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Posts Tagged ‘Wikipedia’



Nachlese: Workshop mit Sarah Stierch in Berlin

Letzten Mittwoch fand in der Geschäftsstelle der Wikimedia Deutschland ein Workshop zum Thema „Gender Gap“ statt. Für mich persönlich war der Termin schwierig:  ein abendliches vierstündiges Seminar auf Englisch, mitten in der Woche, im 500 km entfernten Berlin zum äußerst komplexen und umstrittenen Thema des Gender Gaps in der Wikipedia. Meine Erwartungen hatte ich daher nicht besonders hoch gehängt. Doch ich sollte eines Besseren belehrt werden.

Die TeilnehmerInnen des Workshops setzten sich aus interessierten Community-Mitgliedern, MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle, Präsidiumsmitgliederinnen und Sarah Stierch,Community Fellow der Wikimedia Foundation , zusammen. Alles in allem ca. fünfzehn Leute, die zugegebenermaßen mit fortschreitendem Abend weniger wurden, was aber der produktiven Stimmung des Workshops keinen Abbruch tat. Darüber hinaus unterstützte uns eine überaus kompetente Moderatorin, Anna Weber, die uns immer wieder „einfing“ und zum Thema zurückbrachte, nämlich der Frage, wie man mehr Wikipedia-Autorinnen gewinnen und halten kann.

Workshop in Berlin / Christoph Jackel cc-by-sa 3.0

Dazu wurden in einem Brainstorming zunächst mögliche Gründe für das Fernbleiben von Autorinnen gesammelt. Wie so häufig sind die an dieser Stelle genannten Probleme eine Mischung aus sozialen, kulturellen und technischen Hindernissen, die unterschiedliche Lösungsansätze erfordern. Manche Punkte ließen uns aufgrund ihrer Komplexität auch ein wenig hilflos zurück. Oder weiß jemand, wie man das Selbstwertgefühl von Frauen, das aufgrund ihrer Erziehung und Umgebung in bestimmten Bereichen über Jahre gering gehalten wurde, über Nacht steigern kann???

Sarah zeigte uns dann ihr eigenes, konkret „machbares“ Projekt: das Teahouse – eine Art Mentorenprogramm innerhalb der englischen Wikipedia, wo neue AutorInnen willkommen geheißen und mit ihren typischen Anfängerproblemen nicht alleine gelassen werden.

Danach ging es ans „Eingemachte“: wir sammelten alle möglichen Ideen zur Lösung des Gender Gaps und das waren eine ganze Menge! Anna dampfte diese kontinuierlich auf die Punkte zusammen, die uns am wichtigsten erschienen und eine Art Konsens darstellten. Am Ende blieben folgende Ideen auf der Stellwand stehen:

  • Direkte Ansprache:  Da sich viele Frauen scheuen, von sich aus die Initiative zu ergreifen und in der Wikipedia zu schreiben, sollte versucht werden Frauen direkt einzuladen. Und zwar speziell zu Themen, auf die sich diese spezialisiert haben und die in der Wikipedia fehlen. Das würde sowohl ein profundes Wissen bezüglich der Defizite in der Wikipedia als auch bezüglich der Arbeitsbereiche der jeweiligen Frauen erfordern, könnte aber extrem effektiv sein. Zudem sollten den Frauen verschiedene Wege von Engagement innerhalb der Wikipedia aufgezeigt werden.
  • Attraktivität und Nutzerfreundlichkeit der Software: Warum sind Frauen in Facebook aktiv, jedoch nicht im selben Maße in der Wikipedia? Das etwas altmodische Design und fehlende kommunikative Funktionen, die mittlerweile zu jeder modernen Webanwendung  gehören, lassen den Schluss zu, dass für viele die Wikipedia einfach nicht „sexy“  genug ist. Dies zu ändern wurde jedoch von fast allen als Mammutaufgabe identifiziert, die nicht auf die Schnelle gelöst werden kann.
  • Mehr Wertschätzung: Nicht nur weiblichen Autoren fehlt manchmal die positive Rückmeldung zu ihrem Engagement in der Wikipedia. Diese könnte z. B. durch die Vergabe von Preisen (weibliches Äquivalent zum Zedler-Preis), durch  Gamification-Elemente, individuelle „Editkonten“ oder ein simples „Danke sagen“ verkörpert werden.
  • Soziale Treffpunkte organisieren: Wer steckt hinter der Wikipedia? Es gibt keine bessere Möglichkeit, MitstreiterInnen zu finden und das Gefühl von Gemeinschaft zu erleben als auf „Real Life“-Treffen, Partys und anderen Orten des persönlicher Austauschs.
  • Steigerung der Sichtbarkeit/Verbreitung des Themas: Man kann nicht wirklich behaupten, dass das Thema des Gender Gaps momentan totgeschwiegen wird. Doch hat man ständig das Gefühl, dass sich die laufenden Diskussionen im Kreis drehen. Es fehlen hilfreiche Fakten zum Thema und auch qualitative Studien, warum Frauen schreiben, was ihre männlichen Co-Autoren dazu sagen, sind rar. Ziel ist es daher, einen nachhaltigen Erkenntnisprozess mit „Fortschittsbalken“ anzustoßen.
  • Interne Argumentation stärken:  Häufig gibt es die berechtigte interne Diskussion, warum es eigentlich angebracht ist, Ressourcen in die Steigerung des Frauenanteils zu stecken. Die verschiedenen Standpunkte sollten daher auf einer rationalen Basis einander nähergebracht und Verständnis für dieses Projekt generiert werden.
  • Entwicklung von Transwiki-Beziehungen: Da Frauen gerne im Team arbeiten, sollten interkulturelle Wikipedia-Freundschaften gefördert werden, in denen Erfahrungen, Tipps und Tricks ausgetauscht werden und an den jeweiligen Übersetzungen gearbeitet werden können.

Als wir am Ende vor den Ergebnissen unserer Arbeit standen, war das geplante Ende des Workshops schon weit überschritten, so dass wir leider keine Zeit mehr hatten, konkrete Projektpläne zu machen. Doch das werden wir als nächstes in Angriff nehmen. :-)

Fazit: Es waren die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Die Atmosphäre war unglaublich konstruktiv und trotz der relativ kurzen Zeit, die uns gegeben war, sind wir ein ganzes Stück weitergekommen. Ich hoffe, dass wir dieses Niveau auch in Zukunft halten können.

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Google stellt historische Infobox-Daten zur Verfügung

Guillermo Garrido (NLP Group, UNED, Spanien) und Enrique Alfonseca von Google Research Zürich, einem unserer Projektpartner im RENDER-Projekt, haben ein Datenset extrahiert, das alle Attribut-Wert-Paare von Infoboxen in der englischsprachigen Wikipedia-Artikeln seit 2003 enthält.

Das WHAD-Set (Wikipedia Historical Attribute Data) ist auf der Downloadseite im RENDER-Toolkit abrufbar. Das 5,5 GB große Datenset steht unter der Lizenz CC-BY-SA und ist als Trainingsdatenmenge für Forscher im Bereich überwachtes maschinelles Lernen besonders interessant.

Ausführlichere Informationen zum WHAD-Datenset finden sich auf Enrique Alfonsecas Webseite.

Wir freuen uns besonders auf Enriques Teilnahme an der Wikipedia Academy. Seine Arbeiten zum WHAD-Datenset stellt er am Samstag während der Paper Session III: Analyzing Wikipedia Article Data vor.

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Einladung zum Dialog mit Sarah Stierch

Sarah Stierch (Matthew Roth / CC-BY-SA 2.5)

Anlässlich der Wikipedia Academy hält Sarah Stierch am Sonntag, den 01. Juli, die Keynote zu „The Visual Experience Gender and Ways of Seeing Wikimedia“.
Sarah ist Community Fellow der Wikimedia Foundation und beschäftigt sich insbesondere mit dem Gender Gap. Sehr gerne wollen wir einen Austausch der Community mit Sarah ermöglichen, uns über den Gender Gap unterhalten und Ideen sowie Maßnahmen entwickeln wie wir diesem begegnen können und laden Dich daher am 04. Juli 2012, 18 Uhr (Du kannst auch gerne später hinzustoßen) in die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in die Obentrautstr. 72, 10963 Berlin, ein. Die Veranstaltung wird in Englisch stattfinden. Bitte schreibe eine kurze E-Mail an Julia, wenn Du kommst.

Wir freuen uns über Deine Teilnahme!

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Wikipedia bequellen: nur mit Leistungsschutzgeld ©

Der Berliner Blogger Michael Seemann (aka @mspro) weist gelegentlich darauf hin, dass “Leaken sozusagen die Standardeinstellung des Netzes” sei. Dass diese These einige Plausibilität für sich beanspruchen kann, bewies sich einmal mehr gestern: Da nämlich leakte ein Gesetzesentwurf aus dem Bundesjustizministerium, an den die Welt schon nicht mehr so recht geglaubt hatte, weil er im Prinzip seit September 2009 angekündigt, aber immer wieder hinausgeschoben wurde. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP möchte nun mit dem “Entwurf eines Siebenten Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes” ein neues Leistungsschutzrecht für Presseverlage etablieren und diese damit z.B. Sendeunternehmen und Tonträgerherstellern gleichstellen. Wie hier unlängst schon vermutet, wird das Vorhaben von einem Dritten Korb der Urheberrechtsreform abgespalten und soll als Einzelgesetz möglichst noch vor der Sommerpause im Deutschen Bundestag eingebracht werden.

Wenn der vorliegende Entwurf so zum Gesetz wird, dann wäre vermutlich bereits der erste Satz dieses Blogbeitrags abmahnfähig. Denn ich verbinde das wörtliche Zitat eines Bloggers mit einem hinterlegten Link auf den Autorenblog CARTA, der in seiner journalistischen Textqualität und periodischen Veröffentlichungsweise “bei Würdigung der Gesamtumstände als weitgehend verlagstypisch” (so das krude Juristendeutsch) anzusehen ist. Zudem tue ich dies in einem Kontext, der durch den Einsatz der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA eine freie Weiternutzung auch zu kommerziellen bzw. gewerblichen Zwecken erlaubt.

Das gewählte Beispiel kommt nicht von ungefähr. Denn seit gestern ist klar, dass das geplante neue Leistungsschutzrecht mitnichten nur auf die Snippet-Praxis bei Suchmaschinen (namentlich: Google) zielt, sondern durch das ausschließliche Nutzungsrecht selbst kleinster Teile eines Presseerzeugnisses auch die gesamte Blogosphäre, Social Networks oder User-Generated-Content-Plattformen tangiert. Ordnungspolitisch war eine Kollision mit dem Zitatrecht und der Informationsfreiheit keinesfalls gewollt, faktisch wird sie aber eintreten und eine neue Abmahnwelle heraufbeschwören.

Falsches Vorbild: Schutzrechte bei Tonträgern

Im Begründungsteil zieht der Entwurf die Analogie zum berühmt-berüchtigten BGH-Urteil “Metall auf Metall” heran. Damals war entschieden worden, dass selbst die Verwendung von kleinsten Tonfetzen bzw. Samples schutzfähig und damit vergütungspflichtig ist. Nun ist es aber so, dass z.B. allein die Überschriften oder “Anreißer” eines journalistischen Texts für sich genommen nicht schutzfähig sind. Der Schutzgegenstand des neuen Leistungsschutzrechts schließt dies aber ein, denn er soll “die redaktionell-technische Festlegung” eines journalistischen Beitrags (und damit aller seiner Teile) sein. Wie in der Praxis der Nachweis geführt werden soll, dass etwa eine bestimmte Wortfolge über Cut&Paste aus dem html-Code einer Verlagswebsite übernommen, oder einfach nur händisch nachgeschrieben wird, weiß niemand. Nur eines ist klar: Im Unterschied zu den langen Schutzfristen bei Tonaufnahmen soll bei Bestandteilen aus Presseerzeugnissen die Schutzfrist von einem Jahr gelten.

Falscher Fall: eine beliebte Online-Enzyklopädie

Obwohl im Begründungsteil des Referentenentwurfs ein gehöriger Aufwand betrieben wird, um zulässige Nutzung z.B. in privaten Blogs von justiziablen Vorgängen zu unterscheiden, ist davon auszugehen, dass die gängige Bequellungspraxis der Wikipedia ein riesiges Einfallstor darstellt. So ist bei den Weblinks mit weiterführenden Informationen immerhin fraglich, ob sie unter das Zitatrecht fallen und damit außen vor bleiben. Nach vorliegendem Kenntnisstand ist daher unklar, ob diese Links, die regelmäßig die Überschriften von Presseartikel enthalten, nicht eine Verletzung des neuen Leistungsschutzrechts darstellen würden.

Zudem liefert der Entwurf keine ausreichende Trennschärfe zwischen privater und kommerzieller Nutzung. Wikipedia ist ein ehrenamtliches Gemeinschaftsprojekt, das auf  freiwilliger Zusammenarbeit von Menschen auf der gesamten Welt beruht. Die dort angewandten Creative Commons-Lizenzen erlauben eine freie Bearbeitung und Weiterverwendung der Wikipedia-Inhalte für alle Nutzer, selbst wenn diese damit eine wirtschaftliche Gewinnerzielungsabsicht verbinden. Somit besteht die Gefahr, dass sich auch die kostenfreie Wikipedia als Wissensaggregator künftig Unterlassungsansprüchen ausgesetzt sieht, die aus dem neuen Leistungsschutzrecht abgeleitet werden.

Falscher Feind: Was haben sie bloß gegen Aggregatoren?

Über das Leistungsschutzrecht für Presseverlage kursierten, befeuert durch immer neue Positionspapiere, jahrelang die wildesten Gerüchte. Niemand wusste so recht, was dieses verwandte Schutzrecht denn über die existenten urheberrechtlichen Ansprüche (die ja zumeist von Journalisten an Verlage übertragen werden) zu “leisten” im Stande wäre. Jetzt wissen wir es: Es führt zur Konfusion von Internetnutzern und der Ungleichbehandlung von Akteuren im Netz. Denn ordnungspolitisch will nicht einleuchten, warum Presseverlage im Verhältnis zu etwa Aggregationsplattformen besser gestellt werden. (Eigentlich müssten ja die Presseverlage die Leistung der Aggregatoren, die ihnen die Nutzer allererst zuführen, vergüten. Restaurants bitten ja auch nicht die Stadtmagazine für deren Gastro-Tipps zur Kasse.)

Falsche Folge: Mehr statt weniger Rechtsunsicherheit

Die CDU hatte in einem in Teilen sogar progressiven Diskussionspapier zum Urheberrecht, das sie am Dienstag veröffentlichte, noch folgende Bedingung an das neue Leistungsschutzrecht geknüpft:

 

Dabei dürfen Privatpersonen, ehrenamtlich organisierte Vereine und Blogger ohne Gewinnerzielungsabsicht nicht erfasst werden. Auch Links müssen frei bleiben, damit in Abwägung mit dem Grundrecht auf Eigentum die Informationsfreiheit gewahrt bleibt.

 

Dass dieses selbst gesteckte Ziel nun so fundamental verfehlt wurde, ist ärgerlich. Sehenden Auges riskiert der Gesetzgeber, die ohnehin große Rechtsunsicherheit in urheberrechtlichen Fragen sogar noch zu erhöhen. Anwaltskanzleien wird es freuen, uns führt es zu großer Sorge. Gerade im Hinblick auf die gemeinschaftliche Erstellung von Wissensplattformen ist ein Chilling Effect unausweichlich. So fasst etwa der Law-Blogger Udo Vetter bündig zusammen: “Neben dem finanziellen Aderlass dürfte die absehbare Shock & Awe-Strategie ja auch den Effekt haben, dass sich weniger Menschen trauen, selbst Inhalte ins Netz zu stellen.”

Wikimedia Deutschland e.V. wird deshalb in den nächsten Tagen nochmal mit einer ausführlichen Stellungnahme auf die möglichen Kollateralschäden des Leistungsschutzrechts für Presseverlage hinweisen. Auf der Webseite des Vereins findet sich die Pressemitteilung zum Gesetzentwurf.

 

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Wissen teilen – Frauen starten gemeinsam in die Wikipedia

Eybisch-Klimpel, CC-BY-SA 3.0

Der Anteil weiblicher Autoren in der Wikipedia ist erschreckend gering. Wikimedia Deutschland organisiert in diesem Jahr daher eine Reihe von Aktionen, um auf dieses Ungleichgewicht hinzuweisen. Erste Veranstaltungen fanden bereits mit dem Frauen Computer Zentrum Berlin und den Frauenring Kiel statt. Der erste Workshop in diesem Rahmen fand nun am Dienstag in Berlin gemeinsam mit der Beratungsstelle Frau und Beruf e.V. für Frauen im beruflichen Übergang statt. Zum Pilotprojekt im IT-Trainingsraum der Beratungsstelle ber-IT kamen zehn Teilnehmerinnen, die Wikipedia zwar ausgiebig nutzen und schätzen – jedoch bisher beim Versuch, daran mitzuwirken, auf Hindernisse gestoßen sind und allein nicht weiter kamen.

Entstanden war die Idee zu diesem Workshop aus zwei Problemen heraus: Zum einen stellte Cornelia Eybisch-Klimpel in ihrer Beratungsarbeit fest, dass hervorragend ausgebildete und ambitionierte Frauen, die in der Phase des beruflichen Übergangs darunter leiden, dass ihr Wissen nicht abgefragt wird, sie es nicht teilen und aktualisieren können. Dadurch steigt die Gefahr, fachlich den Anschluss zu verlieren. Das wirkt sich zunächst negativ auf das Selbstwertgefühl aus und in der Folge dann auch auf den (zumindest gefühlten) Marktwert. Viele vermissen zudem die Vernetzung mit Experten und die Versorgung mit Informationen, die bei der Jobsuche so wichtig sind. Zum anderen kann Wikipedia davon profitieren, wenn mehr weibliche Autoren an der Enzyklopädie mitarbeiten. Nur neun Prozent der Wikipedianer sind weiblich – es fehlt also ein wesentlicher Teil der Sicht auf die Welt in unserer größten Online-Enzyklopädie.

“Vernetzung” das war auch das Stichwort, welches sich durch den gesamten Workshop zog. Die Idee lag daher nahe, die jobsuchenden Frauen und Wikipedia zusammen zu bringen. Die Hindernisse wurden im Workshop klar beim Namen genannt: Zum einen die fehlende Zeit und zum anderen das Gefühl, mit den ersten Editierversuchen ins anonyme Leere zu tappen. Eine Teilnehmerin berichtete davon, dass ein Beitrag von ihr bereits gelöscht wurde. Aus solchen Erfahrungen resultierte die Angst, dann womöglich unfreundlich kommentiert auf einer „Löschliste“ zu landen. In der Diskussion stellte sich heraus, dass für die Arbeit in der Wikipedia der Aspekt der intensiven Diskussion über Fachthemen jedoch auch als mögliche Chance gesehen werden kann.

Köpf, CC-BY-SA 3.0

Nach anfänglicher Skepsis war es für die Teilnehmerinnen gut, jemanden zur Seite zu haben, der aufklären kann: Dass es zum Beispiel Hilfeseiten in der Wikipedia und das Mentorenprogramm gibt, dass es Plattformen und Portale für Rückfragen und Unterstützung von Frauen gibt und dass jede Aktivität auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Während des Workshops begannen die Teilnehmerinnen sofort damit, selbst aktiv zu werden und Artikel direkt zu verbessern, Wartungsbausteine zu entfernen und sich inhaltliche Gedanken zur eigenen Arbeit zu machen. Der freundlich gemeinte Baustein, der nach der Anmeldung auf den Diskussionsseiten der Benutzer erschien, sorgte bei den Teilnehmerinnen kurz für Entrüstung, da er als zu anonym und wenig einladend empfunden wurde. Offene Fragen wurden gesammelt und im laufe des Workshops abgearbeitet: Wie binde ich Bilder ein, wie kann ich grafisch Artikel aufarbeiten und was sind zulässige Quellen, waren nur drei der Fragen, die in den Gruppendiskussionen immer wieder aufkamen.

Im Anschluss an den Wikipedia-Workshop kamen die Teilnehmerinnen zu dem Schluss, dass die Hürden durch das gemeinsame Arbeiten deutlich gesenkt werden konnten, dass die “schnellen Erfogserlebnisse” zählten und dass die Arbeit direkt “am offenen Herzen” durchweg positiv war. Zwei Teilnehmerinnen verabredeten sich sogleich , gemeinsam einen Artikel umzuschreiben: “Der geht ja gar nicht!” Auch die zwei Referenten konnten deutliche Unterschiede zu bisherigen Workshops feststellen, so z.B. ein größeres Bedürfnis nach persönlicher „real-live“-Vernetzung und die äußerst produktive Diskussion und offenen Fragen der Teilnehmerinnen. In einer zweiten Veranstaltung von Frau und Beruf e.V. wird es um die Frage gehen, wie die Arbeit an Wikipedia für die Jobsuche und die eigene Vernetzung helfen kann. Wikipedianerinnen, die Interesse haben, an dem zweiten Teil der Veranstaltung nächsten Dienstag (19.6.2012 18.00-21.00 Uhr) teilzunehmen, können sich gerne bei Conni Eybisch-Klimpel dazu anmelden. Wikimedia Deutschland bedankt sich bei den Teilnehmerinnen und freut sich über direkte Rückmeldung und weitere interessiete Institutionen und Partner für gemeinsame Aktionen wie diese.

Ein gemeinsamer Text von Conni Eybisch-Klimpel und Elly Köpf

 

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3, 2, 1, Wikidata!

Es ist soweit. Am heutigen Freitag, den 30. März 2012, ist der offizielle Startschuss für Wikidata gefallen. Das erste neue Wikimedia-Projekt seit sechs Jahren wird eine gemeinsame Datenbasis für Artikel in allen Sprachversionen von Wikipedia ermöglichen. Das Entwicklerteam von Wikimedia Deutschland beginnt am Montag, den 2. April, die Arbeit am Großprojekt. Unsere Pressemitteilung mit allen Details zu Wikidata wurde heute in Deutsch und Englisch veröffentlicht und ist auf unserer Webseite zum Nachlesen eingestellt.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts wird es sein, Anregungen der Wikipedia-Community aufzunehmen. Ansprechpartnerin hierfür ist Lydia Pintscher, die sich in einem eigenen Blogposting bereits vorgestellt hat. Weitere Informationen gibt es natürlich auch auf der Projektseite von Wikidata.

Wir freuen uns auf spannende Monate und werden hier regelmäßig über die Entwicklungsschritte berichten.

 

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Bildung und Wissen – Das Referententreffen

vom 2.-4.3.2012 fand im evangelischen Tagungszentrum Hofgeismar bei Kassel das traditionelle Referententreffen statt. Aber etwas war neu: Erstmals trafen sich in entspannter Atmosphäre und gut gelaunt die Referenten/innen aller Bildungsprogramme des Bereichs Bildung und Wissen, also ”Silberwissen’‘, ”Wikipedia macht Schule” und ”Wikipedia Hochschulprogramm’‘. Neben dem gemeinsamen Austausch der Erfahrungen ging es darum, Gemeinsamkeiten zu erleben und so das Bewußtsein zu verstärken, Teil eines größeren Bereichs Bildung und Wissen zu sein.

Die Themen


Wikimedia Commons: emma7stern CC-BY-SA 3.0 *

Nach dem gegenseitigen Vorstellen und Kennenlernen erläuterten die Projektleiter/innen das Konzept “Mitmachen”: zu motivieren, bereichsübergreifend das Ziel der Autorengewinnung voranzutreiben und Wege zu finden, diese dauerhaft in die Wikipedia einzubinden. In der anschließenden Diskussion entbrannte daraus ein teilweise durchaus emotionaler Meinungsaustausch über Umgangsformen in der Wikipedia und den nicht zu übersehenden sogenannten ”Gender – Gap”, also das unausgeglichene Verhältnis zwischen Männern und Frauen in der Wikipedia-Autorenschaft.

Eine wichtige Komponente der Autor/innen-gewinnung sind Workshops, die das Mitarbeiten in der Wikipedia lehren. Eine Referentin berichtete von ihrem Einführungsvortrag beim Deutschen Frauenring in Kiel. Aufgeschreckt durch die niedrige Frauenquote und die Dürftigkeit von Artikeln im Bereich der Frauenvereine zeigten sich die Teilnehmerinnen vor Ort motiviert, ihr Wissen im Rahmen eines folgenden Workshops einzubringen. Die folgenden Berichte aus der Praxis wurden sachlich, aber durchaus leidenschaftlich diskutiert.

Am zweiten und dritten Tag lag der Schwerpunkt auf der Frage, wie wir “Mitmachen!” in die unterschiedlichen Veranstaltungsformen integrieren können. Übereinstimmend wurde es als das Wichtigste gesehen, den Spaß an der Mitarbeit zu vermitteln und ihn erfahrbar zu machen. Immer das Ziel vor Augen, die Wikipedia attraktiv für neue Autoren/innen zu machen, angesichts des unübersehbaren Autorenschwunds. Die Aufgabe, die Begeisterung zum “Mitmachen” zu wecken, wurde zum Ende mit einem Zitat – in etwas abgewandelter Form – treffend zusammengefasst:

“Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre (…) die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.”

Antoine de Saint-Exupery (Werk: Die Stadt in der Wüste / Citadelle)

Auch die Frage, wie wir realistische und pragmatische Lösungsmöglichkeiten für die Unterstützung der in den Programmen gewonnenen Neuautor/innen finden können, prägte das Camp. Von kurzfristigen Rückfragemöglichkeiten für Workshopteilnehmer bis hin zu langfristigen Modellen, die gemeinsam mit der Community weiterentwickelt werden müssen, reichte dabei das Spektrum. Es ist ein Anfang gemacht! Die Referent/innen arbeiteten teilweise bis spät in die Nacht und nutzen jede Gelegenheit, um sich über die Programme und Erfahrungen auszutauschen.

Wir nehmen mit

Im Rahmen des Camps entstanden eine Reihe guter Ergebnisse, die die Zukunft von Bildung und Wissen bei Wikimedia Deutschland nachhaltig prägen werden. Besonders die Fantasie und die realistische Einschätzung der Referent/innen war beeindruckend! Zudem hat sich das Prinzip, dass erfahrene Referent/innen den Neulingen ihre Kenntnisse mit auf den Weg geben und neue Referent/innen ihre Ideen in die Arbeit mit einfließen lassen, bewährt. Im Nachklang zeigt sich in diesem Treffen malwieder: je unterschiedlicher die Blickwinkel auf ein Thema, desto besser und ausgereifter am Ende das Ergebnis. Danke an alle Anwesenden!

Wer Anmerkungen und Ideen hat, Lust hat, sich als Referent/in am Netzwerk zu beteiligen, oder wer Interesse an einen solchen Workshop hat, der wende sich gerne an: bildung@wikimedia.de

 

ein gemeinsamer Text von Schlesinger, Elly Köpf und Denis Barthel

 

* http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

 

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Accessibility-Studie für Wikipedia

Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts Third Age Online (TAO) hat die Stiftung “Zugang für alle” (ZfA) eine Zugänglichkeitsstudie für die deutschsprachige Wikipedia durchgeführt. Grundlage für die Studie waren die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die von der Web Accessibility Initiative (WAI) empfohlen werden. Damit liegt erstmals ein umfassender Bericht für das Projekt Wikipedia vor, der die Einschränkungen der Zugänglichkeit nach WCAG 2.0 thematisiert. Der Bericht wurde von der Stiftung ZfA ins Englische übersetzt, unter eine freie Lizenz gestellt und der Wikimedia Foundation zur Verfügung gestellt. Da gerade unter dem Codenamen “Athena” eine neue Oberfläche für MediaWiki entwickelt wird, sollte so früh wie möglich auf die Einhaltung der Richtlinien geachtet werden.

In großen Teilen werden die Richtlinien bereits eingehalten. Im Abschlussbericht werden allerdings noch einige Punkte genannt, die einer Optimierung bedürfen. In Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation und der Entwickler-Community wird Wikimedia Deutschland jetzt dafür sorgen, dass die Einschränkungen der Zugänglichkeit möglichst schnell behoben werden. Obwohl die Studie für die deutschsprachige Wikipedia durchgeführt wurde, wird die Behebung auch die Zugänglichkeit aller anderen Sprachversionen verbessern.

Die notwendigen Anpassungen beziehen sich überwiegend auf die Verwendung von Screenreadern und die Bedienung der Oberfläche mit der Tastatur. In den meisten Fällen können die Mängel durch eine Anpassung der MediaWiki-Software oder eine Überarbeitung der Skins behoben werden. Einige Punkte lassen sich jedoch lediglich durch die Erweiterung der Bearbeitungsrichtlinien verbessern.

Eine Zusammenfassung und der vollständige Bericht der Studie kann auf der Projektseite “Third Age Online” eingesehen werden.

Die aus diesem Bericht resultierenden Änderungen sind im Folgenden zusammengefasst:

  • Hinterlegen eines Standardwertes für die von Screenreadern vorgelesene Beschreibungen in eingebetteten Grafiken/Fotos
  • Korrekte Auszeichnung und strukturelle Anpassung von Überschriften zur besseren Orientierung von ScreenReader-Benutzern
  • Korrekte Verwendung von Linklisten
  • Weitgehenden Verzicht von Tabellen als Gestaltungshilfe
  • Anpassung der Infoboxen an die korrekte Verwendung von Tabellen
  • Überarbeitung der Navigationsleiste, um Kompatibilität mit Screen-Readern zu gewährleisten
  • Konsistente Auszeichnung externer Links für Screen-Reader
  • Hinzufügen der Schreibweise von Artikeln anderer Sprachversionen in der Sprache des Benutzers, vor allem bei Sprachen mit nichtlateinischer Schrift
  • Korrekte Auszeichnung von Eingabefeld-Beschriftungen und Pflichtfeldern in Formularen
  • Anpassung des Editors und des Audio-Players an Steuerungsmöglichkeiten per Tastatur
  • Bereitstellen eines Gadgets zur stärkeren Hervorhebung des Tastaturfokus
  • Anpassung der Definition von Schnellzugriffstasten gemäß der WCAG-Richtlinien

Folgende Punkte sind als weitere Bearbeitungsrichtlinien diskussionsbedürftig:

  • Stärkere Etablierung aussagekräftiger Bildbeschreibungen für eingebundene Grafiken/Fotos
  • Überschriftenstrukturierung und -auszeichnung auf Portalseiten
  • Auszeichnung von fremdsprachigen Teilen eines Artikels
  • Aufgreifen der Diskussion über die zusätzliche Sprachversion “Einfaches Deutsch”
  • Format und Auszeichnung von Datentabellen

Die Verwendung von sogenannten “Captchas” wurde im Bericht ebenfalls als Einschränkung in der Zugänglichkeit angemerkt. Die Diskussion darüber läuft auch schon seit einigen Jahren. Eine akzeptable Lösung, die sowohl automatisierte Zugänge verhindert als auch die Zugänglichkeit für Menschen mit Sehbehinderungen ermöglicht, wurde noch nicht gefunden.

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160.000 Spenden für Wikipedia und Freies Wissen

Am heutigen Donnerstag hat Wikimedia Deutschland die jährliche Spendenkampagne für Wikipedia und die Idee Freien Wissens beendet. In den letzten 7 Wochen konnten dank mehr als 160.000 Spenden insgesamt 3,8 Millionen Euro gesammelt werden. Damit ist das Spendenziel erreicht. Ein Dankeschön von Pavel Richter an alle Unterstützer ist seit heute hier veröffentlicht.

Details zum Abschluss des diesjährigen Spendenaufrufs sind in einer Pressemitteilung von Wikimedia Deutschland nachzulesen. Ausführliche Information über den Verlauf der Kampagne und die damit verbundene Arbeit folgen in einem Blogbeitrag von Till Mletzko.

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Spendenkampagne für Wikipedia gestartet!


Letzte Vorbereitungen, freudige Erwartung und Spannung vor dem Startschuss: Dann war es soweit! Pünktlich um 17 Uhr am gestrigen Montag hat Wikimedia Deutschland seine Herbstkampagne gestartet, mit der ein Mal im Jahr um Spenden für Freies Wissen in Wikipedia und deren Schwesterprojekten geworben wird. Damit sind wir Teil einer weltweiten Aktion der Wikimedia-Bewegung. Für alle war der 14.11.2011 offizieller Start des so genannten Fundraisers. Pünktlich waren wir auch mit unserer dazugehörigen Pressemitteilung, in der wir detailliert über Ziele und Motivation der Kampagne berichten. In den nächsten Wochen werden Wikipedia-Leser nun über persönliche Aufrufe von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales (siehe oben) und Wikimedia-Aktiven international angesprochen. Dafür sind Hinweisbanner in den verschiedenen Sprachversionen geschaltet.

Warum wird gesammelt?

Mit der Herbstkampagne erinnern wir daran, dass die Wikimedia-Projekte ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement tausender freiwilliger Helfer und durch Spenden möglich sind. Das war in den letzten zehn Jahren so und muss auch in Zukunft so bleiben: Denn Wikipedia ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn sie heutzutage erfreulicher Weise so genutzt wird. Wikipedia soll weiter kostenlos und werbefrei Wissen bereitstellen, das von jedermann genutzt und geteilt werden kann. Darum rufen wir zu Spenden auf.

Wofür genau wird gesammelt?

Wofür Wikimedia Deutschland Spendengelder im nächsten Jahr verwenden wird, ist im Einzelnen im Wirtschaftsplan 2012 zu finden. Unsere Ziele haben wir vorab für Vereinsmitglieder und alle Interessierten zur Diskussion gestellt (hier im Wikimedia Forum, Anmeldung erforderlich). Auch auf einer Städtetour durch Deutschland wurde der Wirtschaftsplan öffentlich vorgestellt: Im Zentrum steht die Förderung Freien Wissens. Betrieb und Ausbau der technischen Infrastruktur und die direkte Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit der Autoren von Wikipedia bilden einen wichtigen Schwerpunkt für 2012. Eine zentrale Aufgabe sind Softwareentwicklungen rund um die Themen Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit. Um die freiwillige Arbeit für Wikipedia zu fördern, sollen Programme zum Austausch mit akademischen Kreisen sowie Kooperationen mit Museen und anderen Institutionen vorangetrieben werden. Ein weiterer Schwerpunkt: die Steigerung der Vielfalt unter Wikipedia-Autoren. Verschiedene Maßnahmen von Community-Projekten bis zu Wikimedia-Workshops haben insbesondere die größere Beteiligung von Frauen an der Erstellung der freien Enzyklopädie zum Ziel.
 
Was jede Spende bewirken kann, ist auch auf der Spendenseite der Kampagne nachzulesen.
 
Zur vollständigen Pressemitteilung.

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