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2014 – Entwurf des Jahresplans und Neues zur Kommunikation

“Vernetzen und Ermöglichen” – unter dieser Überschrift steht der Entwurf des Jahresplans 2014 von Wikimedia Deutschland, den wir heute zur Diskussion stellen. Vorausgegangen sind intensive Wochen und Monate, in denen wir uns mit den Erfolgen und den Misserfolgen der letzten Zeit intensiv beschäftigt haben (mehr dazu in den vorliegenden Quartalsberichten).

Wir, das ist das Präsidium, das in diesem Jahr intensiv an der strategischen Weiterentwicklung gearbeitet hat (ein für die Planung wichtiger Zwischenschritt sind die Leitmotive), die hauptamtlichen Mitarbeiter, die konkrete Ziele formuliert haben – und viele Ehrenamtliche, die in Workshops in den letzten Wochen diskutiert, Ideen entwickelt, Vorschläge erarbeitet haben.

Das Ergebnis ist ein Entwurf, eine Diskussionsgrundlage: Was wollen wir bis Ende 2014 erreichen? Welche Schwerpunkte setzen wir uns? Welche Mittel setzen wir ein, um die Ziele zu erreichen? Woran können wir erkennen, ob wir und wo wir erfolgreich waren? Fragen, die wir gemeinsam in den kommenden Wochen diskutieren können. “Wir”, das sind tatsächlich wir alle: Vereinsmitglieder, Wikipedianer, Ehrenamtliche aus den Wikimedia-Schwestreprojekten, interessierte Mitarbeiter aus wissenschaftlichen oder kulturellen Institutionen, Lehrer, Journalisten, Politiker. Kurz: Alle, denen Freies Wissen am Herzen liegt, sind eingeladen, sich an dieser Debatte zu beteiligen.

Über den endgültigen Jahresplan 2014 wird die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland am 30. November 2013 entscheiden. Bis dahin kann online diskutiert werden sowie offline im Rahmen von lokalen Veranstaltungen an vielen Orten Deutschlands (mehr dazu in Kürze).

Ich freue mich auf eine lebendige Diskussion in den kommenden Tagen!

Viele Menschen haben an diesem Plan gearbeitet, aber einer hat ihn zusammengehalten und durch seine Entwicklung bis zur Veröffentlichung geführt (und natürlich viele gute Ideen mit eingebracht): Michael Jahn. Micha arbeitet seit dem 1. November 2010 bei Wikimedia Deutschland, zuletzt als Verantwortlicher für Kommunikationskultur. In dieser Zeit hat er eine enorme Entwicklung gemacht, und ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Kommunikation geworden.

Es ist mir daher eine besondere Freude, die Ernennung von Micha zum neuen Leiter der Stabsstelle Kommunikation bekannt zu geben. Micha überzeugte nicht nur mit seinem fachlichen Know-how und seiner klaren Vorstellung, was Kommunikation in einer Organisation und für eine Organisation wie Wikimedia Deutschland bedeutet. Er hat im Rahmen seiner Bewerbung auch viele gute Ideen und Konzepte entwickelt, wie die Stabsstelle Kommunikation in Zukunft aufgestellt sein sollte, damit die Ziele des Vereins kommunikativ begleitet und umgesetzt werden. Dabei hat mich Micha besonders damit überzeugt, dass er einen sehr ganzheitlichen Ansatz verfolgt: Kommunikation mit Communitys ist nicht zu trennen von der Außendarstellung des Vereins, Social-Media-Kanäle ebenso wichtig wie klassische Pressearbeit, die strategische Positionierung von Themen (etwa im politischen Diskurs) findet bei ihm ebenso Beachtung wie kleine, aber entscheidende Fragen im Stil und Ton unserer Kommunikation. Micha wird in der nächsten Zeit seine Vorstellung und Pläne darstellen – ich freue mich auf die Zusammenarbeit und ich bin sehr sicher, dass die Kommunikation von Wikimedia Deutschland bei Michael Jahn in sehr guten Händen ist.

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Verstärkung im Bereich Bildung und Wissen

Wir freuen uns sehr, Bettina Hesse und Valentin Münscher als neue Mitarbeitende bei Wikimedia Deutschland e.V. zu begrüßen. Sie werden zukünftig den Bereich Bildung und Wissen tatkräftig unterstützen.

Valentin Münscher, Bild: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0

Valentin wird als Projektmanager die Entwicklung neuer Bildungsformate ebenso begleiten wie den Ausbau lokaler (Beteiligungs-)Strukturen. Nach dem Studium der Geschichte, Soziologie und Amerikanistik konnte er auf diesen Feldern bereits zahlreiche Erfahrungen sammeln: Im Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung koordinierte er den Aufbau von Netzwerkstrukturen und die Durchführung von Beteiligungsangeboten. Als Programmmitarbeiter der Deutschen Kinder und Jugendstiftung lag sein Arbeitsfokus im Bereich kommunale Bildungslandschaften – u.a. auf internetgestützter kommunaler Jugendbeteiligung. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit dem bildungspolitischen Diskurs zu (demokratischer) Schulentwicklung und formeller und informeller Bildung.

Bettina Hesse, Bild: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0

Bettina unterstützt als Werkstudentin insbesondere die Durchführung der OER-Konferenz 2013. Die Kommunikationswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten politische und transkulturelle Kommunikation absolviert ab Oktober den Masterstudiengang „Medien und politische Kommunikation“ an der FU Berlin. Für ihre Arbeit im Bereich Bildung und Wissen bringt Bettina interessante Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Kontexten mit: vom Goethe-Institut Neapel bis zum AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. in Süditalien.

Nun freuen sich beide auf eine interessante Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Ehrenamtlichen. Wer mit Bettina oder Valentin direkt in Kontakt treten möchte, kann dies hier tun: valentin.muenscher@wikimedia.de und bettina.hesse@wikimedia.de.

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Monatsbericht Juni 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Verwaiste Werke

Am 27. Juni hat der Bundestag das Gesetz über Verwaiste und Vergriffene Werke beschlossen und zudem ein stark begrenztes Zweitveröffentlichungsrecht für bestimmte wissenschaftliche Publikationen aus öffentlich geförderter Forschung eingeführt. Damit endet vorerst ein Gesetzgebungsverfahren, das uns seit nunmehr vier Jahren begleitet hat und zu dem wir regelmäßig Stellungnahmen abgegeben haben. Sowohl Verwaiste Werke als auch zweitveröffentlichte Werke werden nicht für Projekte wie Wikipedia oder Wikisource genutzt werden können.

GLAM on Tour im Braunschweigischen Landesmuseum

Vom 21.-23. Juni machte das Projekt GLAM on Tour, das lokale Kulturkooperationen mit Wikipedia-Gruppen fördert, Station im Braunschweigischen Landesmuseum. 20 WikipedianerInnen, GLAM-Aktivisten und WMDE-Mitarbeiter erhielten drei Tage lang einen besonderen Einblick in die kommende Landesausstellung “Die Römer kommen!”, die sich thematisch um die archäologischen Funde des römischen Schlachtfelds bei Kalefeld dreht.  Im Kurier (Beitrag von Brunswyk) sowie im Blog gibt es ausführliche Informationen zur gesamten Veranstaltung. Die Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum beinhaltete für die WikipedianerInnen eine Exkursion mit wissenschaftlicher Führung zur archäologischen Grabungsstätte, Expertenvorträge zum geschichtlichen Kontext sowie Fotoexkursionen in Depot und Werkstätten des Museums. Vom Landesmuseum wurden auch die Räumlichkeiten und die Fachliteratur für den Editathon zur Verfügung gestellt. Die Artikel- und Fotoarbeit rund um das sogenannte Harzhornereignis ist inzwischen im Gange. Ein Vortrag zur Wikipedia von southpark und Stepro für die Museumsmitarbeiter, das Braunschweiger Publikum und Pressevertreter sowie ein Musketiertreffen für Wikipedia-Neulinge wurden interessiert und rege angenommen. Für die Wissenschaftler und Mitarbeiter des Museums war es besonders interessant, die Menschen hinter dem täglich von ihnen frequentierten Onlineformat kennen zu lernen.
Insgesamt wurde die Veranstaltung von allen Beteiligten als erfolgreich und konstruktiv empfunden, eine Übersicht zur Veranstaltungsauswertung durch die Teilnehmer ist hier zu finden. Die gute Zusammenarbeit zeigt sich auch darin, dass es vom BLM nun Überlegungen zur Einbindung freier Inhalte in ihre Arbeitsabläufe und einer stärkeren digitalen Öffnung gibt. Auch weitere gemeinsame Veranstaltungen zu kommenden Ausstellungen sind angedacht.

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Stelle frei im Team Communitys

 

Das Team, das sich innerhalb der Berliner Geschäftstelle speziell um die Unterstützung der Community-Strukturen bemüht, sucht weitere engagierte und erfahrene Leute für 20 bis 40 Stunden pro Woche. Wer ein gutes Verständnis der Dynamiken und Funktionsweisen von Community-Strukturen mitbringt, freundlich, strukturiert, umsetzungsorientiert und flexibel ist ist herzlich eingeladen, sich zu bewerben: siehe Stellenausschreibung.

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Gesucht: Leiter (w/m) der Stabsstelle Kommunikation von Wikimedia Deutschland

Liebe Freunde des Freien Wissens,

die Projekte und Programme von Wikimedia Deutschland sind enorm vielfältig – wir unterstützen Communitys, wirken im politischen Bereich, kooperieren mit Bildungseinrichtungen und Wissensinstitutionen, wir entwickeln Software und betreiben Fundraising . Eines ist all diesen Themen gemein: Sie werden unterstützt und zum Teil auch erst möglich durch umfangreiche Kommunikation. Vieles, was wir als Verein erreichen wollen, funktioniert eben nur, wenn wir im öffentlichen Raum, in Medien, in der Politik nicht nur wahrgenommen werden, sondern wenn wir dort unsere Themen auch gezielt platzieren und „im Gespräch“ halten können.

Daher kommt der Stabsstelle Kommunikation als einer internen Beratung und einem Kompetenzzentrum des Vereins eine enorme Bedeutung zu. Das derzeitige Team Kommunikation hat in den vergangen Jahren viel dafür getan, dass der Verein öffentlich gut wahrgenommen wird. Da sich die Pressesprecherin des Vereins, Catrin Schoneville, jedoch entschieden hat, in Zukunft ihre Arbeitszeit auf 32 Stunden zu reduzieren, suchen wir als Verstärkung zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Leiter (w/m) der Stabsstelle Kommunikation, in Vollzeit und mit Sitz hier in Berlin. Eine Aufgabenbeschreibung und das Anforderungsprofil  sowie ein Link auf das Bewerbungsformular finden sich in der Stellenanzeige.

Wenn Ihr Interesse an der Stelle habt, dann bewerbt Euch! Freuen würde es mich auch, wenn Ihr die Anzeige möglichst weiterverbreiten würdet.

 

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Wikimedia Deutschlands Projektsteckbriefe 2013 – Eine Einladung

Im November 2012 beschloss die Mitgliederversammlung unseres Vereins den Jahresplan 2013. Darin sind die Ziele formuliert, die uns das gesamte Jahr über bei unseren Maßnahmen zur Förderung Freien Wissens anleiten werden. Ich freue mich, dass wir heute Kurzfassungen der konkreten Projekte veröffentlichen, mit denen wir die Ziele des Jahresplans erreichen wollen. Die insgesamt 22 Steckbriefe zu den Projekten sind nun gesammelt im Meta-Wiki eingestellt. Kommentare sind herzlich willkommen!

Der Begriff Planung ist kein einfacher, denn er kann intuitiv als etwas Fertiges, als unveränderbare Tatsache verstanden werden. Es ist mir sehr wichtig, dass unsere Projektplanung genau das nicht sein soll. Wir präsentieren diese Projekte nicht, sondern teilen ihren Fahrplan mit Euch – so wie er jetzt, zu Jahresbeginn aussieht. Eure Reaktionen können und werden die Wege mitbestimmen, die einzelne Maßnahmen oder Projekte über das Jahr gehen werden.

Die Einladung zu Kommentaren ist also vielmehr eine Einladung zum Kennenlernen der Projekte und zum Austausch mit den Ansprechpartnern. Die Veröffentlichung der 22 Kurzbeschreibungen verstehe ich als ersten Schritt dahin, möglichst viele Interessierte an der Entwicklung der kommenden Monate aktiv teilhaben zu lassen.

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Monatsbericht Dezember 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlprüfsteine

Dezember 2012 ist das neue Januar 2013, denn bereits Mitte Dezember haben wir die Wahlprüfsteine für die Landtagswahl in Niedersachsen verschickt, Teil unseres Projekts zu Staatlichen Werken im Jahresplan 2013 des Vereins. Die 5 x 2 Fragen konzentrieren sich auf Fragen des Umganges mit staatlichen Werken, beispielsweise Open Government Data, Geodaten oder lizenzrechtlichen Fragen bei einem künftigen Informationsfreiheitsgesetz.

Bereits im Dezember gingen die ersten beiden Antworten von Parteien ein, eine dritte Partei entschuldigte sich mit fehlender inhaltlicher Kompetenz und dem Verweis, im Zweifel die Positionen der Piratenpartei zu vertreten. Die Veröffentlichung aller eingangenen Antworten ist vor der Wahl am 20. Januar geplant.

Landtag Schleswig-Holstein: Wir sind Druck

Wikimedia Deutschland wurde vom Innen- und Rechtsausschuss des Landtages Schleswig-Holstein gebeten, eine Stellungnahme zu einem Antrag über Verwertungsgesellschaften abzugeben. Unsere Antwort an den Landtag wurde vom Verein Digitale Gesellschaft e.V. mitgetragen.

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Freiwiligenförderung wird Team Communitys

Bild: gemeinfrei

Ein Bereich des Büros von Wikimedia Deutschland e.V. benennt sich um: von “Freiwilligenförderung” auf “Team Communitys”.

Warum Communitys, nicht Communities?

Das schreibt anscheinend der Duden so vor: Eingedeutschtes würde nicht mehr der Rechtschreibregel des Englischen folgen, meint er.

Warum Communitys, nicht Freiwilligenförderung?

Bei “Freiwilligenförderung” könnte die Aktiv-Passiv-Verteilung zu Missverständnissen führen: “Wir fördern Euch, Ihr werdet von uns gefördert…”. Das trifft einfach die Realität der Wikimedia-Projekte nicht, wo Freiwilligkeit die Standardeinstellung ist (nicht die extra zu benennende, bemerkenswerte Ausnahme) und wo die Beteiligten nicht vorrangig förderungsbedürftig, sondern vorrangig aktiv und kompetent sind. Immerhin sind das ja die Leute, die tausendfach hochwertige qualitative Inhalte geschaffen haben, und außerdem noch eine Organisationsstruktur, die ihresgleichen sucht (im Positiven; das Negative gibt es wohl auch anderswo…)

Jedenfalls möchten wir den Kontakt als einen der Zusammenarbeit sehen, nicht als ein asymmetrisches Fördern/Gefördert-Werden. Vermutlich war der Begriff “Freiwilligenförderung” ohnehin nie in diesem Sinne gemeint; da er aber derlei unangenehme Assoziationen wecken kann wählen wir lieber einen anderen.

Vorschläge für Die Optimale Bezeichnung werden noch entgegengenommen; einstweilen würden wir uns mit “Team Communitys” behelfen.

Warum Communitys, nicht Community?

Wäre wohl beides denkbar, wenn man alle Beteiligten an den Wikimedia-Projekten als eine gemeinsame, zusammengehörige Community sieht, die gleichzeitig intern vielfältig untergliedert ist: nach Projekten, nach Tätigkeitsarten, nach Funktion, nach Persönlichkeitstypus, nach Ansicht und Einstellung. Welche Rolle der Verein und die Angestellten in diesem gemeinsamen Ganzen spielen kann und soll ist für mich eine besonders spannende Frage. Da wir uns vorgenommen haben, uns speziell mit dieser Frage und ihren vielen Facetten nächsten Jahr besonders zu widmen, hoffen wir auf viele interessante Gespräche dazu!

Tut der Bereich jetzt etwas anderes?

Auf jeden Fall laufen die bisher bestehenden Funktionen wie Kostenerstattungen und Organisationshilfe bei Treffen weiter. Was sich darüber hinaus entwickelt, ist Gegenstand der schon oben erwähnten Frage, zu der wir auf einen regen Austausch hoffen. :-)

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Team komplett!

Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wenn im November die Spendenkampagne beginnt, dann ändert sich der Alltag im Team Fundraising schlagartig. Was bedeutet es, wenn plötzlich Banner die Seiten von Wikipedia zieren und unsere Spendenaufrufe von Millionen Menschen gelesen werden? Wenn, wie im letzten Jahr, 160.000 Spenden in einem kurzen Zeitraum von nur zwei Monaten eingehen? Ein kleiner Sturm bricht los: Die Telefone klingeln heiß, das Postfach füllt sich rasant. Noch während eine E-Mail beantwortet wird, folgen postwendend die nächsten zwei.

Zum Fundraising gehört eben nicht nur die Konzeption und Durchführung der eigentlichen Kampagne. Ganz wesentlich ist ebenso, da zu sein, wenn Spender dringende Fragen, Wünsche und Probleme haben. Von Anfragen zur Mitgliedschaft bis Zusendungen von Spendenquittungen, reicht der so wichtige Bereich des Spendenservice. Mehr als 100 E-Mails pro Tag wollen beantwortet werden, im gesamten Kampagnenzeitraum 2011 ging die stattliche Zahl von 5.000 E-Mails bei uns ein. Adressen müssen korrigiert, Fragen über die Verwendung der Gelder beantwortet und besorgte Spender beruhigt werden: “Nein, wir werden den Betrag nicht abbuchen, der aus Versehen eine Null zu viel enthällt.”

In der nun kurz bevorstehenden Herbstkampagne ist tatkräftige Unterstützung gefragt. Daher freuen wir uns, dass unser Team in den Kampagnenmodus schaltet und sich von drei auf fünf Mitarbeiter vergrößert: Johanna Havemann (Praktikantin) und Wladimir Raizberg (Werkstudent) werden in den nächsten Monaten vorrangig im Spendenservice und bei der Datenpflege mit anpacken. Manchmal wird es einer fast buddhistische Geduld bedürfen, wenn man etwa zum wiederholten Male den mit Verve vorgebrachten Vorwurf liest, man solle doch bitte Überweisungen zulassen. Dabei ist die Kontoverbindung an prominenter Stelle auf der Spendenseite zu lesen. Doch letztlich sitzt man an erster Stelle, um vor allem eines zu spüren: die enorme Dankbarkeit und Begeisterung, die unsere Spender gegenüber Wikipedia empfinden.

Hier möchten sich Johanna und Wladi kurz vorstellen:

 

Johanna

Johanna Havemann (Foto: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0)

An der Idee von Wikipedia und deren Schwesterprojekten begeistert mich besonders, dass auch Bewohner der südlichen Welthalbkugel einen direkten Zugang zum gesammelten Wissen der Menschheit haben und entsprechend ihre eigenen Beiträge leisten können. Ausgebildet als Biologin entschied ich mich gegen Ende meiner Promotionszeit, im Bereich Grundlagenforschung gezielt meinen sozial- und umweltpolitischen Ambitionen nachzugehen. Beispielsweise konnte ich umfangreiche Arbeitserfahrungen bei den Vereinten Nationen und einer pan-afrikanischen NGO machen und lebte dafür einige Monate in Kenia und Südafrika. Danach folgten Projektarbeiten u.a. in Ghana, und schließlich eine Ausbildung zum EU-Fundraiser hier in Berlin. Im Hinblick auf die anstehende Herbstkampagne motiviert mich neben der Kommunikation mit den Spendern besonders der innovative, zeitgemäße und spannende Ansatz des Online-Fundraisings.

 

Wladimir

Wladimir Raizberg (Foto: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0)

Alles fing mit einer kleinen Aufgabe als freier Mitarbeiter an. Aus der ersten ergab sich eine zweite, aus der zweiten eine dritte, aus der dritten eine vierte… Bis ich schließlich im Oktober 2012 in den Kreis des Fundraiser-Teams als Werkstudent aufgenommen wurde. Meine Entscheidung und meine Motivation für Wikimedia zu arbeiten, ruhen auf zwei Säulen: Zum einem dem freundlichen Team, welches mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen hat. Zum anderen der Unterstützung des wunderbaren Projektes Wikipedia, welches ich als Student immer wieder (leider inoffiziell) gerne nutze, um mir einen ersten Überblick über ein für mich neues Thema zu verschaffen. Wie bereits angedeutet studiere ich noch. Um genau zu sein, ist Stadt- und Regionalplanung mein Fach, in dem ich bereits den Master-Abschluss anstrebe. Das Thema Stadt begeistert mich auch außerhalb des Studiums, deswegen setze ich mich in meiner Freizeit fotografisch damit auseinander.

 

Wir heißen Johanna und Wladimir herzlich bei uns Willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Wenn Ihr noch Fragen habt zu unserem Team oder zu Herbstkampagne, dann schaut doch mal auf unserer Portalseite vorbei!

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Nicole Lieger – Neu bei Wikimedia Deutschland

Nicole Lieger; (Foto: Michael Jahn, CC-BY-SA 3.0)

Ich freue mich, mit 1. Oktober 2012 meinen ersten Arbeitstag im Büro von Wikimedia Deutschland feiern zu können: als Leiterin des Bereichs Freiwilligenförderung.

Einen großen Teil meines bisherigen Lebens habe ich mit Engagement in sozialen Bewegungen und Arbeit in damit assoziierten Organisationen verbracht. Von meiner Sozialisierung bei Amnesty International (in lokalen Gruppen, Vorstand, EU Büro und internationalem Mandatskomitee) über das Management eines Masters in Peace Studies bis zur Leitung eines menschenrechtlichen Forschungsinstituts in Wien habe ich verschiedene Blickwinkel kennengelernt. Mein Schwerpunkt der letzten Jahre lag auf dem Erkunden potenzieller neuer Strategien für politische und soziale Bewegungen, insbesondere solche, die Ziele und Mittel in Einklang zu bringen suchen, die visionsfokussiert sind und die sich darauf konzentrieren, das (zumindest im Kleinen) selbst zu erschaffen, was sie auch in einer zukünftigen Gesellschaft gerne sehen wollen. Wikipedia und die Bewegung für Freies Wissen im allgemeinen sind in diesem Kontext natürlich hochspannend. Auch wenn ich als Autorin bisher nur relativ wenig editiert habe, hoffe ich doch, mit einem transdiziplinären Hintergrund in Geistes- und Sozialwissenschaften und einem gutem Maß persönlicher Leidenschaft einen konstruktiven Beitrag zum Gesamtuniversum von Wikipedia, Wikimedia und der Bewegung für Freies Wissen leisten zu können.

Ich freue mich über Kontakte aus verschiedensten Ecken dieses Universums! Ihr könnt mich unter   nicole.lieger@wikimedia.de oder auf meiner Diskussionsseite erreichen – gerne dort auch einen Gesprächstermin ausmachen!

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