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Archiv für die ‘Monatsberichte’ Kategorie



Monatsbericht April 2012

Politik und Gesellschaft

Wikipedian in Residence

Ein Wikipedian in Residence ist ein ehrenamtlicher Wikipedia-Aktiver, der für einen bestimmten Zeitraum an kulturellen Einrichtungen als Schnittstelle zwischen den Häusern und der freien Enzyklopädie tätig ist. Im April wurde eine Zusammenarbeit der Stiftung Stadtmuseum Berlin und Wikimedia Deutschland unter Dach und Fach gebracht, die einen Wikipedian in Residence bei der Stiftung einsetzen soll. Das Stellenprofil für die Aufgabe findet sich hier. Den Anknüpfungspunkt für die Arbeit des Wikipedian in Residence bietet die aktuelle Ausstellung der Sitftung, BERLINmacher. Hintergrundinformationen sind in einem bereits veröffentlichten Blogbericht nachzulesen.

Kulturpartnerschaften

Seit April ist Barbara Fischer Teil des Teams der Wikimedia-Geschäftsstelle. Als Kuratorin für Kulturpartnerschaften hat sie die Aufgabe, die deutschsprachige GLAM-Community zu unterstützen und unter anderem die Vorbereitungen für den internationalen Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments 2012 mitzugestalten. Eine persönliche Vorstellung gibt es hier. Das Organisationsteam von Wiki Loves Monuments traf Barbara bereits bei einem Kennenlern-Workshop im Anschluss an Wikimedia Deutschlands Mitgliederversammlung in Berlin.

Bildung und Wissen

Hochschulprogramm

Alle Dozenten des im März gestarteten Hochschulprogramms wurden im April geschult. Die eigentliche Arbeit mit Wikipedia beginnt in den Kursen des neuen Semesters. Wer nachverfolgen möchte, welche Artikel in den Veranstaltungen der sechs Hochschulen dieser Pilotphase bearbeitet werden, kann das direkt über die Wikipedia-Seite des Programms tun. Fragen rund um das Thema beantwortet das Team von Bildung und Wissen gerne unter campus@wikimedia.de.

Wikipedia macht Schule

Elly Köpf nahm im April an einer Rostocker Tagung für Lehrer aus dem IT-Bereich teil. Unerwartet, aber sehr willkommen, waren zahlreiche Nachfragen der Lehrer zum Projekt Wikidata. Die Haupterkenntnis bezüglich Wikipedia: Lehrmaterial zur freien Enzyklopädie wird dringend gesucht. Abhilfe wird das Buch Wikipedia in der Schule – Arbeitsmaterialien für Lehrer schaffen, das kollaborativ auf Wikibooks entsteht. Wer noch beitragen möchte, ist hier mehr als willkommen!

Silberwissen

Im Rahmen des Projekts Silberwissen fanden im April fünf Workshops statt, darunter eine zweitägige Folgeveranstaltung mit der Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte im Kommunikationsmuseum in Berlin. Einen Rückblick gibt es im Wikimedia-Forum.

Zur Zeit erhält das Team Bildung und Wissen zahlreiche Anfragen nach Workshops, die das Bearbeiten von Wikipedia betreffen. Das ist großartig! Wer sich dafür interessiert, aber sich weder dem Hochschulprogramm, Silberwissen oder dem Schulprogramm zuordnen kann, ist beim Bereich Bildung und Wissen selbstverständlich genauso richtig. Eine E-Mail an bildung@wikimedia.de genügt.

Freiwilligenförderung / Community-Beziehungen

Wikimedia Conference 2012

Vom 30. März bis 1. April organisierte Wikimedia Deutschland in Berlin die jährliche Konferenz für Vertreter der mittlerweile 40 Wikimedia-Länderorganisationen. Im April erfolgte die organisatorische Nachbereitung. Ein inhaltlicher Rückblick ist hier zu finden.

Mitgliederversammlung und mehr

Am  21. April 2012 fand in Berlin die zehnte Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Die Geschäftsstelle  organisierte nicht nur die Veranstaltung selbst, sondern auch verschiedene Angebote rund um den Termin. Dazu gehörte ein Tag der Offenen Tür in den neuen Büroräumlichkeiten des Vereins, am Freitag vor der Mitgliederversammlung. Viele Neugierige nutzten das Angebot und kamen ab 16 Uhr in die Obentrautstraße 72, um sich über die Arbeit der Geschäftsstelle zu informieren. Besonders erfreuliches Fazit: Es kamen nicht nur einige neue Gesichter, es wurden auch gezielt Mitarbeiter der einzelnen Bereich zu inhaltlichen Fragen angesprochen.

Am Sonntag nach der Mitgliederversammlung gab es Gelegenheit, mit deutschsprachigen Mitgliedern und Kandidaten für den Stiftungsrat der Wikimedia Foundation zu diskutieren. Außerdem bot das Wikidata-Team einen Workshop an und das internationale Organisationsteam von Wiki Loves Monuments 2012 traf sich ebenfalls.

Community-Projektbudget

Bei der im April abgehaltenen Wahl von Mitgliedern für den Ausschuss des Community-Projektbudgets unterstützte Wikimedia Deutschland organisatorisch. Die Wahl selbst wurde durch die Community durchgeführt und kann hier nachgelesen werden.

Forschung und Entwicklung

RENDER

Nachdem im März eine Reihe von Analysewerkzeugen im RENDER-Projekt veröffentlicht wurden (Toolkit), konnten im April Fein- und Nacharbeiten vorgenommen werden. Der Zweck des Toolkits ist es, die Vielfalt von Informationen in Wikipedia auswertbar zu machen. Um den Dialog mit Testnutzern einfacher zu machen, wurde eine Neuerung eingeführt: Künftig kann über ein Kontaktformular Feedback direkt aus dem Toolkit heraus an das RENDER-Team geschickt werden. Anregungen und Kritik sind überaus willkommen! Meinungen per E-Mail sind natürlich ebenfalls gerne gesehen, am besten unter render@wikimedia.de.

Das RENDER-Team ist außerdem auf der Suche nach einem Web-Entwickler und einem Software-Entwickler. Gerne weitersagen oder selbst bewerben!

Wikidata

Pünktlich zum Monatsbeginn konnte das frisch zusammengestellte Wikidata-Team seine Arbeit in den neuen Räumen der Geschäftsstelle aufnehmen. In den ersten vier Wochen der Entwicklung wurde unter anderem an der Fertigstellung eines Demosystems für Wikidata gearbeitet. In Kürze ist es einsatzbereit. Für Fragen rund um das Projekt steht das Team jederzeit gerne bereit. Im April wurden bereits zwei gut besuchte Chat-Sprechstunden angeboten, eine in Deutsch, die andere in Englisch. Die Protokolle zum Nachlesen gibt es hier, wo auch die jeweils kommenden Termine angekündigt werden. Ein schneller Weg für Fragen und Antworten ist auch die Mailingliste von Wikidata, die allen Interessierten offen steht.

Presse- / Öffentlichkeitsarbeit

Presseberichte

Im April konnten viele Pressebeiträge über das Wikidata-Projekt generiert werden, darunter unter anderem ein Tagesschau-Beitrag, der im Rahmen der Wikimedia Conference entstand. Eine Auswahl verschiedener Berichte findet sich im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland.

Wikimedium

Die erste Ausgabe 2012 unserer kostenlosen Vereinszeitung Wikimedium erschien ebenfalls im April. Struktur und Layout der Zeitung wurden überarbeitet, Näheres im entsprechenden Blogposting zur “Frühjahrskur”. Die Auflage der Wikimedium wurde mit der neuen Ausgabe von 5.000 auf 7.500 Stück erhöht. Allein über das kostenfreie Abonnement werden davon 3.000 Stück versendet. Wer mit einem eigenen Beitrag in der nächsten Wikimedium erscheinen möchte (Juni 2012), findet alle nötigen Informationen auf der gemeinsamen Redaktionsseite in der Wikipedia. Wir freuen uns über Mitschreiber!

Informationsmaterial

Der Umzug in die neue Geschäftsstelle und die Vorbereitungen zur re:publica 2012 waren wichtige Anlässe, um das gut nachgefragte Informationsmaterial des Vereins aufzustocken. Neben umfangreichen Nachbestellungen wurden auch eigens zweisprachige Flyer für Wikidata produziert sowie ein Flyer über die Grundprinzipien Freier Lizenzen. Einen Überblick über alle diese Produktionen bietet die Wikimedia-Webseite. In der Vorbereitung auf die re:publica selbst wurde ein Programm für den Stand von Wikimedia Deutschland erarbeitet. Zur Pressearbeit gehörte die Kontaktaufnahme mit Journalisten und die Organisation für Pressegespräche vor Ort. Alle Informationen zur Veranstaltung hier.

Fundraising

Im April konnten die noch ausstehenden Zuwendungsbescheinigungen für Spenden von Vereinsmitgliedern von Wikimedia Deutschland verschickt werden. Zusätzlich zogen die Daten aller rund 1.600 Mitglieder in die neue zentrale Datenbank des Vereins um. Die Daten aller anderen Spender des Vereins lagen bereits dort, so dass nun die Angaben aller Unterstützer an einer Stelle gesammelt gepflegt werden können.

Mit dem Abschluss des diesjährigen Versands an die Spender der letzten Kampagne gibt es eine besondere Entwicklung zu feiern: Die Aktion hat zu einem Rücklauf von mehr als 700 neuen Mitgliedsanträgen geführt. Das sind fast 50 Prozent Zuwachs für Wikimedia Deutschland.

Ebenfalls im April berichtete Till Mletzko auf dem Deutschen Fundraising Kongress über Wikimedia Deutschlands erfolgreiche Online-Spendenkampagne. Ein Erlebnisbericht folgt in Kürze, hier die Präsentation. Zentrales Anliegen auf der Veranstaltung war es, sich insbesondere über Storytelling als Mittel für erfolgreiches Fundraising zu informieren. Im Bezug auf die alljährliche Wikimedia-Kampagne bedeutet das, Menschen zu porträtieren, denen Wikipedia wichtig ist. So werden in Zukunft Mitarbeiter der Wikimedia-Geschäftsstelle interviewt, das Team Fundraising möchte aber insbesondere die Geschichten der ehrenamtlichen Autoren erzählen. Till Mletzko gibt Interessierten gerne detaillierte Auskunft, zum Beispiel unter till.mletzko@wikimedia.de.

Organisationsentwicklung

Zum Monatsbeginn April bezog die Wikimedia-Geschäftsstelle wie geplant neue Räumlichkeiten in der Obentrautstraße 72, 10963 Berlin. Der Umzug verlief reibungslos und das Konzept, Platz für gemeinsames Arbeiten zu schaffen, wurde bereits dankbar genutzt: Die Open Knowledge Foundation nutzte Bürofläche und der Tag der Offenen Tür am 20. April brachte viele neue Gesichter in die Geschäftsstelle.

 

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Monatsbericht Februar 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

ACTA und die Folgen

Die bundesweiten Demonstrationen am 11. Februar haben das internationale Anti-Piraterieabkommen ACTA endgültig ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Es zeigte sich, dass insbesondere die Geheimverhandlungen und die konsequente Ausklammerung einer Verbraucherschutzperspektive viele Menschen vor den Kopf stoßen. Wie bereits im Blog berichtet, beteiligten auch wir uns mit einem Redebeitrag an der zentralen Kundgebung in Berlin. In einem weiteren Statement für die Online-Präsenz der Tagesschau kritisierten wir an ACTA vor allem den damit verbundenen Chilling Effect: “Wir sorgen uns um die sozialen und kulturellen Folgen von Eingriffen auf dem kurzen Dienstweg. Denn Gesetze haben Strahlkraft, sie beeinflussen das Handeln von Nutzern nicht erst dann, wenn im eigenen Briefkasten die erste Abmahnung liegt.”

Angesichts der breiten öffentlichen Diskussion hat die EU-Kommission den Vertragstext dem Europäische Gerichtshof (EuGH) zur Begutachtung vorgelegt. Da dieses Verfahren – das erste seiner Art nach dem Lissabon-Vertrag – möglicherweise dauern kann, ist der ursprünglich avisierte Fahrplan für die Ratifizierung damit hinfällig. Eine interessante Pointe könnte nach Ansicht von Beobachtern darin liegen, dass ein Begriff wie “Freiheit des Internets” durch den EuGH erstmals in seinem Gehalt und seiner Reichweite definiert werden müsste, um überhaupt einen Maßstab für die mögliche Einschränkung von Grundrechten durch ACTA abgeben zu können.

Gebührengelder und Nutzungsfreiheiten

Der Gesprächskreis zu urheberrechtlichen Themen im Rahmen des Berliner Co:llaboratory stellte seine Sitzung am 21. Februar ganz unter das Thema “Die Unternutzung öffentlich finanzierter Werke”. Diese wird vor allem deshalb als Problem empfunden, weil sie den selbstgewählten Anspruch, im 21. Jahrhundert endlich “Wissensgesellschaft” bzw. “Bildungsrepublik” zu sein, systematisch untergräbt. Wie Jan Engelmann in einem kurzen Inputreferat ausführte, hat sie häufig etwas mit Nichtwissen (über das Vorhandensein, den urheberrechtlichen Status von Werken), Nichtkönnen (mangelnde Ressourcen zur Erfassung und ggfs. Freigabe) oder auch Nichtwollen (aus Trägheit oder institutionellem Egoismus) zu tun.

There is something in the air: DLR gibt Bilder unter Creative Commons-Lizenz heraus

Nicht immer sind Inhaltebefreiungsmaßnahmen so atemberaubend schnell wie bei den israelischen Streitkräften im letzten Jahr. Ende Feburar hat die Kommunikationsabteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bekanntgegeben, dass sie nach Rücksprache mit dem Justiziariat wo immer möglich Creative-Commons-Lizenzen (solche, die für die Nutzung in Wikipedia geeignet sind) verwenden werden. Dies ist vor allem immer dann möglich, wenn das DLR alleinige Nutzungsrechte an Bildmaterial hält. Zwischen der ersten Anfrage von Wikimedia Deutschland und dieser Bekanntgabe liegen fast 2 ½ Jahre. Blogbeitrag und Pressemitteilung dazu von uns hier.

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die redaktionellen Inhalte wurde festgelegt und die Artikel liegen bereits größtenteils vor. Die neue Projektseite  in der Wikipedia hat zwar noch nicht die erhoffte Aufmerksamkeit, dennoch haben sich einige Autoren gemeldet und Ideen für Beiträge eingestellt.  Erscheinungstermin ist Mitte / Ende März.

Tätigkeitsbericht 2011

Im April wird unser Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 veröffentlicht. In den letzten Wochen wurde die 40-seitige Broschüre konzipiert, redaktionell mit Texten und Daten vorbereitet und abgestimmt. Wie die Tätigkeitsberichte der letzten Jahre wird auch der aktuelle Bericht als Druckausgabe und online zur Verfügung stehen. Eine englische Zusammenfassung ist ebenfalls geplant. Eine Übersicht der Berichte 2004-2010 gibt es auf der WMDE-Webseite.

Wikipedia-Buch

Am 16. März, 18.00 Uhr, wird eine Lesung aus dem Buch “Alles über Wikipedia” im Rahmen der Leipziger Buchmesse in der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) stattfinden. Zugesagt haben die Autoren Schlesinger, MarcusCyron, WiseWoman, Daniel Mietchen und Poetrist Kheshrau. Anfragen bezüglich weiterer Lesungen, Buchexemplare etc. bitte per E-Mail an Catrin Schoneville.

BILDUNG UND WISSEN

Der Monat Februar war im Bereich Bildung und Wissen sehr ereignisreich: nicht nur personell (durch den Teamzuwachs) sondern auch inhaltlich.

Hochschulprogramm

Das Hochschulprogramm geht im Sommersemester mit sechs Veranstaltungen an fünf Hochschulen (München, Marburg, Stuttgart, Potsdam, Halle-Wittenberg) an den Start. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Geschichtswissenschaft, von der Archäologie bis hin zur Sportgeschichte. In der kommenden Zeit werden die universitären Lehrkräfte von den Referenten, erfahrenen Wikipedia-Autoren, soweit geschult, dass sie ihre Studenten in der Artikelarbeit unterweisen können.

Schulprojekt

Wikipedia macht Schule” konnte den Fokus auf Lehrerschulungen in diesem Monat mit 5 Lehrerschulungen fortführen. Neben den Workshops wird nun damit begonnen, Pilotprojekte zu konzipieren, die Aufschluss über die Umsetzbarkeit der inhaltlichen Arbeit im Unterricht für Lehrer geben sollen.

Silberwissen

Im Programm Silberwissen wurden Einführungsvorträge in der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin und am Sitz der Gesellschaft für Erdkunde ebenfalls in Berlin gehalten. Während beider Veranstaltungen gab es lebhafte Diskussionen. Am 26. Februar beteiligte sich Elvira Schmidt gemeinsam mit den Chronisten aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark an der Geschichtsbörse in Potsdam. Während des landesweiten Treffens von Geschichts- und Heimatvereinen konnten Interessenten für die nächsten Workshops in Berlin und im Land Brandenburg gewonnen werden. Anfragen zu Vorträgen und Workshops über  die Mitarbeit bei Wikipedia kamen von Seniorenuniversitäten bzw. anderen Seniorenbildungsträgern. Insbesondere aus dem Raum Stuttgart gab es mehrfache Nachfragen. Hier sind die ersten Termine vereinbart. Festlegungen der ersten Termine gibt es auch mit der Initiative „Erfahrung-Teilen“ in Hannover. Erarbeitet und abgeschickt wurden außerdem die Berichte zum Stand des EU-Projekts TAO.

Wir freuen uns darüber, bei dem Referententreffen der Bildungsprogramme vom 2.-4.März drei neue Bewerber für das Referentennetzwerk begrüßen zu dürfen. Bei diesem Treffen werden wir erstmals programmübergreifend zusammenarbeiten, Synergien ermöglichen. Damit spiegelt sich auch hier die inhaltliche Weiterentwicklung des Bereiches wider.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Die AdminCon 2012

“Admin werden ist nicht schwer, Admin sein dagegen sehr” – dieser Vortrag von Alice Wigand bei der WikiCon 2011 in Nürnberg ist nicht ohne Folgen geblieben. Aus ihm entstand die Idee eines Treffens der Wikipedia-Administratoren, organisiert durch die Community und unterstützt von Wikimedia Deutschland und Österreich in Form der “AdminCon”. Am 1-3. Juni 2012 findet in der Tagungsstätte Kloster St. Gertrudis in Hadersleben im Harz ein Wochenendworkshop statt, der sich mit Rolle, Selbstverständnis und Aufgaben von Administratoren in der deutschsprachigen Wikipedia auseinandersetzt. Eingeladen sind Admins wie Nicht-Admins, die am Thema interessiert sind. Alle Details zu Planung, Programm und Anmeldung finden sich auf den Projektseiten in der Wikipedia.

Zedler-Preis 2012

Die Jury für den Zedler-Preis steht nun fest. Nach der Wahl der Jurymitglieder aus Wikipedianern haben wir im Februar viele externe Fachleute angesprochen und für die Jury gewinnen können. Eine ausführliche Vorstellung der Jurorinnen und Juroren findet sich im Blog. Nun hat die Jury bis Mitte April Zeit, die Vorschläge zu sichten und dann Nominierte und Gewinner zu bestimmen. Ansprechpartnerin rund um den Zedler-Preis ist Nicole Ebber.

Wiki Loves Monuments 2012

Die Vorbereitungen zu Wiki Loves Monuments 2012 laufen auf Hochtouren, in Deutschland wie auch weltweit. Für den deutschen Teil des Bilderwettbewerbs hat [[Benutzer:Brücke-Osteuropa]] ein Kick-off-Seminar organisiert, das unterstützt von Wikimedia Deutschland am 30.-31. März in Dresden stattfinden wird. Wikimedia hat ein Zimmerkontingent für auswärtige Teilnehmer reserviert. Reisekosten werden auf dem üblichen Weg erstattet. Ansprechpartner ist Johannes Rohr.

WikiWomenCamp 2012

Wikimedia Deutschland plant die Vergabe von Stipendien für das WikiWomenCamp in Buenos Aires, Argentinien (23. – 25. Mai). Das Camp möchte Frauen der internationalen Wikimedia-Bewegung ein internationales Forum bieten, um Themen rund um die Gender Gap-Diskussion. Der Februar war geprägt durch den Austausch mit den Organisatorinnen zu Themen wie Kostenschätzung, Logistik und Auswahlprozedere. Mehr Infos zu dem Verfahren der Stipendienvergabe werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Bei Fragen, Anregungen und Ideen wendet euch bitte an Julia Kloppenburg.

Community-Projektbudget 2. Runde

Die Ergebnisse der zweiten Förderrunde des Community-Projektbudgets wurden im Februar veröffentlicht. Aus 62 Ideen wurden 30 eingereichte Anträge. Aus diesen wurden vom Community-Projektbudget-Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung sechs Projekte mit einem Gesamtbudget von 123.420 Euro zur Förderung ausgewählt. Sebastian Sooth aus der Geschäftsstelle unterstützt die Arbeit des Ausschusses und hat alle Antragsteller informiert.

Toolserver

Im Amsterdamer Rechenzentrum des Toolservers haben die Toolserver-Admins Daniel Baur und Marlen Caemmerer im Februar weitere notwendige Wartungsarbeiten direkt vor Ort durchgeführt und die restliche Hardware zur Speicherplatzerweiterung eingebaut. Unterstützt bei der Organisation der Arbeiten wird das Toolserver-Team von Sebastian Sooth.

Community Space

Die Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern für die Räumlichkeiten des CommunitySpace und der WMDE-Geschäftsstelle in Berlin gingen auch im Februar weiter. Sebastian Sooth freut sich über Interessenten, die Lust haben, diese Räumlichkeiten mitzugestalten und zu unterstützen – ob in Berlin oder in anderen Orten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER arbeiteten wir im Februar an der Fertigstellung eines Toolkits, das verschiedene Wikipedia-Analysewerkzeuge in gebündelter Weise darstellt. Diese Werkzeuge werden im Rahmen des Projekts von uns bzw. unseren Projektpartnern erstellt. Mit diesem zentralen Zugriffsort wollen wir interessierte Nutzer einladen die aktuellen und zukünftigen Werkzeuge auszuprobieren, zu testen und zu kommentieren. Die Veröffentlichung auf dem Toolserver wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Außerdem arbeiteten wir, gemeinsam mit Projekt-Kollegen vom Karlsruher Institute für Technologie (KIT) und dem Inštitut Jožef Stefan (JSI),  an einer Einreichung für die WebScience 2012. In dieser stellen wir das Toolkit und seine Funktionalitäten näher vor.

Weitere Fragen und Anregungen gerne an Angelika Adam oder an render@wikimedia.de.

Wikipedia Academy 2012

Mitte Februar fand der zweite Vorbereitungsworkshop für die Wikipedia Academy statt. Das Organisationskomitee hat dabei – gemeinsam mit Nicole, Angelika und Denis – erste Ideen für Programmpunkte und Formate gesammelt, potenzielle Referenten identifiziert und weitere logistische und inhaltliche Rahmenbedingungen besprochen. Das akademische Programmkomitee ist nun ebenfalls vollständig: Wir konnten 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Reviewprozess der eingereichten Vorträge gewinnen. Der ‘Call for Papers’ läuft noch bis Ende März und wir freuen uns auf rege Beteiligung! Zur Zeit überarbeiten wir die Webseite und lassen ein Logo entwerfen. Alle Fragen und Anregungen gerne an Nicole Ebber oder academy@wikimedia.de.

VEREINSENTWICKLUNG

Wikimedia Conference 2012

Nicole Ebber war im Februar hauptsächlich mit der Vorbereitung der Wikimedia Conference beschäftigt. Zur Unterstützung bei allen logistischen Aufgaben konnten wir Danny B. (Benutzername) von Wikimedia Tschechien gewinnen. Harel Cain (Wikimedia Israel) kümmert sich derweil darum, dass alle eingeladenen Chapter je zwei Repräsentanten nach Berlin senden und stellt das Programm zusammen. Neben Flugbuchungen, Zimmerreservierungen, Catering und Technikanfragen gilt es vor allem auch, die vielen Anfragen und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beantworten. Alle Fragen und Ideen zur Wikimedia Conference nimmt Nicole unter conference@wikimedia.de entgegen.

Mitgliedschaft

Im Laufe des Februars hat Wikimedia 56 neue Mitglieder aufgenommen, davon 30 aktive und 26 Fördermitglieder. Damit hat Wikimedia Deutschland 1328 Mitglieder, davon 371 Förder- und und 957 aktive Mitglieder. Fünf Mitglieder haben im Februar ihren Austritt erklärt. In der Nachfolge des Fundraisers 2012 ist bei Wikimedia zudem eine große Zahl an Aufnahmeanträgen eingegangen, die derzeit abgearbeitet werden. Die Umstellung der Mitgliederverwaltung auf ein neues, effizienteres System ist derzeit in Vorbereitung.

FUNDRAISING

Die Herbstkampagne liegt zwar schon eine gefühlte Ewigkeit zurück, für das Fundraising ist sie jedoch noch sehr präsent. Denn im Februar bereiteten wir wie immer den Versand der Zuwendungsbescheinigungen vor. Nicht nur während der Kampagne gab es Rekorde zu vermelden: Wir gehen von rund 70.000 Empfängern aus, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr! Erst wenn der Versand Anfang März abgeschlossen ist, ist auch für uns die Kampagne 2011/12 vorbei. Dazu haben wir in den letzten Wochen sämtliche Daten aufbereitet und Testgruppen konzipiert. Wie letztes Jahr wollen mit den Spenden-Quittungen viele neue Mitglieder gewinnen.

Desweiteren hält uns die internationale Diskussion rund um das  Fundraising auf Trab. Nach der Erarbeitung unseres Positionspapiers “Wikimedia’s culture of sharing” Ende Januar haben wir für das Finance Meeting in Paris Mitte Februar Argumente und Fakten zusammengetragen, um unsere Position auf diesem so wichtigen Treffen zu verdeutlichen. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass lokales Fundraising effektiver und den Bedürfnissen der Spender am ehesten entsprechen kann.

Da die beiden Aufgabenbereiche sehr zeitintensiv waren, verzögert sich leider der umfassende Abschlussreport der Kampagne. Dieser wird in Kürze nachgereicht. Als Vorgeschmack können wir an dieser Stelle den Report von Wikimedia Frankreich empfehlen.

 

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Interessante Termine im März

* 16. März, Leipzig: ‘Leipzig liest‘, Autoren lesen aus dem Buch ‘Alles über Wikipedia’

* 16.-18. März, Nürnberg: 10. Fotoworkshop

* 30.-31. März, Dresden: Kick-off-Meeting Wiki Loves Monuments Deutschland 2012

* 29.03.-01.04., Berlin: Wikimedia Conference

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Projekte und Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Dezember/Januar

POLITIK UND GESELLSCHAFT

SOPA, der Blackout und die Folgen

Die u.a. durch den Wikipedia-Blackout gestoppten Gesetzesentwürfe SOPA und PIPA erhitzten im Januar die Gemüter: Eine Woche nach dem Blackout fühlten sich Dr. Günter Krings, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Ansgar Heveling, der Unions-Berichterstatter für das Urheberrecht im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Kultur und Medien, dazu bemüßigt, den Angriff auf die Freiheit des Internets zu loben. Bei der Begründung bezogen sie sich allerdings vor allem auf die spektakuläre Festnahme von Kim Schmitz: “Der Fall Megaupload macht deutlich, dass wir einen klaren Rechtsrahmen im Internet brauchen, so wie es in der realen Welt selbstverständlich ist.”

Mit dieser Variation der oft gehörten Behauptung, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, ließen es die beiden Unionspolitiker allerdings nicht bewenden. Im selben Atemzug rückten sie Wikipedia in die Nähe von Filehostern und “geldgierigen Internetkriminellen”. Offenkundig war ihnen entgangen, dass die Wikimedia Foundation im Vorfeld des Protests differenzierte Argumente zu möglichen Kollateralschäden der amerikanischen Gesetztesinitiativen für die Freiheit des Internets vorgebracht hatte. Als unmittelbare Reaktion hat Wikimedia Deutschland gegenüber den beiden Autoren in einem Schreiben deutlich gemacht, dass Wikipedia als ein Bildungsprojekt verstanden werden muss, das sich bis auf den letzten Punkt an geltendes Urheberrecht hält und gewissenhaft Rechteklärung betreibt, um seinen Nachnutzern genau die Freiheiten auch tatsächlich einzuräumen, die im Lizenzmodell der Texte und Bilder von Wikipedia formuliert sind.

Im Hinblick auf die künftigen Auseinandersetzungen über Internet Governance hat Yochai Benkler, Keynote-Speaker auf der letzten Wikimania in Haifa, in einer brillanten Analyse die herausgehobene Rolle der freien Online-Enzyklopädie betont: “Wikipedia represents a moral force that no commercial site can ever hope to replicate.”

ACTA: Auswirkungen auf Wikipedia bislang kaum abschätzbar

Bereits seit 2008 wird das Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting and Trade Agreement) verhandelt, das u.a. zum Ziel hat, internationale Standards gegen Verletzungen von Marken- und Urheberrechten zu harmonisieren. Die Verhandlungen von 39 Staaten waren bis zur finalen Fassung des Dokuments so geheim, dass es dazu so gut wie keine öffentliche Kommentierung gab. Bislang gibt es noch keine offizielle Folgenabschätzung für die Erstellung und Verbreitung Freien Wissens seitens der Wikimedia Foundation, aber ein Beitrag auf Meta dürfte als eine Vorstufe dazu gelten. Näheres zum Hintergrund von ACTA und der Formierung des Protests schrieb Jan Engelmann bereits gestern im Blog.

Juristische Beratung in neuer Aufstellung

Ähnlich wie die Wikimedia Foundation erhält auch der deutsche Förderverein regelmäßig Anwaltspost, mit der zumeist äußerungsrechtliche oder persönlichkeitsrechtliche Bedenken zu bestimmten Inhalten der Wikipedia vorgebracht werden. Dort, wo das OTRS-Team nicht mehr mit Erläuterungen zu den internen Regularien und Prozeduren weiterhelfen kann, kommt unsere langjährige Anwaltskanzlei JBB ins Spiel. Mit Ansgar Koreng, u.a. Autor der Studie “Zensur im Internet. Der verfassungsrechtliche Schutz der digitalen Massenkommunikation” und Betreiber eines Jura-Blogs, verfügen wir nun über einen neuen Kollegen, der im Zusammenspiel mit Jan Engelmann versucht, Fallbearbeitungen möglichst effizient zu managen, vor allem für betroffene Autoren, die z.B. direkt abgemahnt werden. Die Mailadresse legal@wikimedia.de ist eigens dafür eingerichtet worden, Anfragen aus dem OTRS-Team oder der Autoren-Community aufzunehmen.

Wikipedian in Residence vor Ausschreibung

Ein lange geplantes Vorhaben kommt wohl endlich zu seiner Umsetzung: die temporäre Anstellung eines Wikipedianers in einem Museum, um dort als Berater, Facilitator und als personelle Schnittstelle zwischen der kuratorischen Pflege der Inhalte sowie ihrer Anreicherung und Nachnutzung im internationalen Kontext der Wikimedia-Projekte zu agieren. Gegenwärtig verhandeln wir mit vier Berliner Institutionen um eine möglichst zeitnahe Ausschreibung. Näheres dazu demnächst im Blog.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die vierte und letzte Ausgabe 2011 unserer kostenlosen Vereinszeitung erschien bereits im November, zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland. Die erste Ausgabe 2012 erscheint im März. Im Januar erfolgten die ersten redaktionellen Vorbereitungen. Nach nunmehr 11 Ausgaben und drei Jahren Wikimedium haben wir uns die Zeit genommen, einmal Bilanz zu ziehen. Einerseits liegen wir bei einer Auflage von 5000 und mittlerweile knapp 3.000 abonnierten Exemplaren der Zeitung und können uns freuen, regelmäßig Beiträge von Freiwilligen veröffentlichen zu können. Tatsächlich liegt das Verhältnis von ehrenamtlichen Autoren aus den Wikimedia-Projekten und Mitarbeitern der WMDE-Geschäftsstelle jetzt in etwa bei 50:50. Andererseits wollen wir die Auflage auf 10.000 steigern, die Zeitung noch besser machen und es vor allem noch leichter machen, sich zu beteiligen. Darum soll die Wikimedium einige Layoutänderungen und eine klarere Struktur bekommen. Außerdem gibt es ab sofort einen Anlaufpunkt für Interessierte und alle, die gerne etwas in der Wikimedium veröffentlichen wollen, direkt in der Wikipedia. Wir freuen uns über Gastautoren!

Natürlich sind Catrin und Michael für Anfragen, Themenvorschläge und Texte nach wie vor auch über redaktion@wikimedia.de erreichbar!

Pressemitteilungen

Über den Zeitraum des Jahreswechsel veröffentlichten wir vier Pressemitteilungen. Den Beginn im Dezember machte eine Mitteilung über die Gewinner der zweiten Runde unseres Ideenwettbewerbs WissensWert. Teil der presseseitigen Begleitung der Fundraisingkampagne war im Anschluss eine Meldung zum Zwischenstand der Spenden kurz vor Weihnachten. Nachdem die Wikimedia Foundation ihre Kampagne zum 1. Januar 2012 für beendet erklärte, erfolgte vier Tage später mit Dankesbannern in der deutschsprachigen Wikipedia und einer eigenen Pressemitteilung der Abschluss durch Wikimedia Deutschland.  Der Effekt der beiden zeitversetzten Impulse an die Medien war eine verlängerte Berichterstattung. Während zu Beginn der ersten Kalenderwoche über Agenturmeldungen und Online-/Printzeitungen das internationale Kampagnenende im Fokus stand, rief die WMDE-Meldung über das erreichte Spendenziel in Deutschland mit über 160.000 Spenden eine zweite Welle zum Ende der Woche hervor. Eine Auswahl der Berichte findet sich im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland.

Die Wikimedia Foundation begleitete die 24-stündige Sperre der englischsprachigen Wikipedia am 18. Januar mit technischer Unterstützung und Pressekoordinierung. Nachdem kurz vor Beginn der geplanten Sperrung auch die Art der Maßnahmen in anderen Wikipedia-Communitys festgelegt wurde, veröffentlichte Wikimedia Deutschland eine Pressemitteilung zum Hintergrund des Protests gegen SOPA/PIPA. Am Vortag des 18. Januar und in den folgenden Tagen stand das Bürotelefon dank Nachfragen der Presse praktisch nicht still.

Alle unsere Pressemitteilungen sind zu finden unter: http://wikimedia.de/wiki/Pressemitteilungen

Pressegespräche / Presseanfragen

Zahlreiche Presseanfragen wurden im Dezember und Januar bearbeitet. Neben den bereits erwähnten Themen Herbstkampagne 2011 und Presseinformation rund um SOPA gab es unter anderem auch größere Nachfragen zur Testversion des Visuellen Editors, der von der Wikimedia Foundation veröffentlicht worden ist. Eine Auswahl der resultierenden Berichtserstattung haben wir ebenfalls in unserem Pressespiegel zusammengetragen.

Informationsmaterial

Insbesondere durch die Aktivitäten des Referentennetzwerks (Schulen, Senioren) werden Informationsbroschüren wie das Wikipedia-Einmaleins oder Infoflyer zum Projekt Silberwissen verstärkt nachgefragt. Im Januar hat es darum eine Aufstockung unseres Materials gegeben. Die Ansprache möglicher Interessierter über unseren Kooperationspartner Deutsche Seniorenliga e.V. hat in den letzten Wochen zur Workshopnachfrage durch mehr als ein Dutzend Volkshochschulen geführt. Noch im Dezember produzierten wir darüber hinaus eine Weihnachtskarte, die an die Vereinsmitglieder verschickt wurde.
Im Januar begannen Vorarbeiten für die Herstellung des Tätigkeitsberichts von Wikimedia Deutschland für das Jahr 2011. Dabei ging es zunächst um das Konzept und die Darstellung. Wir bedanken uns für die zahlreichen Anregungen! Die Tätigkeitsberichte der letzten Jahre sind gesammelt auf unserer Webseite zu finden.

Wikipedia-Buch

Am 15. Dezember fand eine weitere Lesung von “Alles über Wikipedia” statt, dieses Mal in Dortmund. An dieser Stelle möchten wir herzlich Britta Parbel danken, die mit viel Engagement vor Ort die Lesung vorbereitet und begleitet hat. In Planung ist eine weitere Lesung in Leipzig (“Leipzig liest”) in Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde. Die Veranstaltung ist geplant für den 16.03.2012, Beginn:18.00 Uhr, Ort: Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB), Gustav-Adolf-Straße 7 in Leipzig. Weitere Informationen dazu folgen.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Inzwischen wurden über 67.900 bestätigte Mitzeichnungen auf der Petitionsseite abgegeben. 2012 ist das Jubiläumsjahr “40 Jahre Weltkulturerbekonvention”. Wir planen, eine Übergabe der Unterschriften an die UNESCO dazu passend zu gestalten, Sebastian Sooth ist der Ansprechpartner dafür.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikipedia macht Schule

Im Programm Wikipedia macht Schule gab es im Dezember noch vier Workshops an Schulen. Diese informierten über den Umgang mit Wikipedia. Die Bilanz für das Jahr zeigte, dass die Nachfrage für Lehrerschulungen deutlich gestiegen ist und Wikipedia in diesem Kontext immer stärker im Bereich der Onlinerecherche wahrgenommen wird. Daher sind wir nun ins Jahr 2012 mit einem Fokus auf Lehrerschulungen gestartet. Seit Anfang des Jahres gingen bei uns bereits über 15 Anfragen ein und vier Workshops wurden bereits realisiert. Das  Programm spricht sich herum! Im Januar haben bereits die Planungen des nächsten Referentenworkshops Anfang März begonnen. Wir suchen für 2012 weiterhin Referenten, besonders aus der Mitte Deutschlands! Hier gehts zur Ausschreibung.

Hochschulprogramm

Im Sommersemester 2012 wird Wikimedia Deutschland das “Hochschulprogramm” starten, in dem es darum geht, mit Studenten verschiedener Hochschulen im Rahmen von Seminaren Artikel für Wikipedia zu erstellen. Anfang Dezember trafen sich dazu Elly und Denis mit Vertretern von vier Unis, um über eine mögliche Teilnahme am Hochschulprogramm im Sommersemester zu sprechen. Kurz darauf fand die Schulung der Referenten für das Hochschulprogramm statt. Dazu trafen sich am 17.-18.12.2012 zehn Referenten zu einem Orientierungsworkshop in Köln. Hierbei wurde ein exemplarischer Fahrplan für das Semester erarbeitet und gemeinsam eine Struktur zur Begleitung der Vertreter der Hochschulen erarbeitet. Anfang Februar werden sich nun die Vertreter der teilnehmenden Hochschulen mit den Referenten zusammenfinden und ihre Arbeit beginnen.

Silberwissen / TAO

Im Dezember 2011 trafen sich Wikipedianer aus Berlin und Projektleiterin Elvira zu einem Stammtisch zum Thema Silberwissen. Diskussionen, Vorschläge und Ideen beschäftigten sich u. a. mit der Berichterstattung über das Projekt und mit dem Bedarf an anschaulichem und leicht verständlichem Material für Wikipedia-Einsteiger.

Mit der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin wurde eine Zusammenarbeit für das 1. Quartal 2012 vereinbart. Geplant sind ein Einführungsvortrag und zwei Workshops in der Bibliothek.
Aus der Zusammenarbeit mit dem Volkshochschulverband NRW und der Deutschen Seniorenliga ergaben sich weitere Anfragen von Volkshochschulen und erstmals auch von Seniorenbeiräten.

Im Januar 2012 nahm Elvira Gespräche mit der Initiative „ERFAHRUNG-TEILEN“ in Hannover auf. Die bisher durchgeführten Schulungen belegten das Interesse der Senioren an Wikipedia. Eine Zusammenarbeit für die nächsten Monate ist geplant.

Vertretern des Bildungsträgers „Arbeit und Leben“ in Bremen und engagierten Senioren stellte Elvira das Projekt „Silberwissen“ ebenfalls vor. Die Möglichkeit, an Wikipedia mitwirken zu können, fand positive Resonanz. Für den Herbst sind die ersten Veranstaltungen vorgesehen.

FUNDRAISING

Herbstkampagne

Mit Rückenwind ins neue Jahr – die Spendenkampagne erzielte ein beeindruckendes Ergebnis: 3,8 Millionen Euro Spendensumme, über 160.000 Spender in nur 52 Tagen. Noch nie war die Kampagne so erfolgreich und so kurz. Kein Wunder also, dass der Fundraiser unsere Arbeit im Dezember und bis ins neue Jahr hinein dominierte. Während im November vor allem verschiedene Banner von Jimmy die Seiten von Wikipedia zierten, gelang es im zweiten Monat die Kampagne vielfältiger und hoffentlich interessanter und informativer zu gestalten. Mit Aufrufen von Brandon Harris und Ryan Kaldari kamen Programmierer der Foundation zu Wort, mit Susan Hewitt die Stimme einer Autorin der Wikipedia. Besonders gefreut hat uns der Aufruf Katrin Rönickes, eine Wikipedia-Spenderin. Ihr Text ist der erste aus Deutschland kommende Aufruf, der ebenso erfolgreich ist, wie die von professionellen Story-Tellern geschriebenen Aufrufe der WMF.  Neben Katrin erhielten wir großartige Unterstützung von weiteren AutorInnen und SpenderInnen, die persönliche Aufrufe schrieben. Eine stichhaltige Evaluation und eine sichere Entscheidungshilfe bei der Wahl von Aufrufen sowie bei der Verbesserung der Spendenseite in Layout und Usability lieferte extensives Testen. Dieses begleitete uns fast täglich während des gesamten Kampagnenverlaufs. Vor allem mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse schafften wir es, das Spenden-Tal vor Weihnachten zu verlassen, mit neuen Text-Bannern eine enorm erfolgreiche Phase zwischen den Feiertagen einzuleiten und die Kampagne am 5.1. mit dem Dankesbanner abzuschließen. Als Zeichen der Anerkennung und als Dankeschön schalteten wir jedoch zuvor einen Tag lang sämtliche Aufrufe von Freiwilligen, die wir während der Kampagne nicht gezeigt hatten.

Doch nicht nur das Testen hat uns stark beschäftigt. Insgesamt über 5.000 E-Mails, hunderte von Telefonanrufen, Briefen und Faxen mit den unterschiedlichsten Wünschen und Anfragen erreichten uns im Laufe der Kampagne. Nicht nur beim Spendenwachstum gab es also Rekorde! Mit dem Erfolg erhöhen sich die Anforderungen an den Service. Dies zeigt, dass die Herbstkampagne auch eines der größten Wikimedia-Öffentlichkeitskampagnen ist. Durch die Kampagne erreichen wir nicht nur Spender, sondern generell eine Vielzahl von an Wikipedia interessierten Menschen, die die Aufrufe lesen. Mit Hilfe der Aufrufe und durch die umfangreiche Beantwortung der eingehenden Flut von E-Mails und Anrufen konnten wir so manches Vorurteil und manche Fehlinformation bereinigen.

Eine ausführliche Analyse und Auswertung der Spendenkampagne werden wir im Laufe der nächsten Wochen veröffentlichen.

… und danach

Insbesondere das systematische Testen der Banner und Aufrufe ist der Grund für den erfolgreichen Kampagnenabschluss. Diesen Ansatz stellte Till im Januar auf der Online-Fundaising Konferenz „Fundraising 2.0“ in einer Keynote vor und weckte damit das Interesse der ungefähr 200 Zuhörer. Auf derselben Veranstaltung führten wir als Team einen gut besuchten Workshop zum gleichen Thema durch. Die Präsentation unserer Kampagne stand auch im Zentrum eines weiteren Vortrags von Till auf dem Infotag von Grün, jener Software-Agentur, die die von uns verwendete Spenden-Software nicht nur herstellt, sondern auch unseren Bedürfnissen angepasst hat. Beide Präsentationen werden in Kürze auf Commons verfügbar sein.

Pünktlich zum Ende der Kampagne veröffentlichte Sue Garder ihren Vorschlag zur Weiterentwicklung der Wikimedia-Bewegung. In den letzten Wochen hat die Geschäftsstelle an einer Stellungnahme und Positionierung zu dem Entwurf von Sue gearbeitet. An der Ausarbeitung eines Alternativmodells durch eine Arbeitsgruppe innerhalb der Geschäftsstelle war der Bereich Fundraising intensiv beteiligt.

Und, last but not least, eine erfreuliche Nachricht noch zum Schluss: Johannes Schrader, während der letzten drei Monate Praktikant im Bereich Fundraising, wird uns als Projektassistent erhalten bleiben und das Fundraising-Team verstärken.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget (CPB)

Kurz vor Weihnachten tagte der Community-Projektbudget-Ausschuss in Hannover. An zwei Tagen wurden viele spannende Anträge präsentiert und diskutiert. Sebastian Sooth aus der Geschäftsstelle unterstützte den Ausschuss bei seinem Treffen. Mitte Januar hat der Ausschuss seinen Bericht an das Präsidium geschickt. In Kürze werden die Projekte der 2. Runde bekanntgegeben.

Community-Budget

Im Dezember wurde in mehreren Treffen mit dem Museum für Hamburgische Geschichte kräftig für den Einsatz von QRpedia getrommelt, so auch mit Andy Mabbett aus Birmingham, der in der Wiki-Welt einer der aktivsten Protagonisten dieser Verknpüfung von Ausstellung und Wikipedia ist.
Im Gegenzug besuchte Alice Wiegand vom deutschsprachigen Support-Team am 7./8. Januar London, um dort bei einem Workshop mit englischen OTRS-lern über die Erfahrungen des deutschen Teams zu sprechen.
Aus dem Community-Budget wurde im Januar das erste Treffen der Wikipedia-Kartenwerkstatt in Berlin-Spandau unterstützt. Die Kartografen nahmen an der internationalen Tagung News – Infographics – Maps am 12. Januar statt, woran sich ein Treffen und am nächsten Tag ein Besuch in der Wikimedia-Geschäftsstelle anschloss.
Reichlich nachgefragt waren die gemeinsam mit der Wikimedia Foundation vergebenen Participation Grants. Deren Zielsetzung wurde zwischen WMF und WMDE zwischenzeitlich präziser gefasst: Gefördert werden damit Teilnahmen von Wikimedia-Aktiven bei externen relevanten Events, wobei eine wichtige Zielsetzung ist, dass von der Förderung die Gewinnung neuer Autoren zu erwarten ist. Eine Übersicht über die vergebenen Förderungen findet sich im Meta-Wiki in der Kategorie “Participation Grants funded in FY 2011-12
Seit Anfang Dezember vergibt Wikimedia zudem E-Mail-Adressen an Projektmitarbeiter, wobei wenig überraschend die @wikipedia.de-Adressen mit Abstand am beliebtesten sind. Aber auch Wikibooks.de- und wikisource.de-Adressen werden nachgefrage (und natürlich auch vergeben).
Mit dem Technikpool wurde zudem im Dezember der Verleih von technischer Ausrüstung zur Erstellung von Inhalten auf eine neue Grundlage gestellt. Zur Möglichkeit, Geräte aus dem Bestand von Wikimedia Deutschland zu leihen kommt nun die Möglichkeit einer Ausleihe anderer Geräte aus dem Bestand externer Verleiher auf Wikimedia-Kosten. Damit erweitert sich die Auswahl an verfügbarer Technik.

Literaturstipendium

Im Januar konnten nicht nur 13 neue Förderungen zugesagt werden, sondern es erfolgte auch die Budgetierung und Zielsetzung des Literaturstipendiums für 2012. Da wir in einem Fall feststellen mussten, dass nicht jeder Anbieter von elektronischen Ressourcen mit Wikimedia zusammenarbeiten möchte, arbeiten wir an einer Argumentation, warum es für Verlage gut ist, Wikipedia-Autoren Quellen zugänglich zu machen. Die Vorteile (z. B. die prominente Zitation, ggf. mit Verlinkung auf den viel besuchten Wikipedia-Seiten) halten manche für einen nicht hinreichenden Ausgleich zur befürchteten Gefahr, dass Texte kopiert werden oder Konkurrenz zwischen Wikipedia und kommerziellen Datenbankanbietern entsteht.

WissensWert

Anfang Dezember fand die Jurysitzung zur Bewertung der WissensWert-Einreichungen statt, und so konnte Nicole am 15. Dezember die Gewinnerprojekte bekannt geben. Fünf Projekte werden im ersten Halbjahr 2012 von uns mit jeweils ca. 5.000 Euro ausgestattet und bei der Umsetzung begleitet. Die Gewinner stammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, wie die Projekttitel zeigen: Open-Access-Medienimporter für Wikimedia Commons, Zeitreise in OpenStreetMap – oder: OSM in der 4. Dimension, CC PLAY – Spiel die Commons, Open (Citizen) Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen und Barrierefreie YouTube OER-Videos.

Die ersten Projektvereinbarungen wurden bereits unterschrieben und die Fördersummen an die Projektpartner überwiesen. In den nächsten Wochen erscheint hier auch der erste Bericht zum jeweiligen Projektstand. Im Zuge der Planung für 2012 überlegen wir, wie es mit WissensWert weitergehen soll, ob wir uns z.B. auf einen bestimmten Themenbereich fokussieren oder aus WissensWert ein kontinuierliches Förderprogramm machen möchten. Für alle Fragen steht euch Nicole gerne zur Verfügung.

Wiki Loves Monuments

In Absprache mit dem europäischen Organisationsteam haben Catrin und Micha mit unserer Grafikerin einen Kalender der Gewinnerbilder entworfen, der in den nächsten Tagen in der Geschäftsstelle eintreffen müsste.

Undine hat sich in den letzten Wochen um den Versand der Preise an die Gewinner gekümmert. Da nicht alle Teilnehmer die Wikipedia-E-Mailfunktion aktiviert hatten, zog sich die Kontaktaufnahme sehr lange hinaus. (Alle Gewinner, die bisher noch keine Nachricht erhalten haben, wenden sich bitte an Nicole.)

Die Planungen für den diesjährigen Wettbewerb sind auf internationaler Ebene bereits angelaufen, und auch in Deutschland gibt es erste Interessenten, die den Wettbewerb gerne als Partner unterstützen möchten.

Zedler-Preis 2012

Mit dem Zedler-Preis für Freies Wissen zeichnet Wikimedia Deutschland Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich 2011 ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. In ausführlichen Gesprächen mit Vertretern der Community, innerhalb der Geschäftsstelle und mit anderen Akteuren aus dem Bereich Freien Wissens haben wir dieses neue Konzept erarbeitet, das sich ganz klar vom ursprünglichen Artikelwettbewerb abkehrt. Im November baten wir um Vorschläge für Jurymitglieder und Artikel bzw. Projekte für potentielle Preisträger. Die Jurywahl unter den Wikipedianern wurde bereits Anfang Januar entschieden, alle Ergebnisse finden sich auf der Jury-Projektseite. Bis Ende Januar wurden außerdem Vorschläge für externe Juroren und Partner gesammelt, die Ansprache dieser ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Für die drei Kategorien Artikel des Jahres, Communtiy-Projekt des Jahres und externes (Wissens-)Projekt des Jahres sind jeweils zwischen 30 und 40 Kandidatenvorschläge gemacht worden, die bis Ende März von der Jury bewertet werden. Es gibt auch schon erste Überlegungen zum Rahmen und Umfang der Preisverleihung, die im Mai in Berlin stattfinden wird, wir werden dazu in nächster Zeit noch Feedback und Wünsche von Community und Partnern einholen.

Nicole ist Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund um Zedler, Catrin unterstützt bei der Ansprache von Partnern und externen Juroren.

Frauen und Wikipedia

Julia Kloppenburg, die uns bisher als Büroassistenz unterstützt hat, wird ab Mitte Februar als Projektassistentin den Bereich Frauen und Wikipedia betreuen.

Im Dezember und Januar trafen sich Catrin, Johannes, Julia und Nicole mit Katrin Rönicke, um erste Ideen für die Arbeit an unserem Ziel “Ende 2012 partizipieren 50% mehr Frauen an der deutschsprachigen Wikipedia und den Aktivitäten von WMDE im Vergleich zum Vorjahr.” zu sammeln und Maßnahmen zu entwickeln. Katrin, die vielen von euch sicherlich von den Bannern der Spendenkampagne bekannt ist, hat außerdem den HuffPost-Text von Sarah Stierch ins deutsche übersetzt: SOPA Blackout: Warum Wikipedia Frauen braucht. Erste Anfragen von möglichen Kooperationspartnern (Fraueninitiativen, Frauenverbände etc.) erreichten Catrin aufgrund eines Artikels in der letzten Wikimedium und einige Vorgespräche wurden von ihr im Januar geführt.

Wir planen zusätzlich, uns am WikiWomanCamp in Buenos Aires zu beteiligen; in welcher Form und in welchem Ausmaß und wie Stipendien vergeben werden, klären wir in den nächsten Wochen.

Toolserver

Die Toolserver-Admins Daniel Baur und Marlen Caemmerer waren Mitte Januar im Amsterdamer Rechenzentrum des Toolservers und haben vor Ort eine Menge Wartungsarbeiten durchgeführt und den ersten Teil der im Dezember bestellten Hardware eingebaut. Leider konnten durch einen Lieferengpass noch nicht alle Teile, die zur Speicherplatzerweiterung benötigt werden, eingebaut werden. Sebastian Sooth hat sich dafür um die Zuschüsse der unterstützenden Chapter und die Abwicklung der Hardware-Bestellung gekümmert.

CommunitySpace

Zur Vorbereitung möglicher Räumlichkeiten für den lang erwarteten CommunitySpace in Berlin haben wir im Dezember und Januar intensive Verhandlungen mit Vermietern und möglichen Partnern geführt. Und auch zur Unterstützung lokaler Arbeit haben wir weiter mit möglichen Partnern gesprochen. Interessenten am Mitgestalten von CommunitySpace-Räumen können sich direkt an Sebastian Sooth wenden.

 

Vereinsentwicklung

Wikimedia Conference 2012

Vom 29. März bis 1. April 2012 ist Wikimedia Deutschland zum vierten Mal Gastgeber der Wikimedia Conference in Berlin. Bei der Veranstaltung treffen sich Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, um über Strategie, Zusammenarbeit und Professionalisierung der Ländervertretungen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem trifft sich das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation, zur seiner regulären Sitzung.

Nicole übernimmt zum dritten Mal die Organisation der Veranstaltung, für die Programmkoordination sowie die Kommunikation mit den Chaptern ist in diesem Jahr Harel Cain von Wikimedia Israel verantwortlich.

Wir haben die Einladung an 41 (!) Chapter versendet, Projektpläne geschmiedet, die Registrierung eröffnet, ein Hostel ist bereits gefunden, erste Anfragen an Caterer und Moderatorinnen wurden angestoßen.

Um die Konferenz herum wird es für interessierte Wikipedianer sicherlich auch wieder die Chance geben, die internationalen Gäste zu treffen. Alle Anfragen zur Wikimedia Conference nimmt Nicole unter conference@wikimedia.de entgegen.

Wikipedia Hackathon in San Francisco

Zwischen dem 20. und 23. Januar fand in San Francisco ein “Hackathon” statt, ein Workshop für Softwareentwickler, bei dem es darum ging, gemeinsam an neuen Features zu arbeiten und interessierten Entwicklern die Arbeit an und mit MediaWiki näher zu bringen. Daniel Kinzler von Wikimedia Deutschland nahm am Hackathon teil und nutzte die Reise außerdem, um die Arbeit am Wikidata-Projekt mit der Wikimedia Foundation zu koordinieren. So konnten unter anderem die Abläufe für den Test und die Integration der neuen Software in die Wikimedia-Landschaft geklärt und diverse Detailfragen zur Umsetzung besprochen werden.

Einen ausführlichen Rückblick auf den Hackathon hat Daniel hier im Blog veröffentlicht.

Mitgliedschaft

Mit dem Jahreswechsel rutschte die Zahl der Vereinsmitglieder wieder unter die Marke von 1300, da satzungsgemäß die 47 Austritte des Jahres 2011 zum 31. Dezember wirksam wurden. Damit hatte der Verein am 1. Januar 1272 Mitglieder. Im Zuge der Spendenkampagne 2011-12 ist jedoch eine große Zahl von neuen Aufnahmegesuchen eingegangen, bis Mitte Januar waren dies 56, sodass dieser Effekt wieder mehr als ausgeglichen ist.

WISSENSCHAFT

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER nahmen Mathias und Angelika am 01.12.2011 am Review-Treffen vor der Europäischen Kommision in Luxemburg teil (Blogbeitrag). Dort stellten wir unsere Arbeiten und erste Entwürfe geplanter Unterstützungswerkzeuge für die Leser und Autoren der Wikipedia vor. Die Präsentationsfolien dazu sind unter Commons sowie Slideshare abrufbar. Die bereits vor Ort von den Reviewern geäußerte positive Einschätzung zur Entwicklung des Projekts wurde in einem schriftlichen Bericht bestätigt. Darüberhinaus erteilten die Gutachter einige Vorschläge zur Optimierung der weiteren Zusammenarbeit aller Partner innerhalb des Projekts. Der vollständige Bericht hat einen Vertraulichkeitsstatus, kann also von uns leider nicht veröffentlicht werden.

Am 26. und 27. Januar trafen sich Vertreter aller Projektpartner in Innsbruck (beim Partner STI). Anselm und Angelika nahmen daran teil. Großes Thema dabei war natürlich das Gutachten des Review-Meetings und die daraus resultierenden Aufgaben.
Ein ausführlicher Bericht zum Treffen in Innsbruck und unseren aktuellen Arbeiten folgt in den nächsten Tagen.

Fragen oder Anregungen könnt ihr gerne an render@wikimedia.de bzw. Angelika direkt richten.

Wikipedia Academy 2012

In Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und der Freien Universität Berlin veranstaltet Wikimedia Deutschland vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 die “Wikipedia Academy 2012: Research and Free Knowledge.” in Berlin (Blogbeitrag).

Nicole, Angelika und Denis haben sich am 12. Dezember zum ersten Mal mit dem Organisationskommitee, einer Gruppe von Menschen unterschiedlichster Wissenschaftsbereiche, erfahrenen Organisatoren wissenschaftlicher Konferenzen und Wikipedianern mit wissenschaftlichem Hintergrund getroffen, um die Veranstaltung zu konzipieren. Aufgabe dieses Komitees ist, relevante Themengebiete zu identifizieren, geeignete Formate der Veranstaltung auszuarbeiten und potenzielle Sprecher sowie weitere Partner an Bord zu holen.

Am 17. Januar haben wir den Call for Papers veröffentlicht, zu dem wir bis 31. März alle einladen, die zu den konferenzrelevanten Themen wie Wikipedia Analytics, Wikipedia Global, Diversity/Gendergap oder “Research on Users of and Contributors to Wikipedia” beitragen können.

Zur Zeit stellen wir ein akademisches Programmkomitee zusammen, welches die Einreichungen begutachten wird. Knapp 40 Personen haben bereits zugesagt, die Liste wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Am 14. Februar trifft sich das Organisationskomitee, um über die Formate der Veranstaltung zu entscheiden. Bei Anregungen, Themenvorschlägen, Tipps zu relevanten Forscherinnen und Forschern erreicht ihr uns unter academy@wikimedia.de.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Gerrit Holz, der seit Mai 2009 als Werkstudent bei Wikimedia arbeitet, bleibt der Geschäftsstelle erfreulicherweise auch weiter erhalten. Gerrit unterstützt in seiner neuen Rolle als Projektassistent ab dem 01.01.2012 zu gleichen Teilen das Literaturstipendium sowie das RENDER-Projekt. Undine Plümper hat Mitte Januar ihr Praktikum bei Wikimedia Deutschland beendet und widmet sich ihrem Studienabschluss. Wir drücken die Daumen! Praktikanten werden auch weiterhin für die Vereinsarbeit gesucht.

Zur weiteren Planung der auf der Mitgliederversammlung beschlossenen Ziele für die Vereinsarbeit 2012, haben die Mitarbeiter der Geschäftsstelle am letzten Wochenende im Januar einen gemeinsamen Workshop durchgeführt. Hierzu werden wir in den nächsten Tagen einen Bericht veröffentlichen.

 

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Projekte und Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im November 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Positionspapier zum Urheberrecht

Ein Namensbeitrag der EU-Kommissarin Neelie Kroes gab uns die Steilvorlage, um die gegenwärtige Legitimationskrise des Urheberrechts öffentlichkeitswirksam zu adressieren. Ein gemeinsames Positionspapier von Wikimedia Deutschland e.V., Digitale Gesellschaft e.V. und Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. wurde von dpa aufgegriffen und fand in zahlreichen Medien und Blogs zustimmende Kommentare und kritische Würdigungen. Mittlerweile möchte auch die Free Software Foundation Europe e.V. das Papier mitunterzeichnen. Neben einer Fair-Use-Klausel für den rechtssicheren Betrieb von User-Generated-Content-Projekten wie z.B. Wikipedia fordert die Erklärung eine Koppelung von Schutzfristen an ein Werkregister für urheberrechtlich geschützte Werke. Ist ein aktueller Rechteinhaber auf eine eindeutige und automatisierbare Weise nicht ermittelbar, sollte dadurch eine umfassende Nachnutzung möglich werden. In diesem Zusammenhang befürworten wir den Aufbau einer frei zugänglichen Datenbank für Werke und Rechteinhaber auf europäischer Ebene.

Die Ente bleibt draußen! Streit um Loriot-Briefmarken

Kaum ein anderes Thema erhitzte die Gemüter in diesem Monat so sehr wie die Löschung der Wohlfahrtsmarken mit den Loriot-Motiven „Das Frühstücksei“, „Herren im Bad“, „Auf der Rennbahn“ und „Der Sprechende Hund“ am 8.11.2011 über eine “Office Action”. Dieser außergewöhnliche Eingriff war notwendig geworden, da die Tochter des großen Komödianten Victor v. Bülow alias Loriot am Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung gegen die Wikimedia Foundation erwirkt hatte, nachdem sie die Urheberrechte ihres Vaters vorsätzlich verletzt sah. Das Gericht hat damit die Qualifikation der Briefmarken als amtliche und damit gemeinfreie Werke ausdrücklich verneint. Dies geschah in Kenntnis der Entscheidung des Landgerichts München vom 10.3.1987 (21 S 20861/86), die für die WP-Community bislang maßgeblich war. Der Fall Bülow vs. Wikimedia Foundation wurde – wohl aufgrund des prominenten Namens der Klägerin – in zahlreichen Medien, u.a. bei Spiegel Online und auf heise.de, aufgegriffen.

Tagung zur Digitalisierung von Kulturerbe

Es ist ein Flickenteppich: Allein 915 Projekte mit 633 beteiligten deutschen Institutionen verzeichnet eine Überblicks-Website zum Thema Digitales Kulturerbe. Kein Wunder, dass zentrale staatliche Plattformen wie Europeana, gemeinnützige Projekte wie Wikipedia oder privatwirtschaftliche Initiativen wie Google Books immer stärker als Sprungbrett zu spannenden Werken genutzt und auch problematisiert werden. Bei der hochkarätig besetzten Tagung “Ins Netz gegangen – Neue Wege zum kulturellen Erbe” am 17./18. November in der Deutschen Kinemathek stand denn auch Wikipedia gleich mehrfach im Fokus: Während Pavel Richter in seinem Vortrag anhand der Wikipedia-Einträge zu “Rating-Agenturen”, “Abtreibung” und “The Simpsons” die Zeitgebundenheit und kulturelle Relativität der Online-Enzyklopädie in den Vordergrund stellte, warb Mathias Schindler für mehr Mut seitens der Kultureinrichtungen, sich dem digitalen Wandel offensiv zu stellen. Dr. Oliver Sander vom Bundesarchiv rekapitulierte die Kooperation mit Wikimedia Deutschland, wobei er sein ehrliches Bedauern über die große Zahl nicht-lizenzkonformer Nachnutzung von Bundesarchiv-Fotos auf Wikimedia Commons nicht verbarg. Insgesamt, so wurde deutlich, muss seitens des Vereins noch viel mehr Aufklärung über die beabsichtigten und unbeabsichtigten Effekte freier Lizenzen geleistet werden, um kulturelle Einrichtungen in ihrer Innovationspolitik zu bestärken.

Wikipedianer in GLAMsterdam

Während es für die “kulturinteressierten” Leute in der deutschsprachigen Wikipedia-Community nun auch eine zentrale Austauschplattform gibt, peilt die internationale GLAM-Bewegung (Akronym für “Galleries, Libraries, Archives, Museums) nun den nächsten Schritt beim Erfahrungstransfer an: Vom 2. bis 4. Dezember treffen sich ca. 60 Aktivisten aus aller Welt beim GLAMCamp in Amsterdam, um u.a. über die durch “Wiki loves Monuments” generierten Neukontakte, die Verbesserung von Upload-Tools bei Digitalisierungsprojekten oder die QR-Code-Nutzung im Ausstellungskontext zu sprechen. Von deutscher Seite erhoffen wir uns insbesondere Aufschlüsse über die bisherigen “Wikipedian-in-Residence”-Modelle, die einen wesentlichen Erfolgsfaktor für Nachahmungseffekte im Kulturbetrieb darstellen. Ein halbes Dutzend engagierter Wikipedianer wird, gefördert durch Wikimedia Deutschland, vor Ort sein; von der WMDE-Belegschaft wird Nicole teilnehmen.

CC-freundliche internationale Nachrichtensender

Al Jazeera, der Heimatsender der Revolutionen im arabischen Raum, hat eine lange Tradition der Freigabe von Inhalten unter (freien) CC-Lizenzen, insbesondere bei Videos, die unter cc.aljazeera.net freigegeben sind. Nach einer Intervention von Liam Wyatt und Mathias Schindler hat Al Jazeera nun auch seinen Bilderfeed auf Flickr (http://www.flickr.com/photos/aljazeeraenglish) unter CC-by-sa 2.0 freigegeben.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Pünktlich zur Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland erschien die letzte Ausgabe 2011 unserer Vereinszeitung Wikimedium. Die Zeitung ist dieses Mal vier Seiten an Inhalt dicker, darunter eine Doppelseite, auf der einmal alle Mitarbeiter unserer Geschäftsstelle in Wort und Bild vorgestellt werden. Im Oktober lag die Zahl der abonnierten Exemplare der Zeitung bei über 2.500 Stück. Zwischenzeitlich haben wieder viele Interessierte das kostenlose Blatt angefordert, so dass wir mittlerweile bei rund 2.800 abonnierten Exemplare liegen! Wir freuen uns über neue Abonnenten oder eure Anforderung von Ausgaben für Wikipedia-Stammtische oder andere Community-Treffen! Schickt dafür einfach eine E-Mail redaktion@wikimedium.de.

Pressemitteilungen

Im November setzten wir vier Pressemitteilungen auf, die über den Verteiler unserer Pressekontakte verbreitet wurden. Mehr über die erzielte Wirkung ist im nächsten Absatz zu lesen. Hier sei eine systematische Umstellung erwähnt, mit der wir die Lesbarkeit und damit die Verfügbarkeit unserer versendeten Pressemittungen in Zukunft verbessern wollen. Zusätzlich zum bisherigen Angebot aller unserer Mitteilungen in PDF-Form bieten wir ab sofort das Nachlesen auch in direkter Textform auf unserer Vereinswebseite an. Hintergrund: Der Zugriff auf Wikimedia-Inhalte über mobile Endgeräte nimmt stark zu. Auf das PDF-Format kann in vielen Fällen so nicht mobil zugegriffen werden, wohl aber auf die direkte Verlinkung auf eine URL. In unserem Blog und über sonstige Verbreitungswege teilen wir deshalb seit November unsere Pressemitteilung auf diese Weise. PDFs stehen zusätzlich nach wie vor zur Verfügung. Hier unsere Text-Versionen der Pressemitteilung zur Spendenkampagne 2011, zur Veranstaltung “Ins Netz gegangen”, zur Kooperation mit der Deutschen Seniorenliga für das Projekt Silberwissen, und zum Positionspapier zum Urheberrecht.

Pressegespräche / Medienkooperationen

Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, erklärte sich neben ihrem Besuch im Anschluss der Mitgliederversammlung auch zu einem “Pressetag” in Berlin bereit. Dafür mussten in der Vorbereitung Pressekontakte geknüpft und ein möglichst effektiver wie effizienter Interviewtag geplant und organisiert werden. Nach Abstimmung zwischen beteiligten Journalisten, Sue und ihrem Team in San Francisco, konnte hier in Berlin ein reibungsloser und aus Sicht der Pressearbeit höchst erfolgreicher Tag voller Fragen und Antworten gewährleistet werden. Zu den Kernthemen der Pressegespräche gehörten technische Entwicklungen zur vereinfachten Nutzung von Wikipedia, der geringe Anteil von Frauen innerhalb von Wikipedia oder auch die wichtige Suche nach neuen Autoren. Das Ergebnis: Die Verbreitung verschiedener Version eines dpa-Interviews führte allein zu etwa der Hälfte von insgesamt über 350 Berichterstattungen. Ein Einzelinterview mit der ZEIT resultierte in einem dreiseitigen Gespräch inklusive verschiedener Videostatements. Außerdem wurden Radiobeiträge über rbb und Deutschlandradio gesendet. Dies und, wie immer, eine weitergehende Auswahl der Berichterstattung in unserem Pressespiegel.

Im letzten Monatsbericht haben wir als grafisches Anschauungsbeispiel die Berichterstattung für Wiki Loves Monuments nach Zielgruppen dargestellt. Dieses Mal: ein Vergleich des reinen Presseumfangs zu den Themen (von links nach rechts) Spendenkampagne 2011, Berichterstattung über die Entfernung von Loriot-Briefmarken aus Wikipedia, Sue Gardners Interviewtag sowie das gemeinsame Positionspapier von Wikimedia Deutschland, der Digitalen Gesellschaft und der Open Knowledge Foundation. Die Menge an Berichten bezüglich Sue Gardners Besuch sticht aus dieser Reihe deutlich hervor, aber auch die drei anderen Themen zeigen mit ihren jeweils über 100 Berichten eine sehr große lokale wie überregionale Verbreitung.

Grafik mit freundlicher Genehmigung von Meltwater News

Informationsmaterial

Der Druck der Infobroschüre über Wikisource war für November vorgesehen, musste aber aufgrund der vielen Aufgaben rund um die Mitgliederversammlung, der geballten Pressearbeit in diesem Monat und der Produktion der vorgezogenen Ausgabe der Wikimedium verschoben werden.

Wikipedia-Buch

Mehrere Lesungen von “Alles über Wikipedia” fanden im November statt. Ein ausführlicher Rückblick auf die einzelnen Veranstaltungen ist in diesem Blogbeitrag zu finden.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Langsam geht es in den Endspurt. Noch bis 15. Januar läuft die Sammlung von Mitzeichnungen zur Petition “Wikipdia muss Weltkulturerbe werden!”. In Berlin hingen dank einer Pro-Bono-Aktion von Leo Burnett im November Plakate, die auf die Petition aufmerksam machten. Bei der Verteilung passender Postkarten dazu hat uns pickme-berlin.de unterstützt.

BILDUNGSPROJEKTE

Allgemein

Der Bildungsbereich “Bildung und Wissen” hat sich in diesem Monat in seiner zukünftigen Form für 2012 im Blog vorgestellt.

Schulprojekt

In diesem Monat hat das “Wikipedia-Schulprojekt” sich verstärkt um weitere Kooperationen bemüht und sich um die strategische Ausrichtung für das nächste Jahr gekümmert. Erfreulicherweise konnten wir in diesem Zusammenhang bereits einen Workshop mit Studenten der Universität Tübingen am 14.11.2011 wahrnehmen. Dort bietet Johannes Moskaliuk in diesem Semester ein Seminar in der pädagogischen Psychologie an, in dem er mit Studierenden Konzepte für die Einbindung von Wikipedia in den Unterricht erarbeitet. In diesem Kontext haben die Studierenden Zugriff auf die Inhalte der Materialien des Schulprojekts bekommen und werden diese in einem Wiki erweitern und um ihre Inhalte erweitern. Außerdem werden die Studenten eine standardisierte Form der Evaluation der Inhalte erarbeiten und Wikimedia im Anschluss an das Semester zur Verfügung stellen.

Das Wikipedia-Schulprojekt hatte im November insgesamt 13 Veranstaltungen und konnte dabei über 400 Menschen erreichen. Besonders wichtig für das Schulprojekt war in diesem Monat zum einen die “Fachtagung der Gesellschaft für Informatik” mit etwa 150 Teilnehmern, welche zum Großteil aus Informatiklehrern bestand, und die Veranstaltung “Von der Kreide zum Whiteboard” in Meuselwitz, wo das Schulprojekt mit einem Stand vertreten war und es direkt im Anschluss direkt zwei Anfragen gab, die sich auf die Veranstaltung bezogen. Diese Entwicklung ist überaus erfreulich und zeigt das steigende Interesse der Lehrer.

Vom 18.-20.11.2011 fand in Bielefeld das zweite EduCamp in diesem Jahr statt. Wikimedia Deutschland nahm an zwei von drei Tagen teil. Als Unterstützer des Camps freute es uns besonders, dass die Debatte um Freie Lerninhalte, der derzeit unter den Begriff “OER” (“Open Educational Ressources”) gefasst wird, während des Camps so viele begeisterte Unterstützer fand. Zu den genauen Inhalten der Debatte und den bereits verabredeten Initiativen wird in Kürze noch ein eigener Beitrag im Vereinsblog folgen. Wikimedia Deutschland unterstützt die Bewegung um Freie Lerninhalte und steht hierzu gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Arbeitsmaterial für Lehrer

Ende November fand in Köln ein Arbeitswochenende statt, an dem Lehrer, Wikipedianer, Vertreter von Wikimedia Deutschland sowie Referenten im Schulprojekt sich persönlich wie virtuell begegneten, um miteinander intensiv und konzentriert zwei Tage lang Struktur und Inhalte des Arbeitsmaterials “Wikipedia in der Schule” zu überarbeiten. Dieses natürlich unter freier Lizenz stehende Lehrbuch wird derzeit unter Begleitung zahlreicher Fachleute kollaborativ auf Wikibooks entwickelt und lädt hier zur weiteren Mitarbeit ein.

Am Montag darauf trafen sich Elly und Denis in Ludwigshafen mit Vertretern von klicksafe.de. Im Rahmen dieser Begegnung kamen beide Seiten überein, in Zukunft stärker zusammenzuarbeiten. Die Kooperation wird bereits bei der Erstellung des Arbeitsmaterials für Lehrer wirksam, dessen Erstellung klicksafe in den kommenden Monaten fachlich begleiten wird. Die Zusammenarbeit soll danach kontinuierlich weiter fortgesetzt werden.

“Wikipedia Ambassador”

Das Wikipedia Ambassador Programm nimmt Fahrt auf: Ein erstes Treffen mit Vertretern von Universitäten wird am 2. Dezember in Göttingen stattfinden, wo das Programm vorgestellt und diskutiert werden wird. Parallel wurde die Ausschreibung für die Referenten des Programms erfolgreich im Kurier platziert, die Interessenten werden am 17./18. Dezember in Köln durch erfahrene Vertreter der Wikimedia Foundation geschult.

Silberwissen / TAO

In der Zeit vom 15. bis 17. November trafen sich die Partner des TAO-Projekts in Bern, um Bilanz nach einem Jahr zu ziehen und die nächsten gemeinsamen Schritte zu beraten. Elvira vertrat Wikimedia Deutschland – einer der Community-Partner –  mit dem Projekt „Silberwissen“. Mit rund 20 Veranstaltungen und insgesamt rund 130 Teilnehmern, dazu einige von den „Neu-Wikipedianern“ eingestellten Artikeln und Fotos kann sich unsere Bilanz durchaus sehen lassen. Auch beteiligten sich Ortschronisten des Landkreises Potsdam-Mittelmark mit Fotos von Baudenkmälern an dem Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“. Im Ergebnis wurden die Bauenkmäler von 2 Gemeinden vollständig hochgeladen.

Mit Patrick Kenel haben die Schweizer Community-Partner einen neuen Projektleiter. Die Aktivitäten zur Gewinnung von Senioren für Wikipedia begannen in der Schweiz im November. Demnächst wird also auch ein Erfahrungsaustausch zwischen Wikimedia Deutschland und Wikimedia CH bei der Gewinnung von Senioren für die Wikipedia möglich sein.

Elvira nahm außerdem an der Abschlusskonferenz des bundesweiten Projekts „Internet erfahren“ in Berlin teil. In den Workshops wurden interessante Erfahrungen zu erfolgversprechenden und in der Praxis erprobten Vorgehensweisen bei der Gewinnung von Senioren für das Web 2.0 vorgestellt. Sie sollen für das Referentennetzwerk aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden.

FUNDRAISING

Lange hat sich das Fundraising-Team darauf vorbereitet. Nun ist sie bereits im vollen Gange: Seit dem 14. November läuft unsere diesjährige Spendenkampagne und nach den ersten zwei Wochen kann man festhalten: dies ist der bisher erfolgreichste Start einer Spendenkampagne von Wikimedia Deutschland. Über 53.000 Spender haben in den ersten zwei Wochen mehr als 1.213.000 Euro gespendet. Zum Vergleich: letztes Jahr hatten wir während der gesamten Kampagne 73.000 Spender, wie man hier nachschauen kann. Übrigens: auch die Wikimedia Foundation hat einen unglaublichen Start hingelegt, was ihre Statistiken deutlich zeigen.

Rund um die Spendenkampagne haben wir im November zahlreiche Neuerungen für das Fundraising fertig stellen können. Wir haben nun eine Spendenseite, mit der wir sämtliche Inhalte und Layouts testen und einfach variieren können, wir haben mit VEWA eine neue Spendensoftware, in die wir uns eingearbeitet haben, wir haben ein neues Frontend, mit der wir auch für Überweisungen und PayPal-Zahlungen Adressen von Spender erhalten, und wir haben zahlreiche Tests auch während der Kampagne durchgeführt, mit zum Teil erstaunlichen Ergebnissen. Die derzeitige Spendenseite ist also Resultat zahlreicher Tests. Schließlich haben wir intern viele Vorbereitungen getroffen, so dass unter anderem die vielen hundert E-Mails, die uns täglich erreichen, effizient bearbeitet werden.

Was steht in den nächsten Wochen an? Wir haben in den ersten zwei Wochen Jimmy Wales geschaltet, doch wir arbeiten intensiv daran, sobald wie möglich andere Aufrufe zu publizieren. Also seid gespannt. Wenn jemand Interesse hat, einen persönlichen Aufruf zu schreiben, kann er/sie sich jederzeit bei uns melden: till.mletzko@wikimedia.de.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

9. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland

Am 19. und 20. November 2011 fand in der Dr.-Buhmann-Schule in Hannover die 9. ordentliche Mitlgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Mit dieser Versammlung beendete der bisherige ehrenamtliche Vorstand seine Arbeit und wurde durch ein zehnköpfiges ehrenamtliches Präsidium ersetzt, das sich durch eine Reihe neuer Gesichter auszeichnet. Mit der Wahl hat die Vereinsmitgliedschaft das Kunststück vollbracht, gleichzeitig den Frauenanteil und den Anteil aktiver Wikipedia-Autoren an dem Leitungsgremium klar zu steigern.
Vor logistische Herausforderungen wurde die Organisation durch die Wahl des Veranstaltungsorts gestellt: Durch die Gleichzeitigkeit mit der weltgrößten Agrarmesse Agritechnica war das verfügbare Angebot an Veranstaltungsräumen, Unterbringungsmöglichkeiten und sonstigen Dienstleistung sehr eingeschränkt. Dennoch verlief die Mitgliederversammlung ohne größere Pannen.
Eine Premiere war die Live-Übertragung der Diskussion mit Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, bei der die aktuellen Themen Bildfilder, Autorenschwund und Frauenanteil lebhaft diskutiert wurden. Neben den Anwesenden hatten auch die Betrachter des Live-Streams über die Plattform debatto.org die Möglichkeit, sich in die Diskussion einzuschalten, was auch wiederholt genutzt wurde. Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben, insbesondere an Manuel Schneider für das Zähmen der etwas herausfordernden Hannoveraner Videotechnik!
Die nächste Versammlung wird in Berlin stattfinden, nämlich am 21.-22. April 2012. Alle Interessierten sind eingeladen, am laufenden Online-Brainstorming teilzunehmen.

Mitgliederumfrage: Auf Du und Du

In der Woche vor der Mitgliederversammlung wurde die diesjährige Mitgliederbefragung durchgeführt. Ein herzlicher Dank geht an alle, die sich beteiligt haben und an onlineumfragen.com für die Unterstützung! Eine detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse wird im Mitgliederforum folgen. Wir freuen uns sehr, dass die Arbeit von Verein, (ehemaligem) Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeitern sehr positiv beurteilt wird. Vielen Dank für die Blumen! Eine Frage, die gestellt wurde, bezog sich auf die bevorzugten Umgangsformen: “Du” oder “Sie”. Das Ergebnis hat uns in seiner Eindeutigkeit überrascht: Nur 3% der Mitgliedschaft lehnen das “Du” klar ab, aber 22% nehmen an einem “Sie” Anstoß. Insgesamt kommt die Duz-Fraktion auf eine klare absolute Mehrheit, während nur 14% das “Sie” präferieren.

Community-Projektbudget (CPB)

Beim Sichten der 33 eingegangenen Anträge der zweiten Runde, der Vorbereitung des CPB-Berichtes auf der Mitgliederversammlung und bei der Vorbereitung des nächsten Ausschusstreffens hat Sebastian Sooth den CPB-Ausschuss im November unterstützt. Aus der ersten Runde ist inzwischen ein Projekt komplett abgeschlossen und hat die Abrechnung zur Prüfung eingereicht. Aktuelle Infos auf der Projektseite.

Community-Budget

Mit dem Bibliotheksstipendium ist ein neues Förderprogramm für Wikipedianer & Mitarbeiter der Schwesterprojekte an den Start gegangen. Wikipedianer, die zu Recherchezwecken Bibliothekszugänge benötigen, sei es zu Uni-, Fach- oder Stadtbibliotheken, können sich die Kosten auf Antrag erstatten lassen. Auch Kosten für Fernleihen können übernommen werden.

Das Programm ist die Umsetzung einer Projektidee von Anneke Wolf und Southpark. Vielen Dank für die tolle Idee, die eine sehr passende Ergänzung für das Literaturstipendium (siehe unten) darstellt und gleichzeitig für Benutzer geeignet ist, die im Rahmen von Wikipedia:Bibliotheksrecherche Unterstützung für andere Wikipedianer leisten!

CommunitySpace

Wir führen weiterhin viele Gespräche und Verhandlungen, um den Berliner CommunitySpace im nächsten Jahr einrichten zu können. Über Tipps für Partner/Orte in weiteren Städten freut sich Sebastian Sooth. In Hannover fand eine Buchlesung von “Alles über Wikipedia” (siehe oben) als Auftakt für eine vertiefende Zusammenarbeit in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek statt.

Literaturstipendium

Die Freigabe des Literaturstipendiums für alle Fachbereiche zahlt sich aus: Seit der Öffnung konnten durchschnittlich gut drei Stipendien pro Woche vergeben werden, verglichen mit knapp einem Stipendium pro Woche in der Zeit der Beschränkung auf Redaktionen, ist das ein großer Schritt nach vorn, um deutlich mehr Autoren als bisher zu fördern.

WissensWert

Vom 17. Oktober bis 24. November konnten im Rahmen von WissensWert Projektvorschläge bei uns eingereicht werden, die wir mit bis zu 5.000 Euro fördern. Nicole war zu Gast bei Trackback (Radio Fritz) und FluxFM, wir haben viel über unsere Kanäle Twitter, Facebook und das Blog getrommelt, eine Pressemitteilung versendet und den Aufruf zum Mitmachen an Freunde, Bekannte und Fans von Freiem Wissen weiter geleitet. Insgesamt sind 50 Projekte eingereicht worden, die zur Zeit von der Jury begutachtet und bewertet werden. Öffentlichkeit und Community können außerdem ihr Lieblingsprojekt wählen, der Gewinner erhält den Publikumspreis von 2.000 Euro. Im Meta-Wiki gibt es eine Übersicht über alle förderbaren und nicht förderbaren Projektideen, und hier noch einige Hintergrundinformationen zum Auswahlverfahren.

Neben inhaltlichen Fragen galt es mit vielen Einreichern zu klären, ob wirklich freie Lizenzen (und nicht Lizenzen, die kommerzielle Verwendung oder Bearbeitung ausschließen) zum Einsatz kommen. Hier ist nach wie vor noch viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, wie auch aktuelle Debatten (zum Beispiel zum Thema Freie Bildungsinhalte oder die Reformdebatte zum Urheberrecht) zeigen.

Wiki Loves Monuments

Die Gewinner des deutschen Wettbewerbes haben wir schon im letzten Bericht angekündigt, spannend war dann vor allem, zu verfolgen, wie die Jurys der anderen Länder entschieden haben. Auf http://www.wikilovesmonuments.eu/ finden sich die Finalisten der teilnehmenden Länder, Anfang Dezember wählt die europäische Jury die Gewinner. Wir sind gespannt auf die Entscheidung, sieht man doch bei den Ergebnissen der Länderwettbewerbe deutlich, nach welch unterschiedlichen die Kriterien die Juroren jeweils entschieden haben.

Am 1. Dezember fand in Amsterdam ein Evalutationstreffen statt, bei dem der Wettbewerb rückblickend analysiert und neue Pläne für 2012 geschmiedet werden. Dort wurde unter anderem beschlossen, dass der Fotowettbewerb in 2012 erneut stattfinden wird – diesmal sogar mit weltweiter Beteiligung!

Zedler-Preis 2012

Nach intensiven Diskussionen mit der Community und intern bei WMDE haben wir nun endlich das neue Zedler-Konzept vorgestellt und zur öffentlichen Vorschlagsrunde aufgerufen. Mit dem neuen Zedler-Preis für Freies Wissen zeichnen wir zukünftig Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich im vergangenen Jahr ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. Damit schaffen wir den ersten Preis im deutschsprachigen Raum, der die unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit für Freies Wissen würdigt. In einen ausführlichen Blogbeitrag laden wir ein, Vorschläge für die Projekte und Artikel des Jahres 2011 beizusteuern. Für alle Fragen und Anregungen steht Nicole Ebber gerne zur Verfügung.

Toolserver

Diverse Softwarewartungen und Hardwarereparaturen zur Performanceverbesserung des Toolservers wurden von Daniel Baur und Marlen Caemmerer durchgeführt. Weil mit dem Wachsen der Wikimedia-Projekte auch der Toolserver mehr Platz benötigt, wird aktuell eine größere Festplattenerweiterung für die Datenbankserver beschafft. Den OpenStreetMap-Server im Toolservercluster unterstützt Kai Krüger aus der OSM-Community seit November. Sebastian Sooth unterstützt die Admins bei der Verwaltung der Infrastruktur und steht bei Fragen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

 

WISSENSCHAFT

RENDER

In den letzten Wochen waren wir im Forschungsprojekt RENDER besonders mit der intensiven Vorbereitung des EU Review Meetings beschäftigt. Bei diesem stellen wir einem Gutachter-Konsortium unsere Tätigkeiten des ersten Projektjahres vor. Wir arbeiteten dafür an der Erstellung umfassender Präsentationsmaterialien in Abstimmung mit den anderen Projektpartnern, insbesondere bezüglich der definierten Anwendungsszenarien, der Metriken und der ersten Entwürfe zu den geplanten Unterstützungswerkzeugen. Dabei arbeiteten wir auch intensiv an Datenimporttests mit den technischen Partnern JSI und Ontotext.
Am 29. und 30.11. haben wir uns bereits mit den anderen Partnern in Luxemburg getroffen und letzte Details abgesprochen, gemeinsam die geplanten Demos und Präsentationen bearbeitet und “geprobt”. Der Review selbst fand am 01.12.2011 statt. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt!

Eine gute Neuigkeit: Anselm Metzger wird ab sofort, aktuell in Teilzeit, das RENDER-Team bei Wikimedia Deutschland unterstützen. Denn im zweiten Projektjahr werden wir Prototypen für Werkzeuge zur Nutzerunterstützung entwickeln und testen.

Wikipedia Academy 2012

Nicole, Denis und Angelika haben erste Kandidaten für das Programme Committee der Wikipedia Academy kontaktiert. Am 12.12.2011 wird sich das Komitee zu einem konstituierendem Workshop im Club Office Berlin treffen. Ziel des Workshops ist es, sich über das Format der Veranstaltung einig zu werden, die thematischen Schwerpunkte und das Verfahren für die Auswahl von Speakern (Call for Papers, Auswahl durch PC, o.ä.) festzulegen und mögliche Partner zu identifizieren. Zum Komitee gehören bisher: Claudia Müller-Birn, Michelle Thorne, Daniel Mietchen, Leonhard Dobusch, Dirk Franke, David Ludwig und Lars Fischer.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Stellenausschreibungen

Auf der Webseite von Wikimedia Deutschland finden sich aktuell u.a. spannende Stellen-Ausschreibungen zum Wikidata-Projekt.

Interessante Termine im Dezember

GLAM-Camp Amsterdam
Chaos Communication Congress (#28c3)

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Oktober 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Netzpolitisches Katerfrühstück

Am 1. Oktober diskutierten auf Einladung von Wikimedia Deutschland fünf Vertreter der Berliner Parteien zum Ausgang der Abgeordnetenhauswahlen und den Konsequenzen für die Netzpolitik. Zu diesem Zeitpunkt ging man noch mehrheitlich von der Fortsetzung von Sondierungs- und Koalitionsgesprächen zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen aus.

Fachgespräch Urheberrecht

Mathias nahm für Wikimedia Deutschland an einem Fachgespräch zum Thema Urheberrecht im Deutschen Bundestag teil, das von der Linksfraktion veranstaltet wurde. In Einzelreferaten und Diskussionsrunden wurde einmal quer durch das Spektrum dessen geritten, was gerade in Sachen Urheberrecht am Köcheln ist. Unabdingbares Zweitveröffentlichungsrecht (zur mittelbaren Förderung von Open-Access), Verwaiste Werke, Presseverlegerleistungsschutzrecht und Verwertungsmöglichkeiten. Eine glückliche Hand besaßen die Veranstalter bei der Auswahl von Matthias Spielkamp als Impulsreferatsgeber. Der entsprechende Text ist online verfügbar und lesenswert.

Workshop zu Open Government/Open Innovation in Landesvertretung NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen ist im bundesweiten Vergleich sehr ambitioniert, was die Erforschung und Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft angeht. Ein eigens dafür eingerichtetes Cluster bringt regelmäßig Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um den Wissenstransfer zwischen Verwaltung, Politik und Marktteilnehmern zu befördern. Bei einem Workshop in Berlin, an dem Jan für Wikimedia Deutschland teilnahm, ging es um Strategien der Öffnung und Kollaboration, die in vielen Web-Projekten wie Wikipedia zwar angelegt sind, den staatlichen Sektor aber teilweise noch vor Herausforderungen stellen. Neben den größten Hindernissen für die Nutzung öffentlicher Daten (Zugang, Usability, Pflegebedürftigkeit) wurden auch konkrete Empfehlungen für neue Kooperationswege (z.B. Residenzmodelle in der Verwaltung) diskutiert.

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) – a.k.a “Google-Institut”

In Berlin beging man mit ca. 400 geladenen Gästen die feierliche Gründung des “Alexander von Humboldt Instituts Internet und Gesellschaft”, das sich finanziert durch Google, der transdisziplinären Forschung zu rechtlichen, technologischen und soziologischen Aspekten der Digitalisierung widmen soll. Wikimedia Deutschland ist Teil des Kuratoriums, das eine beratende Funktion übernimmt. Im Anschluss an die Einweihung folgte ein mehrtägiger Kongress zu den Themen Internet und Gesellschaft, bei der auch Daniel Kinzler über WikiData berichtete. Zu den interessantesten Beiträgen gehörte auch ein längerer Beitrag von Leonhard Dobusch zum Thema “The Digital Public Domain: Relevance and Regulation”.

Metadaten-Anreicherung Wikipedia/PND/dpa

Im Oktober startete auf dem Toolserver ein kleines Experiment mit einem von der Nachrichtenagentur dpa zur Verfügung gestellten Auszug von Meldungen (der komplette Monat Mai 2010 der 12 Landesdienste). Hier können in den Meldungen (die noch nicht unter einer Freien Lizenz stehen) enthaltenen Namen von natürlichen Personen getaggt werden. In einem kommenden Schritt erfolgt der Abgleich dieser Namen mit den Personendaten aus der deutschsprachigen Wikipedia und der Personennamendatei (PND) aus der Deutschen Nationalbibliothek. Ganz herzlichen Dank an Apper, Magnus und alle anderen Helfer bei dem Tagging-Experiment. Weitere Informationen hier.

Internet-Konferenz der Friedrich-Naumann Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung

In einer ganztätigen Veranstaltung der parteinahen Stiftungen FNS und KAS zu den Themen der Internet-Enquete-Kommission (EIDG), an der Jan und Mathias teilnahmen, wurde von liberal-konservativer Seite zum ersten Mal ein größerer inhaltlicher Aufschlag zu netzpolitischen Themen unternommen. Dabei zeigte sich, dass die anwesenden Fachpolitiker aus CDU und FDP durch die Betonung gemeinsamer Anliegen die Annäherung zur Aktivisten-Community suchten, obwohl gerade in jüngster Zeit – etwa durch die Vorstöße der Unionspolitiker Hans-Peter Uhl und Siegfried Kauder, die Affäre um den Staatstrojaner sowie die Frontstellung bei regulatorischen Schlüsselthemen wie der Netzneutralität – die Gräben eher vertieft wurden.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die vierte und letzte Ausgabe unserer Vereinszeitung wird zur Mitgliederversammlung am 19.11. in Hannover erscheinen. Damit wird sie einen Monat früher als üblich veröffentlicht. Im Oktober wurden Themen für die Wikimedium gesammelt, externe Autoren für Beiträge angesprochen und Texte erstellt. Anlässlich der Mitgliederversammlung haben wir vier zusätzliche Seiten konzipiert, auf denen die Aufgaben, Unterstützungsmöglichkeiten und vor allem auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle ausführlich vorgestellt werden. Die Zahl der abonnierten Exemplare liegt bei 2.500 Stück, darüber hinaus nehmen Bibliotheken, Museen oder andere Institutionen, zu denen wir Kontakt aufnehmen, regelmäßig weitere Exemplare ab. Für weitere Ideen und Vorschläge zur Verteilung bitte eine E-Mail an redaktion@wikimedium.de.

In diesem Zusammenhang gibt es noch eine Neuerung. Ab der nächsten Ausgabe erhält die Wikimedium eine ISSN-Kennzeichnung. Diese “Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke” ist das Pendant zur ISBN bei Büchern und dient der eindeutigen Identifizierung.

Pressemitteilungen

Im Oktober haben wir zwei Pressemitteilungen veröffentlicht. Die Mitteilung zum Meilenstein von 20 Millionen Wikipedia-Artikeln weltweit führte zu deutschlandweiter Berichterstattung in 144 Print-/Onlinezeitungen. Den Löwenanteil von exakt 100 Darstellungen in lokalen wie überregionalen Medien führte die dpa-Meldung vom 25. Oktober herbei. Ein Ausschnitt der Berichterstattung ist wie immer im Pressespiegel des Vereins nachzulesen. Zur besseren Übersicht sind dort ähnliche Berichte beziehungsweise Abdrucke von Agenturmeldungen nur ein Mal verlinkt. Vollständigkeit streben wir hier nicht an, im Unterschied beispielsweise zum Wikipedia-Pressespiegel.

Die Pressemitteilung zur zweiten Runde des Ideenwettbewerbs WissensWert erschien am 26. Oktober und führte bislang zu drei Veröffentlichungen. Schwerpunkt der Pressearbeit mit erneuter Mitteilung wird allerdings erst der Zeitraum um die Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse sein. Auf verschiedene Anfragen hin haben wir übrigens das Logo des Wettbewerbs zum Start der zweiten Runde leicht überarbeitet und versucht die Geschlechtertypisierung der Icons etwas abzuschwächen.

Als Nachreichung zur Presseberichterstattung über Wiki Loves Monuments im Folgenden eine kurze Übersicht: Die unten stehende Grafik beschreibt deutschsprachige Presseerwähnungen für die Monate Juli bis Oktober 2011. Im September sind 33 Berichte dokumentiert, für den Oktober 11. Letztere sind allesamt ab der 43. Kalenderwoche veröffentlicht worden, in Zusammenhang mit der Erwähnung der deutschen Gewinnerfotos in der Pressemitteilung zu 20 Millionen Artikeln. Zur Farbverteilung: In jedem Monat stehen die Farbsäulen von links nach rechts für Medien nach Reichweite (steigend). Lediglich das Tiefblau am jeweils rechten Rand steht für “undefiniert”. Zur Evaluation der Pressearbeit ein schönes Tool, das wir noch bis Ende des Jahres testen dürfen.Grafik: Meltwater News

 

Eine zusammengefasste Auswahl befindet sich im schon erwähnten Pressespiegel des Vereins. An dieser Stelle nochmals Gratulation an das erfolgreiche Team der Freiwilligen, die dieses Projekt realisiert haben!

Pressegespräche / Medienkooperationen

Im Rahmen der Bucherscheinung und der geplanten Lesungen gab es zahlreiche Anfragen (siehe Pressespiegel). Ausgelöst durch die Stellenanzeigen, interessierten sich einige Medien auch bereits für das geplante WikiData-Projekt (darunter heise.de, taz, dapd). Auch diese Berichte finden sich im Pressespiegel.

Ein Treffen mit Wikipedianern und der Berliner Morgenpost/Welt ist in Vorbereitung.  Es soll ein Austausch zwischen Redakteuren und Wikipedianern stattfinden, der in zwei Richtungen gehen könnte: Über den Berlin-Artikel in Wikipedia (eine Reportage darüber ist geplant) und über die Verwendung von Wikipedia in Redaktionen.

Bereits erwähnt wurde die geplante Zusammenarbeit mit dem Deutschen Technikmuseum. Hier fanden zahlreiche Gespräche statt und bei der Veranstaltung Wissen und Macht ist Wikimedia Deutschland Partner. Keynote Speaker am 10.11. ist Pavel Richter. Weiteres Thema mit dem Technikmuseum ist ein ‘Wikipedian in Residence’. Hierzu laufen derzeit die Gespräche noch.

Informationsmaterial

Nach der ersten Ausgabe unseres wöchentlichen Newsletters Wikimedia:Woche am 29. September haben wir im Oktober vier weitere Ausgaben verschickt. Kommunikationsweg sind die beiden Mailinglisten vereinde-l@lists.wikimedia.org und wikide-l@lists.wikimedia.org. Die Wikimedia:Woche erscheint immer donnerstags. Ziel ist eine Zusammenfassung offizieller Bekanntgaben, Berichte und Kommentare der Wikimedia Foundation und der Ländervertretungen. Von Community-Seite wird der Newsletter im Wikipedia:Kurier verlinkt. Alle erschienenen Ausgaben werden außerdem auf der entsprechenden Wikipedia-Seite archiviert. Jeder Interessierte ist übrigens herzlich eingeladen, bei der Sammlung von Themen für die jeweils nächste Ausgabe mitzumachen. Dafür einfach offizielle Neuigkeiten mit Links in dieses Etherpad zur Wikimedia:Woche legen.

Vorhandenes Informationsmaterial wurde nachgedruckt. In der Schlussredaktion ist aktuell die Broschüre zu Wikisource. Geplante Fertigstellung ist im November.

Wikipedia-Buch

Die Arbeit rund um das Wikipedia-Buch konzentrierte sich im letzten Monat auf die Frankfurter Buchmesse, auf der wir am 12. und 15. Oktober präsent waren. Am Eröffnungstag stellte Jimmy Wales das Wikipedia-Buch auf einer Pressekonferenz vor und wir organisierten zahlreiche Pressetermine (darunter ORF, BR, Zeit online). Einige Ergebnisse seines Einsatzes für das Buch sind im Pressespiegel einzusehen. Am 15. Oktober, dem ersten Publikumstag, standen Catrin und David Ludwig bei einem Interview auf dem Blauen Sofa Rede und Antwort. Das kontroverse Gespräch zog zahlreiche Interessierte an und endete mit einer Leseempfehlung. Danach waren mehrere Wikipedianer am Stand unseres Verlagspartners Hoffmann und Campe anwesend, gaben Interviews, beantworteten Fragen und informierten die Messebesucher über das Wikipedia-Buch und das Projekt an sich. Wie überaus wichtig ihre Bemühungen waren, spiegelt sich in der entsprechenden Presseberichterstattung wieder und wurde zudem fotografisch festgehalten. Am 27. Oktober fand außerdem die erste Buchlesung in Kassel statt. Vor über 30 Besuchern lasen und diskutierten Tobias Lutzi, Kerstie Nebelsiek, Ralf Roletschek und Boris über das Buch und viele spannende Facetten von Wikipedia. Es gab zahlreiche Fragen aus dem Publikum und am Ende wurde sogar für Wikipedia gespendet. In Vorbereitung ist die nächste Lesung in der SLUB in Dresden am 9.11.2011. Die Lesungen werden durch Presseinformationen und -Einladungen an lokale Medien begleitet und Catrin koordiniert einzelne Interviews mit Wikipedianern vor Ort. Zur Bewerbung der Lesungen wurde ein Plakat entworfen. Unterstützung bei lokalen Veranstaltung ist herzlich willkommen!

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

In Berlin hängen dank der Pro-bono-Unterstützung durch Leo Burnett u.a. am Hackeschen Markt Plakate, die auf die Initiative aufmerksam machen. Die aktuelle Wired hat das Thema ‘Wikipedia als Weltkulturerbeauch aufgegriffen. Mit der BTU Cottbus haben wir zum neuen Semester ein Studentenprojekt gestartet, in dem es u.a. um genau dieses Zusammenspiel von Wikipedia und Weltkulturerbe geht.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikimedia Deutschland freut sich in diesem Jahr das EduCamp, vom 18. bis zum 20.11.2011 unter dem Motto “Neue Lernkulturen fördern und vernetzen” in Bielefeld, zu unterstützen. Kollaboratives Arbeiten und die Förderung eines Austausches unter neuen Lernansätzen sind für Wikimedia Deutschland wichtige Schritte in Richtung partizipativer Bildungsansätze. Wir freuen uns daher auf das Camp und natürlich auf die unter einer freien Lizenz erscheinenden Abschlussergebnisse.

Schulprojekt

In diesem Monat war das Wikipedia-Schulprojekt durch gezielte Ansprache von lokalen Redaktionen in der öffentlichen Wahrnehmung sehr präsent. Unser Referent Kilian Kluge wurde bei einem Einsatz begleitet und im Anschluss zu seiner Arbeit als Wikipedia-Referent interviewt. Die Berichterstattung fand unter anderem in der Berliner Morgenpost, dem Handelsblatt und weiteren Zeitungen Erwähnung. Zur Berichterstattung siehe das Medienecho auf der Schulprojekt-Homepage.

Das Schulprojekt hatte außerdem Gelegenheit sowohl im Rahmen einer Veranstaltung des Landesmedienzentrums Stuttgart als auch des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz zum Einsatz zu kommen. Insgesamt gab es in diesem Monat 18 Veranstaltungen. Darunter eine Schulung von Medienpädagogen, 12 Schülerworkshops und 5 Lehrerschulungen. Das Projekt kann in diesem Jahr somit mittlerweile auf über 60 Workshops zurückblicken. Auf dem Bildungskongress “Lernen bewegt” der Frankfurter Buchmesse konnten darüber hinaus weitere Kontakte geknüpft werden.

Arbeitsmaterial für Lehrer

Wikipedia ist Thema bei Schülern und Lehrern, daher hat es sich Wikimedia Deutschland nun zur Aufgabe gemacht ein Arbeitsbuch für Lehrer zu entwickeln. Natürlich unter Freier Lizenz und in kollaborativer Arbeitsweise. Nach intensiven Diskussionen im Vorfeld bezüglich der Gliederung hat nun am 11. Oktober auf wikibooks die gemeinschaftliche Erarbeitung von praxisorientierten Arbeitsmaterialien zu Wikipedia für den Unterricht, unter dem Titel “Wikipedia in der Schule”, begonnen.

Jeder, der Ideen und Erfahrungen zum Einsatz von Wikipedia im Unterricht hat, ist herzlich dazu eingeladen, sich in den nächsten Wochen in die Erarbeitung der Inhalte einzubringen. Diese Phase auf wikibooks wird noch bis Ende November laufen und soll dann in eine Redaktionsphase zur Erstellung von Printmaterial überleiten. Wenn Ihr noch unsicher seid, wie Ihr mitarbeiten könnt, dann lest euch die Hilfeseite durch und schreibt am besten direkt an den Inhalten mit!

“Wikipedia Ambassador”

Vor dem Hintergrund des international erfolgreichen Campus Ambassador Programs der Wikimedia Foundation beginnen Denis Barthel und Elly Köpf derzeit mit der Umsetzung in eine deutschsprachige Variante.

Das Schreiben von Wikipedia-Artikeln wird hier als neue Methode zur Erbringung von Studienleistungen etabliert: auf Basis des im Seminar erlernten Stoffes werden Enzyklopädie-Beiträge anstelle normaler Hausarbeiten verfasst. Die Studierenden sind hochmotiviert, da sie sich in einem modernen, positiv besetzten Kontext bewegen. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf Studienleistungen und Lernklima aus. Die Methode etabliert sich zunehmend international, so in Kanada, Brasilien und Indien. In Deutschland hat der Einsatz von Wikipedia in der universitären Lehre bisher nicht Einzug gehalten, zahlreiche Einzelprojekte illustrieren hier aber die Übertragbarkeit.

Nach einer Konzeptionsphase hat die Ansprache von Universitäten, die bereits Interesse angemeldet hatten, und die Planung eines Kick-Off-Meetings begonnen. Noch nicht ganz sicher ist der Titel des Programms, “Wikipedia Ambassador” ist nur ein Arbeitstitel. Habt ihr eine gute Idee zum Titel? Dann schickt uns eine Mail an campus@wikimedia.de, falls es überzeugt, gibt es ein Exemplar des Wikipedia-Buchs! Aber auch für eure Beiträge, Gedanken und Anregungen zum Programm selbst an die gleiche Adresse sind wir euch dankbar.

Silberwissen / TAO

DGPT goes Wikipedia – das war der Titel eines gemeinsamen Wochenendseminars der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte und Wikimedia Deutschland. 14 Postgeschichtler hörten nicht nur interessiert zu, diskutierten und fragten sondern unternahmen mit Unterstützung der Referenten in diesen beiden Tagen gleich ihre ersten Schritte in der Wikipedia. Ein Dankeschön an Dr. Wolfgang Töpfer (Vorstand DGPT) für die sehr gute Vorbereitung und an die Referenten Jürgen, Lienhard und Mario für ihren Einsatz.

In einer Beratung zwischen Catrin, Elvira und Frank Leyhausen (Deutsche Seniorenliga) wurden gemeinsam die nächsten Schritte der Zusammenarbeit festgelegt. Die Deutsche Seniorenliga wird ihr breites Netzwerk nutzen, um das Projekt Silberwissen in der für uns interessanten Zielgruppe bekannt zu machen. Ausserdem konnte Kontakt zum Verband der Volkshochschulen in NRW hergestellt werden. Unser Angebot zu einer Einführungveranstaltung und zwei Wikipedia-Workshops stieß auf Interesse. Die ersten Rückfragen für das neue Semester 2012 erreichten uns bereits.

Für das nächste Treffen der TAO-Partner in Bern im November, bereitet Elvira gemeinsam mit unserem Partner an der Universität Ulm die Ergebnisse des ersten Projektjahres auf.

FUNDRAISING

Die Herbstkampagne steht kurz bevor und das Fundraising hat sich fast ausschließlich mit den Vorbereitungen befasst. Im Oktober wurde die neue Spendenseite live geschaltet. Mit der neuen Version können wir erheblich besser testen, in dem wir beispielsweise unterschiedliche Varianten von Spendenseiten erstellen. Dieses haben wir in den letzten Wochen auch vier mal gemacht. Die Ergebnisse findet ihr hier. Bevor die Kampagne in der zweiten November-Woche beginnt, werden noch zwei Tests durchgeführt. Während der Kampagne werden verstärkt persönliche Aufrufe getestet. Wie immer seid ihr herzlich dazu eingeladen, euch zu beteiligen. Hier erfahrt ihr mehr.

Dazu wird an der konzeptionellen Durchführung der Kampagne gearbeitet. Wann versenden wir Mailings, wie sprechen wir unsere Zielgruppe an, was wollen wir wie kommunizieren? Der dritte wichtige Punkt betrifft die Einarbeitung in unsere neue Spendensoftware VEWA von Grün, die pünktlich zum Beginn der Kampagne voll einsatzfähig ist. Zudem hat Daniel Kinzler, technisch von Kai Nissen und organisatorisch durch Sebastian Sooth unterstützt, den Server für die diesjährige Spendenkampagne aufgesetzt.

Außerdem haben wir die Ergebnisanalyse der Spenderumfrage abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden bereits hier und hier veröffentlicht und sie erzeugen interessante Reaktionen. Derzeit werden die Ergebnisse ins Englische übersetzt, damit wir diese auch international präsentieren können. Habt ihr Fragen zur beginnenden Kampagne? Wollt ihr mithelfen? Wir können jede Hilfe gebrauchen: till.mletzko@wikimedia.de.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget

Bis 28.10. konnten Anträge für die zweite Runde des Community-Projektbudgets eingereicht werden. Von den 62 bis 14.10. angemeldeten Ideen wurden 33 als Antrag eingereicht. Sebastian Sooth hat den CPB-Ausschuss u.a. durch Beratung der Antragssteller und Verbreitung der Informationen über die Antragsmöglichkeiten unterstützt. Auch wenn die Antragsfrist für die aktuelle Runde damit vorbei ist, können Ideen für weitere Community-Projekte jederzeit in der Antragswerkstatt vorgestellt und diskutiert werden.

Bei den vier noch laufenden Projekten aus der ersten Förderrunde wurden die Antragsteller von Sebastian bei den Vorbereitungen von weiteren Fotoflüge und Vorarbeiten für geplante Workshops und Filmvorlesungen unterstützt.

Bilderschatz

Bilderschatz ist gestartet, ein neues Wikipedia-Förderprogramm. Es soll helfen, kurzfristig realisierbare und überschaubare Projekte zur Gewinnung von Bildern, Videos und Tönen für Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Nähere Informationen dazu findet ihr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:SCHATZ – wir freuen uns auf eure Ideen!

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium konnte Gerrit im Oktober 10 weitere Anfragen bearbeiten, davon zwei im eLitstip. Die Erfolgsbilanz steht kurz vor der Schwelle von 2500 Artikeln  für das traditionelle Programm und bei deutlich über 250 im eLitstip, die mit Hilfe der angeschafften Bücher erstellt wurden. Für die Zukunft lassen diese Zahlen viel erwarten.

WissensWert

Nach Vorstellung und Diskussion des aktualisierten Wettbewerbskonzeptes mit der Community haben wir am 17. Oktober die zweite Bewerbungsrunde unseres Ideenwettbewerbes WissensWert ausgerufen. Im Rahmen von WissensWert stellt Wikimedia Deutschland Initiativen und Menschen, die mit ihren Ideen Freies Wissen fördern, bis zu 5.000 Euro für deren Umsetzung zur Verfügung. Das Besondere: Damit sprechen wir nicht nur Wikimedia-/Wikipedia-Projekte an, sondern alle, die sich für Freies Wissen, freie Lizenzen, freie Software, Open Data oder sonstige Baustelein einsetzen. Voraussetzung ist immer, dass alle Ergebnisse und Inhalte unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden und dass sich die Projekte mit den Zielen von Wikimedia Deutschland decken.

Die Jury ist wie im letzten Jahr gut besetzt, diesmal haben wir sieben Jurorinnen und Juroren an Bord: Daniel Dietrich (Open Knowledge Foundation), Benutzer:Eschenmoser (Wikipedia), Paula Marie Hildebrandt (Kuratorin im Projekt ÜBER LEBENSKUNST), Linus Neumann (Digitale Gesellschaft, netzpolitik.org), Delphine Ménard (Wikimedia Deutschland), Philipp Otto (irights.info) und Katrin Rönicke (Mädchenmannschaft, netzfeminismus.org).

Die Ausschreibung läuft bis zum 17. November 2011, bei Fragen und Anregungen steht euch Nicole Ebber gerne zur Verfügung.

Wiki Loves Monuments

Der Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments ist am 30. September mit 165.000 Bildern auf europäischer und knapp 30.000 auf deutscher Ebene erfolgreich zu Ende gegangen. Am vorletzten Oktoberwochenende traf sich – von Wikimedia Deutschland logistisch und finanziell unterstützt – die deutsche Jury in Berlin, um aus der Vielzahl der Bilder die besten 100 auszuwählen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, es sind wunderschöne Denkmalfotografien dabei – und das Beste: Sie alle stehen unter Freier Lizenz. Hier sind die Gewinner.

Besonders erfreulich ist, dass unter den Gewinnern so viele neue Nutzer zu finden sind, die vor dem 1. September nicht auf Commons angemeldet waren. Bemerkenswert ist außerdem, dass der elfte Platz an einen Fotografen aus der Partnergemeinde Wennigsen geht. Wennigsen arbeitet mit Wikimedia Deutschland zusammen an weiteren Aktivitäten zum Thema “Wikipedia und Gemeinden”. Der zwölfte Platz geht an einen Teilnehmer von WLM Mittelhessen, einem durch das Community-Projektbudget vom Verein geförderten Projekt. Herzlichen Glückwunsch!

Nun gilt es, die Preise zu versenden und dann gespannt auf das Ergebnis der europäischen Jury zu warten. Mal schauen, wie viele der deutschen Bilder unter den besten zehn sein werden!

Im Vorlauf des GLAMcamps in Amsterdam wird am 1. Dezember ein Evaluations-Treffen der Ansprechpartner aus allen beteiligten Chapter stattfinden, an dem Nicole teilnehmen wird. Hier wird es um Rückblick, Dokumentation und Ausblick auf das nächste Jahr gehen.

Toolserver

Für den Toolserver wurde Marlen Caemmerer als Interims-Admin gefunden, um Daniel Baur und Daniel Kinzler bei der Toolserver-Pflege zu unterstützen. Aktuell wird die Hardware aktualisiert, um mehr Platz zu haben. In Kürze startet eine Ausschreibung für einen weiteren bezahlten Toolserver-Admin, für das IT-Management ist seit Oktober Sebastian Sooth zuständig und hilft gerne bei konkreten Anfragen.

CommunitySpace

Obwohl der Berliner CommunitySpace noch nicht steht, häufen sich die Anfragen aus anderen Städten. Sebastian Sooth hatte hier u.a. in Hannover interessante Gespräche mit der Leibnitz-Bibliothek. In Berlin sind wir weiterhin auf der Suche und in Verhandlungen.

Zedler-Preis 2012

Das neue Konzept für den Zedler-Preis wurde weiter ausgearbeitet, der Zeitplan verschiebt sich allerdings weiter nach hinten. Über alle Änderungen hält Nicole euch über die Projektseite auf dem Laufenden.

Support-Team

Wenig öffentlich wahrgenommen aber für die Wikipedia von elementarer Bedeutung ist das Support-Team, das Bild-Permissions ebenso bearbeitet wie Änderungswünsche, Beschwerden und Anwaltsschreiben. Am 21.-23. Oktober fand der diesjährige Workshop des Support-Teams statt, dieses Mal im Friedensdorf International in Oberhausen. Schwerpunkt des Workshops war schriftliches Beschwerdemanagement. In einer halbtägigen Seminareinheit hatten die Team-Mitglieder die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten in schriftlicher Kommunikation zu verfeinern und zu lernen, typische Fehler zu vermeiden.

Participation Grants

Mit den Participation Grants wurde ein neues, gemeinsam mit der Wikimedia Foundation entwickeltes Förderprogramm vorgestellt, mit dem Wikipedianern in dessen Heimatländern es kein ressourcenstarkes Chapter gibt, die Teilnahme an für ihre Mitarbeit relevanten Konferenzen und Ereignissen ermöglicht wird. Für Wikipedianer aus den deutschsprachigen Ländern ändert sich jedoch nichts. Sie können ggf. Unterstützungen direkt von WMDE (Community-Budget), Wikimedia Österreich oder Wikimedia Schweiz beantragen.

WISSENSCHAFT

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER wurden im Oktober die Dokumente zu den Arbeitspaketen erstellt und ein projektinternes Review durchgeführt. Diese Berichte wurden nun auf der Projektseite veröffentlicht und befinden sich aktuell im Review-Prozess der EU. Das erste Projektjahr ist am 30. September zu Ende gegangen. Aus diesem Grund beschäftigten wir uns im Oktober intensiv mit den Vorarbeiten zur Erstellung des Jahresfinanzberichts, den wir Anfang November fertigstellen müssen. Darin legen wir der EU dar, wie und wofür wir die Gelder im ersten Projektjahr ausgeben haben.

Zur Überprüfung der inhaltlichen Entwicklung, findet am Ende jedes Projektjahres ein Review-Treffen vor der EU statt. Das diesjährige Treffen wird vom 29.11. bis zum 01.12. in Luxemburg abgehalten Dort werden alle Partner die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres dem zuständigen EU-Vertreter und zwei externen Sachverständigen vorstellen. Diese Kommission wird bei diesem Treffen prüfen, ob die im Projektantrag geplanten Arbeiten angemessen und zielorientiert umgesetzt wurden. Um eine angemessene Präsentation sicherzustellen, begannen die Vorbereitungen für dieses Treffen bereits Ende Oktober.

Neben diesen organisatorischen Aufgaben, fanden auch genauere Absprachen zur technischen Architektur des Gesamtprojekts statt. Dabei definierten wir, welche Anforderungen die von den anderen Projektpartnern für die Wikimedia Fallstudie entwickelten Tools erfüllen müssen. Darüber hinaus haben wir damit begonnen erste Entwürfe für ein Wikipedia-Werkzeug zu erstellen, das die für Wikipedia-Artikel berechneten Qualitätskriterien in geeigneter Weise darstellen wird.

Wikipedia Academy 2012

Wie im letzten Bericht angekündigt haben wir in diesem Monat weitere Gespräche über die Neuausrichtung der Wikipedia Academy 2012 geführt und erste Kandidaten für das Programme Committee angesprochen. In Vorbereitung auf die Veranstaltung im nächsten Jahr laden wir das Committee noch Ende 2011 zu einem Workshop nach Berlin ein. Die Wikipedia-Projektseite ist auf dem aktuellen Stand und dort nehmen wir gern Vorschläge und Anregungen zum neuen Format entgegen. Ansprechpartnerinnen bei uns sind Nicole, Denis und Angelika.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Mitarbeiter

Seit Anfang Oktober unterstützen Johannes Schrader (Fundraising-Bereich) und Undine Plümper (PR-Bereich) als Praktikanten die Arbeit der Geschäftsstelle. Im Bereich Technik ist Kai Nissen als Webentwickler dabei.

Stellenausschreibungen

Auf der Webseite von Wikimedia Deutschland finden sich aktuell u.a. spannende Stellen-Ausschreibungen zum Wikidata-Projekt.

Haushaltsplanung 2012

Im September war Wikimedia Deutschland zur Diskussion des Haushaltsplans auf Tour. Das Feedback dazu wurde in die Fassung des Wirtschaftsplans 2012 eingearbeitet, die auf der kommenden Mitgliederversammlung am 19. November 2011 in Hannover vom Vorstand zur Abstimmung gestellt wird.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im September 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlen in Berlin

Der Rücklauf auf unsere Wahlprüfsteine zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin war sehr erfreulich: Alle bisher im Parlament vertretenen Parteien sowie Piratenpartei, Partei für Soziale Gleichheit (PSG) und Tierschutzpartei haben geantwortet und sich nicht von dem 30 Fragen starken Konvolut abschrecken lassen. Die Antworten der Parteien haben Jan und Mathias auf der WikiCon in Nürnberg vor einem diskussionsfreudigen Publikum vorgestellt. Einer Anregung von Seewolf folgen wir gerne: So wollen wir den redaktionellen Erstellungsprozess beim nächsten Mal (mutmaßlich anlässlich der Landtagswahlen in Schleswig-Holstein 2012) noch stärker öffnen und zeitlich nach vorne verlagern.

Bei der Wahl selbst legte die Piratenpartei einen eindrucksvollen Schlussspurt hin und erzielte mit knapp 9% ein Ergebnis, das auf einen Schlag die 15-köpfige Liste der Kandidaten für das Abgeordnetenhaus komplett erschöpfte. Der knappe Wahlsieg der SPD und die hauchdünne Mehrheit für Rot-Grün sorgten neben dem Piratenergebnis für eine höhere Sichtbarkeit dieses Landesereignisses. Durch die hohe Erwartungshaltung, die insbesondere an den politischen Newcomer geknüpft wird, erwarten wir auch in Zukunft eine gesteigerte Resonanz sowohl für netzpolitische als auch berlinspezifische Themen in der überregionalen Berichterstattung.

Contentbefreiung per Tweet

Wir kennen den Prozess, Inhalte durch Verhandlungen aus einem unfreien Status in einen lizenzrechtlich freien zu überführen als langwierig, kompliziert und mitunter frustrierend. Ein Gegenbeispiel, wie es auch gehen kann, liefern das schnelle Medium Twitter und eine straffe militärische Befehlskette. Seit einiger Zeit veröffentlicht die Israelische Armee (IDF) auf ihrem Flickr-Account Bilder, die allerdings bislang nicht unter einer Freien Lizenz nutzbar waren. Seitens unserer Kollegen von Wikimedia Israel gab es hierzu einzelne Versuche, Werke von staatlichen Einrichtungen entweder gemeinfrei zu bekommen (analog der Public-Domain-Regelung im US-Urheberrecht) oder wenigstens eine mit einer Freien Lizenz vereinbare Lizensierungspolitik zu erreichen.

Unerwartet schnell und positiv erfolgte eine Rückmeldung des Pressesprechers der IDF über Twitter auf eine Bitte von Mathias hin, das Bildmaterial unter eine Freie Lizenz zu stellen. Wikimedia Israel klärte im direkten Gespräch die Details, das Bildmaterial der IDF ist nun vollumfänglich unter cc-by veröffentlicht und in Teilen schon auf Wikimedia Commons hochgeladen.

Verwaiste Werke

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags hat am 19. September drei Anträge der Oppositionsfraktionen von SPD, Grünen und Linkspartei zu verwaisten Werken (d.h. urheberechtlich geschützte Werke ohne ermittelbare Rechteinhaber) behandelt und ein halbes Dutzend Sachverständige angehört. Jan und Mathias nahmen als Zuhörer an der öffentlichen Ausschusssitzung teil. Aus Sicht von Wikimedia ist klar, dass keiner der aktuellen Entwürfe die Situation verwaister Werke für den Einsatz auf Wikimedia-Projekten klären würde, allerdings sind deutliche Unterschiede in der Bewertung der Lösungsansätze durch die unterschiedlichen Sachverständigen erkennbar.

Zum expliziten Fürsprecher einer freien Nutzung verwaister Werke machte sich der Sachverständige Rainer Kuhlen, der die Erweiterung des sehr eng gefassten Kreises der potenziellen Rechtenehmer (öffentliche Bibliotheken und Archive) auch auf Suchmaschinenbetreiber, Netzaggregatoren und Wikipedia vorschlug. Dissens unter den Sachverständigen gab es vor allem bei der Frage, ob die Digitalisierung und “Online-Verfügbarmachung” zu nicht-kommerziellen Zwecken grundsätzlich gebührenfrei oder gebührenpflichtig sein solle. Strittig ist ebenfalls die Mindestrecherchetiefe bei der Ermittlung des Status als Verwaistes Werk. Eine wirkliche Initiative seitens der Bundesregierung, sich dieses wichtigen Themas anzunehmen, bleibt bis zum ankündigten Dritten Korb der Urheberrechtsreform weiterhin ungewiss. Wikimedia Deutschland wird den Fortgang der parlamentarischen und gesetzgeberischen Tätigkeit hierzu in jedem Fall weiter verfolgen.

Open GLAM Camp in Warschau

Im Vorfeld des Creative Commons Global Summit hatte die Open Knowledge Foundation in die polnische Hauptstadt geladen, um den internationalen Erfahrungsaustausch von Aktivisten und Fachleuten im Bereich GLAM voranzutreiben. In den Räumen von CC-Polska leiteten Lucy Chambers (OKF) und Melanie Dulong (Creative Commons France) einen ganztägigen Workshop. Spannend wurde es vor allem bei der Diskussion um mögliche Anreize für Werkmittler, Metadaten oder Digitalisate freizugeben. Neben der erhöhten Sichtbarkeit der Bestände kann sich auch eine erhöhte Weiternutzung positiv auf die Förderpraxis der jeweiligen Zuwendungsgeber und die kommerzielle Nachfrage nach höherwertigen Versionen von Werken (z.B. als Prints) auswirken. Ebenso sinkt bei einer freien Lizensierung der mit der Rechteklärung verbundene administrative Aufwand. Gerade diesen ökonomischen Argumentationsmustern, so der einhellige Befund, dürften sich viele strukturell unterfinanzierte kulturelle Einrichtungen nicht verschließen. An dem Meeting nahm von deutscher Seite z.B. Daniel Mietchen, der aktuelle Wikipedian in Residence on Open Science, teil.

4. Collaboratory-Initiative zu “Privatheit und Öffentlichkeit”

Der Abschlussworkshop der 4. Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft fand am 16. September statt, Sebastian Sooth hat daran teilgenommen. Jetzt werden die abschließenden Arbeiten an den Texten gemacht, um noch im Herbst als Bericht zu erscheinen.

Berliner OpenData-Portal

Sebastian Sooth hat den Start des Berliner OpenData-Portals mit begleitet und die OpenStreetMap und Wikipedia-Daten mit eingepflegt. Berlin hat damit als ersten Bundesland ein eigenen OpenData-Portal. Die zur Verfügungstellung von öffentlichen Daten unter Freien Lizenzen ist eine wichtige Grundlage für die Weiternutzung und Kombination von Informationen aus verschiedenen Quellen für die Verbreitung Freien Wissens. Wir freuen uns, dass Berlin hier mit gutem Beispiel voran geht.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die dritte Ausgabe unserer Vereinszeitung ist Mitte September pünktlich zur WikiConvention in Nürnberg erschienen. Anfang des Monats kümmerten sich Catrin und Michael um die Schlußredaktion, Finalisierung des Layouts, Produktion sowie um den Versand an Abonnenten, Kooperationspartner, Institutionen etc. Im Vergleich zur letzten Ausgabe ist die Zahl der abonnierten Exemplare von 2.000 auf jetzt knapp 2.500 Stück gestiegen. Details über die Themen der Ausgabe und den weiter wachsenden Anteil von Gastautoren sind auch im Wikimedia-Blog zu finden. Durch zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen ist die aktuelle Ausgabe (mit einer Auflage von 5000 Stück)  bereits vergriffen. Wir arbeiten aber bereits an der nächsten (vierten) Ausgabe, die zur Mitgliederversammlung am 19. November erscheinen wird. Geplant ist es, die Auflage auf 10.000 zu erhöhen. Zur Erinnerung: Bislang wird der Druck der Wikimedium gesponsort.

Pressemitteilungen

Im September unterstützten wir die mediale Berichterstattung zur WikiConvention, zu Wiki Loves Monuments und zur Buchveröffentlichung von “Alles über Wikipedia” mit Pressemitteilungen. Die regionale wie überregionale Resonanz ist zum Nachlesen im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland gesammelt.Darüber hinaus wurden Presseeinladungen zu den lokalen WLM-Pressekonferenzen sowie zur Veranstaltung ‘Wikipedia für Berlin – Berlin für Wikipedia erstellt und verschickt.

Pressegespräche

In Vorbereitung zur WikiConvention und während der Veranstaltung führte Catrin zahlreiche Pressegespräche (vor Ort waren Bayerischer Rundfunk, dpa, süddeutsche und Nürnberger Nachrichten, heise-online) und bereitete Interviews mit Wikipedianern vor. Allgemeine Anfragen zum (immer noch) zehnjährigen Geburtstag von Wikipedia und sogar zum Projekt Silberwissen erreichten die Pressestelle im September.

Informationsmaterial

Auch für das Projekt Silberwissen ist jetzt ein allgemeiner Informationsflyer verfügbar, unter anderem hier anzusehen. Die Distribution erfolgt in erster Linie für die Ankündigung und Partnergewinnung der Seniorenworkshops. Mit der Deutschen Seniorenliga ist ein Aussand in den nächsten Wochen an die Mitglieder des Verbandes geplant.

Auf den vielfach geäußerten Wunsch von Vereinsmitgliedern haben wir ein Konzept für einen wöchentlichen Newsletter über Neuigkeiten aus dem Wikimedia-Universum erarbeitet. Der Newsletter fasst die wichtigsten Beschlüsse und Ankündigungen der Wikimedia Foundation und der Ländervertretungen kurz auf Deutsch zusammen und bietet Verweise auf die Quellen an.

Wikipedia-Buch

Der September stand ganz unter dem Zeichen der Vorbereitungen zum Erscheinen des Buches ‘Alles über Wikipedia’. Boris fieberte dem 14. September entgegen an dem das Buch in den Handel kommen sollte und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Während Catrin Einladungskarten und Pressemailings vorbereitete, organisierte Boris die Buchpräsentation in der Literaturwerkstatt in Berlin. Am 24. September fand die Veranstaltung mit ca. 100 Gästen statt. Neben einer kleinen Gesprächsrunde, die Entstehungsprozess und Besonderheiten des Wikipedia-Buches beleuchtete, lasen Gereon Kalkhul und Michael Schlesinger aus dem Buch. Schließlich präsentierte unser Praktikant Khesrau Behroz seinen Text “Nichts zu editieren” im Poetry-Slam-Stil, was echte Begeisterung beim Publikum auslöste. Ein Blogbeitrag hierzu verrät mehr. Erste Presseberichte finden sich hier.

Aber auch jenseits der Buchpräsentation in Berlin stand die Arbeit rund um das Wikipedia-Buch keinesfalls still. Inzwischen haben fast alle 100 Autoren ihre eigenen Exemplare zugeschickt bekommen. Auch die Vorbereitungen für die Präsenz auf der Frankfurter Buchmesse wurde ein ganzes Stück vorangebracht, sodass Wikipedia und das Buch nun durch 6 hervorragende Autoren am Stand von Hoffmann und Campe vertreten sein werden. Schließlich galt es zahlreiche Anfragen zum Buch zu beantworten und umfangreiche Pressearbeit zu leisten.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Anfang September fand im Berliner Radialsystem die Veranstaltung “Freies Wissen für Berlin” statt. Die Veranstaltung in Köln wird zur Zeit vorbereitet. In Berlin wird es im Oktober dank der Unterstützung durch Leo Burnett  an verschiedenen Stellen Wikipedia-Plakate zu sehen geben.

Leonardo Award 2011 in Köln

Eine Auszeichnung von ungewohnter Seite erfuhr Wikipedia am 21./22. September bei der Verleihung des “Leonardo Award für European Corporate Learning” in Köln. Stellvertretend für Jimmy Wales nahmen ihn drei Wikipedianer mit Hintergrund im Bereich Bildung und Wissen entgegen, neben Nando Stöcklin (Schweiz) und Ziko van Dijk (Niederlande) auch Denis Barthel. Begründet wurde die Vergabe damit, Wales habe viele Menschen inspiriert, ihre Kreativität aktiv einzubringen und so auch Unternehmen inspiriert, ihre Lernprozesse entsprechend zu verändern.

In Gesprächen rund um die Verleihung wurde deutlich, wie schwierig es für Unternehmen ist, die Phänomene Wikipedia und Freies Wissen zu verstehen. Aufklärung und Information über die Grundlagen zu diesen Themen sind in der Wirtschaft nicht weniger notwendig als andernorts. Für Unternehmen bedeutet es vor allem, den Mut zum Teilen aufzubringen und sich auf partizipative Prozesse einzulassen.

Die möglichen Schnittmengen von Wikipedia und Unternehmen auszuloten und in Diskussionen, Foren und Gesprächen zu thematisieren – das ist eine Aufgabe, die noch viel zu wenig angegangen wird. Die Verleihung dieses Preises ist nicht zuletzt eine Einladung zu einem konstruktiven, aber unumgänglichen und wichtigen Dialog, der für beide Seiten eine Herausforderung darstellen wird.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikipedia-Schulprojekt

Auf drei Messen war das Schulprojekt im September vertreten. Es ging in diesem Monat also verstärkt darum, persönlich mit Bildungsexperten und Pädagogen in Kontakt zu kommen. Dazu haben wir das KnowledgeCamp in Potsdam, die BildungsMesse der Uni Frankfurt und den Medienkompetenztag in Kiel genutzt. Auf den Messen waren jeweils Referenten des Referentennetzwerks vor Ort, um direkt Fragen zu beantworten. Auf der WikiCon hatten Elly und Kilian dann die Gelegenheit mit mit engagierten Wikipedia-Autoren ins Gespräch über Wikipedia im Bildungswesen zu kommen. Hierbei wurde über nationale und internationale Projekte im Bildungsbereich gesprochen und über Fragen der Struktur und Zielgruppen diskutiert.

Es gab in diesem Monat 13 Workshops im Schulprojekt, darunter 9 Schulungen für Lehrer und Pädagogen und vier Schulungen für Schüler. Die steigende Nachfrage von Lehrerworkshops zeigt, dass sich das Projekt herumspricht und die Nachfrage in diesem Bereich steigt. Um diesem Bedarf entgegen zu kommen hat Wikimedia Deutschland begonnen Lehrmaterial zu erarbeiten, welches Lehrer dabei unterstützen soll, sich aktiv mit Wikipedia im Unterricht auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit den Referenten des Schulprojektes und externer Expertise sollen Materialien für den Unterricht entstehen, selbstverständlich unter freier Lizenz. Wikimedia Deutschland wird in diesem Jahr erstmals das EduCamp in Bielefeld unterstützen, bei dem Bildungsexperten aus ganz Deutschland zusammenkommen, um kollaborativ Trends und Entwicklungen im Bildungsbereich zu diskutieren. Im Oktober wird das Schulprojekt nun, neben dem Wikipedia-Buch, auf der Buchmesse bei dem Bildungskongress “Lernen Bewegt” anzutreffen sein. Wenn Ihr in der Nähe seid, kommt vorbei!

FUNDRAISING

Drei Themen dominierten das Fundraising im September. Erstens wurde mit der Einrichtung der neuen Spendensoftware VEWA begonnen. Das neue System wird unsere jetzige Datenbank ersetzen und um viele Funktionalitäten erweitern. Damit wir zum Start des Fundraisers Anfang November eine einwandfrei laufende Software haben, sind wir derzeit am Testen aller möglichen Abläufe. Mitte Oktober wird das System einem großen Lasttest unterlaufen.

Zweitens bereiten wir uns zunehmend stärker auf den kommenden Fundraiser vor. Nach der Errichtung der neuen Server-Infrastruktur für die Spendenseite Ende September beginnen nun die ersten Tests von Aufrufen und unserer Spendenseite. Tobias hielt in diesem Zusammenhang auch eine Präsentation über Fundraising und insbesondere über Autorenaufrufe für den kommenden Fundraiser auf der WikiCon. Die Präsentation und alle anderen notwendigen Informationen rund um den Fundraiser sowie die kommenden Tests können auf der Fundraising-Portal-Seite nachgelesen und diskutiert werden.

Das dritte Thema im letzten Monat war die von uns durchgeführte Spenderumfrage. Aufgrund der Komplexität und Masse an gewonnen Informationen sind wir noch mit der Auswertung der Ergebnisse beschäftigt. Im Oktober werden die prägnantesten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen in einem ausführlichen Blogbeitrag veröffentlicht.

Abschließend wurde Ende September das dritte Wikimedium-Mailing des Jahres an ca. 1.500 Adressen verschickt.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget

Die zweite Antragsrunde ist gestartet, noch bis zum 14.10. kann man sich mit einer Idee anmelden, die dann bis zum 28.10. als Antrag eingereicht werden muss. Sebastian Sooth unterstützt dabei gerne. Alle Informationen zur aktuellen Runde auf der CPB-Projektseite. Aus der ersten Runde ist das Projekt “Wiki Loves Monuments Mittelhessen” jetzt erfolgreich abgeschlossen, die Fotoflüge gehen im Oktober weiter und die anderen geförderten Projekte sind aktiv in der Vorbereitungsphase. Also, gleich mit einer guten Idee zur Unterstützung und Verbesserung Freien Wissens bewerben!

WikiConvention

Am 9.-11. September trafen sich in Nürnberg bei der WikiConvention etwa 180 Menschen unter dem Motto “Wissen fängt mit W an”, um sich über Wikipedia und ihre Schwersterprojekte zu informieren und zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde organisiert von der Community für die Community, Wikimedia Deutschland leistete als Hauptsponsor finanzielle Unterstützung und stand den Organisatoren bei allen logistischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Nicole und Simon waren Ansprechpartner in Fragen zum Budget und Logistik (Technik, Catering, Unterkunft), Johannes kümmerte sich um alle Anfragen bzgl. Kostenübernahme durch das Community-Budget.

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg: In über 60 Workshops wurden die verschiedensten Themen, die der Communtiy auf dem Herzen liegen, vorgestellt, lebhaft diskutiert und es wurden Zukunfstpläne geschmiedet. Viele Mitarbeiter der Geschäftsstelle haben die Gelegenheit genutzt, in Nürnberg eigene Workshops und Vorträge anzubieten und sich mit der Community auszutauschen. Ein ausführlicher Bericht der Organisatoren bei uns im Blog “WikiConvention 2011: Ein Ein- und Rückblick”.

Wiki loves Monuments

Dass die Community, welche hinter Wikipedia und ihren Schwesterprojekten steht, in der Lage ist Außergewöhnliches zu leisten, ist ja eigentlich kein Geheimnis mehr. Trotzdem staunten wir in der Geschäftsstelle jeden Tag auf’s Neue über die zahlreichen Bildbeiträge für den Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments. Innerhalb der ersten 24 Stunden gab es bereits über 2000 Uploads und Mitte September wurde mit dem 100 000. Bild die “magische Grenze” durchbrochen. Die deutsche Community war dabei mit ca. 25 000 Bildern besonders fleißig.
Auch auf lokaler Ebene gab es eine Vielzahl von Städtekooperationen und Aktionen, so zum Beispiel in Köln, Potsdam und der gesamten Region Mittelhessen, wo – gefördert durch das Community-Projektbudget und unter der Leitung von Kilian Kluge -, eine ganze Woche lang im Fokus der Fotografinnen und Fotografen lag. Während sich Nicole und Simon weiterhin um Werbung, Preise und Juroren kümmerten, waren Catrin und Michael damit beschäftigt die zahlreichen Presseanfragen zu koordinieren und dadurch den Pressespiegel zu füllen.

Literaturstipendium

Zwei Jahre ist es her, das erstmals eine Gruppe von Wikipedianern zur Unterstützung ihrer Mitarbeit an der Wikipedia Zugriff auf elektronische Literatur erhielt. Im Herbst 2009 erhielten alle Biologie-Autoren Zugänge zur Datenbank BioOne – so entstand das eLitstip als Spezialfall des Literaturstipendiums.

Rechtzeitig zu diesem Geburtstag konnte im Gespräch mit BioOne die ursprünglich auf eine Laufzeit von 2 Jahren begrenzte Zusammenarbeit um weitere 2 Jahre verlängert werden. Zugleich setzen die Biologen den nächsten Akzent: nach Chemikern und Afrikanisten haben dank ihrer Initiative 8 Vogelkundler Zugänge zu „Birds of North America Online“ erhalten, einem Referenzwerk zum Thema nordamerikanischer Vögel.

Auch das “traditionelle” Literaturstipendium (dicke Bücher) entwickelt sich weiter hervorragend: 8 Titel konnten im September zugesagt werden, mehr als je zuvor in einem Monat. Damit wurden in diesem Jahr bereits fast 50 Titel verschickt, mehr als das doppelte des gesamten Jahrs 2010.

Freiwilligenförderung

Rund um die WikiConvention konnten wichtige Pflöcke für weitere Aktivitäten aus dem Bereich der Freiwilligenförderung eingeschlagen werden. So wurden die Regeln und Verfahren für die Vergabe von E-Mail-Adressen (z.B. @wikipedia.de) für Projektmitarbeiter mit breiter Beteiligung diskutiert und vereinbart, sodass dieses Serviceangebot Anfang Oktober starten wird.

Gemeinsam mit der Wikimedia Foundation erarbeitet Wikimedia Deutschland derzeit ein neues Förderprogramm namens Participation Grants. Aus diesem Topf sollen Wikimedia-Projektmitarbeiter auf unbürokratische Art und Weise Unterstützung zur Teilnahme an relevanten Treffen und Konferenzen erhalten. Förderentscheidungen sollen von einem gemeinsamen Ausschuss der WMF und der teilnehmenden Chapters getroffen werden. Weitere Chapters sind zur Beteiligung eingeladen.

Creative Commons Global Summit

Nicole war im September beim Creative Commons Global Summit und hat dazu einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben.

Zedler-Preis und WissensWert

Beide Aktionen werden noch in diesem Jahr angestoßen, Nicole hat mit Unterstützung von Catrin, Sebastian und Johannes an den Konzepten und Ideen gefeilt und wird Anfang Oktober näheres dazu berichten können.

Bilderschatz

Bilderschatz? Unter diesem Namen steht ein neues Wikipedia-Förderprogramm kurz davor, online zu gehen. Es soll helfen, kurzfristig realisierbare und überschaubare Projekte zur Gewinnung von Bildern, Videos und Tönen für Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Näheres dazu in den kommenden Tagen!

CommunitySpace

Aus verschiedenen Städten gibt es Partneranfragen für CommunitySpace-Partnerschaften, die Sebastian Sooth betreut. In Berlin sind wir weiterhin auf der Suche und in Verhandlungen.

WISSENSCHAFT

RENDER

Im September dominierte bei der Arbeit am Forschungsprojekt RENDER die Fertigstellung der fälligen Berichte der Arbeitspakete (z.B. Definition der Metriken, Maßnahmen zur Verbreitung und der Beteiligung Interessierter) und der umfangreiche Review-Prozess. Das Projekt läuft jetzt seit einem Jahr. Zum Ende dieses ersten Projektjahres sind demnach auch viele organisatorische Aufgaben zu bewältigen wie beispielsweise die Vorbereitung des jährlichen Finanzberichts.

Alle RENDER- Projektpartner versammeln sich quartalsweise zu einem technischen Arbeitstreffen. Nach den letzten Meetings im April in Ljubljana beim Projektpartner Institute Jožef Stefan und im Juli in Sofia bei Ontotext, war Wikimedia Deutschland nun Gastgeber des Treffens. Dieses fand Ende September in Berlin statt und wurde freundlicherweise vom ClubOffice finanziell unterstützt. Dabei ging es insbesondere um die konkreten Anforderungen an die technischen Partner für die Entwicklung geeigneter Werkzeuge zur Darstellung von Informationsdiversität als Qualitätskriterium für Wikipedia.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Faktenabdeckung, der Aktualität sowie der Objektivität in Wikipedia-Artikeln. In den kommenden Monaten werden wir auch erste Prototypen zusammen mit unseren technischen Projektpartnern entwickeln und deren Nutzen testen.

Wikipedia-Academy

Wie bereits im Blogbeitrag “Neues von der Academy” angekündigt, werden wir den Fokus der Wikipedia Academy deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia“ verschieben. Sie soll Wikipedia-Forscher miteinander in Kontakt bringen, den intensiven Austausch anregen und Möglichkeiten neuer Zusammenarbeit und Interaktion schaffen. Die eigentliche Konferenz soll erst 2012 stattfinden. Einen Grundstein für diese Veranstaltung legen wir aber bereits Ende diesen Jahres: Wir möchten Organisatoren, “Program Committee” und einige Wikipediaforscher zu einem kleinen Workshop einladen, in dem die Veranstaltung gemeinsam konzeptioniert und vorgestellt wird. Dazu in Kürze mehr.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im August 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Stellungnahme zu verwaisten Werken an Bundesjustizministerium

Die Europäische Kommission hat im Mai 2011 einen Vorschlag für eine Richtlinie zum Umgang mit verwaisten Werken vorgelegt. Wenn dieser Richtlinienvorschlag durchkäme, müsste er von den nationalen Regierungen der EU in nationales Recht gegossen werden. Das deutsche Bundesjustizministerium hat uns daher zur Kommentierung dieses EU-Kommissionsentwurfes aufgefordert.

Die Stellungnahme von Wikimedia Deutschland (erarbeitet von Jan und Mathias) weist zunächst darauf hin, dass eine solche “Orphan-Works-Regelung” für Projekte wie Wikipedia, Wikisource, Wikimedia Commons nur dann wirklich hilfreich wäre, wenn ihr Anwendungszweck das passive Anschauen in einer digitalen Bibliothek überstiege. Abgesehen davon gäbe es noch viele Dinge im Detail zu verbessern: So müssten etwa die Datenbanken, die für die Freigabeprozedur für verwaiste Werke und ihre Statusfeststellung verwendet werden, zumindest von jedermann kostenfrei einsehbar sein. Ebenso schlagen wir eine gegenseitige Anerkennung von Nutzungshandlungen durch Mitgliedsstaaten vor, um auch hier endlich Schluss mit nationalen “Insellösungen” zu machen, die einen erhöhten Informationsaufwand für alle Beteiligten erzeugen. Vor allem aber regen wir an, den Kreis jener Einrichtungen zu öffnen, die von der Richtlinie profitieren. Denn es ist nicht ersichtlich, warum eine künftige Harmonisierung der gesetzlichen Bestimmungen nicht auch privatwirtschaftliche Initiativen betreffen sollte.

Da es Mitte September im Rechtsausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung zur Digitalisierung verwaister Werke gibt, wollen wir hier über diese Stellungnahme hinaus an dem Thema dran bleiben und in den kommenden Wochen ein Positionspapier veröffentlichen, um unsere Sichtweise transparent und nachvollziehbar zu machen.

Bilderfreigabe durch Konrad-Adenauer-Stiftung

Jeder kennt ihn: den Klassiker aus der Geschichte der Wahlplakate. Text: “Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau”, suggestiv bebildert und eingesetzt von der CDU anlässlich der Bundestagswahlen 1953. Ein Digitalisat dieses Plakats, zusammen mit vielen anderen Preziosen aus der Adenauer-Zeit, ist nun für jedermann nachnutzbar. Es freut uns außerordentlich, dass das Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in einer ersten Lieferung 129 Fotos und Plakate unter der Lizenz Creative Commons cc-by-sa 3.0 freigegeben hat. Dies soll der Auftakt sein für Kooperationen mit anderen parteinahen Stiftungen, um interessante Bereiche der jüngeren Zeitgeschichte (Kalter Krieg, Entspannungspolitik, Wiedervereinigung, Neue Soziale Bewegungen, etc.) schrittweise zu erschließen. Die Bilder der Konrad-Adenauer-Stiftung sind bereits auf Wikimedia Commons hochgeladen worden, die Gesamtansicht findet sich hier. Herzlichen Dank an die Wikipedianer, die so rasch und unkompliziert den Upload erledigt haben!

Veranstaltung zu Wahlen in Berlin

In diesen Tagen erwarten wir die Antworten auf die hier veröffentlichten Wahlprüfsteine. Erste Analysen werden Jan und Mathias bereits bei der WikiConvention in Nürnberg vorstellen. Als begleitende Veranstaltung planen wir am 1. Oktober in Berlin ein “Netzpolitisches Katerfrühstück” mit Vertretern der ins Abgeordnetenhaus eingezogenen Parteien. Dadurch, dass der Wahlkampf inhaltlich nie so recht von der Stelle kam und netzpolitische Anliegen durch andere Themen (z.B. Brandstiftungen in bürgerlichen Bezirken) klar überlagert wurden, möchten wir die Gelegenheit nutzen, bei den für uns wichtigen Themen wie beispielsweise der Freigabe behördlicher Daten, Panoramafreiheit und Open Access im Gespräch mit Volksvertretern und Praktikern nochmals genauer nachzuhaken. Mitveranstalter werden u.a. die Open Knowledge Foundation und das Open Data Network sein. Details und Veranstaltungsort werden im Blog noch rechtzeitig bekannt gegeben.

4. Collaboratory-Initiative zu “Privatheit und Öffentlichkeit”

Im August wurden  in der 4. Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft die Zukunftsszenarien im Verhältnis von “Privatheit und Öffentlichkeit” weiter ausgearbeitet. Dazu fand unter anderen ein weiterer Workshop in den Räumen der CSC-Hauptstadtvertretung statt.  Am Freitag, dem 16. September findet in Berlin der Abschlussworkshop mit externen Gästen statt, ab 17 Uhr mit einer öffentlichen Abendveranstaltung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt. Auf http://collaboratory.de/ sind alle Termine, Berichte und die Dokumente der ersten drei Expertenrunden unter Freien Lizenzen verfügbar. Bei Sebastian könnt Ihr mehr erfahren.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Presseanfragen

Die Wikimania wurde auch in der deutschsprachigen Presse gut wahrgenommen. Wir haben die Mitteilung des Israelischen Chapters aus dem Englischen übersetzt und nach dem Aussand der Pressemitteilungen an unseren Presseverteiler zahlreiche Rückfragen und Anmeldungen (WDR, ARD, ZDF, dpa, Spiegel online, etc.) erhalten. Ein Teil der Medienberichte können hier nachgelesen werden.

Interviews, Hintergrundgespräche und Anfragen zu Wiki loves Monuments, der WikiConvention und zu dem Referendum (Filter), haben Catrin in der zweiten Augusthälfte beschäftigt. Darüber hinaus wurden Interviewanfragen mit Jimmy Wales (Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau) koordiniert und erste Anfragen zur Bucherscheinung ‘Alles über Wikipedia – und die Menschen hinter der größten Enzyklopädie der Welt’ bearbeitet.

Wikimedium

Die dritte Ausgabe der Vereinszeitung wird Mitte September erscheinen. An dieser Stelle schon jetzt herzlichen Dank an die vielen freiwilligen Autoren, die uns ihre interessanten Berichte zugeschickt haben. Bis Ende August wurde die Zeitung von Catrin und Michael fertig layoutet, redigiert, bebildert und produktionsfertig gemacht. Und kaum fertig, steht bereits die Planung für die letzte Ausgabe der Wikimedium an, da die nächste (vierte) Ausgabe der Vereinszeitung zur Mitgliederversammlung im November erscheinen soll. Eure Ideen oder Beiträge nehmen wir deshalb gerne ab sofort unter redaktion@wikimedium.de entgegen.

Wie immer könnt Ihr die aktuelle Ausgabe kostenlos bestellen, um sie zum Beispiel bei Stammtischen auszulegen, im Freundeskreis zu verteilen oder einfach selbst darin zu blättern. Wir versenden die Wikimedium derzeit an über 2.000 Abonnenten. Bestellungen einfach an die Mailadresse der Redaktion.

Pressemitteilungen

Im August sind gemeinsam mit der Community Presseinformationen zu den Aktivitäten ‘Wiki loves Monuments’ und der ‘WikiConvention’ erarbeitet und versendet worden. Aktuelle Pressemitteilungen können auf unserer Webseite nachgelesen werden.

Pressegespräche / Medienkooperationen

Derzeit in Planung sind eine Zeit-Online-Debatte für den November und eine Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk zur ‘Langen Nacht des Wissens’, die voraussichtlich aber erst im Frühjahr 2012 stattfinden wird.

Informationsmaterial

Als Unterstützung für Wiki loves Monuments haben wir in Zusammenarbeit mit Kilian Kluge vom Projekt Wiki loves Monuments Mittelhessen einen Informationsflyer zum Fotowettbewerb erarbeitet und produziert, der auch bereits als regionale Version für beteiligte Partnerstädte verwendet wurde und werden kann. Gute Resonanz gab es es in den ersten Tagen auf unser Angebot an kostenlosen Wikipedia-Geschenkartikeln, die ihr für eure Wikipedia-Veranstaltungen und Aktivitäten rund ums Projekt bei uns anfordern könnt. Nähere Information dazu in Michaels Blogbeitrag.

Wikipedia-Buch

Während sich das Wikipedia-Buch in Druck befindet ging im August die Vorbereitung der Veranstaltungen  weiter, die als Begleitmaßnahmen zur Veröffentlichung angedacht sind. Dazu gehören die programmatische Ausgestaltung der Buchpräsentation am 24. September in Berlin, die Organisation der Pressekonferenz auf der Frankfurter Buchmesse am 12.Oktober und die Lesungen, die wir in verschiedenen deutschen Städten planen. Gerade für den letzten Punkt ist Feedback aus der Community überaus willkommen. Boris und Catrin sind derzeit auf der Suche nach engagierten Wikipedianern und Stammtischen, die gemeinsam mit uns Lesungen in ihren Städten organisieren möchten. Wir freuen uns auf Eure Ideen und Anfragen.

Schließlich konnte auch der Flyer zum Wikipedia-Buch fertiggestellt werden. Damit steht er für Veranstaltungen und Aktivitäten rund ums Wikipedia-Buch für Autoren, Community und die breite Öffentlichkeit zur Verfügung. Bei Interesse bitte bei Catrin Schoneville oder Boris Marinov melden!

Daneben hat Boris die Online-Inhalte des Buchs vorbereitet, die als Ergänzung zu den 350 Papierseiten dienen. Da wir im Internet nicht den Einschränkungen des Drucks obliegen, enthalten die Online-Inhalte eine umfangreiche Bebilderung und Verlinkung, die es zusammenzustellen und zu gestalten galt.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Die Petition “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden” hat im August die 50.000er Marke geknackt. Weitere Veranstaltungen in Berlin (am 2. September), Köln (im Oktober), Frankfurt und Hamburg werden vorbereitet. Möchte jemand eine Veranstaltung in einer bestimmten Stadt mit unterstützen oder hat Orts-/Gästewünsche? Dann bitte einfach bei Sebastian Sooth melden.

Für die Deutsche UNESCO-Kommission wird zur Zeit ein Projektexposé vorbereitet, um damit die nächsten Schritte vorbereiten zu können und im Oktober startet das Studienprojekt “Wikipedia and the UNESCO World Heritage” an der BTU Cottbus.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikipedia-Schulprojekt

Das Wikipedia-Schulprojekt hatte im August einen sehr produktiven Monat. Es galt bisherige Kontakte zu vertiefen und neue Veranstaltungen zu planen. Erstmals fand am 22. August ein Projekt an einer Grundschule, der Freien Schule in Potsdam, statt. Ziel war es, herauszufinden in wieweit Wikipedia bereits in Grundschulen eine Rolle spielt und wie Schüler in dieser Altersklasse mit der Online-Enzyklopädie als Quelle umgehen. Beim Workshop konnten Schüler der fünften und sechsten Klasse in spielerischer Form mehr über Lexika, Freies Wissen und Wikipedia erfahren. Mit Hilfe von Bildern wurde Ihnen die Geschichte von Wikipedia erzählt, sie konnten eigene Fragen einbringen und in gemeinsamer Gruppenarbeit recherchierten sie  mit Hilfe ihrer Lehrkräfte selbstständig Informationen in Wikipedia. Es zeigte sich, dass in Grundschulen bereits mit Online-Enzyklopädien gearbeitet wird und eine spielerische Annäherung für alle Seiten bereichernd sein kann.

Vom 26. bis zum 28. August 2011 trafen sich dann die Referenten des Wikipedia-Schulprojekts im Coworking-Space in Nürnberg zu ihrem vierten Treffen. Das Wochenende begann mit einem offenen Workshop, in dem Interessierte ihre Fragen stellen konnten und mit den Referenten in Kontakt kamen. Der Workshop wurde von den Teilnehmern gut aufgenommen und führte zu lebendigen und intensiven Diskussionen, selbst eine neue Autorin für Wikipedia konnte gewonnen werden. Danach wurde dann im kleinen Kreis über das gesamte Wochenende hinweg intensiv an Inhalten gearbeitet und Erfahrungen ausgetauscht. Mehr denn je, freuen sich alle Beteiligten jetzt darauf, nach der Sommerpause wieder loszulegen.

Im August haben, trotz bundesweiter Ferienzeit, drei Workshops stattgefunden und für September sind bereits sieben Workshops in Planung. Im Herbst beginnt auch wieder die alljährliche Zeit der Bildungsmessen. Im September werden dabei unter anderem in Frankfurt auf der Medienbildungsmesse und auf dem Knowledge-Camp in Potsdam vertreten sein. Solltet Ihr auch auf einer dieser Veranstaltungen oder in der Nähe sein: Kommt vorbei, wir freuen uns darauf, Euch kennenzulernen!

Projekt Silberwissen

Zur Vorbereitung der Einführungsvorträge im September wurden an die Referenten die erforderlichen Informationen zusammengestellt und verschickt. In diesem Zusammenhang traf sich Elvira mit Peter Lamerz, dem Referenten für die Senioren-Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Scharnbeck. Das während des Referententreffens in Ulm entwickelte Lehrmaterial für Workshops wurde als Entwurf an die Teilnehmer geschickt, um in den nächsten Wochen ein abschließendes Ergebnis im Bildungsforum entwickeln zu können. Gemeinsam mit Catrin fand ein Kooperationsgespräch mit Frank Leyhausen von der Deutsche Senioren Liga statt. Festgelegt wurden die nächsten gemeinsamen Arbeitsschritte. Mehr dazu im nächsten Bericht.

Es gab auch ein Treffen zur Vorbereitung des Wikipedia-Einführungsvortrags in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Der Vortrag findet im kleinen Säulensaal des Bibliotheksgebäudes statt. Bei den Abstimmungen mit dem Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V. (DGPT) in Berlin wurde das Wochenendseminar am 22. und 23. Oktober im Museum für Post und Telekommunikation in Berlin vorbereitet. Schließlich fanden Abstimmungen mit den Chronisten des Landkreises Potsdam-Mittelmark (CPM) zur Vorbereitung des Wikimedia-Commons-Seminars am 10. September und ihrer Mitwirkung im Wikipedia-Wettbewerb „Wiki Loves Monuments“ statt.

FUNDRAISING

Im August gingen die Vorbereitungen für den Fundraiser weiter. Dazu führten wir erneut einen kurzen Test durch. Diesmal wollten wir wissen, ob ein Banner oder ein Video besser als Einstiegspunkt funktioniert, um Menschen zum Spenden für Wikipedia zu bewegen. Vier Tage lang war auf wikipedia.de für die eine Hälfte der Besucher ein Jimmy-Banner zu sehen, für die andere Hälfte ein Video mit einem Aufruf des Wikipedia-Gründers. Die Ergebnisse sind eindeutig: Zwar leitet ein Video sehr viel weniger Menschen auf die Spendenseite weiter, jedoch haben diese eine sehr hohe Spendenbereitschaft. Fast viermal mehr Personen konnten mit dem Video zu einer Spende bewegt werden.

Auf den Informations- und Koordinationsseiten für den Fundraiser 2011 auf Wikipedia haben wir in diesem Zusammenhang eine neue Seite zum Thema Testing und Autoren-Aufrufe eingerichtet. Ausführlich werden hier die verschiedenen Tests erklärt und analysiert. Die Ergebnisse der ersten zwei Tests, die wir auf wikipedia.de durchgeführt haben, sind bereits online. Ebenfalls kann sich hier jeder für einen persönlichen Aufruf einschreiben. Also: Schreibt euch ein und verfasst euren Aufruf. In den nächsten Wochen sollen auch in Deutschland die ersten kurzen Tests in der deutschsprachigen Wikipedia stattfinden.

Um gemeinsam mit interessierten Wikipedianern die diesjährige Spendenkampagne zu gestalten, wird auf der WikiCon in Nürnberg ein Workshop zum Schreiben von persönlichen Aufrufen stattfinden. Gemeinsam sollen bisherige Erkenntnisse aus Tests und früheren Herbstkampagnen sowie die Struktur und wichtigsten Stilelemente eines Spendenaufrufes für Wikipedia diskutiert werden. Wenn Ihr also Lust habt Euch am diesjährigen Fundraiser aktiv zu beteiligen, dann meldet Euch beim Workshop an und helft mit, dass die Kampagne kreativer und authentischer wird!

Hilfreich werden dabei die Erkenntnisse der Spender-Umfrage sein, die wir im August durchgeführt haben. Zwei Wochen lang war der Fragebogen für die rund 4000 Spender online erreichbar, die wir Ende Juli zu einer Teilnahme eingeladen hatten. Momentan stecken wir mitten in der Auswertung, deren Ergebnisse im September veröffentlicht werden. Mit einer Teilnahmequote von 33% erhielten wir eine große Unterstützung von unseren Spendern. Als Dankeschön verlosten wir unter den Teilnehmern 5 Exemplare des Wikipedia-Jubiläumsbuches, dass im September erscheint. Die Gewinner wurden von uns benachrichtigt und dürfen sich nun freuen, dass Buch unter den Allerersten bald druckfrisch in Ihren Händen zu halten.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget

Die fünf Projekte aus der ersten Runde des Community-Projektbudgets steckten mitten in den Startvorbereitungen. Mit Wiki Loves Monuments Mittelhessen wird das erste Projekt bereits im September stattfinden. Sebastian Sooth ist in Kontakt mit den Antragstellern, unterstützt sie bei der Erstellung aktueller Projektpläne, hat die Projektfördervereinbarungen vorbereitet und steht bei Fragen zur Umsetzung beratend zur Verfügung. Es ist geplant, im Herbst die nächste Antragsrunde zu starten.

Community-Space

Auch im August hat sich Sebastian Sooth für den geplanten Community-Spaces und das neue Wikimedia Deutschland-Büros weitere Objekte angesehen. Wir sind weiterhin in Verhandlungen mit einzelnen Eigentümern und Maklern, um gute Angebote zu bekommen. Aus anderen Städten haben wir Anfragen von Orten bekommen, die gerne Teil eines Community-Space-Netzwerks sein wollen. Mehr dazu in der Session zu diesem Thema auf der WikiCon.

WikiConvention

Der Countdown zur WikiCon 2011 in Nürnberg (9.-11. Septemer 2011) läuft. Im August wurden weitere Vorbereitungen und Absprachen mit den lokalen Organisatoren getroffen. Inzwischen sind mehr als 170 Anmeldungen für das Community-Event der Wikimedia-Projekte im deutschsprachigen Raum eingegangen. In unserer Geschäftsstelle kümmert sich Simon um die eingehenden Tagungsbeiträge und verschickt Eingangsbestätigungen und Zahlungserinnerungen. Darüber hinaus stehen wir in regem Kontakt mit den freiwilligen Organisatorinnen und Organisatoren in Nürnberg und planen gemeinsam das umfangreiche und vielfältige Programm, Hotelbuchungen und das Catering. Nicole und Simon machen sich Gedanken darüber, wie die Ergebnisse der Veranstaltung auch nicht teilnehmenden Freundinnen und Freunden des Freien Wissens zugänglich gemacht werden können. Die Geschäftstelle unterstützt außerdem bei der Bekanntmachung der Veranstaltung und trommelt über die eigenen Kanäle fleißig mit.

Im Zuge der Programmplanung haben auch andere WMDE-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen Inhalte zum Programm beigetragen. So wird es unter anderem Workshops zur Zusammenarbeit von Verein und Community, zum Verhätlnis des Politikbetriebes und Freiem Wissen, zu Wikipedia und Bildung, zu Wikipedias in Regionalsprachen, zur Kampagne “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”, zu Zedler, WissensWert & Co. und zum Fundraising geben. Johannes bereitet außerdem auf Wunsch der Teilnehmer eine Vorstellungsrunde der WMDE-Mitarbeiter vor.

Wiki loves Monuments

Am 1. September startet der europaweite Fotowettbewerb Wiki loves Monuments. Während im Hintergrund viele fleißige Helferinnen und Helfern in ihrer Freizeit an Denkmallisten, Upload-Tools und Webseiten basteln, haben wir uns um die Produktion von T-Shirts und Flyern gekümmert. Zusammen mit den Chaptern aus Polen und den Niederlanden finanzieren wir dabei die T-Shirts für alle teilnehmenden Länder und standen dazu mit verschiedenen Druckerein im Kontakt. Auch die Flyer zum Wettbewerb sind nach viel Input von verschiedenen Seiten in den Druck gegangen: Wir suchen noch Unterstützung für Versand und Verteilung dieser! Gleichzeitig sprachen Simon und Nicole mit Sponsoren über eine Kooperation im Rahmen des Fotowettbewerbs. Neben Ruhm und Ehre gibt es nun auch attraktive Sachpreise zu gewinnen. Die Teilnahme lohnt sich also noch mehr!

Parallel dazu erfolgte am 22. August der Startschuss für die lokale Wiki Loves Monuments Aktion in Bergheim. Zu einer Pressekonferenz, die zusammen mit offiziellen Vertreterinnen der Stadtverwaltung, Kilian Kluge, als ehrenamtlicher Koordinator und uns organisiert wurde. Bergheim ist dabei Vorreiter von zahlreichen Städtekooperationen im Rahmen von WLM. Auch Wennigsen ist dabei und hat einen eigenen Sonderpreis gestiftet. Sebastian Sooth war bei der dortigen Pressekonferenz, die gleichzeitig auch Auftakt für eine spannende Zusammenarbeit mit Wennigsen war. Ein Blick in den Pressespiegel der Projektseite zeigt die hohe Relevanz und Resonanz bei lokalen und überregionalen Medien.

Literaturstipendium

Im Rahmen der zu Wiki loves Monuments ausgerufenen Begleitaktion “LitStip loves Monuments” wurden in diesem Monat 11 Stipendien an 5 Stipendiaten vergeben, um den ab 1. September sicher zahlreich einströmenden Bildern den ein oder anderen Artikel als Heimat geben zu können.

Aber auch außerhalb dieser Aktion wird das Literaturstipendium so intensiv genutzt wie nie zuvor. Zusätzlich zu den WLM-Stipendien gingen elf weitere Anfragen ein und auch die nächste Community-Initiative für ein eLitstip steht bereits in den Startlöchern. Damit ist das Jahr 2011 bereits im August mit bisher über 40 Vergaben, das erfolgreichste seit der Gründung des Literaturstipendiums 2007. In den kommenden Wochen stehen einige Veränderungen an, die das Programm noch weiter verbessern werden.

Mit diesem Wachstum geht auch ein weiteres einher: nach über 3 Jahren wird das Literaturstipendium in Zukunft nicht mehr allein von Denis Barthel betreut werden, sondern ab sofort auch von Gerrit Holz. Wir freuen uns noch mehr auf Eure Anträge, macht also ordentlich Druck :) !

Ehrenamtskarten

Nachdem Wikimedia Deutschland bereits über 20 Berliner Wikipedianer mit Ehrenamtskarten auszeichnen durfte, die vergünstigten Zugang zu zahlreichen städtischen Kultur- und Freizeiteinrichtungen gewähren, kommen nun nach und nach auch Aktive der Wikimedia-Projekte in anderen Bundesländern in den Genuss dieser Anerkennung. In Bayern, Bremen und Nordrhein-Westfalen haben bereits erste Kommunen Ehrenamtskarten für das Sammeln und Verbreiten Freien Wissens durch Wikimedia-Projekte vergeben. Es scheint, dass selbst in deutschen Behörden die Zeit reif ist für das digitale Ehrenamt. Mehrjährig kontinuierlich aktive in Wikimedia-Projekten, die beabsichtigen, in ihrer Kommune die Ehrenamtskarte zu beantragen, sind weiterhin eingeladen, sich für die Bestätigung ihres Engagements an Community-Koordinator Johannes Rohr zu wenden.

RENDER

Das Ende des ersten Projektjahres im Forschungsprojekt RENDER rückt immer näher. Im August waren wir weitgehend damit beschäftigt die im September fälligen Berichte (Arbeitspakete) zu verfassen und uns dabei mit den anderen beteiligten Partnern abzustimmen. In den kommenden Wochen folgt ein Reviewprozess, bevor die endgültigen Fassungen Ende September abgegeben und veröffentlicht werden.

Das nächste RENDER-Projektmeeting wird vom 29. bis 30. September in Berlin stattfinden. Wikimedia ist verantwortlich dieses Treffen auszurichten. Geeignete Räume haben wir dafür im Coworking-Space Cluboffice in Berlin Wilmersdorf gefunden. Wir freuen uns sehr, denn das ClubOffice hat sich bereit erklärt dieses zweitägige Arbeitstreffen zu unterstützen. Sowohl die Räume als auch die Versorgung werden gesponsert.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Rückblick Wikimania

Anfang August fand in der israelischen Küstenstadt Haifa die inzwischen siebte jährliche Wikimania-Konferenz statt, eine viertägige Konferenz (inklusive Hacker-Vorprogramm), mit 700 Teilnehmern und über 120 Vorträgen, Panels, Workshops und Diskussionsrunden.

Wikimedia Deutschland war vor Ort durch Wikipedianer, Vereins- und Vorstandsmitglieder sowie insgesamt sechs Mitarbeiter vertreten. Wikimedia Deutschland finanzierte 16 Stipendien für Teilnehmer aus der Community. Teil unserer Arbeit dort waren eigene Vorträge, wie beispielsweise zur Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden” (Catrin) und die Vorstellung des Projekts RENDER (Angelika) als Teil eines Panels mit Kollegen von Wikimedia Niederlande zu Forschung und Wikipedia insgesamt. Nicole hat in ihrem Vortrag  “Wikipedia and beyond: Incentivizing engagement” (Folien) Projekte wie die Zedler-Medaille, WissensWert und Wiki loves Monuments vorgestellt, mit denen wir Menschen zum Mitmachen motivieren möchten. Mathias veranschaulichte in seinem Vortrag die oft unterschätzte Gefahr für die internationale Wikimedia-Bewegung durch politische Einschnitte in die Informationsfreiheit in demokratischen Staaten, und natürlich durch die weitreichenden Zensurmaßnahmen in den autoritären Regimen dieser Welt. Denis nutzte seinen Vortrag für eine Vorstellung des Referentennetzwerks im Bildungsbereich und Daniel erläuterte zusammen mit Denny Vrandecic das Projekt Wikidata.

Wie bereits in den Blogbeiträgen (Tag 1, Tag 2, Tag 3, Developer Days) dazu beschrieben, gab es aber nicht nur das umfassende und spannende Veranstaltungsprogramm sondern zahlreiche wichtige und gute Gespräche mit Vertretern von Wikimedia-Chaptern aus aller Welt. Beim Austausch zu Bildungsprojekten, Initiativen zur Gewinnung neuer Autoren, Öffentlichkeitsarbeit und vielen weiteren Themen zeigt sich immer wieder, wie viel wir voneinander lernen können.

Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Wochen die Organisatoren der – nach Ansicht vieler Besucher – besten Wikimania bislang, die Mitschnitte fast aller Vorträge und Panels auf YouTube und Wikimedia Commons veröffentlichen werden. Derzeit sind bereits Teile der Keynote-Präsentationen und der Eröffnungsrunde online.

Haushaltsplanung 2012

Wikimedia Deutschland geht auf Tour. Zur Diskussion des Wirtschaftsplans 2012, der am 16. September im Wikimedia-Forum veröffentlicht wird, werden zwischen dem 18. und 22. September Wikimedia-Foren in fünf deutschen Großstädten stattfinden – Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Berlin. Hier besteht die Möglichkeit, sich direkt in die Planung der Vereinsarbeit einzubringen, Kritiken, Vorschläge und Anregungen loszuwerden. Es wird darum gebeten, zur Anmeldung eine E-Mail an mitglieder@wikimedia.de zu senden. Alle Einzelheiten gibt es hier.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Juli 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlprüfsteine für Berlin

Analog zu den Bundestagswahlen 2009 und den Landtagswahlen 2010 in NRW haben Mathias und Jan im Vorfeld der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 19. September Wahlprüftsteine erarbeitet und den 35 antretenden Parteien am 26.7. zugeleitet. Das Neue daran: Erstmals baten wir die Community in einer Art Peer-Review-Verfahren um Mithilfe. Der Entwurf der Wahlprüfsteine wurde in einigen Blogs thematisch nahestehender Gruppen – zusammen mit der Bitte um Mitarbeit – erwähnt. Schnell zeigte sich, dass es bei einigen Fragekomplexen (z.B. Open Access) noch Bedarf an Präzisierung gab. Sämtliche Änderungswünsche konnten in der finalen Version berücksichtigt werden. Vielen Dank an alle, die sich daran beteiligt haben! Einen guten Rücklauf vorausgesetzt, möchten wir gerne die eingegangenen Antworten rechtzeitig vor der Wahl mit euch analysieren.

Grüne Zukunftskonferenz

Berlin war auch der Austragungsort der Grünen Zukunftskonferenz, bei der die Partei Bündnis 90/Die Grünen am 2. Juli mit zahlreichen Workshops und Podiumsdiskussionen Impulse für ihre Programmarbeit sammeln wollte. Etwa 900 Teilnehmer folgten der Einladung. Stellvertretend für Pavel Richter nahm Jan Engelmann am Workshop “UrheberInnenrecht und Informationsfreiheit im 21. Jahrhundert” teil. Diskussionsgrundlage war ein im Vorfeld der Konferenz veröffentlichtes Thesenpapier, in dem Eckpunkte für einen “grünen Weg” in der Urheberrechtspolitik skizziert werden. In Anwesenheit des Musikers Pit Budde und des VUT-Justiziars Reinher Karl betonte Jan u.a. die abweichende Haltung der Bewegung für Freies Wissen zu den Vorschlägen der Verwerter-Verbände: “Forderungen seitens der Musikindustrie, Anonymität im Netz Zug um Zug aufzulösen, um technische Verfahren zur Ahndung von Urheberrechtsverstößen nicht zu behindern, sehen wir als schwerwiegenden Eingriff in die Funktionsweise des Netzes als Plattform für soziale Beteiligungsprozesse. Ein kollaboratives Projekt wie die Wikipedia ist überhaupt nur denkbar dadurch, dass Menschen sich, wo immer es ihnen opportun erscheint, einer Klarnamen-Pflicht entziehen können, weil sie ansonsten schwerwiegende Sanktionen durch ihren Arbeitgeber oder ihren Staat zu befürchten hätten.”

Wikipedianer bei Museumskonferenz

Die internationale Fachkonferenz “Communicating The Museum” vom 6. bis 8. Juli im Düsseldorfer Museum Kunstpalast wurde zu einer Art Vernetzungstreffen für Wikipedianer, die im GLAM-Bereich aktiv sind. Wie dem anschaulichen Veranstaltungsbericht von Raimond Spekking zu entnehmen ist, nahm sich ein halbes Dutzend Freiwilliger die Zeit, um Kuratoren, Museumspädagogen und Marketingexperten von den Vorteilen einer Kooperation mit Wikipedia und Wikimedia Commons zu überzeugen. Dem ersten “Wikipedian in Residence” Liam Wyatt blieb es vorbehalten, mit seinem Vortrag auf die veränderte Aufmerksamkeitsökonomie im Netz hinzuweisen. Das hohe Google-Ranking von WP-Inhalten führe kulturellen Einrichtungen regelmäßig neue Nutzer zu. Die meisten Museen und Gedächtnisinstitutionen beließen es allerdings dabei, die eigenen Bestände durch restriktive Lizenzformen auf der eigenen Website einzuschließen. Dabei entgingen ihnen die potenziellen Vorteile, die eine weltweit vernetzte Online-Community mit sich bringe, wie z.B. die freiwillige Mitarbeit bei der Erschließung, Präsentation und  inhaltlichen Kontextualisierung von Exponaten. Matthew Cock, Liams ehemaliger Dienstherr beim British Museum und dort als Head of Web tätig, nannte die Zusammenarbeit mit Wikipedianern umumwunden eine “Win-win-Situation”.

4. Collaboratory-Initiative zu “Privatheit und Öffentlichkeit”

Auch im Juli ging die Arbeit in der 4. Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft weiter. Intensiv wurde an Szenarien gearbeitet, die versuchen, die Folgen verschiedener möglicher Entwicklungen in den nächsten Jahren darzustellen. Am 16.9. findet der Abschlussworkshop mit externen Gästen statt. Auf http://collaboratory.de/ sind alle Termine, Berichte und die Dokumente der ersten drei Expertenrunden unter Freien Lizenzen verfügbar.
Noch bis zum 28. August ist es möglich, Fragen in einem ausführlichen Fragebogen zu beantworten (auch anonym), wenn man der Arbeitsgruppe eigene Positionen mitteilen möchte. Bei Sebastian könnt Ihr mehr erfahren.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die dritte Ausgabe des Jahres ist in Vorbereitung und wird im September zur WikiConvention erscheinen. Noch bis zum 12. August ist es möglich, Texte an Catrin und Micha weiterzuleiten. Die beiden stehen euch auch gerne unter redaktion@wikimedium.de jederzeit für Fragen oder Anregungen zu möglichen Beiträgen zur Verfügung. Im Juli erfolgte die grundlegende Planung der Ausgabe, Themenrecherche, neben erster textlicher Arbeit der Redaktion. Aktuell versenden wir die Wikimedium an rund 2.000 Abonnenten. Interessierte (Stammtische etc.) können die nächste Ausgabe wie immer kostenlos bei WMDE bestellen.

Informationsmaterial

Im Juli haben wir unsere Palette an Give-aways um einige Produkte erweitert. Über die Geschäftsstelle können zum Beispiel Wikipedia-Bleistifte, Stoffbeutel, Pins oder Lanyards bezogen werden. Außerdem stehen unter anderem verschiedene Postkarten mit dem Thema Wikimedia Commons, Fundraising und Schulprojekt zur Verfügung. Für erklärende Informationen über Wikimedia-Projekte sei an dieser Stelle nochmals auf unsere Einführungsbroschüren zu Wikipedia, Wikimedia Commons und Wikiversity verwiesen. Außerdem wurden Flyer zum Wikipedia-Buch und zur Initiative Wikipedia muss Weltkulturerbe layoutet. Der Druck folgt im August. Wir schicken euch gerne gedrucktes Material zu. Eine E-Mail an Michael genügt.

Pressemitteilungen

Aktuelle Pressemitteilungen aus dem Juli können auf unsere Webseite nachgelesen werden.

Pressegespräche / Medienkooperationen

Mit dradio Wissen wird aktuell über eine ‘Lange Nacht des Wissens’ gesprochen, die aber – wegen der extrem langen Vorlaufzeiten – erst im nächsten Frühsommer stattfinden wird.

Darüber hinaus gab es zu den Themen Wiki-Watch, Quadriga, Vorstandrücktritte, Community-Projektbudget und WikiConvention Anfragen. Catrin führte zahlreiche Hintergrundgespräche und Interviews.Ein Auszug aus der Medienberichterstattung im Juli findet sich in unserem Pressespiegel.

Wikipedia-Buch

Im Zeitraum vom 18. bis zum 27. Juli standen die gestalteten Druckfahnen des Buchs für eine letzte Durchsicht zur Verfügung. Die Zeit wurde genutzt, um allen 94 Autoren ihre jeweiligen Beiträge zukommen zu lassen, und ggf. Präzisierungen, Aktualisierungen und Korrekturen der Texte an den Verlag weiterzugeben. Zudem wurde der gesamte Text von Khesrau und Simon – den neuen Praktikanten – mit etwas mehr Abstand kritisch gelesen und korrigiert. Schließlich haben auch andere Mitarbeiter den Text in Teilen durchgesehen und Vorschläge für Korrekturen und Verbesserungen gesammelt. Das Buch befindet sich nunmehr in Druck.

Neben dem Abschluss der inhaltlichen Arbeit wurden im Juli die ersten Vorbereitungen für die Veranstaltungen gemacht, die rund um die Veröffentlichung stattfinden sollen. Neben der versprochenen Book-Release-Party am 24. September in Berlin, wird von Catrin die Präsenz von Wikimedia Deutschland auf der Frankfurter Buchmesse organisiert. Weiterhin sind Lesungen des Wikipedia-Buchs in verschiedenen deutschen Städten vorgesehen, die in Zusammenarbeit mit der Community vorbereitet werden (siehe Diskussionsseite).

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Der Juli stand ganz im Zeichen der Vorbereitung der nächsten Schritte im Rahmen der Initiative. Sebastian Sooth hat sich mit Vertretern der Deutschen UNESCO-Kommission getroffen und Ideen zur weiteren Vorgehensweise besprochen. An der BTU Cottbus fand eine Veranstaltung mit Studenten des Masterstudiengangs World Heritage statt, bei der u.a. eine Zusammenarbeit im nächsten Semester vorgestellt wurde. Über 46.500 bestätigte Mitzeichnungen der Petition gibt es inzwischen. Mit verschiedenen internationalen Wikimedia Chaptern hat Catrin über lokale Aktionen gesprochen. Besonders gefreut hat uns die Foto-Aktion Lend your smile, support Wikipedia for World Heritage! in Hong Kong. Im August und September sind weitere Aktionen bzw. Veranstaltungen in Deutschland geplant. Mehr dazu in Kürze hier.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikipedia-Schulprojekt

Das Wikipedia-Schulprojekt konnte den Juli gleich mit einem Workshop an der Humboldt-Universität beginnen. An diesem Workshop nahmen rund 30 Lehramtstudenten teil, die sich im Rahmen des Online-Seminars “Let’s go Internet” mit Fragen zu Wikipedia im Unterricht beschäftigten. Bilder zu diesem und weiteren Workshops findet Ihr bei Wikimedia Commons unter der Kategorie “Wikipedia Schulprojekt”.
Im Juli konnten wir insgesamt 12 Workshops an Schulen durchführen. Zum ersten Mal war in diesem Monat dabei die Anzahl der Schüler- und Lehrerworkshops gleich. Dies spiegelt die steigende Nachfrage an Lehrerworkshops wieder. Von den Workshops fanden vier in NRW statt, was auf den späten Ferienstart zurückzuführen war. Auch in Fürth konnten wir am letzten Schultag noch vier Workshops an einer Berufsschule halten. Dank der Sommerpause können wir uns nun ganz den Vorbereitungen für das vierte Camp in Nürnberg vom 26.08.-28.08.2011 widmen. Tagungsort wird der Co-Working-Space in Nürnberg sein. Am Freitag, den 26.08.2011, ist ein offener Workshop zu Wikipedia für Co-Worker geplant. Näheres dazu demnächst.
Über Ideen und Anmerkungen zu Wikipedia im Bildungswesen freuen sich Elly und Denis.

Silberwissen

Vom 1. bis 3. Juli fand in Ulm das erste Referententreffen im Projekt „Silberwissen“ statt. Vorbereitung und Durchführung lag in den Händen des Zentrums für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm (ZAWiW). Es war ein inhaltsreiches und nach übereinstimmender Meinung der Teilnehmer sehr nützliches Treffen für die Beteiligten. Die Ergebnisse werden in das Wikimedia-Forum eingestellt und ein ausführlicher Blogbeitrag von Elvira ist geplant.

Zur Vorbereitung von Vortrag und Workshops fuhr Elvira nach Wesel zur VHS Wesel-Hamminkeln-Schermbeck. Sie erläuterte das Projekt nicht nur dem Leiter der Senioren-VHS sondern auch dem Seniorenbeirat und dem Seniorenforum der Lokalen Agenda 21. In allen Gesprächen gab es großes Interesse an Wikipedia und den Möglichkeiten der Mitarbeit. Im September startet in Wesel das Projekt und wir hoffen, dass sich das Interesse auch in einer zahlreichen Beteiligung widerspiegelt.

Wikipedia in der Bibliothek – das wurde für den September in Berlin verabredet. Wikimedia, die Zentral- und Landesbibliothek Berlin und der SCC Berlin-Mitte veranstalten gemeinsam eine Einführung in die Internetenzyklopädie.

Aufgenommen wurde Kontakt zur Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V. (DGPT) in Berlin. Die im Frühjahr in Frankfurt/Main begonnene Zusammenarbeit wird im Herbst in Berlin fortgesetzt. Am 22. und 23. Oktober findet im Museum für Post und Telekommunikation in Berlin das nächste Wochenendseminar für Postgeschichtler statt.

Ein neuer Partner im Projekt Silberwissen wird die Gesellschaft für Erdkunde e. V. (GfE) in Berlin. Im ersten Quartal 2012 wird es im Gebäude der Gesellschaft für Erdkunde in Berlin-Steglitz einen Vortrag mit Diskussion zu Wikipedia geben. Eingeladen werden nicht nur die Mitglieder der GfE, sondern auch Partner des Vereins. Im Anschluss daran werden für Interessenten Workshops am gleichen Ort angeboten.

Konkretisiert sind die Absprachen mit den Chronisten des Landkreises Potsdam-Mittelmark (CPM) zur Mitwirkung im Wikipedia-Projekt „Wiki Loves Monuments“. Einer der beiden geplanten Workshops findet am 10. September, direkt im Zusammenhang mit dem Tag des offenen Denkmals statt. Chronisten aus dem Landkreis finden sich zusammen, um ihre Fotos von Baudenkmälern in die Denkmallisten in Wikipedia einzustellen. Die Anleitung im Workshop und die notwendigen Informationen zu Lizenzen wird Aleksander Dera übernehmen.

FUNDRAISING

Im Juli erfolgte das zweite Wikimedium-Mailing mit Fokus auf die Weltkulturerbe-Initiative. Sehr erfreulich ist, dass wir mit dem Mailing insgesamt 21 neue Mitglieder und zahlreiche neue Spenden gewinnen konnten.

Ebenso erfolgreich verlief der Probelauf für unsere erste Spenderumfrage. Wir haben Anfang Juli mit 124 Spendern den Fragebogen getestet. Das Ergebnis lässt sich durchaus sehen: eine Rücklaufquote von 38%. Auf Grundlage der Erkenntnisse des Vorab-Tests erkannten wir kleinere Schwachstellen und konnten die Umfrage noch leicht optimieren. Ende Juli fiel schließlich der Startschuss für die große Umfrage, die für zwei Wochen online sein wird. Etwas mehr als 4000 zufällig ausgewählte Spender haben wir per Mail zu einer Teilnahme eingeladen und sind nun gespannt auf die Ergebnisse.

Drittens führten wir einen kleinen ersten Test auf www.wikipedia.de durch. Für knapp zwei Tage schalteten wir einen Jimmy-Banner, der mit einem persönlichen Aufruf des Wikipedia-Gründers verlinkt war. In jeweils 50 % der Fälle führte der Link auf eine Text- oder eine Videoversion des Aufrufs. Die Ergebnisse sind leider nicht sehr aufschlussreich für einen Vergleich der beiden Aufrufe, da weniger als 30 Spenden über diese Mini-Kampagne zustande kamen. Wir können festhalten, dass ebenso viele Spenden über die Text- wie über die Videoversion generiert wurden. Das Format Video scheint somit nicht effektiver als ein reiner Text. Genauere Ergebnisse zu diesem Test folgen in Kürze.

 

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Literaturstipendium

Nachdem bereits im März durch eine Community-Initiative der Redaktion Chemie ein Fachbereich Zugriff auf elektronische Literatur durch das „eLitstip“ des Literaturstipendiums ermöglicht wurde, hat jetzt das WikiProjekt Afrika nachgezogen. Sieben Autoren erhalten Zugänge zu allafrica.com, einem Archiv afrikanischer Medien zur Gegenwartsgeschichte, das dazu beitragen soll, den Artikelbestand zum Thema um eine wichtige Facette zu bereichern. Wir hoffen, dass dieses Beispiel weitere Redaktionen, Portale und WikiProjekte ermutigt, mit ihren Literaturwünschen an das Literaturstipendium heranzutreten.

Die Ende Juni gestartete Begleitaktion des Literaturstipendiums zu Wiki loves Monuments hat bereits Früchte getragen: Einige Teilnehmer haben von der Offerte Gebrauch gemacht, das Wikimedia Deutschland ihnen Literatur stellt, mit der sie neu eingestellte Bilder mit Wikipedia-Texten komplettieren können. Wer an diesem WLM-Special teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 10.8. hier eintragen, wir freuen uns auf Eure Teilnahme.

Community-Space

Für die Einrichtung des lange geplanten Community-Spaces und des neuen Wikimedia Deutschland-Büros hat sich Sebastian Sooth weitere Objekte angesehen. Mit einigen Eigentümern führen wir gerade Vorgespräche und hoffen, bald konkrete Objekte vorstellen zu können.

Community-Projektbudget

Fünf Projekte aus der ersten Runde des Community-Projektbudgets wurden bewilligt. Sebastian Sooth ist in Kontakt mit den Antragstellern, unterstützt sie im nächsten Schritt bei der Erstellung aktueller Projektpläne und steht bei Fragen zur Umsetzung beratend zur Verfügung.

Fotoflug Los Angeles

Gleichsam als hätte er das im Community-Projektbudget bewilligte Projekt “Fotoflüge” (siehe oben) vorausgeahnt, kam bereits vor einiger Zeit der Wikipedia-Benutzer -jcs- auf Wikimedia Deutschland zu. Er fragte, ob man eventuell bereit sei, einen Fotoflug über Los Angeles zu finanzieren, wo er sich zu diesem Zeitpunkt aufhalte. Gesagt, getan: Die Gelegenheit schien ebenso günstig wie der Flug und das Ziel, sich dem Moloch Los Angeles fotografisch von oben zu nähern, machte Sinn. Denis sagte also die gewünschte Unterstützung zu, und in den kommenden Wochen werden auf Wikimedia Commons zahlreiche Bilder die Category:Aerial_photographs_of_Los_Angeles bereichern.

Wir freuen uns nicht nur über das Ergebnis, sondern auch darüber, dass -jcs- mit seiner Idee zu uns kam. Wenn euch eine Idee kommt, die ihr nur deswegen nicht verwirklichen könnt, weil euch Mittel fehlen – sprecht uns an! Wir sind für euch da.

WikiConvention

Die Vorbereitungen zur WikiConvention, dem Treffen der Communitys der Wikimedia-Projekte, das vom 9. bis zum 11. September in Nürnberg stattfindet, laufen auf Hochtouren. Am 26. August trafen sich die lokalen Organisatoren und die beteiligten Wikimedia-Mitarbeiter (Johannes, Nicole und Simon) zum zweiten Planungstreffen in Nürnberg. Die Organisation ist auf einem sehr guten Weg. Es wurden Verantwortlichkeiten und ToDos geklärt, Fragen zum Catering, zum Programm und zur Teilnehmerbetreuung besprochen und am Ende haben wir noch einen schönen Slogan erdacht: „WikiCon – Wissen fängt mit W an.“

Gemeinsam mit der Nürnberger Medienakademie hat Catrin eine Pressemitteilung vorbereitet und versendet, es gibt einen Hinweis auf der Wikipedia-Startseite (Sitenotice) und gemeinsam rühren wir weiter die Werbetrommel, damit das Treffen innerhalb der Projekt-Communitys noch deutlicher bekannt wird als bisher. Die Anmeldung ist noch bis zum 15. August geöffnet, wir freuen uns über rege Teilnahme. Ansprechpartnerin bei uns ist Nicole.

Wiki loves Monuments

Nach wie vor wird von der Community an der weiteren und einheitlichen Erstellung bzw. Übernahme von Denkmallisten für Wiki loves Monuments gearbeitet. Verschiedene Städte bereiten sich darauf vor, im laufenden Wettbewerb im September lokale Aktionen zur Denkmalfotografie zu organisieren. Dabei sind unter anderem Bergheim, Fürth (im Rahmen der WikiConvention), Hückeswagen und das im Rahmen des Community-Projektbudgets geförderte Mittelhessenprojekt.

Die Ansprache von Behörden zur Überlassung ihrer Denkmallisten sowie für mögliche Partnerschaften gestaltet sich schwierig und bringt kaum Rückmeldungen hervor. Es ist zu hoffen, dass die erste Runde hier in Deutschland so erfolgreich ist, dass diese Ansprache im nächsten Jahr viel einfacher wird. Oftmals stößt man auf Misstrauen gegenüber der Aktion, was die Arbeit unter den in Deutschland sowieso wenig optimalen Bedingungen (keine einheitlichen Listen, keine zentrale Listensammelstelle, etc.) noch erschwert.

Der Text für einen Flyer wurde abgestimmt, dieser geht im August in Druck und soll dann an möglichst viele potenzielle Teilnehmer und Partnerstädte verteilt werden. Ebenso werden wir Denkmalbehörden, Museen und andere kulturelle Einrichtungen mit den Flyern ausstatten. Wenn ihr noch gute Ideen für die weitere Verbreitung habt, nur zu!

Die Community hat darüber hinaus eine Jury gewählt, die sich aus Mitgliedern des WikiProjekts Denkmalpflege, „normalen“ Wikipedianern, Wikipedia/Commons-Fotografen sowie externen Experten zusammensetzt. Ansprechpartner bei uns sind Nicole und Sebastian. Einen ausführlichen Bericht hat Kilian für unser Blog geschrieben: Wiki Loves Monuments: Projekte und Kooperationen

WissensWert

Aktuelles aus dem WissensWert-Wettbewerb führt der Statusbericht aus den Projekten auf. Die zweite Runde befindet sich noch in der Konzeptionsphase. Für alle Fragen steht euch Nicole gerne zur Verfügung.

Ehrenamtskarten

Die Einsicht, dass auch Mitarbeit an Wikipedia und ihren Schwesterprojekten gesellschaftlich relevantes Ehrenamt ist, setzt sich offenbar langsam auch in deutschen Kommunalverwaltungen durch. Im Juli beantwortete der Berliner Senat einen Anfrage von Wikimedia Deutschland positiv und schickte der Geschäftsstelle ein Paket mit 25 sog. Ehrenamtskarten, die zwei Jahre lang vergünstigten Eintritt in zahlreiche Berliner Kultur- und Freizeiteinrichtung gewähren. Mit der Berliner Wikipedia-Gemeinschaft wurde die Verteilung der Karten diskutiert und eine Interessentenliste erstellt, die Ende Juli geschlossen wird.
Auch in zahlreichen anderen Bundesländern stellen manche Kommunen mittlerweile Ehrenamtskarten aus, so in Niedersachsen, Bremen, Bayern, Sachsen, NRW und Hessen. Diese müssen jedoch von den ehrenamtlich Aktiven jeweils individuell bei der Kommune beantragt werden, sofern diese sich an der Initiative beteiligen. Wikimedia Deutschland kann dabei die Antragsteller unterstützen,  indem es deren dauerhaftes Engagement in Wikipedia & Co. bescheinigt. Anfragen bitte an Johannes Rohr.

Mitglieder

Im Juli 2011 sind bei Wikimedia 24 Anträge auf Mitgliedschaft eingegangen, davon 22 auf Förder- und zwei auf aktive Mitgliedschaft. In derselben Zeit haben zwei Mitglieder ihre Kündigung zum Jahresende mitgeteilt.

Damit zählt der Verein 919 aktive und exakt 300 Fördermitglieder, insgesamt also 1219 Mitglieder und damit 63 mehr als noch Ende Mai. Es lässt sich also feststellen, dass täglich ein/e Neue/r zu uns stößt.

WISSENSCHAFT

RENDER

Wikimedia ist Partner im EU-Forschungsprojekt RENDER. Im Juli haben wir weiter an der konkreteren Ausformulierung von Metriken gearbeitet. Hierbei wollen wir verschieden Aspekte der Diversität in Wikipedia-Artikeln, wie Aktualität, Vollständigkeit und Sentiment einschätzen. Vom 26. bis 27. Juli fand in Sofia beim Projektpartner Ontotext das 3. Projektmeeting statt. Dort besprachen wir diese Metriken und die vorhandenen technischen Anknüpfungspunkte mit den anderen Konsortialpartnern. Außerdem tauschten wir uns zum aktuellen Stand der verschiedenen Aufgabenpakete aus und definierten gemeinsam Schritte, die bis Ende September – zur Abgabe einiger großer Teilpakete – fertiggestellt sein müssen. Eine genau Übersicht zu den einzelnen Arbeitspaketen findet ihr auf der offiziellen EU-Projektseite.

Seit einigen Tagen gibt es eine Projektseite (bisher in Englisch). Dort findet ihr einige Details zum Projekt, unseren Zielen, unsere Ideen und den aktuellen Stand. Eure Fragen und Anregungen könnt ihr gerne auf der Diskussionsseite loswerden und mit uns besprechen. Wer noch zusätzliche Ideen zu wissenschaftlichen Publikationen hat, die sich mit diesem Thema beschäftigen, ist eingeladen die RENDER-Bibliographie zu ergänzen. Anfragen beantwortet Angelika.

Wikipedia-Autoren-Umfrage 2011

Zwei Wochen lang, vom 12.7. bis zum 25.7., lief die von Wikimedia Deutschland mit Unterstützung der Wikimedia Foundation gestartete, umfangreiche und detaillierte Untersuchung zum Thema der Zufriedenheit von Wikipedia-Autoren. Über 2000 Teilnehmer gaben in dieser Zeit Auskunft über Ihr Engagement in Wikipedia, ihre Motivation und ihre Probleme mit Wikipedia.

Wichtige Unterschiede zu bisherigen Untersuchungen bestehen in der Berücksichtigung nicht angemeldeter Autoren (“IPs”) sowie im internationalen Vergleich der Autorenschaft der deutschsprachigen mit der englischsprachigen Wikipedia. Auch im Rückblick auf die Vorstudie 2009 lassen sich interessante Tendenzen feststellen. Eine erste kurze Rückmeldung zur Untersuchung wird es durch Manuel Schneider auf der Wikimania in Haifa geben. Weiteres folgt auf der WikiCon sowie der Wikipedia Academy.

GESCHÄFTSSTELLENARBEIT

Haushaltsplanung 2012

Das Jahr 2012 ist zwar noch etwas hin, dennoch haben wir bereits die ersten Vorbereitungen zur Haushaltsplanung 2012 begonnen. “Ist das S.M.A.R.T. genug?” war ein häufig gehörter Satz in den letzten Wochen in der Geschäftsstelle – wir sind gerade dabei, S.M.A.R.T. formulierte Ziele für das Haushaltsjahr 2012 zu entwickeln, die wir wir dann im Vorfeld der Mitgliederversammlung zur Diskussion stellen wollen.  S.M.A.R.T.e Ziele sind eine Methode, mit der Ziele besonders spezifisch, messbar, auf Ausführbar- und Erreichbarkeit geprüft, realistisch und zeitlich bestimmbar formuliert werden können und so eine bessere Orientierung bei der Erreichung von Ergebnissen geben.

Kompass 2020

Parallel dazu haben wir Feedback zur Überarbeitung des Kompass 2020 gegeben, den der Vorstand zur Zeit überarbeitet.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Juni 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

4. Collaboratory-Initiative zu “Privatheit und Öffentlichkeit”

Im Juni fand der dritte Workshop der 4. Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft in der Räumen der Haupstadtrepräsentanz der Telekom statt und in Brandenburg wurde bei einem Wochenendworkshop intensiv an Szenarien, Thesen und Grafiken für den Bericht gearbeitet. Sebastian ist Teil der Expertengruppe. Am 16.9. findet der Abschlussworkshop mit externen Gästen statt. Auf http://collaboratory.de/ sind alle Termine, Berichte und die Dokumente der ersten drei Expertenrunden unter Freien Lizenzen verfügbar.

Kick-off des Ohu zu Urheberrecht

In Anknüpfung an die 3. Collaboratory-Initiative zu Regelungssystemen für informationelle Güter sollen nun auf Arbeitsgruppen-Ebene neue Themen für eine Dynamisierung der Urheberrechtsdebatte identifiziert werden. Beim Kick-off-Treffen am 28.6. nahm Jan für WMDE teil und warb mit einem kurzen Input für eine tiefer gehende Beschäftigung mit dem Thema “Unternutzung gebührenfinanzierter Inhalte”. Für weitere Projektvorschläge und neue Teilnehmer bleibt das Ohu (Maori für Arbeitsgruppe) weiterhin offen. Bewerbung hier.

OKCon – OpenKnowledge Conference

Am 30. Juni und 1. Juli fand die von Wikimedia Deutschland als Partner unterstütze OKcon 2011 in der Berliner Kalkscheune statt. Sebastian Sooth hat die Kooperation betreut. Mathias Schindler hat in einer Session Wikipedia Forschungsprojekte vorgestellt und Daniel Kinzler hat gezeigt, was man alles mit dem Toolserver machen kann.

Deutsche Digitale Bibliothek / Europeana

Am 9. und 10. Juni fand in Berlin der Kulturpolitische Bundeskongress statt, auf dem Mathias als Vertretung für Pavel auf einem Panel zur Zukunft der Bibliotheken eingeladen war. Als Vorbereitung auf dieses Panel besuchte Mathias die Präsentation des aktuellen Standes der “Deutschen Digitalen Bibliothek” (DDB) auf dem Bibliothekartag einige Tage vorher. Aufgrund der dort gezeigten Informationen entstanden zwei kurz gefasste Empfehlungspapiere von Wikimedia zur Lizenzierungspolitik von Europeana und DDB, die wir nun veröffentlichen. Kern ist dabei die Frage, ob die Metadaten der in DDB und Europeana gezeigten Objekte unter den Bedingungen von CC0 oder einem vergleichbaren Modell verfügbar gemacht werden. Nach einigen Jahren Diskussion sind wir mit Europeana nun endlich soweit, dass es hier einen CC-0-Publikationsweg gibt, die DDB hat diese Diskussion noch vor sich. Auf dem Panel des Kulturpolitischen Bundeskongresses war dann die Frage nach den Lizenzen auch eines der angesprochenen Themen, zu dem wir als erklärtem Freund der Bibliotheken auch Stellung bezogen.

Fotoprojekt Hamburger Bürgerschaft

Am 22. und 23. Juni haben ein Dutzend Wikipedianer ein temporäres Quartier im Hamburger Rathaus, dem Sitz des Landesparlamentes der Freien und Hansestadt, bezogen. Dieses (und das ist eine völlig neutrale Beschreibung) Feierabendparlament hatte an beiden Tagen seine Sitzung von 15 Uhr bis 22 Uhr. Ziel der Aktion war es, die Abgeordneten abzulichten, um die qua Mandat in Wikipedia relevanten erstellten Artikel bebildern zu können. Trotz dichter Agenda und eines Abstimmungsmarathons, der fast ihre ständige Anwesenheit im altehrwürdigen Parlamentssaal erforderte, fanden die Vertreter aller Fraktionen hin und wieder die Zeit, sich abseits des Shootings auch wertvolle Praxistipps für den Gebrauch der Wikpedia geben zu lassen.

Worte können nur bruchstückhaft den Dank an die Freiwilligen und Helfer (namentlich und nicht abschließend Olaf Kosinsky, Peter Weis, Ralf Boesch, Henriette Fiebig, Sven Teschke…) ausdrücken, die diese Veranstaltung in professioneller und angenehmer Weise gestemmt haben. Die Ergebnisse sind auf Wikimedia Commons einsehbar.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die zweite Ausgabe 2011 der Vereinszeitung ist im Juni erschienen und online oder in der Printausgabe ab sofort erhältlich. Die Wikimedium kann wie immer kostenfrei unter redaktion@wikimedium.de bei uns bestellt werden. Catrin und Michael haben für diese Ausgabe mit einer Reihe von Gastautoren zusammengearbeitet. Es sind Beiträge von Wikipedia-Aktiven und engagierten Benutzern aus anderen Wikimedia-Projekten enthalten, Einblicke in den Alltag von ehrenamtlichen Referenten oder auch ein Interview mit dem 1000sten Vereinsmitglied von Wikimedia Deutschland. Dafür allen Mitwirkenden großen Dank! Wir freuen uns sehr über die wachsende Zahl Interessierter, die Neuigkeiten und Erfahrungen aus ihrem Engagement für Freies Wissen über die Wikimedium mitteilen wollen. Seid mutig! Eure Ideen für Themen, über die ihr schreiben möchtet, nehmen wir gern ebenfalls unter redaktion@wikimedium.de entgegen.

Informationsmaterial

Im Juni hat Michael eine Reihe von Give-aways in Auftrag gegeben. Darunter sind Wikipedia-Bleistifte, Stoffbeutel und Postkarten, deren unterschiedliche Motive z.B. Aufmerksamkeit für Wikimedia Commons oder das Projekt “Wikipedia macht Schule” generieren sollen.

Pressemitteilungen

Im Juni veröffentlichten Catrin und Michael begleitende Pressemitteilungen für vier Veranstaltungen in direktem Zusammenhang mit Wikimedia Deutschland und der Wikimedia-Community. Ihr findet die Mitteilungen zu
Wikipedia trifft Altertum, zum Expertengespräch “Warum sollte Wikipedia Weltkulturerbe werden?” , zur Öffentlichen Anmeldung für die Wikimania Haifa 2011 und zur Open Knowledge Conference gesammelt im Pressebereich unserer Vereinsseite.

Pressegespräche / Medienkooperationen

Im Juni hat Catrin einige Gespräche mit potentiellen Kooperationsapartner für diverse Projekte geführt, darunter Medienpartner wie dradio wissen, die WAZ-Gruppe und Zeit. Es werden Gespräche geführt und Ideen ausgetauscht, die hoffentlich in Kürze als Aktionen präsentiert werden können.

Vorbereitungen für die Medienbeiträge in 3sat (Der wahre Wattwurm, 10. Juni 2011 ) und bei Deutschlandradion Wissen (‘Die Editwars der Besserwisser’, 10 Juni 2011) fanden in enger Abstimmung mit Catrin statt. Dank der Unterstützung und Zusammenarbeit mit Wikipedianern sind die Ergebnisse sehens- und hörenswert.

Zahlreiche Anfragen für Hintergrundinformationen und Interviews bearbeitete Catrin im Hinblick auf die Initiative ‘Wikipedia muss Weltkulturerbe werden’ und auch die Veranstaltung ‘Wikipedia trifft Altertum’ fand in den Medien einige Beachtung. Die Berichterstattungen dazu und weitere Beispiele aus der täglichen Pressearbeit finden sich im Pressespiegel.

Internetpräsenz

Im Juni erfolgte eine Überarbeitung des Vereins-Blogs. Etwas mehr Übersicht in der Navigation, eine bessere Suchfunktion und eine konsistente Einbindung in die Vereins-Webseite waren die ersten Maßnahmen. Zudem wurde eine Neu-Kategorisierung der alten Inhalte notwendig, um die Gliederungsstruktur verbessern zu können. Neu hinzugekommen ist dadurch ein Menü auf der rechten Seite, das die einfache Navigation nach Kategorien und Jahren ermöglicht. Diese Überarbeitung fügt sich nahtlos in die allmähliche Erneuerung unserer diversen Internet-Auftritte ein, die seit Ende 2010 im Gange ist. So schön eine echter “Relaunch” der Vereins-Webseite oder des Blogs gewesen wären, haben wir uns für eine “Evolution” mit Bedacht entschieden. Auf diese Weise können wir die vielen verstreuten Seiten mit Bezug zur Arbeit von Wikimedia Deutschland besser berücksichtigen und zugleich unserem Informationsauftrag weiterhin kontinuierlich nachkommen.

Wikipedia-Buch

Als wir überlegten, was wir anläßlich des 10. Geburtstages von Wikipedia noch tun können, kam die Idee auf, ein Buch herauszubringen. Zur Erarbeitung des Konzeptes und der Inhalte haben Catrin und Boris tatkräftige Unterstützung aus der Wikipedia-Autorenschaft und anderen Nutzergruppen der Wikipedia bekommen. Und das Werk steht nun kurz vor der Vollendung: Im Juni wurden in Hamburg beim Verlag Hoffmann und Campe die Neuerscheinungen im Herbst präsentiert: Das Wikipedia-Buch ist eines davon! Derzeit stimmt Catrin in Zusammenarbeit mit dem Verlag die geplanten Aktivitäten auf der Frankfurter Buchmesse ab und Lesungen, die rund um die Erscheinung bundesweit stattfinden sollen. Vorbereitungen für die Book-Release-Party werden im Juli starten, da diese Veranstaltung für Ende September avisiert ist. Aber zunächst verbringen Verlags-Lektoren in enger Absprache mit Boris noch viel Zeit mit der Zusammenstellung und Bearbeitung der Beiträge. Leider können nicht alle Beiträge in das Buch aufgenommen werden und so ist Boris derzeit damit beschäftigt parallel eine Online-Veröffentlichung auf unsere Vereins-Webseite zu realisieren.

Deutsches Technikmuseum

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin war nicht nur ein schöner Veranstaltungsort für die erste Podiumsdiskussion ‘Warum sollte Wikipedia Weltkulturerbe werden?’ In Anschlußgesprächen hat Catrin einen interessanten Partner gewonnen. Ob Exklusiv-Führungen für Wikipedia-Fotografen und Autoren (sämtliche Aufnahmen der Exponate unter freier Lizenz), Workshops mit Wikipedia-Redaktionen und Museums-/Abteilungsleitern und eine mögliche Zusammenarbeit im Rahmen des Programms ‘Wikipedian in Residence’ sind hier nur einige Ideen für Kooperationen, die dabei entstanden und in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Weitere Anregungen dazu gern an Catrin.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Mittlerweile gibt es über 28.000 Mitzeichner und über 3.300 Fans auf der zur Initiative gehörenden Facebook-Seite.

Jimmy Wales unterstützt die Initiative nicht nur mit dem Video-Aufruf, den Catrin im Mai roduzieren ließ. Im Juni wurde ein Brief erstellt (deutsch/englisch), der vor allem Jimmy dazu dient, Prominente weltweit zur Unterstützung der Initiative aufzurufen. Insgesamt ist die Petition von Freiwlligen bereits in über 36 Sprachen übersetzt worden und aktuell wird das Aktionslogo von der Pro-bono Agentur Leo Burnett in zunächst 10 Sprachen layoutet – die Teilnahme der Chapter wird durch flankierende Unterstützung von Catrin und Sebastian begleitet. Einige Ideen für nationale und internationale Community-Aktivitäten wurden im Juni zusammengestellt und sollen im Juli in Zusammenarbeit mit Freiwilligen geplant werden.

In der italienischen Wikipedia gibt es seit Ende Juni eine Sitenotice, die auf die Petition hinweist. Sebastian Sooth hat im Juni den Online-Auftritt der Initiative auf der Petitonsseite und bei Facebook begleitet und die Untertitelung der Videos in weiteren Sprachen betreut. Sebastian bereitet im Moment die nächsten Veranstaltungen vor, die vorraussichtlich in Köln/Bonn, Frankfurt und Hamburg stattfinden werden. Anfang Juli wird es ein Treffen mit der deutschen UNESCO-Kommission geben, auf der über mögliche weitere Schritte gesprochen wird. Darüber wird Sebastian dann hier im Blog berichten.

Das Petitonsformular und alle Infos zur Initiative sind auf wikipedia.de/wke zu finden

Wikipedia-Schulprojekt

In diesem Monat kann sich das Schulprojekt über mehr als zwanzig Anfrage von Schulen und Bildungseinrichtungen an Workshops freuen. Besonders die Schülerworkshops waren zum Schuljahresende gefragt. Wir konnten ganze 6 Schülerworkshops von Rheinland-Pfalz, über Hessen bis nach Brandenburg organisieren und für den Herbst konnten wir bereits erste konkrete Termine auf Fachgruppentagungen und -messen planen. Auch seitens der Presse gab es in diesem Monat Berichte in verschiedenen Zeitungen. Eine Zusammenstellung findet Ihr in unserem Medienecho. Die Sommerferien haben nun teilweise begonnen und einige Lehrer scheinen die Zeit nun zu nutzen die ersten Stunden im nächsten Schuljahr für Workshops zu verplanen. Das freut uns natürlich sehr.

Besonders durch die aktuellen Plagiatsdebatten ist das Thema Urheberrecht nun auch in Schulen weiter oben auf der Tagesordnung gelandet. Diesen Schwerpunkt konnten unsere Referenten natürlich gut mit in ihre Arbeit aufgreifen. Ein Lehrer berichtete uns nach einem Einsatz, dass die Schüler sogar am nächsten Tag noch über den Workshop diskutiert hätten. Ein paar Steine konnten also in diesem Monat wieder ins Rollen gebracht werden!

Außerdem konnten wir in diesem Monat zwei neue Referenten für unser Projekt gewinnen. Mit den Bwerbern haben wir uns am 17.Juni im Unperfekthaus in Essen getroffen. Das Kennenlernen fand in entspannter Atmosphäre statt und wurde besonders durch Praxiseinblicke durch einen Referenten zu einer gelungenen Veranstaltung. Weitere Bewerber werden voraussichtlich zu unserem Camp im August dazustoßen. Hierfür hat in diesem Monat die Planung begonnen. In der aktuellen Wikimedium könnt ihr gleich auf der Seite 2 den Artikel eines Referenten über seine Arbeit im Schulprojekt lesen. Lust bekommen? Dann bewerbt euch oder unterstützt das Projekt in dem ihr eure Ideen an schule@wikimedia schickt.

FUNDRAISING

Zwischen dem 17. und 19. Juni fand der diesjährige Fundraising Summit statt. Insgesamt 18 Teilnehmer von 11 Chaptern und der WMF trafen sich für drei Tage in Wien, um sämtliche Aspekte rund um Fundraising für Wikimedia/Wikipedia zu besprechen. Von Wikimedia Deutschland waren Tobias und Till vor Ort. Dominierende Themen waren das Fundraising Agreement, der letztjährige und der kommende Online-Spendenaufruf, CiviCRM und allgemeine Aspekte des Fundraisings. Till hielt einen Vortrag über das Fundraising von Wikimedia Deutschland, in der er die Bedeutung von ganzjährigen Spendenaktivitäten für Wikimedia/Wikipedia hervorhob. Die Präsentation kann man sich hier anschauen. Es war spannend zu diskutieren, welche Erfahrungen andere Chapter machen und welchen Weg Chapter sowie die WMF in Zukunft im Fundraising einschlagen möchten. Hier kann man sich die Notizen des Summits anschauen, die aufgrund der Internetzugangsprobleme leider nicht ganz vollständig sind.

Darüber hinaus wurde unsere Spenderumfrage im Juni fertig gestellt. Im Juli wird die Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse werden wir sowohl im Blog als auch an dieser Stelle präsentieren. Übrigens: die WMF hat letztes Jahr eine internationale Spenderumfrage durchgeführt, mit durchaus überraschenden Erkenntnissen, die man hier nachlesen kann.

Schließlich gingen im Juni die Vorbereitungen für den Fundraiser 2011 weiter. Auf der Projektseite kann man sich auf den aktuellen Stand bringen. In diesem Zusammenhang weisen  wir auf den Test der WMF vom 16. Juni hin. Dieser hält eine der wichtigsten Erkenntnisse für alle zukünftigen Spendenkampagnen von Wikimedia bereit: Jimmy ist schlagbar!

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Seit dem 15. Juni bearbeitet Johannes Rohr als neuer Mitarbeiter die Bereiche Freiwilligenförderung und Community-Beziehungen. Der Arbeitsbereich umfasst sowohl die Communities der Projekte (Wikipedia und Co) als auch die Mitgliedschaft des Vereins. Johannes übernimmt zum Teil die Aufgaben von Henriette Fiebig, die den Verein zum Monatsende verlassen hat. Neben der Einarbeitung in die damit verbundenen administrativen Abläufe laufen zur Zeit die Planungen für mehrere Maßnahmen zur besseren Förderung von Autoren und zur Verbesserung des Kommunikationsflusses zwischen Geschäftsstelle und Gemeinschaft. Dazu gehört auch, dass Johannes sich am 29. Juni der Wikipedia-Community im Kurier vorgestellt und zur Diskussion über die Rolle und Performance von WMDE eingeladen hat.

Community-Space

Auch im Juni blieb das Blogposting zur Suche nach Raum für Freies Wissen weiter aktuell. Sebastian Sooth hat viele Objekte in Berlin gesichtet und darüber hinaus Gespräche mit Anbietern möglicher, einfach zu nutzender Orte in weiteren Städten geführt.

Community-Projektbudget

Sebastian Sooth hat den Community-Projektbudgetausschuss bei der Durchführung seines ersten Treffens am 17. und 18. Juni in Hamburg unterstützt.

Zedler-Preis für Freies Wissen

Am 14.06. hatten Nicole und Catrin einige Community-Mitglieder eingeladen, um gemeinsam über die Zukunft der Zedler-Medaille zu sprechen und die schriftlich diskutierten Neuerungen in einen festen Rahmen zu gießen. Das Treffen war sehr konstruktiv und ergebnisreich: auf der Wikipedia-Projektseite findet sich nun vorzeigbare Ansätze für ein neues Konzept:

Der im Jahr 2011 neu aufgelegte „Zedler-Preis für Freies Wissen“ ist ein Preis für herausragende Leistungen, Artikel, Redaktionen, Aktivitäten und Projekte innerhalb aber auch außerhalb der Wikipedia und des Wikimedia-Universums, vergleichbar mit dem Grimme-Preis oder den Grammy Awards. In verschiedenen Kategorien werden Personen oder Personengruppen ausgezeichnet, die sich während der letzten zwölf Monate besonders für Freies Wissens eingesetzt, freies Wissen produziert, einen Bewusstseinswandel vorangetrieben oder bestimmte Lücken gefüllt haben.

Für diese Kategorien suchen wir externe Partner, die eine Patenschaft übernehmen, die Reichweite des Wettbewerbs erhöhen und Mitglieder einer Jury stellen können. Die wichtigste Neuerung ist, dass der Wettbewerb nicht zum Erstellen von Artikeln extra für den Wettbewerb aufruft, sondern dass großartige Leistungen des letzten Jahres nachträglich geehrt werden.

Das Konzept wird nun finalisiert, dann eine Jury gewählt und externe Partner gesucht. Im November starten wir die öffentliche Nominierungsphase, im Dezember dann die Abstimmung und Weitergabe der Beiträge an die Jury. Die Preisverleihung wird im Februar/März 2012 stattfinden.

Weitere Diskussionsbeiträge und Vorschläge für Partner, Juroren, Schirmherren etc sind nach wie vor herzlich willkommen! Ansprechpartnerin bei uns ist Nicole.

WikiConvention

Am 9.-11. September wird in Nürnberg die WikiConvention stattfinden. Organisiert wird die Veranstaltung von der Community für die Community, Wikimedia Deutschland ist Hauptsponsor (neben WMAT und WMCH) und unterstützt bei allen logistischen und organisatorischen Fragen.

Die WikiCon soll alle Akteure der deutschsprachigen Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte im Nürnberger Bildungszentrum zusammenbringen. Sie knüpft an das Skillshare-Treffen 2010 an und soll Zeit und Raum für Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen bieten, durch offene Strukturen sollen gleichzeitig neue Ideen entwickelt und vertieft werden. Für Kontakte im „Real Life“ soll mehr als nur eine Nische im Veranstaltungsprogramm bleiben.

Nicole und Henriette sind in stetigem Kontakt mit den Organisatoren aus Nürnberg und unterstützen bei Fragen zur Anmeldung, Budgetierung, Unterkunft, Programmgestaltung und sonstiger Logistik. Im Rahmen des Logowettbewerbs wurde ein hübsches Logo gekürt, Anfang Juli wird die offizielle Anmeldung eröffnet und zur Zeit werden Programmvorschläge und Helferangebote gesammelt.

Wiki loves Monuments

Die Suche nach Partnern und Sponsoren für den Fotowettbewerb “Wiki loves Monuments” setzte sich auch im Juni fort. Die Community arbeitet weiter an der Erstellung der entsprechenden Listen, es werden Kontakte zu einzelnen Städten geknüpft und intensiviert, die an lokalen Aktionen interessiert sind. Es gibt neben der Website nun auch Flyer zum Ausdrucken und Mitnehmen auf Fototour. Für die Jury werden außerdem bis zum 10. Juli die Kandidaten aus der Community sowie Vorschläge für externe Juroren gesammelt. Ansprechpartnerin bei uns ist Nicole. Kilian hat dazu einen ausführlichen Blogbeitrag veröffentlicht.

WISSENSCHAFT

Wikipedia trifft Altertum

Am Pfingstwochenende fand in Göttingen die Konferenz “Wikipedia trifft Altertum” statt. An zwei Tagen trafen 100 Wissenschaftler und Wikipedianer zusammen, insgesamt wurden fast 30 Vorträge gehalten (darunter Mathias zu Bildrechten, Datenbanklinks und Inhaltepartnerschaften). Die Organisatoren Marcus Cyron, Martin Rulsch und Jonathan Groß haben ganze Arbeit geleistet und eine tolle Veranstaltung organisiert. Wikimedia Deutschland hat die Veranstaltung finanziell unterstützt und aus der Geschäftsstelle haben Catrin und Michael bei Infomaterial und Pressearbeit und Nicole und Henriette bei Organisation und Logistik geholfen. Marcus schreibt dazu im Kurier:

Selten habe ich das Zusammentreffen von Wikipedianern mit Wissenschaftlern so konstruktiv, beide Seiten so aufgeschlossen erlebt. [...] Schon im Rahmen der Organisation unserer Veranstaltung waren wir vom absolut positiven Echo aus der „akademischen Welt“ überrascht. Insgesamt waren an beiden Tagen etwa 100 Teilnehmer vor Ort – vom Professor über den Studenten bis zum Wikipedianer (und sicher auch die eine oder andere Person, die Beides war). Sicher trifft es nicht auf alle zu – aber bei sehr vielen Wissenschaftlern und nicht zuletzt bei den Hochschullehrern scheint ein Umdenken stattzufinden. Wikipedia wird zwar nicht geliebt – nein, das ist falsch, Wikipedia wird von einer mittlerweile nennenswerten Zahl von Wissenschaftlern mindestens geachtet, zum Teil hoch respektiert, aber mindestens in fast allen Fällen genutzt. Aber man versteht immer mehr, dass etwas, das da ist, so verbreitet und trotz aller (nicht immer unberechtigter) Zweifel genutzt wird, Beachtung verdient, ja braucht. Aus diversen Gründen.

Vielen Dank an die Organisatoren sowie an die Helfer vor Ort für diese tolle Veranstaltung!

Wikipedia Academy

Die Überlegungen zur Neuausrichtung der Academy haben Nicole, Angelika und Denis und im Juni fortgesetzt. In zwei intensiven Arbeitstreffen wurden weitere Ideen gesammelt und darüber hinaus Gespräche mit den Organisatoren der CPoV sowie der Free Culture Research Conference geführt. Eine der Ideen ist, die Academy als dreitägige Konferenz zu veranstalten und die Ausarbeitung von Programm und Themenschwerpunkten einem externen Programm Committee bzw. Advisory Board zu überlassen.

Wir erhoffen uns durch das Hinzuziehen externer Fachleute einen breiteren Blick auf die verschiedenen Forschungsthemen sowie Kontakte zu Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen.

RENDER

Wikimedia ist ein Use Case Partner im EU-geförderten Forschungsprojekt RENDER.

Im ersten Projektjahr ist die Hauptaufgabe, Metriken und Messmethoden zu definieren. Diese sollen uns helfen, Aussagen über die Qualität – und dabei insbesondere die Vielfältigkeit (Diversität) – der Informationen innerhalb der Wikipedia zu treffen. Im Juni bereiteten wir die Definition neuer Metriken weiter vor. Dazu führten wir auch eine manuelle Analyse eines WP-Artikels in verschiedenen Sprachversionen durch. Anhand dieser Analyse untersuchten wir den Editier- und Aktualisierungsprozess, immer mit Hinblick auf die unterschiedliche Darstellungsweise in den jeweiligen Sprachversionen.

Für Anregungen oder Fragen meldet euch bei Angelika bzw. unter render@wikimedia.de.

Das RENDER-Team hat im Juni Zuwachs bekommen. Gerrit, der schon seit Mai 2009 als Werksstudent bei Wikimedia arbeitet, unterstützt mit einem Teil seiner Wochenstunden seit diesem Monat das Projekt. Gerrit studiert Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HU-Berlin und kann mit seinen Erfahrungen unser Team gut ergänzen. Jonathan Sonntag arbeitet, neben seiner Diplomarbeit im Bereich Computerlinguistik, als Werkstudent seit Juni im Projekt mit. Er wird sich besonders um aktuelle Programmier- und Implementierungsaufgaben kümmern.

 

Der nächste Monatsbericht erscheint am 10. August 2011.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Mai 2011

Liebe Freunde des Freien Wissens,

etwas verspätet folgt der Bericht über die Projekte und Aktivitäten von Wikimedia Deutschland für den Mai 2011. Viel Spaß beim Lesen – Kommentare und Feedback sind wie immer gerne gesehen.

Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!

Im Mai war Catrin mit der Planung und Koordination der Video-Message von Jimmy zum Weltkulturerbe beschäftigt. Am 18. Mai war Jimmy Wales für die Aufnahmen und Pressegespräche (dpa, NYT) in Berlin. Texterstellung und Organisation und Dreharbeiten wurden von Michael unterstützt. Dazu gehörte das Sammeln und Aufbereiten von Informationsmaterial im Vorfeld sowie die Vorbereitung des Drehortes.

Sebastian Sooth hat im Mai den Start der Petition und das Expertengespräch am 31.5. vorbereitet. Am 23.5. ging die Website mit der Petition in deutscher und englischer Sprache online, bis Ende Mai hatten sie über 10.000 Menschen mitgezeichnet. Inzwischen ist sie von Freiwilligen in über 25 Sprachen übersetzt worden und auch die Videobotschaft von Jimmy Wales hat jetzt u.a. griechische und chinesische Untertitel. Im Deutschen Technikmuseum fand das Expertengespräch “Muss Wikipedia Weltkulturerbe werden?” statt, die Aufzeichung der Podiumsdiskussion gibt es auf wikimedia.de/videodoku. Mit Vertretern der Deutschen UNESCO-Kommission sind wir in intensivem fachlichen Austausch und Sebastian hat sich bereits mit Vertretern getroffen. Weiterhin unterstützt Leo Burnett die Initiative pro bono und Sebastian hat auch im Mai die Begleitung der Aktivitäten geklärt. Dabei wurde u.a. die erste Postkarte zur Initative produziert. Wikimedia-Chapter aus verschiedenen Ländern haben Unterstützung angeboten oder angefragt. Für das zweite Halbjahr ist ein Barcamp Freies Wissen in Vorbereitung, Interessenten können sich jetzt schon hier eintragen. Auch den Wettbewerb “Wiki Loves Monuments” wird die Initiative unterstützen. In einem ausführlichen Blogposting hat Sebastian die Idee und die Ziele der Kampagne vorgestellt und gleichzeitig auch in Englisch veröffentlicht.

Buchprojekt

Im Mai wurde das Manuskript des Wikipedia-Buchs nun offiziell an unseren Verlagspartner übergeben und gegenwärtig findet das Lektorat statt. Neben der Einholung von Autorenerklärungen war der Monat von der Ausarbeitung und Weiterentwicklung des Marketingkonzepts unter Federführung von Catrin geprägt. Noch fehlende Einleitungstexte wie auch das Vorwort von Jimmy Wales wurden von Catrin erstellt. Bis auf den gelegentlichen Abstimmungsbedarf mit dem Lektor und der Öffentlichkeitsarbeit liegt die Arbeit an diesem Projekt derzeit schwerpunktmäßig bei unserem Verlagspartner.

OpenData / OpenData Day

Am 18.5. fand in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und mit dem Berliner Wirtschaftssenator der 1. Berlin Open Data Day statt. Sebastian Sooth hat die Vorbereitung und die Organisation der Werkschau unterstützt und dort die Verbindung von Open Street Map und Wikipedia vorgestellt. Die dort veröffentliche Berliner Open Data Agenda wurde von Pavel Richter mitunterzeichnet. Michael und Sebastian haben dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.
Die Unterstützung der am 30.6. und 1.7. stattfindenden OKcon 2011 durch Wikimedia Deutschland betreut Sebastian. Wikimedia Deutschland ist dort Partner und wird auch selber interessante Ideen vorstellen.

CommunitySpace

Auch im Mai hat Sebastian viele verschiedene Angebote für Räumlichkeiten gesichtet. Leider war noch immer keine passende dabei. Das Blogposting zur Suche ist weiter aktuell. Mit Partnern für lokale CommunitySpace-Satelliten in weiten Städten hat Sebastian im Mai erste Gespräche geführt.

Community-Projektbudget

Sebastian Sooth ist Ansprechpartner für das Community-Projektbudget in der Geschäftsstelle. Im Mai hat er die Ausschreibung der ersten Antragsrunde unterstützt. Dazu wurde u.a. eine Sitenotice für angemeldete Nutzer aller deutschsprachigen Wikimedia-Projekte geschaltet. Antragsschluss für die erste Runde war der 31.5.. Den Community-Projektbudget-Ausschuss hat Sebastian u.a. bei dessen Start-Telefonkonferenz nach der Wahl der Mitglieder und bei der Einrichtung eines CPB-Wikis unterstützt.

4. Collaboratory zu “Privatheit und Öffentlichkeit”

Der zweite Workshop der Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft fand in den Räumen der Stiftung Neue Verantwortung statt. Sebastian Sooth hat daran teilgenommen.

Berlin Hackathon 2011

Vom 13.-15. Mai war Wikimedia Deutschland Gastgeber für 65 MediaWiki-Hacker, das Projektteam des europäischen Wettbewerbs “Wiki loves Monuments” sowie das Language Committee. Beim Berlin Hackathon im Berliner betahaus wurde quasi rund um die Uhr an Bugs, neuen Features, verbesserten Bearbeitungsmöglichkeiten und anderen Projektthemen gearbeitet. Daniel übernahm die Rolle des Programmkoordinators und Nicole kümmerte sich – mit der Unterstützung von Cornelius – um die logistisch-organisatorischen Aufgaben. Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung findet sich im Blog.

Das wahrscheinlich wichtigste Thema auf dem diesjährigen Hackathon war die Entwicklung einer verbesserten Bearbeitungsmöglichkeit für Wikitexte, die es erlaubt, Seiten so zu bearbeiten, wie sie angezeigt werden, oder gar direkt zu verändern, ohne auf eine spezielle Bearbeitungsseite wechseln zu müssen.

Wiki loves Monuments

Die Organisatoren des Wettbewerbes „Wiki loves Monuments“ kamen beim Hackathon in Berlin zu einem ersten europaweiten Treffen zusammen. Kilian hat dazu einen schönen Bericht im Wikimedia-Blog verfasst.

Für den deutschen Wettbewerb wurde von Elya eine eigene Webseite als Anlaufstelle für externe Teilnehmer, potentielle Sponsoren und Partner erstellt. Zurzeit wird weiter an den Listen gearbeitet und es werden Partner und Sponsoren gesucht. Den aktuellen Stand der Diskussion verfolgt man am besten direkt in der Wikipedia.

Zedler-Medaille 2011

Anfang Mai hat Nicole die Frage „Wie geht es weiter mit der Zedler-Medaille?“ hier im Blog veröffentlicht und auf der Wikipedia-Projektseite zur Diskussion neuer Konzepte und Ideen für die Aurichtung des Wettbewerbes in 2011 aufgerufen. Die Diskussion wurde recht lebhaft und konstruktiv geführt.

Ein Vorschlag aus der Community ist eine „Zedler-Medaille für Freies Wissen“, eine Art Grimme- oder Grammy-Preis für herausragende Leistungen, Artikel, Redaktionen, Portale, Sammlungen innerhalb aber auch außerhalb der Wikipedia. In verschiedenen Kategorien würden Projekte oder Personen ausgezeichnet, die sich innerhalb der letzten zwölf Monate besonders für die Förderung Freien Wissens eingesetzt oder bestimmte Lücken gefüllt haben. Für einige der Kategorien sollen externe Partner gefunden werden, die eine Patenschaft übernehmen, die Reichweite des Wettbewerbs erhöhen und eine Jury stellen können. Eine wichtige Neuerung wäre auch, dass nicht zum Erstellen von Artikeln extra für den Wettbewerb aufgerufen wird, sondern dass tolle Leistungen nachträglich geehrt werden.

Nun wird ein Termin für ein Treffen mit der Community gesucht, um die Vorschläge gemeinsam in ein fertiges Konzept zu gießen, Vorschläge für alte und neue Partner zu sammeln und die Kategorien festzulegen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an der Abstimmung zu beteiligen. Ansprechpartner bei uns ist Nicole.

Wikipedia trifft Altertum

Die drei Organisatoren Marcus Cyron, Martin Rulsch und Jonathan Groß haben im Mai verstärkt am Programm und der logistischen Vorbereitung ihrer Konferenz Wikipedia trifft Altertum gearbeitet.

Nicole unterstützt das Team in Bezug auf Übernachtungsmöglichkeiten, Tipps für die Organisation vor Ort, Catering und Technik und steht auch für Fragen rund um Budget und Kostenkontrolle zur Verfügung.

Das Programm kann sich sehen lassen: (1,5 gut gefüllte Tage mit je zwei Vortragssträngen) und es haben sich bisher fast 100 Teilnehmer angemeldet.

WissensWert

Aktuelle Berichte aus den Projekten finden sich im regelmäßigen Bericht im Wikimedia-Blog. Ansprechparterin ist Nicole Ebber.

Wikipedia Academy

Nicole, Angelika und Denis haben sich im Mai erste Gedanken zur diesjährigen Wikipedia Academy gemacht. Das ursprüngliche Konzept der Veranstaltung, externe Wissenschaftler zur Mitarbeit in der Wikipedia zu bewegen, ist bisher nicht sehr erfolgreich gewesen. Deswegen möchten wir in diesem Jahr den Fokus deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia“ verschieben. Somit sprechen wir Personen an, die sich sowieso bereits mit Wikipedia beschäftigen und bringen diese Leute miteinander in Kontakt. Ziel ist auch, das Ansehen von Wikipedia und Wikimedia im Wissenschaftsbereich zu verbessern und uns zu einem kompetenten Ansprechpartner in Sachen Wikipediaforschung zu etablieren.

Unsere Idee ist es, auf der Academy einen breiten Überblick der aktuellen Wikipedia-Forschung zu präsentieren. Dabei wird sowohl auf Forschungen eingegangen, die die Wikipedia selbst als Gegenstand der Untersuchungen verwenden, als auch auf Arbeiten, in denen Wikipedia als Datengrundlage der Entwicklung genutzt wird. Sie bietet den Rahmen, wissenschaftliche Ergebnisse aus verschiedenen Disziplinen vorzustellen, die zu diesem Forschungsfeld relevante Beiträge leisten.

Die Konferenz sollte dann jährlich stattfinden, um damit auch die Basis für weiterführende wissenschaftliche Arbeiten und Kooperationen zu schaffen. Wir werden in den nächsten Tagen die Projektseite in der Wikipedia aktualisieren und dort erste Ideen präsentieren und Interessierte zur Diskussion um Formate und Inhalte bitten.

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium setzt sich ungebrochen der Trend des Jahres fort: Es entwickelt sich klasse. Kurz vor Jahreshälfte sind bei Denis Barthel bereits fast so viele Anfragen eingegangen und Stipendien vergeben worden wie im gesamten Jahr 2010. Offensichtlich ist dieses Wachstum stabil, wir freuen uns auf die nächsten Anfragen. Auch zwei neue Fachbereiche sind derweil dazugestoßen, zum einen das Portal “Essen und Trinken” und zum anderen das “Regionalprojekt Mittelhessen”. Die Mittelhessen forderten auch gleich zwei Literaturstipendien an, um in den nächsten Monaten schreibend die Fotografen ihrer Region bei “Wiki loves Monuments” zu unterstützen. Eine hervorragende Idee, an der sich hoffentlich zahlreiche weitere Autoren beteiligen!

Wikipedia-Autorenumfrage 2011

Seit langem geplant, ist sie jetzt auf der Zielgeraden: Die Wikipedia-Autorenumfrage 2011. Ende Juni wird Wikimedia Deutschland mit Unterstützung der Wikimedia Foundation eine detaillierte Untersuchung zur Zufriedenheit der Wikipedia-Autoren starten. Manuel Merz, der, administrativ unterstützt von Denis Barthel, die Umfrage umsetzt, setzt hiermit seine Vorstudie aus dem Jahr 2009 fort. Um einen guten Vergleich zu ermöglichen, findet sie parallel in der deutschsprachigen und auch der englischsprachigen Wikipedia statt. Ziel der Studie ist mehr zu erfahren über die Motivation, die Rollen und die Hintergründe der Autoren in der Wikipedia. Nur so ist eine präzise Unterstützung der Wikipedia-Autoren durch Wikimedia Deutschland möglich. Aber auch der Community soll die Studie spannende und diskussionswürdige Resultate bringen. Erste Ergebnisse sollen auf der Wikimania in Haifa präsentiert werden, ein Abschlussbericht auf der Wikipedia Academy im November.

Redaktionstreffen

Das erst im März diesen Jahres eingeführte Förderprogramm Redaktionstreffen hat sich trotz der kurzen Zeit offensichtlich bereits fest im Repertoire der Redaktionsfördermaßnahmen von Wikimedia Deutschland etabliert. Anfang Juni finden gleich vier durch das Programm geförderte Begegnungen “virtueller Fachbereiche” statt, nämlich der Redaktion Physik, der Redaktion Chemie, der Redaktion Biologie und des WikiProjekts Römischer Limes. Weitere Treffen sind in Planung. Besonders erfreulich ist, dass einige der teilnehmenden Bereiche sich erstmals treffen und den Anstoß zu ihren “Premieren” in dem Förderprogramm fanden.

Bildarchive

Weiterhin gibt es unter Bildarchiven ein großes Interesse an dem Austausch mit Wikimedia über die Frage, wie Inhalte unter Freier Lizenz verfügbar gemacht werden. Mathias nahm dazu am 6. Mai an einer Tagung in Bremen teil und stellte dabei die Bundesarchiv-Kooperation und die Projekte Wikimedia Commons vor.

eG8

Unter französischer Führung fand im Mai ein Treffen der G8 zu Fragen des Internets statt. Schwerpunkt war hier das Internet, das man sich nach französischer Darstellung als einen grenzenlosen unbestellten Acker vorstellen muss, den es einzuzäunen und zu bestellen gilt.

Wikipedia und Facebook und Youtube seien zwar ganz nett, aber nun bedürfe es einer staatlichen lenkenden Hand für die kommende Entwicklung. Im Vorfeld des eigentlichen G8-Treffens wurden dazu die sichtbaren Köpfe des Internets eingeladen, um einmal ihre Wünsche und Vorstellungen zum Netz vorzustellen, quasi als eine Art Impulsreferat für den G8-Gipfel. Eingeladen war dazu auch Jimmy Wales. In Berlin gab es am 17. Mai ein Internet Colloquium an der französischen Botschaft, wo einer der Organisatoren des Gipfels die Themen vorstellte. Mathias nahm am Colloquium als Vertreter von Wikimedia Deutschland teil und wies auf die “unbeabsichtigten” Konsequenzen durch Sperrgesetze (Zugangserschwerungsgesetz) und Datenschutzvorstöße (Google Street View) auf Projekte wie OpenStreetMap und Wikipedia hin.

Konrad Adenauer Stiftung

In Berlin veranstaltete die Konrad Adenauer Stiftung einen zweitägigen Workshop für junge Teilnehmer zum Schreiben in der Wikipedia, Denis war dort am 26. Mai als Referent vor Ort.

Silberwissen / TAO

Am 3. und 4. Mai nahm Elvira Schmidt am gemeinsamen Workshop von Community- und Forschungspartnern im Rahmen des TAO-Projekts in Bern teil. Während der beiden Tage wurden folgende Themen diskutiert:

* Erste Ergebnisse aus der Vorstudie 60plus

* Erarbeitung des Grundkonzepts vom Handbuch

* Einführung und Überblick über die bisherigen Aktivitäten und Begleitforschung (Seniorweb * Schweiz, Seniorweb NL, Silberwissen)

Das nächste gemeinsame Treffen der Partner wird im Herbst stattfinden.

Zur Vorbereitung von Seminaren und Workshops im Herbstsemester 2011 bzw. im Frühjahrssemester 2012 fanden jeweils vor Ort Beratungen mit Vertretern der Volkshochschule (VHS) Erftstadt, Senioren-VHS Bonn, des katholischen Bildungswerkes Mainz, der Seniorenakademie Worms und der Caritas Worms statt. Die Resonanz zum Projekt Silberwissen war durchgängig positiv und von vielen Fragen zu Wikipedia und zur Organisation von Kursen und Workshops begleitet. Die Termine für Vorträge und Workshops im September an den beiden VHS sind bereits festgelegt. Die Zusammenarbeit mit den kirchlichen Bildungsträgern aus Mainz und Worms wird im Frühjahr 2012 starten.

In einem ersten Treffen mit einer Vertreterin der gGmbH Medien+Bildung.com (Rheinland-Pfalz) wurden Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Projekt Silberwissen erörtert.

RENDER

In den aktuellen Arbeitspaketen zur Definition und Evaluation von Metriken innerhalb der Fallstudie arbeiten wir jetzt enger mit dem KIT zusammen. Der Fokus liegt hierbei noch stärker auf Diversität als Qualitätsmerkmal. Angelika war Anfang Mai in Karlsruhe um offene Fragen und Projektdetails zu klären. Während des einwöchigen Aufenthalts von Denny Vrandečić (KIT, http://www.aifb.kit.edu/web/Denny_Vrandecic) in Berlin zum Hackathon wurde ein Beitrag mit dem Titel “Representing knowledge diversity in Wikipedia” erarbeitet und bei der WikiSym 2011 (http://www.wikisym.org/), die im Oktober in Mountain View / CA stattfindet, eingereicht.
Darüberhinaus konnten in zahlreichen Gesprächen neue Ideen und Konzepte für RENDER gefunden, sowie die Details zu den aktuellen Arbeitspaketen weiter konkretisiert werden.

Schulprojekt

Wir haben im Mai mit dem Umbau der Projektseite begonnen. Dort kann man sich nun ausführlicher über das Projekt informieren. Die Schulansprache via Postversand läuft nach wie vor sehr gut. Die Informationen gelangen auf diesem Wege tatsächlich zu den betreffenden Lehrern oder werden entsprechend weitergeleitet, was uns natürlich sehr freut. Auch die Kommunikation mit Kooperationspartnern und die Vertretung des Projekts auf Tagungen, gewinnt mit dem Wachsen des Projekts an Bedeutung.
Unsere Termine lassen sich in diesem Monat wieder in Workshops und in Metaveranstaltungen (Tagungen, Konferenzen, …) gliedern. Fünf Workshops konnten realisiert werden und das Projekt konnte auf vier Metaveranstaltungen über das Wikipedia-Schulprojekt informieren. Die Workshops waren erfreulicher Weise ausgesprochen breit gefächert. Von einem Vortrag an der Universität Mainz vor Lehramtsstudierenden, über einen Schülerworkshop an einer Realschule im Rahmen eines Projekttages bis hin zu einem Workshop für Lehrer war alles dabei. Eine wichtige Veranstaltung war am Anfang dieses Monats die Präsentation des Schulprojekts vor der KMK in Hamburg. Hieraus haben sich bereits einige Kontakte und mehrere Veranstaltungen in Planung ergeben. Auch die Präsentation des Projekts auf der iMedia, einer Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte, gab Möglichkeiten zum Dialog und zur weiteren Vernetzung.
Als Ansprechpartner für das Schulprojekt stehen Elly und Denis zur Verfügung, Nicole hat sich aus dem Schulrojekt zurückgezogen und arbeitet an verschiedenen anderen Projekten. Das Schulprojekt ist derzeit verstärkt auf der Suche nach Referenten in der Region Bayern! Wer Lust hat oder jemanden kennt, der werfe gerne einen Blick auf unsere Ausschreibung. Für Anregungen und Workshopanfragen bitte eine Mail an schule@wikimedia.de.

Presseanfragen

Es gab diverse Anfragen für Wikipedianer-Portraits und der Geburtstag der deutschsprachigen Wikipedia wurde nochmals thematisiert. Catrin hatte Interviews mit verschieden Radiosendern (BR, mdr-info) und Hintergrundgespräche mit Tagespresse. Im Mittelpunkt stand das Thema warum Wikipedia Weltkulturerbe werden sollte, aber es wurden damit auch immer Kernthemen wie Bedeutung Freien Wissens, Unterstützung und Teilnahme kommuniziert. Nicht nur national hat das Thema bereits großes Interesse hervorgerufen. Für die Deutsche Welle gab Catrin Interviews für die Serbische Redaktion. Besonderes Highlight war die Zusammenarbeit mit der New York Times. Weitere internationale Anfragen und die Koordination von Interviews mit anderen Chaptern folgten.  Darüber hinaus wurde die FAQ zum Thema ‚Weltkulturerbe‘ erweitert und ins Englische übersetzt. Der Austausch im Rahmen der internationalen Pressearbeit hat auf der internationalen Jubiläumsseite und zugehöriger Mailingliste begonnen. Catrin unterstützt andere Chapter bei Presseanfragen. Hier erste Ergenisse in den Medien. Aktuell wird mit zdf/3sat für ein geplantes Wikipedianer-Portrait im Rahmen des ‚Tag des Ehrenamtes‘ gearbeitet.

Pressemitteilungen

Wikimedia Deutschland unterstützte den ersten Berlin Open Data Day. Michael erstellte und verschickte in diesem Zusammenhang eine Pressemitteilung, ebenso für den dritten Hackathon von Wikimedia Deutschland. Im Rahmen des Petitionsstarts der Initiative „Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!“ erstellten Catrin und Michael eine Pressemitteilung, die auch für die internationalen Wikimedia Chapter als englische Vorlage für eigene Darstellungen übersetzt wurde. Für das Expertengespräch „Warum sollte Wikipedia Weltkulturerbe werden!“ am 31. Mai im Deutschen Technikmuseum Berlin wurde eine Presseeinladung vorbereitet und verschickt.

Wikimedium

Auch im Mai gab es nochmals kräftigen Zuwachs an Abonnenten unserer Vereinszeitschrift. Außerdem konnte Catrin mit dem Deutschen Technikmuseum einen weiteren Partner akquirieren, der die Zeitung zukünftig auslegt.

Die nächste Ausgabe erscheint im Juni. Michael und Catrin haben dafür im Mai redaktionelle Vorarbeiten geleistet und Beiträge aus der Community gesammelt. Jederzeit können Ideen, Bilder oder Texte bei uns eingereicht werden: redaktion@wikimedium.de

Informationsmaterialien

Das Projekt Wikipedia macht Schule entwickelt sich weiter und hat nun großen Bedarf an Informationsmaterial. Logoentwicklungen für dieses und andere Projekte werden von Catrin und  Michael vorangebracht und weiteres Material konzipiert.

Für die Veranstaltung Wikipedia trifft Altertum erstellte Catrin in Zusammenarbeit mit den Organisatoren Martin Rulsch und Marcus Cyron einen Einladungsflyer. Den Versand an eine Liste wissenschaftlicher Einrichtungen nahm Michael vor.

Die Infobroschüre zu Wikimedia Commons ist frisch gedruckt und kann über die Geschäftsstelle bezogen werden. Im Layout ist derzeit die Informationsbroschüre für Wikisource, voraussichtlich ab Ende Juni fertig. An dieser Stelle allen Community-Mitgliedern, die Catrin und Michael bei der Erstellung dieses Informationsmaterials nützliche Hinweise und Unterstützung geben, herzlichen Dank.

Internet-Auftritt

Die Webpräsenz von Wikimedia Deutschland wurde auch im Mai kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Einbindung von OSM-Karten auf Projektseiten (Beispiel Silberwissen) wurde die Navigation des Blogs an die Hauptseite angepasst. Der Blog stellte auch das Hauptaugenmerk der Arbeit in diesem Bereich in den vergangenen Wochen dar. Unter anderem hat er jetzt eine bessere Suchfunktion, erneuerte Seitennavigation am unteren Rand („Pagination“) und neue Kategorie-Navigationsfunktionen am rechten Rand. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden alle vorhandenen Inhalte konsistent kategorisiert, neue Kategorien geschaffen und Unterkategorien angelegt.

Zudem wurde die von Wikipedianern vor einigen Jahren erstellte Wikimedia-Seite im Wikipedia-Namensraum nach einem Hinweis aus der Community neugestaltet und aktualisiert.

Mitglieder

Wieder erfreuliche Nachrichten von Henriette aus der Mitgliederverwaltung: Im Mai 2011 haben wir 44 Mitglieder mit aktiver Mitgliedschaft und 9 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen; bedauerlich allerdings, dass zwei Mitglieder zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt haben.

Der Verein zählt derzeit 901 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 255 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 1.156 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

Fundraising

Der Mai war stark geprägt durch eine Vielzahl an Aktionen. Zunächst wurde ein Mailing mitsamt des Tätigkeitsberichtes und der aktuellen Ausgabe der Wikimedium an 1100 Spender verschickt. Zusammen mit Tobias haben wir zudem eine Spenderumfrage erstellt, die nächsten Monat verschickt werden soll. Hierzu sollen mehrere Tausend Spender angeschrieben werden. Ziel der Umfrage ist unsere Spender besser kennenzulernen. Was treibt die Menschen an, sich finanziell für Wikipedia zu engagieren? Was sind ihre Befürchtungen und wofür sollen die Spenden ausgegeben werden? Das sind einige der ca. 25 Fragen, von deren Antworten wir uns aufschlussreiche Erkenntnisse erhoffen. Übrigens hat auch die Wikimedia Foundation letztes Jahr eine internationale Spenderumfrage durchgeführt, mit durchaus interessanten Erkenntnissen. Desweiteren habe ich im Mai mit den ersten Vorbereitungen für die nächste Spendenkampagne begonnen. Dazu habe ich eine Projektseite erstellt und angefangen, Wikipedianer für das Schreiben von persönlichen Aufrufen zu begeistern. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn noch weitere Wikipedia-begeisterte Menschen sich an der Vorbereitung und Durchführung der nächsten Spendenkampagne beteiligen würden. Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung war der Video-Dreh mit Jimmy Wales, der ebenfalls im Mai stattfand. Denn gerade Videos würde ich gerne zur nächsten Spendenkampagne viel stärker ausprobieren. Habt Ihr Fragen, Anmerkungen oder Kritik? Immer her damit: till.mletzko[at]wikimedia.de

 

Der nächste Bericht erscheint am Freitag, den 1. Juli 2011.

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