Geschrieben von Christopher Schwarzkopf



Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 03): Open Access und seine Wirkung in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im dritten Teil unserer Reihe schreibt der Informationswissenschaftler und Soziologe Ulrich Herb über die zunehmende Bedeutung des freien Publizierens wissenschaftlicher Forschungsergebnisse. (Terminhinweis: Am 03. September 2015 findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland die Veranstaltung „J=Journals. Welche Form des wissenschaftlichen Publizierens setzt sich durch?“ statt, bei der verschiedene Open Access-Modelle vorgestellt und diskutiert werden).


Forderungen nach Open Access, verstanden als die Möglichkeit, wissenschaftliche Publikationen entgeltfrei nutzen zu können, wurden um die Jahrtausendwende erstmals lautstark von Wissenschaftlern formuliert. Ausschlaggebend war ein Verfügbarkeitsproblem: Obwohl wissenschaftliche Texte zusehends elektronisch vorlagen, konnten diese nicht frei unter Forschern zirkulieren: Die Autoren hatten bei der Publikation ihrer Werke die Rechte zu deren Verbreitung vollständig an Verlage abgetreten, deren Geschäftsmodell aus der Print-Ära stammte und das auf Verknappung und Verkauf von Publikationen basierte. Beide Positionen, der Wunsch nach ubiquitärer und entgeltfreier Verfügbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse auf Seiten der Wissenschaftler sowie das Geschäftsmodell, Informationen zu verkaufen, sind, das ist mehr als offensichtlich, prinzipiell unvereinbar. 

Open Access & Wissenschaft

Aus Sicht der Wissenschaftskommunikation wird zugunsten des Open Access postuliert, er beschleunige den wissenschaftlichen Fortschritt, da elektronische und entgeltfrei nutzbare Informationen rascher und weiter verbreitet werden als Informationen, denen diese Merkmale fehlen. So können sie selbst wieder schneller Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse werden. Diese Annahme rekurriert implizit auf eine Besonderheit immaterieller Güter wie eben wissenschaftlicher Texte: Immaterielle Güter können anders als materielle Güter nicht-konkurrierend benutzt werden. Während ein PKW in der Regel von nicht mehr als fünf Personen genutzt werden kann, kann der intellektuelle Inhalt eines wissenschaftlichen Textes von beliebig vielen Personen zugleich genutzt werden. Wohlgemerkt: Der intellektuelle Gehalt kann nicht-konkurrierend genutzt werden, nicht aber das physische Trägermedium, das z.B. die Gestalt eines Buches haben kann.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,83 von 5)
Loading...

Das ABC des Freien Wissens „J=Journals. Welche Form des wissenschaftlichen Publizierens setzt sich durch?“

ABC-Logo. Markus Büsges, leomaria, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

 Am Donnerstag, den 03. September, 19 Uhr, findet das zehnte “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal beschäftigen wir uns mit verschiedenen Open Access-Publikationsmodellen und diskutieren, welche Modelle  für Forschende, Verlage und Nachnutzende geeignet sind, und vor allem, welches Modell den Titel „open“ wirklich verdient.

„Publish or perish,“ so das Mantra des akademischen Kapitalismus. Wenn es auch nicht im wortwörtlichen Sinne um Leben und Tod geht, so stehen Forscherinnen und Forscher dennoch unter dem Druck, die eigene Forschung möglichst wirkmächtig publik zu machen. In den 1990er Jahren begann die elektronische Online-Publikation langsam, die Veröffentlichung in Printmedien abzulösen. Gleichzeitig ebneten die Open Source-Bewegungen den Weg zu Open Access – dem Prinzip des freien Zugangs zu wissenschaftlichen Informationen. Heute sind frei über das Internet zugängliche Publikationen fester Bestandteil der Wissenschaftslandschaft. So ist die an der Anzahl veröffentlichter Artikel gemessene größte wissenschaftliche Fachzeitschrift seit einigen Jahren PLOS One – eine ausschließlich online verfügbare Zeitschrift, die sich dem Open Access verpflichtet hat. Die gemeinsame Stoßrichtung scheint klar: Hin zu einer offeneren Wissenschaft. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Wikimedia-Projekte, wie beispielsweise in dieser aktuellen Studie sehr gut dargestellt wird.

Doch bei der Frage nach der konkreten Ausgestaltung frei zugänglicher Publikationsformen gehen die Vorstellungen auseinander. Das Ziel dieser Diskussion ist es, konkurrierende Open Access Modelle zu erklären, Beispiele zu erkunden und folgende Fragen anzugehen: Wie sieht gute und nachhaltige Open Access-Praxis aus? Braucht Open Access besondere Maßnahmen, um die wissenschaftliche Qualität hochzuhalten? Wie können Open Access-Publikationen gefördert werden? Wie können für Forschende stärkere Anreize für das offene Publizieren geschaffen werden? Und wie steht es um die Open Access-Bewegung der deutschen Wissenschaftslandschaft im europäischen Vergleich?

Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion!

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


J=Journals – Postkarte – Das ABC des Freien Wissens, Markus Büsges, leomaria, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

„J=Journals. Welche Form des wissenschaftlichen Publizierens setzt sich durch?“

Donnerstag, 03. September, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Begrüßung: Christian Rickerts, Geschäftsführender Vorstand von Wikimedia Deutschland

Gäste:

Moderation: Isabella Meinecke, Hamburg University Press, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Rauminszenierung: Science Slam by Marc Wenskat

  • Der Eintritt ist frei. Um unsere Veranstaltungen noch besser zu machen, freuen wir uns über eine Anmeldung unter salon@wikimedia.de
  • Der Salon ist am Veranstaltungstag auf der Website als Livestream abzurufen.
  • Unter #wmdesalon kann mitdiskutiert werden.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft statt.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 02): Offene Bildungsressourcen (OER) an Universitäten und Hochschulen: Plädoyer für eine didaktische Sicht

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft. Im zweiten Teil unserer Reihe schreibt Dr. Sandra Hofhues, ab 1. September Juniorprofessorin für Mediendidaktik/Medienpädagogik an der Universität zu Köln, über den Einsatz von Open Educational Resources (OER) im Wissenchaftsbereich.


Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland (89 Seiten, 3,5Mb) (zum Download auf das Bild klicken)

Wie wahrscheinlich ist es, dass offene Bildungsressourcen – kurz OER – akademisches Lehren und Lernen verändern? Nach Aussage der Autoren des aktuellen Whitepapers zu „Open Educational Resources (OER) an Hochschulen“ (Deimann, Neumann und Muuß-Meerholz, 2015) unwahrscheinlich. Dennoch lohnt es sich, danach zu fragen, welche Auswirkungen die Auseinandersetzung mit und über OER im Hochschulkontext insbesondere für Studium und Lehre haben könnte. Wie lässt sich die Diskussion vor allem mit einer (hochschul-) didaktischen Sicht verbinden?

Einführung und Stand der Diskussion

Was für eine kleine Gruppe interessierter Forschender und Praktiker_innen seit über einem Jahrzehnt selbstverständlich ist, steht seit etwa drei Jahren auch auf der bildungs- und hochschulpolitischen Agenda weit oben: die Beschäftigung mit offenen Bildungsressourcen (OER). Als offen und frei zugängliches Material sollen sie den Zugang zu didaktisch aufbereiteten Inhalten erleichtern und Einblicke in Lernen und Arbeiten in Bildungseinrichtungen geben. Vorreiter für Universitäten und Hochschulen war sicherlich das Massachusetts Institute of Technology (MIT): Im MIT OpenCourseWare werden Lehr-Lerninhalte schon seit 2002 als offene Bildungsressourcen frei zur Verfügung gestellt. Mit dem Aufkommen der Massive Open Online Courses (MOOCs) wurde die Debatte um offene Bildungsressourcen in der Breite entfacht: National wie auch international stellt sich die Frage, wie man unter gegenwärtigen technischen und rechtlichen Bedingungen auf (öffentliches) Wissen zugreifen kann und welche Rolle Bildungseinrichtungen dabei spielen. Sind sie bspw. dafür verantwortlich, in ihnen entstandenes Wissen stets frei und offen zur Verfügung zu stellen? Ein Schwerpunkt in der Diskussion liegt daher im offenen Zugang zu Wissen, eine Forderung der Open Access (OA)-Bewegung, die seit ihrer Initiierung große Erfolge aufweist. So ist beispielsweise am 17. April 2015 in einem Spiegel-Artikel von einem „wegweisenden Urteil“ zu lesen: Demnach dürfen Uni-Bibliotheken alle Bücher digital anbieten. Der Weg zu einem freien und offenen Zugang zu Wissen und Informationen in Universitäten und Hochschulen ist demnach bereitet. Für offene Bildungsressourcen auch?

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 2,75 von 5)
Loading...

Wiki-Dialogues go Wikimania – Broschüre zu den Wiki-Dialogen liegt nun auch auf Englisch vor

In Wikipedia und den Schwesterprojekten Erkenntnisse teilen, gemeinsam Probleme bearbeiten und Entscheidungen treffen – Seit dem vergangenen Jahr gibt es dafür ein neues Format: Die Wiki-Dialoge. Einige dieser Online-Treffen haben in der deutschsprachigen Wikipedia bereits stattgefunden, weitere sind derzeit geplant. Nun wollen wir das Format unter anderem bei der Wikimania auf internationaler Ebene bekannter machen.

Die Broschüre zum Wiki-Dialog gibt es nun auch auf englisch (zum herunterladen auf das Bild klicken), CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

Das Konzept Wiki-Dialoge wurde 2014 von den deutschsprachigen Wikimedia-Chaptern (Deutschland, Österreich, Schweiz) in Zusammenarbeit mit der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin und Mitgliedern der Wikipedia-Community entwickelt mit dem Ziel, eine Plattform anzubieten, auf der sich Wikipedianerinnen und Wikipedianer über verschiedene Aspekte der gemeinsamen Arbeit in Wikipedia und den anderen Wikimedia-Projekten austauschen können.

Bei den Wiki-Dialogen handelt es um Online-Treffen, die sich am Konzept der sogenannten cMOOCs (connectivist Massive Open Online Course)  orientieren. Anders als “herkömmliche” Wikipedia-Diskussionen haben Wiki-Dialoge einen klaren Rahmen, beispielsweise einen verbindlichen Zeitplan, eine Rollenverteilung und ein zuvor definiertes Ziel.

Bislang haben bereits einige Wiki-Dialoge stattgefunden, so beispielsweise zu den Themen Qualität („Warum ist es weniger attraktiv geworden ‚gute Artikel‘ zu schreiben?“) oder zur Gestaltung des Anforderungsprofils für den Zedlerpreis 2015. Ganz aktuell hat Benutzer:Achim Raschka einen Wiki-Dialog zum Thema Einleitung biografischer Artikel und genealogische Zeichen gestartet, ein Thema, das die Community seit Jahren beschäftigt.

Anfang 2015 wurden die Ergebnisse des Projektes in der Broschüre  “Wiki-Dialog – Ein Konzept für digitales Lernen in Wikipedia-Communities” anwendungsbezogen zusammengefasst. Die Publikation soll als Anleitung für die Initiierung eigener Dialoge dienen und enthält neben grundlegenden Informationen über das Projekt auch detaillierte Informationen darüber, wie die Dialoge aufgebaut sind und durchgeführt werden.

Die Broschüre wurde nun pünktlich zur anstehenden Wikimania in Mexiko auch ins Englische übersetzt und soll unter anderem dort beworben werden, um das Konzept auch auf internationaler Ebene bekannt zu machen. Da die Broschüre nicht gedruckt wird, sondern ausschließlich als PDF-Download vorliegt, haben wir für die Wikimania eigene Postkarten erstellt, die den Link zum PDF auf Commons enthalten.

Weitere Informationen zu den Wiki-Dialogen sind auf der WP-Projektseite zu finden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 3,67 von 5)
Loading...

“Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.” – Das ABC des Freien Wissens “I=Inhalt.”

Die neunte Veranstaltung der Reihe “Das ABC des Freien Wissens” drehte sich um die Frage, ob tatsächlich eine so breite Partizipation an Entstehung und Nutzung freier Inhalte in der Kulturlandschaft besteht, wie oft suggeriert wird. Unter dem Titel “I=Inhalt. Wer partizipiert wirklich an Open Culture?” diskutierte der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner mit Stadtforscherin Dr. Paula Hildebrandt und Prof. Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums, darüber, was es braucht, um über digitale Zugänge Teilhabe an offener Kultur zu ermöglichen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung veranschaulichte Dr. Paula Hildebrandt in einem einführenden Vortrag, wie offene Kultur in der Praxis aussehen kann. Die Künstlerin mit Doktortitel in Europäischer Urbanistik  stellte das gemeinschaftlich organisierte Projekt welcomecitymap vor, das über performative Ansätze klandestines Stadtwissen erlebbar macht, gerade für Menschen, die neu einer Stadt ankommen sind, wie Geflüchtete und Zugezogene.  Sie machte deutlich, dass Partizipation nicht als Worthülse zur Unterfütterung von Drittmittelprojektanträgen und auch nicht zum Wohlfühl-Begriff für Kunstprojekte mit Migrantinnen taugt. Vielmehr habe die Bemühung für mehr Beteiligungsmöglichkeiten  für alle Menschen der Gesellschaft damit zu tun, auch selbst öfter den Standpunkt zu wechseln, sich einzufühlen, immer wieder ein anderer zu werden. Das kann anstrengend sein; so lautete das Fazit: “Partizipation ist schön, macht aber viel Arbeit.”

 

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...

Monsters of Law Nr. 6 oder: Gibt es ein Recht am Bild der eigenen Katze?

Monster Bildrechte? Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

 Was müssen Fotografinnen und Fotografen beachten, wenn sie ihre Bilder bei Wikimedia Commons hochladen oder über eine andere Plattform unter einer freien Lizenz veröffentlichen möchten? Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich frei lizenzierte Bilder nutzen möchte? Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Urheber- und Medienrecht und passionierter Hobbyfotograf, der selbst aktiv bei Wikimedia Commons ist, führte bei der sechsten Veranstaltung der Reihe Monsters of Law durch das „Minenfeld Bildrechte„.

Stellen wir uns vor, wir möchten ein Bild eines öffentlichen Gebäudes machen, beispielsweise dem Brandenburger Tor, und dieses anschließend im Internet unter einer freien Lizenz veröffentlichen, damit es von allen Menschen für ihre jeweiligen Zwecke nachgenutzt werden kann. Zunächst unproblematisch, könnte man meinen, schließlich gestattet uns ja die Panoramafreiheit, urheberrechtlich geschützte Werke im öffentlichen Raum, wie eben Gebäude oder auch Kunstwerke, zu fotografieren und die Bilder weiterzuverbreiten, ohne dass wir dafür die Urheberin kontaktieren und um Erlaubnis ersuchen müssen. Jedoch ist die Panoramafreiheit strenger ausgelegt, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. So muss das, was fotografiert wird, nicht nur vom öffentlichen Raum aus abgelichtet werden, sondern es bedarf auch immer der Nennung der Urheberin, im genannten Fall der jeweiligen Architektin. Dies, so merkte Koreng an, geschehe bei den in Wikimedia Commons hochgeladenen Bildern so gut wie nie, obwohl die Nichtnennung der Urheberin streng genommen eine Urheberrechtsverletzung darstelle (die wohlgemerkt in den seltensten Fällen zu einem Rechtsstreit führt).

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 3,86 von 5)
Loading...

Monsters of Law: „Minenfeld Bildrechte: Was Sie zu Fotografie und Nachnutzung wissen müssen.“

Nicht erschrecken! Rechtliche Fragen bei Monsters of Law. Foto: By Gerrard St monster mural, by Aviva West, [CC BY-SA 2.0]

Die Veranstaltungsreihe Monsters of Law wurde von Wikimedia Deutschland ins Leben gerufen, um sich juristischen Fragen rund um Freies Wissen und seinen Rahmenbedingungen anzunehmen.

Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Urheber- und Medienrecht, spricht am 28. Mai bei Wikimedia Deutschland über das Thema Bildrechte.


Monsters of Law:

„Minenfeld Bildrechte: Was Sie zu Fotografie und Nachnutzung wissen müssen.“

Referent: Ansgar Koreng, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Urheber- und Medienrecht ,
Wann: Donnerstag, 28.05., 18 Uhr, (Einlass 17:30 Uhr)
Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, Berlin


Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns an diesem Tag ab 18 Uhr zu besuchen. Dem Format der Reihe entsprechend wird der Abend aus drei Teilen bestehen, einem Vortrag unseres Referenten, einer Frage- und Diskussionsrunde und einem informelleren Teil mit Getränken.

 

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
Loading...

Wie lernen wir in der Stadt der Zukunft? Barcamp „Open City, Open Knowledge, Open Community“ am 29. & 30. Mai 2015

Ende Mai findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt in Berlin das Barcamp „Open City, Open Knowledge, Open Community“ statt. Was letztendlich auf der Tagesordnung steht, bestimmen die Teilnehmenden selbst!

Gleiche Bildung für alle! In der digitalen Gesellschaft lassen sich stets neue Möglichkeiten, Ansätze und Formen für eine Annäherung an diesen Grundsatz finden. Wie aber werden der Wissenstransfer und der Zugang zu Bildung in der Stadt der Zukunft gestaltet sein? Welche Rolle spielen dabei die Sammlung und Verbreitung freier Inhalte? Und wo liegen die Gefahren und Grenzen?

Berlin = Open City?, Bild von Wissenschaft im Dialog

Diese und mehr Fragen stehen im Zentrum des Barcamps „Open City, Open Knowledge, Open Community“, das am 29. & 30.05.2015 in den Räumlichkeiten von Wikimedia Deutschland stattfindet. Das Barcamp ist Teil der Diskussionsreihe Wissenschaft kontrovers, und wird organisiert von Wissenschaft im Dialog in Kooperation mit Wikimedia Deutschland.

  • Datum und Uhrzeit: 29.05.2015 (13 – 18 Uhr) &  30.05.2015 (10 – 18 Uhr)
  • Veranstaltungsort: Wikimedia Deutschland,Tempelhofer Ufer 23-24,10963 Berlin

Die Teilnahme ist kostenfrei.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...

Freies Wissen und Wissenschaft (Teil 01): Science 2.0 – Die Digitalisierung des Forschungsalltags

Open Access, Citizen Science, Open Research Data – Die Öffnung der Wissenschaft schreitet voran. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich im Rahmen ihrer Arbeit mit freien Lizenzen und kollaborativen Arbeitsweisen. Sie machen ihre Forschungsergebnisse und -daten frei zugänglich, damit sie von möglichst vielen Menschen verwendet und nachgenutzt werden können oder beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt am Forschungsprozess. An dieser Stelle werden wir regelmäßig  Beiträge rund um das Thema Freies Wissen und Wissenschaft veröffentlichen. Zum Auftakt dieser Reihe sprachen wir mit Prof. Dr. Klaus Tochtermann vom Leibniz-Forschungsverbund“Science 2.0″, in dem Wikimedia Deutschland Mitglied ist.


Kürzlich hat die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) den Bericht “Science 2.0 – Mapping European Perspectives” veröffentlicht. Darin werden 26 Positionspapiere wissenschaftlicher Organisationen untersucht, die die Europäische Kommission im Rahmen eines offenen Konsultationsprozesses zum Thema Science 2.0 in Europa veröffentlicht hat. Das Fazit des Berichts: Es gibt in der Europäischen Union kein einheitliches Verständnis des Begriffes  Science 2.0. Welche verschiedenen Sichtweisen gibt es? Und ist ein einheitliches Verständnis zwingend notwendig?

Science 2.0 – Mapping European Perspectives (auf das Bild klicken, um den Bericht herunterzuladen)

Prof. Tochtermann: Ganz gleich, welchen Begriff man verwendet, es geht immer um die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Wissenschaft. In Abhängigkeit des Schwerpunktes, den eine Forschungsgruppe setzt, wird mal von Science 2.0 und mal von Open Science gesprochen; dies sind die beiden dominierenden Begriffe für dieses Thema. Die Gruppe, die den Begriff Science 2.0 verwendet, setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf partizipatorische Aspekte, die durch die Digitalisierung der Wissenschaft möglich werden. Beispielsweise geht es darum, zu untersuchen, welche Rolle soziale Medien in der Wissenschaft spielen. Demgegenüber konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten im Umfeld Open Science auf die Frage, welche Auswirkung die Öffnung von Wissenschaft und wissenschaftlichen Ergebnissen hat. Hier spielen also Themen wie Open Data und Open Access eine große Rolle.
Ich möchte noch kurz das Verhältnis zwischen Science 2.0 und Open Science darstellen: Science 2.0 muss nicht notwendiger Weise „open“ sein. So können sich z. B. Forschungsgruppen in einem sozialen Medium zu einer geschlossenen Gruppe zusammenschließen und erzielte Ergebnisse lizenziert veröffentlichen. Umgekehrt kann Science 2.0 Open Science unterstützen, etwa indem es Werkzeuge zur offenen Zusammenarbeit bereitstellt, wie etwa wissenschaftliche Wikis oder Blogs. Ich glaube also nicht, dass ein einheitliches Verständnis zwingend notwendig ist. Denn das Ziel ist klar, es geht um die Förderung der Digitalisierung der Wissenschaft, und dies mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (8 Bewertungen, Durchschnitt: 3,88 von 5)
Loading...

Das ABC des Freien Wissens “G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?”

Das ABC des Freien Wissens (Logo). By Markus Büsges, leomaria [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Am Donnerstag, den 26. März, 19 Uhr, findet das nächste “ABC des Freien Wissens” statt. Diesmal wird die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen mit der über das Urheberrecht im digitalen Zeitalter verknüpft.

Arbeit – Verwirrung. Arbeit – Hoffnung. Arbeit – Du faule Sau.

Was Musikerin Bernadette la Hengst in ihren Performances (siehe Beispiel) betreibt, kann als assoziatives Diskotieren rund ums Thema Grundeinkommen beschrieben werden. Statt nur theoretisch zu bleiben, sollen performative Ansätze die angestaubte Diskussion reanimieren, die gerade mit der Frage um das Urheberrecht im Digitalzeitalter neue Relevanz erfährt.
Am nächsten Donnerstag wird dies bei Wikimedia Deutschland in die Praxis umgesetzt – auf dem Podium und mit dem Publikum.

Wir laden herzlich ein zum ABC des Freien Wissens:


 

G=Grundeinkommen, Markus Büsges, leomaria [CC-BY-SA-4.0], via Wikimedia Commons

„G=Grundeinkommen. Eine Antwort auf die digitale Krise des Urheberrechts?“

Donnerstag, 29. Januar, 19 Uhr
Wikimedia Deutschland e.V.
Tempelhofer Ufer 23-24

Gäste:

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
Adrienne Goehler, Senatorin a.D., Kuratorin
Ilja Braun, Autor „Grundeinkommen statt Urheberrecht“
Michael Bohmeyer, Gründer mein-grundeinkommen.de

Moderation: Valie Djordjevic, Journalistin

Live: Bedingungsloses Grundeinsingen mit Bernadette la Hengst

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...