiedenen Stationen und Aufenthalten in Zwickau, Marburg, Beijing und Bangkok, einem Bachelorstudium mit dem umständlichen Namen Languages and Business Administration im chinesischsprachigen Kulturraum und einem Master der International Development Studies, habe ich es mir nun in Berlin gemütlich gemacht und freue mich darauf, die Community bestmöglich zu unterstützen. Die verschiedenen Wikimedia-Projekte leben vom Engagement und Enthusiasmus der Ehrenamtlichen und ich bin gespannt auf die künftige Zusammenarbeit. In freien Minuten beschäftige ich mich gern mit Yoga, Pilates (oder auch Yogilates) und mit inhaltlichen Themen wie Menschenrechten, Menschenhandel und Migration.“

Für Fragen und Anregungen steht Maria sehr gerne zur Verfügung: maria.heuschkel@wikimedia.de

Zur Wikipedia-Benutzerseite von Maria als WMDE-Mitarbeiterin: Benutzerin:Maria Heuschkel (WMDE)

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Team Ideenförderung bekommt Unterstützung

Bild: Jan Apel, „Katharina Nocun“, CC BY-SA 4.0

Ich freue mich sehr, dass Katharina Nocun zum 1. März 2016 als Projektmanagerin (Online-)Kampagnen das Team Ideenförderung stärkt. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Begleitung von Kampagnen für und mit der Community. Ehrenamtlich hat sie bereits am Community-Workshop im Februar teilgenommen und sich mit einigen Ideen und Vorhaben aus der Community zu der Thematik vertraut gemacht.

Katharina hat die letzten zwei Jahre für Campact e.V. gearbeitet, wo sie Kampagnen vor allem aus dem Bereich Menschenrechte und Netzpolitik geleitet hat. Davor war die studierte Ökonomin politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland und hat als Referentin im Projekt „Surfer haben Rechte“ beim Verbraucherzentrale Bundesverband gearbeitet. Bei Wikipedia ist sie bereits seit acht Jahren als Autorin aktiv.

Für Fragen und Anregungen steht Katharina sehr gerne zur Verfügung: katharina.nocun@wikimedia.de

Zu Katharinas Wikipedia-Benutzerseite

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