Archiv für die ‘Silberwissen’ Kategorie



Verstärkung fürs Team

Cornelia Trefflich und Phillip Wilke, Foto: Michael Jahn, CC-BY-SA 3.0

Obwohl es schon wirklich eng ist in der Wikimedia Geschäftsstelle in Schöneberg, sind im Februar zwei neue Mitarbeiter hinzu gekommen. Unmögliches wird möglich gemacht – und so rückt man zusammen, improvisiert, stellt hier und da noch Tische, Stühle und Computer auf! Die, gefühlt exponentiell wachsende Arbeit, muss ja gemacht werden. Die zwei Neuen, das sind Cornelia Trefflich und Phillip Wilke. Heute möchten sie sich kurz vorstellen:

 

Cornelia, gerne auch Conny, mag keine Dreien in Altersangaben, ist in Halle (Saale) geboren und hat Englisch, Spanisch und Kulturwissenschaften in Leipzig studiert.

Ich unterstütze den Bereich Bildung & Wissen bei der Restrukturierung. Die Programme ‘Silberwissen’, ‘Wikipedia macht Schule’ und das Hochschulprogramm verfügen über ein gemeinsames Referentennetzwerk und sollen auch inhaltlich enger verknüpft werden. Deswegen übernehme ich gerade jede Menge Koordinationsaufgaben und maile und telefoniere viel mit engagierten Freiwilligen und Referenten. Damit kenne ich mich durch meine Arbeit beim ICJA Freiwilligenaustausch weltweit schließlich aus. Mich reizt besonders die Zusammenarbeit mit hoch motivierten Menschen mit ganz verschiedenen Hintergründen, die sich alle für die Idee des freien Wissens begeistern und einsetzen. Ich freue mich schon darauf, viele engagierte Referenten auf dem im März stattfindenden Camp kennen zu lernen.

 

Phillip, Jahrgang 1983, gebürtiger Hannoveraner, dessen Namen fast jeder erst mal falsch schreibt.

An der TU Berlin habe ich Geschichte und Kommunikationswissenschaften studiert. Ich bin neu im Team PR- und Öffentlichkeitsarbeit und arbeite gemeinsam mit Catrin und Michael. Gerade die projektbezogene Pressearbeit werde ich in Zukunft verstärken. Deswegen werde ich auch viel mit Nicole zusammen arbeiten und ihr immer Mal wieder eine helfende Hand reichen. Viele Baustellen also, aber Kopf-Wirrwarr bin ich durch meine Tätigkeiten bei verschiedenen Medien und Verlagen sowie der ehrenamtlichen Pressearbeit beim Kongress atoms&bits ja bereits gewohnt. Schon vorher habe ich die Wikipedia zur täglichen Recherche genutzt. Die Idee des freien Wissens nun hauptberuflich voranzutreiben und publik machen zu dürfen, ist für mich eine große Ehre und anspornende Aufgabe zugleich.

So, dann gehen wir mal Kaffee trinken und das Mate-Lager plündern. Im Anschluss wird wieder gearbeitet. Versprochen!

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“Bildung und Wissen” – ein neuer Bereich stellt sich vor

Im kommenden Jahr wird die Geschäftststelle von Wikimedia Deutschland eine neue Organisationsstruktur erhalten. In loser Folge stellen sich im Blog die neuen Schwerpunkte vor. Den Anfang macht der formal erst mit der neuen Organisationsstruktur neu angelegte Bereich “Bildung und Wissen”.

Inhaltlich ist dieser Schwerpunkt schon deutlich älter, 2006 begann er mit einer Veranstaltung am Hildesheimer Gymnasium Andreanum. Abgehalten durch Vorstände von Wikimedia Deutschland fand hier erstmals ein Aktionstag für Schüler, Lehrer und interessierte Eltern statt. Vorträge und Workshops thematisierten grundlegende Fragen um die noch junge Online-Enzyklopädie hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit, ihres korrekten Gebrauchs und des Verständnisses für ihre Besonderheiten.

Aus dieser Premiere wuchs über die Jahre das Schulprojekt Wikipedia macht Schule mit spezifischen Angeboten für Schüler und Lehrer, seit 2010 getragen durch ein Referentennetzwerk aus Wikipedia-Autoren und Medienpädagogen und mit inzwischen weit über 100 Veranstaltungen und mehreren Tausend Teilnehmern. Vor diesem Erfahrungshintergrund steht bei Wikimedia Deutschland derzeit die Entwicklung von freiem Lehrmaterial in Buchform zum Thema “Wikipedia in der Schule” im Fokus (hier kann auf Wikibooks mitgearbeitet werden).

Schulen sind aber nicht die einzigen Adressaten für Bildungsangebote bei Wikimedia Deutschland. Bereits 2008 wurde das Projekt Silberwissen ins Leben gerufen. Hier geht WMDE seit 2010 im Rahmen des europaweit agierenden TAO-Konsortiums (Third-Age-Online) auf ältere Mitbürger mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen zu, um sie als aktive Autoren für Wikipedia zu werben. Neu steht für 2012 das Wikipedia Ambassador Programm auf dem Plan, mit dem das Verfassen von Wikipedia-Artikeln in systematischer Weise an Universitäten eingeführt wird. Und nicht zuletzt werden in Zukunft stärker als bisher zusammen mit dem Bereich “Politik und Gesellschaft” auch bildungspolitische Ziele verfolgt.

All diese Aufgaben waren hausintern bisher bei verschiedenen Personen und Ressorts angesiedelt, nach dem Wachstum der letzten Jahre war es nun Zeit für eine Konsolidierung. Mit der bereits auf der Mitgliederversammlung vorgestellten Neugliederung des Vereins zum 1. Januar 2012 werden alle Bildungsprogramme in Zukunft in einem Bereich “Bildung und Wissen” zusammengefasst. So können Gelegenheiten zur Zusammenarbeit in Zukunft besser genutzt und verschiedene Programme inhaltlich enger aufeinander abgestimmt werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei das Referentennetzwerk. Um der zunehmenden Zahl der Anfragen für Veranstaltungen gerecht zu werden, soll es für Schulprojekt, Silberwissen und Ambassador-Programm gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die bisher direkt von den Bildungsinstitutionen honorierten Referenten werden den Verein nun als freie Mitarbeiter in allen Projekten intensiv unterstützen, sowohl im Bereich der Autorengewinnung wie auch bei der Vermittlung von Wikipedia und Freiem Wissen.

Verantwortet wird der neue Bereich von Denis Barthel und Elly Köpf, Elvira Schmidt ist als Projektleiterin Ansprechpartnerin für das Projekt Silberwissen. Unterstützt wird der Bereich von Merle von Wittich als Werkstudentin, noch gesucht wird eine Projektassistenz, die den neuen Bereich bei den Herausforderungen des kommenden Jahres begleitet und mitgestaltet.

Wir freuen uns auf diese und kommende Projekte und darauf, Wikipedia und Freies Wissen im Kontext “Bildung und Wissen” zu unterstützen.

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Neues aus dem Projekt Silberwissen

Vom 1. bis 3. Juli fand in Ulm das erste Referententreffen im Projekt „Silberwissen“ statt. Vorbereitung und Durchführung vor Ort lag in den Händen des Zentrums für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm (ZAWiW). Vier halbe Tage gefüllt mit Arbeit und Erfahrungsaustausch standen den Teilnehmern zur Verfügung. Am ersten halben Tag erarbeiteten die Teilnehmer jeweils in kleinen Gruppen einen einstündigen Einführungsvortrag zur Wikipedia, ein Workshopkonzept zur Einführung in die Mitarbeit (Korrekturen einfügen, ergänzen, eigenen Account anlegen) und ein Workshopkonzept für die Mitarbeit in Commons (eigene Fotos hoch laden, verknüpfen von Fotos mit Artikeln). Grundlage dafür waren eigene Erfahrungen der Referenten und eine umfangreiche und hilfreiche Vortragsgrundlage von Jürgen Fenn aus dem Schulprojekt.

Gleich am nächsten Morgen setzten die Referenten ihre Ideen und Konzepte der harten Realität aus. Ulmer Senioren waren Zuhörer, sie stellten sofort Fragen, und sie beteiligten sich in den Workshops. Am Nachmittag erfolgte die Auswertung auf der Grundlage der kritischen eigenen Meinung, der Beobachtung der jeweiligen „hospitierenden“ Referenten und der von den Senioren ausgefüllten Fragebögen. Am letzten halben Tag erarbeiteten die Teilnehmer Ideen und Vorschläge für unterstützende Arbeitsmaterialen in Workshops und Hinweise zu den bereits vorliegenden Heften. Es war ein inhaltsreiches und nach übereinstimmender Meinung der Teilnehmer sehr nützliches Treffen für die Beteiligten.

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“Generation 50plus” – es geht weiter

Aus unserer Ausschreibung einer befristeten Projektplanerstelle für das Projekt Generation 50plus konnten wir mit Dr. Elvira Schmidt im Mai erfolgreich eine Kandidatin auswählen, die uns in den nächsten drei Monaten unterstützen wird.

Elvira Schmidt wird sich in ihrer Arbeit insbesondere auf die Schwerpunkte Projektkonzept, Umsetzungsplanung und Finanzierung konzentrieren. Sie erfüllt die hierfür formulierten Anforderungen durch ihre didaktische Ausbildung als Mathematik- und Geografielehrerin sowie ihre Erfahrung im Bildungsbetrieb und in der Projektarbeit auf ausgezeichnete Art und Weise. Aus ihren Tätigkeiten für den ARGUS e.V. hat sie umfangreiche Kenntnisse der öffentlichen Förderverfahren erlangen können. Gleichzeitig besticht sie mit ihrer Internetaffinität, wodurch sie in der Lage ist, die besonderen Herausforderungen des Projekts zu erkennen und angemessen zu adressieren.

Es ist mir eine große Freude, Elvira Schmidt im Team begrüßen zu dürfen. Wenn ihr Interesse am Projekt Generation 50plus habt, könnt ihr per E-Mail an elvira.schmidt@wikimedia.de Kontakt mit ihr aufnehmen.

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Zweites Online-Seminar in Kooperation mit dem Forum Seniorenarbeit NRW

Am 3. November startete mit einer Einführungsveranstaltung in Düsseldorf das auf fünf Wochen angelegte Online-Seminar “Die Fülle des Wissens besser nutzen. Das Modell Wikipedia besser verstehen.” die zweite Kooperation dieser Art mit dem Forum Seniorenarbeit NRW. Im Rahmen des Projekts Wikipedia:Generation 50plus wurde im Juni bereits ein Seminar durchgeführt.

Technische Grundlage für das Online-Seminar ist die Lernplattform Moodle, die vom Forum Seniorenarbeit NRW für eine Vielzahl unterschiedlicher Online-Seminare eingesetzt wird. Vermittelt werden Einblicke in die Struktur der Wikipedia, Möglichkeiten, sie zu nutzen und Grundlagen für die eigene Mitarbeit. Die 18 Teilnehmer sind überwiegend im Programm EfI (Erfahrungswissen für Initiativen) aktiv und arbeiten in unterschiedlichen Projekten mit Menschen der Generation 50plus zusammen, sei es in Internet-Cafés, in betreutem Wohnen oder bei privaten Schulungen. Sie nehmen an dem Seminar teil, um mehr über Wikipedia, die Hintergründe und die Möglichkeiten, sie zu nutzen und in die eigenen Projekte einzubinden, zu erfahren.

In der ersten Woche wurden Wege zum Erkunden der Wikipedia vorgestellt; die Startseite mit ihren Elementen und die Portale waren Ausgangspunkt für das Kennenlernen der Wikipedia. Die Teilnehmer berichten in einem internen Moodle-Forum von ihren Erfahrungen. Schnell fand ein Teilnehmer heraus, dass es zu EfI noch keinen Artikel gibt, ein anderer fand die aktuellen Wahlen zum Schiedsgericht und für mich überraschend gehörte auch die Wikipedia:Vandalismusmeldung zu den schnell entdeckten Seiten. Die zweite Woche wird sich mit dem Anlegen eines Accounts, Diskussionen und Beobachtungslisten beschäftigen, bevor die Einbindung von Wikipedia in eigene Projekte diskutiert wird.

Der Austausch auf der Einführungsveranstaltung und in dem internen Forum ist ein wesentlicher Bestandteil des Online-Kurses und ermöglicht es, den Eindruck des normalen, lesenden Wikipedia-Nutzers zu erfahren. Wikipedia-Fachchinesisch und unklare, zu detaillierte Hilfeseiten wurden zum Beispiel bemängelt, das Versetzen des Suchfeldes nach oben sehr positiv bewertet.

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