Wikisource: ein Projekt wird 30.000

Das Wikisource-Logo

Wikisource ist eines der Projekte der Wikimedia Foundation und damit eines der Schwesterprojekte der Wikipedia. Wikisource ist eine Sammlung von Quellentexten, die entweder urheberrechtsfrei sind oder unter einer freien Lizenz stehen. Das deutschsprachigen Wikisource hat vor kurzem die Schwelle von 30.000 gesammelten Quellentexten überwunden.

Der Wikisource-Aktive Konrad Stein hat anlässlich dieses Meilensteines eines Artikel im Wikipedia-Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der deutschsprachigen Wikipedia geschrieben. Wir freuen uns, diesen Text leicht redaktionell angepasst, hier veröffentlichen zu können.

Das Logo ist Programm: Ein Eisberg, man sieht die Spitze, „doch das im Schatten sieht man nicht“ (jedenfalls nicht gleich). Die Rede ist von Wikisource. Was ist Wikisource? Wenn Wikipedia das Lexikon der Welt ist, so ist Wikisource die Bibliothek der Welt (und de.wikisource.org die Bibliothek der deutschsprachigen Welt). Hier geht es nicht um schnelle, verlässliche Informationen über ein Wissensgebiet, hier geht es um sichere, verlässliche Texte zu diesem Wissensgebiet! Verlässlichkeit und Relevanz sind die Leitplanken von Wikisource.

Um ein Beispiel zu geben: Grimms Märchen. Wikisource gibt nicht einfach nur den Text von Grimms Märchen, sondern gibt alle Kinder- und Hausmärchen in allen Fassungen aller Auflagen von der ersten 1. Auflage 1812/15 bis zur 7. Auflage 1857 (Lebenszeit der Grimms). Hier kann jeder einsteigen: der Märchenliebhaber, dem die Erinnerung verblasst, bis zum Forschenden, der es auf Punkt und Komma genau braucht.

Apropos Verlässlichkeit: Bei Wikisource wird bis auf Punkt und Komma genau wiedergegeben, was die großen (und kleineren) Geister der Weltgeschichte über die Welt und ihre Geschichte gedacht – und vor allem: geschrieben – haben. Um das klar zu sagen: Jeder kann den Ursprung und das Ergebnis miteinander vergleichen. Rechts ist das Original zu sehen, links die Übertragung. Und wer einen Fehler findet: her damit! Im Unterschied zu den akademischen Druckwerken, verbessert sich WS täglich, stündlich… Weiterlesen »

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Wikidata auf dem Media Hack Day

Am 23. und 24. März fand in den Räumen des „Axel Springer Plug&Play Accelerator“ der Media Hack Day statt, in dessen Rahmen Programmiererinnen und Programmierer in einem Hackathon an Anwendungen, Webseiten und Apps zur Zukunft des Journalismus codierten.

Wikidata war API-Partner des Events (zusammen mit Axel Springer, storyful, Der SPIEGEL, sanoma, watchmi, Getty Images und embed.ly) und in diesem Rahmen auch das einzige Projekt auf der Grundlage von Freiem Wissen und Open Source.

Spannend für das Team hinter der Software-Entwicklung von Wikidata war insbesondere die Zusammenarbeit mit Interessierten, die bisher nicht unbedingt mit der Mediawiki-API gearbeitet hatten und zum Teil auch Wikidata nicht kannten. Der Umgang mit der Programmierschnittstelle für strukturierte Daten aus Wikidata wurde bei einem Workshop vermittelt. Aufgeputscht von Energydrinks und dem Spaß am Coden blieb dann Adam Shorland vom Wikidata-Team noch die ganze Nacht vor Ort, um bei der Einbindung in die Projekte zu helfen.

Am nächsten Mittag konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Am besten hat uns der Einsatz der Wikidata-API im Projekt „News-Sightseeing“ gefallen, bei der Nachrichten und Informationen passend zum aktuellen Standort angezeigt werden. Olcay Buyan, Devran Ünal und Kai Mysliwiec — das Team hinter News-Sightseeing — haben deshalb auch den API-Preis von Wikidata bekommen: ein Swag-Paket mit T-Shirts, Blöcken, Ansteckern und mehr mit dem Wikidata-Logo.

Freies Wissen und Open Source haben sicher ein Geschäftsmodell, das von deren der anderen beteiligten Firmen deutlich abweicht. Das Teilen und dadurch das Vermehren von Wissen ist aber nicht nur bei Wikidata das, was wir uns unter der Zukunft des Journalismus vorstellen — wir stellen uns auch eine ganze Welt vor, in der das gesamte Wissen der Menschheit jedem und jeder frei zugänglich ist.

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Wikimedia:Woche 7/2014

Willkommen zur siebten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 7/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Katherine Maher neuer Chief Communications Officer der Wikimedia Foundation

Katherine Maher beginnt am 14. April ihre Arbeit als Chief Communications Officer bei der Wikimedia Foundation. Dort besetzt sie die Stelle, die bis zum Oktober 2013 Jay Walsh innehatte.

Ziko van Dijk verabschiedet sich als Präsident des niederländischen Chapters

Ziko van Dijk schreibt einen Abschiedsbrief, auf die er auf seine Jahre im Board von Wikimedia Nederland zurückblickt.

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Monatsbericht März

TEAM COMMUNITYS

Geförderte Projekte

Dank einer Stifterkampagne von Benutzer:Ak ccm in Print- und Online-Fachmedien, gab der Pilzsammler Thomas Pruß seine umfangreiche Bildersammlung frei. 1840 Dateien konnten auf Commons geladen werden. Sie zeigen vor allem bekannte Pilzarten, aber auch einige noch unbestimmte Pilze, die hoffentlich bald zugeordnet werden können. Wikimedia Deutschland hat im Rahmen des Förderprogramms “Bilderschatz den Upload zu übernommen. Alle Bilder sind in der Category:Photographs by Thomas Pruß zu finden.

Wikimedia Deutschland stellte die Reisekosten für ein erstes WikiCon-Vorbesprechungstreffen am 13. März in Berlin. Dabei wurde entschieden, wieder die bereits letztes Jahr von Freiwilligen entwickelte Datenbank für die Anmeldung der Konferenz-Teilnehmer einzusetzen.

Auf der Stammtischseite wurde ein Bericht des von WMDE geförderten 57. Treffen des Wikipedia-Stammtisches Ruhrgebiet am 8. März in Dortmund veröffentlicht.

Der 14. Fotoworkshop fand diesmal vom 14.–16. März in Berlin in den Offenen Räumen von Wikimedia Deutschland statt. WMDE förderte die Veranstaltung mit dem Verleih von Technik und durch Reisekostenerstattungen.

Die Fotografen des Festivalsommers besuchten am 13. März die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2014 – “Unser Song für Dänemark”. Wikimedia Deutschland förderte das Projekt mit Reisekostenerstattungen und mit Fototechnik. Bisher wurden 183 hochwertige Fotos der Veranstaltung und insbesondere der aufgetretenen Künstler auf das freie Medienarchiv Commons gestellt.

Anlässlich der neuen Folgen der Kinderserie Wickie besuchten Commons-Fotografen am 27. März einen Pressetermin des ZDF, um vor Ort freie Aufnahmen der Synchronsprecher, Musiker und Redakteure einzufangen. Wikimedia Deutschland förderte das Projekt mit der Bereitstellung von Foto- und Videoausrüstung und der Übernahme von Reisekosten. Weiterlesen »

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Girl Power bei Wikimedia Deutschland

Dies ist ein Gastbeitrag von Silvia Stieneker, freie Mitarbeiterin im Projekt “Women edit.

Girls’ Day @ Wikimedia Deutschland, Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Wikimedia Deutschland beteiligte sich in diesem Jahr am Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag. Der bundesweite Aktionstag soll Schülerinnen dazu ermuntern, über den Tellerrand zu schauen und zu entdecken, welche beruflichen Möglichkeiten es gibt. Außer der beruflichen Vielfalt stand auch das Thema “Freies Wissen” auf dem Stundenplan.

Klar, alle Teenager kennen Wikipedia – aber wie die Inhalte der Enzyklopädie zustande kommen wissen ja selbst viele Erwachsene noch nicht. Mit Arbeitsblättern aus der Wikipedia-Klicksafe-Broschüre und durch eigene Editier-Versuche fanden die Mädchen schnell heraus, dass Wikipedia-Artikel von allen bearbeitet werden können – und dass nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland die Texte schreiben. Aber was machen die denn dann? Bei einem Rundgang durch die Büros konnten die Teilnehmerinnen spannende Berufe kennen lernen. Was macht eine Event-Managerin? Warum liegen bei der System-Administratorin so viele Kabel auf dem Schreibtisch? Und was bedeutet eigentlich Software-Entwicklung?

Besonders interessant fanden die Teilnehmerinnen das Thema OER (Open Educational Resources). Die “Befreiung des Wissens” aus den Schulbüchern erschien ihnen auf Anhieb sehr sinnvoll. Auch der Spaß kam nicht zu kurz am Girls’Day: Katzenmalereien auf der Katzen-Content-Tafel im Flur, Gummibärchen und Popcorn sowie ein Ratespiel (“Wie viele Bücher müsste man drucken, wenn es Wikipedia in Papierform gäbe?”) gab es auch.

Allen Beteiligten hat der Tag unheimlich viel Spaß gemacht. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen als Wikipedia-Autorin!

 

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Hep-Hep-GLAM! Kulturbegeisterte Wikipedianer trafen sich in Bremen

Ein Gastbeitrag von Conrad Nutschan

Bremer GLAM-Treffen 2014, By Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Am Wochenende der Zeitumstellung Ende März 2014 trafen sich in Bremen 28 Wikipedianer und Vertreterinnen und Vertreter von Wikimedia Deutschland (WMDE) zum 3. Austausch zu GLAM-Projekten für den deutschsprachigen Raum. Das gemeinsam erarbeite Programm wurde umrahmt von interessanten Informationen der Bremer Wikipedianer in Form von Führungen durch die Stadt, einer Preisverleihung für besondere Verdienste im Rahmen der Vorbereitung und einer Führung durch die Ausstellung “Archivsplitter” im Weserburg-Museum für Moderne Kunst.

Das Programm bot die Möglichkeit, Einblicke in durchgeführte Veranstaltungen der Aktiven von WMDE und Wikipedianern zu bekommen, dazu Fragen zu stellen und Kritik zu äußern. In Vorträgen wurden einzelne Vorhaben und Ideen präsentiert. Zu den geplanten sowie möglichen Projekten der Zukunft gehörten beispielsweise die Idee einer Kartierung des Sprachwandels gemeinsam mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Roger Bamkin in Bremen, By Dr. Bernd Gross (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Es wurden Hilfsmittel wie QRpedia-Codes, interessante Werkzeuge zur Auswertung von Veranstaltungen und Freien Karten für die Zusammenarbeit mit GLAM-Institutionen vorgestellt, es gab eine Präsentation zu Softwareentwicklungen, etwa für die vereinfachte Nachnutzung von Bildern aus Wikimedia Commons und einen Stand der Dinge zu Wikidata. Einen größeren Raum nahm die Präsentation des Projektes BremenpediA ein, das Bremer Gebäude und Objekte mit QRpedia-Codes ausstattet, die zu Wikipedia-Artikeln führen. Ebenfalls initiiert von GLAM-Aktiven der Community und WMDE läuft das Programm “GLAM on Tour”. In den nächsten Monaten geht GLAM wieder auf Reisen und macht Ende April Station im Dreiländereck von Polen, Tschechien und Deutschland zum dortigen Arbeitstreffen zur Bebilderung von Umgebindehäusern.

Ebenfalls im Mai ist Station in Bonn zur Raumfahrtausstellung der Bundeskunsthalle “Outer Space”.  Weitere Stationen sind für Braunschweig, Brilon und Dessau geplant. Ende April treffen sich die Community der Entwickler und Coderinnen zum Startschuss des Kulturhackathon “Coding da Vinci” in Berlin, für den 15 Kultureinrichtungen eigens dafür umfängliche Datensets unter eine Freie Lizenz gestellt haben. Als gemeinsame Ressource für die Darstellung von GLAM-Projekten stellte Wikimedia Deutschland eine internationale Wikimedia-Initiative für einheitliche Templates für GLAM-Poster vor und holte bei den Freiwilligen Ideen zur Umsetzung und Wünsche ein. Weiterlesen »

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Willkommen, Natali Bosnjakovic!

Ich freue mich sehr, Natali Bosnjakovic als neue Leiterin Verwaltung und Personal bei Wikimedia Deutschland zu begrüßen.

Natali Bosnjakovic (Foto von Lisa Kirchner, CC-BY-SA 3.0)

Natali wird sich schwerpunktmäßig um den Aufbau einer Personalabteilung und um die gesamten Office-Abläufe kümmern. Im Personalbereich liegt der Schwerpunkt auf der Etablierung von Prozessen zur Mitarbeiterentwicklung, dem Bewerbermanagement sowie allen Fragen der Arbeitskultur. Im Office-Bereich wird Natali alle Prozesse innerhalb des Hauses optimieren, verantworten und zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Office-Team weiterentwickeln. Ein effizienter und organisierter Büroablauf ist hier ein klar gesetztes Ziel von Natali und dem Office-Team.

Natali hat mehr als 10 Jahre Berufserfahrung im Personal- und Office-Management, u. a. in der Schweiz und zuletzt bei einem Unternehmen in Berlin, wo sie für ein Büro mit über 7.000 qm und mehr als 400 Mitarbeiter für die Personalprozesse verantwortlich war. Natali hat somit in allen Bereichen, die für uns wichtig sind, theoretische und praktische Erfahrung: sie hat  u. a. Fortbildungspläne für Mitarbeiter erabeitet und zudem hat Sie Erfahrung im Gebäudemanagement, was für unsere neuen Räumlichkeiten am Tempelhofer Ufer ebenfalls wichtig ist. Natali hat bereits den Verwaltungs- und Personalbereich geleitet und freut sich auf die Herausforderung, dies nun für die Wikimedia Deutschland tun zu können.

Natali freut sich auf eine interessante Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Kollegen und Kolleginnen. Wer mit Natali direkt in Kontakt treten möchte, kann dies hier tun: natali.bosnjakovic@wikimedia.de. Jede Frage ist außerdem herzlich willkommen.

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Ein Alpha-Tier legt sein Beta ab: Deutsche Digitale Bibliothek geht in Regelbetrieb

Begleitet von den freundlichen Worten der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU)  ist heute in Berlin der Beginn des Regelbetriebs der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) gefeiert worden. Grütters legte einige Emphase in die Unterscheidung zu großen Internet-Playern wie Google, die im Hinblick auf die Zugangserleichterung zum kulturellen Erbe bereits mit Siebenmeilenstiefeln vorangeschritten sind:

Die DDB ist eine öffentliche, staatliche Antwort auf privatwirtschaftliche Aktivitäten. Datenmonopole müssen verhindert werden, nicht zuletzt deshalb, weil sie – über ihre negativen ökonomischen Auswirkungen hinaus – zu Deutungsmonopolen werden können, die eine freiheitliche Gesellschaft nicht akzeptieren kann.

Aufmerksame Leserinnen dieses Blogs werden sich womöglich daran erinnern, dass wir bereits im November 2012 den Beta-Start der DDB begrüßten. Und Wikimedia Deutschland freut sich über die Reihe an Fortschritten der DDB, von denen nur ein Teil für Endnutzer unmittelbar sichtbar, für die beteiligten Kulturinstitutionen jedoch durchaus relevant sind. Einige davon möchte ich im Folgenden hervorheben:

Normdaten

Normdaten helfen, Inhalte zu gleichen Personen zusammenzuführen – auch dann, wenn diese zu Lebzeiten unter verschiedenen Namen auftraten (z.B. Herbert Frahm als Willy Brandt) – oder wenn zwei verschiedene Personen mit gleichem Namen zu differenzieren sind (Gerhard Schröder[1 und 2]). Mittels neuer Personendatenseiten auf der DDB könnten in Zukunft passgenau die Inhalte von und über Personen einheitlich dargestellt werden. Zudem verlinkt die DDB jetzt sehr konsequent auf Wikipedia-Einträge, sofern diese vorhanden sind. Der Nutzen dieser Funktion wird mit der Qualität der Metadaten zu den einzelnen Objekten der DDB steigen und fallen.

API

Diese gute Nachricht war uns schon 2013 eine kurze Notiz wert: Die API der DDB steht und sie liefert konsequent CC0-freigegebene Daten aus. Wir halten diesen Weg für richtig und gratulieren der DDB, sich bei dieser Entscheidung für eine konsequente Freigabepolitik entschieden zu haben. Mittels API können aus dem Metadatenbestand der DDB Daten übernommen und für eigene Vorhaben nachgenutzt werden.

Lizenzinformationen

Überall, wo dies schon als Information vorliegt, werden in der DDB die Informationen zum Lizenzstatus von via DDB auffindbaren Inhalten angezeigt. Dies ist eine nötige Vorstufe auf dem Weg zu einer Deutschen Digitalen Bibliothek nach Open Access-Kriterien, wie es seit Beginn des Projektes formuliert wurde.

Coding Da Vinci

Die Deutsche Digitale Bibliothek und Wikimedia Deutschland sind gemeinsam Partnerinnen einer Phalanx aus Einrichtungen, die Ende April den Kulturhackathon Coding Da Vinci veranstalten. Zu den bereitgestellten Daten zählen auch jene, die über die API der DDB nachnutzbar sind. Über diesen Beitrag freuen wir uns ganz besonders.

Vergleicht man die Neuerungen des letzten Jahres mit den Forderungen von Wikimedia Deutschland aus dem November 2012, kann man sicherlich erahnen, warum wir uns über den Eintritt in den Regelbetrieb der DDB freuen. Nach Angaben der Kulturstaatsministerin sind bislang über 20 Millionen Euro in die Entwicklung und den Betrieb der DDB geflossen, weiteres Geld wird nötig sein. Für den Frühjahr 2014 wird es zur Veröffentlichung eines Evaluationsberichtes kommen, der die Grundlage für eine dauerhafte Finanzierung der DDB durch Bund und Länder sein könnte.

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Wikimedia:Woche 6/2014

Willkommen zur sechsten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

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Wikimedia:Woche 6/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Mitgliederversammlung WMAT wahrscheinlich am 14. Juni in Klagenfurt

Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Österreich wird voraussichtlich am 14. Juni in Klagenfurt stattfinden.

WMUK schickt Rundbrief an Mitglieder des Europaparlamentes

Wikimedia UK hat einen Brief an alle Mitglieder des Europaparlamentes aus UK geschickt. Der Brief enthält einen Aufruf zur Unterstützung von Urheberrechtsänderungen, genauer gesagt zu den Themen Panoramafreiheit, verwaiste Werke und Gemeinfreiheit staatlich finanzierter Werke .

Wiki-Dialog gestartet

WMAT, WMCH und WMDE haben den Wiki-Dialog gestartet. In ihm können Online-Treffen zusammen gestaltet werden, in denen erfahrene Wikipedianerinnen und Wikipedianer ihre Erkenntnisse und Fähigkeiten teilen.

Alice Wiegand kandidiert erneut für das Kuratorium der Wikimedia Foundation

Alice Wiegand, seit knapp zwei Jahren Mitglied im Board of Trustees der Wikimedia Foundation, hat ihre erneute Kandidatur für das Kuratorium bekannt gegeben. Ihre Kandidatur wird dabei ausdrücklich von Wikimedia Deutschland unterstützt. Neben Alice kandidiert auch Patricio Lorente zum erneuten Mal. Weitere Kandidierende sind noch nicht bekannt, die Ernennung der zwei Mitglieder durch die Chapter und die Thematische Organisation Amical findet im April statt.

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HIVE Berlin – Vernetzt lernen im digitalen Zeitalter

HIVE Berlin Logo, CC-BY 4.0 via Wikimedia Commons

Das digitale Zeitalter verändert die Art des Lernens: Immer stärker findet die Aneignung und Weitergabe von Wissen und Kompetenzen auch außerhalb klassischer Bildungseinrichtungen statt, vor allem im Internet. Mit dem HIVE Berlin Lernnetzwerk sollen 2014 verschiedene formelle und informelle Lernumgebungen in Berlin stärker miteinander vernetzt, Pilotprojekte angestoßen und so Freie Inhalte für die Wikimedia Projekte geschaffen werden. 

Während Lernen früher noch nahezu ausschließlich in klassischen Bildungseinrichtungen wie Schule oder Universität stattfand, ergänzen wir heute unser dort erworbenes Grundwissen individuell je nach unseren Interessen in vielen verschiedenen anderen (virtuellen und physischen) Lernumgebungen. Indem wir beispielsweise in unserer Freizeit ins Museum gehen, uns in Wikipedia den Artikel über den Goldhamster durchlesen oder uns auf einer Videoplattform eine Anleitung zur Reparatur eines kaputten Fahrradschlauches anschauen, eignen wir uns zusätzliches Wissen an. Gleichzeitig geben wir unsere erworbenen Kenntnisse an andere weiter, etwa indem wir online Fragen zu den verschiedensten Themen in (Fach-)Foren beantworten oder selber einen Wikipedia-Artikel schreiben oder zumindest ergänzen. Damit sind wir nicht mehr länger ausschließlich Konsumierende von Lehrinhalten, sondern produzieren diese auch und werden damit zu Lehrenden.

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