Posts Tagged ‘Berlin’



Monatsbericht September 2014

PROGRAMM FREIWILLIGE

Aufgrund der vielen geförderten Aktivitäten der Communitys im September steht im Monatsbericht nur eine kurze Übersicht. Einen ausführlicheren Bericht gibt es in einem gesonderten Blogbeitrag.

Fotoprojekte

Die Festivalsaison geht mit dem Herbst langsam zu Ende, doch der Wikipedia-Festival-Sommer bleibt aktiv! Fünf Festivals standen für September auf der Liste der Fotografierenden: Die Nocturnal Culture Night in Kummerfeld, das Ackerfestival und Energy in the Park in München, das Berlin Festival und die Hamburg Metal Days. Für alle Bildergebnisse des Festival-Sommers 2014 existiert eine Übersicht.

Ein neuer Bilderschatz konnte zudem geborgen werden. Dank eines privaten Spenders, stehen bei Commons nun Digitalisate von historischen Aufnahmen des Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard zur Verfügung. (Bilder)

Weitere Fotoprojekte fanden im September wie folgt statt:

  • 07.09.: Pressekonferenz Tag der Legenden in Hamburg  (Bilder)
  • 08.–12.09.: Wiki loves Parliaments im Deutschen Bundestag (Bilder)
  • 14.09.: Wahlabend zur Wahl zum 6. Thüringischen Landtag (Bilder)
  • 17.–19.09.: Fototour in Weimar (Bericht)

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Nikolaus im Sommer

Coding da Vinci : Der Kultur-Hackathon. Jetzt kommt die Preisverleihung im Programmierwettbewerb am Sonntag im Jüdischen Museum. Bild © cc-by-sa

Am Sonntag werde ich glänzende Augen haben, wie in Kindertagen am 6. Dezember. Denn am 6. Juli sehe ich nach 10 Wochen spannungsvollen Wartens endlich 17 der Anwendungen, die im Rahmen des Programmierwettbewerbes  “Coding da Vinci: Der Kultur-Hackathon” entstanden sind. Da Freude in einer großen Gruppe mehr Spaß macht, möchte ich alle Leserinnen und Leser auf diese 17 Wettbewerbsbeiträge neugierig machen, die im Großen Saal des Jüdischen Museums präsentiert werden. Lasst uns den Saal bis zum letzten Platz füllen.

Am 06. Juli 2014 endet die zehnwöchige Projektphase mit einer öffentlichen Preisverleihung. Die besten Projekte werden in fünf Preiskategorien prämiert: Most Technical, Most Useful, Best Design, Funniest Hack und Out of Competition und die Gewinner bekommen ihre verdienten Preise.

Ausgangspunkt für alle Teams waren die Kulturdaten der teilnehmenden 16 deutschen Kultureinrichtungen. Da sie alle unter einer freien Lizenz für Coding da Vinci bereitgestellt wurden, konnten Scans  eines Hebariums mit Musikbeispielen eines anderen Museums vermischt werden, die Metadaten  einer Bibliothek durch die Bilddateien eines Instituts angereichert werden oder vergessene Autoren gelangen über Twitter wieder in die öffentliche Wahrnehmung von heute wieder. Alles war möglich. Ca. 150 Teilnehmende des ersten deutschen Kultur-Hackathons Coding da Vinci stellten sich den Herausforderungen des Wettbewerbes. Ihre Ergebnisse, die programmierten Apps, Webseiten, Spiele und Anwendungen stehen auch unter einer freien Lizenz und können von allen weiterentwickelt und mit weiteren Daten verknüpft werden. Der Nikolaus im Sommer ist daher womöglich erst der Anfang. Wie könnte es auch anders sein? Im Netz bleibt alles in Bewegung.

Sie sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn enthüllt wird, was neu entstanden ist. Vielleicht sind Tierstimmen zu einer App geworden? Oder auf 3D-Scans von Musikinstrumenten kann virtuell gespielt werden? Und was ist aus den Inschriften der jüdischen Grabsteine in Hamburg gemacht worden? Wir sind sehr gespannt auf die Anwendungen. Auf den neuen Glanz “verstaubten” Kulturerbes. Und auf die Gespräche mit denen, die neu gedacht und gecodet haben.

Öffentliche Preisverleihung

Sonntag 06. Juli 2014, 10:30-16:00 Uhr (Einlass ab 10:00 Uhr)

Großer Saal des Jüdischen Museums (2. OG)

Lindenstr. 9-14

10969 Berlin

Eine kleine Liste von FAQ

Was ist ein Hackathon?

Ein Hackathon ist ein Event, bei dem Programmierer (auch Hacker genannt), Grafikdesigner, Interface-Designer und Projektmanager zusammenkommen, um in einem vorgegebenen Zeitrahmen intensiv an einem Projekt zu arbeiten. Der zweite Wortteil ist von Marathon abgeleitet und zielt auf die intensive Zeit und Anstrengung, die die Teilnehmer miteinander verbringen. Die Dauer eines Hackathons kann variieren, von einem Tag bis zu mehreren Wochen. Zu Beginn wird üblicherweise das Material vorgestellt, das bearbeitet werden soll. Die Teilnehmenden sprechen dann über ihre Ideen und schließen sich zu Teams zusammen, in die sie ihre persönlichen Interessen und Fähigkeiten einbringen. Ziel ist es, am Ende etwas erarbeitet zu haben, das weiter genutzt werden kann – von einer neuen Programmiersprache bis hin zu fertigen Apps ist alles möglich. Mehr Information unter dem Link.

Was ist ein Kultur-Hackathon?

Bei einem Kultur-Hackathon werden Kulturdaten zur Verfügung gestellt, die von allen Teilnehmenden bearbeitet werden können. Im Fall von Coding da Vinci haben 16 deutsche Kulturinstitutionen Kulturdaten zur Verfügung gestellt, aus denen die Teams Neues schaffen. Damit werden die Daten nicht nur in andere Zusammenhänge gebracht, sondern auch in neuer Form nutzbar gemacht. Raus aus den Archiven, rein in den Alltag.

Was sind Freie Lizenzen?

Freie Lizenzen ermöglichen nicht nur das Anschauen von Daten, sondern die freie Nachnutzung, ohne dies zuvor durch den Urheber genehmigen zu lassen. Es gibt unterschiedliche Lizenzmodelle für Inhalte und für Anwendungen. Mehr Information unter diesem Link.

 Wer sind die Macher von Coding da Vinci?

Coding da Vinci wird veranstaltet von der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) gemeinsam mit der Servicestelle Digitalisierung Berlin (digiS), der Open Knowledge Foundation Deutschland (OKFN) und Wikimedia Deutschland (WMDE).

Wo kann ich mich anmelden?

Webseite und Anmeldung:http://codingdavinci.de

Wo finde ich mehr Informationen zu den Projekten?

Auf dem schwarzen Brett des Wettbewerbs, dem Hackdash, stellen sich alle 27 Projekte vor, auch diejenigen, die nicht am Sonntag präsentiert werden:http://cdvinci.hackdash.org

Kann ich Coding da Vinci auf Twitter folgen?

Ja sicher, unter @codingdavinci oder über den Hashtag #codingdavinci.

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HIVE Berlin – Vernetzt lernen im digitalen Zeitalter

HIVE Berlin Logo, CC-BY 4.0 via Wikimedia Commons

Das digitale Zeitalter verändert die Art des Lernens: Immer stärker findet die Aneignung und Weitergabe von Wissen und Kompetenzen auch außerhalb klassischer Bildungseinrichtungen statt, vor allem im Internet. Mit dem HIVE Berlin Lernnetzwerk sollen 2014 verschiedene formelle und informelle Lernumgebungen in Berlin stärker miteinander vernetzt, Pilotprojekte angestoßen und so Freie Inhalte für die Wikimedia Projekte geschaffen werden. 

Während Lernen früher noch nahezu ausschließlich in klassischen Bildungseinrichtungen wie Schule oder Universität stattfand, ergänzen wir heute unser dort erworbenes Grundwissen individuell je nach unseren Interessen in vielen verschiedenen anderen (virtuellen und physischen) Lernumgebungen. Indem wir beispielsweise in unserer Freizeit ins Museum gehen, uns in Wikipedia den Artikel über den Goldhamster durchlesen oder uns auf einer Videoplattform eine Anleitung zur Reparatur eines kaputten Fahrradschlauches anschauen, eignen wir uns zusätzliches Wissen an. Gleichzeitig geben wir unsere erworbenen Kenntnisse an andere weiter, etwa indem wir online Fragen zu den verschiedensten Themen in (Fach-)Foren beantworten oder selber einen Wikipedia-Artikel schreiben oder zumindest ergänzen. Damit sind wir nicht mehr länger ausschließlich Konsumierende von Lehrinhalten, sondern produzieren diese auch und werden damit zu Lehrenden.

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Freie Bildungsmaterialien: Berlin geht voran

Jetzt bloß nicht wackeln! Berlin macht die Bildungslandschaft bunter. Foto: CC-BY 2.0 Nicki Varkevisser via flickr.com

Berlin könnte als erstes Bundesland Freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, kurz OER) zum Teil seiner Bildungspolitik machen. Ein entsprechender Antrag passierte im Februar das Abgeordnetenhaus Berlin. Ein schöner Erfolg – auch für Wikimedia Deutschland. [Update 24. Februar: Bei Erscheinen des Artikels stand die Abstimmung des Abgeordnetenhauses noch aus. Der Artikel wurde nun entsprechend angepasst]

Wird Berlin das erste Bundesland, das OER zum Teil des Unterrichts macht? Es sieht so aus. Denn am 30. Januar beschloss der Ausschuss für Digitale Verwaltung des Berliner Abgeordnetenhauses mit den Stimmen von aller Fraktionen den Berliner Senat aufzufordern, “das Prinzip von offenen digitalen Bildungsressourcen (sog. „Open Educational Resources“) in der schulischen Bildung umzusetzen” – hier der Antrag als PDF). Am 20. Februar bestätigte das Abgeordnetenhaus den Beschluss.

Ein Erfolg für die OER-Bewegung – und für Wikimedia Deutschland

Die Initiative zur Einführung von OER geht auf einen Antrag der Piratenfraktion zurück, den die Regierungsparteien SPD und CDU inhaltlich aufgriffen (wir berichteten hier im Blog im Dezember 2013). Als Vertreter von Wikimedia sprach ich Ende 2013 als Sachverständiger im Ausschuss (hier das Wortprotokoll). In meiner Stellungnahme lobte ich den Regierungsantrag – und mahnte zwei Dinge an:

  • Die Verwendung wirklich freier Lizenzen – also solcher, die freie Nachnutzung und Veränderung der Materialien ermöglichen, wozu auch eine kommerzielle Nachnutzung zählt. Im ursprünglichen Antrag war nur vage von “Creative Commons Lizenzen” die Rede gewesen.
  • Die Inklusion von Bildungsträgern und -institutionen sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen (wie Wikimedia Deutschland) in den Beratungsprozess. Im Antrag von SPD und CDU wurden lediglich Verlage und lokale Unternehmen explizit genannt.

Das in unseren Augen größte Problem war dabei die Lizensierung: Als erstes Bundesland, das ernsthaft die Einführung von OER in den Unterricht vorantreibt, hat Berlin Vorbildcharakter. Würden hier “unfreie” Lizenzen genutzt, wäre dies ein schlechter Start für die Rahmenbedingungen für frei lizensierte Bildungsmaterialien in Deutschland insgesamt gewesen.

Auf unsere beide Punkte wurde in der Tat eingegangen, obgleich nicht in dem Ausmaß, das wir uns erhofft hätten: Im finalen Antrag ist von “CC by sa [sic]”-Lizenzen die Rede, die “anzustreben” seien. Eine schwache Formulierung, aber besser als keine. Und: Der beschlossene Antrag benennt nun neben den Verlagen auch “bestehende öffentlich geförderte Institutionen” sowie “Bildungsträger und -einrichtungen” als miteinzubeziehende Partner. Die Zivilgesellschaft fehlt aber nach wie vor.

Insgesamt sind wir dennoch zufrieden: Unsere Vorschläge wurden aufgenommen. Und Berlin hat eine erste Hürde Richtung OER genommen. So zeigt sich auch Martin Delius von den Piraten höchst erfreut über den Erfolg.

Ein OER-Portal für Berlin?

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Des einen Bibel – des anderen Computerspiel

„Willkommen auf Europeana 1914-1918 – mit neuem Design! Wir haben die Inhalte auf dieser Website deutlich erweitert und verbessert“ so begrüßt Europeana seine Besucherinnen und Besucher zum Relaunch der Website seit gestern Abend. Mit großem Aplomb  –  Konferenz, Ausstellung „Unlocking sources in Berlin“ und feierlichem Empfang der geladenen Gäste durch gleich drei Herrinnen:  Barbara Schneider-Kempf, Direktorin der Staatsbibliothek, Monika Grüttters, Staatsministerin für Kultur, und Jill Cousins, Direktorin der Euopeana Foundation – geht die Plattform online. Sie lädt die interessierte Öffentlichkeit ein, sich mittels 500.000 Quellen aus Bibliotheken, Archiven und von Privatpersonen aus ganz Europa mit dem Ersten Weltkrieg  zu beschäftigen.

Diese Bibel rettete wörtlich einem jungen Soldaten im Ersten Weltkrieg das Leben. Ein Granatsplitter konnte das Buch nicht durchdringen. Von Gottfried Geiler via Europeana CC BY SA

Ein Portal mit enormer Vielfalt

Soldaten-Liedersammlungen und Noten für Märsche, Bilderbücher für Kinder in Comic-Anmutung und Filmmaterial, wie eine Wochenschau aus Österreich von 1915, belegen die heute befremdliche Kriegsverherrlichung der öffentlichen Einrichtungen und der Multiplikatoren wie Journalisten und Verleger. Kontrastiert wird dieses Material durch Quellen aus privaten Nachlässen, zum Beispiel einem Tagebuch mit handschriftlichen Einträgen und eingeklebten Zeitungsausschnitten. Aber nicht nur Material aus den Kriegsjahren 1914-18, sondern auch moderne Medien, die nur über die Kriegsthematik einen Bezug zum „Großen Krieg“ aufweisen, wurden in die Europeana 1914-1918 collections  aufgenommen, wie etwa ein Wahlplakat der SPD 1990. Ein wahrer virtueller Schatz, wie Kulturstaatsministerin Grütters gestern Abend lobte.

 Diversität ist gut, aber nicht immer

Die Diversität der Exponate setzt sich, zu unserem Bedauern, auch in den Lizenzen fort. Wie auch sonst in der Europeana hat das Zeigen Vorrang vor der Nachnutzung. Es finden sich gemeinfreie neben solchen Dateien, die unter der CC BY SA-Lizenz stehen. Sie sind also frei nachnutzbar, für kommerzielle Zwecke ebenso wie  für die Wikipedia. Aber ein mir vom Umfang nicht bekannter Anteil von Einträgen bleibt in der Lizenzfrage ambivalent, oder es wird vorgeschrieben, dass die Lizenzrechte abgefragt oder erworben werden müssen. Dabei weist das normale Template der Ergebnismaske den Button „Wikipedia“ auf. Was als eigener Service für Wikipedia gedacht ist, kann nicht umstandslos genutzt werden, wenn die Lizenzen nicht mit den Vorgaben von Wikimedia Commons kompatibel sind. D.h. Wikipedianer müssen sehr sorgfältig prüfen, ob sie das Material nur zitieren, oder tatsächlich das Bildmaterial verwenden können, ohne gegen proklamierte Lizenzen zu verstoßen.

Cui bono

Cui bono?, fragte der Römer und meinte: Wem nützt es? Ein Streifzug durch das immense Material lohnt sich. Einzigartig sind die in über 80.000 digitale Dateien zusammengetragenen mehr als 7.000 persönliche Geschichten, die man mittlerweile auf Europeana 1914-1918 finden kann. Jede und jeder kann jederzeit neue Inhalte hinzufügen. Dann das spannende Filmmaterial. Das Projekt European Film Gateway 1914 präsentiert rund 660 Stunden digitalisierte Filme und über 5.600 filmbezogene Materialien. Damit werden von dem erhaltenen Fünftel der damaligen Produktion wesentliche Teile leichter zugänglich gemacht. Womöglich inspiriert durch das Sammelprojekt der Europeana zu privaten Quellen des „Großen Krieges“ lanciert Ubisoft im Gedenkjahr 2014 ein neues Computerspiel. Das Spiel „Valiant hearts“ basiert auf realen Briefen von Beteiligten des Ersten Weltkriegs aus fünf verschiedenen Ländern.

Private Briefe aus dem Krieg bilden das Fundament für das ungewöhnliche Computerspiel “Valiant hearts”. Screenshot aus dem Trailer von Ubisoft.

Wer wird in den folgenden Tagen, Wochen und Monaten, in denen  das 100. Gedenkjahr zum Beginn des Ersten Weltkriegs die Erinnerung wachrüttelt, das Material nutzen? Und wofür? Wird das Beispiel der Nationalbibliotheken aus acht europäischen Ländern andere GLAM-Einrichtungen motivieren, ihre Digitalisate ebenfalls freizugeben? Immerhin hat die Staatsbibliothek Berlin für dieses Portal ihre sonstige Politik der nicht-kommerziellen Beschränkung im großen Umfang aufgegeben und sich auf das Wagnis des Freien Wissens eingelassen. Ein beherzter Schritt, den Wikimedia Deutschland gern unterstützen möchte. Wer hat Interesse, dieses Material vielleicht in einer Schreibwerkstatt für die Wikipedia zu erschließen, und so die Quellen einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Erste Gespräche mit den Projektkoordinatoren an der Staatsbibliothek haben begonnen. Mehr Informationen unter kultur@wikimedia.de.

 

 

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Berlin als Vorreiter für Freie Bildungsressourcen?

Sollen Freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, kurz OER) Teil der Berliner Bildungslandschaft werden? Und wie könnten konkrete Lösungen aussehen? Darüber diskutierte am 9. Dezember der Ausschuss für Digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit des Abgeordnetenhauses Berlin. Zu den anwesenden Sachverständigen zählte neben Vertretenden der Schulbuchverlage, iRights, der HTW Berlin und des Philologenverbandes auch Sebastian Horndasch als Vertreter von Wikimedia Deutschland. Ein Sachstandsbericht. [Update 06.01.13: Protokoll steht online]

Thema OER: Alle politischen Farben sind an Bord. Zumindest in Berlin. Foto: Guillermo Viciano CC-BY-SA via flickr.com

Langsam gewinnt das Thema Freie Bildugsressourcen an Fahrt. Im September führten wir mit der OER-Konferenz die erste Großveranstaltung zum Thema in Deutschland durch. Im Herbst startete die EU-Kommission mit Opening Up Education eine Initiative, die die breite Einführung von OER im Bildungsbereich zum Ziel hat. Und in Berlin gibt es jetzt eine Länderinitiative zu OER in Deutschland, die eine reale Chance auf eine praktische Umsetzung hat. Man reibt sich überrascht die Augen: Hier sind nicht nur die Piraten und die Grünen für die Initiative; auch die Fraktionen von CDU und SPD stehen hinter einem Pro-OER-Antrag.

Aber erzählen wir die Geschichte von Beginn an. Den Anfang machten die Piraten. Im März 2013 beantragten sie, dass der Senat die Implementierung von OERs prüfen solle (Drucksache 17/0888). Eine wunderbare Sache, aber für sich noch keine große Nachricht: Piratenanträge werden häufig von der Mehrheit abgeschmettert. Nicht so in Berlin. SPD und CDU reagierten im August mit einem eigenen Antrag zum Thema (Drucksache 17/1130). Dieser enthielt ebenfalls einen Prüfungsauftrag – allerdings verbunden mit einer über den Piratenantrag hinaus gehenden klaren Botschaft:

Der Senat von Berlin wird aufgefordert, das Prinzip von offenen digitalen Bildungsressourcen (sog. „Open Educational Resources“) in der schulischen Bildung umzusetzen.

Ein Satz, der sitzt. Ein vielversprechender Anfang. Leider enthält der Antrag im Weiteren auch aus unserer Sicht kritische Passagen: So nennt er Schulbuchverlage als mit einzubeziehende Partner, nicht aber Zivilgesellschaft und Bildungseinrichtungen. Auch ist zwar die Rede von Creative Commons Lizenzen, nicht jedoch davon, welche genau gewählt werden sollen. Aber beides scheinen lösbare Details zu sein.

Viel Rückenwind für OER: Die Anhörung

Am 9. Dezember nun diskutierte der Ausschuss für Digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit des Abgeordnetenhauses über beide Anträge – hier das Protokoll. In unserer Stellungnahme (hier als PDF) forderten wir zweierlei:

1. Durch das Land Berlin kuratierte OER sollten der Open Definition genügen, also sowohl veränderbar sein, als auch eine kommerzielle Nachnutzung zulassen. Wir schlagen dabei CC-BY-SA vor.

2. Zivilgesellschaft und Bildungseinrichtungen sollten in den Beratungsprozess zu OER miteinbezogen werden.

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Zwei Buchstaben können enttäuschend sein

Eindrücke von der Tagung der FG Dokumentation des DMB in Berlin 14. bis 16. Oktober 2013.

Die letzten beiden Tage war ich auf der Tagung der Fachgruppe Dokumentation den Deutschen Museumsbundes. In den meisten Vorträgen ging es daher um die Dokumentation der Sammlungsbestände in Datenbanken, die Maschinenlesbarkeit und Exportfähigkeit der Metadaten, ihrer Präsentation auf der hauseigenen Website, die Bebilderung der Datenbank, den Einsatz von 3 D Technologie. Ich sah mikroskopische Aufnahmen von Plankton, hörte knarzende MP 3 Files von längst verschollenen geglaubten Tango-Aufnahmen und erfuhr die Faszination, die von sepiafarbenen Fotos aus Afrika ausgehen kann.

Ein Hagel von Abkürzungen prasselte über die Leinwand: AAT, MINT, LIDO, xTree, FLA. Fremd klingender Gebrauch von Ausdrücken wie „kontrolliertes Vokabular“, „Triple set“. Es ist offenbar eine ganz eigene Welt, die der Dokumentation. Die Dokumentaristen beugen sich längst nicht mehr über verstaubte Karteikarten und hocken nicht mehr in den unbedeutenden Räumen des Museums. Sie sind Türöffner geworden. Sie sind öffnen mit den Informationstechnologien das Museum für die Zusammenarbeit mit großen Datenportalen wie die Deutsche Digitale Bibliothek oder dem europäischen Pendant EUROPEANA und holen über die Webpräsenz ihrer Häuser oft eben so viele Besucher, wie die Ausstellungen mit den Vitrinen und Schautafeln.

Das Technikmuseum in Wien baut eine vollständig neue Datenbank für ihre Sammlungen auf, die in zwei Jahren jedem Besucher der Online-Datenbank eine umfassende Suche von Objekten mit vielen nur denkbaren Querverweisen und umfassenden Erklärungstexten bieten soll. Gibt man den Begriff „Dampflokomotive“ ein, wird man neben einer Galerie mit Abbildungen von Lokomotiven des Museums auch verwandte Schlagworte angezeigt bekommen. Man kann mehr über den Konstrukteur eine bestimmten Lok erfahren und mit ein paar weiteren Klicks welche anderen Objekte dieses Ingenieurs im Museum aufbewahrt werden. Wie schnell wird man sich da nicht gern in den Welten des Museums verlieren, fast ein wenig wie in der Wikipedia, in der man ja auch so schnell von dem einen Begriff zum nächsten Thema kommt. Das im DDR Jargon so genannte „Komplexmuseum“ Bitterfeld entpuppt sich dank einer umfassenden digitalen Datenbank, die online verfügbar ist, zu einem wahren Hort unglaublicher Schätze. Hier lagert zum Beispiel der vergessene Tango  in Form einer Schelllackplatte aus den Beständen einer Gaststätte der Nachbarschaft. Für analog arbeitende Fotografen ist das Museum ein Mekka, Bitterfeld war der Standort von Agfa und ORWO, der Nachlass dieser untergegangenen Riesen lagert im Kreismuseum. Seit der Einrichtung des digitalen Museums, hat das Museum nicht nur seine Besucherzahlen steigern können, sondern Betrachter des Museums haben mit ihrem Spezialwissen den Kuratoren des Museums geholfen, die Bedeutung einzelner Objekte erst richtig einzuschätzen und Fehler zu korrigieren. Das Berliner Museum für Naturkunde erstellt gerade einen umfassenden Katalog für Planktonarten der Meere. Plankton sind zentrale Informanten des Klimawandels und Indikatoren für Erdöl. Sollte jemand die Nützlichkeit dieses Unterfangens in Frage stellen. Es ist ein Mammutprojekt, denn die kleinen Wesen haben nicht nur kaum zählbare Arten, sondern werden auch mit einer noch größeren Vielfalt von Namen belegt. Wissenschaftler aller Welt können sich an der Taxonomie beteiligen. Das Ethnologische Museum in Berlin lädt ihre Online-Besucher mit einer App ein, eine Sammlung früher Fotographien aus Afrika zu verschlagworten, weil sie allein diese Arbeit gar nicht schaffen würden. Ja, das Internet bietet so viele neue Möglichkeiten!

Da geht doch noch ‘was. Bitte zahlen Sie noch einmal für das digitale Kulturgut, sollten Sie eine Abbildung des Kulturgutes in Ihren Blog oder für die Illustration eines Wikipedia Artikels verwenden wollen. Dieses norwegische Mautschild ist jedoch frei.. By Peter J. Acklam converted the original EPS file to PDF with Ghostscript and the PDF file to SVG with Inkscape. [Public domain], via Wikimedia Commons

Wir Kulturliebhaber und Steuerzahler sind natürlich begeistert von all den vielen bunten Bildern, die uns die Museologen zeigen: Doch bitte die Hände auf dem Rücken! All diese schönen Bilder können nicht weiter verwendet werden. Bitt‘ schön, nur für den Nicht kommerziellen Gebrauch. NC – ein enttäuschendes Stoppschild für das Wikimedia-Movement.

 

 

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Der Himmel über Berlin…. ist seit heute frei

Zwei Ereignisse sind heute für Berlin von Relevanz: Der 60. Geburtstag des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit und das Inkrafftreten der neuen Preise und Bezugsbedingungen für die amtlichen Karten und weiteren Produkte der Geoinformation. Das erste Ereignis erhält die ihm gebührende allgemeine Aufmerksamkeit, wir wollen nun dazu beitragen, Letzteres ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen.

Die Änderung ist eine kleine Revolution: Seit dem 1. Oktober 2013 ist die Nutzung der Geodaten und Geodatendienste des Landes Berlin sowohl für kommerzielle wie nichtkommerzielle kostenfrei möglich. Die (Meta-)Daten dürfen  insbesondere vervielfältigt, ausgedruckt, präsentiert, bearbeitet sowie an Dritte übermittelt, mit eigenen Daten und Daten Anderer zusammengeführt, zu selbständigen Datensätzen verbunden, in interne und externe Geschäftsprozesse und Anwendungen in öffentlichen und nicht öffentlichen elektronischen Netzwerken eingebunden werden. Dies alles mit Quellenvermerkspflicht.

Berlin (Symbolbild), Ausschnitt aus dem FIS-Broker, Geoportal Berlin / Kartenanzeige Digitale farbige Orthofotos 2011 (DOP20RGB) http://fbinter.stadt-berlin.de/fb/

 

Quelle dieses Wandels ist das Amtsblatt Berlins, Nr. 42 vom 20. September 2013 auf Seite 1977. Eine Open-Data-Version dieses Amtsblattes gibt es ironischerweise unseres Wissens noch nicht, dafür eine zeitlich begrenzt verfügbare Version bei einem Verlag.

Damit ist Berlin im Wortsinne über Nacht zu einem der Spitzenreiter bei der Bereitstellung von Open Data aus dem Geoinformationsbereich geworden. Dies vielleicht auch deshalb, weil es sonst noch größtenteils zappenduster aussieht und gerade bei Geodaten die Bereitschaft zur Freigabe bei der Landesverwaltung erschütternd schwach ist. Begründet wird dies gerne mit der finanziellen Situation, den Einnahmen aus Geodatenlizenzierung und drohenden finanziellen Ausfällen bei einer Freigabe.

Wie gut, dass man diese Einnahmen auch erfragen kann. So geschehen im April 2012 durch den Abgeordneten Dr. Simon Weiß mittels Kleiner Anfrage Drucksache 17/10461. So wissen wir, dass im Jahr 2010 das Land Berlin aus der entgeltlichen Bereitstellung von Geobasisdaten ca 1.072.000 Euro und im Jahr 2011 ca. 1.056.000 Euro erwirtschaftet hat. In der Antwort des Senats wird nicht im Detail ausgeführt, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Einnahmen aus den Lizenzzahlungen von Firmen stammt, die im Eigentum der Öffentlichen Hand sind. Der Fachausdruck hierfür lautet “Linke Tasche, Rechte Tasche”.

Wikimedia Deutschland applaudiert dem Land Berlin zur neuen Freigabepolitik von Geodaten und hofft auf viele Nachahmer, die wahlweise dem Preispolitikmodell des Landes Berlin folgen, dem Modell des Bundes über Änderung des Geodatenzugangsgesetzes oder dem Hamburger Modell einer allgemeinen Freigabeklausel im Transparenzgesetz (§10 Abs 3.). Alle diese Wege haben ihren eigenen Charme und sind grundsätzlich miteinander kompatibel.

Bonuspunkte hätte es für die Landesvermessung für zwei Aspekte gegeben:

  1. Die Daten sind dauerhaft kostenfrei nachnutzbar, allerdings derzeit ohne die Verwendung von Standardlizenzen. Dies schafft Heterogenität und zwingt einen Nachnutzer mit Geodaten aus vielen Ländern, immer wieder wesengleiche aber im Detail unterschiedliche Nutzungsbedingungen zu lesen und zu kombinieren. Das ist kein Drama und es wird mit Sicherheit Lösungen geben, die solche Lizenzen miteinander kombiniert bequem nachnutzbar machen.
  2. Viele der seit heute frei nutzbaren Daten sind derzeit noch nicht im Netz verfügbar oder wenn, nur über Kartenserver und nicht als Komplettpaket zum Download. Obwohl wir schon von diesem Freigabetermin wussten und entsprechende Bitten zur Abgabe auf einem Datenträger formuliert hatten, steht die eigentliche Bereitstellung dieser Daten noch aus. Wer wie wir so lange auf eine Freigabe gewartet hat, der hält auch noch ein paar zusätzliche Wochen aus.

Herzlichen Glückwunsch und Danke an alle innerhalb und außerhalb der Verwaltung, die durch ihre Arbeit diese Freigabe ermöglicht haben, insbesondere auch der Open Knowledge Foundation und den Freunden von Open Data im Abgeordnetenhaus und im Berliner Senat.

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Latet enim veritas, sed nihil pretiosius veritate #ZDFcheck

Die Wahrheit ist verborgen, aber nichts ist schöner denn die Wahrheit. Hinter uns liegt eine aufregende Woche der re:publica in Berlin samt einstündiger Paneldiskussion zum Projekt ZDFCheck (wir berichteten darüber). Die re:publica-Veranstalter haben in Windeseile den Mitschnitt dieser Diskussion auf Youtube und unter die Lizenz Creative Commons CC BY-SA 3.0 gestellt, von dort erfolgte dann auch der Upload auf Wikimedia Commons.

Ab heute ist der zdfcheck.zdf.de mit einem ersten Faktencheck-Angebot online und die Einladung an die Netz-Community zur Beteilung an der Recherche steht.

Ebenfalls heute beginnt der “Wikipedian in Residence” seine Arbeit im Rahmen des Online-Angebots des ZDF. Nach dem Abschluss der Bewerbergespräche freuen wir uns, Tim Moritz Hector vorstellen zu dürfen. Tim ist Student der Politologie und Kommunikationswissenschaft in Münster und seit 2007 Wikipedianer, von 2008 bis 2012 als Admin. Seit 2012 ist er außerdem für das Referentennetzwerk tätig.

Presseschau:

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Creative Commons wird 10 Jahre alt und wir feiern mit!

Creative Commons hat Geburtstag! Seit 10 Jahren gibt es die freien Lizenzen, wo wären wir nur heute ohne sie? 10 Jahre – wow! – das ist lange her und muss gebührend gefeiert werden. Wir gratulieren ganz herzlich, heute hier virtuell und am Samstag bei der großen Party in Berlin nochmal persönlich. Happy Birthday! \o/

Am 8. Dezember 2012 lädt Creative Commons Deutschland CC-Enthusiasten und Fans Freien Wissens zu einer großen Feier nach Berlin ein. Ab 20 Uhr geht es im neuen Homebase-Club (Nähe Alexanderplatz) los mit Kurzvorträgen und Interviews darüber, wie Creative-Commons-Lizenzen in vielen unterschiedlichen Bereichen dazu beigetragen haben, eine Kultur des Teilens von Wissen zu ermöglichen. Anschließend gibt es Creative-Commons-lizenzierte Musik von Kraftfuttermischwerk und Peter Withoutfield von den Blogrebellen zu hören und tanzen.

Im Dezember 2002 wurde die erste Version der Creative-Commons-Lizenzen von der gleichnamigen US-Organisation veröffentlicht. 10 Jahre sind vergangen und heute sind diese Lizenzen aus dem freien Internet nicht mehr wegzudenken. Unzähligen freie Projekte – darunter auch die Wikipedia – nutzen die Lizenzen, um Nutzern ihrer Inhalte von vornherein bestimmte Freiheiten einzuräumen. Das Programm für Samstag liest sich wie das Who-is-who des Freien Wissens in Deutschland:

  • Was ist Creative Commons? John Weitzmann über Geschichte und Organisationsstruktur
  • Leonhard Dobusch über “Unnützes (historisches) Wissen” aus der Entstehung
  • Till Jaeger über “Wie kamen die Lizenzen nach Deutschland?”
  • Pavel Richter, Vorstand von Wikimedia Deutschland über die Nutzung von CC durch die Wikipedia-Community
  • Julia Kloiber über OpenData
  • Cecilia Palmer über Mode
  • Christine Watty (DRadio/Breitband) über Kuration von CC-Musik und Nutzung im Radio
  • Philip Steffan über Maker-Culture
  • Constanze Kurz über Open Access
  • Thorsten Schilling über den Einsatz von CC bei der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Mario Sixtus über den Elektrischen Reporter beim ZDF
  • Henrik Moltke über CC in Dänemark und die Dokumentation “Good Copy, bad Copy”
  • Michelle Thorne über CC-Einsatz bei Mozilla
  • Markus Heidmeier über Offene Bildungsmaterialien

Für die Gäste vor Ort gibt es außerdem etwas Freibier (wie in Freibier!) und eine große Torte; ein Livestream wird die Feierlichkeiten in die Wohnzimmer der Daheimgebliebenen übertragen. CC bittet um eine Spende am Einlass, um die Kosten der Party refinanzieren zu können.

Diese Feierei sollten sich Freundinnen und Freunde Freien Wissens nicht entgehen lassen. Kommt alle und feiert mit uns!

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