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Archiv für die ‘Leser und Nutzer’ Kategorie



Am Limes mit Hund

Auch wenn es schon wieder fast eine Woche her ist, ein Nachbericht zum 4. Limes-Workshop, der 2012 im Odenwald statt fand.

Die ersten Teilnehmer trafen am 27. Oktober in Hesselbach ei, wo der “harte Kern” der Teilnehmer für die nächsten Tage in einer Pension untergebracht war. Am Morgen des folgenden Tages ging es schließlich los. Nur wenige Meter entfernt fanden sich die letzten Spuren des Kastells Hesselbach, es folgten das Kleinkastell Seitzenbuche, das Kleinkastell Zwing und das Kastell Würzberg sowie mehrere Wachtürme. Mittags hielt einer der Mitstreiter einen Vortrag zum Limes in den römischen Quellen.

Der zweite Tag begann mit einem Gang durch Hesselbach – es ist immer praktisch wenn man Jemanden kennt, der Jemanden kennt, der den Schlüssel zur barocken Dorfkirche hat. Es ist überraschend, wie viele Denkmale ein Dorf von 180 Einwohnern hat. Interessant auch für die Nichthessen war, die Apfelernte für den Äppelwoi zu beobachten. Mittags gab es wieder einen Vortrag, dieses Mal in Vielbrunn von zwei Veteranen des Heimat- und Geschichtsvereins Lützelbach. Nach dem Mittag folgte vor allem für die “Provinzialrömer” unter den Teilnehmern mit dem nach neuesten Erkenntnissen restaurierten Limeswachturm Wp 10/15 einer der Höhepunkte. Den Rest des Tages einschließlich des Abends verbrachte die Gesellschaft, mittlerweile sogar zum Teil mit familiärem Anhang, in der Römischen Villa Haselburg. Nach der kompetenten Führung durch den Vorsitzenden des Trägervereines wurde gegrillt, gespeist und geredet.

Der dritte Tag war Osterburken vorbehalten. Am Vormittag schauten sich die Teilnehmer das Teilrekonstruierte Kastell Osterburkenan, Nachmittags das Römermuseum Osterburken.

Soweit die kalten Fakten. Sie können allerdings nicht den Spaß aufzeigen, den die Teilnehmer wohl durchweg hatten. Neben dem schon erwähnten harten Kern von Teilnehmern vor allem aber nicht nur aus der Wikipedia stießen immer wieder andere Teilnehmer für kürzere oder auch längere Zeit hinzu. Das waren zum Teil Wikipedianer, zum Teil Archäologen aber auch Mitarbeiter der örtlichen Touristikinformation, Heimatforscher und Journalisten. Und wie der grandiose Organisator Hartmann Linge richtig anmerkte: alle trugen auf ihre Weise zum Gelingen der Veranstaltung bei, die in einem überaus konstruktiven Umfeld statt fand. Nicht umsonst haben die Mitarbeiter in der Wikipedia mit ihren mittlerweile mehr als 300 Artikeln zu römischen Limeskastellen eine Artikel-Perlenkette geschaffen. Dafür auch noch einmal an dieser Stelle einen großen Dank an den harten Kern der “Limes-Autoren”. Ihr seid Klasse! Und auch außerhalb der Wikipedia wurden die Leistungen schon wahr genommen. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut an einer virtuellen Karte des gesamten Römischen Limes gearbeitet. Auch das war natürlich Thema der Tagung.

In diesem Sinne noch einmal einen großen Dank an alle Teilnehmer, an den Organisator und Reiseführer Hartmann Linge, Haselburg-Müller für die Führung und die Organisation auf der Haselburg (und natürlich auch die eingesprungenen Führungen zwischendurch), an die Referenten und die örtlichen Helfer. Dank auch an Wikimedia Deutschland für die unkomplizierte und schnelle Unterstützung. Ohne diese Hilfe wären Veranstaltungen dieser Art mittlerweile nicht mehr vorstellbar und in diesem Sinne auch dank an die Spender, die es möglich machen, daß wir am Ende noch bessere Artikel schaffen können und bessere Bilder machen können. Auf Commons liegen mittlerweile auch schon knapp 750 Bilder vom Treffen.

Achja – und der Hund? Hartmanns Neufundländer-Teenager Angelo (ANGELINO!!!) war so etwas wie ein Maskottchen, der uns immer begleitete, ob zum Jagen von Mäusen in Gastwirtschaften oder zum Anpinkeln von Obstsäcken. Beides tat im übrigen er allein ;).

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Bildung und Wissen unterwegs – iMedia und co

Neben den Workshops, die wir in ganz Deutschland regelmäßig durchführen, standen in diesem Monat für den Bereich “Bildung und Wissen” wieder mehrere Tagungen auf dem Programm. Wir waren daher u.a. am 22. Mai 2012 auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand auf der iMedia, der großen zentralen rheinland-pfälzischen Lehrertagung in Mainz, vertreten, um dort das Programm Wikipedia macht Schule und den Bereich zu präsentieren. Über 1300 Lehrerinnen und Lehrer nahmen an der Tagung teil, und das Interesse an Wikipedia im Unterricht hat im Vergleich zum Vorjahr noch einmal erheblich zugenommen. Cornelia Trefflich und der freie Referent Jürgen Fenn verteilten Informationsmaterial, standen für viele Einzelfragen zur Verfügung und haben Anfragen zu weiterführenden Informationen entgegengenommen.

Gut 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu dem Workshop zum Thema „Wikipedia im Unterricht – Chance oder Risiko?!“ und beteiligten sich an einer konstruktiven Diskussion, die am Ende auf die Frage hinauslief, was es für die Pädagogik bedeute, wenn das Wissen jederzeit über das Internet für alle abrufbar ist. Die gestellten Fragen spiegelten auch gut die Erfahrung wieder, die wir in sonstigen Workshops beobachten. Wie sollte unter den gegebenen  Umständen Medienkompetenz und Informationskompetenz im Unterricht bestmöglich hergestellt werden? Wie kann man die Inhalte in Wikipedia angesichts ihrer Allgegenwärtigkeit auch in den Suchmaschinen kritisch prüfen? Und welche Möglichkeiten gibt es für Lehrer und Schüler, sich an der Erstellung von Inhalten für Wikipedia zu beteiligen?

Im direkten Gespräch am Stand nahm die Frage nach lizenzrechtlichen und urheberrechtlichen Fragen gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Aufgrund der Diskussion um Open Educational Ressources (OER) durch den sogenannten “Schultrojaner” und den engen Vorgaben für das Kopieren von Materialien, die von den Schulbuchverlagen angeboten werden, sehen sich viele Lehrerinnen und Lehrer vor erhebliche Probleme gestellt, wenn sie mit ihren Schülern vollständig digital arbeiten möchten. Deshalb ist das Interesse an Lehrmaterial, das unter einer freien Lizenz steht, erheblich gewachsen. Entsprechend der Konkretisierung der Fragen auf die Weiternutzung Freier Inhalte war auf der Tagung das neue Faltblatt, das Wikimedia Deutschland zu freien Lizenzen erstellt hat, stark nachgefragt. Darin wird die lizenzkonforme Nutzung freier Inhalte anschaulich erklärt. Bilder von Wikimedia Commons und Wikipedia-Artikel können ohne Einschränkungen für Arbeitsblätter und Präsentationen im Unterricht verwendet werden, daher ist auch hier das Interesse groß.

Tags darauf waren wir auf der Fachtagung Globales Lernen digital vertreten, die im Rahmen der Mediale vom Studiengang Online-Journalismus der Hochschule Darmstadt ausgerichtet wurde. An der Konferenz nahmen zahlreiche Referenten aus dem Bildungsbereich sowie von NGOs teil, die an grundlegenden Informationen über die Entwicklung im Web 2.0 und im Bildungswesen interessiert sind. Das Interesse an dem Thema Freies Wissen und Globales Lernen war groß (die Inhalte der Präsentation stehen auf Wikiversity zur Verfügung). Insbesondere zu den Initiativen der Wikimedia Foundation zum Abbau der Digitalen Kluft zwischen Nord und Süd mittels einer Zusammenarbeit mit einem Mobilfunkprovider in Afrika sowie durch das Outreach-Programm ergab sich eine interessante Diskussion aufgrund der Nachfragen zu dem Impuls des Referenten. Es besteht großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit seitens der Hochschule zur Vermittlung von grundlegenden Informationen über Wikipedia, über freie Inhalte und über die Arbeit der Wikimedia Foundation und der Fördervereine, das wir gerne aufgreifen.

Wikimedia Deutschland hat sich in diesem Jahr die Weiternutzung Freier Inhalte zum Ziel gesetzt und freut sich, im Rahmen der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Open Educational Resources, eine Beitrag leisten zu können. Interessierte können ihre Lehrmaterialien auf der Plattform Wikiversity zur Verfügung stellen, um sie dort gemeinsam unter freier Lizenz zu teilen und weiterzuentwickeln. Gerne klärt Wikimedia auch über die Nutzung und Bearbeitung der Inhalte auf und unterstützt Sie bei ihren Fragen. Abschließend zeigt sich für den Bereich Bildung und Wissen, dass rund um “Freies Wissen” und “Bildung” derzeit vieles im Umbruch ist und der Bereich einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, die theoretische Diskussion um OER mit der praktischen Nutzung zu verknüpfen. Wir freuen uns auf die weitere Arbeit mit Euch und stehen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Es grüßen, Jürgen Fenn und Elly Köpf

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Die Wikipedianische Re:publik – Mitmachen bei der Berliner Netzkonferenz!

Alljährlich zwischen Ostern und Pfingsten blickt die sogenannte Netzgemeinde gespannt auf die re:publica. Die einstige Bloggerkonferenz ist mittlerweile zu einem der bundesweit wichtigsten Orte für die Behandlung von Fragen geworden, die sich im Hinblick auf das Internet und die digitale Gesellschaft stellen. Neben zahlreichen Initiativen, NGOs, Unternehmensvertretern und Wissenschaftlern nehmen dort auch zunehmend Politiker und Verbandsvertreter an den Debatten teil. Müsste man das bunte Treiben irgendwie auf den Punkt bringen, so wäre es wohl die goldene Mitte zwischen TED-Konferenz und fliegendem Klassenzimmer. Am neuen Standort STATION-Berlin erwarten die Veranstalter zwischen dem 2. und 4. Mai 2012 ca. 4.000 Teilnehmer.

Schon immer gab es auf der re:publica eine sichtbare Präsenz von Wikipedianern bzw. Wikimedianern. Im letzten Jahr wurde dort die Kampagne “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden” der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Jahr möchten wir nun einen Schritt weiter gehen und vielfältigste thematische Angebote an einem eigenen Info-Stand bündeln. Die aktuelle Planung sieht u.a. zielgruppenspezifische Commons-Workshops für Blogger und Bildjournalisten, eine Einstimmung auf Wiki Loves Monuments 2012, eine Diskussionsrunde zur Repräsentanz von Frauen in Wikipedia, einen Vortrag zum “Next Big Thing” Wikidata sowie ein kleines “Best of” der bisherigen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der deutschsprachigen Wikipedia vor.

Noch gibt es genügend Platz in unserem Spielplan, um weitere Ideen zu verwirklichen. Falls Ihr also ein Anliegen habt, das Ihr im Kontext der re:publica ideal aufgehoben seht, so würden wir uns über entsprechende Anregungen und vor allem aktive Beiträge von euch sehr freuen. Wichtig dabei ist, sich immer vor Augen zu halten, dass nicht jeder Konferenzbesucher notwendigerweise ein WP-Insider ist. Die re:publica ist nicht zuletzt ein interessantes Forum, um als aktive/r Autor/in Nutzerbedürfnisse besser kennen zu lernen und gleichzeitig für die Mitarbeit im Projekt zu werben. Nur so als Anregung: Gibt es Problemlagen bei der Redaktionsarbeit, die man auch gut öffentlich diskutieren könnte? Warum sind die Relevanzkriterien “von außen” nach wie vor so wenig nachvollziehbar?

Vorschläge könnt Ihr gerne posten oder auch direkt an mich (jan.engelmann@wikimedia.de) senden. Im Falle einer Teilnahme wird der Verein für euch den Eintrittspreis übernehmen und sich um die Akkreditierung kümmern.

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Accessibility-Studie für Wikipedia

Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts Third Age Online (TAO) hat die Stiftung “Zugang für alle” (ZfA) eine Zugänglichkeitsstudie für die deutschsprachige Wikipedia durchgeführt. Grundlage für die Studie waren die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die von der Web Accessibility Initiative (WAI) empfohlen werden. Damit liegt erstmals ein umfassender Bericht für das Projekt Wikipedia vor, der die Einschränkungen der Zugänglichkeit nach WCAG 2.0 thematisiert. Der Bericht wurde von der Stiftung ZfA ins Englische übersetzt, unter eine freie Lizenz gestellt und der Wikimedia Foundation zur Verfügung gestellt. Da gerade unter dem Codenamen “Athena” eine neue Oberfläche für MediaWiki entwickelt wird, sollte so früh wie möglich auf die Einhaltung der Richtlinien geachtet werden.

In großen Teilen werden die Richtlinien bereits eingehalten. Im Abschlussbericht werden allerdings noch einige Punkte genannt, die einer Optimierung bedürfen. In Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation und der Entwickler-Community wird Wikimedia Deutschland jetzt dafür sorgen, dass die Einschränkungen der Zugänglichkeit möglichst schnell behoben werden. Obwohl die Studie für die deutschsprachige Wikipedia durchgeführt wurde, wird die Behebung auch die Zugänglichkeit aller anderen Sprachversionen verbessern.

Die notwendigen Anpassungen beziehen sich überwiegend auf die Verwendung von Screenreadern und die Bedienung der Oberfläche mit der Tastatur. In den meisten Fällen können die Mängel durch eine Anpassung der MediaWiki-Software oder eine Überarbeitung der Skins behoben werden. Einige Punkte lassen sich jedoch lediglich durch die Erweiterung der Bearbeitungsrichtlinien verbessern.

Eine Zusammenfassung und der vollständige Bericht der Studie kann auf der Projektseite “Third Age Online” eingesehen werden.

Die aus diesem Bericht resultierenden Änderungen sind im Folgenden zusammengefasst:

  • Hinterlegen eines Standardwertes für die von Screenreadern vorgelesene Beschreibungen in eingebetteten Grafiken/Fotos
  • Korrekte Auszeichnung und strukturelle Anpassung von Überschriften zur besseren Orientierung von ScreenReader-Benutzern
  • Korrekte Verwendung von Linklisten
  • Weitgehenden Verzicht von Tabellen als Gestaltungshilfe
  • Anpassung der Infoboxen an die korrekte Verwendung von Tabellen
  • Überarbeitung der Navigationsleiste, um Kompatibilität mit Screen-Readern zu gewährleisten
  • Konsistente Auszeichnung externer Links für Screen-Reader
  • Hinzufügen der Schreibweise von Artikeln anderer Sprachversionen in der Sprache des Benutzers, vor allem bei Sprachen mit nichtlateinischer Schrift
  • Korrekte Auszeichnung von Eingabefeld-Beschriftungen und Pflichtfeldern in Formularen
  • Anpassung des Editors und des Audio-Players an Steuerungsmöglichkeiten per Tastatur
  • Bereitstellen eines Gadgets zur stärkeren Hervorhebung des Tastaturfokus
  • Anpassung der Definition von Schnellzugriffstasten gemäß der WCAG-Richtlinien

Folgende Punkte sind als weitere Bearbeitungsrichtlinien diskussionsbedürftig:

  • Stärkere Etablierung aussagekräftiger Bildbeschreibungen für eingebundene Grafiken/Fotos
  • Überschriftenstrukturierung und -auszeichnung auf Portalseiten
  • Auszeichnung von fremdsprachigen Teilen eines Artikels
  • Aufgreifen der Diskussion über die zusätzliche Sprachversion “Einfaches Deutsch”
  • Format und Auszeichnung von Datentabellen

Die Verwendung von sogenannten “Captchas” wurde im Bericht ebenfalls als Einschränkung in der Zugänglichkeit angemerkt. Die Diskussion darüber läuft auch schon seit einigen Jahren. Eine akzeptable Lösung, die sowohl automatisierte Zugänge verhindert als auch die Zugänglichkeit für Menschen mit Sehbehinderungen ermöglicht, wurde noch nicht gefunden.

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“Bildung und Wissen” – ein neuer Bereich stellt sich vor

Im kommenden Jahr wird die Geschäftststelle von Wikimedia Deutschland eine neue Organisationsstruktur erhalten. In loser Folge stellen sich im Blog die neuen Schwerpunkte vor. Den Anfang macht der formal erst mit der neuen Organisationsstruktur neu angelegte Bereich “Bildung und Wissen”.

Inhaltlich ist dieser Schwerpunkt schon deutlich älter, 2006 begann er mit einer Veranstaltung am Hildesheimer Gymnasium Andreanum. Abgehalten durch Vorstände von Wikimedia Deutschland fand hier erstmals ein Aktionstag für Schüler, Lehrer und interessierte Eltern statt. Vorträge und Workshops thematisierten grundlegende Fragen um die noch junge Online-Enzyklopädie hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit, ihres korrekten Gebrauchs und des Verständnisses für ihre Besonderheiten.

Aus dieser Premiere wuchs über die Jahre das Schulprojekt Wikipedia macht Schule mit spezifischen Angeboten für Schüler und Lehrer, seit 2010 getragen durch ein Referentennetzwerk aus Wikipedia-Autoren und Medienpädagogen und mit inzwischen weit über 100 Veranstaltungen und mehreren Tausend Teilnehmern. Vor diesem Erfahrungshintergrund steht bei Wikimedia Deutschland derzeit die Entwicklung von freiem Lehrmaterial in Buchform zum Thema “Wikipedia in der Schule” im Fokus (hier kann auf Wikibooks mitgearbeitet werden).

Schulen sind aber nicht die einzigen Adressaten für Bildungsangebote bei Wikimedia Deutschland. Bereits 2008 wurde das Projekt Silberwissen ins Leben gerufen. Hier geht WMDE seit 2010 im Rahmen des europaweit agierenden TAO-Konsortiums (Third-Age-Online) auf ältere Mitbürger mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen zu, um sie als aktive Autoren für Wikipedia zu werben. Neu steht für 2012 das Wikipedia Ambassador Programm auf dem Plan, mit dem das Verfassen von Wikipedia-Artikeln in systematischer Weise an Universitäten eingeführt wird. Und nicht zuletzt werden in Zukunft stärker als bisher zusammen mit dem Bereich “Politik und Gesellschaft” auch bildungspolitische Ziele verfolgt.

All diese Aufgaben waren hausintern bisher bei verschiedenen Personen und Ressorts angesiedelt, nach dem Wachstum der letzten Jahre war es nun Zeit für eine Konsolidierung. Mit der bereits auf der Mitgliederversammlung vorgestellten Neugliederung des Vereins zum 1. Januar 2012 werden alle Bildungsprogramme in Zukunft in einem Bereich “Bildung und Wissen” zusammengefasst. So können Gelegenheiten zur Zusammenarbeit in Zukunft besser genutzt und verschiedene Programme inhaltlich enger aufeinander abgestimmt werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei das Referentennetzwerk. Um der zunehmenden Zahl der Anfragen für Veranstaltungen gerecht zu werden, soll es für Schulprojekt, Silberwissen und Ambassador-Programm gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die bisher direkt von den Bildungsinstitutionen honorierten Referenten werden den Verein nun als freie Mitarbeiter in allen Projekten intensiv unterstützen, sowohl im Bereich der Autorengewinnung wie auch bei der Vermittlung von Wikipedia und Freiem Wissen.

Verantwortet wird der neue Bereich von Denis Barthel und Elly Köpf, Elvira Schmidt ist als Projektleiterin Ansprechpartnerin für das Projekt Silberwissen. Unterstützt wird der Bereich von Merle von Wittich als Werkstudentin, noch gesucht wird eine Projektassistenz, die den neuen Bereich bei den Herausforderungen des kommenden Jahres begleitet und mitgestaltet.

Wir freuen uns auf diese und kommende Projekte und darauf, Wikipedia und Freies Wissen im Kontext “Bildung und Wissen” zu unterstützen.

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“Alles über Wikipedia” auf der Frankfurter Buchmesse 2011

Jimmy Wales mit dem Wikipedia-Buch auf der Frankfurter Buchmesse (Foto: teutopress/Thomas Gebauer, CC-BY-SA 3.0)

Nach der Veröffentlichung von “Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt” waren wir auch auf der Frankfurter Buchmesse 2011 vertreten. Zuerst gab Jimmy Wales am Eröffnungstag (12. Oktober)  Auskunft über Wikipedia und das Buch bei verschiedenen Presseterminen.

Am ersten Publikumstag (15. Oktober) war dann die Wikipedia-Community an der Reihe. Catrin  und David Ludwig standen bei einem ausführlichen Interview auf dem “Blauen Sofa” Rede und Antwort. Unter großem Publikumsinteresse wurde das Buch besprochen, aber auch kritische Fragen, wie die geringe Anzahl von Frauen unter den Wikipedia-Autoren, thematisiert. Am Ende gab es eine klare Leseempfehlung, die in den Tagen der Buchmesse nicht die einzige gute Rezension bleiben sollte.

Anschließend führte Boris eine Gesprächsrunde mit zwei Wikipedianern am Stand von Hoffmann und Campe durch, um die Aufmerksamkeit der Messebesucher anzuziehen. Obwohl es beim Überangebot an spannenden Präsentationen nicht einfach war viele Menschen zu versammeln, gelang es vor allem dank der Popularität von Wikipedia. Schließlich wechselten sich sechs Wikipedianer als fachkundige und authentische Ansprechpartner am Stand unseres Verlagspartners ab und beantworteten die zahlreichen Fragen des interessierten Publikums.

Alle Wikipedianer, die uns auf der Buchmesse unterstützt haben – Jonathan Horstmann, Jan-Herm Janßen, David Ludwig, Britta Parbel, Ralf Roletschek und Thomas Wozniak – erwiesen sich als hervorragende Vertreter des Projekts und wir bedanken uns bei ihnen ganz herzlich! Mehr noch – sie fanden sich nach dem ersten Kennenlernen schnell zu einem eingespielten Team zusammen und bewältigten die Strapazen der Buchmesse mit beispielhafter Ruhe und Gelassenheit.

Nachdem diese Herausforderung gemeistert war, ist das Wikipedia-Buch nun auf Tour durch Deutschland unterwegs. Im Rahmen von Lesungen, die wir zusammen mit Wikipedianern vor Ort organisieren, stellen wir das Buch und die Besonderheiten der Online-Enzyklopädie vor. Die erste Veranstaltung dieser Reihe fand am 27. Oktober in Kassel statt. Nächster Stopp war am 9. November Dresden, wo wir gemeinsam mit den 60 Teilnehmern diskutieren und ihnen eine Kostprobe aus dem Buch vortragen konnten.

Die nächsten Lesungen finden am 12. November in Coburg, sowie am 18. November in Hannover statt. Dieser Termin ist ganz absichtlich am Tag vor der Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in Hannover gewählt, da wir uns somit zusätzliche Besucher versprechen. Unser besonderer Dank gilt auch hier den engagierten Teilnehmern und Organisatoren: Jonathan Groß, Jürgen (aka. JFKCom), Paul Lenz, Tobias Lutzi, Kersti Nebelsiek, Conrad Nutschan, Mirco Rohloff, Kalus Wannemacher, und den vielen anderen Helfern! Wir freuen uns darauf, diese gute Zusammenarbeit mit den Community auch bei den nachfolgenden Lesungen im ganzen Land fortzusetzen.

Wikipedianer auf der Frankfurter Buchmesse

Interview vor der Lesung bei Rohloff in Kassel

Gesprächsrunde als Einleitung der Lesung in Kassel

Paul Lenz liest aus dem Wikipedia-Buch in Dresden

Conrad Nutschan: Wikipedia ist sooooooo groß....

 

Weitere Fotos aus Frankfurt, Kassel und Dresden gibt es auf Wikimedia Commons. Zu den Lesungen eingeladen sind übrigens alle, die mehr über Wikipedia und ihre Autoren erfahren möchten. Aber auch  Ideen zu möglichen Veranstaltungsorten für weitere Lesungen sind nach wie vor willkommen! Anregungen und Fragen werden wie immer unter publikationen@wikimedia.de entgegen genommen.

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Wikipedia im Unterricht – kollaborativ auf Wikibooks

Lehrer nutzen Wikipedia, Schüler nutzen Wikipedia. Wie kann man noch sinnvoller mit dieser Ressource umgehen und was kann man durch sie, darüber und damit lernen? Das Wikipedia-Schulprojekt begleitet Lehrer und Schüler seit Jahren im Umgang mit diesen Fragen und berät sie zu kompetentem und kritischem Umgang mit Wikipedia und aktiver Teilhabe. Im Laufe der Jahre wurde oft der Wunsch nach einer eigenständigen Handreichung mit Arbeitsmaterialien für den Unterricht geäußert, es gibt den deutlichen Wunsch vieler Lehrer, Wikipedia noch stärker in den Unterricht einzubinden. Leider existiert aber kaum brauchbares praxisbezogenes Material für eine adäquate Aufarbeitung.

Das möchten wir ändern. Es gilt demnach, hochwertige Arbeitsmaterialien für die Unterrichtsgestaltung zu und mit Wikipedia zu entwickeln. Wikimedia Deutschland beginnt zu diesem Zweck nun eine enge Zusammenarbeit mit Lehrern, Lehrbuchautoren, Wikipedianern und Medienpädagogen. Passend zum Thema soll dieser Prozess natürlich auch offen für weitere Teilnehmer sein: Beim Schwesterprojekt Wikibooks, einer Plattform für freie Lehr-, Sach- und Fachbücher, werden ab jetzt kollaborativ die Lehrtexte und Arbeitsaufgaben erarbeitet und unterschiedliche Blickwinkel mit in die inhaltliche Arbeit einfließen.
Die Gliederung zum Buch “Wikipedia in der Schule – Arbeitsmaterialien für Lehrer” findet sich bereits hier im “Regal Schule”. Bis Ende November wird nun auf Wikibooks an den Inhalten gearbeitet. Wenn du Lust hast mitzuarbeiten: komm dazu und schreibe mit. Wir freuen uns über deine Unterstützung!

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10 Jahre Wikipedia – jetzt 10 Karten für die Frankfurter Buchmesse gewinnen!

Anlässlich der Veröffentlichung des Buches “Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt” verlost Wikimedia Deutschland 10 Wochenendkarten für die Frankfurter Buchmesse. Die Karten ermöglichen es Euch am 15. und 16. Oktober 2011 die weltweit größte Buchmesse zu besuchen.

Zur Vorstellung des Wikipedia-Buches wird Jimmy Wales bereits am 12. Oktober auf der Pressekonferenz von Hoffmann und Campe (13.30 bis 15 Uhr) über Wikipedia sprechen. Am 15. Oktober spricht Catrin von 10 bis 10:30 Uhr auf dem Blauen Sofa in Halle 5.1/6.1 mit Wolfgang Hagen vom DeutschlandRadio über das Buch. Es stehen außerdem mehrere Wikipedianer am Stand von Hoffmann und Campe in Halle 3.0, Stand B 123 für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Folgende Wikipedianer werden auf der Frankfurter Buchmesse anzutreffen sein:

Jonathan Horstmann (10 bis 12 Uhr) studiert die Fächer Religionsphilosophie, Soziologie und Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bei Wikipedia arbeitet er seit 2006 mit und kümmert sich dort vorzugsweise um den Ausbau und die Verbesserung bereits bestehender Artikel zu kulturellen und gesellschaftlichen Themen.

Britta Parbel (11 bis 13 Uhr), seit 2005 in der Wikipedia aktiv, ist vielseitig interessiert. In Ortsartikeln, Artikeln zur lokalen Geschichte, Kunstartikeln und als Helferlein im Wartungsbereich tätig.

Ralf Roletschek (12 bis 14 Uhr) ist seit 2003 in der Wikipedia tätig und war von 2006 bis 2008 Administrator. Er ist gelernter Tischler und Bauingenieur. Fotografie lernte er ab 1978 bei Günter Rinnhofer. Seit 1998 ist er Dozent an verschiedenen Bildungseinrichtungen. Auf Wikipedia (und Commons) hat er bislang über 10 000 eigene Bilder hochgeladen.

David Ludwig (14 bis 16 Uhr) ist Philosoph und Wissenschaftshistoriker am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt Universität zu Berlin. Seit 2005 engagiert er sich in der Wikipedia und schreibt dort Artikel zur Wissenschaftstheorie, Geschichte der Humanwissenschaften und Philosophie des Geistes.

Jan-Herm Janßen (15 bis 17 Uhr) fand wegen des fehlerhaften »von« im Lemma zu Heinrich Cotta im Oktober 2005 zu Wikipedia. Bis 1998 studierte er Forstwissenschaften in Göttingen und arbeitet gegenwärtig bei einem Verlag. Neben dem weiten Gebiet »Wald und Forst« im Besonderen sowie biologischökologischen Themen im Allgemeinen befasst er sich noch mit Literatur, Film, Musik und mit kirchlich-religiösen Themen.

Thomas Wozniak (16 bis 18 Uhr) hat Geschichte und Geographie an der Universität Köln studiert und ist seit Dezember 2003 auf Wikipedia angemeldet. Zum Schwerpunkt seiner Beiträge sind persönlich besuchte Welterbestätten der UN ESCO geworden.

Um an der Verlosung teilzunehmen, sendet uns bitte eine E-Mail an publikationen@wikimedia.de mit dem Betreff “Buchmesse”. Die Absender der ersten zehn E-Mails erhalten jeweils eine Karte als PDF zum selbst ausdrucken.

Viel Glück! Wir freuen uns auf Euren Besuch am Stand von Hoffmann und Campe, wo die Gewinner der Verlosung außerdem ein Exemplar des Wikipedia-Buchs geschenkt bekommen.

Nachtrag: Die zehn Gewinner sind ermittelt, werden benachrichtigt und erhalten bis Ende der Woche ihre Karten per E-Mail zugesandt. Danke für die Teilnahme und viel Spaß auf der Frankfurter Buchmesse!

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„Alles über Wikipedia“ – das Wikipedia-Buch ist da!

Ab sofort ist das Buch „Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt“ im Handel erhältlich. Insgesamt beteiligten sich knapp 100 Wikipedia-Autoren, -Leser, Wissenschaftler, Journalisten und Kritiker mit Beiträgen unterschiedlicher Länge an der Erstellung des Buches. Es ist bei Hoffmann und Campe erschienen und steht als erste Publikation bei einem deutschen Traditionsverlag unter freier Lizenz. Wie alle Inhalte in Wikipedia können damit auch die Texte des Buches von jedermann kostenlos weitergenutzt werden.

Inhalt

Der Leser lernt Vandalenjäger und Trolle kennen, die Qualen der Löschhölle und die Freuden des gemeinsamen Gelingens. Er nimmt an der Debatte über die Frage teil, was in eine Enzyklopädie gehört und was nicht. Was sind die Grundprinzipien der Wiki-Idee und der gemeinsamen Arbeitsweise, die das Projekt so erfolgreich gemacht haben? Wie wird seine Zukunft aussehen?

Auf einen Blick

Umfang: 352 Seiten mit Beiträgen von 100 Autoren
Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0
Preis: 16,99 EUR (ISBN: 978-3-455-50236-7)
Erschienen: 14.09.2011 bei Hoffmann und Campe
Herausgeber: Wikimedia Deutschland e.V.

Warum ein Buch über Wikipedia?

Aus der Idee, “alles Wissen der Menschheit zu sammeln und jedem frei zur Verfügung zu stellen”, ist bis heute bereits die größte freie Wissenssammlung entstanden. Freiwillige aus der ganzen Welt haben knapp 20 Millionen Artikel in mehr als 280 Sprachversionen der freien Enzyklopädie erstellt. Zum zehnten Geburtstag am 15. Januar 2011 gratulierten Menschen auf knapp 500 Veranstaltungen in 120 Ländern.

Acht Monate später erscheint mit dem Wikipedia-Buch ein Geburtstagsgeschenk der ganz besonderen Art! Das Buch „Alles über Wikipedia“ zeigt die Gemeinschaft der ehrenamtlichen Helfer und deren enzyklopädische Arbeit, die Grundlage aller dieser Entwicklungen ist.

Lesungen

Wikimedia Deutschland plant für die kommenden Monate Lesungen des Buches in verschiedenen Städten. Wenn Ihr Interesse an einer Lesung in Eurer Nähe oder Rückfragen habt, bitte an publikationen@wikimedia.de schreiben. Wir freuen uns auf Eure Ideen!

Die vollständige Pressemitteilung zum Erscheinen des Buches findet Ihr hier.

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Aktuelles aus dem Wikipedia-Schulprojekt

Gut 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler nutzen Wikipedia regelmäßig (KIM-Studie 2010), bei Lehrern liegt der Anteil für die Unterrichtsvorbereitung sogar noch höher (“Bildungsstudie: Digitale Medien in der Schule”, (N)Onliner Atlas 2011 der Initiative D21). Die Aufklärung über einen kompetenten Umgang mit Freiem Wissen ist daher besonders wichtig.
Wer in die Schulen geht, merkt bald, dass es nicht ausreicht, freie Inhalte zu erschaffen und sie allgemein verfügbar zu machen, man muss auch zum richtigen Umgang damit anleiten und das heißt im Fall von Wikipedia: Zu einem kritischen Umgang. Dies ist das Ziel des Wikipedia-Schulprojekts, das unter dem Motto „Wikipedia macht Schule“ freiwillige Referenten an Schulen und Universitäten entsendet. In Workshops wird das Verständnis für Freies Wissen bei Schülern, Lehrern, Lehramtstudenten und Pädagogen verbessert und der kritische Umgang mit der freien Enzyklopädie erlernt. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in das Projekt und lernen anhand verschiedener Aufgaben die Qualitätssicherung in Wikipedia kennen. So können sie Wikipedia besser verstehen und die Qualität der Artikel besser einschätzen.

Das Referentennetzwerk ist in diesem Jahr richtig in Fahrt gekommen und Wikipedianer und Medienpädagogen sind seitdem in allen Teilen Deutschlands unterwegs, um im Bildungsbereich Medien- und Informationskompetenz im Umgang mit freien Inhalten zu vermitteln.
Die Rahmenbedingungen für die Veranstaltungen sind dabei höchst unterschiedlich: Die Referenten organisieren Workshops für die Lehrerfortbildung schwerpunktmäßig an Gymnasien und an Oberschulen ebenso wie für Lehrer in der Referendarausbildung. Das Schulprojekt wurde zu Projektwochen eingeladen sowie zu einmaligen Veranstaltungen und Übungen, in denen Schüler auf die Webrecherche für eine Jahresarbeit vorbereitet werden. Außerdem wird das Projekt auch bei Lehrertagungen und bei BarCamps vorgestellt. Über diese Veranstaltungen wurde auch häufig in der Presse berichtet, beispielsweise in der waldorfpädagogischen Zeitschrift Erziehungskunst, sowie in den Webauftritten der Schulen, besonders ausführlich auf der Website des Privaten Gymnasiums Marienstatt. Auch an einer Grundschule konnten wir im August erfogreich ein Pilotprojekt durchführen, in dem Fünftklässler spielerisch Wikipedia kennenlernen konnten. Aktuelle Bilder aus dem Projekt finden sich auf Wikimedia Commons. Regelmäßig berichten wir auch in unserem Monatsbericht über das Schulprojekt.

Im Rahmen des Projekts wird deutlich, dass die meisten Benutzer vieles, was für die alten Hasen unter den Wikipedianern schon selbstverständlich geworden ist, erst durch das Schulprojekt kennenlernen – vom elementaren Arbeiten mit dem Wiki (Diskussionsseite und Versionsgeschichte zu einem Artikel) über das richtige Zitieren einer Quellenangabe aus Wikipedia bis hin zur Verwendung von Bildern aus dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons auf der Schul-Website mit der korrekten urheberrechtlichen Angabe gemäß der jeweiligen Lizenz, unter der das Werk dort verfügbar ist.

Zwei Mal im Jahr finden Treffen der Referenten statt, die dem Erfahrungsaustausch und der Weiterbildung dienen. Vom 26. bis 28. August 2011 trafen sich in diesem Rahmen rund zwanzig Referenten des Schulprojekts zu ihrem vierten “SchulCamp” in Nürnberg. Dabei galt es, Konzepte weiter zu entwickeln und die nächsten organisatorischen Schritte gemeinsam zu besprechen.
Ort des Geschehens war der CoWorking-Space in Nürnberg, der mit seiner arbeitsfreundlichen Atmosphäre maßgeblich zum Erfolg des Treffens beitrug. Die meisten aktiven Referenten waren schon von Anfang an im Schulprojekt dabei, einige sind neu hinzugestoßen und wurden nun intensiv auf bevorstehende Einsätze vorbereitet. Dies geschah unter anderem in einem offenen Workshop, der zu Beginn des Treffens sowohl interessierte Coworker als auch neue Referenten über Wikipedia informierte. Am zweiten und dritten Tag arbeiteten alle beteiligten Referenten an den Inhalten der Schulungen und daran, die bisherigen Erfahrungen in die Inhalte und Konzepte einfließen zu lassen. Das Camp zeigte, wie wichtig der persönliche Austausch für die Arbeit in einem Referentennetzwerk ist und wie hilfreich es ist, sich gegenseitig unterstützen zu können. Am Ende des Wochenendes konnten wir auf eine lange Liste erarbeiteter Inhalte zurückblicken und sind nun bereit für ein neues Schuljahr mit dem Wikipedia-Schulprojekt. Nächste Schritte sind nun, neben der Durchführung weiterer Workshops, auch die Erarbeitung von Handreichungen für Lehrer.

Das Schulprojekt ist weiterhin auf der Suche nach neuen Referenten, vor allem im hohen Norden, in Niedersachsen und in Bayern. Wikipedianer oder Pädagogen, die am Schulprojekt mitarbeiten möchten, können sich bewerben mit einer Mail an schule@wikimedia.de. Diese Adresse gilt übrigens auch für Lehrer, die uns an ihre Schule einladen möchten. Wir freuen uns auf Eure Anfragen und Anregungen!

Es grüßen,
Jürgen F. und Elly K.

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