Geschrieben von Dirk Franke



Wikipedia auf der Denkmal

Anfang November waren die Wikimedia-Projekte mit einem Stand auf der Messe denkmal vertreten. Darüber verfasste Marcus Cyron im Wikipeda:Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der Wikipedia-Community, einen Bericht, den wir hier gerne dokumentieren.

Vom 6. bis 8. November waren die Wikimedia-Projekte zum zweiten Mal auf der denkmal, der Europäischen Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung, in Leipzig vertreten. Über alle drei vollen Messetage waren, zum Teil die ganze Zeit, zum Teil in „Teilzeit“, etwa 20 Wikimedianer vor Ort. Es ist immer schwer, kurz nach einer Veranstaltung ein Fazit zu ziehen, doch kann man wohl schon jetzt sagen, dass die Teilnahme trotz Bahnstreiks ein voller Erfolg war!

Fast immer Betrieb. Foto: Benutzer:Eremeev. Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Fast über die ganze Zeit war der Stand gut frequentiert. Auf einem Bildschirm wurden in Endlosschleife die 130 bestplatzierten Bilder des deutschen Wiki-Loves-Monuments-Wettbewerbs von 2014 gezeigt, mit einem Beamer wurden zudem die österreichischen Vertreter der Vorauswahl vor der letztlichen Jury-Entscheidung präsentiert. Zudem wurden auf zwei großen Postern die 900 Bilder der Vorauswahl des deutschen Wettbewerbs gezeigt. Ein weiteres Poster präsentierte das internationale Projekt Commons:Wikipedians in Seifhennersdorf. Im Vergleich zu anderen Ständen warteten wir damit schon fast spartanisch auf, waren dennoch fast immer in Gespräche vertieft. Als richtiggehende „Rampensau“ im positivsten aller Sinne erwies sich dabei Regiomontanus, der mit seinem Enthusiasmus eine große Zahl von Standbesuchern fesseln konnte. Dabei trafen wirklich alle Bereiche, über die wir berichten wollten, auf Interesse, ob es „Wiki Loves Monuments“ als Aktion und Wettbewerb war, andere „Wiki Loves“-Aktionen, „GLAM“-Projekte wie eben jenes in Seifhennersdorf oder auch nur Wikipedia ganz allgemein. Unsere „Give aways“ gingen weg wie warme Semmeln. Der Kalender zur Fototour in Erfurt war am Ende ebenso wie die 1×1-Hefte zu Wikipedia und Wikimedia Commons völlig aus. Vom Kalender mit allen 130 deutschen Gesamtsiegern waren zum Glück mehr und damit genug Exemplare da.

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Von Eulen, Persönlichen Bekanntschaften und Turkmeninnen – die Wikicon 2014

170 Wikpediannerinnen und Wikipedianer stehen dicht gedrängt in zwei Bussen. Schauen auf ihr Smartphone, spielen Spiele und erobern Portale, schauen sich fragend an: „Wo fahren wir denn hin?“ – „Keine Ahnung. Aber wir werden sicher einen netten Abend miteinander verbringen.“ Und so dicht gedrängt hier im Bus lernt man sich ja gut kennen. Willkommen auf der Wikicon 2014 in Köln.

Teilnehmende (blau) am Projekt Persönliche Bekanntschaften und Zahl der Bestätigungen (rot). Deutlich lassen sich die Wikicons erkennen. Graphik: Euku. Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Kennenlernen – eines der wichtigsten Ziele der Wikicon. Dieses alljährliche Treffen der deutschsprachigen Wikipedianerinnen und Wikipedianner findet in verschiedener Form seit 2010 statt. Seit 2011 trägt sie dabei den Namen Wikicon und nach Lüneburg, Nürnberg, Dornbirn/Vorarlberg und Karlsruhe fanden sich die Community und ihre Freunde dieses Jahr in Köln wieder. Mit fast 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war es die größte Wikicon bisher und noch nie gab es die Gelegenheit so viele Menschen kennenzulernen, Ideen austauschen, Ideen zu entwickeln und sich über Wohl und Wehe der Wikipedia und der weiteren Wikimedia-Projekte Gedanken zu machen. Insgesamt nahm die Zahl Persönlicher Bekanntschaften um 3000 zu. Das heißt 30 Menschen lernten je 100 neue Menschen kennen. Oder 60 Menschen lernten je 50 neue Menschen kennen. Oder 200 Menschen trafen je 15 Menschen das erste mal. Ein Rekord im deutschsprachigen Wikiversum, der die Rekordzahlen aus den Vorjahren deutlich übertraf. Noch immer ist die Wikicon die Veranstaltung, bei der aktive in den Wikimedia-Projekten die Gelegenheit haben, nicht nur voneinander zu lesen, sondern auch tatsächlich miteinander zu reden.

Neun Menschen im Orgateam, zehn Monate Vorbereitung: vier Tage Konferenz, knapp 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 58 Helferinnen und Helfer, fast 60 Referentinnen und Referenten, sechs Exkursionen, eine Preisverleihung, 22 WikiEulen, ein Übertragungswagen des Deutschlandfunks, und 67 Sessions. Sie war die größte, aufwendigste und nach überwiegender Meinung der Anwesenden auch die beste Wikicon aller Zeiten. Dazu trugen vor allem die großartigen, interessanten, intelligenten und neugierigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei, aber natürlich spielte auch das Programm eine Rolle.

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Ein Beginn, der schon lange vorher begonnen hat – erstes Guide-Camp in Kassel

Am letzten August-Wochenende fand in Kassel das erste Guide-Camp zur nichtadministatriven Konfliktbewältigung in der Wikipedia statt. Die Wikipedianerin Kritzolina nahm dort als Teilnehmerin statt und veröffentlichte ihre Erfahrungen im Wikipedia:Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der Wikipedia-Community. Wir freuen uns, diesen Text auch hier im Blog veröffentlichen zu können.

Die Teilnehmerin und die Teilnehmer des Guide-Camps. By Informationswiedergutmachung (Own work) CC-BY-SA-4.0 , via Wikimedia Commons

Als Neuwikipedianerin war ich in Kassel erstmals auf einem Arbeitstreffen der Wikipedia-Community. Ich war rundum angetan – von der guten Atmosphäre in der Gruppe, der Vorbereitung, der guten Versorgung und nicht zuletzt von der intensiven inhaltlichen Arbeit an einem sehr komplexen Thema. Ich finde, wir haben Ergebnisse, die sich sehen lassen können – auch wenn die Umsetzung der unterschiedlichen Ideen zur Konfliktbearbeitung in der Wikipedia sicher noch viel Arbeit und viele Unterstützer braucht.

Zunächst bekamen wir am Freitag einen sehr fundierten Vortrag von Benno Heussen zum Thema “Zielkonflikte oder Machtkonflikte? Streitkultur bei Wikipedia“. Dabei wurden uns Grundsätze für das Konfliktmanagement an anschaulichen Praxisbeispielen erklärt und Theorien wie das Harvard-Konzept vorgestellt. Danach gab es einen lebendigen Dialog mit dem Referenten, bei dem wir die Inhalte seines Vortrages auf Wikipediatauglichkeit hinterfragen konnten. So kamen wir auf die Problematik der „offenen Systeme“ zu sprechen, in denen nicht immer offen mit Macht umgegangen wird; auf das Thema von Gefühlen und Gefühlskontrolle als Schlüssel zu Konfliktlösungen und auf die Frage, was wir als Autoren denn von der Wikipedia haben. Am späten Abend gab es noch einige interessante Erkenntnisse: Uns wurde bewusst…

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Wiki-Dialog zum Zedler-Preis beginnt

ZedlerPreis motiv3“ von Wikimedia Deutschland. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Noch dauert es etwas, bis das Jahr 2014 beendet ist, aber langsam wird es Zeit sich um 2015 Gedanken zu machen:  am morgigen Donnerstag startet der Wiki-Dialog zum Zedler-Preis 2015. Dieser soll in der Wikipedia zusammen mit der Community Anforderungen und Wünsche der Community an die Ausgestaltung des Preises im nächsten Jahr formulieren. Der Dialog läuft in der Wikipedia über die nächsten zwei Wochen, wird einige altbekannte Vorschläge aufgreifen, wie zum Beispiel die Forderung nach mehr und anderen Kategorien, oder eine ganzjährige Laufzeit der Nominierungen aufgreifen, aber vielleicht auch noch ein paar neue Anregungen für 2015 bringen.

Der Zedler-Preis geht 2015 in sein neuntes Jahr. Und obwohl sich mittlerweile ein recht fest stehendes Format etabliert hat, kommen immer wieder Vorschläge, dieses oder jenes zu ändern; sei es der Ablauf in der Nominierungsphase, die ein ganzes Jahr dauern soll, die Einführung weiterer Kategorien oder zumindest die Einführung von Sonderpreisen und die Zusammenlegung mit weiteren Auszeichnungen in der Wikipedia oder die Integration in ein größeres Sommerfest.

Der Wiki-Dialog soll diese Vorschläge bündeln, einmal in größerer Runde diskutieren und in einen Gesamtzusammenhang stellen. Dabei sollen Anforderungen an Wikimedia-Deutschland erarbeitet werden, die WMDE dann entweder sofort oder im Rahmen der weiteren Jahresplanung umsetzen kann.

In dem Dialog sollen vom 4. September bis zum 8. September Vorschläge gesammelt und zur Diskussion gestellt werden, während vom 9. bis zum 16. September über diese abgestimmt werden kann. Am 16. September folgt noch einmal ein gemeinsames Live-Treffen bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen, die einzelnen Vorschläge in einen kohärenten Vorschlagstext zu integrieren.

Wer also an der weiteren Ausgestaltung des Zedler-Preises Interesse hat, kann sich jetzt und in der Wikipedia an der weiteren Diskussion beteiligen.

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Future of Education Workshop in London

Kilian Kluge ist seit Jahren ehrenamtlich in der Wikipedia aktiv und beteiligt sich dort unter anderem am unabhängigen Referentennetzwerk Wiki-Team. Er besuchte den Future of Education Workshop in London und berichtet für den Blog.

Das Barbican Arts Centre in der City of London, wo im August auch die Wikimania stattfinden wird. Foto: Barbican, London – 21 June 2014 – Andy Mabbett.JPG von Andy Mabbett. Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Am 21. und 22. Juni fand im Londoner Barbican Centre der Future of Education Workshop statt, der dem Austausch zwischen verschiedenen Wikipedia-Bildungsprogrammen und der Vorbereitung der themengleichen Vorkonferenz der  diesjährigen Wikimania diente. Dank der finanziellen Unterstützung von Wikimedia Deutschland konnte ich als Vertreter des unabhängigen Wikipedia-Referentennetzwerks wiki:team an der Veranstaltung teilnehmen.

Bestandsaufnahme

Da ein Großteil der gut 20 Teilnehmer in den amerikanischen oder britischen Bildungsinitiativen aktiv ist, standen diese Aktivitäten im Mittelpunkt des ersten Tages. Der Trend ging hierbei deutlich in Richtung Institutionalisierung, also die Verankerung der zahlreichen erfolgreichen Konzepte in den Lehrplänen der Schulen und Universitäten. Während sich Wikimedia Deutschland im letzten Jahr nahezu vollständig aus der direkten Arbeit mit einzelnen Klassen und Kursen zurückgezogen hat, wurde das erfolgreiche Hochschulprogramm der Wikimedia Foundation in die Wiki Education Foundation ausgegliedert. Diese verfolgt nun das Ziel, die beeindruckende Zahl von jährlich über 100 betreuten, semesterlangen Kursen zu erhöhen und Universitäten zu befähigen, diese auch ohne externe Unterstützung durchführen zu können. Der Fokus liegt hierbei ausdrücklich nicht auf der Gewinnung neuer Autoren für die Wikimedia-Projekte, sondern auf der Entwicklung von Medienkompetenz. Wikipedia wird hierbei als Werkzeug eingesetzt, um so wichtige Fähigkeiten wie Katalog- und Bibliotheksrecherche, Bewertung von Informationsquellen und das richtige Zitieren zu vermitteln. Im Gegensatz zu üblichen Kursen zu wissenschaftlichem Arbeiten besteht für die Studenten der Reiz darin, dass ihre Texte tatsächlich gelesen werden und von zeitüberdauernder Bedeutung sind.

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Zedler-Preis: die Gewinner

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Nach Monaten der Überlegung und der Auswahl war es so weit: am Samstag 24. Mai wurden in Frankfurt die Zedler-Preise für Freies Wissen von Wikimedia Deutschland verliehen. So eine Auszeichnung kann immer nur einen kleinen Einblick in alle Aktivitäten des vergangenes Jahres geben. Und auch wenn sicher viele nicht genannt wurden, die im letzten Jahr bedeutendes geschaffen haben, so haben die Jurys sich doch in allein drei Kategorien für herausragende Aktivitäten entschieden, die das letzte Jahre bereicherten. Die Gewinner des Zedler-Preises 2014 sind:

In der Kategorie für den besten Artikel entschied sich die Jury für den Artikel Spiropterakarzinom von Benutzer:Kuebi.

In der Kategorie für das beste Community-Projekt entschied sich die Jury für gleich zwei Gewinner: es gewannen die alemannische und die plattdeutsche Wikipedia.

In der Kategorie für das beste Externe Projekt entschied sich die Jury das Projekt zum Taifun Haiyan des Humantarian Open Street Map Projects.

Wikimedia Deutschland gratuliert allen Gewinnern und allen Teilnehmern auf der Shortlist. Wir bedanken uns bei allen Juroren, Nominierten und sonstigen Freiwilligen Helfern ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

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Zedler-Preis: Die besten Wikipedia-Artikel

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die sich für Freies Wissen engagieren.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt engagierte Menschen aus verschiedenen Bereichen des Freien Wissens ausgezeichnet.

Wikipedia-Artikel auf der Shortlist 2014

Die traditionsreichste Kategorie des Zedler-Preises ist die seit seinem Beginn im Jahr 2007 vergebene Auszeichnung für den besten Wikipedia-Artikel des Jahres.  Im Jahr 2013 gewann der Artikel über den spanischen Maler El Greco. In diesem Jahr reicht das Themenspektrum der nominierten Artikel von antiker Philosophie über Wissenschaftsgeschichte bin hin zur Berliner U-Bahn. Teilweise entstanden die Artikel durch einzelne anonyme Verfasser, teilweise in intensiver Zusammenarbeit mehrerer Autorinnen und Autoren. Weiterlesen »

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Zedler-Preis: Die besten Community Projekte

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die sich für Freies Wissen engagieren.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt engagierte Menschen aus verschiedenen Bereichen des Freien Wissens ausgezeichnet.

Community-Projekte auf der Shortlist 2014

In der Kategorie für Community-Projekte werden Projekte ausgezeichnet, die von Freiwilligen und Ehrenamtlichen auf einer der Wikimedia-Seiten betrieben werden. Dabei kann es sich sowohl um komplett eigenständige Wikipedia-Sprachversionen handeln, wie beispielsweise die alemannische oder die plattdeutsche Wikipedia; aber auch um Fotoprojekte einzelner Personen, wie die Gallery of Shells. Gewinnerin des Zedler-Preises 2013 war das WikiProjekt Osttimor. Für den Zedler-Preis 2014 sind insgesamt sechs Projekte nominiert:

Alemannische Wikipedia

En Enzyklopedi wo alli derbi chöi mitschaffe und verbessere, und wo darf frei verbreitet werde” wurde 2013 zehn Jahre alt. Freiwillige aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Österreich und Lichtenstein schreiben an einer Enzyklopädie in verschiedenen Dialekten des Alemannischen. Seit dem 13. November 2003 entstanden so über 15.000 Artikel.

The Gallery of Shells

The Gallery of Shells ist ein Projekt eines einzelnen Fotografen und Schneckensammlers, der über die Jahre hinweg seine extensive Schneckensammlung in hoher Qualität abfotografiert und der Öffentlichkeit unter einer freien Lizenz zur Verfügung stellt.

Plattdeutsche Wikipedia

Foto einer Venuskammschnecke aus der Gallery of Shells. Foto: H. Zell CC-BY-SA 3.0

Dat fre’e Nakieksel, wo jedereen an mitwarken kann” besteht seit dem April 2003. “Elkeen kann glieks en Artikel schrieven oder ok en Artikel, den dat al gifft, verbetern” Freiwillige schufen für die Plattdeutsche Wikipedia über 20.000 Artikel aus allen Bereichen menschlichen Wissens.

Wikidata trifft Archäologie

Wikidata trifft Archäologie 2013 war eine Tagung, die das Deutsche Archäologische Institut, aktive Wikipedianer und Wikimedia Deutschland zusammenbrachte. Ausgehend vom Limes-Karten-Projekt folgte ein intensiver Austausch über Archäologie, Wikipedia und das Internet.

WikiProjekt Andere Wikis

Das WikiProjekt Andere Wikis koordiniert kleinere Wikis, die Wissen zu Einträgen sammeln, aber in der Wikipedia keinen Platz finden würden. Verschiedene Aktive haben sich zusammengefunden, um kleinere Themenwikis zu betreuen. Diese behandeln Themenbereiche in einer Breite ab, die in der Wikipedia nicht möglich wäre.

Deutschsprachiges Wiktionary

Das deutschsprachige Wiktionary ist ein Community-erstelltes umfassendes deutschsprachiges Wörterbuch mit über 350.000 Einträgen zu über 200 Sprachen. Davon bestehen etwa die Hälfte der Einträge auf deutschen Wörtern, die andere Hälfte aus deutschsprachigen Erläuterungen fremdsprachlicher Begriffe. Das Wiktionary widmet sich dabei Grammatik, Bedeutung und Synonymen und übertrifft in seiner Reichweite zahlreiche andere Online-Wörterbücher.

Die Jury

Prof. Dr. Christian Stegbauer ist Soziologe und Netzwerkforscher. Er lehrt an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Netzwerkforschung, Kommunikationssoziologie, Kultursoziologie sowie Wissenschafts- und Techniksoziologie. Zu seinen Veröffentlichungen zählen das Buch “Wikipedia. Über das Rätsel der Kooperation”  und das “Dossier Wikipedia. Die Macht der Wenigen. Soziale Prozesse und Strukturen” der Bundeszentrale für politische Bildung.

Gereon K. ist langjähriger Wikipedia-Administrator und -Autor. Inhaltlich beschäftigt er sich vor allem mit Artikeln über Schach und Astronomie, vertritt aber auch ehrenamtlich in seiner Freizeit die Community gegenüber Anfragen aus der Presse.

J. Patrick Fischer ist seit fast zehn Jahren aktiver Wikipedianer. Er ist die maßgebliche Figur hinter dem WikiProjekt Osttimor, das letztes Jahr den Zedler-Preis in der Kategorie für Communityprojekte gewann. Neben dem extensiven Ausbau der Artikel über Osttimor beschäftigt sich J. Patrick Fischer mit Artikeln zur Flaggenkunde. Im Leben außerhalb der Wikipedia ist er  Dipl.-Ing. (FH) der Chemie und in der Proteinanalytik tätig.

Zur Preisverleihung

Die Preisverleihung findet statt am:

24. Mai 2014, 19 Uhr

im Westhafen-Pier

Rotfeder-Ring 1

60327 Frankfurt am Main

EINTRITT FREI

Die Verleihung findet nach der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Zur Anmeldung.

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Zedler-Preis: Die besten Projekte Freien Wissens

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die sich für Freies Wissen engagieren.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt engagierte Menschen aus verschiedenen Bereichen des Freien Wissens ausgezeichnet.

Externe Projekte auf der Shortlist 2014

In den folgenden Tagen bis zur Zedler-Verleihung nutzen wir die Chance, um die einzelnen Artikel und Projekte vorzustellen, die für die Shortlists des Zedler-Preises nominiert wurden. Heute widmen wir uns dabei denjenigen Projekten die dafür nominiert wurden, dass sie Freies Wissen außerhalb der Wikimedia-Projekte schufen oder zur Verfügung stellten. Im Jahr 2013 gewann wheelmap.org den Zedler-Preis in dieser Kategorie. Im Jahr 2014 sind fünf Projekte für ihre Leistungen nominiert.

Biodiversity Heritage Library

Die Biodiversity Heritage Library ist eine Bibliothek von mittlerweile mehr als 70.000 frei verfügbaren Texten aus dem Bereich der Biodiversität. Sie stellt eine Vielfalt von Dokumenten öffentlich zur Verfügung. Ihr Bestand beinhaltet zahlreiche gemeinfreie Werke mit Erstbeschreibungen von Arten.  Neben Werken mit abgelaufenem Copyright, stehen dort auch viele neuere Publikationen unter einer freien Lizenz.

Europeana 1914-1918

Mit dem Projekt Europeana 1914-1918 wurden über 400.000 Dokumente unter einer freien Creative-Commons-Lizenz der Öffentlichkeit zur Weiternutzung zur Verfügung gestellt. Darunter befinden sich Materialien zum Ersten Weltkrieg, die aus Bibliotheken und Archiven, aber vor allem auch privaten Beständen zusammengetragen wurden. Zum 100-jährigen Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs stellte Europeana 1914-1918 einen große Anteil des Bestandes online. Die gute Erschließung durch eine übersichtiche Ordnung und benutzerfreundliche Suchfunktion, helfen einer breiten Öffentlichkeit, die Dokumente einfach nutzen zu können.

Free Music Sampler

Das Open-Street-Map-Projekt zum Taifun Haiyan ist eines der nominierten Projekte. Hier sind ausgedruckte OSM-Karten vor Ort im Einsatz. Foto: esambale, CC-BY-SA 2.0

Der Free Music Sampler 2013 der Musikpiraten featured die 36 Gewinner-Songs des 5. Free! Music! Contests. Die Sieger-Bands kommen unter anderem aus Argentinien, Deutschland, Spanien, Weißrussland, Australien und den USA. Alle Titel stehen unter einer freien Creative Commons-Lizenz, was in der Musik-Szene bisher nur selten zu finden ist.

Open Street Map: Typhoon Haiyan

Das Humanitarian Open Street Map Project zeigt, was mit Open Source und ehrenamtlichem Engagement im humanitären Bereich möglich ist: Nachdem der Taifun Haiyan weitläufige Gebiete auf den Philippinen verwüstet hatte, erstellten 1.670 Freiwillige aus 82 Ländern mit Hilfe von Satellitenbildern detaillierte OpenStreetMap-Karten der betroffenen Region. Das freie Kartenmaterial konnte für die  Rettungseinsätzen von Hilfsorganisationen genutzt wurden.

One Million Scans

Microsoft und die British Library erhalten eine Zedler-Nominierung für ihre Kooperation zur Veröffentlichung gemeinfreier Werke. Bei diesem herausragenden Beispiel Kooperationsmöglichkeiten zwischen privaten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, wurden mehr als 1.000.000 Scans von Seiten aus etwa 65.000 gemeinfreien Bücher eingescannt und veröffentlicht. Microsoft hatte den Scan übernommen, die British Library stellte die Werke auf dem Bild- und Fotoportal Flickr ein.

Die Jury

Philipp Otto ist Partner beim iRights.Lab, Redaktionsleiter von iRights.info und Leiter des Projekts „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“. Der Rechtswissenschaftler, Berater und Journalist ist zudem Projektleiter des vom BMEL(V) geförderten Informationsportals iRights Cloud sowie Gründer des Verlages iRights.Media.

Raul Krauthausen studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin. Eine Zeit lang moderierte er eine Show für Menschen mit Problemen beim Radiosender Fritz. 2004 gründete er den Verein Sozialhelden. Im April vergangenen Jahres verlieh ihm der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit rund um wheelmap.org, einer freien Online-Karte zum Auffinden rollstuhlgerechter Orte.

Holder schreibt seit Anfang 2005 für die Wikipedia. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wikipedien in kleinen Sprachen, vor allem die Alemannische Wikipedia, wo er auch Administrator und Bürokrat ist.

Zur Preisverleihung

Die Preisverleihung findet statt:

24. Mai 2014, 19 Uhr

im Westhafen-Pier

Rotfeder-Ring 1

60327 Frankfurt am Main

EINTRITT FREI

Die Verleihung findet nach der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Zur Anmeldung.

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Willkommen zum Zedler-Preis!

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die Wikipedia zu dem machen was sie ist: Die beliebteste Informationsquelle des Alltags.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt unter anderem der Wikipedia-Artikel und das Community-Projekt des Jahres ausgezeichnet. Die Menschen hinter Wikipedia, und das, was sie antreibt – darum geht es an diesem Abend.

Alle Interessierte an Freiem Wissen sind herzlich eingeladen!

24. Mai 2014, 19 Uhr

im Westhafen-Pier

Rotfeder-Ring 1

60327 Frankfurt am Main

EINTRITT FREI

Die Verleihung findet nach der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt.

Artikel und Projekte des Jahres

Von den ursprünglich vorgeschlagenen 72 Artikeln und Projekten sind insgesamt 16 Artikel und Projekte in drei Kategorien für der Shortlist des Zedler-Preises nominiert. Neben dem besten Wikipedia-Artikel des Jahres 2013 wird auch das beste Projekt innerhalb des Wikiversums sowie das beste externe Projekt Freien Wissens ausgezeichnet.

El Greco, Porträt des Fray Hortensio Félix Paraicino. Der Artikel über El Greco gewann den Zedler-Preis 2013.

Auf der Shortlist zum Zedler-Preis stehen die Artikel zum Biosphärenreservat Donaudelta, zum Papst Franziskus, zum Platon-Dialog “Lysis”, zum Spiropterakarzinom, zur Erzählung “The Great Carbuncle” und zur U-Bahn Berlin.

Nominierte Projekte, die innerhalb des Wikiversums stattfinden, sind die Alemannische Wikipedia, die Plattdeutsche Wikipedia, die Gallery of Shells, die Konferenz Wikidata trifft Archäologie, das WikiProjekt Andere Wikis und das deutschsprachige Wiktionary.

Nominierte Projekte außerhalb des Wikiversums sind die Biodiversity Heritage Library, das Projekt Europeana 1914-1918, der Free Music Sampler 2013 der Musikpiraten, das Humanitarian OpenStreetMap Team, für das Kartographierungsprojekt infolge des Taifuns Haiyan sowie die Kooperation zwischen British Library und Microsoft zur Veröffentlchung von einer Million gemeinfreier Scans.

Seit 2007 vergibt Wikimedia Deutschland den Zedler-Preis. Insgesamt waren 72 Artikel und Projekte für das Jahr 2014 vorgeschlagen worden. Gewinner im letzten Jahre waren der Artikel über El Greco, das WikiProjekt Osttimor und Wheelmap.org. Über die Gewinner der einzelnen Kategorien entscheiden Jurys, die sich unter anderem aus Wikipedia-Aktiven, ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern sowie Journalisten zusammen setzen.

Weitere Informationen zum Zedler-Preis und zur Preisverleihung stehen in der Wikipedia.

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