Archiv für die ‘Fundraising’ Kategorie



Spender-Umfrage 2013 – die Ergebnisse

Vor drei Jahren stellten wir fest: Der Spendende von Wikimedia – wichtiges Element des Wikiversums – ist eine Art unbekannte Spezies. Abhilfe schuf eine repräsentative Umfrage unter unseren Unterstützern mit spannenden Ergebnissen. Doch seither ist viel passiert. Um im Bild zu bleiben: Die Population ist stark gewachsen. Zwei Spendenkampagnen weiter ist die Zahl der Förderer von Freiem Wissen um mehrere Hunderttausend angewachsen – was die Frage nach der Aktualität der Ergebnisse der letzten Umfrage aufwirft. Konnten neue Zielgruppen erreicht werden, so dass “der typische Spendende” von heute ein Anderer ist? Zur Prüfung möglicher Veränderungen, aber auch zur Beantwortung neuer Fragestellungen führte Wikimedia Deutschland im letzen Jahr die zweite große Spender-Umfrage durch. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Knapp eintausend von den rund dreitausend eingeladenen Unterstützern beteiligten sich an der Online-Umfrage. Erneut zeigt die hohe Teilnahmequote von 28 Prozent die hohe Unterstützungsbereitschaft unserer Spendenden. Thematisch interessierten uns Fragestellungen rund um die Wikipedia-Nutzung der Spendenden, ihre Informationsinteressen zu Wikimedia Deutschland und ihre Einstellung zu den Tätigkeitsbereichen des Vereins. Ein weiterer Fokus lag auf Aspekten, die für die Arbeit im Fundraising praktisch relevant sind, etwa rund um Mitgliedschaft und Zuwendungsbescheinigungen.

Demographisch stellten wir trotz des Zuwachses der Unterstützerschaft praktisch keine Veränderungen gegenüber den Ergebnissen aus 2011 fest. Es sind überwiegend männliche Spendende, die sich engagieren. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, weiblich zu sein. Mit 52 Jahren liegt das Durchschnittsalter nur vier Jahre über den Ergebnissen der letzten Befragung. Unveränderte Merkmale sind ebenso ein überdurchschnittliches Einkommen und ein hohes Bildungsniveau mit auffallend großem Anteil an Promovierten.

Auch hinsichtlich der Nutzung von Wikipedia können wir feststellen, dass sich das typische Verhaltensbild der Spendenden nicht verändert hat: Sie besuchen Wikipedia sehr viel häufiger als der durchschnittliche Leser, wie der Vergleich mit den Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt. Auch trägt ein höherer Prozentsatz Inhalte zur Freien Enzyklopädie bei. Angesichts des Aktivitätsausmaßes kann man aber kaum Wikipedianer unter den Spendenden finden. Es sind somit größtenteils die Dauerleser und sporadisch aktiven Nutzer, die die Enzyklopädie finanziell erhalten.

Neben der Bewertung verschiedener Qualitätsaspekte der Wikipedia (durchschnittlich gut) und Erfassung der Tätigkeiten bei aktiver Beteiligung (hauptsächlich Ergänzen von Informationen und Korrigieren von Rechtschreibfehlern) wollten wir dieses Mal wissen, was die Spendenden davon abhält, den Button zum Bearbeiten des Textes anzuklicken. In beiden Umfragen lässt sich eigentlich ein hohes Maß an Interesse feststellen, in der Wikipedia aktiv zu werden (rund 60 Prozent). Laut den Ergebnissen ist es interessanterweise weder das fehlende Wissen, dass editiert werden kann, noch die Unkenntnis darüber, wie dies geschieht. Am häufigsten wird genannt, sich nicht kompetent genug zu fühlen, um etwas beizutragen.

Das Studiendesign der Umfrage war allerdings nicht darauf angelegt, eindeutige kausale Rückschlüsse auf Handlungsmotive ziehen zu können. So entschieden wir uns auch dafür, nicht wie 2011 herausfinden zu wollen, warum unsere Spendenden für uns spenden, welche Motive sie also haben. Statt dessen legten wir den Fokus auf die Einstellung der Spendenden zu unserer Verwendung der Spendengelder. Sämtliche vorgestellten Tätigkeitsbereiche erfahren eine breite Unterstützung. Auch gegenüber der Umfrage von 2011 in der Bewertung neu hinzugekommene Aktivitätsbereiche wie die Kooperation mit Museen, Archiven und Bibliotheken und die Förderung der Vielfalt der Beteiligten werden überwiegend als sehr fördernswert bewertet.

Für die Arbeit im Fundraising interessant war unter anderem herauszufinden, welche Informationsbedürfnisse unsere Spendenden haben. Hier konnten wir lernen, dass sich zwei Drittel der Spendenden laut eigener Angaben vorab über Themen wie Mittelverwendung, Ziele und Projekte, Gemeinnützigkeit und Organisation von Wikimedia Deutschland informierten. Ebenso aufschlussreich: Der Versand der Zuwendungsbescheinigung hat für die Spendenden einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert: 60 Prozent der Befragten finden es mindestens wichtig, die Spendenquittung zu erhalten, davon 38 Prozent sogar sehr wichtig. Die Zuwendungsbescheinigung ist eben ein zentraler Eckpfeiler in der Beziehung zum Spendenden. Hinsichtlich einer möglichen Mitgliedschaft im Verein lernten wir einige der Bedenken von Spendenden kennen. Größtenteils sind diese durch bessere Aufklärung adressierbar, wie zum Beispiel der Wunsch, sich nicht langfristig binden zu wollen.

Eine langfristige Zeit-Bindung soll auch durch das Lesen dieses Blogbeitrags nicht entstehen. So können die Ergebnisse der Umfrage hier nur angerissen werden und hoffentlich als Appetithappen Lust auf mehr machen. Wer angebissen hat: Die ausführliche Auswertung mitsamt Graphiken zu allen Ergebnissen sollte jeden Hunger stillen können.

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Nikki Zeuner – Herzlich Willkommen!

Foto: Jan Apel, CC-BY-SA 3.0

Der Jahresplan für 2014 kündigt eine Diversifizierung der Einnahmequellen des Vereins an. Was heißt das? Neben der jährlichen Spendenkampagne des Fundraising-Teams und u. a. den Mitgliederbeiträgen, soll in Zukunft die Mischung aus verschiedenen finanziellen Standbeinen absichern, dass Wikimedia Deutschland seinem Vereinszweck nachkommen und Freies Wissen fördern kann. Dazu gehört zum Beispiel auch die Kooperation mit Stiftungen und anderen privaten und öffentlichen Partnern. Konkret geht es um Drittmittel, aber ich habe ganz bewusst das Wort “Kooperation” zuerst geschrieben, denn Geld ist nichts ohne Kontext. In der Arbeit mit geldgebenden Institutionen geht es um gemeinsame Ziele, um eine Beziehung zueinander. Beides fällt nicht vom Himmel, sondern benötigt aktiven Outreach, Aufbau von Vertrauen und das effektive Arbeiten auf eine gemeinsame Vision hin. Ich freue mich sehr, dass wir in Nikki Zeuner jemanden gefunden haben, die dank großer Erfahrung und Expertise genau das für Wikimedia Deutschland angehen wird. Nikki ist seit dem 1. Juni für Drittmittelakquise und Partnerschaften zuständig. Nikki bringt viel Erfahrung mit, um die Aufgabe der Einnahmendiversifizierung anzugehen. Ich möchte ihr aber nicht vorgreifen und gebe an dieser Stelle gerne das Wort weiter:

Ich freue mich sehr auf die Arbeit bei Wikimedia – darauf, institutionelles Fundraising für diese starke, gut aufgestellte Organisation voranzubringen. Partnerschaften und kollaborative Projekte sind seit vielen Jahren zentraler Fokus meiner Arbeit als Fundraiser und Grant Writer. Ich habe in den letzten 20 Jahren im US-Nonprofit-Sektor gearbeitet, wo gemeinsames Wirken und kooperative Ressourcenbeschaffung mehr und mehr das wettbewerbsbestimmte Fundraising ersetzt. Wikimedia hat schon viele Elemente aufgebaut, die uns zu einem interessanten und förderfähigen Partner machen: Kommunikation, Evaluation, innovative Projekte und starke Bindung an die Communitys. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich mich intensiv in die Themen und Strukturen einarbeiten, um dann in der nächsten Phase potentielle Partner zu identifizieren.”

Herzlich willkommen, Nikki!

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Spendenkampagne 2013 gestartet

Am heutigen Donnerstag, den 14.11, beginnt die jährliche Spendenkampagne 2013. Bis zum Ende des Jahres werden die Leserinnen und Leser der Wikipedia um finanzielle Unterstützung gebeten. Mit Hilfe von Spendenbannern machen wir darauf aufmerksam, dass sich Wikipedia durch ihre Leserinnen und Leser finanziert und daher auf sie angewiesen ist.

Die Spendenkampagne 2013 hat natürlich ein monetäres Ziel, welches durch den Jahresplan für das kommende Jahr gesetzt wird. Aber das Geld ist nur Mittel zum Zweck. Ziel beim Fundraising ist es immer, die Menschen von einer Idee zu überzeugen. Die Menschen spenden, weil ihnen Wikipedia am Herzen liegt und sie den freien Zugang zu Wissen erhalten möchten.

Um unsere Ziele der Spendenkampagne zu erreichen, werden wir auch dieses Jahr viele unterschiedliche Banner und Spendenseiten auf ihre Wirksamkeit prüfen. Darunter wird auch eine Neugestaltung der Spendenseite sein; vor allem aber neue Bannerdesigns und -konzeptionen.

Es gibt übrigens noch eine weitere Besonderheit während der Kampagne: Wir werden die Banner zunächst nicht für angemeldete Benutzer anzeigen. Der derzeitige Plan ist, zu einem späteren Zeitpunkt die Banner nur eine kurze Zeit lang für angemeldete Benutzer zu schalten. Denn wir wissen durch unsere Spenderumfrage, dass ein beachtlicher Teil unser Unterstützer Benutzerkonten hat.

Während der Spendenkampagne erscheinen an unterschiedlichsten Stellen in der Wikipedia Fragen und Anmerkungen zur Kampagne. Ein paar zentrale Seiten in der Wikipedia haben wir zwar auf dem Schirm, aber natürlich nicht alle. Daher unsere Bitte an euch: Wir brauchen eure wachsamen Augen! Wenn ihr Fragen, Anmerkungen oder Kritik rund um die Kampagne seht, verweist die Person entweder auf unsere Portalseite oder macht uns auf den Kommentar aufmerksam.

Abschließend möchte ich euch noch auf unsere Spenderkommentare aufmerksam machen. Es ist immer wieder faszinierend zu lesen, warum die Menschen für Wikipedia, ihre Schwesterprojekte und generell Freies Wissen spenden. Jeder Leser, jede Leserin hat eine besonderen Bezug zu Wikipedia. Die Bedeutung des Projektes für die Menschen in Deutschland lässt sich anhand der Spenderkommentare wunderbar ablesen.

Viel Spaß beim Lesen und auf eine erfolgreiche Kampagne!

Till, Tobias, Johannes, Kai, Wladimir, Henry und Philip

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Spenden und mehr: Wikimedia Deutschland gewinnt an Zuspruch

Wie bestimmt manchem von Euch aufgefallen ist, ist die Zahl der Mitglieder von Wikimedia Deutschland in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Aktuell hat der Verein 5.301 Mitglieder; davon sind 1.517 aktive Mitglieder und 3.784 Fördermitglieder.

Gemäß unseres strategischen Plans „Kompass 2020“ (Ziel: 10.000 Mitglieder bis 2014) und des Wirtschaftsplans 2012 (Ziel: 4.000 Mitglieder) haben wir im Rahmen der letzten Spendenkampagne begonnen, verstärkt auch um neue Mitglieder zu werben.

Während der Spendenkampagne gab es erstmals ein Onlineformular auf der Spendenseite, über welches man direkt Mitglied im Verein werden konnte.

Zusätzlich haben wir die Möglichkeit geschaffen, über dieses neue Formular unmittelbar nach dem Spenden auch Fördermitglied bei uns zu werden. Viele Spender haben sich hierfür entschieden, weil sie den Verein langfristig primär finanziell fördern wollen, aber auch weil sie unseren Ideen gegenüber aufgeschlossen sind und Freies Wissen unterstützen möchten. Genauere Informationen über die Motivation und die Bereitschaft  unserer neuen (wie auch „alten“) Mitglieder sich einzubringen, versprechen wir uns von der Mitgliederumfrage, welche wir in diesem Jahr durchführen werden.

Eine Überarbeitung des „Mitgliederbereichs“ auf der Vereinswebseite, insbesondere die Darstellung von Angeboten sich einzubringen, ist ebenfalls in Arbeit.

Auch in 2013 werden wir wieder um aktive Mitglieder wie auch Fördermitglieder werben.

Ich persönlich freue mich über diesen Zuspruch, weil immer mehr Menschen uns unterstützen, dazu bereit sind sich zu involvieren und die Ziele von Wikimedia Deutschland zu fördern.

Das Onlineformular zur Mitgliedschaft im Verein findet man hier.

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Johanna Wiest (22): Warum ich Mitglied bei Wikimedia Deutschland bin.

Während der Spendenkampagne 2012 stiegen nicht nur die Spendeneinnahmen, auch immer mehr Menschen unterstützen Wikimedia Deutschland durch eine Mitgliedschaft. Erst vor wenigen Monaten haben wir das 2.000ste Mitglied (Wikimedium 2/2012, Seite 9) vorgestellt. Heute, 8 Monate später, begrüßen wir ganz herzlich Johanna Wiest als 5.000stes Mitglied! Johanna wurde 1990 in Ravensburg, Baden-Württemberg geboren und wohnt derzeit als Studentin der Afrikanistik und Kulturwissenschaften in Leipzig, Sachsen. In ihrer Freizeit beschäftigt sich Johanna mit Lesen, Schreiben, Tanzen und Kochen. Im folgenden Interview berichtet sie, was sie mit Wikipedia und dem Verein Wikimedia Deutschland verbindet:

Johanna Wiest
Foto: Clara Wiest, CC-BY-SA 3.0

Wann und mit welcher Absicht hast Du Wikipedia zum ersten Mal genutzt?

Wikipedia habe ich das erste Mal für ein Schulreferat verwendet, wahrscheinlich etwa 2001 oder 2002. Ich hatte schon mal gesehen, wie Freunde Wikipedia genutzt haben und wollte mir für mein Referat einen Überblick verschaffen.

Gebraucht habe ich Wikipedia seitdem schon oft, eben um einen ersten Ansatz zu einem Themengebiet zu bekommen, oder im Alltag als Enzyklopdie, in der fast zu allen Themen etwas zu finden ist.

Worin liegen für Dich die Vorteile bei Wikipedia, im Vergleich zu gedruckten Enzyklopädien?

Durch Wikipedia ist das gesammelte Wissen kostenlos für jeden über das Internet zugänglich. Daher bietet für mich Wikipedia ein riesiges Potential, was Zugang zu Bildung und Chancengleichheit anbelangt. Mir gefällt, dass Wissen aus allen Bereichen dort gesammelt wird und sehr leicht zugänglich ist und außerdem die Idee, dass so viele Leute unentgeltlich in ihrer Freizeit für Wikipedia schreiben und ihr Wissen mit anderen teilen.

Ich hoffe, dass Wikipedia in Zukunft eine Chance sein kann, für alle, die sich bilden wollen, egal wo auf der Welt und egal wie viel Geld sie haben. Dass Wikipedia-Artikel mittlerweile mit Inhalten aus klassischen Enzyklopädien in Sachen Korrektheit gleichauf liegen, finde ich toll!

Kannst Du Dir vorstellen, einen Artikel für Wikipedia zu schreiben oder zu korrigieren?

Ich könnte mir gut vorstellen, mal etwas für Wikipedia zu schreiben und werde das bei Gelegenheit bald mal ausprobieren.

Wie hast Du von Wikimedia erfahren? Und was hat Dich zu einer Mitgliedschaft im Verein bewogen?

Ich habe von Wikimedia erfahren, als ich für Wikipedia spenden wollte. Mitglied bin ich geworden, weil ich finde, dass Wikipedia ein sehr unterstützenswertes Projekt ist – vor allem weil ich es toll finde, dass die Seite auf Werbeeinnahmen verzichtet, die wahnsinnig hoch sein könnten!

Durch die Mitgliedschaft fühle ich mich dem Projekt enger verbunden, als “nur” durch eine Spende.

Wie stellst Du Dir Wissen in der Zukunft vor?

Ich wünsche mir, dass Wissen überall auf der Welt jedem Menschen frei zugänglich gemacht wird.

Vielen Dank für das Gespräch!

Wer Mitglied bei Wikimedia Deutschland e.V. ist, unterstützt den Verein nicht nur durch seinen Mitgliedsbeitrag. Mitglieder stehen ideell und aktiv für die Vereinsziele.

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Die Gesichter hinter den Zahlen – ein Rückblick auf die Spendenkampagne 2012

Die Zahlen

Es ist ein starker Strom kontinuierlicher Unterstützung: Alle 20 Sekunden über einen Zeitraum von 49 Tagen – so häufig floss im Durchschnitt eine Spende während der vergangenen Herbstkampagne. Trotz einer Verringerung der Kampagnendauer um 3 Tage konnten wir das Ergebnis des Vorjahres um 32% steigern: 5.273.374 Euro wurden in den letzten Wochen für Wikipedia und Freies Wissen gespendet. Die Online-Enzyklopädie wird von vielen Schultern getragen: von den Tausenden Autoren und von Menschen, die Freies Wissen mit einer Spende unterstützen. In der Spendenkampagne 2012 waren es so viele wie noch nie zuvor.

Wir bedanken uns bei den 233.813 Menschen, die dies ermöglicht haben.

Denn so viele Menschen waren es, die zwischen dem 13. November und dem 31. Dezember 2012 in Deutschland Wikipedia mit einer Spende unterstützt haben – im Vergleich zu 160.000 Spendern im Vorjahr. Die Durchschnittsspende betrug 22,50 Euro. Somit sind es nicht Großspender, die für die Unabhängigkeit der Wikimedia-Projekte sorgen, sondern die vielen Menschen, die mit einem kleinen Beitrag Wikipedia etwas zurückgeben.

Ganz besonders freut uns die Bereitschaft vieler Leser, uns regelmäßig zu unterstützen. Auch dieses Mal konnten wir die Anzahl der periodischen Spender um fast 50% zum Vorjahr steigern. Insgesamt haben sich während der Kampagne über 7.300 Menschen zu einer regelmäßigen Unterstützung entschieden.

Neben der Bitte um Unterstützung in Form einer Spende, fragten wir während der Kampagne gezielt nach einer Mitgliedschaft für Wikimedia Deutschland. Spender konnten direkt im Anschluss an die getätigte Zahlung ein Onlineformular ausfüllen, um Mitglied im Verein zu werden. Dieser vereinfachte Aufnahmeprozess war ein durchschlagender Erfolg. Wir konnten insgesamt 2.376 neue Mitglieder gewinnen. Innerhalb nur weniger Wochen gelang es uns, die Anzahl der Mitglieder bei Wikimedia Deutschland nahezu zu verdoppeln.

Die Kampagne

Trotz all der gründlichen Vorbereitung bedeutet die Spendenkampagne für das Team Fundraising den Eintritt in einen Ausnahmezustand. Ab dem Augenblick, in dem die Spendenbanner in der Wikipedia geschaltet werden, erhalten wir stündlich unzählige E-Mails und das Telefon läuft heiß. Deshalb verstärkten wir vor wenigen Wochen unser Team personell. Nun wissen wir, dass es sich ausgezahlt hat. Wir konnten die fast 100 E-Mails pro Kampagnentag (4.267 insgesamt) zeitnah beantworten, so dass wir zum ersten Mal mit Ende der Kampagne auch alle Anfragen beantwortet hatten.

Die Verstärkung des Teams ermöglichte außerdem, dass wir uns noch stärker um die Optimierung der Kampagne durch intensives Gestalten und Testen bemühen konnten – fast 70 Tests führten wir vor und während der Kampagne durch. Ein wichtiger Aspekt einer zeitlich begrenzten Kampagne ist, das richtige Banner oder den richtigen Aufruf zur richtigen Zeit zu schalten. Mit Hilfe von A/B-Tests waren wir in der Lage, der Kampagne immer wieder neue Richtungen vorzugeben. Dies war umso wichtiger, weil wir dieses Mal sehr viele unterschiedliche Bannerlayouts ausprobierten. Fotos, Farben, Texte, Positionierung: Häufig entscheiden nur Kleinigkeiten über den Erfolg eines Banners. Die stärkere Fokussierung auf diese Elemente resultierte schließlich in vielen verschiedenen Bannerentwürfen. Wer Interesse an den Testergebnissen hat, kann sich hier einen umfassenden Überblick verschaffen.

Der Erfolg der Kampagne hing vor allem mit einem Banner zusammen: dem Faktenbanner. Während in der letzten Kampagne die persönlichen Aufrufe dominierten, wurde in dieser Kampagne mit dem Faktenbanner eine andere Art der Kommunikation gewählt. Anders als beim persönlichen Aufruf, mit dem wir zunächst großes Interesse erzeugen konnten und dann die Spendenüberzeugung erst auf der Spendenseite erfolgte, holte das Faktenbanner die Leser direkt in der Wikipedia ab. Im Faktenbanner werden für viele Leser relevante Fakten erwähnt, die belegen, warum Wikipedia mit einer Spende unterstützt werden sollte. Nicht nur wurden so die Leser direkt auf der Hauptseite der Wikipedia von einer Spende überzeugt, man konnte mit Hilfe eines Spendenformulars die Spende auch gleich “vor Ort” tätigen. Denn fast alle Banner während dieser Kampagne klappen direkt auf Wikipedia auf.

Das neue Faktenbanner in Kombination mit dem verkürzten Spendenprozess war einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg der Kampagne. Doch auch Fakten brauchen Geschichten. Es war daher sehr wichtig, im aufgeklappten Banner eine persönliche Geschichte zu präsentieren. Vor der Kampagne hatten wir ein Ziel formuliert: einen Aufruf zu schreiben, der es mit dem bisher erfolgreichsten Aufruf der vergangenen Spendenkampagnen aufnehmen konnte, dem vom Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Die Gesichter

Die vergangenen Spendenkampagnen waren vor allem durch das Gesicht des Gründers der Online-Enzyklopädie geprägt. Uns schwebte jedoch eine Kampagne vor, die die unterschiedlichsten Perspektiven auf Wikipedia zeigt. Denn eines ist klar: Ohne die fantastische Arbeit der vielen Freiwilligen wäre Wikipedia nicht da, wo sie jetzt ist. Den Geschichten dieser Menschen mehr Raum zu geben, das wollten wir während der Spendenkampagne 2012 erreichen. Deshalb haben wir schon früh begonnen, zahlreiche Interviews mit Wikipedia-Autoren, Spendern und Wikimedia-Mitarbeitern zu führen. Daraus verfassten wir für die Kampagne insgesamt 15 ganz unterschiedliche persönliche Aufrufe. Damit konnten wir die Anzahl der Gesichter für die Kampagne mehr als verdoppeln. Im letzten Jahr zeigten wir sechs Aufrufe, die wir jedoch größtenteils von der Wikimedia Foundation übernahmen. Natürlich war es unser Ziel einen Aufruf zu kreieren, der ebenso erfolgreich ist wie jener von Jimmy Wales. Mit dem Wikipedia-Autor Dr. Peter Cueppers ist uns dies gelungen – einem 86-jährigen, engagierten Autor, der erst vor wenigen Jahren angefangen hat zu editieren.
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Die Spendenkampagne startet.

Foto: Lane Hartwell, CC-BY-SA 3.0

Für viele ist der November einfach nur kalt und grau: Nicht für uns! Jetzt beginnt die heißeste Phase im Jahr. Bereits seit Wochen haben wir im Fundraising auf Hochtouren gearbeitet und nun ist es endlich soweit: Heute beginnt die Spendenkampagne 2012, zu der wir auch eine Pressemitteilung veröffentlicht haben.

Für mehrere Wochen werden wir auf den Wikimedia-Projekten mit persönlichen Aufrufen auf die Notwendigkeit von Spenden hinweisen.

In Vorbereitung der diesjährigen Kampagne haben wir wieder umfangreiche Tests zum Erfolg verschiedener Banner durchgeführt. Die Kombination aus Fakten-Banner und dem Aufruf von Wikipedia-Gründer Jimmy-Wales schnitt am besten ab und bildet den Auftakt der Kampagne. Grundlegend neu ist: Wenn man das Banner anklickt, öffnet es sich elegant, so dass man direkt auf Wikipedia den persönlichen Aufruf lesen kann. Man kann sagen, dass wir näher dran am Leser sind. Keine Überraschung dagegen ist die Farbe des Banners: Grün.

Was wir bereits im letzten Jahr mit Aufrufen verschiedener Menschen begannen, wird dieses Jahr noch präsenter sein: Im Verlauf der Kampagne werden wir ganz unterschiedliche Gesichter und Geschichten der Wikimedia-Communitys schalten. Damit zeigen wir die Vielfalt der Freiwilligen, Leser und Spender mit ihren individuellen Perspektiven auf die größte Enzyklopädie der Welt und unterschiedlichen Motivationen, Freies Wissen zu unterstützen. Freut euch auf spannende Geschichten.

Dass Millionen von Menschen täglich Wikimedia-Projekte nutzen, wissen wir. Warum sie aber spenden und was ihnen Wikipedia bedeutet, erfahren wir durch die Kommentare auf unserem Spendenticker.

Weitere Informationen und aktuelle Berichte veröffentlichen wir wie gewohnt auf unserer Portalseite. Auch in der kommenden Ausgabe unserer Vereinszeitung Wikimedium (erscheint am 24.11.2012) berichten wir über den Fundraiser 2012, unter anderem am Beispiel des Spendenaufrufs von Wikipedia-Fotograf Gerd Seidel.

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Team komplett!

Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wenn im November die Spendenkampagne beginnt, dann ändert sich der Alltag im Team Fundraising schlagartig. Was bedeutet es, wenn plötzlich Banner die Seiten von Wikipedia zieren und unsere Spendenaufrufe von Millionen Menschen gelesen werden? Wenn, wie im letzten Jahr, 160.000 Spenden in einem kurzen Zeitraum von nur zwei Monaten eingehen? Ein kleiner Sturm bricht los: Die Telefone klingeln heiß, das Postfach füllt sich rasant. Noch während eine E-Mail beantwortet wird, folgen postwendend die nächsten zwei.

Zum Fundraising gehört eben nicht nur die Konzeption und Durchführung der eigentlichen Kampagne. Ganz wesentlich ist ebenso, da zu sein, wenn Spender dringende Fragen, Wünsche und Probleme haben. Von Anfragen zur Mitgliedschaft bis Zusendungen von Spendenquittungen, reicht der so wichtige Bereich des Spendenservice. Mehr als 100 E-Mails pro Tag wollen beantwortet werden, im gesamten Kampagnenzeitraum 2011 ging die stattliche Zahl von 5.000 E-Mails bei uns ein. Adressen müssen korrigiert, Fragen über die Verwendung der Gelder beantwortet und besorgte Spender beruhigt werden: “Nein, wir werden den Betrag nicht abbuchen, der aus Versehen eine Null zu viel enthällt.”

In der nun kurz bevorstehenden Herbstkampagne ist tatkräftige Unterstützung gefragt. Daher freuen wir uns, dass unser Team in den Kampagnenmodus schaltet und sich von drei auf fünf Mitarbeiter vergrößert: Johanna Havemann (Praktikantin) und Wladimir Raizberg (Werkstudent) werden in den nächsten Monaten vorrangig im Spendenservice und bei der Datenpflege mit anpacken. Manchmal wird es einer fast buddhistische Geduld bedürfen, wenn man etwa zum wiederholten Male den mit Verve vorgebrachten Vorwurf liest, man solle doch bitte Überweisungen zulassen. Dabei ist die Kontoverbindung an prominenter Stelle auf der Spendenseite zu lesen. Doch letztlich sitzt man an erster Stelle, um vor allem eines zu spüren: die enorme Dankbarkeit und Begeisterung, die unsere Spender gegenüber Wikipedia empfinden.

Hier möchten sich Johanna und Wladi kurz vorstellen:

 

Johanna

Johanna Havemann (Foto: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0)

An der Idee von Wikipedia und deren Schwesterprojekten begeistert mich besonders, dass auch Bewohner der südlichen Welthalbkugel einen direkten Zugang zum gesammelten Wissen der Menschheit haben und entsprechend ihre eigenen Beiträge leisten können. Ausgebildet als Biologin entschied ich mich gegen Ende meiner Promotionszeit, im Bereich Grundlagenforschung gezielt meinen sozial- und umweltpolitischen Ambitionen nachzugehen. Beispielsweise konnte ich umfangreiche Arbeitserfahrungen bei den Vereinten Nationen und einer pan-afrikanischen NGO machen und lebte dafür einige Monate in Kenia und Südafrika. Danach folgten Projektarbeiten u.a. in Ghana, und schließlich eine Ausbildung zum EU-Fundraiser hier in Berlin. Im Hinblick auf die anstehende Herbstkampagne motiviert mich neben der Kommunikation mit den Spendern besonders der innovative, zeitgemäße und spannende Ansatz des Online-Fundraisings.

 

Wladimir

Wladimir Raizberg (Foto: Katja Ullrich, CC-BY-SA 3.0)

Alles fing mit einer kleinen Aufgabe als freier Mitarbeiter an. Aus der ersten ergab sich eine zweite, aus der zweiten eine dritte, aus der dritten eine vierte… Bis ich schließlich im Oktober 2012 in den Kreis des Fundraiser-Teams als Werkstudent aufgenommen wurde. Meine Entscheidung und meine Motivation für Wikimedia zu arbeiten, ruhen auf zwei Säulen: Zum einem dem freundlichen Team, welches mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen hat. Zum anderen der Unterstützung des wunderbaren Projektes Wikipedia, welches ich als Student immer wieder (leider inoffiziell) gerne nutze, um mir einen ersten Überblick über ein für mich neues Thema zu verschaffen. Wie bereits angedeutet studiere ich noch. Um genau zu sein, ist Stadt- und Regionalplanung mein Fach, in dem ich bereits den Master-Abschluss anstrebe. Das Thema Stadt begeistert mich auch außerhalb des Studiums, deswegen setze ich mich in meiner Freizeit fotografisch damit auseinander.

 

Wir heißen Johanna und Wladimir herzlich bei uns Willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Wenn Ihr noch Fragen habt zu unserem Team oder zu Herbstkampagne, dann schaut doch mal auf unserer Portalseite vorbei!

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Auf der andere Seite des Spiegels

Nein, es war kein Geheimnis. Der prominente Spiegel, der eine Wand des Konferenzraums komplett einnahm, ließ jeden Teilnehmer bereits ahnen: Auf der anderen Seite sitzen neugierige Beobachter. In Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation hatten wir unsere Unterstützer eingeladen, an der ersten Fokusgruppe aus deutschen Spendern teilzunehmen. Das Treffen dient der Vorbereitung der nächsten Spendenkampagne und sollte wichtige Erkenntnisse für deren erfolgreiche Umsetzung liefern. Angeregt diskutierten die Teilnehmer miteinander über Banner, Aufrufe, Spenden und warum es wichtig ist Wikipedia zu unterstützen.

Ausgiebige Tests, umfangreiche Spender-Umfrage – das Fundraising von Wikimedia Deutschland beruht auf der Grundlage von gesicherten Erkenntnissen. Zu wissen, wie Spender unsere Spendenkampagne wahrnehmen und einschätzen, kann uns enorm helfen, unsere Kommunikation zu verbessern. Neue Einsichten sollten mithilfe der Fokusgruppe erzielt werden. Doch was versteht man darunter eigentlich? Mit dem Begriff wird eine sozialwissenschaftliche Forschungsmethode bezeichnet: In einer moderierten Gruppendiskussion werden Menschen zu ihren Einstellungen und Meinungen zu einem Sachverhalt befragt. Der Vorteil gegenüber Einzelinterviews besteht in der Lockerheit der gemeinsamen Gesprächssituation, die im günstigsten Fall dazu führt, dass die Befragten vergessen, dass sie interviewt werden. Die vielfältigen Perspektiven, die aufeinander treffen, können sich zudem gegenseitig anregen.

Mit der Durchführung beauftragt wurde das Marktfoschungsinstitut I+E Berlin Market Research. Rund 600 Spender luden wir zu einer Teilnahme ein. Damit möglichst unterschiedliche Meinungen in die gemeinsame Diskussion einfließen können, wurden mittels kurzer Vorabgespräche zehn geeignete Teilnehmer aus der Menge an Interessierten ausgewählt. Zusammen mit Megan und Bryony vom Fundraising-Team der Foundation stellten wir einen Fragekatalog zusammen, anhand dessen ein Psychologe des Instituts die zweistündige Diskussion der Gruppe moderierte. Eine sehr produktive Diskussion!

Was haben wir, die wir hinter dem Spiegel saßen, nun gelernt? Noch befinden wir uns mitten in der Auswertung. Zwar sind die Ergebnisse einer solch kleinen Gruppe nicht repräsentativ. Aber im Gegensatz zu einer standardisierten Umfrage fallen die Antworten detaillierter und umfangreicher aus – eine einmalige Gelegenheit für ein vertieftes Verständnis unserer Spender. So haben wir einen aufschlussreichen Einblick zum einen in Nutzung, Meinung und Wissen zu Wikipedia gewonnen, und zum anderen in Fragen rund ums Spenden. Die Befragten wussten etwa sehr gut Bescheid über die Ehrenamtlichkeit der Autoren und die Offenheit zur Mitarbeit. Darüberhinaus waren sie mit den Strukturen von Wikipedia aber kaum vertraut. Mehrfach war zu hören, dass es mindestens bezahlte Mitarbeiter geben müsse, die die Korrektheit der Einträge prüften. Von Wikimedia wissen die Spender, dass es eine gemeinnützige Organisation ist. Insgesamt wird dem Verein ein hohes Vertrauen entgegengebracht.

Es war spannend zu sehen, wie die Teilnehmer drei Spenden-Aufrufe, die ihnen vorgelegt wurden, gemeinsam besprachen und konstruktiv-kritisch bewerten. Wurde der Sprachstil der Aufrufe zum Teil als zu pathetisch empfunden, mochten die Teilehmer die Authenzität der Texte. Anhand Katrin Rönickes‘ erfolgreichem Aufruf aus der letzten Spendenkampagne wurde erneut deutlich, wie wichtig eine logische Struktur im Aufruf ist. Die Teilnehmer fanden den Zusammenhang zwischen Wikipedia und der Beteiligung von Frauen nicht sehr verständlich und sahen hier nicht die Notwendigkeit eines Engagements. Unsere Schlussfolgerung: Wichtig wäre hier gewesen zu vermitteln, dass die Qualität der Inhalte von Wikipedia eng mit der Partizipation von Wikipedianerinnen zusammenhängt.

Als Dankeschön erhielten die Teilnehmer neben einer optionalen Fahrtkostenentschädigung ein Exemplar des Buches „Alles über Wikipedia“ – der Wissensaustausch sollte schließlich nicht nur in eine Richtung verlaufen.

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Wikimedia auf dem Fundraising Kongress 2012

Was haben Sasha Lobo, Reinhold Messner und Jimmy Wales gemeinsam? Diese Frage habe ich mir gestellt, bevor ich als Referent den Deutschen Fundraising Kongress 2012 in Berlin besuchte. Der Fundraising Kongress ist das alljährliche Treffen der deutschen Fundraising-Szene und dieses Jahr kamen mehr als 750 Teilnehmer in das andel´s Hotel in Berlin zusammen. Ich war zum dritten Mal in Folge als Referent eingeladen, um über unsere Spendenkampagne zu berichten (der diesjähriges Vortrag war ein Konzentrat meiner Präsentation auf dem Online-Fundraising-Kongress im Januar). Bei meinen Vorträgen merke ich vor allem zwei Sachen: 1. Selbst unter Fundraisern kennen nicht alle die erfolgreichste Online-Spendenkampagne in Deutschland (unsere) 2. Wir sind mit unserer testorientierten und transparenten Vorgehensweise schon einzigartig.

Doch meine Aufgabe bei der Veranstaltung war natürlich nicht nur das Referieren, sondern besonders auch das Vernetzen und Lernen. Und lernen können wir noch viel. Denn während z.B. Greenpeace ein ausgereiftes und stringentes Story-Telling vorweisen kann, sind wir als vergleichsweise junge Bewegung noch auf der Suche. Welche Art von Geschichte funktioniert für unser Fundraising am besten? Welche Geschichten möchten unsere Leser und Spender hören? Auf dem Kongress spreche ich mit Agenturen und anderen Organisationen und besuche die wenigen Veranstaltungen zum Story-Telling, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Was wir jedoch schon jetzt wissen: mit Hilfe des Testens werden wir unsere Art des Geschichtenerzählens irgendwann herausfinden. Dafür benötigen wir jedoch mehr Geschichten von den Menschen hinter Wikipedia. Und deshalb seid ihr gefragt. Warum engagiert ihr euch für Wikipedia und Freies Wissen? Warum ist Wikipedia unterstützenswert? Was verbindet euch mit Wikipedia? Diese Fragen möchte ich euch stellen. Klingt interessant? Unter till.mletzko@wikimedia.de könnt ihr mich erreichen.

Was haben nun die drei anfangs erwähnten Personen gemeinsam? Nun, sie sind Helden (zumindest in den Augen vieler Menschen)! Sie sind Helden, genauso wie die Greenpeace-Mitarbeiter in den Schlauchbooten oder die Mitarbeiter vor Ort von Ärzte ohne Grenzen und genauso wie die vielen tausende Freiwilligen, die Wikipedia erstellen und jeden Tag etwas besser machen. Genauso wie ihr.

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