Archiv für die ‘Freiwillige’ Kategorie



Zedler-Preisverleihung 2014 in Frankfurt am Main

Bild: Wikimedia Deutschland, CC-BY-SA 3.0

Zum insgesamt achten Mal vergibt Wikimedia Deutschland im Jahr 2014 den Zedler-Preis für Freies Wissen. Durch den Preis würdigt Wikimedia herausragendes Engagement für Freies Wissen im Allgemeinen und die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte im Besonderen. Preisträger im letzten Jahr waren Artikel über den Maler El Greco, das Wikipedia-interne WikiProjekt Osttimor sowie Wheelmap.org – eine Online-Karte zum Finden und Markieren rollstuhlgerechter Orte.

Derzeit sammelt die Community der Wikimedia-Projekte verschiedene Artikel und Projekte des letzten Jahres als potentielle Preisträger, und wählt aus ihren Reihen die Jurymitglieder. Die Preisverleihung wird am 24. Mai im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Frankfurt am Main stattfinden. Der Zedler-Preis ist benannt nach Johann Heinrich Zedler. Er war Herausgeber des Grossen vollständigen Universal-Lexicons Aller Wissenschafften und Künste und gehört damit zu den Pionieren der kollaborativen Enzyklopädieerstellung

 

 

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Stippvisite beim Chapter in Israel

Editathon in der Nationalbibliothek Israel

 

Bei einer privaten Reise nach Israel wollte ich die Gelegenheit nicht auslassen und bei den Kolleginnen und Kollegen  von Wikimedia Israel  vorbeischauen. Genau wie Wikimedia Deutschland hatte auch das israelische Chapter gerade neue Räume bezogen, mit zwei Angestellten und einem großen Communityraum, der für Treffen der Wikimedia-Communitys zur Verfügung steht. Die hebräische Wikip/mediacommunity ist klein, aber sehr aktiv. In der Geschäftsstelle traf ich auch gleich Amos an, einen aktiven Freiwilligen, der mit WikiAir fantastische Fotoflüge für die Bebilderungen der Artikel zu Israel durchführt.  Ein paar Tage vor meinem Besuch hatte außerdem ein Hackathon stattgefunden, bei dem über 70 Freiwillige kamen. Das hat die Teilnehmenden und Wikimedia Israel sehr positiv überrascht. So viel Interesse hatte man bei den “kleinen Communitys” nicht erwartet und zeigt vielleicht welche ganz eigenen Stärken in den israelischen Communitys noch schlummern und sich gerade mit den organisierten Treffen erst entwickeln. Darüber hinaus gibt es von dem Chapter unterstützt und von den Freiwilligen organisiert regelmäßige Touren in die zahlreichen Museen oder an denkmalgeschütze Orte.

Ich durfte dann noch einer Premiere beiwohnen und konnte dort am ersten Editathon der hebräischen Wikipedia teilnehmen und beobachten wie Wikipedianer Dror an der Nationalbiliothek Israel  Wikipedianeulinge anleitete. Dror, langjähriger und gestandener Wikipedianer, war in den letzten 6 Monaten “Wikipedian in Residence” bei der israelischen Nationalbibliothek gewesen und hatte so den Workshop an diesem renommierten Ort möglich machen können. Etwa 30 Menschen waren gekommen, jeder “Newbie” bekam eine Art Buddy, mit dem erste Schritte in der Wikipedia gemeinsam gegangen werden konnten. Vorher gab Dror in einem kurzen Input eine exzellente Übersicht und Einführung in die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte. Eine tolle Gelegenheit für mich, die Eigenheiten der hebräischen Wikipedia kennen zu lernen: Der erste Artikel  der hebräischen Wikipedia war “Mathematik”, und die aktive israelische Community in der Region des Nahen Osten hat auch Wikipedien in Minderheitssprachen auf die Beine helfen können, wie z.B. der tscherkessischen Wikipedia , eine in Israel lebende Minderheit, mit bisher nur 2 Autoren, die aber weiter wächst.

 

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Happy Birthday! Der Wikipedia Stammtisch München wird 10 Jahre alt

Münchner Wikipedianerplausch - Fantasy hat angeregt, sich doch mal in München zu treffen. Als Terminvorschlag steht dafür der nächste Donnerstag, 23.10.2003 im Raum. Wer kommt? Elian

So fing vor 10 Jahren die Geschichte des ersten Wikipedianer-Stammtisches an. Und im Bericht vom ersten Treffen fand sich die Vorhersage “Das Treffen werden wir leider wiederholen müssen, da wir es nicht geschafft haben alle Themen vollständig abzuhandeln ;-)”.

Und deswegen gibt es heute, am Samstag, 19.10.2013, einen weiteren öffentlichen Edit-Workshop des Stammtischs München und  anschließend eine Feier zum 10jährigen Bestehen des Stammtischs.

  • Der Edit-Workshop findet ab 15 Uhr statt im Café Netzwerk (Luisenstr. 11, 80333 München),
  • die anschließende Feier ab 19 Uhr ganz um die Ecke  im Munich Flair (Gabelsbergerstr. 24, 80333 München).

Vielen Dank für die vielen Aktionen der letzten 10 Jahre nach München und alles Gute für die nächsten (mindestens) 10!

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Freiwillige berichten vom Fotoflug im Sauerland

Blick auf das Kloster Grafschaft
(Schmallenberg, Sauerland)
Foto: Teta, CC-BY-SA 3.0* (via Wikimedia Commons)

 

Ein Gastbeitrag von Falkmart

Auf Initiative des Wikiprojekts Sauerland wurde am 6. Juli über dem östlichen Sauerland ein erster Fotoflug durchgeführt. Die Region erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen und Hessen. Beim ersten Flug wurden unter anderem Berge, Seen, Gebäude und Orte im östlichen Sauerland, insbesondere im Hochsauerlandkreis und Hessischen Upland, abgelichtet. Finanziert wurde der Flug aus dem Community Budget von Wikimedia Deutschland.
Innerhalb von drei Stunden folg die gecharterte Donier Do27 rund 600 Kilometer. An Bord befanden sich neben dem Piloten, ein Navigator und zwei Fotografen. 1350 Fotos wurden danach bei Commons hochgeladen. Abschließend gelang es den Projektmitarbeitern die  enstandenen Bilder innerhalb von fünf Wochen zu lokalisieren, die Fotos zu beschriften und zu kategorisieren. Bis zum 20. August wurden außerdem 268 Fotos in deutschsprachige Artikel der Wikipedia eingefügt. In den nächsten Jahren sollen drei weitere Flüge durchgeführt werden, um die Region vollständig abzudecken, wobei natürlich auch wieder Objekte aufgenommen werden, die knapp außerhalb der Region liegen.

* CC-BY-SA 3.0: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

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Eine kurze Geschichte des Zedler-Preises

Der Name von Preisverleihungen ist eine Sache für sich. Die berühmten Oscar-Verleihungen heißen eigentlich Academy Awards, werden aber trotzdem Oscars genannt. Warum, das ist bis heute nicht geklärt. In dieser Beziehung hat der Zedler-Preis für Freies Wissen der etablierten Filmauszeichnung einiges voraus: Er ist klar und eindeutig nach Johann Heinrich Zedler benannt, der im 18. Jahrhundert sein Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste veröffentlichte. Dieses Werk war das umfangreichste seiner Art in ganz Europa und unter jenen das erste, das wie Wikipedia von gleichberechtigten Mitarbeitern geschaffen wurde. Zedlers Name steht deshalb Pate für den Preis, mit dem Wikimedia Deutschland seit 2007 Personen, Gruppen und Projekte auszeichnet, die sich für Freies Wissen engagieren. Wenn die Ehrung am Samstag, den 25. Mai, bei der Preisverleihung in Berlin zum sechsten Mal vergeben wird, reihen sich die Gewinner in die Reihe der bisherigen 14 Preisträger ein. Hier eine kleine Rückschau, bevor am Samstag ebenfalls im Blog live ab 19 Uhr vom Zedler-Preis 2013 berichtet wird:

2007-2012: Ein Preis verändert sich.

Zum ersten Mal wurde die Auszeichnung 2007 vergeben, damals noch als Zedler-Medaille. Aus einer ganzen Reihe nominierter Wikipedia-Artikel kürte die Jury damals den Artikel über Ludwig Feuerbach als Preisträger. Das Wissenschaftsjahr 2007 war den Geisteswissenschaften gewidmet, weshalb dieser Fokus auch bei den Zedler-Nominierungen aufgegriffen wurde.

Die Auszeichnung im Jahr 2007… (Foto: Arne Klempert, CC-BY-SA 3.0; via Wikimedia Commons)

Anders im Jahr 2008, das im Zeichen von Vasen und Dinosauriern stand: Im zweiten Veranstaltungsjahr wurden erstmals auch zwei Auszeichnungen vergeben. Im Bereich Naturwissenschaften gewann der Artikel Ceratopsidae, in den Geisteswissenschaften der Artikel über Schwarzfigurige Vasenmalerei.

Eine Frage der Grundsätze stellte sich offensichtlich im Jahr 2009. Wie im Vorjahr wurde mit dem Artikel über Segler (Vögel) ein naturwissenschaftlicher Beitrag ausgezeichnet, dazu gewann im Bereich Geisteswissenschaften die Schilderung einer politischen Kontroverse – die Filbinger-Affäre. Neu war die Auszeichung für einen dritten Beitrag, der laut Wikipedia in keine der beiden Kategorien zu passen schien. Mit diesem Sonderpreis wurde der Artikel Materialismusstreit bedacht.

Nach 2009 zeigte sich eine weitere thematische Öffnung. Freies Wissen ist natürlich nicht nur in Textform sichtbar, sondern u. a. auch in Bildern. Das wird nicht zuletzt bei allen mit dem Zedler-Preis ausgezeichneten Artikeln besonders deutlich, die traditionell hervorragend bebildert sind. Bei der Verleihung 2010 erhielt passender Weise zum ersten Mal ein Foto (Focus Stacking) einen Preis. Daneben gewannen die Artikel über die Besselschen Elemente (Naturwissenschaft) und über die Comic-Figur Dagobert Duck (Geisteswissenschaften).

…und 2012. (Foto: Raimond Spekking, CC-BY-SA-3.0; via Wikimedia Commons)

Nach einem Jahr Pause gab der Zedler-Preis im Jahr 2012 endgültig die Trennung nach wissenschaftlichen Kategorien auf. Stattdessen wurde einfach ein Wikipedia-Artikel des Jahres ausgezeichnet, nämlich der Beitrag zur Nuklearkatastrophe von Fukushima. Zusätzlich ging der Neustart auch mit neuen Perspektiven einher: Neben den reinen Artikeln wurde mit dem österreichischen Portal Denkmallisten ein Community-Projekt ausgezeichnet sowie ein externes Projekt mit dem VroniPlag (und, ja, Sonderpreise gab es auch noch: für den Pizzakarton und die Blume der Woche).

2013: Daumen drücken!

Auch in diesem Jahr bestehen die übergreifenden Kategorien des Jahres 2012. Aus der Auszeichnung für einen geisteswissenschaftlichen Wikipedia-Artikel ist eine Ehrung für Freies Wissen in Wikipedia und darüber hinaus geworden. Jetzt heißt es, Daumen drücken für alle Nominierten und viel Glück!

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Was Wikipedianer besonders gut können

„Wir werden als Bundesrepublik Deutschland keine Waffen liefern“, versicherte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Katars Ministerpräsidenten Scheich Hamad bin Jassim bin Jabor al Thani in Berlin. So stand es am 16.4. im Berliner Tagesspiegel.

Wie wäre es, wenn wir Leser, mündige Bürger und Wähler, die Möglichkeit bekämen, solche Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen?

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mainzelm%C3%A4nnchen_walking_act.jpg

Mainzelmännchen
Foto: Johann H. Addicks, CC-by-sa-nd/3.0

Stimmt diese Aussage von Merkel, und wenn ja unter welchen Prämissen? Seit einigen Wochen unterstützt Wikimedia Deutschland das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) bei der Erstellung einer Plattform, auf der solche Aussagen gecheckt werden können.

Wer kennt das nicht: In einer Talkshow behauptet ein Politiker wortgewaltig, die Welt sei “rosa” und die Aussage bleibt unwidersprochen. Im Gegenteil, sie entwickelt ein Eigenleben und scheint mit jedem Tag, der vergeht, wahrhaftiger zu werden. Im Zeitalter des medienkompetenten Netzbürgers ein Ärgernis. Das ZDF richtet daher gemeinsam mit dem Nachrichtensender Phoenix einen Online-Faktencheck zur Bundestagswahl ein und alle Wikipedianer sind eingeladen, Aussagen zum Faktencheck vorzuschlagen, sowie selbstmitzuhelfen, die Richtigkeit der Fakten zu überprüfen. Gerade weil Wikipedianer ihre Aussagen stets neutral und belegt machen, bürgt ihre Arbeitsweise für eine hohe Qualität. Das können gerade Wikipedianer besonders gut.
Deshalb möchte das ZDF in dem geplanten Online Faktencheck, der auf der re:publica am 6.5. in Berlin öffentlich unter dem Label #ZDFcheck vorgestellt wird, gern mit der Wikipedia-Community zusammenarbeiten. Die im Rahmen des Faktenchecks erarbeiteten Mediendateien, wie Infografiken, Bilder und kleine Filmbeiträge, stehen unter einer Freien Lizenz der Nachnutzung offen. Ein erster Meilenstein in der Zusammenarbeit mit einem öffentlich-rechtlichen Sender. Diese Zusammenarbeit soll durch einen so genannten “Wikipedian in Residence” koordiniert werden. Ihre oder seine Aufgabe wird es sein, aktiv die Community anzusprechen. Die Ausschreibung ist seit heute online.
Nach einer Pilotphase im Frühsommer startet das Projekt in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes ab August richtig durch. Geplant ist, dass alle Arbeitsschritte des Faktenchecks live mitverfolgt und mitgestaltet werden können. Die Moderation und Redaktion obliegt dem ZDF Redaktionsteam. Die Ergebnisse der #ZDFcheck werden crossmedial aufbereitet und finden Eingang in die verschiedenen ZDF-Sendungen. Zum ersten Mal würde damit das Wikipedia Arbeitsprinzip in einem gänzlich anderen Rahmen unter Beweis gestellt werden. Aus meiner Sicht auch eine Wertschätzung des digitalen Ehrenamtes im Spektrum der Wikipedia.
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Die Endauswahl für den Zedler-Preis steht fest

In einem Monat wird der Zedler-Preis 2013 verliehen. Mit dem Zedler-Preis sollen Personen, Gruppen oder Projekte ausgezeichnet werden, die sich im letzten Jahr ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. Nun steht die Liste der Projekte und Artikel die es in die Endauswahl geschafft haben fest.

In der Endauswahl für die Kategorie Wikipedia-Artikel des Jahres stehen die Artikel:

In der Endauswahl für die Kategorie Community-Projekt des Jahres stehen die Projekte:

In der Endauswahl für die Kategorie Externes Wissensprojekt des Jahres stehen:

Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten! Zur Preisverleihung am 25. Mai in Berlin sind alle herzlich eingeladen. Am folgenden Vormittag findet der Offene Sonntag statt an dem sicher auch einige der Preisträger teilnehmen werden. (Um Anmeldung wird per Email and community@wikimedia.de oder per Google-Formular gebeten.)

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Ein Wochenende für Freies Wissen

Zweimal im Jahr findet die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt, auf der sich alle aktiven Mitglieder treffen und gemeinsam über aktuelle Vereinsangelegenheiten beraten und diskutieren. Die 12. Mitgliederversammlung findet am 25. Mai 2013 statt und wird ganz im Zeichen der Förderung Freien Wissens stehen. Und das wird sich auch im Abendprogramm und dem darauffolgenden Sonntag fortsetzen. Hierzu möchten wir alle Interessierten recht herzlich einladen.

Preisverleihung: Zedler-Preis für Freies Wissen

Der Zedler-Preis für Freies Wissen wurde 2007 von Wikimedia Deutschland, damals noch als Zedler-Medaille, ins Leben gerufen, um Personen, Gruppen und Projekte auszuzeichnen, die sich besonders für Freies Wissen engagieren. Auch in diesem Jahr sind wieder spannende Projekte und interessante Wikipedia-Artikel für den Zedler-Preis nominiert. Eine vollständige Liste kann auf der Projektseite in der Wikipedia eingesehen werden.

Zur Verleihung des Preises laden wir Euch herzlich ein. Sie wird im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfinden und ist für alle Interessierten und Freunde Freien Wissens offen.

Samstag, den 25. Mai 2013 ab 19:00 Uhr
Palais der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin
http://wmde.org/Kulturbrauerei_Anfahrt

Offener Sonntag – Workshops und Gespräche

Am Sonntag bietet sich dann für alle Interessierten die Möglichkeit, mit Community-Mitgliedern, Vereinsmitgliedern und Mitgliedern der Wikimedia-Bewegung im Rahmen eines OpenSpace-Symposiums in der Geschäftsstellte von Wikimedia Deutschland zu diskutieren und sich auszutauschen.

Ihr seid herzlich eingeladen an den Workshops, Diskussionen und kleinen Arbeitstreffen teilzunehmen oder auch eigene Programmpunkte anzubieten!

Sonntag, den 26. Mai ab 10:30 Uhr
Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstr. 72, 10963 Berlin
Das Programm entsteht laufend auf Meta.

Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung für uns sehr hilfreich. Bitte nutzt hierfür das Anmeldeformular.

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und einen regen Gedankenaustausch in Berlin.

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Brüsseler Spitzenkräfte

A wheelbarrow full of stroopwafels, Fotomontage: Jacques Renier & User Sannse, CC-BY-SA 3.0

“Der größte Fehler ist es, Debatten national zu halten”, mahnt Giorgos Rossides, Policy Officer der EU-Kommission. Das bunte Häuflein, das sich in einem Sitzungssaal des Europaparlaments um ihn versammelt hat, nickt zustimmend. Die Anwesenden kommen aus den Niederlanden, Großbritannien, Finnland, Polen, Dänemark, Österreich und Deutschland. Sie sind allesamt Netzaktivisten, die keiner mehr davon überzeugen muss, dass gute NGO-Arbeit immer mit dem Blick über den eigenen Tellerand verbunden sein sollte. Wenige Minuten vorher hatte EU-Justizkommissarin Viviane Reding Komplimente an die Runde verteilt. Der Lobbydruck bei der anstehenden Datenschutzreform sei so groß, dass es gerade auf zivilgesellschaftliche Stimmen wie die ihren dringend ankomme.

Wir befinden uns auf einer Geburtstagsfeier. Der Jubilar ist European Digital Rights (EDRi), eine Dachorganisation für gemeinnützige Vereine, die im Juni 2002 in den Berliner Räumen des Chaos Computer Club ausgeheckt und ein halbes Jahr später in Brüssel registriert wurde. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u.a. Bits of Freedom, Digital Rights, Electronic Frontier Finland oder Privacy International. Heute umfasst das Netzwerk 35 Mitgliedsorganisationen. Zu den jüngsten Neuzugängen mit sogenanntem Beobachterstatus gehören u.a. Reporter ohne Grenzen, der AK Zensur sowie Wikimedia Deutschland.

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht

Unter Themenarmut hatt EDRi in den zehn Jahren seiner Existenz wahrlich nicht zu leiden. Stichworte wie War on Terror, Deep Packet Inspection oder Three Strikes standen beispielhaft für eine sich stetig verschärfende Gefechtslage und machten es erforderlich, die EU-Gesetzgebungsmaschinerie mit einer eigenen Geschäftsstelle vor Ort professionell zu beobachten und dieses Wissen für andere verfügbar zu machen. Nicht zuletzt zeigte der breit angelegte Protest gegen das internationale Handelsabkommen ACTA, dass internationale Aufklärungskampagnen und vernetzte politische Interventionen durchaus Wirkung entfalten können.

Für das laufende Jahr sind die urheberrechtspolitischen Prioritäten bei der EU absehbar: So versucht die Kommission gegenwärtig, mit ihrer Konsultation zu “Licenses for Europe” inbesondere den Wirtschaftsinteressen nach einem harmonisierten “One Single Market” nachzukommen. Zugleich bastelt sie an einer Neuauflage der “Intellectual Property Rights Enforcement Directive” (IPRED) und will “Notice and Action”-Prozeduren bei rechtswidrigen Inhalten im Sinne der E-Commerce-Richtlinie verbindlich machen. In all diesen Feldern wird es insbesondere für Wikimedia Deutschland immer wieder darauf ankommen, die besonderen Bedingungen von Open-Content-Plattformen herauszustellen. Der verstärkte Fokus auf EU-Dossiers ist schon deshalb nötig, um bereits in der Entstehungsphase bestimmte Regulationen – siehe zuletzt die unerfreulichen Vorgaben zur Nutzung verwaister Werke – auf mögliche Folgewirkungen für die Entstehung und Verbreitung Freien Wissens abzuklopfen.

Mittendrin statt nur dabei

Der Beobachterstatus bei EDRi ist nur der erste Meilenstein bei unserer “Roadmap nach Brüssel”, die ein wichtiges Schlüsselprojekt für den Bereich Politik & Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland darstellt. Der zweite wichtige Meilenstein ist der Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe für EU-Angelegenheiten. Einem Aufruf auf der Wikimedia-Mailingliste folgend, wird sich eine gemischte Gruppe aus haupt- und ehrenamtlichen Wikimedianern aus verschiedenen europäischen Ländern am 6./7. April im Brüssel treffen, um Prioritäten zu ordnen und den künftigen modus operandi festzulegen.

Diese Arbeitsgruppe wird EU-Dossiers sichten, Handlungsempfehlungen und Stellungnahmen erarbeiten, aber auch aktiv den Kontakt zu politischen Akteuren suchen. Nachdem ein solches Vorhaben immer wieder lose bei diversen Wikimanias und Chapter-Treffen angedacht war, möchten wir jetzt zur Tat schreiten. So gibt es bereits eine Seite im Meta-Wiki, die gewissermaßen als Informationshub fungiert. Dort wurde auch der grobe Fahrplan für das Treffen veröffentlicht. In den nächsten Monaten wird es hier im Blog von meiner Seite immer wieder Informationen zum Fortgang der Dinge geben.

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RENDER und Team Communitys auf Deutschland-Tour

Stuttgart Jugendhaus Mitte

Gemeinsamer Artikel von Christoph Jackel und Angelika Mühlbauer.

Die Wikimedia-Foren-Reihe zum Thema RENDER und Team Communitys hat am 14. Februar begonnen. An mehreren Abenden stellten wir die Unterstützungswerkzeuge vor, die im Rahmen des RENDER-Projekts entstanden sind, und gaben anschließend einen Einblick in die Projekte des Teams Communitys.

Zum Auftakt in Nürnberg setzten wir uns unter anderem mit dem Orgateam des 12. Fotoworkshops im Coworking Nürnberg zusammen.
Einen Tag später in Stuttgart, unserer zweiten Station, trafen wir auf Wiki(m/p)edianern im Jugendhaus Mitte. Vielen Dank an Rudolf für die wunderbare Vorbereitung dieses Abends.
Die letzte Station im Süden Deutschlands führte uns nach München. Dort fand am Samstag ein Einsteiger-Workshop im Cafe Netzwerk statt. Im Anschluss konnten wir dort unsere Projekte vorstellen und mit den Anwesenden diskutieren.

Diese ersten drei Termine waren für uns sehr spannend. Besonders hat uns die direkte Möglichkeit zum Austausch vor Ort gefallen. Außerdem hat sich ein Mal mehr gezeigt, dass wir solche Treffen viel häufiger machen sollten.

Das nächste Forum zu diesem Thema wird am 2. März in Dresden stattfinden. Wer Lust hat mehr darüber zu erfahren, ist dazu ganz herzlich eingeladen. Weitere Termine sind in Planung. Fragen oder Anregungen könnt ihr gerne an renderATwikimedia.de senden.

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