Geschrieben von Alice Wiegand



Empfehlungen der AG Wahlordnung veröffentlicht

Die auf der letzten Mitgliederversammlung durch einen Antrag gegründete Arbeitsgruppe Wahlordnung (Michail Jungierek, Jürgen Lüdeke, Sebastian Moleski, Debora Weber-Wulff, Alice Wiegand) hat im Mitgliederforum von Wikimedia Deutschland (einmalige Anmeldung notwendig)  ihren Bericht veröffentlicht.

Ein Ergebnis unserer Arbeit ist ein Antrag zur Änderung der Wahlordnung, der auf der Mitgliederversammlung am 25. Mai 2013 zum Beschluss steht. Die Änderungen setzen zum einen die durch die Satzungsänderung 2011 erfolgten Strukturänderungen um, zum anderen beinhalten sie Änderungen bei den Wahlen und Auszählungen. Diese erleichtern der ehrenamtlichen Zählkommission die Arbeit und ermöglichen ihr eine aktive Teilnahme an der Mitgliederversammlung trotz der übernommenen Aufgabe. Zu den Änderungen zählen Wahlen in einem Wahlgang, eine erweiterte Amtszeit der Zählkommission und die Möglichkeit, Briefwahlstimmen bereits vor den Wahlen auf der MV soweit vorzubereiten, dass die Zählung der Gesamtstimmen vereinfacht und beschleunigt wird.

Ein weiteres Ergebnis sind Empfehlungen, die wir auf Grundlage einer Umfrage unter 1000 aktiven Vereinsmitgliedern erarbeitet haben, um die Attraktivität von Wahlen und Mitgliederversammlungen zu erhöhen und damit möglichst vielen Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, an den wesentlichen Entscheidungen des Vereins teilzuhaben.

Unsere Empfehlungen in Kurzform:

  • Keine Abschaffung von Briefwahlen
  • Möglichkeiten für Online-Wahlen und -Abstimmungen finden und testen
  • Proxy-Wahlen nicht verfolgen
  • Diskussionen mit Kandidaten ermöglichen
  • Mitgliederversammlungen auch an anderen Orten als Berlin
  • Lokale Veranstaltungen zum Kennenlernen der Kandidaten und zur Diskussion von aktuellen Vereinsthemen
  • Video-Stream und Chat nicht verfolgen
  • Aufteilung der Mitgliederversammlung auf zwei Tage

Diese Empfehlungen brauchen noch Hege und Pflege, damit sie auch umgesetzt werden und ihr Ziel erreichen. Daher möchten wir unsere Arbeit fortführen, um zur Mitgliederversammlung im November weitere Anträge, zum Beispiel zur Online-Wahl, mit fundierten Informationen erarbeiten zu können. Bitte helft uns dabei und teilt uns mit, was ihr von unseren Vorschlägen haltet.

 

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Zeit der Veränderungen bei der Wikimedia Foundation

Sue Gardners Ankündigung, von der Geschäftsführung der Wikimedia Foundation zurückzutreten, ist jetzt vier Wochen alt. Was ist in der Zwischenzeit passiert und wie geht es weiter?

Wie Sue schon in ihrer Ankündigung mitteilte, hat das Kuratorium der Wikimedia Foundation ein Transition-Team bestellt. Hier bereiten Kuratoriums-Mitglieder (Kat Walsh, Jan-Bart de Vreede und ich, Alice Wiegand), Mitarbeiter der Foundation (Gayle Karen Young, Erik Moeller und Geoff Brigham) und Sue die Suche nach Kandidaten, die Auswahl und auch den Übergang von bisheriger zur neuen Geschäftsführung vor und begleiten den Prozess. Die ersten Aufgaben sind die Auswahl einer Personalberatung, die uns versteht und über internationale Vernetzung verfügt, die Erstellung eines Stellenprofils und die Veröffentlichung der Stellenanzeige.

Die ideale Besetzung

By Abfahrt_Harburg.jpg: NordNordWest derivative work: Cornelius Kibelka (WMDE) [CC-BY-SA-3.0-de], via Wikimedia Commons

Startschuss der Arbeit des Transition-Teams war am letzten Wochenende, als wir uns in Mailand im Rahmen der Wikimedia Conference trafen. Auch das Kuratorium hatte zuvor auf seinem zweitägigen Treffen mit Sue über das Profil einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers gesprochen und sich über einige Eckpunkte verständigt. Kuratorium und Transition-Team sind sich einig, dass es um weit mehr geht als nur um einen Austausch von Personen. Intensiv wurde darüber gesprochen, in welchem Status sich die Wikimedia Foundation jetzt befindet und wie sie sich weiterentwickeln soll, welche Schwerpunkte und Ausrichtung gesetzt werden müssen. Gerade jetzt, wo die Fokussierung auf zwei ganz unterschiedliche Kerngeschäfte (Technik und Vergabe von Zuwendungen) auch ganz besondere Anforderungen an die Geschäftsführung stellt, müssen wir uns darüber klar werden, was ein potentieller Kandidat eigentlich mitbringen muss, um die Foundation in diesem Sinne weiter zu entwickeln.

Deutlich wird schon jetzt, dass wir jemanden mit einem Hintergrund sowohl in Softwareentwicklung und Online-Plattformen als auch mit kollaborativen Gemeinschaften suchen. Und dass die Stellenbeschreibung von 2007 nicht mehr zu gebrauchen ist. Und dass wir keine Kopie, keine Sue.x suchen, aber jemanden, der die bisherige Entwicklung der Organisation schätzt und nachvollziehen kann, ein eigenes Profil mitbringt und die Wikimedia Foundation zu einem neuen Entwicklungsschritt führt. Keine einfache Aufgabe, denn genau jetzt legen wir fest, in welche Richtung diese Entwicklung führt und wie sich die Betreiberin der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte für die nächsten Jahre stark macht, um deren Verfügbarkeit und Attraktivität zu sichern.

Möglichkeiten der Community-Beteiligung

Ohne die Community ist die Wikimedia Foundation nichts. Und daher brauchen wir für eine erfolgreiche Suche mehr Meinungen und Ideen, als das Kuratorium allein entwickeln kann. Zurzeit gibt es diese Möglichkeiten der Beteiligung:

Neue Mitglieder für das Kuratorium gesucht

Auch wenn die Suche für die Nachfolge von Sue extern die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht, stehen noch weitere personelle Änderungen bei der Wikimedia Foundation an. Nach dem Ausscheiden von Matt Halprin aus dem Kuratorium zum Jahreswechsel ist die Suche nach einem neuen Kuratoriumsmitglied noch nicht abgeschlossen, aber auf einem guten Weg.

Und dann wird es im Sommer wieder die Community-Wahl von drei Sitzen im Kuratorium geben. Ting Chen hatte bereits angekündigt, nicht erneut zu kandidieren, es wird also zumindest ein weiteres neues Kuratoriumsmitglied geben. Zeitplan und weitere Informationen finden sich auf der Meta-Seite zur Wahl.

Eine Menge Bewegung steht uns also bevor. Eine Zeit der Veränderungen, die hohe Anforderungen an ein selbstbewusstes, verantwortungsvolles und aktives Kuratorium stellt. Ein spannendes Jahr.

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Community building in Barcelona

Am vorletzten Wochenende konnte ich mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland einer Einladung zum Free Culture Forum und der angeschlossenen Veranstaltung Building Digital Commons (für Twitter zu Dimmons gekürzt) folgen.
Das Forum bot namhafte Sprecher wie Richard Stallman und John Perry Barlow auf, Dimmons beeindruckte durch lebhafte Diskussionen mit und um Communitys in der realen und der virtuellen Welt.

Wikimedia, Creative Commons, Mozilla, Platoniq und viele andere kamen zusammen, um über Möglichkeiten der Bindung an Communitys, Motivation und Wertschätzung zu diskutieren. Die Mischung machts und eins wurde schnell deutlich: Wikipedia ist nicht das einzige Online-Projekt, dass sich nicht auf dem Erreichten ausruhen kann sondern dafür Sorge tragen muss, dass neuen Teilnehmern der Einstieg ermöglicht wird, ohne dadurch die Erfahrenen zu verlieren.

Mehrere Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Themen der Partizipation. Ich war Facilitator in der etwa zwölf Kopf starken Gruppe, die sich mit dem Thema neuer Mitmacher auseinandersetzte. Hier fanden sich nicht nur Wikipedianer, sondern auch Vertreter von Mozilla, Creative Commons und der Open Knowledge Foundation, was der Diskussion deutlich mehr Raum für unterschiedliche Erfahrungen und Wahrnehmungen ließ als erwartet. Die Zusammenarbeit war sehr engagiert und führte zu folgenden Empfehlungen:

  • Treffen im Real Life organisieren und fördern
  • Kurze Einführungstexte bereitstellen, die den Einstieg ermöglichen, sich aber auf’s Wesentliche beschränken
  • Neue spannende und überraschende Stories finden, die das Projekt und die Idee dahinter erklären
  • Beim Begrüßen und beim Begleiten unterschiedlich vorgehen, je nach Wunsch des Benutzers. Es gibt nicht den einen Weg, der für alle neuen Benutzer gleich gut ist.
  • Mehr Austausch zwischen verschiedenen Communities

Einer der eher ungewöhnlichen Aspekte der Veranstaltung war, dass aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen direkt ein Maßnahmenplan für die katalanische Wikipedia entwickelt wurde, um zu prüfen, ob Auswirkungen auf die Community sichtbar werden. Darunter sind

  • Ein Vergleich der Zugriffszahlen von Artikeln in der katalanischen, spanischen und englischen Version, um Leserpräferenzen zu erkennen und daraus Verbesserungsvorschläge für die Artikel abzuleiten
  • Eine Tabelle, in der unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten und konkrete Vorschläge dargestellt werden. Sie soll neben der reinen Artikelarbeit auch Übersetzungen, sprachliche Verbesserungen, Bebilderungen und vieles mehr umfassen. Ziel ist Einsteigern eine Art Wegweiser in die Hand zu geben, aus dem sie sich das für sie passende raussuchen können und wissen, dass dort ihre Hilfe benötigt wird.
  • Neuen Benutzern in Abhängigkeit ihrer Aktivität ermutigende und positive Nachrichten zukommen lassen. Zum Beispiel für Benutzer, die sich angemeldet aber noch keinen Edit gemacht haben, oder für Benutzer, deren letzter Edit mehr als vier Wochen zurückliegt.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Wer mehr zur Veranstaltung erfahren will, kann das Wiki besuchen, in dem derzeit die Ergebnisse aufbereitet werden.

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200.000 EUR für Community-Projekte

Noch keine Millionen, aber satte 200.000 EUR fließen nach einem Beschluss der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland vom 19. März 2011 in das Community-Projektbudget (kurz CPB) zur Verwirklichung von Ideen aus den Wikimedia-Communitys für die Wikimedia-Projekte.

Aus der Community für die Community

Erstmalig wurde damit ein so umfangreiches Budget bereitgestellt, aus dem Mittel ganz gezielt in Projekte fließen, die aus der Community stammen und durch die Community realisiert werden. Ziel ist, Freies Wissen mit besonderem Schwerpunkt auf die Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Nicht nur die Wikipedia soll davon profitieren. Auch den Medienpool Commons, die Quellensammlung Wikisource und andere Schwesterprojekte soll das Community-Projektbudget fördern.

Die sogenannte Millionenliste, auf der durch einen Aufruf eines Wikipedia-Benutzers Southpark bereits eine beeindruckende Anzahl kreativer Ideen zur Förderung gesammelt wurden, lässt erahnen, welches Potential in der Community schlummert. Die Liste kann jetzt zu einer Vorratskammer inspirierender Projektideen werden. Wen hat es beim Überlegen bereits in den Fingern gejuckt, wessen Ideen scheiterten bislang immer am Geld, wer kann aus einer vagen Vorstellung ein Projekt machen? Alle, die dabei nicken, können jetzt loslegen und ihre Projektideen Wirklichkeit werden lassen.

Vergabe der Mittel

Die Empfehlungen für die Projektförderungen trifft ein Budgetausschuss, der sich aus drei von Vereinsmitgliedern gewählten Vertretern des Vereins, drei aus der Community gewählten Vertretern der Wikimedia-Projekte und dem Schatzmeister von Wikimedia Deutschland zusammensetzt. Community und Mitglieder wurden bereits auf die anstehenden Wahlen ab dem 20. April aufmerksam gemacht und aus beiden Gruppen gibt es schon erste Kandidaten. Der Budgetausschuss wird seine Arbeit nach der Wahl schnellstmöglich aufnehmen, denn die erste Runde der Mittelverteilung ist noch für das erste Halbjahr 2011 geplant.

Projektanträge

Und weil das Geld dafür zur Verfügung gestellt wurde, auch ausgegeben zu werden, ein Aufruf an all die Kreativen und die Umsetzer: Baut Luftschlösser oder pflanzt, wie Joseph Beuys sagte, „unmögliche Gärten“. Konkretisiert eure Ideen, kalkuliert eure Kosten und macht daraus tolle Projekte. Anträge für die erste Runde können bis zum 31. Mai 2011 per Mail an cpb@wikimedia.de eingereicht werden.

Auf der Projektseite in der Wikipedia stehen alle Informationen, ein Musterantrag und eine Musterkalkulation erleichtern die Antragstellung.

Eine Community, die etwas so Faszinierendes wie die Wikipedia und ihre Schwestern realisiert, hat die besten Ideen und auch die besten Voraussetzungen dafür, genau diese mit maßgeschneiderten und handgemachten Projekten zu fördern und zu verbessern. Seid mutig!

 

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Arbeitsbereit: der achte Vorstand

Die erste Vorstandssitzung

Nur eine Nacht lag zwischen der Wahl des achten Vorstands und seiner ersten Sitzung. Schon im letzten Jahr hat sich gezeigt, dass das ein sehr guter Start in die gemeinsame Vorstandsarbeit ist. Viele Informationen, viele Diskussionen, viele Pläne und das alles komprimiert in ein paar Stunden am Sonntag.

Worum ging es dabei? Der Vorstand setzt sich zusammen aus fünf „alten Hasen“ (zu denen auch Achim Raschka als bisheriger Vorstandsreferent gezählt wurde) und fünf „jungen Hasen“. Das machte den Austausch über die Ziele und Wünsche der einzelnen Vorstandsmitglieder besonders interessant, auch wenn Sebastian Moleski und Olaf Kosinsky ihre Vorstellungen leider noch nicht einbringen konnten, da beide verhindert waren.

Die an- und ausgesprochenen Themen zeigen bereits einen Teil des weiten Themenfelds, mit dem sich der Vorstand beschäftigen wird. Vorstellungen zum Fundraising, die Anpassung von Geschäftsordnungen, Zusammenarbeit mit der Community, Angebote für Mitglieder, Einbindung Freiwilliger, effizientere Vorstandsarbeit, Anschieben langersehnter Tools zur Autorenbestimmung, Beschäftigung mit dem Kompass 2020, Vorbereitung der Wahl des Präsidiums, Ausbau regionaler Angebote und vieles mehr.

Die unterschiedlichen Kommunikationsmittel des Vorstands (noch mehr Wikis, noch mehr Mailinglisten) wurden vorgestellt, die Zugänge kurzfristig eingerichtet. Termine und Orte für die Klausuren wurden abgestimmt, dabei ist besonders erfreulich, dass die erste Klausur bereits am zweiten Aprilwochenende stattfinden wird. Formales lässt sich auch beim Vorstand nicht vermeiden, so gab es alle notwendigen Informationen über Regelungen zu Versicherungen, Interessenkonflikten, Reisekosten, Visitenkarten und anderem.

Die nächsten Monate

Was wird nun Schwerpunkt der Vorstandsarbeit der nächsten acht Monate sein?
Bei all der Themenvielfalt und persönlichen Schwerpunkten wird es ein Kernthema sein, mit dem sich der Vorstand in den kommenden acht Monaten auseinandersetzen wird.

Die Mitgliederversammlung hat sich für die während der letzten zwei Jahre vorbereitete Strukturreform ausgesprochen und den Antrag zur dazu notwendigen Satzungsänderung angenommen. Diese wird mit der der nächsten Mitgliederversammlung, die am 19. November 2011 stattfinden wird, umgesetzt. Das bedeutet für den Verein, dass die Geschäftsführung in Berlin durch einen hauptamtlichen Vorstand geleistet wird, der derzeitige Geschäftsführer also in einer neuen Funktion für den Verein arbeiten wird. Aufsichts- und Kontrollfunktionen werden von einem ehrenamtlichen Präsidium übernommen. Begleitet wird dies von Regelungen zur Genehmigung des Wirtschaftsplans durch die Mitgliederversammlung. Was vor uns liegt ist die Überführung des Vereins, seiner Regelungen und internen Prozesse, seiner Aufgaben und Funktionen in diese neue Struktur. Dazu müssen bestehende Geschäftsordnungen überprüft und angepasst werden, Prozesse für Qualitätssicherung eingeführt werden und insbesondere für die Genehmigung des Wirtschaftsplans neue Formen der Zusammenarbeit mit den Mitgliedern entwickelt und auch umgesetzt werden.

Das ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, bei der die unterschiedlichen Interessengebiete der Vorstandsmitglieder von großem Nutzen sein werden. Insbesondere unter Berücksichtigung, dass der Verein für 2011 spannende Projekte plant, deren Umsetzung unabhängig davon realisiert werden muss. Dazu zählt auch das gerade beschlossene Community-Projektbudget, dessen Start durch Olaf Kosinsky, der als Schatzmeister die initiale Leitung des Budget-Ausschusses innehat, vorangetrieben und maßgeblich gestaltet wird.

Und so ist das wichtigste Ergebnis dieser Sitzung: Der achte Vorstand ist arbeitsbereit, seine Mitglieder engagiert und voller Tatendrang. Los geht’s!

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Kandidaten für den Vorstand gesucht!

Die nächste Mitgliederversammlung steht vor der Tür und damit auch die Wahl für den Vorstand von Wikimedia Deutschland.

Wahl des Vorstands steht an

Wie im letzten Jahr werbe ich für viele Kandidaten, neue Kandidaten, überraschende Kandidaten. Einige aus dem derzeitigen Vorstand werden erneut kandidieren, andere nicht. Damit unterscheidet sich diese Vorstandswahl nicht von den vorherigen. Viele Gespräche mit Mitgliedern haben mir aber gezeigt, dass die Bereitschaft, sich im Vorstand für diesen Verein – unseren Verein – einzusetzen, in den letzten Jahren merklich gesunken ist. Genannt werden unterschiedliche Gründe: der Zeit- und Arbeitsaufwand, die Ungewissheit über das Ausmaß und die Folgen der übernommenen Verantwortung, die unbestimmte Erwartungshaltung der Mitglieder. Ich kann alles nachvollziehen. Und doch möchte ich noch einmal deutlich sagen: Es ist ein großes und ein gutes Gefühl, sich in diesem Gremium für den Verein einzusetzen und ich wünsche mir, dass sich viel mehr von euch dazu bereit erklären.

Lasst uns viele gute Kandidaten haben. Lasst uns eine Wahl haben, in der wir für jede Position mehr Kandidaten als Plätze haben. Verwirklichen können wir das nur mit euch. Seid mutig! Kandidiert!

Rolle des Vorstands

Mitarbeit im Vorstand ist eine Möglichkeit, die Entwicklung des Vereins aktiv und direkt mitzugestalten und ich möchte jeden aufrufen, über die Chancen dieses persönlichen Engagements für Wikimedia Deutschland nachzudenken.
In den letzten Jahren wurden mit der Entwicklung des Kompass 2020, mit den Vorbereitungen für eine Reform der Verantwortungsstruktur und mit der Implementierung einer regelmäßigen Bewertung des Geschäftsführers wichtige Grundlagen dafür geschaffen, dass der Vorstand seiner Rolle als Aufsichtsgremium gerecht werden kann. In einer immer noch rasant wachsenden Organisation, die trotz der langfristigen strategischen Planung des Kompass 2020 noch jeden Tag wieder neuen Herausforderungen gegenüber steht, neue Anforderungen erkennen und erfüllen möchte, Erwartungen von Mitgliedern, Community und Kooperationspartnern aufgreifen und in die Planung integrieren möchte, wird es immer wichtiger, mit einem kompetenten Aufsichtsgremium diese Entwicklung zu unterstützen und zu stärken. Die strategischen Überlegungen fortzusetzen und auch fort zu schreiben und die Umsetzung durch die Initiativen der Geschäftsführung an ihnen zu messen. Und das, ohne den Blick auf das eigentliche Ziel unserer Arbeit zu verlieren: Freies Wissen und Freie Inhalte für jeden Menschen verfügbar zu machen.

Um dies zu erreichen, brauchen wir Menschen, die sich dafür einsetzen und sich einbringen, die bereit sind, den Verein auf seinem Weg aktiv begleiten und seine Entwicklung verantwortungsbewusst mitzugestalten.

Weitere Informationen

Am Samstag, dem 19. März 2011, findet in Berlin die Mitgliederversammlung mit den Wahlen statt. Die offizielle Einladung wird bald verschickt. Kandidaturen für ein Vorstandsamt können bis zum 18. Februar 2011 eingereicht werden. Im Mitglieder-Forum gibt es bereits eine zentrale Informationsseite. Auf ihr werden alle Informationen gesammelt, auch die Anträge und Kandidaturen werden dort veröffentlicht und können vorab diskutiert werden.

Interesse an einer Kandidatur für den Vorstand? Mehr Informationen gibt es in meiner Mail von Freitag.

Was auch wichtig ist: Wir brauchen auch Kassenprüfer, eine Zählkommission und ein Versammlungspräsidium.

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Nachschlag vom Wikimedia-Forum in Köln

Auch das Wikimedia-Forum in Köln war ein Abend mit interessanten Gästen und spannenden Gesprächen. Einige Absagen wegen Advents-Termin-Gedrängel, Wetter und Krankheit im Café Ludwig verkleinerten den Teilnehmerkreis auf acht Personen. Die aber brachten so viel Neugierde und Interesse mit, dass wir etwa zwei Stunden lang über eine Reihe aktueller Vereinsthemen gesprochen haben.

Dabei war die angekündigte Unterstützung von Referenzverfahren zur Klärung von Rechtsfragen, die freies Wissen und insbesondere die Nutzung freier Lizenzen betreffen, eins der ersten Themen. Die Frage, wie man lizenzkonforme Weiternutzungen von Bildern durch vereinfachten Zugang zu diesen Informationen fördern kann, führte zu einem regen Austausch, in dem auch die Möglichkeiten der Nutzung von Exif-Daten oder Aztec-Codes angerissen wurden. Weiter ging es mit dem Beschluss des Vorstands, den Themenkomplex METIS gemeinsam mit der Community aufzuarbeiten und die Diskussion zu unterstützen und zu begleiten. Das Schulprojekt, seine Entwicklung und Akzeptanz und die Erfahrungen der Referenten in den Schulen war ein weiteres Thema, bei dem unter anderem die Idee aufgeworfen wurde, das Projekt ähnlich dem Lesesommer der Bibliotheken mit einer konkreten „Saison“ im Schuljahr zu verknüpfen, um so gezielter und an die Lehrpläne angepasst Aktionen zu veranstalten.

Auch weniger konkrete Themen wie die fehlende Gelassenheit in den Projekten, die Probleme der Repräsentativität von Umfragen und Meinungsbildern und der Wunsch nach ausgewogenen Inhalten in der Wikipedia wurden angesprochen.

Ich nehme von dieser Veranstaltung eine ganze Reihe von Ideen und Anregungen für den Verein mit und bin mehr denn je davon überzeugt, dass diese Art des direkten Austauschs wichtige Impulse für Projekte und Positionen des Vereins geben kann, die auf anderem Weg, in der Online-Kommunikation, kaum zu erreichen sind. Lernen wir uns kennen! Ich freue mich drauf. Die nächsten Veranstaltungen dann voraussichtlich im Norden und Süden der Republik.

Teilnehmer am Piano

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Noch ein Wikimedia-Forum?

Als wir Anfang Oktober das Diskussions-Forum des Vereins eröffnet hatten, war uns noch nicht bewusst, dass diese Online-Plattform, die geschaffen wurde, um Vereinsthemen mit Mitgliedern und interessierten zu diskutieren, schon bald Verwandtschaft in der wirklichen Welt erhält.

Nun ist es da: das Wikimedia-Forum für die persönlichen Gespräche.

Der Name ist Programm. In der Wikipedia steht unter dem Lemma Forum (Kultur), ein Forum sei „ein realer oder virtueller Ort, wo Meinungen untereinander ausgetauscht werden können, Fragen gestellt und beantwortet werden können.“ Und genau diese Idee möchten wir aufgreifen. Wir wissen, dass es etliche Vereinsmitglieder gibt, die nicht regelmäßig online sind, das Internet anders nutzen als wir und sich schon aus diesen Gründen nicht in einem Online-Diskussionsforum beteiligen. Wir möchten aber auch ihnen die Möglichkeit bieten, Fragen und Anregungen loszuwerden, sich über den Verein zu informieren und sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen. Und wir möchten denen, die uns nur „online“ kennen, die Möglichkeit geben, die Menschen des Vereins – Vereinsmitglieder, Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder – persönlich kennen zu lernen.

Wir starten im Dezember in Berlin und Köln und planen Veranstaltungen im Norden und im Süden Deutschlands für das nächste Jahr.

Vereinsmitglieder aus NRW und Berlin haben bereits eine schriftliche Einladung erhalten. Auf diesem Weg laden wir euch alle ein, an den Veranstaltungen teil zu nehmen.

In Berlin am Montag, den 13. Dezember 2010, 18.30 Uhr mit Jürgen Lüdeke
Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum e. V., Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin
Wenn Du teilnehmen möchtest, sende uns bitte eine E-Mail an wikimediaforum-berlin@wikimedia.de

In Köln am Dienstag, den 14. Dezember 2010, 18.00 Uhr mit Alice Wiegand
Café & Restaurant Ludwig im Museum, Heinrich-Böll-Platz, 550667 Köln
Ab 16:45 Uhr können Interessierte bereits an der Führung „Pop Art – vom Alltag zur Kunst“ durch das Museum Ludwig teilnehmen. (Die Führung fällt leider aus.)
Wenn du dabei sein möchtest, sende uns bitte eine E-Mail an wikimediaforum-nrw@wikimedia.de

Lernen wir uns kennen! Wir freuen uns darauf.

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Strukturmodell für Wikimedia Deutschland

Die Arbeitsgruppe Verantwortungsstruktur stellt vor: Ein Modell für die Organisationsstruktur von Wikimedia Deutschland

Die Mitgliederversammlung 2010 bestellte  am 8. Mai 2010 die Arbeitsgruppe Verantwortungsstruktur. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Vorstandsmitgliedern, Vertretern der Mitgliedschaft, einem Kassenprüfer, dem Geschäftsführer und einem Anwalt. Die Arbeitsgruppe griff die Teilergebnisse der vorherigen AG auf und hatte die Aufgabe, ein Strukturmodell zu erarbeiten, das ermöglicht, Haftung, Verantwortung und Handlungen der tatsächlichen Realität und Vergütung entsprechend zu verteilen.

Dieses Modell stellen wir nun im Forum, der Plattform für Diskussionen rund um Vereinsthemen, vor.

Es besteht aus

Im Forum können wir alle Diskussionen bündeln und eine technische Infrastruktur nutzen, die uns allen ermöglicht, die Diskussion im Ganzen und in ihren Einzelthemen zu verfolgen

Das vorgestellte Modell ist ein Modell im engen Sinne, es ist anpassungsfähig, veränderbar, erweiterbar und genau das soll im Laufe
des Diskussionsprozesses geschehen. Wir möchten euch alle einbinden, eure Ideen und Vorschläge hören und berücksichtigen. Die Ergebnisse der Diskussion werden durch die Mitglieder der AG zusammengefasst und in das Modell eingearbeitet.

Die AG fertigt im Dezember einen Antrag zur Satzungsänderung und fordert den Vorstand entsprechend ihrer durch die Mitgliederversammlung gesetzten Aufgabe auf, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen.

Termin dieser Mitgliederversammlung wird der 22. oder 23. Januar 2011 sein, geplanter Tagungsort ist Berlin. Die Einladung dazu wird Mitte Dezember allen Vereinsmitgliedern zugehen.

Nutzt die Chance, die Zukunft des Vereins mitzugestalten; helft dabei, mit der Strukturänderung die Weichen für eine weiterhin erfolg- und ergebnisreiche Vereinsarbeit zu stellen.

Ich und die anderen Mitglieder der Arbeitsgruppe freuen uns auf die Diskussion.

Nachtrag: 

Die Texte sind parallel auf Meta veröffentlicht und können dort von jedem eingesehen werden. Für Austausch darüber steht das Vereinsforum zur Verfügung, dort ist eine Anmeldung erforderlich.

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Meldungen aus dem Wikimedia-Universum August 2010

Sommerpause? Saure-Gurken-Zeit? Nicht im Wikimedia-Universum. Hier der Beweis:

Veränderungen im Board of Trustees

Zwei der zehn Sitze im Kuratorium der Wikimedia Foundation (Board of Trustees)  werden von den existierenden Chaptern (derzeit 28) nominiert. Diese Regelung gibt es seit 2008, die Ernennung erfolgt wie für die anderen Sitze für zwei Jahre. Die erste Ernennung der sogenannten Chapter selected Board seats verzögerte sich, so dass die ersten beiden, Arne Klempert und Michael Snow, ihre Amtszeit erst im Sommer 2009 beginnen konnten. In diesem Jahr fiel die Wahl der Chapter auf Arne Klempert und Phoebe Ayers. Dadurch wurden einige Änderungen im Kuratorium angestoßen.
Michael Snow, bis dahin Vorsitzender des Kuratoriums, wurde ein Sitz im Advisory Board angeboten. Ting Chen wurde zum Vorsitzenden gewählt, Stu West wurde Zweiter Vorsitzender und behält seine Funktion als Schatzmeister. Ting, der im Juni 2008 durch die Community in das Kuratorium gewählt wurde, informierte über die Änderungen in einer Mail direkt nach der Sitzung des Kuratoriums vor Eröffnung der Wikimania 2010.

Herzliche Glückwünsche und einen guten Start an Phoebe, Arne und Ting. Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit an Michael.

Wikimania 2010

Die Wikimania war auch in diesem Jahr erneut eine Veranstaltung, an der sich eine Menge Menschen trafen und viel miteinander geredet haben: die Mitarbeiter und das Kuratorium der Wikimedia Foundation, Vertreter der Chapter, Autoren aus unterschiedlichen Wikimedia-Projekten und auch Freiwillige, die sich außerhalb etablierter Organisationen für die Wikimedia-Projekte und Freies Wissen einsetzen. Maria zeigte mit Danny B. in einem Workshop die Möglichkeiten und auch Schranken, die die Nutzung der Wikimedia-Projekte mit Hilfsmitteln wie einer Braille-Zeile mit sich bringt. Delphine sprach über die kulturellen Unterschiede, die die Bildung und die Ausprägungen von Chapters beeinflussen.

Schwerpunkt waren Gespräche mit anderen Chaptern und den Mitarbeitern der Foundation. Sowohl bei den Chaptern als auch bei der Foundation ändern sich Ansprechpartner und Kontaktpersonen. Die Wikimania bietet die besten Voraussetzungen, um neue Gesichter kennenzulernen, sich auszutauschen und die ersten Eckpunkte der weiteren gemeinsamen Aktionen festzulegen, sei es beim Fundraising oder bei der Frage, in welcher Form die Chapter ihre Zusammenarbeit stärken können.

Zuschüsse für Chapter: Beispiel Tschechien

Seit 2009 bietet die Wikimedia Foundation den Chapters Zuschüsse für ganz unterschiedliche Zwecke an. Viel Zuspruch im Wikimedia-Universum hat eine durch einen solchen Zuschuss geförderte Initiative des tschechischen Chapters erhalten. Ziel der Initiative war, frei lizenzierte Fotos von Gebäuden und Landschaften zu erhalten, deren Artikel bislang nicht bebildert waren. Derb Zuschuss ermöglichte die Reisen quer durchs Land, bei denen insgesamt über 550 Objekte fotografiert wurden. Die Fotos stehen nun auf Commons zur Verfügung und wurden bereits in Artikel unterschiedlicher Sprachen eingebaut.

Wikimedia Foundation sucht Mitarbeiter für das Community Department

Die Wikimedia Foundation sucht Mitarbeiter. Wie im Plan für das nächste Geschäftsjahr (PDF) bereits angekündigt, beginnt die Suche nach einer Reihe neuer Mitarbeiter. Dabei wird es auch Stellen im Bereich Community geben. Um diese zu besetzen, startete ein Aufruf, auf den in allen Wikimedia-Projekten hingewiesen wurde. Welche persönlichen Fähigkeiten dabei ausschlaggebend sein können, beschreibt Sue Gardner, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, in ihrem Blog.

Die Foundation aktualisiert regelmäßig die Übersicht der offenen Stellen, so kann man sich jederzeit über die laufenden Jobangebote informieren.

Community und Fundraising

Auch bei der jährlichen Fundraising-Kampagne, die im Herbst jeden Jahres startet, setzt die Foundation auf die Erfahrung und die Kreativität der Community. Auf Meta ist der Aufruf zur Teilnahme am Fundraising-Committee veröffentlicht. Wer Lust hat, sich an der Ausrichtung, dem Gesicht und der lokalen Anpassung der Fundraising-Kampagne in diesem Jahr zu beteiligen, hat die Möglichkeit, dies mit Unterstützung von Mitarbeitern der Wikimedia-Foundation zu tun. Ein Eintrag auf der Liste ist alles, was benötigt wird, um die Bereitschaft dazu zu signalisieren.

Wikinews interviewt Umberto Eco

Und zum Schluss noch etwas der ungewöhnlicheren Sorte: Wikimedia Italia hat 2008 das Projekt Wiki@Home ins Leben gerufen, das zum Ziel hat, Interviews mit bekannten Persönlichkeiten zu organisieren und unter einen freien Lizenz zu veröffentlichen. Im April ist es ihnen gelungen, in seinem Haus ein Gespräch mit Umberto Eco, dem Autor des Romans „Der Name der Rose“, zu führen. Das Interview steht auch in englischer Übersetzung zur Verfügung. Dieses Projekt zeigt in beeindruckender Weise, welche Möglichkeiten uns allen offenstehen, und welche auch gerade in den Schwesterprojekten realisierbar sind. Dankeschön, Wikimedia Italia.

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