Monatsbericht Januar 2014

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Zu Beginn des Jahres konnte Wikimedia Deutschland einen Editier-Workshop unterstützen, der praktisches Wissen zum einfachen Mitmachen in der Wikipedia vermittelte. Das Besondere an diesem Workshop war, dass es nicht allein um die deutsche, sondern auch um die gälische Wikipedia ging. Grundlage waren bereits im Sprachkurs  verfasste, vorab entworfene Artikel und Korrekturen mit einer Ausrichtung auf Schottland und Irland, die dann in die gälische und die deutsche Wikipedia übertragen wurden. Interessante Hintergründe zum Workshop finden sich im Wikipedia Kurier.

WikiDACH, die ehrenamtlich organisierte Kongressmesse für deutschsprachige Wikiprojekte, wird bereits seit 2013 vorbereitet. Im Januar ging es mit Absprachen und Treffen des Orga-Teams, die von Wikimedia Deutschland unterstützt wurden, für die Veranstaltung vom 29. Mai bis 1. Juni weiter.

Dank der finanziellen Unterstützung durch Wikimedia Deutschland konnte der Geburtstagsempfang für Thomas Bach dokumentiert werden, an dem viele Persönlichkeiten der Zeitgeschichte teilnahmen und deren Bilder nun unter freier Lizenz verfügbar sind.

Viele weitere Veranstaltungsdokumentationen konnten durch Reisekostenunterstützung und organisatorische Hilfe von Wikimedia Deutschland umgesetzt werden: Schüler Rockfestival Wuppertal, Demonstration “Wir haben es satt” oder die Einkleidung der Deutschen Olympioniken. Einigen Freiwilligen aus dem GLAM-Bereich konnte die Reise zur Denkmalmesse Monumento ermöglicht werden, um Kontakte mit Institutionen zu festigen und neu zu knüpfen. Weiterlesen »

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Der öffentlich nachnutzbare Rundfunk

“D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt” ist ein der SPD nahestehender Verein zu neuland-, bzw. netzpolitischen Themen, der in den letzten Monaten intensiv die Lizenzierung urheberrechtlich geschützter Werke unter Creative Commons-Lizenzen beleuchtet hat. Die aufmerksame Lektüre von http://cc.d-64.org/ kann daher ausdrücklich empfohlen werden.

Zu den vorhanden Texten zu Creative Commons auf der D64-Seite gesellt sich nun ein White Paper zur  Nutzung von Creative Commons im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, geschrieben vom Austro-Berliner Wissenschaftler Leonhard Dobusch.

Das White Paper listet die Vorteile der Verwendung von CC-Lizenzen auf und versucht zu erklären, warum dies bislang nur in einigen Ausnahmefällen bereits im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk passiert. Im Empfehlungsteil wird eher pragmatisch festgehalten, dass jede CC-Lizenz besser sei als keine CC-Lizenz. Gleichzeitig wird korrekterweise auf die Unvereinbarkeit zwischen den unfreien Creative Commons-Lizenzen und Seiten wie beispielweise Wikipedia hingewiesen: Wer seine Inhalte unter CC-Lizenzvarianten mit nichtkommerzieller Einschränkung oder Veränderungsverbot stellt, verhindert auf breiter Strecke die Nachnutzung.

Das White Paper deckt sich mit unseren eigenen Erfahrungen, beispielsweise bei dem Unterfangen ZDFcheck, das aufmerksamen Leserinnen und Lesern dieses Blogs bekannt sein dürfte. Diese Zusammenarbeit zwischen ZDF und Wikimedia wurde erst möglich durch die Freigabe der dabei erstellten Inhalte unter Creative Commons cc-by.

Aus unserer Sicht ist die Zeit reif für die Freigabe größerer Teile von Öffentlich-rechtlichen Inhalten. Dass nicht alle Inhalte gleichermaßen von heute auf morgen unter CC-by gestellt werden können, ist unbestritten – zu komplex ist manchmal die hoch fragmentierte Rechtelage des Ausgangsmaterials oder die fehlende Möglichkeit zur Freigabe von Musik, die ihr Repertoire durch CC-ablehnende Verwertungsgesellschaften wie die GEMA vertreten lassen.

Erste Freigaben könnten bei selbst produzierten Inhalten erfolgen, insbesondere aus dem Kernbereich des Öffentlich-rechtlichen Auftrages, angefangen bei der Parlamentsberichterstattung oder selbst erstellten Nachrichtentexten der programmbegleitenden Webseiteninhalte.

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Des einen Bibel – des anderen Computerspiel

„Willkommen auf Europeana 1914-1918 – mit neuem Design! Wir haben die Inhalte auf dieser Website deutlich erweitert und verbessert“ so begrüßt Europeana seine Besucherinnen und Besucher zum Relaunch der Website seit gestern Abend. Mit großem Aplomb  –  Konferenz, Ausstellung „Unlocking sources in Berlin“ und feierlichem Empfang der geladenen Gäste durch gleich drei Herrinnen:  Barbara Schneider-Kempf, Direktorin der Staatsbibliothek, Monika Grüttters, Staatsministerin für Kultur, und Jill Cousins, Direktorin der Euopeana Foundation - geht die Plattform online. Sie lädt die interessierte Öffentlichkeit ein, sich mittels 500.000 Quellen aus Bibliotheken, Archiven und von Privatpersonen aus ganz Europa mit dem Ersten Weltkrieg  zu beschäftigen.

Diese Bibel rettete wörtlich einem jungen Soldaten im Ersten Weltkrieg das Leben. Ein Granatsplitter konnte das Buch nicht durchdringen. Von Gottfried Geiler via Europeana CC BY SA

Ein Portal mit enormer Vielfalt

Soldaten-Liedersammlungen und Noten für Märsche, Bilderbücher für Kinder in Comic-Anmutung und Filmmaterial, wie eine Wochenschau aus Österreich von 1915, belegen die heute befremdliche Kriegsverherrlichung der öffentlichen Einrichtungen und der Multiplikatoren wie Journalisten und Verleger. Kontrastiert wird dieses Material durch Quellen aus privaten Nachlässen, zum Beispiel einem Tagebuch mit handschriftlichen Einträgen und eingeklebten Zeitungsausschnitten. Aber nicht nur Material aus den Kriegsjahren 1914-18, sondern auch moderne Medien, die nur über die Kriegsthematik einen Bezug zum „Großen Krieg“ aufweisen, wurden in die Europeana 1914-1918 collections  aufgenommen, wie etwa ein Wahlplakat der SPD 1990. Ein wahrer virtueller Schatz, wie Kulturstaatsministerin Grütters gestern Abend lobte.

 Diversität ist gut, aber nicht immer

Die Diversität der Exponate setzt sich, zu unserem Bedauern, auch in den Lizenzen fort. Wie auch sonst in der Europeana hat das Zeigen Vorrang vor der Nachnutzung. Es finden sich gemeinfreie neben solchen Dateien, die unter der CC BY SA-Lizenz stehen. Sie sind also frei nachnutzbar, für kommerzielle Zwecke ebenso wie  für die Wikipedia. Aber ein mir vom Umfang nicht bekannter Anteil von Einträgen bleibt in der Lizenzfrage ambivalent, oder es wird vorgeschrieben, dass die Lizenzrechte abgefragt oder erworben werden müssen. Dabei weist das normale Template der Ergebnismaske den Button „Wikipedia“ auf. Was als eigener Service für Wikipedia gedacht ist, kann nicht umstandslos genutzt werden, wenn die Lizenzen nicht mit den Vorgaben von Wikimedia Commons kompatibel sind. D.h. Wikipedianer müssen sehr sorgfältig prüfen, ob sie das Material nur zitieren, oder tatsächlich das Bildmaterial verwenden können, ohne gegen proklamierte Lizenzen zu verstoßen.

Cui bono

Cui bono?, fragte der Römer und meinte: Wem nützt es? Ein Streifzug durch das immense Material lohnt sich. Einzigartig sind die in über 80.000 digitale Dateien zusammengetragenen mehr als 7.000 persönliche Geschichten, die man mittlerweile auf Europeana 1914-1918 finden kann. Jede und jeder kann jederzeit neue Inhalte hinzufügen. Dann das spannende Filmmaterial. Das Projekt European Film Gateway 1914 präsentiert rund 660 Stunden digitalisierte Filme und über 5.600 filmbezogene Materialien. Damit werden von dem erhaltenen Fünftel der damaligen Produktion wesentliche Teile leichter zugänglich gemacht. Womöglich inspiriert durch das Sammelprojekt der Europeana zu privaten Quellen des „Großen Krieges“ lanciert Ubisoft im Gedenkjahr 2014 ein neues Computerspiel. Das Spiel „Valiant hearts“ basiert auf realen Briefen von Beteiligten des Ersten Weltkriegs aus fünf verschiedenen Ländern.

Private Briefe aus dem Krieg bilden das Fundament für das ungewöhnliche Computerspiel “Valiant hearts”. Screenshot aus dem Trailer von Ubisoft.

Wer wird in den folgenden Tagen, Wochen und Monaten, in denen  das 100. Gedenkjahr zum Beginn des Ersten Weltkriegs die Erinnerung wachrüttelt, das Material nutzen? Und wofür? Wird das Beispiel der Nationalbibliotheken aus acht europäischen Ländern andere GLAM-Einrichtungen motivieren, ihre Digitalisate ebenfalls freizugeben? Immerhin hat die Staatsbibliothek Berlin für dieses Portal ihre sonstige Politik der nicht-kommerziellen Beschränkung im großen Umfang aufgegeben und sich auf das Wagnis des Freien Wissens eingelassen. Ein beherzter Schritt, den Wikimedia Deutschland gern unterstützen möchte. Wer hat Interesse, dieses Material vielleicht in einer Schreibwerkstatt für die Wikipedia zu erschließen, und so die Quellen einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Erste Gespräche mit den Projektkoordinatoren an der Staatsbibliothek haben begonnen. Mehr Informationen unter kultur@wikimedia.de.

 

 

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Achtung extralang: Herzlich willkommen, Tjane Hartenstein!

Ich mache etwas Ungewöhnliches mit diesem Willkommensbeitrag: Er ist sehr lang und es dauert einige Absätze, bis ich überhaupt auf Tjane zu sprechen komme. Klingt wie das genaue Gegenteil aller Ratschläge übers Bloggen? Ist es auch. Manchmal muss man aber Mut zum Kontext haben, finde ich. Für Alle, die es ganz kurz mögen: Juhu, Tjane Hartenstein verstärkt das Kommunikationsteam von Wikimedia Deutschland! Für Alle, die mehr wissen wollen: Los geht’s…

Tjane Hartenstein (Foto: Lisa Kirchner, CC-BY-SA 3.0)

Viele Themen, viel zu sagen

Was Wikimedia Deutschland tut, wird auf die eine oder andere Art verschriftlicht. Mit Texten informieren wir, klären auf, nehmen Positionen ein oder berichten. Das kann in vielen Formen und über ganz unterschiedliche Kanäle passieren: Broschüren, Newsletter, Webseiten, Blogs, Handreichungen, Social-Media-Posts, Flyer, Magazine, Anschreiben, Banner, Bücher – und so weiter und so fort.

Das ist nicht neu. In den drei Jahren, in denen ich jetzt Teil von Wikimedia Deutschland bin, ist die Bandbreite an Themen, die wir vermitteln wollen, allerdings sehr gewachsen. Die Arbeit der Bereiche dreht sich unter anderem um Community-Unterstützung, freie Lehr- und Lernmaterialien, Software-Projekte wie Wikidata, um Kulturinitiativen, Stellungnahmen und Empfehlungen zu Lizenzfragen oder auch um internationalen Austausch mit anderen Wikimedia-Organisationen. Noch vor zwei Jahren gab es überdies keine Quartalsberichte (zweisprachig) und auch nur halb so viele Blogbeiträge wie heute.

Für mich unterstreicht das, wie weitläufig Freies Wissen wirklich ist. Es kann nicht isoliert betrachtet werden. Wie wir mit Wissen umgehen, lässt sich einfach nicht auf einzelne Themenbereiche eindämmen. Nur, wie entsteht aus vielfältigen Themen und vielen Stimmen bei Wikimedia Deutschland ein klares, intuitives und wiedererkennbares Bild für die Öffentlichkeit? Für mich ist das eine zentrale Frage, die das Kommunikationsteam beantworten muss.

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Die aktivste Nutzerin der gälischen Wikipedia

Die Wikipedia-Community in Deutschland schreibt vor allem in der Wikipedia in deutscher Sprache. Das ist aber nicht die einzige Wikipedia, in der die Deutschen aktiv sind. Neben Beitragenden in vermutlich allen Muttersprachen, die in Deutschland gesprochen werden, existieren auch verschiedene Dialekt-Wikipedien. Und natürlich schreiben Menschen auch in Fremdsprachen, die sie beherrschen. Ein eher ungewöhnlicher Fall – die deutsche Beteiligung in der gälischen Wikipedia – war letztens Thema im Wikipedia-Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der deutschen Wikpedia. Wir freuen uns, den Beitrag von Benutzerin Elya hier leicht überarbeitet wiedergeben zu können.

Es muß um den März/April 2007 gewesen sein, als bei unserem Wikipedia-Stammtisch eine „Neue“ auftauchte, mit dickem Schnellhefter in der Hand, den sie mit resoluter Geste auf den Tisch legte: man habe in ihrem Schottisch-Gälisch-Kurs mal in die gälische Wikipedia geschaut, und das sei ja inhaltlich ein Trauerspiel. Deshalb habe sie nun als Einstieg mal einige in dem Kurs entstandene Artikel über Deutschland und die deutschen Bundesländer mitgebracht. „Und wie kriege ich die jetzt in die Wikipedia? Ich scheitere ja schon mit der Anmeldung, weil ich nicht weiß, was Cookies sind!“

Nun, da war sie bei uns genau richtig. Nach einem netten Abend in der Runde, den sie vermutlich noch verwirrter als vorher verließ, hatten Ray, unser Newbie und ich ein Wohnzimmer-Date und führten sie praktisch durch die ersten Schritte – die Benutzerin Sionnach in der schottisch-gälischen Wikipedia wurde geboren.

Wieder Stammtisch, einen Monat später; die Fragen wurden deutlich spezieller: „warum kann ich manche Bilder aus der englischen Wikipedia in der gälischen einbetten, andere aber nicht?“

Ab da ging es zügig voran. Sionnach nahm auf ihre entschlossene Weise die Zügel in der schottisch-gälischen Wikipedia in die Hand und war bald eine der aktivsten Autorinnen. „Mit viel Hilfe von anderen: der Benutzer Dapete hat mir z.B. die ersten Vorlagen gebastelt, der Benutzer Wiegels die Hauptseite überarbeitet …“

Schon im November desselben Jahres kam Benutzer Marcus Cyron vor lauter Begeisterung auf die übermütige Idee, sie gar nicht erst zum Admin, sondern gleich zur Bürokratin ernennen zu lassen. Das Logbuch zeigt ihre Admin-Ernennung im November 2007 mit der Begründung „regular contributor“. Wieder hatten wir einen kleinen privaten Workshop in einem unserer Wohnzimmer, diesmal zum Kennenlernen der „Knöppe“. Bürokrat mußte es gar nicht sein, das dauerte dann doch noch bis 2010.

Daß eine Deutsche die aktivste Userin der gälischen Wikipedia ist, stößt auf Interesse: In Berlin trafen wir uns und nahmen ein Video für einen gälischen TV-Sender vor dem Brandenburger Tor auf, der einen Bericht über sie bringen wollte. Während eines Schottland-Aufenthaltes knüpfte sie Kontakte zur University of the Highlands and Islands und hielt dort Wikipedia-Vorträge.

Gestern abend versuchte ich sie dann zu überzeugen, ein „Gaelic Panel“ auf der Wikimania in London zu veranstalten – daran arbeiten wir noch ;-) Es gibt noch vieles mehr, was man hier gar nicht aufführen muß, nur soviel: wieder ein Lebenslauf, der durch Wikipedia eine spannende Richtung genommen hat, und wieder eine ganz individuelle Wikipedia-„Story“, die ich gerne erzähle.

Aktuell hat Sionnach rund 1100 neue Artikel in der gälischen Wikipedia angelegt. Und heute schloss sich der Kreis: gerade gab Sionnach den Schülern des Schottisch-Gälisch-Sprachkurses, die kürzlich eigene Texte verfaßt haben, einen Einführungsworkshop. Da hat sie jetzt mal gezeigt, „wie man die Artikel in die Wikipedia bekommt“.

Einige Anmerkungen von mir [Dirk] zu verschiedenen Termini, die vor allem für Wikipedia-Insider gebraucht werden: ein Stammtisch ist ein regelmäßiges Treffen der Wikipedianer an einem festen Ort. Diese finden meist monatlich statt. Eine Übersicht aller Stammtische findet sich auf der Wikipedia-Stammtisch-Seite. Die Bürokraten und Administratoren (Admins) haben einige Sonderrechte in der Wikipedia. Die Bezeichnung dieser Rechte, und ihre Benutzung wird umgangssprachlich gerne als die Knöpfe (Knöppe) bezeichnet. Die Wikimania in London ist 2014 das weltweite Treffen der Menschen, die in der Wikimedia-Bewegung aktiv sind.

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Larmoyanz und Pädagogik im Wikipedianischen Salon

Die beiden Salonherren. Foto: Christina Burger, CC-BY-SA 3.0

“Hereinspaziert meine Damen und Herren, und Willkommen zum ersten Wikipedianischen Salon.” So begrüßte Michael “seine Redseligkeit” Schlesinger die Gäste, die es sich im Kerzenschein bequem gemacht hatten. Am 16. Januar trafen sich gut 20 Wikipedianerinnen, Wikipedianer und andere Interessierte in den neuen Räumen von Wikimedia Deutschland, um der Auftaktveranstaltung des Wikipedianischen Salons beizuwohnen.

Eingeladen hatten das zweiköpfige Wikipedia-Salon-Team: Am Rednerpult moderierte als Conferencier Michael Schlesinger, und von hinten am Beamer glänzte Andreas Paul mit faktischen Einschüben und theoretischen Erwägungen. Beide durchschritten unter dem Titel “Fördert Wikipedia die Lust am Lernen?” leichtgängig das gesamte Themenspektrum zwischen Schule und Wikipedia: Was hat Wikipedia mit wissenschaftlichem Arbeiten zu tun? Kann man Wikipedia trauen? Darf man aus Wikipedia abschreiben? Wie kann ich sehen, ob es ein guter oder ein schlechter Wikipedia-Artikel ist? Sie erläuterten Vandalen, wiesen auf Diskussionsseiten zu Wikipedia-Artikeln hin, und stellten die internen Mechanismen der Qualitätssicherung vor.

Die gut 20 Gäste ließen sich auch vom kleinen Sektempfang nicht abhalten, und verwickelten sich in eine lange, intensive Diskussion, die von der Frage der Motivation in ehrenamtlichen Projekten bis hin zur Existenz oder Nicht-Existenz der Ernst-Thälmann-Insel reichte.

Die Veranstaltungsreihe Wikipedianischer Salon, die ab jetzt in unregelmäßiger Folge stattfinden wird, wird von Community-Mitgliedern aus der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten ausgerichtet. Dabei wird sie die Wikipedia und ihre Wirkung auf die Welt aus verschiedenen Perspektiven mit verschiedenen Standpunkten betrachten. Wikimedia Deutschland freut sich, dies organisatorisch unterstützen zu können.

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Stippvisite beim Chapter in Israel

Editathon in der Nationalbibliothek Israel

 

Bei einer privaten Reise nach Israel wollte ich die Gelegenheit nicht auslassen und bei den Kolleginnen und Kollegen  von Wikimedia Israel  vorbeischauen. Genau wie Wikimedia Deutschland hatte auch das israelische Chapter gerade neue Räume bezogen, mit zwei Angestellten und einem großen Communityraum, der für Treffen der Wikimedia-Communitys zur Verfügung steht. Die hebräische Wikip/mediacommunity ist klein, aber sehr aktiv. In der Geschäftsstelle traf ich auch gleich Amos an, einen aktiven Freiwilligen, der mit WikiAir fantastische Fotoflüge für die Bebilderungen der Artikel zu Israel durchführt.  Ein paar Tage vor meinem Besuch hatte außerdem ein Hackathon stattgefunden, bei dem über 70 Freiwillige kamen. Das hat die Teilnehmenden und Wikimedia Israel sehr positiv überrascht. So viel Interesse hatte man bei den “kleinen Communitys” nicht erwartet und zeigt vielleicht welche ganz eigenen Stärken in den israelischen Communitys noch schlummern und sich gerade mit den organisierten Treffen erst entwickeln. Darüber hinaus gibt es von dem Chapter unterstützt und von den Freiwilligen organisiert regelmäßige Touren in die zahlreichen Museen oder an denkmalgeschütze Orte.

Ich durfte dann noch einer Premiere beiwohnen und konnte dort am ersten Editathon der hebräischen Wikipedia teilnehmen und beobachten wie Wikipedianer Dror an der Nationalbiliothek Israel  Wikipedianeulinge anleitete. Dror, langjähriger und gestandener Wikipedianer, war in den letzten 6 Monaten “Wikipedian in Residence” bei der israelischen Nationalbibliothek gewesen und hatte so den Workshop an diesem renommierten Ort möglich machen können. Etwa 30 Menschen waren gekommen, jeder “Newbie” bekam eine Art Buddy, mit dem erste Schritte in der Wikipedia gemeinsam gegangen werden konnten. Vorher gab Dror in einem kurzen Input eine exzellente Übersicht und Einführung in die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte. Eine tolle Gelegenheit für mich, die Eigenheiten der hebräischen Wikipedia kennen zu lernen: Der erste Artikel  der hebräischen Wikipedia war “Mathematik”, und die aktive israelische Community in der Region des Nahen Osten hat auch Wikipedien in Minderheitssprachen auf die Beine helfen können, wie z.B. der tscherkessischen Wikipedia , eine in Israel lebende Minderheit, mit bisher nur 2 Autoren, die aber weiter wächst.

 

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10 Jahre Portal Lebewesen

In den sogenannten Redaktionen der deutschen Wikipedia treffen sich die ehrenamtlich Aktiven der Wikipedia eines bestimmten Fachbereichs. Die älteste Redaktion der deutschen Wikipedia ist die Redaktion Biologie, die aus dem Portal Lebewesen hervorging. Sie betreut Artikel zu biologischen Themen, zu Tieren, Pflanzen und anderen Lebewesen, in der Wikipedia.

Die Redaktion Biologie war stets eine der aktivsten Redaktionen der Wikipedia und hat in vielerlei Hinsicht Akzente gesetzt, die weit über das Thema Biologie hinaus bis heute das Erscheinungsbild der deutschen Wikipedia prägten. Ihr Einfluss hat erheblich dazu beigetragen, dass die Wikipedia heute im deutschsprachigen Raum als Qualitätsmedium wahrgenommen wird.

Im Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der Wikipedia, veröffentlichte Achim Raschka einen Rückblick auf die letzten 10 Jahre seit Gründung des Portals Lebewesen. Wir freuen uns, den Text redaktionell leicht bearbeitet auch im Wikimedia-Blog veröffentlichen zu können:

Am 1. Januar feierte das Portal:Lebewesen der Wikipedia und damit auch die Wikipedia:Redaktion Biologie ihr 10-jähriges Bestehen  – 10 Jahre, in denen in diesem Bereich sehr viel passiert ist. Am 1. Januar 2004 wurde das Portal Lebewesen und damit wohl auch der Kern der konzentrierten gemeinsamen Arbeit der Wikipedianer, die sich im Bereich der Lebewesen tummeln, aufgebaut. Seitdem hat sich die Redaktion entwickelt, immer mal wieder neue Impulse gesetzt und auch bekommen – vor allem jedoch stetig weitergearbeitet. Mittlerweile betreuen wir einen Artikelbestand von etwa 40.000 Artikeln zu Lebewesen (so viele Artikel gab es damals in der gesamten deutschsprachigen Wikipedia) + einer nicht gezählten Anzahl von Artikeln aus allen möglichen Bereichen der Biologie.

Bradypus. Foto: Stefan Laube (Tauchgurke), gemeinfrei

Das Portal Lebewesen war dabei immer der Kern der Redaktion, die ihren Fokus auch heute noch vor allem der Biodiversität widmet – und hier auch noch lang nicht fertig ist. Schaut man sich allerdings die ältesten Versionen des damals leberwurstpinken Portals an, kann man sich vorstellen, wie grundlegend die Arbeiten damals noch waren – unter den neuen Artikeln am 3. Januar 2004 finden sich beispielsweise Neuanlagen zu den Krokodilen und den Ammoniten, aber auch zum Bacillus anthracis, während unter den noch ungeschriebenen Artikeln noch zahlreiche weitere Großgruppen stehen. Bei den Pflanzen war zum damaligen Zeitpunkt vor allem das „Projekt Lilien“ konzentriert aktiv, bei den Tieren wurden erstmal querbeet Grundlagen gelegt und Artikel zu Mikroorganismen oder Pilzen wurden nur sporadisch eingestreut.

Grundlagenarbeit

Die Krainer Lilie aus der Tscheppaschlucht. Foto: Kurt Kulac, CC-BY-SA 2.5

Doch im Portal ging es von Beginn an nicht nur um Artikelzählereien, vielmehr wurde das Portal Lebewesen sehr schnell zum Kristallisationspunkt der gemeinsamen Arbeit an den Lebewesenartikeln. Die „Lebewesenikis“ trafen sich virtuell auf der Diskussionsseite, um Grundlagen zur Arbeit in ihrem Bereich zu erarbeiten – so entledigte man sich sehr rasch der Relevanzfrage für Arten, indem man einfach von Beginn an alle Arten von Lebewesen als relevant erklärte (nach dem Wikipedia-Artikel zur Artenvielfalt etwa 2 Millionen beschriebene heute lebende Arten, hinzu kommen ungezählte ausgestorbene) und stattdessen ein paar grundsätzliche Richtlinien für die Mindestqualität aufstellte. Um diese zu realisieren, wurde eine portaleigene Qualitätssicherung eingerichtet. Für die Neuen Artikel gibt es ein System der Eingangskontrolle und seit einigen Jahren wird die Qualitätssicherung aktiv durch botgenerierte Wartungslisten unterstützt. Das Portal:Biologie entwickelte sich als Parallelprojekt für Grundlagenartikel – und blieb bis heute leider eher ein Anhängsel.

 Treffen, Literaturstipendium, Bestimmungshilfe, …

Wanderung der Lebewesenikis durch die Elbmarschen: Foto: Mirko Thiessen CC-BY-SA 2.5

Bereits 2006 gab es zum ersten Mal ein Treffen der Biologen in Wien, 2007 setzte sich die Serie auf Helgoland fort und bis heute sind die jährlichen persönlichen Treffen ein regelmäßiges Highlight im Jahreskalender der Redaktion. Neben den unvermeidlichen Diskussionen zur Entwicklung des Bereichs der Biologie und der Wikipedia schlechthin, gehören grundsätzlich Exkursionen zu biologisch interessanten Orten mit langen Wanderungen zum Programm. Im Nachgang eines dieser Treffen entstand 2007 der Vorläufer des heutigen Wikipedia:Literaturstipendiums und zugleich der Wikipedia:Bibliotheksrecherche aus privater Initiative, damals bekannt als „Die lange Anna“. Seit 2011 verfügen wir über ein Fotomikroskop, finanziert und angeschafft als Technikunterstützung von Wikimedia Deutschland. Weitere Initiativen entwickelten sich zur vielgenutzten Bestimmungshilfe für Fotos von Lebewesen oder zum (aktuell wieder laufenden) Wikipedia:Artikelmarathon.. Selbstredend sind die Lebewesenautoren regelmässige Kunden der Kartenwerkstatt, um die Artikel mit Verbreitungskarten auszustatten, und regelmässige und erfolgreiche Teilnehmer des Schreibwettbewerbs.

Quo vadis?

Wer bin ich? – Bestimmungshilfen in der Wikipedia. Foto: Richard Bartz, Munich aka Makro Freak CC-BY-SA 2.5

Kein Rückblick ohne einen Ausblick – so schauen wir auch hier nach vorn auf mindestens weitere 10 Jahre. In der näheren Zukunft werden sich die Mitarbeiter der Redaktion vor allem mit den neueren Errungenschaften der Wikiwelt beschäftigen müssen – so stellt sich ganz aktuell die Frage, wie Wikidata unsere Artikel verändern wird und wie dies auf einem möglichst hohen qualitativen Niveau geschehen kann. Während einzelne Lebewesenikis dies derzeit eher noch kritisch beobachten (u.a. der Autor dieser Zeilen), sind andere bereits hochaktiv in Wikidata unterwegs und es entstehen bereits erste Ideen für zukünftige datenbankgenerierte Abfragen beispielsweise zu Länderfaunen und -floren. Auch die botgenerierten Artikel werden uns beschäftigen – allerdings ist in der deutschsprachigen Wikipedia nicht geplant, dem schwedischen Beispiel der hunderttausendfachen Botanlage von Lebewesenartikeln zu folgen; vielmehr gehen Überlegungen in die Richtung, wie man Bots zur Pflege des Bestandes und auch zur Unterstützung der Autoren einsetzen kann. Mediendateien werden ein weiterer Schwerpunkt der Zukunft sein – angefangen von Bildern der beschriebenen Lebewesen, die in den überwiegenden Fällen fehlen, über Videoaufnahmen, Tonmaterial und Kartenmaterial. Und inhaltlich werden wir uns natürlich um die noch fehlenden zwei Millionen sowie natürlich auch um die bereits bestehenden 40.000 Lebewesenartikel kümmern – Arbeit genug für Generationen von Lebewesenikis. Als Autor dieser Zeilen bedanke ich mich bei allen, die die letzten 10 Jahre aktiv gestaltet und begleitet haben (auf Namen verzichte ich in diesem Artikel bewusst) und freue mich auf die nächsten 10 Jahre der Zusammenarbeit.

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Monatsbericht Dezember 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Geteiltes Wissen bei EU-Urheberrechtskonsultation

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation zum Urheberrecht in der EU eingeleitet, an der sich bis zum 5. Februar 2014 Verbände, zivilgesellschaftliche Organisationen, aber auch einzelne Private beteiligen können. Zweck der Konsultation dürfte es sein, den Boden für eine umfassende Urheberrechtsreform im Jahr 2014 zu bereiten. WMDE hat im Rahmen der europäischen Aktivitäten (s.u.) und in enger Abstimmung mit der WMF damit begonnen, “Answering Guidelines” zu erstellen, die auch von anderen Organisationen übernommen werden können. Die Veröffentlichung auf einer Plattform der Open Knowledge Foundation ist für die 3. Kalenderwoche vorgesehen.

Acht Chapter unterstützen europäische Politik-Agenda

Bereits im November hatten Vertreter der Free Knowledge Advocacy Group EU in London eine Grundsatzverbeinbarung für die gemeinsame Lobbying-Agenda auf EU-Ebene aufgesetzt. Bis zum Redaktionsschluss dieses Monatsberichts haben bereits acht europäische Wikimedia-Fördervereine diese Erklärung gezeichnet (WMNL, WMSE, WMAT, WMFR, WMCZ, WMIT, WMDE, WMUK). Das Werben um noch mehr Unterstützung wird bis zur Wikimedia-Conference in Berlin unvermindert weitergehen.

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Und zum Jahresende noch ein paar neue Dateien auf Commons

Gestern las ich in einer Zeitung, es sei vielen Menschen ein Kreuz, sich schon wieder an eine neue Jahreszahl gewöhnen zu müssen. Und bevor man sich unter dieses Joch beugt, wählen vielleicht daher viele einen Blick zurück. Gemeinsam haben wir in der Zusammenarbeit mit den Kultur- und Gedächtnisinstitutionen einiges in 2013 geschafft. Im internationalen Diskurs werden diese Institutionen unter dem Akronym GLAM (Galleries, Libraries, Archives and  Museums) zusammengefasst. Die vielen 2013-Projekte der Freiwilligen und von Wikimedia Deutschland wurden in diesem Blog beschrieben. Unter der Kategorie “Kultur” , findet man alle Beiträge . Hier will ich nur auf die Punkte eingehen, die auch im kommenden Jahr noch Bedeutung haben werden. Zum Beispiel wurde im Frühjahr in Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Wikiprojekt:Römischer Limes und Wikimedia Deutschland (WMDE) eine Limeskarte, die Geodaten, Zeitpunkte und Wikipedia-Arikel in verschiedenen Sprachen zur  Grenze des römischen Reiches mit einander vernetzt, erstellt. Aber noch konnte sie nicht in die Wikipedia integriert werden. Die Integration von interaktiven Karten und Apps in die Wikipedia wird auch in 2014 ein Thema bleiben.

On Tour von Braunschweig nach Görlitz

Eine Programmlinie, die ebenfalls in das kommende Jahr weiterführt, ist  ”GLAM on Tour”. Klar inspiriert durch die Limeskarte kam es im Sommer zur Zusammenarbeit mit dem Braunschweigischen Landesmuseum (BLM) für die Ausstellung “Die Römer kommen”.   Ohne das Engagement der  Wikipedianer vor Ort wäre aber jede Inspiration eine Träumerei geblieben. So gibt es hunderte neue Fotos und etliche neue Artikel. Besonders erfreulich, die Auszeichnung des Artikels zur Schlacht am Harzhorn, um die die Ausstellung kreist, zum Wikipedia-Artikel des Tages am 30. September. Derzeit laufen die Gespräche für eine erneute Kooperation zur Ausstellung “1914″ im BLM. Auch die Ergebnisse der lokalen Wikipedianer in der Lausitz im Zuge der zweiten “GLAM on Tour” Station in Görlitz können sich sehen lassen. Wir waren zu Gast bei der Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften (OLB). Die OLB unterstützt auch das Folgeprojekt zu den Umgebindehäusern, das im nächsten Jahr im Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland stattfinden soll. 2014 wollen wir mindestens drei weitere “GLAM on Tour” Stationen organisieren. Der Auswahlprozess läuft. Durch die “Kulturinitiative” im Herbst haben sich sehr viele spannende Kontakte von WMDE-Fördermitgliedern zu GLAM-Einrichtungen aufgetan. Vorschläge sind weiterhin willkommen.

An Bord eines Tankers

Das Format “Wikipedian in Residence” kam 2013 nur einmal zum Tragen. In Zusammenarbeit mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen gelang es erstmals im öffentlich rechtlichen Rundfunk, Mediendateien unter eine Freie Lizenz zu stellen. Es waren vorwiegend Infografiken, die im Zuge des online ZDF-Faktenchecks ausgearbeitet wurden. Mag das manch einem als dürftig erscheinen, so ist damit jedoch ein Präzedenzfall geschaffen worden, der in der Diskussion um die freie Nachnutzbarkeit von Staatlichen Werken nicht zu unterschätzen ist. Wir sind gespannt, ob der schwerfällige Tanker  ZDF zu den Europawahlen 2014 den Faktencheck wieder reaktivieren wird. 2014 sind mögliche  ”Wikipedians in Residence” auf den auf der WMDE-Mitgliederversammlung beschlossenen neuen Fonds zur Förderung des Freien Wissens angewiesen. Personen und Institutionen können dort  Projekte zur Förderung vorschlagen. Die Auswahl der Förderprojekte obliegt der Community. Der Fonds verfüg über 250.000 €.Die  Seite wird zur Zeit überarbeitet.

Über die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit von GLAMs und WMDE wurde auch auf der Konferenz “Zugang gestalten” Ende November gesprochen. Über 200 Vertreter des GLAM-Bereiches trafen in Berlin zusammen und diskutierten ihre digitale Agenda mit Vertretern der Politik, des Justizwesens und der Zivilgesellschaft. WMDE war einer von siebenVeranstaltern. Die Diskussion wird 2014 fortgesetzt.

Die Junge Union Niedersachsen als Wegbereiterin der Piraten. Schon 1978 nutzte sie gemeinfreie Werke – hier von Peter Paul Rubens das Historienbild “Raub der Töchter Leukippos” – für ihre Werbung. Es sei dahin gestellt, ob viele Frauen sich aufgrund dieses Plakates für die Junge Union bzw. CDU erwärmen konnten. Die Niedersächsin Frau von der Leyen entschloss sich bekanntermaßen erst 12 Jahre später zur Mitgliedschaft. Credit: By CDU [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

… und noch ein paar neue Dateien

Aber eigentlich ist heute ja noch Weihnachten und daher nun zum Schluss noch eine frohe Botschaft. Lang angekündigt haben wir endlich die von der Konrad Adenauer Stiftung bereitgestellten mehrere Tausend Wahlplakate und ähnliches Material in Wikimedia Commons hochladen können. Wie so oft war mit der freien Lizenzierung nur die Möglichkeit geschaffen worden, die Medien über Wikimedia Commons zu erschließen. Aber das eigentliche Hochladen ist entweder mühevolle Handarbeit oder erfordert eine Programmiertätigkeit- beides kostet Zeit. Die Plakate sind eine Quelle der Zeitgeschichte und damit natürlich für viele Wikipedia-Autoren spannend. Doch die CC-BY-SA-Lizenz erlaubt noch mehr: die Freie Nachnutzung und selbst die Bearbeitung, solange nur der Urheber genannt bleibt. Welche kreativen Köpfe sich von dem Material ansprechen lassen werden?

 

In diesem Sinne Euch und Ihnen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

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