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Posts Tagged ‘Mitgliederversammlung’



Ein Wochenende für Freies Wissen

Zweimal im Jahr findet die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt, auf der sich alle aktiven Mitglieder treffen und gemeinsam über aktuelle Vereinsangelegenheiten beraten und diskutieren. Die 12. Mitgliederversammlung findet am 25. Mai 2013 statt und wird ganz im Zeichen der Förderung Freien Wissens stehen. Und das wird sich auch im Abendprogramm und dem darauffolgenden Sonntag fortsetzen. Hierzu möchten wir alle Interessierten recht herzlich einladen.

Preisverleihung: Zedler-Preis für Freies Wissen

Der Zedler-Preis für Freies Wissen wurde 2007 von Wikimedia Deutschland, damals noch als Zedler-Medaille, ins Leben gerufen, um Personen, Gruppen und Projekte auszuzeichnen, die sich besonders für Freies Wissen engagieren. Auch in diesem Jahr sind wieder spannende Projekte und interessante Wikipedia-Artikel für den Zedler-Preis nominiert. Eine vollständige Liste kann auf der Projektseite in der Wikipedia eingesehen werden.

Zur Verleihung des Preises laden wir Euch herzlich ein. Sie wird im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfinden und ist für alle Interessierten und Freunde Freien Wissens offen.

Samstag, den 25. Mai 2013 ab 19:00 Uhr
Palais der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin
http://wmde.org/Kulturbrauerei_Anfahrt

Offener Sonntag – Workshops und Gespräche

Am Sonntag bietet sich dann für alle Interessierten die Möglichkeit, mit Community-Mitgliedern, Vereinsmitgliedern und Mitgliedern der Wikimedia-Bewegung im Rahmen eines OpenSpace-Symposiums in der Geschäftsstellte von Wikimedia Deutschland zu diskutieren und sich auszutauschen.

Ihr seid herzlich eingeladen an den Workshops, Diskussionen und kleinen Arbeitstreffen teilzunehmen oder auch eigene Programmpunkte anzubieten!

Sonntag, den 26. Mai ab 10:30 Uhr
Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstr. 72, 10963 Berlin
Das Programm entsteht laufend auf Meta.

Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung für uns sehr hilfreich. Bitte nutzt hierfür das Anmeldeformular.

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und einen regen Gedankenaustausch in Berlin.

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Rückblick auf die 11. Mitgliederversammlung

11. Mitgliederversammlung (Foto von: Brücke-Osteuropa, CC0)

Am Samstag, den 24. November, fand in Berlin die 11. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Vorstellung des Jahresplans 2013 durch Vorstand Pavel Richter und die Präsidiumswahlen. Der Jahresplan wurde durch die Mitglieder in der vorgelegten Fassung angenommen.

Bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung hatte Sebastian Moleski, langjähriger Vorsitzender des Vereins, bekanntgegeben, nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Sebastian hat die strategische Entwicklung von Wikimedia Deutschland mit viel persönlichem Einsatz und fundiertem Wissen vorangetrieben. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ihm im Namen des Präsidiums und des Vereins herzlich für seine Arbeit zu danken.

Mein persönlicher Dank geht auch an alle Wähler, die mir ihr Vertrauen als neuer 1. Vorsitzender des Vereins ausgesprochen haben. Als neue Stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums wurden Anja Ebersbach und Delphine Ménard gewählt. Das Amt des Schatzmeisters bekleidet künftig Steffen Prößdorf, der bislang als Kassenprüfer von Wikimedia Deutschland tätig war. Als Beisitzer wurden Nikolas Becker, Manuela Kanneberg sowie Martin Rulsch bestätigt. Neu im Präsidium sind Jens Best und Sebastian Wallroth. Beisitzer Sebastian Blumenthal trat nicht wieder zur Wahl an. Als Kassenprüfer neu gewählt wurden außerdem auch Daniel Baur und Olaf Kosinsky, stellvertretend Thomas Goldammer und Holger Motzkau.

Insgesamt gab es leider kaum mehr Kandidaten als Positionen, die von der Mitgliederversammlung per Wahl besetzt werden mussten. Anders ausgedrückt, die Auswahlmöglichkeiten hielten sich in Grenzen. Hoffentlich können wir das in Zukunft ändern: Es ist sehr wichtig, dass mehr Ehrenamtliche Mut fassen und das Spektrum der Kandidaten bei unseren Vereinswahlen erweitern. Was genau die Arbeit im Präsidium ausmacht, ist hier schön zusammengefasst.

Am Tag nach der Mitgliederversammlung hielt das neu gewählte Präsidium in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland seine konstituierende Sitzung mit Vorstand Pavel Richter ab. Bereits im Dezember wird sich das Präsidium erneut treffen, um dann mit der inhaltlichen Arbeit zu beginnen. Dann mehr …

Auf der Vereinswebseite gibt es einen Überblick über das nunmehr zweite Präsidium, inklusive persönlicher E-Mail-Adressen. Kontaktiert uns gerne auch über praesidium@wikimedia.de.

In den nächsten Tag wird das offizielle Protokoll der Mitgliederversammlung mit allen Wahlergebnissen und Entscheidungen zu Anträgen veröffentlicht.

 

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Rückblick auf die 9. Mitgliederversammlung

Gespräch mit Sue Gardner am Sonntag (Ralf Roletschek, CC-BY-SA 3.0)

Nein, das Bild hier rechts stammt nicht von der neunten Mitgliederversammlung unseres Vereins, sondern von der zweistündigen Gesprächsrunde mit Sue Gardner, die am Tag nach der Veranstaltung stattfand. Bilder der eigentlichen Mitgliederversammlung vom 19. November in Hannover fehlen noch in der gleichnamigen Commons-Kategorie. Wer noch welche hat, hinein damit!

Wenn schon nicht fotografiert, so wurde doch umso mehr Versammlungswissen direkt geteilt. Twittern ausdrücklich erlaubt! Im Gegensatz zur letzten Mitgliederversammlung im März wurde zu Versammlungsbeginn diesmal nicht beschlossen, die Live-Berichterstattung aus der Dr. Buhmann-Schule zu verbieten. Eine weitere formale Änderung: Auf Wunsch der Anwesenden wurde ein zusammenfassendes Ergebnisprotokoll einer ausführlichen Mitschrift vorgezogen. Das Protokoll wird in Kürze veröffentlicht.

Berichte und Wahlen

Der erste inhaltliche Punkt der Tagesordnung waren die Berichte des Vorstands und der Kassenprüfer des Vereins. Sebastian Moleski gab in der Präsentation zu seinem Bericht einen Überblick über die Entwicklung der Strukturänderung, des Wirtschaftsplans 2012 und des Community-Projektbudgets. Daniel Baur präsentierte im Anschluss den Bericht der Kassenprüfung, der zum Ergebnis kam, dass der Verein finanziell ordnungsgemäß und ohne Unstimmigkeiten geführt wird.

Im Mittelpunkt stand anschließend die Wahl des neuen Präsidiums von Wikimedia Deutschland. Seit dem 19.11.2011 ersetzt es den bis dahin ehrenamtlichen Vorstand des Vereins. Dass der Vorstand bei dieser Gelegenheit verabschiedet wurde, änderte natürlich nichts daran, dass sich einige seiner scheidenden Mitglieder für die Wahl in die neuen Präsidiumsämter aufstellen konnten und dies auch taten. Der Verlauf der Wahl wird im Protokoll nachzulesen sein, aber die Ergebnisse im Einzelnen sind:

Sebastian Moleski wurde mit 138 von 190 gültigen Stimmen zum Vorsitzenden des Präsidiums gewählt. Als Stellvertretende Vorsitzende wurden Ralf Liebau und Sebastian Wallroth gewählt. Zur Wahl von sechs Beisitzern stellten sich neun Kandidaten. Das Ergebnis in der Reihenfolge erreichter Wahlstimmen: Anja Ebersbach, Nikolas Becker, Martin Rulsch, Dirk Franke, Manuela Kanneberg und Sebastian Blumenthal.

Die Besetzung des Präsidiums ist außerdem auch deren erstem Blog-Posting zu entnehmen. Nicht darin nachzulesen ist jedoch die Wahl von Delphine Ménard zur neuen Schatzmeisterin des Vereins sowie die Wahl der Kassenprüfer Steffen Prößdorf und Daniel Baur. Zum Stellvertretenden Kassenprüfer wurde Thomas Goldammer gewählt.

Dr. Buhmann-Schule in Hannover (Ralf Roletschek, CC-BY-SA 3.0)

Anträge

Nicht nur die Frage, wer die Mitglieder des Vereins künftig repräsentieren, sondern auch wie der Verein arbeiten soll, stand mit drei Anträgen zur Satzungsänderung auf der Tagesordnung. Die Anträge zur Amtszeitbegrenzung für das Präsidium, zur Offenlegung der Personalkosten der Geschäftsstelle und zur Festlegung einer Quote zur Einberufung von außerordentlichen Mitgliederversammlungen wurden jedoch abgelehnt.

Am Nachmittag – und nach bereits sechs Sitzungsstunden – wurde über acht allgemeine Anträge entschieden. Die Abstimmung über den ersten, den Wirtschaftplan 2012, hatte gleich zwei Effekte: Der Plan wurde erstens angenommen und führte, zweitens, in seiner Erklärung durch Pavel dazu, dass der achte Antrag (zur Entwicklung eines Personalplans) zurückgezogen wurde.

Zwei weitere Anträge wurden im ersten Anlauf angenommen, namentlich die Genehmigung der Geschäftsordnung und der Antrag auf Veröffentlichung aller Anträge im Community-Projektbudget (CPB). Ohne Antrag auf Änderung wurde außerdem der Antrag abgelehnt, künftig nicht mehr automatisch den Schatzmeister, sondern ein noch festzulegendes Mitglied des Präsidiums als stimmberechtigt in den Ausschuss des CPB zu berufen.

Die drei übrigen Anträge wurden von der Versammlung sozusagen in die “Verlängerung” geschickt. Sie wurden zunächst abgelehnt, um dann mit Änderungen doch noch angenommen zu werden. Dazu gehören der Ausschluss von Präsdiumsmitgliedern bei der Einreichung von CPB-Projekten sowie die offizielle Positionierung des Vereins gegen die Entwicklung eines Bildfilters. Letzteres bedeutet im Detail drei einzelne Punkte: Der Verein Wikimedia Deutschland lehnt die Entwicklung eines Bildfilters ab. Er unterstützt demzufolge auch nicht die Entwicklung eines solchen Filters und fordert das Kuratorium der Wikimedia Foundation auf, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Dass diese Forderung auch den Adressaten erreicht, bestätigte Sue Gardner, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, am Sonntag. In ihrer Präsentation versicherte sie, dass es für die deutsche Wikipedia-Community keinen Bildfilter geben wird, wenn er auf starke Ablehnung stößt.

Als harte Nuss erwies sich der Antrag A5, der in zwei Teile gegliedert, mit einer Wenn-Dann-Klausel versehen und durch gleich vier Änderungsanträge (Ä1-Ä4) vervollständigt wurde. Dem Einen oder Anderen mochte diese Herausforderung wie die Suche nach dem berüchtigten Passierschein A 38 vorkommen, doch Versammlungsleitung und Plenum fanden mit kühlem Kopf auch in diesem Fall und selbst noch nach neun Stunden Sitzung zu einer Lösung: In Zukunft sind das Präsidium, die Mitgliederversammlung und der Ausschuss des Community-Projektbudgets zu öffentlich zugänglichen Sitzungsprotokollen verpflichtet.

Und am Ende?

Vielerseits Lob und gegenseitige Anerkennung für eine produktive und ungeachtet der Länge recht straffe Versammlung in guter Atmosphäre. Nur eine Gruppe hatte trotz herzlichem Dank von allen Seiten Grund zur Klage. Die fünf Freiwilligen, die sich als Zählkommission für die Wahlgänge zur Verfügung gestellt hatten, waren für den größten Teil der Versammlung mit dieser wichtigen Aufgabe beschäftigt. Der auch dieses Mal überproportionale Anteil an Briefwählern lässt sich vor Ort zur Zählung kaum noch bewältigen. Damit aber auch die Zählkommission wieder Zeit hat, am weiteren Geschehen teil zu nehmen, wurde das Präsidium mit einer Lösung des Problems beauftragt. Ein Vorschlag: Wer persönlich zur nächsten Mitgliederversammlung im April 2012 kommt, kann sich live von leidenschaftlichen Argumenten überzeugen lassen und Zünglein an der Waage werden!

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Auf dem Weg zur neuen Verantwortungsstruktur

Die Zeit vergeht. Die letzte Mitgliederversammlung hat die Satzung geändert. Was schon viel Arbeit auf dem Papier (na gut, im Wiki) war, ist auch viel Arbeit im realen Leben, denn mit ihrem Inkrafttreten am 19. November 2011 wird sich die Struktur unseres Vereins stark verändern.

Dieser Post ist der erste einer „Blog-Serie“, deren Ziel es ist, diesen Änderungprozess zu begleiten, ihn zu erklären, Fragen zu stellen, Kommentare anzuregen. Für die Begleitung dieser Änderungen sind aus dem derzeitigen Vorstand Michail Jungierek, Sebastian Wallroth, Attila Albert und ich, Delphine Ménard, verantwortlich.

Zuerst will ich einen Überblick geben, was alles zu tun ist, damit die Satzungsänderung tatsächlich wirksam werden kann.

Geschäftsordnungen anpassen

Die größte Neuerung liegt darin, dass der heutige ehrenamtliche Vorstand zum ehrenamtlichen Präsidium umgewandelt wird. Wie zuvor wird auch das Präsidium direkt von den Mitgliedern des Vereins gewählt. Die Funktion des Vorstands übernimmt zukünftig hauptamtlich der bisherige Geschäftsführer des Vereins. Die Idee dahinter ist, Verantwortung und persönliche Haftung von Ehrenamtlichen zu Hauptamtlichen zu verschieben. Ein umfangreiche Darstellung und Begründung für dieses Konzept findet sich im Online-Forum (einmalige kostenlose Anmeldung erforderlich).

Damit die neue Struktur auch gelebt werden kann, müssen die Ordnungen des Vereins, die Vorstand oder Geschäftsführer berühren, geändert werden. Das betrifft insbesonders die folgenden Themen:

Einige brauchen nur eine redaktionelle Überarbeitung (da, wo z. B. nur „Vorstand“ in „Präsidium“ geändert wird). Andere müssen stark überarbeit oder komplett neu geschrieben werden, damit sie mit der neuen Satzung in Einklang stehen.

Die erste Bearbeitung erledigt Michail als unser „Satzungsguru“ im Vorstand. Er wird sie in den nächste Wochen ins Online-Forum stellen, damit alle Mitglieder sie prüfen und uns helfen können, sie verständlicher und vollständig zu machen.

Vorbereitung der nächsten Wahl

Die nächste Wahl wird die erste sein, bei der die Mitgliederversammlung keinen Vorstand wählt, sondern ein Präsidium. Das spannende an der Sache ist, dass, obwohl die inhaltliche Verantwortung der Präsidiumsmitglieder sich nicht wirklich verändert (es geht immer noch darum, die strategische Richtung des Vereins zu entscheiden), die rechtliche Haftung aber stark verringert sein wird, und dabei der Druck hoffentlich auch. Meine Hoffnung ist, dass sich auch deswegen mehr Vereinsmitglieder für ein Engagement im Präsidium interessieren und die Chance nutzen werden, unseren Verein vorwärts zu bringen. Das Präsidium besteht aus dem Vorsitzenden, zwei stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister sowie bis zu sechs Beisitzern. Die neue Satzung sieht auch vor, dass zwei Kassenprüfer sowie zwei stellvertretende Kassenprüfer gewählt werden. Eine Menge Rollen, in denen man sich für den Verein engagieren kann.
Für die, die überlegen, zu kandidieren, aber nicht sicher sind, was das genau bedeutet, welche Arbeit dahinter steckt und wie die Erwartungen sind, haben wir die häufigsten Fragen und Antworten darauf aufgelistet, die Liste kann nach euren Wünschen ergänzt werden.

Über diese verschiedenen Aspekte zur Wahl werden wir in den nächsten Wochen sprechen und schreiben. In dieser Blog-Serie wird Pavel erklären, was er von der neuen Strukturierung erwartet, Sebastian Moleski über die Rolle des neuen Präsidium schreiben und Michail die Stichpunkte der Änderungen von Geschäftsordnungen vorlegen und zur Diskussion bringen. Zusammen werden wir versuchen, alle Fragen zu beantworten, sowohl hier als auch im Online-Forum – und wir alle hoffen auf viele interessante Kandidaten für das neue Präsidium.

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Von der Mitgliederversammlung 2011

Die rund 50 Besucher der Mitgliederversammlung 2011 am 19. März in Berlin fanden sich in ungewöhnlichem Ambiente wieder. Ein leergeräumter Gemeindesaal – rechts die Orgel, links ein Kruzifix mit aufgeschlagener Bibel, vorn die Kanzel als Rednerpult. Am Einlass, von Cornelius betreut, lag eine kirchliche Broschüre: “Wenn alle Hoffnungen zerbrechen”. Es wurde nicht das Motto der Versammlung, im Gegenteil.

Sebastian Moleski und Alice Wiegand sind in ihren Ämtern als Erste und Zweite Vorsitzende wiedergewählt. Olaf Kosinsky ist neuer Schatzmeister, Attila Albert neuer Schriftführer. Auch alle sechs Beisitzer-Kandidaten (ein weiterer hatte am Vorabend per Fax aus persönlichen Gründen abgesagt) sind gewählt.

Wichtige Anträge waren erfolgreich: Die Satzungsreform, die Verantwortlichkeit und Haftung zusammenführt (S1 mit Ergänzung A 1), die kollaborative Erstellung des Wirtschaftsplans (A2) und 200 000 Euro für Community-Projekte (A3). Alle anderen Anträge scheiterten (S2, S3, S4) oder wurden zurückgezogen (A4).

In seinem Rechenschaftsbericht hatte Sebastian eindrucksvolle Grafiken präsentiert: Steiler Anstieg bei den Spenden und Mitgliederzahlen (aktuell 700, weitere 300 Anträge liegen vor). Steiler Abstieg bei der Gewinnung neuer Autoren und deren Verweildauer. Gewünscht kurzer Vortrag, für manche wiederum zu kurz. Einige Mitglieder vermissten den Finanzbericht, ein Blick auf die Vereinswebseite brachte die gewünschten Vermögenszahlen zutage.

Pavel gab eine Übersicht über die Vielzahl der Projekte, jeweils mit Fazit und dem, was wir daraus gelernt haben: “Scheitern ist erlaubt.” Im Ausblick: Ausbau der Geschäftsstelle auf 20 Mitarbeiter (Voll- und Teilzeit) sowie eine Neupositionierung der Zedler-Medaille.

Es gab Klagen, die Akustik wäre “sehr schlecht” – tatsächlich war sie, wie in einer Kirche, so gut, dass selbst leises Flüstern im ganzen Raum zu hören war. Das verschärfte sich, als die Zählkommission unter Debora Weber-Wulffs Leitung auf der Empore, wo sonst der Chor sitzt, ihre Arbeit aufnahm. Vorteil dieser Lösung allerdings: Bei Abstimmungen brauchten die Kommissionsmitglieder nur kurz an die Balustrade zu treten und den Arm zu heben.

Strittig war, ob der komplette Vorstand entlastet (vom Verein für die Arbeit des vergangenen Jahres von Schadenersatzansprüchen freigestellt) werden konnte. Einige ausgeschiedene Mitglieder hatten es versäumt, ihren Rechenschaftsbericht abzugeben. Nach längerer Diskussion die Einigung: Vorstand insgesamt entlastet.

Neuneinhalb Stunden hat diese Mitgliederversammlung gedauert, unterbrochen vom Mittagessen (Käse-Hackfleisch-Suppe und vegetarisches Ratatouille, Brot, frisches Obst) sowie diversen kurzen Pausen.

Abschließender Dank an die Zählkommission unter bewährter Leitung von Debora, die Versammlungsleiter Martin Zeise und Thomas König, der sich darin ausgesprochen talentiert zeigte – und nicht zuletzt an alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle, darunter Henriette Fiebig, Cornelius Kibelka, Sebastian Sooth, Boris Marinov und Gerrit Holz.

P.S. Einige abwesende Mitglieder hatten beklagt, dass es keine Live-Tweets aus der Versammlung gab. Diese Möglichkeit war diskutiert, aber verworfen worden, um den Diskussionen einen “geschützten Rahmen” zu erhalten.

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Kandidaten für den Vorstand gesucht!

Die nächste Mitgliederversammlung steht vor der Tür und damit auch die Wahl für den Vorstand von Wikimedia Deutschland.

Wahl des Vorstands steht an

Wie im letzten Jahr werbe ich für viele Kandidaten, neue Kandidaten, überraschende Kandidaten. Einige aus dem derzeitigen Vorstand werden erneut kandidieren, andere nicht. Damit unterscheidet sich diese Vorstandswahl nicht von den vorherigen. Viele Gespräche mit Mitgliedern haben mir aber gezeigt, dass die Bereitschaft, sich im Vorstand für diesen Verein – unseren Verein – einzusetzen, in den letzten Jahren merklich gesunken ist. Genannt werden unterschiedliche Gründe: der Zeit- und Arbeitsaufwand, die Ungewissheit über das Ausmaß und die Folgen der übernommenen Verantwortung, die unbestimmte Erwartungshaltung der Mitglieder. Ich kann alles nachvollziehen. Und doch möchte ich noch einmal deutlich sagen: Es ist ein großes und ein gutes Gefühl, sich in diesem Gremium für den Verein einzusetzen und ich wünsche mir, dass sich viel mehr von euch dazu bereit erklären.

Lasst uns viele gute Kandidaten haben. Lasst uns eine Wahl haben, in der wir für jede Position mehr Kandidaten als Plätze haben. Verwirklichen können wir das nur mit euch. Seid mutig! Kandidiert!

Rolle des Vorstands

Mitarbeit im Vorstand ist eine Möglichkeit, die Entwicklung des Vereins aktiv und direkt mitzugestalten und ich möchte jeden aufrufen, über die Chancen dieses persönlichen Engagements für Wikimedia Deutschland nachzudenken.
In den letzten Jahren wurden mit der Entwicklung des Kompass 2020, mit den Vorbereitungen für eine Reform der Verantwortungsstruktur und mit der Implementierung einer regelmäßigen Bewertung des Geschäftsführers wichtige Grundlagen dafür geschaffen, dass der Vorstand seiner Rolle als Aufsichtsgremium gerecht werden kann. In einer immer noch rasant wachsenden Organisation, die trotz der langfristigen strategischen Planung des Kompass 2020 noch jeden Tag wieder neuen Herausforderungen gegenüber steht, neue Anforderungen erkennen und erfüllen möchte, Erwartungen von Mitgliedern, Community und Kooperationspartnern aufgreifen und in die Planung integrieren möchte, wird es immer wichtiger, mit einem kompetenten Aufsichtsgremium diese Entwicklung zu unterstützen und zu stärken. Die strategischen Überlegungen fortzusetzen und auch fort zu schreiben und die Umsetzung durch die Initiativen der Geschäftsführung an ihnen zu messen. Und das, ohne den Blick auf das eigentliche Ziel unserer Arbeit zu verlieren: Freies Wissen und Freie Inhalte für jeden Menschen verfügbar zu machen.

Um dies zu erreichen, brauchen wir Menschen, die sich dafür einsetzen und sich einbringen, die bereit sind, den Verein auf seinem Weg aktiv begleiten und seine Entwicklung verantwortungsbewusst mitzugestalten.

Weitere Informationen

Am Samstag, dem 19. März 2011, findet in Berlin die Mitgliederversammlung mit den Wahlen statt. Die offizielle Einladung wird bald verschickt. Kandidaturen für ein Vorstandsamt können bis zum 18. Februar 2011 eingereicht werden. Im Mitglieder-Forum gibt es bereits eine zentrale Informationsseite. Auf ihr werden alle Informationen gesammelt, auch die Anträge und Kandidaturen werden dort veröffentlicht und können vorab diskutiert werden.

Interesse an einer Kandidatur für den Vorstand? Mehr Informationen gibt es in meiner Mail von Freitag.

Was auch wichtig ist: Wir brauchen auch Kassenprüfer, eine Zählkommission und ein Versammlungspräsidium.

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Wissenswertes von einer Mitgliederversammlung

Am Sonntag hatte Jürgen ja schon die wichtigsten Informationen zur Vorstandswahl auf der Mitgliederversammlung auf diesem Blog und Marcus am Montag im Wikipedia Kurier verkündet. Dies möchte ich heute ein wenig vertiefen und insbesondere auf die beschlossenen Satzungsänderungen und Anträge eingehen.

Zu Beginn aber ein wenig Statistik (Dank an Henriette für die Zusammenstellung): Anwesend auf der Mitgliederversammlung waren insgesamt 60 Mitglieder, davon waren 52 mehr oder minder aktive Wikipedianer. Briefwahlunterlagen haben 46 Mitglieder angefordert, wovon 35 form- und fristgerecht zurückgesandt wurden und damit in die Auszählung einbezogen werden konnten. Zu den Workshops am Sonntag waren rund 40 Mitglieder anwesend. Angesicht der sehr geringen Zahlen von Mitgliedern die sich vorab in die Listen eingetragen haben, ist das sehr erfreulich und ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, die sicherlich in Bälde veröffentlicht werden.

Nun aber zu den Beschlüssen der Mitgliederversammlung. Zuerst wurde die Wahlordnung durch die Mitgliederversammlung beschlossen. Bis auf einige Änderungen und Ergänzungen, z. B. dass Mitarbeiter des Vereins nicht Mitglied der Zählkommission sein dürfen, wurde der Entwurf unverändert übernommen und die beschlossene Wahlordnung bereits auf dieser Mitgliederversammlung angewendet.

Alle drei Satzungsänderungsanträge wurden vom Vorstand eingebracht, von denen zwei die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit fanden. Angenommen wurden die Anträge zur Stärkung der finanziellen Handlungsmöglichkeiten, sprich die Änderung des durch die Mitgliederversammlung zu genehmigenden Kreditrahmens, und der Antrag zur Beschlussfassung innerhalb des Vorstandes. Nicht angenommen wurde der Antrag zur Änderung der Nachrückregelung innerhalb des Vorstandes.

Welche Auswirkungen haben die beiden beschlossenen Satzungsänderungen für die Arbeit des Vereins? Um ein klein wenig mit Radio Jerewan zu antworten: Im Prinzip keine.

Die Änderung der durch die Mitgliederversammlung genehmigungspflichtigen Darlehen ist nur eine Anpassung an die Realitäten und wird hoffentlich niemals in Anspruch genommen. Im Gegensatz zum Antrag im letzten Jahr, der eine ebenfalls fixe, wenn auch stark erhöhte Grenze vorsah, ist die Grenze nun abhängig von den Einnahmen des Vereins und damit zukunftsfähig. Die Höhe von Darlehen die nun ohne Genehmigung der Mitgliederversammlung aufgenommen werden dürfen, passt sich nun automatisch der jeweiligen finanziellen Lage des Vereins an, nach oben aber eben auch nach unten. Im Extremfall könnte die Grenze sogar unter die alte Grenze von 2.000 Euro fallen. Die Satzungsänderung ist natürlich kein Freibrief für irgendwelche finanziellen Abenteuer auf Kreditbasis, sondern soll natürlich nur dazu dienen kurzfristige finanzielle Engpässe oder andere Ausnahmesituationen zu überbrücken. Um dies zu unterstreichen wird die Geschäftsordnung des Vorstandes ergänzt, um genau zu regeln in welchen Fällen und wie die neue Regelung in der Satzung genutzt werden darf.

Die zweite Satzungsänderung betrifft die interne Beschlussfassung und Arbeit des Vorstandes hat also wenig bis keine Auswirkungen nach außen, war aber aus Gründen der rechtlichen Sicherheit notwendig geworden. Eine kurze Zusammenfassung: Der neue §10a der Satzung enthält die Regelungen des nun gestrichenen §10 Abs. 4 über die Beschlüsse des Vorstandes in einer etwas besser lesbaren Form. Hinzu kommen die Regelungen, dass Abstimmungen in Form von Umlaufbeschlüssen im Vorstandswiki und bei Telefonkonferenzen durchgeführt werden könne, plus einiger technischer Vorschriften. Es gab ein wenig Kritik, dass die vorgeschlagenen und beschlossenen Regelungen etwas zu kleinteilig geworden sind. Wir haben hier einen Vorschlag des den Verein beratenden Juristen übernommen, um Rechtssicherheit herzustellen. Eventuell ist auch möglich die Regelungen in den nächsten Jahren zu straffen und zu verallgemeinern.

Für die weitere Entwicklung des Vereins wesentlich wichtiger, als die eher technischen Satzungsänderungen, sind aber die weiteren Anträge, die von der Mitgliederversammlung angenommen wurden.

Neben der Wahlordnung wurden vier Anträge angenommen: die Geschäftsordnung des Vorstandes, die strategische Planung des Vereins (Kompass 2020), die Neubildung einer AG Verantwortungsstruktur und die Regelungen dass Vorstandsmitglieder nicht Angestellte des Vereins sein können.

Da dieser Beitrag nun doch schon wesentlich länger geworden ist als ursprünglich geplant und die Zeit auch etwas fortgeschritten, werde ich morgen meine kleine Betrachtung der Ergebnisse der Mitgliederversammlung fortsetzen und die oben genannten Beschlüsse erläutern und analysieren.

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Zwei Verlängerungen, kein Elfmeterschießen!

Nach zweimaliger Verlängerung der Sitzungsdauer war es geschafft: Wikimedia Deutschland e.V. hat einen neuen Vorstand.

Wenig Veränderungen gibt es im BGB-Vorstand, hier wurden Sebastian Moleski als 1. Vorsitzender, Alice Wiegand als 2. Vorsitzende und Jürgen Lüdeke als Schriftführer bestätigt. Neu hinzugekommen ist Jens Leschmann als Schatzmeister.

Bei den Beisitzern wurden Maria Schiewe, Michail Jungierek und Harald Krichel für eine weitere Amtszeit gewählt, neu in der Runde sind Delphine Ménard und Ulli Purwin.

Auf der knapp 11-stündigen Sitzung wurden außerdem zwei Satzungsänderungen beschlossen, neue Kassenprüfer gewählt und es wurde über insgesamt 13 sonstige Anträge entschieden.

Ein herzliches Dankeschön an die beiden Versammlungsleiter, Arne und Raimond, die 5 fleißigen Mitglieder der Zählkommission, die beiden Protokollanten und an alle Mitglieder, die auch nach 10 Stunden Sitzung nicht zu müde waren, um ihren Stimmenblock in die Höhe zu halten.

Nachtrag, zugleich Notiz an mich: “Du sollst am frühen Morgen nach einer langen und anstregenden Mitgliederversammlung keine Blogbeiträge schreiben!”. Warum? Weil man beim Danksagen bestimmt einen – oder wie in diesem Fall gleich mehrere – vergisst. Daher auch dieser Nachtrag: Ich möchte den Mitarbeitern von WMDE ganz herzlich für die gelungene Organisation der Versammlung danken und bitte gleichzeitig um Vergebung, daß ich Euch vergessen habe.

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