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Archiv für die ‘Wikipedia’ Kategorie



Wikidata live on the English Wikipedia

(Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.)

After the deployment of the first phase of Wikidata on the Hungarian, Hebrew and Italian Wikipedias we have added English to the list today.
This means language links on that Wikipedia are now also coming from Wikidata. This is yet another step on the way to moving towards a system where language links are stored in one central place (as opposed to the wikitext of each article on each Wikipedia).

What is going to happen exactly?

  • Language links in the sidebar will automatically come from Wikidata, once the article is linked on Wikidata. No special syntax is needed for that.
  • Existing language links in the wikitext will continue to work and overwrite links from Wikidata.
  • For individual articles, language links from Wikidata can be suppressed completely with the noexternallanglinks magic word.
  • Changes on Wikidata that relate to articles on this Wikipedia show up in Recent Changes and Watchlist, if the option is enabled by the user. (There are still some issues with this when you have enhanced recent changes enabled.)
  • At the bottom of the language links list you will see a link to edit the language links that leads you to the linked page on Wikidata.
  • You can see an example of how it looks in the article about Maria Goeppert-Mayer.
  • The second phase of Wikidata (which is about claims/infoboxes) was started on Wikidata, but can’t yet be used on any Wikipedia. This will follow later.

An FAQ is here.

What’s next?

The first parts of phase 2 have been deployed on wikidata.org. We are working on the missing parts of phase 2 now. This includes for example the ability to enter dates and geocoordinates.

At the same time we’re preparing the deployment on all remaining Wikipedias. This was planned for February 27, but due to a number of meetings at the Wikimedia Foundation offices this might be moved a few days back or forth. We will keep you updated.

UPDATE: The new date is March 6.

Office hour

If you have questions you’re for example welcome to come to one of the next office hours on IRC.

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Wikidata coming to the next two Wikipedias

(The German version of this article can be found here.)

A bit more than two weeks ago the Hungarian Wikipedia was the first Wikipedia to make use of language links from Wikidata. Today we are rolling out the integration on two additional language editions of Wikipedia: Hebrew and Italian.

From that moment on they too will get language links from Wikidata and no longer have to store them in their local wikitext. Existing language links in the wikitext, however, will continue to work. For further detail please read the previous announcement.

What’s next?

current state of the interface for phase 2 of Wikidata

The next deployment will be on the English Wikipedia. This is currently planned for February 11. If there are no issues and everything goes as planned all other Wikipedias will follow on February 27.

The first roll-out of statements (phase 2 of Wikidata) is tentatively planned for February 4 on Wikidata and a few weeks later on the first Wikipedias. With this you will be able to create statements, i.e. properties connecting items to other items and with content on Wikimedia Commons. So you will for example be able to create a property “child”. Then you can add a statement to the item for Marie Curie using this property to say that she is the mother of Irène Joliot-Curie and Ève Curie. You can then create another property “portrait”. Using this you can add another statement to the item for Marie Curie linking to a portrait of her on Wikimedia Commons. You can support all of these statements by adding references to them. You can already try this out on the Wikidata demo system. We’d appreciate feedback on this contact page or bug reports on bugs.wikimedia.org.

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Wikidata kommt in die nächsten zwei Wikipedien

Vor etwa zwei Wochen hat die Ungarische Wikipedia als erste Wikipedia angefangen die Sprachlinks von Wikidata zu nutzen. Heute rollen wir die Integration auf zwei weiteren Wikipedia Sprachversionen aus: Hebräisch und Italienisch.

Von diesem Zeitpunkt an beziehen auch sie ihre Sprachlinks von Wikidata und müssen sie nicht weiter im lokalen Wikitext speichern. Existierende Sprachlinks im Wikitext werden allerdings weiterhin funktionieren. Weitere Details stehen in diesem früheren Blogeintrag.

Was kommt als Nächstes?

aktueller Stand der Benutzeroberfläsche von Phase 2 von Wikidata

Als nächstes wird die englischsprachige Wikipedia für die Nutzung von Sprachlinks von Wikidata freigeschlaten. Dies ist aktuell für den 11. Februar geplant. Wenn es dabei keine Probleme gibt und alles wie geplant verläuft werden alle anderen Wikipedien am 27. Februar folgen.

Die Inbetriebnahme von Aussagen (Phase 2 von Wikidata) ist vorläufig für den 4. Februar auf Wikidata geplant und wenige Wochen später auf den ersten Wikipedien. Damit kannst du Aussagen erstellen, das heißt Eigenschaften die Objekte untereinander und mit Bildern auf Wikimedia Commons verknüpfen. So wirst du zum Beispiel in der Lage sein eine Eigenschaft “Kind” zu erstellen. Dann kannst du eine Aussage mit Hilfe dieser Eigenschaft zum Objekt für Marie Curie hinzufügen um zu sagen, dass sie die Mutter von Irène Joliot-Curie und Ève Curie ist. Du kannst dann eine weitere Eigenschaft “Porträt” erstellen. Mit Hilfe dieser Eigenschaft kannst du dann eine weitere Aussage zum Objekt für Marie Curie hinzufügen um auf ein Porträt von ihr auf Wikimedia Commons zu verlinken. Du kannst alle diese Aussagen untermauern indem du Belege hinzufügst. Du kannst das bereits auf dem Wikidata Testsystem ausprobieren. Wir würden uns sehr über Rückmeldungen auf dieser Kontaktseite oder Fehlerberichte auf bugs.wikimedia.org freuen.

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Erste Schritte von Wikidata in der ungarischen Wikipedia

Wikidata, Wikimedias neues Projekt für strukturierte Daten, ist noch in der Entwicklung, doch heute machen wir einen weiteren Schritt, um es für alle Wikipedien und die Welt nutzbar zu machen. Heute haben wir die erste Phase von Wikidata in der ersten Wikipedia freigeschaltet: und zwar in der ungarischen Sprachversion.

Das Projekt bisher

Aufbau eines Wikidata Objekts

Wikidata ist in einem begrenzten Umfang seit Ende Oktober 2012 online. In der Zwischenzeit ist eine Menge passiert. Wichtige Community-Seiten wurden erstellt und umfangreich genutzt, Einführungs- und Hilfeseiten wurden geschrieben, Fehler behoben, neue Features entwickelt und natürlich wurden viele Objektseiten erstellt – über 2 Millionen sind es mittlerweile. Über 3 Millionen Änderungen wurden auf Wikidata seit Beginn des Projekts von aktuell über 500 aktiven Editoren vorgenommen. Die ersten Administratoren wurden gewählt und aktuell gibt es 68 von ihnen. Das alles ist viel mehr als wir, das Entwicklungsteam, uns erhofft hatten. Danke an alle, die sich daran beteiligen, Wikidata zu einem großartigen und nützlichen Projekt zu machen. Wir fühlen uns geehrt, eine Rolle dabei zu spielen.

In dieser ersten Phase ist es möglich, Objektseiten zu erstellen, Bezeichnungen, Beschreibungen und Aliasse in verschiedenen Sprachen hinzuzufügen und Wikipedia-Artikel zum selben Thema in verschiedenen Sprachen zu verlinken.

Was passiert jetzt?

Verbindungen zwischen Artikeln vor Wikidata

Verbindungen zwischen Artikeln mit Wikidata

Jetzt, da die Editoren (mit der Hilfe einiger Bots), all diese Links zu den zugehörigen Artikeln in den verschiedenen Wikipedien gesammelt haben, ist es an der Zeit, sie auch zu nutzen. Das beginnt heute in der ungarischen Wikipedia. Bisher wurde ein Wikipedia-Artikel mit einem Artikel zum gleichen Thema in einer anderen Wikipedia-Sprachversion verlinkt, indem ein spezieller Link im Wikitext des Artikels, Sprachlink genannt, hinzugefügt wurde. Das war für jeden Artikel in jeder Sprache notwendig. Diese Redundanz brachte viele Probleme mit sich. Ab heute wollen wir zu einem anderen System migrieren – einem in dem diese Links nur einmal in Wikidata gespeichert werden und jede Wikipedia ihre Sprachlinks von dort bekommt. Ab heute kommen die Sprachlinks auf der ungarischen Wikipedia von Wikidata. Die existierenden Sprachlinks im Wikitext werden weiterhin funktionieren bis ein Editor sich entscheidet, sie zu entfernen.

Die nächsten Schritte

In den nächsten Wochen planen wir, dieses Feature auf zwei weiteren Wikipedien anzuschalten, der hebräischen und der italienischen.
All diese Arbeit ist die Basis für die zweite Phase von Wikidata, an der wir parallel arbeiten und die anfängt Form anzunehmen. In der zweiten Phase geht es darum, solche Informationen zu speichern, die man üblicherweiße in Infoboxen findet. Das ist zum Beispiel die Einwohnerzahl eines Landes, die Länge eines Flusses oder das Geburtsdatum einer berühmten Person.

Mitmachen

Wikidata ist ein neues Projekt und das ist deine Chance es mitzugestalten. Es gibt viele Wege mitzumachen. Diese Seite erklärt, wie man sich als Editor, Entwickler, Übersetzer und mehr beteiligen kann.

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First steps of Wikidata in the Hungarian Wikipedia

(Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.)

Wikidata, Wikimedia’s new project for structured data, is still in development but today we are taking another step towards bringing it to all Wikipedias and the world. Today we have enabled the first phase of Wikidata on the first Wikipedia: the Hungarian Wikipedia.

The project so far

Layout of a Wikidata item

Wikidata has been online in a limited state since the end of October 2012. Since then a lot has happened. Important community pages have been created and used extensively, introductory and help pages have been written, bugs fixed, new features developed and of course a lot of item pages have been created – over 2 million by now. Over 3 million edits were done since the start of Wikidata by currently over 500 active editors. The first administrators have also been voted on and there are currently 68 of them. All this is much more than we, the development team, had hoped for. Thank you to everyone who is taking part in making Wikidata an amazing and useful project. We feel humbled to play a role in it.

In this first phase it is possible to create item pages, give them labels, descriptions and aliases in different languages and add links to the Wikipedia articles on the topic in various languages.

What happens now?

Language link connections between articles before Wikidata

Language link connections between articles with Wikidata

Now that the editors (with the help of a few bots) have collected all these links to articles on the various Wikipedias it is time to make use of them. This starts on the Hungarian Wikipedia today. So far linking between an article in one language edition of Wikipedia to an article on the same topic in another language edition of Wikipedia happened by adding a special link in the wikitext of the article, called a language link. This had to happen in each article in each language. This redundancy caused a lot of issues. Starting today we want to move to a different system – one where all these links are just stored once in Wikidata and each Wikipedia gets its language links from there. Starting today on the Hungarian Wikipedia language links are coming from Wikidata. The existing language links in the wikitext will continue to work until an editor decides to remove them.

The next steps

Over the next weeks we plan to enable this feature on two more Wikipedias that have requested it, the Hebrew and Italian Wikipedia.
All this work is the basis for the second phase of Wikidata that we are working on in parallel and that is starting to take shape. Phase 2 is about storing information typically found in infoboxes like the number of inhabitants of a country, the length of a river or the date of birth of a famous person.

Contribute

Wikidata is a new project and this is your chance to help shape it. There are many ways to contribute. This page explains how to contribute as an editor, developer, translator and much more.

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“Hast du gefunden, wonach du suchtest?” – Ein Wikipedia-Tool für Leser

Ende Juli diesen Jahres wurde in Washington auf der Wikimania, der grossen jährlichen Konferenz der Wikimedia-Bewegung, das sogenannte Article Feedback Tool vorgestellt. Dahinter verbarg sich ein kleines Zusatzprogramm zur Wikipedia in Gestalt eines unscheinbaren kleinen Kastens am Ende des Artikels. Er gibt Wikipedia-Lesern die Möglichkeit, den von ihnen gerade gelesenen Artikel positiv, neutral oder auch negativ zu bewerten und die Bewertung um einen individuellen Kommentar zu ergänzen. Einfach und schnell, ohne Umwege über komplizierte Diskussionsseiten.

Zu diesem Zeitpunkt war das Tool bereits über ein halbes Jahr in der englischsprachigen Wikipedia im Einsatz und hatte spannende Ergebnisse gezeigt. Angelika Adam und Denis Barthel von Wikimedia Deutschland stellten in einem ersten Bericht den Aktiven der deutschsprachigen Wikipedia-Community das Tool vor und tatsächlich löste der Bericht erstes Interesse bei einigen Wikipedianern aus. In den folgenden Wochen fand sich eine kleine Gruppe zusammen, die den Einsatz als Pilotprojekt auch in der deutschsprachigen Wikipedia erörterte. Von nun an wurden Dokumentations- und Hilfeseiten übersetzt, Software eingedeutscht und für den Start konfiguriert, Artikellisten aufgebaut, Moderationssysteme diskutiert und nicht zuletzt nach intensiver Diskussion auch eine Umfrage zur Umsetzung einer Pilotphase durchgeführt. So gewann Ende Oktober dann die Initiative abschliessend an Fahrt, als bemerkenswert produktive und harmonische Zusammenarbeit zahlreicher Wikipedianer, begleitet von Wikimedia Deutschland und der Wikimedia Foundation.

Zum heutigen Tag wurde das Artikel-Feedback-Tool für alle Leser der deutschen Wikipedia angeschaltet. Zuvor war es für rund eineinhalb Wochen nur intern sichtbar, eine Zeit, während der vor allem kleinere Fehler behoben wurden. Rund 15.000 Artikel der deutschsprachigen Wikipedia werden ab jetzt für 4 Monate mit dem charakteristischen Kasten für Rückmeldungen versehen sein. Neben den drei vollständigen Themenbereichen “Säugetiere”, “Schach” und “Heavy Metal” wird in rund 1500 von Wikipedia-Autoren selbst ausgesuchten sowie in 1500 per Zufall ausgewählten Artikeln das Tool aktiviert. Allen Lesern wird so ermöglicht, unkompliziert Rückmeldung zu einzelnen Artikeln zu geben – die Studien aus der englischsprachigen Wikipedia zeigen inzwischen sogar, dass man sich nicht nur zu Artikeln äußert, sondern auch mehr als zuvor aktiv an der Bearbeitung beteiligt. Wer es einmal ausprobieren möchte, schaue im Wikipedia-Artikel zum Gießener Studentendoppelgrab.

Noch ist das Artikel-Feedback-Tool ein experimentelles Feature. Unverhofftes kann geschehen, Neues wird kommen. Bereits jetzt ist absehbar, dass im Januar eine neue, weiter verbesserte Version zu erwarten ist. Im Mai wird die Community dann abschließend entscheiden, ob das Artikel-Feedback-Tool dauerhaft und für alle Wikipedia-Artikel bereitgestellt werden soll. Bis dahin ist Gelegenheit für alle Wikipedia-Leser, diese neue Möglichkeit zu nutzen und quasi im Vorbeigehen einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Wikipedia zu leisten.

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Neues Video – Unterstützen Sie Wikipedia!

Während der diesjährigen Wikipedia-Spendenkampagne haben bereits über 150.000 Menschen mit einem Beitrag die Förderung Freien Wissens unterstützt. Das ist großartig und zeigt, wie viele Leser sich mit der Grundidee der Wikipedia identifizieren und der ehrenamtlichen Arbeit vertrauen. Heute veröffentlichen wir ein kurzes Video, in dem Wikipedia-Leser und Pavel Richter zu Wort kommen. Es erinnert daran, wie selbstverständlich Wikipedia mittlerweile für Millionen von Menschen geworden ist.
 

Unterstützen Sie Wikipedia! von Wikimedia Deutschland auf Vimeo.

 

Vielen Dank an alle Beteiligten, also an das kleine Team, das dieses Video kurzfristig umgesetzt hat, und zuerst und vor allem an die Leser, die spontan und mit Begeisterung dafür zur Verfügung standen! Der Clip ist unter anderem auch auf www.wikipedia.de eingebunden.

Was Menschen bewegt, für Wikipedia zu spenden, schreiben sie übrigens auch sehr oft auf. Im Spendenticker von Wikimedia Deutschland sind tagtäglich Kommentare von Unterstützern nachzulesen.

 

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Datenschutz? Vom Vergessen und Vergessenwerden

Forgotten Youth, Autor: jenny818, CC-BY 2.0

Vom Datenschutz auch nur zu reden, heißt, in ein ganzes Wespennest miteinander unvereinbarer Ansprüche zu stechen. Verbraucherverbände warnen vor dem Missbrauch personenbezogener Daten bei Online-Käufen, die Internetwirtschaft wünscht sich weniger restriktive Regelungen, Politiker beklagen den Flickenteppich internationaler und föderaler Zuständigkeiten. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Debatte irgendwie immer die Quadratur des Kreises angestrebt wird: ein strengeres Datenschutzegime für staatliche Stellen und besonders datenhungrige Unternehmen, ein flexibleres Regime für weniger bedenkliche Alltagsvorgänge.

Zudem ist der Bedarf nach europäischer Harmonisierung groß. Im Januar dieses Jahres hat die EU-Kommission deshalb einen Vorschlag für eine Datenschutz-Grundverordnung vorgelegt, die möglichst noch innerhalb der Legislaturperiode bis Frühjahr 2014 verabschiedet werden soll. Anders als bei EU-Richtlinien würde eine solche Verordnung in den Mitgliedsstaaten unmittelbar wirksam werden. Auch deshalb ist die Diskussion darüber ziemlich kontrovers.

Wie einem sehr lesenswerten Hintergrundsartikel von Falk Lüke zu entnehmen ist, enthält der Entwurf durchaus Positives. So will er mehr Verantwortung sowie eine verschärfte Rechenschaftspflicht sämtlicher Verarbeiter personenbezogener Daten erzwingen und die Sanktionen bei Datenschutzverstößen verschärfen. Verbraucher dürfte es freuen, dass ihnen ein Recht auf Datenportabilität zugestanden werden soll. Damit würde es künftig möglich sein, Daten von einem Service Provider zu einem anderen „verschieben“ und eine Kopie aller von ihnen gespeicherten Daten zu verlangen.

Vor allem solche Punkte sind es, die in der Unternehmenswelt etwas verschnupft aufgenommen werden. Der BITKOM etwa nannte es einen “Hindernisparcours”, dass die Einwilligung in die Verabeitung personenbezogener Daten künftig explizit gegeben werden muss. Die Wirtschaftsverbände setzen demgegenüber auf das Prinzip einer “regulierten Selbstregulierung”. Was man sich genau darunter vorzustellen hat, soll u.a. eine internationale Datenschutzkonferenz zu klären versuchen, die heute in Berlin beginnt (Live-Stream hier).

Bundesinnenminister Friedrich hat Experten aus Wissenschaft, Politik sowie Unternehmens- und Datenschutzpraxis eingeladen, um besondere Risiken der Datenverarbeitung im privaten Bereich zu identifizieren und Regelungsansätze zu erörtern. Gerade weil er – anders als sein Amtsvorgänger de Mazière – bislang mit wenig Initiativen in diesem Bereich hervorgetreten ist, geht es jetzt offenkundig darum, sich für die Verhandlungen auf EU-Ebene zu wappnen.

Bereits im August lud man zu drei vorbereitenden Workshops. Pavel Richter nahm für Wikimedia Deutschland an einem Diskussionspanel zu “Selbstregulierung und wettbewerbsrechtliche Elemente im Datenschutzrecht der Zukunft” teil und präsentierte bei dieser Gelegenheit auch ein Thesenpapier, das wir hiermit gerne nachreichen. Ähnlich wie beim Thema Urheberrecht zeichnet sich nämlich ab, dass die besonderen Bedingungen von Open-Content-Plattformen wie Wikipedia auch in der Datenschutzdebatte nicht ausreichend Berücksichtigung finden.

Stellvertretend dafür steht das “Recht auf Vergessenwerden”, das der Entwurf der Datenschutz-Grundverordnung in seinem Artikel 17 vorsieht. Die Etablierung eines solchen Rechts würde in letzter Konsequenz bedeuten, dass Löschansprüche gegenüber Wikipedia künftig noch leichter erhoben werden könnten. Bislang persönlichkeits- oder äußerungsrechtlich begründete Ansprüche würden gewissermaßen datenschutzrechtlich flankiert. Besonders wirklichkeitsfremd daran ist die Vorstellung, ein hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragenes Projekt könnte noch stärkeren Kontrollpflichten als ohnehin schon nachkommen – etwa in Bezug auf die Weitergabe von Äußerungen auf der Diskussionsseite bei WP-Artikeln. Kritiker eines solchen “right to be forgotten” sehen in der Etablierung eines solchen “Rückrufrechts” für Netzinhalte sogar die Meinungsfreiheit gefährdert.

Wenn man den Begriff der Selbstregulation ernst nimmt, so wäre es durchaus spannend, einmal stärker danach zu fragen, was Internetplattformen denn abseits gesetzlicher Regelungen und manchmal sogar “vorauseilend”  leisten können. Eine eigene informationelle Ethik kann anders wirksam werden als starre Vorgaben, die nicht ausreichend die unterschiedliche Modi operandi berücksichtigen und technologischen Innovationen oft hinterher hecheln.

Anlässlich der Eröffnung der diesjährigen CeBIT hatte Bundesinnenminister Friedrich das Prinzip der Datensparsamkeit als “anachronistisch” bezeichnet. Dass dem nicht so ist, zeigt nicht zuletzt die Praxis der Wikimedia-Bewegung: Beginnend mit dem Anmeldungsprozedere bis hin zum Verzicht etwa auf Tracking Cockies werden nur jene Daten erhoben, die für die kollaborative Erstellung und Pflege der Inhalte unbedingt notwendig sind. Die Datenschutzbestimmungen der Wikimedia Foundation wurden deshalb wiederholt gelobt, etwa auf der Verbraucherselbsthilfe-Plattform “Terms of Service, didn’t read”. Die Wikimedia Foundation hat bereits angekündigt, diese – wie bereits im Fall der erneuerten Nutzungsbedingungen – im Dialog mit der Community weiterzuentwickeln.

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Am Limes mit Hund

Auch wenn es schon wieder fast eine Woche her ist, ein Nachbericht zum 4. Limes-Workshop, der 2012 im Odenwald statt fand.

Die ersten Teilnehmer trafen am 27. Oktober in Hesselbach ei, wo der “harte Kern” der Teilnehmer für die nächsten Tage in einer Pension untergebracht war. Am Morgen des folgenden Tages ging es schließlich los. Nur wenige Meter entfernt fanden sich die letzten Spuren des Kastells Hesselbach, es folgten das Kleinkastell Seitzenbuche, das Kleinkastell Zwing und das Kastell Würzberg sowie mehrere Wachtürme. Mittags hielt einer der Mitstreiter einen Vortrag zum Limes in den römischen Quellen.

Der zweite Tag begann mit einem Gang durch Hesselbach – es ist immer praktisch wenn man Jemanden kennt, der Jemanden kennt, der den Schlüssel zur barocken Dorfkirche hat. Es ist überraschend, wie viele Denkmale ein Dorf von 180 Einwohnern hat. Interessant auch für die Nichthessen war, die Apfelernte für den Äppelwoi zu beobachten. Mittags gab es wieder einen Vortrag, dieses Mal in Vielbrunn von zwei Veteranen des Heimat- und Geschichtsvereins Lützelbach. Nach dem Mittag folgte vor allem für die “Provinzialrömer” unter den Teilnehmern mit dem nach neuesten Erkenntnissen restaurierten Limeswachturm Wp 10/15 einer der Höhepunkte. Den Rest des Tages einschließlich des Abends verbrachte die Gesellschaft, mittlerweile sogar zum Teil mit familiärem Anhang, in der Römischen Villa Haselburg. Nach der kompetenten Führung durch den Vorsitzenden des Trägervereines wurde gegrillt, gespeist und geredet.

Der dritte Tag war Osterburken vorbehalten. Am Vormittag schauten sich die Teilnehmer das Teilrekonstruierte Kastell Osterburkenan, Nachmittags das Römermuseum Osterburken.

Soweit die kalten Fakten. Sie können allerdings nicht den Spaß aufzeigen, den die Teilnehmer wohl durchweg hatten. Neben dem schon erwähnten harten Kern von Teilnehmern vor allem aber nicht nur aus der Wikipedia stießen immer wieder andere Teilnehmer für kürzere oder auch längere Zeit hinzu. Das waren zum Teil Wikipedianer, zum Teil Archäologen aber auch Mitarbeiter der örtlichen Touristikinformation, Heimatforscher und Journalisten. Und wie der grandiose Organisator Hartmann Linge richtig anmerkte: alle trugen auf ihre Weise zum Gelingen der Veranstaltung bei, die in einem überaus konstruktiven Umfeld statt fand. Nicht umsonst haben die Mitarbeiter in der Wikipedia mit ihren mittlerweile mehr als 300 Artikeln zu römischen Limeskastellen eine Artikel-Perlenkette geschaffen. Dafür auch noch einmal an dieser Stelle einen großen Dank an den harten Kern der “Limes-Autoren”. Ihr seid Klasse! Und auch außerhalb der Wikipedia wurden die Leistungen schon wahr genommen. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut an einer virtuellen Karte des gesamten Römischen Limes gearbeitet. Auch das war natürlich Thema der Tagung.

In diesem Sinne noch einmal einen großen Dank an alle Teilnehmer, an den Organisator und Reiseführer Hartmann Linge, Haselburg-Müller für die Führung und die Organisation auf der Haselburg (und natürlich auch die eingesprungenen Führungen zwischendurch), an die Referenten und die örtlichen Helfer. Dank auch an Wikimedia Deutschland für die unkomplizierte und schnelle Unterstützung. Ohne diese Hilfe wären Veranstaltungen dieser Art mittlerweile nicht mehr vorstellbar und in diesem Sinne auch dank an die Spender, die es möglich machen, daß wir am Ende noch bessere Artikel schaffen können und bessere Bilder machen können. Auf Commons liegen mittlerweile auch schon knapp 750 Bilder vom Treffen.

Achja – und der Hund? Hartmanns Neufundländer-Teenager Angelo (ANGELINO!!!) war so etwas wie ein Maskottchen, der uns immer begleitete, ob zum Jagen von Mäusen in Gastwirtschaften oder zum Anpinkeln von Obstsäcken. Beides tat im übrigen er allein ;).

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Sexismus in der Wikipedia: Einladung zur IRC Office-Hour

Eine heftige und trotz aller Emotionen doch in vielen Punkten konstruktive Diskussion hat sich aus den Blogbeiträgen (Zur Sexismus-Debatte in der Wikipedia und Gastbeitrag der femgeeks: Die deutsche Wikipedia unter der Lupe) ergeben, die wir in den letzten Wochen zum Themenkreis “Frauen in der Wikipedia” publiziert haben. Über 200 Kommentare trafen dazu ein, eine Rekordbeteiligung in unserem Blog.

Besonders interessant wurde es dabei immer dann, wenn in der Diskussion grundsätzliche Fragen angesprochen wurden – wie die Strukturhindernisse für bisher unterrepräsentierte Gruppen in der Wikipedia. Um uns diesem Punkt konzentrierter und intensiver widmen zu können, laden wir alle Interessierten herzlich zu einer sogenannten “Office Hour” via IRC ein.

90 Minuten lang möchten wir mit Euch live und direkt per Chat über diese Fragen sprechen. Wir haben Wikipedianerinnen eingeladen, die von ihren Erfahrungen erzählen und wünschen uns eine interessante und ergiebige Diskussion.

Die IRC Office Hour findet am kommenden Mittwoch, den 12.09.2012 ab 18 Uhr statt.

IRC? Zur Teilnahme habt Ihr zwei Möglichkeiten:

Am einfachsten ist der Zugang über http://webchat.freenode.net/?channels=wikimedia-de. Dort gebt Ihr einfach einen selbst gewählten Benutzernamen und das Captcha ein.

Wer einen eigenen IRC-Client besitzt, kann sich damit über Freenode (irc.freenode.org) am Chat #wikimedia-de beteiligen. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und eine respektvolle, konstruktive Diskussion.

Ihr könnt gerne Themenwünsche oder andere Anregungen in den Kommentaren äußern.

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