Monatsbericht März

TEAM COMMUNITYS

Geförderte Projekte

Dank einer Stifterkampagne von Benutzer:Ak ccm in Print- und Online-Fachmedien, gab der Pilzsammler Thomas Pruß seine umfangreiche Bildersammlung frei. 1840 Dateien konnten auf Commons geladen werden. Sie zeigen vor allem bekannte Pilzarten, aber auch einige noch unbestimmte Pilze, die hoffentlich bald zugeordnet werden können. Wikimedia Deutschland hat im Rahmen des Förderprogramms “Bilderschatz den Upload zu übernommen. Alle Bilder sind in der Category:Photographs by Thomas Pruß zu finden.

Wikimedia Deutschland stellte die Reisekosten für ein erstes WikiCon-Vorbesprechungstreffen am 13. März in Berlin. Dabei wurde entschieden, wieder die bereits letztes Jahr von Freiwilligen entwickelte Datenbank für die Anmeldung der Konferenz-Teilnehmer einzusetzen.

Auf der Stammtischseite wurde ein Bericht des von WMDE geförderten 57. Treffen des Wikipedia-Stammtisches Ruhrgebiet am 8. März in Dortmund veröffentlicht.

Der 14. Fotoworkshop fand diesmal vom 14.–16. März in Berlin in den Offenen Räumen von Wikimedia Deutschland statt. WMDE förderte die Veranstaltung mit dem Verleih von Technik und durch Reisekostenerstattungen.

Die Fotografen des Festivalsommers besuchten am 13. März die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2014 – “Unser Song für Dänemark”. Wikimedia Deutschland förderte das Projekt mit Reisekostenerstattungen und mit Fototechnik. Bisher wurden 183 hochwertige Fotos der Veranstaltung und insbesondere der aufgetretenen Künstler auf das freie Medienarchiv Commons gestellt.

Anlässlich der neuen Folgen der Kinderserie Wickie besuchten Commons-Fotografen am 27. März einen Pressetermin des ZDF, um vor Ort freie Aufnahmen der Synchronsprecher, Musiker und Redakteure einzufangen. Wikimedia Deutschland förderte das Projekt mit der Bereitstellung von Foto- und Videoausrüstung und der Übernahme von Reisekosten. Weiterlesen »

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Girl Power bei Wikimedia Deutschland

Dies ist ein Gastbeitrag von Silvia Stieneker, freie Mitarbeiterin im Projekt “Women edit.

Girls’ Day @ Wikimedia Deutschland, Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Wikimedia Deutschland beteiligte sich in diesem Jahr am Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag. Der bundesweite Aktionstag soll Schülerinnen dazu ermuntern, über den Tellerrand zu schauen und zu entdecken, welche beruflichen Möglichkeiten es gibt. Außer der beruflichen Vielfalt stand auch das Thema “Freies Wissen” auf dem Stundenplan.

Klar, alle Teenager kennen Wikipedia – aber wie die Inhalte der Enzyklopädie zustande kommen wissen ja selbst viele Erwachsene noch nicht. Mit Arbeitsblättern aus der Wikipedia-Klicksafe-Broschüre und durch eigene Editier-Versuche fanden die Mädchen schnell heraus, dass Wikipedia-Artikel von allen bearbeitet werden können – und dass nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland die Texte schreiben. Aber was machen die denn dann? Bei einem Rundgang durch die Büros konnten die Teilnehmerinnen spannende Berufe kennen lernen. Was macht eine Event-Managerin? Warum liegen bei der System-Administratorin so viele Kabel auf dem Schreibtisch? Und was bedeutet eigentlich Software-Entwicklung?

Besonders interessant fanden die Teilnehmerinnen das Thema OER (Open Educational Resources). Die “Befreiung des Wissens” aus den Schulbüchern erschien ihnen auf Anhieb sehr sinnvoll. Auch der Spaß kam nicht zu kurz am Girls’Day: Katzenmalereien auf der Katzen-Content-Tafel im Flur, Gummibärchen und Popcorn sowie ein Ratespiel (“Wie viele Bücher müsste man drucken, wenn es Wikipedia in Papierform gäbe?”) gab es auch.

Allen Beteiligten hat der Tag unheimlich viel Spaß gemacht. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen als Wikipedia-Autorin!

 

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Hep-Hep-GLAM! Kulturbegeisterte Wikipedianer trafen sich in Bremen

Ein Gastbeitrag von Conrad Nutschan

Bremer GLAM-Treffen 2014, By Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Am Wochenende der Zeitumstellung Ende März 2014 trafen sich in Bremen 28 Wikipedianer und Vertreterinnen und Vertreter von Wikimedia Deutschland (WMDE) zum 3. Austausch zu GLAM-Projekten für den deutschsprachigen Raum. Das gemeinsam erarbeite Programm wurde umrahmt von interessanten Informationen der Bremer Wikipedianer in Form von Führungen durch die Stadt, einer Preisverleihung für besondere Verdienste im Rahmen der Vorbereitung und einer Führung durch die Ausstellung “Archivsplitter” im Weserburg-Museum für Moderne Kunst.

Das Programm bot die Möglichkeit, Einblicke in durchgeführte Veranstaltungen der Aktiven von WMDE und Wikipedianern zu bekommen, dazu Fragen zu stellen und Kritik zu äußern. In Vorträgen wurden einzelne Vorhaben und Ideen präsentiert. Zu den geplanten sowie möglichen Projekten der Zukunft gehörten beispielsweise die Idee einer Kartierung des Sprachwandels gemeinsam mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Roger Bamkin in Bremen, By Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Es wurden Hilfsmittel wie QRpedia-Codes, interessante Werkzeuge zur Auswertung von Veranstaltungen und Freien Karten für die Zusammenarbeit mit GLAM-Institutionen vorgestellt, es gab eine Präsentation zu Softwareentwicklungen, etwa für die vereinfachte Nachnutzung von Bildern aus Wikimedia Commons und einen Stand der Dinge zu Wikidata. Einen größeren Raum nahm die Präsentation des Projektes BremenpediA ein, das Bremer Gebäude und Objekte mit QRpedia-Codes ausstattet, die zu Wikipedia-Artikeln führen. Ebenfalls initiiert von GLAM-Aktiven der Community und WMDE läuft das Programm “GLAM on Tour”. In den nächsten Monaten geht GLAM wieder auf Reisen und macht Ende April Station im Dreiländereck von Polen, Tschechien und Deutschland zum dortigen Arbeitstreffen zur Bebilderung von Umgebindehäusern.

Ebenfalls im Mai ist Station in Bonn zur Raumfahrtausstellung der Bundeskunsthalle “Outer Space”.  Weitere Stationen sind für Braunschweig, Brilon und Dessau geplant. Ende April treffen sich die Community der Entwickler und Coderinnen zum Startschuss des Kulturhackathon “Coding da Vinci” in Berlin, für den 15 Kultureinrichtungen eigens dafür umfängliche Datensets unter eine Freie Lizenz gestellt haben. Als gemeinsame Ressource für die Darstellung von GLAM-Projekten stellte Wikimedia Deutschland eine internationale Wikimedia-Initiative für einheitliche Templates für GLAM-Poster vor und holte bei den Freiwilligen Ideen zur Umsetzung und Wünsche ein. Weiterlesen »

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Willkommen, Natali Bosnjakovic!

Ich freue mich sehr, Natali Bosnjakovic als neue Leiterin Verwaltung und Personal bei Wikimedia Deutschland zu begrüßen.

Natali Bosnjakovic (Foto von Lisa Kirchner, CC-BY-SA 3.0)

Natali wird sich schwerpunktmäßig um den Aufbau einer Personalabteilung und um die gesamten Office-Abläufe kümmern. Im Personalbereich liegt der Schwerpunkt auf der Etablierung von Prozessen zur Mitarbeiterentwicklung, dem Bewerbermanagement sowie allen Fragen der Arbeitskultur. Im Office-Bereich wird Natali alle Prozesse innerhalb des Hauses optimieren, verantworten und zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Office-Team weiterentwickeln. Ein effizienter und organisierter Büroablauf ist hier ein klar gesetztes Ziel von Natali und dem Office-Team.

Natali hat mehr als 10 Jahre Berufserfahrung im Personal- und Office-Management, u. a. in der Schweiz und zuletzt bei einem Unternehmen in Berlin, wo sie für ein Büro mit über 7.000 qm und mehr als 400 Mitarbeiter für die Personalprozesse verantwortlich war. Natali hat somit in allen Bereichen, die für uns wichtig sind, theoretische und praktische Erfahrung: sie hat  u. a. Fortbildungspläne für Mitarbeiter erabeitet und zudem hat Sie Erfahrung im Gebäudemanagement, was für unsere neuen Räumlichkeiten am Tempelhofer Ufer ebenfalls wichtig ist. Natali hat bereits den Verwaltungs- und Personalbereich geleitet und freut sich auf die Herausforderung, dies nun für die Wikimedia Deutschland tun zu können.

Natali freut sich auf eine interessante Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Kollegen und Kolleginnen. Wer mit Natali direkt in Kontakt treten möchte, kann dies hier tun: natali.bosnjakovic@wikimedia.de. Jede Frage ist außerdem herzlich willkommen.

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Ein Alpha-Tier legt sein Beta ab: Deutsche Digitale Bibliothek geht in Regelbetrieb

Begleitet von den freundlichen Worten der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU)  ist heute in Berlin der Beginn des Regelbetriebs der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) gefeiert worden. Grütters legte einige Emphase in die Unterscheidung zu großen Internet-Playern wie Google, die im Hinblick auf die Zugangserleichterung zum kulturellen Erbe bereits mit Siebenmeilenstiefeln vorangeschritten sind:

Die DDB ist eine öffentliche, staatliche Antwort auf privatwirtschaftliche Aktivitäten. Datenmonopole müssen verhindert werden, nicht zuletzt deshalb, weil sie – über ihre negativen ökonomischen Auswirkungen hinaus – zu Deutungsmonopolen werden können, die eine freiheitliche Gesellschaft nicht akzeptieren kann.

Aufmerksame Leserinnen dieses Blogs werden sich womöglich daran erinnern, dass wir bereits im November 2012 den Beta-Start der DDB begrüßten. Und Wikimedia Deutschland freut sich über die Reihe an Fortschritten der DDB, von denen nur ein Teil für Endnutzer unmittelbar sichtbar, für die beteiligten Kulturinstitutionen jedoch durchaus relevant sind. Einige davon möchte ich im Folgenden hervorheben:

Normdaten

Normdaten helfen, Inhalte zu gleichen Personen zusammenzuführen – auch dann, wenn diese zu Lebzeiten unter verschiedenen Namen auftraten (z.B. Herbert Frahm als Willy Brandt) – oder wenn zwei verschiedene Personen mit gleichem Namen zu differenzieren sind (Gerhard Schröder[1 und 2]). Mittels neuer Personendatenseiten auf der DDB könnten in Zukunft passgenau die Inhalte von und über Personen einheitlich dargestellt werden. Zudem verlinkt die DDB jetzt sehr konsequent auf Wikipedia-Einträge, sofern diese vorhanden sind. Der Nutzen dieser Funktion wird mit der Qualität der Metadaten zu den einzelnen Objekten der DDB steigen und fallen.

API

Diese gute Nachricht war uns schon 2013 eine kurze Notiz wert: Die API der DDB steht und sie liefert konsequent CC0-freigegebene Daten aus. Wir halten diesen Weg für richtig und gratulieren der DDB, sich bei dieser Entscheidung für eine konsequente Freigabepolitik entschieden zu haben. Mittels API können aus dem Metadatenbestand der DDB Daten übernommen und für eigene Vorhaben nachgenutzt werden.

Lizenzinformationen

Überall, wo dies schon als Information vorliegt, werden in der DDB die Informationen zum Lizenzstatus von via DDB auffindbaren Inhalten angezeigt. Dies ist eine nötige Vorstufe auf dem Weg zu einer Deutschen Digitalen Bibliothek nach Open Access-Kriterien, wie es seit Beginn des Projektes formuliert wurde.

Coding Da Vinci

Die Deutsche Digitale Bibliothek und Wikimedia Deutschland sind gemeinsam Partnerinnen einer Phalanx aus Einrichtungen, die Ende April den Kulturhackathon Coding Da Vinci veranstalten. Zu den bereitgestellten Daten zählen auch jene, die über die API der DDB nachnutzbar sind. Über diesen Beitrag freuen wir uns ganz besonders.

Vergleicht man die Neuerungen des letzten Jahres mit den Forderungen von Wikimedia Deutschland aus dem November 2012, kann man sicherlich erahnen, warum wir uns über den Eintritt in den Regelbetrieb der DDB freuen. Nach Angaben der Kulturstaatsministerin sind bislang über 20 Millionen Euro in die Entwicklung und den Betrieb der DDB geflossen, weiteres Geld wird nötig sein. Für den Frühjahr 2014 wird es zur Veröffentlichung eines Evaluationsberichtes kommen, der die Grundlage für eine dauerhafte Finanzierung der DDB durch Bund und Länder sein könnte.

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Wikimedia:Woche 6/2014

Willkommen zur sechsten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 6/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Mitgliederversammlung WMAT wahrscheinlich am 14. Juni in Klagenfurt

Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Österreich wird voraussichtlich am 14. Juni in Klagenfurt stattfinden.

WMUK schickt Rundbrief an Mitglieder des Europaparlamentes

Wikimedia UK hat einen Brief an alle Mitglieder des Europaparlamentes aus UK geschickt. Der Brief enthält einen Aufruf zur Unterstützung von Urheberrechtsänderungen, genauer gesagt zu den Themen Panoramafreiheit, verwaiste Werke und Gemeinfreiheit staatlich finanzierter Werke .

Wiki-Dialog gestartet

WMAT, WMCH und WMDE haben den Wiki-Dialog gestartet. In ihm können Online-Treffen zusammen gestaltet werden, in denen erfahrene Wikipedianerinnen und Wikipedianer ihre Erkenntnisse und Fähigkeiten teilen.

Alice Wiegand kandidiert erneut für das Kuratorium der Wikimedia Foundation

Alice Wiegand, seit knapp zwei Jahren Mitglied im Board of Trustees der Wikimedia Foundation, hat ihre erneute Kandidatur für das Kuratorium bekannt gegeben. Ihre Kandidatur wird dabei ausdrücklich von Wikimedia Deutschland unterstützt. Neben Alice kandidiert auch Patricio Lorente zum erneuten Mal. Weitere Kandidierende sind noch nicht bekannt, die Ernennung der zwei Mitglieder durch die Chapter und die Thematische Organisation Amical findet im April statt.

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HIVE Berlin – Vernetzt lernen im digitalen Zeitalter

HIVE Berlin Logo, CC-BY 4.0 via Wikimedia Commons

Das digitale Zeitalter verändert die Art des Lernens: Immer stärker findet die Aneignung und Weitergabe von Wissen und Kompetenzen auch außerhalb klassischer Bildungseinrichtungen statt, vor allem im Internet. Mit dem HIVE Berlin Lernnetzwerk sollen 2014 verschiedene formelle und informelle Lernumgebungen in Berlin stärker miteinander vernetzt, Pilotprojekte angestoßen und so Freie Inhalte für die Wikimedia Projekte geschaffen werden. 

Während Lernen früher noch nahezu ausschließlich in klassischen Bildungseinrichtungen wie Schule oder Universität stattfand, ergänzen wir heute unser dort erworbenes Grundwissen individuell je nach unseren Interessen in vielen verschiedenen anderen (virtuellen und physischen) Lernumgebungen. Indem wir beispielsweise in unserer Freizeit ins Museum gehen, uns in Wikipedia den Artikel über den Goldhamster durchlesen oder uns auf einer Videoplattform eine Anleitung zur Reparatur eines kaputten Fahrradschlauches anschauen, eignen wir uns zusätzliches Wissen an. Gleichzeitig geben wir unsere erworbenen Kenntnisse an andere weiter, etwa indem wir online Fragen zu den verschiedensten Themen in (Fach-)Foren beantworten oder selber einen Wikipedia-Artikel schreiben oder zumindest ergänzen. Damit sind wir nicht mehr länger ausschließlich Konsumierende von Lehrinhalten, sondern produzieren diese auch und werden damit zu Lehrenden.

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OER-Sprint – Gemeinsam Bildungsmaterialien erschaffen

Am 5. Mai, einen Tag vor Beginn der re:publica, erarbeiten wir gemeinsam Unterrichtsmaterialien zum Thema Digitale Gesellschaft. Dabei probieren wir ein neues Format aus: Den OER-Sprint. Eingeladen sind alle, die sich für Open Educational Resources (OER) interessieren und selbst einmal Bildungsmedien entwerfen möchten – vom erfahrenen Lehrenden bis zum kompletten Neuling.

Gemeinsam Bildungsmaterialien gestalten: So in etwa soll der Sprint aussehen. Bild: Tekniska Museet CC-BY 2.0 via Wikimedia Commons

Über Freie Bildungsmaterialien – gerne als OER abgekürzt – wird viel theoretisch geschrieben und diskutiert. Wikimedia Deutschland bietet dafür einige Foren wie die OER-Konferenz, die Veranstaltung Europe goes OER oder auch den OER-Book Sprint im November 2013. Gemein ist all diesen Aktivitäten, dass wir über das Thema auf einer Meta-Ebene sprechen. Freie Bildungsmaterialien sind als Konzept für viele Menschen aber zu abstrakt. Wikimedia Deutschland möchte das Thema nun aus einer praktischen Perspektive angehen.

In viereinhalb Stunden zur Unterrichtseinheit

In einem viereinhalbstündigen Workshop erarbeiten wir Freie Bildungsmaterialien zum Thema Digitale Gesellschaft – also dem Themengebiet, um das sich auch die re:publica dreht. Themen dabei können unter anderem Datenschutz, Freiheit im Netz, Ausspähung, Trolling oder kollaboratives Arbeiten sein.

Die Form der Materialien ist offen: Ob es sich jeweils um Arbeitsblätter, Gruppenaktivitäten, Fragebögen, Videos oder eine Mischung aus alldem handelt, ist den Teilnehmenden überlassen. Die einzige Voraussetzung: Die Ergebnisse müssen unter Freien Lizenzen veröffentlicht werden. Die erarbeiteten Ressourcen werden im Anschluss auf unserem Stand auf der re:publica gezeigt und gleichzeitig der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Ein neues Format

Ganz dem re:publica-Motto “Into the Wild” folgend wagen wir uns mit dem Format in unbekanntes Gebiet vor: Unseres Wissens handelt es sich um den ersten OER-Sprint überhaupt. Methodisch lehnt sich die Veranstaltung an einen Book Sprint an, bei dem Teilnehmende innerhalb von wenigen Tagen gemeinsam ein Buch erarbeiten. In diesem Fall sollen allerdings nur einzelne Materialien und Unterrichtseinheiten entstehen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle bildungs- und netzpolitisch Interessierten. Besonders willkommen sind Lehrerinnen und Lehrer. Alle Teilnehmenden sollten ihre eigenen Laptops oder Tablets mitbringen. Vorkenntnisse in der gemeinsamen Arbeit im Netz sind von Vorteil. Gehostet wird der Sprint von der Kooperative Berlin.

Datum: 5. Mai

Uhrzeit: 15:00 – 19:30

Ort: Wikimedia Deutschland, Tempelhofer Ufer 23/24, 10963 Berlin

Anmeldung: Hier

Eintritt: Frei

Mitbringen: Laptop oder Tablet

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Free as in Closed: Das Getty-Beispiel

Ein von einer Kamera fehlerhaft abgespeichertes Bild, es bleiben JPEG-Artefakte

Seit Anfang März 2014 bewirbt die Firma Getty Images eine Funktion zur Einbindung von bestimmten Bildern aus dem Getty-Bildrepertoire in eigene Webseiten und Blogs. Die Nutzung dieser Einbindungsfunktion von Getty-Bildern ist kostenlos für nichtkommerzielle Zwecke. Wikimedia Deutschland e.V. wurden von verschiedenen Seiten um eine Stellungnahme oder Einschätzung dieses Dienstes gebeten.

Eingeschränkte Nutzungsrechte

Getty Images erlaubt in seinen Nutzungsbedingungen im Abschnitt “Embedded Viewer” das Einbinden ausgewählter Bilder aus dem Getty-Gesamtbestand. Getty behält es sich jedoch vor, Bilder aus dieser Auswahl wieder herauszunehmen. Das Einbinden darf nur zu einem “redaktionellem Zweck“ erfolgen, nicht jedoch für kommerzielle, diffamierende, pornografische oder sonstige ungesetzliche Zwecke. Umgekehrt lässt sich Getty Images für sich und für beauftragte Dritte das Recht zur Erhebung von Nutzungsdaten einräumen sowie das Recht, Werbung am Einbindungsort zu schalten oder diese Technik auf andere Weise zu monetarisieren. Ein Anspruch auf Umsatzbeteiligung ist ausdrücklich ausgeschlossen.

Hier werden bereits die Unterschiede gegenüber der Einbindung von Inhalten unter Freier Lizenz deutlich: Diese erlaubt das Speichern, Vervielfältigen, Veröffentlichen und Bearbeiten von Inhalten, auch zu kommerziellen Zwecken, ohne dazu eine Gegenleistung wie Nutzerdaten oder Werbeeinblendungen einzufordern.

Verborgene Risiken

Bei der Einbindung von Getty-Bildern sind Chancen und Risiken sehr ungleich auf beide Vertragspartner verteilt. Für die Möglichkeit, niedrig aufgelöste Versionen von handwerklich in der Regel sehr guten Bildern auf der eigenen Seite eingebettet darstellen zu können, verliert ein Seitenbetreiber ein großes Maß an Kontrolle über das, was auf seiner eigenen Seite abläuft, und wofür er im Zweifel auch juristisch geradestehen muss. Bedenklich ist der durch die technische Umsetzung erzeugte große Abfluss an Nutzungsdaten an eine Vielzahl an Firmen. Alleine hier sollten Seitenbetreiber ausführlich auf die Einhaltung anwendbaren Datenschutzrechts achten und auf mögliche Verpflichtungen, Besucher der eigenen Seite über diese Datenerhebung zu informieren oder ihnen gar die Option zum Widerspruch gegen diese Art der Datenerhebung und -verarbeitung einzuräumen.

Die Prüfung, ob ein Seitenbetreiber vom Verbot der Nutzung zu kommerziellen Zwecken betroffen ist, obliegt dem Seitenbetreiber selbst. Unterschiedliche Auffassungen zwischen Seitenbetreiber und Getty darüber, wo diese kommerzielle Nutzung anfängt, könnten indes Quelle künftiger Auseinandersetzungen werden. Dem gegenüber gibt es diese Unsicherheit nicht bei Lizenzen, die von vornherein auch die kommerzielle Nutzung erlauben und zudem nicht noch über moralisch auszulegende Verbote (diffamierend, pornografisch) Unsicherheit schaffen.

Geschichte wiederholt sich

Ebenfalls gravierend ist die mangelnde Nachhaltigkeit des Angebots, das ohne Fristen eingestellt oder verändert werden kann. Gerade bei Getty gibt es hier den Präzedenzfall einer fast baugleichen Anwendung namens „Picapp“, die ab 2008 die Einbindung unter anderem von Getty-Bildern für nichtkommerzielle Zwecke erlaubte. Dieses Angebot wurde nach der Übernahme der Picapp-Mutter “Picscout” eingestellt; alle Webseiten, die Bilder auf diese Weise eingebunden haben, sind mit dem Szenario konfrontiert, dass damals schön anmutende Seiten inzwischen von ungültiger Auszeichnungssprache verunstaltet werden (wie beispielsweise diese Seiten, die Picapp verwendeten und nun quasi trocken gelegt wurden). Es gibt bislang keine Hinweise von Getty, dass man bei dem aktuellen Angebot anders verfahren möchte als beim Picapp-Angebot.

Demgegenüber erlauben Inhalte unter Freier Lizenz das Speichern auf eigener Infrastruktur. Wird der ursprünglich bereitstellende Dienst eingestellt, reißt dies keine Löcher in die Webseiten dritter.

Die Tücke der Technik

Getty-Bilder werden dauerhaft über einen Dienst auf  embed.gettyimages.com eingebunden, neben dem Bild selbst werden je eine javascript-Datei, eine CSS-Datei und Buttons zum Teilen der Bilder über Tumblr und Twitter ausgeliefert. Die Bilddateien selbst kommen in fester Größer über einen Amazon-Dienst namens CloudFront. Technische Konsequenz: Es ist damit neben Getty auch Amazon, Yahoo, Twitter und Goolge grundsätzlich möglich, jeden Besuch eines Nutzers auf einer Seite nachzuvollziehen, die ihrerseits ein Getty-Bild eingebunden hat und möglicherweise auch mit anderen Nutzerinformationen, die bereits vorliegen, zu verknüpfen.

Kontrast zu Open Content

Das Getty-Angebot steht damit in starkem Kontrast zu den unter Freier Lizenz veröffentlichten Bildern von Wikimedia Commons, dem inzwischen beeindruckend großen freien Medienarchiv. Unter einer freien CC-Lizenz bereitgestellte Bilder dürfen lokal gespeichert werden, es findet kein Datenabfluss an Dritte statt, insbesondere bezüglich der Nutzungsdaten von Seitenbesuchern. Bei Verwendung unter Einhaltung der jeweiligen Lizenzbedingungen ist bei Wikimedia Commons eine zeitlich unbeschränkte Nutzung – auch zu kommerziellen Zwecken – erlaubt. Das Risiko nachträglicher, unerwünschter Effekte auf eigenen Webseiten, etwa unzugänglicher Getty-Bilder, entfällt damit. Ebenso wird das Risiko ausgeschlossen, dass Seitenbesucher mit Werbung konfrontiert werden, über die der Seitenbetreiber keine Auswahlmöglichkeit hat und an deren Schaltung er darüber hinaus nicht finanziell beteiligt ist.

Zusammenfassung

Beim Embedding-Werkzeug von Getty handelt es sich um ein Geschäftsmodell, das die verhältnismäßig einfache Nutzung von Bildern für bestimmte Seitenbetreiber verspricht. Gettys Angebot ist dabei “free” im Sinne der Kostenfreiheit, es sind jedoch keine Nutzungsfreiheiten damit verbunden, wie sie für Freie Inhalte gelten.

Wikimedia Deutschland e.V. rät zur Freigabe und Verwendung frei lizenzierter Inhalte. Projekte wie Wikimedia Commons können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Werkschaffende mit Nutzerinnen und Nutzern zusammenzuführen und den Zugang zu qualitativ hochwertigen Medieninhalten erheblich zu vereinfachen. Seit nunmehr 10 Jahren steht Wikimedia Commons für die Verfügbarmachung von Archivbeständen und leistet  einen wichtigen Beitrag für die Verbreitung von Bildungs- und Kulturinhalten. Projekte, die auf Freien Lizenzen basieren, sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt und stehen nicht im Widerspruch zu kommerziell arbeitenden Unternehmungen. Es stünde Getty ausdrücklich frei, im Rahmen der freien Creative-Commons-Lizenzen auch die darunter lizenzierten Bilder zu verbreiten und sie gleichzeitig kommerziell zu verwerten.

Wir freuen uns über Rückmeldungen, Ergänzungen oder Hinweise auf unbeantwortete Fragen.

Literaturhinweise

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Wikimedia Conference 2014 in Berlin – same procedure as every year?

Vom 10. bis 13. April 2014 ist Wikimedia Deutschland wieder Gastgeber der internationalen Wikimedia Conference. Bei der jährlichen Veranstaltung treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Wikimedia-Organisationen (Wikimedia Chapter, Thematische Organisationen, Nutzergruppen) sowie der Wikimedia Foundation und weiterer Gremien wie dem Funds Dissemination und dem Affiliations Committee, um über die Struktur, Zusammenarbeit und die Zukunft des Wikimedia-Universums zu beraten. Es ist das fünfte Mal, dass wir die #wmcon ausrichten und wir erwarten etwa 150 Teilnehmende aus der ganzen Welt im Tagungszentrum des Tagesspiegel-Verlages in Berlin.

Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde das austragende Chapter für 2014 mittels eines einfachen Bewerbungsverfahrens ausgewählt. Nach Sichtung von vier Bewerbungen hat das eigens dafür eingesetzte Location Committee Wikimedia Deutschland den Zuschlag gegeben. Geändert haben sich auch die Zuständigkeiten: Bisher war der Gastgeber sowohl für die Austragung und für das Programm verantwortlich, und in unserem Fall auch für die Übernahme eines Großteils der Kosten. In diesem Jahr übernimmt die Wikimedia Foundation den finanziellen Part und ist auch für die Reisebuchungen der Gäste zuständig. Unser Event-Team (Merci an Wenke und Daniela!) kümmert sich um alles rund um den Veranstaltungsort, die Versorgung der Teilnehmenden sowie das Rahmenprogramm.

Was sind die heißen Themen?

Wrap-up WMCON 2011, by Anna Lena Schiller, CC-BY-SA 3.0.

Ein Programmteam aus Personen mit unterschiedlichsten Hintergründen (Boardmitglieder verschiedener Chapter, Community-Mitglieder, Angstellte von Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland) arbeitet seit Monaten daran, die verschiedenen Interessen der Organisationen einzufangen und in ein Programm zu gießen. Ich selber gehöre dem Team an, und wir werden unterstützt von Anna Lena Schiller und Andreas Karsten, die auch die Moderation der Konferenz übernehmen. Gemeinsam haben wir eine Übersicht aller Programmpunkte erstellt und nun auch einen ersten Programmentwurf veröffentlicht. Damit sich die Konferenz klar von Veranstaltungen wie der Wikimania oder der lokalen WikiCon abhebt, liegen die Schwerpunkte in diesem Jahr noch deutlicher auf der Organisationsstruktur, der Strategie, den Zielen und der Zukunft des Wikimedia Movements. Erkenntnisse aus dem Chapters Dialogue dienen als Grundlage für viele der Programmpunkte, außerdem stehen Sessions zu Themen wie Professionalisierung, Förderprogrammen, Fehlerkultur und den Affiliate Selected Board Seats an.

Die Konferenz soll vor allem dazu anregen, bessere Strukturen für den Erfahrungsaustausch zu etablieren, Grundlagen für transparente Entscheidungsprozesse zu legen, das gemeinsame Verständnis für Strategie- und Förderprozesse zu stärken, die über Jahre gewachsene Organisationsstruktur selbstkritisch zu analysieren und Handlungsempfehlungen für die gemeinsame Zukunft zu erarbeiten. Neben den inhaltlichen Zielen soll die Konferenz auch den persönlichen Austausch unter den internationalen Schlüsselfiguren stärken und Hemmungen oder Spannungen, die sich im Laufe des Jahres in der Online-Zusammenarbeit ergeben, abbauen.

Gibt es auch ein Rahmenprogramm?

Ja! Die Konferenz ist nur mit Anmeldung zugänglich, und die Teilnehmerzahl pro Organisation ist begrenzt. Trotzdem gibt es für die geneigte lokale Community die Möglichkeit, ein bisschen internationale Wikiversum-Luft zu schnuppern und Schlüsselfiguren (ein Blick auf die Teilnehmerliste lohnt sich!) aus den Wikimedia-Organisationen und -Gremien kennen zu lernen:

Am Donnerstag, Freitag und Sonntag ab 18 Uhr gibt es in den Räumen von Wikimedia Deutschland einen gemütlichen Tagesausklang bei Snacks und Getränken. Dabei ist kein spezielles Programm vorgesehen; es geht vor allem darum, die wertvolle Zeit, in der so viele gleichgesinnte Menschen an einem Ort sind, auch außerhalb der regulären Konferenzzeiten für Gespräche, Pläne und internationale Verständigung zu nutzen.

Am Samstag ab 19 Uhr laden wir außerdem wikimedianisch Interessierte zu einer kleinen Party im Frannz Club im Prenzlauer Berg ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wer Lust hat, vorbei zu schauen, ist herzlich Willkommen.

Fragen zur Veranstaltung selber nimmt unser Event-Team unter wmcon@wikimedia.de entgegen, bei Fragen oder Ideen zur internationalen Vernetzung wende dich gerne direkt an mich unter nicole.ebber@wikimedia.de.

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