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Archiv für die ‘Leser und Nutzer’ Kategorie



“Bildung und Wissen” – ein neuer Bereich stellt sich vor

Im kommenden Jahr wird die Geschäftststelle von Wikimedia Deutschland eine neue Organisationsstruktur erhalten. In loser Folge stellen sich im Blog die neuen Schwerpunkte vor. Den Anfang macht der formal erst mit der neuen Organisationsstruktur neu angelegte Bereich “Bildung und Wissen”.

Inhaltlich ist dieser Schwerpunkt schon deutlich älter, 2006 begann er mit einer Veranstaltung am Hildesheimer Gymnasium Andreanum. Abgehalten durch Vorstände von Wikimedia Deutschland fand hier erstmals ein Aktionstag für Schüler, Lehrer und interessierte Eltern statt. Vorträge und Workshops thematisierten grundlegende Fragen um die noch junge Online-Enzyklopädie hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit, ihres korrekten Gebrauchs und des Verständnisses für ihre Besonderheiten.

Aus dieser Premiere wuchs über die Jahre das Schulprojekt Wikipedia macht Schule mit spezifischen Angeboten für Schüler und Lehrer, seit 2010 getragen durch ein Referentennetzwerk aus Wikipedia-Autoren und Medienpädagogen und mit inzwischen weit über 100 Veranstaltungen und mehreren Tausend Teilnehmern. Vor diesem Erfahrungshintergrund steht bei Wikimedia Deutschland derzeit die Entwicklung von freiem Lehrmaterial in Buchform zum Thema “Wikipedia in der Schule” im Fokus (hier kann auf Wikibooks mitgearbeitet werden).

Schulen sind aber nicht die einzigen Adressaten für Bildungsangebote bei Wikimedia Deutschland. Bereits 2008 wurde das Projekt Silberwissen ins Leben gerufen. Hier geht WMDE seit 2010 im Rahmen des europaweit agierenden TAO-Konsortiums (Third-Age-Online) auf ältere Mitbürger mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen zu, um sie als aktive Autoren für Wikipedia zu werben. Neu steht für 2012 das Wikipedia Ambassador Programm auf dem Plan, mit dem das Verfassen von Wikipedia-Artikeln in systematischer Weise an Universitäten eingeführt wird. Und nicht zuletzt werden in Zukunft stärker als bisher zusammen mit dem Bereich “Politik und Gesellschaft” auch bildungspolitische Ziele verfolgt.

All diese Aufgaben waren hausintern bisher bei verschiedenen Personen und Ressorts angesiedelt, nach dem Wachstum der letzten Jahre war es nun Zeit für eine Konsolidierung. Mit der bereits auf der Mitgliederversammlung vorgestellten Neugliederung des Vereins zum 1. Januar 2012 werden alle Bildungsprogramme in Zukunft in einem Bereich “Bildung und Wissen” zusammengefasst. So können Gelegenheiten zur Zusammenarbeit in Zukunft besser genutzt und verschiedene Programme inhaltlich enger aufeinander abgestimmt werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei das Referentennetzwerk. Um der zunehmenden Zahl der Anfragen für Veranstaltungen gerecht zu werden, soll es für Schulprojekt, Silberwissen und Ambassador-Programm gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die bisher direkt von den Bildungsinstitutionen honorierten Referenten werden den Verein nun als freie Mitarbeiter in allen Projekten intensiv unterstützen, sowohl im Bereich der Autorengewinnung wie auch bei der Vermittlung von Wikipedia und Freiem Wissen.

Verantwortet wird der neue Bereich von Denis Barthel und Elly Köpf, Elvira Schmidt ist als Projektleiterin Ansprechpartnerin für das Projekt Silberwissen. Unterstützt wird der Bereich von Merle von Wittich als Werkstudentin, noch gesucht wird eine Projektassistenz, die den neuen Bereich bei den Herausforderungen des kommenden Jahres begleitet und mitgestaltet.

Wir freuen uns auf diese und kommende Projekte und darauf, Wikipedia und Freies Wissen im Kontext “Bildung und Wissen” zu unterstützen.

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“Alles über Wikipedia” auf der Frankfurter Buchmesse 2011

Jimmy Wales mit dem Wikipedia-Buch auf der Frankfurter Buchmesse (Foto: teutopress/Thomas Gebauer, CC-BY-SA 3.0)

Nach der Veröffentlichung von “Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt” waren wir auch auf der Frankfurter Buchmesse 2011 vertreten. Zuerst gab Jimmy Wales am Eröffnungstag (12. Oktober)  Auskunft über Wikipedia und das Buch bei verschiedenen Presseterminen.

Am ersten Publikumstag (15. Oktober) war dann die Wikipedia-Community an der Reihe. Catrin  und David Ludwig standen bei einem ausführlichen Interview auf dem “Blauen Sofa” Rede und Antwort. Unter großem Publikumsinteresse wurde das Buch besprochen, aber auch kritische Fragen, wie die geringe Anzahl von Frauen unter den Wikipedia-Autoren, thematisiert. Am Ende gab es eine klare Leseempfehlung, die in den Tagen der Buchmesse nicht die einzige gute Rezension bleiben sollte.

Anschließend führte Boris eine Gesprächsrunde mit zwei Wikipedianern am Stand von Hoffmann und Campe durch, um die Aufmerksamkeit der Messebesucher anzuziehen. Obwohl es beim Überangebot an spannenden Präsentationen nicht einfach war viele Menschen zu versammeln, gelang es vor allem dank der Popularität von Wikipedia. Schließlich wechselten sich sechs Wikipedianer als fachkundige und authentische Ansprechpartner am Stand unseres Verlagspartners ab und beantworteten die zahlreichen Fragen des interessierten Publikums.

Alle Wikipedianer, die uns auf der Buchmesse unterstützt haben – Jonathan Horstmann, Jan-Herm Janßen, David Ludwig, Britta Parbel, Ralf Roletschek und Thomas Wozniak – erwiesen sich als hervorragende Vertreter des Projekts und wir bedanken uns bei ihnen ganz herzlich! Mehr noch – sie fanden sich nach dem ersten Kennenlernen schnell zu einem eingespielten Team zusammen und bewältigten die Strapazen der Buchmesse mit beispielhafter Ruhe und Gelassenheit.

Nachdem diese Herausforderung gemeistert war, ist das Wikipedia-Buch nun auf Tour durch Deutschland unterwegs. Im Rahmen von Lesungen, die wir zusammen mit Wikipedianern vor Ort organisieren, stellen wir das Buch und die Besonderheiten der Online-Enzyklopädie vor. Die erste Veranstaltung dieser Reihe fand am 27. Oktober in Kassel statt. Nächster Stopp war am 9. November Dresden, wo wir gemeinsam mit den 60 Teilnehmern diskutieren und ihnen eine Kostprobe aus dem Buch vortragen konnten.

Die nächsten Lesungen finden am 12. November in Coburg, sowie am 18. November in Hannover statt. Dieser Termin ist ganz absichtlich am Tag vor der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in Hannover gewählt, da wir uns somit zusätzliche Besucher versprechen. Unser besonderer Dank gilt auch hier den engagierten Teilnehmern und Organisatoren: Jonathan Groß, Jürgen (aka. JFKCom), Paul Lenz, Tobias Lutzi, Kersti Nebelsiek, Conrad Nutschan, Mirco Rohloff, Kalus Wannemacher, und den vielen anderen Helfern! Wir freuen uns darauf, diese gute Zusammenarbeit mit den Community auch bei den nachfolgenden Lesungen im ganzen Land fortzusetzen.

Wikipedianer auf der Frankfurter Buchmesse

Interview vor der Lesung bei Rohloff in Kassel

Gesprächsrunde als Einleitung der Lesung in Kassel

Paul Lenz liest aus dem Wikipedia-Buch in Dresden

Conrad Nutschan: Wikipedia ist sooooooo groß....

 

Weitere Fotos aus Frankfurt, Kassel und Dresden gibt es auf Wikimedia Commons. Zu den Lesungen eingeladen sind übrigens alle, die mehr über Wikipedia und ihre Autoren erfahren möchten. Aber auch  Ideen zu möglichen Veranstaltungsorten für weitere Lesungen sind nach wie vor willkommen! Anregungen und Fragen werden wie immer unter publikationen@wikimedia.de entgegen genommen.

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Wikipedia im Unterricht – kollaborativ auf Wikibooks

Lehrer nutzen Wikipedia, Schüler nutzen Wikipedia. Wie kann man noch sinnvoller mit dieser Ressource umgehen und was kann man durch sie, darüber und damit lernen? Das Wikipedia-Schulprojekt begleitet Lehrer und Schüler seit Jahren im Umgang mit diesen Fragen und berät sie zu kompetentem und kritischem Umgang mit Wikipedia und aktiver Teilhabe. Im Laufe der Jahre wurde oft der Wunsch nach einer eigenständigen Handreichung mit Arbeitsmaterialien für den Unterricht geäußert, es gibt den deutlichen Wunsch vieler Lehrer, Wikipedia noch stärker in den Unterricht einzubinden. Leider existiert aber kaum brauchbares praxisbezogenes Material für eine adäquate Aufarbeitung.

Das möchten wir ändern. Es gilt demnach, hochwertige Arbeitsmaterialien für die Unterrichtsgestaltung zu und mit Wikipedia zu entwickeln. Wikimedia Deutschland beginnt zu diesem Zweck nun eine enge Zusammenarbeit mit Lehrern, Lehrbuchautoren, Wikipedianern und Medienpädagogen. Passend zum Thema soll dieser Prozess natürlich auch offen für weitere Teilnehmer sein: Beim Schwesterprojekt Wikibooks, einer Plattform für freie Lehr-, Sach- und Fachbücher, werden ab jetzt kollaborativ die Lehrtexte und Arbeitsaufgaben erarbeitet und unterschiedliche Blickwinkel mit in die inhaltliche Arbeit einfließen.
Die Gliederung zum Buch “Wikipedia in der Schule – Arbeitsmaterialien für Lehrer” findet sich bereits hier im “Regal Schule”. Bis Ende November wird nun auf Wikibooks an den Inhalten gearbeitet. Wenn du Lust hast mitzuarbeiten: komm dazu und schreibe mit. Wir freuen uns über deine Unterstützung!

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10 Jahre Wikipedia – jetzt 10 Karten für die Frankfurter Buchmesse gewinnen!

Anlässlich der Veröffentlichung des Buches “Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt” verlost Wikimedia Deutschland 10 Wochenendkarten für die Frankfurter Buchmesse. Die Karten ermöglichen es Euch am 15. und 16. Oktober 2011 die weltweit größte Buchmesse zu besuchen.

Zur Vorstellung des Wikipedia-Buches wird Jimmy Wales bereits am 12. Oktober auf der Pressekonferenz von Hoffmann und Campe (13.30 bis 15 Uhr) über Wikipedia sprechen. Am 15. Oktober spricht Catrin von 10 bis 10:30 Uhr auf dem Blauen Sofa in Halle 5.1/6.1 mit Wolfgang Hagen vom DeutschlandRadio über das Buch. Es stehen außerdem mehrere Wikipedianer am Stand von Hoffmann und Campe in Halle 3.0, Stand B 123 für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Folgende Wikipedianer werden auf der Frankfurter Buchmesse anzutreffen sein:

Jonathan Horstmann (10 bis 12 Uhr) studiert die Fächer Religionsphilosophie, Soziologie und Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bei Wikipedia arbeitet er seit 2006 mit und kümmert sich dort vorzugsweise um den Ausbau und die Verbesserung bereits bestehender Artikel zu kulturellen und gesellschaftlichen Themen.

Britta Parbel (11 bis 13 Uhr), seit 2005 in der Wikipedia aktiv, ist vielseitig interessiert. In Ortsartikeln, Artikeln zur lokalen Geschichte, Kunstartikeln und als Helferlein im Wartungsbereich tätig.

Ralf Roletschek (12 bis 14 Uhr) ist seit 2003 in der Wikipedia tätig und war von 2006 bis 2008 Administrator. Er ist gelernter Tischler und Bauingenieur. Fotografie lernte er ab 1978 bei Günter Rinnhofer. Seit 1998 ist er Dozent an verschiedenen Bildungseinrichtungen. Auf Wikipedia (und Commons) hat er bislang über 10 000 eigene Bilder hochgeladen.

David Ludwig (14 bis 16 Uhr) ist Philosoph und Wissenschaftshistoriker am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt Universität zu Berlin. Seit 2005 engagiert er sich in der Wikipedia und schreibt dort Artikel zur Wissenschaftstheorie, Geschichte der Humanwissenschaften und Philosophie des Geistes.

Jan-Herm Janßen (15 bis 17 Uhr) fand wegen des fehlerhaften »von« im Lemma zu Heinrich Cotta im Oktober 2005 zu Wikipedia. Bis 1998 studierte er Forstwissenschaften in Göttingen und arbeitet gegenwärtig bei einem Verlag. Neben dem weiten Gebiet »Wald und Forst« im Besonderen sowie biologischökologischen Themen im Allgemeinen befasst er sich noch mit Literatur, Film, Musik und mit kirchlich-religiösen Themen.

Thomas Wozniak (16 bis 18 Uhr) hat Geschichte und Geographie an der Universität Köln studiert und ist seit Dezember 2003 auf Wikipedia angemeldet. Zum Schwerpunkt seiner Beiträge sind persönlich besuchte Welterbestätten der UN ESCO geworden.

Um an der Verlosung teilzunehmen, sendet uns bitte eine E-Mail an publikationen@wikimedia.de mit dem Betreff “Buchmesse”. Die Absender der ersten zehn E-Mails erhalten jeweils eine Karte als PDF zum selbst ausdrucken.

Viel Glück! Wir freuen uns auf Euren Besuch am Stand von Hoffmann und Campe, wo die Gewinner der Verlosung außerdem ein Exemplar des Wikipedia-Buchs geschenkt bekommen.

Nachtrag: Die zehn Gewinner sind ermittelt, werden benachrichtigt und erhalten bis Ende der Woche ihre Karten per E-Mail zugesandt. Danke für die Teilnahme und viel Spaß auf der Frankfurter Buchmesse!

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„Alles über Wikipedia“ – das Wikipedia-Buch ist da!

Ab sofort ist das Buch „Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt“ im Handel erhältlich. Insgesamt beteiligten sich knapp 100 Wikipedia-Autoren, -Leser, Wissenschaftler, Journalisten und Kritiker mit Beiträgen unterschiedlicher Länge an der Erstellung des Buches. Es ist bei Hoffmann und Campe erschienen und steht als erste Publikation bei einem deutschen Traditionsverlag unter freier Lizenz. Wie alle Inhalte in Wikipedia können damit auch die Texte des Buches von jedermann kostenlos weitergenutzt werden.

Inhalt

Der Leser lernt Vandalenjäger und Trolle kennen, die Qualen der Löschhölle und die Freuden des gemeinsamen Gelingens. Er nimmt an der Debatte über die Frage teil, was in eine Enzyklopädie gehört und was nicht. Was sind die Grundprinzipien der Wiki-Idee und der gemeinsamen Arbeitsweise, die das Projekt so erfolgreich gemacht haben? Wie wird seine Zukunft aussehen?

Auf einen Blick

Umfang: 352 Seiten mit Beiträgen von 100 Autoren
Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0
Preis: 16,99 EUR (ISBN: 978-3-455-50236-7)
Erschienen: 14.09.2011 bei Hoffmann und Campe
Herausgeber: Wikimedia Deutschland e.V.

Warum ein Buch über Wikipedia?

Aus der Idee, “alles Wissen der Menschheit zu sammeln und jedem frei zur Verfügung zu stellen”, ist bis heute bereits die größte freie Wissenssammlung entstanden. Freiwillige aus der ganzen Welt haben knapp 20 Millionen Artikel in mehr als 280 Sprachversionen der freien Enzyklopädie erstellt. Zum zehnten Geburtstag am 15. Januar 2011 gratulierten Menschen auf knapp 500 Veranstaltungen in 120 Ländern.

Acht Monate später erscheint mit dem Wikipedia-Buch ein Geburtstagsgeschenk der ganz besonderen Art! Das Buch „Alles über Wikipedia“ zeigt die Gemeinschaft der ehrenamtlichen Helfer und deren enzyklopädische Arbeit, die Grundlage aller dieser Entwicklungen ist.

Lesungen

Wikimedia Deutschland plant für die kommenden Monate Lesungen des Buches in verschiedenen Städten. Wenn Ihr Interesse an einer Lesung in Eurer Nähe oder Rückfragen habt, bitte an publikationen@wikimedia.de schreiben. Wir freuen uns auf Eure Ideen!

Die vollständige Pressemitteilung zum Erscheinen des Buches findet Ihr hier.

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Aktuelles aus dem Wikipedia-Schulprojekt

Gut 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler nutzen Wikipedia regelmäßig (KIM-Studie 2010), bei Lehrern liegt der Anteil für die Unterrichtsvorbereitung sogar noch höher (“Bildungsstudie: Digitale Medien in der Schule”, (N)Onliner Atlas 2011 der Initiative D21). Die Aufklärung über einen kompetenten Umgang mit Freiem Wissen ist daher besonders wichtig.
Wer in die Schulen geht, merkt bald, dass es nicht ausreicht, freie Inhalte zu erschaffen und sie allgemein verfügbar zu machen, man muss auch zum richtigen Umgang damit anleiten und das heißt im Fall von Wikipedia: Zu einem kritischen Umgang. Dies ist das Ziel des Wikipedia-Schulprojekts, das unter dem Motto „Wikipedia macht Schule“ freiwillige Referenten an Schulen und Universitäten entsendet. In Workshops wird das Verständnis für Freies Wissen bei Schülern, Lehrern, Lehramtstudenten und Pädagogen verbessert und der kritische Umgang mit der freien Enzyklopädie erlernt. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in das Projekt und lernen anhand verschiedener Aufgaben die Qualitätssicherung in Wikipedia kennen. So können sie Wikipedia besser verstehen und die Qualität der Artikel besser einschätzen.

Das Referentennetzwerk ist in diesem Jahr richtig in Fahrt gekommen und Wikipedianer und Medienpädagogen sind seitdem in allen Teilen Deutschlands unterwegs, um im Bildungsbereich Medien- und Informationskompetenz im Umgang mit freien Inhalten zu vermitteln.
Die Rahmenbedingungen für die Veranstaltungen sind dabei höchst unterschiedlich: Die Referenten organisieren Workshops für die Lehrerfortbildung schwerpunktmäßig an Gymnasien und an Oberschulen ebenso wie für Lehrer in der Referendarausbildung. Das Schulprojekt wurde zu Projektwochen eingeladen sowie zu einmaligen Veranstaltungen und Übungen, in denen Schüler auf die Webrecherche für eine Jahresarbeit vorbereitet werden. Außerdem wird das Projekt auch bei Lehrertagungen und bei BarCamps vorgestellt. Über diese Veranstaltungen wurde auch häufig in der Presse berichtet, beispielsweise in der waldorfpädagogischen Zeitschrift Erziehungskunst, sowie in den Webauftritten der Schulen, besonders ausführlich auf der Website des Privaten Gymnasiums Marienstatt. Auch an einer Grundschule konnten wir im August erfogreich ein Pilotprojekt durchführen, in dem Fünftklässler spielerisch Wikipedia kennenlernen konnten. Aktuelle Bilder aus dem Projekt finden sich auf Wikimedia Commons. Regelmäßig berichten wir auch in unserem Monatsbericht über das Schulprojekt.

Im Rahmen des Projekts wird deutlich, dass die meisten Benutzer vieles, was für die alten Hasen unter den Wikipedianern schon selbstverständlich geworden ist, erst durch das Schulprojekt kennenlernen – vom elementaren Arbeiten mit dem Wiki (Diskussionsseite und Versionsgeschichte zu einem Artikel) über das richtige Zitieren einer Quellenangabe aus Wikipedia bis hin zur Verwendung von Bildern aus dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons auf der Schul-Website mit der korrekten urheberrechtlichen Angabe gemäß der jeweiligen Lizenz, unter der das Werk dort verfügbar ist.

Zwei Mal im Jahr finden Treffen der Referenten statt, die dem Erfahrungsaustausch und der Weiterbildung dienen. Vom 26. bis 28. August 2011 trafen sich in diesem Rahmen rund zwanzig Referenten des Schulprojekts zu ihrem vierten “SchulCamp” in Nürnberg. Dabei galt es, Konzepte weiter zu entwickeln und die nächsten organisatorischen Schritte gemeinsam zu besprechen.
Ort des Geschehens war der CoWorking-Space in Nürnberg, der mit seiner arbeitsfreundlichen Atmosphäre maßgeblich zum Erfolg des Treffens beitrug. Die meisten aktiven Referenten waren schon von Anfang an im Schulprojekt dabei, einige sind neu hinzugestoßen und wurden nun intensiv auf bevorstehende Einsätze vorbereitet. Dies geschah unter anderem in einem offenen Workshop, der zu Beginn des Treffens sowohl interessierte Coworker als auch neue Referenten über Wikipedia informierte. Am zweiten und dritten Tag arbeiteten alle beteiligten Referenten an den Inhalten der Schulungen und daran, die bisherigen Erfahrungen in die Inhalte und Konzepte einfließen zu lassen. Das Camp zeigte, wie wichtig der persönliche Austausch für die Arbeit in einem Referentennetzwerk ist und wie hilfreich es ist, sich gegenseitig unterstützen zu können. Am Ende des Wochenendes konnten wir auf eine lange Liste erarbeiteter Inhalte zurückblicken und sind nun bereit für ein neues Schuljahr mit dem Wikipedia-Schulprojekt. Nächste Schritte sind nun, neben der Durchführung weiterer Workshops, auch die Erarbeitung von Handreichungen für Lehrer.

Das Schulprojekt ist weiterhin auf der Suche nach neuen Referenten, vor allem im hohen Norden, in Niedersachsen und in Bayern. Wikipedianer oder Pädagogen, die am Schulprojekt mitarbeiten möchten, können sich bewerben mit einer Mail an schule@wikimedia.de. Diese Adresse gilt übrigens auch für Lehrer, die uns an ihre Schule einladen möchten. Wir freuen uns auf Eure Anfragen und Anregungen!

Es grüßen,
Jürgen F. und Elly K.

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Hoffmann und Campe veröffentlicht Wikipedia-Buch unter Freier Lizenz

Es ist endlich an der Zeit den Verlagspartner bekanntzugeben, der zusammen mit uns in den vergangenen Monaten das Buchprojekt entscheidend vorangebracht hat. Wir sind ausgesprochen stolz darauf das Wikipedia-Buch in Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen Hamburger Verlagshaus Hoffmann und Campe unter Freier Lizenz (CC-BY-SA 3.0) herauszugeben. Dieser Kooperationspartner, von dem in der Berichterstattung zum Buchprojekt bereits mehrfach die Rede war, ohne ihn beim Namen zu nennen, bringt all das mit, was Wikimedia Deutschland bislang gefehlt hat. So verfügt Hoffmann und Campe über einschlägige Erfahrung im Verlagswesen, ein hervorragend ausgebautes Marketing-Netzwerk mit besten Kontakten zum Buchhandel und ein äußerst kompetentes Lektorat.

Begeisterung für Wikipedia auch bei Hoffmann und Campe

Da sich die Mitarbeiter des Verlags bei ihrer Arbeit häufig auf Wikipedia-Inhalte verlassen, wurde unser Vorschlag zur Kooperation enthusiastisch aufgenommen. Deutlich komplizierter waren hingegen die Verhandlungen um die Lizenz, unter der das Wikipedia-Buch stehen sollte. Schließlich betritt Hoffmann und Campe mit dieser Veröffentlichung echtes Neuland auf dem deutschen Buchmarkt – sie verwenden nämlich als erster große Publikumsverlag ein Freies Lizenzmodell!

Dementsprechend standen die vergangenen zwei Monate ganz im Zeichen unserer intensiven Zusammenarbeit mit den äußerst kompetenten Verlagsmitarbeitern. Nachdem wir alle Beiträge gesichtet, in Abstimmung mit den jeweiligen Autoren überarbeitet und Anfang Mai ein Manuskript daraus zusammengestellt hatten, folgten nunmehr das Lektorat und die Auswahl der Beiträge.

Vorbereitung der Veranstaltungen rund um die Veröffentlichung

Als Nächstes stehen die Gestaltung und Herstellung des Buchs an, bevor es dann am 14. September 2011 erscheinen kann. Daher läuft gegenwärtig die Planung diverser Aktivitäten und Veranstaltungen an, die im Umfeld der Buchveröffentlichung stattfinden können. Neben einer Book-Release-Party, durch die wir uns bei den vielen am Buchprojekt Beteiligten bedanken möchten, werden wir auf der Frankfurter Buchmesse vom 12. bis zum 16. Oktober vertreten sein. Wir werden die größte Buchmesse der Welt nutzen, um mehr Aufmerksamkeit auf die größte Enzyklopädie der Welt zu lenken. Und natürlich darf keine Buchveröffentlichung ohne Lesungen auskommen, weshalb wir mehrere solche Veranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten abhalten möchten. Und da die Wikipedia-Gemeinschaft nicht nur landesweit vertreten ist, sondern in Sachen Engagement und Ideenreichtum weltweit ihresgleichen sucht, bitten wir Euch um Vorschläge und Kommentare zu möglichen Standorten und Terminen für solche Lesungen auf der entsprechenden Diskussionsseite! Falls Interesse vorhanden ist, würden wir sehr gerne auch die Stammtische einbeziehen, denn die Buchveröffentlichung bietet eine hervorragende Gelegenheit, um über Wikipedia aufzuklären!

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Redaktioneller Prozess für das Wikipedia-Buch abgeschlossen!

In den vergangenen Wochen wurde die Zusammenstellung des Wikipedia-Buchs weiter vorangetrieben und inzwischen liegt das (fast) fertige Manuskript vor. Zuvor galt es aber diverse Fragen zu klären, wie die Handhabung von Fuß- bzw. Endnoten, die Erstellung einer lizenzkonformen Autorenliste, oder die Entscheidung darüber, über wie viele Gliederungsebenen der Inhalt verteilt werden soll. Gerade das letzte Thema entpuppte sich als ungeahnte Herausforderung: Durch die Unterscheidung zwischen größeren Beiträgen und kurzen Geschichten hatten wir nämlich bei der Erstellung des Manuskripts fünf Gliederungsebenen. Was im akademischen Bereich durchgehen mag oder sogar als Qualitätsmerkmal angesehen wird, ist für ein publikumswirksames Sachbuch verheerend. Nach konzeptionellen Umstellungen, diversen Beratungsrunden mit unserem Verlagspartner und unter Berücksichtigung der gestalterischen Möglichkeiten bei Satz und Herstellung des Buches ist es uns aber gelungen, dem Problem erfolgreich zu begegnen. Die Gliederungsebenen sind nunmehr auf drei reduziert (von denen die niedrigste lediglich als Lesehilfe dient und nicht indiziert wird) und auch für die gut sichtbare Abhebung größerer Beiträge von thematisch verwandten Anekdoten ist jetzt gesorgt.

Was zu tun bleibt…

Wenn die Rede von einem „fast“ fertigen Manuskript ist, kommt berechtigterweise die Frage auf, was denn noch fehlt. Zum einen steht die Einleitung noch nicht ganz, da sie erfahrungsgemäß immer erst zum Schluss und mit Blick auf die bereits vorhandenen Inhalte geschrieben wird. Zum anderen kommen derzeit – quasi im letzten Moment – zahlreiche Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge, Fotos und Autorenportraits bei uns an, die wir gerne annehmen und versuchen bestmöglich einzubeziehen. Und schließlich ist die Auswahl der Beiträge für das Buch, die in Abstimmung mit unserem Verlagspartner stattfindet, noch im Gange.

Der Teufel steckt im Detail

Am Ende bleibt festzuhalten, dass zahlreiche Detailfragen, wie etwa die Bebilderung oder die Cover-Gestaltung, mehr Zeit in Anspruch nehmen, als gemeinhin angenommen. Trotzdem besteht endlich Klarheit über das Cover-Motiv (inks zu sehen), wenn auch am genauen Layout noch weiter gearbeitet wird. Ein anderes Detail, das es gegenwärtig zu klären gilt, ist die Einholung von Autorenerklärungen. Mit diesen kurzen Standardtexten erklären sich die Autoren einerseits mit den Lizenzbedingungen einverstanden und können andererseits die aktuelle Fassung ihrer Beiträge noch einmal absegnen, bevor sie ins Lektorat gehen. Bei über 100 Autoren ist aber auch diese Formalität keine triviale Aufgabe…

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Wikipedia Schulprojekt: Das dritte Camp

Vom 01.-03.04.2011 haben sich die Referenten des Wikipedia-Schulprojekts zum dritten Camp getroffen. Diesmal fand das Camp in Berlin statt. Die gut ausgestatteten Räumlichkeiten des Bits21 dienten als Treffpunkt und schafften von Anfang an eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre.

Das Camp startete am Freitag Abend mit einem ersten Kennenlernen der neuen Referenten und intensiven Gesprächen über die Projektstrukturen. Am Samstag ging es dann mit straffem Zeitplan los. Nach zwei Impulsreferaten und einem offenen Erfahrungsaustausch wurde im Rahmen einer professionellen Schulung an dem Thema “Gestaltung und Präsentation eines Workshops” gearbeitet. Nach einem langen Tag ließen wir diesen dann gemeinsam ausklingen.

Mit frühlingshaften Temperaturen begann der letzte Tag unseres Camps. Nach einer Kurzvorstellung des Projekts Silberwissen ging es dann an die inhaltliche Weiterentwicklung der Präsentationsgrundlagen. Die Ergebnisse zeigten bereits erste Ideen für die Umsetzung des am Tag zuvor Besprochenen und gaben tiefere Einblicke in die schulische Arbeitsumgebung. Nach einer abschließenden Feedbackrunde war unsere gemeinsame Zeit dann auch schon wieder vorbei. Wie immer – viel zu kurz, aber sehr produktiv! Mit einem Koffer voll neuer Ideen und Methoden machten sich alle auf den Heimweg, bereit für neue Einsätze im Wikipedia-Schulprojekt.

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Wikipedia-Buch: Erster Entwurf des Manuskripts fertig!

Nach einigen Wochen intensiver inhaltlicher und organisatorischer Arbeit am Wikipedia-Buch ist endlich der erste Entwurf des Manuskripts fertig. Unser Dank gilt den vielen Wikipedianern, die uns durch ihre Beiträge, Anekdoten und Ideen unterstützt haben! Auch haben die vergangenen Wochen interessante Erfahrungen gebracht, die bei zukünftigen Projekten dieser Art berücksichtigt werden können und sollten.

So hat sich herausgestellt, dass relativ enge formale Vorgaben im Sinne einer Verringerung des redaktionellen Aufwands sehr vorteilhaft sein können. Somit ist es durchaus legitim und angebracht, auf ihre Einhaltung zu bestehen. Auch wenn der Gestaltungsspielraum der Autoren dadurch etwas eingeschränkt wird, was möglicherweise den einen oder anderen etwas abschrecken könnte, ist dieses Vorgehen bei so vielen Beteiligten aus organisatorischen Gründen unumgänglich, zumal dadurch der inhaltlichen Ausgestaltung der Beiträge kaum Grenzen gesetzt sind.

Zahlen zum Buch

Neben den umfangreicheren Beiträgen der 20 Co-Autoren, kamen mehr als 80 kurze Geschichten von 72 Wikipedianern zusammen. Zudem konnten wir ein Dutzend externe Kommentare gewinnen, von Menschen die sich wissenschaftlich, journalistisch oder anderweitig mit Wikipedia beschäftigen. Uns liegen also derzeit Inhalte im Umfang von 480 Seiten vor (das sind über 800.000 Zeichen), wobei einige kleinere Beiträge wie die Einleitung, die erfahrungsgemäß immer erst zum Schluss geschrieben wird, noch ausstehen. Im Augenblick findet eine Ergänzung der Bebilderung einzelner Beiträge statt, so dass letztendlich mit einem Gesamtumfang von 500 Seiten zu rechnen ist.

Wie geht es weiter?

Obwohl unsere Planung ursprünglich einen derartigen Umfang vorsah (450-500 Seiten), haben die bisherigen Verhandlungen mit namhaften Verlagshäusern zur Einsicht geführt, dass ein Buch mit ungefähr 350 Seiten wesentlich bessere Marktchancen haben dürfte. Somit stehen wir jetzt vor der Herausforderung, aus den vorhandenen Inhalten selektieren zu müssen, um zu einer in sich schlüssigen Zusammenstellung von Beiträgen zu gelangen. Wie zugesagt werden aber alle Inhalte – auch solche, die es aufgrund der notwendigen Kürzungen nicht ins Buch schaffen – an anderer Stelle im Umfeld der Buchveröffentlichung zum Einsatz kommen. Denkbar ist unter anderem eine erweiterte digitale Ausgabe des Buchs oder auch eine “App” für mobile Endgeräte. Denn kein Wikipedianer, der sich die Mühe gemacht hat etwas zum Buch beizutragen, soll ungehört bleiben.

Projektseite im Wikipedia-Autorenportal: 10 Jahre Wikipedia: Wikipedia-Buch

Fragen, Anregungen und Kritik bitte per E-Mail an: boris.marinov@wikimedia.de

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