“Wir holen dich ins Boot” – MS Wissenschaft und Wikipedia in Bremen

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Bild: Wissenschaft im Dialog CC-BY-SA 3.0

Anlässlich des Aufenthalts der MS Wissenschaft in Bremen präsentiert Jürgen Friedrich, Professor für Informatik an der Universität Bremen und Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland, am Freitag, den 30.05.2014 die Veranstaltung: “Wir holen dich ins Boot – MS Wissenschaft und Wikipedia in Bremen.”

Präsidiumsmitglied Jürgen Friedrich
Bild: Bernd Schwabe in Hannover CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Neben der Vorstellung des Exponates “Das Wikipedia-Prinzip: Freie Daten, Freies Wissen” soll Wikipedia spielerisch einem “Wissens-Härtetest” unter dem Motto: “Was weiß Wikipedia über Bremen?” unterzogen werden. Dieser Test soll offenbaren, welche Fragen Wikipedia über die Wissenschaft in Bremen beantworten kann und zu welchen Themen vielleicht noch Einträge fehlen.

Im Anschluss zeigt Prof. Dr. Jörn Bleck-Neuhaus von der Universität Bremen am Beispiel der Physik, wie Wissenschaft und Wikipedia zusammenkommen können. Unter dem Titel “Wie das Atom in Wikipedia kam und was aus ihm in Wikipedia noch wird.” wird der Wikipedianer gemeinsam mit dem Publikum live an einem Artikel arbeiten und aus der praktischen Arbeit von Wissenschaft und Freiem Wissen berichten.

Darüber hinaus werden die anwesenden Wikipedianerinnen und Wikipedianer einen Blick hinter die Kulissen der deutschsprachigen Wikipedia ermöglichen. In einer offenen Runde können die Gäste das fragen, was sie schon immer über die Online-Enzyklopädie wissen wollten, wie z.B.: Wer schreibt da? Wie steht’s mit der Qualität der Artikel? Ist das alles wissenschaftlich haltbar und gibt es auch mal Zoff zwischen den Autoren?

Bevor es dann in den geselligen Teil des Abends überläuft, wird spekuliert, was in Zukunft in Wikipedia im Hinblick auf die Wissenschaft noch alles passieren kann: Zwei Wikipedia-Science-Lightning-Talks stellen hierzu überraschende Thesen vor.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 – die digitale Gesellschaft statt. Beginn ist 19 Uhr und die Teilnahme kostenfrei.  Ein Besuch der Ausstellung “digital Unterwegs” ist möglich.

Die MS Wissenschaft liegt vom 30.05. bis 01.06.2014 an der Anlegestelle “Tiefer” und täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

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Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Gestern fand in Frankfurt am Main die 14. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Auf der Tagesordnung standen neben der Vorstellung der strategischen Planung und einer Reihe von Satzungsänderungen unter anderem auch Berichte von Vorstand, Präsidium und Kassenprüfern. Natürlich wurde auch intensiv über den in dieser Woche angekündigten  Übergangsprozess und die Nachfolge von Pavel Richter gesprochen.

Wir sind ein junger Verein und die Veränderung auf der Vorstandsposition, die Pavel lange Jahre gestaltet hat, ist eine neue Erfahrung für uns alle. Der Prozess der Nachfolge wird in den kommenden Monaten viel Arbeit mit sich bringen und Pavel wird Teil davon sein. Klar ist, dass wir zuerst gemeinsam über den Ablauf und den genauen Zeitplan beratschlagen müssen und wir werden dabei möglichst viele Menschen einbeziehen und ihre Meinungen sehr ernst nehmen. Über konkrete Schritte werden wir kurzfristig und so schnell wie möglich berichten.

Nikolas Becker, der im letzten halben Jahr den Vorsitz unseres Gremiums innehatte, wird den Übergang leider nicht aktiv begleiten. Er trat gestern zurück. Als Präsidium sind wir daraufhin am heutigen Sonntag zusammengekommen, auch um einen neuen Vorsitzenden zu wählen.

Ich freue mich, dass mir von meinen ehrenamtlichen Kollegen das Vertrauen ausgesprochen wurde, dem Präsidium ab sofort vorzusitzen. Ich bin mir der großen Verantwortung sehr bewusst und habe sie heute mit festem Blick auf die Zukunft angenommen. Nikolas danke ich herzlich für alles, was er nicht nur als Vorsitzender sondern auch in den vergangenen Jahren im Präsidium und für den Verein geleistet hat. Gleiches haben wir im Namen des Präsidiums auch gestern in Frankfurt getan.

Sebastian Wallroth danke ich, dass er bereit war, meine bisherige Position als stellvertretender Vorsitzender dieses Gremiums zu übernehmen und freue mich, dass das Präsidium auch ihm das Vertrauen für diese verantwortungsvolle Position ausgesprochen hat.

Wie üblich, wird es auch zu dieser Mitgliederversammlung ein Protokoll geben. Ich möchte dem nicht vorgreifen, solange es noch fertiggestellt werden muss. An dieser Stelle gebe ich aber gerne schon einen kurzen persönlichen Überblick:

Es gab sechs Anträge für Änderungen an der Vereinssatzung (ein siebenter wurde zurückgezogen). Alle sechs wurden mit deutlichen Mehrheiten angenommen. Die Amtszeit des Präsidiums wurde von einem auf zwei Jahre verlängert. Eine Beurlaubung aus dem Präsidium ist nun möglich, ebenso eine Ehrenamtspauschale. Formal geklärt wurde daneben, dass Mitglieder des Präsidiums auch Vereinsmitglieder sein müssen. Fördermitgliedschaften können künftig einfacher beendet werden. Und zum Schluss: Die Formulierung zum Quorum für die Einberufung einer außergewöhnlichen Mitgliederversammlung wurde von “Mitglieder” auf “aktive Mitglieder” abgeändert.

Neben den Satzungsänderungen bestätigte die Mitgliederversammlung die Strukturierung des Präsidiums nach Ressorts.

Für Details zu allen diesen und weiteren Punkten verweise ich auf das schon erwähnte Protokoll, das noch kommen wird.

Ich bin überzeugt, dass Wikimedia Deutschland in einer gefestigten Position ist. Es ist an uns, diesen Verein in den kommenden Jahren gemeinsam zu formen. Dazu gehört auch Selbstkritik, oder zumindest die Erkenntnis, dass ein neutraler Blick in so ziemlich jeder Lebenslage hilfreich ist. Deshalb freue ich mich, dass die Mitgliederversammlung dem Antrag des Präsidiums gefolgt ist, und wir nun einen externen Governance Review starten und andere Meinungen, andere Expertise und neue Erkenntnisse einholen werden. In der Wikipedia ist das Gang und Gäbe. Dadurch wird sie besser Für Wikimedia Deutschland gilt das meiner Meinung nach ganz genauso: Besser werden wollen ist eine Stärke.

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Das größte Risiko bei OER? OER nicht umzusetzen

Die Kultusministerkonferenz (KMK) arbeitet derzeit an Empfehlungen zum Umgang mit Freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resources oder OER). Wikimedia Deutschland wurde in diesem Rahmen gebeten, eine umfassende schriftliche Stellungnahme zum Thema abzugeben. Diese ist im Folgenden dokumentiert.

1. Ausgangslage

“Freedom is not free” – Freie Materialien gibt es nicht umsonst. Bild: Vinoth Chandar CC-BY 2.0 via Wikimedia Commons

a. Welche Definition von OER legen Sie zugrunde?

Wikimedia Deutschland e.V. (WMDE) folgt der 2012 von der UNESCO verabschiedeten Definition von OER:

„Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang, sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt. Das Prinzip der offenen Lizenzierung bewegt sich innerhalb des bestehenden Rahmens des Urheberrechts, wie er durch einschlägige internationale Abkommen festgelegt ist, und respektiert die Urheberschaft an einem Werk.“

Zu beachten ist dabei, dass offene Lizenz z.B. durch die Open Definition definiert wird und dabei zu den konstituierenden Merkmalen einer offenen bzw. freien Lizenz das Recht zur legalen Nachnutzung auch zu kommerziellen Zwecken zählt.

1b. Inwieweit sammelt, erstellt oder distribuiert Ihre Institution OER?

WMDE sammelt, erstellt und distribuiert OER nicht systematisch. Im Rahmen von Einzelprojekten werden allerdings durchaus OER erstellt, wie zum Beispiel im Rahmen der Broschüre „Wikipedia – Gemeinsam Wissen gestalten“, die in Kooperation mit Klicksafe.de entstand oder auch im Rahmen der Workshops „OER-Sprint“.

1c. Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung führen Sie dabei durch?

Da WMDE OER nicht systematisch sammelt, erstellt oder distribuiert, ist diese Frage durch uns nicht zu beantworten.

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Wikimedia:Woche 12/2014

Herzlich Willkommen zur zwölften Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Bitte entschuldigt die Verspätung. Dieser Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 12/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Lila Tretikov über ihre erste Begegnung mit der Wikimedia-Community

Im Blog der Wikimedia Foundation schreibt Lila Tretikov, eingehende Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, über ihre Eindrücke vom Hackathon in Zürich. Das Video ihrer Q&A-Session ist mittlerweile auch mit englischen Untertiteln versehen. (Thx, @Benutzer:Jcornelius!)

Wikimedia Deutschland trennt sich von Vorstand Pavel Richter

“Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung für Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können. Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten Übergang gemeinsam zu gestalten.”

Projekte und Initiativen

Wiki Loves Earth

Den ganzen Mai über läuft der Fotowettbewerb “Wiki Loves Earth”. Die brasilianischen Wikimedianer haben ein Statistiktool erstellt, mit dem sich vergleichen lässt, wie viele Fotos aus welchen Ländern bereits hochgeladen wurden. Glückwunsch insbesondere an die mazedonischen Teilnehmerinne und Teilnehmer, die bereits mehr als 3000 Fotos hochgeladen haben und sich damit derzeit auf Platz zwei befinden.

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re:publica im Rückspiegel

Die Datentankstelle von Wikimedia Deutschland,
Foto: Wikimedia Deutschland, CC-BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Berlin, 6. Mai, 10:00 Uhr: Jede Menge gutgelaunte Menschen mit Festival-ähnlichen Bändchen am Handgelenk betreten lässigen Schrittes das Gelände der STATION. Warum? Dort hat gerade die re:publica – eine Konferenz rund um die digitale Gesellschaft – begonnen. Die deutschen und internationalen Besucher freuten sich auf drei spannende Tage voller Vorträge, Panels, Workshops, Diskussionen – und all das in einer wilden, grünen Waldoptik. Denn die re:publica stand dieses Jahr unter dem inhaltlichen und visuellen Motto “Into the Wild”.

Zero Emissions

Wie angekündigt, war Wikimedia Deutschland mit einem Partnerstand vor Ort dabei, um die Aufmerksamkeit auf Themen rund um Freies Wissen zu lenken. Dank der exponierten Lage zwischen Eingang und Haupthalle führte kein Weg an unserem Stand vorbei. Übersehen konnte man uns sowieso nicht – wer läuft schon ungerührt an einer königsblauen Datentankstelle vorbei und lässt sich ein Gespräch über freie Inhalte mit dem hilfsbereiten Tankstellenpersonal durch die Lappen gehen? Richtig: Niemand. Besonders, wenn jene Datentankstelle gerade in der Eröffnungsrede der Organisatoren wärmstens empfohlen wurde.

Als kundenorientierte Datentank-Crew unschwer an unseren blauen Hemden zu erkennen und mit Jahresberichten, Broschüren zu freien Lizenzen und anderem Infomaterial in der Pipeline, konnten wir es kaum erwarten, mit Interessierten ins Gespräch zu kommen und beim Auftanken behilflich zu sein. Aus dem Zapfhahn sprudelten unter anderem frei lizenzierte Musik, Bilder (auch von Katzen), Landkarten und auch große Datensätze aus den Bereichen Kultur und Verwaltung. Abgezapft wurde per USB-Stick oder via WLAN. Was es genau mit der Datentankstelle auf sich hat und warum sie bei der re:publica Premiere feierte, haben bereits Mathias Schindler in einem Blogpost und Michael Jahn in einem Gastbeitrag im re:publica-Blog erklärt. Weiterlesen »

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Zedler-Preis: Die besten Wikipedia-Artikel

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die sich für Freies Wissen engagieren.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt engagierte Menschen aus verschiedenen Bereichen des Freien Wissens ausgezeichnet.

Wikipedia-Artikel auf der Shortlist 2014

Die traditionsreichste Kategorie des Zedler-Preises ist die seit seinem Beginn im Jahr 2007 vergebene Auszeichnung für den besten Wikipedia-Artikel des Jahres.  Im Jahr 2013 gewann der Artikel über den spanischen Maler El Greco. In diesem Jahr reicht das Themenspektrum der nominierten Artikel von antiker Philosophie über Wissenschaftsgeschichte bin hin zur Berliner U-Bahn. Teilweise entstanden die Artikel durch einzelne anonyme Verfasser, teilweise in intensiver Zusammenarbeit mehrerer Autorinnen und Autoren. Weiterlesen »

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Neu im Team Communitys: Veronika Krämer

Ich freue mich, einen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, Veronika Krämer. Sie stellt sich mit ihren eigenen Worten vor:

Hallo,

mein Name ist Veronika Krämer. Ich freue mich sehr, seit dem 15. Mai Teil von Wikimedia Deutschland zu sein, als Neuzugang im Team Communitys. Zu meinen Hauptaufgaben wird die Bearbeitung von Förderanfragen von Freiwilligen zählen. Gemeinsam mit Rebecca und Konstanze werde ich im Förderteam die stetig steigende Zahl der Förderanfragen bearbeiten und Freiwilligen bei projektbezogenen Anliegen rasch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ein paar Worte zu mir: nach meinem Studium der Europäischen Ethnologie, Soziologie und Nordischen Philologie in Wien, Oslo und München bin ich vor zwei Jahren (endlich) in Berlin gelandet. Eine servicebezogene und beratende Seite in enger Zusammenarbeit mit Menschen stand bei allen meinen bisherigen Tätigkeiten, unter anderem als Sprachkursberaterin im französischen Kulturinstitut München, als Rezeptionistin in Hotels oder zuletzt im Bereich Relocation Service (https://de.wikipedia.org/wiki/Relocation_Service) im Vordergrund.

Auf die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen freue ich mich besonders und kann es kaum erwarten, sie und ihre verschiedenen Projekte kennen zu lernen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch!

Für Fragen und Anregungen stehe ich sehr gerne zur Verfügung: veronika.kraemer@wikimedia.de

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Neu im Team Communitys: Birgit Müller

Ich freue mich, einen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, Birgit Müller. Sie stellt sich mit ihren eigenen Worten vor:

Hallo,

mein Name ist Birgit Müller und ich freue mich sehr darüber, seit diesem Monat Wikimedia Deutschland und speziell das Team Communitys verstärken zu dürfen.

Im Team werde ich Aufgaben rund um die Kommunikation zu technischen und administrativen Neuerungen übernehmen. Damit fällt meine Arbeit in den Förderbereich „Soziale Prozesse“, der in diesem Jahr neu aufgebaut wird.

Viele der Informationen und Diskussionen zu technischen Neuerungen finden ausschließlich innerhalb der englischsprachigen Plattformen statt. Dies erschwert Informationsflüsse, Meinungsbildung und Beteiligung. Mir ist wichtig, die Möglichkeiten für die deutschsprachigen Communitys zu verbessern, Kritik, Bedarfe und Vorschläge einzubringen. Meine Position verstehe ich langfristig als „kommunikative Schnittstelle“ zwischen den Communitys und den (WMF-)Entwicklungsteams.

Vor WMDE war ich zum einen in den Bereichen Sozialforschung/Regionalentwicklung und Bürgerbeteiligung sowie Redaktion tätig. Zum anderen beschäftige ich mich seit Jahren mit Radio machen und interessiere mich sehr dafür, was sich im Web in den Bereichen Community-Plattformen zum Bereitstellen von Wissen und Ressourcen sowie Open Media Tools bewegt. Meine Begeisterung für Wiki-Systeme kommt aus meinem ehrenamtlichen Engagement in einem Verein mit einem MediaWiki basierten internen Kommunikationssystem.

Bei der Verleihung des Zedler-Preises in Frankfurt werde ich dabei sein und hoffentlich Gelegenheit dazu haben, einige von Euch persönlich kennenzulernen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch!

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Der Tod des Autors – nah wie nie?

An diesem Donnerstag, 22. Mai, geht es bei Wikimedia Deutschland um die Zukunft der Buchmarkts. Die zweite Veranstaltung des Wikimedia Salons “Das ABC des Freien Wissens” dreht sich um die Frage, ob auf dem Buchmarkt von morgen Erfolg auch mit offenen Systemen möglich ist.

Das Podium ist prominent besetzt mit der Journalistin und Autorin Kathrin Passig, Volker Oppmann (Initiator der digitalen Universalbibliothek log.os) und Uwe Naumann (Lektor und E-Book-Koordinator bei Rowohlt) und bildet damit ein breites Spektrum ab, von der klassischen Verlagsarbeit bis hin zu visionären Konzepten, die die Buchwirtschaft radikal verändern könnten.

Ein neues Literaturbetriebssystem?

Buchladen in London, 1942. Foto:By Ministry of Information Photo Division Photographer [Public domain], via Wikimedia Commons

Mit der Digitalisierung des Lesens scheint sich zugleich auch ein ganzes Feld an Medientechniken und Verteilungswegen neu zu sortieren: Löst sich bald die Buchwirtschaft vom Verlag, der Autor vom Buch? Verflüssigt sich die Kultur?

Neu ist die These von der Auflösung althergebrachter Autorenrollen, prominent geprägt durch Roland Barthes, nicht. Und doch erklingt der Leitspruch des literarischen Poststrukturalismus heute so aktuell wie nie. Denn mit der Stärkung des Lesers als zentraler sinngebender Instanz ging gleichzeitig eine Bedeutungsverschiebung des Mediums Buch und seiner Rezeption einher. Was erwarten wir von einem sehr alten Wissensträger, der sich einer fundamentalen Beschleunigung konkurrierender Medien gegenüber sieht? In diese Richtung zielte auch Sascha Lobo bei seinem re:publica-Talk “Betriebssystem Buch”: Er habe zunehmend das Gefühl, dass das Buch als kulturelle Technik verlernt werde. Ohne dies mit apokalyptischem Zittern in der Stimme vorzutragen, eher als nüchterne These.

Die Revolution frisst ihre Kindls

Was in der Literaturwissenschaft vor vielen Jahrzehnten zum neuen Status Quo wurde, gewinnt heute mit der digitalen Verfügbarkeit von Literatur, der Möglichkeit eigenständiger, beliebiger Verknüpfung, Adaption und Versionierung von Texten (siehe „Eine neue Version ist verfügbar“ von Dirk von Gehlen) neue Relevanz. Gerade anhand der Entwicklung des Online-Buchmarkts zeigt sich aktuell, dass mit dem einsamen Platzhirschen Amazon europaweit Verlage unter Druck gesetzt werden. Kein Wunder, dass die langsame Abkehr von der Gutenberg-Galaxis mit diffusen Ängsten, Verlustempfinden und Abwehr begleitet wird.

Im Rahmen des Salons interessiert uns, wie sich der Buchmarkt verändert, wenn Literaturkritik, Finanzierung und Lesepraxen in den kommenden Jahren einen beispiellosen, radikalen Wandel durchleben:

  • So spiegelt das Projekt log.os die Vision einer neuen Textkultur, die Konsumenten, Lektoren und Verlagsleute als gleichermaßen relevante Akteure bei der Realisierung von Textprojekten versteht. Wie könnte eine Plattform beschaffen sein, die freie und unfreie Inhalte mit der Funktion der klassischen Bibliothek mit der Rolle sozialer Netzwerke verbindet?
  •  Ebenso kann die Perspektive aus langjähriger Tätigkeit in der Verlagsbranche einen wichtigen Einblick geben, auch in die tatsächlichen Effekte bedeutender Umbrüche. So stieß Rowohlt in den 50er Jahren selbst mit der Distribution von rororo, der ersten Taschenbuch-Reihe Deutschlands, eine Branchenrevolution an, die ihrerseits zunächst als Untergang des Abendlandes gehandelt wurde.
  • Und schießlich: Wie beurteilt eine technophile Autorin wie Kathrin Passig jene Chancen, die neue Hardware und Kommentierungstechniken (social reading) für die Texterstellung und -rezeption bieten? Kommt dem eigenen Lesepublikum schleichend die Rolle zu, die traditionell Lektoren vorbehalten war?

Buchkunst abseits vom Grafikdesign

Book vending machine at a subway station in Busan, South Korea. Author: Yuyudevil, Public Domain / via Wikimedia Commons

Zwei künstlerischen Arbeiten geben den Rahmen für den 2. Wikimedia Salon. Der Tonkünstler The Rubicon Delta hat für den 22. Mai eine Klanglandschaft unter der Lizenz CC-BY 4.0 komponiert. (Hier ein Preview) Die einzelnen Soundspuren, die sich auf besondere Art mit dem Thema des Abends auseinandersetzen, sind bei diesem Open Source-Projekt als Projektdatei abrufbar und für alle frei nachnutz- und zusammenbastelbar. Zudem zeigen Nina Schuiki und Leon Eixenberger eine exklusive Arbeit, die auf die Haptik des Buches verweist. Ein Buchobjekt aus lichtempfindlichem Papier verändert sich mit der Zeit, die der Leser oder die Leserin auf der Seite verweilt. Wir haben zudem wieder eine Stimme des Internets, die Fragen und Kommentare bei Twitter unter #wmdesalon in die Runde wirft.

Wir laden herzlich am Donnerstag, 19 Uhr, in die Geschäftsstelle ein und freuen uns sehr auf diesen besonderen Abend!

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WikiCon vom 3. bis 5. Oktober 2014 in Köln

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem WikiCon-Organisationsteam

Die WikiCon, das jährliche überregionale Treffen von Aktiven aus der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte aus dem deutschsprachigen Raum, wird vom 3. bis 5. Oktober 2014 im Veranstaltungszentrum „Komed” in Köln stattfinden. Um den vielfältigen zu erwartenden Programmbeiträgen in diesem Jahr mehr Raum bieten zu können, wird sich die Veranstaltung unter Einbeziehung des Feiertags am 3. Oktober erstmals über drei Tage erstrecken.

Das ehrenamtliche Organisationsteam (derzeit bestehend aus: 1971markus, Alraunenstern, Geolina163, Henriette, Holder, Ireas, Itti, WikiAnika, Yellowcard) setzt sich aus langjährigen Wikipedia-Autorinnen und -Autoren zusammen. Am 10. Mai fand eine erste gemeinsame Besichtigung des Veranstaltungsortes statt. Außerdem konnten im Rahmen dieses Arbeitstreffens erste Details zum Anmeldeprozess der Konferenzteilnehmenden und zur Programmplanung geklärt werden.

Die WikiCon ist das Treffen der deutschsprachigen Wikimedia-Communitys. Sie dient dem Kennenlernen der ehrenamtlichen Mitarbeitenden aller Projekte und bietet Zeit und Raum für Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen, die von den Community-Mitgliedern angeboten und ausgestaltet werden. Die Programmbeiträge der WikiCon werden nach und nach während der Vorbereitungszeit gesammelt und decken alle Themen ab, die für die Projekte relevant und wichtig sind: Der inhaltliche Bogen spannt sich dabei von Lizenz- oder Rechtsfragen über Diskussionen zu aktuellen Problemstellungen in den Projekten bis hin zu Fotografie und Konfliktlösung. Durch die weitestgehend offenen Strukturen der Veranstaltung können neue Ideen entwickelt und vertieft werden. Für Kontakte und Austausch neben dem geplanten Veranstaltungsprogramm gibt es ausreichend Raum und Zeit.

 

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