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Kompass 2020 – Nicht in Stein gemeißelt.

Im Mai 2009 begannen die Arbeiten an dem ersten strategischen Plan für die Zukunft des Vereins Wikimedia Deutschland e.V. Der Vorstand hat mit dem Kompass 2020 einen Weg entwickelt, den der Verein mit all seinen Mitgliedern und Organen für die Zukunft im Auge behalten sollte. Es wurde eine Vision definiert und darauf zielend strategische Zielvorstellungen für die folgenden Jahre entwickelt. Im Jahr 2010 wurden diese Ziele durch strategische Planungen für die Infrastruktur des Vereins erweitert.

Kompass 2020 Strategische Planungsschritte
Kompass 2020 Strategische Planungsschritte

Die Ziele wurden in insgesamt fünf inhaltlichen Kernressorts definiert, die seitdem die Struktur und Arbeitsgrundlage für die Arbeit im Vorstand und in der Geschäftsstelle vorgeben. So werden operative Maßnahmen heute den Ressorts Freiwilligenförderung, Lobbying, Public Relations, Qualität sowie Usability und Technik zugeordnet, für die jeweils in der Geschäftsstelle wie im Vorstand Ansprechpartner und Ressortverantwortliche arbeiten. Vor allem aus der Geschäftstelle kam in den letzten Jahren vermehrt die Aussage, dass die Festlegung von strategischen Zielen die Arbeit im operativen Geschäft sehr erleichtert, indem eine feste Richtung vorgegeben wird, ein Mitarbeiter sprach gar von dem “am meisten unterschätzten Papier des Vereins.”

Sind die Ziele noch zeitgemäß?
Seit 2009 hat sich im Verein viel verändert. Die Mitgliederzahlen sind um ein Vielfaches gewachsen, ebenso die verfügbaren Mittel und die Anzahl der Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Auch in den sehr schnelllebigen Wikimedia-Projekten, die vom Verein gefördert werden, haben sich viele Veränderungen ergeben. Intern macht sich das bemerkbar durch die Veränderung der Ansprüche an Qualität und Quantität oder durch den zunehmend erkennbaren Schwund an neuen Autoren, extern in der technischen Ausstattung und der Organisation der Wikimedia Foundation als Betreiber der Projekte. Last but not least haben viele vereinseigene Projekte wie das Schulprojekt oder das Projekt Wissenswert die Arbeit und den Fokus verändert.

Unverändert blieben bislang jedoch die formulierten strategischen Kernziele des Kompass 2020, die wir im Jahr 2011 gemeinsam mit den ehemaligen und aktuellen Vorstandsmitgliedern, der Geschäftsstelle und natürlich vor allem mit den Mitgliedern und Communities der Wikimedia-Projekte überprüfen und – wo notwendig – anpassen wollen. In den kommenden Wochen sind alle Interessenten aufgerufen, sich die Visionen und Ziele im Wikimedia-Forum kritisch anzusehen und diese zu kommentieren. Die Diskussion wird zudem parallel in der Geschäftsstelle mit den Mitarbeitern und im Vorstand mit Hinzuziehen der Meinungen der damals beteiligten Vorstandsmitgliedern geführt – schlussendlich sollen alle Ergebnisse zusammengeführt werden und eine Anpassung der Ziele ermöglichen, die den aktuellen Bedürfnissen für unseren Verein Wikimedia Deutschland e.V. entspricht.

Wir möchten euch daher alle aufrufen, an dieser Diskussion teilzunehmen. Sie findet im Forum statt, jeder kann sich nach einer einfachen Anmeldung beteiligen. Wer seine Ideen per Mail einreichen möchte, kann dazu die Adresse kompass2020@wikimedia.de nutzen. Wir freuen uns über eure Kommentare – schüttet uns damit zu, seid mutig und kreativ.

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Die Posaunen von Lage oder die Klausur im Teutoburger Wald

Am 12. und 13. Juni 2010 fand die erste Vorstandsklausur des 7. Vorstandes in Lage-Hörste im Gästehaus der Gewerkschaft ver.di statt. Weit ab vom Schuss, in idyllischer Waldrandlage und somit ideal für eine echte Klausur. Offizielle Bezeichnung dieses Seminar-Zentrums: Institut für Bildung, Medien und Kunst. Gleich über dem Eingangsbereich prangte der Leitspruch „Arm trotz Arbeit? Kein Lohn unter € 7,50!“ – hier sind wir richtig, dachte ich mir spontan.

Neben uns, als Vorstand von WMDE, befand sich auch noch eine größere Gesellschaft von Musikern – Posaunisten, Trompeter usw. im Hause. Die Damen und Herren von der „Musikabteilung“ sorgten denn auch für reichlich Abwechslung. So wurden einige von uns z.B. am Samstagmorgen ab 7.45 Uhr sanft aus dem Schlaf getrötet.

Thema des Samstags war die Weiterentwicklung des Kompass 2020, ausgerichtet auf die strategischen Ziele der sieben Infrastrukturressorts. Der Tag war geprägt durch die Moderation von Anna Royon-Weigelt, die den Vorstand bereits bei der ersten Klausur 2009 unterstützte. Sie sorgte zunächst dafür, dass sich der neue (und alte) Vorstand zu einem regelgerechten Teambuilding zusammenfand – und sich im Teamworking die abzuarbeitenden Themen vornahm. Exemplarisch wurde am Beispiel des Infrastrukturressorts „Vereinskommunikation“ die Entwicklung strategischer Ziele durchgespielt. Zunächst wurde analysiert, auf welche – überraschendeweise alle – Kernressorts dieses Infrastrukturressort Einfluss nimmt. Anschließend wurden in drei Arbeitsgruppen die Gesichtspunkte Ist-Zustand, Risiko-Analyse und Wunsch-Zustand durchgearbeitet – und ja, hier sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass in den vergangenen Monaten bereits eine Reihe neuer Vereinskommunikations-Inhalte in Angriff genommen wurden (z.B. bei den regelmäßigen Berichten der Geschäftsstelle und des Vorstands), aber dennoch eine Menge zu tun bleibt – insbesondere was die interaktiven Kommunikationskanäle und die Selbstdarstellung des Vereins “nach innen” betrifft.

Eines der zu erreichenden Ziele für das Ressort Vereinskommunikation lautet für uns demnach auch: Der Verein kommuniziert professionell, effektiv und effizient.

Ein anspruchsvolles Ziel, das die Durchleuchtung und Verbesserung aller Kommunikationskanäle zur Folge hat – und sicherlich einen gewissen Zeitrahmen beanspruchen wird. Ebenso anspruchsvoll wird eine Lösungsfindung für das Ressort Qualität sein, welches leider durch die Vorstandsmitglieder nicht besetzt werden konnte. Wir werden in Kürze weitere Informationen darüber bereitstellen, wie wir das Problem lösen wollen.

Noch zu ergänzen wäre eine Beschreibung dessen, wie man Teambuilding testen und fördern kann: Das „Pipeline-Spiel“ war eine wichtige Erfahrung für uns alle. Uns wurde die Aufgabe gestellt, eine Kugel über durch unsere Hände „in Reihe geschalteter“ Halbröhren so geschickt zu balancieren, dass sie am Ende im Zieltopf landete, ohne vorher den Boden berührt zu haben – die zu überbrückende Distanz betrug etwa 60 m. Fehlversuche wurden mit Belohnungsabzug geahndet: Jedes Fallenlassen kostete Gummibärchen. Selbstredend, dass es einiger Versuche bedurfte, bis wir durch Optimierung der gemeinschaftlichen Vorgehensweise das Ziel erreichten! Anna war schon mehr als nur eine bloße Moderatorin …

Am Sonntag lag der Schwerpunkt auf Themen, die eng mit der Geschäftsstelle verknüpft sind. Zunächst wurde die Beurteilung des Geschäftsführers durch den Vorstand diskutiert, für die durch die vorstandsinterne AG Geschäftsführung Kriterien und Verfahren entwickelt wurden. In der Folge sind wir auch übereingekommen, dass sich auch der Vorstand künftig gegenseitig bewerten wird, um so einen zusätzlichen Ansporn für den ehrenamtlichen Einsatz zu schaffen.

Anschließend folgte der Soll-Ist-Vergleich unseres Geschäftsführers, Pavel Richter, zum Kompass 2020. Eine – wirklich – harte Nuss! Nach dem Bericht mussten wir mit einiger Ernüchterung feststellen, dass zwischen dem Wunsch nach dem Optimum und der Realität immer noch eine Lücke klafft, die sich nicht so einfach schließen lassen wird.

Es gibt leider eine Reihe von geplanten Maßnahmen, die mit den vorhandenen personellen Ressourcen nicht umgesetzt werden können. Die konkrete Konzeption, Umsetzung und Begleitung spezieller Projekte aus unterschiedlichen Bereichen erfordert mehr Zeit und Kapazitäten, als vorhanden sind. Ob und wie wir diese Lücken künftig schließen können, ist natürlich in erster Linie eine Frage der finanziellen Möglichkeiten der Zukunft.

Um 14.30 Uhr hatten wir dann, etwas früher als geplant – aber sichtlich zufrieden mit dem Ablauf der ersten Klausur – alle Punkte der Agenda abgehandelt und machten uns schließlich an die Abreise.

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Ein Kompass für das Jahr 2010

Der Vorstand von Wikimedia Deutschland trifft sich zwei bis drei Mal im Jahr zu einer zweitägigen Klausursitzung. Aufgrund der Geschäftsführersuche fanden dieses Jahr drei Klausuren statt, die letzte im November 2009 in Berlin. Auf der Agenda: der Kompass 2020, dabei insbesondere die Planung für das Jahr 2010. Dazu gehörte auch der Haushaltsplan, mit dem der Vorstand die Verwendung der Vereinsmittel bestimmt. Weiteres wichtiges Thema war auch die Relevanzdebatte in der Wikipedia und wie der Verein sich daran beteiligt.

Zunächst jedoch eine bedauerliche Mitteilung: Jenny Grabe hat während der Klausur dem Vorstand gegenüber ihren Rücktritt bekannt gegeben. Änderungen in ihrem privaten und beruflichen Umfeld haben dazu geführt, dass sie sich nicht mehr in dem Maße an der Vorstandsarbeit beteiligen kann, wie sie es sich selbst gewünscht und vorgestellt hatte. Wir bedauern diesen Schritt außerordentlich und danken ihr für ihr großes Engagement und ihre Mitarbeit. Wenn ein Beisitzer ausscheidet, wird die Position laut Satzung nicht neu besetzt, daher bleibt sie bis zur nächsten Vorstandswahl unbesetzt.

Kompass 2020

Kurze Zusammenfassung bisher: Seit unserer Klausur im Mai 2009 arbeiten wir an der Entwicklung einer strategischen Planung für den Verein. Zweck des Ganzen ist es, als Verein über die nächsten Tage und Wochen hinaus auch mittel- und langfristig agieren zu können. Dazu bedarf es einer klaren Zielvorstellung, wo der Verein hin möchte, die wir als Vision formuliert haben. Die zwölf langfristigen Thesen dieser Vision wurden dann auf die fünf Kernressorts im Vorstand (Freiwilligenförderung, Lobbying, Public Relations, Qualität und Usability & Technik) verteilt. Die Aufgabe: aus den Thesen Zwischenziele zu entwickeln, die dazu geeignet sind, die gemeinsame Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Das Ergebnis dieser Arbeit wurde im Meta-Wiki als Strategische Ziele veröffentlicht.

Nächster Schritt war nun, für diese strategischen Zielen konkrete Maßnahmen zu erarbeiten: Welche Veranstaltungen sind geeignet, damit Wikimedia-Inhalte hochwertig, fundiert und unübertroffen werden können? Welche Programme kann der Verein aufsetzen, damit die Community Rückhalt und Unterstützung findet, nutzt und schätzt? Welche Partner brauchen wir, damit freie Inhalte überall zu finden sind und es leicht leicht ist, sie zu nutzen? Diese und ähnliche weitere Fragen waren zu beantworten. Damit gerade bei dieser wichtigen Aufgabe die Wünsche und Ideen aller an der Vereinsarbeit Interessierten einfließen können, wurde für jedes Ressort ein Planungsteam gebildet. Unter der Leitung eines Vereinsmitarbeiters wurden Vorschläge gesammelt, Brainstorming betrieben und Ideen für Projekte und Aktionen ausgearbeitet. Die Summe dieser Ideen wurde dann während der Klausur von unserem Geschäftsführer Pavel Richter dem Vorstand zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

An dieser Stelle möchte ich mich, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, bei Allen für die umfangreiche Beteiligung an den Planungsteams bedanken. Die Ergebnisse waren überwältigend und zeigen, mit welch Leidenschaft und Liebe sich so viele für unser gemeinsames Projekt engagieren. Sie bilden das Fundament unserer Pläne für 2010 und tragen damit essenziell zur weiteren Entwicklung des Vereins bei. Aufgrund dieses Erfolgs haben wir uns dazu entschlossen, die Planungsteams auch über diese aktuelle Aufgabe hinaus bestehen zu lassen, auszubauen und zu fördern. Wir wollen damit allen die Gelegenheit geben, sich aktiv an der Steuerung der Vereinsaktivitäten zu beteiligen. Wie das konzeptionell und institutionell funktionieren kann, wird sicher ein Thema weiterer Gespräche im Vorstand und auf der Mitgliederversammlung 2010 sein.

Die Ergebnisse der Planungsteams wurden von Pavel Richter aufgearbeitet und flossen direkt in konkrete Zielvorgaben für das nächste Jahr ein. Die Vorschläge wurden am ersten Tag der Klausur intensiv beraten und besprochen. Am Morgen des zweiten Tages fanden Sie mit wenigen Änderungen die einstimmige Zustimmung des Vorstands.

Ausblick auf die geplanten Maßnahmen für 2010

Highlights für das Jahr 2010 sind:

  • Die Initiativen zur Förderung von Medienkompetenz an Schulen (Schulprojekt) und zur Anwerbung älterer Generationen zur Mitarbeit in den Wikimedia-Projekten werden intensiviert fortgesetzt.
  • Die Wikipedia Academy wird im „Jahr der Energie“ erneut mit dem Ziel stattfinden, den Kontakt zwischen Wikipedia und Wissenschaft zu stärken.
  • Wir werden uns verstärkt für die Barrierefreiheit und Nutzbarkeit der Wikimedia-Projekte einsetzen. Darüberhinaus soll die Auswertung und Nutzung von Meta-Daten verbessert und damit neue Nutzungen ermöglicht werden. Es wird weitere Investitionen in unsere technische Infrastruktur in Amsterdam geben, womit insbesondere die technische Weiterentwicklung der Wikimedia-Projekte unterstützt wird.
  • Im Ressort Qualität möchten wir Messverfahren für die Güte von Artikel entwickeln, neue Möglichkeiten zur Einbindung von Wissenschaftlern untersuchen und Redaktionen sowie einzelne Autoren mit Programmen wie das Literaturstipendium aber auch Weiterbildungen und direkte finanzielle Unterstützung fördern.
  • Die Öffentlichkeitsarbeit wird durch Workshops für Journalisten, vermehrte Kooperationen mit den „traditionellen Medien“ sowie den Vorbereitungen für „10 Jahre Wikipedia“ gestärkt.
  • Wir werden das Mentorenprogramm und das Support-Team aber auch Community-Veranstaltungen wie Skillshare aktiv unterstützen.
  • Der Kontakt zu Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene wird verstärkt. Ebenfalls werden wir Veranstaltungen organisieren, um über die Vorzüge und Besonderheiten freier Inhalte zu informieren und aktiv für deren Unterstützung zu werben.
  • Auch im Jahr 2010 werden wir wieder die Wikimedia Conference ausrichten. Das Treffen bestehend aus Chapter-Vertretern aus der ganzen Welt, dem Kuratorium der Wikimedia Foundation und über 100 Software-Entwicklern war 2009 ein großer Erfolg.

Hinter jedem dieser Punkte verbergen sich eine Vielzahl von Ideen und Aktivitäten, auf die ich hier schon aus Platzgründen nicht im Einzelnen eingehen kann. Es wird daher in den nächsten Wochen und Monaten weitere Informationen dazu geben, die dann auch mehr ins Detail gehen und Gelegenheiten zur Beteiligung geben.

Haushaltsplan 2010

Zweiter wichtiger Punkt auf der Tagesordnung der Klausur war der Haushaltsplan. Traditionell wird der Haushaltsplan von der Geschäftsführung entwickelt und dem Vorstand zur Beratung und Beschlussfassung vorgestellt. Der Plan führt sämtliche Einnahmen und Ausgaben des Vereins für das nächste Jahr auf und bestimmt damit insbesondere, welche Projekte mit welchen Mitteln unterstützt werden. Die Einzelheiten des Haushaltsplans 2010 werden in einem separaten Blogeintrag vorgestellt.

Relevanzdebatte

Die laufende Diskussion ging nicht am Vorstand vorbei und wurde während der Klausur diskutiert. In einem Blogbeitrag gaben wir unsere Position dazu bekannt. Die angekündigte FAQ ist in den letzten Bearbeitungszügen und wird kurzfristig veröffentlicht. Ein Thema, das wir ebenfalls aufgegriffen haben, ist die technische Umsetzung eines Vereins-Forums, das Diskussionen vereinfacht und gleichzeitig Möglichkeiten der Mailingliste nutzt. Untersuchungen mit unterschiedlichen Systemen und Anbietern werden zurzeit durchgeführt, sind aber zeitaufwändig und haben bislang leider noch kein überzeugendes Ergebnis gebracht. Wir halten euch weiter auf dem Laufenden.

Termin der Mitgliederversammlung

Schließlich gab es noch einen organisatorischen Punkt auf der Agenda: der Termin der Mitgliederversammlung 2010. Die Festlegung zu diesem Zeitpunkt passte sehr gut in das Thema Jahresplanung, konnten wir so direkt auf mögliche Terminkonflikte eingehen. Unter Berücksichtigung aller geplanten Vereinsveranstaltungen, der offenen Aufgaben beim Kompass 2020 sowie der Feiertage im nächsten Jahr haben wir uns auf das Wochenende des 8./9. Mai 2010 als Termin geeinigt. Genaueres zu Ort und Termin und weitere Informationen zu Anträgen, Kandidaturen und Wahlen werden frühzeitig bekanntgegeben.

Alles in allem war die dritte Vorstandsklausur ein großer Erfolg. Ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die einen Teil darin hatten, dass wir in der Kürze der Zeit eines solchen Treffens so viel geschafft haben. Mit diesen Ergebnissen freue ich mich ganz besonders auf ein spannendes und ereignisreiches Jahr 2010.

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Werbepause

Wir unterbrechen nun die laufende Berichterstattung in diesem Blog für eine kleine Werbeunterbrechung.

So oder so ähnlich kennen wir die Ankündigung von Werbung in unserem Leben und meist nimmt man die Fernbedienung zur Hand oder hört einfach weg. Aber keine Angst, wir fangen nicht wirklich an Werbung zu schalten.

Werbung nervt häufig, aber selbst die besten Ideen und Projekte brauchen ein wenig Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Denn von selbst werden Menschen und Organisationen kaum zur Überzeugung gelangen, dass Freies Wissens und Freie Inhalte sinnvoll und wertvoll sind.

Hinzu kommt, dass wir den Menschen, welche die Wikimedia-Projekte tagtäglich nutzen, erklären wollen, wer eigentlich hinter all den Inhalten steckt und wer diese in ehrenamtlicher Arbeit geschaffen hat. Und wie man an den aktuellen Diskussionen sieht, ist es dringend notwendig, viel mehr zu erklären und zu kommunizieren, was die Ziele der einzelnen Wikimedia-Projekte sind, wie die Prozesse im Hintergrund ablaufen, die zu den Inhalten (oder deren Löschung) führen und wie man die Inhalte mit einem kritischen Blick nutzt.

Dies und noch eine Menge mehr gehört zur Arbeit des Ressorts “Public Relations” und ist natürlich Bestandteil der Ziele dieses Ressort für den Kompass 2020. Diese seien im Folgenden kurz aufgeführt:

  • Freies Wissen wird in nichtwissenschaftlichen Publikationen und Massenmedien thematisiert
  • Wikipedia bleibt die beliebteste Enzyklopädie in Deutschland
  • Wikimedia-Projekte werden in ihrem Bereich vor allen anderen genutzt
  • Wikipedia, Wikibooks, Wikisource, Wikiversity, Wiktionary und Wikinews werden als Wikimedia-Projekte verstanden
  • Öffentlich-rechtliche Medien veröffentlichen Produktionen unter einer freien Lizenz
  • Autoren/Verlage veröffentlichen gedruckte Bücher für das Massenpublikum unter einer freien Lizenz
  • Publikationen des Vereins sind ein anerkanntes Informationsmedium über Wikimedia-relevante Themen
  • Initiativen und Leistungen aus der Community werden vom Verein in der Außendarstellung unterstützt
  • Hochwertige Lehrmaterialien unter freier Lizenz werden veröffentlicht und genutzt
  • Kollaboratives Arbeiten über das Internet wird in der Schule genutzt und gefördert

Eine ausführlichere Erläuterung dieser Ziele für die nächsten fünf Jahre findet sich wie bei den anderen Ressorts im Meta-Wiki. Kommentiert, kritisiert und diskutiert dort unsere Ideen und Vorschläge. Wenn ihr Interesse daran habt, dass wir diese Ziele bis 2014 auch erreichen, dann seid ihr herzlich eingeladen, im Planungsteam für dieses Ressort mitzuarbeiten.

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Freiwillige vor!

Die im Januar 2001 gegründete Online-Enzyklopädie Wikipedia dürfte das ehrgeizigste Freiwilligen-Projekt der Welt sein. Gut 300.000 angemeldete Autoren arbeiten freiwillig und unentgeltlich an diesem Projekt mit, gut 7.000 Autoren an der deutschsprachigen Ausgabe. Hinzu kommen die Freiwilligen in den Wikipedia-Schwesterprojekten und natürlich auch diejenigen, die sich freiwillig in der Vereinsarbeit engagieren. Dieses „Heer von Freiwilligen“, seien es Autoren, Mitarbeiter des Support-Teams oder Vereinsmitglieder, sind wichtige Menschen, um die wir uns intensiv bemühen müssen.

Im Rahmen des Ressorts Freiwilligenförderung haben wir uns daher überlegt, wie wir diese Menschen bei ihrem Engagement unterstützen können. Wie können wir mehr kontinuierlich mitarbeitende Autoren gewinnen? Wie können wir Fachautoren die Mitarbeit bei Wikipedia schmackhaft machen? Wie können wir bislang unterrepräsentierten Gesellschaftsgruppen einen Zugang zu den Wikimedia-Projekten verschaffen? Wie schaffen wir für ehrenamtliche Mitarbeiter ein gutes Arbeitsklima? Wie können wir den Verein Wikimedia Deutschland e. V. bekannter machen und die Vorteile einer Mitgliedschaft im Verein besser herausstellen? Was müssen wir tun, damit unsere freiwilligen Helfer gerne ihre Freizeit für Wikipedia, andere Wikimedia-Projekte, Vereinsarbeit oder Veranstaltungen des Vereins opfern?

Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten – wir haben es trotzdem versucht. Das Ergebnis sind die folgenden acht Ziele:

1. Mitarbeit in den Wikimedia-Projekten ist für Fachautoren attraktiv.
2. Die Autorenschaft spiegelt die Vielfältigkeit der Gesellschaft wider.
3. Autoren arbeiten kontinuierlich mit.
4. Engagement im Verein ist für aktive Mitglieder der Community besonders attraktiv.
5. Wikimedia-Support ist kompetent und wird geschätzt.
6. Der Verein hat eine breite Mitgliederbasis.
7. Freiwillige werden professionell und tatkräftig unterstützt.
8. Die Leistung Freiwilliger wird vom Verein gewürdigt.

Im Kompass 2020 findet ihr diese Ziele ausführlicher erklärt und habt die Gelegenheit, diese direkt zu kommentieren. Jetzt ist es an euch: Kommentiert unsere Ideen und Vorschläge. Wenn ihr Interesse daran habt, dass wir diese Ziele bis 2014 auch erreichen, dann meldet euch für das Planungsteam Freiwilligenförderung.

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Wikimedia: Jederzeit spielend leicht

»Es ist so dunkel, ich hör dich nicht.« Mein erstes Aufeinandertreffen mit Gehörlosen brachte mich zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken. Gegen welche Barrieren Blinde ankämpfen, damit hatte ich mich schon länger beschäftigt. Aber welche Schwierigkeiten Menschen mit Lernbehinderung oder mit motorischen Einschränkungen haben, wusste ich nicht. Das Gehörlose eine eigene Kultur haben, war mir unbekannt. Eines fasziniert mich dabei immer wieder: Wie das Internet von allen Menschen genutzt werden kann, um selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Um einzukaufen, zu plaudern, zu lernen. Selbstbestimmt tätig werden zu können, ist für Menschen mit Behinderungen wichtig.

Der unkomplizierte Zugang zu Informationen ist für uns alle essentiell und sorgt für eine schnelle Entwicklung unserer Gesellschaft. Wie schön, den exzellenten Artikel zum Kinderlied Drei Chinesen mit dem Kontrabass in Sekundenschnelle abrufen zu können, ohne erst eine Enzyklopädie in der Bibliothek ausleihen zu müssen. Noch erfreuter ist darüber meine blinde Freundin, die sich das Einscannen des Textes aus dem Buch sparen kann und keine sehende Hilfe benötigt. Enttäuscht ist dagegen mein gehörloser Bekannter, weil er kein Gebärdensprachvideo zu dem Artikel anschauen kann.

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Neuigkeiten zum strategischen Plan – eure Beteiligung ist gefragt!

Wie im Blogeintrag vom Montag versprochen, möchte ich euch gern ein kleines Update zum strategischen Planungsprozess des Vereins geben. Zugegebenermaßen klingt das Thema erst einmal trocken, auf dem zweiten Blick ist es aber alles andere als das: es geht um die Entscheidung über die langfristige Ausrichtung des Vereins und aller seiner Aktivitäten. Es geht also um die wichtigsten zwei Fragen überhaupt: was wollen wir erreichen und wie kommen wir dahin?

Kurze Wiederholung: im Mai hatte sich der Vorstand in Fürstenwalde getroffen, um eine Vision für den Verein zu entwickeln. Das Ergebnis unserer Beratungen haben wir im Blog vorgestellt. Seit heute gibt es unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Kompass_2020 ebenfalls eine Darstellung im Wiki. Dort wird auch der ganze Prozess vorgestellt, den wir uns zur Entwicklung unseres Plans vorgenommen haben.

Nächster Schritt war dann auf der Vorstandsklausur letztes Wochenende die Entwicklung der langfristigen Ziele. Aus einer sehr nebulösen, weit entfernten Vision sollten weniger nebulöse, mittelfristige Zielvorstellungen erarbeitet werden, um die Vision greifbarer und damit auch einfacher erreichbar zu machen. Dazu haben wir uns im Vorstand in Ressorts aufgeteilt. Das Ergebnis dieser sehr umfangreichen Arbeit wird in den nächsten Tagen hier und auf Meta vorgestellt. Für das Ressort Lobbying findet ihr unsere Vorschläge für die Ziele bereits jetzt schon unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Kompass_2020/Lobbying. Die weiteren Ressorts werden Ihre Vorschläge in den nächsten Tagen ebenfalls dort einstellen.

Jetzt seid ihr gefragt. An dieser Stelle habt ihr zwei verschiedene Wege, euch aktiv an der weiteren Gestaltung des strategischen Plans zu beteiligen:

1. Ihr könnt unsere Ziel-Vorschläge kommentieren, Verbesserungen vorschlagen und Ergänzungen vornehmen. Dazu müsst ihr nur auf den jeweiligen Meta-Seiten (also z.B. http://meta.wikimedia.org/wiki/Kompass_2020/Lobbying, weitere Seiten folgen bis Ende nächster Woche) eure Kommentare einstellen. Ihr könnt die Ziele auch auf der jeweiligen Diskussionsseite diskutieren, wenn es mehr als nur ein Kommentar sein soll. Oder ihr könnt euch nicht-öffentlich via E-Mail an die jeweilig angegebene E-Mail-Adresse oder allgemein an kompass2020@wikimedia.de wenden. Wie findet ihr diese Ziele? Sind sie geeignet, die Vision zu erfüllen und Freies Wissen effektiv zu fördern? Haben wir wesentliche Ziele übersehen, die wir unbedingt aufnehmen sollten? Sagt uns eure Meinung! Alle konstruktiven Beiträge werden in den Ressorts berücksichtigt.

2. Als Folge der strategischen Ziele werden als nächster Schritt kurzfristige operative Ziele und Maßnahmen entwickelt. Dieser hochtrabende Begriff bedeutet nichts anderes als: es wird festgelegt, was in den nächsten 12 bis 24 Monaten wie erreicht werden soll. Dieser Schritt wird maßgeblich in Planungsteams gestaltet, die aus Mitarbeitern des Vereins und Mitgliedern der Community bestehen sollen. Die Aufstellung dieser Planungsteams übernimmt demnächst Pavel, sobald die Ziele alle veröffentlicht wurden. Wenn ihr jetzt schon wisst, dass ihr euch gern an einem Planungsteam beteiligen wollt, könnt ihr auch gern eine Mail an kompass2020@wikimedia.de schicken.

Noch ein Tipp: Zweck dieser ganzen Übung ist erstmal, frei von Ressourcenzwängen und bekannten Einschränkungen Ziele zu setzen. Daher ist es nicht so wichtig sich zu diesem Zeitpunkt zu überlegen, woher das Geld, die Technik oder das Personal kommt, um ein Ziel zu erreichen. Der Reality-Check kommt schon früh genug. Jetzt ist erst mal gefragt, gemeinsam ein Bild von der Zukunft zu malen, mit dem wir uns als Förder Freien Wissens identifizieren können.

Ich freue mich persönlich auf alle Beiträge und eure aktive Mitarbeit an diesem Meilenstein der Vereinsentwicklung.

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