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Wer bin ich?

Ich brenne für Freies Wissen und Open Culture. Ich freue mich deshalb sehr, ab heute mit Johannes im Team Community von Wikimedia Deutschland wirken zu dürfen.

Ich hoffe dabei, viel mehr und viel ausführlicher als bisher mit Wikimedianern und Wikimedianerinnen sprechen zu können und möchte mich deshalb hier nur mit einem kurzen Überblick über mein Leben und meine Tätigkeit bei Wikipedia und Commons vorstellen:

Nach meiner Geburt in der deutschen Alpha World City und Abitur in der Nähe bin ich in die Mauerstadt gezogen, um Publizistik, Politologie und Theaterwissenschaft zu studieren. Kurz vor dem Abschluss erwies sich die journalistische Praxis als spannender und ich begann für Fernsehsender – vor allem für öffentlich-rechtliche -  zu arbeiten. Zwischendurch habe ich eine Ausbildung zum Informationstechnologen absolviert und die letzten Jahre als PR-Manager in einer Agentur für Kommunikation gearbeitet.

Als Wikipedianer habe ich bereits Gelegenheit gehabt, Wikipedia im Radio und bei einigen Auftritten auf Jugendmessen zu erklären. Dazu bin ich aktives Mitglied im Support-Team und habe einen Teil der Organisation für Skillshare geleistet.

In der Wikipedia habe ich einige Dutzend Artikel verfasst, ein Portal, ein paar Kategorien und Vorlagen „gebastelt“ und viel Zeit mit Beantwortung von Adminanfragen verbracht.

Die Commons nutze ich zur Hochladen von gemeinfreien und eigenen Bebilderungen für Orts-, Objekt- und Personenartikel. Jetzt freue ich mich sehr darauf, Vereinsmitglieder, Wikipedianer, Wikipedianerinnen und Freiwillige der Schwesterprojekte bei Ihren Vorhaben unterstützen und mit Rat und Tat zur Seite stehen zu dürfen.

Falls Du noch nicht erraten hast, wer ich bin: Viele kennen mich als [[Benutzer:Sargoth]] :) Der werde ich auch weiterhin bleiben. Aber zu normalen Bürozeiten bin ich ab sofort zusätzlich als [[Benutzer:Christoph Jackel (WMDE)]] mit Johannes das Team Community, das Du unter community@wikimedia.de jederzeit erreichen kannst!

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Stipendien für Wikimania 2012

2012 findet die Wikimania in Washington DC statt. Vom 12. bis 14. Juli treffen sich Wikipedianer und interessiertes Publikum aus der ganzen Welt, um Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Ideen rund um die Förderung Freien Wissens zu entwickeln.

Wikimedia Deutschland e.V. unterstützt die Wikimania mit Reisestipendien. Zusätzlich zu den 15 Stipendien, die wir für Teilnehmer mit Wohnsitz in Deutschland aus dem allgemeinen Stipendien-Pool übernehmen, vergibt Wikimedia Deutschland 5 Stipendien in Höhe von je 1500 Euro zur Unterstützung der Teilnahme an der Wikimania. Von diesem Festbetrag sind Flug, Unterkunft und Eintrittskarte zu finanzieren. Natürlich bieten wir Hilfe bei der Buchung an.

Wir möchten euch herzlich dazu einladen, euch bis zum 31. März 2012 UPDATE: 16. April 2012 via dieses Formular bei uns zu bewerben.

Und nun zur Bewerbung: Wir haben uns für 2012 sieben strategische Ziele gesetzt und möchten von dir wissen, wie du mit deiner Aktivität auf der Wikimania 2012 konkret zur Zielerfüllung beitragen kannst. Dabei ist es wichtig, dass deine Idee nachhaltig ist und die Wikimedia-Bewegung auch nach der Wikimania davon profitieren kann.

Darüber hinaus ist es geplant, dass die fünf Stipendiaten für die Community und die Öffentlichkeit zu “Wikimania-Berichterstattern” werden. Während der Konferenz wird es die Möglichkeit geben, täglich Berichte in Form von Artikeln, Fotos und Videos auf einem von uns eingerichteten Gruppen-Blog zu posten.

Was man noch wissen muss: Stipendiaten verpflichten sich, für die komplette Dauer der Konferenz anwesend zu sein (12.-14.7.2012 inkl. Anreise am 11. und Abreise am 15.7.). Beachtet bitte auch, dass die Wikimania in englischer Sprache stattfindet. Ihr solltet also über ausreichend gute Sprachkenntnisse verfügen. Es lohnt sich auch die Hinweise der Organisatoren zu der Konferenz zu lesen.

Fragen zur Stipendienausschreibung könnt ihr sehr gern an mich (kasia.odrozek@wikimedia.de) richten.

Zu meiner Person: Seit dem 1. März 2012 bin ich Assistentin des Vorstands und unter anderem für die Wikimania-Stipendien zuständig. Außerdem mache ich noch vieles mehr – was genau werde ich euch hier in den nächsten Tagen ausführlicher vorstellen. Ich freue mich mit an Bord zu sein und bin gespannt auf eure Ideen.

Viel Glück für die Bewerbung!

Kasia

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Stipendien für das WikiWomenCamp in Buenos Aires

2012 findet das erste WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien statt. Vom 23. bis 25. Mai treffen sich Frauen der weltweiten Wikimedia-Bewegung, um Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Ideen rund um das Thema Gender-Gap zu entwickeln. Ziel ist es, einen Austausch auf internationaler Ebene möglich zu machen. Um mitmachen zu können, musst du keine Wiki-Expertin sein. An vorderster Stellte steht die Lust, das Camp aktiv mitzugestalten und das Interesse, auch danach Ideen in die Wikipedia-Welt einzubringen.

Der Countdown auf der Website der Organisatorinnen zeigt: Noch 78 Tage bis zum WikiWomenCamp! Zeit also, die Vorbereitungen in die Wege zu leiten.

Wikimedia Deutschland e.V. unterstützt das WikiWomenCamp mit Reisestipendien. Wir laden alle Frauen herzlichst ein, sich bis zum 18. März 2012 UPDATE: 25. März 2012 im Meta-Wiki zu bewerben! (Die Frist ist so knapp gesetzt, damit die Stipendiatinnen genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Konferenz haben.)

Die Kurzbewerbung sollte darauf eingehen, in welcher Form du in Projekten der Wikimedia oder Wikipedia involviert bist und wie du zum Gelingen des Camps beitragen möchtest. Alle Ideen sind willkommen!

Das Stipendium deckt die Reise- und Unterkunftskosten. Stipendiatinnen verpflichten sich, für die komplette Dauer der Konferenz anwesend zu sein, und spätestens vier Wochen nach der Konferenz einen Bericht über ihre Teilnahme einzureichen.

Fragen zur Stipendienausschreibung könnt ihr gerne an mich richten: Julia.Kloppenburg@wikimedia.de.

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Community building in Barcelona

Am vorletzten Wochenende konnte ich mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland einer Einladung zum Free Culture Forum und der angeschlossenen Veranstaltung Building Digital Commons (für Twitter zu Dimmons gekürzt) folgen.
Das Forum bot namhafte Sprecher wie Richard Stallman und John Perry Barlow auf, Dimmons beeindruckte durch lebhafte Diskussionen mit und um Communitys in der realen und der virtuellen Welt.

Wikimedia, Creative Commons, Mozilla, Platoniq und viele andere kamen zusammen, um über Möglichkeiten der Bindung an Communitys, Motivation und Wertschätzung zu diskutieren. Die Mischung machts und eins wurde schnell deutlich: Wikipedia ist nicht das einzige Online-Projekt, dass sich nicht auf dem Erreichten ausruhen kann sondern dafür Sorge tragen muss, dass neuen Teilnehmern der Einstieg ermöglicht wird, ohne dadurch die Erfahrenen zu verlieren.

Mehrere Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Themen der Partizipation. Ich war Facilitator in der etwa zwölf Kopf starken Gruppe, die sich mit dem Thema neuer Mitmacher auseinandersetzte. Hier fanden sich nicht nur Wikipedianer, sondern auch Vertreter von Mozilla, Creative Commons und der Open Knowledge Foundation, was der Diskussion deutlich mehr Raum für unterschiedliche Erfahrungen und Wahrnehmungen ließ als erwartet. Die Zusammenarbeit war sehr engagiert und führte zu folgenden Empfehlungen:

  • Treffen im Real Life organisieren und fördern
  • Kurze Einführungstexte bereitstellen, die den Einstieg ermöglichen, sich aber auf’s Wesentliche beschränken
  • Neue spannende und überraschende Stories finden, die das Projekt und die Idee dahinter erklären
  • Beim Begrüßen und beim Begleiten unterschiedlich vorgehen, je nach Wunsch des Benutzers. Es gibt nicht den einen Weg, der für alle neuen Benutzer gleich gut ist.
  • Mehr Austausch zwischen verschiedenen Communities

Einer der eher ungewöhnlichen Aspekte der Veranstaltung war, dass aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen direkt ein Maßnahmenplan für die katalanische Wikipedia entwickelt wurde, um zu prüfen, ob Auswirkungen auf die Community sichtbar werden. Darunter sind

  • Ein Vergleich der Zugriffszahlen von Artikeln in der katalanischen, spanischen und englischen Version, um Leserpräferenzen zu erkennen und daraus Verbesserungsvorschläge für die Artikel abzuleiten
  • Eine Tabelle, in der unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten und konkrete Vorschläge dargestellt werden. Sie soll neben der reinen Artikelarbeit auch Übersetzungen, sprachliche Verbesserungen, Bebilderungen und vieles mehr umfassen. Ziel ist Einsteigern eine Art Wegweiser in die Hand zu geben, aus dem sie sich das für sie passende raussuchen können und wissen, dass dort ihre Hilfe benötigt wird.
  • Neuen Benutzern in Abhängigkeit ihrer Aktivität ermutigende und positive Nachrichten zukommen lassen. Zum Beispiel für Benutzer, die sich angemeldet aber noch keinen Edit gemacht haben, oder für Benutzer, deren letzter Edit mehr als vier Wochen zurückliegt.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Wer mehr zur Veranstaltung erfahren will, kann das Wiki besuchen, in dem derzeit die Ergebnisse aufbereitet werden.

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Archäologie und Politik – und ein bischen Wikipedia

Und da dachte ich im September, ich hätte alle wichtigen Veranstaltungen des Jahres hinter mir. Aber wie schon im September verschaffte mir erneut die Gerda Henkel Stiftung einen “Außeneinsatz”. Ich war eingeladen zur “Gerda Henkel Vorlesung”, die mit Hermann Parzinger der wohl hochrangigste deutsche Kulturbeamte hielt. Thema war “Archäologie und Politik. Eine Wissenschaft und ihr Weg zum kulturpolitischen ‘Global Player’”. Hier sprach der vormalige Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts und heutiger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht zuletzt auch aus eigener Erfahrung von den politischen Dimensionen der Archäologie in Vergangenheit, Gegenwart und ein wenig auch der Zukunft.

Wie so oft bei derartigen Veranstaltungen war der Vortrag zwar sehr interessant und gerade auch für mich von großem Interesse, doch noch Interessanter waren die vielen Gespräche rund um die Veranstaltung. Vor allem unterhielten ich und Lyzzy, die mich begleitete, mit Vertretern der Stiftung. Für L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung wird Lyzzy beispielsweise demnächst als Interviewpartner zur Verfügung stehen. Insgesamt wurde einmal mehr deutlich, daß die Mitarbeiter der Stiftung ehrliches Interesse an der Wikipedia und ihren Mitarbeitern haben. Vielleicht erwächst daraus ja noch die eine oder andere Zusammenarbeit.

Ein persönlicher Höhepunkt war für mich natürlich das Gespräch mit Uwe Walter, der in seinem Blog Antike und Abendland vor Wikipedia trifft Altertum einen sehr wohlwollenden Beitrag verfasst hatte. Sehr spannend waren seine Sichtweisen zum Paradigmenwechsel in seinem Fach, das nach seiner Meinung schon zu starken Veränderungen geführt hat. Und das durchaus nicht zum Schlechtesten.

Am folgenden Tag nutzte ich die Gelegenheiten, die sich mir boten. Zunächst besuchte ich in Bonn das Ägyptische Museum der Universität Bonn sowie das Akademische Kunstmuseum, die Antikensammlung der Universität Bonn. Am Abend folgte die Teilnahme am Kölner Stammtisch, meinem immer noch liebsten Stammtisch im Wikimedia-Universum. Neben dem Treffen mit vielen lieben alten Bekannten konnte ich auch endlich die Legende, das “Phantom” ;) Tsor kennen lernen. Der Sonnabend brachte noch eine Arbeitssession bei Elya und Raymond, bei der wir das weitere Vorgehen bei den GLAM-Projekten in der deutschsprachigen Wikipedia besprachen. Abschluss meiner “Dienstreise” war der Besuch des Museum August Kestner in Hannover, das praktischerweise an meinem Rückweg lag. Dort war der vorletzte Tag der Sonderausstellung Lost! Die Ägypten-Sammlung und ihre (Kriegs-)Verluste, die ich mir nicht entgehen lassen wollte, immerhin konnte ich den Kurator Christian E. Loeben bei “Wikipedia trifft Altertum” kennen lernen.

Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Dinge man in so wenig Zeit tun kann.

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GLAM in der Wikipedia

Irgendwie begann es im Herbst 2007 mit der Zusammenarbeit von Wikimedia Deutschland mit dem Bundesarchiv. Die Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Wikipedia beziehungsweise den Mitarbeitern der Wikipedia wurde auf eine neue Ebene gehoben. und das Schöne – dabei profitierte nicht nur die Wikipedia. Weitere Projekte folgten, so mit der Deutschen Fotothek oder dem Tropenmuseum Amsterdam. In anderen Ländern ging man andere Wege. So wurde im Juni 2010 der Australier Liam Wyatt “Wikipedian in Residence”, also wikipedianischer Mitarbeiter des British Museum in London. Seitdem konnten diverse weitere Projekte durchgeführt werden, insbesondere sind sicher Zusammenarbeiten mit dem Château de Versailles, der British Library, dem Israel Museum, Jerusalem, dem Museum of Modern Art oder der Smithsonian Institution zu nennen. Mittlerweile wurden Projekte unter dem Label “GLAM” auf drei Kontinenten durchgeführt. GLAM steht dabei für “Galleries”, “Libraries”, “Archives” und “Museums”.

Im DACH-Raum, Deutschland, Österreich und der Schweiz, hinken wir der internationalen Entwicklung mittlerweile etwas hinterher. Um diesem Umstand etwas aktiver entgegen zu treten, gibt es seit gestern in der deutschsprachigen Wikipedia ein GLAM-Projekt, das neben den Vereinen Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH als zentraler Anlaufpunkt sowohl für Interessierte in den Projekten wie auch für Interessierte aus Museen, Archiven und so weiter dienen soll. Packen wir es zusammen an!

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