Some data on Wikidata

(Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.)

This weekend we saw the creation of the 7th Million item on Wikidata. We had already collected some data based on the Wikidata database dumps, but now we extended the scripts so that they can provide us with daily updates. We want to use this chance to publish a few statistics.

Within the last month – since statements got enabled – more than 660,000 of these items also got statements about them, resulting in more than 1.4 Million statements. The item with the most statements is the United Nations (Q1065), listing all member states. The growth of the number of statements is amazing and well beyond what we expected.

So far we have more than 22 Million links to Wikipedia articles. There are about 24-25 Million Wikipedia articles, which means that we have more than 90% of all links already in Wikidata. Assuming the bots continue working as efficiently as they did so far, all links could be transferred in about a month or two, and then the rapid growth in the number of items is expected to slow down considerably.

At the same time, the edits on Wikidata are increasing a lot. With more than 12.5 Million edits as of now, Wikidata is one of the most dynamic Wikimedia projects. One might say that this is all due to bot activity — but that would be very wrong. About 2 Million edits have been done by human editors, and actually the percentage of edits performed by human editors is increasing. More than 4,500 human editors have been active on Wikidata in the last thirty days.

Regarding labels and descriptions, Wikidata has collected more than 23 Million labels and more than 5 Million descriptions so far, in 333 languages. We see a great opportunity for external tools and websites to help us with collecting labels and descriptions, as they basically provide the translation of the content of Wikidata and make its content available in many languages simultaneously.

It is still too early to really understand what these numbers mean, but we can clearly state that the activity of the community exceeds the hopes of the development team. Although many features are still missing, the warm embrace of the Wikidata project in its current state by the Wikimedia communities is simply amazing, and I can only say „thank you“ to those thousands and thousands of editors for their contribution to free knowledge.

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Ein paar Daten zu Wikidata

Am Wochenende wurde das 7-millionste Objekt in Wikidata angelegt. Wir hatten schon ein paar Daten basierend auf den Wikidata Datenbankexporten gesammelt, haben aber jetzt die Skripte so erweitert, dass sie uns täglich mit Updates versorgen können. Wir wollen diese Möglichkeit nutzen, um ein paar Statistiken zu veröffentlichen.

Vor einem Monat wurden Aussagen in Wikidata verfügbar gemacht. Inzwischen sind zu mehr als 660.000 Objekten auch Aussagen hinzugefügt worden, was im Endergebnis mehr als 1,4 Millionen Aussagen bedeutet. Das Objekt mit den meisten Aussagen ist das Objekt „Vereinte Nationen (Q1065)„, welches alle Mitgliedsstaaten auflistet. Das Wachstum der Aussagenmenge ist großartig und übertrifft unsere Erwartungen.

Bisher haben wir mehr als 22 Millionen Links zu Wikipedia Artikeln. Es gibt etwas 24 bis 25 Millionen Wikipedia-Artikel, was also bedeutet, dass wir bereits mehr als 90% aller Links in Wikidata haben. Angenommen die Bots arbeiten weiterhin so effizient wie bisher, sollten alle Links in einem oder zwei Monaten übertragen sein. Danach ist es zu erwarten, dass das Wachstum in der Anzahl der Objekte erheblich zurückgeht.

Zur gleichen Zeit gibt es mehr und mehr Bearbeitungen auf Wikidata. Mit bisher mehr als 12,5 Millionen Edits ist Wikidata eines der dynamischsten Wikimedia-Projekte. Man könnte jetzt sagen, dass das alles nur durch Botaktivität zustande kommt – aber das wäre falsch. Etwa 2 Millionen Bearbeitungen wurden von menschlichen Editoren vorgenommen und der Prozentsatz der Bearbeitungen durch Menschen steigt. Mehr als 4.500 menschliche Editoren waren in den letzten 30 Tagen auf Wikidata aktiv.

Zu Labels und Beschreibungen: Wikidata hat bisher mehr als 23 Millionen Labels und mehr als 5 Millionen Beschreibungen gesammelt, in 333 Sprachen. Wir sehen eine große Möglichkeit für externe Werkzeuge und Webseiten, uns beim Zusammentragen von Labels und Beschreibungen zu helfen, da diese die Übersetzung des Inhalts von Wikidata bereitstellen und seinen Inhalt in vielen Sprachen gleichzeitig zur Verfügung stellen.

Es ist noch zu früh, um wirklich zu verstehen, was diese Zahlen bedeuten, aber wir können ganz klar sagen, dass die Arbeit der Community die Hoffnungen des Entwicklungsteams bei Weitem übersteigen. Auch wenn noch viele Features fehlen, ist die warmherzige Begrüßung des Wikidata-Projekts durch die Wikimedia-Communitys einfach großartig und ich kann nur „Danke!“ an die tausenden Editoren sagen für ihren Beitrag zum Freien Wissen.

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Wikimedia Chapters Assocation und Chapters Dialogue

Gestern wurde der „Chair“ von der Wikimedia Chapters Association (WCA) neu gewählt. Die WCA-Mitglieder haben sich für Markus Glaser, den von der Wikimedia-Deutschland-Mitgliederversammlung gewählten WCA-Repräsentanten, entschieden. Wir freuen uns darüber, besonders im Licht der bisherige Arbeit, die von Markus innerhalb der WCA geleistet wurde. Wir wollen uns auch hier bei Fae bedanken, der die WCA als bisheriger Chair durch nicht immer leichte Zeiten so weit gebracht hat.

Berlin 2011 – Wikimedia Conference – Accountability and Legitimacy – Wir waren schon am diskutieren, lass uns weiter daran arbeiten. – von Anna Lena Schiller – CC-BY-SA

Wenn das Präsidium schweigt…

Bis jetzt haben wir, als Präsidium, ein bisschen über das Thema WCA geschwiegen, zumindest an öffentlichen Stellen. Es gibt dafür mehrere Gründen. Erstmal haben wir nach dem Brief der Wikimedia Foundation an die WCA lange und heftig diskutiert, was die WCA angeht. Wollen wir eine Antwort schreiben? Und wenn ja, was für eine Antwort? Da kam eigentlich der erste schwierige Punkt. Wir waren uns nicht einig. Und zwar, gar nicht einig. Einige hätten gerne die WCA langsam verschwinden lassen, anderen hätten eher die WCA weit und stark voran getrieben. Dann die nächste Frage. Wenn weiter, unter welcher Form? Formell und „nach Satzung“? Oder informell und eher „Grassroots“? Dann die nächste, und die nächste. Im Endeffekt haben wir es nicht unter einem Hut bekommen, und deswegen kamen weder einzelne noch offizielle Positionen aus dem Präsidium. Als Gremium ist es eigentlich ziemlich schwierig, sich von dem Schutz einer „offiziellen“ und „einzelnen“ Position zu trennen. Es gibt wenige Themen, wo wir uns so uneinig sind. Wenn das Präsidium schweigt, heisst es nicht, dass wir keine Meinung haben. Manchmal eher ganz das Gegenteil.

Also, keine offizielle und einzelne Position vom Präsidium zur WCA selbst. Dafür eine Menge Ideen und, am wichtigsten, eine Richtung, über die wir uns einig sind. Ob durch die WCA oder auf andere Art und Weise wollen wir, dass Wikimedia Deutschland die Zusammenarbeit der Chapters weiter unterstützt. Wir sind davon fest überzeugt, dass die nationalen Wikimedia-Organisationen das Herz der Diversität unserer Bewegung sind. Verschiedene Kulturen, verschiedene Ansichten, verschiedene Erfahrungen, wie man Freies Wissen verbreitet, verteidigt und fördert, sind wichtig. Die wollen wir unterstützen. Die Chapters sollten sich weiter entwickeln, sich organisieren und ihre Zusammenarbeit mit den Communities, der Wikimedia Foundation sowie untereinander weiter verstärken.

Chapters Dialogue

Wie es genau aussehen wird, ist uns nicht ganz klar, da es so viele verschieden Wege zu probieren sind. Man darf aber nicht vergessen, dass Wikipedia sich nach dem Motto „Sei mutig“ entwickelt hat. Also wir werden mutig sein, und verschiedene Wege probieren.

Der erste Weg zur weiteren Unterstützung der Chapters heißt „Chapters Dialogue„. Damit wollen wir im Voraus daran arbeiten, mit den Chapters (oder eher, den Menschen in den Chapters) zu sprechen, um heraus zu finden, was sie denken, fühlen und brauchen. Wir werden weit und breit Fragen stellen, sie zusammen fassen, und daran arbeiten, dass ein konkretes Bild entsteht, mit dem Wikimedia in Richtung der weiteren Entwicklung arbeiten kann. Dieses Projekt wird von Nicole Ebber begleitet und von ihr in die nächste Wochen hier und in anderen Stellen vorgestellt. Für die Ausführung suchen wir eine externe Person aus Wikimedia-Organisationen oder -Communities und werden diese Position entsprechend ausschreiben. Eine enge Arbeit mit der Research Gruppe der WCA wird sicher entstehen.

Was die WCA angeht: Wikimedia Deutschland ist weiter Mitglied und arbeitet weiter mit. Wir werden unseres Bestes machen, um die Idee zu unterstützen, aber lassen uns die Freiheit, genug Information zu sammeln, um allen Beteiligten die Entscheidung leichter zu machen, wie genau die internationale Zusammenarbeit innerhalb Wikimedia aussehen wird. Bis wir so weit sind, gibt es schon mehrere Stellen, wo man mitarbeiten kann, wie zum Beispiel einen Prozess entwickeln, wie Chapters „Peer Review“ üben können. Die Chapters brauchen eure Ideen. Los!

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Wikimedia Hackathon in Amsterdam am 24.-26. Mai 2013

CC-BY Trevor Parscal

Wikimedia Nederland ist Gastgeber der internationalen Entwicklerkonferenz Wikimedia Hackathon Amsterdam, die vom 24. bis 26. Mai 2013 stattfindet. Das niederländische Chapter lädt MediaWiki-Entwickler, Coder, Hacker und andere technisch versierte Wikimedia-Interessierte für ein Wochenende nach Amsterdam ein.* Die Veranstaltung ist offen für alle, die sich – egal ob schon lange oder erst seit kurzem – mit Themen wie Tools, Gadgets, Bots, Bugs, Extensions oder Templates im MediaWikiversum beschäftigen.

Auf der Eventseite werden zur Zeit Vorschläge für Workshop, Vorträge und Sessions gesammelt; Schwerpunkte sind unter anderem:

Aus der WMDE-Geschäftsstelle werden unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Projekten Wikidata (Lydia Pintscher, Katie Filbert, Daniel Kinzler, Jeroen De Dauw), Render (Johannes Kroll) und Toolserver/Tool Labs (Silke Meyer) sowie aus dem Team Communitys und außerdem ich selber vor Ort sein. Sehr erfreulich ist auch, dass mehr als 40 angestellte Entwickler der Wikimedia Foundation teilnehmen. Es bietet sich also eine tolle Gelegenheit für Austausch und Zusammenarbeit mit den Organisationen und den Communitys.

Wer sich für den Toolserver und die zukünftige Alternative Tool Labs interessiert (Kurierbeitrag), hat in Amsterdam die Gelegenheit, das ganze Team kennen zu lernen, das sich jetzt um den Aufbau von Tool Labs und den mittelfristig anstehenden Umzug kümmert. Dieses Team bietet Tool Labs-Einführungsworkshop an und ist im Hacking-Bereich ansprechbar. Wer Tool Labs dort ausprobieren möchte, sollte sich vorher einen Account besorgen.

Die Registrierung ist bis zum 20. April 2013 geöffnet, der Eintritt ist frei. Wie in den Vorjahren gibt es für Teilnehmende, die ihre Reise nicht aus eigener Tasche oder mit Unterstützung ihres Chapters tragen können, Stipendien für Anreise und Unterkunft. Wikimedia Deutschland unterstützt dieses offizielle Stipendienprogramm, so dass Communitymitglieder aus Deutschland sich direkt dort bewerben können. Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahme!

* Und um Spekulationen vorzubeugen (in den Vorjahren war Wikimedia Deutschland Gastgeber des Events): Wir sind hocherfreut, dass Wikimedia NL in diesem Jahr die Gastgeberrolle übernimmt und unterstützen sie bei den Vorbereitungen mit den Erfahrungen und den Materialien der Vorjahre. Für uns ist der Hackathon ein schönes Beispiel für gute Chapterzusammenarbeit und Wissenstransfer.  

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„Schulbuch-O-Mat“ – Ein freies Schulbuch zum Mitmachen!

Mit der „School-Of-Open“ hat unsere Tour durch Freie Projekte rund um das Themenfeld der Open Educational Resources (OER) begonnen mit einem Projekt für ein Freies Schulbuch geht es weiter! Projekte zum Mitmachen stellen sich vor und suchen Unterstützung!
Das Projekt Schulbuch-O-Mat hat sich zum Ziel gesetzt ein Freies Schulbuch (unter Creative Commons -Lizenz) zu verfassen. Nächsten Freitag habt ihr in Berlin die ultimative Gelegenheit die Macher des Schulbuch-O-Mat-Projekts zu treffen und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Es wird ein Arbeitstreffen werden, dass wirklich den Begriff „arebeiten“ verdient hat, denn das Projekt ist mitten drinnen!
Eingeladen sind Bio-Lehrer/innen, Lehrer/-innen, Student/-innen, Kreative – Förderer freien Wissens, die ihr Wissen und ihre Kenntnisse für ein CC BY-SA Bio-Schul-E-Book begeistert zur Verfügung stellen.

Mitzubringen: Bereitschaft, ein Unterkapitel (eine Seite) des Schulbuches an diesem Nachmittag gemeinsam mit einem Team fertigzustellen. Von Quellenauswahl, über Recherche, Lizenzprüfung, didaktischer Anpassung und finaler Umsetzung in LOOP (Mediawiki-Technik) spannt sich der inhaltliche Bogen des Workshops.
Wir freuen uns sehr, das Projekt bei uns begrüßen zu können und hoffen, dass sich viele helfende Hände finden, die den Community-Gedanken des Projekts unterstützen. Für Getränke und Internet ist gesorgt.

 

Wann: 22.3.2013, 13 bis 17 Uhr

Was: Offener Workshop

Wer: SCHULBUCH-O-MAT

Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstraße 72, 10963 Berlin

Um Anmeldung vorab per Mail wird gebeten.

 

 

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Reflexionen zu Wikipedia und Hochschule

Gastbeitrag von Teilnehmenden des Hochschulprogramms an der Universität Bremen im Wintersemester 2012/2013

 

Liebe Wikimedia Foundation,

im Rahmen des Hochschulprogramms haben wir, Studentinnen und Studenten der Universität Bremen, an einem sozialwissenschaftlich-didaktikschen Seminar zur Anwendung und zur Mitarbeit in der Wikipedia teilgenommen.

Gelernt haben wir dabei:

  • Wie die Wikipedia strukturiert ist und wie sich die Wikimedia zusammensetzt und agiert (vielen Dank dabei nochmals an den Wikipedia-Referenten)
  • Wie man einen Wikipedia Artikel verfasst und editiert, ebenso woran man gute Artikel erkennt und wie man verbesserungswürdige Artikel ergänzen kann.
  • Wer in der Wikipedia aus welchen Gründen Artikel verfasst.
  • Welche Vor- und Nachteile die Wikipedia für den persönlichen Einsatz und den Einsatz in der Schule bieten.

Besonders bemerkenswert war dabei:

  • Der Einblick in die Wikipediastruktur durch den Wikipedia-Referenten
  • Die Motivation der Autoren Artikel aus freien Stücken zur Wissensvermittlung zu verfassen, ohne jede Gegenleistung.
  • Vielschichtiger Aufbau der Wikipedia und transparente Kontrollinstanzen hat die vormals kritische Sicht auf die wissenschaftliche Qualität der Wikipedia geringfügig verbessert.
  • Wie einfach es eigentlich ist, einen Artikel zu verfassen.

Foto: Itzuvit, cc-by-sa 3.0 unported

Zur Frage, ob sich unser Nutzungsverhalten geändert hat, gibt es jedoch differenzierte Meinungen. Manche sagen, dass sie mehr Mut zur Verbesserung kleinerer Fehler haben, Artikel aufmerksamer in Bezug auf die Qualität lesen. Andere sagen, dass sich ihr Nutzungsverhalten in Wikipedia selbst nicht geändert hat. Dennoch ist der Entstehungsprozess eines Artikels (Wissens) interessant nachzuverfolgen. Der Background, den wir über Wikipedia erfahren haben, hat somit keinen bis geringen Einfluss auf das bestehende und aktuelle Nutzungsverhalten.

 

Wikipedia zur Erkundung des digitalen Raums im Unterricht nutzen

Es lohnt sich, über Formen digitalen Lernens nachzudenken. Wikipedia könnte einen Startpunkt zur Erkundung des digitalen Raums im Unterricht darstellen, da Schüler_innen bereits durch Rechercheaufträge vertraut damit sind. Ein bewusster und kritischer Umgang mit lebensweltlich und im Schulalltag relevanten Recherche-/Informationstools ist ein wichtiges Ziel (Wikipedia als Medium, Tool, vergleichbar mit Quellenkritischer Analyse aus dem Geschichtsunterricht). Aus einer Perspektive der Didaktik der Sozialwissenschaften kann Wikipedia dabei als Beispiel für die Untersuchung eines digitalen sozialen Raums dienen (Governance im Netz, Veränderung von Öffentlichkeit) und somit selbst zum Gegenstand des Unterrichts werden.

Hierbei zeigen sich mitunter noch Spannungsverhältnisse zwischen einem neuem digital orientierten Lernverständnis und den bisherigen schulischen Lernstrukturen. Dies gilt unter anderem für die Zitierfähigkeit der Wikipedia Artikel aber auch im Allgemeinen für ein  modernes Lernverständnis, welches forschendes Lernen und ein offenes Lernergebnis in den Fokus stellt. Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 11/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (11/2013) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

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„Freie Lernmaterialien födern“ – Vorbereitung zur OER-Anhörung in NRW

Passend zur Open Education Week, die in dieser Woche stattfindet, wird der Stein für die weitere Föderung von Freien Bildungsmaterialien (engl. Open Educational Resources) in NRW ins Rollen gebracht. So bliebt zumindest zu hoffen! Diesen Mittwoch findet im Landtag in NRW eine Anhörung zum Thema „Open Educational Resources“ (im Folgenden OER) statt. Der Landtag lädt zu einem Austausch zum Thema ein, ähnlich der OER-Anhörung in Berlin im letzten Jahr. Als empfehlendwerte Vorbereitung auf diese Anhörung kann alles Wissenswerte dazu in dem Bericht von Leonhard Dobusch nachgelesen werden. In NRW sind Open Educational Resources bereits seit 2012 im Koalitionsvertrag vernkert. Unter dem Themenschwerpunkt „Medienkompetenz“ wird hier die Bedeutung des freien Zugangs zu Bildungsmedien betont:

Modellprojekte zur Schaffung offener und freier Lehr- und Lerninhalte (Open Educational Ressources, OER) sind ebenfalls ein Rot- Grünes Ziel.

(Koalitionsvertrag 2012-2017, Bündnis90/Die Grünen und NRW SPD, Juni 2012)

Bislang wartete man noch vergelblich auf Modellprojekte. Auf Basis des im Oktober gestellten Antrages der Fraktion der Piraten „Freie Lernmaterialien fördern!“ kommt es nun zur Experten-Anhörung, zu der alle eingeladenen Sprecher vorab um Statements gebeten wurden. Die Statements sind auf der Homepage des Landtages NRW einsehbar. Die Piraten stellt einer Reihe  konkreter Forderungen an die Regierung.

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„Wikipedia ein Gesicht geben“ – GLAM-Aktivisten trafen sich im Allgäu

Wikipedianer auf Exkursion im Kirchenarchiv Kaufbeuren. Foto: Benutzerin:Elya, CC-BY-SA 3.0

“Eine Gruppe, die so fachkundig ist und gleichzeitig so viel Spaß hat!” begeistert sich die Kirchenarchivarin Kaufbeurens.
Ein Lob, das den Wikipedianern galt, die sich – ausgerüstet mit Fotoapparat und Notizblock – interessiert die Exponate des Archivs zeigen ließen.

Letztes Wochenende reisten 17 kulturbegeisterte Wikipedianer ins beschauliche Kaufbeuren. Zum ersten Mal kamen damit “GLAM-Aktivisten” aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich für drei Tage zusammen, um sich über die vielfältigen Aktivitäten der deutschsprachigen Wikipedia-Community und Wikimedia Deutschland im kulturellen Sektor auszutauschen.
Entsprechend dicht gepackt war das Programm.

GLAM – wofür steht das gleich nochmal?

Unter dem Begriff GLAM (engl. Akronym für galleries, libraries, archives, museums) wird international der breite Bereich aller Aktivitäten von Wikipedia-Communities und Wikimedia bezüglich Kulturgütern und Kultureinrichtungen zusammengefasst. Weil sich das nicht unbedingt von selbst erschließt, drehte sich die Diskussion auch um ein besonders wichtiges Thema: Wie können die Kommunikation und der Informationsfluss über die Kulturaktivitäten von Wikimedia einerseits in den Communities, andererseits in der medialen Öffentlichkeit verbessert werden, und wie können vor allem noch mehr Mitglieder aus der Community für GLAM-Projekte gewonnen werden? Weiterlesen »

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Zu Besuch bei Wikimedia UK

Am vergangenen Donnerstag und Freitag war ich zusammen mit Ralf Liebau und Delphine Ménard zu Besuch bei Wikimedia UK. Nachdem im letzten Jahr bereits einige Mitarbeiter des britischen Chapters bei uns in Berlin waren, wuchs bei uns der Wunsch, uns auch mal in London blicken zu lassen. Sowohl für die Präsidiumstätigkeit von Ralf und Delphine als auch für meine Arbeit in der Stabsstelle Internationales ist der Austausch mit anderen Chaptern extrem anregend und wichtig. Begleitet hat uns außerdem Dirk Franke, der sich gerade im Rahmen des eines CPB-Projektes mit den Grenzen der Bezahlung und professionellem Schreiben für Wikipedia beschäftigt und dabei natürlich auch die internationale Community einbezieht. Über sein Treffen mit Jimmy Wales und die Chartered Institute of Public Relations berichtet er hier auf der Projektseite.

Fundraising und Mitglieder

WMUK-Stakeholder ;) CC-BY-SA Nicole Ebber

Im Office von Wikimedia UK wurden wir sehr herzlich empfangen – sicherlich nicht nur, weil wir Schokolade und Wurst aus Deutschland importiert hatten. Nach der ersten Vorstellungs- und “Hello-again”-Runde hat uns Katherine Bavage, die Fundraiserin des Chapters, Einblicke in ihre Arbeit mit Spendern aus UK gegeben. Ihr Ansatz ist unter anderem, engeren und nachhaltigeren Kontakt zu Spendern aufzubauen, deren Vorstellungen und Wünsche zu erkunden und sie andersrum durch regelmäßige Newsletter über die Arbeit des Chapters zu informieren. Ziel ist dabei vor allem, über wiederkehrende Spenden den langfristigen Support zu sichern.

Wikimedia UK hat etwa 350 Mitglieder, zu den Mitgliederversammlungen erscheinen meist um die 50-60 Personen. Aktuell sucht Katherine Wege, die Mitgliedschaft noch attraktiver zu machen. In diesem Jahr wird die Versammlung z.B. eingebettet in eine kleine Wiki-Konferenz, bei der Mitglieder und Community eingeladen sind, sich selber am Programm zu beteiligen. Auch für die Mitglieder gibt es regelmäßige Newsletter, die in Zusammenarbeit von Geschäftsstelle, Vorstand, Mitgliedern und Community verfasst werden. Hier arbeitet man gerade an einem neuen Konzept: Zukünftig wird eine Handvoll interessierte Mitglieder alle redaktionellen Tätigkeiten übernehmen; einzig Koordination und Versand werden dann noch von der Geschäftsstelle bewerkstelligt.

Strategie und Jahresplanung

Mit Richard Symonds (Office and Development Manager) und Richard Nevell (Office support) konnten wir ein wenig über die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsstelle und Board sowie über die Strategie- und Planungsprozesse des Chapters sprechen. Interessant war dabei unter anderem, dass sie im Rahmen der Strategiefindung einen “Open Day” veranstalten. Dort werden interessierte Mitglieder des Chapters, der Community, des Boards gemeinsam mit den Mitarbeitern die Pläne für die nächsten fünf Jahre von WMUK besprechen.

Nationale und internationale Events

WMUK-Büro und Mitarbeiter, CC-BY-SA Nicole Ebber

Daria Cybulska, die Eventmanagerin, hat uns ein paar zukünftige Veranstaltungen vorgestellt. London bietet sich als Veranstaltungsort für die meisten Events an, viele Mitglieder und Community-Leute leben dort, die meisten Institutionen und NGOs haben ihren Sitz in der Hauptstadt und außerdem ist sie vom Rest des Landes gut zu erreichen. Aber auch lokale Meetups außerhalb Londons werden vom Chapter organisiert und unterstützt. Ihre thematischen Schwerpunkte sind zur Zeit GLAM und Education, und so arbeitet Daria zum Beispiel an der Organisation der internationalen GLAM-Wiki-Konferenz im April. Neben der regulären Organisation setzt sie sich – ähnlich wie wir auch – mit der Frage auseinander, wie solche Veranstaltungen besser evaluiert und noch erfolgreicher werden können. Auch hier bietet sich an, Erfahrungen auszutauschen und von den Erkenntnissen der jeweils anderen zu lernen.

Dann hatten wir noch die Gelegenheit, zwei Freiwillige kennen zu lernen, die an der Bewerbung für die Wikimania 2014 in London arbeiten. Ed Saperia und James Knight haben uns einen Einblick in ihre Pläne und Ideen gegeben und wir konnten ein paar Erfahrungen aus den vergangenen Jahren mit ihnen teilen. Besonders interessant an ihrem Konzept fanden wir, dass sie zum regulären Community-Part auch einen Teil der Konferenz für die breite Öffentlichkeit gestalten möchten. Neben einzelnen Outreach-Events und Workshops soll auch eine Ausstellung dazu beitragen, neue Freiwillige und internationale Medien auf die Arbeit der Bewegung aufmerksam machen.

Abendessen und Ausblick

Das WMUK-Büro liegt in einem Haus mit vielen anderen NGOs. CC-BY-SA Nicole Ebber

Jon Davies, Geschäftsführer von Wikimedia UK, war die Woche über auf Jury Service und lud uns und sein Team am Donnerstag zum Abendessen zu sich nach Hause ein. Das ganze Team um Jon strahlt eine professionielle, enthusiastische und dabei sehr freundliche Arbeitsatmosphäre aus – sowohl tagsüber in der Geschäftsstelle als auch in entspannter Runde beim Abendessen. Hier konnten wir uns außerdem davon überzeugen, dass das Gerücht um die immer besser werdende englische Küche tatsächlich zutrifft: Jon servierte uns vorzügliche Speisen! Wir nutzten die Gelegenheit, die Gespräche vom Tage noch weiter zu vertiefen und vereinbarten mit Jon eine Fortsetzung bei der Chapters Conference in Mailand.

Zum Abschluss des Abends machten wir noch einen kleinen Ausflug in eine längst stillgelegte, unterirdische viktorianische Herrentoilete bei Kennington Cross. Jon ist Mitglied in einem Förderverein, der sich um den Erhalt solcher historischer Gebäude kümmert; er führte uns durch das stockdunkle, unterirdische Gemäuer (Fotos, Hintergrund), wo wir uns über die “Kontaktanzeigen” auf den Toilettentüren amüsieren konnten.

Herzlichen Dank an Wikimedia UK für die Gastfreundschaft, wir freuen uns sehr auf weiteren Austausch und zukünftige Zusammenarbeit! Bei der Gelegenheit sprechen wir auch noch mal die Einladung an alle Chapter und interessierte Freiwillige aus, uns in Berlin besuchen zu kommen. Es gibt – neben Club Mate und Free Wifi – viele Themen, die wir gemeinsam bearbeiten und die uns in unserer gemeinsamen Mission weiter bringen können. Wir können von unseren jeweiligen Erfahrungen und auch von unseren Fehlern lernen: Denn als globale Bewegung sind wir mehr als nur die Summe der einzelnen Teile!

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