Wikimedia:Woche 14/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

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Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

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Spenden und mehr: Wikimedia Deutschland gewinnt an Zuspruch

Wie bestimmt manchem von Euch aufgefallen ist, ist die Zahl der Mitglieder von Wikimedia Deutschland in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Aktuell hat der Verein 5.301 Mitglieder; davon sind 1.517 aktive Mitglieder und 3.784 Fördermitglieder.

Gemäß unseres strategischen Plans „Kompass 2020“ (Ziel: 10.000 Mitglieder bis 2014) und des Wirtschaftsplans 2012 (Ziel: 4.000 Mitglieder) haben wir im Rahmen der letzten Spendenkampagne begonnen, verstärkt auch um neue Mitglieder zu werben.

Während der Spendenkampagne gab es erstmals ein Onlineformular auf der Spendenseite, über welches man direkt Mitglied im Verein werden konnte.

Zusätzlich haben wir die Möglichkeit geschaffen, über dieses neue Formular unmittelbar nach dem Spenden auch Fördermitglied bei uns zu werden. Viele Spender haben sich hierfür entschieden, weil sie den Verein langfristig primär finanziell fördern wollen, aber auch weil sie unseren Ideen gegenüber aufgeschlossen sind und Freies Wissen unterstützen möchten. Genauere Informationen über die Motivation und die Bereitschaft  unserer neuen (wie auch „alten“) Mitglieder sich einzubringen, versprechen wir uns von der Mitgliederumfrage, welche wir in diesem Jahr durchführen werden.

Eine Überarbeitung des „Mitgliederbereichs“ auf der Vereinswebseite, insbesondere die Darstellung von Angeboten sich einzubringen, ist ebenfalls in Arbeit.

Auch in 2013 werden wir wieder um aktive Mitglieder wie auch Fördermitglieder werben.

Ich persönlich freue mich über diesen Zuspruch, weil immer mehr Menschen uns unterstützen, dazu bereit sind sich zu involvieren und die Ziele von Wikimedia Deutschland zu fördern.

Das Onlineformular zur Mitgliedschaft im Verein findet man hier.

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Monatsbericht März 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wikidata trifft Archäologie – Interkultureller Dialog über den Limes

In der Bibliothek des Auswärtigen Amtes in Berlin trafen am 16. März Wikipedianer, Archäologen und Informatiker beim Symposium Wikidata trifft Archäologie aufeinander. Es wurde ein interkultureller Dialog über den römischen Limes. Gemeinsam war allen 50 Akteuren die Arbeit zu der Fragestellung, wie archäologisches Wissen, georeferenzierte Daten und die zeitliche Entwicklung des Imperiums sinnvoll und verdichtet, aber gleichzeitig das aggregierte Wissen in Gänze zugänglich gemacht werden können. Unterschiedliche Datenbankmodelle und Visualisierungen wurden präsentiert. RENDER, Wikipedianer des Limes-Projektes, Wikidata und das Deutsche Archäologische Institut hatten gemeinsam eine Limes-Karte entwickelt. Sie ermöglicht es, die Entwicklung der römischen Grenzführung in der Zeit zu erfahren und gleichzeitig für jede Koordinate des virtuellen Limes Informationen zur Grenzanlage zum definierten Zeitpunkt in der Tiefe eines verlinkten Wikipedia-Artikels abzurufen. Sie ist natürlich beliebig erweiterbar und sie ist frei.

Anhand der Diskussion der Projekte wurde allen Anwesenden deutlich, wie fruchtbar die Zusammenarbeit über die Grenzen institutionell gebundener Wissenschaft hier und Citizen Science dort sein kann. Künftig werden Informationen der archäologischen Datenbanken leichter in Wikidata überführt werden können. Hier ist ein Rückblick auf die Veranstaltung zu finden.

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Tutoría II: Zurück aus Buenos Aires

Anfang März hatte Cornelius Kibelka (@jaancornelius) hier im Blog sein Projekt Tutoría in Buenos Aires beschrieben. Seit gestern ist er aus Buenos Aires zurück und schildert nun, wie es gelaufen ist. Wir bleiben weiter dran und berichten von dieser interessanten Chapterzusammenarbeit. Here’s the English summary. Espanol.

Wikimedia Argentinien

By Jcornelius (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Wikimedia Argentinien ist das älteste Chapter in Südamerika; es wurde bereits 2007 gegründet und organisierte 2009 die Wikimania in Buenos Aires. Nach der Wikimania schlief die Arbeit zunächst ein und erst seit 2011 tut sich wieder mehr im Chapter. Nachdem Beatrice Murch (jetzt Vorsitzende von Creative Commons Argentina) für ein Jahr Geschäftsführerin des Chapters war, übernahm Mitte 2012 Osmar Valdebenito, (ehemals Vorsitzender von Wikimedia Chile) die Geschäftsführung des kleinen Chapters. Nun geht das Chapter die nächsten Schritte in Richtung Professionalisierung.

Die zweieinhalb Wochen habe ich vor allem damit verbracht, einen Einblick in Osmars Arbeit zu bekommen. Zudem hatte ich die Gelegenheit, mich mit dem Großteil des Vorstandes auszutauschen. Dabei bekam ich einen guten Einblick in die Vereinsstrukturen und Themen, die das Chapter zur Zeit bewegen.

Drei große Herausforderungen

Die meines Erachtens drei größten Herausforderungen für das Chapter sind dabei alte Bekannte: Bisher stand die mittel- und langfristigen Planung nicht im Mittelpunkt, sondern mehr das Alltagsgeschäft. Zudem ist das Rollenverständnis und Zusammenarbeit von Vorständen und Mitarbeitern ein Punkt steter Diskussionen, seitdem das Chapter bezahlte Mitarbeiter eingestellt hat. Und gleichzeitig muss mit dem Wachstum einer Organisation auch die Kommunikationskultur – sowohl nach „innen“ wie nach „außen“ – mitwachsen.

By Jcornelius (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Anhand dieser drei Herausforderungen haben Osmar und ich basierend auf den zahlreichen Gesprächen Empfehlungen und Tipps für das Chapter ausgearbeitet, jeweils in den drei Themenfeldern, die wir vorher ausgewählt hatten: Allgemeine Strategie & Planung, Kommunikation und Freiwilligenarbeit. Wichtig waren hier die vorherigen intensiven Gespräche mit den Mitarbeitern von Wikimedia Deutschland während meiner Woche in Berlin. Ein paar Empfehlungen will ich hier aber kurz anreißen:

Da de facto eine langfristige, strategische Planung für das Chapter fehlt, empfehlen Osmar und ich eine „Zukunftswerkstatt“ mit allen Beteiligten (Mitarbeiter, Mitglieder, Vorständen, Communitys, Partnerorganisationen) sowie einem neutralen Moderator zu organisieren. So sollen die verschiedenen Bedürfnisse des Chapters und Wünsche an das Chapter herausgearbeitet werden. Da aber Argentinien bekanntlich nicht nur aus Buenos Aires besteht, Wikipedianer aber schwer mit dem Thema „Langfristige Strategie von Wikimedia Argentinien“ anzulocken sind, empfahl ich: Organisiert simple Treffen, auf denen Fragen wie „Wie soll das Chapter dir helfen?“ und „Was für Projekte sollen wir angehen?“ im Vordergrund stehen.

Als gut und wichtig wurde in der deutschsprachigen Community die Wikimedia-Woche angenommen, die auf schnelle und simple Weise über die Geschehnisse des Movements informiert. Gleiches habe ich Wikimedia Argentinien auf Spanisch vorgeschlagen, Osmar schlug hier vor, das direkt auf Iberocoop-Ebene zu machen.

In meinen Gesprächen mit den Mitarbeitern von Wikimedia Deutschland, erklärten mir alle, die mit Freiwilligenarbeit zu tun haben, dass diese immer auf zwei Säulen basiert: online und offline. Online sollte in den Wikimedia-Projekten die Message „Wir unterstützen euch jederzeit!“ stetig und deutlich kommuniziert werden. Offline gibt es Wikipedia-Treffen bisher praktisch nur in Buenos Aires – die perfekte Chance für das argentinische Chapter, gerade diese auch im Rest des Landes zu organisieren.

Mehr Empfehlungen sind in der Abschlusspräsentation zu finden, direkt als pdf sowohl auf englisch wie auf spanisch auf Wikimedia Commons verfügbar.

Wie geht’s weiter?

Der Austausch zwischen Osmar, María (Leak: ab Montag die neue Pressesprecherin) und den verschiedenen Mitgliedern war unglaublich intensiv und hat viel Spaß gemacht. Drei Wochen haben wir eng zusammen gearbeitet und ausgiebig diskutiert.

Damit die Ideen und Handlungsempfehlungen auch verwirklicht werden, haben der Vorstand und Osmar bereits die ersten Schritte für deren Umsetzung eingeleitet. Osmar und María berichten wöchentlich dem Vorstand, wie weit die Verwirklichung derweil vorangediehen ist. Und bei der Wikimania wollen Osmar und ich die Zusammenarbeit und erste Ergebnisse vorstellen.

Bis dahin wollen wir verschiedenen Fragen nachgehen und dokumentieren: Ist dieser Chapter-Wissenstransfer übertragbar? Können das auch andere Chapter machen? Was sind die Bedingungen?

„Annuntio vobis gaudium magnum: habemus Papam“

presidencia.gov.ar [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Das ganze war ja nicht nur als einseitiger Transfer gedacht, sondern als Austausch zwischen zwei Chaptern. Deswegen habe ich mich natürlich gefragt: Was kann Wikimedia Deutschland als Organisation davon mitnehmen?

Meine Zeit in Buenos Aires stand bekanntlich unter besonderem Schein: Just in der zweiten Woche wählten die Kardinäle im Konklave den Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Bergoglio, zum neuen Papst der römisch-katholischen Kirche.

Was das mit meinem Projekt zu tun hat? In den ersten Minuten, nachdem klar war, dass Bergoglio zum Papst gewählt wurde, suchte ich auf der Seite der argentinischen Präsidentschaft und der Stadt Buenos Aires nach älteren Fotos des Kardinals. Beide verbreiten all’ ihr Pressematerial unter Creative Commons Attribution (-by) bzw. Attribution ShareAlike (-by-sa), so dass ich sie geradewegs auf Commons hochlud. Sie verbreiteten sich daraufhin in rasanter Schnelligkeit durchs Internet. Ein Beweis, wie groß die Reichweite freier Medien ist. Und mir kam die Frage: Liebes Bundespresseamt, worauf wartet ihr?

Diese Anekdote macht deutlich, dass staatliche Stellen in Deutschland bei den argentinischen in Sachen „Free Content“ noch einiges lernen können.

Was mir nach diesem Projekt klar ist: Chapter stehen nicht alleine. Unabhängig von ihrer Größe und Reife können sie voneinander lernen und sich gegenseitig bei ihrer Arbeit unterstützen. Für mehr Dialog und Zusammenarbeit! :)

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Wikimedia:Woche 13/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

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Die Digitalen Römer – Wikidata trifft Archäologie

 

Teilnehmer des Symposiums
Foto: Katja Ullrich (WMDE) CC-BY-SA 3.0

Am Samstag, den 16. März hat Wikidata die Archäologie getroffen.
Bei dem eintägigen Symposium zur Anwendung von Geodaten in den Alterswissenschaften wurde oft die Datenwelt rund um den Limes, den Grenzwall des Römischen Reiches zwischen dem 1. und dem 6. Jahrhundert n.Chr., als Beispiel für gelungene Ansätze der digitalen Wissensvermittlung herangezogen.

Für mich als in Hessen geborenes Präsidiumsmitglied, der oft das Kastell Saalburg in seiner Jugend besuchte, eine Möglichkeit in Erinnerungen zu schweben. Wir trafen uns, im Gegensatz zum ersten Treffen des Wikipedia-Limesprojekt nicht auf der Saalburg, sondern in der wunderbaren Bibliothek des Auswärtigen Amtes in Berlin.

 

Das Symposium war ein Kooperationsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und der Wikimedia Deutschland e.V. – Dank für die Möglichkeit in diesem Rahmen zu produktiver Arbeit zusammenzukommen geht an Nicole Kehrer, Pressereferentin des DAI, Prof. Dr. Reinhard Förtsch, dem wissenschaftlichen Direktor für Informationstechnologien am Deutschen Archäologischen Institut und der Spiritus Rector des Symposiums und an Barbara Fischer, Kuratorin für Kulturpartnerschaften bei der Wikimedia Deutschland e.V.

Bevor es am Schluss des Symposiums engagiert um die Zukunft der breiten Wissensvermittlung sowie die Chancen und Umsetzungsschritte einer offeneren Wissenschaft und Gesellschaft ging, wurden einige beeindruckende Tools und Plattformen vorgestellt. Diese zeigen auf unterschiedlichste Weise, wie mit dem offenen Austausch von Daten der Alterswissenschaften breite Bevölkerungskreise und interessierte Fachöffentlichkeit neue Wissenswelten betreten können.

Gerade die karten-basierte Darstellung von historischen Fakten in Raum und Zeit zeigt besonders schön die Potentiale für Wissen und Bildung, wenn offene strukturierte Datensätze zusammenfliessen. Ein wunderschönes Beispiel, das aus einer privaten Initiative entstanden ist, wurde von René Voorburg vorgestellt. Ursprünglich entwickelt, weil er mit seinen beiden Söhne unterwegs eine altertümliche Stätte des Limes gesehen hatte, entwickelte er mit großer Leidenschaft und später einigen Mitstreitern vici.org „Veni, vidi, [wi:ki:]“ Eine Online-Karte, auf der man die historischen Stätten verorten kann.

Bibliothek des Auswärtigen Amtes Berlin
Foto: Katja Ullrich (WMDE) CC-BY-SA 3.0

Dr. Elton Barker von der Open University, Southhampton präsentierte Pelagios (Pelagios: Enable Linked Ancient Geodata In Open Systems), einen Netzwerkknoten für Linked Open Data in der weiten See der Altertumswissenschaften. Eine weitere, bereits beeindruckend umfangreiche karten-basierte offene Datenbank wurde von Prof. Tom Elliot (University of Alabama, Tuscaloosa, USA) vorgestellt: Pelaides. In seinem Vortrag zeigte er beispielhaft, wie sich die verschiedensten offenen Datenbanken weltweit vernetzten und somit neue Chancen entstehen.

Im Rahmen des erst kürzlich weltweit gestarteten Wikidata-Projektes wurde vom RENDER-Team die interaktive Limes-Karte vorgestellt, mit der der User sehen kann, wie sich der Limes mit seinen Kastellen über die Jahrhunderte entwickelte. Das seit 7 Jahren in der Wikipedia laufende Limesprojekt wurde von seinem Initiator Hartmann Linge mit einer beeindruckenden (Zwischen)-Bilanz vorgestellt.

„Quo vadimus?“ – Zum Schluss des Symposium gab es noch eine lebendige Diskussion, in die sich auch Peter Henrich von der Deutschen Limes Kommission kritisch einbrachte. Es wurde die Notwendigkeit deutlich, dass unnötiger Streit auf der operativen Ebene einem neuen Bewusstsein weichen sollte. Einem Bewusstsein dafür, dass „altehrwürdige Gatekeeper“ und die Vertreter einer offeneren Wissenswelt aufeinander zugehen müssen, damit gesellschaftliche Ziele definiert werden können, wie wir verantwortungsvoll eine neue Qualität in der Wissensvermittlung und den Erkenntnisgewinn für jedermann und jedefrau in einer digital vernetzten Welt gestalten können. Wikidata, wenn auch noch jung, stellt hierfür eines der Werkzeuge dar, mit denen Wissensfelder und Sprachen überwunden werden können. Ein spannender Aufbruch, gemeinsam frisch ans Werk.

 

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Du kannst alle Daten haben!

Seit heute haben die ersten Wikipedien die Möglichkeit Daten aus Wikidata in ihren Artikeln einzubinden. Es sind die italienische, hebräische, ungarische, russische, türkische, ukrainische, usbekische, kroatische, bosnische, serbische und serbo-kroatische Wikipedien. Wenn du neugierig bist kannst du es auch auf test2.wikipedia.org ausprobieren. Das heißt, dass die Autoren auf diesen Wikipedien ab sofort die wachsende Menge an strukturierten Daten die auf Wikidata verfügbar ist als gemeinsame Datenbasis nutzen können. Es beinhaltet Dinge wie den Status auf der Roten Liste für eine Tier- oder Pflanzenart, die ISBN für ein Buch oder die Top-Level-Domain eines Landes.

Es gibt 2 Wege auf die Daten zuzugreifen:

  • Benutze eine Parserfunktion wie {{#property:p169}} im Wikitext des Artikels über Yahoo!. Das wird “Marissa Mayer” zurückgeben da sie der Chief Executive Officer der Firma ist.
  • Für kompliziertere Sachen kannst du Lua benutzen. Die Dokumentation dazu ist hier.

Wir arbeiten daran die Parserfunktion auszubauen damit du zum Beispiel {{#property:chief executive officer}} statt {{#property:p169}} nutzen kannst. Der vollständige Plan dafür ist hier.

Der nächste Schritt ist die Inbetriebnahme auf den restlichen Wikipedien. Wir werden die Performance genau beobachten und wenn es keine Probleme gibt werden sie innerhalb von ein oder zwei Wochen folgen.

Wir haben die häufigsten Fragen für dieses Deployment zusammengestellt und freuen uns auf dein Testen und deine Rückmeldungen. Der beste Ort für Rückmeldungen ist diese Diskussionsseite.

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You can have all the data!

(Die deutsche Version dieses Beitrags gibt es hier.)

Today the first 11 Wikipedias got the ability to include data from Wikidata in their articles. These are the Italian, Hebrew, Hungarian, Russian, Turkish, Ukrainian, Uzbek, Croatian, Bosnian, Serbian and Serbo-Croatian Wikipedias. If you are curious you can also try it out on test2.wikipedia.org. This means the editors on these Wikipedias are now able to make use of the growing amount of structured data that is available in Wikidata as a common dataset. It includes things like conservation status for a species, ISBN for a book or the top level domain of a country.

There are two ways to access the data:

  • Use a parser function like {{#property:p169}} in the wiki text of the article on Yahoo!. This will return “Marissa Mayer” as she is the chief executive officer of the company.
  • For more complicated things you can use Lua. The documentation for this is here.

We are working on expanding the parser function so you can for example use {{#property:chief executive officer}} instead of {{#property:p169}}. The complete plan for this is here.

The next step is the deployment on the other Wikipedias. We will carefully monitor performance and if there are no issues they will follow within a week or two.

We have prepared an FAQ for this deployment and are looking forward to your testing and feedback. The best place to leave feedback is this discussion page.

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Wikimedia traf das Projekt „Schulbuch-O-Mat“ ( Teil 1)

Dieser Blogpost ist ein Gastbeitrag zum ersten Arbeitstreffen der Initiatoren des Projekts für ein Freies Schulbuch, „Schulbuch-O-Mat“, bei Wikimedia Deutschland.

Schulbuch-O-Mat Workshop, Elly Köpf. CC-BY-SA 3.0

Am Freitag, den 22.03.2013, lud Wikimedia Deutschland zu einem Treffen des Schulbuch-O-Mat mit den Initiatoren des Projekts, Helfer/-innen und Interessierten. Schnell wurde in der Gruppe klar, dass man für die Aufgabe, anhand des Lehrplanes für Berlin ein freies und kostenloses Schul-E-Book für den Biologie Unterricht in den  7./8. Klassen zu erstellen, kein Lehrer sein musste.  Teilnehmer/-innen waren unter anderem Pädagog/-innen, Soziolog/-innen oder Wirtschaftswissenschaftler/-innen. Lediglich ein Teilnehmer war tatsächlich Biologie-Lehrer.

Auch wenn alle aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen kamen, verband sie an diesem Tag die Idee, Open Educational Ressources (OER) weiter voran zu treiben. Das Team vom Schulbuch-O-Mat hatte sich im Vorfeld überlegt, das Kapitel Lebensräume an diesem Tag weiter mit Inhalten zu füllen. So wurde nach einer kurzen Vorstellungsrunde gleich im Internet nach verschiedensten Informationen für dieses Kapitel gesucht. Dabei kamen natürlich auch Schwierigkeiten für die Erstellung eines E-Books unter einer CC-BY-SA Lizenz zu Tage. Fragen, die uns beschäftigten waren:

  •   Wie findet man Grafiken die man verwenden kann?
  •   Wie gestaltet sich der Umgang mit ähnlichen Lizenzen, wie zum Beispiel der GNU-Lizenz?
  •   Oder inhaltliche Fragen, was Kindern vermittelt werden sollte und wie man dabei didaktisch besser herangehen kann, als in gedruckten Schulbüchern.

Eine Menge Themen wurden diskutiert und gemeinsam im Team Lösungen erarbeitet. Am Ende des Tages gab es neuen Inhalt für das Bio-Schul-E-Book in textlicher und graphischer Form. Allen Teilnehmenden wurde aber schnell deutlich, dass ein weiterer Termin unbedingt folgen sollte, da es noch viele Ideen gibt und Creative Commons und OER weiterhin viel Anlass zur Diskussion bieten.

In den nächsten Wochen werden wir einen neuen Termin ankündigen, sobald dieser feststeht. Wir danken Wikimedia für die Unterstützung und freuen uns darauf bald wieder zu Gast zu sein.

Wer Lust hat, das Projekt zu unterstützen oder Fragen zum weiteren Verlauf hat, der kann sich gerne per Mail an die Initiatoren wenden. Über weitere Workshops bei Wikimedia werdet ihr hier auf dem Laufenden gehalten. 

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Das Diversitätskonzept für Wikipedia: die ersten Schritte

„Die Diversität des Wissens stärken“ – lautet eines von drei Leitmotiven, die unsere Arbeit bei Wikimedia dieses Jahr begleiten und so wollen wir uns damit beschäftigen, wie wir bislang unterrepräsentierte Gruppen für ein Mitmachen in Wikipedia begeistern können.

Dies spiegelt sich auch in den zahlreichen Projekten wider. Projekte, wie Entrée oder die Initiative Wissen teilen zielen darauf ab, viele verschiedene Menschen zum Mitmachen zu motivieren, die sich mit ihrem vielfältigen Wissen und Können in Wikipedia engagieren möchten.

Eine etwas andere Perspektive nimmt das Projekt Diversität für Wikipedia ein: Ziel ist es, praktische Ideen und Handlungsoptionen zu entwickeln, um die Geschlechtervielfalt in der  AutorInnenschaft zu erhöhen. Um an den Erfahrungen aktiver Wikipedianerinnen und Wikipedianer und insbesondere der bereits aktiven AutorInnen anzusetzen, werden verschiedene partizipative Methoden zum Einsatz kommen.

CC-BY-SA 3.0 (Ilona Buchem)

Und das machen wir nicht alleine – sondern zusammen mit dem Gender- und Technik – Zentrum der Beuth Hochschule in Berlin in einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Das Team an der Beuth Hochschule besteht aus Prof. Dr. Ilona Buchem,  Prof. Dr. Antje Ducki sowie Sarah Khayati und zeichnet sich insbesondere durch eine praxisbezogene Forschung und Expertise im Bereich Web 2.0, Social Media und Diversity aus.

In den ersten Monaten dieses Jahres hat sich das Beuth-Team in das Wikimedia und Wikipedia Universum eingearbeitet und bereits erste Problemfelder erarbeitet sowie Überlegungen angestellt, auf welche Problemfelder wir den Fokus innerhalb des Projektes legen werden. Darüber werden wir bald berichten. Im März nahm Frau Buchem an der e-Society 2013 teil und sprach hier zu “Towards the Democracy of Knowledge: Bringing Gender Diversity to Wikipedia” – ein Blogbeitrag von ihr folgt in den nächsten Tagen.

An dieser oder an anderer Stelle werden wir im Verlauf des Jahres immer wieder von den Entwicklungen berichten, Gedanken teilen, Fragen stellen und zur Diskussion einladen. Unseren Projektsteckbrief können sich alle Interessierte hier ansehen und auf der Diskussionsseite Fragen etc. stellen. Wer gerne weniger öffentlich seine Gedanken oder Ideen mitteilen möchte kann dies selbstverständlich auch tun und eine E-Mail schreiben. Auch wird es bald ein erstes Treffen (noch im Planungsprozess) im Rahmen des OpenSpace am 26. Mai geben.

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr mit vielen neuen Erkenntnissen, wie wir Wikipedia vielfältiger gestalten können!

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