Posts Tagged ‘Wikimedia Deutschland’



Monatsbericht Oktober 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im September steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Ein außergewöhnliches Fotoprojekt wurde in den Monaten September und Oktober vom Openstreetmap-Mapper und Wikipedianer Jotpe durchgeführt. Etwa 450 Kilometer wanderte er  entlang dem Fernwanderweg Israel National Trail. Mit im Gepäck war eine Kamera aus dem Wikimedia-Technikpool. So darf man sich auf viele spannende georeferenzierte Bilder von Land und Leuten freuen.

Weitere Fotoprojekte wurden auf der LinuxCon und Linux Plumbers Conference und dem DTM Saisonfinale in Hockenheim umgesetzt. Weiterlesen »

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Monatsbericht September 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im September steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Die Festivalsaison geht mit dem Herbst langsam zu Ende, doch der Wikipedia-Festival-Sommer bleibt aktiv! Fünf Festivals standen für September auf der Liste der Fotografierenden: Die Nocturnal Culture Night in Kummerfeld, das Ackerfestival und Energy in the Park in München, das Berlin Festival und die Hamburg Metal Days. Für alle Bildergebnisse des Festival-Sommers 2014 existiert eine Übersicht.

Ein neuer Bilderschatz konnte zudem geborgen werden. Dank eines privaten Spenders, stehen bei Commons nun Digitalisate von historischen Aufnahmen des Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard zur Verfügung. (Bilder)

Weitere Fotoprojekte fanden im September wie folgt statt:

  • 07.09.: Pressekonferenz Tag der Legenden in Hamburg  (Bilder)
  • 08.–12.09.: Wiki loves Parliaments im Deutschen Bundestag (Bilder)
  • 14.09.: Wahlabend zur Wahl zum 6. Thüringischen Landtag (Bilder)
  • 17.–19.09.: Fototour in Weimar (Bericht)

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Monatsbericht August 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im August steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Noch immer läuft der Festivalsommer auf Hochtouren: Auf 28 Veranstaltungen waren die Fotografinnen und Fotografen im August mit Fototechnik zugegen, um Festivals zu dokumentieren und die Wikipedia-Artikel zu Musikschaffenden aller Spielrichtungen zu bebildern. Weitere von Freiwilligen durchgeführte und von Wikimedia Deutschland geförderte Events waren:

  • 20.–24.08.: Besuch zur Rallye Deutschland in Trier und Umgebung
  • 23.–24.08.: DFB Beachsoccer Cup in Warnemünde
  • 29.–31.08.: WLM-Fototour durch Erfurt als Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Wiki-loves-Monuments-Fotowettbewerb
  • 31.08.: Fotoprojekt im Sächsischen Landtag

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Monatsbericht Juli 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im Juli steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Ausführliche Informationen gibt es im gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Auch im Juli nahmen Ehrenamtliche wieder an Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Sport und Politik teil um Freies Wissen zu generieren. Allein das Projekt Festivalsommer verzeichnete im Juli rund 30 Veranstaltungen. Weitere von Freiwilligen durchgeführte und von Wikimedia Deutschland geförderte Events waren:

01.07.: Besuch im Europaparlament, für Fotoaufnahmen des neu gewählten Parlaments und Absprachen über zukünftige Aktivitäten (siehe auch Wikipedians in European Parliament)

06.07.: Ironman Germany

07.07.: Pressetermin zur Filmpremiere der Dokumentation „Verräterkinder – Die Töchter und Söhne des Widerstands“ für Foto- und Filmaufnahmen von Regisseur und Zeitzeugen

16.–17. 07.: Fotoprojekt Bremische Bürgerschaft und Bremer Weserstadion

22.07.: Pressekonferenz zum 10. „Tag der Legenden“ mit Fußball-Profis wie Karl-Heinz-Körbel, Thomas von Heesen und Thomas Berthold, unter der Moderation von Lou Richter Weiterlesen »

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Monatsbericht Juni

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im Juni steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Kein Monat vergeht, ohne dass ehrenamtlich tätige Fotografen mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland aktuelle Bilder aus Politik, Sport und Kultur bereit stellen. Im Juni wurden folgende Veranstaltungen abgelichtet: Weiterlesen »

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Freie Bildungsmaterialien: Berlin geht voran

Jetzt bloß nicht wackeln! Berlin macht die Bildungslandschaft bunter. Foto: CC-BY 2.0 Nicki Varkevisser via flickr.com

Berlin könnte als erstes Bundesland Freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, kurz OER) zum Teil seiner Bildungspolitik machen. Ein entsprechender Antrag passierte im Februar das Abgeordnetenhaus Berlin. Ein schöner Erfolg – auch für Wikimedia Deutschland. [Update 24. Februar: Bei Erscheinen des Artikels stand die Abstimmung des Abgeordnetenhauses noch aus. Der Artikel wurde nun entsprechend angepasst]

Wird Berlin das erste Bundesland, das OER zum Teil des Unterrichts macht? Es sieht so aus. Denn am 30. Januar beschloss der Ausschuss für Digitale Verwaltung des Berliner Abgeordnetenhauses mit den Stimmen von aller Fraktionen den Berliner Senat aufzufordern, “das Prinzip von offenen digitalen Bildungsressourcen (sog. „Open Educational Resources“) in der schulischen Bildung umzusetzen” – hier der Antrag als PDF). Am 20. Februar bestätigte das Abgeordnetenhaus den Beschluss.

Ein Erfolg für die OER-Bewegung – und für Wikimedia Deutschland

Die Initiative zur Einführung von OER geht auf einen Antrag der Piratenfraktion zurück, den die Regierungsparteien SPD und CDU inhaltlich aufgriffen (wir berichteten hier im Blog im Dezember 2013). Als Vertreter von Wikimedia sprach ich Ende 2013 als Sachverständiger im Ausschuss (hier das Wortprotokoll). In meiner Stellungnahme lobte ich den Regierungsantrag – und mahnte zwei Dinge an:

  • Die Verwendung wirklich freier Lizenzen – also solcher, die freie Nachnutzung und Veränderung der Materialien ermöglichen, wozu auch eine kommerzielle Nachnutzung zählt. Im ursprünglichen Antrag war nur vage von “Creative Commons Lizenzen” die Rede gewesen.
  • Die Inklusion von Bildungsträgern und -institutionen sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen (wie Wikimedia Deutschland) in den Beratungsprozess. Im Antrag von SPD und CDU wurden lediglich Verlage und lokale Unternehmen explizit genannt.

Das in unseren Augen größte Problem war dabei die Lizensierung: Als erstes Bundesland, das ernsthaft die Einführung von OER in den Unterricht vorantreibt, hat Berlin Vorbildcharakter. Würden hier “unfreie” Lizenzen genutzt, wäre dies ein schlechter Start für die Rahmenbedingungen für frei lizensierte Bildungsmaterialien in Deutschland insgesamt gewesen.

Auf unsere beide Punkte wurde in der Tat eingegangen, obgleich nicht in dem Ausmaß, das wir uns erhofft hätten: Im finalen Antrag ist von “CC by sa [sic]”-Lizenzen die Rede, die “anzustreben” seien. Eine schwache Formulierung, aber besser als keine. Und: Der beschlossene Antrag benennt nun neben den Verlagen auch “bestehende öffentlich geförderte Institutionen” sowie “Bildungsträger und -einrichtungen” als miteinzubeziehende Partner. Die Zivilgesellschaft fehlt aber nach wie vor.

Insgesamt sind wir dennoch zufrieden: Unsere Vorschläge wurden aufgenommen. Und Berlin hat eine erste Hürde Richtung OER genommen. So zeigt sich auch Martin Delius von den Piraten höchst erfreut über den Erfolg.

Ein OER-Portal für Berlin?

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Monatsbericht Januar 2014

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Zu Beginn des Jahres konnte Wikimedia Deutschland einen Editier-Workshop unterstützen, der praktisches Wissen zum einfachen Mitmachen in der Wikipedia vermittelte. Das Besondere an diesem Workshop war, dass es nicht allein um die deutsche, sondern auch um die gälische Wikipedia ging. Grundlage waren bereits im Sprachkurs  verfasste, vorab entworfene Artikel und Korrekturen mit einer Ausrichtung auf Schottland und Irland, die dann in die gälische und die deutsche Wikipedia übertragen wurden. Interessante Hintergründe zum Workshop finden sich im Wikipedia Kurier.

WikiDACH, die ehrenamtlich organisierte Kongressmesse für deutschsprachige Wikiprojekte, wird bereits seit 2013 vorbereitet. Im Januar ging es mit Absprachen und Treffen des Orga-Teams, die von Wikimedia Deutschland unterstützt wurden, für die Veranstaltung vom 29. Mai bis 1. Juni weiter.

Dank der finanziellen Unterstützung durch Wikimedia Deutschland konnte der Geburtstagsempfang für Thomas Bach dokumentiert werden, an dem viele Persönlichkeiten der Zeitgeschichte teilnahmen und deren Bilder nun unter freier Lizenz verfügbar sind.

Viele weitere Veranstaltungsdokumentationen konnten durch Reisekostenunterstützung und organisatorische Hilfe von Wikimedia Deutschland umgesetzt werden: Schüler Rockfestival Wuppertal, Demonstration “Wir haben es satt” oder die Einkleidung der Deutschen Olympioniken. Einigen Freiwilligen aus dem GLAM-Bereich konnte die Reise zur Denkmalmesse Monumento ermöglicht werden, um Kontakte mit Institutionen zu festigen und neu zu knüpfen. Weiterlesen »

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Monatsbericht Dezember 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Geteiltes Wissen bei EU-Urheberrechtskonsultation

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation zum Urheberrecht in der EU eingeleitet, an der sich bis zum 5. Februar 2014 Verbände, zivilgesellschaftliche Organisationen, aber auch einzelne Private beteiligen können. Zweck der Konsultation dürfte es sein, den Boden für eine umfassende Urheberrechtsreform im Jahr 2014 zu bereiten. WMDE hat im Rahmen der europäischen Aktivitäten (s.u.) und in enger Abstimmung mit der WMF damit begonnen, “Answering Guidelines” zu erstellen, die auch von anderen Organisationen übernommen werden können. Die Veröffentlichung auf einer Plattform der Open Knowledge Foundation ist für die 3. Kalenderwoche vorgesehen.

Acht Chapter unterstützen europäische Politik-Agenda

Bereits im November hatten Vertreter der Free Knowledge Advocacy Group EU in London eine Grundsatzverbeinbarung für die gemeinsame Lobbying-Agenda auf EU-Ebene aufgesetzt. Bis zum Redaktionsschluss dieses Monatsberichts haben bereits acht europäische Wikimedia-Fördervereine diese Erklärung gezeichnet (WMNL, WMSE, WMAT, WMFR, WMCZ, WMIT, WMDE, WMUK). Das Werben um noch mehr Unterstützung wird bis zur Wikimedia-Conference in Berlin unvermindert weitergehen.

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Unter den Augen der Wissenschaft

 Eindrücke vom Symposium “Research on Wikipedia”

 

Meerschweinchen gehen vermutlich nicht sehr oft auf Reisen. Mäusen aus Versuchslaboren ist das Reisen vermutlich untersagt. Nicht so Wikipedianern. Daher fuhr der Wikipedianer Daniel Mietchen auf das internationale Symposium “Research on Wikipedia”, Forschung über Wikipedia, am 8. und 9. November in Mannheim. Mit von der Partie waren Angelika Mühlbauer und ich, beide Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland e.V. In 8 Stunden netto an zwei Tagen hörten wir 13 Vorträge von Ökonomen, Computerlinguisten, Informatikern, Psychologen, Kommunikationswissenschaftlern und Soziologen über ihre Forschungen am “Corpus” der Wikipedia. Benjamin Mako Hills renommierte Forschung zur Wikipedia als massensoziologisches Phänomen, war mein persönliches Highlight des Symposiums. Seine Lektüreempfehlung für die kommenden langen Winterabende nehme ich gern auf.

Hoffentlich ein glückliches Meerschwein und kein Versuchstier.
Bild von Skyenimals (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Ein Beispiel für die Vorträge

Im Rahmen dieses Blogbeitrages kann ich nicht auf Details eingehen. Exemplarisch für die Art der Fragestellungen aus denen die Wikipedia und ihre Editoren untersucht werden sei hier die Untersuchung von Marit Hinnosaar genannt. Sie forscht über Machtstrukturen in den Wikipedia-Communitys. Grundlage für ihre Untersuchung ist die Verweildauer von Fehlern in unterschiedlichen Sprachversionen der Wikipedia. Diese unterscheidet sie nach west- und osteuropäischen Kulturen. In der Wikipedia sind alle gleich. Nur die Adminstratoren (Admins) sind etwas gleicher. Haben sie also mehr Macht? Und bedeutet ihre Macht auch ein mehr an Autorität? Gibt es kulturelle Unterschiede bei der Beseitigung von Fehlern, die Admins machen?  Leider sind die Ergebnisse zu diesen spannenden Fragen noch nicht veröffentlicht und daher kann ich sie hier auch nicht mit Euch teilen. Generell übrigens ein Thema auf dem Symposium, dass trotz des Fakts, dass die Forscher es durchaus zu schätzen wissen, dass ihnen alle Daten der Wikipedia zur freien Nachnutzung zu Verfügung stehen – “Big Data for free!” – leider nicht dazu führt, dass die Forschungsergebnisse frei zugänglich wären, noch weniger natürlich aktuelle Forschungsstände. Es herrschen eben noch andere Konventionen in der Community der Forscher. An dieser Stelle kann ich aber vielleicht soviel verraten, in den Sprachversionen der osteuropäischen Länder genießt ein Admin, nach Hinnosaar, mehr Respekt als in Westeuropa, seine Beiträge werden daher seltener korrigiert. Denn wie könnte er irren, wo er doch so mächtig ist?

Unsere Beiträge

Daniel, Angelika und ich waren eingeladen worden, um unsere Sicht zu Forschung über Wikipedia darzustellen. Daniel hatte eine Synopsis in der Wikipedia zusammengestellt. Angelika berichtete von ihrer Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern im EU-Projekt RENDER, das gerade zu Ende gegangen ist. Ich stellte eine Wunschliste von Fragen vor, die uns im Team von Wikimedia Deutschland beschäftigen. Gemeinsam haben wir dafür gedankt, dass in Mannheim auch die Guinea pigs, die beliebten Versuchstiere im angelsächsischen Raum, zu Wort kommen durften und angemahnt, dass Wissen durch das Teilen sich vermehrt. Bitte verwenden Sie Freie Lizenzen!

 

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Görlitzer Schätze hinter dicken Mauern

Ein Gastbeitrag von Conrad Nutschan

Der historische Lesesaal der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften
Foto: Ralf Roletschek, CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0), via Wikimedia Commons

Anfang November 2013 trafen sich Mitarbeiter der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB) und 19 Wikipedianer der deutsch- und sorbischsprachigen Wikipedia, Wikisourcler und Wikidatisten sowie Aktive von Wikimedia Commons in der östlichsten Stadt Deutschlands. Die dort befindliche Bibliothek ist heute Teil der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur (GöSam). Gegründet wurde sie im 18. Jahrhundert als Arbeitsbibliothek der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften mit einem ganz ähnlichen Anliegen wie die Wikimedia-Projekte heute: Die Förderung der Ideen der Aufklärung und Verbreitung von Wissen.

Anlass für die Veranstaltung war ein zu Beginn des Jahres 2012 eingestellter Artikel der OLB über sich selbst. Die daraus folgende fruchtbare Interaktion zwischen Wikipedianern und den Mitarbeitern der Bibliothek führte dazu, dass sich der Artikel immer weiter entsprechend unseren Anforderungen an einen geeigneten Wikipedia-Eintrag veränderte. Die Mitarbeiter der Bibliothek betrachteten begeistert die Entwicklung des Enzyklopädieeintrags; sie ließen sich nicht abschrecken, sondern gewöhnten sich daran, dass sich der eigene Text zu etwas Neuem entwickelte und nahmen weiter aktiv an dieser Wandlung teil.

Einige der späteren Organisatoren der Veranstaltung in Görlitz nahmen Kontakt mit der Bibliothek auf und nach weiteren Gesprächen auf den Stammtischen entwickelte sich die Idee, mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland die zweite „GLAM on Tour“-Station in der Bibliothek in Görlitz durchzuführen, um weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Die OLB war hierbei außerordentlich aufgeschlossen und ging auf die Wünsche der Wikipedianer und Wikisourcler mit der nötigen Geduld ein.

Angeregte Arbeitsatmosphäre im Lesesaal der OLBFoto: Katja Ullrich (WMDE), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons

Im Rahmen eines etwas straffen Zeitplans bot sich am Wochenende des 1. und 2. November 2013 dazu die wunderbare Möglichkeit. Teilnehmer aus verschiedenen Teilen der Oberlausitz und auch aus ferneren Regionen reisten an, um sich zu den Projekten, in denen sie aktiv sind, auszutauschen. Dabei entstanden auch einige Inhalte in Form von Bildern und Texten in gemeinsamer Arbeit.

Die aus dem Wochenende entstandenen Pläne sind umfangreich. Neben der Aufarbeitung und Verfügbarmachung des durch die Schreibwerkstatt entstandenen Materials gab es mehrere Gespräche für mögliche Projekte zur Erstellung von freien Inhalten und zur Gewinnung neuer Autoren für die Wikimedia-Projekte.

So wurde beispielsweise mit einem Mitglied des Sächsischen Vereins für Volksbauweise e. V. über die gemeinsame, langfristige Erstellung einer Liste und letztlich einer Karte aller Umgebindehäuser im Dreiländereck beraten (hierbei muss auf Grund der Fülle von 19.000 Einzeldatensätzen Wikidata eingesetzt werden). Des Weiteren erhält die Bibliothek in Görlitz wichtige technische Unterstützung für die Aktualisierung des verwendeten MediaWikis zu biographischen Daten von Persönlichkeiten der Oberlausitz.

Verbesserungswürdig war die Vorbereitung der Internetanbindung. Gerade im Rahmen des Projekts GLAM on Tour, wo die Teilnehmer eigene Computer verwenden dürfen, nimmt die Einrichtung der Internetverbindung zu viel Zeit in Anspruch. Hierfür sollte Wikimedia Deutschland einen Koffer mit standortunabhängiger, erprobter Funktechnik dabei haben, um Sicherheit bzw. eine Rückfallebene zu schaffen. Durch den Einsatz eines WikiSpot und die Unterstützung des C3 aus Dresden war es in Görlitz jedoch möglich, die hiesige Technik zu erweitern und nach einiger Einfahrzeit ein stabiles Netz bereitzustellen. Bei der Planung müssen gerade die wikipedistischen Organisatoren darauf achten, dass es nicht zu einer personellen Überladung kommt. Der gute Wille führte hier zu recht engen Verhältnissen im Lesesaal, der für 12 Personen ausgelegt war. Der mangelnde Platz wurde allerdings durch Gemütlichkeit ausgeglichen, was aber leider die Arbeitsfähigkeit einschränkte.

Der Buchscanner der OLB sorgte für große BegeisterungFoto: Conny, CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons

Zu den Höhepunkten der Tage zählten die Stadtführung, die den Teilnehmern nicht nur jede Menge interessante Informationen zur Geschichte der Stadt Görlitz bot, sondern auch Zugang zu teilweise privaten Wohnhäusern, da der Stadtführer, Herr Frank Vater, die Eigentümer persönlich kannte. Solche Einblicke hat man nicht alle Tage! Ebenfalls für große Begeisterung sorgte die freie Nutzung des Großscanners, sodass Material als zukünftige Arbeitsgrundlage geschaffen werden konnte. Für diejenigen Teilnehmer, die gern wiederkehren möchten, finanzierte Wikimedia Deutschland außerdem eine Jahresmitgliedschaft bei der OLB.

Weitere, teilweise recht spezielle Informationen können der Dokumentation entnommen werden. Sie befindet sich derzeit noch im Wachstum. Die entstandene Projektseite soll Ort für weitere Kooperationen in der Oberlausitz mit interessierten Institutionen werden. Einzelne Wikipedianer freuen sich schon sehr auf neue Möglichkeiten zur gegenseitigen Unterstützung. Fragen dazu beantwortet Wikimedia Deutschland jederzeit gern.

Die Dokumentation der Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes kann in der Wikipedia eingesehen werden.

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