Willkommen zum Zedler-Preis!

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die Wikipedia zu dem machen was sie ist: Die beliebteste Informationsquelle des Alltags.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt unter anderem der Wikipedia-Artikel und das Community-Projekt des Jahres ausgezeichnet. Die Menschen hinter Wikipedia, und das, was sie antreibt – darum geht es an diesem Abend.

Alle Interessierte an Freiem Wissen sind herzlich eingeladen!

24. Mai 2014, 19 Uhr

im Westhafen-Pier

Rotfeder-Ring 1

60327 Frankfurt am Main

EINTRITT FREI

Die Verleihung findet nach der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt.

Artikel und Projekte des Jahres

Von den ursprünglich vorgeschlagenen 72 Artikeln und Projekten sind insgesamt 16 Artikel und Projekte in drei Kategorien für der Shortlist des Zedler-Preises nominiert. Neben dem besten Wikipedia-Artikel des Jahres 2013 wird auch das beste Projekt innerhalb des Wikiversums sowie das beste externe Projekt Freien Wissens ausgezeichnet.

El Greco, Porträt des Fray Hortensio Félix Paraicino. Der Artikel über El Greco gewann den Zedler-Preis 2013.

Auf der Shortlist zum Zedler-Preis stehen die Artikel zum Biosphärenreservat Donaudelta, zum Papst Franziskus, zum Platon-Dialog “Lysis”, zum Spiropterakarzinom, zur Erzählung “The Great Carbuncle” und zur U-Bahn Berlin.

Nominierte Projekte, die innerhalb des Wikiversums stattfinden, sind die Alemannische Wikipedia, die Plattdeutsche Wikipedia, die Gallery of Shells, die Konferenz Wikidata trifft Archäologie, das WikiProjekt Andere Wikis und das deutschsprachige Wiktionary.

Nominierte Projekte außerhalb des Wikiversums sind die Biodiversity Heritage Library, das Projekt Europeana 1914-1918, der Free Music Sampler 2013 der Musikpiraten, das Humanitarian OpenStreetMap Team, für das Kartographierungsprojekt infolge des Taifuns Haiyan sowie die Kooperation zwischen British Library und Microsoft zur Veröffentlchung von einer Million gemeinfreier Scans.

Seit 2007 vergibt Wikimedia Deutschland den Zedler-Preis. Insgesamt waren 72 Artikel und Projekte für das Jahr 2014 vorgeschlagen worden. Gewinner im letzten Jahre waren der Artikel über El Greco, das WikiProjekt Osttimor und Wheelmap.org. Über die Gewinner der einzelnen Kategorien entscheiden Jurys, die sich unter anderem aus Wikipedia-Aktiven, ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern sowie Journalisten zusammen setzen.

Weitere Informationen zum Zedler-Preis und zur Preisverleihung stehen in der Wikipedia.

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Das Wiesel-Hummer-Rennen* (Aufwärmen mit der EU-Kommission)

Dimitar Dimitrov ist seit Juli 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Im Vereinsblog berichtet er in loser Folge von seinen Erfahrungen vor Ort.

Jean-Frédéric Berthelot (WMFR) und Marco Giorello (DG Markt) during the Expert Seminar on Mass Digitization and Open Access to Cultural Heritage, UNESCO World Book & Copyright Day 2014 in Brussels. Foto: Tijs D’Hoest, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Es ist fünf vor drei. Leicht außer Atem und mit flotten Schritt betritt ein adrett gekleideter Mann den Raum. Eigentlich hat die Veranstaltung schon vor knapp einer Stunde begonnen. Doch trotz vollstem Terminkalender und Doppelbelegung wollte es sich Marco Giorello – stellvertretender Abteilungsleiter “Urheberrecht” bei der Europäischen Kommission – nicht nehmen lassen, auf dem von Wikimedia und der flämischen UNESCO-Sektion gemeinsam organisierten Expertenseminar “Massendigitalisierung und Zugang zum kulturellen Erbe” selbst zu referieren. Auf dem Weg zum Rednertisch noch schnell eine Hand geschüttelt, und schon ist er mitten in einer lebhaften Diskussion über die Großbaustellen eines zukünftigen europäischen Urheberrechts.

Der mit Wikimedianern, Vetretern von Kultureinrichtungen und internationalen Interessensverbänden gut gefüllte Saal konnte sich an diesem Nachmittag auf einer hochklassigen Expertenrunde freuen: Neben Marco Giorello saßen noch Vortragende der British Library, der Föderation der Europäischen Verleger, der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien, des belgischen Expertenzentrum für Digitalisierung und natürlich der Wikimedia-Verbund am Tisch. Jean-Frédéric Berthelot (WMFR) übernahm den Job, das Movement auf dem Podium zu repräsentieren. Und er machte seine Sache wirklich gut.

Schutzfristen: Wer bietet weniger?

Neben konkreten Digitalisierungsprojekten wurden dabei praktische, aber vor allem legislative Hürden besprochen. Dabei konnte Hubertl, als entsandter Vertreter von Wikimedia Österreich, nicht nur WLM-Kalender und Schokolade als Mitbringsel an die Referierenden verteilen, sondern dabei gleich auch ganz zwanglos die mangelnde europaweite Panoramafreiheit ins Gespräch bringen. Die Gespräche dazu zogen sich bis weit nach dem Event hinaus, da für die anwesenden Vertreter der Generaldirektionen Markt und Connect erheblicher Aufklärungsbedarf bestand und sich genügend Wikimedia-Fotografen und Commonisten im Raum befanden, die anhand konkreter Beispiele die Absurdität des gegenwärtigen Regelungsdschungels in den 28 Mitgliedsstaaten ausmalten.

Weitere Schwerpunkte in der Diskussion bildeten Themen wie verwaiste Werke und die häufig erhobene Forderung nach einer Absenkung der Schutzfristen und die Vorgaben durch die Revidierte Berner Übereinkunft. Jeroen Walterus vom flämischen Zentrum für digitales Kulturerbe FARO schlug ein “kaskadierendes” Modell der Schutzfrist vor, das nach 20 Jahren eine Registrierungspflicht für die Ausweitung des Schutzes vorsieht. Zugegeben, die Chancen, dass die Schutzfristen tatsächlich verkürzt werden, stehen eher schlecht. Aber es dürfte im Zuge der jüngsten Urheberrechts-Konsulation auf EU-Ebene wahrscheinlich das allererste Mal sein, dass sich Gesetzgeber und Wirtschaftslobby überhaupt auf eine “Kürzungsdiskussion” einlassen, anstatt wie in der Vergangenheit nur immer deren Verlängerung zu propagieren. Ist das bereits der ersehnte Narrativwechsel?

Auch gute Ideen sind nicht schutzfähig. Kopieren wir sie!

Wie wir als Freundinnen und Freunde des Freien Wissens sonst noch unsere Themen in den politischen Alltag einbringen und auf die Rahmensetzung im Immaterialgüterrecht einwirken können, war ebenso Thema bei dem parallel stattfindenden Treffen der Free Knowledge Advocacy Group EU, der Arbeitsgruppe europäischer Wikimedia-Chapter in Brüssel. Beim Big Fat Brussels Meeting Vol. 2 gaben sich 15 Vertreter von europäischen Chaptern und externe Unterstützer die Ehre und feilten zwei Tage lang an einer langfristigen Strategie, stabilen Organisationsstruktur und konkreten Ideen.

Working für free Content… Big Fat Brussels Meeting April 2014, Foto: Hubertl, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

So kamen wir z.B. überein, eine gute Initiative von Wikimedia UK aufgreifen und auf andere Länder zu übertragen. Das Inselchapter hatte allen Mitgliedern des Europäischen Parlaments aus dem Vereinigten Königreich einen Brief geschrieben, der unsere drei Kernpunkte erklärt und um eine Veränderung der Gesetzgebung bittet. Mit 6 (aus 72) Abgeordneten ist WMUK dadurch bereits ins Gespräch gekommen. Zudem sollen kurze und bündige Broschüren, die in wenigen Seiten komplexe Anliegen wie Panoramafreiheit und Gemeinfreiheit staatlicher Werke erklären, erstellt und in möglichst viele Sprachen übersetzt werden, um die relevanten EU-Entscheider zu erreichen. Eine Veranstaltung zum Thema Open Educational Policy gemeinsam mit Creative Commons im Europäischen Parlament Ende des Jahres soll ebenso dazu beitragen, unsere Sichtbarkeit im Brüsseler Politikbetrieb zu erhöhen.

Denn nur wenn wir unsere internationale Struktur und unsere vertieften Kenntnisse gezielt und zum richtigen Zeitpunkt einsetzen, erreichen wir unser selbstgestecktes Ziel, als sehr transparente NGO für “Urheberrechtsthemen” identifiziert zu werden. Die Kunst hierbei besteht darin, beim Rennen Wiesel (Wikimedia-Aktivisten) gegen Lobster (Industrielobbyisten) die jeweils andere Seite von eigenen Anliegen zumindest teilweise zu überzeugen. Dazu brauchen wir viel Enthusiasmus und noch viel mehr Gehirnschmalz. Die gute Nachricht ist, dass unsere internationale Arbeitsgruppe beständigen Zulauf erfährt. Jetzt müssen wir nur noch langfristig, hart und beständig arbeiten. Genauso, wie wir es mit unseren anderen Projekten auch gemacht haben.

*Der Titel des Beitrags ist angelehnt an The Weasel Puffin Unicorn Baboon Pig Lobster Race, wo sich die unterschiedlichsten Tiergattungen in einem Rennen gegenüberstehen.

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Neuzugang im Team Communitys

Foto: Michal Jahn, CC-BY-SA3.0

Ich freue mich, einen besonderen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, den bisherigen “Koordinator Sonderprojekte” Sebastian Sooth – also mich selbst.

Mit dem Umzug der Geschäftsstelle und der Einrichtung der neuen Büro- und Eventräumlichkeiten als öffentlich sichtbare und nutzbare Räume für Projekte rund um Freies Wissen im Tempelhofer Ufer 23-24 ist ein wichtiges Sonderprojekt des Vereins abgeschlossen, dass ich in den letzten Jahren maßgeblich entwickelt und betreut habe.

Auch die Weiterentwicklung des Programmes “Community Projektbudget” ist mit der Arbeit am Beschluss der letzten Mitgliederversammlung zur Einrichtung des Förderprogramms Freies Wissen (FFW) einen großen Schritt weitergekommen. Mit dem Lokal K gibt es seit wenigen Tagen neben dem Community-Projektraum in der Berliner Geschäftsstelle den zweiten Ort im Modellprojekt für lokale Community-Stützpunkte. Und seit März 2014 bin ich neuer Ansprechpartner für die Ausrichtung der Mitgliederversammlung des Vereins.

Ab heute werde ich diese Aufgaben nicht mehr als einzelne Sonderprojekte durchführen, sondern im neu aufgestellten Team Communitys umsetzen. In Zukunft wird es dabei meine Aufgabe sein, diese Aktivitäten konzeptionell und strukturell mit einem klaren Fokus auf die Entwicklung des Vereins zu entwickeln und zu verwirklichen. Einer der Schwerpunkte wird dabei die Frage sein, wie man für die mittlerweile über 10.000 Mitglieder des Vereins attraktive Angebote für die Mitarbeit in den Wikimedia-Communitys schaffen kann.

Zusätzlich werde ich in dieser Rolle den Bereichsleiter des Team Communitys vertreten.

Ihr erreicht mich weiterhin unter sebastian.sooth@wikimedia.de.

Auf weiterhin gute Zusammenarbeit – ich bin gespannt auf die nächsten Schritte, Ideen und Projekte zusammen mit der größten Community für Freies Wissen!

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Wikimedia:Woche 10/2014

Überraschung! Aus Gründen erscheint die Wikimedia:Woche diese Woche schon einen Tag früher als gewohnt, setzt aber dafür in der nächsten Woche aus.

Willkommen zur zehnten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 10/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Wikimedia Deutschland unternimmt Staff Assessment des Wikimedia Foundation FDC-Antrags

Das FDC hat Wikimedia Deutschland gebeten, bis zum 7. Mai den Antrag der Wikimedia Foundation auf Förderung durch das FDC einzuschätzen. Aufgrund des knappen Zeitrahmens wird sich WMDE auf die Infrastruktur- und Mobil-Teile des Planes beschränken.

Wikimedia Foundation zu ihrem Umgang mit Anfragen nach Herausgabe von Benutzerdaten

Michelle Paullson, Justitiarin bei der Wikimedia Foundation, kündigt im WMF-Blog die Veröffentlichung neuer Richtlinien zum Umgang mit Anfragen zur Herausgabe von Benutzerdaten an. Darin beschreibt sie, wie die WMF die Balance zwischen Datenschutz/Privatsphäre und ihrer Pflicht, die Öffentlichkeit vor illegalen Aktivitäten zu schützen, hält. Auch wenn es nicht viele Anfragen nach Herausgabe von Benutzerdaten gibt, so prüfe die WMF doch bei den wenigen Fällen besonders genau, ob diese berechtigt sind oder nicht.

Mitglieder für das Audit-Komitee der Wikimedia Foundation gesucht

Stu West, WMF-Boardmitglied und Vorsitzender des Audit-Komitees, ruft interessierte Wikimedianer dazu auf, sich für eben dieses Audit-Komitee zu bewerben. Die Amtszeit läuft über ein Jahr, Erfahrungen mit Finanzen, Buchhaltung oder Wirtschaftsprüfungen sind von Vorteil.

Organisationsentwicklung: It’s on Meta! Weiterlesen »

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Von der Seeschlacht zum Bumerang

Das Plagiat sei der “Stalker des Originals”, stand irgendwann irgendwo mal zu lesen. Im Zeitalter der tool-basierten Entlarvung von Plagiatoren entpuppt sich aber auch der Verteidiger geistiger Eigentumsrechte nicht selten als Stalker. So hat die hartnäckige Verfolgung von urheberrechtlich relevanten Tatbeständen zuweilen etwas Zwanghaftes. Dies soll keinesfalls die Bemühungen um Aufklärung entwerten, verkompliziert aber die Lage. Die Diskussion um die Vorgehensweise der Autoren des Buches „Große Seeschlachten: Wendepunkte der Weltgeschichte von Salamis bis Skagerrak“ war denn auch anfangs von einem gewissen Alarmismus geprägt, der allmählich einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen ist.

C.H. Beck reagierte auf die öffentliche Diskussion mit einer Stellungnahme. Mit der Überprüfung durch die Plagiatssoftware „iThenticate“ und den vorläufigen Auslieferungsstopp des inkriminierten Buches machte C.H. Beck einen notwendigen, ersten Schritt. Sein Krisenmanagement verband der Verlag mit dem öffentlichen Hinweis, “der Stellenwert von Wikipedia in der Wissenschaft” müsse dringend diskutiert werden, denn: “Jeder benutzt sie, keiner zitiert sie – das scheint bisher die Devise zu sein.”

Es ist zweifellos sinnvoll, über dieses Thema zu diskutieren. Tatsächlich wird Wikipedia seit Jahren zitiert, sei es in Gerichtsurteilen oder in Sachbüchern – auch des Verlags C.H.Beck. Frei lizenzierte Inhalte, wie in Wikipedia, sind Teil des alltäglichen Umgangs mit Medien geworden – deren korrekte Handhabung jedoch nicht unbedingt. Allzu häufig erfolgt die Übernahme jenseits der akademischen Zitierregeln, als weitgehend vogelwildes Copy & Paste, weil die Spielregeln von Open Content zu wenig bekannt sind.

Die Wikipedia-interne Diskussion um geeignete Abwehrmaßnahmen gegen Plagiate wird seit langem geführt, ohne dass dies einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wäre. Gerade am Fall “Seeschlachten” zeigt sich, dass das Lektorat selbst in hoch renommierten Fachverlagen offenkundig die Möglichkeit von Plagiatsversuchen nicht ausreichend mitdenkt. Insofern hängt es von der kollektiven Intelligenz von Online-Communitys ab, entsprechend Hinweise zu geben und, wo nötig, konkrete Fingerzeige auf Fehlverhalten zu geben. Inwiefern der Wissenschaftsbetrieb seine eigenen Überprüfungs- und Sanktionsmechanismen überprüfen muss, liegt in der Hand der Wissenschaftsorganisationen. Es sollte daher zunächst abgewartet werden, ob das mediale Echo um die Causa “Seeschlachten” die Plagiatsdiskussion im akademischen Raum wirklich neu befeuert.

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Geförderte Projekte aus den Communitys im April 2014

Ambitionierte Freiwillige entwickeln und realisieren fortdauernd Ideen und Projekte zur Schaffung freier Inhalte. Bei einem Teil dieser Aktivitäten ist es Wikimedia Deutschland möglich, ihnen finanzielle und organisatorische Unterstützung zukommen zu lassen. Alleine bei den von WMDE geförderten Projekten, sind die Communitys allerdings dermaßen aktiv, dass eine ausreichende Würdigung all ihrer Tätigkeiten, den Umfang des Monatsberichts von Wikimedia Deutschland sprengen würde. Wir stellen daher, ergänzend zum Monatsbericht, an dieser Stelle jene Projekte vor, die im April 2014 dank dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland stattgefunden haben.

Fotoprojekte

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Festivalsommer, Foto: Markus Felix, CC-BY-SA 3.0

Die ehrenamtlichen Fotografen des Festivalsommers sind mittlerweile auf fast keinem wichtigen Musikevent mehr wegzudenken. Im April waren sie mit Förderung aus dem Community-Budget auf insgesamt 9 Veranstaltungen präsent, um das freie Medienarchiv Commons in gewohnt hohen Qualitätsstandarts mit Bildern von Bands und DJs zu ergänzen. Im Einzelnen waren das:

  • MPS Konzertparta (Dortmund)
  • Popsalon (Osnabrück)
  • Appen musiziert (Appen)
  • Paaspop (Schijndel)
  • Tonspuren Irsee (Kloster Irsee)
  • Dark Munich Festival (München)
  • Operation Metal Attack (Wuppertal)
  • Mayday (Dortmund)
  • MPS Dortmund

Die jeweiligen Ergebnisse sind über den Festivalplan 2014 zu finden.

Grimme-Preisverleihung, Foto: Krd, CC-BY-SA 3.0

Die ehrenamtlichen Commons-Fotografen Krd und Michael Schilling waren am 4. April mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland auf der Grimme-Preis-Verleihung und bereicherten die Wikipedia anschließend mit interessanten freien Fotos bekannter Persönlichkeiten.

Auch Fotowettbewerbe haben mittlerweile fast schon Tradition in der Wikipedia-Community. Nach der Auszeichnung des besten freien Weihnachts-Fotos, findet nun erstmals auch ein Osterfoto-Wettbewerb statt. Wikimedia Deutschland beteiligte sich an dem Wettbewerb mit der Bereitstellung mehrerer Preise. Die Abstimmung über das beste Foto mit inhaltlichem Bezug zum Osterfest wird im Mai statt finden.

Communityraum Berlin und Communitytreffen

Zur Ausgestaltung des Community-Raums in der Berliner Geschäftsstelle, brachten Community-Mitglieder den beauftragten Innenarchitekten am 1. April spannende und konstruktive Vorschläge entgegen. Als Ergebnis soll der Raum, der den Freiwilligen Autorinnen und Autoren zu Arbeits- und Kommunikationstreffen dient, im Stile eines Salons eingerichtet werden.

An der regelmäßig am 1. Mittwoch jeden Monats stattfindenden Women-edit-Veranstaltung, trafen auch im April wieder erfahrene und unerfahrene Wikipedianerinnen in dem Berliner Community-Raum aufeinander, um Bearbeitungstipps auszutauschen und News aus dem Wikiversum, auch für Außenstehende nachvollziehbar, zu erläutern.

Community-Raum Berlin, Foto: Dirk Franke, CC-BY-SA 3.0

Eines der Highlights der Wiki-Community-Veranstaltungen in diesem Monat war das überregionale Treffen in Regensburg. Vom 11. bis 13. April kamen zum 13. Mal Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus dem Süddeutschen Raum und Zugereiste von Hamburg bis Wien und Berlin bis Aachen zusammen. Dort konnten ebenso neue Kontakte geknüpft wie alte, meist sehr lieb gewonnene Bekanntschaften wiedergetroffen, aber vor allem auch neue Projektideen oder anstehende Aktivitäten geplant, diskutiert und vorangetrieben werden. (…weiterlesen).

Das Offene Editieren ging am 24. April in seine 7. Runde. Bei dem geselligen Zusammentreffen von Wikipedianerinnen und Wikipedianern, wurden auch diesmal wieder Freie Inhalte geschaffen, wie beispielsweise ein Abschnitt zur chemischen Analytik im Artikel Opium von dem Autor Mellebga.

Lokal K in Köln eröffnet

Einweihung des Lokal K, Foto: Geolina163, CC-BY-SA 3.0

Wikimedia Deutschland beglückwünscht die Kölner-Community zur Eröffnung des ersten lokalen Community-Stützpunktes außerhalb der Berliner Geschäftsstelle. Dank der Organisation und dem Engagement von Freiwilligen und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland, besteht das “Lokal K” seit dem 15. April als Anlaufstelle in Köln für Projekte rund um Freies Wissen und insbesondere als Treffpunkt für die Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus dem Kölner Raum. Erste Aktivitäten sind für Mai geplant.

WikiCon

Am 22. April wurde der Vertrag zwischen Wikimedia Deutschland und dem Komed Im Mediapark in Köln unterzeichnet. Dort wird die diesjährige WikiCon stattfinden. Das „Orga-Team“, das die Veranstaltung bereits im vergangenen Jahr stemmte, ist bereits intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt.

Zedler-Preis

Die Sieger der Zedler-Preisverleihung stehen fest. Auch in diesem Jahr wurden wieder hervorragende Wikipedia-Artikel, und spannende Projekte innerhalb wie außerhalb des Wikimedia-Universums für die Shortlist ausgewählt. Bis zur Preisverleihung am 24. Mai, auf der die Gewinner verkündet werden, ist jedoch noch ein wenig Geduld erforderlich…

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Zwischen Insektenkästen und Zille-Zitaten

“Coding da Vinci” startet fulminant

Auch analoge Techniken fanden am Hacker-Wochenende in Berlin Anwendung. Diese Wandzeitung hat alle Ideen festgehalten.
Mural von Julian Klücklich fotografiert von Nina Schuiki (WMDE) CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Michael von der Deutschen Digitalen Bibliothek stand die ersten drei Stunden des Kultur-Hackathons „Coding da Vinci“ im Eingang der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland und klickte. Einmal Plus-Klick für rein – einmal Minus-Klick für raus. Und weil so viele Entwicklerinnen und Coder beim Start von “Coding da Vinci” dabei waren, musste Michael ziemlich viel klicken. 148 Gäste gaben dem dichten Programm des ersten Kultur-Hackathons in Berlin vor dem schönen Wetter den Vorzug. Für Liebhaber von Metriken: Elf Kulturinstitutionen präsentierten 17 Datensets in 5 Räumen. Jede Viertelstunde ein neues Datenset. Die Coderinnen und Entwickler schweiften von Raum zu Raum, um ihre Datenlieblinge auszumachen.

 

Es gab viel zu entdecken. Die ersten 300 Tierstimmen und aufgespießten Krabbeltiere aus dem Archiv des Museums für Naturkunde. Hebräische Poesie übersetzt, maschinenlesbar und geogetagt auf jüdischen Grabsteinen. 185.000 hochauflösende Scans aus dem Herbarium des Botanischen Museums, Schulatlanten der Kaiserzeit, das Landesarchiv in Stuttgart brachte Quellenmaterial zur Militärgeschichte, zum Teil aus privaten Spenden des frühen 19. Jahrhunderts, also eine analoge Vorform von Wikimedia Commons. Alle Datensets findet man über Coding da Vinci. Und alle stehen, größtenteils erst durch den Hackathon motiviert, unter einer Freien Lizenz.

 

Riesenkäfer from Outer Space

Krabbeln tut dieser Käfer, ein Chalcosoma atlas, nicht mehr. 1837 fand er seine letzte Ruhestätte in einem Insektenkasten des Museums für Naturkunde. Beim Kultur-Hackathon “Coding da Vinci” erwachte er zu neuem Leben.
Bild: von Museum für Naturkunde CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons

An der langen Seitenwand des Raumes “Mosaik” am Tempelhofer Ufer 23 füllte sich die Wandzeitung mit Projektideen. Ungewöhnliche Kombinationen, ungewohnte Perspektiven und ein frischer Erfindergeist bestimmten die Atmosphäre. Mein Schlüsselerlebnis war ein Krabbeltier der IT-Bastlerin Kathi Hyyppä. Auf sechs Kupferbeinen und mit einer Platine verbunden, wackelte ein Riesenkäfer auf mich zu. Faszinierend, denn eben noch war er nur ein aufgespießter Käfer auf einem Bild. Aber Dank der hohen Auflösung des Scans konnte Kathi einen Atlas-Beetle isolieren, vergrößern, ausdrucken und schließlich aus dicker Plastikfolie ausschneiden. Du siehst jede einzelne Wimper.

Das so genannte Hack-Dash ist das “schwarze Brett” der Designer und Coderinnen zum Austausch ihrer Ideen. Mitstreiter werden gesucht und können sich vernetzen. Eine bunnte Mischung ist schon da. Ich bin gespannt, welche Konzerterlebnisse mir das „Tier – Welt – Orchester“ künftig verschaffen wird. Wird die Arbeit rund um Kai Teuber die von den Nazis verbrannten Bücher zu einer Wiederbegegnung mit den verfemten Texten führen? Und wird der Goethe-Tourismus mit Goethe2Go neue Höhen erfahren? Welches Projekt wird die meisten „Likes“ bekommen? Und schlussendlich: Welches Team steht den zehnwöchigen Sprint am besten durch?

Antworten auf diese Fragen wird es am 6. Juli geben. An diesem Tag berät sich in Berlin die Coding-da-Vinci-Jury und kürt die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs.

“Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon” ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung Berlin, der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland. Ein Wettbewerb für Programmierer um neue Anwendungen für Kulturdaten.

Pressestimmen:
Tweets: https://twitter.com/hashtag/codingdavinci

 

 

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Tanke schön! Wie aus einer Zapfsäule das Öl des 21. Jahrhunderts fließt

Im Vorgriff auf die diesjähige re:publica stellen wir heute unsere Datentankstelle vor. Mein Kollege Michael Jahn hat dazu im Konferenzblog schon passende Worte gefunden. In diesem Eintrag möchte ich etwas darüber erzählen, wie die Datendankstelle zuerst in unseren Köpfen gereift ist und was wir damit erreichen wollen.

Wir möchten, dass Sie sicher auf Ihren Datenreisen unterwegs sind.

Die “Datentankstelle” ist unsere Antwort auf den Satz, Information sei das Öl des 21. Jahrhunderts. Und außerdem unsere Antwort auf das Problem schlechter Darstellbarkeit von nichtkörperlichen Dingen.

Auf dieses Problem stoßen regelmäßig Journalistinnen und Journalisten beim Versuch, ein Projekt wie Wikipedia zu bebildern. Wird über die Mitmach-Enzyklopädie geschrieben, läuft es oft auf das Puzzleball-Logo und einen Screenshot der Seite heraus. Durch die Bildredaktionen gern genutzte Agenturfotos von Wikipedia zeigen die Silhouette eines Menschen vor der Videobeamerprojektion der Wikipedia-Hauptseite. Oder Jimmy Wales. Oder noch mehr Puzzlebälle. Oder Menschen vor einem Monitor sitzend.

So ist es denn auch immer wieder beeindruckend anzusehen, wie gerne die Lexikonwand in unseren Räumen am Tempelhofer Ufer als Hintergrund für Interviewaufzeichnungen über Wikipedia genutzt wird. Ähnlich populär sind Schnittbilder wie “Mensch schlägt Lexion auf”, “Mensch holt Lexikonband aus Regal” oder “Mensch zeigt mit Finger auf Lexikoneintrag”. Ginge es nach diesen massenmedialen Ikonografien, so gliche unsere gern bemühte “Wissensgesellschaft” tatsächlich noch Diderots Zeiten.

Mit diesen Erfahrungen im Kopf haben wir festgestellt, dass es bis heute auch an entsprechend “greifbaren” Gegenständen zur Verständlichmachung von Open Data fehlt. Mit der Datentankstelle machen wir dazu einen Vorschlag. Es geht dabei nicht darum, wie wir uns für die Zukunft die Verteilung von Open Data vorstellen: Die meisten Daten passen in vertretbarer Zeit durch heimische DSL- und Kabelanschlüsse und für den Rest gibt es ja die Hoffnung auf einen beschleunigten Breitbandausbau oder gute Turnschuhe. Stattdessen geht es uns darum, die volle Bandbreite offener Daten aus den Bereichen Kultur und Verwaltung zu präsentieren. Gemeinsame Eigenschaft der von uns präsentierten Daten ist ihre Offenheit: Alle Datensätze sind entweder gemeinfrei oder stehen unter einer freien Lizenz, die die Nachnutzung zu beliebigen Zwecken erlaubt. Darüber hinaus haben wir ebooks und Musik – ebenfalls unter Freien Lizenzen – als eigene Kategorien aufgenommen.

Die Datentankstelle hatte in ihrer ersten Existenz das Baujahr 1962 und lieferte wie tausende ihrer Kolleginnen Aral-Benzin an zahlende Kunden. Wir haben sie Ende 2013 erworben und entkernen lassen. Ein feiner Tankstellengeruch umgibt sie immer noch. Im Inneren der Datentankstelle steht ein handelsüblicher PC mit mehreren Festplatten und Ubuntu. Auf einer Seite wurde die analoge Anzeige für Preis und Menge des getankten Benzis ersetzt durch einen Touchscreen. Aus dem Zapfventil kommen vier Netzwerkkabel zum Anschließen eigener Geräte. Mitgebrachte USB-Sticks können an der Seite der Zapfsäule angeschlossen werden. Der Datentankende wählt über das Display die gewünschen Datensets aus und startet den Zapfvorgang.

Bei Fragen und Anregungen steht das kundenorientierte Datentankstellenpersonal zur Verfügung.

datentankstelle@wikimedia.de
http://wmde.org/datentankstelle
#auftanken

 

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Herzliche Einladung zum Workshop “Freies Online-Lexikon für Kinder” in Berlin

Ein Gastbeitrag von Michael Schulte:

“Kinder ab dem Grundschulalter nutzen die Wikipedia heute schon sehr intensiv: in der Schule, zu Hause und unterwegs. Laut KIM-Studie 2012 schaut sich ein Drittel der 6- bis 13-jährigen Computernutzer mindestens einmal wöchentlich Wikipedia-Artikel an. Aber als Allgemein-Enzyklopädie ist sie natürlich nicht speziell für Kinder geschrieben und gestaltet. Aus diesem Grund setze ich mich für den Aufbau eines kindertauglichen Online-Lexikons ein, das sich an den Wikipedia-Grundprinzipien orientiert. Interessierte Wikipedianer, Lehrer, Journalisten und andere potenzielle Unterstützer eines solchen Projektes möchte ich zu einem ersten Workshop einladen:

Wann und wo: Dienstag, 29. April 2014 von 18 bis 22 Uhr in der Wikimedia-Geschäftsstelle in Berlin

Der Workshop soll sich vor allem damit auseinandersetzen, wie genau ein freies Online-Lexikon für Kinder entstehen und aussehen kann. Mein Ziel ist ein Grundstock von kindgerechten Artikeln zu Themen, die maßgeblich von Kindern mitbestimmt werden. Die Artikel selbst können ebenfalls von Kindern erstellt werden (von Schulklassen und ihren Lehrern), aber natürlich auch von Erwachsenen. Basis für die Kinder-Artikel sollen die Artikel der Wikipedia sein, die zwar für die Zielgruppe Kinder oft zu lang und zu kompliziert geschrieben sind, die aber dennoch in vielen Fällen die für Kinder relevanten Fakten enthalten. Wie genau die Artikel aussehen, wo sie erstellt und veröffentlicht werden und wer alles als Unterstützer in Frage kommt, soll im Laufe des Projekts entwickelt und erprobt werden.

Mein Wunsch ist es, noch im Sommer 2014 ein Pilotprojekt zu starten, um auch Kritierien für gute Kinder-Artikel zu entwickeln – gemeinsam mit der Zielgruppe der 6- bis 12-jährigen Kinder und mit interessierten Autoren. Ins Pilotprojekt einbringen möchte ich meine langjährige Erfahrung als Redakteur und Autor von Kindersendungen (Kakadu / Deutschlandradio) und als Gründer und Projektleiter des gemeinnützigen Hörportals Ohrka.de.

Vorstellen kann ich mir die Veröffentlichung der Kinder-Artikel in einem WordPress-Blog. Dabei sollte immer mitgedacht werden, ob und wie diese Inhalte in Wikimedia-Projekten integriert werden können. Denkbar ist zum Beispiel die Begleitung des Projekts auf einer Wikipedia-Projektseite wie beim Projekt “Kinderleicht” der Redaktion Medizin, die bislang umfangreichste Initiative in Sachen Kinder-Lexikon im Umfeld der Wikipedia. Auf internationaler Ebene ist das Projekt Vikidia mit Kinder-Lexika in verschiedenen Sprachen am weitesten vorangeschritten, eine deutsche Version gibt es allerdings noch nicht. In der deutschsprachigen Wikipedia wurde zuletzt 2010 intensiver über die Einrichtung eines deutschen Wikipedia-Angebots für Kinder diskutiert: In einem Meinungsbild sprach sich damals eine Mehrheit gegen ein nicht fachlich begleitetes Kinder-Lexikon innerhalb der Wikipedia aus.

Um von den Erfahrungen anderer Medienangebote für Kinder zu profitieren, sind für den Workshop Vertreter von “Klaro” und “Hanisauland” angefragt. Diese werden vorstellen, wie sie Kinder beteiligen und wie sie kindgerechte Inhalte definieren. “Klaro Kindernachrichten” ist ein Schulklassenprojekt des Bayerischen Rundfunks, bei dem Viertklässler die Themen und Fragen einer 8-minütigen Nachrichtensendung für Kinder bestimmen. Hanisauland, die Kinderseite der Bundeszentrale für politische Bildung, bietet u.a. ein Politik-Lexikon mit 800 Begriffen und 600 Kalendereinträgen.

Auch mögliche Projektbeteiligte jenseits der Wikipedia-Community, d.h. Schüler und Lehrer, sollen nach Möglichkeit an der Veranstaltung teilnehmen. Der Workshop soll dazu dienen, möglichst viele Vorschläge, Hinweise und frühere Überlegungen zu berücksichtigen.

Über eine rege Teilnahme am Workshop in Berlin würde ich mich sehr freuen!

Michael (Wiktoriapark)

Dieser Workshop findet im Rahmen des FFW-Servicepaketes zur Projektentwicklung in den offenen Workshop-Räumlichkeiten von Wikimedia Deutschland statt.”

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, ist aber möglich direkt auf der Seite zum Workshop https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Wiktoriapark/Workshop_Kinderlexikon.

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Wikimedia:Woche 9/2014

Willkommen zur neuten Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Der donnerstägliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 9/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Protokoll des WMF-Kuratoriumsmeetings vom Januar 2014

Die Wikimedia Foundation hat die Mitschrift des Kuratorumstreffens vom Januar 2014 veröffentlicht.

Protokoll der WMDE-Präsidiumstelefonkonferenz vom 8. April 2014

Wikimedia Deutschland hat das Protokoll der Telefonkonferenz des Präsidiums vom 8. April veröffentlicht.

Wikimedia Israel stellt “Community Coordinator” ein

Wie Michal Lester, Geschäftsführerin von Wikimedia Israel auf der Mailingliste wikimedia-l berichtet, hat das israelische Wikimedia-Chapter den Wikipedianer Chen Spector als “Community Coordinator” eingestellt. Chen hat seine Arbeit zum 1. April aufgenommen.

Community-Review der FDC-Anträge

Noch bis zum 30. April können Interessierte Kommentare zu den vier Anträgen an das Funds Dissemination Committee hinterlassen und dem FDC somit helfen, die Anträge zu bewerten. Aktuell liegen Anträge vom Centre for Internet and Society, der Wikimedia Foundation, Wikimédia France und Wikimedia Norge vor.

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