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Archiv für die ‘Andere Konferenzen’ Kategorie



Hacken in San Francisco

Zwischen dem 20. und 23. Januar durfte ich in San Francisco am “Wikipedia Hackathon” teilnehmen, einem Workshop für Softwareentwickler, bei dem es darum ging, gemeinsam an neuen Features zu arbeiten und interessierten Neulingen die Arbeit an und mit MediaWiki näher zu bringen. Besonders im Vordergrund stand dabei die Entwicklung von “Apps” für Smartphones: Die Wikimedia Foundation hat kürzlich die Offizielle Wikipedia-App für die Android-Plattform vorgestellt, mit der Wikipedia-Artikel bequem auf dem Telefon gelesen werden können. Nun wurden die gesammelten Erfahrungen mit der Entwicklergemeinde geteilt, neue Funktionen (wie “zufällige Seite”) hinzugefügt und Ideen für weitere Anwendungen entwickelt. Das gab auch mir die Gelegenheit, mit der Programmierung von Android-Telefonen zu experimentieren.

Den Preis für die beste Neuentwicklung während des Hackathons gewann ein Projekt, dass zwar für Handys gedacht ist, aber ganz ohne Smartphone-Funktionen auskommt: per SMS kann ein Wikipedia-Artikel angefragt werden, der dann von einem Dienst vorgelesen wird. Der Preis ist eine Reise für zwei Mitgleider des Siegerteams: sie dürfen zu einem weiteren Wikimedia-Event irgendwo auf der Welt fahren — vermutlich zum nächsten Hackathon, nämlich dem, den Wikimedia Deutschland voraussichtlich im Frühjahr veranstalten wird.

Zwischen all den spannenden Gesprächen mit erfahrenen und auch ganz neuen MediaWiki-Entwicklern fand ich noch Zeit für meinen eigenen kleinen “Hack”: MediaWiki soll in Zukunft neben Wiki-Links auch die HTML-Syntax für Links zulassen. Das ist wichtig, um Metadaten wie zum Beispiel Bildlizenzen mit Hilfe von Mechanismen wie HTML5 Microdata oder RDFa maschinenlesbar in Wikiseiten einbinden zu können.

Den Aufenthalt in San Francisco konnte ich außerdem nutzen, um die Arbeit am Wikidata-Projekt mit der Wikimedia Foundation zu koordinieren. So konnte unter anderem die Abläufe für den Test und die Integration der neuen Software in die Wikimedia-Landschaft geklärt und diverse Detailfragen zur Umsetzung besprochen werden. Diskutiert haben wir zum Beispiel, ob und wie sich Änderungen an zentral gespeicherten Datensätzen auf Beobachtungslisten in den einzelnen Wikipedias niederschlagen sollen.

Es war gut, Wikidata bei den Mitarbeitern der Wikimedia Foundation bekannter zu machen, und es war schön, die Unterstützung und Begeisterung für das Projekt zu spüren. Es gibt noch viel zu tun für Wikidata, aber es scheint, als sei alles auf dem besten Wege.

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Community building in Barcelona

Am vorletzten Wochenende konnte ich mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland einer Einladung zum Free Culture Forum und der angeschlossenen Veranstaltung Building Digital Commons (für Twitter zu Dimmons gekürzt) folgen.
Das Forum bot namhafte Sprecher wie Richard Stallman und John Perry Barlow auf, Dimmons beeindruckte durch lebhafte Diskussionen mit und um Communitys in der realen und der virtuellen Welt.

Wikimedia, Creative Commons, Mozilla, Platoniq und viele andere kamen zusammen, um über Möglichkeiten der Bindung an Communitys, Motivation und Wertschätzung zu diskutieren. Die Mischung machts und eins wurde schnell deutlich: Wikipedia ist nicht das einzige Online-Projekt, dass sich nicht auf dem Erreichten ausruhen kann sondern dafür Sorge tragen muss, dass neuen Teilnehmern der Einstieg ermöglicht wird, ohne dadurch die Erfahrenen zu verlieren.

Mehrere Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Themen der Partizipation. Ich war Facilitator in der etwa zwölf Kopf starken Gruppe, die sich mit dem Thema neuer Mitmacher auseinandersetzte. Hier fanden sich nicht nur Wikipedianer, sondern auch Vertreter von Mozilla, Creative Commons und der Open Knowledge Foundation, was der Diskussion deutlich mehr Raum für unterschiedliche Erfahrungen und Wahrnehmungen ließ als erwartet. Die Zusammenarbeit war sehr engagiert und führte zu folgenden Empfehlungen:

  • Treffen im Real Life organisieren und fördern
  • Kurze Einführungstexte bereitstellen, die den Einstieg ermöglichen, sich aber auf’s Wesentliche beschränken
  • Neue spannende und überraschende Stories finden, die das Projekt und die Idee dahinter erklären
  • Beim Begrüßen und beim Begleiten unterschiedlich vorgehen, je nach Wunsch des Benutzers. Es gibt nicht den einen Weg, der für alle neuen Benutzer gleich gut ist.
  • Mehr Austausch zwischen verschiedenen Communities

Einer der eher ungewöhnlichen Aspekte der Veranstaltung war, dass aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen direkt ein Maßnahmenplan für die katalanische Wikipedia entwickelt wurde, um zu prüfen, ob Auswirkungen auf die Community sichtbar werden. Darunter sind

  • Ein Vergleich der Zugriffszahlen von Artikeln in der katalanischen, spanischen und englischen Version, um Leserpräferenzen zu erkennen und daraus Verbesserungsvorschläge für die Artikel abzuleiten
  • Eine Tabelle, in der unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten und konkrete Vorschläge dargestellt werden. Sie soll neben der reinen Artikelarbeit auch Übersetzungen, sprachliche Verbesserungen, Bebilderungen und vieles mehr umfassen. Ziel ist Einsteigern eine Art Wegweiser in die Hand zu geben, aus dem sie sich das für sie passende raussuchen können und wissen, dass dort ihre Hilfe benötigt wird.
  • Neuen Benutzern in Abhängigkeit ihrer Aktivität ermutigende und positive Nachrichten zukommen lassen. Zum Beispiel für Benutzer, die sich angemeldet aber noch keinen Edit gemacht haben, oder für Benutzer, deren letzter Edit mehr als vier Wochen zurückliegt.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Wer mehr zur Veranstaltung erfahren will, kann das Wiki besuchen, in dem derzeit die Ergebnisse aufbereitet werden.

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Wissen und Macht – Die neue Freiheit im Internet?

Technikmuseum (Foto: Sir James, CC-BY-SA 2.0)

Wie verändert das Internet Bildung, Politik und Wirtschaft? Welche Chancen bietet es, demokratische Verhältnisse und Freiheit für alle Menschen zu erreichen? Welche Risiken verbinden sich mit der globalen Vernetzung? Diesen Fragen widmet sich das Symposium “www.wissen-und-macht.com – Die neue Freiheit im Internet?“, das im Deutschen Technikmuseum Berlin vom 10. bis 11. November 2011 stattfindet. Wikimedia Deutschland ist Medienpartner der Veranstaltung.

Web-Experten, Blogger sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildungsinstitutionen werden sich in drei thematischen Sitzungen austauschen. Eröffnet wird das Symposium mit dem Blick auf das Internet als Bildungs- und Wissensinstrument. Pavel Richter hält eine Keynote-Rede über Wikipedia und die Möglichkeiten, gemeinschaftlich zum Wissen der Welt beizutragen. In diesem Zusammenhang erörtet die Vizepräsidentin der deutschen UNESCO-Kommission, Dr. Verena Metze-Mangold, die gesellschaftlichen Veränderungen durch das Konzept der Wissensgesellschaft.

Der zweite Teilbereich des Symposiums betrachtet das Internet als politisches Instrument, unter anderem im Rückblick auf den Arabischen Frühling. Im dritten Teilbereich geht es um das Internet als Medium für Werbung und seine Rolle als Wirtschaftsinstrument.

Anmeldungen sind noch möglich!

Termin
10. und 11. November 2011

Veranstaltungsort
Deutsches Technikmuseum
Trebbiner Straße 9
10963 Berlin

Eintritt
6 Euro pro Tag, ermäßigt 3,50 Euro

Details zum Programm sind zu finden unter www.wissen-und-macht.com. Hashtag der Veranstaltung ist #wissen2011. Laufende Informationen gibt es über den offiziellen Twitter-Account der Veranstaltung. Folgt einfach @wissenundmacht.

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RegioWiki-Camp 2011 in Brest (Frankreich)

von Friedel Völker, Wikipedia-Autor und Vorsitzender der StadtWiki-Gesellschaft

Brest, die Stadt am „Ende der Welt“ (Finistère), zeigt seit den späten 1990ern Profil durch die Unterstützung Freier Software und Freien Wissens. Seit 2006 gibt es dort ein Regiowiki (www.wiki-brest.net), das als partizipative Bürgerplattform von der Stadtverwaltung initiiert wurde und von einer fest angestellten Moderatorin betreut wird. Dieses Projekt war das erste seiner Art in Frankreich, ein guter Ort also um dorthin alle einzuladen die an regionalem Freien Wissen interessiert sind. Von Freitag, 2. bis Sonntag, 4. September 2011 fand daher in Brest das zweite europäische RegioWikiCamp statt. Gastgeber war die Stadtverwaltung, organisiert wurde die Veranstaltung von der European Regiowiki Society, unterstützt durch die deutschen Stadtwiki-Gesellschaft und Wikimedia Deutschland.

Neben Vertretern der Regiowiki-Projekte Wiki-Brest, Wiki-Rennes, Wiki-Niort, Rhein-Neckar-Wiki, TÜpedia und dem Stadtwiki Pforzheim-Enz waren auch Beitragende von OpenStreetMap, Wikimedia Commons und Wikipedia in den Sprachvarianten Französisch, Deutsch, Englisch, Bretonisch und Spanisch mit von der Partie.

Auf der im BarCamp-Stil gehaltenen „Unkonferenz“ wurden folgende Sessions durchgeführt:

  • Nutzung interaktiver Landkarten im Wiki-Rennes und Wiki-Brest.
  • Video-Konferenz mit den Machern des Stadtwiki-Projekts im russischen Nischni Nowgorod (Ни́жний Но́вгород).
  • Konzeption und Einführung eines Stadtwikis mit soziokulturellem Anspruch für die Stadt Niort im Département Deux-Sèvres.
  • Strategien gegen Spam-Attacken durch Bot-Netze.
  • Werkzeuge zum sichern von Wikis (ohne Server-Zugang).
  • Hugin, eine Open-Source Software zum erstellen großformatiger Panorama-Fotos.
  • Augmented Reality – was geht schon, wo geht die Reise hin.
  • Entstehungsgeschichte und Verbreitung der Stadt- und Regiowikis in deutscher Sprache.
  • Integration von Multimedia-Inhalten.
  • Nutzung von Wikipedia und Regiowikis im Unterricht.
  • Möglichkeiten der OpenStreetMap-Integration in Wiki-Projekten.
  • Diskussion über unterschiedliche Lizenzierung und Befreiung von Inhalten (Free Content and Content Liberation into and out of Regiowikis).

Daneben organisierte die Stadtverwaltung Exkursionen zum Kunstmuseum („Musée des Beaux-Arts“), dem Hochseeschlepper „Abeille Bourbon“ und dem zur Erinnerungsstätte an den Zweiten Weltkrieg ausgebauten Zivilschutzbunker „L’abri Sadi Carnot“.

Dokumentation und Fotos unter: wiki.regiowiki.eu/RegioWikiCamp_2011

(Friedel Völker)

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Die Sache mit der Deutungshoheit

Heute ging die für mich wohl letzte größere Veranstaltung des Jahres zu Ende. Nach Wikipedia trifft Altertum im Juni in Göttingen, der Ständigen Ägyptologenkonferenz im Juli in Leipzig, der Wikimania im August in Haifa und der WikiConvention letztes Wochenende in Nürnberg nun am 14. und 15. September .hist 2011 – Geschichte im digitalen Wandel an der Berliner Humboldt-Universität.

Dank einer Einladung der Gerda Henkel Stiftung konnte ich als Vertreter der Wikipedia an der Veranstaltung teilnehmen – an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön nach Düsseldorf. Die Stiftung war über ihr Webportal L.I.S.A. gemeinsam mit Clio online, H-Soz-u-Kult und dem Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Organisator und Ausrichter der zum dritten mal durchgeführten Tagung, an der mehr als 100 Personen, meist Historiker, teilnahmen. Das Programm war im doppelten Wortsinne gemischt. Auffällig war die starke Technik-Lastigkeit, die man bei einer derartigen Veranstaltung nicht wirklich erwartet hätte. Das machte das Folgen, insbesondere bei den sogenannten Werkstattberichten, für Technikmuffel wie mich nicht immer leicht. Neben der Begrüßung, der Keynote von Stefan Münker zum Thema “Jenseits der Technik. Zum Status quo des digitalen Wandels” waren die beiden Podiumsdiskussionen am Ende der beiden Tage die zentralen Anlaufpunkte für alle Teilnehmer. Sonst war die Tagung in vier Sektionen unterteilt, zu denen jeweils parallel auch Werkstattberichte veranstaltet wurden. Ich möchte das hier nicht alles im einzelnen wieder geben, weiter oben ist das Tagungsprogramm verlinkt. Interessant waren für mich vor allem die Informationen zu den realen Projekten. Ich möchte hier ein paar zumindest einmal nennen:

* www.digiberichte.de – eine digitalisierte Edition von Reiseberichten aus dem Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit

* der Professorenkatalog der Universität Leipzig

* Repositoriums für biografische Daten historischer Personen des 19. Jahrhunderts – eine Datenbank zur Sammlung und Strukturierung von Personen des 19. Jahrhunderts

* Deutsches Textarchiv Digitalisierung eines disziplinübergreifenden Kernbestandes deutschsprachiger Texte aus der Zeit von ca. 1650 bis 1900 nach den Erstausgaben

Weil mich die Praxis naturgegeben mehr interessiert, war ich zumeist in den Werkstattgesprächen. Einzig im vierten und letzten Block war ich in den Vorträgen. Thema war “Grenzverschiebungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit” – und immer wieder schwang Wikipedia mindestens unterschwellig mit, sind wir doch wohl das Paradebeispiel für diese Verschiebung. Zunächst sprach Michail Hengstenberg über das Spiegel-Projekt einestages.de. Interessant hier, daß auch der Spiegel unter dem Problem leidet, das auch die Wikipedia hat: zu wenige Autoren. Die Mär von der Weisheit der Vielen und dem Crowdsourcing funktioniert einfach nicht so, wie man es beim Erfolg etwa von Projekten wie Wikipedia zunächst glauben mag. Danach sprach Jürgen Danyel vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam über deren Projekt Dokupedia-Zeitgeschichte. Was mir bei ihm besonders in Erinnerung blieb war das Bedauern, daß man zu Beginn in Abgrenzung von Projekten wie Wikipedia zu restriktiv war – und das nun auch nicht mehr beheben kann. Dennoch ist es ein sehr erfolgreiches Projekt.

Dritter Beitrag und der dramatische Höhepunkt war der Beitrag von Maren Lorenz von der Uni Hamburg. Lorenz Vortrag war von einer großen kulturpessimistischen Grundhaltung geprägt. Sie bemängelte den Kontrollverlust der Historiker über die Geschichte, also den Verlust der Deutungshoheit über die Geschichte, weil im Internet diverse Laien ihr Un- und Halbwissen verbreiten. Das kann funktionieren, doch meist funktioniert es ihrer Meinung nach nicht. Angefangen bei der “technischen” Beherrschung der Materie über die häufige Anonymität der Autoren bis hin zur emotionalen Bewertung. Neben der allgegenwärtigen Wikipedia war etwa die Khan Academy das beredte Beispiel für diesen Kontrollverlust. Ein letztlich kompletter Laie, der emotional, vereinfachend und mit antiquierten Mitteln (etwa Frontalunterricht) Wissen vermitteln möchte – und damit einen gewissen Erfolg hat. Ihm wird immerhin zugute gehalten, daß man bei ihm immerhin weiß, wer hinter allem steckt. Dazu kamen auch generelle Problemschilderungen, etwa die aus vielen Gründen fehlende Zeit oder der Legitimationsdruck, der auf Geistes- und Kulturwissenschaften lastet.

Frau Lorenz legte ihren Beitrag durchaus so an, daß sie nicht nur Zustimmung bekommen konnte, kokettierte auch ein wenig damit, den Advocatus diabloli zu geben. Was natürlich nicht bedeutete, daß sie in vielem nicht auch zumindest in Teilen recht hatte. Dennoch mußte ich hinterher ein wenig zur Gegenrede ansetzen. Angefangen damit, daß die Wikipedia-Autoren durchaus zu einem nicht geringen Teil vom Fach sind. Dummerweise ist Lorenz Frühneuzeithistorikerin – hier findet sie wirklich nicht all zu viel Gutes in der Wikipedia. Dieser Bereich ist ein echtes Sorgenkind. Doch wenn der stete Zeitdruck beschrieben wird, sollte es die Fachwissenschaftler doch freuen, wenn ihnen die Arbeit abgenommen wird. Wie kann man darauf kommen, daß ihnen die Deutungshoheit genommen wird? Sicher nicht in der Wikipedia. Dort wird doch gerade darauf wert gelegt, nicht eigene Forschungen, sondern die der Fachwissenschaftler zu verarbeiten. Ganz im Gegenteil – gerade wir in der Wikipedia stehen an der vordersten Front und müssen uns der Heimatforscher und Umdeuter erwehren. Die Fachwissenschaft verweigert sich diesen Diskussionen fast immer. Man möge Henriette doch einmal zur Chronologiekritik befragen, zu Heribert Illig und dem Erfundenen Mittelalter. Wir erwarten sicher keine Dankbarkeit – aber etwas mehr Respekt dürfte es manchmal schon sein. Hinzu kommt ja auch die Frage: mit welchem Recht beklagt Lorenz den Kontrollverlust der Wissenschaftler? Es ist eben jener Elfenbeinturm, in dem die deutsche Wissenschaft nahezu fachübergreifend seit dem 19. Jahrhundert fest sitzt. Ein Wissenschaftler der ein Buch für Nichtfachwissenschaftler schreibt wird um es überspitzt zu sagen kaum noch ernst genommen. Man kann auch fragen: hatte denn jemals die Geschichtswissenschaft die Deutungshoheit? In der Diskussion wurde das letztlich verneint und viele Beispiele ins Feld geführt die zeigten, daß es diese nie wirklich gab. Auch etwa Elmar Mittler sah weitaus größere Chancen als Risiken und bekam für seinen Wortbeitrag wohl den meisten Applaus. Was mich zudem etwas gestört hat war die unterschwellige Botschaft, daß man als Fachwissenschaftler keine Zeit für die Vermittlung an Laien hat – aber andere Personen sollen das dennoch nicht übernehmen.

Frau Lorenz, sollten sie das lesen – wir müssen uns unbedingt einmal in größerer Runde zusammen setzen. Nachdem Wikipedia das Altertum traf, warum nicht auch einmal die Geschichtswissenschaft? Letztlich wollen wir, so glaube ich, doch Dasselbe. Und können sicher von einander profitieren. Und miteinander reden ist vielleicht besser als übereinander. Es würde mich traurig machen, wenn sie weiter diesen pessimistischen Standpunkt vertreten.

Daneben waren die Gespräche am Rande sehr interessant und wichtig. Einerseits mit den Vertretern der Gerda Henkel Stiftung, andererseits aber nicht zuletzt mit Studenten. Hier vor allem mit Mitarbeitern von Skriptum, denen verständlicherweise diese Diskussion nicht besonders gefallen hatte. Skriptum veröffentlicht übrigens unter einer Creative-Commons-Lizenz. Auch sonst werden viele der Projekte unter Open Access, Open Source, Open Content oder Open Data-Bedingungen veröffentlicht. Neben Media Wiki waren das wohl die häufigsten Worte aus dem Wikipedia-Umfeld, die bei der Tagung gefallen waren. Und bei einigen Projekten sollten wir mal überlegen, ob eine engere Zusammenarbeit nicht möglich und sogar sinnvoll wäre.

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Veranstaltungshinweis: Wissenschaft revolutionieren – die neue Ära der vernetzten Wissenschaft

Am 16. September 2011 um 17:00 Uhr gibt es in der Berliner FU einen Vortrag von Michael Nielsen zum Thema „Reinventing Discovery: the New Era of Networked Science“. Aus der Ankündigung:

Das Internet transformiert unsere Gesellschaft, von der Finanz-Welt bis zur Freundschaft. Und doch wird das Netz bislang nur selten von Wissenschaftlern für ihre Forschung benutzt. Eine kleine Avantgarde von Wissenschaftlern verschiedenster Fachrichtungen beginnt jetzt die Art wie wir Wissen schaffen mit bahnbrechenden Projekten zu revolutionieren. Egal ob Natur-, Kultur-, oder Geisteswissenschaftler, Student oder interessierter Laie: erfahren Sie mehr über diese neuesten Entwicklungen in den Wissenschaften in Michael Nielsens Vortrag am 16. September, 2011.

Michael Nielsen ist Buchautor und ein Vertreter der Open Access/Open Science Bewegung. Sein Buch, „Reinventing Discovery“ wird im Oktober bei Princeton University Press erscheinen. Michael Nielsen hat als international renommierter Physiker die Forschung an Quanten-Computern mit begründet, das Standard-Lehrbuch des Gebiets verfasst und über 50 wissenschaftliche Fachartikel publiziert bevor er seine Professur 2008 aufgab um sich voll und ganz der Open Access/Open Science Bewegung zu widmen.

Der Vortrag in englischer Sprache findet statt im Max-Kade-Auditorium (Audimax) im Henry-Ford Bau der Freien Universität, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem. Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung bis zum 12.09 unter michaelnielsen2011berlin(at)gmail.com wird gebeten.

Als kleinen Vorgeschmack könnt ihr euch hier das Video zu seinem TEDx-Talk anschauen.

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WikiConvention – Wissen fängt mit W an

Noch zwei Wochen Zeit, um sich für die WikiConvention in Nürnberg anzumelden. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem von der gemeinnützigen Nürnberger Medienakademie, die in Abstimmung mit Wikimedia Deutschland eine Pressemitteilung zur WikiConvention veröffentlicht hat. Wir haben die Mitteilung ebenfalls über unsere Pressekontakte verbreitet. Weiter unten findet ihr den Haupttext.

 
P.S. Anmelden ist prima, …und darüber reden natürlich auch. Das allgemeine Hashtag zur WikiConvention ist #wikicon.

 

Pressemitteilung — Berlin, 29.07.2011

Wissen fängt mit W an

WikiConvention 2011 vom 9. bis 11.9.2011 am Bildungszentrum der Stadt Nürnberg.

Zur WikiConvention 2011 lädt der gemeinnützige Verein Wikimedia Deutschland Wikipedianer und alle, die es werden wollen, für den 9. bis 11. September nach Nürnberg ein. Der Kongress richtet sich mit Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Exkursionen an Interessierte, die mehr über Wikipedia erfahren und am Wissensaustausch teilnehmen wollen. „Das ist eine tolle Gelegenheit die unterschiedlichen Akteure im Wikipedia-Umfeld zusammenzubringen“, freut sich Projektmanagerin Nicole Ebber. Beim Kongress berichten Referenten aus Wissenschaft, Politik und Medien. Artikel zu lebenden Personen, Urheberrechtsfragen oder rechtliche Aspekte der Fotografie sind nur einige der Themen, die hier diskutiert werden. Schwerpunktthema ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, aber auch Schwesterprojekte wie das freie Medienarchiv Wikimedia Commons, Wikisource und andere werden berücksichtigt.

Die WikiConvention wendet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern will möglichst viele Menschen erreichen. Menschen, die sich für die Erstellung, Sammlung und Verbreitung von frei zugänglichem Wissen interessieren, sind herzlich eingeladen. Wikimedia Deutschland, Hauptförderer des Treffens, rechnet mit 200 Teilnehmern. Die Wikimedia-Vereine aus Österreich und der Schweiz sowie die Nürnberger Medienakademie unterstützen den Kongress. Für Gerd Seidel vom Nürnberger Organisationsteam geht es bei der WikiConvention 2011 um „Freies Wissen für alle“. In Kooperation mit dem Bildungszentrum der Stadt Nürnberg findet am Samstag, den 10. September 2011, ab 19 Uhr eine Podiums-Veranstaltung unter dem Motto „Zehn Jahre Wikipedia: Freies Wissen für alle“ statt. Für Hörfunk und online stehen Audiodownloads mit Gerd Seidel und Nicole Ebber, Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland, bereit.

Anmeldeschluss zum Kongress ist der 15. August 2011. Unter http://de.amiando.com/wikicon11.html kann das Anmeldeformular abgerufen werden. Die Teilnahme mit Unterkunft und Verpflegung kostet 60 Euro. Wer keine Übernachtung braucht, zahlt nur 30 Euro. Weitere Infos unter wikicon@wikimedia.de

[...]

Zur vollständigen Pressemitteilung.

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Abschlussbericht zur Konferenz ‚Wikipedia trifft Altertum‘

Logo der Konferenz „Wikipedia trifft Altertum“. Erstellt von Xavax in der Grafikwerkstatt.

Teilnehmer
Am 10. und 11. Juni 2011 fand im Zentralen Hörsaalgebäude der Georg-August-Universität Göttingen die Konferenz „Wikipedia trifft Altertum. Freies Wissen, Neue Medien, populäre Wissensvermittlung und Enzyklopädien in den Altertumswissenschaften“ statt. Neben rund 25 Wikipedia-Mitarbeitern aus diesem oder angrenzenden Fachbereichen waren mehr als 50 Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum zu Besuch – von diversen Institutsangehörigen, über Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes und Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie Sachsen-Anhalt, vom Deutschen und Österreichischen Archäologischen Institut, von verschiedenen Akademien, Museen und Bibliotheken bis zum Präsidenten der Universität Erfurt, Prof. Dr. Kai Brodersen.Von den Förderern der Konferenz, der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, der Deutschen Orient-Gesellschaft, dem Deutschen Altphilologenverband, dem Deutschen Archäologen-Verband, dem Deutschen Archäologischen Institut, der Mommsen-Gesellschaft, der Georg-August-Universität Göttingen und Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. erhielt die Konferenz nicht nur große mediale Unterstützung, es waren auch zwei Mitarbeiter des Deutschen Archäologischen Instituts, drei Vorstandsmitglieder von Wikimedia Deutschland, ein Vorstandsmitglied des Deutschen Archäologen-Verbandes und zwei Vorstandsmitglieder der Mommsen-Gesellschaft, darunter die neue erste Vorsitzende, Prof. Dr. Tanja Scheer, Teilnehmer der Tagung. Mit Studenten, Gasthörern und anderen Besuchern sowie Helfern insgesamt hatte die Tagung über 100 Teilnehmer – ein großer Erfolg für eine ehrenamtlich organisierte Veranstaltung.

Begrüßung der Teilnehmer durch Martin Rulsch. © Raimond Spekking (via Wikimedia Commons) / CC-BY-SA-3.0, 10. Juni 2011

Rahmenprogramm
Ein paar Worte zum Ablauf der Veranstaltung: Weil um 14:00 Uhr noch ein paar dutzend Teilnehmer am Empfang Schlange standen, musste die Begrüßung um 15 Minuten verschoben werden. Bei Betreten des rund 160 Personen fassenden Hörsaales wurde der letzte In-der-Schlange-Stehende dann aber von einem ziemlich vollen Raum überwältigt. Im Anschluss an die lebhaften Eröffnungsvorträge konnten noch vor der Kaffeepause die ersten beiden Wissenschaftler ihre Projekte vorstellen. In der Zwischenzeit hatten sich die Organisatoren um die Neubesetzung des Vortrages „Provinzialrömische Archäologie in der Wikipedia“ gekümmert, da der Referent Hartmann Linge leider verhindert war. Sein Kollege Holger Jürgenliemk übernahm erfreulicherweise kurzfristig diese Präsentation.

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Freikarten für die OKCon 2011

Am Donnerstag und Freitag dieser Woche findet die Open Knowledge Conference 2011 in Berlin statt. Wikimedia Deutschland ist Partner der OKCon 2011. Daniel wird vor Ort einen Workshop zum Toolserver halten. Matthias nimmt am Workshop des Wikimedia Research Committee teil und stellt dort unter anderem das RENDER-Projekt vor.

Für Freunde Freien Wissens haben wir drei Freikarten für die OKCon 2011 zu vergeben. Schreibt einfach einen kurzen Kommentar zu diesem Blogbeitrag, wenn ihr eine diese Freikarten haben wollt! Unter allen, die bis morgen (Mittwoch, 29.6.) um 12 Uhr mittags kommentiert haben, verlosen wir die Tickets.

Details zur OKCon 2011 findet ihr im folgenden Auszug unserer Pressemitteilung oder vollständig im Pressebereich der Wikimedia Deutschland-Vereinsseite.

 

Pressemitteilung — Berlin, 28.06.2011

 
Freies Wissen nutzen!

Wikimedia Deutschland unterstützt die Open Knowledge Conference 2011.

In dieser Woche findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2011 in der Berliner Kalkscheune die sechste Open Knowledge Conference statt. Die interdisziplinäre Veranstaltung bringt Einzelakteure und Organisationen aus den Bereichen offenes Wissen, offene Daten und offene Technologien zum Gedankenaustausch in Workshops und Vorträgen zusammen. Wikimedia Deutschland, Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V., ist Partner der OKCon 2011, die von der Open Knowledge Foundation organisiert wird. Gemeinsames Ziel ist es, den freien Zugang und die freie Nutzung von Daten und Inhalten zu fördern. Zum Programm der OKCon 2011 gehören neben Diskussionsrunden, beispielsweise zu den Entwicklungen des Datenjournalismus, unter anderem auch Vorträge des Gründers des GNU-Projektes, Richard Stallman, sowie zur Wikipedia-Forschung.

Daniel Kinzler, Software-Entwickler bei Wikimedia Deutschland, bietet auf der OKCon 2011 einen Workshop zur Einführung in den Wikimedia-Toolserver an. Er erklärt: “Durch die Automatisierung der Datenverarbeitung entstehen riesige Datenmengen. Nur ein kleiner Teil davon ist aber öffentlich zugänglich und weiter nutzbar, selbst wenn die Informationen eigentlich Gemeingut sind: das trifft zum Beispiel auf große Teile von Regierungs- und Verwaltungsdaten zu, aber selbst viele Informationen in Wikipedia sind zwar lesbar, können aber nicht ohne Weiteres weiter verarbeitet werden. Um Abhilfe zu schaffen, betreibt Wikimedia Deutschland das Toolserver-Projekt: Hier erhalten Interessente direkten Zugang zur Wikipedia-Datenbank und können auf dieser Grundlage selbst Werkzeuge schaffen, mit denen Informationen aus den Wikimedia-Projekten weiter verarbeitet und verbreitet werden können.”

Auf der OKCon 2011 werden Anwesende der Wikimedia Foundation und einzelner Wikimedia-Ländervertretungen empirische Forschung zur Funktionsweise von Wikipedia in einer eigenen Diskussionsrunde präsentieren. Wikimedia Deutschland stellt in diesem Zusammenhang seine Mitarbeit am EU-geförderten Forschungsprojekt RENDER (Reflecting Knowledge Diversity) vor. Das Projekt RENDER erforscht die Informationsvielfalt des World Wide Web und sucht nach Technologien, die Kommunikation und Zusammenarbeit über die Grenzen sozialer, kultureller und professioneller Gemeinschaften hinweg ermöglichen. Mit RENDER soll unter anderem eine Grundlage dafür geschaffen werden, die Inhalte von Wikipedia-Artikeln in verschiedenen Sprachversionen zu vergleichen oder Artikelqualität beurteilen zu können.

[...]

Zur vollständigen Pressemitteilung.

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Wikipedia trifft Altertum: Noch zwei Tage!

Am Freitag, den 10. Juni 2011, beginnt die Konferenz Wikipedia trifft Altertum in Göttingen. Im Pressebereich unserer Vereinsseite findet Ihr die passende Pressemitteilung zum Herunterladen. Im Folgenden auch ein Textauszug der Mitteilung.

Wo es reichlich Gelegenheit zum fachlichen Austausch gibt, freuen sich nicht nur die Anwesenden über Neuigkeiten. Das Twitter-Hashtag für die Veranstaltung ist #WP@ALT.

Für Fragen zur Veranstaltung steht Mitorganisator Martin Rulsch unter martin.rulsch@wikimedia.de gerne zur Verfügung.

 

 

Pressemitteilung — Berlin, 07.06.2011

Wikipedia trifft Altertum

Konferenz bringt freiwillige Autoren und Wissenschaftler zusammen.

Am 10. und 11. Juni 2011 findet die Konferenz „Wikipedia trifft Altertum” an der Georg-August-Universität Göttingen statt. Ziel der Veranstaltung ist es, Fachwissenschaftler und ehrenamtliche Wikipedia-Mitarbeiter gemeinschaftlich über den aktuellen Stand, aber auch die Probleme und die Zukunft des Wikipedia-Fachbereiches „Altertumswissenschaften“ diskutieren zu lassen. Die Altertumswissenschaften sind eines von derzeit 25 Themengebieten, die freiwillige Autoren in der deutschensprachigen Wikipedia in so genannten “Redaktionen” gemeinschaftlich verbessern, erweitern und pflegen. Die Veranstaltung “Wikipedia trifft Altertum” wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Redaktion Antike in Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland organisiert, der Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.

“Die Konferenz ‘Wikipedia trifft Altertum’ ermöglicht Wissenschaftlern und Wikipedia-Autoren einen großartigen Austausch. Wir wollen die Akzeptanz der freien Enzyklopädie in akademischen Kreisen vergrößern und Bedürfnisse sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern eruieren,” begründet Pavel Richter, Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, die Unterstützung seitens des gemeinnützigen Vereins.

Mehr als 100 Teilnehmer haben sich bereits für die Konferenz mit ihren rund 30 Vorträgen angemeldet. Wie die bereits vier Mal durchgeführte Wikipedia Academy fördert sie den Austausch zwischen Wissenschaftlern und Autoren der freien Online-Enzyklopädie. “Wikipedia trifft Altertum” spricht allerdings erstmals Vertreter eines einzelnen Fachbereiches direkt an. Die Konferenz wird von sechs großen deutschen altertumswissenschaftlichen Verbänden gefördert: der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, der Deutschen Orient-Gesellschaft, dem Deutschen Altphilologenverband, dem Deutschen Archäologen-Verband, dem Deutschen Archäologischen Institut und der Mommsen-Gesellschaft. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem Vorstandsmitglieder dieser Verbände, Professoren und Fachwissenschaftler sowie der Präsident der Universität Erfurt.

“Wikipedia trifft Altertum” eröffnet Wissenschaftlern einen neuen Blickwinkel auf ihr Metier. Uwe Walter, Professor für Alte Geschichte an der Universität Bielefeld, befürwortet das Vorhaben der Konferenz in einem Kommentar: „Nun zieht am 10./11. Juni eine Tagung in Göttingen Bilanz, mit [...] dem Anspruch, weit über die pragmatisch-technischen Fragen nach einer zweckmäßigen Gestaltung von Auskunftsmitteln hinauszugehen [...]. Vorgesehen sind Bestandsaufnahmen, Beispiele für Modernisierungen von Uraltem, grundsätzliche Reflexionen, Informationen, Leistungsvergleiche und Konfrontationen. Ein Besuch in Göttingen lohnt immer, an dem genannten Wochenende aber vielleicht besonders.“

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