Geschrieben von Denis Barthel



Neu im Team Communitys: Veronika Krämer

Ich freue mich, einen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, Veronika Krämer. Sie stellt sich mit ihren eigenen Worten vor:

Hallo,

mein Name ist Veronika Krämer. Ich freue mich sehr, seit dem 15. Mai Teil von Wikimedia Deutschland zu sein, als Neuzugang im Team Communitys. Zu meinen Hauptaufgaben wird die Bearbeitung von Förderanfragen von Freiwilligen zählen. Gemeinsam mit Rebecca und Konstanze werde ich im Förderteam die stetig steigende Zahl der Förderanfragen bearbeiten und Freiwilligen bei projektbezogenen Anliegen rasch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ein paar Worte zu mir: nach meinem Studium der Europäischen Ethnologie, Soziologie und Nordischen Philologie in Wien, Oslo und München bin ich vor zwei Jahren (endlich) in Berlin gelandet. Eine servicebezogene und beratende Seite in enger Zusammenarbeit mit Menschen stand bei allen meinen bisherigen Tätigkeiten, unter anderem als Sprachkursberaterin im französischen Kulturinstitut München, als Rezeptionistin in Hotels oder zuletzt im Bereich Relocation Service (https://de.wikipedia.org/wiki/Relocation_Service) im Vordergrund.

Auf die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen freue ich mich besonders und kann es kaum erwarten, sie und ihre verschiedenen Projekte kennen zu lernen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch!

Für Fragen und Anregungen stehe ich sehr gerne zur Verfügung: veronika.kraemer@wikimedia.de

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Neu im Team Communitys: Birgit Müller

Ich freue mich, einen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, Birgit Müller. Sie stellt sich mit ihren eigenen Worten vor:

Hallo,

mein Name ist Birgit Müller und ich freue mich sehr darüber, seit diesem Monat Wikimedia Deutschland und speziell das Team Communitys verstärken zu dürfen.

Im Team werde ich Aufgaben rund um die Kommunikation zu technischen und administrativen Neuerungen übernehmen. Damit fällt meine Arbeit in den Förderbereich „Soziale Prozesse“, der in diesem Jahr neu aufgebaut wird.

Viele der Informationen und Diskussionen zu technischen Neuerungen finden ausschließlich innerhalb der englischsprachigen Plattformen statt. Dies erschwert Informationsflüsse, Meinungsbildung und Beteiligung. Mir ist wichtig, die Möglichkeiten für die deutschsprachigen Communitys zu verbessern, Kritik, Bedarfe und Vorschläge einzubringen. Meine Position verstehe ich langfristig als „kommunikative Schnittstelle“ zwischen den Communitys und den (WMF-)Entwicklungsteams.

Vor WMDE war ich zum einen in den Bereichen Sozialforschung/Regionalentwicklung und Bürgerbeteiligung sowie Redaktion tätig. Zum anderen beschäftige ich mich seit Jahren mit Radio machen und interessiere mich sehr dafür, was sich im Web in den Bereichen Community-Plattformen zum Bereitstellen von Wissen und Ressourcen sowie Open Media Tools bewegt. Meine Begeisterung für Wiki-Systeme kommt aus meinem ehrenamtlichen Engagement in einem Verein mit einem MediaWiki basierten internen Kommunikationssystem.

Bei der Verleihung des Zedler-Preises in Frankfurt werde ich dabei sein und hoffentlich Gelegenheit dazu haben, einige von Euch persönlich kennenzulernen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch!

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Reisestipendien für die Wikimania 2013 in Hong Kong

Allmählich rückt sie wieder heran, die Wikimania. Diesmal findet sie vom 7.–11. August in Hong Kong statt, hier treffen sich die Communitys der Wikimedia-Projekte aus der ganzen Welt und ihre Freunde und Gäste. Wie jedes Jahr ist sie Gelegenheit zur Begegnung, zum Austausch von Ideen und Erfahrungen und nicht zuletzt ermöglicht sie die Entwicklung neuer Initiativen für die Projekte.

Aber Hong Kong ist weit – und um eine geographisch möglichst vielfältige Konferenz zu ermöglichen, wird wie in den Vorjahren ein globales Stipendienprogramm angeboten. Wikimedia Deutschland beteiligt sich an diesem Programm mit 20 Vollstipendien für Teilnehmende mit Wohnsitz in Deutschland im Wert von jeweils 1.500 Euro*.

Als Stipendiaten seid Ihr Botschafter für die Communitys und täglich vor Ort. Ihr berichtet von den Ereignissen und transportiert Ideen, während und nach der Wikimania.

Was sind deine Höhepunkte der Wikimania? Welche Impulse und Einsichten hast du gewonnen? Hast du eine besonders anregende Person in Hong Kong getroffen? Welche Idee hat dich am meisten beeindruckt? Was ist das erste, was du gerne umgesetzt sähest in der deutschsprachigen Wikimedia-Welt?

Hierfür stehen vielfältige Kommunikationswege und Formate zur Verfügung, ob im Kurier, dem Wikimedia-Blog oder anderen Online-Medien, ob als Interview oder klassischer Bericht, als Video oder Fotoserie.

Bewerbungen werden bis zum 22. Februar 2013 angenommen; bitte nutzt dafür das offizielle Formular des Stipendienprogramms. Antworten auf häufige Fragen zum Programm findet ihr in den FAQs, darüber hinaus könnt ihr euch gerne hier in den Kommentaren oder direkt per Mail an uns wenden.

* Dieser Festbetrag finanziert Flug, Unterkunft, Versicherung, Verpflegung und Eintrittskarte. Wir folgen bei der Vergabe den Empfehlungen des Scholarship Committees. Alle Stipendiaten verpflichten sich, an allen Tagen an der Konferenz teilzunehmen.

 

Update (30.01.2013.): Zusätzlich zu den 20 Stipendien für Teilnehmende aus Deutschland stellen wir weitere 10.000 Euro für internationale Stipendiaten zur Verfügung.

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„Hast du gefunden, wonach du suchtest?“ – Ein Wikipedia-Tool für Leser

Ende Juli diesen Jahres wurde in Washington auf der Wikimania, der grossen jährlichen Konferenz der Wikimedia-Bewegung, das sogenannte Article Feedback Tool vorgestellt. Dahinter verbarg sich ein kleines Zusatzprogramm zur Wikipedia in Gestalt eines unscheinbaren kleinen Kastens am Ende des Artikels. Er gibt Wikipedia-Lesern die Möglichkeit, den von ihnen gerade gelesenen Artikel positiv, neutral oder auch negativ zu bewerten und die Bewertung um einen individuellen Kommentar zu ergänzen. Einfach und schnell, ohne Umwege über komplizierte Diskussionsseiten.

Zu diesem Zeitpunkt war das Tool bereits über ein halbes Jahr in der englischsprachigen Wikipedia im Einsatz und hatte spannende Ergebnisse gezeigt. Angelika Adam und Denis Barthel von Wikimedia Deutschland stellten in einem ersten Bericht den Aktiven der deutschsprachigen Wikipedia-Community das Tool vor und tatsächlich löste der Bericht erstes Interesse bei einigen Wikipedianern aus. In den folgenden Wochen fand sich eine kleine Gruppe zusammen, die den Einsatz als Pilotprojekt auch in der deutschsprachigen Wikipedia erörterte. Von nun an wurden Dokumentations- und Hilfeseiten übersetzt, Software eingedeutscht und für den Start konfiguriert, Artikellisten aufgebaut, Moderationssysteme diskutiert und nicht zuletzt nach intensiver Diskussion auch eine Umfrage zur Umsetzung einer Pilotphase durchgeführt. So gewann Ende Oktober dann die Initiative abschliessend an Fahrt, als bemerkenswert produktive und harmonische Zusammenarbeit zahlreicher Wikipedianer, begleitet von Wikimedia Deutschland und der Wikimedia Foundation.

Zum heutigen Tag wurde das Artikel-Feedback-Tool für alle Leser der deutschen Wikipedia angeschaltet. Zuvor war es für rund eineinhalb Wochen nur intern sichtbar, eine Zeit, während der vor allem kleinere Fehler behoben wurden. Rund 15.000 Artikel der deutschsprachigen Wikipedia werden ab jetzt für 4 Monate mit dem charakteristischen Kasten für Rückmeldungen versehen sein. Neben den drei vollständigen Themenbereichen „Säugetiere“, „Schach“ und „Heavy Metal“ wird in rund 1500 von Wikipedia-Autoren selbst ausgesuchten sowie in 1500 per Zufall ausgewählten Artikeln das Tool aktiviert. Allen Lesern wird so ermöglicht, unkompliziert Rückmeldung zu einzelnen Artikeln zu geben – die Studien aus der englischsprachigen Wikipedia zeigen inzwischen sogar, dass man sich nicht nur zu Artikeln äußert, sondern auch mehr als zuvor aktiv an der Bearbeitung beteiligt. Wer es einmal ausprobieren möchte, schaue im Wikipedia-Artikel zum Gießener Studentendoppelgrab.

Noch ist das Artikel-Feedback-Tool ein experimentelles Feature. Unverhofftes kann geschehen, Neues wird kommen. Bereits jetzt ist absehbar, dass im Januar eine neue, weiter verbesserte Version zu erwarten ist. Im Mai wird die Community dann abschließend entscheiden, ob das Artikel-Feedback-Tool dauerhaft und für alle Wikipedia-Artikel bereitgestellt werden soll. Bis dahin ist Gelegenheit für alle Wikipedia-Leser, diese neue Möglichkeit zu nutzen und quasi im Vorbeigehen einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Wikipedia zu leisten.

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Wiedervereinigung unter grossem Dach? Eure Stimme zählt!

Die Wikimania ist nicht nur ein Ort anregender Vortrage, Ankündigungen und Begegnungen. Manchmal bietet sie auch Ereignissen Raum, die in kein Schema passen und in dieser Weise doch nur hier geschehen können. So hatte ich gestern (gestern? ;)) um die Mittagszeit Gelegenheit, an einer aussergewöhnlichen Runde teilzunehmen, in der verschiedene Communities ihr Zusammengehen vorbereiteten.

Zum Hintergrund: Im Juli 2003 ging wikitravel.org online, Ziel war die kollaborative Erschaffung eines Reiseführers unter Freier Lizenz. Insgesamt bringt es Wikitravel heute auf 19 Sprachversionen mit jeweils bis zu 26.000 Reiseführern, seit 2004 auch einer Version auf Deutsch. 2006 entschieden sich die Gründer, die Marke „Wikitravel“ an die Firma Internetbrands zu verkaufen, um Wikitravel ein solides Fundament zu geben. Internetbrands gewährleistete den dauerhaften Betrieb von Wikitravel und die Unabhängigkeit der Communities in inhaltlichen Fragen. Erste Probleme allerdings gab es, als die Firma entschied, Werbung zu schalten. Das führte zu Grundsatzdiskussionen und letztendlich zu einem Fork: die deutschsprachige Community wollte sich nicht in einem kommerziellen Umfeld bewegen. So entstand Wikivoyage, bis heute getragen von einem Verein mit Sitz in Deutschland. Wikivoyage hat in Deutsch den deutlich größeren Artikelbestand (~12.000 zu ~5.000 bei Wikitravel) und eine sehr aktive und gut organisierte Community. Außerdem gibt es noch eine italienische Sprachversion und gemeinsam genutzte Datenbestände für Bilder ähnlich Wikimedia Commons und „Locations“, eine Art WikiData für Ortsangaben.

Aber nach diesen Entscheidungen kehrte nicht dauerhaft Ruhe ein. Auf Dauer gab es Unzufriedenheiten bei der Wikitravel-Community, Vorwürfe standen im Raum, Internetbrands kümmere sich nur unzureichend um das Projekt. Die Entfremdung wuchs und 2012 begann die Community nach neuen Wegen zu suchen. Der kanadische Wikipedianer und Wikimedianer James Heilman nahm diese Bestrebungen auf und bündelte sie, indem er Kontakt zu Wikivoyage wie zur Wikimedia Foundation aufnahm und den Vorschlag aufbrachte, Wikivoyage und Wikitravel sollten sich wiedervereinigen als Projekt unter dem Dach der Wikimedia Foundation.

Hier in Washington trafen nun alle aufeinander: Vertreter von Wikitravel, Wikivoyage und Internetbrands waren ebenso anwesend wie Vertreter des Boards of Trustees der Wikimedia Foundation; Mitarbeiter der Foundation und von Wikimedia Deutschland und natürlich auch Aktive vieler Sprachen und Projekte des Wikimedia-Universums. Der Sprecher von Wikitravel brachte das annähernd einhellige Votum der aktiven Wikitraveller mit, Stefan Fussan hatte zusätzlich den entsprechenden Beschluss der Mitgliederversammlung von Wikivoyage in der Tasche. Die Vertreter der Wikimedia Foundation allerdings machten deutlich, dass dies noch nicht reiche, denn trotz der allgemeinen, bisherigen Übereinstimmung fehle noch eine wichtige Stimme – die der Wikimedia-Communities. Es ist also eure Stimme, die nun zählt. Das entsprechende Meinungsbild läuft bereits und mit Site-Notices in allen betroffenen Sprachen und Hinweisen in internen Medien soll darauf aufmerksam gemacht werden, denn eine hohe Beteiligung der Communities ist ebenso erforderlich wie ein klares Votum. Erst danach werde das Board eine entsprechende Entscheidung treffen können.

Also heisst es nun Wählen gehen! Entscheidet euch bei der Frage nach einem „neuen“ Schwesterprojekt, Eure Stimme hier: Requests_for_comment/Travel_Guide

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Say Hello, Wave Goodbye ….

Seit Ende 2008 habe ich für Wikimedia Deutschland Bildungsaufgaben wahrgenommen. Dabei habe ich mich in den letzten eineinhalb Jahren mit meinen Kollegen im Team intensiv der Aufgabe gewidmet, aus isolierten Programmen und Strukturen wie “Wikipedia macht Schule” und “Silberwissen” einen eigenständigen, übergreifenden Bereich “Bildung & Wissen” zu formen. Das von uns gemeinsam entwickelte Bereichsmotto “Mitmachen!”, dass den Fokus der AutorInnengewinnung bei Wikimedia Deutschland zielgruppenoffener gestaltete, war eine wichtige Richtlinie dazu und führte zu einem intensiven und kontinuierlich produktiven Austausch insbesondere mit dem rund dreissigköpfigen Referentennetzwerk des Bereichs. Diese sehr erfüllende und schöne Aufgabe ist nun abgeschlossen, Zeit für etwas Neues.

In diesem Monat werde ich daher in den Bereich Freiwilligenförderung wechseln. Durch diesen Wechsel kann ich meine in den letzten Jahren im Bereich „Bildung & Wissen“ gesammelten Erfahrungen in einen Bereich mitbringen, der mir inhaltlich bereits wohlvertraut ist und sehr am Herzen liegt. Von Anfang meiner Tätigkeit bei Wikimedia Deutschland an haben mich Aufgaben zur Unterstützung der Communities und der Qualitätsförderung beschäftigt und in Programmen wie z.B. dem Literaturstipendium, dem Redaktionstreffen und dem Bilderschatz ihren Niederschlag gefunden. Bei meinen kommenden Aufgaben im alten/neuen Bereich möchte ich mich nun insbesondere auf die Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Arbeit für und mit den Communities konzentrieren.

Eine besondere Erfahrung aus dem Bereich „Bildung & Wissen“, die ich mit einbringen möchte in meine neue Arbeit, sind dabei die vielen Stimmen von Lesern bzw. Menschen, die keine Wikipedianer sind. Indem diese Menschen bei zahlreichen Begegnungen mit mir ihre Sicht auf Wikipedia und Freies Wissen teilten und von der alltäglichen Bereicherung und Herausforderung berichteten, die Wikipedia für sie darstellte, veränderten Sie allmählich meine Perspektive auf die Wikipedia. Auch und gerade als Wikipedianer wurde es zum Privileg für mich, besser verstehen zu lernen, wo und warum unser aller Lieblingsprojekt gelegentlich nicht nur Begeisterung, sondern auch Stirnrunzeln, Ärger oder Hilflosigkeit auslöst bei jenen, für die es am Ende gedacht ist. So eröffnete sich mir etwas ganz Neues und ich möchte davon etwas weitergeben.

Für die unglaublich spannende und fantastisch produktive Zeit bei „B&W“ danke ich insbesondere Elly Köpf, sowie Elvira Schmidt, Cornelia Trefflich und Merle Wittich und natürlich insbesondere den Teilnehmern des Referentennetzwerks. Und ich freue mich sehr darauf, Teil eines neuen Teams aus Johannes Rohr, Julia Kloppenburg und Christoph Jackel zu werden.

Auf bald, wir lesen uns!

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Schaut her! – Videos erläutern Wikipedia

Nicht immer ist Wikipedia für neue Autoren so zugänglich, wie man es sich von einem offenen und kollaborativen Projekt wünscht. Die immer komplexer werdende Wikipedia macht es jenen, die sich beteiligen wollen, nicht ganz so einfach wie in früheren Jahren.

Um solche Startprobleme zu lindern, wurde durch Lehrende des Hochschulprogramms wiederholt ein Werkzeug ins Spiel gebracht, das Neulinge leicht bei ihren ersten Schritten begleiten könnte: Sogenannte Screencasts, also Kurzvideos aus Bildschirm-Abbildungen, wären doch geeignet den richtigen Gebrauch der Wikipedia anschaulich zu illustrieren? – Stimmt eigentlich. Und weil die Idee, neuen Autoren auf diese Weise einen guten Start in die Wikipedia zu geben ja nahe liegt, hat der Bereich Bildung und Wissen kürzlich einen Werkvertrag ausgeschrieben, um solche Screencasts produzieren zu lassen.

Und obwohl der gesetzte Zeitraum knapp war, freuen wir uns nun acht Screencasts vorlegen zu können, die einige besonders kritische Punkte für Neulinge griffig und konzis darstellen. Erstellt hat die Screencasts Christoph Kepper von PediaPress, dem wir herzlich danken für seine Arbeit. Natürlich stehen Sie alle unter einer freien Lizenz, nämlich CC-BY-SA 3.0. Zu finden sind sie -wie es sich gehört- auf den Commons im ogg-Format, für den Einsatz in Schulen und Universitäten legen wir in den kommenden Tagen mit .mov und .wmv auch handelsübliche Formate vor. Zu finden sind sie auf einer eigenen Seite in den Commons. Idealerweise sollten die Screencasts nicht nur in allen Bildungsprogrammen von Wikimedia Deutschland eingesetzt werden, sondern auch die oft sehr textlastigen Wikipedia-Hilfeseiten visuell ergänzen, wir würden uns freuen, wenn Sie auch in der Wikipedia bald zu finden wären.

Uns ist klar, dass diese Auswahl unvollständig ist und man noch viele weitere Screencasts zur Illustration grundlegender wie komplexer Wikipedia-Techniken realisieren könnte. Und darum möchten wir nicht bei diesen acht Screencasts stehen bleiben, sondern bitten Euch, Eure reichhaltigen Erfahrungen und Ideen einzusetzen, um sowohl neue Screencasts zu entwickeln wie auch vorhandenes Material ganz wiki-like aufzuwerten und zu verbessern. Und darum möchten wir Euch Folgendes anbieten:

Obwohl es nicht über Gebühr kompliziert ist, Screencasts zu erstellen, ist die Verwendung der Software zur Entwicklung guter Screencasts nicht ganz intuitiv. Solltet Ihr Interesse daran haben, eure Ideen zu entwickeln und in Screencasts umzusetzen, würden wir Euch gern einladen zu einer entsprechenden Schulung. Hier in Berlin, angeleitet von einem Experten, würden wir uns freuen wenn ganz im Sinne des Mottos „It’s a Wiki!“ die obigen Screencasts einen Anstoß zur Verbesserung und Erstellung von Screencasts durch die Community geben könnten.

Solltet Ihr Interesse haben, Euch daran zu beteiligen, würden wir um eine kurze Mail an community@wikimedia.de bitten. Sobald wir eine kritische Masse von fünf Interessenten erreicht haben, hört Ihr von uns und wir würden mit den konkreten Planungen (Datumsvorschläge etc.) beginnen.

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„Bildung und Wissen“ – ein neuer Bereich stellt sich vor

Im kommenden Jahr wird die Geschäftststelle von Wikimedia Deutschland eine neue Organisationsstruktur erhalten. In loser Folge stellen sich im Blog die neuen Schwerpunkte vor. Den Anfang macht der formal erst mit der neuen Organisationsstruktur neu angelegte Bereich „Bildung und Wissen“.

Inhaltlich ist dieser Schwerpunkt schon deutlich älter, 2006 begann er mit einer Veranstaltung am Hildesheimer Gymnasium Andreanum. Abgehalten durch Vorstände von Wikimedia Deutschland fand hier erstmals ein Aktionstag für Schüler, Lehrer und interessierte Eltern statt. Vorträge und Workshops thematisierten grundlegende Fragen um die noch junge Online-Enzyklopädie hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit, ihres korrekten Gebrauchs und des Verständnisses für ihre Besonderheiten.

Aus dieser Premiere wuchs über die Jahre das Schulprojekt Wikipedia macht Schule mit spezifischen Angeboten für Schüler und Lehrer, seit 2010 getragen durch ein Referentennetzwerk aus Wikipedia-Autoren und Medienpädagogen und mit inzwischen weit über 100 Veranstaltungen und mehreren Tausend Teilnehmern. Vor diesem Erfahrungshintergrund steht bei Wikimedia Deutschland derzeit die Entwicklung von freiem Lehrmaterial in Buchform zum Thema „Wikipedia in der Schule“ im Fokus (hier kann auf Wikibooks mitgearbeitet werden).

Schulen sind aber nicht die einzigen Adressaten für Bildungsangebote bei Wikimedia Deutschland. Bereits 2008 wurde das Projekt Silberwissen ins Leben gerufen. Hier geht WMDE seit 2010 im Rahmen des europaweit agierenden TAO-Konsortiums (Third-Age-Online) auf ältere Mitbürger mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen zu, um sie als aktive Autoren für Wikipedia zu werben. Neu steht für 2012 das Wikipedia Ambassador Programm auf dem Plan, mit dem das Verfassen von Wikipedia-Artikeln in systematischer Weise an Universitäten eingeführt wird. Und nicht zuletzt werden in Zukunft stärker als bisher zusammen mit dem Bereich “Politik und Gesellschaft” auch bildungspolitische Ziele verfolgt.

All diese Aufgaben waren hausintern bisher bei verschiedenen Personen und Ressorts angesiedelt, nach dem Wachstum der letzten Jahre war es nun Zeit für eine Konsolidierung. Mit der bereits auf der Mitgliederversammlung vorgestellten Neugliederung des Vereins zum 1. Januar 2012 werden alle Bildungsprogramme in Zukunft in einem Bereich “Bildung und Wissen” zusammengefasst. So können Gelegenheiten zur Zusammenarbeit in Zukunft besser genutzt und verschiedene Programme inhaltlich enger aufeinander abgestimmt werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei das Referentennetzwerk. Um der zunehmenden Zahl der Anfragen für Veranstaltungen gerecht zu werden, soll es für Schulprojekt, Silberwissen und Ambassador-Programm gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die bisher direkt von den Bildungsinstitutionen honorierten Referenten werden den Verein nun als freie Mitarbeiter in allen Projekten intensiv unterstützen, sowohl im Bereich der Autorengewinnung wie auch bei der Vermittlung von Wikipedia und Freiem Wissen.

Verantwortet wird der neue Bereich von Denis Barthel und Elly Köpf, Elvira Schmidt ist als Projektleiterin Ansprechpartnerin für das Projekt Silberwissen. Unterstützt wird der Bereich von Merle von Wittich als Werkstudentin, noch gesucht wird eine Projektassistenz, die den neuen Bereich bei den Herausforderungen des kommenden Jahres begleitet und mitgestaltet.

Wir freuen uns auf diese und kommende Projekte und darauf, Wikipedia und Freies Wissen im Kontext „Bildung und Wissen“ zu unterstützen.

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Leonardo Award 2011 für Wikipedia

Foto:Franz Pfluegl/CC-BY-SA
Foto:Franz Pfluegl/CC-BY-SA

Ehrende Aufmerksamkeit von ungewohnter Seite erfuhr Wikipedia am 21. und 22. September in Köln bei der Verleihung des „Leonardo Award für European Corporate Learning“: Diese Auszeichnung für europäische Bildungsprojekte mit Leuchtturm-Charakter wurde stellvertretend für Jimmy Wales an drei Wikipedianer mit Hintergrund im Bereich Bildung und Wissen überreicht. Neben Nando Stöcklin (Schweiz) und Ziko van Dijk (Niederlande) bekam auch ich die Gelegenheit dabeizusein.

Zur Begründung der Auszeichnung hieß es, Wales habe viele Menschen inspiriert, ihre Kreativität aktiv einzubringen und so auch Unternehmen inspiriert, ihre Lernprozesse entsprechend zu verändern. Die dahinterstehende Haltung kollaborativer, ehrenamtlicher und freiwilliger Tätigkeit und die Idee Freien Wissens ist für Unternehmen aber noch immer spürbar ungewohnt. In den Gesprächen rund um die Verleihung wurde deutlich, wie schwierig es für Unternehmen ist, die Phänomene Wikipedia und Freies Wissen vor allem in ihrer sozialen Dimension zu verstehen. Die wichtigste Erkenntnis für mich war, dass Aufklärung und Information über die Grundlagen zu Freiem Wissen und Wikipedia in der Wirtschaft nicht weniger notwendig sind als andernorts. Vielleicht braucht es sie hier sogar mehr, denn die Energien von Unternehmen in der Wikipedia sind oft nicht nur falsch gerichtet, sondern auch besonders groß. Die Frage heisst also nicht, ob man Unternehmen in der Wikipedia haben möchte (haben wir längst), sondern wie man sie adäquat integrieren kann. Für Unternehmen bedeutet es vor allem, den Mut zum Teilen aufzubringen und sich auf partizipative Prozesse einzulassen.

Die möglichen Schnittmengen von Wikipedia und Unternehmen auszuloten und in Diskussionen, Foren und Gesprächen zu thematisieren, das ist eine Aufgabe, die noch viel zu wenig angegangen wird. Die Verleihung dieses Preises ist nicht zuletzt eine Einladung zu einem konstruktiven, aber unumgänglichen und wichtigen Dialog, der für beide Seiten eine Herausforderung darstellen wird. Auf der Wikimania in Haifa hat Christophe Henner von Wikimedia Frankreich sich übrigens bereits Gedanken zu diesem Thema gemacht.

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eLitstip hat Geburtstag – Es geht voran

Zwei Jahre ist es her, das erstmals eine Gruppe von Wikipedianern zur Unterstützung Ihrer Mitarbeit an der Wikipedia Zugriff auf elektronische Literaturdatenbanken erhielt. Seit Herbst 2009 werden im Rahmen einer Kooperation mit BioOne, einem Non-Profit-Unternehmen, Zugänge für Autoren im Bereich Biologie vergeben. Weit über 100 Artikel wurden damit seither angelegt, überarbeitet und verbessert, grob geschätzt rund 200.000 Leser profitierten seither von diesen Verbesserungen. Umso erfreulicher ist es, dass die ursprünglich von BioOne auf eine Laufzeit von 2 Jahren begrenzte Zusammenarbeit um weitere zwei Jahre verlängert wurde und die Zugänge den Autoren der Wikipedia weiterhin bereitstehen werden.

Die Kooperation mit BioOne diente Wikimedia Deutschland als Modell für das sogenannte eLitstip. Das eLitstip ist ein Programm zur weiteren Bereitstellung gruppenweiser Zugänge zu Literaturdatenbanken und 2011 Schwerpunkt des Literaturstipendien-Programms von Wikimedia Deutschland. Nachdem im Lauf diesen Jahres bereits Initiativen aus den Fachbereichen Chemie und Afrikanistik erfolgreich waren, sind es passend zum Geburtstag der Zusammenarbeit mit BioOne erneut Biologen, genauer gesagt Ornithologen, die den nächsten Akzent im eLitStip-Programm setzen: 9 „Ornis“ haben dank der Initiative eines Community-Mitgliedes am gestrigen Tag Zugänge zu „Birds of North America Online“ erhalten, einem Referenzwerk zum Thema nordamerikanischer Vögel.

Wir hoffen, dass dieses „Geburtstagsgeschenk“ weitere Autorengruppen ermutigt, mit ihren Wünschen an Wikimedia Deutschland heranzutreten. Mehr Informationen zum eLitstip hier oder direkt unter litstip@wikimedia.de. Wir informieren gern und freuen uns auf die nächsten Anfragen.

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