Posts Tagged ‘Wikipedia’



„Women edit“ – Wiki-Women werden aktiv!

Dies ist ein Gastbeitrag von Silvia Stieneker, freie Mitarbeiterin im Projekt “Women edit”.

Was muss passieren, damit Frauen sich in der Wikipedia-Community und in den Schwesterprojekten wohler fühlen? Wie können speziell Frauen als neue Autorinnen gewonnen werden? Und wie können unangenehme Dinge wie Stalking oder Beleidigungen unter den Aktiven verhindert werden? Um Fragen wie diese geht es im Projekt “Women edit” Zusammen mit vielen Freiwilligen aus dem deutschsprachigen Raum möchte Wikimedia Deutschland Strategien und Projekte entwickeln, die Wikipedia & Co attraktiver für Frauen machen sollen – für bereits Aktive und so genannte Newbies!

Foto von Siesta commons, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

“Wiki-Women-Wochenende” in Dortmund

Am 21. und 22. Juni sind alle engagierten Autorinnen, Fotografinnen, Administratorinnen, etc. herzlich eingeladen zum “Wiki-Women-Wochenende” in Dortmund! Der Workshop gibt den Freiwilligen die Möglichkeit, sich kennen zu lernen und gemeinsam Pilotprojekte zu starten – zum Beispiel “Women edit”-Editier-Treffen für Frauen, eine Wikipedia-Cocktailparty, Themen-Nachmittage oder Edit-a-thons. Auch Online-Projekte wie zum Beispiel spezielle Anlaufstellen oder regelmäßige Online-Treffen für Frauen sind denkbar. Das Team Communitys von WMDE freut sich auf kreative Ideen, die bei Bedarf auch finanziell oder personell unterstützt werden sollen (für alle Förderanfragen bezgl. einer finanziellen Unterstützung wendet euch an community@wikimedia.de).

An dem Wiki-Women-Wochenende können alle Frauen aus den verschiedenen Wikimedia-Projekten teilnehmen, an zwei weiteren Wochenend-Terminen, die vorraussichtlich im Spätsommer in Berlin und im Herbst in Dresden stattfinden werden, wollen wir weiter an unseren Ideen arbeiten und die Aktivitäten gemeinsam voranbringen und auswerten. Anmeldungen bitte direkt über die Women edit-Seite oder bei silvia.stieneker@wikimedia.de

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Schiff Ahoi – Exponat “Wikipedia-Prinzip: Freie Daten, Freies Wissen” sticht in See!

Es ist soweit: Heute wurde die Ausstellung “Digital Unterwegs”  auf der MS Wissenschaft offiziell von der Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 “Die digitale Gesellschaft” eröffnet – an Bord des Schiffes ist auch das gemeinsame Exponat von Wikimedia Deutschland und der Open Knowledge Foundation mit dem Titel “Das Wikipedia Prinzip: Freie Daten, Freies Wissen”.

Die Projektbeteiligten von WMDE und OKF vor dem Exponat, das sie gemeinsam entwickelt haben, Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Im letzten Jahr besuchten 70.000 Menschen aus ganz Deutschland und Österreich das Ausstellungsschiff, mit dem der in der interessierten Öffentlichkeit auf interaktive und haptische Weise Verständnis und Aufmerksamkeit für Wissenschaft und Forschung geschaffen werden soll. Zum Tourstart wollen wir euch von Bord berichten und das Exponat und seine Möglichkeiten vorstellen.

Zugegeben: alle Beteiligten bei Wikimedia waren schon ein wenig aufgeregt wegen der Ausstellung. Seit Jahresbeginn hatten die Bereiche Softwareentwicklung und Bildung und Wissen gemeinsam mit Daniel Mietchen das Exponat konzipiert und entwickelt und die Vorfreude, aber auch die Nervosität stiegen mit jedem Tag, den der Ausstellungsbeginn näher rückte. “Wird alles funktionieren?” und “Werden die Besuchenden auch so begeistert sein wie wir?” Nicht alles können wir jetzt schon beantworten, aber ja, es funktioniert und passt wunderbar in die Ausstellung!

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CatGraph

Im Maschinenraum der Softwareentwicklung von Wikimedia Deutschland entstehen nicht nur riesige Projekte wie Wikidata, sondern auch eine Menge kleinere Werkzeuge und Programme, die oft zu Unrecht unter dem Radar fliegen. In loser Folge wollen wir diese Projekte vorstellen.

Für den Anfang haben wir uns Johannes Kroll und das Projekt CatGraph vorgenommen. Johannes arbeitet seit Juni 2012 bei uns als Software-Entwickler und hat uns etwas dazu erzählt. Weiterlesen »

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Die aktivste Nutzerin der gälischen Wikipedia

Die Wikipedia-Community in Deutschland schreibt vor allem in der Wikipedia in deutscher Sprache. Das ist aber nicht die einzige Wikipedia, in der die Deutschen aktiv sind. Neben Beitragenden in vermutlich allen Muttersprachen, die in Deutschland gesprochen werden, existieren auch verschiedene Dialekt-Wikipedien. Und natürlich schreiben Menschen auch in Fremdsprachen, die sie beherrschen. Ein eher ungewöhnlicher Fall – die deutsche Beteiligung in der gälischen Wikipedia – war letztens Thema im Wikipedia-Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der deutschen Wikpedia. Wir freuen uns, den Beitrag von Benutzerin Elya hier leicht überarbeitet wiedergeben zu können.

Es muß um den März/April 2007 gewesen sein, als bei unserem Wikipedia-Stammtisch eine „Neue“ auftauchte, mit dickem Schnellhefter in der Hand, den sie mit resoluter Geste auf den Tisch legte: man habe in ihrem Schottisch-Gälisch-Kurs mal in die gälische Wikipedia geschaut, und das sei ja inhaltlich ein Trauerspiel. Deshalb habe sie nun als Einstieg mal einige in dem Kurs entstandene Artikel über Deutschland und die deutschen Bundesländer mitgebracht. „Und wie kriege ich die jetzt in die Wikipedia? Ich scheitere ja schon mit der Anmeldung, weil ich nicht weiß, was Cookies sind!“

Nun, da war sie bei uns genau richtig. Nach einem netten Abend in der Runde, den sie vermutlich noch verwirrter als vorher verließ, hatten Ray, unser Newbie und ich ein Wohnzimmer-Date und führten sie praktisch durch die ersten Schritte – die Benutzerin Sionnach in der schottisch-gälischen Wikipedia wurde geboren.

Wieder Stammtisch, einen Monat später; die Fragen wurden deutlich spezieller: „warum kann ich manche Bilder aus der englischen Wikipedia in der gälischen einbetten, andere aber nicht?“

Ab da ging es zügig voran. Sionnach nahm auf ihre entschlossene Weise die Zügel in der schottisch-gälischen Wikipedia in die Hand und war bald eine der aktivsten Autorinnen. „Mit viel Hilfe von anderen: der Benutzer Dapete hat mir z.B. die ersten Vorlagen gebastelt, der Benutzer Wiegels die Hauptseite überarbeitet …“

Schon im November desselben Jahres kam Benutzer Marcus Cyron vor lauter Begeisterung auf die übermütige Idee, sie gar nicht erst zum Admin, sondern gleich zur Bürokratin ernennen zu lassen. Das Logbuch zeigt ihre Admin-Ernennung im November 2007 mit der Begründung „regular contributor“. Wieder hatten wir einen kleinen privaten Workshop in einem unserer Wohnzimmer, diesmal zum Kennenlernen der „Knöppe“. Bürokrat mußte es gar nicht sein, das dauerte dann doch noch bis 2010.

Daß eine Deutsche die aktivste Userin der gälischen Wikipedia ist, stößt auf Interesse: In Berlin trafen wir uns und nahmen ein Video für einen gälischen TV-Sender vor dem Brandenburger Tor auf, der einen Bericht über sie bringen wollte. Während eines Schottland-Aufenthaltes knüpfte sie Kontakte zur University of the Highlands and Islands und hielt dort Wikipedia-Vorträge.

Gestern abend versuchte ich sie dann zu überzeugen, ein „Gaelic Panel“ auf der Wikimania in London zu veranstalten – daran arbeiten wir noch ;-) Es gibt noch vieles mehr, was man hier gar nicht aufführen muß, nur soviel: wieder ein Lebenslauf, der durch Wikipedia eine spannende Richtung genommen hat, und wieder eine ganz individuelle Wikipedia-„Story“, die ich gerne erzähle.

Aktuell hat Sionnach rund 1100 neue Artikel in der gälischen Wikipedia angelegt. Und heute schloss sich der Kreis: gerade gab Sionnach den Schülern des Schottisch-Gälisch-Sprachkurses, die kürzlich eigene Texte verfaßt haben, einen Einführungsworkshop. Da hat sie jetzt mal gezeigt, „wie man die Artikel in die Wikipedia bekommt“.

Einige Anmerkungen von mir [Dirk] zu verschiedenen Termini, die vor allem für Wikipedia-Insider gebraucht werden: ein Stammtisch ist ein regelmäßiges Treffen der Wikipedianer an einem festen Ort. Diese finden meist monatlich statt. Eine Übersicht aller Stammtische findet sich auf der Wikipedia-Stammtisch-Seite. Die Bürokraten und Administratoren (Admins) haben einige Sonderrechte in der Wikipedia. Die Bezeichnung dieser Rechte, und ihre Benutzung wird umgangssprachlich gerne als die Knöpfe (Knöppe) bezeichnet. Die Wikimania in London ist 2014 das weltweite Treffen der Menschen, die in der Wikimedia-Bewegung aktiv sind.

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Larmoyanz und Pädagogik im Wikipedianischen Salon

Die beiden Salonherren. Foto: Christina Burger, CC-BY-SA 3.0

“Hereinspaziert meine Damen und Herren, und Willkommen zum ersten Wikipedianischen Salon.” So begrüßte Michael “seine Redseligkeit” Schlesinger die Gäste, die es sich im Kerzenschein bequem gemacht hatten. Am 16. Januar trafen sich gut 20 Wikipedianerinnen, Wikipedianer und andere Interessierte in den neuen Räumen von Wikimedia Deutschland, um der Auftaktveranstaltung des Wikipedianischen Salons beizuwohnen.

Eingeladen hatten das zweiköpfige Wikipedia-Salon-Team: Am Rednerpult moderierte als Conferencier Michael Schlesinger, und von hinten am Beamer glänzte Andreas Paul mit faktischen Einschüben und theoretischen Erwägungen. Beide durchschritten unter dem Titel “Fördert Wikipedia die Lust am Lernen?” leichtgängig das gesamte Themenspektrum zwischen Schule und Wikipedia: Was hat Wikipedia mit wissenschaftlichem Arbeiten zu tun? Kann man Wikipedia trauen? Darf man aus Wikipedia abschreiben? Wie kann ich sehen, ob es ein guter oder ein schlechter Wikipedia-Artikel ist? Sie erläuterten Vandalen, wiesen auf Diskussionsseiten zu Wikipedia-Artikeln hin, und stellten die internen Mechanismen der Qualitätssicherung vor.

Die gut 20 Gäste ließen sich auch vom kleinen Sektempfang nicht abhalten, und verwickelten sich in eine lange, intensive Diskussion, die von der Frage der Motivation in ehrenamtlichen Projekten bis hin zur Existenz oder Nicht-Existenz der Ernst-Thälmann-Insel reichte.

Die Veranstaltungsreihe Wikipedianischer Salon, die ab jetzt in unregelmäßiger Folge stattfinden wird, wird von Community-Mitgliedern aus der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten ausgerichtet. Dabei wird sie die Wikipedia und ihre Wirkung auf die Welt aus verschiedenen Perspektiven mit verschiedenen Standpunkten betrachten. Wikimedia Deutschland freut sich, dies organisatorisch unterstützen zu können.

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10 Jahre Portal Lebewesen

In den sogenannten Redaktionen der deutschen Wikipedia treffen sich die ehrenamtlich Aktiven der Wikipedia eines bestimmten Fachbereichs. Die älteste Redaktion der deutschen Wikipedia ist die Redaktion Biologie, die aus dem Portal Lebewesen hervorging. Sie betreut Artikel zu biologischen Themen, zu Tieren, Pflanzen und anderen Lebewesen, in der Wikipedia.

Die Redaktion Biologie war stets eine der aktivsten Redaktionen der Wikipedia und hat in vielerlei Hinsicht Akzente gesetzt, die weit über das Thema Biologie hinaus bis heute das Erscheinungsbild der deutschen Wikipedia prägten. Ihr Einfluss hat erheblich dazu beigetragen, dass die Wikipedia heute im deutschsprachigen Raum als Qualitätsmedium wahrgenommen wird.

Im Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der Wikipedia, veröffentlichte Achim Raschka einen Rückblick auf die letzten 10 Jahre seit Gründung des Portals Lebewesen. Wir freuen uns, den Text redaktionell leicht bearbeitet auch im Wikimedia-Blog veröffentlichen zu können:

Am 1. Januar feierte das Portal:Lebewesen der Wikipedia und damit auch die Wikipedia:Redaktion Biologie ihr 10-jähriges Bestehen  – 10 Jahre, in denen in diesem Bereich sehr viel passiert ist. Am 1. Januar 2004 wurde das Portal Lebewesen und damit wohl auch der Kern der konzentrierten gemeinsamen Arbeit der Wikipedianer, die sich im Bereich der Lebewesen tummeln, aufgebaut. Seitdem hat sich die Redaktion entwickelt, immer mal wieder neue Impulse gesetzt und auch bekommen – vor allem jedoch stetig weitergearbeitet. Mittlerweile betreuen wir einen Artikelbestand von etwa 40.000 Artikeln zu Lebewesen (so viele Artikel gab es damals in der gesamten deutschsprachigen Wikipedia) + einer nicht gezählten Anzahl von Artikeln aus allen möglichen Bereichen der Biologie.

Bradypus. Foto: Stefan Laube (Tauchgurke), gemeinfrei

Das Portal Lebewesen war dabei immer der Kern der Redaktion, die ihren Fokus auch heute noch vor allem der Biodiversität widmet – und hier auch noch lang nicht fertig ist. Schaut man sich allerdings die ältesten Versionen des damals leberwurstpinken Portals an, kann man sich vorstellen, wie grundlegend die Arbeiten damals noch waren – unter den neuen Artikeln am 3. Januar 2004 finden sich beispielsweise Neuanlagen zu den Krokodilen und den Ammoniten, aber auch zum Bacillus anthracis, während unter den noch ungeschriebenen Artikeln noch zahlreiche weitere Großgruppen stehen. Bei den Pflanzen war zum damaligen Zeitpunkt vor allem das „Projekt Lilien“ konzentriert aktiv, bei den Tieren wurden erstmal querbeet Grundlagen gelegt und Artikel zu Mikroorganismen oder Pilzen wurden nur sporadisch eingestreut.

Grundlagenarbeit

Die Krainer Lilie aus der Tscheppaschlucht. Foto: Kurt Kulac, CC-BY-SA 2.5

Doch im Portal ging es von Beginn an nicht nur um Artikelzählereien, vielmehr wurde das Portal Lebewesen sehr schnell zum Kristallisationspunkt der gemeinsamen Arbeit an den Lebewesenartikeln. Die „Lebewesenikis“ trafen sich virtuell auf der Diskussionsseite, um Grundlagen zur Arbeit in ihrem Bereich zu erarbeiten – so entledigte man sich sehr rasch der Relevanzfrage für Arten, indem man einfach von Beginn an alle Arten von Lebewesen als relevant erklärte (nach dem Wikipedia-Artikel zur Artenvielfalt etwa 2 Millionen beschriebene heute lebende Arten, hinzu kommen ungezählte ausgestorbene) und stattdessen ein paar grundsätzliche Richtlinien für die Mindestqualität aufstellte. Um diese zu realisieren, wurde eine portaleigene Qualitätssicherung eingerichtet. Für die Neuen Artikel gibt es ein System der Eingangskontrolle und seit einigen Jahren wird die Qualitätssicherung aktiv durch botgenerierte Wartungslisten unterstützt. Das Portal:Biologie entwickelte sich als Parallelprojekt für Grundlagenartikel – und blieb bis heute leider eher ein Anhängsel.

 Treffen, Literaturstipendium, Bestimmungshilfe, …

Wanderung der Lebewesenikis durch die Elbmarschen: Foto: Mirko Thiessen CC-BY-SA 2.5

Bereits 2006 gab es zum ersten Mal ein Treffen der Biologen in Wien, 2007 setzte sich die Serie auf Helgoland fort und bis heute sind die jährlichen persönlichen Treffen ein regelmäßiges Highlight im Jahreskalender der Redaktion. Neben den unvermeidlichen Diskussionen zur Entwicklung des Bereichs der Biologie und der Wikipedia schlechthin, gehören grundsätzlich Exkursionen zu biologisch interessanten Orten mit langen Wanderungen zum Programm. Im Nachgang eines dieser Treffen entstand 2007 der Vorläufer des heutigen Wikipedia:Literaturstipendiums und zugleich der Wikipedia:Bibliotheksrecherche aus privater Initiative, damals bekannt als „Die lange Anna“. Seit 2011 verfügen wir über ein Fotomikroskop, finanziert und angeschafft als Technikunterstützung von Wikimedia Deutschland. Weitere Initiativen entwickelten sich zur vielgenutzten Bestimmungshilfe für Fotos von Lebewesen oder zum (aktuell wieder laufenden) Wikipedia:Artikelmarathon.. Selbstredend sind die Lebewesenautoren regelmässige Kunden der Kartenwerkstatt, um die Artikel mit Verbreitungskarten auszustatten, und regelmässige und erfolgreiche Teilnehmer des Schreibwettbewerbs.

Quo vadis?

Wer bin ich? – Bestimmungshilfen in der Wikipedia. Foto: Richard Bartz, Munich aka Makro Freak CC-BY-SA 2.5

Kein Rückblick ohne einen Ausblick – so schauen wir auch hier nach vorn auf mindestens weitere 10 Jahre. In der näheren Zukunft werden sich die Mitarbeiter der Redaktion vor allem mit den neueren Errungenschaften der Wikiwelt beschäftigen müssen – so stellt sich ganz aktuell die Frage, wie Wikidata unsere Artikel verändern wird und wie dies auf einem möglichst hohen qualitativen Niveau geschehen kann. Während einzelne Lebewesenikis dies derzeit eher noch kritisch beobachten (u.a. der Autor dieser Zeilen), sind andere bereits hochaktiv in Wikidata unterwegs und es entstehen bereits erste Ideen für zukünftige datenbankgenerierte Abfragen beispielsweise zu Länderfaunen und -floren. Auch die botgenerierten Artikel werden uns beschäftigen – allerdings ist in der deutschsprachigen Wikipedia nicht geplant, dem schwedischen Beispiel der hunderttausendfachen Botanlage von Lebewesenartikeln zu folgen; vielmehr gehen Überlegungen in die Richtung, wie man Bots zur Pflege des Bestandes und auch zur Unterstützung der Autoren einsetzen kann. Mediendateien werden ein weiterer Schwerpunkt der Zukunft sein – angefangen von Bildern der beschriebenen Lebewesen, die in den überwiegenden Fällen fehlen, über Videoaufnahmen, Tonmaterial und Kartenmaterial. Und inhaltlich werden wir uns natürlich um die noch fehlenden zwei Millionen sowie natürlich auch um die bereits bestehenden 40.000 Lebewesenartikel kümmern – Arbeit genug für Generationen von Lebewesenikis. Als Autor dieser Zeilen bedanke ich mich bei allen, die die letzten 10 Jahre aktiv gestaltet und begleitet haben (auf Namen verzichte ich in diesem Artikel bewusst) und freue mich auf die nächsten 10 Jahre der Zusammenarbeit.

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Das RENDER-Projekt erzielte beim Review exzellente Ergebnisse

Jetzt ist es ganz offiziell vorbei. Gestern, am 21. November 2013, fand das finale Reviewmeeting des RENDER-Projekts vor Vertretern der Europäischen Kommission und externen Reviewern statt. Mein Kollege Kai Nissen und ich nahmen daran für Wikimedia Deutschland teil. Dieses Treffen diente der Bewertungen der Leistungen dieses EU-geförderten Forschungsprojekts.

Bereits am Dienstag trafen wir uns mit unseren anderen Partnern in den Räumen unseres Projektkoordinators Karlsruher Instituts für Technologie. Am Dienstag und Mittwoch besprachen wir unsere Präsentationen, korrigierten letzte Fehler und probten den Durchlauf. Das eigentliche Review fand dann am Donnerstag statt. Alle Partner stellten ihre Ergebnisse des Projekts und vor allem die Arbeiten innerhalb des letzten Jahres vor. Beispielsweise zeigte Andreas Thalhammer vom STI ein spannendes Analysewerkzeug TweetVis. Mit diesem Tool kann man Tweets des eigenen oder anderer Twitter-Profile nach Themen analysieren oder herausfinden, ob diese eher positiv oder negativ formuliert sind. Kai und ich stellten die finalen Fassungen unserer Unterstützungswerkzeuge für Wikipedia vor und gaben kurze Einblicke in die Evaluationsergebnisse und unsere Pläne für die Zukunft. Unsere Präsentationsfolien sind auf Commons abrufbar.

Leider kann ich hier nicht alle Werkzeuge und Dokumente im Detail vorstellen, die während des Projekts entstanden sind. Aber diese findet man auf der Projektseite. Wer ein bisschen Zeit und Lust hat mehr zu erfahren und auszutesten, sollte diese unbedingt besuchen.

Diese anstrengenden Tage haben sich gelohnt, denn die abschließende Bewertung der Reviewer lautete:

Das RENDER-Projekt hat exzellente Ergebnisse erreicht. Die Zusammenarbeit des Konsortiums sowie die verwirklichten Werkzeuge in allen Anwendungsfällen sind bemerkenswert für ein Forschungsprojekt.

Diese Auszeichnung erhalten Projekte in ihrer Abschlussbewertung wohl nur äußerst selten. Der schriftliche Bericht wird uns in den nächsten Wochen zugestellt, dann können wir das alles noch mal in Ruhe nachlesen.

Heute startet die WikiCon in Karlsruhe. Beim Workshop am Samstagnachmittag mit dem Titel „RENDER – Wie geht’s weiter?“ werde ich zusammen mit meinem Kollegen Johannes Kroll über die Weiterentwicklung des Artikelmonitors und des Artikellistengenerators sprechen. Denn diese Tools sollen jetzt keinesfalls in der Schublade verschwinden, sondern noch besser in Wikipedia integriert und bedarfsgerecht erweitert werden. Wir freuen uns dort eure Fragen zu beantworten oder auch gerne per Mail.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch mal bei allen bedanken, die uns während der letzten drei Jahre mit Ideen, Anregungen, Fragen oder auch konstruktiven Kritiken unterstützt haben. Vielen Dank!

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Wikipedia – Gemeinsam Wissen gestalten – Unterrichtmaterial für Lehrende veröffentlicht

Titelbild – Wikipedia Gemeinsam Wissen gestalten, by Wikimedia Deutschland e.V. und klicksafe, CC-BY-SA 3.0

„Wikipedia – Gemeinsam Wissen Gestalten“, ist der Titel des neuen Zusatzmoduls zu Wikipedia im Unterricht, herausgegeben von der EU-Initiative klicksafe in Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland.

Wikipedia ist auch für Lehrende eine immer wichtigere Quelle. Dabei taucht Wikipedia besonders als beliebte Quelle für die Recherche und in Bezug auf die häufige Verwendung von Textauszügen in Hausarbeiten in Form von Plagiaten auf. Vor diesem Hintergrund wurde der Bedarf, Materialien für den Unterricht zu haben immer wieder an uns kommuniziert. Dies hat sich klicksafe nun gemeinsam mit Wikimedia Deutschland zum Anlass genommen Materialien für den Unterricht zu entwickeln, die konkrete Ideen und Anregungen für die Nutzung von Wikipedia im Unterricht geben. In einem ersten Schritt haben wir die Inhalte auf deren Webseite zu Wikipedia aktualisiert und ergänzt. Rund ein halbes Jahr hat das Team zu den Materialien unter enger Mitarbeit eines Wikipedia-Autors mit Lehrerfahrung daran gearbeitet, Erfahrungen zusammenzutragen, Methoden aufzuarbeiten und Ideen weiterzuentwicklen, wie man das Thema „Wikipedia“ anschaulich in den Unterricht integrieren kann. Im Juli hatte Andreas Paul in einem Gastbeitrag im Wikimedia-Blog bereits darüber berichtet. Im August wurde diese Arbeit abgeschlossen und die Ergebnisse zusammengeführt.

Die dabei entstandenen Materialien teilen sich in Sachinformationen und Arbeitsblätter und sind eine Ergänzung zur fächerübergreifenden Unterrichtsvorbereitung, da sie viel Raum für Flexibilität und Unterrichtsthemen lassen. Weiterlesen »

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“Women edit” – Ein Netzwerk entsteht

Das Projekt „Women edit“ lädt Frauen dazu ein, sich in den Wikimedia-Projekten zu beteiligen. Über erste Aktivitäten im Projekt haben wir im Blog bereits berichtet. Nun ist es Zeit für einen Zwischenbericht in dem die Leiterin des Projekts, Silvia Stieneker, mehr über den Zwischenstand des Projekts schildert. Im letzten Teil finden sich zudem Informationen wie und wo man das Projekt unterstützen kann.

„Women edit“ by Siesta, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Frauen motivieren Frauen zum Mitmachen – Mit dieser Idee hat Wikimedia Deutschland im Sommer 2013 das Projekt “Women edit” gestartet. Dazu haben wir gezielt aktive Frauen in den Wikimedia-Projekten angesprochen lokale Events zu initiieren und Netzwerke aufzubauen. Inzwischen hat sich ein kleiner Kreis engagierter “Wikiwomen” und viele Unterstützer und Unterstützerinnen gefunden, die ihr Wissen über Wikipedia mit anderen Frauen teilen wollen – weil sie es wichtig finden, neue Autorinnen oder auch Fotografinnen für die vielen Wikimedia-Projekte zu gewinnen.

Aber warum sind es immer noch deutlich weniger Frauen als Männer, die in der Wikipedia, Wikimedia Commons etc. mitarbeiten? Oft wissen sie einfach noch nicht, wie es geht – und darum gibt es “Women edit”-Veranstaltungen, bei denen erfahrene Autorinnen interessierten Neulingen zur Seite stehen. Bei offenen Treffen, Editierparties oder anderen Veranstaltungen kommen erfahrene Autorinnen und Frauen mit Interesse an Wikipedia zusammen und tauschen sich über die Mitmach-Möglichkeiten der Wikimedia-Projekte aus. Weiterlesen »

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Themenabend „Women Edit“ bei Wikimedia Deutschland in Berlin

Dies ist ein Gastbeirtag von Maren Heltsche. Maren Heltsche ist freiberufliche Analystin und Beraterin. Bereits im letzten Jahr fand ein Themenabend zu „Wein, Wiki und Digital Media Women“ in Hamburg statt. Im Rahmen ihrer Aktivitäten bei den Digital Media Women unterstützt sie das Projekt „Women Edit“ und berichtet nun über das gemeinsame „Women Edit“- Treffen in der Geschäfttsstelle von Wikimedia Deutschland in Berlin. Der Blogpost ist im Original hier zu finden.

Unser digitaler Alltag ist ohne Wikipedia nicht vorstellbar. Und die Grundidee der Online-Enzyklopädie, das Wissen der Welt zusammen zu tragen und frei zur Verfügung zu stellen ist grandios. Allerdings werden die in Wikipedia veröffentlichten Inhalte zu über 90 Prozent von Männern verfasst. Frauen tragen mit ihrer Perspektive nur einen kleinen Teil zum digitalen Weltwissen bei. Das möchten wir ändern und laden zusammen mit Wikimedia Deutschland am 19. November zu einem Workshop ein.

Hier könnt ihr lernen, wie die aktive Mitarbeit in Wikipedia funktioniert und eigene erste Schritte unternehmen. Der Workshop wird geleitet von Silvia Stieneker, die das Projekt Women Edit von Wikimedia Deutschland begleitet und selbst aktiv an Wikipedia-Inhalten mitarbeitet. Sie hat einen ähnlichen Workshop auch schon in unserem Hamburger DMW-Quartier durchgeführt und die Ladies begeistert. Einen Bericht darüber gibt es hier zum Nachlesen.

Foto: Sandra Schink CC BY-SA 3.0

 

Der Abend beginnt mit einer allgemeinen Einführung und dann wollen wir aber praktisch arbeiten. Dafür sind zwei Dinge wichtig:

  1. bringt Euer eigenes Laptop mit (für diejenigen, die keines haben, gibt es auch 2-3 Leihgeräte)
  2. bitte legt Euch schon vorher ein eigenes Wikipedia-Benutzerkonto an

Es wird vor Ort Getränke und kleine Snacks geben. Nach der Veranstaltung wollen wir noch zusammen auf einen Absacker ins Yorckschlößchen gehen.

Details

Was: „Women Edit“ bei Wikimedia Deutschland
Wann: Dienstag 19.11.2013, 19-22 Uhr
Wo: Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, Berlin – auf Google Maps anschauen
Anmeldung: via Mixxt (da die Anzahl der Teilnehmerinnen beschränkt ist)

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