Zedler-Preis: die Gewinner

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Nach Monaten der Überlegung und der Auswahl war es so weit: am Samstag 24. Mai wurden in Frankfurt die Zedler-Preise für Freies Wissen von Wikimedia Deutschland verliehen. So eine Auszeichnung kann immer nur einen kleinen Einblick in alle Aktivitäten des vergangenes Jahres geben. Und auch wenn sicher viele nicht genannt wurden, die im letzten Jahr bedeutendes geschaffen haben, so haben die Jurys sich doch in allein drei Kategorien für herausragende Aktivitäten entschieden, die das letzte Jahre bereicherten. Die Gewinner des Zedler-Preises 2014 sind:

In der Kategorie für den besten Artikel entschied sich die Jury für den Artikel Spiropterakarzinom von Benutzer:Kuebi.

In der Kategorie für das beste Community-Projekt entschied sich die Jury für gleich zwei Gewinner: es gewannen die alemannische und die plattdeutsche Wikipedia.

In der Kategorie für das beste Externe Projekt entschied sich die Jury das Projekt zum Taifun Haiyan des Humantarian Open Street Map Projects.

Wikimedia Deutschland gratuliert allen Gewinnern und allen Teilnehmern auf der Shortlist. Wir bedanken uns bei allen Juroren, Nominierten und sonstigen Freiwilligen Helfern ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

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Digitale Kompetenzen in der digitalen Gesellschaft

Am Montag, den 23.06.2014 startet im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2014 die Veranstaltungsreihe “Digitale Kompetenzen von Wikimedia Deutschland, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Auftakt der Reihe befasst sich mit dem Thema “Datenschutz – Eine unterschätzte digitale Kompetenz?”

Der Titel des Wissenschaftsjahres 2014 bringt es auf den Punkt. Die digitale Durchdringung der Gesellschaft nimmt immer weiter zu: Kaum ein Lebensbereich, der nicht betroffen ist, etwa durch Online-Banking, E-Books oder Smartphones. Die Veränderungen greifen ähnlich tief in die Strukturen unserer Gesellschaft ein wie die Einführung der Schrift oder des Buchdrucks.

Die Digitale Gesellschaft fasziniert, schreckt ab, unterläuft und fordert heraus. Auf der einen Seite der medialen Erregungskurve werden die Bedrohungen durch Internet-Kriminalität, Überwachung und den “Verlust” von Privatheit hervorgehoben. Auf der anderen Seite die Versprechen von Vernetzung, Transparenz und Mitsprache wie sie auch in den Wikimedia-Projekten verwirklicht werden.

Digital ist besser

 

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Geförderte Projekte aus den Communitys im Mai 2014

Ambitionierte Freiwillige entwickeln und realisieren fortdauernd Ideen und Projekte zur Schaffung freier Inhalte. Bei einem Teil dieser Aktivitäten ist es Wikimedia Deutschland möglich, ihnen finanzielle und organisatorische Unterstützung zukommen zu lassen. Alleine bei den von WMDE geförderten Projekten sind die Communitys allerdings dermaßen aktiv, dass eine ausreichende Würdigung all ihrer Tätigkeiten den Umfang des Monatsberichts von Wikimedia Deutschland sprengen würde. Wir stellen daher, ergänzend zum Monatsbericht, an dieser Stelle jene Projekte vor, die im Mai 2014 dank dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland stattgefunden haben.

Fotoprojekte

Aethercircus Steampunk Festival, Foto: Bildermacherei Cuxhaven, K. Tietje, CC-BY-SA 3.0

Auch im Mai fanden wieder einige spannende Fotoprojekte statt, die mit Technikverleih oder Reisekostenerstattungen aus dem Community-Budget gefördert wurden.

Am 2. und 3. Mai trafen sich in Stade Vertreter und Anhänger der Kunstrichtung Steampunk zum Aethercircus Steampunk Festival. Der Wikipedia-Fotograf Bildermacherei brachte Interessante Bilder der Veranstaltung mit.

Dreharbeiten zu Till Eulenspiegel am 15. Mai in Quedlinburg, Foto: Olaf Kosinsky, CC-BY-SA 3.0

Von Olaf Kosinsky wurden am 15. Mai Fotos von den Dreharbeiten für die zweiteilige Eventproduktion Till Eulenspiegel (NDR/MDR) in Quedlinburg aufgenommen. Sie zeigen Darsteller, Kulissen und Kostüme vom Set.

Eurovision Young Musicians ist ein von der Europäischen Rundfunkunion organisierter Wettbewerb für europäische Jugendliche, der in diesem Jahr am 22. Mai in Köln statt fand und von dem Fotografen Mich.kramer besucht wurde. Seine Bilder dienen der Illustration des Wikipedia-Artikels und sind ebenfalls zur freien Nutzung auf Wikimedia-Commons abrufbar.

Europawahl 2014; ZDF-Wahlstudio, Foto: Ralf Roletschek, CC-BY-SA 3.0

Längst spielen Wikipedia und Commons aber auch beim tagespolitischen Geschehen eine wichtige Rolle. Gleich drei größere politische Ereignisse wurden in diesem Monat von ehrenamtlichen Fotografen begleitet: von der Pressekonferenz zur Europawahl am 8. Mai, dem Bundesparteitag der Linken im Berliner Velodrom am 10. und 11. Mai und dem Pressetermin im ZDF-Wahlstudio am 25. Mai, stehen professionelle und hochauflösende Bilder zur freien Weiternutzung auf Wikimedia-Commons bereit.

Community-Treffen

Community-Treffen standen im Mai besonders im Fokus der Förderung. Bereits zu Beginn des Monats fand vom 1. bis 4. Mai ein internationales Treffen im Dreiländereck Oder-Neiße statt. Die Veranstaltung mit dem Titel Wikipedians in Seifhennersdorf wurde dank eines außerordentlichen ehrenamtlichen Engagements realisiert. Weitere Informationen zu dem Treffen sind hier zu finden.

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10 Gründe, warum #openNRW bombastisch ist. Und Grund 8 wird Dich umhauen!

Vor genau einem Jahr schrieb ich in diesem Blog über die Absicht der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, eine Open Government Strategie auf den Weg zu bringen. Neben die Freude über diese Absicht mischte sich damals unsere Besorgnis, dass es zu einer Verwässerung des Begriffes “open” kommen könnte, wenn beispielsweise unfreie Lizenzen für “Open Data”-Portale genutzt würden, wie dies im Eckpunktepapier der Landesregierung angekündigt worden war. Auch die pauschale Ausnahme von Geodaten erschien uns unplausibel, da gerade bei Geodaten ein großes Bedürfnis für eine Nachnutzung existiert und dokumentiert ist. Unsere Besorgnis teilte ich unter anderem am 17. Mai 2013 beim Zukunftsforum Digitale Bürgerbeteiligung mit. Mein Eindruck damals war optimistisch, dass in einem finalen Papier der Stellenwert von “open” entsprechend berücksichtigt würde.

Gestern hat die Landesregierung in NRW die ausformulierte Open Government-Strategie gebilligt und anschließend veröffentlicht. Der Hauptteil umfasst 105 Seiten, außerdem gibt es einen 87-seitigen Anhang “Hintergründe und Rahmenbedingungen“. Nach einer ersten Durchsicht eine kurze Einschätzung zum Inhalt des Papiers und der nächsten Schritte:

  1. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten. Man kann nur vermuten, wie viel Arbeit in die Erstellung dieser Strategie geflossen ist und welche Verhandlungen über Teilaspekte geführt werden mussten. Die Landesregierung löst mit diesem Dokument den ersten Teil eines Versprechens für mehr Transparenz und Beteiligung ein. Der zweite, wichtigere Teil wird die Umsetzung dieses Versprechens sein.
  2. Auch in der Langfassung der nun vorliegenden Strategie gibt es eine plausible Verzahnung verschiedener Ansätze, im Papier “Transparenz”, “E-Partizipation” und “E-Zusammenarbeit” genannt. Das Papier ist darüber hinaus auch ehrlich, welche Arbeiten unerledigt bleiben: Open.NRW ist ein freiwilliges Angebot der Exekutive und ersetzt nicht die Weiterentwicklung der Landesgesetze zu Informationsfreiheit hin zu einem Transparenzgesetz.
  3. Die Landesregierung hat sich bemüht, die Kostenfolgen von Open.NRW in Grenzen zu halten: Open Data wird vorerst nur mit Landesdaten starten. Kommunale Daten (von denen es dank Moers und Köln bereits viele gibt) sollen wieder auf Basis von Freiwilligkeit und ohne Verpflichtung durch das Land aufgenommen werden. Wenn es eine solche Pflicht durch das Land gäbe, müsste es auch vom Land bezahlt werden. Die Flucht in die Freiwilligkeit erspart es dem Land, den Geldbeutel aufzuschnüren.
  4. Nur mit einer wohlwollenden Lesart wird es nicht dazu kommen, dass sich unter dem Label “Open Data” auch unfreie Inhalte verbergen werden. Die Landesregierung beschreibt in ihrer Strategie korrekt, dass Offene Daten auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden können. Sie betont außerdem, dass es das Ziel sei, die NRW-Verwaltungsdaten zur uneingeschränkten Weiterverwendung bereitzustellen, es jedoch gerade zu Beginn Ausnahmen geben werde. Vollends problematisch wird es bei der Auswahl der bevorzugten Lizenzen für die NRW-Verwaltungsdaten. Hier verweist das Papier pauschal auf die Datenlizenz Deutschland 1.0, von der es zwei Ausprägungen gibt und von denen keine den Anforderungen an Freie Lizenzen genügt (Nota bene: Eine kommende Version 2.0 wird als “Datenlizenz Deutschland – Namensnennung hoffentlich diese Anforderungen erfüllen. Wir erwarten ihre Veröffentlichung in den kommenden Wochen).
  5. Wenn, wie eine wohlwollende Lesart es durchaus zulässt, eine freie Lizenz der Normalfall des NRW-Datenportales werden wird, gibt es dennoch überall institutionelle Kräfte, die gebotenen Ausnahmen und Freiräume bei Bedarf exzessiv zu nutzen. Die Landesregierung wird hier selbst Wege finden, eine sanfte Lenkwirkung in Richtung Freier Lizenzen zu erzeugen. Manchmal reicht es schon, den Begründungsaufwand für die Wahl unfreier Lizenzen zu erhöhen. Positiv hervorzuheben ist die Ankündigung, explizit diese Lizenzfrage nach 2 Jahren zu evaluieren.
  6. Bis zum 13. Juni 2014 können Interessierte auf der kommerziellen Kommentarplattform Disqus die Open.NRW-Strategie kommentieren. Die verantwortliche Stabsstelle verspricht eine zeitnahe Rückmeldung. Angesichts der bereits erfolgten Billigung durch die Landesregierung ist es unwahrscheinlich, dass am Wortlaut der Strategie noch etwas geändert wird.
  7. Am 10. Juni um 19 Uhr findet ein Informationsabend des Innenministeriums zur Strategie statt. Die Teilnehmerinnenzahl ist begrenzt, eine Anmeldung per Email bis zum 6. Juni 2014 nötig.
  8. Herzlich gelacht haben wir alle bei dem Versuch der Landesregierung, Creative Commons zu erklären. Die Erklärung beginnt mit: “Die gemeinnützige Organisation Creative Commons bietet urheberrechtgeschützte Werke als freie Inhalte an”.

[Nachtrag: Matthi Bolte ist Abgeordneter des Landtages von NRW bei Bündnis 90/Die Grünen und netzpolitischer Sprecher. Er hat im netzpolitischen Blog der Grünen einen längeren Text zu Open.NRW geschrieben, die Lektüre ist empfohlen.]

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OERde14 – Die Zukunft Freier Bildungsmaterialien

Die OER-Konferenz 2014 (#OERde14) findet am 12. und 13. September in Berlin statt und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert. Damit bekennt sich erstmals in Deutschland ein zentraler bildungspolitischer Akteur zur Wichtigkeit des Themas Freie Bildungsmaterialien (engl. Open Educational Resources, kurz OER). Anmeldung und Call for Participation sind jetzt offen.

Freie Bildungsmaterialien sind innerhalb von kürzester Zeit vom unbekannten Randthema zu einer zentralen Frage der bildungspolitischen Diskussion geworden: Auf politischer Ebene ist Berlin als erstes Bundesland aktiv geworden und arbeitet derzeit an einer Strategie zur Implementierung von OER in den Schulunterricht. Mit der Initiative Open Education Europa fordert die EU, OER in die Lehre zu integrieren. Und die Kultusministerkonferenz hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Ende des Jahres eine umfassende Stellungnahme zu OER veröffentlichen wird.

Vor diesem Hintergrund wollten wir bei Wikimedia Deutschland (WMDE) den Erfolg der OER-Konferenz 2013 fortsetzen. Unser Ziel ist es, die Veranstaltung weiterzuentwickeln: War die Konferenz vergangenes Jahr noch weitgehend eine Veranstaltung für OER-Aktivistinnen und Aktivisten, gilt unser Fokus in diesem Jahr auch der Einbeziehung von großen und einflussreichen gesellschaftlichen Institutionen.Dafür suchten wir einen starken Partner: Finanziell, damit die Konferenz wachsen kann, vor allem aber ideell, um der Konferenz zusätzlich Reichweite und Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Diesen Partner haben wir gefunden: Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist 2014 Förderin der #OERde14. Mit der bpb bekennt sich die wichtigste Institution in der politischen Bildung und damit einer der zentralen bildungspolitischen Akteure in Deutschland zur Wichtigkeit des Themas OER. Durch die Förderung der bpb wollen wir neue Kreise für das Thema erreichen und so die Idee Freien Wissens im Bildungsbereich stärken.

OERde14 – kuratierte Konferenz und BarCamp in einem

Die Konferenz wird das erfolgreiche Format von 2013 fortsetzen mit einem kuratierten Konferenzteil sowie einem BarCamp, im Rahmen dessen Teilnehmende selbst Workshops einreichen können. Im kuratierten Teil wird es folgende Tracks geben:

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Barcamp: Gesellschaft 2.0 – Und was kommt dann?

Wissenschaft im Dialog, Wikimedia Deutschland und das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft laden am 13. und 14. Juni ein zum Barcamp im Berliner Co.Up

Open Knowledge, Datensicherheit und Crowdsourcing: Welche aktuellen Entwicklungen bestimmen das digitale Gesellschaftssystem von morgen? Was folgt der Sharing-Culture? Was kommt nach der Maker-Bewegung? Welche Chancen bietet E-Democracy? Im Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft sollen aktuelle Fragen zum Einfluss digitaler Technologien auf unseren Alltag aufgegriffen und kontrovers diskutiert werden.

Organisiert wird das zweitägige Barcamp „Gesellschaft 2.0“ von Wissenschaft im Dialog in Kooperation mit Wikimedia Deutschland und dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; es diskutieren Bürgerinnen und Bürger auf Augenhöhe mit Expertinnen und Experten und geben ihr Feedback direkt an die Forschung weiter. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Tagesordnung bestimmst du selbst: Dein Beitrag zählt!

Das Barcamp ist eine Tagung, die geprägt ist von einer offenen, informellen Workshop-Atmosphäre. Sie lebt von intensiven Diskussionen, Präsentationen und der Interaktion der Teilnehmenden. Jede und jeder kann zu Beginn einen eigenen Beitrag vorschlagen oder sich ein Thema wünschen. Gemeinsam werden dann die interessantesten Präsentationen und Workshops ausgewählt. So entsteht die Agenda. Teilnehmen kann jeder, ob Experte oder nicht. Was zählt, ist die Bereitschaft zum engagierten Mitmachen.

Termin
Freitag, 13. Juni 2014, 13–18 Uhr
Samstag, 14. Juni 2014, 10–18 Uhr

Veranstaltungsort
Co.Up Coworking-Space
Adalbertstraße 8, 10999 Berlin

Anmeldung (kostenlos): kontrovers@w-i-d.de

Barcamp bei Wissenschaft im Dialog: http://www.wissenschaft-im-dialog.de/de/projekte/diskussionsreihe-wissenschaft-kontrovers/13061406-berlin.html

Barcamp bei Facebook: https://www.facebook.com/events/1493792590834056

 

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“Wir holen dich ins Boot” – MS Wissenschaft und Wikipedia in Bremen

Logo MS Wissenschaft
Bild: Wissenschaft im Dialog CC-BY-SA 3.0

Anlässlich des Aufenthalts der MS Wissenschaft in Bremen präsentiert Jürgen Friedrich, Professor für Informatik an der Universität Bremen und Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland, am Freitag, den 30.05.2014 die Veranstaltung: “Wir holen dich ins Boot – MS Wissenschaft und Wikipedia in Bremen.”

Präsidiumsmitglied Jürgen Friedrich
Bild: Bernd Schwabe in Hannover CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Neben der Vorstellung des Exponates “Das Wikipedia-Prinzip: Freie Daten, Freies Wissen” soll Wikipedia spielerisch einem “Wissens-Härtetest” unter dem Motto: “Was weiß Wikipedia über Bremen?” unterzogen werden. Dieser Test soll offenbaren, welche Fragen Wikipedia über die Wissenschaft in Bremen beantworten kann und zu welchen Themen vielleicht noch Einträge fehlen.

Im Anschluss zeigt Prof. Dr. Jörn Bleck-Neuhaus von der Universität Bremen am Beispiel der Physik, wie Wissenschaft und Wikipedia zusammenkommen können. Unter dem Titel “Wie das Atom in Wikipedia kam und was aus ihm in Wikipedia noch wird.” wird der Wikipedianer gemeinsam mit dem Publikum live an einem Artikel arbeiten und aus der praktischen Arbeit von Wissenschaft und Freiem Wissen berichten.

Darüber hinaus werden die anwesenden Wikipedianerinnen und Wikipedianer einen Blick hinter die Kulissen der deutschsprachigen Wikipedia ermöglichen. In einer offenen Runde können die Gäste das fragen, was sie schon immer über die Online-Enzyklopädie wissen wollten, wie z.B.: Wer schreibt da? Wie steht’s mit der Qualität der Artikel? Ist das alles wissenschaftlich haltbar und gibt es auch mal Zoff zwischen den Autoren?

Bevor es dann in den geselligen Teil des Abends überläuft, wird spekuliert, was in Zukunft in Wikipedia im Hinblick auf die Wissenschaft noch alles passieren kann: Zwei Wikipedia-Science-Lightning-Talks stellen hierzu überraschende Thesen vor.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 – die digitale Gesellschaft statt. Beginn ist 19 Uhr und die Teilnahme kostenfrei.  Ein Besuch der Ausstellung “digital Unterwegs” ist möglich.

Die MS Wissenschaft liegt vom 30.05. bis 01.06.2014 an der Anlegestelle “Tiefer” und täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

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Neuer Vorsitz des Präsidiums – Rücklick auf die 14. Mitgliederversammlung

Gestern fand in Frankfurt am Main die 14. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Auf der Tagesordnung standen neben der Vorstellung der strategischen Planung und einer Reihe von Satzungsänderungen unter anderem auch Berichte von Vorstand, Präsidium und Kassenprüfern. Natürlich wurde auch intensiv über den in dieser Woche angekündigten  Übergangsprozess und die Nachfolge von Pavel Richter gesprochen.

Wir sind ein junger Verein und die Veränderung auf der Vorstandsposition, die Pavel lange Jahre gestaltet hat, ist eine neue Erfahrung für uns alle. Der Prozess der Nachfolge wird in den kommenden Monaten viel Arbeit mit sich bringen und Pavel wird Teil davon sein. Klar ist, dass wir zuerst gemeinsam über den Ablauf und den genauen Zeitplan beratschlagen müssen und wir werden dabei möglichst viele Menschen einbeziehen und ihre Meinungen sehr ernst nehmen. Über konkrete Schritte werden wir kurzfristig und so schnell wie möglich berichten.

Nikolas Becker, der im letzten halben Jahr den Vorsitz unseres Gremiums innehatte, wird den Übergang leider nicht aktiv begleiten. Er trat gestern zurück. Als Präsidium sind wir daraufhin am heutigen Sonntag zusammengekommen, auch um einen neuen Vorsitzenden zu wählen.

Ich freue mich, dass mir von meinen ehrenamtlichen Kollegen das Vertrauen ausgesprochen wurde, dem Präsidium ab sofort vorzusitzen. Ich bin mir der großen Verantwortung sehr bewusst und habe sie heute mit festem Blick auf die Zukunft angenommen. Nikolas danke ich herzlich für alles, was er nicht nur als Vorsitzender sondern auch in den vergangenen Jahren im Präsidium und für den Verein geleistet hat. Gleiches haben wir im Namen des Präsidiums auch gestern in Frankfurt getan.

Sebastian Wallroth danke ich, dass er bereit war, meine bisherige Position als stellvertretender Vorsitzender dieses Gremiums zu übernehmen und freue mich, dass das Präsidium auch ihm das Vertrauen für diese verantwortungsvolle Position ausgesprochen hat.

Wie üblich, wird es auch zu dieser Mitgliederversammlung ein Protokoll geben. Ich möchte dem nicht vorgreifen, solange es noch fertiggestellt werden muss. An dieser Stelle gebe ich aber gerne schon einen kurzen persönlichen Überblick:

Es gab sechs Anträge für Änderungen an der Vereinssatzung (ein siebenter wurde zurückgezogen). Alle sechs wurden mit deutlichen Mehrheiten angenommen. Die Amtszeit des Präsidiums wurde von einem auf zwei Jahre verlängert. Eine Beurlaubung aus dem Präsidium ist nun möglich, ebenso eine Ehrenamtspauschale. Formal geklärt wurde daneben, dass Mitglieder des Präsidiums auch Vereinsmitglieder sein müssen. Fördermitgliedschaften können künftig einfacher beendet werden. Und zum Schluss: Die Formulierung zum Quorum für die Einberufung einer außergewöhnlichen Mitgliederversammlung wurde von “Mitglieder” auf “aktive Mitglieder” abgeändert.

Neben den Satzungsänderungen bestätigte die Mitgliederversammlung die Strukturierung des Präsidiums nach Ressorts.

Für Details zu allen diesen und weiteren Punkten verweise ich auf das schon erwähnte Protokoll, das noch kommen wird.

Ich bin überzeugt, dass Wikimedia Deutschland in einer gefestigten Position ist. Es ist an uns, diesen Verein in den kommenden Jahren gemeinsam zu formen. Dazu gehört auch Selbstkritik, oder zumindest die Erkenntnis, dass ein neutraler Blick in so ziemlich jeder Lebenslage hilfreich ist. Deshalb freue ich mich, dass die Mitgliederversammlung dem Antrag des Präsidiums gefolgt ist, und wir nun einen externen Governance Review starten und andere Meinungen, andere Expertise und neue Erkenntnisse einholen werden. In der Wikipedia ist das Gang und Gäbe. Dadurch wird sie besser Für Wikimedia Deutschland gilt das meiner Meinung nach ganz genauso: Besser werden wollen ist eine Stärke.

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Das größte Risiko bei OER? OER nicht umzusetzen

Die Kultusministerkonferenz (KMK) arbeitet derzeit an Empfehlungen zum Umgang mit Freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resources oder OER). Wikimedia Deutschland wurde in diesem Rahmen gebeten, eine umfassende schriftliche Stellungnahme zum Thema abzugeben. Diese ist im Folgenden dokumentiert.

1. Ausgangslage

“Freedom is not free” – Freie Materialien gibt es nicht umsonst. Bild: Vinoth Chandar CC-BY 2.0 via Wikimedia Commons

a. Welche Definition von OER legen Sie zugrunde?

Wikimedia Deutschland e.V. (WMDE) folgt der 2012 von der UNESCO verabschiedeten Definition von OER:

„Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang, sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt. Das Prinzip der offenen Lizenzierung bewegt sich innerhalb des bestehenden Rahmens des Urheberrechts, wie er durch einschlägige internationale Abkommen festgelegt ist, und respektiert die Urheberschaft an einem Werk.“

Zu beachten ist dabei, dass offene Lizenz z.B. durch die Open Definition definiert wird und dabei zu den konstituierenden Merkmalen einer offenen bzw. freien Lizenz das Recht zur legalen Nachnutzung auch zu kommerziellen Zwecken zählt.

1b. Inwieweit sammelt, erstellt oder distribuiert Ihre Institution OER?

WMDE sammelt, erstellt und distribuiert OER nicht systematisch. Im Rahmen von Einzelprojekten werden allerdings durchaus OER erstellt, wie zum Beispiel im Rahmen der Broschüre „Wikipedia – Gemeinsam Wissen gestalten“, die in Kooperation mit Klicksafe.de entstand oder auch im Rahmen der Workshops „OER-Sprint“.

1c. Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung führen Sie dabei durch?

Da WMDE OER nicht systematisch sammelt, erstellt oder distribuiert, ist diese Frage durch uns nicht zu beantworten.

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Wikimedia:Woche 12/2014

Herzlich Willkommen zur zwölften Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Bitte entschuldigt die Verspätung. Dieser Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 12/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Lila Tretikov über ihre erste Begegnung mit der Wikimedia-Community

Im Blog der Wikimedia Foundation schreibt Lila Tretikov, eingehende Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, über ihre Eindrücke vom Hackathon in Zürich. Das Video ihrer Q&A-Session ist mittlerweile auch mit englischen Untertiteln versehen. (Thx, @Benutzer:Jcornelius!)

Wikimedia Deutschland trennt sich von Vorstand Pavel Richter

“Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung für Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können. Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten Übergang gemeinsam zu gestalten.”

Projekte und Initiativen

Wiki Loves Earth

Den ganzen Mai über läuft der Fotowettbewerb “Wiki Loves Earth”. Die brasilianischen Wikimedianer haben ein Statistiktool erstellt, mit dem sich vergleichen lässt, wie viele Fotos aus welchen Ländern bereits hochgeladen wurden. Glückwunsch insbesondere an die mazedonischen Teilnehmerinne und Teilnehmer, die bereits mehr als 3000 Fotos hochgeladen haben und sich damit derzeit auf Platz zwei befinden.

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