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Archiv für die ‘Freies Wissen’ Kategorie



Paralympics – Keine Fotos für Wikipedia

Wikipedia, das ist mehr als die derzeit allein 1,4 Millionen Artikel in deutscher Sprache. Wikipedia ist ein Projekt von ehrenamtlichen Helfern. In ihrer Freizeit schreiben, bebildern, korrigieren und verbessern sie die freie Enzyklopädie. Bei ihrem Engagement ist gerade den Fotografen für Wikipedia kein Weg zu weit. Erst im Juni reiste eine Gruppe von Ihnen zur Einkleidung der deutschen Olympiamannschaft nach Mainz. Dabei machten Sie hunderte von Fotos, die in der Wikipedia und darüber hinaus frei genutzt und weiterverwendet werden können. Die Initiative sollte nun bei der Einkleidung der paralympischen Athleten an diesem Wochenende (3.-5. August 2012) eine Fortsetzung finden. Doch die Ehrenamtlichen dürfen nicht fotografieren. Und das ist bitter. Und es kam so:

Die Verwertungsrechte für Bilder der Athleten sind vom Deutschen Behindertensportverband exklusiv an die Fotoagentur Picture Alliance vergeben worden. Die Hintergründe kennen wir nicht, aber es gibt da leider keinen Platz für das ehrenamtliche Fotoprojekt. Wie gut so eines funktionieren kann, hat der Termin bei der Einkleidung der Olympiamannschaft im Juni gezeigt.

Mit den Fotos der Paralympioniken hätten entsprechende Artikel in der Wikipedia bebildert werden können. Da die Dateien dafür im freien Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen und zum Einbinden zur Verfügung gestanden hätten, hätte sie zusätzlich jeder Interessierte auch außerhalb von Wikipedia nutzen können. Genau das ist das Besondere an Inhalten der Wikimedia-Projekte: Sie stehen Jedem frei zur Verfügung – unter Einhaltung der entsprechenden Lizenz, versteht sich.

Fehlende Artikel, davon hat die deutsche Mannschaft für die Paralympics reichlich in der Wikipedia. Hier gibt es wirklich, was überall sonst ein Widerspruch ist: Viel von nichts. In der Liste der 150 Sportler sind die Namen rot gefärbt, über die Millionen Leser der deutschsprachigen Wikipedia nichts lesen können. Noch nicht. Das ist der Punkt an der freien Enzyklopädie: Sie ist nie fertig. Fotos aller Athleten wären ein riesiger Fortschritt gewesen, um die Paralympischen Spiele auch enzyklopädisch aus dem Schattendasein zu bringen. Denn das passiert, gerade bei diesen Spielen in London. 1996 in Atlanta mussten die Sportler noch antreten, während um sie herum bereits Tribünen und Gebäude abgebaut wurden. In diesem Jahr wurden die Olympischen und die Paralympischen Spiele zum ersten Mal gleichzeitig und gemeinsam geplant. Noch fehlt die große Öffentlichkeit für die Sportler, die wie alle anderen Olympioniken auf die Spiele hinarbeiten, auch wenn sie nicht annähernd über deren Trainingsmöglichkeiten oder finanzielle Unterstützung verfügen. Die Wikipedia-Fotografen wollten einen Beitrag leisten, das zu ändern. Dass sie das nicht können, ist bedauerlich für alle Beteiligten.

Update

Es gibt mittlerweile eine Initiative, einen offenen Brief an den Präsidenten des Deutscher Behindertensportverbands, Friedhelm Julius Beucher (dessen Wikipedia-Artikel übrigens leider auch noch ohne Bild ist) zu schreiben. Wer sich daran beteiligen möchte, der klickt einfach hier und fügt seinen Namen am Ende des Briefes hinzu.

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In Residence – der zweite Monat

Der erste Höhepunkt des Monats kam schnell. Am 4. Juli hielt ich erstmals einen einführenden Wikipedia-Vortrag. Im altehrwürdigen Gartensaal des Wiegand-Hauses fand sich eine Schar von Archäologen und weiteren Mitarbeitern des DAI. Die Schicksalsgötter meinten es allerdings nicht all zu gut. Es war von vornherein klar, dass es noch eine zweite Einführung geben würde, da eine solche Veranstaltung in der Urlaubszeit immer mit Problemen behaftet ist und sich mehrere Mitarbeiter enttäuscht zeigten, nicht dabei sein zu können. Bei einer dreistelligen Zahl von Mitarbeitern allein in Berlin ist das ohnehin angedacht gewesen. Doch wurde die Teilnehmerzahl noch weiter reduziert, da etwa die Mitarbeiter der Bibliothek und auch der Generalsekretär des DAI, Ortwin Dally, der sich zum Vortrag angesagt hatte, aufgrund eines Wasserschadens in der Institutsbibliothek verhindert waren. Somit hielt ich die Einführung vor verringertem Publikum, das aber dennoch aus wohl 25 Personen bestand. Lessons learned: was einem Zuhörer zu lang und ausschweifend erscheint, ist für den anderen gerade richtig. Abgesehen von einem kleinen Blackout und einem kleinen aber peinlichen Stromproblem am Laptop verlief alles letztlich recht positiv, war mein Eindruck. Im Publikum zudem: Dörte Fiedler vom Deutschlandradio Wissen, die auch im Anschluss an den Vortrag noch ein Interview mit der Ägyptologin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des DAI Nicole Kehrer, der Kuratorin für Kulturpartnerschaften bei WMDE, Barbara Fischer, und mir führte, das am 10. Juli verpackt in einen Beitrag gesendet wurde.

Nur einen Tag später ging es zum Höhepunkt des Monats, der Wikimania in Washington D.C. Mit drei anderen Wikipedianern habe ich schon ein paar Tage vorher den Weg in die USA gefunden und noch ein paar Tage länger dort verbracht. Auch diese Reise stand im Zeichen des GLAM, wenngleich nur in Teilen mit direktem Bezug zu meiner Residency. Die war vor allem während der Wikimania selbst von Bedeutung. In vielen interessanten Gesprächen habe ich meine Arbeit vorgestellt und auch einigen Input mitgenommen. Besonders im Gedächtnis blieb mir ein langes Gespräch mit einem Esten, der immerhin schon seit 20 Jahren Student ist. Interessant auch das “Speeddating”, das Wikimedia Deutschland auf der Wikimania veranstaltete. Dabei präsentierten sich jeden der drei Tage jeweils vier Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder oder wie in meinem Fall “Fachleute” aus Deutschland interessierten Gesprächspartnern, die wie beim Speeddating nach einigen Minuten ihren Gesprächspartner wechselten. Nach anfänglichem Zweifel kann ich im Nachhinein nur sagen, dass das am Ende recht gelungen war.

Während ich nur einen Tag nach dem einführenden Vortrag in die USA aufbrach, hatte ich schon einen Tag nach der Rückkehr einen nächsten wichtigen Termin. Mit Frau Kehrer, dem Leiter der Hauptverwaltung des DAI, der Personalchefin und Mathias Schindler, der Barbara Fischer von Seiten WMDE vertrat, gab es ein Treffen in dem noch einmal einige Details geklärt wurden. Es ging um das “wesen” meiner Arbeit, um Urheberrechte und letztlich darum, wie es möglich ist längerfristige Effekte aus meiner Arbeit zu ziehen. Wohl wichtigstes Resultat: es ist angedacht, Archäologen des DAI das Verfassen von Wikipedia-Artikeln oder andere Arbeiten wie das Fotografieren für Wikipedia, in angemessenem Umfang zu gestatten. Vorausgesetzt einer Zustimmung durch die Präsidentin Friederike Fless, die wovon alle Anwesenden ausgingen recht wahrscheinlich ist.

Und wieder gab es viele Kleinigkeiten neben den Höhepunkten. Die Festlegung aller Termine gestaltet sich komplizierter, als zunächst angenommen. Aber so langsam füllt sich der Kalender. Zudem wurde ein praktischer Workshop für die Berliner Zentrale terminiert. Auch das ist für mich ein etwas Neues. Ich werkele an den Details zum Olympia-Contest, an ersten Details zu “Wikipedia trifft Archäologie”, an einführenden Videos zur Archäologie und habe Details zu einer Fotoaktion abgeklärt, die ähnlich zu den Landtagsprojekten oder der Olympiaeinkleidung auch mit den Führungskräften und Mitarbeitern des DAI durchgeführt werden soll. Jeden Tag gibt es etwas Neues. Es ist Klasse!

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WissensWert-Abschlussbericht: Open Citizen Science und Genotypisierungen

Das im WissensWert-Wettbewerb 2011 geförderten Projekte Open Science durch mehr öffentlich verfügbare Genotypisierungen ist nun erfolgreich abgeschlossen. Wir gratulieren und freuen uns, dass unsere Unterstützung so freudig angenommen wurde und zu einem solch positiven Ergebnis führen konnte. Der Projektverantwortliche Bastian Greshake hat folgenden Abschlussbericht verfasst und zur Veröffentlichung frei gegeben. Ein Statusbericht für die anderen Projekte folgt.

Seit ein paar Jahren kann man nicht nur Bücher und Musik über das Web kaufen, sondern auch Gentests. Auf Bestellung gibt es eine Teströhre für die Speichelprobe nach Hause. Diese geht dann zurück an den Anbieter und ein paar Wochen später gibt es die Testergebnisse elektronisch nach Hause geliefert. Über 150.000 Menschen haben bereits solche Direct-To-Consumer (DTC) Gentests machen lassen. Die dabei gewonnenen Daten klären nicht nur über Krankheitsrisiken und Medikamentenverträglichkeiten auf, sondern können auch in der Forschung weiter verwendet werden.

Standardmäßig sind die Ergebnisse dieser Tests jedoch nicht für die Allgemeinheit zugänglich. Kunden von Direct-To-Consumer-Gentests können den entsprechenden Firmen zwar Zugang zu ihren Ergebnissen für die Forschung gewähren, eine freie Veröffentlichung ist in der Regel aber nicht vorgesehen. Ende September schalteten wir deshalb openSNP online. Als Webplattform bietet es Kunden solcher Gentests die Möglichkeit ihre Test-Ergebnisse zusammen mit genetisch bedingten Eigenschaften wie Größe, Augen-/Haarfarbe etc. über die freie Creative Commons Zero-Lizenz kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Zum Zeitpunkt der Bewerbung für den WissensWert-Wettbewerb war das openSNP-Projekt noch relativ jung und mit 35 Datensätzen auch nicht sonderlich umfangreich, geschweige denn erfolgreich. Unsere Idee war es mit den WissensWert-Fördermitteln jenen Leuten einen Gentest zu ermöglichen, die zum einen natürlich bereit sind ihre Ergebnisse (auf Wunsch unter Pseudonym) zu veröffentlichen und zum anderen in den meisten Studien bislang unterrepräsentiert sind; denn bis dato stammen die meisten menschlichen Gendaten von männlichen, weißen, gebildeten und wohlhabenden Europäern & US-Amerikanern.

Von Mitte Februar bis Ende März konnten sich daher Interessierte um eine Genotypisierung bei uns bewerben. Neben dem Geschlecht, Herkunft und eventuell vorhandenen genetisch bedingten Krankheiten war uns auch wichtig, dass die erfolgreichen Bewerber verstanden hatten, welche potentiellen Risiken eine freie Veröffentlichung von Gendaten haben kann. Daher enthielt das Bewerbungsformular sechs Ja/Nein-Fragen zu den Risiken.

Unsere Skepsis, ob sich überhaupt genug Bewerber finden würden, stellte sich dabei schnell als unbegründet dar: Innerhalb der ersten 48 Stunden bewarben sich über 200 Personen und schlussendlich hatten wir weit über 400 Bewerbungen aus aller Welt. Nicht nur durch die schiere Anzahl der Einreichungen, sondern auch durch die durchgehend spannenden Bewerbungen selbst war die Auswahl nicht einfach. Schlussendlich konnten wir uns auf 22 Teilnehmer einigen. Diese wurden zwischen April und Anfang Juni durch 23andMe, einen der kommerziellen Anbieter für solche DTC Tests, genotypisiert.

Bislang unterrepräsentierte Gruppen sind unter unseren Teilnehmern recht gut vertreten: 36% der Teilnehmer gaben ihr chromosomales Geschlecht als XX (weiblich) an und nur 9 der Teilnehmer stammen aus Europa; dagegen 8 aus Afrika, je 2 aus Ost-Asien und Polynesien und ein Teilnehmer stammt aus dem mittleren Osten. Mittlerweile haben die meisten Teilnehmer ihre Ergebnisse bereits erhalten und ein Teil hat seine Daten auch schon ins Netz gestellt. Die WissensWert-Förderung ist für uns damit ein voller Erfolg gewesen.

Unser Datenbestand konnte aber nicht nur unmittelbar durch die WissensWert-Förderung gesteigert werden, sondern auch mittelbar: Durch die damit verbundene Medienaufmerksamkeit konnte der Bekanntheitsgrad von openSNP auch über Deutschland hinaus gesteigert werden und mittlerweile führen wir über 200 frei erhältliche Datensätze, zusammen mit entsprechenden Annotationen genetisch bedingter Eigenschaften. Seit dem Beginn des WissensWert-Projekts haben wir darüber hinaus auch Unterstützung für neue Datentypen und eine erweiterte API eingebaut. Gleichzeitig nutzen die ersten (Hobby-)Forscher die frei verfügbaren Daten bereits für ihre Forschung.

Wer wissen möchte, was sonst noch seit dem Start des Projekts bei uns passiert ist, und auf dem laufenden bleiben möchte, wird im openSNP-Blog fündig. Wir haben auch schon ein nächstes Projekt, um die Anzahl der frei verfügbaren Daten weiter zu erhöhen, im Kopf.

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On the GLAMside of Wikimania

Das war also meine erste Wikimania! Drei, eigentlich vier Tage Konferenz, die beständig zwischen Klassentreffen und konzentriertem „business case“ changierte. Eigentlich begann es schon auf dem Flughafen in der Schlange vor der Einwanderungskontrolle. In der Warteschlange mischten sich Reisende aus der ganzen Welt. Jeder Flug trug neue Wikipedianer nach Washington, die sich über die Sperrbänder hinweg herzlich grüßten. Später im Hotel lernte man schnell, einander an den Laneyards und T-Shirts zu erkennen. Schon hilfreich, wenn man sich vielleicht noch etwas verloren zwischen Jetlag, Hitze und Straßennamen wie K-Street NW fühlt. Mich verschlug es gleich am ersten Abend mit Tim auf ein Openstreetmap Treffen in einer Bar. Beim Türsteher musste ich schmeichelhafterweise nachweisen, dass ich über 21 bin und stieg die schmale Treppe in den ersten Stock eines nach Hardrock riechenden Pubs hoch. Oben die bizarre Szenerie einer konzentriert lauschenden dicht an dicht stehende Menge, selbst der Barman flüsterte nur. An den Wänden vier Monitore mit drei unterschiedlichen lautlos laufenden Programmen, der vierte diente der jeweiligen Präsentation. Die Vortragenden sprachen zu uns 50 bis 70 Menschen in dem kleinen Raum ohne Mikro. Doch das machte nichts, denn alle verstanden, worum es ging und beklatschten die Ergebnisse. Dann war der letzte Vortrag vorbei und sofort schwoll der Barlärm an zu einer ohrenbetäubenden Lautstärke aus Gelächter, Musik, Bierbestellungen und Gesprächen in allen Sprachen der Welt. Zu müde vom Flug flüchtete ich bald.

Aber dieses Meeting war typisch für die ganze Wikimania. Der Wechsel zwischen aufmerksamen Vorträgen und hektisch herzlichen Pausen wurde für mich zum Puls der Veranstaltung. Dank der „Feuertaufe“ mit Speeddating am ersten Tag, kam ich rasch in meine Rolle als GLAM Kuratorin für Wikimedia Deutschland. Aus den vielen Gesprächen und Sessions, die in dichter Folge die Tage zu einem Filz aus Eindrücken und Ideen verwoben, ragen drei hervor, die ich gern gemeinsam mit Wikipedianern aus Deutschland umsetzen möchte:

- Im Austausch mit dem schwedischen Chapter (Link zu der Broschüre) und den Schweizern die Entwicklung eines qualitativen Fragebogens zu den Erwartungen, Wünschen und Befürchtungen der Kultureinrichtungen in der digitalisierten Öffnung ihrer Inhalte.

- Die Ergebnisse der Auswertung des Fragebogens fließen ein in eine gemeinsam mit dem schweizerischen, österreichischen und holländischen Chapter geplante Infobroschüre für Kultureinrichtungen. Geplant ist ein vorbereitendes Arbeitstreffen auf der WikiCon Ende August in Dornbirn.

- Zwei simultan stattfindende Edit-a-Thons gemeinsam mit dem englischen Chapter in Coventry und Dresden. Beide Städte waren im zweiten Weltkrieg schwer zerstört worden, sind heute aber Partnerstädte. Eine beherzte Initiative von Rock drum.

Wendet Euch mit Ideen, Fragen und Anregungen gern an mich.

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Ein besonderer Ort für eine Rede

Fotograf: Rock drum
Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Nachdem die Eröffnungszeremonie in der Library of Congress bereits kurz beschrieben wurde, möchte ich gern in Ergänzung zu den ersten hier im Blog beschriebenen Eindrücken die Rede von Pavel veröffentlichen.

Die Library of Congress ist ein überwältigender Ort – die Bilder sprechen für sich. Noch überwältigender ist es, in einer der bedeutendsten und größten Bibliotheken der Welt eine Rede vor Hunderten Wikipedianern und geladenen Gästen aus aller Welt zu halten. Der Wermutstropfen: Die Akkustik war so schlecht, dass die Rede nur mit viel Mühe zu verstehen war….und selbst dann, haben sicherlich viele kaum hören können, was Pavel Richter zum Verhältnis zwischen der World Digital Library und Wikipedia zu sagen hatte:

Wow, what a place. I am sure I speak fore very Wikipedian in this room when I say thank you for having us here, at the Library of Congress.

When I was asked to speak about the values the World Digital Library and Wikimedia share, and that I would have just 5 minutes for it, I thought to myself: That is impossible! So let me focus on some key aspects:

The Library of Congress was build as a place to gather, to share and to produce knowledge and make it accessible to everyone. Similar places have been build around the world for thousands of years, to further the progress of knowledge and
creativity. Wikipedia would not be possible without such places.

On the website of the World Digital Library, it says:

The basic idea was to create an Internet-based, easily-accessible collection of the world’s cultural riches that would tell the stories and highlight the achievements of all countries and cultures, thereby promoting cross-cultural awareness and understanding.

You do not have to change a single world to describe Wikipedia!

The World Digital Library and Wikipedia are both places that are not bound by physical boundaries, making it even easier to participate in the production and the exchange of knowledge. Yet, for the same end, we use different means: The World Digital Library pursues its mission by making available cultural treasures, in the form of images, maps, or documents.

Wikipedia is an encyclopedia, and therefor a summary of knowledge, written by the very same people that use it. And since Jimmy Wales started Wikipedia – just 11 years ago – hundreds of millions of people got access to knowledge they never had before.

The mission of the World Digital Library is to promote international and intercultural understanding; it provides information to everyone on the internet; and and so does Wikipedia. But Wikipedia is more than just a website, it is the result of international and intercultural collaboration.

We are doing the same thing, for the same reasons, for the same people in the same medium, so we should be doing it together.

Cooperation with cultural institutions such as Galleries, Libraries, Archives and Museums is an important part of the Wikimedia movement. Worldwide, Wikipedia volunteers engage with local partners to work together to produce open-access, freely-reusable content for the public. Wikipedians in Residence are working side by side with researchers and scientists in cultural and scientific institutions, acting both as advisers within and as spokespersons for “their” museum, their archive or their library.

Wikipedia and its community can bring skills, experience and abilities to such cooperation, which could not be found anyplace else. These examples show how the curating role of institutions changes in the information age. The future lies within the cooperation of established institutions and Wikipedia with its global community. Together they form a model of what has been termed “open authority”.

And in this monument to knowledge which is the Library of Congress, hundreds and hundreds of Wikipedians from around the world came together tonight – and you are a perfect fit for this place. The personal involvement and a deep  understanding is what drives us, what we all have in common and what we stand for. For we all share the same idea, the same passion and the same mission: to transform information into knowledge, to make it available to every person on the planet.

Thank you.

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Wiedervereinigung unter grossem Dach? Eure Stimme zählt!

Die Wikimania ist nicht nur ein Ort anregender Vortrage, Ankündigungen und Begegnungen. Manchmal bietet sie auch Ereignissen Raum, die in kein Schema passen und in dieser Weise doch nur hier geschehen können. So hatte ich gestern (gestern? ;)) um die Mittagszeit Gelegenheit, an einer aussergewöhnlichen Runde teilzunehmen, in der verschiedene Communities ihr Zusammengehen vorbereiteten.

Zum Hintergrund: Im Juli 2003 ging wikitravel.org online, Ziel war die kollaborative Erschaffung eines Reiseführers unter Freier Lizenz. Insgesamt bringt es Wikitravel heute auf 19 Sprachversionen mit jeweils bis zu 26.000 Reiseführern, seit 2004 auch einer Version auf Deutsch. 2006 entschieden sich die Gründer, die Marke “Wikitravel” an die Firma Internetbrands zu verkaufen, um Wikitravel ein solides Fundament zu geben. Internetbrands gewährleistete den dauerhaften Betrieb von Wikitravel und die Unabhängigkeit der Communities in inhaltlichen Fragen. Erste Probleme allerdings gab es, als die Firma entschied, Werbung zu schalten. Das führte zu Grundsatzdiskussionen und letztendlich zu einem Fork: die deutschsprachige Community wollte sich nicht in einem kommerziellen Umfeld bewegen. So entstand Wikivoyage, bis heute getragen von einem Verein mit Sitz in Deutschland. Wikivoyage hat in Deutsch den deutlich größeren Artikelbestand (~12.000 zu ~5.000 bei Wikitravel) und eine sehr aktive und gut organisierte Community. Außerdem gibt es noch eine italienische Sprachversion und gemeinsam genutzte Datenbestände für Bilder ähnlich Wikimedia Commons und “Locations”, eine Art WikiData für Ortsangaben.

Aber nach diesen Entscheidungen kehrte nicht dauerhaft Ruhe ein. Auf Dauer gab es Unzufriedenheiten bei der Wikitravel-Community, Vorwürfe standen im Raum, Internetbrands kümmere sich nur unzureichend um das Projekt. Die Entfremdung wuchs und 2012 begann die Community nach neuen Wegen zu suchen. Der kanadische Wikipedianer und Wikimedianer James Heilman nahm diese Bestrebungen auf und bündelte sie, indem er Kontakt zu Wikivoyage wie zur Wikimedia Foundation aufnahm und den Vorschlag aufbrachte, Wikivoyage und Wikitravel sollten sich wiedervereinigen als Projekt unter dem Dach der Wikimedia Foundation.

Hier in Washington trafen nun alle aufeinander: Vertreter von Wikitravel, Wikivoyage und Internetbrands waren ebenso anwesend wie Vertreter des Boards of Trustees der Wikimedia Foundation; Mitarbeiter der Foundation und von Wikimedia Deutschland und natürlich auch Aktive vieler Sprachen und Projekte des Wikimedia-Universums. Der Sprecher von Wikitravel brachte das annähernd einhellige Votum der aktiven Wikitraveller mit, Stefan Fussan hatte zusätzlich den entsprechenden Beschluss der Mitgliederversammlung von Wikivoyage in der Tasche. Die Vertreter der Wikimedia Foundation allerdings machten deutlich, dass dies noch nicht reiche, denn trotz der allgemeinen, bisherigen Übereinstimmung fehle noch eine wichtige Stimme – die der Wikimedia-Communities. Es ist also eure Stimme, die nun zählt. Das entsprechende Meinungsbild läuft bereits und mit Site-Notices in allen betroffenen Sprachen und Hinweisen in internen Medien soll darauf aufmerksam gemacht werden, denn eine hohe Beteiligung der Communities ist ebenso erforderlich wie ein klares Votum. Erst danach werde das Board eine entsprechende Entscheidung treffen können.

Also heisst es nun Wählen gehen! Entscheidet euch bei der Frage nach einem “neuen” Schwesterprojekt, Eure Stimme hier: Requests_for_comment/Travel_Guide

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Der erste Monat als Resident beim DAI

“Was macht man eigentlich als ‘Wikipedian in Residence‘? Nicht nur die Presse wollte das zuletzt recht häufig von mir wissen. Vielleicht ist es ganz sinnvoll damit zu beginnen, was ich denn nun alles schon getan habe. Nach einem Monat kann man sicher einen ersten Blick zurück wagen.

Es begann schon am 2. Juni, also am zweiten Arbeitstag, mit einem Paukenschlag: der “Langen Nacht der Wissenschaften“, an der sich das Deutsche Archäologische Institut traditionell beteiligt. Unterstützt durch je zwei ehrenamtliche Autoren und zwei Mitarbeiter der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland konnten wir Wikipedia und dessen Schwesterprojekte bei der Langen Nacht vertreten und gleichzeitig in der Öffentlichkeit auch das Residence-Programm bekannter machen. Zum zweiten Höhepunkt wurde meine erste Dienstreise, die mich nach Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf führte. In Frankfurt nahm ich an der wissenschaftlichen Tagung “Integrating Archaeology” teil. Es beschränkte sich dieses Mal nicht auf eine passive Teilnahme, ich war auch als Referent eingeladen und hielt einen Vortrag zum “Wikipedian in Residence beim DAI”. Die Tagung war erstklassig organisiert, einzig die Tatsache, daß Vorträge und Diskussionen einzig auf Englisch statt finden würden, war nicht nur mir sondern auch anderen Teilnehmern nicht ganz klar. Somit mußte ich binnen kurzer Zeit meine Präsentation und den ganzen Vortrag ins Englische umarbeiten. Darunter litt die Qualität ein wenig, wohl aber nicht übermäßig. Auch darüber hinaus war die Tagung, in der es um vielerlei Formen der archäologischen Öffentlichkeitsarbeit ging, ein lohnender Bick über den Tellerrand. Auch der “Socialising-Abend” war ein Erfolg – Deutschland schlug die Niederlande immerhin mit 2-1! Einen Tag nach der Tagung folgte in Köln der nächste Termin bei Reinhard Förtsch und den Mitarbeitern der Bilddatenbank Arachne. Hier ging es vor allem darum, wie man die gegenseitige Verknüpfung in der Zukunft besser voranbringen könnte. Abschluß der Tour, die auch einen Besuch beim Kölner Stammtisch beinhaltete, war die Teilnahme am Sommerfest der Gerda Henkel Stiftung. Hier waren äußerst hochkarätige Geisteswissenschaftler anwesend, mit meiner Begleitung Alice Wiegand kam ich aber eher mit Nachwuchswissenschaftlern ins Gespräch.

Die restliche Arbeit lässt sich eher unspektakulär an. Sie besteht darin viele E-Mails zu schreiben und zu lesen, der Presse Rede und Antwort zu stehen (im Juni immerhin dreimal), Konzepte auszuarbeiten, ja überhaupt zu überlegen, welche Schritte als nächstes gesetzt werden sollten, welche Ideen umgesetzt werden können und sollen. Häufig treffe ich mich mit den beiden Frauen, die bei den Partnerorganisationen des Projektes für das Programm zuständig sind, Nicole Kehrer vom DAI und Barbara Fischer von WMDE. Ideen, die im Juni gewachsen sind und nun ihrer Umsetzung harren sind etwa eine Karte der Grenze des Römischen Reiches, des Limes, die erarbeitet werden soll, ein Schreibwettbewerb zu den Olympischen Spielen oder anderes mehr, über das an dieser Stelle berichtet werden soll, wenn die Ideen praktisch umgesetzt werden. Und bei der Ideenfindung helfen nicht selten der Zufall, und Gespräche mit vielen Menschen. Eines kann ich nach einem Monat schon sagen: kein Tag ist wie der Andere, die Arbeit ist äußerst abwechslungsreich. Langeweile kommt nicht auf.

Der Juli steht nun ganz im Zeichen der Wikimania in Washington D.C.

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Open Data, Schritt für Schritt

Der Bundestag hat letzte Woche mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen einer Änderung des Geodatenzugangsgesetzes zugestimmt. Die zentrale Änderung (Anlage I auf Seite 5 der Bundestagsdrucksache 17/9686) ist schnell erklärt und beantwortet sich aus dem Gesetzestext:

2) Geodaten und Metadaten sind über Geodaten- dienste für die kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung geldleistungsfrei zur Verfügung zu stellen, soweit durch besondere Rechtsvorschrift nichts anderes bestimmt ist oder vertragliche oder gesetzliche Rechte Dritter dem nicht entgegenstehen. Geodatenhaltende Stellen des Bundes stellen einander ihre Geodaten und Geodatendienste, einschließlich zugehöriger Metadaten, geldleistungsfrei zur Verfügung, soweit deren Nutzung zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben erfolgt.

Wie eine solche geldleistungsfreie Verfügbarmachung  für die kommerzielle und nicht kommerzielle Nutzung aussehen kann, zeigt die Bayerische Vermessungsverwaltung in ihrem OpenData-Portal: Dort sind erste Datensätze unter der Lizenz Creative Commons CC-by freigegeben, die die Nachnutzbarkeit durch Dritte auch für kommerzielle Zwecke erlauben.

Die Änderung eines Bundesgesetzes zur Herausgabe von Geodaten des Bundes hat keine direkten Auswirkungen auf die Lizenzierungspolitik der Bundesländer, aber sie stellt ein sehr positives Beispiel dar. Der Teufel liegt jetzt im Detail, tatsächlich auch brauchbare Lizenzen zu verwenden (CC-by gehört dazu) und auch jene Daten herauszugeben, die für Dritte einen hohen Nutzwert haben (z.B. Orthofotos mit einer Bodenauflösung von 20cm statt 2m), sowie die direkte Bereitstellung dieser Daten in sinnvollen Formaten.

Als wir vor einer Woche gegenüber dem Bundestagsunterausschuss Neue Medien zum Thema Open (Government) Data unter den eingeladenen Sachverständigen waren, haben wir eine Reihe von Datensätzen benannt, die von Parlament und Bundesregierung freigegeben werden können und sollten. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Gesetzestexten in maschinenlesbaren Formaten ohne Nutzungseinschränkungen (die Gesetze sind gemeinfrei, bestimmte Darreichungsformen können als Datenbank geschützt sein). Auch hier gibt es einen schönen neuen Service auf gesetze-im-internet.de: Die Bereitstellung der Texte als XML (z.B. das Geodatenzugangsgesetz in seiner bisherigen Fassung), laut openjur.de-Rückfrage beim Justizministerium auch ohne Nutzungsbeschränkungen.  Wir danken.

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Linkliste zum Presseverleger-Leistungsschutzrecht, solange es noch erlaubt ist

Am 14. Juni wurde an diversen Stellen im Internet der aktuelle Referentenentwurf für die Einführung eines “Leistungsschutzrechts für Presseverleger” veröffentlicht. Federführend ist hier das Bundesjustizministerium, das bislang selbst noch keinen Entwurf selbst veröffentlicht hat, sondern nur “unter zwei” bestätigt, dass es sich bei der veröffentlichten Version um das interne Papier mit Stand 13. Juni 2012, 13:39 Uhr handelt. In diesen schnelllebigen Zeiten scheint die Minutenangabe tatsächlich gerechtfertigt zu sein.

Damit endet eine fast dreijährige in Fachkreisen geführte Diskussion über ein Leistungsschutzrecht, von dem (mit Ausnahme eines Diskussionspapieres zwischen Gewerkschaft und Verlagen) bis zuletzt unklar war, um welche konkreten Handlungen im Internet es überhaupt gehen soll, die von welchem konkreten Berechtigtenkreis mit welchen Mitteln untersagt werden können soll.

Wir dokumentieren an dieser Stelle alle Reaktionen auf den Referentenentwurf, die wir spannend, lesenswert, informativ oder zumindest aus Vollständigkeitsgründen erwähnenswert halten. Bitte nutzt die Kommentarfunktion, um weitere Links vorzuschlagen. Die von uns gewählte Sortierung ist willkürlich.

Dass die Mehrzahl der von uns verlinkten Beiträge dem Presseverlegerleistungsschutzrecht oder zumindest diesem Referentenentwurf skeptisch oder massiv ablehnend gegenüberstehen, deckt sich durchaus mit der Stimmungslage insgesamt und ist nicht das Resultat einer auf Verzerrung angelegten Auswahl. Besonders stark und teilweise kreativ fiel die Kritik von Bloggern und der “LSR-Szene” aus.

Die Bundesregierung strebt an, einen Gesetzesentwurf für ein Presseverlegerleistungsschutzrecht noch vor der Sommerpause einzubringen, der einzige realistische Termin dafür wäre die Kabinettsrunde am Mittwoch, 4. Juli 2012. Die Tagesordnung für dieses Treffen wird am 2. Juli festgelegt und am 3. Juli der Öffentlichkeit mitgeteilt. Der Bundestag könnte dann direkt nach der Sommerpause mit der Beratung in den Ausschüssen anfangen.

Rechtliche Analysen, Stellungnahmen von Anwälten:

Nachrichtenseiten, Blogs:

 Gewerkschaften, Industrieverbände

Stellungnahmen von Politikern:

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Zwei Bilder, zwei Welten – Open Data im Bundestag

Das Foto “Earthrise”, ein Abbild der Erde, fotografiert aus dem Weltraum von NASA-Astronaut William Anders und das Foto Willy Brandts Kniefall in Warschau – eigentlich haben sie nicht viel gemein. Im gestrigen Unterausschuss Neue Medien im Bundestag dienten sie dem Vorstand von Wikimedia Deutschland, Pavel Richter zu einem Vergleich: Denn das Bild von der Erde ist frei nutzbar und kann daher in beliebigem Kontext auch kommerziell verwendet werden, das andere, der Kniefall Willy Brands (Bildrechte einiger liegen Aufnahmen beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung), jedoch nicht.

Pavel Richter war für Wikimedia Deutschland als Sachverständiger in den Unterausschuss Neue Medien eingeladen und nutzte dieses Beispiel um die Bedeutung freier Lizenzen zu verdeutlichen. Zuvor wurde von Wikimedia eine Stellungnahme eingereicht.

Durch das Beispiel mit den Bildern wurde deutlich, dass es nicht nur darum geht, Daten im Internet anzuschauen zu dürfen, sondern um die freie Verwendbarkeit, was eine einfache und klar verständliche Klärung von urheberrechtlichen Fragen voraussetzt.

Bemerkenswert war die Einigkeit der Sachverständigen über die Notwendigkeit von Open Data  und das Potential für Innovationen. Lediglich in Detailfragen gab es unterschiedliche Ansichten.

Georg Thiel vom Bundesinnenministerium kündigte eine Open Data Plattform für Geodaten des Bundes an. Im Hinblick darauf betonte Hauke Gierow von der Open Knowledge Foundation, dass eine nicht offene Software als Grundlage von Open Data Projekten unnötige Abhängigkeinten schafft und die Verwendbarkeit der Daten einschränken kann.

Uneinigkeit bestand zum einen darin, ob es weiterer rechtlicher Regelungen bedarf und ob eine Unterscheidung zwischen privater und kommerzielle Nutzung sinnvoll ist. Während die Fraktion der Grünen und Hauke Gierow eine Verankerung der Informationsfreiheit im Grundgesetz befürworten hält Gero Thiel vom Bundesinnenministerium weitere rechtliche Regelungen für überflüssig.

Wieder wurde die Frage aufgeworfen, ob kommerzielle Nutzung überhaupt möglich sein soll. Hierzu stellte Pavel Richter klar, dass es sich auf seiner Sicht bei Daten um eine wirtschaftliche Grundlage als Infrastruktur handelt, die allen zur freien Nutzung zur Verfügung stehen muss. Dabei sollte der Staat die rechtlichen Rahmenbedingungen vorgeben. Die Nutzung selbst aber muss dem einzelnen Bürger genauso wie der Wirtschaft überlassen bleiben.

Richter schloss seine Anmerkungen mit Vorschlägen an die Abgeordneten in welchen Bereichen die Bundestagsverwaltung mit gutem Beispiel voran gehen kann und schlug vor, die Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes und die Rohschnitte des Parlamentsfernsehens frei nutzbar zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der Weg frei scheint für offenere nutzbare Daten, die durch den Staat bereitgestellt werden. Auch Dr. Frank Jendro, von der Landesbeauftragten für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht Brandenburg äußerte keine grundlegenden Bedenken die einem umfangreichen Ausbau von Open Data Projekten entgegenstehen würden.

Eine Übertragung der Sitzung im Parlamentsfernsehen war aus Kapazitätgründen leider nicht möglich. Es wird aber in den kommenden Tagen ein Wortprotokoll veröffentlicht.

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