Monatsbericht Februar 2014

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Zu Beginn des Monats wurden die Ergebnisse des Workshops Förderrichtlinien vorgestellt. Die neuen Richtlinien wurden in einem transparenten Prozess von der Community erarbeitet. Sie dienen nicht als detailgenaues Regelwerk, sondern bilden einen Rahmen, innerhalb dessen sich Ideen möglichst frei und produktiv entfalten können.

In der ersten Februarwoche fand das Foto- und Autorenprojekt Wiki loves parliaments mit 50 Teilnehmern aus acht europäischen Ländern im Europäischen Parlament statt. Wikimedia Deutschland förderte die Teilnehmer aus Deutschland mit dem Verleih von Technik, Kostenübernahmen für deutschsprachige Community-Mitglieder und der Community-Versicherung. Dabei entstanden Fotoaufnahmen von 319 Mitgliedern des Europaparlaments, sowie von Mitgliedern der Kommission. Von Montag bis Donnerstag wurde an drei Blitzstationen und mehreren Autorenplätzen täglich 13 Stunden gearbeitet.

Ralf Roletschek, CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Im Rahmen des von Wikimedia Deutschland geförderten Landtagsprojekts wurden am 19. und 20. Februar ebenfalls freie Foto- und Videoaufnahmen von Politikern, diesmal im rheinland-pfälzischen Landtag, aufgenommen und anschließend auf Commons zur Verfügung gestellt.

Am 22. und 23. Februar trafen sich Fotografen des Festivalsommers zu einem Workshop in Essen. Wikimedia Deutschland übernahm die Kosten für Räume und Verpflegung und erstattete auf Anfrage die Reisekosten der Teilnehmer.

Absolut sehenswert: Zur Sprengung des AfE-Turms in Frankfurt am Main, bekam ein Freiwilliger eine spezielle Kamera zur Verfügung gestellt, mit der eine freie Aufzeichnung in Zeitlupe aufgenommen werden konnte.

Neben sechs Literaturstipendien und drei eLitstip-Verlängerungen, wurden im Februar auch Software-Stipendien an sechs aktive Wikimedia Commons-Fotografen für spezielle Bildbearbeitungssoftware vergeben.

Förderprogramm Freies Wissen

Im Februar ging das Portal Förderprogramm Freies Wissen in seiner ersten Version online. Zudem fand am 22. Februar in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland das erste offene Arbeitstreffen zum neuen Förderprogramm statt. Schwerpunktthemen waren die Umsetzung der FFW-Module “Ideenportal”, “Servicepaket”, “Entscheidungsportal” und die Programmbegleitung inklusive “Programmportal” durch interessierte Mitglieder der Communitys.

Communityraum und Communitytreffen

In Oer-Erkenschwick, Nordrhein-Westfalen, trafen sich vom 7. bis 9. Februar 35 Freiwillige zur AdminCon. Die Veranstaltung richtete sich speziell an “Admins, Ex-Admins, Bald-Admins und alle anderen an den Adminfunktionen Interessierte” und wurde von Wikimedia Deutschland durch Reisekostenerstattungen und organisatorische Unterstützung gefördert. Im Wikipedia-Kurier findet sich ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung.

Für den 6. Februar lud Wikimedia Deutschland anlässlich eines Besuchs von Vertretern der Wikimedia Foundation zum entspannten Kennenlerntreffen bei Kaffee und Kuchen zwischen WMDE, WMF und der Community. Bis spät in den Abend ergaben sich anregende Diskussionen über die Rolle von Freiwilligen, Chaptern und der Foundation.

Am 13. Februar fand in den offenen Räumen von Wikimedia Deutschland ein Treffen zur zukünftigen Ausgestaltung des Communityraums statt, zu dem interessierte Mitglieder der Community eingeladen waren. Zwecks Einrichtung des Communityraums sagten die  Innenarchitektinnen Entwürfe unter freier Lizenz zu. Sebastian Wallroth schrieb dazu einen kurzen Bericht in der Wikipedia. Der Berliner Communityraum hat mittlerweile seine eigene Wikipedia-Seite.

Dirk Franke, CC-BY-3.0 via Wikimedia Commons

Am 15. Februar traf sich der neu gegründete Stammtisch in Potsdam zu einer gemeinsamen Tour in das Stadtmuseum mit anschließendem Café-Gespräch. Die Eintrittsgelder wurden von Wikimedia Deutschland übernommen. Das Team Communitys war auf der Veranstaltung vertreten, da Potsdamer Initiativen auch zukünftig unterstützt werden sollen. Ein weiterer Termin  mit einem Besuch im Albert-Einstein-Zentrum ist für Mai geplant.

Zum Offenen Editieren am 27. Februar trafen sich erneut Wikipedianerinnen und Wikipedianer im Communityraum zum monatlichen gemeinsamen Bearbeiten. Zeitgleich und parallel zum Offenen Editieren fand außerdem in der Geschäftsstelle ein Editier-Workshop statt, der sich speziell an Neuautoren richtete.

Zedler-Preis

Zum Zedler-Preis 2014 fand bis zum 24. Februar die öffentliche Nominierung für Artikel und Projekte statt, mit denen im vergangenen Jahr in besonderer Weise zu Freiem Wissen beigetragen wurde. Die Jury besteht aus Community-Mitgliedern und externen Fachleuten. Die Wahl der Juroren fand vom 31. Januar bis zum 16. Februar durch die Community statt. Die externen Fachleute wurden von Wikimedia Deutschland bestimmt. Insgesamt wurden 29 Artikel, 30 Community-Projekte und 13 externe Projekte nominiert.

Wikimania

Im August findet in London die Wikimania 2014 statt. Wikimedia Deutschland wird 35 Stipendien an Teilnehmer aus Deutschland vergeben. Die Stipendien umfassen pauschal 700 Euro und wurden über verschiedene Kanäle in der Wikipedia und auf sozialen Netzwerken beworben. Bis zur Einreichungsfrist am 17. Februar gingen viele  Bewerbungen ein. Über Neuigkeiten rund um die Veranstaltung berichtet ab jetzt ein Extra-Blatt des Wikipedia-Kuriers.

Beobachtungsportal

In der Wikipedia wurde ein offenes Beobachtungsportal eingerichtet. Es soll eine bessere Übersicht von Diskussionen und Änderungen auf Förderseiten und Seiten mit WMDE-Bezug ermöglichen, damit wir besser auf Anfragen, Kritik und Förderbedarf seitens der Community reagieren können.

Änderung der Nutzungsbedingungen 

Am 19. Februar schlug das Legal Department der Wikimedia Foundation eine Änderung der Nutzungsbedingungen der Wikimedia-Projekte vor. Dabei soll ein zusätzlicher Passus in die Nutzungsbedingungen eingefügt werden, der für bezahltes Bearbeiten Transparenz vorschreibt. Wikimedia Deutschland versucht, der Community durch aktive Tätigkeit in der Wikipedia eine möglichst breite Beteiligung an der Diskussion dieses Vorschlags zu ermöglichen.

BILDUNG UND WISSEN

Grenzen überschreiten: Digitale Geisteswissenschaft

Unter dem Titel “Grenzen überschreiten – Digitale Geisteswissenschaft heute und morgen” fand am 28. Februar 2014 ein Workshop in der Freien Universität Berlin statt.  Wikimedia Deutschland beteiligte sich im Rahmen der Aktivitäten zum Wissenschaftsjahr “Digitale Gesellschaft” mit der Präsenattion des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens “Wikipedia Diversity”.  Das Projekt ist eine Kooperation mit dem Gender- und Technik-Zentrum der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Ziele des Projekts sind die Erarbeitung eines Diversitätskonzepts für die deutschsprachige Wikipedia und die Konzeption innovativer diversitätsfördernder Maßnahmen.

Der Workshop brachte führende Berliner Wissenschaftsinstitutionen zusammen um die Frage zu stellen, wie Methoden, Infrastrukturen und Organisationen in Berlin durch die Querschnittsdisziplin Digital Humanities vernetzt werden können. Im Mittelpunkt stand der Dialog zur Vernetzung und Kooperation mit Entscheidungsträgern ausgewählter Institutionen, um fachwissenschaftliche, technische und institutionelle Anliegen zu diskutieren. Das Projekt wird von der Einstein Stiftung Berlin unterstützt und in Zusammenarbeit mit dem interdisziplinären Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (iF|DH|b) durchgeführt.

Veranstaltungsreihe Freigeisterstunde – Raum für Freie Bildung

Der Bereich Bildung und Wissen startet die neue Veranstaltungsreihe “Freigeisterstunde – Raum für Freie Bildung”. Ziel dabei ist, Wikimedia Deutschlands Sichtbarkeit im Bildungs- und Wissenschaftsbereich zu erhöhen sowie als starke Stimme für Freie Bildung in der digitalen Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Die Reihe dient als Plattform für aktuelle bildungstheoretische, bildungspraktische und bildungspolitische Fragen. Für 2014 sind fünf Abendveranstaltungen geplant, an denen Fachleute und Gäste über die Bildungsbedingungen des digitalen Zeitalters sprechen. Den Auftakt macht Anfang April die Vorstellung des OER White Papers, das Jöran Muuß-Merholz für das Co:llaboratory verfasst hat. Jöran Muuß-Merholz beschäftigt sich mit dem Stand von Open Educational Resources an Schulen in Deutschland. Ein weiterer Gast wird einen Ausblick auf die internationale Diskussion dazu geben.

Initiative cMOOC der deutschsprachigen Chapter

Im Februar trafen sich alle Projektbeteiligten in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in Berlin. Zusammen mit Wikimedia Österreich und Wikimedia Schweiz haben wir uns über unser gemeinsames Projekt zur Gestaltung von offenen Treffen im Web (sogenannte cMOOCs) mit dem Ziel soziale Prozesse in Wikipedia zu verbessern ausgetauscht. In den nächsten Wochen werden wir nun an der Konzeption der offenen Treffen arbeiten.

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Veranstaltungsreihe “Monsters of Law” gestartet

Einen fulminanten Einstieg in die Veranstaltungsreihe “Monsters of Law” erlebten rund 30 Besucherinnen und Besucher am 20. Februar im Veranstaltungssaal “Mosaik” von Wikimedia Deutschland. Thema des ersten Abends war die Einführung einer – im schwarz-roten Koalitionsvertrag angekündigten – allgemeinen Wissenschaftsschranke im Urheberrechtsgesetz. In das Thema führte Katharina de la Durantaye ein, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie hat jüngst eine Studie vorgelegt, die eine “Entrümpelung” der bestehenden Gesetzeslage im Wissenschaftsbereich hin zu einer praxisorientierten Generalklausel auch für Bibliotheken, Archive und Museen vorschlägt. Ein vielfach geäußerter Wunsch ist die Videoaufzeichnung und/oder das Streaming für die Folgeveranstaltungen.

Rechtsgutachten zur Logo-Verwendung in der Wikipedia

Ein BGH-Urteil zu Angewandter Kunst sorgte seit Ende vergangenen Jahres für rege Diskussionen in der Wikipedia. Zur Debatte stand, ob in der Konsequenz des Richterspruchs nicht vorsorglich alle Logos aus der Online-Enzyklopädie bzw. Wikimedia Commons gelöscht werden müssten. Ein durch die Community erbetenes Rechtsgutachten der Rechtsanwaltskanzlei JBB kommt denn auch zu einem kritischen Befund: Die pauschale Verneinung urheberrechtlichen Schutzes von Logos war früher schon riskant. Nach der neuen Rechtslage ist das Eis noch wesentlich glatter geworden. Deshalb, so der Rat von JBB, sollte die Community zunächst abwarten, wie die BGH-Entscheidung als Richtschnur in der Rechtsprechung Anwendung findet. Einstweilen könnte man beispielsweise die Logo-Vorlage mit einem Hinweis für interessierte Nachnutzende versehen, dass im Zweifel immer beim jeweiligen Rechteinhaber nachgefragt werden sollte.

OTRS-Workshop in Hamburg

Das oben erwähnte Rechtsgutachten war auch eines der Themen, die beim OTRS-Workshop in Hamburg (21.-23. Februar) zur Sprache kamen. Ein Dutzend Supportler trafen sich dort, um über technischen Prozesse des OTRS-Systems und wiederkehrende Probleme mit der Beantwortung von Kundentickets zu diskutieren. Zwei externe Gäste sorgten für einen vergleichsweise hohen Anteil juristischer Fortbildung: John Hendrik Weitzmann, Rechtsanwalt und Projektleiter Recht bei Creative Commons Deutschland, erläuterte die wesentlichen Neuerungen der Lizenzsuite 4.0, deren offizielle deutsche Übersetzung für den Sommer zu erwarten ist. Ansgar Koreng von JBB sprach über die jüngere Rechtsprechung zu den Themen Persönlichkeitsrecht und Urheberrecht (hier besonders Panoramafreiheit). Ein Hafenspaziergang und zwei Zusammentreffen mit dem Hamburger Stammtisch rundeten die Veranstaltung ab. Ein herzlicher Dank gilt Reinhard Kraasch, der als Gastgeber und Fremdenführer fungierte.

Vorbereitungen zum Kulturhackathon “Coding Da Vinci”

Die Vorbereitungen zum zweiteiligen Hackathon-Wettbewerb mit GLAM-Inhalten (GLAM = galleries, libraries, archives, museums) laufen auf Hochtouren. Der Wettbewerb in Partnerschaft mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Open Knowledge Foundation soll Kulturinstitutionen und Programmierern gleichermaßen demonstrieren, welche spannenden und innovativen Potenziale im digitalen Kulturgut zu entdecken sind. Mit “Coding Da Vinci” sollen Aktive der Wikimedia-Projekte sowie Programmierer (Open Source-Bereich und Kulturwirtschaft) und Kulturinstitutionen gleichermaßen angesprochen werden. Die Datasets des Hackathons werden durch ihren offenen Lizenzstatus direkt für die Wikimedia-Projekte gewonnen. Der erste Teil “Face the Quest”, bei dem die Kulturdatensets präsentiert werden und sich die Coding-Gruppen bilden, findet am 26. & 27. April in den Räumen der WMDE-Geschäftsstelle statt. Die Website codingdavinci.de geht Anfang März online.

Rückblick auf die Konferenz “Zugang gestalten”

Im November 2013 fand im Jüdischen Museum Berlin die Konferenz “Zugang gestalten” statt, bei der Wikimedia Deutschland wieder Partner war. Während der Konferenz entstand ein Video, das Kultureinrichtungen dafür begeistern will, den Zugang zu ihren digitalen Schätzen für die Allgemeinheit zu öffnen. Dieses Video ist nun inklusive anpassbarer Untertitel online verfügbar.

SOFTWARE-ENTWICKLUNG

Wikidata

Im Februar hat das Schwesterprojekt Wikisource Zugriff auf die Daten in Wikidata wie zum Beispiel ISBNs und Geburtsdaten von Autoren erhalten. Damit ist Wikisource nach Wikipedia und Wikivoyage das dritte Projekt, das vollen Zugriff auf Wikidata hat (Wikimedia Commons hat bisher nur Zugriff auf die Interwikilinks). Die Ladezeiten von Seiten auf Wikidata wurden signifikant verbessert. Das Entwicklerteam hat außerdem um Meinungen zur aktuellen Benutzeroberfläche gebeten. Diese werden dann Teil der Grundlage für die Überarbeitung der Benutzeroberfläche, die für die kommenden Wochen geplant ist.

INTERNATIONALES

Chapters Dialogue

Im Projekt Chapters Dialogue (Nicole Ebber  und Kira Krämer ) ist im Februar die letzte Phase der Interviews gestartet. Kira Krämer befragte beispielsweise Repräsentanten von Wikimedia Philippinen, Indonesien und Hong Kong. Dank des FDC-Reviews im Hause Wikimedia Deutschland konnten Mitarbeiter der Wikimedia Foundation und Mitglieder des Funds Dissemination Committee zum ersten Mal auch in unseren eigenen Räumen interviewt werden.

Des Weiteren wurden wir gebeten, beim Treffen der Geschäftsführenden der Chapter eine erste Zusammenfassung der Erkenntnisse aus den bisher geführten Interviews zu präsentieren. So konnte zum einen ein Einblick in die Design-Thinking-Arbeitsweise gegeben werden, zum anderen bildete die Präsentation die Grundlage für die anschließenden Diskussionen der Executive Directors.

Die etwa 15 verbleibenden Interviews werden in den ersten beiden Märzwochen stattfinden. Die Vorbereitungen für die Abschlusspräsentation auf der Wikimedia Conference sind ebenfalls gestartet.

Wikimedia International

Im Februar ist die Wikimedia:Woche aus ihrem Winterschlaf erwacht. Mit Unterstützung von Wikipedianern sowie Dirk Franke aus dem Team Communitys konnte Nicole Ebber den wöchentlichen Newsletter mit Aktuellem und Brisantem aus dem internationalen Wikiversum wieder versenden. Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess in der Wikipedia, interessante Beiträge von interessierten Beitragenden sind stets willkommen!

Nicole Ebber ist Mitglied des internationalen Programmteams, welches sich im Februar weiter der inhatlichen Gestaltung der Wikimedia Conference (10.-13. April in Berlin) gewidmet hat. Das Team hat nun eine Programmübersicht veröffentlicht, sucht für einige Themen noch potentielle Redner und wird im März einen Zeitplan präsentieren. In aktuell 30 Programmbeiträgen werden Themen wie der internationale Strategieprozess, die Organisationsstruktur des Wikiversums, Evaluation, Fehlerkultur, Professionalisierung, Interessenskonflikte und insgesamt das Zusammenspiel der Wikimedia-Organisationen und -Gremien behandelt. Die Logistik liegt fest in der Hand unserer Eventteams: Wenke Storn und Daniela Gentner betreuen die Teilnehmenden, treffen Absprachen zu Veranstaltungsorten und Hotels und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Nach der Wikimania ist bekanntlich vor der Wikimania, und so standen im Februar schon wieder erste Vorbereitungen für die diesjährige Veranstaltung an. Nicole koordiniert die Teilnahme der Geschäftsstelle bereichsübergreifend, und hat im Februar ein Konzept für den Auftritt von Wikimedia Deutschland in London erstellt. Unser Fokus in diesem Jahr liegt auf eigenen Programmeinreichungen und Treffen, die unsere Arbeit an den Jahreszielen unterstützen und unsere internationalen Kontakte und Partnerschaften festigen.

KOMMUNIKATION

Suchen und Finden

Das Kommunikationsteam wird zum April wachsen. Zahlreiche Spezialisten für Medien und Öffentlichkeitsarbeit haben sich beworben. Im Februar lag somit ein Schwerpunkt auf der Vorbereitung und Begleitung des Bewerbungsverfahrens. Dieses wichtige Thema wird uns auch im März weiter beschäftigen.

Geschichten erzählen

Darüber hinaus stand der Februar für das Team Kommunikation unter einem großen Berichte-Stern: Der Jahresbericht 2013 (aka Tätigkeitsbericht) wurde konzipiert, geplant und als Designauftrag an unseren externen Grafiker übergeben. Das fertige Produkt wird in gedruckter Form Anfang April vorliegen. Gleichzeitig haben wir gemeinsam mit dem Evaluationsteam einen neuen Prozess zur Erstellung des Impact-Reports für das FDC entwickelt – ein Kick-Off dazu fand am 19. Februar statt, die Erstellung der Inhalte läuft auf Hochtouren. Erstmalig gab es dazu auch eine Redaktionskonferenz mit Vertretern aus den Bereichen, auf der kollaborativ der Erkenntnisteil des Berichts in Stichpunkten erarbeitet wurde. Am 31. März wird der Impact-Report im Meta-Wiki veröffentlicht.

FUNDRAISING

Die Spendenkampagne liegt mittlerweile zwar mehrere Wochen zurück, für das Team Fundraising ist sie aber immer noch sehr präsent. Wie jedes Jahr wird im Februar die Spendenkampagne mit dem Versand der Zuwendungsbescheinigungen abgeschlossen. Dafür wurden in den letzten Wochen sämtliche Zahlungen über die einzelnen Spendenkanäle importiert und Adressdaten aufbereitet und validiert. Zudem wurden die Versandmaterialien zum Teil neu gestaltet. Sehr erfreulich dabei ist, dass sich die Anzahl der Zuwendungsbescheinigung gegenüber dem Vorjahr mit 115.000 Sendungen nahezu verdoppelt hat. Mit dem Versand der Zuwendungsbescheinigungen wollen wir möglichst viele neue Mitglieder gewinnen, daher liegt jeder Sendung auch ein Mitgliedsantrag bei. Ob uns das wieder gelingt, werden wir nach dem Versand Mitte März wissen.

Stellenausschreibungen

Aktuelle Stellenausschreibungen bei Wikimedia Deutschland sind auf der Vereinswebseite gesammelt aufgeführt.

 

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Monatsbericht Januar 2014

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Zu Beginn des Jahres konnte Wikimedia Deutschland einen Editier-Workshop unterstützen, der praktisches Wissen zum einfachen Mitmachen in der Wikipedia vermittelte. Das Besondere an diesem Workshop war, dass es nicht allein um die deutsche, sondern auch um die gälische Wikipedia ging. Grundlage waren bereits im Sprachkurs  verfasste, vorab entworfene Artikel und Korrekturen mit einer Ausrichtung auf Schottland und Irland, die dann in die gälische und die deutsche Wikipedia übertragen wurden. Interessante Hintergründe zum Workshop finden sich im Wikipedia Kurier.

WikiDACH, die ehrenamtlich organisierte Kongressmesse für deutschsprachige Wikiprojekte, wird bereits seit 2013 vorbereitet. Im Januar ging es mit Absprachen und Treffen des Orga-Teams, die von Wikimedia Deutschland unterstützt wurden, für die Veranstaltung vom 29. Mai bis 1. Juni weiter.

Dank der finanziellen Unterstützung durch Wikimedia Deutschland konnte der Geburtstagsempfang für Thomas Bach dokumentiert werden, an dem viele Persönlichkeiten der Zeitgeschichte teilnahmen und deren Bilder nun unter freier Lizenz verfügbar sind.

Viele weitere Veranstaltungsdokumentationen konnten durch Reisekostenunterstützung und organisatorische Hilfe von Wikimedia Deutschland umgesetzt werden: Schüler Rockfestival Wuppertal, Demonstration “Wir haben es satt” oder die Einkleidung der Deutschen Olympioniken. Einigen Freiwilligen aus dem GLAM-Bereich konnte die Reise zur Denkmalmesse Monumento ermöglicht werden, um Kontakte mit Institutionen zu festigen und neu zu knüpfen.

Workshop für Förderrichtlinien

Am 25. Januar fand in den offenen Räumen von Wikimedia Deutschland ein Workshop statt, um zusammen mit Communitymitgliedern die Förderrichtlinien zu überarbeiten. Dem Workshop war eine Phase intensiver Online-Diskussionen vorausgegangen.

Community-Treffen

Der vom Stammtisch Aachen initiierte Recherche- und Fotoworkshop im Couven-Museum wurde von Wikimedia Deutschland gefördert.

Auswertung der WikiCon 2013

Vom 24. bis 25. Januar traf sich das WikiCon Orga Team 2013 in Fulda und wagte einen konstruktiven Rückblick auf die vergangene, sehr erfolgreiche Veranstaltung. Themen waren die Auswertung der Zusammenarbeit mit WMDE, zukünftige Pressearbeit mit Freiwilligen und Faktoren und Voraussetzungen einer guten Veranstaltung. Fazit: Nach der der Wikicon ist vor der Wikicon, das Community-Orgateam von 2013 möchte auch im  Jahr 2014 die Veranstaltung organisieren und legt in den nächsten Wochen ein Konzept dazu vor.

Wikipedianischer Salon

Wikimedia Deutschland unterstützte zwei Mitglieder der Community, die am 16. Januar in den offenen Räumen von WMDE den Wikipedianischen Salon durchführten, und dort über “Wikipedia und die Lust am Lernen” sprachen. Wir freuen uns, weitere Salons unterstützen zu können.

Zedler-Preis

Die Vorschlags- und Nominierungsphase für den Zedler-Preis 2014 hat begonnen. Bis zum 24. Februar können die besten Artikel und herausragendsten Projekte aus der Community vorgeschlagen werden. Die Preisverleihung findet am 24. Mai in Frankfurt am Main statt.

Communityraum

Am 13. Februar findet in den offenen Räumen von Wikimedia Deutschland ein Treffen zur zukünftigen Ausgestaltung des Communityraums statt. Interessierte Mitglieder der Community sind herzlich dazu eingeladen.

Wikipedia-Kurier im Wikimedia-Blog

Im Blog von Wikimedia Deutschland standen zwei Beiträge, die leicht redaktionell angepasst aus dem Wikipedia:Kurier, dem Mitteilungsblatt der Wikipedia-Community übernommen wurden. Solche Beiträge sollen auch in Zukunft der Leserschaft des Wikimedia-Blogs ermöglichen, die vielen internen Vorgänge der Community nachzuvollziehen.

BILDUNG UND WISSEN

Wissenschaftsjahr 2014: Digitale Gesellschaft

Wikimedia Deutschland ist Partner des Wissenschaftsjahrs 2014. Unter der Überschrift “Digitale Gesellschaft” werden Themen wie Kommunikation, Bildung, Mobilität, Arbeitswelt oder Gesundheit diskutiert. Wir beteiligen uns mit einem Bündel an Maßnahmen am Wissenschaftsjahr, um eine breitere Öffentlichkeit für Erkenntnisse, Entwicklungen, wissenschaftliche Auseinandersetzungen und praktische Projekte rund um Online-Kollaboration/ Partizipation, digitale Kompetenzen sowie Offenheit und Zugang im Netz zu interessieren. In den folgenden Monaten werden wir an dieser Stelle über die einzelnen Projekte berichten.

Bündnis Freie Bildung formiert sich

Wikimedia Deutschland hat mit Creative Commons und der Open Knowledge Foundation ein Aktionsbündnis gestartet, das sich für eine breitere Bekanntheit und Akzeptanz von Open Educational Resources in Deutschland einsetzt. Ziel ist es, gemeinsame Kräfte zu bündeln und Anlaufstation für andere Organisationen und deren Entscheider zu sein. Als erste Arbeitsschritte wird das Organisationsteam Leitbilder verfassen und eine Webseite erstellen. Das Bündnis soll auf der re:publica angekündigt werden.

Initiative cMOOC der deutschsprachigen Chapter

Mit einer Reihe von offenen Seminaren im Web nach dem Vorbild so genannter cMOOCs (Massive Open Online Courses) soll künftig der Austausch über die Verbesserung sozialer Prozesse in der Wikipedia (beispielsweise Willkommenskultur, Konfliktmanagement, Feedbackstrukturen) erleichtert werden. Um einen möglichst großen Teil der deutschsprachigen Communitys zu erreichen, lotet WMDE derzeit mit Wikimedia Österreich und Wikimedia Schweiz Perspektiven zur Zusammenarbeit für dieses Projekt aus.

Women edit

2013 startete Women edit mit einer monatlichen Veranstaltungsreihe im Frauen Computer Zentrum Berlin. 2014 wird Women edit fortgeführt: Der Fokus richtet sich verstärkt auf den Auf- und Ausbau des WikiWomen-Netzwerkes und dessen Unterstützende. Ziel ist es, ein Netzwerk aufzubauen, das Pilotprojekte initiiert. Derzeit befinden sich das Projekt in der Konzeptionsphase. Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich gerne an Silvia Stieneker wenden.

POLITIK UND GESELLSCHAFT

GLAM-Schwerpunkte 2014

2014 konzentriert sich der Kulturbereich auf drei Hauptprojekte:

Coding da Vinci – 1. Kultur-Hackathon in Deutschland

Die Deutsche Digitale Bibliothek und die Servicestelle Digitalisierung richten gemeinsam mit Wikimedia Deutschland und der Open Knowledge Foundation Deutschland einen Kultur-Hackathon in Berlin aus. Somit kooperieren zwei zentrale Akteure im Digitalisierungsprozess des kulturellen Erbes in Deutschland mit zwei Nichtregierungsorganisationen, die sich für Open Source engagieren.

Mit dieser Veranstaltung möchte Wikimedia Deutschland gezielt Kulturinstitutionen und Programmierer der Open-Source-Szene ansprechen. Der zweiteilige Hackathon-Wettbewerb mit GLAM-Inhalten soll die spannenden und innovativen Potenziale des digitalen Kulturguts zeigen. Gleichzeitig werden die für den Hackathon zur Verfügung gestellten Datensätze durch ihren Lizenzstatus unmittelbar auch für Wikimedia-Projekte gewonnen. Weitere Infos gibt es in Kürze unter www.codingdavinci.de.

Termine:

  • Hackdays I “Face the Quest”: 26. & 27. April in der WMDE-Geschäftsstelle Berlin

  • Hackdays II “Meet the Winners”: 05. & 06. Juli in Berlin

GLAM on Tour

Bei GLAM on Tour arbeiten Wikipedianerinnen und Wikipedianer vor Ort, vorzugsweise in Klein- und Mittelstädten, mit Mitarbeitenden von Kulturinstitutionen zusammen. Sie lernen ihre jeweilige Arbeitsweise kennen und wertschätzen. Ziel ist es, Vertrauen zu stiften und langfristige Beziehungen zwischen den Akteuren im GLAM-Bereich und der Wikimedia-Bewegung aufzubauen, die zu mehr freien Inhalten aus dem Kulturbereich führt.

Zielgruppen:

  • Wikipedia- und Wikimedia-Aktive vor Ort

  • an der Wikipedia und anderen Wikimedia-Projekten Interessierte aus der Region

  • WMDE-Mitglieder

  • GLAM-Institutionen

  • Freiwillige mit Anbindung an die Institutionen

Angedachte Stationen sind unter anderem:

 “Zugang gestalten” 2014 – GLAM Konferenz

Die Fachkonferenz zur kulturpolitischen Dimension des freien Zugangs zum digitalisierten Kulturerbe “Zugang gestalten” findet 2014 zum vierten Mal mit Wikimedia Deutschland als Partner statt. Circa 20 Jahre nach der beginnenden Öffnung des Zugangs zum Kulturerbe mittels digitaler Medien soll eine erste Bilanz gezogen werden. Der internationale Fortschritt in der Gestaltung des digitalen Zugangs zum kulturellen Erbe soll auf den Prüfstand gestellt werden. Wikimedia Commons wird zehn, Europeana fünf Jahre alt. Ergebnisse werden präsentiert und Projekte in einer Werkschau diskutiert.

Termin:

  • 6. & 7.  November 2014 in Berlin

SOFTWARE-ENTWICKLUNG

Wikidata

Das Wikidata-Team hat im Januar hauptsächlich daran gearbeitet, die Ladezeiten auf Wikidata und die Usability zu verbessern. Zusätzlich wurde weiter am Mengen-Datentyp gearbeitet. Wikisource ist jetzt das vierte Projekt (nach Wikipedia, Wikivoyage und Commons), das seine Sprachlinks über Wikidata verwalten kann. Mit Adrian Lang hat das Software-Entwicklungsteam  personelle Verstärkung erhalten. Adrian wird hauptsächlich an Wikidatas Benutzeroberfläche arbeiten. Darüber hinaus wurde der Entwicklungsplan für 2014 veröffentlicht. Dieser kann in der IRC-Sprechstunde am 3. Februar besprochen werden. Zuguterletzt hat Wikidata im Januar noch die Grenze von 100 Millionen Bearbeitungen überschritten.

INTERNATIONALES

Chapters Dialogue

Der Januar stand wieder ganz im Zeichen “Interviews, Interviews, Interviews” für das Projektteam Chapters Dialogue (Nicole Ebber und Kira Krämer). Mitte des Monats stand der Besuch bei Wikimedia in Stockholm an, wo nicht nur Mitglieder des Präsidiums und Angestellte

interviewt wurden, sondern auch Anders Wennertsen als Mitglied des Funds Dissemination Committees. Neben den Interviews gab es auch die Gelegenheit, einen Tag im Büro von Wikimedia Schweden zu verbringen, die dortigen Angestellten kennenzulernen und sich über verschiedene Themen (u.a. Wikimedia Conference 2014) auszutauschen. Im Rahmen dessen wurden wir auch eingeladen, das Projekt sowie die Methodik Design Thinking allen Mitarbeitenden vorzustellen. Anschießend ging es weiter nach Tel Aviv, wo wir das Team von Wikimedia Israel getroffen haben. Bei einem Abendessen konnten wir fünf  der sieben  Präsidiumsmitglieder kennenlernen und mehr über ihre Arbeit erfahren. Für die Interviews standen der Vorsitzende des Präsidiums sowie die Geschäftsführerin zur Verfügung.

Neben der Planung der letzten Interviews haben Kira und Nicole außerdem damit begonnen, die Auswertungs- und Synthesephase vorzubereiten. Im April sollen die Erkenntnisse aus der ersten Phase des Projektes vorliegen.

Wikimedia Conference

Unser Team Events hat im Januar die Registrierung für die Wikimedia Conference eröffnet. Vom 10.-13. April 2014 treffen sich in Berlin Vertreterinnen und Vertreter der Wikimedia Chapter, Thematischer Organisationen und Benutzergruppen, Angstellte und Boardmitglieder der Wikimedia Foundation sowie Angehörige von Affiliations Committee und Funds Dissemination Committee. Die Zusammenstellung des Programms liegt in diesem Jahr erstmals nicht in den Händen des gastgebenden Chapters, sondern obliegt einem Programmteam aus haupt- und ehrenamtlichen Chapter- und Wikimedia-Foundation-Angehörigen aus der ganzen Welt, dem auch Nicole Ebber angehört. Der Prozess ist dieses Mal so angesetzt, dass zunächst von allen beteiligten Organisationen Informationen zu den wichtigsten Themen abgefragt wurden. Anschließend wurden diese Themen gebündelt und gewichtet und nun in einer Themenübersicht (samt Zielen und möglichen Formaten) veröffentlicht. Schwerpunkte der Veranstaltung werden “Organisation, Struktur und Verteilung der Gelder in der Wikimedia-Welt” sowie “Evaluation und Erfolg” sein. Mit diesem Vorgehen möchte das Team sicher stellen, dass die Inhalte zunächst völlig frei von Zeitplänen, Raumverfügbarkeiten oder Teilnehmerzahlen priorisiert und strukturiert werden können. Im nächsten Schritt werden geeignete Vortragende identifiziert, Länge und Format pro Session festgelegt und dann in eine Agenda gegossen.

KOMMUNIKATION

Öffentlichkeitsarbeit

Schwerpunkte im Januar waren das Ende der Spendenkampagne, Presseanfragen zum Thema PR in der Wikipedia, die Begleitung von Veranstaltungen in den neuen Räumlichkeiten am Tempelhofer Ufer 23 und die Einarbeitung der neuen Teamkollegin Tjane Hartenstein. Informationen über Tjane, ihre Rolle und Aufgaben wurden kürzlich hier im Blog gepostet.

Michael Jahn war Gast beim Nachbereitungstreffen des Orga-Teams der WikiCon 2013. Von 24.-25. Januar ging es in Fulda unter anderem um einen Rückblick auf die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Wikimedia Deutschland in Karlsruhe, mit Blick auf zukünftige WikiCons.

FUNDRAISING

Für das Fundraising bedeutet das Ende der Spendenkampagne immer auch den Anfang des Versands der Zuwendungsbescheinigungen. Nicht nur ideale Versandbedingungen (Material, Porto, etc.) müssen gefunden, sondern für den Versand optimal aufbereitete Adressen an die Post übergeben werden. Diese Datenaufbereitung ist zum Teil ein sehr kleinteiliger Prozess, an dem alle Mitarbeitenden des Fundraisings beteiligt sind und der bis Mitte Februar abgeschlossen sein wird. Die Zuwendungsbescheinigungen werden dann Mitte März versendet.

Ein anderer Schwerpunkt im Januar waren die Vorbereitungen für die SEPA-Umstellung. In deren Rahmen müssen unsere Verbuchungsprozesse für die Konformität mit SEPA umfassend angepasst werden, so dass wir im Januar diverse Datenbankänderungen vorgenommen haben. Durch einen Beschluss der EU-Kommission “in letzter Minute” wurde die Frist für die SEPA-Umstellung um sechs Monate auf den 1. August verlängert, weshalb auch bei uns der endgültige Wechsel um ein paar Wochen verschoben wird.

Zudem können wir für den Januar auch einen Personalzugang verkünden: Hannah Weber wird zukünftig bei uns im Fundraising als Werkstudentin arbeiten. Hannah, die im fünften Semester Wirtschaftmathematik an der Technischen Universität Berlin studiert, wird sich zusammen mit Henry Laurisch, der ab Februar studienbedingt kürzer treten muss, insbesondere um die täglichen Anfragen von Spendenden und Mitgliedern kümmern.

Stellenausschreibungen

Aktuelle Stellenausschreibungen bei Wikimedia Deutschland sind auf der Vereinswebseite gesammelt aufgeführt.

 

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Monatsbericht Dezember 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Geteiltes Wissen bei EU-Urheberrechtskonsultation

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation zum Urheberrecht in der EU eingeleitet, an der sich bis zum 5. Februar 2014 Verbände, zivilgesellschaftliche Organisationen, aber auch einzelne Private beteiligen können. Zweck der Konsultation dürfte es sein, den Boden für eine umfassende Urheberrechtsreform im Jahr 2014 zu bereiten. WMDE hat im Rahmen der europäischen Aktivitäten (s.u.) und in enger Abstimmung mit der WMF damit begonnen, “Answering Guidelines” zu erstellen, die auch von anderen Organisationen übernommen werden können. Die Veröffentlichung auf einer Plattform der Open Knowledge Foundation ist für die 3. Kalenderwoche vorgesehen.

Acht Chapter unterstützen europäische Politik-Agenda

Bereits im November hatten Vertreter der Free Knowledge Advocacy Group EU in London eine Grundsatzverbeinbarung für die gemeinsame Lobbying-Agenda auf EU-Ebene aufgesetzt. Bis zum Redaktionsschluss dieses Monatsberichts haben bereits acht europäische Wikimedia-Fördervereine diese Erklärung gezeichnet (WMNL, WMSE, WMAT, WMFR, WMCZ, WMIT, WMDE, WMUK). Das Werben um noch mehr Unterstützung wird bis zur Wikimedia-Conference in Berlin unvermindert weitergehen.

Ergebnisse des Kulturinitiative-Mailings

Die Auswertung des Kulturinitiative-Mailings, das im September an alle Vereinsmitglieder verschickt wurde, zeigt ein positives Bild: Die Zahl der Antworten auf die Fragebögen, in denen nach Engagement im kulturellen Bereich gefragt und dazu angeregt wurde, sich als Botschafter für Freies Wissen zu engagieren, ist höher als angenommen. Über 100 Rückmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet wurden individuell beantwortet. Entweder es wurde Interesse bekundet, in der Wikipedia zu editieren, oder für Wikimedia Commons zu fotografieren. Auch Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in einer Kultureinrichtung arbeiten, zeigten Interesse an einer weitergehenden Kooperation. So haben sich interessante neue Kontakte ergeben, die u. a. weitere Startpunkte für die Fortführung des Projekts GLAM on Tour sein werden.

BILDUNG UND WISSEN

Open Educational Resources

Im Dezember diskutierte der Ausschuss für Digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit des Abgeordnetenhauses Berlin zwei Prüfaufträge zur Einführung von Open Educational Resources in Berlin. Die Anträge stammten einerseits von der oppositionellen Piratenpartei, andererseits von den Regierungsfraktionen SPD und CDU. Beide Anträge fordern den Senat des Landes Berlin auf, die Möglichkeiten zur praktischen Einführung von OER zu prüfen.

Die Parteien Bündnis 90/Die Grünen sowie die Piratenpartei hatten WMDE eingeladen, einen Sachverständigen für die Sitzung zu stellen. Mit dabei war Sebastian Horndasch aus dem Bereich Bildung und Wissen. In unserer Stellungnahme begrüßten wir die Anträge und betonten die Wichtigkeit von tatsächlich freien Lizenzen (also solche, die der Open Definition genügen). Darüber hinaus legten wir dar, wie OER die Qualität von Bildungsressourcen verbessern und gleichzeitig die Bildungslandschaft demokratisieren können.

Vielfalt für Wikipedia

Die erste Phase des Projekts “Wikipedia Diversity” (Wikimedia Deutschland e. V. und Gender- und Technik-Zentrum der Beuth Hochschule für Technik Berlin) wurde im Dezember abgeschlossen. Das Projekt verfolgt das Ziel, gemeinsam mit der Wikipedia-Gemeinschaft nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Geschlechtervielfalt in der Wikipedia zu suchen. Bereits im September wurde das erste Ergebnis veröffentlicht: Arbeitspapier “Gender – Diversität – Wikipedia. Vielfalt gemeinsam gestalten”. Das Papier bündelte Informationen aus Forschung und Praxis, fasste den aktuellen deutsch- und englischsprachigen Forschungsstand zusammen und stellte Ergebnisse von Interviews mit Editorinnen und Editoren der Wikipedia vor.

Im Januar wird nun der Abschlussbericht vorgelegt. Dieser erweitert das erste Arbeitspapier um konkrete Konzeptskizzen zu Diversity-Maßnahmen und Feedback aus der Wikipedia-Gemeinschaft zu diesen Maßnahmen – insbesondere zu jenen, die 2014 angegangen werden sollen. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch und weitere Ideen zu Vielfalt in der Wikipedia!

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Der Dezember wurde mit dem Offenen Sonntag eingeläutet, bei dem die Communitys die neuen Räume von Wikimedia Deutschland, noch mit Farb- und Klebergeruch in der Luft, einweihen konnten. Insgesamt 13 Sessions fanden statt.

Eine Woche später begutachteten die drei Organisatorinnen der AdminConvention, die komplett von Wikimedia Deutschland finanziert wird, die Räume vor Ort.

Treffen der Community

Christina Burger besuchte in Köln den Wichtelstammtisch am 7.12.2013 im Cafe Goldmund, es ging nochmal um inhaltliche Anfragen zum Communitysspace dort, sowie um Generelles. Weiterhin wurden Vorbereitungen für eine Veranstaltung in dem neuen Communityspace mit Berliner Communitymitgliedern getroffen, ein Ergebnis davon findet sich hier. Weitere sind in Planung, so hatten wir Besuch von Ralf Liebau, einem engagierten Wikipediaautor und Präsidum a. D., der sich für die Installation eines “Space-Teams” im Berliner Communityspace in der Geschäftsstelle im Januar 2014 engagieren wird. Beginnen wird dies mit einem “Wiki loves Food”-Event, bei dem Nahrungsmittel dokumentiert, fotografiert,  in Artikel eingebunden und anschließend gemeinsam aufgegessen werden. Ein Termin dazu wird folgen.

Termine:

WikiCon  2013 Auswertung

Die WikiCon 2013 wurde abgeschlossen und es begann eine Phase der Auswertung innerhalb der Community. Bei Wikimedia Deutschland waren wir mit der Abwicklung der Wiki-Loves-Monuments-Preise und Kostenerstattungen beschäftigt. Eine Auswertung der genaueren Ausgaben wird Mitte Januar 2014 erfolgen. Ein gemeinsames Treffen mit dem Community-Orgateam zur Auswertung der Prozesse und einer Planung für die WikiCon 2014  wird am 24./25. Januar in Fulda stattfinden. Teilnehmen werden das Orgateam (7 Freiwillige) und von WMDE Michael Jahn (Kommunikation), Alice Forstner (Veranstaltungen) und Christina Burger (Team Communitys).

Wikidata

In diesem Monat wurden einige neue Features auf Wikidata gebracht. Es ist jetzt möglich, die Reihenfolge von Aussagen zu verändern. Aussagen können einen Rang bekommen, um zum Beispiel veraltete oder falsche Daten (wie zum Beispiel die falsch gemessene Länge des Rheins) als solche zu markieren. Datenobjekte haben jetzt außerdem ein Inhaltsverzeichnis, um bei großen Seiten einen leichteren Überblick zu bekommen und einfach zur richtigen Stelle springen zu können. Zusätzlich hat das Team noch daran gearbeitet, die Ladezeiten von großen Datenobjekten zu verbessern.

INTERNATIONALES

Chapters Dialogue

Im Dezember war das Projektteam Chapters Dialogue (Nicole Ebber und Kira Krämer) in den USA unterwegs und hat zahlreiche Interviews geführt. Zunächst stand die Wikimedia Foundation in San Francisco auf dem Programm. Dort konnten zum einen 6 Mitarbeiter (u.a. Sue Gardner, Erik Möller, Asaf Bartov, Anasuya Sengupta) ausgiebig interviewt werden und zum anderen ergaben sich gute Gelegenheiten, die Arbeit von Wikimedia Deutschland im Allgemeinen und das Projekt “Chapters Dialogue” sowie die Methodik “Design Thinking” im Besonderen vorzustellen. Eine eigens für uns organisierte “Brown Bag Lunch Session” war gut besucht und aus den zahlreichen Fragen der Teilnehmenden konnten wir auf reges Interesse an den Fragestellungen (Rollenverständnis der Wikimedia-Organisationen, deren Beziehungen untereinander sowie der Zukunft der Organisationsstrukturen) schließen. Bei einer Arbeitssession haben wir außerdem einer kleineren Runde von Mitarbeitern die Vorgehensweise präsentiert und mögliche Anknüpfungspunkte diskutiert.

Nach dem Besuch in San Francisco ging es weiter nach New York und Washington D.C., wo jeweils zwei Vertreter der Chapter WMNY und WMDC interviewt wurden. In New York wurden wir zu einem Arbeitstreffen des Chapters eingeladen und konnten das Projekt somit gleich einem breiteren Publikum vorstellen. In Washington konnten die Interviews, dank des dortigen Wikipedian in Residence, in dem historischen Gebäude der National Archives geführt werden.

KOMMUNIKATION

Öffentlichkeitsarbeit

Zum Jahreswechsel wurde die Spendenkampagne des Fundraising-Teams neben unterstützenden Tätigkeiten auch mit einer Pressemitteilung zum erfolgreichen Abschluss begleitet. Näheres dazu siehe unten.

Im Dezember konnte der Bewerbungsprozess für die ausgeschriebene Position “Text & Produktion” im Kommunikationsteam abgeschlossen werden. Seit dem 8. Januar arbeitet Tjane Hartenstein in Vollzeit für die Stabsstelle Kommunikation. Zu ihren Aufgaben gehören das Verfassen, Konzeptionieren und Begleiten von Berichten, Print- wie Onlinematerialien sowie Texten. Diese ersten Tage für Tjane sind ganz der Einarbeitung gewidmet. Ein persönlicher Blogbeitrag zum Start, nebst offiziellem Namen samt Foto auf der Webseite folgt. Für die Stabsstelle Kommunikation wird Tjane künftig auch das Format des Monatsberichts betreuen. Über die letzten Ausgaben sind eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen gemacht worden (Lesbarkeit, Struktur, Rubriken wie Personelles etc.), die in diesem Zug umgesetzt werden.

FUNDRAISING

Geschafft. Am 1. Januar 2014 haben wir die Spendenkampagne mit einer Dankesbotschaft von Pavel Richter beendet. Unser Spendenziel von 6,1 Mio Euro haben wir erreicht und auch die Anzahl der Mitglieder hat die Schwelle von 10.000 überschritten. Ein voller Erfolg, der durch die Unterstützung von über 300.000 Menschen in Deutschland möglich wurde. Einen ausführlichen Blogbericht möchten wir in den kommenden Tagen veröffentlichen. Dazu sind wir aufgrund der vielen durch die Kampagne liegen gebliebenen Punkte leider noch nicht gekommen.

Stellenausschreibungen

Aktuelle Stellenausschreibungen bei Wikimedia Deutschland sind auf der Vereinswebseite gesammelt aufgeführt.

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