Neu im Team Communitys: Veronika Krämer

Ich freue mich, einen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, Veronika Krämer. Sie stellt sich mit ihren eigenen Worten vor:

Hallo,

mein Name ist Veronika Krämer. Ich freue mich sehr, seit dem 15. Mai Teil von Wikimedia Deutschland zu sein, als Neuzugang im Team Communitys. Zu meinen Hauptaufgaben wird die Bearbeitung von Förderanfragen von Freiwilligen zählen. Gemeinsam mit Rebecca und Konstanze werde ich im Förderteam die stetig steigende Zahl der Förderanfragen bearbeiten und Freiwilligen bei projektbezogenen Anliegen rasch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ein paar Worte zu mir: nach meinem Studium der Europäischen Ethnologie, Soziologie und Nordischen Philologie in Wien, Oslo und München bin ich vor zwei Jahren (endlich) in Berlin gelandet. Eine servicebezogene und beratende Seite in enger Zusammenarbeit mit Menschen stand bei allen meinen bisherigen Tätigkeiten, unter anderem als Sprachkursberaterin im französischen Kulturinstitut München, als Rezeptionistin in Hotels oder zuletzt im Bereich Relocation Service (https://de.wikipedia.org/wiki/Relocation_Service) im Vordergrund.

Auf die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen freue ich mich besonders und kann es kaum erwarten, sie und ihre verschiedenen Projekte kennen zu lernen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch!

Für Fragen und Anregungen stehe ich sehr gerne zur Verfügung: veronika.kraemer@wikimedia.de

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Neu im Team Communitys: Birgit Müller

Ich freue mich, einen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, Birgit Müller. Sie stellt sich mit ihren eigenen Worten vor:

Hallo,

mein Name ist Birgit Müller und ich freue mich sehr darüber, seit diesem Monat Wikimedia Deutschland und speziell das Team Communitys verstärken zu dürfen.

Im Team werde ich Aufgaben rund um die Kommunikation zu technischen und administrativen Neuerungen übernehmen. Damit fällt meine Arbeit in den Förderbereich „Soziale Prozesse“, der in diesem Jahr neu aufgebaut wird.

Viele der Informationen und Diskussionen zu technischen Neuerungen finden ausschließlich innerhalb der englischsprachigen Plattformen statt. Dies erschwert Informationsflüsse, Meinungsbildung und Beteiligung. Mir ist wichtig, die Möglichkeiten für die deutschsprachigen Communitys zu verbessern, Kritik, Bedarfe und Vorschläge einzubringen. Meine Position verstehe ich langfristig als „kommunikative Schnittstelle“ zwischen den Communitys und den (WMF-)Entwicklungsteams.

Vor WMDE war ich zum einen in den Bereichen Sozialforschung/Regionalentwicklung und Bürgerbeteiligung sowie Redaktion tätig. Zum anderen beschäftige ich mich seit Jahren mit Radio machen und interessiere mich sehr dafür, was sich im Web in den Bereichen Community-Plattformen zum Bereitstellen von Wissen und Ressourcen sowie Open Media Tools bewegt. Meine Begeisterung für Wiki-Systeme kommt aus meinem ehrenamtlichen Engagement in einem Verein mit einem MediaWiki basierten internen Kommunikationssystem.

Bei der Verleihung des Zedler-Preises in Frankfurt werde ich dabei sein und hoffentlich Gelegenheit dazu haben, einige von Euch persönlich kennenzulernen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch!

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Der Tod des Autors – nah wie nie?

An diesem Donnerstag, 22. Mai, geht es bei Wikimedia Deutschland um die Zukunft der Buchmarkts. Die zweite Veranstaltung des Wikimedia Salons “Das ABC des Freien Wissens” dreht sich um die Frage, ob auf dem Buchmarkt von morgen Erfolg auch mit offenen Systemen möglich ist.

Das Podium ist prominent besetzt mit der Journalistin und Autorin Kathrin Passig, Volker Oppmann (Initiator der digitalen Universalbibliothek log.os) und Uwe Naumann (Lektor und E-Book-Koordinator bei Rowohlt) und bildet damit ein breites Spektrum ab, von der klassischen Verlagsarbeit bis hin zu visionären Konzepten, die die Buchwirtschaft radikal verändern könnten.

Ein neues Literaturbetriebssystem?

Buchladen in London, 1942. Foto:By Ministry of Information Photo Division Photographer [Public domain], via Wikimedia Commons

Mit der Digitalisierung des Lesens scheint sich zugleich auch ein ganzes Feld an Medientechniken und Verteilungswegen neu zu sortieren: Löst sich bald die Buchwirtschaft vom Verlag, der Autor vom Buch? Verflüssigt sich die Kultur?

Neu ist die These von der Auflösung althergebrachter Autorenrollen, prominent geprägt durch Roland Barthes, nicht. Und doch erklingt der Leitspruch des literarischen Poststrukturalismus heute so aktuell wie nie. Denn mit der Stärkung des Lesers als zentraler sinngebender Instanz ging gleichzeitig eine Bedeutungsverschiebung des Mediums Buch und seiner Rezeption einher. Was erwarten wir von einem sehr alten Wissensträger, der sich einer fundamentalen Beschleunigung konkurrierender Medien gegenüber sieht? In diese Richtung zielte auch Sascha Lobo bei seinem re:publica-Talk “Betriebssystem Buch”: Er habe zunehmend das Gefühl, dass das Buch als kulturelle Technik verlernt werde. Ohne dies mit apokalyptischem Zittern in der Stimme vorzutragen, eher als nüchterne These.

Die Revolution frisst ihre Kindls

Was in der Literaturwissenschaft vor vielen Jahrzehnten zum neuen Status Quo wurde, gewinnt heute mit der digitalen Verfügbarkeit von Literatur, der Möglichkeit eigenständiger, beliebiger Verknüpfung, Adaption und Versionierung von Texten (siehe „Eine neue Version ist verfügbar“ von Dirk von Gehlen) neue Relevanz. Gerade anhand der Entwicklung des Online-Buchmarkts zeigt sich aktuell, dass mit dem einsamen Platzhirschen Amazon europaweit Verlage unter Druck gesetzt werden. Kein Wunder, dass die langsame Abkehr von der Gutenberg-Galaxis mit diffusen Ängsten, Verlustempfinden und Abwehr begleitet wird.

Im Rahmen des Salons interessiert uns, wie sich der Buchmarkt verändert, wenn Literaturkritik, Finanzierung und Lesepraxen in den kommenden Jahren einen beispiellosen, radikalen Wandel durchleben:

  • So spiegelt das Projekt log.os die Vision einer neuen Textkultur, die Konsumenten, Lektoren und Verlagsleute als gleichermaßen relevante Akteure bei der Realisierung von Textprojekten versteht. Wie könnte eine Plattform beschaffen sein, die freie und unfreie Inhalte mit der Funktion der klassischen Bibliothek mit der Rolle sozialer Netzwerke verbindet?
  •  Ebenso kann die Perspektive aus langjähriger Tätigkeit in der Verlagsbranche einen wichtigen Einblick geben, auch in die tatsächlichen Effekte bedeutender Umbrüche. So stieß Rowohlt in den 50er Jahren selbst mit der Distribution von rororo, der ersten Taschenbuch-Reihe Deutschlands, eine Branchenrevolution an, die ihrerseits zunächst als Untergang des Abendlandes gehandelt wurde.
  • Und schießlich: Wie beurteilt eine technophile Autorin wie Kathrin Passig jene Chancen, die neue Hardware und Kommentierungstechniken (social reading) für die Texterstellung und -rezeption bieten? Kommt dem eigenen Lesepublikum schleichend die Rolle zu, die traditionell Lektoren vorbehalten war?

Buchkunst abseits vom Grafikdesign

Book vending machine at a subway station in Busan, South Korea. Author: Yuyudevil, Public Domain / via Wikimedia Commons

Zwei künstlerischen Arbeiten geben den Rahmen für den 2. Wikimedia Salon. Der Tonkünstler The Rubicon Delta hat für den 22. Mai eine Klanglandschaft unter der Lizenz CC-BY 4.0 komponiert. (Hier ein Preview) Die einzelnen Soundspuren, die sich auf besondere Art mit dem Thema des Abends auseinandersetzen, sind bei diesem Open Source-Projekt als Projektdatei abrufbar und für alle frei nachnutz- und zusammenbastelbar. Zudem zeigen Nina Schuiki und Leon Eixenberger eine exklusive Arbeit, die auf die Haptik des Buches verweist. Ein Buchobjekt aus lichtempfindlichem Papier verändert sich mit der Zeit, die der Leser oder die Leserin auf der Seite verweilt. Wir haben zudem wieder eine Stimme des Internets, die Fragen und Kommentare bei Twitter unter #wmdesalon in die Runde wirft.

Wir laden herzlich am Donnerstag, 19 Uhr, in die Geschäftsstelle ein und freuen uns sehr auf diesen besonderen Abend!

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WikiCon vom 3. bis 5. Oktober 2014 in Köln

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem WikiCon-Organisationsteam

Die WikiCon, das jährliche überregionale Treffen von Aktiven aus der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte aus dem deutschsprachigen Raum, wird vom 3. bis 5. Oktober 2014 im Veranstaltungszentrum „Komed” in Köln stattfinden. Um den vielfältigen zu erwartenden Programmbeiträgen in diesem Jahr mehr Raum bieten zu können, wird sich die Veranstaltung unter Einbeziehung des Feiertags am 3. Oktober erstmals über drei Tage erstrecken.

Das ehrenamtliche Organisationsteam (derzeit bestehend aus: 1971markus, Alraunenstern, Geolina163, Henriette, Holder, Ireas, Itti, WikiAnika, Yellowcard) setzt sich aus langjährigen Wikipedia-Autorinnen und -Autoren zusammen. Am 10. Mai fand eine erste gemeinsame Besichtigung des Veranstaltungsortes statt. Außerdem konnten im Rahmen dieses Arbeitstreffens erste Details zum Anmeldeprozess der Konferenzteilnehmenden und zur Programmplanung geklärt werden.

Die WikiCon ist das Treffen der deutschsprachigen Wikimedia-Communitys. Sie dient dem Kennenlernen der ehrenamtlichen Mitarbeitenden aller Projekte und bietet Zeit und Raum für Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen, die von den Community-Mitgliedern angeboten und ausgestaltet werden. Die Programmbeiträge der WikiCon werden nach und nach während der Vorbereitungszeit gesammelt und decken alle Themen ab, die für die Projekte relevant und wichtig sind: Der inhaltliche Bogen spannt sich dabei von Lizenz- oder Rechtsfragen über Diskussionen zu aktuellen Problemstellungen in den Projekten bis hin zu Fotografie und Konfliktlösung. Durch die weitestgehend offenen Strukturen der Veranstaltung können neue Ideen entwickelt und vertieft werden. Für Kontakte und Austausch neben dem geplanten Veranstaltungsprogramm gibt es ausreichend Raum und Zeit.

 

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Zedler-Preis: Die besten Community Projekte

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die sich für Freies Wissen engagieren.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt engagierte Menschen aus verschiedenen Bereichen des Freien Wissens ausgezeichnet.

Community-Projekte auf der Shortlist 2014

In der Kategorie für Community-Projekte werden Projekte ausgezeichnet, die von Freiwilligen und Ehrenamtlichen auf einer der Wikimedia-Seiten betrieben werden. Dabei kann es sich sowohl um komplett eigenständige Wikipedia-Sprachversionen handeln, wie beispielsweise die alemannische oder die plattdeutsche Wikipedia; aber auch um Fotoprojekte einzelner Personen, wie die Gallery of Shells. Gewinnerin des Zedler-Preises 2013 war das WikiProjekt Osttimor. Für den Zedler-Preis 2014 sind insgesamt sechs Projekte nominiert:

Alemannische Wikipedia

En Enzyklopedi wo alli derbi chöi mitschaffe und verbessere, und wo darf frei verbreitet werde” wurde 2013 zehn Jahre alt. Freiwillige aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Österreich und Lichtenstein schreiben an einer Enzyklopädie in verschiedenen Dialekten des Alemannischen. Seit dem 13. November 2003 entstanden so über 15.000 Artikel.

The Gallery of Shells

The Gallery of Shells ist ein Projekt eines einzelnen Fotografen und Schneckensammlers, der über die Jahre hinweg seine extensive Schneckensammlung in hoher Qualität abfotografiert und der Öffentlichkeit unter einer freien Lizenz zur Verfügung stellt.

Plattdeutsche Wikipedia

Foto einer Venuskammschnecke aus der Gallery of Shells. Foto: H. Zell CC-BY-SA 3.0

Dat fre’e Nakieksel, wo jedereen an mitwarken kann” besteht seit dem April 2003. “Elkeen kann glieks en Artikel schrieven oder ok en Artikel, den dat al gifft, verbetern” Freiwillige schufen für die Plattdeutsche Wikipedia über 20.000 Artikel aus allen Bereichen menschlichen Wissens.

Wikidata trifft Archäologie

Wikidata trifft Archäologie 2013 war eine Tagung, die das Deutsche Archäologische Institut, aktive Wikipedianer und Wikimedia Deutschland zusammenbrachte. Ausgehend vom Limes-Karten-Projekt folgte ein intensiver Austausch über Archäologie, Wikipedia und das Internet.

WikiProjekt Andere Wikis

Das WikiProjekt Andere Wikis koordiniert kleinere Wikis, die Wissen zu Einträgen sammeln, aber in der Wikipedia keinen Platz finden würden. Verschiedene Aktive haben sich zusammengefunden, um kleinere Themenwikis zu betreuen. Diese behandeln Themenbereiche in einer Breite ab, die in der Wikipedia nicht möglich wäre.

Deutschsprachiges Wiktionary

Das deutschsprachige Wiktionary ist ein Community-erstelltes umfassendes deutschsprachiges Wörterbuch mit über 350.000 Einträgen zu über 200 Sprachen. Davon bestehen etwa die Hälfte der Einträge auf deutschen Wörtern, die andere Hälfte aus deutschsprachigen Erläuterungen fremdsprachlicher Begriffe. Das Wiktionary widmet sich dabei Grammatik, Bedeutung und Synonymen und übertrifft in seiner Reichweite zahlreiche andere Online-Wörterbücher.

Die Jury

Prof. Dr. Christian Stegbauer ist Soziologe und Netzwerkforscher. Er lehrt an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Netzwerkforschung, Kommunikationssoziologie, Kultursoziologie sowie Wissenschafts- und Techniksoziologie. Zu seinen Veröffentlichungen zählen das Buch “Wikipedia. Über das Rätsel der Kooperation”  und das “Dossier Wikipedia. Die Macht der Wenigen. Soziale Prozesse und Strukturen” der Bundeszentrale für politische Bildung.

Gereon K. ist langjähriger Wikipedia-Administrator und -Autor. Inhaltlich beschäftigt er sich vor allem mit Artikeln über Schach und Astronomie, vertritt aber auch ehrenamtlich in seiner Freizeit die Community gegenüber Anfragen aus der Presse.

J. Patrick Fischer ist seit fast zehn Jahren aktiver Wikipedianer. Er ist die maßgebliche Figur hinter dem WikiProjekt Osttimor, das letztes Jahr den Zedler-Preis in der Kategorie für Communityprojekte gewann. Neben dem extensiven Ausbau der Artikel über Osttimor beschäftigt sich J. Patrick Fischer mit Artikeln zur Flaggenkunde. Im Leben außerhalb der Wikipedia ist er  Dipl.-Ing. (FH) der Chemie und in der Proteinanalytik tätig.

Zur Preisverleihung

Die Preisverleihung findet statt am:

24. Mai 2014, 19 Uhr

im Westhafen-Pier

Rotfeder-Ring 1

60327 Frankfurt am Main

EINTRITT FREI

Die Verleihung findet nach der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Zur Anmeldung.

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Ankündigung des Präsidiums

Seit 2009 führt Pavel Richter die Geschäfte des Vereins. In den vergangenen fünf Jahren hat er Strukturen geschaffen, die eine stabile Basis für die Förderung Freien Wissens durch Wikimedia Deutschland bilden.

Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung für Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können. Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten Übergang gemeinsam zu gestalten.

Der Verein und Pavel Richter haben sich geeinigt, dass eine einvernehmliche Trennung erfolgt und Gespräche über die Modalitäten einer gütlichen Einigung stattfinden. Im Namen des Vereins danke ich Pavel Richter für seine sehr gute Arbeit und ebenso für die Professionalität und Leidenschaft, mit der er die Entwicklung von Wikimedia Deutschland geprägt hat.

Nikolas Becker für das Präsidium von Wikimedia Deutschland

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Offener Sonntag rund um Freies Wissen am 25.5.2014 in Frankfurt am Main

Am kommenden Wochenende wird Frankfurt am Main Treffpunkt der Wikimedia-Gemeinschaft sein. Am Samstag findet dort die 14. Mitgliederversammlung von Wikimedia-Deutschland statt, um 19 Uhr wird der diesjährige Zedlerpreis für Freies Wissen verliehen und am Sonntag gibt es Raum und Zeit für den inzwischen fast schon traditionellen Offenen Sonntag für Workshops und Gespräche rund um Freies Wissen und das Wikiversum.

Dazu laden wir herzlich ein!

Offener Sonntag, 25. Mai – Workshops und Gespräche rund um Freies Wissen:

Zeit: 10 bis 16 Uhr
Ort: Campus Bockenheim der Goethe-Universität,
Gebäude Sozialzentrum / Neue Mensa
Bockenheimer Landstraße 133
60325 Frankfurt am Main.

Eigene Sessions anbieten oder Themen wünschen kannst Du direkt auf der Seite zum offenen Sonntag.

Eine Anmeldung ist zwar nicht erforderlich, aber für die Organisation wäre es sehr hilfreich, um ausreichend Stühle und Essen zur Verfügung zu stellen.
Bitte nutze hierfür das Formular: http://wmde.org/mv14-anmeldung

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Zedler-Preis: Die besten Projekte Freien Wissens

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die sich für Freies Wissen engagieren.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt engagierte Menschen aus verschiedenen Bereichen des Freien Wissens ausgezeichnet.

Externe Projekte auf der Shortlist 2014

In den folgenden Tagen bis zur Zedler-Verleihung nutzen wir die Chance, um die einzelnen Artikel und Projekte vorzustellen, die für die Shortlists des Zedler-Preises nominiert wurden. Heute widmen wir uns dabei denjenigen Projekten die dafür nominiert wurden, dass sie Freies Wissen außerhalb der Wikimedia-Projekte schufen oder zur Verfügung stellten. Im Jahr 2013 gewann wheelmap.org den Zedler-Preis in dieser Kategorie. Im Jahr 2014 sind fünf Projekte für ihre Leistungen nominiert.

Biodiversity Heritage Library

Die Biodiversity Heritage Library ist eine Bibliothek von mittlerweile mehr als 70.000 frei verfügbaren Texten aus dem Bereich der Biodiversität. Sie stellt eine Vielfalt von Dokumenten öffentlich zur Verfügung. Ihr Bestand beinhaltet zahlreiche gemeinfreie Werke mit Erstbeschreibungen von Arten.  Neben Werken mit abgelaufenem Copyright, stehen dort auch viele neuere Publikationen unter einer freien Lizenz.

Europeana 1914-1918

Mit dem Projekt Europeana 1914-1918 wurden über 400.000 Dokumente unter einer freien Creative-Commons-Lizenz der Öffentlichkeit zur Weiternutzung zur Verfügung gestellt. Darunter befinden sich Materialien zum Ersten Weltkrieg, die aus Bibliotheken und Archiven, aber vor allem auch privaten Beständen zusammengetragen wurden. Zum 100-jährigen Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs stellte Europeana 1914-1918 einen große Anteil des Bestandes online. Die gute Erschließung durch eine übersichtiche Ordnung und benutzerfreundliche Suchfunktion, helfen einer breiten Öffentlichkeit, die Dokumente einfach nutzen zu können.

Free Music Sampler

Das Open-Street-Map-Projekt zum Taifun Haiyan ist eines der nominierten Projekte. Hier sind ausgedruckte OSM-Karten vor Ort im Einsatz. Foto: esambale, CC-BY-SA 2.0

Der Free Music Sampler 2013 der Musikpiraten featured die 36 Gewinner-Songs des 5. Free! Music! Contests. Die Sieger-Bands kommen unter anderem aus Argentinien, Deutschland, Spanien, Weißrussland, Australien und den USA. Alle Titel stehen unter einer freien Creative Commons-Lizenz, was in der Musik-Szene bisher nur selten zu finden ist.

Open Street Map: Typhoon Haiyan

Das Humanitarian Open Street Map Project zeigt, was mit Open Source und ehrenamtlichem Engagement im humanitären Bereich möglich ist: Nachdem der Taifun Haiyan weitläufige Gebiete auf den Philippinen verwüstet hatte, erstellten 1.670 Freiwillige aus 82 Ländern mit Hilfe von Satellitenbildern detaillierte OpenStreetMap-Karten der betroffenen Region. Das freie Kartenmaterial konnte für die  Rettungseinsätzen von Hilfsorganisationen genutzt wurden.

One Million Scans

Microsoft und die British Library erhalten eine Zedler-Nominierung für ihre Kooperation zur Veröffentlichung gemeinfreier Werke. Bei diesem herausragenden Beispiel Kooperationsmöglichkeiten zwischen privaten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, wurden mehr als 1.000.000 Scans von Seiten aus etwa 65.000 gemeinfreien Bücher eingescannt und veröffentlicht. Microsoft hatte den Scan übernommen, die British Library stellte die Werke auf dem Bild- und Fotoportal Flickr ein.

Die Jury

Philipp Otto ist Partner beim iRights.Lab, Redaktionsleiter von iRights.info und Leiter des Projekts „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“. Der Rechtswissenschaftler, Berater und Journalist ist zudem Projektleiter des vom BMEL(V) geförderten Informationsportals iRights Cloud sowie Gründer des Verlages iRights.Media.

Raul Krauthausen studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin. Eine Zeit lang moderierte er eine Show für Menschen mit Problemen beim Radiosender Fritz. 2004 gründete er den Verein Sozialhelden. Im April vergangenen Jahres verlieh ihm der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit rund um wheelmap.org, einer freien Online-Karte zum Auffinden rollstuhlgerechter Orte.

Holder schreibt seit Anfang 2005 für die Wikipedia. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wikipedien in kleinen Sprachen, vor allem die Alemannische Wikipedia, wo er auch Administrator und Bürokrat ist.

Zur Preisverleihung

Die Preisverleihung findet statt:

24. Mai 2014, 19 Uhr

im Westhafen-Pier

Rotfeder-Ring 1

60327 Frankfurt am Main

EINTRITT FREI

Die Verleihung findet nach der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Zur Anmeldung.

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Wikimedia:Woche 11/2014

Herzlich Willkommen zur ölften Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 11/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Lila Tretikov neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation

Lila Tretikov wird am 1. Juni neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation. Sie wird damit Nachfolgerin von Sue Gardner.

Freiwillige für das Audit Committee gesucht

Das Kuratorium der Wikimedia Foundation sucht Freiwillige, die im Audit Committee das Kuratorium dabei unterstützen, die Finanzaufsicht über die Wikimedia Foundation zu führen.

Fragen zum Abschied an Sue Gardner

Die Wikimedia Foundation sammelt Fragen aus der Community, die Sue Gardner bei ihrem Abschiedsinterview gestellt werden. Welche Fragen sie beantwortet, wird Sue entscheiden.

Weiterlesen »

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Meinungsfreiheit nach Wittgenstein

Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.

Tractatus Logico-Philosophicus

Ludwig Wittgenstein, 1921

Ich möchte ein wenig ausholen:

Monsters of Law am 12. Mai 2014,
Foto: Katja Ullrich (WMDE) (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 )], via Wikimedia Commons

Im an Bestrafungsmethoden nicht gerade armen Römischen Reich war eine Maßnahme für die besonders harten, verfluchenswerten Menschen und ihre Taten vorbehalten, von der Nachwelt später “Damnatio memoriae” genannt. Die Namen der zu Bestrafenden wurden gelöscht, öffentliche Referenzen auf diese entfernt und es galt obendrein als Unsitte, ihren Namen zu erwähnen.

Diese Kulturtechnik des Damnatio memoriae feiert dieser Tage ein Revival aus anderen Gründen und weniger als damnatio denn als privilegium. Das Konzept des “Recht auf Vergessen” erlaubt einer Person von einem Dritten zu fordern, eine Information über sie zu löschen und nicht weiter zu verbreiten, sei sie auch wahr oder inhaltlich nicht zu beanstanden. Berühmter Aufhänger in der Vergangenheit war eine öffentlich einsehbare Webseite, auf der die Zugehörigkeit bestimmter Personen zu einem Kirchenchor aufgezeigt wurde, teils entgegen ihrer Zustimmung.

Seit dem 13. Mai 2014 haben wir für die Europäische Union Klarheit bei folgender Spielart des Rechts auf Vergessen: Ein (im Urteil namentlich genannter) Spanier beschwerte sich bei einer Zeitung darüber, dass im online gestellten Zeitungsarchiv ein Hinweis enthalten sei, nach dem er vor vielen Jahren aus finanziellen Gründen sein Haus verkaufen musste. Zwar konnte er nicht damit durchdringen, diese Information aus dem Pressearchiv löschen zu lassen, in der EuGH-Entscheidung wird ihm jedoch das Recht zugesprochen, von einem Suchmaschinenanbieter zu verlangen, bei der Suche nach seinem Namen nicht mehr diesen Zeitungsartikel als Treffer anzugeben.

Harry: And who owned that wand?

Mr. Ollivander: We do not speak his name! The wand chooses the wizard, Mr. Potter. It’s not always clear why. But I think it is clear that we can expect great things from you. After all, He-Who-Must-Not-Be-Named did great things. Terrible! Yes. But great.

Harry Potter and the Sorcerer’s Stone, 2001
J. K. Rowling

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