Archiv für die ‘Monatsberichte’ Kategorie



Monatsbericht Dezember 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlprüfsteine

Dezember 2012 ist das neue Januar 2013, denn bereits Mitte Dezember haben wir die Wahlprüfsteine für die Landtagswahl in Niedersachsen verschickt, Teil unseres Projekts zu Staatlichen Werken im Jahresplan 2013 des Vereins. Die 5 x 2 Fragen konzentrieren sich auf Fragen des Umganges mit staatlichen Werken, beispielsweise Open Government Data, Geodaten oder lizenzrechtlichen Fragen bei einem künftigen Informationsfreiheitsgesetz.

Bereits im Dezember gingen die ersten beiden Antworten von Parteien ein, eine dritte Partei entschuldigte sich mit fehlender inhaltlicher Kompetenz und dem Verweis, im Zweifel die Positionen der Piratenpartei zu vertreten. Die Veröffentlichung aller eingangenen Antworten ist vor der Wahl am 20. Januar geplant.

Landtag Schleswig-Holstein: Wir sind Druck

Wikimedia Deutschland wurde vom Innen- und Rechtsausschuss des Landtages Schleswig-Holstein gebeten, eine Stellungnahme zu einem Antrag über Verwertungsgesellschaften abzugeben. Unsere Antwort an den Landtag wurde vom Verein Digitale Gesellschaft e.V. mitgetragen.

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Monatsbericht November 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Anhörung zu Open Educational Resources

Am 8. November fand auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Anhörung zum Thema Open Educational Resources (OER) statt, an der Mathias Schindler als Vertreter von Wikimedia Deutschland teilgenommen hat. Leonhard Dobusch hat vorbildlich im Blog der Bundeszentrale für Politische Bildung zusammengefasst, was dort besprochen wurde. OER wird in den Zielen des Bereichs Bildung und Wissen im kommenden Jahr einen großen Platz einnehmen.

Beta-Start der Deutschen Digitalen Bibliothek

Die im Aufbau befindliche zentrale deutsche Aggregationsplattform für digitale kulturelle Objekte Deutsche Digitale Bibliothek” (DDB) ist am 28. November für die interessierte Öffentlichkeit online gegangen und Wikimedia Deutschland hat diesen Start durch Gespräche und Blogpostings begleitet. Unser Hauptaugenmerk sind die jetzt nötigen Schritte zur Freigabe von Metadaten, zur Lizenzierung der Inhalte und Bereitstellung der Daten.

Wiki Loves Monuments auf der Denkmal-Messe in Leipzig

Dank des großen Engagements vieler Freiwilliger aus Deutschland und Österreich konnten wir sehr erfolgreich Wiki Loves Monuments und die Wikipedia auf der europäischen Messe denkmal 2012 in Leipzig präsentieren. Dort wurden auch die Preisträger des deutschen Wettbewerbes geehrt.

Runder Tisch: kulturelles Erbe im Rheinland

Auf Initiative der Ehrenamtlichen Raymond und Elya (Benutzernamen) und begleitet von Wikimedia Deutschland trafen sich am 12.11.2012 sechs Einrichtungen aus dem Umfeld Kölner und rheinländischer (Bild-)Archive in Köln, um in vorerst vertraulichem Rahmen Barrieren abzubauen und mögliche Formen der Zusammenarbeit auszuloten. Neben dem Austausch über aktuelle Projekte verabredete man weitere Gespräche, um in den jeweiligen Institutionen Erfahrungen auszutauschen und konkretere Kooperationsideen zu entwickeln.

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Monatsbericht Oktober 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Konferenz “Zugang gestalten!”

“Nicht der Zugang zu kulturellem Erbe unterliegt einer Begründungspflicht, sondern dessen Verknappung.” Pavel Richter #ke12

Zwei Tage lang tagten ca. 200 Vertreter verschiedenster Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland im Glashof des Jüdischen Museums in Berlin zum Thema “Das kulturelle Erbe digitalisiert nutzbar machen”. Den meisten der anwesenden Kulturvertretern ging es offenkundig um das Wie, statt nur um das Ob.

Wikimedia Deutschland war eigentlich “nur” Mitveranstalter, dennoch: Wikipedia und deren Schwesterprojekte standen nicht nur im Fokus der Vorträge der Wikimedianer Pavel Richter, Marcus Cyron, (Wikipedian in Residence am Deutschen Archäologischen Institut) und Lennart Guldbrandsson (Wikipedian in Residence im schwedischen Nationalamt für Kulturelles Erbe). Sie dienten auch vielen anderen Referenten als Beleg für eine gelungene Umwandlung digitalisierter Daten zu Informationen und deren aktiver Weiternutzung.

Damit hat die Konferenz für uns den wesentlichen Zweck erfüllt, Wikimedia Deutschland als potenten Kooperationspartner für die Gestaltung von freiem Zugang zu präsentieren. Erste Gesprächstermine zur Anbahnung konkreter Projekte wurden bereits während der Konferenz vereinbart.

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Looking back at August and September at Wikidata

(Die deutsche Version dieses Eintrags ist hier.)

Let’s take a look back at the last two months of Wikidata development.

A first deployment is getting close

The first 6 months are over by now and we’re getting closer to a first deployment of the first phase of Wikidata on Wikipedia. This first phase allows storing the language links, the links that connect Wikipedia articles across languages, in one central location. So far they are all stored in the article in each language, causing a lot of duplication and bot edits to keep them in sync. A while ago Denny published statistics about the percentage of language links in relation to the whole wiki text of articles in the different Wikipedias. With Wikidata being used this number will drop considerably after a while.

The Hungarian Wikipedians already voted right after Wikimania on being the first to use Wikidata. The vote ended in favour of the proposal. Shortly after this the Italian Wikipedia had their vote with a very positive outcome. The other day the Hebrew Wikipedia started their discussion as well. A result is still outstanding. We are currently taking the last steps together with the Wikimedia Foundation to get the repository part of Wikidata up and running. Once this is tested for a while, we will add the first client, the Hungarian Wikipedia. The next Wikipedias will follow step-by-step after that. To help with the deployment process and quality assurance tasks Anja Jentzsch joined the team at the beginning of September as a software developer.

You can see and test the current development status on the demo system. Please report bugs if you find any. (We secretly hope you won’t find any anymore of course but you probably will ;))

It takes a village…

There are 13 people who are working on Wikidata at Wikimedia Deutschland. But a lot more are doing their small or large part. Just to give you some impression: Over the last months people worked on bots around Wikidata (including writing Pywikidata), commented on a lot of our drafts and mock-ups (e.g.: layout concepts for phase 2, unwanted edits, future use cases, data collaborators), reported and fixed bugs, reviewed the code we’ve written, dedicated Wikipedia articles to the team and much more. Thanks a lot to all of you. You rock!

To make it even easier to get an overview of the project and contribute we have overhauled the main project page and created a Contribute page. Have a look!

Events

Over the past two months we’ve taken part in a number of events. These include Campus Party Europe, FrOSCon, WikiCon, Software Freedom Day and Datengarten. You can find a complete list on the Wikidata event page. There you can also find the video of the Wikidata panel at Wikimania in Washington, pictures and videos of the MediaWiki hackathon earlier this year in Berlin and the logs for our last two office hours on IRC. We’ll be holding another round of office hours closer to the first deployment. Also have a look at the future events we’re going to attend. We might have Wikidata stickers to give away there (and in the office if you want to come over and say hi).

Getting the latest Wikidata news

Since the start of the project we’ve had a mailing list, IRC channel and been on identi.ca and Twitter. Recently we added Facebook and Google+ pages to the mix if you’re a fan of these networks. If you want to get the latest news to your talk page you can subscribe to the on-wiki newsletter.

On to the next 6 months

We’re already busy with the work on phase 2 now. This one is all about infoboxes and centralizing the data in them. This will need even more of your input than the first one to get it right. Keep an eye on the weekly status updates for things that need your input.

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Ein Rückblick auf August und September bei Wikidata

Lasst uns einen Blick zurück auf die letzten zwei Monate Wikidata-Entwicklung werfen.

Ein erster Livebetrieb rückt näher

Die ersten 6 Monate sind vorüber und wir kommen einer Inbetriebnahme der ersten Phase von Wikidata auf der Wikipedia näher. Diese erste Phase ermöglicht das Speichern von Sprachlinks, also den Links die Wikipedia-Artikel über Sprachen hinweg verbinden, an einer zentralen Stelle. Bisher werden diese alle in den Artikeln in jeder Sprache gespeichert, was zu viel Redundanz und Änderungen durch Bots führt, um sie synchron zu halten. Vor einer Weile hat Denny Statistiken über den Prozentsatz an Sprachlinks im Vergleich zum gesamten Wikitext von Artikeln in den verschiedenen Wikipedias veröffentlicht. Wenn Wikidata genutzt wird, wird dieser Prozentsatz nach einer Weile erheblich sinken.

Die ungarischen Wikipedianer haben bereits direkt nach der Wikimania darüber abgestimmt, ob sie die Ersten sein wollen, die Wikidata nutzen. Der Vorschlag wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen. Kurz darauf wurde auf der italienischen Wikipedia gewählt und auch hier war das Ergebnis sehr positiv. Vor einigen Tagen begann dann auch die Diskussion auf der hebräischen Wikipedia. Das Ergebnis steht noch aus. Zusammen mit der Wikimedia Foundation unternehmen wir gerade die letzten Schritte, um den Repository-Teil von Wikidata öffentlich zugänglich zu machen. Sobald dieser eine Weile lang getestet wurde, werden wir den ersten Client hinzufügen, die ungarische Wikipedia. Die nächsten Wikipedias werden dann Schritt für Schritt folgen. Um uns bei der Inbetriebnahme und Qualitätssicherung zu unterstützen, ist Anja Jentzsch seit Anfang September als Softwareentwicklerin bei Wikidata.

Du kannst den aktuellen Entwicklungsstand auf dem Demosystem anschauen und testen. Bitte melde Bugs, falls du welche findest. (Wir hoffen natürlich insgeheim, dass du keine mehr findest, aber natürlich wirst du wahrscheinlich trotzdem welche finden ;))

Es braucht ein Dorf…

13 Leute arbeiten an Wikidata bei Wikimedia Deutschland. Aber viel mehr leisten ihren kleinen oder großen Beitrag. Um dir einen Eindruck zu vermitteln: In den letzten 2 Monaten haben Leute an Bots in Wikidata (inklusive Pywikidata schreiben) gearbeitet, viele unserer Entwürfe kommentiert (e.g.: layout concepts for phase 2, unwanted edits, future use cases, data collaborators), Bugs gemeldet und behoben, unseren Code unter die Lupe genommen, dem Team Wikipedia-Artikel gewidmet und vieles mehr. Vielen Dank an euch alle dafür. Ihr seid großartig!

Um es noch einfacher zu machen, einen Überblick über das Projekt zu bekommen und mitzuarbeiten, haben wir die Projektseite überarbeitet und eine Mitmachen-Seite angelegt. Schau sie dir an!

Veranstaltungen

In den letzten zwei Monaten haben wir an einer Vielzahl an Veranstaltungen teilgenommen. Darunter waren unter anderem Campus Party Europe, FrOSCon, WikiCon, Software Freedom Day und Datengarten. Eine vollständige Liste findest du auf der Wikidata Event Seite. Dort findest du unter anderem auch das Video der Wikidata-Fragerunde zur Wikimania in Washington, Bilder und Videos vom MediaWiki Hackathon Mitte des Jahres in Berlin sowie die Aufzeichnungen der letzten beiden IRC-Sprechstunden. Kurz vor oder nach der Inbetriebnahme von Phase 1 von Wikidata werden wir eine weitere Runde Sprechstunden halten. Wirf auch mal einen Blick auf die Veranstaltungen, die wir in der Zukunft besuchen werden. Es könnte sein, dass wir da (und im Büro falls du mal vorbeikommen und hallo sagen willst) Wikidata-Sticker zu vergeben haben.

Immer auf dem Laufenden bleiben

Seit Projektbeginn haben wir eine Mailingliste und einen IRC-Kanal und sind auf identi.ca und Twitter. Vor kurzem haben wir noch Facebook und Google+ aufgenommen, falls du ein Fan dieser Netzwerke bist. Wenn du die letzten Neuigkeiten auf deine Diskussionsseite bekommen möchtest, kannst du dich für den Wiki Newsletter anmelden.

Auf in die nächsten 6 Monate

Wir sind bereits sehr mit der Arbeit an Phase 2 beschäftigt. Diese dreht sich ganz um Infoboxen und das Zentralisieren der Daten darin. Eure Beteiligung ist für diese Phase noch viel wichtiger als für die erste Phase, um es richtig zu machen. Hab ein Auge auf die wöchentlichen Status-Update um zu erfahren, wo wir deinen Beitrag und deine Mitarbeit brauchen.

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Monatsbericht September 2012

ENTWURF DES JAHRESPLANS 2013

Am Freitag, den 21. September, wurde der Entwurf des Jahresplans 2013 von Wikimedia Deutschland veröffentlicht. Zu finden ist der Entwurf im Forum des Vereins. In den Tagen bis zum Monatsende September besuchten Vereinsvorstand Pavel Richter, Mitglieder des Präsidiums und hauptamtliche Mitarbeiter fünf deutsche Städte, um den Entwurf öffentlich vorzustellen, Fragen zu beantworten und für Diskussionen bereit zu stehen. Gleichzeitig laden wir seitdem auf der Diskussionsseite des Entwurfs zu Kommentaren und Anregungen ein, um sie noch bis zur Abstimmung über den Plan auf der kommenden Mitgliederversammlung im November einfließen zu lassen. Wir freuen uns auf Eure Meinungen und Beiträge!

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Open Data und Deutsche Bahn

Nach der Veröffentlichung von Fahrplandaten durch das Projekt openPlanB, die mit dem Slogan “Innovation without permission” an den Start gehen und gewisse rechtliche Abklärungen umschiffen, haben Jens Best und Mathias Schindler in einem offenen Brief die Bahn um die Freigabe von Fahrplandaten unter einer freien Lizenz gebeten. In einer ersten Antwort wurde dieses Ansinnen abschlägig beschieden. Einige Zeit später schrieb die DB-Vertriebstochter ihrerseits einen offenen Brief an openPlanB, in der sie auf die rechtliche Unzulässigkeit der Veröffentlichung der Daten hinwies und für den Wiederholungsfall rechtliche Schritte androht. Das Schreiben endet mit der Ankündigung, sich mit anderen Open Data-Förderern zusammenzusetzen. Die beiden Initiatoren werden den inzwischen eingegangenen Vorschlag der Bahn für ein Treffen annehmen.

Vernetzungstreffen zum Berliner Transparenzgesetz

Auf Einladung von Mehr Demokratie e.V. fand in den Räumen von Wikimedia Deutschland im September ein erstes Vernetzungstreffen statt, um zusammen mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen die Chancen für ein Berliner Transparenzgesetz nach Art des Hamburger Transparenzgesetzes auszuloten. Das Hamburger Gesetz, das in diesen Tagen in Kraft tritt, ist das bisher weitreichendste Gesetz aus der Familie der Informationsfreiheitsgesetze und genießt unsere Sympathien. Gleichzeitig haben bereits zwei Fraktionen (B90/Die Grünen, Piratenpartei) im Berliner Abgeordnetenhaus ihrerseits Vorschläge für Transparenzgesetze vorgelegt, ein Entwurf wurde bereits ins Parlament eingebracht. Wikimedia Deutschland will auch in Zukunft an diesen Treffen teilnehmen.

Zukunftsforum Urheberrecht

Am 19.9. lud das Bundesjustizministerium zu einem Gedankenaustausch hinsichtlich der weiteren Schritte in der Urheberrechtspolitik in die Akademie der Künste. Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ließ sich allerdings, abgesehen von einer Neureglung zur Abmahndeckelung und der bereits angekündigten Umsetzung der EU-Richtlinie zu verwaisten Werken, nicht allzu viel Konkretes entlocken. Um auch anderen interessierten Beobachtern außerhalb Berlins einen zeitnahen Einblick in den Ablauf der Veranstaltung zu geben, testete Wikimedia Deutschland erstmals den Einsatz eines Google Docs zur Echtzeitprotokollierung. Via Twitter wurde der Link für den Lese- und Kommentierzugriff herumgereicht und die Kollegen von netzpolitik.org haben in schöner Regelmäßigkeit den Text auf einem der meistgelesenen deutschsprachigen Weblogs gespiegelt.

BILDUNG UND WISSEN

Der Bereich “Bildung und Wissen” hat im letzten Monat seinen Schwerpunkt auf die weitere Zielausrichtung und Umstrukturierung gelegt. Julia Kloppenburg verstärkt nun das Team der Geschäftsstelle und Nils Weichert hat seine Arbeit als Bereichsleiter begonnen. Ende des Monats fand das zweite Treffen des Referentennetzwerks in Bad Marienberg statt.

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Monatsbericht August 2012

Am Wochenende zum Monatswechsel fand die WikiConvention 2012 in Dornbirn statt. Hier gesammelte Blogberichte dazu. Wikimedia Deutschland war mit Mitarbeitern vor Ort. Näheres darüber wird im kommenden Monatsbericht ausgeführt.

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Leistungsschutzrecht vom Kabinett beschlossen

Das Sommerloch im politischen Berlin wurde unter anderem durch die anhaltenden Querelen um das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverleger überbrückt. Nachdem der zweite Entwurf die gewerbliche Nutzung von Text-Snippets durch Suchmaschinen gebührenpflichtig machen wollte, schließt der dritte, vom Bundeskabinett am 29. August verabschiedete Entwurf auch News-Aggregatoren ein. Für Wikipedia ist – entgegen der begründeten Sorge, die man angesichts der frühen, teils abenteuerlichen Planspiele haben musste – kein direkter Schaden mehr zu befürchten, außer der möglichen Verknappung von journalistischen Referenzquellen. Laut Begründungsteil des Gesetzesentwurfs “werden Dienste nicht erfasst, die die verlegerische Leistung auf andere Weise nutzen, z. B. indem sie dem Internet-Nutzer aufgrund eigener Wertung eine Auswahl von Presseerzeugnissen anzeigen.” Dessen ungeachtet ist das ganze Vorhaben weiterhin ordnungspolitisch äußerst fragwürdig und wird, wenn es denn so Gesetz wird, vermutlich zu jahrelanger Rechtsunsicherheit führen.

Verwaiste Werke: Stellungnahme und Q+A

Verwaiste Werke sind Werke, deren Urheber und Rechteinhaber nicht gefragt werden können, ob und unter welchen Bedingungen sie mit der Nutzung ihrer Werke einverstanden sind, da sie entweder nicht ermittelbar oder nicht auffindbar sind. Bei Werken mit vielen Mit-Urhebern, wie zum Beispiel Filmen, ist die Situation besonders kompliziert. Vor einigen Monaten entstand auf europäischer Ebene deshalb ein neuer Vorschlag für eine zukünftige “Richtlinie über die zulässige Nutzung verwaister Werke”. Im Juli 2012 schickte das Bundesministerium der Justiz (BMJ) an seinen Verteiler der am Urheberrecht interessierten Kreise eine Aufforderung zur Stellungnahme über vier konkrete Fragen zur Umsetzung einer solchen Richtlinie in nationales Recht. Die vollständige Antwort von Wikimedia Deutschland haben wir online gestellt. Als Ergänzung haben wir ein Positionspapier und ein Q+A zu diesem etwas sperrigen Thema erarbeitet, die beide demnächst auf die Webseite gestellt werden.

Konferenz “Zugang gestalten” nimmt Form an

Das Dilemma der digitalen Verfügbarmachung kulturellen Erbes beschreibt Paul Klimpel so: “Im Alltag von Museen, Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen wird häufig bereits auf die Nutzung von Werken verzichtet, wenn die Recherche der Rechteinhaber zwar möglich wäre, aber befürchtet wird, dies sei mit größerem Aufwand verbunden.” Die von ihm initiierte Konferenz “Zugang gestalten”, unter anderem in Kooperation mit WMDE, Open Knowledge Foundation und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, soll am 22. und 23. Oktober 2012 im Jüdischen Museum in Berlin die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten beim Zugang zum kulturellen Erbe aufzeigen. Weitere Infos dazu demnächst im Blog.

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Looking back at the last two months of Wikidata work

(Die deutsche Version dieses Artikels gibt es hier.)

Development is moving fast

The development of Wikidata is split into three phases. The team has been working on the first phase – centralizing language links – so far and is getting ready for the first deployment of the result. The Hungarian Wikipedia community stepped up to be the first to use Wikidata in production. The Italian Wikipedia community is currently very favourably discussing about becoming the second and there is interest from some members of the Hebrew Wikipedia community as well. The plan is to have the English Wikipedia follow after that and then offer it pretty quickly to all the other Wikipedias. If you want to test this already you can have a look at the demo system. We also looked at the impact this first phase will have on the Wikipedias and checked what percentage of the articles’ source in each Wikipedia is currently language links. Most of these will move to one central place – Wikidata.

Meanwhile the team is starting to work on the second phase – the centralisation of infobox data.

We published quite a few notes, story boards and more. For example the data model primer and the story board for linking Wikipedia articles or notes on how we want to export data to RDF and how we envision the user interface for phase two to look like. We’d appreciate your feedback on these.

To make sure Wikidata is flexible enough to deal with future use-cases that the community would like to see we’re collecting them. Please help and expand these.

Wikidata takes Washington, D.C. and New York, NY and …

at the Wikidata panel (cc-by-sa by Stepro)

Among the 1400 registered attendees for Wikimania, were also five from the Wikidata team – Denny Vrandečić, Jeroen De Dauw, Daniel Kinzler, Katie Filbert and me. Katie was even one of the main organizers of the event. We all had a blast. It was a great event with a lot of interest in Wikidata. More than 250 people showed up for our three talks on Thursday – and surprisingly few left when the two more technical ones started. First Denny gave an intro to Wikidata and what we’re trying to achieve. Then Daniel followed with an overview of the technical bits and pieces of Wikidata and how it fits into the rest of MediaWiki. The track ended with Jeroen showing how developers will be able to extend Wikidata in the future. On Friday we did the Wikidata panel together with Pavel Richter and Erik Möller. The panel started with the announcement of the winning logo of the Wikidata logo contest. As luck might have it, the designer of the winning logo, Arun Ganesh, was present and told us a bit about the idea behind it. The lines at the top spell out “Wiki” in morse code. Videos of the talks and panel will be up soon.

The week after Wikimania, Denny has been to New York City, and gave a talk at the New York Times. It was co-hosted by the local Semantic Web Meet Up group (the oldest and biggest such meet-up) and Wikimedia New York City, and had close to a hundred participants from very different backgrounds. The meeting started off with a presentation of rNews, a standard for providing metadata for news articles that is being widely deployed, and then the presentation of Wikidata. Many questions were raised, and some of them even answered in the evening event.

Additionally the Wikidata team held a number of Wikidata intro events in a few cities for local Wikipedians. More of these will follow. You can see all the past and future events on the Wikidata events page. To our delight Wikidata was also a topic at conferences without us even knowing in advance. Vorschlag: We were glad that Wikidata was also a topic at conferences without us raising the issue. At the United Nations Economic Commission for Europe’s conference for example one of the discussion topics was Wikidata and how it can be used for making their data available to a wider audience.

The team also held another round of office hours on IRC. Logs are available if you couldn’t attend.

On-wiki newsletter

We have started a on-wiki newsletter for those of you who’d like to have Wikidata news delivered directly to their talk page. To receive them just add yourself to the sign-up list.

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Die letzten zwei Monate bei Wikidata im Rückblick

Die Entwicklung geht schnell voran

Die Entwicklung von Wikidata ist in drei Phasen aufgeteilt. Bisher hat das Team an der ersten Phase gearbeitet, an der zentralisierten Verwaltung der Sprachlinks. Momentan bereiten wir eine erste Inbetriebnahme dieser Software vor: Die ungarische Wikipedia-Community hat angeboten, Wikidata als erste zu benutzen. Die italienische Community diskutiert gerade sehr wohlwollend darüber, die zweite zu werden, und einige Mitglieder der hebräischen Wikipedia-Community haben auch Interesse bekundet. Laut Plan folgt danach dann die englischsprachige Wikipedia, dann wird Wikidata zügig allen anderen Wikipedias angeboten. Wenn du jetzt schon ausprobieren möchtest, wie Wikidata gerade aussieht, kannst du einen Blick auf das Demo-System werfen. Wir haben uns außerdem mit dem Einfluss beschäftigt, den diese erste Phase wohl auf die Wikipedias haben wird: Hier ist zu sehen, zu welchem Anteil Wikipedia-Artikel in verschiedenen Sprachen aus Sprachlinks bestehen. Die meisten davon werden an einen zentralen Platz umziehen – Wikidata.

Unterdessen beginnt das Team, an der zweiten Phase zu arbeiten, an der Zentralisierung der Daten in Infoboxen.

Wir haben etliche Notizen, Storyboards und anderes veröffentlicht, etwa die Einführung ins Datenmodell, das Storyboard zur Verlinkung von Wikipedia-Artikeln, Notizen darüber, wie wir Daten nach RDF exportieren möchten und wie wir uns die Benutzeroberfläche für die zweite Phase vorstellen. Wir freuen uns sehr über dein Feedback dazu!

Wir sammeln darüber hinaus Nutzungsszenarien, um sicherzustellen, dass Wikidata flexibel genug für die zukünftigen Einsatzfelder ist, die die Community sich vorstellt. Bitte hilf mit und ergänze die Seite.

Wikidata in Washington, D.C. und New York, NY und …

bei der Wikidata Diskussionsrunde (cc-by-sa by Stepro)

Unter den 1400 registrierten Teilnehmenden der Wikimania waren auch fünf Personen aus dem Wikidata-Team: Denny Vrandečić, Jeroen De Dauw, Daniel Kinzler, Katie Filbert und ich. Katie war sogar eine der Hauptorganisatorinnen der Veranstaltung. Wir hatten alle eine sehr gute Zeit. Es war eine großartige Veranstaltung mit viel Interesse an Wikidata. Zu unseren drei Vorträgen am Donnerstag kamen mehr als 250 Personen – und überraschenderweise gingen nur sehr wenige, als die beiden technischeren Vorträge begannen. Zuerst gab Denny eine Einführung in Wikidata und unsere Ziele. Dann folgte Daniel mit einem Überblick über die technischen Details von Wikidata und das Zusammenspiel mit dem Rest von MediaWiki. Unsere Konferenzschiene endete mit Jeroen, der gezeigt hat, wie Entwickler/innen in Zukunft Wikidata erweitern können werden. Am Freitag saßen wir mit Pavel Richter und Erik Möller für eineWikidata Diskussionsrunde zusammen. Dort haben wir das Gewinnerlogo des Wikidata-Logo-Wettbewerbs verkündet. Wie es der Zufall will, war der Designer des Gewinnerlogos, Arun Ganesh, anwesend und konnte uns etwas über die Idee hinter dem Logo erzählen. Die Striche im oberen Teil des Logos bedeuten “Wiki” in Morsecode. Demnächst werden die Videos der Vorträge und des Podiums online erscheinen.

In der Woche nach der Wikimania war Denny in New York City und hat bei der New York Times einen Vortrag gehalten. Es wurde von der lokalen Semantic Web Meet Up-Gruppe (der ältesten und größten ihrer Art) und von Wikimedia New York City mitveranstaltet. Fast 100 Personen aus ganz verschiedenen Ecken kamen dort zusammen. Das Treffen begann mit einer Präsentation von rNews, eines verbreiteten Standards für Metadaten von Nachrichten-Artikeln. Dann kam Wikidata an die Reihe. Viele wichtige Fragen wurden dort aufgeworfen und einige von ihnen sogar im Laufe des Abends beantwortet.

Das Wikidata-Team hat auch in einigen Städten Wikidata-Einführungsveranstaltungen für die lokalen Wikipedianer/innen gegeben und weitere werden folgen. Einen Überblick über die vergangenen und kommenden Veranstaltungen gibt es auf der entsprechenden Seite. Wir haben uns gefreut, dass Wikidata auch auf Konferenzen thematisiert wurde, ohne dass wir davon vorher wussten: Bei der Konferenz der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen ging es unter anderem darum, wie Wikidata benutzt werden kann, um Daten einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Das Team hat zum wiederholten Mal Sprechstunden im IRC abgehalten. Falls du nicht dabei sein konntest, kannst du alles in den Logs nachlesen.

Wiki-Newsletter

Als neue Informationsquelle haben wir einen Wiki-Newsletter gestartet. Wenn du möchtest, kannst du dir Wikidata-Nachrichten jetzt direkt auf deine Diskussionsseite schicken lassen. Um dich für den Newsletter zu registrieren musst du dich nur in diese Liste eintragen.

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Monatsbericht Juli 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Vernetzungsarbeit auf der Wikimania

Bei der Wikimania 2012 in Washington D.C. wurde der Arbeitsbereich Politik & Gesellschaft durch Barbara Fischer und Jan Engelmann vertreten. Während Barbara die Gelegenheit zu intensivem Erfahrungsaustausch über die Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen nutzte, diskutierte Jan im Nachgang seines Vortrags zu Lobbyingstrategien die Möglichkeiten einer besser vernetzten Interessenvertretung seitens der Wikimedia-Community. Analog zu den Motiven für den Aufbau der Wikimedia Chapter Association gibt es hinsichtlich der politischen Arbeit das spürbare Bedürfnis nach besserer Koordination und gegenseitiger Informationsübermittlung – insbesondere bei den europäischen Länderorganisationen.

Lizenz vonnöten: Springer Images

Vor einigen Wochen fiel Bloggern und Wikimedianern auf, dass in einem Bildarchiv des wissenschaftlichen Springer-Verlages eine Reihe von Bildern aus Wikimedia Commons ohne hinreichende Lizenzinformationen verwendet wurden. Wikimedia Deutschland hat (via Twitter) Springer frühzeitig Hilfe angeboten und nach Absprache mit der Wikimedia Foundation, gemeinsam mit Daniel Mietchen, haben wir nun einen ersten Kontakt mit Verlagsmanagern, die um eine schnelle und lizenzkonforme Lösung des Problems bemüht sind. Dieser Fall ist für Wikimedia Deutschland darum so spannend, weil es im Kern um eine Sache geht, die allseits erwünscht ist: die Nachnutzung von Inhalten außerhalb von Wikimedia-Projektseiten – dann allerdings zu den Bedingungen der verwendeten Lizenzen.

Urheberrechtskommission im Bayerischen Landtag

Vermittelt durch Wikipedianer des Bayerischen Landtagsprojektes zur Ablichtung aller Abgeordneter erhielt Wikimedia Deutschland eine Einladung zur Teilnahme an der abschließenden Sitzung der Urheberrechtskommission der Grünen Landtagsfraktion in Bayern. Wenngleich Urheberrecht weitestgehend ein Thema der Bundesgesetzgebung ist: Die Kommission war ein ganz hervorragendes Modell, unterschiedliche Akteure an einen Tisch zu bekommen und über den Änderungsbedarf des aktuellen Systems zu reden.

Wikipedian in Residence beginnt bei Stiftung Stadtmuseum Berlin

Mit der Kooperationsvereinbarung zwischen Wikimedia Deutschland und der Stiftung Stadtmuseum Berlin wird möglicherweise noch dezidierter als im Deutschen Archäologischen Institut auf Nachhaltigkeit gezielt. Der Einsatz eines Wikipedian in Residence soll eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen einer Kultureinrichtung und den verschiedenen Wikimedia-Projekten auf den Weg bringen. Im Berliner Stadtmuseum planen wir eine dauerhafte Anlaufstelle für Wikipedianer, die Material für ihre Artikel aus dem Stadtmuseum benötigen. Zudem verknüpft sich auch hier, über zwei Schulprojekte im Stadtmuseum, der sogenannte GLAM-Bereich (für Galleries, Libraries, Archives and Museums) mit dem Arbeitsbereich Bildung und Wissen.

BILDUNG UND WISSEN

Das Thema Bildung zog sich auf der Wikimania in Washington wie ein roter Faden durch den Aufenthalt der Mitarbeiter des Bereichs, die vor Ort waren. Vom kleinen Bildungstreffen bis zum großen Meetup gab es viele Bekanntschaften und internationale Ideen und Diskussion. Mehr dazu in Elly Köpfs Blogbeitrag. Auch die Gewinnung von Neuautoren war ein wichtiges Thema. Es wurden viele Werkzeuge vorgestellt, mit denen das Editieren für Neulinge einfacher werden kann. Details sind im passenden Bericht zusammengetragen. Wunsch aller Teilnehmer war, sich international besser zum Thema Wikipedia und Bildung zu vernetzen. Zu diesem Zweck hat sich gleich eine Gruppe gefunden, die nun beginnt, ein Bildungsportal der Wikimedia-Organisationen in der ganzen Welt aufzubauen.

Editierworkshops

Die Anfragen zu Editierworkshops werden mehr, was uns sehr freut. In diesem Monat konnte der zweite Termin der Workshopreihe mit dem FrauenComputerZentrumBerlin fortgesetzt werden. Eine Schulung drei neuer Referentinnen mit Einführung in die Wikipedia-Arbeit und in die Kommunikation innerhalb des Projekts fand am Monatsende in Berlin statt. Weitere Editierworkshops mit den Themenschwerpunkten Film, Technik und Kunst sind in Planung.

Silberwissen

Das Programm Silberwissen freut sich über die steigende Nachfrage nach Herbstkursen zur Autorengewinnung. Für eine langfristige Zusammenarbeit konnten zudem neue Partner gewonnen werden: Zwei interessante neue Ansätze versprechen Kooperationen mit dem Trägerverein des Museumsdorfes Düppel e.V. und dem Unperfekthaus in Essen. Die Zusammenarbeit mit dem Trägerverein des Museumsdorfes Düppel wird im Oktober/November beginnen. Der Verein kann auf langjährige Erfahrung in experimenteller Archäologie mit diversen Veröffentlichungen verweisen.

Das Unperfekthaus möchte „Bilderstifter“ gewinnen und verstärkt auf dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons arbeiten.

Schule

Besonders im Programm Wikipedia macht Schule macht sich die Ferienpause bemerkbar. Wir nutzen die Zeit, um weiter mit unserem Kooperationspartner “Klicksafe” an Materialien für Lehrer zu arbeiten. Involviert in diese Bemühungen ist auch die Wikipedia-AG, welche in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und Wikimedia Deutschland ins Leben gerufen wurde. Ziel des Pilotprojektes ist es, Lehrer an fünf Schulen in Niedersachsen zur aktiven Auseinandersetzung mit Wikipedia im Unterricht aufzufordern. Mehr dazu im Blogbeitrag zur Wikipedia AG.

Ebenfalls in Niedersachsen konnte Wikimedia Deutschland zum Ende des Schuljahres eine sehr schöne Aktion an einer Haupt- und Realschule unterstützen, in der ein Lehrer selbst eine “Wikipedia-Projektwoche” durchführte. Die Schüler haben im Rahmen dieser Woche selbst an dem Artikel ihrer Stadt gearbeitet und diesen ergänzt.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Die Förderung und Unterstützung neuer ehrenamtlicher Wikipedia-Helfer war ein weiterer Schwerpunkt der Vereinsrepräsentanten auf der Wikimania 2012. Vom Article Feedback Tool über die Kommunikation mit Neulingen bis hin zum Gender Gap in der Wikipedia, alles war vertreten und führte zu spannenden Diskussionen auf internationaler Ebene.

Zedler-Preis für Freies Wissen 2012

Am 1. Juli verlieh Wikimedia Deutschland zum ersten Mal den Zedler-Preis für Freies Wissen. Der Preis wurde geschaffen, um ehrenamtliches Engagement für Freies Wissen noch mehr und öffentlichkeitswirksam zu würdigen. Gewinner des Preises sind der Artikel zur Nuklearkatastrophe von Fukushima, das österreichisches Portal Denkmallisten und das VroniPlag Wiki. Sonderpreise erhielten der Artikel Pizzakarton sowie die Blume der Woche. Zur festlichen Verleihung im Berliner SUPERMARKT erschienen mehr als 150 Gäste. Mehr zur Verleihung im Blogbeitrag und in der Videoaufzeichnung. Ansprechpartnerin ist Nicole Ebber.

Redaktionstreffen

Bereits zum zweiten Mal traf sich die ehrenamtliche Wikipedia-Redaktion Physik, dieses Jahr im Physikzentrum Bad Honnef. Das erstmals stattfindende Redaktionstreffen der Ägyptologen am Rande der Ständigen Ägyptologenkonferenz war mit acht Teilnehmern nicht so gut besucht wie erhofft, da es nicht Teil des offiziellen Programms war. Wikimedia Deutschland sieht dennoch einen guten Start für mögliche weitere Treffen.

Förderprogramme

Im Monat Juli wurden sechs Literaturstipendien vergeben. Zwei eLitstip-Zugänge zu allafrica.com wurden um ein Jahr verlängert.

Nach monatelanger Vorbereitung wurden im Juli alle Mitglieder des Bayerischen Landtages von über einem Dutzend engagierter Wikipedianer fotografiert. Vier Fotostationen, finanziell gefördert von Wikimedia Deutschland, konnten die Politiker durchlaufen, um am Schluss gemeinsam mit den Fotografen ein Porträt auszuwählen. Außerdem erhielten die Wikipedianer Zugang zu Fraktionssitzungen, zum Prinz-Carl-Palais, der Bayerischen Staatsbibliothek und der Staatskanzlei. Eine Auswahl der Ergebnisse ist unter Wikipedia:Landtagsprojekt/Bayern/Ergebnisse abrufbar.

Die Ehrenamtlichen mit den Benutzernamen Gnu1742 und Peter Weis wurden von schottischen Wikipedianern und Open-Street-Map-Aktivisten eingeladen, einen Fotoworkshop in Edinburgh zu leiten und sie bei Projektplanungen zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit Wikimedia UK hat den Projekten viele neue Aktive gebracht und einige technische Aha-Erlebnisse ausgelöst. Die Projektseite ist in der englischsprachigen Wikipedia beschrieben.

Frauen in der Wikipedia

Zu Beginn des Julis stand der Besuch von Sarah Stierch an, Community Fellow der Wikimedia Foundation, die anlässlich der Wikipedia Academy eine Eröffnungsrede zum Projekt Teahouse hielt, einem Portal das neue Autorinnen und Autoren der englischen Sprachversion von Wikipedia in Empfang nimmt und Fragen rund um das Editieren beantwortet. Zusammen mit Sarah Stierch haben Communitymitglieder sowie Mitarbeiter der Wikimedia-Geschäftsstelle Ideen gesammelt, wie der Anteil weiblicher Autoren erhöht werden kann. Erste Ergebnisse sind im rückblickenden Blogbeitrag nachzulesen.

Auch die Wikimania stand im Zeichen der Frage, wie mehr Frauen für die Wikipedia gewonnen werden können. Verschiedene Sessions setzten sich mit dem Thema Gender Gap auseinander. Wie wichtig das dem Organisationsteam war, zeigte auch die Eröffnungsrede von Mary Gardiner (Ada Initiative), welche sich mit Aspekten der Vielfalt in Wikipedia auseinandersetzte.

Auf der Wikimania waren auch Teilnehmer des WikiWomenCamp vor Ort. Nathalie Köpff, Stipendiatin des WikiWomenCamps, hat diesen Monat Interviews mit einigen Teilnehmerinnen veröffentlicht. Wie nun die individuelle Wikipedia-Geschichte aussieht, welche Chancen Wikipedia bietet, aber auch welchen Herausforderungen sie sich stellen muss, darüber geben die Wikipedianerinnen Auskunft. Bei Fragen zum Gender Gap und Autorinnengewinnung steht Julia Kloppenburg unter julia.kloppenburg@wikimedia.de gerne zur Verfügung.

Community-Projektbudget

Am 18. Juli startete die aktuelle Runde der Antragseinreichung zum Community-Projektbudget. Noch bis zum 24. August können Interessenten ihre Idee anmelden, bis zum 7. September muss dann der ausgefüllte vollständige Antrag vorliegen. Sebastian Sooth ist in der Geschäftsstelle Ansprachpartner bei Fragen dazu: sebastian.sooth@wikimedia.de. Auf der WikiConvention 2012 in Dornbirn wird es außerdem einen Workshop für interessierte Antragsteller geben.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER arbeitete das Team im Juli an den Prototypen der Unterstützungswerkzeuge, besonders auch in Vorbereitung der Wikimania. Dort wurde der aktuelle Status des Projekts präsentiert. Außerdem diskutierten die Teilnehmer über mögliche Erweiterungen, die technische Umsetzbarkeit bzw. Möglichkeiten der Nutzung für einzelne Themengebiete und Redaktionen.

Bis Ende September – das Ende des 2. Projektjahres – wollen wir einen präsentablen und für erste Testergruppen verfügbaren Zustand erreicht haben. Fragen und Anregungen bitte gerne an render@wikimedia.de!

Wikipedia Academy 2012

Vom 29. Juni bis 1. Juli war Wikimedia Deutschland Gastgeber der Wikipedia Academy. Unter dem Titel “Research and Free Knowledge” haben wir gemeinsam mit der Freien Universität Berlin und dem Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft zum ersten Mal eine internationale Konferenz für Wikipedia-Forscher veranstaltet. Das neue Konzept lockte etwa 90 Forscherinnen und Forscher nach Berlin, in den beiden Eröffnungsreden (von Benjamin Mako Hill und Sarah Stierch), den Paper Sessions, Diskussionsrunden sowie beim Speedgeeking oder den Lightning Talks diskutierten sie Wikipedia, Freies Wissen und Freie Kultur. Das Programm ist auf der Veranstaltungswebseite ausführlich (Papers, Slides und Videos) dokumentiert.

Wikidata

Die Entwicklung von Wikidata schreitet schnell voran, wie man im Demosystem sehen kann. Im Juli war ein Teil des Teams auf der Wikimania, um Wikidata in drei Vorträgen vorzustellen und in einer Diskussionsrunde einen bunten Fragenmix rund um das Projekt zusammen mit Pavel Richter und Erik Möller zu beantworten. Das Interesse an Wikidata ist groß. Die Veranstaltungen waren alle sehr gut besucht und natürlich gab es zusätzlich viele nützliche Gespräche außerhalb der geplanten Veranstaltungen. Die erste Phase von Wikidata (Zentralisierung von Interwiki-Links) soll bald in der ersten Wikipedia-Sprachversion getestet werden. Hierfür hat sich die ungarische Community bereiterklärt. Weitere Sprachversionen werden folgen, sobald die Tests erfolgreich abgeschlossen sind. Ein weiterer Höhepunkt auf der Wikimania war die Bekanntgabe des Gewinnerlogos für Wikidata. In den Wochen vor der Konferenz hatten wir dazu aufgerufen, Logovorschläge einzureichen und dann das zukünftige Logo zu wählen. Der Gewinnervorschlag wurde von Arun Ganesh erstellt, der glücklicherweise anwesend war und so gleich ein wenig zur Entstehung seines Logos erzählen konnte.

Neben der Wikimania war Wikidata auch noch auf anderen Veranstaltungen vertreten, zum Beispiel in München, Essen, New York City und Bangalore. Wer bisher nicht an einer der Einführungsveranstaltungen zu Wikidata teilnehmen konnte, dem sei Folge 44 vom Pentacast Podcast ans Herz gelegt.

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Pressemitteilungen

Im Juli veröffentlichte Wikimedia Deutschland zwei Pressemitteilungen. Die erste erfolgte Anfang des Monats als Nachberichterstattung über den Zedler-Preis 2012 und dessen Gewinner. Die zweite erschien zum Start des Pilotprojekts Wikipedia AG in Niedersachsen. Hintergrundinformationen dazu auch im Vereinsblog.

Bereits im Juni sprachen wir Pressevertreter in Deutschland und Überseekorrespondenten für die Berichterstattung zur Wikimania in Washington, D.C. an. In den Tagen bis zur Eröffnung der weltgrößten Konferenz rund um Wikipedia und deren Schwesterprojekte koordinierte Catrin Schoneville in Berlin und vor Ort Treffen mit Medienvertretern. Ziel war es, mittels der Presse die Menschen hinter der ehrenamtlichen Arbeit sichtbar zu machen und der breiten Öffentlichkeit das Prinzip Wikipedia zu vermitteln. Daraus resultierten zahlreiche Berichte in deutschsprachigen und internationalen Zeitungen (online, Print) wie auch im Radio. Eine Auswahl ist im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland zu finden. Erfreulicher Effekt der Aufmerksamkeit: Durch die Wikimania-Berichterstattung ergaben sich im Nachhinein weitere Interviewfragen, insbesondere zum Thema weiblicher Autoren in Wikipedia.

Wikimedium

Die Planung für die neue Wikimedium wurde abgeschlossen. Um den Produktionsprozess der Zeitung zu optimieren, fand erstmalig eine Redaktionskonferenz mit Verantwortlichen aus allen Bereichen statt. Der Redaktionsschluss ist der 15. August. Veröffentlicht wird Ausgabe 3/12 Mitte September. Zur Verbesserung der Distribution wurden deutschlandweit Co-working Spaces angeschrieben. Über 50 davon gaben positive Rückmeldung.

Informationsmaterial

Es gibt eine Neuauflage des Wikipedia-Spickzettels, der die wichtigsten Eingabebefehle der Wikisyntax auflistet. Die aktualisierte Version ist gestalterisch überarbeitet und enthält nun auch allgemeine Tipps zum Arbeiten in der freien Enzyklopädie. Auch das Wikipedia-Einmaleins wurde nachbestellt und bei dieser Gelegenheit leicht überarbeitet. Videos des Berlin Hackathon, der Wikipedia-Academy und der Verleihung des Zedler-Preises wurden auf unsere Kanäle bei YouTube und vimeo hochgeladen. Ein Blick lohnt sich!

FUNDRAISING

Der Juli stand ganz im Zeichen des Novembers. Genauer: die Vorbereitungen für die diesjährigen Spendenkampagne haben begonnen. Im Rahmen einer eintägigen Klausur Anfang Juli hat das Fundraising-Team die letzte Kampagne rekapituliert und einen Fahrplan erstellt, der die eine oder andere Neuigkeit beinhaltet. Insbesondere die technischen Vorrausetzungen und die Frage, wie wir mehr persönliche Aufrufe aus Deutschland veröffentlichen können, standen im Mittelpunkt. Aber auch inhaltliche Stoßrichtungen während der Kampagne wurden diskutiert. Fest steht auf jeden Fall, dass wir auf Unterstützung angewiesen sind: Wir suchen immer noch nach Menschen, die für Freies Wissen brennen und die bereit sind, mit Hilfe ihrer Geschichte die vielen Leser von Wikipedia zu begeistern. Bei Interesse, meldet euch bei Till Mletzko unter till.mletzko@wikimedia.de.

Parallel haben wir Ende Juli ein Mailing mit der neuen Wikimedium an 4.000 Spender versendet. Es ist der mit Abstand größte Postversand, den wir bisher gemacht haben, abgesehen vom Versand der Zuwendungsbescheide. Da die Wikimedium mittlerweile auch als E-Paper erhältlich ist, haben wir auch erstmals eine E-Mail an ca. 4.000 Spender verschickt. Im Rahmen eines Vergleichs wollen wir herausfinden, ob die digitale Version genauso gut angenommen wird wie die Printausgabe der Vereinszeitung. Übrigens: Durch den letzten Versand – der Zuwendungsbescheide – wurden mittlerweile rund 850 neue Mitglieder gewonnen. Interessantes liefert unsere Auswertung dieses Versands: 84% der neuen Mitglieder sind Fördermitglieder. Auch hinsichtlich der Geschlechterverteilung gibt es Unterschiede. Mit knapp 7% weiblichen aktiven Mitgliedern gegenüber 15% Frauen unter den neuen Fördermitgliedern tendieren unsere Unterstützerinnen eher zu einer Fördermitgliedschaft.

Interessante Termine im August

  • WikiSym 27.-29. August, Linz, Österreich
  • WikiConvention 31. August bis 2. September an der Fachhochschule in Dornbirn
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