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Posts Tagged ‘Geschäftsstelle’



Bericht aus der Geschäftsstelle November 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für November 2010.

Haushaltsplan

Die Erstellung des WIrtschaftsplans für das Jahr 2011 spielte für alle Mitarbeiter des Vereins im November eine zentrale Rolle. Wir erarbeiteten in kleinen Gruppen und in einem eintägigen Workshop unsere Vorschläge und Projektideen für das kommende Jahr, stimmten die Schwerpunkte zwischen den einzelnen Bereichen ab, machten uns Gedanken zu Budgets und Zeitplänen. Auf der Vorstandsklausur Ende November wurde der Entwurf dem Vorstand vorgestellt, diskutiert und angepasst. Neu ist in diesem Jahr, dass der Haushaltplan auch noch durch eine Phase der öffentlichen Diskussion geht – hiermit wollen wir die Einbindung der Mitglieder und der Community in diesen wichtigen Prozess verbessern. Alle Informationen zum Plan sowie die Möglichkeit zur Diskussion finden sich im Wikimedia Forum.

Gesellschaft für technische Zusammenarbeit – gtz

Am 11. November war ich in Frankfurt bei der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, die mich zu einem “WikiDay” eingeladen hatte. Die gtz verwendet eine Reihe von eigenen Wikis zur besseren internen Kommunikation und zur Projektarbeit – für die rund 80 Teilnehmer war besonders die internationale Dimension der Wikimedia-Projekte von Interesse. So stellte ich die Strategie der Wikimedia Foundation für die Förderung Freien Wissens in Entwicklungs- und Schwellenländern vor und warb um die Zusammenarbeit zwischen Entwicklungshilfeorganisationen und Wikimedia Deutschland. Ich hoffe, das sich in Zukunft interessante Projekte ergeben, um Freie Inhalte auch ausserhalb der Industrieländern zugänglich zu machen.

Dialog Internet

Am 4. November gab die Familienministerin Schröder den Startschuss für die “Dialog Internet”-Webseite, in der es primär um Kinder- und Jugendschutz im Internet gehen soll. Mathias hat an der Auftaktveranstaltung teilgenommen. In künftigen Treffen soll es um Fragestellungen aus den beiden Bereichen “Chancen” und “Risiken” gehen, wobei “Risiken” nur zu einem kleineren Teil das Risiko meint, durch handwerklich schlechte Jugendschutzregeln den Betrieb von guten Webseiten in Deutschland zu verunmöglichen.

Konferenz Digital Heritage

vom 8. bis 13 November fand in Lemesos die Konferenz über das Digitale Kulturerbe statt, mit starker Präsenz der Forschungsprojekte unter dem Dach von Europeana und den Europeana-Schwestern. Mathias hielt dort die Keynote zum Thema “Der Datengarten” mit einem Plädoyer für die Verwendung Freier Lizenzen und CC0 bei Datenbanken.

Netzpolitischer Kongress

Die Bundestagsfraktion der Grünen im Bundestag organisierte am 12. und 13. November den netzpolitischen Kongress im Paul-Löbe-Haus, mit einem Schwerpunkt im Urheberrecht. Besonders erfrischend war die Rede der designierten BVerfG-Richterin Baer, deren Nominierung einige Tage vorher bekanntgegeben wurde und deren Inhalt und Vortragsstil sich wohltuend von dem der Grünen-Spitzenkandidatin Künast und dem Bundesdatenschutzbeauftragten abhob.

GLAM-Wiki UK

Unsere Schwesterorganisation Wikimedia UK veranstaltete am 26. und 27. November die GLAM-WIKI-Konferenz, um Vertreter kultureller Einrichtungen und Wikimedia an einen Tisch (bzw. in einen Saal) zu bekommen, in diesem Fall das British Museum in London. Die Teilnehmerschaft war ungefähr hälftig und mit Sue Gardner, Jimmy Wales, Cory Doctorow und Jill Cousins hochkarätig besucht. Besonders erwähnenswert war die Teilnahme von Tom Morgan von der National Portrait Gallery, die ja noch vor einem Jahr durch die Androhung juristischer Schritte gegen einen Wikipedianer ihre unterschiedliche Auffassung zur Gemeinfreiheit alter Werke bekräftigt hatte. Tom sprach in seinem Vortrag “Wikipedia and the National Portrait Gallery – a bad first date?” von Gemeinsamkeiten und möglichen künftigen Wegen und Voraussetzungen der Zusammenarbeit. Mathias hielt dort einen Vortrag über die Zusammenarbeit zwischen GLAMs und Wikipedia, insbesondere über technische Methoden der Verknüpfung von Inhalten.

Aus dem Maschinenraum

Im Bereich Technik ging es im November fast ausschließlich um die Spendenkampagne. Die dafür angemieteten Server funktionieren gut und haben auch dem ersten Ansturm problemlos Stand gehalten. Nachdem die Kampagne schon in vollem gange war, war aber noch einiges nachzubessern – unter anderem ist es nun möglich, per Kreditkarte zu spenden, und wir haben jetzt einen besseren Mechanismus zur Bekämpfung von Spam- und Quatsch-Spenden.

Wikimedium

Die vierte und für dieses Jahr letzte Ausgabe der Vereinszeitung ‚Wikimedium‘ ist rechtzeitig zur Wikipedia Academy/Zedler Preisverleihung fertig geworden und kann hier als pdf runtergeladen oder kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden.
Neben den Inhalten sind die Bewerbung (z.B. in der Featurebox auf wikipedia.de) und die Distribution weiterhin entscheidend. Knapp 300 neue Abonnenten kamen seit der vorherigen Ausgabe hinzu. Aber WMDE braucht auch weiterhin die Unterstützung von allen, um die Zeitung weiter zu verbreiten. Ideen und Unterstützung sind jederzeit herzlich willkommen! Bitte wendet euch an catrin.schoneville@wikimedia.de.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Die ersten neuen Informationsbroschüren sind im November fertiggestellt. Das 1×1 wie auch die Broschüre zu Wikiversity wurden bereits bei der Wikipedia Academy verteilt und bekamen sehr positive Reaktionen. Die Informationsmaterialien für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikibooks sind (weiterhin) in Bearbeitung. Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Buchprojekte

Die inhaltliche Konzeption des Wikipedia-Buchs ist so weit fortgeschritten, dass ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis vorliegt. Zugleich ist ein Aufruf an die Community gegangen, dessen Ziel es ist, Geschichten und Anekdoten mit Bezug zu Wikipedia zusammenzutragen. Für diesen Teil des Projekts wurde Marcus Cyron hinzugezogen, der die Zusammenarbeit mit der Community betreut. Im Dezember soll eine Projektseite eingerichtet werden, so dass alle Interessenten Ideen, Anregungen oder Kritik einbringen können.

Themen in den Medien

Im November haben wir zwei Pressemitteilungen herausgegeben. Neben der Erstellung und Versand der Pressemitteilungen begleitend zum Fundraiser 2010 und der Verleihung der Zedler-Medaille, sind derzeit in Vorbereitung eine Pressemitteilung zum Ideenwettbewerb WissensWert (Versand Anfang Dezember) und zur kommenden Bildspende der Lindauer Nobelpreisträger-Treffen. Aktuell laufen noch die Abstimmung mit dortiger Kommunikation und Achim Raschka (Vorstandsreferent Qualität).
Beispiele dazu aus der Berichterstattung zur Zedler-Preisverleihung:

Darüber hinaus gab es Presseanfragen, die wir unterstützt haben:

Gesprochene Wikipedia

Die Auswertung der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) steht zwar noch aus, aber Catrin hat im November einige Telefonate mit Direktion und Pressestelle der DZB geführt u.a. auch um dieses Thema für die Jahresplanung 2011 mit aufzunehmen. Laut DZB war das Einsprechen der Artikel des Tages mit einem enormen Zeit- und Personalaufwand verbunden, den die DZB so nicht kalkuliert hatte. Dennoch zeigten sich der Erfolg des Pilotprojektes nicht nur in der großen Anzahl von Presseberichten (ca. 30-40 Medien berichteten über die Kooperation) sondern auch in der signifikanten Steigerung der Seitenaufrufe der DZB Webseite. Durch die Bewerbung in der Infobox auf wikipedia.de konnten diese Zugriffe direkt auf Wikipedia zurückgeführt werden.
Generell war der Aufwand für die DZB sehr hoch und nicht alle Artikel eigneten sich für die Vertonung. Hier wurden angemerkt: Länge, Thema und auch Verlinkungen und Tabellen, die nicht mit gesprochen wurden. Ein Kriterienkatalog zur Auswahl der Artikel könnte hier hilfreich sein. Anfang des nächsten Jahres werden wir uns mit Vertretern der DZB treffen und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit weiter erörtern. Weiteres Feedback wird es zusammengefasst nach einem Termin mit der DZB geben.

Social Camp Berlin

Das dritte Social Camp Berlin lud NGOs zum Erfahrungsaustausch über Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Netzwerke ein. Wie wird eine Online-Kampagne erfolgreich geführt? Welche Kommunikationskanäle funktionieren für wen und unter welchen Bedingungen? Um diese Kernfragen kreisten die Diskussionen über Facebook, Twitter, Youtube und Co. Es gab reichlich Gelegenheit, die Herangehensweise von Wikimedia Deutschland an diese Themen mit anderen gemeinnützigen Institutionen abzugleichen und über Entwicklungstrends zu sprechen.

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium war der Monat mit 2 weiteren Vergaben ruhig, ein Titel zur Geschichte der Eisenbahn in den USA war allerdings „LitStip-Premiere“ für das Portal Bahn. Bemerkenswert jedoch die Entwicklung der Artikelzahlen: Dauerte es für die ersten 1000 Artikel des Programms von 2007 bis zum Mai 2010, ist die 1500-Artikel-Marke bereits im November 2010 gefallen.

Drumbeat

Unter dem Motto „Learning, Freedom And The Web“ fand vom 3. bis 5. November in Barcelona das Mozilla-Drumbeat-Festival statt. Gemeinsam mit der Wikimedia Foundation und spanischen und katalanischen Wikipedianern war auch Wikimedia Deutschland als Co-Gastgeber der „Wikimedia Lounge“ vor Ort. Es wurden Projekte und Konzepte sowohl aus den Communities wie auch von seiten der Wikimedianer vorgestellt, die um das Themenfeld Bildung und Lernen in und mit Wikipedia (aber auch anderen Wikimedia-Projekten) kreisten.

Der Austausch untereinander war ebenso anregend wie die Veranstaltung selbst, die Gespräche und Diskussionen brachten nützliche Hinweise für das weitere Arbeiten von Wikimedia Deutschland im Bildungsbereich. Die wichtigste Erkenntnis ist: es gilt, deutlich weitere Zielgruppen als bisher mit einem Konzept anzusprechen, das zugleich die vorhandenen Bemühungen stärker miteinander integriert. Eine entsprechende Neuausrichtung ist hier sicher anzudenken.

Autorenumfrage 2011

Auf der Academy stellte Manuel Merz (TU Ilmenau) im Rahmen seines Vortrages „Wer editiert warum in Wikipedia?“ die teils durchaus überraschenden Ergebnisse seiner Umfrage aus dem Jahre 2009 vor. Zugleich gab er einen Ausblick auf die gemeinsam mit Wikimedia Deutschland und der Wikimedia Foundation geplante Autorenumfrage 2011 – hier sollen u.a. die einzelnen Rollen, Professionen und Altersgruppen genauer untersucht werden. Anders als bei vielen Umfragen ist hier auch ein klares Ziel, am Ende aus den Resultaten Vorschläge und Empfehlungen zu formulieren – Diskussionsstoff für Community und Verein gleichermassen.

Seit einigen Wochen laufen erste Vorbereitungen dazu, aktuell beginnt die Pretest-Phase. Ende Januar dann soll es soweit sein, dass die Umfrage live geht – wir bitten euch jetzt schon um eure rege Beteiligung. Erste Informationen dazu findet ihr unter wikipediaforschung.de.

Schulprojekt

Das Schulprojekt gewann nach dem zweiten Treffen der Referenten im Essener Unperfekthaus an Fahrt. Das gemeinschaftlich fertiggestellte Unterrichts- und Informationsmaterial wurde in ersten Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet eingesetzt – das Feedback ist gut, Lehrer und Schüler äußern sich positiv über die Erfahrungen. Nach einer letzten grafischen Aufarbeitung werden Curriculum und Präsentationen unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0) freigegeben und stehen so allen Interessierten zur Verfügung.

Auch die Öffentlichkeit nimmt Kenntnis von dem Projekt: Presseberichte über das Programm in Fachzeitschriften wie b:sl und Log-In tragen ebenso zur Kenntnis bei wie Berichte in regionalen Tageszeitungen nach Veranstaltungen. Persönliche Begegnungen wie bei Schulleiter-Tagungen und GMK-Tagung ermöglichen direkte Kontakte, aber auch über persönliche Anschreiben und Mailings erfahren Schulen von uns. Interessierte Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, unsere Referenten einzuladen, Anfragen nehmen wir unter schule@wikimedia.de laufend entgegen.

Wenn neue Referenten zu uns stoßen, freut uns das natürlich besonders – so haben wir diesen Monat Verstärkung bekommen, hoffen aber, dass die nächsten bald folgen. Was ist mit dir? Schon mal über eine Mitarbeit im Projekt nachgedacht?

Mitglieder

Im November 2010 erhielten wir 16 Mitgliedsanträge; davon haben 7 die aktive und 9 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 6 Kündigungen. Der Verein zählt damit Ende November 488 aktive (=Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 167 Fördermitglieder (=finanzielle Unterstützung des Vereins); mithin insgesamt 655 Mitglieder zuzgl. eines Ehrenmitglieds.

Alle Mitglieder, die in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wohnen, haben in der letzten November-Woche eine Einladung zum Wikimedia-Forum – einer neuen Veranstaltungsreihe für Wikimedia e. V.-Mitglieder – erhalten. In Köln und Berlin laden wir ins Museum Ludwig bzw. die Saarländische Galerie ein.

Das Wikimedia-Forum ist als zwanglose Veranstaltung für alle Mitglieder, ihre Freunde und/oder ihre Familie geplant und wird nach und nach in allen größeren Bundesländern angeboten bzw. durchgeführt. Wir möchten euch dort die Gelegenheit zum Austausch zwischen Mitgliedern und dem Vorstand geben und freuen uns darauf euch persönlich kennenzulernen! Im Mitgliederforum gibt es schon eine angeregte Diskussion zu diesen Veranstaltungen.

Fundraising

Das Fundraising drehte sich verständlicherweise den gesamten November alleine um den Fundraiser. Bis zum Start des Fundraisers am 12. November wurden die Spendenseiten grundsätzlich überarbeitet. Es wurde eine Kampagnenseite erstellt, die den Ansprüchen einer modernen Fundraising-Spendenseite entspricht. Neben den Spendenseiten wurde auch unsere Spenderdatenbank erweitert, was die Bearbeitung der Spenden sehr stark vereinfacht hat. Ganz besonders gefreut hat uns, dass sehr viel mehr Menschen „ihre Geschichte“ erzählen, was wir durch ein paar gezielte Fragen angeregt haben.

Trotz der oder vielleicht auch wegen der Überarbeitungen waren wir überwältigt von der großen Spendenbereitschaft. Ein Grund war sicherlich Einblenden des Jimmy-Wales-Anschreiben schon zu Beginn der Kampagne. Doch auch die Überarbeitung der Spendenseiten führte zu einem verstärkten Spendenaufkommen. Innerhalb weniger Tagen erhielt unser Fundraiser Till mehrere Hundert Emails. Und ebenso das Spendenaufkommen war überwältigend. Innerhalb weniger Tage kamen mehrere hundert Tausend Euro zusammen. Genauere Zahlen werden Mitte Dezember im Blog veröffentlicht. Wir hoffen, bis dahin noch ein paar weitere spannende Neuigkeiten präsentieren zu können. Ihr könnt gespannt sein. Eins können wir jedoch jetzt schon verraten: dies ist mit Abstand der für Wikimedia Deutschland bisher erfolgreichste Fundraiser überhaupt.

Wikipedia Academy 2010

Am 19.und 20. November fand die Wikipedia Academy in der Frankfurter Goethe-Universität statt. Wikimedia Deutschland hatte Wikipedianer, Wissenschaftler und interessierte Praktiker eingeladen, zum Thema „Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“ miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich im Wikimedia-Blog.

Das vielfältige Programm stieß bei den Teilnehmern auf reges Interesse, die von Wikipedianern und Wissenschaftler vorgetragenen Thesen und Ergebnisse lösten spannende Diskussionen aus, die sicherlich nach Abschluss der Veranstaltung weiter geführt werden.

Leider ist nur etwa die Hälfte der zur Veranstaltung angemeldeten Personen erschienen und die Quote der externen Wissenschaftler, die zum ersten Mal in Berührung mit der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten kamen, war recht niedrig. Das mag zum einen daran liegen, dass das Programm erst kurz vor der Veranstaltung in finaler Version veröffentlicht wurde und zuvor „nur“ die Workshop- und Vortragsthemen in einem offenen Rahmen zusammengetragen wurden. Zum anderen zeigt uns die Resonanz erneut, dass noch viel Aufklärungs- und Informationsarbeit zu leisten ist. Wichtig ist dabei vor allem, dass wir weitere Multiplikatoren mit Kontakten in die Wissenschaftsszene identifizieren und Netzwerkaufbau und -pflege verstärken müssen.

Verleihung der Zedler-Medaille 2010

Am 19. November haben wir zum vierten Mal die Zedler-Medaille verliehen. Gemeinsam mit der Mainzer Akademie der Wissenschaft und der Literatur sowie dem Heidelberger Verlag Spektrum der Wissenschaft luden wir zur Preisverleihung in die historische Aula der Goethe Universität in Frankfurt am Main ein.

Eine Jury aus Wissenschaftlern und Wikipedia-Autoren hat in diesem Jahr zwei Preisträger im Artikelwettbewerb gekürt. Im Bereich Naturwissenschaften wurde der Artikel „Besselsche Elemente“ von Jürgen Erbs ausgezeichnet. Im Bereich Geisteswissenschaften ging die Zedler-Medaille an Tobias Lutzi für den Artikel „Dagobert Duck“. Erstmals wurde die Auszeichnung auch für herausragende Bebilderung von Wikipedia-Artikeln vergeben. Die Jury prämierte das Bild einer Raupenfliege zum Thema „Focus stacking“ von Muhammad Mahdi Karim. Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich im Wikimedia-Blog.

WissensWert

Am 31.11. um Mitternacht endete die Bewertungsphase für unseren Ideenwettbewerb WissensWert. Die Jury hat ihre Bewertung abgegeben und die Öffentlichkeit hat uns mit 1340 Stimmen wirklich gezeigt, wie sehr ihr freies Wissens am Herzen liegt und wie viel Aufmerksamkeit dieses Projekt erzeugt hat. Wir zählen gerade die Stimmen aus und werden die „Gewinner“, also diejenigen, die bis zu 5.000 Euro für die Umsetzung ihrer Projektidee erhalten, am 6. Dezember bekannt geben.

Wikimedia Conference

Die Vorbereitungen für die Wikimedia Conference 2011 laufen langsam an, zurzeit suchen wir nach einem geeigneten Veranstaltungsort für die Veranstaltung im März nächsten Jahres in Berlin. Anregungen nehmen wir gerne unter conference@wikimedia.de entgegen.

Wegen der Feiertage erscheint der nächste Monatsbericht erst am 7. Januar 2011.

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Bericht aus der Geschäftsstelle Oktober 2010

Kleine Vorbemerkung: Entschuldigt bitte die verzögerte Veröffentlichung dieses Berichts. Er ist eigentlich schon lange fertig gewesen, aber wegen des Beginns des Fundraisers und einiger weiterer anstehender Termine schlicht nicht rechtzeitig publiziert worden.

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für Oktober 2010.

Zedler-Medaille

Alle Beiträge und Bilder aus dem Zedler-Wettbewerb liegen nun der fleißigen Jury zur Bewertung vor. Die glücklichen Gewinner werden am Freitag, den 19. November ab 18 Uhr in der Frankfurter Goethe-Universität ausgezeichnet. Catrin und Nicole haben hübsche Einladungskarten entworfen, die in den nächsten Tagen an Mitglieder, Spender, Gäste der Partner, Presse und weitere Kontakte verschickt werden. Auch das Programm, das die Verleihung begleiten wird, steht nun fest: Wissenschaftler der Mainzer Akademie Prof. Dr. Johannes Fried, Prof. Dr. Renate Wittern-Sterzel und Prof. Dr.-Ing. Johannes diskutieren gemeinsam mit dem Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft, Dr. Carsten Könneker, über das Thema „Die Energien des Wissens – wohin führen Sie uns“. Durch das Programm führt Volker Panzer vom ZDF-nachtstudio.

Das Grußwort zur Verleihung spricht der Vizepräsident der Mainzer Akademie, Prof. Dr. Gernot Wilhelm; Dr. Philipp Birken wird den Gästen eine kurze Einführung ins Thema Wikipedia geben. Im Anschluss präsentieren wir gemeinsam mit den Partnern und Unterstützern die Preisträger des Artikel- und Bilderwettbewerbs. Bei einem kleinen Imbiss und Erfrischungen gibt es außerdem Gelegenheit zum Kennenlernen und Gedankenaustausch.

Wikipedia Academy

Auch das Programm für die Wikipedia Academy, die am 19. und 20. November in Frankfurt stattfindet, nimmt Form an: Es wird unter anderem Vorträge und Diskussionsrunden geben zu Themen wie Wikipedia als Wissenschaftskommunikation, Qualitätssicherung in der Wikipedia am Beispiel des Themas Energie, Wikipedia und Schwesterprojekte, die korrekte Verwendung von Wikipedia-Artikeln bei der Recherche, Open Access, Freie Lizenzen, Wissenschaft als Wiki sowie Wikipediaforschung. Einen Teil der Veranstaltungszeit halten wir darüber hinaus offen für Themenangebote von interessierten Teilnehmern und nehmen gerne weitere Vorschläge entgegen.

In Anlehnung an das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufene „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“ befasst sich die Academy darüber hinaus mit dem Thema Energie und Energieforschung und geht Fragen nach wie „Welche Debatten beherrschen Wissenschaftsszene und Öffentlichkeit?“ oder „Warum ist die öffentliche Verfügbarkeit neutraler Information zu Energie und Energieforschung für unsere Zukunft so wichtig?“

Gespräche mit Technikerausstattern und Caterern konnten erfolgreich abgeschlossen werden, eine letzte Begehung der Räume in der Universität fand am Mittwoch statt.

Als Gäste erwarten wir in Frankfurt Wikipedianer mit wissenschaftlichem Hintergrund oder Interesse an wissenschaftlichen Themen, Mitarbeiter aus den Wikipedia-Redaktionen und Wikimedia-Projekten, externe Wissenschaftler, Vertrauensdozenten, Zedler-Juroren und -Partner, die Akteure des „Wissenschaftsjahres 2010“ sowie Medienvertreter und andere Internetversteher. Explizit sprechen wir mit dieser Veranstaltung auch Wissenschaftler an, die sich bisher nicht intensiv mit der Wikipedia auseinander gesetzt haben. Der Eintritt zur Academy ist frei, um Anmeldung wird gebeten.

Schulprojekt

Am letzten Oktoberwochenende haben wir nach Essen zu einem zweiten Schulprojekt-Treffen geladen. Zehn Referenten haben dort gemeinsam mit Denis und Nicole die Arbeit an Ablaufplänen, Präsentationen und Informationsmaterialien für die Lehrerschulungen und Schüler-Aktionstage erfolgreich abgeschlossen. Die Inhalte und Dokumente bekommen noch einen letzten Schliff und werden dann zur weiteren, freien Bearbeitung und Verwendung unter der CC-BY-SA veröffentlicht. Ein ausführlicher Bericht dazu vom Referenten Kilian Kluge: Wikipedia-Schulprojekt: Ein (un)perfektes Arbeitstreffen.

Damit steht dem Einsatz der Referenten an Schulen im gesamten Bundesgebiet nichts mehr im Wege. Wir haben bereits begonnen, die Werbetrommel zur rühren und unser Projekt bekannt zu machen. So ist im Oktober ein Artikel im Fachmagazin b:sl erschienen, wir waren mit Ständen auf Schulleitertagen anwesend und stehen in Kontakt mit Schulen, Medienzentren und Lehrern. Erste Termine für Aktionstage und Lehrerschulungen sind bereits vereinbart. Trotzdem suchen wir weiterhin nach Partnern, die uns bei der Vermittlung von Referenten unterstützen. Schulen, Lehrer, Schulleiter, Medienpädagogen und interessierte Eltern sind aufgerufen, uns an ihre Schulen und Einrichtungen einzuladen!

WissensWert

Am 15. Oktober endete die Ausschreibung für unseren Ideenwettbewerb WissensWert. 93 Ideen und Projektvorschläge wurden innerhalb eines Monats bei uns eingereicht, ein tolles Ergebnis für diese erste Runde! Auch wenn nicht allen Einreichern klar war, worauf es uns bei den Ideen ankommt (Freies Wissen ist eben nicht einfach nur mit „kostenlos“ zu übersetzen; Einreichungen müssen mit den Zielen von Wikimedia Deutschland vereinbar sein), sind doch viele aufregende, schöne und ausbaufähige Projekte dabei.

Aus dieser Vielfalt die besten Ideen auszuwählen, ist nun Aufgabe der Jury: Leonhard Dobusch von der FU-Berlin, der Wikipedia-Benutzer Eschenmoser, unser Vorstandsmitglied Jürgen Lüdeke, Philipp Otto von irights und aus der Wikipedia-Community das langjährige Vereinsmitglied Elke Wetzig. Die Ideen stehen nun außerdem zur öffentlichen Bewertung bereit. Auch die Ideen, die von uns nicht gefördert werden können, stehen damit zu Diskussion, Verbesserung und Anregung zu Austausch und eigener Kreativität öffentlich zur Verfügung.

Themen in den Medien

Der Oktober war abwechslungsreich – nicht nur was die Themen in den Medien betraf:

Es gab ein ausführliches Interview mit Wikimedia Vorstand Sebastian Moleski in der Oktoberausgabe der Zeitschrift ‚Das Magazin‘ mit dem Titel: Das Problem mit der Himbeere von Astrid Herbold. Die freie Journalistin war im Vorfeld im Wikimedia-Büro, auf Wikipedia-Stammtischen und Veranstaltungen bevor sie ihre Beiträge schrieb. Unter anderem auch im Tagesspiegel.

Die Medien berichteten über inhaltliche Themen wie OpenStreetMap und dem Übersetzungstool WikiBhasha wie zum Beispiel bei Heise.de:

Einige Anfragen kamen auch zu dem Projekt Wiki-Watch und entsprechende Statements des Vereins finden sich zum Beispiel im Interview mit Pavel Richter im Deutschlandfunk vom 23.10.2010.

Der Tagesspiegel sprach mit WMDE und veröffentlichte am 31.10.10 folgenden Artikel.

Berichterstattungen gab es auch zum Thema Wikimedia Deutschland gründet gGmbH, darunter Spiegel online.

Anfragen und Berichte über Preisverleihungen runden die bunte Berichterstattung im Monat Oktober ab:

Wikimedium

Die nächste Ausgabe der Vereinszeitung ‚Wikimedium‘ ist in Arbeit. Erfreulicherweise kommen mehr Anfragen aus der Community und es werden Themen angeboten oder Beiträge erstellt. Dies wollen wir konsequent ab Januar fortsetzen und ausbauen. Die Wikimedium soll in der Themenvielfalt wachsen und mehr Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven beinhalten. Dazu sind Wikipedia-Autoren, Leser und Spender gefragt. Wie können wir das Engagement und die Mitarbeit an der Zeitungen fördern,  fragt sich Catrin derzeit und freut sich über zahlreiche Anregungen, Ideen und Vorschläge unter redaktion@wikimedium.de .

Neben den Inhalten ist die Distribution weiterhin entscheidend. Hunderte von Abonnenten, interessierte Wikipedia-Nutzer und Spender erhalten die Zeitung gratis. WMDE braucht auch weiterhin die Unterstützung von allen, um die Zeitung weiter zu verbreiten. Ideen und Unterstützung sind jederzeit herzlich willkommen! Die nächste Ausgabe erscheint im November.

Buchprojekte

Für das Wikipedia-Buchprojekt arbeitet zukünftig Boris Marinov als Projektleiter für WMDE. Boris unterstützt Catrin im Bereich PR-/ Öffentlichkeitsarbeit ab sofort als Teilzeit-Mitarbeiter und wird in den nächsten 2 Wochen die weitere Vorgehensweise und Einbindung von Wikipedia-Autoren ausarbeiten und kommunizieren.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Aufgrund von Catrins Urlaub sind die Broschüren erst jetzt in der Schlussphase: Wegen der Dringlichkeit hat Catrin die Wikipedia 1×1 Broschüre vorgezogen (heißt alle anderen Broschüren zu den Wikimedia-Projekten sind weiterhin in der Korrekturphase). Das 1×1 wurde aktualisiert und ergänzt und ab Mitte November wieder als gedruckte Broschüre zur Verfügung stehen. Die Informationsmaterialien für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity werden im November weiter bearbeitet  – heißt, es gibt noch weitere Textkorrekturen und Layout-Verbesserungen.

Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftstelle angefordert werden.

10 Jahre Wikipedia

Ideen, Konzepte und Kooperationen zum Wikipedia-Jubiläum im nächsten Jahr werden derzeit von Catrin erarbeitet. Dazu zählen auch Angebote für einen Wikipedia-Film (3 bis 5 min), eine Face-to-Face-Kampagne (Freier Zugang zu Freiem Wissen auf öffentlichen Plätzen etc.) und eine ‚Danke-schön‘  Kampagne an alle Autoren, Leser, Spender und Helfer.

Erste Kontakte zu Medien, die das Thema aufgreifen, werden bereits in diesen Wochen zahlreich geführt und mögliche Beiträge im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums werden von Catrin ausgearbeitet und angeboten.

Gesprochene Wikipedia

Ein Hörgenuss und nicht nur die Presse war begeistert! Im Oktober wurden alle Wikipedia ‚Artikel des Tages‘ auch als ‚Hörversion‘ angeboten. Derzeit wird die Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) ausgewertet und weitere Maßnahmen erörtert. Die Ergebnisse dazu gibt es im nächsten Monatsbericht

Aus dem Maschinenraum

Diesen Monat ging es im Bereich Technik vor allem um die Vorbereitung der Spendenkampagne. Da wir dieses Jahr die Spenden komplett selbst abwickeln werden, mussten wir zusätzliche Server anmieten und einrichten. Erste Tests nach wird das gut funktionieren.
Auch die Homepage von Wikimedia Deutschland auf wikimedia.de und das Suchportal unter wikipedia.de sind auf einen neuen Server umgezogen. Hier waren einige Kleinigkeiten auszubügeln, mittlerweile läuft alles besser als je zuvor.

Literaturstipendium

Eine schöne Zwischenbilanz zum Oktoberende: in mehr als 1400 Wikipedia-Artikeln fand das Literaturstipendium mittlerweile Niederschlag. Im November wird wohl die 1500-Artikel-Marke fallen – ein beträchtliches Wachstum, wenn man bedenkt, dass erst im Mai das 1000er Jubiläum gefeiert werden konnte. Zum weiteren Wachstum werden sicher auch neue Vergaben beitragen: so konnten neben Monographien im Rahmen des eLitstip-Programms auch einige Zugänge zu BioOne, einer elektronischen Literaturdatenbank aus dem Fachbereich Biologie vergeben werden. Hier sind mittlerweile über 30
Benutzer mit Konten versorgt.

Qualität

Auf Einladung des Max-Planck-Institut für demographische Forschung fand in Rostock eine Veranstaltung statt, bei dem Wissenschaftler und Öffentlickeitsarbeiter des Institutes sich über die Möglichkeiten und Grenzen informierten, ihren Fachbereich und das Institut in der Wikipedia besser repräsentieren zu können.

Content Liberation

Am 4. und 5. Oktober 2010 fanden die Open Access-Tage in Göttingen statt. Mathias hielt dort den Vortrag “Closed is the new Open”, wo er über die Aspekte freier Lizenzen im Zusammenhang mit den Prinzipien von Open Access sprach. Auf dem Panel waren unter anderem auch Kurt Jansson als Vertreter von Spiegel Wissen und ein Vertreter von Open Streetmap. In einer anderen Session sprach Vorstandsmitglied Michail Jungierek über Wikisource.

7. Oktober: Im Vorfeld der Free Culture Research Conference fand in Berlin der Open Bibliographic Data Workshop statt, an dem Mathias und Daniel teilnahmen.

8 und 9 Oktober: Free Culture Research Conference. Panel von Wikimedia Deutschland zu Gemeinfreiheit von Regierungsdokumenten, unter anderem mit Tomer Ashur von Wikimedia Israel, Moderation durch Mathias.

9. Oktober: netz.regeln-Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung und BITKOM zu netzpolitischen Themen, darunter ein Panel mit Mathias und dem MdB Konstantin von Notz zu den Risiken und Nebenwirkungen des Presseverlegerleistungsschutzrechts.

11. und 12. Oktober: Workshop des Deutschen Textarchivs (DTA) in Berlin. Mathias hielt dort einen Vortrag zu PND-BEACON.

13. Oktober: Vierte und letzte Anhörung des BMJ zum Dritten Korb im Urheberrecht. Thema waren Verwaiste Werke.

26. Oktober: Vortrag in Berlin von Mathias bei einer Tagung der Buchwissenschaftlichen Gesellschaft zur Digitalisierung.

27. und 28. Oktober: Kick-Off-Meeting von RENDER.

Mitglieder

Im Oktober 2010 erhielten wir 7 Mitgliedsanträge; davon haben 3 die aktive und 4 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 4 Kündigungen.

Der Verein zählt damit Ende Oktober 493 aktive und 158 Fördermitglieder, also insgesamt 651 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (das ist Jimmy Wales).

Community

Mitte Oktober fand ein Arbeitstreffen von 17 Mentoren in der Evangelischen Akademie Meißen statt: Der Veranstaltungsort erwies sich als hervorragend gewählt (Dank nochmal an Catfisheye für die Empfehlung!) und bot in allen Bereichen Räumlichkeiten, Unterkunft, Verpflegung und technischer Ausstattung) hervorragende Arbeitsbedingungen.
Entsprechend produktiv und konstruktiv verlief der Workshop. Einen Überblick über die Arbeitsergebnisse und eine Auswertung des am Ende des Workshops verteilten Feedbackbogens findet ihr auf der Ergebnis-Seite des Treffens. Die Workshop-Teilnehmer wurde von Wikimedia Deutschland mit Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten unterstützt. Die inhaltliche Gestaltung des Treffens und die Orga vor Ort lag in den Händen von Bücherwürmlein und Leithian, denen auf diesem Wege nochmal herzlich für ihren Einsatz und ihre sehr gute Arbeit gedankt sei!; bedankt sei auch Don-kun, der sich um ein gemeinsames Treffen mit dem Dresdener Stammtisch gekümmert hatte.

Im fernen Zürich trafen sich 6 Mitglieder der Schreibwettbewerbs-Jury, um den Sieger des 13. Schreibwettbewerbs zu küren. Die Sieger des Wettbewerbs findet ihr auf der Schreibwettbewerbsseite und einen schönen Bericht zur Jury-Sitzung von Mautpreller im Kurier. Wie auch in der Vergangenheit wurden alle Reise- und Unterkunftskosten der Jury-Mitglieder von Wikimedia Deutschland übernommen.

Fundraising

Der Oktober ist der letzte Monat vor der Herbstkampagne, die dieses Jahr Mitte November beginnen wird. Die Vorbereitungen für die diesjährige Kampagne, die erstmals durch ein aktives Fundraising von uns begleitet wird, nahmen deshalb die meiste Zeit des Monats in Anspruch: es wurde eine Geschichte konzeptionalisiert,  in der erzählt wird, warum gerade wir in Deutschland wichtig für die Wikipedia sind,  und die Spendenseiten erhielten eine neue Struktur und inhaltliche Neuausrichtung. Denn im Unterschied zu früher werden die potentiellen Spender direkt auf unsere Webseite geleitet, weshalb unsere Serverkapazitäten ebenfalls den neuen Gegebenheiten angepasst wurden. Die neuen Spendenseiten inkl. unserer Geschichte werden dann mit der neuen Vereinswebseite zum Beginn der Herbstkampagne frei geschaltet.

Des weiteren hat es im Oktober zwei mehrstündige Bannertests auf der deutschen Wikipedia gegeben, die wieder mal verdeutlicht haben, dass ein Banner auch den kreativsten Spruch locker in den Schatten stellt: der Jimmy-Banner (siehe hier).

Der nächste Bericht erscheint am 3. Dezember 2010.

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Druckfrisch: Broschüren über Wikimedia-Projekte

Jetzt gibt es bald wirklich keine Entschuldigungen mehr, sich an den Wikimedia-Projekten nicht zu beteiligen. Die ersten beiden einer Reihe von Informationsbroschüren über Wikimedia-Projekte sind frisch gedruckt. Auf wenigen Seiten sollen sie all jene, die sich in der Wikimedia-Welt noch nicht auskennen, darüber aufklären, wie Wikipedia und deren kleinere Schwesterprojekte funktionieren und wie man selbst aktiv werden kann.

Den Anfang machen das “Wikipedia-Einmaleins” und die Broschüre “Wikiversity – Lernen und Lehren”. Weitere Informationsbroschüren sind in Arbeit, zum Beispiel über Wikimedia Commons, Wikibooks  und Wikisource. Alle Broschüren folgen einer klaren Gliederung. In der Einleitung erfährt der Leser zunächst über die Ziele von Wikimedia und was und wer Wikimedia überhaupt ist. Im Anschluss begleitet jede Broschüre den Leser Schritt für Schritt durch die Grundlagen des jeweiligen Projektes. Wie melde ich mich als Benutzer an? Was sollte ich wie zuerst tun und warum? Wie werde ich aktiver Teil der Community? Den Abschluss bilden allgemeine Fragen und Antworten sowie Verweise auf Hilfeseiten in der Wikipedia.

Mit diesen Informationsbroschüren will Wikimedia Deutschland vor allem über die Projekte aufklären. Darüber hinaus wäre es erfreulich, wenn die Broschüren helfen, die Mitarbeit an den Projekten zu erhöhen und eine offensichtliche Hemmschwelle zu verkleinern. Gerade das Beispiel Wikipedia zeigt, wie verhältnismäßig wenig Menschen den Schritt vom Leser zum aktiven Benutzer machen.

An diesen Broschüren haben aktiv Mitglieder der Community mitgearbeitet – und allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Bei der Erstellung weiterer Broschüren und Informationsmaterialien wünschen wir uns ebenso viel Unterstützung und werden hierzu nochmals entsprechend in den Projekten zur Mitarbeit aufrufen. Die Broschüren sind nicht nur online verfügbar sondern können auch kostenlos unter redaktion@wikimedium.de bestellt werden.

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Bericht aus der Geschäftsstelle September 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für September 2010.

[[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] – CPoV-Konferenz in Leipzig

Am letzten September-Wochenende fand in der Leipziger Universitätsbibliothek die Konferenz [[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] statt. Ziel war es „Wikipedia-Forscher, Kritiker und Community-Mitglieder für eine produktive, interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Mainstream-Wissensmedium Wikipedia zusammenzubringen“. Nach Veranstaltungen in Bangalore und Amsterdam war dies die dritte Konferenz der Wikipedia-Forschungsinitiative „CPoV – Critical Point of View“. Auf Anfrage der CPoV-Organisatoren haben wir die Wikipedia-Workshops am Freitag organisiert und den Roundtable „Wikipedia und Wissenschaft“ am Samstag Abend vorbereitet. Mehreren freiwilligen Mitarbeitern der Wikipedia, sowie den Referenten der Workshops am Freitag haben wir durch die Unterstützung bei Reise- und Unterkunftskosten die Teilnahme an dieser Veranstaltung ermöglicht.

Das Eröffnungsreferat am Freitag Vormittag bot Grundlagenwissen über die Wikipedia; im anschließenden Workshop zu den Themenfeldern „Artikelrecherche“, „Bebilderung“ und „Administration“ vermittelten fünf Wikipedianer anhand praktischer Beispiele detaillierte Einblicke zum Arbeiten in und mit der Wikipedia. Leider kamen nicht so viele Teilnehmer wie erhofft, das Medienecho war dennoch enorm: Besonders gefreut haben wir uns über die ausführlichen Berichte in tagesschau und ARD-Nachtmagazin.

Der Roundtable am Samstag war mit über 70 Teilnehmern sehr gut besucht. Ziel dieses Treffens war, Wikipedisten und Wikipedianer in gemütlicher Atmosphäre zusammen zu bringen. Nach einem Impulsreferat von René König zum Thema „Wissenschaft und Wikipedia – eine konfliktreiche Zwangsehe“ gab es von beiden Seiten viele Fragen, Diskussionsbeiträge und Statements. Und auch wenn der Tisch eher eckig als rund war, war dies ein durchaus geglückter Versuch, den Dialog zwischen Forschern und Beforschten zu beleben und den ersten Konferenztag zu reflektieren.

Der Anspruch der gesamten Veranstaltung, Wikipedisten und Wikipedianer auch einmal außerhalb der virtuellen Welten zusammen zu bringen, ist in unseren Augen durchaus gelungen. Die Konferenz war vielstimmig und konstruktiv; sie zeigte viele gute und kritische Ansätze, die Grundlage für weitere Diskussionen und Auseinandersetzungen bieten werden.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Tim Moritz Hector, Achim Raschka, Martin Rulsch, Gerd Seidel und Steffen Prößdorf, die sich kurzfristig zur Organisation und Durchführung der Workshops bereit erklärt hatten, an die Konferenz-Veranstalter Andreas Möllenkamp, Geert Lovink und Johanna Niesyto, sowie an die Sprecher und Teilnehmer für ihre Beteiligung!
Ausführliche Berichte finden sich auf der Website der Veranstaltung, aktuelle Meinungen und Informationen unter dem Hashtag #cpov bei Twitter, in einigen Blogs und in anderen Medien. Videomitschnitte und Redemanuskripte werden innerhalb der nächsten Wochen ebenfalls zur Verfügung gestellt.

WissensWert – Der Ideenwettbewerb

Am 16. September haben wir den Ideenwettbewerb WissensWert ins Leben gerufen. Dabei rufen wir Wikipedianer, Wikimedianer und andere Free Culture/Free Knowledge-Akteure auf, uns ihre Ideen zur Förderung Freien Wissens vorzustellen und finanzielle Unterstützung für deren Umsetzung bei uns zu beantragen. Wir möchten helfen, aus mutigen Ideen außergewöhnliche Projekte zu machen und stellen ausgewählten Initiativen dafür bis zu 5.000 Euro zur Verfügung. Wir stellen aktuell noch die Jury zusammen und nehmen noch weitere Vorschläge entgegen. Mit diesem Wettbewerb möchten wir besonders darauf aufmerksam machen, dass wir Initiativen mit ähnlichen Zielen gerne als Ansprechpartner und möglicher Unterstützer zur Verfügung stehen. Ideen zur Förderung Freien Wissens können jederzeit an uns herangetragen werden!
Die Nachricht über den Wettbewerb verbreitete sich sehr schnell, nicht zuletzt auch dank der Einträge auf netzpolitik und heise. In den ersten beiden Wochen wurden schon 30 Ideen eingereicht, am 15. Oktober endet die erste Bewerbungsphase. Wir freuen uns über die positive Resonanz dieses Experimentes und nehmen gerne Rückmeldungen und Optimierungsvorschläge für weitere Runden entgegen.
Teilnahmebedingungen und Bewerbungsformular finden sich auf der Vereinswebsite und auf der Projektseite in der Wikipedia.

Zedler-Medaille und Wikipedia Academy

Die Einreichungsfrist für die Zedler-Medaille endete am 30. September, die Beiträge werden nun an die Juroren weiter gegeben.  Bei der Preisverleihung am 19. November werden wir die Gewinnerinnen und Gewinner bekannt geben und ehren.

Die Vorbereitung für die Zedler-Verleihung und die Wikipedia Academy am 19. und 20. November in Frankfurt am Main sind in vollem Gange. Es wurden weitere Vorschläge für Programmpunkte gesammelt und erste Speaker angesprochen. Neue Ideen sind auch hier herzlich willkommen! Die Academy spricht – wie die CPoV – Wikipedianer und Wissenschaftler an, inhaltlich geht es aber weniger um Wissenschaften über die Wikipedia sondern Wissenschaften in der Wikipedia. In der nächsten Woche wird die Registrierung zu beiden Veranstaltungen eröffnet und das Programm wird in einer Beta-Version veröffentlicht.

Aus dem Maschinenraum

Im September ist nun endlich die Unterstützung für TIFF-Bilder auf allen Wikimedia-Projekten aktiviert worden – sie können jetzt direkt in Artikeln verwendet werden, genau wie JPEGs. Des weiteren haben wir das Pilotprojekt mit der DZB vorbereitet, die für alle Artikel des Tages im Oktober eine gesprochene Version bereit stellt. Hierfür haben wir den RSS-Feed der Artikel des Tages in einem Podcast umgewandelt, mit dem man täglich den Artikel als OGG-Datei empfangen kann. Aus dem Labor ist zu berichten, dass wir in einem Prototyp-Wiki die bibliographischen Daten des HBZ importiert haben. Damit ist es möglich, Einzelnachweise nur über die Angabe der ISBN einzubinden.

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium konnten einige Stipendien vergeben bzw. versandt werden – Geschichte, Fußball und Musik waren diesmal die Bereiche, die damit in Zukunft vielleicht ein wenig besser gedeihen.

Eine besonders schöne Nachricht ist, dass mit der Hinzunahme des Wikiprojekts Philosophie das Literaturstipendium erneut gewachsen ist. Damit sind jetzt 15 Fachbereiche im Literaturstipendium vertreten. Das die Vergrößerung im Zuge des Relaunchs ein Erfolg ist, zeigen die Zahlen: Konnten wir am 31. Mai 2010, nach über 2 Jahren, den tausendsten Artikel feiern, so waren es am 31. August 2010 bereits mehr als 1200 Artikel – ein Zuwachs von rund 200 Artikeln in nur drei Monaten. Go, go, go!

Content-Befreiung

Die Deutsche Nationalbibliothek hat sich nun dafür entschieden, ihre überregionalen Normdateien (PND, GKD, SWD und EST) unter eine freie Lizenz zu stellen. Die Daten wurden bereits hier eingestellt und sind zum Download bereit, leider fehlt noch ein sehr wichtiges Element: Die Lizenz. Die DNB hat hier nur sich darauf festlegen lassen, dass die Lizenz den Bedingungen der Open Knowledge Definition
(OKD) entsprechen soll und ihrem Wesen an das Modell von cc-by-sa (also Sharealike und Attribution) angelehnt sein soll. Die OKD
ist vereinbar mit dem Konzept Freier Inhalte, wie sie bei Wikimedia-Projekten gepflegt werden.

Dritter Korb

Am 27. September fand die dritte von insgesamt vier Anhörungen zum “Dritten Korb” im Urheberrecht statt, es ging hier um sehr konkrete Fragen der Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften, von denen Wikimedia Deutschland oder Wikipedia oder das Freie Wissen nicht betroffen sind.

Dialog Internet

Die Auftaktveranstaltung “Dialog Internet” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 28. September, zu der Wikimedia Deutschland eingeladen war und durch Mathias vertreten werden sollte, wurde leider aufgrund der Erkrankung der Bundesministerin kurzfristig abgesagt und soll im November wiederholt werden.

Europeana

Am 30. September nahm Mathias an einem Workshop des Europeana-Projektes zu Metadaten teil. Europeana ist hier noch in einer sehr unschönen Situation mit großen Unklarheiten über den Lizenzstatus der eingestellten Metadaten und ohne große Fortschritte seit der Plenary-Veranstaltung 2009. Wikimedia will hier mithelfen, Lösungen aufzuzeigen und die Teilnehmer zu ermutigen, alle verfügbaren Metadaten ohne lizenzrechtliche Barrieren auch Dritten zur Verfügung zu stellen.

Mitglieder

Im September 2010 erhielten wir 13 Mitgliedsanträge; davon haben 5 die aktive und 8 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 4 Kündigungen (ohne Angabe von Gründen). Der Verein zählt damit Ende September 479 aktive und 149 Fördermitglieder, also insgesamt 628 Mitglieder.

Community

Die Teilnehmer des am ersten Oktober-Wochenende in Köln stattfindenden “2. Limeskongress” des Wikipedia-Projektes Römischer Limes fördern wir mit der Übernahme von Eintrittsgeldern für archäologische Fundstätten und einen Museumsbesuch, Übernachtungs- und Reisekosten. Wir hoffen damit zum guten Gelingen eines arbeitssamen Wochenendes beitragen zu können und wünschen den Teilnehmern eine spannendes Exkursionswochenende!

Fundraising

Der Monat September war geprägt durch die Vorbereitungen zur diesjährigen Herbstkampagne. Hierzu wurde sowohl auf Meta als auch in der deutschen Wikipedia eine Diskussion angestoßen. Welche Banner sollen getestet werden? Welche spiegeln die Philosophie der Wikimedia-Projekte am besten wider? Um nicht in einem luftleeren Raum zu argumentieren, finden seit August auch umfassende Tests von Bannern in der englischsprachigen Wikipedia statt. Die ersten Ergebnisse können hier eingesehen werden. Die Bannertests in der deutschsprachigen Wikipedia werden Anfang September beginnen. Hierzu gibt es schon eine erste Auswahl, die hier eingesehen und diskutiert werden kann und übrigens auch soll.

Zudem wurde mit Spendwerk eine Fundraising-Agentur gefunden, die unsere Vorbereitung für die Herbstkampagne konzeptionell unterstützen wird. Die Planungen, inwiefern die Spendenbanner auf de.wikipedia.org, mit anderen Online- und Offline-Aktivitäten ergänzt werden, haben insgesamt einen großen Teil der Arbeit im September ausgemacht.

Schließlich wurden zwei klassische Mailings verschickt. Das erste Mailing mit der aktuellen Wikimedium wurde an 800 ältere und neuere Spender verschickt. Der Fokus dieses Mailings war die Wikipedia Academy. Erfreulicherweise haben wir schon mehrere Fördermitglieder hierdurch gewonnen. Das zweite Mailing mit dem aktuellen Jahresbericht ging an 140 Berliner Richter. Damit erhoffen wir uns ein stärkeres Erscheinungsbild bei der Zuweisung von Geldauflagen.

Nachdem dieser Bericht leider etwas verzögert erschienen ist, wird der nächste wieder pünktlich am 4. November 2010

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Bericht aus der Geschäftsstelle August 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für August 2010.

Literaturstipendium

Der kürzliche Relaunch des Literaturstipendiums führte zu erfreulich vielen Anfragen, die nunmehr abgewickelt wurden. Einige weitere Anfragen stehen noch in der Pipeline. Nicht allein in den neu hinzugekommenen Bereichen, auch aus den “klassischen” Fachbereichen wurden wir verstärkt angesprochen und konnten so weitere Autoren bei ihrer Arbeit in der Wikipedia unterstützen. Außergewöhnlich darunter sicher das dreibändige, 13 Kilogramm schwere chinesische Werk “Quan guo zhong dian [...]“, das zahlreiche Kulturdenkmäler der VR China behandelt.

Wikipedia Academy

Leider erhalten wir in diesem Jahr keine Förderung der Wikipedia Academy durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, unser Antrag wurde nicht bewilligt. Erfolgreich verlief hingegen die Suche nach einem Veranstaltungsort in Frankfurt: Wir werden die Gäste der diesjährigen Academy am 19. und 20. November in den Räumen der Frankfurter Goethe-Universität empfangen. Ein erster Programmentwurf wurde erstellt, Catering- und Technik-Lieferanten gesucht und weitere Kontakte geknüpft.

Zedler-Medaille

Der Artikel- und Bilderwettbewerb um die Zedler-Medaille läuft seit Mitte Juli; den August haben wir genutzt, um die Ausschreibung über die Grenzen der Wikipedia hinaus bekannter zu machen. Wir haben Universitäten und Institute angeschrieben, in der Community getrommelt, Fotografen und Grafiker zum Mitmachen angeregt und die Stammtische sowie Freunde und Bekannte um Mithilfe gebeten.
Nach den Bannern, die alle Zedler-Supporter auf eigene Webseiten, Blogs oder Social Networks einbinden können, haben wir auch an den Offline-Werbemarkt gedacht und Poster und Flyer drucken lassen. Alle Unterstützer und Freunde Freien Wissens sind nach wie vor eingeladen, diese – natürlich kostenlos – in der Geschäftsstelle zu ordern und an Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen, Grafikbüros oder Fotostudios zu verteilen.
Die Suche nach einem geeigneten Ort für die festliche Preisverleihung ist ebenfalls erfolgreich abgeschlossen: unsere Wahl fällt in diesem Jahr auf die historische Aula der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Am 19. November werden die glücklichen Gewinner die Medaille dort im Abendprogramm der Wikipedia Academy entgegen nehmen.

Generation 50+

Im August hat sich die Geschäftsführung entschlossen, drei kleine Testprojekte mit interessierten Senioren an unterschiedlichen Standorten durchzuführen. Die Entscheidung wurde getroffen, weil sich die Vorbereitungen für das TAO-Projekt langwieriger sind als angenommen.
Elvira wurde mit der Organisation und Vorbereitung beauftragt.  Inzwischen ist eine Veranstaltung im November in Würzburg mit tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung vor Ort in Vorbereitung. An der VHS Potsdam stieß unser Vorschlag ebenfalls auf sehr positive Resonanz und ein Termin im Oktober wird vorbereitet. In Berlin ist Kontakt mit einem Bildungsträger für ein dritte Veranstaltung aufgenommen.

Gesprochene Wikipedia

Wie bereits auf der Diskussionsseite des Projekts ‘Gesprochene Wikipedia’ von Maria Schiewe (Beisitzerin im Vorstand) angekündigt, realisiert der Verein zurzeit eine Kooperation mit der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB). In einem Pilotprojekt werden professionelle Sprecher der DZB die Artikel des Tages einsprechen. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, um für den gesamtem Oktober die Artikel des Tages als gesprochene Version anzubieten. In dieser Zeit soll das Projekt ‘Gesprochene Wikipedia‘ in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, die Nachfrage untersucht und um Unterstützung geworben werden. Außerdem laufen derzeit Überlegungen, ehrenamtliche Sprecher von Wikipedia-Artikeln durch die DZB ausbilden zu lassen, um das professionelle Lesen von Fachbeiträgen zu schulen. Im September werden dazu weitere Informationen wie auch eine Pressemitteilung folgen.

Themen in den Medien

Anlässlich des Newsweek.com-Artikels gab es einige Presseanfragen. Nach der Veröffentlichung der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 hat unter anderem die FAZ das Thema vom Ende des Mitmachnetzes aufgegriffen. Trotz eingehender Informationen und Emails von Wikimedia Deutschland zeigte sich auch hier wieder die ungenaue Wiedergabe und fehlerhafte Berichterstattung. Obwohl wir für die Presseanfragen Statistiken und Factsheets zu den Wikimedia-Projekten aktuell aufbereiten und zur Verfügung stellen, ist die Wiedergabe oft falsch.
Die FAZ machte aus dem Thema: Wikipedia verliert seine Autoren. Der Reiz des Anfangs ist verloren. Als Reaktion darauf erschien der Beitrag von Torsten Kleinz im bildblog.deFakten im Rückwärtsgang‘  und auch der Tagesspiegel nahm das Thema auf. Platz für Millionen – Die deutsche Wikipedia widerspricht der These vom Ende des Mitmachnetzes Web 2.0. ‚Soll man Wikipedia nutzen‘? fragte uns die Kinderausgabe von Spiegel. Diesen und weitere Medienberichte im August sind nachzulesen in unserem Pressespiegel.

Medienwoche @IFA

Vom 3. bis 9. September findet in Berlin die IFA statt. Im Rahmen der Medienwoche zur IFA organisiert VG Media eine Podiumsdiskussion an der Sebastian Moleski teilnehmen wird . Das Thema ist: Urheber- und Leistungsschutzrechte – Bremse oder Motor für die Innovation? Derzeit laufen die internen Briefings, Abstimmungen und Vorbereitungen zu der Veranstaltung. Weitere Informationen hier.

Wikimedium

Seit Erscheinen der neuen Ausgabe unserer Vereinszeitung Anfang August haben uns mehr als 100 Interessenten angeschrieben, um die Zeitung zu abonnieren. Im Rahmen des Wissenschaftsjahr Berlin 2010 wird die Kulturprojekte Berlin GmbH ein Mailing mit je fünf Exemplaren der Zeitung an ca. 350 Schulen und wissenschaftliche Einrichtungen durchführen. Die Verbreitung der Zeitung wird von Ausgabe zu Ausgabe verbessert und erreicht immer mehr Leser. Weitere Ideen dazu sind sehr willkommen.

Mitglieder

Im Laufe des Juli und August 2010 haben wir insgesamt 14 neue Mitglieder aufgenommen; davon haben neun die aktive und fünf die Fördermitgliedschaft beantragt; Kündigungen gab es keine in diesem Zeitraum. Der Verein zählt damit Ende August 475 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 141 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), also insgesamt 616 Mitglieder.

Community

Die zehn Schiedsrichter der Wikipedia haben sich Anfang Juli zu einer Sitzung in Frankfurt am Main getroffen, um sich kennenzulernen und anstehende Fragestellungen zu klären: Mit Reise- und Übernachtungskosten unterstützte Wikimedia Deutschland dieses Wochenend-Meeting.
Besonders erfreulich, dass auch die Mentoren der Wikipedia sich wieder zu einem Wochenend-Workshop zusammenfinden: ca. 15  Mentoren werden sich Mitte Oktober in der Evangelischen Akademie in Meißen treffen, um über technische Umstellungen der Datenbank, allgemeine Fragen der Zusammenarbeit, Arbeitsorganisation, über Bild- und Urherrechte oder grundlegende Ansätze der Motivationspsychologie zu sprechen. Dieses Treffen wurde im Vorfeld organisatorisch von Henriette betreut und wird mit finanziellen Zuschüssen zu Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten unterstützt. Wir wünschen den Mentoren ein arbeitsames und  konstruktives Wochenende!
Ende Juli fragten die Organisatoren der Veranstaltung [[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] bei Wikimedia Deutschland an, ob man sich eine organisatorische und finanzielle Unterstützung dieser Veranstaltung vorstellen könne: Bei der Organisation und Umsetzung dreier einführender Wikipedia-Workshop-Veranstaltungen zu den Themen Artikelrecherche, Bebilderung und Administration und der Einbindung der Wikipedia-Community in die Konferenz waren Ideen und veranstalterische Kompetenz gefragt. Seit Ende August stehen Planungsseiten in der Wikipedia bereit und jeder, der am Konferenzprogramm und dem – gewiss spannenden! – Roundtable-Gespräch zwischen Wikipedianern und Wissenschaftlern teilnehmen möchte, sei ermuntert sich informell auf den Planungsseiten einzutragen: Wir freuen uns auf rege Teilnahme der Community!
Vom 03. bis 05. September 2010 findet der Klassiker der Community-Veranstaltungen statt: Der Fotoworkshop in Nürnberg wird zum bereits siebten Mal spannende Gespräche rund ums Foto-Thema bieten; Wikimedia Deutschland unterstützt die Fotografen mit technischer Ausstattung und Reisekosten.

Aus dem Maschinenraum

Diesen Monat ist viel Arbeit in die XMLRC-Extension geflossen. Hinter dem kryptischen Namen verbirgt sich die Möglichkeit, auf einfache Weise alle Änderungen in einem Wiki verfolgen zu können. Eine Demo-Installation für die englischsprachige Wikipedia läuft auf dem Toolserver, Details sind hier zu finden.

Fundraising

Der Monat August stand ganz im Schatten der Vorbereitungen für den diesjährigen Fundraiser. Den Auftakt der Vorbereitungen machte ein Besuch der WMF vom 8. bis 13. August. Während des Aufenthaltes wurde insbesondere das Konzept des Fundraisers 2010 der WMF diskutiert. Drei Seiten möchte wir Euch in diesem Zusammenhang ans Herz legen: die allgemeine Seite auf meta rund um den nächsten Fundraiser mit allen relevanten Links, die globale Diskussionsseite für mögliche Banner und Botschaften und die Seite der getesteten Botschaften. Denn die Vorbereitungen für den Fundraiser 2010 haben begonnen! Der frühe Beginn der Vorbereitungen hat vor allem zwei Gründe: Erstens soll eine intensive globale Diskussion zwischen WMF, Chaptern und den Communities einen kreativen Austausch für die Gestaltung der Kampagne initiieren und zweitens sollen Botschaften auf ihre Effektivität getestet werden, um die erfolgreichsten während des Fundraisers einzusetzen.
In Ergänzung zur globalen soll auch eine Diskussion mit und innerhalb der deutschsprachigen Community entstehen. Hierfür wurde von Till eine Diskussionsseite eingerichtet, auf der ihr ebenfalls das Konzept der WMF zusammengefasst finden könnt. Ihr seid alle eingeladen,euch an den Diskussionen zu beteiligen.

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Zu Besuch in San Francisco

Seit ich vor etwas mehr als einem Jahr Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland wurde, gab es stets einen Aspekt, mit dem ich nicht wirklich zufrieden war: Die Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsstelle in Berlin und der Wikimedia Foundation in San Francisco. Es gibt viele Überschneidungen in Projekten, wir werden immer wieder von der Presse zu Positionen der Foundation befragt, das Fundraising ist eine globale Angelegenheit, technische Entwicklungen, die wir vorantreiben, werden von der Foundation implementiert – kurz: Die Themen sind vielfältig, die Abstimmung war jedoch ausbaufähig. Das lag weder an mangelndem Interesse auf unserer Seite noch an einer Zurückhaltung der Kollegen in San Francisco, sondern ist vielmehr dem Umstand geschuldet, das andere Dinge einfach Vorrang hatten.

Das ändert sich aber gerade: Ich bin diese Woche (also von Montag bis Samstag) in San Francisco, um mit einer Reihe von Meetings genau diese Lücke in der Zusammenarbeit zu schließen. Es geht um die Planung für den Fundraiser 2010 (unser Fundraiser Till Mletzko ist ebenfalls mit mir hier), die Abstimmung technischer Infrastrukturprojekte, erste Gespräche zum Thema “10 Jahre Wikipedia”, um die Grundlagen der Zusammenarbeit von WMF und uns (Sebastian als 1. Vorsitzender ist ebenfalls hier) und um vieles andere. Noch wichtiger als die konkreten Ergebnisse der nächsten Tage wird aber die besser Abstimmung in der Zukunft sein, deren Grundlage die persönlichen Kontakte sind. Und so wird dies nicht der letzte Besuch von Mitarbeitern von Wikimedia Deutschland bei der Foundation sein, ebenso wie wir uns auf Besuch von anderen Chaptern oder der Kollegen aus San Francisco in Berlin freuen dürfen.

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Bericht aus der Geschäftsstelle Juli 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

Literaturstipendium

Am 14. Juli war es soweit: der angekündigte Relaunch des Literaturstipendiums fand statt. Das seit 2007 aktive und leicht angegraute Programm, mit dem Wikimedia Deutschland Wikipedia-Autoren durch Anschaffung von Fachliteratur beim Artikelschreiben unterstützt, bekam nicht nur eine neue und übersichtlichere Optik, sondern auch ein strafferes und transparenteres Regelwerk.

Im Rahmen von „Kompass 2020“ stehen fachspezifische Strukturen der Wikipedia wie z.B. Redaktionen und Projekte als Kristallisationspunkte zur Qualitätssteigerung besonders im Fokus, diese Bemühungen um Qualität möchte Wikimedia Deutschland stärken. Daher kamen jetzt viele neue Bereiche zum Literaturstipendium hinzu, darunter Wirtschaft, Bildende Kunst, Film und Fernsehen, Physik und Medizin, regelmäßig werden in Zukunft weitere ergänzt. Als schöner Start konnten gleich zwei Anfragen aus den neuen Bereichen erfüllt werden. Als weiterer Schwerpunkt ist der Bereich “eLitstip” für das Thema “Zugriff auf elektronische Literaturdatenbanken” angelegt worden, der Bereich ist momentan noch sehr rudimentär, mittelfristig aber weiter zu entwickeln.

Schulprojekt

Letztmalig vor dem Schulprojekts-Sommercamp fand am 5.7. im Berliner Lessing-Gymnasium ein “klassischer” Schüler-Aktionstag statt. Den Schülern wurden hier wichtige Grundlagen der Wikipedia und ihrer Struktur vermittelt und sie bekamen Gelegenheit, sich durch praktische Übungen an Artikeln mit diesen vertrauter zu machen.

Am 23. Juli begann dann das Sommercamp des Schulprojekts: knapp 20 engagierte Freiwillige aus allen Teilen Deutschlands trafen sich im Essener Linuxhotel. Die Gruppe setzte sich zusammen aus langjährigen Wikipedianern mit unterschiedlichen Erfahrungen im pädagogischen Bereich sowie professionell geschulten Pädagogen mit Außensicht auf die Wikipedia. Mit ihnen zusammen galt es, die ersten Schritte zum Aufbau eines bundesweiten Referenten-Netzwerks zu machen.

Ziel war, miteinander über ein Wochenende hinweg zwei Veranstaltungen für Schüler bzw. Lehrer zu konzipieren. Nach einem umfassenden Erfahrungs- und Meinungsaustausch über eigene Schulungen und Vorträge wurden gemeinsam standardisierte Schulungsinhalte und –materialien konzipiert. Diskutiert wurden vor allem die Herausforderungen der Vermittlung von kritischem Wohlwollen gegenüber der Wikipedia, die Erwartungshaltung von Schülern und Lehrern sowie Unterrichtsmethoden und pädagogische Kniffe.

Die Schulung profitierte ungemein von den vielschichtigen Erfahrungen der Teilnehmer und es entwickelte sich eine ausgesprochen positive und konstruktive Gruppendynamik, die sich auch online fortführt. Den Abschluss am Sonntag bildete dann ein Präsentations- und Rhetoriktraining, das von der externen Trainerin Dörte Stahl geleitet wurde. Mit Schulbeginn werden die ersten Referenten beginnen, Aktionstage und Lehrerschulungen durchzuführen. Nach wie vor werden weitere Referenten gesucht, aber auch Schulen, Medienzentren und weitere Bildungsinstitutionen, die Interesse an der Durchführung von Veranstaltungen haben. Nähere Informationen zum Projekt finden sich unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikipedia-Schulprojekt, Kontakt über schule@wikimedia.de.

Zedler-Medaille 2010

Am 15. Juli haben wir die Ausschreibung für die Zedler-Medaille 2010 eröffnet. Gesucht werden herausragende Artikel und exzellente Bilder in den Kategorien Natur- und Geisteswissenschaften sowie zum Thema „Die Zukunft der Energie“. In Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie dem Verlag Spektrum der Wissenschaft schreibt Wikimedia Deutschland diesen Wettbewerb in diesem Jahr zum vierten Mal aus. Die Suche nach weiteren Unterstützern war erfolgreich: Mit BASF SE haben wir einen neuen Sponsor für die Preisgelder im Artikelwettbewerb in Höhe von 6.000 Euro gefunden, die Zeiss AG und der Verein Reporter ohne Grenzen stellen uns attraktive Sachpreise wie Objektive, Kameras und Bildbände für den Bilderwettbewerb zur Verfügung.

Damit die Ausschreibung breitenwirksam beworben werden kann, hat unsere Grafikerin Buttons und Banner zum Einbinden auf Blogs, Websites oder Wikis erstellt. Wir laden interessierte Universitäten, Studierende und wissenschaftliche Einrichtungen außerdem ein, Aushänge mit Informationen zum Wettbewerb bei uns in der Geschäftsstelle zu bestellen.

Wikimania

Auf der Wikimania war Mathias Co-Referent einer Präsentation des Google-Managers Michael Galvez aus dem Projekt Google Translate. Google hat hier mit unserer Beratung eine Schnittstelle für seine Oberfläche geschaffen, die es menschlichen Übersetzern ermöglicht, Wikipedia-Texte in andere Sprachen zu portieren. Der Talk hat unter anderem wegen eines Artikels in der New York Times erhöhte Aufmerksamkeit auf die Technik und die praktischen Erfahrungen einiger Wikipedia-Sprachausgabe (Schwerpunkt: Sprachen in Indien) geschaffen.

Catrin hat vor allem das Angebot an Panels, Workshops und Präsentationen stark genutzt. Teilgenommen hat sie an Präsentationen und Diskussionen  rund um die Themen Governance in Wikipedia / Wikimedia, Wikipedia Books, Wikimedia und Social Media und Präsentationen der Foundation zur Strategie, zur Public Policy Initiative und deren Umsetzung.

Im Rahmen der Vorbereitungen zur Wikimania 2011 in Haifa gab es bereits Gespräche in Gdansk mit Vertreter von Wikimedia Israel. Einigung besteht darüber, die Pressearbeit seitens WMDE für die Wikimania auszubauen und frühzeitig gemeinsam Themen und Beiträge zu erarbeiten, die für die Medien in Deutschland interessant sein könnten. Außerdem ist denkbar, Medienvertreter aus Deutschland zu der Wikimania einzuladen.

Dritter Korb

Bei der Zweiten Anhörung im Dritten Korb des Deutschen Urheberrechts in Berlin ging es um die Förderung von “Open Access” mittels der Einführung eines unabdingbaren Zweitverwertungsrechts für Autoren. Verlegerverbände sind hier erwartungsgemäß dagegen, Wissenschaftsverbände und die Zivilgesellschaft dafür. Auch von Seiten der Politik gab es fraktionsübergreifend Zustimmung für eine solche Regelung, die allerdings nur indirekt Open-Access-Publikation erleichtern wird. Mathias hat für Wikimedia Deutschland an dieser Anhörung teilgenommen.

Free Culture Research Conference

Unter der Überschrift „Freie Kultur zwischen Allmende und Markt: Annäherung an eine hybride Wirtschaft?“ treffen sich von 8. bis 9. Oktober 2010 an der Freien Universität Berlin bereits zum dritten Mal Wissenschaftler und Praktiker aus verschiedensten Disziplinen und Bereichen, um sich über aktuelle Free-Culture-Themen auszutauschen. Wikimedia Deutschland ist an der Organisation der Free Culture Research Konferenz beteiligt und wird ein eigenes Panel zum Thema Zugang zu Regierungsdaten und -inhalten beitragen.

Wikipedia Academy

Die Suche nach Räumen und potentiellen Partnern für die Wikipedia Academy setzte sich auch im Juli fort. Gespräche mit der Goethe Universität Frankfurt verliefen vielversprechend und werden im August fortgeführt. Die inhaltliche Ausrichtung wurde weiter justiert und ist auf der Projektseite nachzulesen.

Wie in den vergangenen Jahren soll die Academy offizieller Teil des Wissenschaftsjahres werden, welches 2010 das Motto „Die Zukunft der Energie“ trägt. Der entsprechende Antrag wurde im Juli beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eingereicht.

Themen in den Medien

Es zeigt sich im Juli ein kleines Sommerloch. Einige regionale Tageszeitungen fragten bei Catrin Kontakte zu Wikipedia-Autoren für Interviews an. Die Pressemitteilung zum Abschluss des Projektes ‚Nachwachsende Rohstoffe‘ wurde in Abstimmung mit Achim Raschka vom Nova-Institut erstellt und versendet. Im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland dazu einige Veröffentlichungen:  http://wikimedia.de/index.php?id=85

Es entstand die Zusammenarbeit mit der Redaktion des Newsletters ‚Erfahrung ist Zukunft‘ einer Initiative der Bundesregierung, die sich in der nächsten Ausgabe mit ‚bürgerschaftlichem Engagement‘ beschäftigt und hierzu auch Statements einiger Wikipedia-Autoren veröffentlichen wird.

Wikimedium

Die Fertigstellung der Wikimedium hat im Juli noch einige Zeit in Anspruch genommen. Unter anderem auch dadurch, da die nächste Ausgabe im Umfang um zwei Seiten erweitert wurde. Die gedruckte Wikimedium kann ab sofort in der Geschäftsstelle bestellt werden. Insbesondere Stammtische und Interessierte mit einem eigenen ‚Verteiler‘ können gern auch höhere Stückzahlen erhalten.  Im Juli kamen fast 50 neue Wikimedium-Abonnenten über die Bewerbung in der Infobox unter www.wikipedia.de dazu. Die Online-Version der Wikimedium  steht hier zur Verfügung.

Die Wikimedium erregt auch bei anderen Chaptern immer mehr Aufmerksamkeit und die Frage, wie wir die Zeitung zu einem ‘internationalen Informationsmedium‘  ausbauen können, wurde in Gesprächen während der Wikimania diskutiert. Eine Übersetzung durch translatewiki ist denkbar und wird derzeit geprüft.

Social Media

Im Rahmen der Wikimania und danach hat sich Catrin mit dem Thema auseinandergesetzt, wie wir andere Netzwerke nutzen können, insbesondere unter Berücksichtigung der Ziele, die Teilnahme zu steigern (Participation) und neue Wege für die Verbreitung der Idee Freien Wissens zu finden (Innovation).  Was machen andere Chapter hier bereits und wir können wir eine Zusammenarbeit vertiefen? Das Thema wird weiter aufbereitet und Ideen dazu sind immer willkommen. In diesem Zusammenhang sei auch auf unsere offene Praktikumsstelle hingewiesen.

Zedler

Im Rahmen der Vorbereitungen zur Wikipedia Academy / Zedler-Preisverleihung hat Catrin gemeinsam mit unserer Grafikerin Logo und Slogan entwickelt und entsprechend Banner und Plakate produziert. Hinzu kam die Akquisition der Carl Zeiss AG  als Partner des Bilderwettbewerbs der diesjährigen Zedler-Preisverleihung. Die Carl Zeiss AG wird Preise in einem Gesamtwert von etwa 2.000,00 Euro zur Verfügung stellen.  Die Suche nach Medienpartnern ist noch nicht abgeschlossen und es wurden einige Gespräche mit Tageszeitungen und Radiosendern geführt.

Im Rahmen von Kompass 2020 stehen für den Bereich PR noch folgende Maßnahmen aus:

Die Projektvorbereitungen im Rahmen des Buchprojektes laufen. Es wurde ein Wiki eingerichtet in dem Catrin gemeinsam mit Community-Mitgliedern, Konzept und Inhalte erstellt. Gespräche mit Buchverlagen haben im Juli nicht mehr stattgefunden. Es wurde eine Liste von potentiellen Verlagen erstellt, zu denen Catrin im August Kontakt aufnehmen wird.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Wie im letzten Bericht erwähnt, sind derzeit die Broschüren für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity  in der Fertigstellung. Im Rahmen der Wikimania wurden Ideen und Layouts auch anderen Chaptern und der Foundation vorgestellt.  Es wird überlegt, wie Chaptern und Foundation besser an geplanten Broschüren zusammenarbeiten.

Wissen im Clipformat

Aufgrund der Urlaubszeit wird die Realisierung der Wissensclips in  Kooperation mit der Berliner Fenster GmbH (Fahrgastfernsehen) erst im August starten

Aus dem Maschinenraum

Auch für den Bereich Technik war die Wikimania ein wichtiges Ereignis im Juli – wichtiger noch war jedoch die WikiSym, die akademischen Konferenz über Wikis und Online-Kollaboration, die direkt vor Wikimania in Danzig statt find. Hier präsentierte Daniel Kinzler unter anderem, eine Suchmaschine für Wikimedia Commons, die eine Bildersuche in verschiedenen Sprachen erlaubt. Bislang gibt es nur einen Prototyp, eine Integration in MediaWiki ist aber angedacht.

Auf der WikiSym würden noch weitere spannende Projekte vorgeführt, zum Beispiel STiki von Andrew West, ein System zur automatischen Erkennung von Vandalismus, und Woogle von Hans-Jörg Happel, ein Social-Search-Feature für MediaWiki, die unter anderem Anzeigt, wie oft nach noch fehlenden Artikeln gesucht wurde. Daneben gab es eine Brainstorming-Session mit Erik Möller darüber, wie das perfekte Wiki aussehen könnte, und noch viele andere interessante Veranstaltungen.

Ein Aspekt der Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentralbücherei für Blinde trägt nun langsam Früchte: bei unserem Besuch bei der DZB hatten wir vereinbart, dass sich die Experten für Barrierefreiheit im Web einmal die Wikipedia ansehen – insbesondere auch die neue Vector-Skin. Das Ergebnis war insgesamt positiv, aber natürlich gab es einige Kritikpunkte. Diese sind jetzt auf <http://www.mediawiki.org/wiki/Accessibility> zusammengetragen und in Bugreports aufgenommen, die hoffentlich bald abgearbeitet werden können.

Fundraising

Der Monat Juli war geprägt durch wichtige Entscheidungen für das zukünftige Fundraising.  Die Suche nach einer angemessenen Spenderdatenbank ist nahezu abgeschlossen. Es wurden insgesamt vier unterschiedliche Anbieter entsprechender Spenderdatenbanken eingeladen, woraus sich letztlich zwei Optionen als Präferenzen herausgebildet haben. Mitte August wird über die Auswahl des Produktes entschieden.  Ebenfalls wurde die Suche nach Fundraising-Agenturen abgeschlossen. Drei Agenturen haben ihre Vorstellungen über eine mögliche Kooperation zwischen Wikimedia und potentiellen Unternehmen vorgestellt. Die Entscheidung über die Auswahl der Agentur ist ebenfalls für Mitte August geplant.

Als weiterer Punkt ist die verstärkte Spenderbindung und -kommunikation zu nennen. Vier Bereiche lassen sich erwähnen. Zunächst wurde ein Spendenflyer geschrieben, der über die Spendennotwendigkeit und -verwendung aufklärt. Dieser soll im August produziert werden. Zweitens wurden 5 x 2 Tickets zur „Tafel der Demokratie“, einer Feier zum Amtsantritt des neuen Bundespräsidenten am 20.8.10, verlost. Damit möchte Wikimedia Deutschland ihren Spenden für ihr Engagement danken.

Drittens wurde die Kommunikation in Sozialen Netzwerken ausgebaut. Es gibt nun eine Facebook-Fan-Seite von Wikimedia Deutschland. Ab August werden hier Neuigkeiten rund um den Verein, unseren Projekten und Freies Wissen allgemein kommuniziert. Zudem sollen interessante Neuigkeiten aus anderen Chaptern erwähnt werden. Viertens wurden Vorbereitungen getroffen für ein Ende August prominent erscheinender Spendenaufruf. Hierzu wird es im nächsten Monatsbericht nähere Informationen geben.

Abschließend wurden für den Bereich Geldauflagen die letzten Vorbereitungen abgeschlossen. Anfang August wird es ein bundesweites Mailing an 330 Staatsanwälte geben. Damit geht Wikimedia Deutschland einen ersten wichtigen Schritt für die Ausweitung der Spendeneinnahmen durch anderen Kanäle.

Der nächste Bericht erscheint am 3. September 2010.

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Bericht aus der Geschäftsstelle Juni 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

Schulprojekt

Ende Juni endete die Bewerbungsphase für angehende Referentinnen und Referenten für das Wikipedia-Schulprojekt. Neben vielen interessanten und engagierten Bewerbungen erreichten uns auch Unterstützungsangebote von Lehrern, Wissenschaftlern und Medienkulturzentren. Zur Vorbereitung auf ihre Aufgaben haben wir ausgewählte Bewerber am 23. bis 25. Juli nach Essen ins Linuxhotel eingeladen. Bei diesem Sommercamp werden wir gemeinsam standardisierte Schulungen und dafür notwendige Materialien für die Aktionstage und Lehrerschulungen erarbeiten.

Um nach den Sommerferien direkt die ersten Aktionstage und Lehrerschulungen mit den neuen Referenten durchführen zu können, haben wir Kontakte zu Medienzentren und Medienberatern hergestellt und intensiviert.

Wir bereiten außerdem einen Aktionstag am Berliner Lessing-Gymnasium vor. Dort werden wir am 5. Juli 30 Schülerinnen und Schülern den richtigen und kritischen Umgang mit Texten am Beispiel der Wikipedia vermitteln. Der Aktionstag wird von einem Kamerateam des RBB begleitet.

Zedler-Medaille 2010

Im Juni fanden erste Treffen und Gespräche mit Partnern und potentiellen Unterstützern statt. Gemeinsam mit dem Verlag Spektrum der Wissenschaft und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz wird Wikimedia Deutschland das Engagement für die Zedler-Medaille in diesem Jahr weiter ausbauen. Konzept, Ziele und Zielgruppe wurden teilweise modifiziert und der Wettbewerb wird um einige Aspekte erweitert: Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2010 verleiht Wikimedia neben Preisen für natur- und geisteswissenschaftliche Artikel einen Sonderpreis zum Thema „Zukunft der Energie“. Zusätzlich zu den Lexikonbeiträgen schreiben wir außerdem einen Bilderwettbewerb für herausragende Fotos und Grafiken aus, die einen bisher nicht oder nur unzureichenden Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia illustrieren.

Die Ausschreibung beginnt am 15. Juli und endet am 30. September. Die festliche Preisverleihung findet im November in Frankfurt im Rahmen der Wikipedia Academy statt.

Wir möchten Vereinsmitglieder und Community in diesem Jahr noch stärker in Planung und Organisation einbinden und haben in einigen Punkten um ganz konkrete Unterstützung gebeten.  Besonders freuen wir uns, mit David Ludwig einen langjährigen Wikipedianer und Preisträger der Medaille 2009 als Jurymitglied gewonnen zu haben.

Momentan suchen wir nach Kooperationspartnern, die uns bei der Veranstaltung bspw. durch Übernahme der Preisgelder, Stiftung von Sachpreisen oder bei den Veranstaltungskosten unterstützen.

Wikipedia Academy 2010

Auch die Vorbereitungen für die Wikipedia Academy, die im November 2010 stattfinden wird, nehmen mehr und mehr Gestalt an. Der inhaltliche Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung orientiert sich am Wissenschaftsjahr 2010 „Zukunft der Energie“. Im Mittelpunkt dieser Tagung wird der Gedankenaustausch über neue Konzepte der Wissensnutzung und -vermittlung sowie die Diskussion über die Frage nach einer Balance zwischen Breitenwirkung und Wissenschaftlichkeit in Online-Projekten wie der Wikipedia stehen. Ziel der Academy ist unter anderem die Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit für den gesellschaftlich relevanten Themenkomplex „Zukunft der Energie“ sowie die Gewinnung weiterer qualifizierter Wikipedia-Autoren, Lektoren und Korrektoren für den Bereich Energie.

Um den Dialog zwischen Wissenschaft und Wikipedia weiter zu fördern, werden z.B. Erfahrungen aus dem Projekt „Nachwachsende Rohstoffe in der Wikipedia“ einfließen und Kontakte zu externen Experten intensiviert. Im Rahmen der Academy wird außerdem der Startschuss für das Netzwerk von „Vertrauensdozenten für Freies Wissen“ an deutschen Hochschulen fallen.

Als Veranstaltungsort haben wir Frankfurt ausgewählt, die Suche nach geeigneten Konferenzräumen und lokalen Kooperationspartnern wird im Juli fortgesetzt.

Skillshare

Am ersten Juni-Wochenende fand in Lüneburg die auch von Wikimedia Deutschland unterstützte Community-Veranstaltung Skillshare statt, bei der mehrere Mitarbeiter des Vereins Workshops anboten. Die Stimmung auf der Veranstaltung war ebenso gut wie die Organisation, die Workshops waren bestens vorbereitet und das Feedback aus der Community ist sehr gut gewesen.

Vorstands-Klausur

Mitte Juni fand die Vorstands-Klausur in Lage statt, über die an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet wurde. Die Geschäftsstelle bereitet diese Treffen stets vor, d.h. wir organisieren die Räumlichkeiten und die Verpflegung, stellen sicher, dass das Equipment bereit steht, und vieles, vieles mehr. Und auch diesmal nahm der Geschäftsführer auf Einladung des Vorstands an der Klausur teil.

Lobbying

Man merkt es immer mehr: Die eingesetzte Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” hat zu einer deutlichen Steigerung des Interesses “der” Politik an netzpolitischen Themen geführt. Auch Wikimedia Deutschland wird hier als Ansprechpartner gesucht, und so hatte ich im Juni Gespräche mit Bundestagsabgeordneten (Lars Klingbeil (SPD), Sylvia Canel (FDP) und war bei den Grünen zum “Netzpolitischen Dialog” eingeladen. Bei solchen Terminen spreche ich unser Schulprojekt ebenso an wie Fragen nach dem Urheberrecht. Um in Zukunft unsere Positionen noch besser darzustellen, arbeitet Mathias im Rahmen des Kompass 2020 aktuell an einer Reihe von Positionspapieren zu für uns wichtigen politischen Fragen, die wir dann an die entsprechenden Entscheidungsträger kommunizieren werden.

Dritter Korb

Ende Juni hat das Bundesjustizministerium mit den Anhörungen zum Dritten Korb im Urheberrecht begonnen, es geht unter anderem um ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger. In den kommenden Anhörungen wird es um Open Access und Orphan Works gehen. Wikimedia Deutschland ist zu diesen Anhörungen eingeladen und wird an ihnen teilnehmen. Dies ist der Anfang eines sehr langen Prozesses.

Open Government Data

Am 17.6 fand im Niedersächsischen Wirtschaftministerium eine Arbeitsgruppensitzung zu “Open Government Data” statt, an der Mathias teilgenommen hat. Das Ministerium steht hier am Anfang eines Prozesses, ob, wie und welche Daten in der Hand der Ministerien freigegeben werden können und welche Vorteile dies für das Land brächte.

Freie Katalogdaten

Die Hochschulbibliothek der RWTH Aachen gehört nun auch zu dem wachsenden Kreis der Bibliotheken, die ihre Katalogdaten frei zugänglich machen (Lizenz CC0).

Wikisource

Im letzten Monatsbericht schon erwähnt, freuen wir uns sehr, dass das Digitalisat des Buches “Lustige Naturgeschichte oder zoologia Comica: das ist eine genaue Beschreibung aller in diesem Buche vorkommenden lebendigen Tiere der Welt mit 86 naturgetreuen Abbildungen” von Franz Bonn aus dem Jahr 1877 inzwischen angekommen ist: Naturwissenschaft auf humorige Art; mit hübschen, aber nicht ganz erstgemeinten Illustrationen.

Damit stehen auf Wikisource fünf Bücher dieses Autors in vollständig durchkorrigierten Versionen bereit: Die “Lustige Naturgeschichte” von 1877 für die exemplarisch auf die Bild-/Textseite zum “Vampyr” hingewiesen sei und den dazugehörigen zweiten Band, die “Lustige Botanik und Mineralogie” in der 2. Auflage von 1880. Hinzu kommen die Schriften “Zur modernen Pädagogik” von 1836, “Populär-wissenschaftlicher Vortrag des Dr. Sulphurius über Schule und Erziehung” von 1880 und “Populär-wissenschaftlicher Vortrag über Chemie von Dr. Sulphurius” von 1882.

Lange hat es gedauert mit der Digitalisat-Lieferung des zweibändigen Buches “Fantasiestücke in Callot’s Manier”, die E. T. A. Hoffmann von 1814–15 schrieb: Im Januar beauftragt, kam die CD Anfang Juni endlich an. Inzwischen stehen die PDFs dieser 2. Auflage des Werkes von 1819 zur Verfügung und die Korrekturarbeiten haben begonnen. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich eingeladen beim Korrekturlesen zu helfen.
Das Beste zum Schluß! Bis vor ein paar Tagen klaffte eine Lücke in den auf Wikisource bereitgestellten Ausgaben der “Kinder- und Hausmärchen” der Brüder Grimm; jeweils der erste und zweite Band der 1. (1812/15), 2. (1819) und der 4. bis 6. Auflage (1840, -43, -50 und -57) und der erste Band der 3. Auflage von 1837 waren zwar auf Wikisource vorhanden (Überblicksseite zu allen Bänden, aber der 2. Band der 3. Auflage fehlte noch. Zufällig fand Paulis diesen Band im Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin und die Wikisource-Mitarbeiter zögerten auch nicht lang mit der Digitalisat-Beauftragung: Die PDFs werden jetzt nach und nach eingestellt und warten ebenfalls auf fleißige Helfer, die bei der Korrektur mitmachen.

Themen in den Medien

Die Pressemitteilung zur neuen Benutzeroberfläche hat wenig Presseanfragen hervorgerufen und fast ausschließlich bei den Online-Medien Reaktion und Berichterstattung bewirkt.

Weiterhin Anlass für einige Presseanfragen war die Löschung von pornografischen Bildern auf Commons und die Ankündigung der Wikimedia Foundation bzw. des Board of Trustees einen externen Berater zu beauftragen, um eine Empfehlung für den Umgang mit potenziell anstößigen Inhalten zu entwickeln. Bei den Rückfragen der deutschsprachigen Presse ging es in erster Linie um Hintergrundinformationen.

Pressekontakte

Catrin hat im Juni Kontakt zur polnischen Botschaft in Berlin aufgenommen, um im Rahmen der Wikimania 2010 in Gdansk die deutschsprachige Presse vor Ort sowie polnische Journalisten zu erreichen. Die Botschaft ist bereit Einladungen und Pressemitteilungen über ihren Presseverteiler zu versenden und Kontakte zu Medien zur Verfügung zu stellen. Abstimmungen mit der Organisation der Wikimania laufen leider schleppend.

Kontakte zu Medien unter anderem zu Brandeins und dem Neon-Magazin haben im Juni zu intensiven Vorbereitungen und Rechercheaufgaben für umfangreiche Wikipedia-Portraits geführt. Catrin stellt sich derzeit einen Verteiler von Wikipedia-Autoren zusammen, um zukünftig schneller Zugriff auf potentielle Interviewpartner zu haben. Voraussetzung ist vor allem, die Bereitschaft mit Journalisten zu sprechen, die Veröffentlichung von Fotoaufnahmen des Autors und Nennung des Klarnamens.

Im Rahmen des Schulprojekts hat Catrin Kontakt zum rbb (öffentlich-rechtlicher Fernsehsender)  aufgenommen und bereitet derzeit eine Berichterstattung für die Abendschau vor. Im Juli wird Denis Bartel einen Workshop an einem Berliner Gymnasium abhalten, der von einem Kamerateam des rbb begleitet wird. Weitere Infos und Sendetermin folgen.

Wikimedium

Im Juni begannen die Vorbereitungen für die 3. Ausgabe, die im August erscheinen wird. Derzeit sammelt Catrin Ideen für redaktionelle  Themen. Aufgrund einer Kooperation mit dem Veranstalter von Wissenschaft Berlin 2010 werden die Inhalte ausgeweitet und für die nächste Ausgabe erstmals Fremdbeiträge geplant. Zudem ist Catrin in Verhandlung mit der Druckerei, um den Umfang der Wikimedium um 2-4 Seiten zu erweitern und die Auflagenhöhe von 5.000 auf 10.000 zu verdoppeln. Da die Druckerei die Zeitung kostenfrei zur Verfügung stellt hoffen wir, dass sie dieses Engagement weiter ausbaut.

Wissen im Clipformat

Die Realisierung der Kooperation mit der Berliner Fenster GmbH (Fahrgastfernsehen) hat sich etwas verschoben, da lizenz- und steuerrechtliche Abstimmungen bezüglich der Nutzung der Wikipedia-Inhalte, der Einhaltung der Lizenzbedingungen und der Einbindung von Spendenaufrufen mehr Zeit in Anspruch genommen haben. Ab Anfang Juli sollen nun die Wissens-Clips in den Berliner U-Bahnen ausgestrahlt werden. Die nächste Station ab Oktober soll das Münchener Fahrgastfernsehen werden. Durch die gründliche Vorbereitung und die Erarbeitung von schriftlichen Vereinbarungen  mit potentiellen (Medien-)Partnern wird Catrin zukünftige Kooperationen (hoffentlich) mit einem geringeren Zeitaufwand realisieren können.

Weitere Gespräche mit Medienpartnern werden ganzjährig verfolgt und u.a. auch projektbezogen gesucht. Beispielsweise sucht Catrin derzeit für die diesjährige Zedler-Veranstaltung – neben dem Spektrum Verlag der Wissenschaft – einen weiteren Medienpartner. Im Juli werden dazu Gespräche mit dem Hessischen Rundfunk und der Frankfurter Rundschau stattfinden.

Festschrift

Auf Anregung von Marcus Cyron (Wikipedia-Autor und Vereinsmitglied) wurde eine Festschrift erstellt. Idee, Konzept und Texte wurden von Marcus Cyron geliefert und Catrin hat in Kooperation mit PediaPress 25 Exemplare drucken lassen. Im Juli berichten wir dann wer sie bekommen hat – um dem noch nichts zu verraten ;)

Im Rahmen von Kompass 2020 stehen für den Bereich PR noch folgende Maßnahmen aus:

Die Informationsbroschüren für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity sind in der Fertigstellung: Texte wurden nahezu fertiggestellt und in die Layouts eingearbeitet, bzw. angepasst, gekürzt mit Grafiken und Bildern versehen.  Einzelne Community-Mitglieder unterstützen Catrin bei der Entwicklung der Texte und Layouts. Im dritten Quartal soll die Erstellung der Informationsbroschüren für alle 10 Wikimedia-Projekte abgeschlossen werden.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Wikipedia im nächsten Jahr will der Verein ein Wikipedia-Buch herausgeben. Im Rahmen des Buchprojektes laufen Projektvorbereitungen, Recherche und Gespräche mit Wikipedianern. Die ersten Inhalte wurden zusammengestellt, Kontakt zu möglichen Verlagen aufgenommen und weitere Arbeitsschritte definiert. Details dazu folgen im nächsten Bericht.

Mitglieder

Im Laufe des Juni haben wir 20 neue Mitglieder aufgenommen; davon haben drei die aktive und 17 die Fördermitgliedschaft beantragt. Leider haben wir auch eine Kündigung erhalten.

Am 2. Juni wurden alle Mitglieder per Mail angeschrieben die ihren Beitrag per Rechnung bzw. Überweisung zahlen: Wenn ihr keine Mail von uns erhalten habt, dann schaut evtl. in euren Spamordner oder teilt uns eure neue Mailadresse mit (office@wikimedia.de).

Ebenfalls angeschrieben (am 25. Juni) wurden die Mitglieder die per Lastschrifteinzug zahlen: Wir ziehen am 05. Juli bei euch allen den Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2010 ein. Auch an euch die Bitte: Wenn sich eure Bankverbindung seit dem letzten Jahr geändert hat, dann teilt uns das per Mail mit (ebenfalls an office@wikimedia.de).

Community Budget

Martin Zeise haben wir eine Reise nach Belgrad ermöglicht: Er nahm dort an der 4. regionalen Wikimedia-Konferenz Westlicher Balkan teil, die von Wikimedia Srbije am 5. und 6. Juni ausgerichtet wurde. Er war einer von 25 teilnehmenden Wikipedianern, von denen die meisten aus Serbien anreisten. Zu den Inhalten und Themen der Konferenz seien aus Martins Bericht ein paar Sätze zitiert (natürlich mit seiner Erlaubnis):

Es gab eine kurzfristig in deutsch-polnisch-ungarischen Kooperation erarbeite[n] Präsentation zu den gesichtete Versionen, die bisher in der serbischen Wikipedia noch nicht eingeführt sind. Die Vortragenden konnten die Einheimischen allerdings nicht vom Sinn dieser Aktion überzeugen, vielmehr wurde dies als “Arbeitsbeschaffungsmaßnahme” angesehen.
Weitere Schwerpunkte der Vorträge und Diskussionen waren der kritische Umgang mit Quellen anhand der “Prophezeiungen von Kremna”, die Bedeutung der Arbeit der Stewards für kleinere Wikipedias, Zensur innerhalb von Wikipedia (auf Basis der Bilderlöschaktion von Jimbo Wales) sowie die Zukunft von Wikipedia allgemein. Hier wurde die deutsche Wikipedia als Beispiel einer “gesättigten Wikipedia” mit einer konstanten Zahl aktiver bzw. sehr aktiver Nutzer bzw. neuer Artikel, aber mit einer zurückgehenden Zahl neuer Benutzer, angesehen.

Die Vorstellung und Diskussion einer Richtlinie zur Vergabe von Geldern aus dem Community-Budget war Thema eines Workshops, den Henriette am 4. Juni bei der Konferenz “Skillshare” anbot: 18 größtenteils aus dem Kreis der Wikipedianer stammende Teilnehmer interessierten sich nicht nur für das Thema, sie diskutierten lebhaft, brachten gute Vorschläge und Ideen ein und kritisierten, wo es ihnen nötig schien. Für den wertvollen Input, der in die nächste Version der Richtlinie einfliessen wird, sei allen Teilnehmern an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!

Literaturstipendium

Nachdem wir im letzten Monat mit dem tausendsten Artikel ein schönes Jubiläum begehen konnten, laufen neben dem „Tagesgeschäft“ der Bearbeitung neuer Anträge parallel auch die Arbeiten am angekündigten Relaunch. Um selbigem aber nicht vorzugreifen, gibt es an dieser Stelle erst einmal keine Details dazu, nähere Informationen dann zum Anlaß im Lauf des kommenden Monats.

Aus dem Maschinenraum

Seit Anfang Juni kümmert sich ein externer IT-Dienstleister um die IT-Infrastruktur im Büro. Dabei geht es zunächst um einfache Dinge wie eine einheitliche Backup-Lösung, eine bessere Telefonanlage, etc.

Im Bereich Entwicklung gab es einige Fortschritte: die Extension zur Anzeige von TIFF-Bildern befindet sich jetzt im Review durch die Mitarbeiter der Foundation, es scheint, als könnte die Extension bald den Wikimedia-Wikis aktiviert werden. Des Weiteren hat Daniel Kinzler einen ersten Prototypen der  Extension zum
Einbinden von bibliographischen Daten (“DataTransclusion”) implementiert. Für die Wartung der  Daten werden noch verschiedene Lösungen diskutiert.

Das Einbinden externer Daten kann auf unserem neuen Prototyp-Wiki getestet werden: hier ein kurzer Test, diese Seite bietet einen Eindruck davon, wie das einmal verwendet werden soll. Die TIFF-Extension ist auf dem Wiki auch aktiv, zur Demonstration dient dieses Beispiel.

Ende des Monats waren wir dann Gastgeber des dritten Wiki4Enterprise-Treffens. Bei dem MediaWiki-Nutzertreffen geht es um den Austausch von Erfahrungen und Know-How zwischen Firmen und Institutionen, die Wikis einsetzen.

Fundraising

Der Monat Juni war geprägt durch eine Vielzahl kleinerer aber wichtiger Aktivitäten und Treffen.

Am 11.6 gab es ein Treffen zwischen Vertretern von Wikimedia Deutschland und dem Deutschen Zentralinstitut für Blinde in Leipzig. An dieser Zusammenkunft wurde über eine mögliche Kooperation für eine Verbesserung des Zugangs für Blinde und Sehbehinderte zu der Wikipedia gesprochen. Themen waren unter anderem die Generierung des Artikels des Tages als Podcast sowie die damit verbundenen derzeitigen technischen Hindernisse. Zudem wurde über die angedachte Kampagne „Wikipedia auch mal hören“ gesprochen, die als Spendenkampagne den Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit geben soll. Diese Kampagne ist jedoch erst für das nächste Jahr angedacht.

Desweiteren erfolgten im Juni mehrere Treffen mit Fundraising-Agenturen und Dienstleister für Spendensoftware. Die Entscheidungen über die Kooperationen sowie der Auswahl der Spendensoftware erfolgen im Juli.

Schließlich lassen sich drei Fundraising- Aktionen erwähnen. Erstens wird demnächst eine Informationskampagne für die deutschen Spender der Wikimedia Foundation gestartet. Ziel dieser Aktion ist die Aufklärung über die Aktivitäten von Wikimedia Deutschland und in einem zweiten Schritt die Gewinnung und Bindung dieser Spender. Hierzu steht Till Mletzko im Kontakt mit Rand Montoya, dem zuständigen Fundraiser bei der Wikimedia Foundation. Als zweites wurden für die Wikimedium ausgewählte Spender kontaktiert. Mit dieser Aktion „Gesichter hinter der Wikipedia“ wird den Spendern ein Raum gegeben, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Diese Möglichkeit soll in Zukunft ausgebaut werden. Abschließend ist drittens die erfolgreich verlaufene Fördermitgliedschaftskampagne zu nennen. Durch diese Aktion konnten bis Ende Juni 16 neue Fördermitglieder gewonnen werden.

Der nächste Bericht erscheint am 2. August 2010.

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Bericht aus der Geschäftsstelle Mai 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

Mitgliederversammlung

Am 8. Mai 2010 fand in Berlin die jährliche Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Da wir als Verein organisiert sind, ist diese Versammlung das höchste Entscheidungsgremium. Der alte Vorstand legt Rechenschaft ab und wird entlastet, der Geschäftsführer berichtet über die wesentlichen Aktivitäten des abgelaufenen Jahres, ein neuer Vorstand wird gewählt und wichtige Anträge diskutiert und entschieden. Die Vor- und Nachbereitung der MV war ein wichtiger Schwerpunkt für den April / Mai. Viele Informationen finden sich bereits hier und hier, die Anträge sowie das Protokoll sind auf unserer Webseite zu finden.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Zusammen mit unserem Fundraiser Till Mletzko war ich von Frau Prof. Bettina Hohn eingeladen, die an der Hochschule eine Professur für Öffentliches Management mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre
mit dem Fachgebiet Public und Nonprofit Management innehat. Wir konnten zwei Stunden vor ihren Studenten die Arbeit von Wikimedia Deutschland, das Fundraising-Konzept und die Schwerpunkte unserer Arbeit vorstellen und diskutieren. Und vielleicht konnten wir den einen oder die andere dazu motivieren, sich zum Beispiel für Praktika, als Werksstudenten oder auch für eine Anstellung bei uns zu bewerben.

Schulprojekt

Im Schulprojekt haben wir große Schritte gemacht. Zwei Veranstaltungen in Brandenburg und eine in Rheinland-Pfalz ermöglichten es uns erneut, Lehrern wie Schülern die für den Schulrahmen wichtigen Kenntnisse über die Wikipedia zu vermitteln. Ganz in diesem Sinn haben wir auch eine weitere Schulung in Brandenburg durch einen dortigen Medienberater unterstützen können. Diese Erfahrungen und sind insbesondere für die kommende Planung des Schulprojektes von Bedeutung und brachten auch Kontakte für die Zusammenarbeit mit den Bundesländern in der Zukunft.

Die stets erneute Erfahrung, dass die Inhalte der Schulprojekts-Veranstaltungen stark nachgefragt werden, verweist auf ein unserer Überzeugung nach besonders zukunftsträchtiges Vorhaben im Rahmen des Schulprojekts. Wie andernorts bereits zu lesen war, suchen wir aktuell mögliche Referenten aus der Community, um mit ihnen in einem gemeinsamen Sommer-Camp das Schulprojekt auf eine breitere Ebene zu stellen. Mehr Referenten und mehr Veranstaltungen – das bedeutet für uns eine deutlich stärkere Aufmerksamkeit für unsere Anliegen in schulischem Rahmen. Und auch die entsprechende Projektbeschreibung wurde zwischenzeitlich aktualisiert.

Literaturstipendium

Das  Literaturstipendium feierte in diesem Monat einen besonderen Moment: der 1000. Literaturstipendiums-Artikel entstand. Passenderweise kam er aus der Feder des Benutzers Griensteidl, der als erster Stipendiat auch für den ersten Artikel aus einem Literaturstipendium verantwortlich zeichnete. Der Artikel zur Sägepalme ist Teil seines Palmen-Projektes, das sich zu weiten Teilen auf sein zweites Literaturstipendium stützt. Wikimedia Deutschland sagt ihm und mit ihm allen Autoren, die zu diesem Erfolg beigetragen haben: „Danke“. Und freut sich, dass bereits die nächsten Pakete unterwegs sind (Antike Kunst und britischer Adel) und auch neue Anträge laufen (Großpilze und bayrische Kunstdenkmäler). Auf dass die nächsten 1000 Artikel noch schneller geschrieben werden.

Das Literaturstipendium will aber nicht nur die Erfolge der Vergangenheit feiern. Aktuell befindet es sich in einer Überarbeitungsphase – ein kommender Relaunch soll das „LitStip“ anhand der bisherigen Erfahrungen flexibler, schneller, zugänglicher und transparenter werden lassen. Von besonderem Nutzen waren hier die Rückmeldungen und Ideen aus der Community, die im Rahmen des Workshops „Qualität“ auf der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in Berlin gegeben wurden und die unmittelbar in den Relaunch einfließen werden.

Nachwachsende Rohstoffe

Nach 3 Jahren ist am 30. April 2010 das Projekt „Nachwachsende Rohstoffe in der Wikipedia“ fristgemäß zu Ende gegangen. Das Projekt war das erste und bislang einzige öffentlich geförderte Vorhaben zum inhaltlichen Aufbau eines Themenbereichs in der Wikipedia. Projektziel war die systematische Aufbereitung und Verankerung des aktuellen Wissensstands im Themenbereich Nachwachsende Rohstoffe in der deutschsprachigen Wikipedia. Die Bilanz der Kooperation von Wikimedia Deutschland mit dem nova-Institut und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe ist zufriedenstellend: mit 557 bearbeiteten Stichworten, davon 434 Artikel neu erstellt oder grundlegend überarbeitet wurden die gesteckten Ziele erreicht.

Einen kleinen Dämpfer aber gab es: die Einbindung externer Experten liess sich nicht wie geplant realisieren. Positiv dagegen fiel die Beteiligung der Wikipedia-Community aus. Das Projektteam ist zuversichtlich, dass die in diesem Bereich regelmäßig Aktiven den weiteren Ausbau und die Fortentwicklung des Artikelfeldes „Nachwachsende Rohstoffe“ in der Zukunft weiter vorantreiben werden. Die Ergebnisse des Projektes sind unseres Erachtens ein gutes Fundament dafür.

Mitteldeutsche Medientage

Am 4. Mai war Mathias Schindler als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema Urheberrecht auf den Mitteldeutschen Medientagen in Leipzig. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und die Diskussion lebhaft.

Lex Wikipedia

P/2273/18 sollte man sich gut merken. Unter dieser Drucksache diskutiert die israelische Knesset gerade eine Änderung im nationalen Urheberrecht, das Regierungsdokumente für die Allgemeinheit frei verfügbar und nutzbar machen soll. Im ursprünglichen Entwurf gibt es leider noch einige für Wikimedia unbrauchbare Einschränkungen – dennoch läuft dieses Gesetz in der israelischen Presse als “Lex Wikipedia”. Ein Erfolg in Israel wird für andere Länder – auch Deutschland eine großartige Vorlage sei.

Normdaten

Nach der großartigen Freigabeaktion bibliographischer Daten durch das hbz gibt es leider wenig Bewegung bei der Deutschen Nationalbibliothek. Immerhin hat die DNB im Mai einen neuen Abzug der Normdaten zum Download veröffentlicht bzw. hier, allerdings stand lange Zeit nicht fest, was mit diesen Daten gemacht werden darf. Auf Rückfrage gibt es hier wenigstens Klarheit: gar nichts. Dass sich außerhalb der klassischen Bibliotheksszene etwas bewegt, zeigt die Open Knowledge Foundation mit ihrem neuen Projekt “Bibliographica“.

Zedler-Medaille und Wikipedia Academy

Nach der Wikimedia Conference stehen in diesem Jahr zwei weitere große Veranstaltungen an: Die Verleihung der Zedler-Medaille und – nach einem Jahr Pause – die Wikipedia Academy. In den Arbeitsgruppen bei der Mitgliederversammlung haben wir Ziele, Zielgruppen und Maßnahmen diskutiert und Vorschläge zur Optimierung beider Veranstaltungen besprochen. Bei der Academy sollen sich die Teilnehmer in Theorie und Praxis mit der Wikipedia auseinander setzen; der inhaltliche Schwerpunkt wird sich dabei am Motto des Wissenschaftsjahres “Zukunft der Energie” orientieren. Ziel der Academy soll es sein, energierelevante Themen in der freien Enzyklopädie Wikipedia breitenwirksam darzustellen und gemeinsam Wege zur Optimierung der Qualität dieses Bereiches zu erarbeiten.  Voraussichtlich wird die Verleihung der Zedler-Medaille im Rahmen der Academy stattfinden, wir denken, dass sich beide Veranstaltungen gut ergänzen und die Zusammenlegung Synergieeffekte mit sich bringen wird.

Es wurden bereits erste Gespräche mit möglichen Unterstützern und Partnern geführt, weitere folgen in den nächsten Wochen. Im Juni wird die Planung konkretere Züge annehmen: wir werden Projektskizze, Zeitplan und Budgetplanung fertig stellen und die Ausschreibung für die Zedler-Medaille starten.

Themen in den Medien

Anlass für einige Presseanfragen Anfang Mai war die Löschung von pornografischen Bildern auf Commons durch Jimmy Wales. Es ging in erster Linie um Hintergrundinformationen und Rückfragen. Interviewanfragen betrafen überwiegend die Foundation und wurden weitergeleitet bzw. koordiniert.

Wikimedium

Die Wikimedium wurde fertiggestellt und produziert und konnte so termingerecht Anfang Mai und damit rechtzeitig zur Mitgliederversammlung erscheinen. Die Ankündigung und Bewerbung auf wikipedia.de hat einige Abonnenten hervorgerufen.

Wissen im Clipformat

Weitere Gespräche mit Medienpartnern und TV-Produktionen haben stattgefunden, um die Ideen zur Einbindung von Wikipedia-Inhalten in Zeitungs- Radio- und Fernsehformate weiter zu entwickeln und geeignete Partner zu finden.  Die Geschäftsführung erstellte schriftliche Kooperationsvereinbarungen, als Grundlage für die Zusammenarbeit, die derzeit juristisch bzw. steuerlich geprüft werden.

Grimme Online-Award

Der Grimme Online Award hat in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum.  Die Auszeichnung wurde 2004 an Wikipedia verliehen und aus diesem Grund haben wir in der Jubiläums-Publikation vom Adolf-Grimme-Institut, Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur mbH einen Beitrag platziert mit Statement und Foto des 1. Vorsitzenden Sebastian Moleski.   Die Publikation erscheint zur nächsten Preisverleihung am 30. Juni 2010.

Mitglieder

Im Laufe des Mai haben wir vier neue Mitglieder aufgenommen und vier Kündigungen erhalten; die Kündigungen wurden bedauerlicherweise nicht begründet. Da die Datenbank möglichst zuverlässig und aktuell sein soll, haben wir im Mai 17 Vereinsmitglieder angeschrieben, von denen wir keine oder nur eine ungültige Mailadresse vorlag. An dieser Stelle ergibt sich dann auch zwanglos die Möglichkeit zu einer Bitte an alle Mitglieder: Wenn sich eure Daten ändern (Post- oder Mailadresse, Telefon, Bankverbindung etc.), dann schickt uns bitte eine Änderungsmal an: office@wikimedia.de. Danke!

Wikisource

In der Staatsbibliothek zu Berlin haben wir ein Digitalisat des Buches „Lustige Naturgeschichte oder zoologia Comica: das ist eine genaue Beschreibung aller in diesem Buche vorkommenden lebendigen Tiere der Welt mit 86 naturgetreuen Abbildungen” von Franz Bonn aus dem Jahr 1877 bestellt. Dieses Buch stellt eine vorzügliche Ergänzung zu zwei weiteren Werken Franz Bonns dar, die bereits vollständig korrigiert auf Wikisource vorliegen.

Community

Der Mai war in Bezug auf Community-Veranstaltungen relativ ruhig: Wir konnten einem Teilnehmer des Treffens der Redaktion Biologie die Anreise ermöglichen (die beeindruckende Liste aller gefundenen, beobachteten und bestimmten Arten findet sich hier) und haben der Redaktion Chemie einen finanziellen Zuschuss zu ihrem jährlichen Treffen bewilligt.

Fundraising

Das Fundraising nahm im Monat Mai konkrete Züge an und konnte bereits ein paar Erfolge erzielen. Vier Bereiche lassen sich insgesamt hervorheben. Der erste Bereich betrifft die SMS-Spende, die sich mit Hilfe einer stärkeren Kommunikation endgültig im Fundraising-Mix von WMDE etabliert hat. Da WMDE sich überwiegend durch Mikrospenden finanziert und sich durch die SMS-Spende eine derartige Spendenart ideal kommunizieren lässt, werden wir dieses Instrument in den nächsten Wochen noch stärker einsetzen.

Der zweite Bereich betrifft die Spenderbindung. So wurde Ende Mai ein Mailing durchgeführt, bei dem ca. 800 Erstspender kontaktiert wurden. Inhalt des Mailings waren u.a. das Wikimedium und weitere Informationsmaterialien. WMDE erhofft sich durch eine stärkere Informationspolitik für unsere Spender eine engere Bindung zu und Identifikation mit unserer Arbeit und unseren Projekten.

Der dritte Bereich umfasst das Instrument der Geldauflagen. So wurden Informationsmaterialien für Richter und Staatsanwälte erstellt und Oberlandesgerichte zur Aufnahme auf die sogenannte Bußgeldliste kontaktiert. Sobald Wikimedia Deutschland in diesen Bußgeldlisten eingetragen ist, werden die erste Richter und Staatsanwälte angeschrieben. Dies wird im Juni erfolgen.

Abschließend lässt sich der Fundraising-Summit erwähnen, der zwischen dem 14. und 16. Mai in Bristol stattfand. Auf diesem Treffen kamen die WMF und Vertreter zahlreicher Chapter zusammen, um über Fundraising im Allgemeinen und die kommende Herbstkampagne zu sprechen. WMDE war mit Pavel Richter und Till Mletzko anwesend. Es wurden konstruktive Gespräche geführt und für uns lässt sich festhalten, dass wir uns dieses Jahr stärker in die Kampagne einbinden werden.

Technik

Im Bereich Technik ging es im Mai vor allem um die Vorbereitung neuer Projekte. So haben wir angefangen, mit der Open Knowledge Foundation über Aufbau und Nutzung einer zentralen bibliographischen Datenbank zu sprechen. Die Daten von bibliographica.org sollen in Zukunft die Angabe von Belegstellen in den Wikimedia-Projekten vereinfachen. Auch an der Verarbeitung von Daten aus den Infoboxen in der Wikipedia wurde weiter gearbeitet – hier tauschen wir uns mit den Teams von Semantic MediaWiki und DBpedia darüber aus, welche Software wir für die Verwaltung dieser Daten einsetzen könnten.

Für den reibungslosen Betrieb in der Geschäftsstelle soll in Zukunft ein Dienstleister sorgen: die Deutsche Software Systemhaus AG wird sich IT-Infrastruktur kümmert, die ersten Projekte haben wir in diesem Monat besprochen.

Monatsbericht

Ab diesem Monat werden wir den Bericht übrigens ins Englische übersetzen, um insbesondere die anderen Chapter über unsere Projekte und Aktivitäten zu informieren. Sobald die englische Fassung fertig ist, verlinke ich sie hier. Der nächste Monatsbericht erscheint dann am 30. Juni  2010.

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Bericht aus der Geschäftsstelle April 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,

Wikimedia Conference

Die Wikimedia Conference, die vom 14. bis 18. April in Berlin stattfand, hat die Aktivitäten der Geschäftsstelle in diesem Monat dominiert. Als Gastgeber der Veranstaltung, an der über 120 Menschen aus über 30 Ländern teilgenommen haben, war Wikimedia Deutschland für die gesamte Organisation zuständig.

Nicole widmete sich auch im April ganz und gar der Planung, Durchführung und Nachbereitung der Wikimedia Conference. In der ersten Aprilwoche wurden z.B. die Informationsmaterialien für die Teilnehmer zusammengestellt, die technische und kulinarische Versorgung gesichert und die Pläne für den Ablauf der Veranstaltung konkretisiert. Nach mehreren Telefonaten und unzähligen Mails mit dem Auswärtigen Amt und den deutschen Botschaften vor Ort waren zum Wochenende hin endlich fast alle erforderlichen Visa erteilt und zugestellt und für die Chaptervertreter waren Flüge und Unterkünfte gebucht. Am Dienstagabend fiel dann der Startschuss und die ersten Entwickler wurden willkommen geheißen auf dem Hostelboot, welches in den nächsten 5 Tagen immer wieder Anlaufpunkt für abendliches Beisammensein und gemeinschaftliche Unternehmungen sein sollte.

Gut 80 Entwickler aus aller Welt trafen sich, neben den angemeldeten Präsentationen gab es eine Vielzahl von spontanen Arbeitsgruppen und Gesprächsrunden. Die zwei wichtigsten Themen waren “User Experience” und “Structured Data”:

Im Bereich “User Experience”, also die Benutzerfreundlichkeit beziehungsweise deren Verbesserung wurden die bisherigen Ergebnisse der “Usability Initiative” präsentiert und ein Ausblick auf die Neuerungen gegeben, die uns in Kürze erwarten. Mittelfristige Ziele sind die Einführung eines Rich-Text Editors für Wiki-Inhalte, sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit, insbesondere für Sehbehinderte. Außerdem wurde das Projekt zur Integration von interaktiven Karten von OpenStreetMap wiederbelebt.

Im Komplex “Structured Data”, der sich mit dem Einbinden, Pflegen und Exportieren von maschinenlesbaren Informationen befasst, wurde neben der Darstellung und Pflege solcher Daten in Wiki-Seiten über die Anbindung von externe “Daten-Wikis” diskutiert, zum Beispiel für bibliographische Daten, wie sie die Open Knowledge Foundation gerade aufbaut.

Die Mitarbeiter der Wikimedia Foundation nutzten den Workshop auch, um organisatorischen Themen zu besprechen. Dabei ging es unter anderem darum, wie die Beiträge von freiwilligen Mitarbeitern besser genutzt werden und gleichzeitig die Qualität der MediaWiki-Software gewährleistet werden kann.

Am Donnerstag erreichten uns die ersten Meldungen über verspätete und dann auch komplett gestrichene Flüge. Einige Teilnehmer konnten die letzten Strecken noch per Bahn hinter sich bringen, für einige machte die Aschewolke die Anreise nach Berlin leider gänzlich unmöglich. Als sich im Laufe des Wochenendes dann herausstellte, dass alle Flüge bis auf weiteres ausfallen würden, machten sich zunächst etwas Ratlosigkeit und Unsicherheit breit. Glücklicherweise war die Solidarität mit den „Gestrandeten“ von Anfang an groß, Unterkünfte und Mitfahrgelegenheiten wurden angeboten, unser Reisebüro versorgte uns per Notdienst mit aktuellen Informationen zur Flugsituation und organisierte Bahntickets für die Teilnehmer aus Moskau, Kiev und Belgrad.

Leider konnten einige Chapter- und Foundationvertreter auf Grund der Flugausfälle nicht an der Chapters Conference ab Freitag teilnehmen; dies hinderte die verbliebenen Teilnehmer aber natürlich nicht daran, das Programm der Konferenz umzusetzen. Die Themen waren entsprechend vielfältig: Im Mittelpunkt des ersten Tages standen die ersten Ergebnisse des strategischen Planungsprozesses der Wikimedia Foundation. Sue Gardner, Geschäftsführerin der Stiftung, stellte die wesentlichen Eckpunkte vor, die auf großes Interesse von Seiten der Chaptervertreter stieß.

Der weitere Verlauf des Treffens stand ganz im Zeichen der Entwicklung der regionalen Chapter und ihrer Rolle in der Erstellung und Verbreitung freier Inhalte. Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit den Themen “Professionalisierung”, “Outreach”, der Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, sowie der Zusammenarbeit von Chaptern mit anderen Organisationen, hauptsächlich mit kulturellen Institutionen. Wer sich ausführlich über die Diskussionen und Ergebnisse informieren möchte, der findet die vorläufige Dokumentation zu den einzelnen Themen hier.

Mit dem Sonntag war die Arbeit aber noch nicht vorbei, mussten doch gut 20 in Berlin gestrandete Wikimedianer betreut werden: Die Verlängerung der Visa verlief glücklicherweise unkompliziert und schnell und am Montagmittag brachten wir alle „Gestrandeten“ gemeinsam in einem Hotel in der Nähe der Geschäftsstelle unter. Dort konnten wir sie täglich mit neuen Statusupdates versorgen, halfen bei der Orientierung in der Stadt und standen ihnen für Fragen und Sorgen zur Seite. Positiver Nebeneffekt war, dass die Geschäftsstelle in der Woche Anlaufpunkt für viele internationale Gäste war und sich somit auch die Gelegenheit für inhaltlichen Austausch bot. Als Mitte der Woche endlich die neuen Flugdaten feststanden war die Freude über die bevorstehende Heimreise groß. Seit einer Woche sind nun alle Teilnehmer zurück in ihrer Heimat, die Tage in Berlin werden ihnen sicherlich als besonderes Ereignis in Erinnerung bleiben.

Mit einer Woche Verzögerung wurden nun die letzten Abrechnungen gemacht, die Dokumentation wird weiter vervollständigt, die Zufriedenheitsumfrage ausgewertet und abschließende Berichte folgen ebenfalls.

Themen in den Medien

Einige Presseanfragen im April beschäftigten sich mit dem Gerichtsurteil des Hamburger Landgerichts, in dem festgestellt wurde, dass Wikimedia Deutschland keine Störerhaftung für Inhalte der Wikipedia  trägt. Aber nur wenige Online-Medien haben das Thema aufgegriffen und die Rückfragen betrafen fast ausschließlich die Foundation. Wir haben als Geschäftstelle diese Anfragen koordiniert.

Der ein milliardste Edit und die Entwicklung des Artikels zum Vulkanausbruch waren uns eine Pressemitteilung wert, die einige Medien aufgegriffen oder wörtlich übernommen haben.

Pressekonferenz

Im Rahmen der Wikimedia-Konferenz wurde für den 16. April eine Pressekonferenz organisiert. Die Inhalte wurden mit Teilnehmern der Foundation, des Kuratoriums und Jimmy Wales abgestimmt und vorbereitet. Redaktionen wurden per Telefon und E-mail eingeladen und im Vorfeld Interviews mit Pavel Richter durchgeführt.  Leider konnten Jimmy und Mitglieder des Kuratoriums aufgrund des Vulkanausbruchs nicht an der Pressekonferenz teilnehmen – es mussten Interviews abgesagt werden, Themen und Ablauf der Konferenz geändert bzw. angepasst werden. An der Pressekonferenz nahmen teil:  Sue Gardner Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Jan-Bart de Vreede, 2. Vorsitzender des Kuratoriums und Sebastian Moleski. Unter den Presseteilnehmern waren u.a. ddp, rbb Abendschau, heise online und Deutschlandfunk.
Eine Zusammenstellung der Presseresonanz und Pressethemen mit denen sich Catrin im April beschäftigt hat, finden sich im Pressespiegel von Wikipedia und des Vereins.

Wikimedium & Co.

Die Erstellung der Wikimedium, darunter die Themenauswahl, Recherche, Texterstellung und -bearbeitung, Layoutentwicklung und Produktion hat im April einige Zeit in Anspruch genommen. Die neue Ausgabe wird in den nächsten Tagen erscheinen. Dadurch sind leider die Informationsbroschüren für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity nicht weiter bearbeitet worden. Die Weiterentwicklung der Layouts und der Inhalte wird im Mai fortgesetzt.

Wissen im Clipformat

Es fanden einige Termine mit Medienpartnern und TV-Produktionen statt, um die Ideen zur Einbindung von Wikipedia-Inhalten in Zeitungs- Radio- und Fernsehformate zu erörtern und weiter zu entwickeln.  Die Produktionsfirma von Galileo und anderen Wissensmagazinen (z.B. Spiegel-TV)  hat Interesse bekundet, ein Pilotprojekt zu starten und Wikipedia-Wissen im Clipformat zu erstellen. Weitere Gespräche finden im Mai statt.

Im April gab es eine dreitägige Pilotphase der Wikipedia ‚Schon-gewusst-Clips‘ im Fahrgastfernsehen der Berliner U-Bahnen. Die positive Reaktion hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und nach Klärung der Quellen- und Lizenzangaben wird das Projekt im Mai starten können.

Mitglieder

Im Laufe des Aprils haben wir 11 Mitgliedsanträge und eine Kündigung erhalten. Damit stieg die Zahl der Mitglieder von Wikimedia Deutschland auf 575 Mitglieder.
Die Vorbereitungen zur Mitgliederversammlung (sie findet am 8. und 9. Mai 2010 in Berlin statt) laufen wie geplant: Am 22. April haben wir die Briefwahlunterlagen verschickt. Inzwischen sollte jeder, der die Unterlagen fristgerecht bei uns angefordert hatte, diese auch bekommen haben. Wenn die Unterlagen nicht bei euch eingetroffen sind, schickt uns bitte umgehend eine Mail an mv2010(at)wikimedia.de, damit wir die Unterlagen nachsenden können.

Wie angekündigt bieten wir am Sonntag, den 9. Mai von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr verschiedene Workshops zu den Vorstands-Ressorts an. Zusätzlich gibt es einen Workshop zum Thema “Fundraising” und einen zum Thema “Veranstaltungen 2010 (Academy & Zedler)”. Ziel ist es, mit den Mitgliedern zusammen die weitere Jahresplanung zu diskutieren, neue Ideen zu entwickeln und einen kontinuierlichen Austausch zwischen Geschäftsstelle und Mitgliedern zu starten. Wir bitten um zahlreiche Teilnahme an den Workshops, für die ihr euch auf der Planungsseite eintragen könnt.

Unsere ganz große Bitte: Meldet euch – gern auch unter Vorbehalt – mit einer kurzen Mail an mv2010(at)wikimedia.de für die Mitgliederversammlung an, denn die Versorgung mit Speis und Trank, Mobiliar und den nötigen Unterlagen für die Abstimmungen ist an die Zahl der Teilnehmer gebunden und wir möchten weder mit leeren Händen dastehen, noch hungrige und durstige Teilnehmer erleben.

Wikisource

Wie bereits im letzten Monatsbericht erwähnt, hatten wir ein Digitalisat des Schwäbisch Gmünder Passionsspiels bestellt, das inzwischen nicht nur angekommen ist, sondern auch schon den zweiten Korrekturgang durchlaufen hat. Es steht für jeden interessierten Leser auf Wikisource zur Verfügung.

Nach fast einem Dreivierteljahr Wartezeit sind auch die Digitalisate aus einer Serie von Chroniken über Dörfer aus der Zittauer Umgebung eingetroffen, die in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts von Gotthelf Traugott Eckarth verfasst wurden. Die Arbeit an diesen Texten wird demnächst beginnen.

Mit der neuesten Bestellung aus der Staatsbibliothek zu Berlin werden wir endlich eine Lücke schließen: Die Digitalisierung des bisher noch fehlenden Bandes 2 der 3. Auflage der großen Ausgabe der „Kinder- und Hausmärchen” der Brüder Grimm aus dem Jahr 1837 wurde von uns beauftragt.

Community

Im April haben wir folgende Veranstaltungen und Workshops von Community-Mitgliedern mit Reise- und Tagungskosten unterstützt: Den von Ralf und Prolineserver koordinierten Photoworkshop, der vom 2. bis 5. April 2010 in Nyköping/Schweden stattfand und das von Martin Bahmann organisierte Treffen der Jury des 12. Schreibwettbewerbs, die sich am 30. April/1. Mai in Geisenheim bei Mainz traf.
Wikipedia-Artikel um eine Multimedia-Komponente zu erweitern, war Anliegen eines weiteren geförderten Projektes: Am 11. April wurde im Rahmen des 65. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald einen Tag lang filmisch und fotografisch unter der Leitung von JCS dokumentiert; Film und Bilder sollen später auf den Wikimedia Commons eingestellt werden.

Collaboratory

Auf Initiative von Google Deutschland gibt es nun ein “Collaboratory“, also eine Art Runder Tisch von Netzpolitisch interessierten Menschen, an der von unserer Seite Mathias und ich teilgenommen haben (die weiteren Teilnehmer finden sich hier. Erste größere Handlung ist eine derzeit noch laufende Umfrage zur Innovationskultur in Deutschland, an der man sich hier beteiligen kann.

Generation 50+

Hier gibt es gute Nachrichten: Auf unseren im März zur Vorprüfung geschickten Antragsentwurf, erhielten wir im April die Ergebnisse des Vorchecks. Inhaltliche Nacharbeiten sind nicht mehr erforderlich. Einige formale Punkte sind noch zu ergänzen. Sie sind einfach zu lösen. In der Frage aller letztendlich beteiligten Projektpartner benötigen wir die Unterstützung des Schweizer Projektleiters.

Wie geht es da weiter? Unsere Aufgaben werden wir kurzfristig abarbeiten. Der Projektstart hängt im Wesentlichen von den Schweizer Partnern ab, und ist noch immer nicht endgültig geklärt. Deshalb haben wir uns entschlossen, parallel einen Förderantrag bei einer Stiftung zu stellen. Er wird sich vom internationalen Verbundvorhaben in wesentlichen Schwerpunkten unterscheiden. Die Arbeiten daran haben bereits begonnen.

Schulprojekt

Wie im letzten Monat berichtet, ergaben sich anhand der Workshops der letzten Monate in der Initiative D21 einige Folgeveranstaltungen, die ersten Termine davon fanden in diesem Monat in Brandenburg statt. In Kooperation mit dem brandenburgischen Bildungsministerium wurden in Gransee bzw. Eberswalde jeweils rund 30 Lehrer von Schulen aus dem ganzen Bundesland im Zusammenhang mit der Einführung interaktiver Tafeln auch in den Grundlagen der Wikipedia sowie ihren qualitätssichernden Strukturen unterwiesen. Die Veranstaltungsreihe wird im Mai mit vier weiteren Terminen in Brandenburg sowie einer Veranstaltung in Rheinland-Pfalz fortgesetzt. Zugleich beginnen wir -etwas verzögert- mit der Planung für den bereits im letzten Monatsbericht angesprochenen Ausbau des Schulprojekts. Ende Juli wird Wikimedia Deutschland einen mehrtägigen Workshop veranstalten, bei dem wir Freiwillige aus den Reihen der Wikipedia als Referenten schulen und mit Ihnen Inhalte für Veranstaltungen erarbeiten wollen. Mitte Mai folgen dazu im Blog nähere Informationen, wer also Interesse hat, als Referent zu wirken, sollte das Datum im Hinterkopf behalten.

Literaturstipendium

Im Wikipedia-Literaturstipendium konnten auch diesen Monat wieder einige Anträge entgegengenommen bzw. teils auch schon erfüllt werden. Die regelmäßige Aktualisierung der Statistik, also der Frage, in wie vielen Artikeln Literaturstipendien bisher zum Zuge kamen, weist übrigens darauf hin, dass geschätzt im Mai oder Juni der 1000. Stipendiumsartikel geschrieben wird. Ein schöner Erfolg des Programms, für den wir uns bei allen Autoren herzlich bedanken wollen.

Unterwegs für Freies Wissen

Vom 13. bis 17. April fand in Denver, Colorado die “Museums and the Web“-Konferenz statt, die Konferenzleitung hatte hier Wikipedia einen sehr großen Platz eingeräumt und einen ganztätigen Workshop über Wikipedia im Kontext von Museen  gefördert, an dem auch diverse Wikipedianer und Wikimedianer (u.a. Phoebe Ayers, Samuel Klein, Erik Möller, Liam Whyatt und Mathias Schindler) teilnahmen. Der Workshop selbst war erfreulich gut besucht, einen umfangreichen Bericht wird es unter anderem in der Wikipedia Signpost dazu geben. Dank eines gewissen Vulkans war dann die Rückfahrt ein mittleres Abenteuer – analog zu den in Berlin gestrandeten Wikimedianern.

Am 26. April bis 29. April fand- veranstaltet durch die Universität Sao Paulo und das Kulturministerium Brasiliens das “International Symposium of Public Policies for Digital Collections” statt, auf dem Mathias eingeladen ist, im Panel “Great Digitization Projects” über die Kooperation mit dem Deutschen Bundesarchiv zu berichten. Die Teilnehmerauswahl ist hier sehr zugunsten Freier Inhalte aufgestellt, unter anderem mit Larry Lessig (Creative Commons, Brewster Kahle (Internet Archive), Beatriz Busaniche (Wikimedia Argentinien).

Wahlprüfsteine

Mitte April haben wir die Wahlprüfsteine zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen an die zugelassenen Listen verschickt. Die eintreffenden Antworten werden konsolidiert und gesammelt vor dem Wahltermin veröffentlicht.

Softwareprojekte

Daneben sind für den April auch Ergebnisse für zwei langfristige Software-Projekte zu vermelden: Erstens die Extension zur Anzeige von TIFF-Bildern, die von der Hallo Welt Medienwerkstadt entwickelt wurde, ist fertig. Die Erweiterung muss nun noch von den Server-Admins begutachtet werden, dann kann sie aktiviert werden. Zweitens WikiPics, eine multilinguale Suchmaschine für commons: hier kann man die (noch etwas langsame) Alpha-Version testen. In Kürze soll dann eine überarbeitete Version online gehen, die für den täglichen Einsatz für Commons genutzt werden kann.

Soweit unser Bericht für den April; der nächste Bericht aus der Geschäftsstelle erscheint am 31. Mai 2010.

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