Wikidata needs a logo and you can help!

(Die deutsche Version dieses Eintrags findest du hier.

We are looking for a beautiful logo for Wikidata. Are you an artist and have some serious design skills? Do you want your logo to represent the newest Wikimedia project and be seen by millions? Here is your chance.

What are we looking for exactly?

Here are some requirements for the logo that are important:

  • It should of course represent Wikidata and the idea behind it. If you’re not very familiar with Wikidata it is a good idea to read the FAQ to get a quick overview.
  • If you use a font please use a freely-licensed one that has wide unicode coverage so it can later be localized.
  • It should work well in different sizes (on a t-shirt and as a favicon for example – less detailed versions for smaller sizes are possible).
  • It should work well in color and black/white.
  • Please provide the source of your submission (SVG or similar).

How to submit a logo proposal?

To submit a logo for Wikidata, please upload it to Wikimedia Commons and add it to the category Wikidata logo proposals. All proposals in this category will be considered. Please add a note saying that you read the submission guidelines.

How are we going to decide on a logo?

By the deadline, the team doing the initial development of Wikidata will sit down and make a shortlist from all submissions with their favourites. We will then start a vote with the whole community for the best logo on this shortlist. Everyone has one vote. It will happen on Meta.

Timeline

  • Submissions possible until: 30 June 2012
  • Selection of the candidates to vote on: 1 and 2 July 2012
  • Vote on possible candidates: 3 to 12 July 2012
  • Announcement of winner: 13 July 2012

I still have questions!

Contact me and ask away.

What you need to keep in mind

Because this is a contest to pick the next Wikimedia project’s logo, there are a few things the lawyers want you to know to make sure this is all going to work out fine and there are no surprises for anyone: “You must allow the Wikimedia Foundation to use your submission. Therefore, you acknowledge and agree that by submitting your proposed logo design that you grant to Wikimedia Foundation, Inc. an exclusive (even as against you), perpetual, irrevocable, worldwide, fully paid-up license to use, reproduce, and exploit in any way without limitation all copyright, trademark, publicity, and any other intellectual property or other proprietary rights thereto. You also acknowledge that by submitting your proposed logo design that if your logo design is chosen as the winning adopted logo for the Wikidata project, you will be required to enter into a contract assigning and/or licensing all of your rights thereto to Wikimedia Foundation, Inc.

This means that you must have the rights to the submission in order to license them. Therefore, by submitting your proposed logo design, you warrant that you are the owner of all copyright, trademark, moral, publicity, and other intellectual and proprietary rights to the proposed logo design and that it does not violate such rights of any third party.

And while we hope that there is no dispute between you and the Wikidata development team and/or the Wikimedia Foundation, we want to set some rules about how any disputes that may arise will be handled.  By submitting your proposed logo design, you are agreeing that your submission, your license of rights in it, and any dispute shall be governed by the laws of the United States of America and shall be brought in a court of competent jurisdiction in the City and County of San Francisco, California.”

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Wikidata braucht ein Logo und du kannst helfen!

Wir suchen ein schönes Logo für Wikidata. Bist du ein Designer und hast einiges zu bieten? Willst du, dass dein Logo das neueste Wikimedia Projekt representiert und von Millionen gesehen wird? Hier kommt deine Chance.

Wonach suchen wir genau?

Hier sind ein paar wichtige Anforderungen für das Logo:

  • Es soll natürlich Wikidata und die Idee dahinter representieren. Falls du Wikidata noch nicht gut kennst ist es eine gute Idee die FAQ zu lesen um einen ersten Eindruck zu bekommen.
  • Bitte benutze nur frei lizensierte Schriften mit guter Unicode Abdeckung, sodass es später lokalisiert werden kann.
  • Es sollte auch in verschiedenen Größen gut aussehen (auf einem T-Shirt und als Favicon zum Beispiel – Versionen mit weniger Details für die kleineren Größen sind möglich).
  • Es sollte gut in Farbe und schwarz/weiß aussehen.
  • Bitte stelle die Quelldatei deiner Einreichung zur Verfügung (SVG oder ähnliches).

Wie reiche ich einen Logovorschlag ein?

Um einen Logovorschlag einzureichen lade es bitte auf Wikimedia Commons hoch und füge es zur Kategorie Wikidata logo proposals hinzu. Alle Vorschläge in dieser Kategorie werden berücksichtigt. Bitte füge einen kurzen Satz hinzu, dass du die Einreichungsinfos hier gelesen hast.

Wie wählen wir ein Logo?

Nach Einreichungsschluss wird das Team, das die initiale Entwicklung von Wikidata macht, aus allen Einreichungen ihre Favouriten auswählen. Im Anschluss wird es eine Wahl unter diesen Logovorschlägen in der Community geben. Jeder hat eine Stimme. Die Wahl wird auf Meta stattfinden.

Ablauf

  • Einreichungen möglich bis: 30 Juni 2012
  • Auswahl der Einreichungen die zur Wahl stehen werden: 1 und 2 Juli 2012
  • Wahl: 3 bis 12 Juli 2012
  • Bekanntgabe des Gewinners: 13 Juli 2012

Ich habe noch Fragen!

Kontaktiere mich und frag nach.

Was du bedenken solltest

Da dies ein Wettbewerb ist um das Logo für das nächste Wikimedia Projekt zu finden gibt es ein paar Sachen, von denen die Anwälte wollen, dass du sie weißt um sicherzustellen, dass alles glatt läuft und um Überraschungen zu vermeiden: “Du musst der Wikimedia Foundation erlauben dein Logo zu verwenden. Deshalb nimmst du durch Einreichung eines Logos zur Kenntniss und stimmst zu, dass du der Wikimedia Foundation, Inc. eine exklusive (auch gegenüber dir selbst), fortwährende, unwiderrufliche, weltweite, voll abbezahlte Lizens zur Nutzung, Vervielfältigung und Ausschöpfung aller Copyright, Trademark, Publicity und anderer Rechte geistigen Eigentums oder anderer Eigentumsrechte. Du nimmst auch zur Kenntnis, dass falls dein Logovorschlag für das Wikidata Projekt gewinnt, du einen Vertrag mit der Wikimedia Foundation, Inc eingehen musst der deine Rechte entsprechend an diese überträgt.

Das bedeutet natürlich auch, dass du die Rechte an deinem Logovorschlag haben musst um sie lizensieren zu können. Demzufolge versicherst du mit deiner Einreichung, dass du der Eigentümer aller Copyright, Trademark, moralischen, Publicity und anderer Rechte geistigen Eigentums und anderer Eigentumsrechte des Logovorschlags bist und, dass es keine solchen Rechte einer dritten Partei verletzt.

Wir hoffen natürlich, dass es zu keinen Ungereimtheiten zwischen dir und dem Wikidata Entwicklungsteam und/oder der Wikimedia Foundation kommt. Wir wollen allerdings ein paar Regeln festlegen für den Fall, dass es doch passiert: Durch Einreichung deines Logovorschlags stimmst du zu, dass deine Einreichung, deine Lizens und Rechte daran und jeder Konflikt durch das Gesetz der USA geregelt wird und durch Gerichte in der Stadt und dem County von San Francisco, California geregelt werden.”

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Lernen fürs Leben!

„Wie wollen wir lernen?“ mit diesem Motto erarbeiteten 20 SchülerInnen und StudentInnen während des diesjährigen Vision Summits Ideen und Empfehlungen für eine zukunftfähige Schule. Im vorraus konnten einige Bildungsaktivisten und Bildungsvisionäre in einem kurzen Statement einen Input für die Schüler einbringen. Auch ich durfte mit einem Statement zu diesem Summit beitragen. In meinem Statement habe ich zu mehr Partizipation aufgerufen, schlicht also: “Lernen andersrum zu denken”. Ein gutes Beispiel dafür kann die Arbeit mit Wikis und Blogs sein, die einen aktiven Lernprozess ermöglichen. Basis eines solchen aktiven Prozesses ist jedoch, neben dem Unterrichtsszenario und der aktiven Lernsituation, wiederum die freie Verfügbarkeit und die Chance weiter bearbeitbare Materialien vorliegen zu haben, wie sie im Kontext der Open Educational Ressources gefordert werden.

Die Forderungen, die die Schüler im Rahmen des Vision Summits erarbeiteten, machen ihren klaren Wunsch nach dieser Kreativität deutlich. Ihre Forderungen an Schule sind unter anderem:

  • eine bessere Auseinandersetzung mit den Veränderungen der Welt,
  • mehr Raum für Fragen und selbstgestaltetes Lernen und ein Lernen, welches Jugendliche als Innovatoren, Forscher und Gestalter ernst nimmt.

Mehr zu den Forderungen und die Statements der Bildungsvisionäre könnt ihr hier einsehen. Schule muss sich öffnen für neue Wege hin zu projektbasiertem Lernen und der stärkeren Partizipation aller Teilnehmenden. Ein wichtiger Schritt auf diesem weg ist die Erkenntnis, dass die Rahmenbedingungen für ein solchens Lernszenario dabei auch grundlegend in der Unterstützung und der Förderung von Freiem Wissen liegen!

 

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WikiGénero in Buenos Aires (Argentinien)

„Einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen und in der Wikipedia schreiben.“

So fasste eine Teilnehmerin des WikiWomenCamps die erstrebenswerten Ziele im Leben einer Frau zusammen. Während sich über die ersten Punkt durchaus streiten lässt, waren sich alle Anwesenden einig, dass das bekannte argentinische Sprichwort mit der kleinen Änderung (der dritte Punkt lautet eigentlich „ein Buch schreiben“) viel besser passt.

Dieses inoffizielle Motto wurde auch von der Konferenz WikiGénero übernommen, die unmittelbar an das WikiWomenCamp anschloss und nur ein paar Straßen weiter in einem Kulturzentrum in Buenos Aires stattfand.

Wikimedia Argentinien hatte dazu eingeladen, sich einen Tag lang Zeit zu nehmen, um sich anhand diverser Vorträge und Diskussionen mit dem Gender Gap in der Wikipedia auseinanderzusetzen. Dazu wurden Forscher, Akademiker und Aktivisten von

Anuradha Uduwage stellt Studie vor

Gender Organisationen eingeladen, um Einblicke in ihre Arbeit zu geben. Das Programm gestaltete sich folgendermaßen:

  •  Anuradha Uduwage(Group Lens Team, Universität von Minnessota): Die Studie des Lens Teams war durchaus interessant und brachte neben bekannten Fakten auch einige neue Aspekte auf. Jedoch ist die Datenbasis durchaus umstritten und die Gruppe bringt nur wenige Informationen über die Gründe ans Tageslicht, warum es bei der Wikipedia so wenige Frauen gibt. Außerdem wurde von außen die Kritik geäußert, dass sich nur Männer in der Forschungsgruppe befinden.

Diana Maffia bei ihrem Vortrag

  • Diana Maffía (eine vor allem im spanisch-sprachigen Raum bekannte Feminismusphilosophin) gab in ihrer Lesung einen Einblick in die Diskussion, warum Frauen in der Vergangenheit und immer noch an der Produktion von Wissen nicht beteiligt sind. Dabei war das Thema der Sprache eine ihrer Hauptkategorien. Sie zog einen Argumentationszirkel, der sich von der Festsetzung der Weltsprache Englisch (anstatt von Spanisch) über mangelnde Bildungsprogramme bis hin zur Wikipedia zog.
  •  Lila Pagola und Beatrice Busaniche (Wikimedia Argentinien) berichteten von der Situation der argentinischen Wikipedia-Autorinnen und merkten an, dass das argentinische Chapter den höchsten Frauenanteil im Präsidium hat.
  •  Anne Goldenberg und Christina Ludost (Moderatorinnen des WikiWomenCamp) präsentierten stellvertretend die Ergebnisse des WikiWomenCamp, das vor dem WikiGenero in Buenos Aires stattfand.

Sue Gardner während ihrer Präsentation

  •  Sue Gardener (Executive Director der Wikimedia Foundation) stellte zunächst noch einmal die aktuellen Daten aus den Wikipedia-Studien dar und erläuterte die Problematik des Frauenmangels aus der Sicht der Foundation.  Ihrer Meinung nach könnten neue Autorinnen hauptsächlich über unmittelbare, informelle Netzwerke gewonnen werden.
  • Paola Raffetta (Wikipedia-Autorin) sprach über die Bewusstmachung von sozialisierten Geschlechterrollen und die Perspektiven von Transgender in der Wikipedia. Denn in der Wikipedia werden Gay und Transgender Themen kontroverser diskutiert, weil sie auch in der Gesellschaft weniger akzeptiert sind.
  •  Irene Ocampo stellte das Projekt RIMA vor (http://www.rimaweb.com.ar/). Es handelt sich dabei um eine Mailingliste, die den Austausch von Informationen zwischen argentinischen und lateinamerikanischen Journalistinnen, Feministinnen, Frauenbewegungen, Forscherinnen, Studentinnen und Aktivistinnen fördern soll.
  •  Anabella Bendetti (UNESCO) sprach unter anderem diese zwei Punkte an: zum einen sollen auch vermehrt Ältere in die Wikipedia miteinbezogen werden, und zum anderen, dass Menschenrechtsorganisationen in der Wikipedia prüfen und editieren sollten.

Veranstaltungssaal des Wikigénero

Etwa 40 Besucher folgten der eintägigen Konferenz. Es gab eine Übersetzerin, die je nach Vortrag von Englisch auf Spanisch bzw. umgekehrt übersetzte.  Leider waren viele  Vorträge für nicht spanisch Sprechende trotzdem nur schwer zu verstehen. Die Themen waren zwar durchaus interessant, jedoch litt das Verständnis der Zuhörenden stark unter mangelnder visueller Unterstützung und teils verzögerten Übersetzungen bzw. Rauschen in den Übersetzungskopfhörern.
Es blieb der Eindruck, dass das Thema Feminismus in der Wikipedia sich auf den unterschiedlichsten Ebenen abspielt, die alle das Überdenken bislang üblicher Prozedere sowie neue Lösungsansätze erfordern. Angefangen von fehlenden Editorinnen, über Chaptermitglieder bis hin zu Inhalten, sind auf den unterschiedlichen Ebenen Verbesserungen erwünscht. Dies zeigt umso mehr, dass es einer kontinuierlichen Anlaufstelle für derlei Diskussionen bedarf. Das WikiWomenCamp scheint dafür in Zukunft gut geeignet, da sich Betroffene selbst engagieren und um Veränderungen bemühen. Ein Tag Konferenz, der mit Vorträgen gefüllt ist, mag zwar als Zusatz und für die Öffentlichkeitsarbeit wichtig sein, sollte jedoch keinesfalls in dieser Form für sich alleine stehen.

Bericht von Nathalie Köpff

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Admin sein ist nicht (so) schwer – Admin bleiben dagegen (vielleicht) schon? Oder auch nicht

Gut 30 Wikipedianer haben das erste Juniwochenende zusammen in einem abgelegenen Kloster am Rande des Harz verbracht, um über Adminthemen zu sprechen. Auch wenn es Uneingeweihte kaum glauben möchten – das war wirklich das erste Treffen seiner Art! Die Administratoren der deutschsprachigen Wikipedia sind entgegen der Gerüchte eben kein engverknüpftes Netzwerk, dass sich kennt und regelmäßig trifft, sondern eher eine bunte Truppe von Einzelkämpfern, die regelmäßig jeder für sich allein das Rad neu erfindet.

Admincon 2012 vortrag populism
Admincon 2012 vortrag populism

Hat die AdminConvention daran etwas geändert? Ja und nein und auch vielleicht doch:

Unter den etwa 30 Teilnehmern der Admincon waren nicht ganz 20 Admins – also nur ein kleiner Teil der insgesamt derzeit ca 280 Administratoren. Darunter fanden sich “Schlafadmins” genauso wie “Poweradmins”, “Glücksadmins”, “Gelegenheitsadmins”, “Bauchgefühladmins” und weitere Selbstzuschreibungen.

Überrascht war ich von der konzentrierten und extrem disziplinierten Gesprächsatmosphäre und der Bereitschaft aller Teilnehmer, ihr Verhalten zu reflektieren und in Frage zu stellen. Was erwarten die Wikipedianer von den Admins? Was erwarten die Admins von anderen Admins? Wieviel Aktivität kann einem Admin abverlangt werden? Wieviel Inaktivität ist tolerabel? Wem schadet Inaktivität und wodurch? Wie kann Adminaktivität, die sich nicht in Logbucheinträgen niederschlägt besser gewürdigt werden? Was ist mit Entscheidungen, vor denen sich alle drücken? Brauchen wir (provozierend gefragt) einen “Admin vom Dienst” um zu verhindern, dass Anfragen und Probleme unbearbeitet ins Archiv wandern? Pauschale oder sogar einfache Antworten hat diese Admincon nicht formulieren können. Über die Relevanz der aufgeworfenen Fragen zeigte sich aber ein großer Konsens.

Admincon 2012 grosse runde
Admincon 2012 grosse runde

Ein ähnlich großer Konsens herrschte zwischen den Anwesenden darüber, dass die Widerwahlmöglichkeit inzwischen etabliert und akzeptiert ist. Auch wenn die Einträge auf den Wiederwahlseiten für Admins manchmal schmerzhaft sind und es nicht immer angenehm ist, damit umzugehen, mochte keiner der anwesenden Admins das System als solches missen. Die Erfahrungen mit Wiederwahlen, die durch Einträge auf den Wiederwahlseiten erzwungen wurden, zeigen, dass das System im Großen und Ganzen gut funktioniert und eben gerade nicht zum Scherbengericht verkommt.

Ich persönlich habe Wikipedianer selten auf eine so fokussierte, konstruktive Weise diskutieren sehen. Gleichzeitig habe ich selten so gelacht, wie bei der abendlichen Pantomimesession, als aus dem “Baustein:Spielwiese benutzen” das “Portal:Rasenpflege” wurde oder aus “bitte Vorschau beachten” der “Stielaugenbaustein”. Viele Themen, die den Admins am Herzen liegen, konnten nur gestreift werden, die Liste mit Wunschthemen fürs nächste Mal ist lang – das Orgateam steht für die nächste Runde schon in den Startlöchern. – poupou

AdminCon zum Nachlesen:

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Der letzte Akt: Ausschuss vor dem ACTA-Abschuss?

ACTA, CC-BY-SA 3.0 Ernst Haeckel(Octopus)/WP-Logo/Stango

Zuletzt war es um das umstrittene internationale Handelsabkommen ACTA etwas ruhiger geworden. Dies betraf aber nur die öffentliche (also vor allem die journalistische) Wahrnehmung, hinter den Kulissen tobte der Kampf um Mehrheiten im Europaparlament. So war denn auch selbst für Straßburg-Insider nicht immer ganz klar, wie sich die jeweiligen Fraktionsfamilien verhalten würden, zumal es dort anders als im Bundestag keinen Fraktionszwang gibt.

Seit einigen Tagen gibt es zumindest eine neue, grundsätzlich erfreuliche Tendenz. Gleich drei Ausschüsse – Der Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE), der Industrieausschuss (ITRE) sowie der Rechtsausschuss (JURI) empfahlen in ihren Stellungnahmen am 31. Mai, ACTA im Europaparlament abzulehnen. Diesem klaren Votum gingen allerdings sehr knappe Abstimmungsergebnisse und die üblichen Verfahrensmanöver voraus. Stellvertretend für die Seite der dezidierten ACTA-Kritiker im EP erklärte der innenpolitische Sprecher der Grünen Fraktion im Europäischen Parlament, Jan Philipp Albrecht, dazu:

“Ich bin froh, dass die wichtigen Ausschüsse für Inneres, Recht und Industrie ACTA die rote Karte gezeigt haben. Besonders der Innenausschuss, der zum ersten Mal eine Grundrechte-Folgenabschätzung für ein internationales Abkommen durchgeführt hat, stellt sehr klar fest, dass ACTA die Rechte der Internet-NutzerInnen stark einschränken kann und viel zu schwammig formuliert ist, um sicheren rechtlichen Schutz vor Missbrauch zu bieten. Auch der Industrieausschuss hat eingesehen, dass ACTA der europäischen Industrie eher schadet, weil es die selbe Rechtsunsicherheit gerade für kleine und mittlere Unternehmen bringen würde.”

Nun folgte am Montagabend auch der Entwicklungausschuss (DEVE) mit einer deutlichen Ablehnung. Haupterwägung war dabei wohl die Befürchtung, dass ACTA für Entwicklungsländer den Import von Medikamenten erschweren könnte. Am 19. Juni wird sich wiederum der Petitionsausschuss in einem Hearing mit der Angelegenheit beschäftigen. Danach hängt alles am in der Causa ACTA federführenden Ausschuss für Internationalen Handel (INTA), über dessen Abschlussbericht am 3. Juli final im Parlament abgestimmt werden soll.

Trotz der jüngsten Erfolge, die man in Form einer parlamentarischen Zeitleiste schön nachverfolgen kann, bleiben selbst die profiliertesten ACTA-Kritiker im Europaparlament weiterhin davon überzeugt, dass die Ablehnung des Abkommens nicht mehr als einen kurzen Etappensieg gegen das Einschwenken in eine härtere Gangart beim Copyright-Enforcement darstellen würde. So besteht allgemein die Befürchtung, dass die mit ACTA intendierten Regelungen dann über eine Änderung der EU-Richtlinie zur Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte (Ipred II) eingeführt werden sollen. Die entsprechende Roadmap enthält zwar keine konkreten Vorschläge, die Zielrichtung ist jedoch, jene Plattformen, die Urheberrechtsverstöße enthalten, stärker in die Pflicht zu nehmen und ein zivilrechtliches Schnellverfahren für Urheberrechtsverstöße einzuführen.

Für Wikimedia Deutschland geht es in der entscheidenden Phase des parlamentarischen Prozesses zu ACTA vor allem darum, unsere bereits im Januar und Februar öffentlich gemachten Bedenken nochmals zu unterstreichen. Die Erfahrung des Winters lehrte uns, dass es – zumal angesichts eines schnell aufkommenden Medienhypes – schwer fiel, differenziert zu argumentieren. Ein Anonymous-Video, das es trotz vieler sachlicher Fehler zu dreieinhalb Millionen Seitenaufrufe brachte, konterkarierte faktisch die Möglichkeiten einer “versachlichten” ACTA-Kritik. Mithilfe der Textprofis von iRights.info ist nun eine Handreichung entstanden, die – freilich unter einer freien Lizenz stehend – vor allem den Zweck hat, die politische Öffentlichkeit nochmals über den gesamten, von Beginn an fragwürdigenden Drafting-Prozess des Abkommens aufzuklären und die möglichen Auswirkungen auch auf User-Generated-Content-Plattformen zu skizzieren.

Am kommenden Samstag, den 9. Juni, wird es einen weiteren internationalen Aktionstag gegen ACTA geben. Die Initiatoren in vielen deutschen Städten erhoffen sich davon die letzte Schubwirkung, um das unselige Vorhaben endgültig zu kippen. Die netzpolitische NGO Digitale Gesellschaft bietet zudem eine Aktionsseite an mit sachdienlichen Hinweisen, wie man EP-Abgeordnete direkt kontaktieren kann.

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Wikimedia:Woche 23/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (23/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

MONATSBERICHTE

Wikimedia Deutschland hat den Monatsbericht für Mai 2012 veröffentlicht:

WIKIMEDIA FOUNDATION

Das Kuratorium der Wikimedia Foundation (Board of Trustees) veröffentlicht Termine und Tagesordnungnen ihrer gemeinsamen Treffen. Der nächste Termin ist der 11. Juli 2012. Details:

WIKIMEDIA SCHWEDEN

Die schwedische Wikimedia-Länderorganisation hat die einmonatige Anstellung eines Wikipedian in Residence beim Zentralamt für Denkmalpflege verkündet. Originalblogtext der Institution (nur auf Schwedisch) hier:

WIKIMEDIA POLEN

Kürzlich fand die Mitgliederversammlung von Wikimedia Polen statt. Dabei wurde unter anderem der Vorstand neu gewählt sowie der Jahresplan 2012/2013 verabschiedet.

WIKIMEDIA D.C.

Die Wikimedia-Organisation aus Washington hat für sich zwei neue Handlungsrichtlinien hinsichtlich Verantwortung und Zielarbeit erstellt:

Projekte und Initiativen

BERICHTE VOM WIKIWOMENCAMP

Die Vizepräsidentin von Wikimedia Australien, Laura Hale, berichtet im Blog der Wikimedia Foundation über das WikiWomenCamp, das vom 23. bis 25. Mai 2012 in Buenos Aires stattfand. Daran nahmen etwa zwanzig Frauen aus Australien, Brasilien, Kambodscha, Deutschland, Indien, Indonesien, Portugal, Russland, Südafrika, Spanien, den USA und Argentinien teil, darunter am letzten Tag auch die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Sue Gardner. Den Organisatorinnen sei es wichtig gewesen, einen Veranstaltungsort zu wählen, der außerhalb von Europa und den USA und auch nicht in einem englischsprachigen Land liegt. Bei Wikimedia Argentinien war umstritten, dass an dem Event ausschließlich Frauen teilnehmen durften. Wikimedia Deutschland unterstützte die Ausrichtung der Tagung, und Anja Ebersbach (Beisitzerin im Präsidium) sowie Nathalie Köpff nahmen daran teil (Bericht im WMDE-BLog). Das zweite WikiWomenCamp soll im kommenden Jahr stattfinden. Näheres werde im Juli 2012 angekündigt.

ADMINCON

In Hedersleben fand vom 1. bis 3. Juni 2012 die AdminConvention statt.

HACKATHON

In Berlin fand vom 1. bis 3. Juni 2012 ein gemeinsam von Wikimedia Deutschland und der Wikimedia Foundation organisierter Hackathon statt. Ziel war es, an der MediaWiki-Software zu arbeiten und sich über technische Entwicklungen auszutauschen. Besonderer Schwerpunkt war das Wikidata-Projekt und sein Fortschritt.

IBEROCONF

In Santiago de Chile trafen sich vom 1. bis 3. Juni 2012 die Wikimedia-Organisationen und Gruppen der IberoCoop, der Wikimedia-Vereinigung aller lateinamerikanischen und des italienischen Fördervereins.

GRANT ADVISORY COMMITTEE

Das Gremium zur Vergabe internationaler Projektunterstützung sucht ehrenamtliche Mitglieder:

Technik

IPv6-TEST UND -AKTIVIERUNG

Während des Berlin Hackathon wurde das Internet Protocol Version 6 (IPv6) auf den Wikimedia-Projekten getestet. Zum IPv6-Tag am 6. Juni 2012 wurde zwischen 12 und 13 Uhr deutscher Zeit IPv6 auf allen Wikimedia-Plattformen aktiviert.

WIKIPEDIA-APP

Die Wikimedia Foundation hat eine weitere Entwicklungsstufe der mobilen App für Wikipedia vorgestellt. Benutzer sind eingeladen, Hinweise zum Design und zur Funktionalität für die nächste Version der App für iOS und Android an die Wikimedia Foundation zu richten.

Studien und Statistik

DETAILS AUS DER WMF-AUTORENUMFRAGE

Die Wikimedia Foundation veröffentlicht regelmäßig Auszüge der Ergebnisse ihrer Autorenumfrage aus dem Dezember 2011. Im neuesten Beitrag: Als Verwendungszweck für Spendengelder wird mit großem Abstand die technische Entwicklung als am wichtigsten genannt. Außerdem: Die große Mehrheit der Aktiven hat keine Informationen zu oder Interaktionen mit dem Kuratorium der Wikimedia Foundation. Beides beruht auf geringerem Bedarf. Ein dritter Punkt ist die Bewertung der eigenen Autorenarbeit, der Arbeit der Wikimedia Foundation und der Wikimedia-Fördervereine. Die höchste Bewertung erreicht demnach die Foundation, die niedrigste die eigene Arbeit der Befragten.

Termine

WAHL DES WCA-RATSMITGLIEDS

Am Samstag, den 9.6.12, wird in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland eine Freiwilligen-Kommission ab 13:00 Uhr die Stimmen zur Wahl des
deutschen Mitglieds im Rat der Wikimedia Chapters Association auszählen.
  • Obentrautstr. 72, 10963 Berlin
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WikiWomenCamp 2012, Buenos Aires (Argentinien)

Es ist der Morgen des 23. Mai 2012. Anja Ebersbach und ich (Nathalie Köpff) betreten wie die Tage zuvor den Frühstücksraum des Hotel BAUEN in Buenos Aires, in dem wir untergebracht sind. Doch etwas ist an diesem Morgen anders: uns schallt ein lautes Lachen entgegen. Und schon entdecken wir dieVerursacher der Lachsalven: es ist der muntereDamentisch in der Ecke. Wir wissen, dort sind wir richtig, steuern in die Richtung und machen die ersten Bekanntschaften mit den Frauen des WikiWomenCamps.

Willkommensposter

WikiWomenCamp? Richtig, ein dreitägiges Camp nur für Frauen der Wikipedia/Wikimedia, in dem sie sich unter ihresgleichen über Themen und Probleme rund um den GenderGap der Wikipedia austauschen können. Initiiert wurde die Frauenkonferenz, die 2012 das erste Mal stattfand, von Laura Hale aus Australien. Als Gastgeberin hat sich dann allerdings Argentinien zur Verfügung gestellt, u.a. wegen der leichter zu bekommenden Visa. Schon aus diesem Aspekt lässt sich herauslesen, dass es sich um eine kunterbunte Truppe vom gesamten Globus handelt, die hier zusammen gekommen ist.

19 (zeitweise 23) Frauen aus elf Ländernund verschiedenen Generationen, sie alle verbindet eine Leidenschaft:  Wikipedia. Nicht alle sind aktive Editorinnen, doch alle sind in irgendeiner Form in die Projekte der Wikimedia involviert. Das machte das Camp zu einem Ort des Austauschs über die unterschiedlichsten Themen, Kulturen und Projekte.
Um die Konferenz nicht unnötig steif zu machen wurde von Anne Goldenberg, die das Camp begleitete, die Form des „Open Space“ gewählt. Das heißt, Themen werden von den Teilnehmerinnen am ersten Tag in Form von Sessions vorgeschlagen. Diese werden dann in eine Art Terminkalender eingetragen.

Agenda des WikiWomenCamps 2012

Die vorschlagende Person „hält“ die Session und die restlichen Teilnehmenden können sich aussuchen, an welchen, teilweise parallel stattfindenden,  Sessions sie sich beteiligen wollen. Wobei auch die Beteiligung beim Open Space durchaus sehr offen ist. Die Session kann jederzeit gewechselt werden, und jede Teilnehmerin entscheidet für sich wann sie was zu welchem Thema beitragen kann.
Protokoll und Ergebnisse der einzelnen Sessions des WikiWomenCamps wurden sowohl auf Papier als auch im Wiki festgehalten.Diese Konferenzform lässt sehr viel Flexibilität zu, läuft aber bei zu lockerer Leitung immer wieder Gefahr die Zielorientierung zu verlieren.

Sessions, die die Frauen durchgeführt hatten, befassten sich u.a. mit Erfahrungen von „Dem Umgang mit Beschimpfungen und Schikane in der Wikipedia“, der Aufgabe auch ältere (Frauen) an die Wikipedia heranzuführen, dem Einfluss der Wikipedia auf die Gesellschaft und allem voran natürlich mit der Frage warum so wenige Frauen in der Wikipedia schreiben bzw. wie man sie motivieren könnte. Insgesamt wurden während der drei Tage 16 Sessions abgehalten.

Es stellte sich heraus, dass Gründe zu suchen, weshalb Frauen sich weniger in der Wikipedia beteiligen als Männer, in unterschiedlichen Ecken zu suchen sind: angefangen von der Sozialisation, über die Software bis hin zu Kommunikation und Atmosphäre in der Wikipedia speziell.

Projektansätze zur Verbesserung wurden ebenfalls diskutiert, so zum Beispiel ein Kursangebot das speziell Frauen ansprechen soll und auf deren Bedürfnisse ausgerichtet ist. Aber auch die Idee eine ältere Generation von Frauen anzusprechen. Die Hürde besteht hier oft in mangelnder technischer Kenntnis oder auch geringem Selbstvertrauen. Eine Idee hier ist „Generationspaare“ zu bilden. Das heißt Studentinnen und Studenten  mit Zugang zu wissenschaftlichen Quellen erarbeiten zusammen mit dem Wissen und der Erfahrung von Älteren neue Artikel. Susana aus Argentinien hat sich bereits solchen Projekten gewidmet.

Eine der 16 abgehaltenen Sessions

Angesprochen wurden auch Probleme der Alphabetisierung bzw. Schwierigkeiten einen Wikipediaartikel zu schreiben, wenn man zwar das nötige Wissen jedoch nicht die dazugehörigen „Writing-Skills“ hat. Auch der Unterschied zwischen oralen und literalen Kulturen ist ein Thema, vor allem auch in Südafrika und Indien. Hier war eine erste Idee, dass die Integration von Multimedia-Elementen wie Video und Audio eine Überwindung dieser Barrieredarstellen könnten.

Eine relativ schnell umsetzbare Hilfe bezüglich des Umgangs mit Beleidigungen und dergleichen, erschien die Idee einer Beschwerdeanlaufstelle. Das heißt, Wikipedianer und Wikipedianerinnen könnten sich an einer zentralen Anlaufstelle beschweren bzw. über ihre Erfahrung berichten, und über eine Art Ticketsystem würden sich dann die dafür verantwortlichen Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartner mit den zugetragenen Fällen auseinandersetzen.

Siska von Wikimedia Indonesien sprach des Weiteren  von ihrem in Indonesien initiierten erfolgreichen Projekt, in dem sie Schreib-Wettkämpfe an Universitäten veranstaltet. Die Wirkung ist zwar zunächst nur temporär jedoch steigen die Artikelzahlen und von jeder Gruppe bleiben im Schnitt ein bis zwei treue Wikipedianer und Wikipedianerinnen übrig.

Bei der Suche nach Lösungen wurde aber auch deutlich, dass sich viele Bereiche überschneiden und potentielle Maßnahmeneiner kulturellen Abwägung bedürfen.  Laura Hale fasste die Diskussion mit der sinnvollen Forderung zusammen: „If women have a real, life-worthy, time-lasting motivation to edit, then finding time, confidence and technical skills become secondary (and solvable) issues.”

Interessant war auch zu beobachten, dass sich die besprochenen Themen z.B.  der Punkt, dass Frauen auf Grund der Verantwortung für Familie und Kindern weniger Zeit haben um in der Wikipedia zu arbeiten, sich  auch im „realen“ Camp widerspiegelten. So konnten nicht alle Teilnehmerinnen über die komplette Zeit anwesend sein, weil sie sich daheim um Familie und Kinder kümmern mussten.

Was die generelle Arbeitsatmosphäre des Camps angeht, so führten lediglich laute, aufgeregte Diskussionen bei brisanten Themen, manchmal zu der mütterlichen Ermahnung, man möge sich doch bitte erst ausreden lassen. Auch die schlechte Akustik in den sehr hellhörigen Räumen, erschwerte zeitweise das konzentrierte Arbeiten. Eine teilweise fehlende Visualisierung der Ergebnisse ist mangelndem Material und in einigen Fällen zu wenig Moderation der Gruppe geschuldet. Allerdings wurde im Wiki versucht die Sessions (unter der entsprechenden Session-Seite verlinkt in der Agenda) zu protokollieren.

Teilnehmerinnen beim Twittern

Dass alle Redebeiträge für nicht englischsprechende stets auf Spanisch übersetzt wurden, verlangsamte zwar die Diskussionen, ermöglichte es aber gerade den zwei argentinischen Seniorinnen ihre wertvollen Erfahrungen mit der Gruppe zu teilen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Ansammlung an Frauen mit sehr unterschiedlichen Charakteren, Alter und Kulturen sehr bereichernd war. Es herrschte eine gute und vor allem offene Atmosphäre, in der es sich sehr gut zusammenarbeiten ließ und man viel über die Kulturen anderer Länder und von persönlichen Erfahrungen lernen konnte.

Am Schluss war man sich einig, dass das WikiWomenCamp unbedingt fortgesetzt werden müsse. Als nächstes Gastgeberland hat sich Australienbeworben. Für die Planung des kommenden Camps wurden bereits erste Anforderungen formuliert und festgesetzt, dass dafür die Plattform “Wikichix” für die Kommunikation wiederbelebt werden soll.  Was die Zielsetzung angeht so steht die Schaffung eines Ortes im Vordergrund, an dem die Möglichkeit für Frauen besteht sich völlig frei und ungezwungen über jegliche Themen äußern zu können, Kontakte zu knüpfen, Projekte zu starten. Zudem wurde betont, dass die Unterstützung von gleichgesinnten Frauen zu lernenvon unschätzbarem Wert ist.

Teilnehmerinnen des WikiWomenCamps 2012

 

Deshalb an dieser Stelle vielen Dank an die Organisatorinnen, die finanzielle Unterstützung vor allem durch Wikimedia Deutschland, Wikimedia Australien und Wikimedia Österreich und natürlich an alle Teilnehmenden. Wir freuen uns beim nächsten Camp wieder mit einem lauten Lachen im Frühstücksraum begrüßt zu werden!

Bericht von: Nathalie Köpff

 

Weitere Informationen, wie z.B. die Zusammenfassungen der Sessions, befinden sich im Metawiki.

Weitere Berichte:

Fotos und einige Videos finden sich auf WikimediaCommons unter „WikiWomenCamp“. Ein Video mit Eindrücken und Interviews wird zeitnah zur Verfügung gestellt.

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Wikimedia auf dem 2. Berliner Open Data Day – BODDy12 am 6.6.2012

2011 war ein starkes Jahr für offene Daten in Berlin: Der 1. Open Data Day fand großen Zuspruch, im Herbst startete das erste deutsche Datenportal: daten.berlin.de.

Doch wie kann es weiter gehen?

Darum wird es am Mittwoch, 6. Juni 2012 von 10 bis 17:30 Uhr im Roten Rathaus in Berlin beim zweiter Berliner Open Data Day gehen. Wikimedia Deutschland ist wie schon im Vorjahr mit dabei.

Sebastian Sooth wird einen Workshop zum Thema “Offene Daten und was jetzt? – Welche offenen Daten werden von wem und wie genutzt? Wie schaffen wir Datenkompetenz?” moderieren, Lydia Pintscher wird Wikidata vorstellen.

Die Teilnahme ist kostenlos, anmelden kann man sich online auf der Seite des Berliner Open Data Days.

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Monatsbericht Mai 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlen in NRW

Der letztlich wenig überraschende Wahlausgang im bevölkerungsreichsten Bundesland hatte für Wikimedia Deutschland zumindest eine kleine Überraschung parat: Die Wahlprüfsteine, die nach dem bewährtem Prinzip zunächst als Beta-Version für die Community veröffentlicht wurden, hatten einen noch besseren Rücklauf als im Falle der Berlin-Wahlen im September 2011. Das ist insofern erstaunlich, als der sehr kurze Wahlkampf viele Ressourcen der beteiligten Akteure gebunden haben dürfte. Neben den bereits im Landtag vertretenen Parteien antworteten auch die Piratenpartei (die man ja mittlerweile zu den Etablierten zählen muss), die Tierschutzpartei, die Partei der Vernunft sowie die Spaßguerilleros von “Die Partei”. Mathias Schindler hat im Blog eine kurze Einschätzung entlang der einzelnen Themenkomplexe vorgenommen.

Copyright Wars neu entflammt

Eingerahmt durch Aufsehen erregende Aktionen im Handelsblatt und der ZEIT, war der Mai ein ausgesprochen ereignisreicher Monat, was die immer unversöhnlicher werdende Urheberrechtsdebatte anging. So nahm Wikimedia Deutschland an Veranstaltungen zu den Themen “Kreatives Schaffen in der digitalen Welt” (Veranstalter: Bundestagsfraktion DIE LINKE) und “Urheberrecht – Freiheit, Eigentum, Vielfalt” (Veranstalter: Medientreffpunkt Mitteldeutschland) sowie dem ersten Urheber-Nutzer-Dialog von iRights.info teil. Am 21. Mai veröffentlichten die SPD und die Piratenpartei Positionspapiere zum Urheberrecht, die Jan Engelmann im Blog kommentiert hat. Am 29. Mai legte dann die DIE LINKE mit ihrem Zehn-Punkte-Papier nach.

Neue Lizenzbroschüre veröffentlicht

Im Rahmen der re:publica in Berlin veröffentlichte Wikimedia Deutschland zusammen mit iRights.info und Creative Commons eine Broschüre mit dem Titel “Freies Wissen dank Creative-Commons-Lizenzen. Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung nicht-kommerziell – NC”. Autor Paul Klimpel, von 2006 bis 2011 Verwaltungsdirektor der Deutschen Kinemathek, unternimmt darin den Versuch, die zumeist nicht bedachten Folgewirkungen einer restriktiven Lizenzwahl möglichst anschaulich darzustellen. Zielgruppe sind vor allem Einzelpersonen und Institutionen, die noch nicht so tief in der Materie stecken und nach Orientierung im Lizenzdschungel suchen. Die Broschüre kann in gedruckter Form beim Verein bezogen werden. Eine kurze E-Mail an politik@wikimedia.de genügt.

Wikipedian in Residence

Marcus Cyron wird als erster Wikipedian in Residence für das Deutsche Archäologische Institut (DAI) tätig. Das DAI mit Sitz in Berlin ist weltweit eine der ältesten wissenschaftlichen Einrichtungen dieser Art, die noch heute auf der ganzen Welt Grabungen unternimmt und wissenschaftlich auswertet (in Bälde mehr dazu im Blog). Zugleich hat die Stiftung Stadtmuseum Berlin in Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland eine zweite sogenannte Residency ausgeschrieben. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 15. Juni. Der bzw. die Wikipedian in Residence wird im Rahmen der Ausstellung „BERLINmacher“ seine Arbeit aufnehmen. Mehr dazu in der nächsten Wikimedium.

 

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Pressemitteilungen / Pressearbeit

Die erste von drei Wikimedia-Pressemitteilungen im Mai betraf die Veröffentlichung der Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in NRW. Zur Mitte des Monats wurde der gemeinsame Auftritt von Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH auf dem LinuxTag 2012 kommuniziert. Ende des Monats fand in Abstimmung mit dem Deutschen Archäologischen Institut die offizielle Verkündung des ersten deutschen Wikipedian in Residence am Institut statt. Alle Pressemitteilungen sind auf der Webseite von Wikimedia Deutschland nachzulesen. Ein auszugsweiser Überblick zur Presseresonanz ist dort ebenfalls einsehbar.

Mit der re:publica 2012 und dem schon erwähnten LinuxTag standen zwei Großveranstaltungen im Zentrum der Öffentlichkeitsarbeit des vergangenen Monats. Welcher Ansatz mit der Präsenz des Vereins bei beiden Anlässen verfolgt wurde, lässt sich in eigenen Blogberichten zur re:publica (hier und hier) und zum LinuxTag nachlesen. Besonders auf der re:publica stand dabei im Sinne der Autorenvielfalt das Thema Frauen und Wikipedia auf dem Programm. Die passende Diskussionsrunde ist auch als Videomitschnitt festgehalten.

Wikimedium

Die zweite Ausgabe 2012 unserer kostenlosen Vereinszeitung erscheint Mitte Juni. Im Mai wurden Themen gesammelt und redaktionell wie grafisch aufbereitet. Großer Dank geht an alle Gastautoren, die das Angebot genutzt haben, ihren eigenen Beitrag rund um die Wikimedia-Projekte in der Zeitung zu platzieren. Damit werden nicht nur Abonnenten über die Wunschthemen informiert, sondern auch viele Leser, die mit der Arbeit an Wikipedia und mit Freiem Wissen im Allgemeinen vielleicht gar nicht vertraut sind. Die Wikimedium ist mittlerweile über Bibliotheken und kulturelle Institutionen zunehmend ganz neuem Publikum zugänglich.

Über Ideen für die nächste Ausgabe freut sich das Team der Wikimedium jederzeit! Anregungen bitte über die Wikipedia-Projektseite oder über redaktion@wikimedium.de.

Informationsmaterial

Speziell im Hinblick auf die Präsenz des Vereins auf dem LinuxTag in Berlin wurde die Palette an Informationsmaterialien auf den neuesten Stand gebracht. Zur Verteilung auf der Messe wurde ein eigener Projektflyer für RENDER produziert, der aber natürlich auch zur allgemeinen Verbreitung zur Verfügung steht. Für den verstärkten Auftritt auf Veranstaltungen wurden außerdem noch Give-aways wie Bleistifte und Stoffbeutel sowie einige Roll-ups nachbestellt.

 

BILDUNG UND WISSEN

Der Monat begann mit einer Session auf der re:publica zum Thema “cc:Bildung – Freie Inhalte im Bildungsbereich”. Gemeinsam mit Guido Brombach und Daniel Seitz diskutierte das Team Bildung und Wissen über Freie Lizenzen, deren Chance für die offene Bildungsarbeit und über die Schwierigkeiten in der Nutzung.

Das Motto “Mitmachen!” steht im Mittelpunkt des Bereichs Bildung und Wissen. Dabei geht es explizit auch darum, Menschen zu unterstützen, die sich nicht in den Programmen zu Schule, Hochschulen oder dem Silberwissen zugehörig fühlen. Im Mai konnten nun erste Autorenworkshops durchgeführt werden, die sich nicht an eine der bisherigen Zielgruppen wendeten: So wurde an der TU-Darmstadt wurde im Rahmen des Wirk-Camps ein dreitägiger Workshop realisiert, in dem intensiv an Artikeln für gemeinnützige Organisationen gearbeitet wurde. Das Fazit der Organisatorin zum Schluss: “Es herrschte eine tolle, produktive Arbeitsatmosphäre und seit dem Wochenende spreche ich über fast nichts anderes.”

Wer Lust hat in einem Workshop bei den ersten Schritten unterstützt zu werden, wende sich gerne an bildung@wikimedia.de!

Silberwissen

In der Zeit vom 22. bis 25. Mai trafen sich die Projektpartner des TAO-Projektes in Ulm. Für das Teilprojekt Silberwissen bleiben die Schwerpunkte weiterhin: Gewinnung verlässlicher Partner, Stabilisierung und gegebenenfalls Ausweitung von Workshops zur Autorengewinnung.

Im Mai konnten durch die Präsenz auf dem 5. Europatag (Bonn) mit dem Thema “Europäisches Jahr des aktiven Alterns” Interessente für einen anschließenden Workshop gewonnen werden. Außerdem fanden vier weitere Veranstaltungen im Rahmen von Silberwissen statt. Zudem erreichten Wikimedia Deutschland erfreulicherweise bereits eine Reihe von Anfragen zu Workshops, die im Herbst 2012 stattfinden werden.

Wikipedia macht Schule

Über den Besuch von Fachtagungen im Lehrerbereich gibt es einen ausführlichen Mai-Rückblick in einem bereits veröffentlichten Blogbeitrag. Besonders spannend waren in diesem Zusammenhang zwei Piloten, die im gleichen Zeitraum zur Materialentwicklung für Lehrer durchgeführt wurden: Drei Informatik-Schulklassen aus Hamburg und Bremen haben mit Referenten des Schulprojekts gemeinsam Artikel editiert, um der Frage nachzugehen, ob ein Lehrer mit Schülern in der Wikipedia arbeiten kann oder nicht. Das Ergebnis: In allen Klassen waren die Schüler engagiert dabei und gingen mit Spaß an die Bearbeitung der Artikel. Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs war aber wiederum die enge Zusammenarbeit mit den Lehrern.

Hochschulprogramm

Die Artikelarbeit im Hochschulprogramm wird weiter in enger Abstimmung mit den Dozenten und den Wikipedia-Referenten begleitet. Besonders interessant ist die Spannbreite der Artikel, die nun erkennbar wird: Von dem Themenschwerpunkt Geschichte und historische Bauten in Marburg bis hin zur Archäologie in Halle-Wittenberg, finden ganz verschiedene Schwerpunkte ihren Platz.

Nun beginnt bereits die Planung und Vorbereitung des nächsten Semesters. Wer Interesse hat, sich am nächsten Semester zu beteiligen, der kann das Team von Bildung und Wissen über hochschule@wikimedia.de kontaktieren und sich auf der Wikipedia-Seite über das Programm informieren.

 

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Zedler-Preis 2012

Die Nominierten stehen fest. Die Jurys haben alle Vorschläge bewertet und sich in den Kategorien “Bester Wikipedia-Artikel”, “Bestes Community-Projekt” und “Bestes externes Wissensprojekt” auf jeweils fünf Kandidaten geeinigt. Nicole Ebber und Phillip Wilke haben die Nominierten benachrichtigt und im Blog sowie auf der Projektseite bekanntgegeben. Die Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen findet im Rahmen der Wikipedia Academy am 1. Juli im Supermarkt in der Brunnenstraße 64 in Berlin statt.

WikiWomenCamp 2012

Vom 23. bis 26. Mai fand das WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien statt. Über Wikimedia Deutschland waren zwei Teilnehmerinnen vor Ort. Die Veranstaltung wurde von Freiwilligen organisiert, im Open-Space-Format durchgeführt und widmete sich hauptsächlich dem Thema Gender Gap in Wikipedia. Gleich im Anschluss, am 27. Mai, fand dann die eintägige Konferenz WikiGénero zum gleichen Thema statt, auf der sowohl Frauen aus dem Wikimedia-Umfeld als auch Frauen aus der Wissenschaft über Ursachen und Lösungsansätze sprachen. Ausführlichere Berichte zu den Veranstaltungen folgen bald im Blog.

Projekt-Treffen

Unterstützt von Wikimedia Deutschland traf sich am 5. und 6. Mai in Nürnberg das deutschsprachige Wikimedia-Support-Team, also jene Wikipedianer, die Anfragen an info-de@wikimedia.org ehrenamtlich beantworten. Das kann alles vom Hinweis auf Rechtschreibfehler, über Bildfreigaben, bis hin zur Klageandrohung und der Mitteilung von Todesfällen sein. Entsprechend umfassend war auch das Arbeitsprogramm: zahlreiche Spezialfälle bei Bildfreigaben, internationale Entwicklungen in der Wikimedia-Bewegung oder auch Rechtsfragen und interne Prozesse des Teams.

Eine Woche darauf, vom 12.-13. Mai, fand in Frankfurt/Main das zweite Treffen zur Vandalismusbekämpfung in Wikipedia statt. Auf dem Workshop wurde neben theoretischen und technischen Fragen auch diskutiert, wie gegen mutwilligen Vandalismus von Artikeln vorgegangen werden kann, ohne dabei Neulinge zu verschrecken, die unabsichtlich fehlerhafte Bearbeitungen vornehmen. Details zu den Ergebnissen finden sich in einem eigenen Blogbeitrag.

Breiten Raum in der Arbeit des Teams Community nahm im Mai auch die Planung zahlreicher kommender Events ein, zum Beispiel der AdminConvention und regionaler Wikimedia-Foren zu Wikidata und anderen Themen.

Förderprogramme

Das internationale Förderprogramm, das Wikimedia Deutschland und die Wikimedia Foundation gemeinsam anbieten, trug bislang den Namen “Participation Grants”. Aus rechtlichen Gründen wurde es nun in “Participation Support” umbenannt und ist aus der “Grants-Sphäre” in einen eigenen Namensraum im Meta-Wiki umgezogen. Zweck des Programms ist es, die Teilnahme an externen Veranstaltungen zu ermöglichen (nicht Wikimedia), wo beispielsweise Unterstützer und Neuautoren geworben und relevante Kontakte geknüpft werden können.

 

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Mai fand das quartalsmäßige RENDER-Projekttreffen in Madrid statt. Dort wurden der Stand aller Projektpartner und die nächsten Aufgaben besprochen. Das Team bei Wikimedia Deutschland arbeitet kontinuierlich am RENDER Toolkit, das auf dem Wikimedia Toolserver zum Testen auf Herz und Nieren bereitsteht. Anregungen gerne an render@wikimedia.de oder an Angelika Adam direkt! Wer mehr wissen will, findet außerdem Details auf der Informationsseite von RENDER.

In den kommenden Monaten sollen die Prototypen der Unterstützungswerkzeuge bereitgestellt und deren Nutzen getestet und erweitert werden. Dazu erfolgten im Mai umfassende konzeptionelle Planungen zur Funktionalität, der notwendigen Infrastruktur und den Möglichkeiten der Zugänglichkeit zu den berechneten Analyse-Ergebnissen. Diese grundlegenden Details wurden ausführlicher im Vorfeld des Berlin Hackathons besprochen.

Wikipedia Academy 2012

Der Reviewprozess der über 30 eingereichten Papiere wurde mit grandioser Unterstützung des Akademischen Programm-Komitees abgeschlossen. Wikimedia Deutschland hat die Liste der als Papier oder Poster akzeptierten Einreichungen veröffentlicht und alle Autoren informiert. Das vorläufige Programm ist online, die Registrierung eröffnet: Bis zum 15. Juni können sich alle wissenschaftlich Interessierten noch anmelden. Nähere Informationen im entsprechenden Blogbeitrag. Alle Fragen beantwortet das Academy-Team, bestehend aus Nicole Ebber, Angelika Adam, Denis Barthel und Maria Rößler.

Wikidata

In der Arbeit an Interwiki-Links hat das Wikidata-Team in diesem Monat gute Fortschritte gemacht. Es wurde eine Demoversion veröffentlicht, die den aktuellen Stand der Entwicklung zeigt. Im Meta-Wiki wurde außerdem ein Vorschlag präsentiert, der zeigt, wie Sprachlinks in Zukunft aussehen könnten. Und noch ein Entwurf: Er zeigt, wie die Syntax für die Einbindung von Wikidata-Daten aussehen soll und wurde nach vielen Rückmeldungen aus der Community bereits grundlegend überarbeitet.

Mitglieder des Wikidata-Teams stellten das Projekt im Mai auf zahlreichen Veranstaltungen wie beispielsweise dem LinuxTag, der re:publica und der zweiten ESWC Summer School vor. Dazu wurden mehrere Sprechstunden im IRC-Chat abgehalten, um Fragen aus der Community zu beantworten. Am Monatsende stand zudem ein Treffen mit Vertretern der Wikimedia Foundation auf dem Programm, um die bisher geleistete Arbeit vorzustellen und wichtige Entscheidungen zu diskutieren.

Berlin Hackathon 2012

Nicole Ebber und Maria Rößler arbeiteten gemeinsam mit Mitarbeitern der Wikimedia Foundation an der Vorbereitung des Berlin Hackathon 2012. Hier kommen ehrenamtliche MediaWiki-Entwickler mit Angestellten der Wikimedia Foundation und von Wikimedia Deutschland zusammen, um gemeinsam an der Technik hinter den Wikimedia-Projekten zu arbeiten. Teil der Veranstaltung ist ein zweitägiges Treffen eigens für die Diskussion der Wikidata- und RENDER-Projekte.

Erstmalig wurde der Hackathon nicht allein von Wikimedia Deutschland ausgetragen: Wir arbeiteten in der Vorbereitung Hand in Hand mit der Wikimedia Foundation, und beide Organisationen stellten gemeinsam Gelder für die Finanzierung zur Verfügung.

 

FUNDRAISING

Geschafft: Über 800 neue Mitglieder wurden im Monat Mai in den Verein aufgenommen und in unsere Datenbank eingepflegt. Es hat sich wieder herausgestellt, dass der Versand der Zuwendungsbescheinigung eine sehr gute Möglichkeit ist, Spender zu einer Mitgliedschaft zu bewegen.

Alle Neumitglieder werden Anfang Juni begrüßt. Zeitgleich wird ein zweiter größerer Post- und E-Mailversand an bestehende Spender auf den Weg gebracht. Inhalt dieser Mailings werden Wikimedia Deutschlands Tätigkeitsbericht und die letzte Ausgabe der Wikimedium sein. Und wie immer werden diese Versandaktionen ausgewertet und dabei auf ihre Wirkung untersucht.

Im Mai führte das Team Fundraising außerdem ein Interview mit einer Wikimedia-Spenderin für die kommende Spendenkampagne und traf Vorbereitungen für ein Gruppeninterview Anfang Juni. Gemeinsam mit der Wikimedia Foundation wird Wikimedia Deutschland etwa zehn Spender aus Berlin einladen und ausführlich zu ihrer Spendenmotivation befragen. Mit der Durchführung des Gruppeninterviews ist ein Marktforschungsinstitut beauftragt. Das Ziel ist, wertvolle Erkenntnisse für das Fundraising und über unsere Spender zu gewinnen.

 

Interessante Termine im Juni

 

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