Archiv für die ‘Internationales’ Kategorie



„Wir sind nicht allein!“ – Rückblick auf die Wikimania 2014

„Wir sind nicht allein!“ – ja, so hätte das inoffizielle Motto der Wikimania 2014 lauten können. Denn während es bei den letztjährigen Wikimania-Konferenzen vor allem um die Wikimedia-Communities und ihre Projekte, Vorhaben und Entwicklungen ging, standen diesmal auch thematisch verwandte Organisationen und Bewegungen wie Open Data und Bürgerjournalismus im Fokus der Wikimania.

Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International, umriss Gemeinsamkeiten zwischen Amnesty und Wikimedia
(by Henry Kellner, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Einen ersten Vorgeschmack darauf gab bereits der Eröffnungsredner Salil Shetty, Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Eindrücklich zeigte er Ähnlichkeiten in der Entwicklung der Amnesty- und der Wikimedia-Bewegung auf und umriss Gemeinsamkeiten hinsichtlich der humanitären Bedeutung beider Organisationen. Beide setzten sich auf ihre Art und Weise für Menschenrechte ein und seien „zwei große Bewegungen unserer Zeit“.

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und die neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, Lila Tretikov, hielten ebenfalls Eröffnungsreden. Und setzten einen ganz besonderen Fokus: Am Vortag hatten beide bereits auf einer Pressekonferenz den neuen Transparenzbericht der Wikimedia-Stiftung vorgelegt und stolz verkündet, dass sich die rechtlichen Eingriffe in die Wikimedia-Projekte sehr, sehr gering hielten. Mit deutlichen Worten kritisierten beide das vom Europäischen Gerichtshof geschaffene „Recht auf Vergessenwerden“ und gaben damit der Stiftung und der Wikimedia-Bewegung eine unerwartet starke netzpolitische Position.

Datentankstelle mit Star-Allüren, GLAM und Liquid Lobbying

Jimmy Wales (rechts) begutachtet die Datentankstelle
(by Sebastian Sooth, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Open Data zum Anfassen und Auftanken gab es am Stand von Wikimedia Deutschland. Die Datentankstelle, heimlicher Star der Wikimania mit entsprechenden Allüren (verspätetes Erscheinen), zog große Aufmerksamkeit auf sich. Auch Jimmy Wales wollte wissen, wie man sich an der “data pump” den Rohstoff des 21. Jahrhunderts – Informationen bzw. offene Daten – bequem auf sein mobiles Gerät laden kann, von Verwaltungs- oder Geodaten bis zu freier Musik und Katzenbildern.

Wie Kulturinstitutionen sowie Coderinnen und Codern zugleich gezeigt werden kann, welches Potenzial auch für die Wikimedia-Projekte in digitalisiertem Kulturgut steckt, wurde bei der Präsentation des Kultur-Hackathons Coding da Vinci deutlich. Wikimedia Deutschland und Vertretende der Partnerorganisationen teilten mit einem interessierten Publikum ihre Erfahrungen mit der Entwicklung und den Resultaten des Programmierwettbewerbs unter Beteiligung von 16 Kultureinrichtungen.
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Wikimedia:Woche 23+24/2014

Herzlichen Glückwunsch zur Doppelausgabe Nummer 23 und 24 der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Aufgrund der größten Wikimedia-Veranstaltung des Jahres, der Wikimania, die dieses Jahr in London stattfand, pausierte der Newsletter letzte Woche und kommte die Woche doppelt so groß mit zahlreichen Wikimania-Links zurück! Wie üblich wird die Wikimedia:Woche gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, sie serviert in kleineneren und größeren Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 23+24/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

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Auf dem Pfad der Dämmerung

Das Projekt „Chapters Dialogue“ hat seinen Abschluss gefunden

Vielleicht kann sich die eine oder der andere noch erinnern: vor gut einem Jahr initiierte ich in der Stabsstelle Internationales von Wikimedia Deutschland das Projekt „Chapters Dialogue“. Hauptziel des Projektes war, es zu erfahren, was die Menschen in den Wikimedia-Chaptern (Ländervertretungen) weltweit bewegt, was sie motiviert und vor welchen Problemen sie stehen. Nach 94 Interviews mit Wikimedianerinnen und Wikimedianer auf der ganzen Welt haben sich sechs Fragen herauskristallisiert, die für das Wikimedia Movement von Bedeutung sind. Im Folgenden eine deutschsprachige Zusammenfassung des Projektberichtes.

Projektleiterin Nicole Ebber (links) und Projektmanagerin Kira Krämer
(by Dominic Ernst, CC-by-sa-4.0, via Wikimedia Commons)

Wikimedia ist eine globale Bewegung. Die Wikimedia Foundation betreibt Onlineprojekte wie die Wikipedia, sammelt Spenden und verteilt diese an die weltweiten Communities. Diese kämpfen und arbeiten gemeinsam für Freies Wissen. In den letzten zehn Jahren hat sich ein ganzes Netzwerk aus Wikimedia-Organisationen gegründet, die alle gemeinsam die gleiche Idee vor Augen haben: Eine Welt, in der das gesamte Wissen der Menschheit jedem frei zugänglich ist. Gemeinsam betreten diese Organisationen Neuland, denn etwas Vergleichbares, das die Gesellschaft auf diese Art beeinflusste und die Welt veränderte, gab es bisher nicht.

Die Wikimedia-Chapter, zu Deutsch in etwa „Ländervertretungen“, sind Teil dieser internationalen Bewegung. Sie sind sogar elementar, denn sie übernehmen viele Aufgaben und viel Verantwortung. Sie unterstützen lokale Communities und kämpfen vor Ort für Freies Wissen. Und sie stehen für die Vielfalt der Bewegung.

Diskussionen und Dissenz

Doch gleichzeitig gibt es auch viele Diskussionen und Dissenz in der Wikimedia-Bewegung. Es geht um die Beziehungen untereinander, Verantwortlichkeiten und die Herausforderungen, vor denen diese Bewegung bestehend aus Foundation, Chaptern, Freiwilligenkommittees und Communites steht. Diese Diskussionen werden jedoch selten offen ausgetragen und genau so selten sind alle Beteiligten miteinbezogen. Außerdem gibt es kein gemeinsames Verständnis davon, was die Chapter eigentlich erreichen sollten, können oder wollen. Es wurde nie vereinbart, welche Aufgaben und Ziele sie konkret haben, noch welche Unterstützung sie brauchen. Und auch nicht, wer diese Unterstützung leisten soll.

Wir von Wikimedia Deutschland wollten deswegen herausfinden, was eigentlich hinter diesen sagenumwobenen „Chaptern“ steckt. Uns war es wichtig, dass die Bewegung eine fundierte Grundlage hat, um ihre zukünftigen Pläne und Entscheidungen auf ein solides Fundament zu stellen. Aus diesem Grund begann im Frühjahr 2013 ein Projekt, um die Bedürfnisse, Ziele und Geschichten der Chapter und ihrer Anspruchsgruppen („Stakeholder“) zu erfahren. Um den offenen und kommunikativen Charakter des Projektes hervorzuheben, haben wir es „Chapters Dialogue“ genannt.

Wie aus 94 Interviews eine „Landkarte der Wikimedia-Welt“ wurde

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Wikimedia:Woche 22/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 22. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser sommerliche Newsletter im Vorfeld der großen Wikimania in London wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 23/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:
* https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia:Woche und unter
* https://blog.wikimedia.de/tag/wikimediawoche/

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

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Wikimedia:Woche 21/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 21. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser sommerliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

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Wikimedia:Woche 21/2014

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Neue Einsichten, neue Aussichten: Der Jahresplan der Wikimedia Foundation 2014/15

Neue Einsichten, neue Aussichten: die Wikimedia Foundation plant ihr nächstes Geschäftsjahr
(by Õväküvä, PD, via Wikimedia Commons)

Die Wikimedia Foundation hat ihren Jahresplan (PDF, 517 kb) für das kommende Geschäftsjahr 2014/15 veröffentlicht. Wie bereits im letzten Jahr möchten wir euch eine Zusammenfassung des Plans geben, denn er ist auch weiterhin eines der wichtigsten Dokumente, um die Arbeit und die Sicht der Stiftung zu verstehen. Da die Wikimedia Foundation die Betreiberin der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte ist, haben viele ihrer Ziele und Aktivitäten großen Einfluss auf die lokalen Wikimedia-Projekten. Ein Blick in die Vorhaben lohnt sich also durchaus, um die wichtigsten Veränderungen schon jetzt auf dem Radar zu haben und informiert an Diskussionen teilhaben zu können.

An der Ausarbeitung des neuen Jahresplans waren alle Teams und Abteilungen der Wikimedia Foundation beteiligt. Der Plan wurde von der scheidenden Geschäftsführerin Sue Gardner vorbereitet und von ihrer Nachfolgerin Lila Tretikov bestätigt.

Auffällig an dem neuen Plan sind bereits die Eingangsworte: Ist bisher von immer „free knowledge“ (Freies Wissen) die Rede gewesen, heißt es nun „free, uncensored knowledge“ (Freies, unzensiertes Wissen). Die Wikimedia Foundation ist sich offenbar der Gefahren für das freie Internet sehr bewusst. Sie positioniert sich gleichzeitig deutlich mit „our product is a set of websites“ (unser Produkt ist eine Reihe von Webseiten).

Starker Schwerpunkt auf Technik und Entwicklung

Diese Worte stehen auch sehr deutlich für den starken technologischen Schwerpunkt, der in den letzten Jahren immer weiter manifestiert wurde. Die Stiftung betreibt die fünftmeistbesuchte Webseite der Welt und möchte diese auch weiterhin schützen und modernisieren.

Dieser stetigen Modernisierung wird im Plan viel Raum eingeräumt. Gut 24,9 Millionen US-Dollar werden im neuen Geschäftsjahr im Bereich des „Product & Engineering“ ausgegeben; 3,9 Millionen US-Dollar mehr als im Vorjahr. Und die Foundation hat sich große Aufgaben vorgenommen, die diese Ausgaben rechtfertigen sollen.

Das bisherige Serverzentrum in Tampa (Florida) wird aufgegeben und ein neues wird neben dem bisherigen in Ashburn (Virginia) in Dallas (Texas) eröffnet. Wenn dies geschafft ist, stehen vor allem Verbesserung der Verschlüsselung, wie der vollständige Datenübertragung über HTTPS, und der Aufbau neuer Cache-Server an. Zusätzlich ist die Einführung der PHP-Softwareengine HHVM angedacht – Facebook nutzt diese beispielsweise schon.

Das „Product Team“ der Foundation, verantwortlich für zahlreiche Projekte, z.B. VisualEditor und Media Viewer
(by Fabrice Florin, CC-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Neben diesen infrastrukturellen Maßnahmen, möchte die Foundation vor allem dem Trend der mobilen Nutzung nicht hinterherhinken. Neben der deutlichen Verbesserung der mobilen Webseiten sowie den mobilen Apps (für Android bereits veröffentlicht, für iOS demnächst), werden alle Technikteams angehalten, mobile Geräte bei der Entwicklung stets direkt mitzudenken („Responsive Webdesign“). Um gleichzeitig mehr Leserinnen und Leser zum Editieren zu bewegen, sollen die drei Projekte der Foundation fortgeführt werden: der Abschluss des VisualEditors, die Vollendung des UploadWizards für Wikimedia Commons und die Einführung des neuen Diskussionssystems Flow. Gerade beim VisualEditor wünschen sich die Entwicklerinnen und Entwickler, dass sie die vier großen Communities (englisch-, deutsch-, niederländisch- und spanischsprachige Wikipedias) noch überzeugen können, den neuen Editor wieder standardmäßig einzuschalten.

Dass diese Projekte nicht überall auf ungeteilte Gegenliebe stoßen, ist den Verantwortlichen in San Francisco bewusst. So merken sie zum Beispiel an, dass die Wikimedia-Projekte immer komplizierter und verschlossener werden, während der Rest des Internets offener und partizipativer wird. Eine angedachte Lösung: die Communities besser und früher einbeziehen! Dabei soll unter anderem das neue „Community Engagement Team“ unter Leitung von Rachel diCerbo helfen.

Abseits der Technik

Abseits der technischen Abteilungen – vor allem im Evaluationsteam sowie in der Förder- und Rechtsabteilung – soll sich zunächst wenig ändern. Denn gerade beim Fördern und Auswerten sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus San Francisco weiterhin auf der Suche nach dem Heiligen Gral des Wikiversums: Was bedeutet Wirkung (“Impact”) für das Wikimedia-Movement, wie erzielen wir diese Wirkung und wie kann sie durch Förderung optimal unterstützt werden? Weiterlesen »

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Wikimedia:Woche 20/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 20. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser weltmeisterliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren. Allen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

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Wikimedia:Woche 20/2014

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Foundation und Organisationen

Keine Deaktivierung des Media Viewers

Etwa 60 Mitglieder der Community der englischsprachigen Wikipedia haben sich in einem RfC für die Deaktivierung des Media Viewers ausgesprochen. Erik Möller von der WMF hat die Umsetzung dieses Votums overruled und dem betreffenden Administrator im Fall einer Wiederholung mit der Deadministrierung gedroht. Später hat er sich für diese Drohung entschuldigt. Derweil hatten etwa 16.000 Wikipedianer den Media Viewer bereits über die BetaFeatures noch vor dessen offizieller Veröffentlichung aktiviert.

Neue Mitglieder des FDC

Da vier Mitglieder des Funds Dissemination Committee (FDC) regulär ausscheiden, hat das Board of Trustees der Wikimedia Foundation hat vier neue Mitglieder für den Spendenverteilungausschuss bestimmt. Es sind Anne Clin (Kanada), Dumisani Ndubane (Südafrika), Matanya Moses (Israel) und Osmar Valdebenito (Chile).

Projekte und Initiativen

Wikidata-Einführungstouren

Helen Albert, Praktikantin bei der Wikimedia Foundation für Wikidata, hat zwei Einführungstouren (Tutorials) für Wikidata erstellt, jeweils eine für Objekte und eine für Aussagen. Bisher sind diese jedoch nur auf Englisch verfügbar.

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Wikimedia:Woche 19/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 19. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Heute aus dem Backstage-Bereich des ABC-Salons für Freies Wissen geschrieben und deswegen leicht verspätet. Dieser spielfreie Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

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Wikimedia:Woche 19/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Wikimedia CH sucht Projektideen

Für das nächste Jahr sucht das schweizer Wikimedia-Chapter Ideen aus der Community. Bis zum 17. August gibt es die Möglichkeit, unverbindlich Ideen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chapters zu schicken.

Wikimedia Israel erhält „Roaring Lion“ 2014

Das israelische Chapter hat für seine letztjährige Kampagne den „Roaring Lion“-Award 2014 gewonnen. Im Zuge dieser Kampagne stiegen die Besuchszahlen der he-Wikipedia um 12 Prozent und die Artikelneuanlagen ebenfalls um 12 Prozent.

WMF schließt sich Fair Deal Coalition an

Die WMF schließt sich der Fair Deal Coalition an und unterschreibt dabei zwei Offene Briefe der Electronic Frontier Foundation. Dabei geht es darum Schutzfristverlängerungen und die Ausweitung der Haftbarkeit von Internetdienstleistern durch internationale Handelsabkommen (hier TPP) zu stoppen.

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MdEPs adoptieren, Vorschläge artikulieren: Die Zeichen stehen auf EU-Urheberrechtsreform

Dimitar Dimitrov ist seit Juli 2013 lokaler Ansprechpartner für die Wikimedia-Aktivitäten in Brüssel. Im Vereinsblog berichtet er in loser Folge von seinen Erfahrungen vor Ort.

Logo: Dimi z, Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication

Brüssel ähnelt seit der Europawahl einem riesigen Umsteigebahnhof. Neuankömmlinge hetzen zum Ausgang, Passagiere suchen nach ihrem Anschlusszug, routinierte Vielfahrer suchen zielsicher ihre Plätze in der ersten Klasse. Nur sind es hier keine Pendler, sondern Volksvertreter aus 28 Ländern, die ein funktionierendes Parlament bilden müssen – trotz ihrer riesigen Vielfalt und enormen inhaltlichen Dissonanzen.

Nachdem die Gruppenstärke der politischen Familien nach vielen Hinterzimmergesprächen, Lockangeboten und Kompromissen klar geworden ist, wurden nun auch die Ausschüsse aufgeteilt. Ein wichtiges Merkmal des neuen Parlaments werden die neuen Mehrheitskoalitionen sein. Waren in der letzten Legislaturperiode Mehrheiten mit Sozialdemokraten, Grünen und Linken oder auf der anderen Seite mit Liberalen und Christdemokraten möglich, so müsste es nun – aufgrund der zahlenmäßig erstarkten nationalistischen und euroskeptischen Gruppen – entweder eine Große oder eine Viererkoalition (z.B.: aus Sozialdemokraten, Grünen, Liberalen und Linken) sein. Dies verlängert Entscheidungswege und macht die Kompromissfindung noch komplexer.

À la bonne heure: Urheberrecht ist Nummer 1

Unser Blick lenkt sich auf die künftige Zusammenstellung der Kommission, die im Herbst ihre Arbeit aufnimmt und das alleinige Initiativrecht für Gesetzesvorhaben innehat. Ihr designierter Chef Jean-Claude Juncker hat soeben seine Prioritätenliste veröffentlicht. Auf Punkt 1 steht ein einheitlicheres Urheberrecht. Zwar wurde in Brüssel allgemein erwartet, dass Urheberrecht eine der großen Reformanstrengungen der kommenden Kommission sein wird. Dass es aber gleich an der Spitze des Wunschkatalogs des Präsidenten landet, ist gleichwohl überraschend und lässt wieder Hoffnung wachsen, nachdem in letzter Zeit wieder mal eher bescheidene Signale zum Thema geleakt wurden.

Achtung: Die Neuen kommen!

Die erste große Aufgabe eines neugewählten Europäischen Parlaments ist es, thematische Ausschüsse zu formen und zu besetzen. Dessen Anzahl und Arbeitsgebiete bleiben in der neuen Legislaturperiode im Gegensatz zu nationalen Parlamenten erstaunlich konstant. Diese Woche finden konstituierende Sitzungen statt und Vorsitzende werden gewählt. Die relevantesten Ausschüsse für uns als Gruppe, die sich einer Urheberrechtsreform verschrieben hat, sind “Binnenmarkt und Verbraucherschutz” (IMCO) und der Rechtsausschuss (JURI).

Anhörungen: Endlich ein Medienspektakel

Zur zweiten großen Aufgabe des europäischen Parlaments gehört es, die neue Kommission zu bestätigen. Nach dem Präsidenten der Kommission müssen nochmals alle vorgeschlagenen Kommissare befragt und bestätigt werden. Dies geschieht im September bzw. Oktober und ist ein – für Brüsseler Parlamentsstandards – sehr medienwirksamer Prozess. Solche Anhörungen beinhalten wichtige Absichtserklärungen der neuen Ressortchefs und eignen sich hervorragend dazu, die Prioritäten und die Ausrichtung der nächsten fünf Jahre abzuklopfen und sogar mitzugestalten. Kontakte zu den Mitgliedern der JURI- und IMCO- Ausschüsse geben zu diesem Zeitpunkt die Gelegenheit, für uns relevante Fragen in diese Anhörungen einzubringen.

Die Kommission steht von allen Seiten unter dem Druck, durch Informationstechnologien enstandene Schieflagen im Urheberrecht zu begradigen. “Die Schäden, die das Internet dem Urheberrecht zuführt, müssen zumindest wirtschaftlich ausgeglichen werden.” – So lässt sich in etwa die gängige Meinung der Film- und Verlagswirtschaft resümieren. Auf der anderen Seite befinden sich eher nutzerorientierte Akteure, die darauf pochen, dass die systematischen Probleme, die das geltende Urheberrecht im Internet mit sich bringt, gelöst werden müssen. Und zwar durch eine Lockerung und Flexibilisierung, nicht durch striktere Regeln und härtere Durchsetzung.

Wikimedia will mitwieseln! Wer macht mit?

Die Free Knowledge Advocacy Group EU gehört zu jenen zivilgesellschaftlichen Gruppen, die der Kommission ihre Wünsche und Bedenken zu Gehör bringen möchten. Ziel unseres aus 11 europäischen Wikimedia-Chaptern und thematischen Organisationen bestehenden Netzwerks ist es, durch gezieltes Monitoring von Entscheidungsprozessen, der Veröffentlichung von Stellungnahmen und der Präsenz bei Hearings und wichtigen Veranstaltungen unsere urheberrechtspolitischen Anliegen auf die Tagesordnung der Entscheidungsträger auf EU-Ebene zu bringen.

Um unsere Anliegen auf die Tagesordnung zu setzen, dürfen wir nicht nur zentral arbeiten. Wir müssen unser gesamtes Netzwerk bemühen, um Beziehungen zu entscheidenden Akteuren zu stiften und zu pflegen. Ein erster Schritt wird dabei sein, mit den Mitgliedern der wichtigen Ausschüsse für Binnenmarkt und Verbraucherschutz sowie Recht in Kontakt zu treten, ihnen zur Nominierung zu gratulieren und sie über unsere Probleme und Wünsche zu informieren. Diese Charme-Offensive sollte am allerbesten von vielen Wikimedianern getragen werden, die von mir aus Brüssel mit den nötigen Informationen und Argumenten versorgt werden. Wer macht mit? Werde ein WEASEL! - Wikimedia European Action System for Enthusiastic Lobbying. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen – z.B. an der Strategieplanung bei Meetings, beim Projekt “Adopt a MEP” oder als Ideengeber für Initiativen. Wer über die uns betreffenden Vorgänge in Brüssel ständig informiert sein möchte, findet auf Meta ein Archiv der monatlichen Monitoring-Reports, das fortlaufend aktualisiert wird.

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Wikimedia:Woche 18/2014

Herzlichen Glückwunsch zur 18. Ausgabe der Wikimedia:Woche im Jahr 2014. Dieser sportliche Newsletter wird gemeinschaftlich von Projektaktiven und Wikimedia Deutschland erstellt, serviert in kleinen Häppchen Aktuelles und Brisantes aus der internationalen Wikimedia-Welt und möchte zum Weiterlesen anregen.

Die Woche entsteht in einem offenen Redaktionsprozess: Wenn du über die internationalen Kanäle auf Links oder Storys stößt, die für die lokale Arbeit der deutschsprachigen Community von Relevanz sein können, hinterlasse einen Hinweis in der nächsten Woche! Du kannst entweder selber einen Teaser-Text vorbereiten, oder einfach nur einen Link setzen, den wir dann vor Versand mit einer Zusammenfassung dekorieren.

Wenn du Wünsche zur Woche im Allgemeinen oder Anregungen zur Abdeckung spezieller Themen hast, melde dich gerne in den Kommentaren.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Seit 1. Juli ist Cornelius Kibelka wieder als Werkstudent in der Stabsstelle Internationales tätig. Cornelius hat unter anderem essentiell an der Erstellung der Wikimedia:Woche mitgewirkt. Ihm und den vielen anderen Mitwirkenden gilt hier wie gewohnt besonderer Dank.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Wikimedia:Woche 18/2014

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Protokoll der Mitgliederversammlung von WMDE

Wikimedia Deutschland hat das Protokoll zur Mitgliederversammlung am 24. Mai veröffentlicht.

Protokoll der Mitgliederversammlung von WMAT

WMAT hat das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 14. April veröffentlicht.

AffCom stimmt für Chapteranerkennung von Wikimedia Belgien

Ein Beschluss des Board of Trustees besagt, dass Nutzergruppen erst nach zweijährigem Bestehen als Chapter anerkannt werden können. Einzelfallprüfungen für angehende Chapter, die bereits seit längerem mit AffCom und/oder Board in Kontakt stehen, sind dennoch möglich. Diese Ausnahmeregelung stellt nun das Affiliations Committee auf die Probe und hat sich für die Anerkennung von Wikimedia Belgien als Chapter ausgesprochen. Die belgischen Freiwilligen argumentieren vor allem, dass sie als Nutzergruppe nicht ernst genommen werden und nur als anerkanntes Chapter ihre Projekte durchführen könnten.

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