Posts Tagged ‘Berlin’



Creative Commons wird 10 Jahre alt und wir feiern mit!

Creative Commons hat Geburtstag! Seit 10 Jahren gibt es die freien Lizenzen, wo wären wir nur heute ohne sie? 10 Jahre – wow! – das ist lange her und muss gebührend gefeiert werden. Wir gratulieren ganz herzlich, heute hier virtuell und am Samstag bei der großen Party in Berlin nochmal persönlich. Happy Birthday! \o/

Am 8. Dezember 2012 lädt Creative Commons Deutschland CC-Enthusiasten und Fans Freien Wissens zu einer großen Feier nach Berlin ein. Ab 20 Uhr geht es im neuen Homebase-Club (Nähe Alexanderplatz) los mit Kurzvorträgen und Interviews darüber, wie Creative-Commons-Lizenzen in vielen unterschiedlichen Bereichen dazu beigetragen haben, eine Kultur des Teilens von Wissen zu ermöglichen. Anschließend gibt es Creative-Commons-lizenzierte Musik von Kraftfuttermischwerk und Peter Withoutfield von den Blogrebellen zu hören und tanzen.

Im Dezember 2002 wurde die erste Version der Creative-Commons-Lizenzen von der gleichnamigen US-Organisation veröffentlicht. 10 Jahre sind vergangen und heute sind diese Lizenzen aus dem freien Internet nicht mehr wegzudenken. Unzähligen freie Projekte – darunter auch die Wikipedia – nutzen die Lizenzen, um Nutzern ihrer Inhalte von vornherein bestimmte Freiheiten einzuräumen. Das Programm für Samstag liest sich wie das Who-is-who des Freien Wissens in Deutschland:

  • Was ist Creative Commons? John Weitzmann über Geschichte und Organisationsstruktur
  • Leonhard Dobusch über “Unnützes (historisches) Wissen” aus der Entstehung
  • Till Jaeger über “Wie kamen die Lizenzen nach Deutschland?”
  • Pavel Richter, Vorstand von Wikimedia Deutschland über die Nutzung von CC durch die Wikipedia-Community
  • Julia Kloiber über OpenData
  • Cecilia Palmer über Mode
  • Christine Watty (DRadio/Breitband) über Kuration von CC-Musik und Nutzung im Radio
  • Philip Steffan über Maker-Culture
  • Constanze Kurz über Open Access
  • Thorsten Schilling über den Einsatz von CC bei der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Mario Sixtus über den Elektrischen Reporter beim ZDF
  • Henrik Moltke über CC in Dänemark und die Dokumentation “Good Copy, bad Copy”
  • Michelle Thorne über CC-Einsatz bei Mozilla
  • Markus Heidmeier über Offene Bildungsmaterialien

Für die Gäste vor Ort gibt es außerdem etwas Freibier (wie in Freibier!) und eine große Torte; ein Livestream wird die Feierlichkeiten in die Wohnzimmer der Daheimgebliebenen übertragen. CC bittet um eine Spende am Einlass, um die Kosten der Party refinanzieren zu können.

Diese Feierei sollten sich Freundinnen und Freunde Freien Wissens nicht entgehen lassen. Kommt alle und feiert mit uns!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 4.00 von 5)
Loading...Loading...

Zugang gestalten heißt miteinander reden

Berlin, 24. Oktober 2012. Die Dokumentation der Restauration der Vasari Kuppel in Florenz ist verloren. Die mit öffentlichen Mitteln bezahlten tausende Fotos in hoher Auflösung und erstaunlicher Detailschärfe sind samt der sie erschließende Datenbank dem Orkus des Vergessens anheimgegeben. Die Zugänge zu den Daten sind mit der Insolvenz der mit der Dokumentation beauftragten Firma unwiederbringlich verloren gegangen. So dramatisch startete das Plädoyer des Wissenshistorikers Jürgen Renn für den freien Zugang zum Wissen auf der Berliner Konferenz “Zugang gestalten – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe.”


Pavel Richter in “Freies Wissen in der Zukunft” auf der Konferenz Zugang gestalten:

  • “Es ist unser aller kulturelles Erbe
  • Wir sind (aktive) Nutzer, nicht Betrachter
  • Es sind viele Kontexte möglich
  • Ich weiß auch etwas”

Zwei Tage lang tagten ca. 200 Vertreter verschiedenster Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland im Glashof des Jüdischen Museums in Berlin zum Thema “Das kulturelle Erbe digitalisiert nutzbar machen”. Die eben von Wikimedia vorgelegte Broschüre selben Titels fand bei dieser Gelegenheit erste willige Abnehmer. Den meisten der anwesenden Galeristen, Bibliothekare, Archivare und Museumsdirektoren (kurz im englischen Akronym GLAM) ging es offenkundig um das Wie, statt nur um das Ob.

Das Cover der neuen Wikimedia Broschüre für GLAMs (Albrecht Dürer: Adam and Eve, 1504, Engraving. Bild von Max Lisewski, CC-BY-SA 3.0 (Als Bearbeitung der Version von Scewing, gemeinfrei)) 

 


Natürlich erleben nach wie vor viele die geltenden Bestimmungsgeflechte im Urheberrecht als verunsichernd und hemmend, aber gleichzeitig zeigten die positiven Reaktionen auf die vorgestellten Praxisbeispiele die große Bereitschaft sich auf das Abenteuer “Freies Wissen” einzulassen. Der Publikumspreis für das beste Praxisprojekt ging mit knapper Mehrheit an das Filmprojekt “First we take Berlin”, gefolgt von “The Mobile Museum”, und Europeana 1914 – 1918. Letzteres lädt Menschen in ganz Europa ein, ihre eigenen Familienerinnerungen zum Ersten Weltkrieg der Allgemeinheit digital zugänglich zu machen.

Wikimedia Deutschland war eigentlich nur Mitveranstalter, dennoch Wikipedia und andere Wikimedia Projekte waren nicht nur bei den Wikimedianern Pavel Richter, Vorstand WMDE, Marcus Cyron, Wikipedian in Residence am Deutschen Archäologischen Institut, Lennart Guldbrandsson, Wikipedian in Residence an der schwedischen Nationalamt für Kulturelles Erbe, im Fokus ihres Vorträge. Sie dienten auch vielen anderen Referenten als Beleg für gelungene Umwandlung von digitalisierten Daten zu Information und der aktiven Weiternutzung.

Kathrin Passig in “Alles Crowd alles gut?”auf der Konferenz “Zugang gestalten”:


“Fast die Hälfte der deutschen Museen arbeitet mit Ehrenamtlichen zusammen, insgesamt waren das im Jahr 2003 über 30.000 Menschen. Was ist daran jetzt neu? Neu ist, dass digitale Werkzeuge diese Zusammenarbeit vereinfachen können und vor allem dabei helfen, viel größere und auch überregionale Helfergruppen als bisher zu erschließen. Das ermöglicht eine flexiblere Zeiteinteilung für diese Freiwilligen, man kann sich also öfter mal eine halbe Stunde nach Feierabend beteiligen anstatt einmal die Woche vier Stunden. Das macht die Mitarbeit auch für Leute attraktiv, die keine Rentner sind.

Und neu ist auch, dass dadurch erstmals sichtbar wird, wie groß eigentlich die Menge an Zeit ist, die Menschen bereitwillig zu Projekten beisteuern, für die sie nicht bezahlt werden. Clay Shirky hat 2010 geschätzt, dass in der Wikipedia 100 Millionen Stunden stecken.”


Neben der Wikipedia natürlich auch Wiki Loves Monuments. In diesem Jahr mit dem Guiness World Record ausgezeichnet und das Vorjahresergebnis mit  weltweit 366.110 Fotos von denkmalgeschützten Bauten wiederum toppend. Alles kreative Frucht von Laien und Enthusiasten schwärmte Andreas Lehne vom Bundesdenkmalamt Österreich.  Joseph Pugh, Referent vom britischen Nationalarchiv, beigeisterte das GLAM-Publikum im Glashof für die Idee doch offen und neugierig zu schauen, was passiert, wenn “others play with my toys”. Es ist faszinierend wie zum Beispiel aus alten Logbucheinträgen perspektivisch Hochrechnungsmodelle für Klimaentwicklungsvoraussagen erwachsen können. “When we start talking – and I mean real talking – than people start asking [and that is when] we will find out, that them out there in the internet is just an awful lot of us.”, resümierte Pugh.

Die anschließende vom Podium ins Publikum überleitende Abschlussdiskussion und der rege Austausch in den Konferenzpausen machte es deutlich: Jetzt geht es um konkrete Umsetzung. Okay, vielleicht erst mit gemeinfreien Objekten und vielleicht nicht alle Daten auf einmal, aber es geht um das gemeinsame Machen. Die Konferenz endete mit dem dringenden Appell an die Politik, dass die Verantwortung für das kulturelle Erbe eben auch bedeutet, die Finanzierung ihrer Digitalisierung sicherzustellen, um so das kulturelle Erbe als einen lebendigen Wert zu erhalten.

In den folgenden Wochen und Monaten werden wir hier und auf der GLAM-Seite über die konkreten Projekte berichten.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 4.29 von 5)
Loading...Loading...

Wikimedia-Foren zum Jahresplan

Ein spannendes Jahr in der Entwicklung von Wikimedia Deutschland geht allmählich in die Endrunde, und damit hat auch die heiße Phase der Planung für das kommende Jahr begonnen. Wie schon im letzten Jahr laden wir alle Interessierten herzlich dazu ein, sich in diesen Prozess aktiv einzumischen.

Vor einem Jahr haben wir die Jahresplanung des Vereins zum ersten Mal in einem öffentlichen, partizipativen Prozess gemeinsam mit den Mitgliedern erarbeitet, sowohl online als auch vor Ort in den größten deutschen Städten. Das Ergebnis war der Wirtschaftsplan 2012, der im November 2011 durch die Mitgliederversammlung beschlossen wurde und derzeit umgesetzt wird.

Die Erfahrungen aus diesem spannenden und herausfordernden Prozess spielen eine wesentliche Rolle bei der nun laufenden Jahresplanung für 2013. Zu den Dingen, die sich besonders bewährt haben und die wir fortführen wollten gehört die öffentliche Vorstellung und Diskussion des Entwurfs der Jahresplanung. In fünf deutschen Ballungsgebieten laden wir vom 23. bis zum 28. September 2012 zum “Wikimedia-Forum” ein, um gemeinsam den Entwurf des Jahresplan 2013 bereits im Vorfeld zur Mitgliederversammlung im November 2012 zu diskutieren, sowie Anregungen, Änderungsvorschläge und Ideen zu sammeln, die in die Erarbeitung des endgültigen Entwurfs eingehen werden.

Um sich vorab informieren zu können, wird der Entwurf des Jahresplans 2013 vor der Veranstaltung online veröffentlicht. Die Details hierzu folgen in wenigen Tagen.

Update: Der Plan ist online!

Mitdiskutieren erwünscht!

An fünf Orten über ganz Deutschland verteilt werden jeweils der Vorstand Pavel Richter, Vertreter des Präsidiums und Mitarbeiter der Berliner Geschäftsstelle anwesend sein.

In Hamburg findet das Wikimedia-Forum am Sonntag, den 23. September statt.
Ort: Intercity-Hotel, Paul-Nevermann-Platz 17, 22765 Hamburg, Nähe Bahnhof Altona
Zeit: 17:00-19:00 Uhr

In Frankfurt/Main findet das Wikimedia-Forum am Montag, den 24. September statt .
Ort: COSMOPOLITAN im Hauptbahnhof,
Zeit: 19:30-21:30 Uhr

In Köln findet das Wikimedia-Forum am Dienstag den 25. September statt.
Ort: Seminarraum der Jugendherberge Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln, Gegenüber Bahnhof Köln Deutz/Messe,
Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr.

In München findet das Wikimedia-Forum am Mittwoch den 26. September statt.
Ort: NH-Hotel Deutsche Kaiser, Arnulfstrasse 2. D-80335 München
Zeit: 18:00-20:00 Uhr

In Berlin fndet das Wikimedia-Forum am Donnerstag den 27. September statt.
Ort: Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963 Berlin statt.
Zeit: 19:00-21:00 Uhr.

Bei Teilnahme würden wir uns über eine Mitteilung an community@wikimedia.de sehr freuen, damit wir den Bedarf an Plätzen und Bewirtung abschätzen können!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (13 Bewertungen, Durchschnitt: 4.62 von 5)
Loading...Loading...

Ein Monat im Stadtmuseum

Seit fast einem Monat bin ich als Wikipedian in Residence bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Wie angekündigt berichte ich nun an dieser Stelle über die ersten vier Wochen meiner Residency.

In den ersten 14 Tagen standen zahlreiche Gespräche mit Mitarbeitern und die Besichtigung der diversen Sammlungen auf dem Programm. Schließlich wollte ich möglichst schnell die Arbeit der Stiftung Stadtmuseum Berlin kennenlernen, um einerseits interne Projekte entwickeln und vorschlagen zu können, andererseits Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit mit der Wikimedia-Community zu finden. Hier steht eine erste Kooperation bereits in den Startlöchern: Die auch sonst sehr aktive Redaktion Biologie hat Interesse an Fotos von den in der Naturwissenschaftlichen Sammlung aufbewahrten Vogeleiern und -präparaten geäußert. Nächste Woche schon besucht ein Wikipedia-Benutzer die Sammlung, gemeinsam mit dem zuständigen Mitarbeiter werden wir anschließend besprechen, welche Möglichkeiten es gibt. Einige ähnliche Ideen sind noch im Werden, weitere Vorschläge und Anfragen sind jederzeit willkommen.

Schon bald nach meinem Einführungsvortrag, den ich aufgrund der großen Nachfrage zwei Wochen später wiederholte, haben auch die Autorenschulungen für die Mitarbeiter begonnen. In kleinen Gruppen führe ich die Wissenschaftler aus den Sammlungen in die ihnen großteils noch unbekannte Welt hinter den Kulissen der Wikipedia ein. In Zukunft sollen sie selbst Inhalte ergänzen und Artikel verfassen, um so nach und nach das in den Depots der Stiftung Stadtmuseum Berlin gesammelte Wissen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Erstes Ergebnis dieser Bemühungen sind die Artikel zum Kalmarsund-Sandstein und zur Dresdner Pappe, viele weitere werden im Lauf der nächsten Monate folgen.

Das nächste Großprojekt auf meinem Kalender ist zurzeit der Stand zur Langen Nacht der Museen am 25. August. Im Ephraim-Palais können sich die Besucher dann nicht nur interessantes über 75 berühmte und 700 (noch) nicht berühmte Berliner erfahren, sondern sich auch über die Wikipedia, ihre Schwesterprojekte und meine Tätigkeit im Stadtmuseum informieren. Im September soll dann die Wikipedia-Community die Gelegenheit zu einem exklusiven Museumsbesuch haben: Im Rahmen des Berliner Wikipedia-Stammtischs wird es eine besondere Führung durch eines der Häuser geben, anschließend besteht die Möglichkeit, mit Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Sobald der Termin feststeht, wird er selbstverständlich auch an dieser Stelle bekanntgegeben.

Als erstes Zwischenfazit kann ich sagen, dass die Arbeit viel Freude bereitet, es aber – wie überall im GLAM-Bereich – zu konkreten Ergebnissen ein weiter Weg ist. Während in der Wikipedia jede Artikelbearbeitung, jeder Diskussionsbeitrag, jedes hochgeladene Foto sofort sichtbar ist, folgen in einer Institution wie der Stiftung Stadtmuseum Berlin auf eine Idee zunächst interne Gespräche, Abwägungen und Entscheidungen. Für letztere müssen zahlreiche Interessen und alle denkbaren Auswirkungen berücksichtigt werden, bevor schließlich ein Ergebnis zustande kommen kann. Diese unterschiedlichen Arbeitsweisen, die jeweils entscheidend für den Fortbestand der jeweiligen Einrichtung sind, miteinander in Einklang zu bringen, ist keine leichte Aufgabe, die sich auch einer immer größer werdenden Zahl Wikipedianer stellt. Alle Erfahrung zeigt jedoch: Es lohnt sich, die Herausforderung anzunehmen!

Der nächste Bericht erscheint im Vorfeld des GLAMcamps in London. Hintergrundinformationen und aktuelle Arbeitsergebnisse finden sich auch auf der Wikipedia-Projektseite.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (14 Bewertungen, Durchschnitt: 5.00 von 5)
Loading...Loading...

Tickets für die Campus Party Europe zu gewinnen!

“Begeisterst du dich für fliegende Roboter? Möchtest du einen Cyborg kennenlernen? Oder einen Wetterballon in die Stratosphäre schießen und von einigen der bekanntesten internationalen Speakers die aktuellsten Neuigkeiten über Technologie, Wissenschaft, Innovation und Digital Entertainment erfahren? Bist du dabei? Dann mach mit und werde Campuser@!”

Wir sind hoch erfreut, dass uns die Organisatoren der Campus Party Europe, die vom 21. bis 26. August auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof stattfindet, 20 28 Tickets zur Verlosung unter allen interessierten Freundinnen und Freunden Freien Wissens zur Verfügung stellt. Die Eintrittskarten für die ganze Woche haben einen Wert von 128€ und ermöglichen den unbegrenzten Zugang zu den Events auf der Campus Party Europe in Berlin: 400 Stunden Vorträge, Debatten und Workshops auf neun Bühnen so wie Wettbewerbe und Hackathons mit Preisgeldern in Gesamthöhe von 80.000 €.

Und nicht nur das, die Organisatoren verdoppeln unser Verlosungskontingent: Jeder Gewinner erhält eine zusätzliche Freikarte für einen Freund oder eine Begleitperson. Für Gewinner, die nicht aus Berlin kommen, wird darüber hinaus eine Campingmöglichkeit für 2 Personen zur Verfügung gestellt. Die Verlosung endet am 8. August, ihr werdet dann direkt von den Organisatoren über einen möglichen Gewinn informiert.

Über den Klick auf das Banner könnt ihr euch als Teilnehmer registrieren und nehmt damit automatisch an der Verlosung teil. Das Banner funktioniert allerdings nur, wenn der Adblocker ausgeschaltet ist. Alternativ könnt ihr auch diesen Link zur Verlosung benutzen.

Die Ankündigung in der Pressemitteilung klingt viel versprechend, lasst euch die Chance auf kostenlosen Eintritt nicht entgehen!

Campus Party ist das weltweit größte Technologiefestival auf dem Innovation, Kreativität, Wissenschaft und digitales Entertainment zusammentreffen. Der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho, der Erfinder des HTML und Mitbegründer des www, Sir Tim Berners-Lee, der Wirtschaftsstratege Don Tapscott aus Kanada sowie der israelische Entrepreneur Yossi Vardi sprechen als Hauptredner auf der ersten Veranstaltung in Deutschland.

Eine Woche lang, 24 Stunden am Tag, werden tausende Campuseros (Hacker, Entwickler, Gamer und Geeks) vor Ort campen, ausgerüstet mit Laptops; umgeben von einem einzigartigen Umgebung, in der Vorträge, Workshops, Wettbewerbe und Hackathons gleichzeitig stattfinden. Seit 1997 hat sich Campus Party zu einer globalen Gemeinschaft von mehr als 200.000 jungen, passionierten Technologen aus ganz Europa, den USA und Lateinamerika entwickelt, die zusammen arbeiten, lernen und Innovationen fördern. Derzeit finden jährlich Veranstaltungen in Sao Paulo (Brasilien), Bogota (Kolumbien), Valencia (Spanien), Quito (Ecuador) und Mexiko Stadt (Mexiko) statt. Das Festival in Berlin ist die erste Campus Party in Deutschland.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Verlosung und eine gelungene Veranstaltung! Rückfragen zur Veranstaltung gerne direkt in den Kommentaren oder per Mail an mich.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 5.00 von 5)
Loading...Loading...

Zedler-Preis 2012: Wir gratulieren den Gewinnern!

Gestern hat Wikimedia Deutschland zum ersten Mal den Zedler-Preis für Freies Wissen verliehen. Mehr als 150 Gäste kamen über den roten Teppich zur feierlichen Verleihung in den SUPERMARKT. Darunter die Stellvertreter der nominierten Artikel und Projekte, die Mitglieder der Jury und Wikipedianer, die an der Neuausrichtung des Zedler-Konzeptes mitgewirkt hatten (Video zur Preisverleihung).

Foto: Raimond Spekking CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Foto: Raimond Spekking CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Die Gewinner

Wikipedia Artikel des Jahres: Nuklearkatastrophe von Fukushima

Pünktlich um 14:30 Uhr trat unser Vorstand Pavel Richter auf die Bühne, um dem Publikum zunächst die Idee hinter diesem neuen Preis vorzustellen und dann weiter durch das Programm zu führen. Er erklärte: “Die ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren zu unterstützen, ist eine zentrale Aufgabe für Wikimedia Deutschland. Allerdings freut es mich besonders, dass wir mit dem Zedler-Preis auch externe Projekte auszeichnen. Wikimedia Deutschland will, als die Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens, auf Menschen und Ideen aufmerksam machen, die den kostenlosen Zugang zu Wissen verbessern und die freie Weiternutzung vorantreiben.” Nach ihm übernahm Laudatorin Aileen Oeberst das Mikrofon und präsentierte Nominierte und Gewinner der Kategorie I. Der Artikel zur Nuklearkatastrophe von Fukushima, der die Ereignisse um die Unfallserie im japanischen Atomkraftwerk zusammen fasst, hatte die Jury am meisten überzeugt. Aileen Öberst arbeitet am Leibniz-Institut für Wissensmedien und ist Mitautorin der Studie Collaborative knowledge construction under highly uncertain circumstances: The case of Fukushima in Wikipedia, die sie auch bei der Wikipedia-Academy vorgestellt hat. Aus der Laudatio:

Foto: Raimond Spekking CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Die Jury hat den Artikel zum Sieger gekürt, weil der ausführlich und umsichtig recherchierte Text unter Verwertung unzähliger, auch internationaler und auch japanisch-sprachiger Quellen eigenständig, umfassend und verlässlich die Katastrophe in Fukushima für den Leser nachzeichnet.

Der Artikel, der unmittelbar nach dem Unglück erstellt wurde und bis heute noch immer wieder ergänzt und fortgeschrieben wird, bietet eine fast minutiöse Chronologie der Ereignisse und hat es dennoch gleichzeitig geschafft, dieses Wissen immer wieder zu integrieren über die Tagesaktualität hinweg einen detaillierten Überblicksartikel zu kreieren.

Daneben ist herauszustellen, dass der Artikel neben dem ausführlichen Hergang auch die wirtschaftlichen, politischen und globalen Auswirkungen bis heute skizziert. Und das in einer sehr neutralen Art und Weise.

Der Artikel steht damit in den Augen der Jury prototypisch für den Anspruch der Wikipedia, ein breites Publikum zeitnah, umfassend und sachlich zu informieren. Er macht sich die Möglichkeiten, die Wikipedia als Medium bietet, in exzellenter Weise zunutze und die Jury ist überzeugt, dass der Artikel nicht nur für die interessierte Allgemeinheit, sondern auch für Journalisten und Fachleute im vergangenen Jahr eines der wichtigsten Informationsmedien für einen Überblick und Einstieg in die Thematik geboten hat.

Stellvertretend für den Hauptautoren PM3 und seinen Mitautoren Trigonomie nahm Achim Raschka den Preis entgegen und verlas in seinem Namen die Dankesrede. Als Gewinn erhält er einen Übersetzungsservice für japanische Fachtexte zum Thema des Artikels.

Community-Projekt des Jahres: Wikipediaportal österreichische Denkmallisten

Foto: Raimond Spekking CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Die Vorstellung der Kategorie II übernahm Juror Martin Haase, ehemaliges Vorstandsmitglied des Chaos Computer Club und von Wikimedia Deutschland und Grimme-Online-Preisträger für sein Blog neusprech.org. Hier wurde das Wikipediaportal österreichische Denkmallisten ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit österreichischen Behörden konnte eine umfassende Liste der Denkmäler des Landes für Wikipedia und das freie Medienarchiv Wikimedia Commons dokumentiert werden. Für das Gewinnerprojekt waren nicht nur die drei WikipedianerInnen Hubertl, Ailura und Geiserich77 aus Österreich angereist, sondern auch Dr. Renate Holzschuh Hofer vom österreichischen Bundesdenkmalamt. Gemeinsam nahmen sie den Preis entgegen und hoben in der Dankesrede besonders die gute Zusammenarbeit zwischen Wikipedianern und der Behörde hervor. Als Gewinn erhalten sie eine Ballonfahrt über einen österreischen Ort ihrer Wahl, damit sie ihre schönen Denkmäler auch einmal von oben betrachten und fotografieren können.

Externes Wissensprojekt des Jahres: VroniPlag Wiki

Foto: Raimond Spekking CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Für die Laudatio in Kategorie III konnten wir Jurymitglied John Hendrik Weitzmann von Creative Commons Deuschland und rights.info gewinnen. Hier machte das VroniPlag Wiki das Rennen, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, “Promotionsbetrug insbesondere von Politikern auf die Schliche zu kommen und für die Redlichkeit im Wissenschaftsbetrieb einzutreten“.

[…]Somit bleibt die Frage – ist die nicht bekannte Motivation der zum Teil eben anonymen Mitarbeiter von größerer Bedeutung als die offensichtlichen Fehler der wissenschaftlichen Qualifikanten? Die Jury kam zum Urteil: nein. Nicht der Bote der schlechten Nachricht sollte bestraft werden. Nicht die Finder der Plagiate haben diese zustande gebracht.

Für die Jury war am Ende klar, dass VroniPlag von allen auszeichnungswürdigen Projekten, und alle heute hier nominierten Projekte sind wirklich gut, 2011 den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen hat. Es war in der öffentlichen Wahrnehmung am präsentesten, es widmete sich einem wichtigen Thema und geht dieses seinen Kritikern zum Trotz auf angemessene und faire Weise an.

Tim Bartel und Gerhard Dannemann übernahmen stellvertretend für die vielen Mitwirkenden den Preis. Als Gewinn erfüllen wir ihnen einen Wunsch (Software, Technik, Dienstleistung), der sie bei ihrer weiteren Arbeit unterstützt.

Sonderpreise: Pizzakarton und Blume der Woche

Für den Artikel Pizzakarton erhielten die beiden Hauptautoren Southpark und Salino01 einen Sonderpreis: Neben der Auszeichnung haben wir ihnen je eine Kisten mit Zutaten für eine leckere Pizza überreicht. Das Projekt Blume der Woche, mit dem Benutzer Ephraim33 anderen Benutzern einen virtuellen Blumengruß als Dankeschön für ihren Einsatz im Projekt und für ihre Hilfsbereitschaft anderen Nutzern gegenüber schickt, erhielt ebenfalls einen Sonderpreis. Dafür spendieren wir ihm eine Blumenpatenschaft für die Heidenelke im botanischen Garten in Frankfurt.

Foto: Raimond Spekking CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Foto: Raimond Spekking CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Wir gratulieren!

Allen Gewinnerinnen und Gewinnern einen herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für euer herausragendes Engagement für Freies Wissen! Den Nominierten gratulieren wir ebenfalls herzlich, denn auch ihre Projekte und Artikel tragen viel dazu bei, den kostenlosen Zugang zu Wissen zu verbessern und die freie Weiternutzung vorantreiben.

Danke!

Ein herzliches Dankeschön geht an alle ehrenamtlichen Wikipedia-Aktiven, die gemeinsam mit uns das Konzept der Verleihung entworfen und ihre Lieblingsartikel- und projekte als potentielle Preisträger vorgeschlagen haben. Nach diesem Motto sollen auch zukünftige Veranstaltungen durch weitere Anregungen und Vorschläge wachsen. Der Zedler-Preis ist offen für weitere Kategorien, um in den nächsten Jahren noch mehr Engagement im Bereich frei nutzbarer Daten, Informationsangebote oder Initiativen auszuzeichnen: Communitys außerhalb der Wikimedia-Bewegung sollen einen festen Platz im Spektrum des Zedler-Preises für Freies Wissen erhalten.

Ebenso herzlich danken wir der Jury für ihre unschätzbare Arbeit und die Unterstützung bei der Verleihung. Ein besonderer Dank gebührt auch dem Team vom SUPERMARKT, das uns bei den Vorbereitungen und auch beim gesamten Ablauf der Verleihung ausgezeichnet unterstützt hat. Frank Schubert mit der Wiki loves Monuments Fotoausstellung und Chrstian Grasse mit der CC-Musikinstallation Hypermusic haben ebenfalls dazu beigetragen, dass wir unseren Gäste eine so schönen Veranstaltung bieten konnten.

Erste Bilder sind online auf Wikimedia Commons, die Videoaufzeichnungen werden im Laufe der Woche ebenfalls ins Netz gestellt. Unser Medienpartner DRadio Wissen hat außerdem einen Wortbeitrag veröffentlicht.

Fotos von Raimond Spekking auf Wikimedia Commons, lizenziert unter CC-BY-SA

Video-Stream

Die Veranstaltung in voller Länge:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (14 Bewertungen, Durchschnitt: 5.00 von 5)
Loading...Loading...

Wikipedia Academy: Keynotes von Sarah Stierch und Benjamin Mako Hill

Die Wikipedia Academy, die am kommenden Wochenende in Berlin stattfindet, wird eingerahmt von zwei Keynotes. Am Freitag um 13:30 Uhr eröffnet Benjamin Mako Hill die Academy in der FU mit seiner Keynote “When Peer Production Succeeds“. Aus der Ankündigung:

As Wikipedians have collaborated over the last decade to build the most comprehensive reference work in history, they have created, and documented, a new class of cooperative work. The academic world — inspired by Wikipedia’s success and its novel form — have responded with thousands of academic papers about Wikipedia and its processes.

But as many people who have tried to create their own wikis can attest to, Wikipedia’s enormous success at mobilizing volunteers and building works of high quality has been difficult to replicate. Even the Wikimedia Foundation and Wikipedia’s founders have struggled to replicate Wikipedia’s success in their other projects.

Through the knowledge and intuitions of Wikipedians, and through the work of the academics studying Wikipedia, we know an enormous amount about *how* Wikipedia works. However, the fact that even our own community has systematically failed to replicate our greatest success points to the fact that we still know very little about *why* Wikipedia works. The situation is similar in regards to free software and other peer production communities. And although each failure can teach us something, we have not given these failures the same attention we’ve saved for the successes.

In this talk, I will refer to research on free software and free culture communities and suggest that the ideal of peer production is only rarely realized. I will show how free software, and free culture, only very rarely looks like its poster children: the Linux kernels and the Wikipedias. I will present some of my research comparing failed free culture projects to successes to both suggest a methodology, and a potential set of answers, in order to answering the question: Why did peer production projects like Wikipedia work?

I will suggest, and try to show, that by learning from our failures, instead of ignoring or sweeping them under the rug, we can make both free culture advocacy and free culture practice more effective.

Den Sonntag im SUPERMARKT eröffnet Sarah Stierch mit ihrer Keynote “The Visual Experience – Gender and Ways of Seeing Wikimedia.” Ihr Ankündigung liest sich ebenso spannend:

According to the Wikimedia Foundation’s most recent community survey, women continue, for the second year in a row, to comprise of approximately nine percent of contributors to Wikipedia and related projects. As researchers try to find the reason why, the Wikimedia Foundation and community members across projects explore ways to improve on that low percentage. What makes the Wikipedia and Wikimedia world so different than other landscapes in which women are active in online?

For example, women are more active than men in online communities such as Twitter and Facebook, and also blog more than their gender counterparts. Providing a more visually accessible landscape for participation will most likely be a key component in improving women’s participation in Wikipedia and other projects such as Wikimedia Commons, Wikipedia’s online free image repository. This talk will not only explore the hard truth about women’s participation through direct experience, but will also explore what is deterring that participation through one common focus: the visual experience. How do on-wiki new user spaces such as the Wikipedia Teahouse work to attract and retain women? What makes it different visually than other spaces on Wikipedia? How can a call for action through a visual experience attract women via a call for action in a way that the rest of Wikipedia is not? What makes Wikimedia Commons such a challenging attempt at encompassing free content by challenging the public’s expectations of visual collections and how can women help to curate that content?

Finding influence in feminist and visual theory about imagery and women’s expectations and experiences, Stierch will break down what she believes needs to happen to create an encompassing landscape that can appeal to women in order to mind the gap of Wikipedia.

Wir freuen uns sehr, dass die beiden zu uns nach Berlin kommen. Die Academy bietet darüber hinaus noch weitere Highlights, wie man dem Konferenzprogramm unschwer entnehmen kann. Im Anschluss der Academy wird am Sonntag außerdem der Zedler-Preis für Freies Wissen verliehen. Die Anmeldung ist noch geöffnet!

Update: Im Wikimedia Research Newsletter findet sich ein Preview zu den Papers und Postern, die auf der Academy präsentiert werden.

Fotos:
Benjamin Mako Hill by Mika MatsuzakiMattl at en.wikipedia [CC-BY-SA-2.0], from Wikimedia Commons
Sarah Stierch by Matthew Roth (Wikimedia Foundation) [CC-BY-2.5], via Wikimedia Commons

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (8 Bewertungen, Durchschnitt: 4.88 von 5)
Loading...Loading...

Wikipedia Academy 2012: Last Call for Participation

tl;dr:


Vom 29. Juni bis 1. Juli findet in Berlin die Konferenz Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge statt. Wikimedia Deutschland organisiert die Konferenz erstmalig in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und dem Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Forschung mit, über und in Wikipedia. Auch Forscher, die sich wissenschaftlich mit Freiem Wissen und dessen Implikationen auf Forschung und Gesellschaft beschäftigen, sind herzlich eingeladen, an der dreitägigen Konferenz teilzunehmen. Mit der Academy sprechen wir ein internationales Publikum an; die Konferenzsprache ist Englisch.

Die Wikipedia Academy 2012 findet am Freitag und Samstag an der Freien Universität Berlin, School of Business & Economics, Garystrasse 21, 14195 Berlin und am Sonntag im SUPERMARKT, Brunnenstraße 64, 13355 Berlin statt.

Registrierung und Teilnahmegebühr

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung notwendig; der Eintrittspreis beträgt 60 Euro (30 Euro ermäßigt). Für die Workshops bitten wir um gesonderte Registrierung zum Preis von jeweils 10 Euro. Wie gewohnt stellen wir denjenigen Communitymitgliedern, die Eintritt oder Reisekosten nicht aus eigener Tasche zahlen können, Unterstützung über das Community-Budget zur Verfügung.

Programm

Das Programm der Konferenz findet sich unter: http://wikipedia-academy.de/2012/wiki/Schedule

Im Vorprogramm der Academy am Freitagvormittag bieten wir außerdem drei umfassende Workshops an, für die zum Teil noch Anmeldungen möglich sind. Eine Teilnahme am Workshop ist auch unabhängig von einer Anmeldung zur Academy möglich.

  • Wikipedia Data Analysis for Researchers – Das Tutorial konzentriert sich auf praktische Aspekte zur Analyse von Wikipedia-Daten (bereits ausgebucht)
  • Toolserver – Einführung in den Wikimedia Toolserver und seine Möglichkeiten und Wege für die Arbeit mit dem Wikipedia-Datenbanken (Unkostenbeitrag: 10 Euro; hier anmelden)
  • GLAM Tools – Einführung in Tools im GLAM-Wiki-Kontext (GLAM =Galleries, Libraries, Archives, Museums) (Unkostenbeitrag: 10 Euro; hier anmelden)

Am Freitagabend wird eine gemeinsame Podiumsdiskussion zwischen Forschern und Beforschten stattfinden. Diese kostet keinen Eintritt und wir laden alle Wikipedianer herzlich ein, dabei zu sein und uns zum anschließendem Get-together in die Luise in Dahlem zu begleiten.

Anmeldung eines Lightning Talks

Im Anmeldeformular kann außerdem ein Lightning Talk angemeldet werden. Hier besteht die Möglichkeit, prägnant und in Kürze eigene Forschungsergebnisse oder -vorhaben zu präsentieren.

Sonntag: Free Culture Brunch und Zedler-Preisverleihung

Am Sonntag ziehen wir mit der Academy von der FU um in den SUPERMARKT, ein ehemaliges Lebensmittelgeschäft, das zur Veranstaltungslocation umgebaut wurde. Wir brechen dort das Veranstaltungskonzept der akademischen Konferenz auf und öffnen die Academy für alle Freundinnen und Freunde von Free Knowledge und Free Culture. Der Free Culture Brunch soll vor allem dazu dienen, Aktivisten dieser Bereiche mit Wissenschaftlern und Communitymitgliedern zusammen zu bringen und in unkonventioneller Atmosphäre den Austausch befördern. Die daran anschließende Gesprächsrunde (mit Jeanette Hofmann, Annalisa Pelizza, Sebastian Haunss and Benjamin Mako Hill, moderiert von Matthias Spielkamp) wird sich mit den sozialen Aspekten freien Wissens auseinander setzen. Wer nur am Sonntag Lust und Zeit hat, kann sich auch nur für diesen Tag anmelden und für 10 Euro am gesamten Tagesprogramm inklusive Brunch teilnehmen.

Daran anschließend findet die glamouröse Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen statt. Dabei prämiert Wikimedia Deutschland die besten Wikipedia-Artikel und Projekte und alle Gäste haben die Möglichkeit, die Gewinner zu bestaunen und mit anschließend gemeinsam mit ihnen zu feiern. Die Veranstaltung endet um 17 Uhr – Zeit genug also, es für das EM-Finale noch rechtzeitig nach Hause oder vor die nächste Großleinwand zu schaffen.

Weitersagen!

Wir freuen uns, wenn ihr euren Kollegen, Professorinnen, Lieblingsforschern und weiteren interessierten von der Academy und der Zedler-Verleihung erzählt. Neben dem Veranstaltungslogo, was ihr gerne für die Bewerbung verwenden könnt, haben wir hübsche Poster entworfen, von denen wir euch auf Wunsch gerne einige Exemplare per Post zusenden. Für den Zedler-Preis gibt es außerdem hübsche Banner zum Schmücken eigener Beiträge.

Teile der Veranstaltung werden gefilmt, die Paper und Poster werden schon vorab veröffentlicht. Tweets, Fotos und sonstige Beiträge der Veranstaltung sollen mit dem Tag #wpac2012 gekennzeichnet werden.

Fragen und Antworten

Das Academy-Team steht bei allen Fragen unter academy@wikimedia.de gerne zur Verfügung.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 5.00 von 5)
Loading...Loading...

Rückblick: Berlin Hackathon 2012

Anfang Juni luden Wikimedia Deutschland und die Wikimedia Foundation gemeinsam zum Hackathon Berlin 2012 ein. Beim größten Wikimedia-Hackathon aller Zeiten trafen sich Entwickler der beiden Organisationen und der Community vom 1. bis 3. Juni 2012 in Berlin. Es sollten Erfahrungen ausgetauscht, an Verbesserungen und Erweiterungen der MediaWiki-Software gearbeitet und Gespräche über die neuen Technologien und Projekte geführt werden.

Es war außerdem das erste Mal, dass Wikimedia Deutschland Hand in Hand mit der Wikimedia Foundation eine solche Konferenz auf die Beine stellt. WMDE und WMF haben nicht nur die notwendigen finanziellen Mittel gemeinsam aufgebracht, sondern auch die Logistik und Betreuung der Teilnehmer zusammen übernommen. Wöchentliche Telefonkonferenzen, verschiedene Onlinetools und hunderte E-Mails waren Grundlage für die internationale Zusammenarbeit der Hauptverantwortlichen Sumana Harihareswara und Rachel Farrand auf Seiten der WMF und Nicole Ebber und Maria Rößler bei WMDE. Eine anregende neue Erfahrung, auf die wir in Zukunft gerne aufbauen und derartig konstruktive Zusammenarbeit intensivieren möchten.

„Ihr solltet euch kennen lernen“

Sumana Harihareswara kennt jeden Vornamen und kann im Schlaf aufzählen, woran die Person mitarbeitet. „Wenn du nicht weiter weißt, hole ich dir Hilfe und ein nettes Projekt, an dem du arbeiten kannst“, so stellte sich die Koordinatorin der Entwickler-Community auf dem diesjährigen Hackathon in der STATION Berlin vor. Aber auch wer gerade keine Hilfe brauchte, fand sie oft neben sich: „Daniel, das ist Oren. Oren, das ist Daniel. Ich lass euch mal allein.“ So und ähnlich kamen die über 100 Teilnehmer aus 30 Ländern ins Gespräch.

By Victorgrigas CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons

„Größter Wikimedia-Hackathon aller Zeiten“

„Es ist angemessen, dass dies der größte Hackathon ist, den es je gab. So viele Veränderungen in so kurzer Zeit hat es in der Geschichte unserer Projekte noch nicht gegeben“, so Erik Möller, stellvertretender Leiter der Abteilung für Produktentwicklung der Wikimedia Foundation. Diese tiefgreifenden Neuerungen standen bei der diesjährigen Veranstaltung in Berlin auch im Vordergrund: Interessierte konnten sich zum Beispiel über die Codeverwaltung mit Git und Gerrit, die geplante Einführung der Scriptsprache LUA sowie die Portierung bestehender Gadgets auf die Verwendung des Resource Loaders informieren. Auf großes Interesse stieß außerdem das Infrastruktur-Projekt Wikimedia Labs, das es Entwicklern ermöglicht, eigene Projektideen auszuprobieren oder Media- Wiki-Erweiterungen zu testen.

Großartiges Feedback gab es außerdem für das EU-geförderte RENDER-Projekt und Wikidata. Die Mitarbeiter beider Projekte hatten sich zum „Wikidata und RENDER-Summit“ im Vorfeld des Hackathons bereits mit Entwicklern der Wikimedia Foundation getroffen und den jeweils aktuellen Entwicklungsstand vorgestellt und diskutiert.

Dokumentation

Die ersten Videos der Tutorials und Lightning Talks sind online, auf Commons finden sich die ersten Fotos. Gerhard Meijssen hat Kai Nissen zu Accessibility interviewt, Jens Ohlig schreibt einen lesenswerten Rückblick und im Blog der Wikimedia Foundation gibt es ebenfalls zwei Artikel: Wikidata Summit kicks off in Berlin und Diverse Wikimedia tech crowd gathers in Berlin.

By Guillaume Paumier CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0), via Wikimedia Commons

Trotz der konstruktiven Atmosphäre gab es am Ende immer noch offene Fragen. Gut, dass Mitte Juli der nächste Hackathon stattfindet. Sumana wird sicherlich auch da sein.

(Vielen Dank an Kai Nissen, der die Textgrundlage für diesen Blogbeitrag geliefert hat.)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 5.00 von 5)
Loading...Loading...

Wikipedia trifft Archäologie

Berlin: Der erste offizielle Wikipedian in Residence im noblen Deutschen Archäologischen Institut


Als vor zwei Jahren in London Liam Wyatt als erster Wikipedian in Residence als humane Schnittstelle zwischen der Welt der Wissenschaften  und der nicht weniger anspruchsvollen Welt der Wikipedia vermittelte war nicht absehbar, dass es so bald schon gelingen würde am rennomierten Deutschen Archäologischen Institut  (DAI) den ersten Wikipedian in Residence in Deutschland zu installieren. Marcus Cyron wird in den nächsten sechs Monaten als Botschafter von Berlin Dahlem aus in die über die ganze Welt verteilten Grabungsstätten  und zurück in die bald 200-jährige Forschungsgeschichte des Instituts wirken und dabei möglichst viele Wikipedianer und Mitarbeiter des DAI miteinander an den virtuellen Schreibtisch bringen. Geplant sind gemeinsame Workshops und Führungen, aber auch Studienreisen zu den näher gelegenen Grabungsorten. Ich freue mich schon auf Marcus Berichte hier im Blog.

Nach der Kooperation mit der Open Knowledge Foundation, in der Daniel Mietchen als Resident wirkt, und der jetzt beginnenden am DAI startet im Juli die dreimonatige Kooperation mit der Stiftung Berliner Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellung BERLINmacher. Hier kann man sich noch bis zum 15. Juni auf die Position des Wikipedian in Resident bewerben.

Unser Ziel ist es, durch die Residents wie auch Veranstaltungen wie “Wikipedia trifft Altertum” gemeinsam mit aktiven Wikipedianern allgemein die Zusammenarbeit zwischen Wikimedia-Projekten und wissenschaftlichen sowie kulturellen Einrichtungen zu fördern. Wissensvermittlung ist jenen wie auch uns ein gemeinsames Anliegen. Zu Teil blicken die Einrichtungen auf eine sehr lange Tradition der Wissensvermittlung und Bewahrung zurück. Der Austausch über deren Methoden und Medien und denen, derer wir uns in der Wikipedia und den anderen Wikimedia Projekten bedienen können, kann für beide Seiten nur fruchtbar sein. Gleichzeitig wollen wir gewissermaßen vor Ort natürlich für die Befreiung des Wissens werben. Wer die öffentliche Diskussion zum Urheberrecht in den Medien verfolgt, kann sich vorstellen, dass zu unseren Aufgaben viel Aufklärungs- und Beziehungsarbeit im besten Sinne gehört. In diesem Sinne stehen wir erst am Anfang einer spannenden Entwicklung und ich freue mich, wenn wir uns gemeinsam auf die Erforschung der Möglichkeiten machen.

Detailliertere Informationen zum Wikipedian in Residence im DAI sind unserer Pressemitteilung  zu entnehmen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 4.25 von 5)
Loading...Loading...