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Archiv für die ‘Freies Wissen’ Kategorie



Creative Commons wird 10 Jahre alt und wir feiern mit!

Creative Commons hat Geburtstag! Seit 10 Jahren gibt es die freien Lizenzen, wo wären wir nur heute ohne sie? 10 Jahre – wow! – das ist lange her und muss gebührend gefeiert werden. Wir gratulieren ganz herzlich, heute hier virtuell und am Samstag bei der großen Party in Berlin nochmal persönlich. Happy Birthday! \o/

Am 8. Dezember 2012 lädt Creative Commons Deutschland CC-Enthusiasten und Fans Freien Wissens zu einer großen Feier nach Berlin ein. Ab 20 Uhr geht es im neuen Homebase-Club (Nähe Alexanderplatz) los mit Kurzvorträgen und Interviews darüber, wie Creative-Commons-Lizenzen in vielen unterschiedlichen Bereichen dazu beigetragen haben, eine Kultur des Teilens von Wissen zu ermöglichen. Anschließend gibt es Creative-Commons-lizenzierte Musik von Kraftfuttermischwerk und Peter Withoutfield von den Blogrebellen zu hören und tanzen.

Im Dezember 2002 wurde die erste Version der Creative-Commons-Lizenzen von der gleichnamigen US-Organisation veröffentlicht. 10 Jahre sind vergangen und heute sind diese Lizenzen aus dem freien Internet nicht mehr wegzudenken. Unzähligen freie Projekte – darunter auch die Wikipedia – nutzen die Lizenzen, um Nutzern ihrer Inhalte von vornherein bestimmte Freiheiten einzuräumen. Das Programm für Samstag liest sich wie das Who-is-who des Freien Wissens in Deutschland:

  • Was ist Creative Commons? John Weitzmann über Geschichte und Organisationsstruktur
  • Leonhard Dobusch über “Unnützes (historisches) Wissen” aus der Entstehung
  • Till Jaeger über “Wie kamen die Lizenzen nach Deutschland?”
  • Pavel Richter, Vorstand von Wikimedia Deutschland über die Nutzung von CC durch die Wikipedia-Community
  • Julia Kloiber über OpenData
  • Cecilia Palmer über Mode
  • Christine Watty (DRadio/Breitband) über Kuration von CC-Musik und Nutzung im Radio
  • Philip Steffan über Maker-Culture
  • Constanze Kurz über Open Access
  • Thorsten Schilling über den Einsatz von CC bei der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Mario Sixtus über den Elektrischen Reporter beim ZDF
  • Henrik Moltke über CC in Dänemark und die Dokumentation “Good Copy, bad Copy”
  • Michelle Thorne über CC-Einsatz bei Mozilla
  • Markus Heidmeier über Offene Bildungsmaterialien

Für die Gäste vor Ort gibt es außerdem etwas Freibier (wie in Freibier!) und eine große Torte; ein Livestream wird die Feierlichkeiten in die Wohnzimmer der Daheimgebliebenen übertragen. CC bittet um eine Spende am Einlass, um die Kosten der Party refinanzieren zu können.

Diese Feierei sollten sich Freundinnen und Freunde Freien Wissens nicht entgehen lassen. Kommt alle und feiert mit uns!

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Ein Meilenstein erreicht, 99 vor uns: Die Deutsche Digitale Bibliothek

Heute morgen um 11:50 Uhr wurde stilecht mit dem gemeinsamen Drücken auf einen roten Button die öffentliche Betaphase der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) begonnen. Damit endet eine vierjährige nichtöffentliche Entwicklungsphase, die von einer Vielzahl von Fachgremiensitzungen, Kooperationspartnersuchen, Kompetenznetzwerktreffen und Expertenanhörungen begleitet wurden und es beginnt der Austausch mit den Endnutzern.

Von Wikimedia-Seite gibt es ein paar Anmerkungen zum heutigen Tag, zum Stand der Entwicklung und zu dem, was jetzt kommen muss (ich empfehle das “Was bisher geschah-Blogsposting” für entsprechende Hintergründe):

  1. Wir beglückwünschen die Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Digitalen Bibliothek und der Einrichtungen, die zum Beta-Start der DDB beigetragen haben. Ihr macht das Internet reicher an Inhalten, ihr beweist, welche konstruktive Kraft dem Netz innewohnen kann. Wir wünschen Euch eine erfolgreiche Zukunft und werden gerne weiter mit Euch arbeiten, aus einer großartigen Idee eine großartige Plattform zu machen.
  2. Wikimedia Deutschland weiss, welche Mühen und Konflikte es bei der Erstellung des DDB-Nutzungsvertrags für die teilnehmenden Einrichtungen gab. Wir wissen, dass es bereits eine enorme Anstrengung war, daß nun wenigstens als eine von zwei Möglichkeiten eine CC0-Lizenzierung der Metadaten der DDB gewählt werden kann. Aber. Nicht alleine wegen der Vereinbarkeit mit dem Lizenzmodell für Metadaten bei Europeana raten wir den Entscheidungsgremien der DDB dringend dazu, die Lizenzoptionen für Metadaten zu vereinheitlichen und alle Metadaten innerhalb der eingestellten Objekte unter einem einzigen freien Lizenzmodell verfügbar zu machen: Creative Commons Zero. Es wäre für die Möglichkeit der Nachnutzung fatal, wenn es bei Metadaten zu einem unfreien Gesamtwerk käme, dessen freie Teile mühsam herausgeschält werden müssten.
  3. Zur Wahl einer passenden Lizenz gehört es auch, diese Daten verfügbar zu machen, damit nicht nur theoretisch eine Nachnutzung möglich ist, sondern auch praktisch. Die beiden Instrumente der Wahl heissen API und Datendump. Beide Mittel sind komplementär (z.B. Wikipedia Datendumps und API) und brauchbar für unterschiedliche Zwecke. Ein Projekt, das beides durchaus prima umgesetzt hat, ist direkt vor der Haustür der DDB: Europeana. Ein Start einer Beta-Plattform wäre eine gute Gelegenheit gewesen, auch eine Beta-API anzubieten. Wir raten dringend dazu, API und Downloadmöglichkeit der freien Metadaten schnellstmöglich umzusetzen und den Fortgang offen mitzuteilen.
  4. Wenn die Lizenzfragen zu Metadaten schwierig sind, sind es erst die Lizenzfragen für die eigentlichen Inhalte erst recht. Bei der Pressekonferenz wurde betont, dass die DDB derzeit nur gemeinfreie Objekte enthalte. Dies ist mehrheitlich richtig, erzählt aber nicht die komplette ganze und traurige Geschichte eines bunten Wildwuchses aus Leistungs- und Urheberschutzrechten an den Objekten selbst und Abbildungen dieses Objekte. Wir raten dringend dazu, das Problem von Copyfraud anzugehen, bei dem Kultureinrichtungen Rechte an Objekten in der DDB beanspruchen, die so nicht existieren, beispielsweise bei Digitalisaten gemeinfreier zweidimensionaler Werke. Sofern noch ein urheberrechtlicher Schutz an eingestellten Objekten besteht, raten wir dazu, diese Werke unter Verwendung Freier Lizenzen für die Nachnutzung verfügbar zu machen. Ein DDB-Nutzungsvertrag könnte hier Mindeststandards für die Verwendung Freier Lizenzen definieren.
  5. Die DDB sollte frühzeitig seinen Nutzern erlauben, mindestens die Metadaten von Objekten mit unzureichend versehenen Beschreibungen und Normdaten selbst zu verbessern, damit insbesondere der Vernetzungscharakter einer gemeinsamen Plattform aller deutschen Kultureinrichtungen bzw. aller Kultureinrichtungen in Deutschland ausgespielt werden kann.
  6. Wir fordern die deutsche Politik auf, das Projekt DDB mit ausreichenden Mitteln auszustatten. Dies können Finanzmittel sein oder auch rechtliche Sicherheit im Umgang mit verwaisten Werken, Leistungsschutzrechten allgemein oder Schranken für die Verwendung von geschützten Werken in Wissenschaft und Forschung.
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Einladung zum Lesekreis am 29.11.

Die zweite Session unseres Lesekreises findet am Donnerstag, 29.11. um 17:30 bis ca. 19 Uhr, in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963 Berlin statt.

Diesmal sprechen wir über ”As We May Think” von Vannevar Bush, erschienen 1945 im Atlantic Monthly. Den Text kann man hier lesen.

Die dort vorgestellten Ideen sollen Doug Engelbart zur Erfindung der Maus und anderer weitreichender Mensch-Maschinen-Interaktionstechniken angeregt haben. Aber was sagt uns der Text heute? Unter anderem darüber wollen wir reden.

Und so machen wir das:

  • Wir lesen vorab jeweils einen Text. Es soll dabei weniger um Tagesaktuelles gehen, sondern eher um Grundlagen
  • Jemand stellt den Autor und den Kontext kurz (max. 10 Minuten!) vor. Danach reden wir über den Text, ohne Anleitung oder Moderation.
  • Jeder ist herzlich willkommen, auch wenn man den Text nicht gelesen hat! An der Diskussion sollen sich aber vielleicht nur diejenigen beteiligen, die den Text gelesen haben, da ja nicht ein bestimmtes Thema, sondern ein Textim Mittelpunkt steht
  • Am Ende jedes Treffens einigen wir uns auf den Text für den nächsten Monat und darauf, wer die Autorin vorstellt und den Kontext.

Rückblick: Beim letzten Mal ging es um Kapitel 8 “Cultural Freedom” aus Yochai Benklers “The Wealth of Networks”. Hier gibt es das Protokoll zum Nachlesen.

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Klicken oder scannen? – QRpedia im Hamburg Museum

Muss man nicht scannen, kann man klicken. Dieser QR-Code führt zur QRpedia-Projektseite in der Wikipedia. (via Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Zwischen dem Museum für Hamburgische Geschichte/Hamburg Museum und Wikipedia-Autoren besteht seit Längerem eine Kooperation. Der ehrenamtliche Helfer Peter Weis berichtete bereits mit einem Gastbeitrag in diesem Blog darüber. Ziel der Arbeit ist es, die ausgestellten und gesammelten Exponate des Museums auf Wikipedia und Wikimedia Commons digital zugänglich zu machen. Seit dem 1. November sind Ausstellungsstücke des Museums mit Plaketten versehen, die per scannbarem QR-Code direkt auf passende Wikipedia-Artikel verweisen.

Was einfach klingt, ist das Ergebnis vieler Vorbereitungen. Die Ehrenamtlichen haben Wikipedia-Artikel geschrieben, in verschiedene Sprachen übersetzt und unter anderem Bildmaterial in die Artikel eingebunden. Konkret handelt es sich um die Ausstellung “Taktgeber Hafen” und um eine Besonderheit des Museums: Bei der Errichtung des Museums Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Bauteile des historischen Hamburger Stadtbildes in die Fassade integriert. Zu einer Reihe der Gebäude wurden nun nicht nur Wikipedia-Artikel verfasst, sondern auch Karten erstellt, die den ursprünglichen Standort in der Stadt angeben.

All diese Information sind für Besucher der Ausstellungen nun verfügbar, wenn sie beispielsweise mit ihrem Smartphone die Infoplaketten der Exponate auslesen. Sie werden automatisch auf den Wikipedia-Artikel in der voreingestellten Sprache des Geräts weitergeleitet.

Hier rechts gibt es übrigens den QR-Code zur Projektseite in der Wikipedia. Um dorthin zu gelangen, muss hier aber niemand ein mobiles Endgerät zücken, ein Klick darauf genügt auch. Das ist das Interessante. So ein QR-Code mag im Vergleich zu schönen Blogbildern recht schmucklos wirken, aber wer am Rechner sitzt, ist eben auch nicht im Museum. Schneller vor Ort gezielt auf Wikipedia zugreifen als mit QRpedia?

Gibts nicht. Schlicht und praktisch.

Neben der bereits gestarteten Aktion lädt das Museum für Hamburgische Geschichte/Hamburg Museums am 22. November Pressevertreter zu einem Rundgang. Die Mitteilung und Einladung ist auf unserer Vereinswebseite unter Pressemitteilungen zu finden.

Wir wünschen viel Erfolg!

 

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Grundlagen lesen – wer macht mit?

Ich stelle immer wieder fest, das zwischen Tagesgeschäft, Planung, Einladungen zu Panels und strategischen Diskussionen die Grundlagen irgendwie zu kurz kommen. Und wer hat denn noch Zeit, zwischen Twitter, Facebook, Google+ und RSS-Reader, längere Texte zu lesen und mit anderen zu diskutieren?

Und genau deshalb gründe ich einen …. Lesekreis! Zu allem, was irgendwie mit “Frei”, “Netz”, “Politik”, “Kultur” zu tun hat.

Hier mal mein Vorschlag:

  • Wir treffen uns einmal im Monat, hier bei uns im Büro, für ca. 1,5 Stunden.
  • Wir lesen vorab jeweils einen Text. Es soll dabei weniger um Tagesaktuelles gehen, sondern eher um Grundlagen
  • Jemand stellt den Autor und den Kontext kurz (max. 10 Minuten!) vor. Danach reden wir über den Text, ohne Anleitung oder Moderation.
  • Jeder ist herzlich willkommen, auch wenn man den Text nicht gelesen hat! An der Diskussion sollen sich aber vielleicht nur diejenigen beteiligen, die den Text gelesen haben, da ja nicht ein bestimmtes Thema, sondern ein Text im Mittelpunkt steht
  • Am Ende jedes Treffens einigen wir uns auf den Text für den nächsten Monat und darauf, wer die Autorin vorstellt und den Kontext.

Einfach, oder? Also: am 14. November 2012 treffen wir uns um 17:30 Uhr in der Obentrautstr. 72 in Berlin (bei Wikimedia klingeln), um über Yochai Benkler, The Wealth of Networks zu sprechen, genauer Kapitel 8 “Cultural Freedom”, S. 273 – 301. Ich stelle Benkler und den Kontext kurz vor, und dann geht es schon los. Getränke und Schnittchen sind vorhanden!

Wer ist dabei? Bitte kurz in den Kommentaren Bescheid geben. Und wir brauchen Vorschläge, was wir beim nächsten Treffen (am 12.12.2012, ebenfalls 17:30 Uhr) lesen!

Update (31.10.2012): Vielleicht übersieht man das ja leicht: Das ganze Buch, aus dem das Kapitel für unser erstes Treffen ist, steht online zur Verfügung. unter einer (fast) Freien Lizenz. Daher bitte einfach auf diesen Link klicken und das entsprechende Kapitel 8 “Cultural Freedom”, S. 273 – 301 sollte leicht zu finden sein.

Und noch eine Bitte, da die Resonanz aktuell noch eher verhalten ist: Bitte twittern, sharen, liken, posten, bloggen oder auch einfach anderen Leuten davon erzählen, was wir da machen. Danke.

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Fahrplandaten für Berlin und Umgebung: Echt, frei, beinahe noch frisch

Vom finnisch-amerikanischen Linux-Erschaffer Linus Torvalds gibt es nicht nur besagten Kernel und das Quellcodeverwaltungsprogramm git, sondern auch den einprägsamen Spruch Software is like sex: it’s better when it’s free. Er würde wohl zustimmen, dass etwas, das für Software und Sex gilt, für Fahrplandaten nicht falsch sein kann.

Leserinnen und Leser dieses Blogs haben in den letzten Monaten einige Postings und Statusmeldungen aus unserem Bereich gelesen, in denen wir uns für die Freigabe von Fahrplandaten deutscher Verkehrsunternehmen starkgemacht haben. Dies führte dann auch zu einem ersten Treffen mit der zuständigen Abteilung der Deutschen Bahn in Frankfurt und dem beiderseitigen Wunsch, das Gespräch konstruktiv fortzusetzen und darüber zu berichten. Die beiden Fachabteilungen für Bohrer und für dicke Bretter sind ebenfalls involviert, wir bitten um das gesunde Mittelmaß zwischen Geduld und Ungeduld hinsichtlich zu erwartender Fortschritte.

In der Zwischenzeit können wir freudig auf Neuigkeiten aus der Berliner Open Data-Kollegenschaft verweisen, deren Workshop Apps and the City am 29. November 2012 in Berlin großartige Erwartungen weckt. In Vorbereitung auf dieses Ereignis hat der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) auf dem Open Data-Portal des Landes Berlin zwei Datensätze bereitgestellt, die Routen der Linien und eine Datei mit Ausnahmeregelungen. Diese Nachricht ist in zweierlei Hinsicht historisch: Es ist das erste Mal, dass in Deutschland ein so großer Datensatz unter eine als frei anerkannte Lizenz (Creative Commons cc-by) gestellt wird. Und zweitens sind die Daten historisch im Sinne, dass es keine aktuellen Fahrplandaten sind, sondern der Fahrplan des Jahres 2011. Das zweite “historisch” sollte nicht so verstanden werden, ersteres zu entwerten, aber jede Entwicklerin wird nun für sich entscheiden können, wie viel mit den Daten noch möglich ist.

Möglich ist damit für den Bereich Berlin eine Menge, insbesondere, wenn man als Optimist nun davon ausgehen kann, dass es in Zukunft vielleicht auch aktuelle Daten geben wird und man mit den heute freigegebenen Dateien in den Besitz von Rohmaterial für Testen und Vertrautwerden gekommen ist. Aus einem “jemand sollte mal” kann nun ein “ich habe hier einen Vorschlag umgesetzt” werden, um anderen Menschen zu zeigen, welche Vorzüge mit Open Data verbunden sind. Vorteil gegenüber den ebenfalls zirkulierenden vom Laster gefallenen Daten der Deutschen Bahn ist, es ohne rechtliche Grenzüberschreitung und mit der ausdrücklichen Zustimmung des Verkehrsunternehmens tun zu können.

Wir möchten daher jede ermutigen, sich an der datengestützten Verbesserung unseres Gemeinwesens zu beteiligen, durch kreative Nutzung der freigegebenen Daten, Teilnahme an Workshops, Lob für diejenigen, die sie losgeeist haben und Ermutigung für all jene, die den Schritt zur Freigabe von Daten in ihrem Haus noch nicht gegangen sind.

 

[update 20:41 Uhr:

Im Verzeichnis von daten.berlin.de/Rubrik VBB sind weitere Datensätze des VBB aus dem Jahr 2011 veröffentlicht worden, allesamt unter Freier Lizenz und in Vorbereitung der Veranstaltungen im November]

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Zugang gestalten heißt miteinander reden

Berlin, 24. Oktober 2012. Die Dokumentation der Restauration der Vasari Kuppel in Florenz ist verloren. Die mit öffentlichen Mitteln bezahlten tausende Fotos in hoher Auflösung und erstaunlicher Detailschärfe sind samt der sie erschließende Datenbank dem Orkus des Vergessens anheimgegeben. Die Zugänge zu den Daten sind mit der Insolvenz der mit der Dokumentation beauftragten Firma unwiederbringlich verloren gegangen. So dramatisch startete das Plädoyer des Wissenshistorikers Jürgen Renn für den freien Zugang zum Wissen auf der Berliner Konferenz “Zugang gestalten – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe.”


Pavel Richter in “Freies Wissen in der Zukunft” auf der Konferenz Zugang gestalten:

  • “Es ist unser aller kulturelles Erbe
  • Wir sind (aktive) Nutzer, nicht Betrachter
  • Es sind viele Kontexte möglich
  • Ich weiß auch etwas”

Zwei Tage lang tagten ca. 200 Vertreter verschiedenster Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland im Glashof des Jüdischen Museums in Berlin zum Thema “Das kulturelle Erbe digitalisiert nutzbar machen”. Die eben von Wikimedia vorgelegte Broschüre selben Titels fand bei dieser Gelegenheit erste willige Abnehmer. Den meisten der anwesenden Galeristen, Bibliothekare, Archivare und Museumsdirektoren (kurz im englischen Akronym GLAM) ging es offenkundig um das Wie, statt nur um das Ob.

Das Cover der neuen Wikimedia Broschüre für GLAMs (Albrecht Dürer: Adam and Eve, 1504, Engraving. Bild von Max Lisewski, CC-BY-SA 3.0 (Als Bearbeitung der Version von Scewing, gemeinfrei)) 

 


Natürlich erleben nach wie vor viele die geltenden Bestimmungsgeflechte im Urheberrecht als verunsichernd und hemmend, aber gleichzeitig zeigten die positiven Reaktionen auf die vorgestellten Praxisbeispiele die große Bereitschaft sich auf das Abenteuer “Freies Wissen” einzulassen. Der Publikumspreis für das beste Praxisprojekt ging mit knapper Mehrheit an das Filmprojekt “First we take Berlin”, gefolgt von “The Mobile Museum”, und Europeana 1914 – 1918. Letzteres lädt Menschen in ganz Europa ein, ihre eigenen Familienerinnerungen zum Ersten Weltkrieg der Allgemeinheit digital zugänglich zu machen.

Wikimedia Deutschland war eigentlich nur Mitveranstalter, dennoch Wikipedia und andere Wikimedia Projekte waren nicht nur bei den Wikimedianern Pavel Richter, Vorstand WMDE, Marcus Cyron, Wikipedian in Residence am Deutschen Archäologischen Institut, Lennart Guldbrandsson, Wikipedian in Residence an der schwedischen Nationalamt für Kulturelles Erbe, im Fokus ihres Vorträge. Sie dienten auch vielen anderen Referenten als Beleg für gelungene Umwandlung von digitalisierten Daten zu Information und der aktiven Weiternutzung.

Kathrin Passig in “Alles Crowd alles gut?”auf der Konferenz “Zugang gestalten”:


“Fast die Hälfte der deutschen Museen arbeitet mit Ehrenamtlichen zusammen, insgesamt waren das im Jahr 2003 über 30.000 Menschen. Was ist daran jetzt neu? Neu ist, dass digitale Werkzeuge diese Zusammenarbeit vereinfachen können und vor allem dabei helfen, viel größere und auch überregionale Helfergruppen als bisher zu erschließen. Das ermöglicht eine flexiblere Zeiteinteilung für diese Freiwilligen, man kann sich also öfter mal eine halbe Stunde nach Feierabend beteiligen anstatt einmal die Woche vier Stunden. Das macht die Mitarbeit auch für Leute attraktiv, die keine Rentner sind.

Und neu ist auch, dass dadurch erstmals sichtbar wird, wie groß eigentlich die Menge an Zeit ist, die Menschen bereitwillig zu Projekten beisteuern, für die sie nicht bezahlt werden. Clay Shirky hat 2010 geschätzt, dass in der Wikipedia 100 Millionen Stunden stecken.”


Neben der Wikipedia natürlich auch Wiki Loves Monuments. In diesem Jahr mit dem Guiness World Record ausgezeichnet und das Vorjahresergebnis mit  weltweit 366.110 Fotos von denkmalgeschützten Bauten wiederum toppend. Alles kreative Frucht von Laien und Enthusiasten schwärmte Andreas Lehne vom Bundesdenkmalamt Österreich.  Joseph Pugh, Referent vom britischen Nationalarchiv, beigeisterte das GLAM-Publikum im Glashof für die Idee doch offen und neugierig zu schauen, was passiert, wenn “others play with my toys”. Es ist faszinierend wie zum Beispiel aus alten Logbucheinträgen perspektivisch Hochrechnungsmodelle für Klimaentwicklungsvoraussagen erwachsen können. “When we start talking – and I mean real talking – than people start asking [and that is when] we will find out, that them out there in the internet is just an awful lot of us.”, resümierte Pugh.

Die anschließende vom Podium ins Publikum überleitende Abschlussdiskussion und der rege Austausch in den Konferenzpausen machte es deutlich: Jetzt geht es um konkrete Umsetzung. Okay, vielleicht erst mit gemeinfreien Objekten und vielleicht nicht alle Daten auf einmal, aber es geht um das gemeinsame Machen. Die Konferenz endete mit dem dringenden Appell an die Politik, dass die Verantwortung für das kulturelle Erbe eben auch bedeutet, die Finanzierung ihrer Digitalisierung sicherzustellen, um so das kulturelle Erbe als einen lebendigen Wert zu erhalten.

In den folgenden Wochen und Monaten werden wir hier und auf der GLAM-Seite über die konkreten Projekte berichten.

 

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Datenschutz? Vom Vergessen und Vergessenwerden

Forgotten Youth, Autor: jenny818, CC-BY 2.0

Vom Datenschutz auch nur zu reden, heißt, in ein ganzes Wespennest miteinander unvereinbarer Ansprüche zu stechen. Verbraucherverbände warnen vor dem Missbrauch personenbezogener Daten bei Online-Käufen, die Internetwirtschaft wünscht sich weniger restriktive Regelungen, Politiker beklagen den Flickenteppich internationaler und föderaler Zuständigkeiten. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Debatte irgendwie immer die Quadratur des Kreises angestrebt wird: ein strengeres Datenschutzegime für staatliche Stellen und besonders datenhungrige Unternehmen, ein flexibleres Regime für weniger bedenkliche Alltagsvorgänge.

Zudem ist der Bedarf nach europäischer Harmonisierung groß. Im Januar dieses Jahres hat die EU-Kommission deshalb einen Vorschlag für eine Datenschutz-Grundverordnung vorgelegt, die möglichst noch innerhalb der Legislaturperiode bis Frühjahr 2014 verabschiedet werden soll. Anders als bei EU-Richtlinien würde eine solche Verordnung in den Mitgliedsstaaten unmittelbar wirksam werden. Auch deshalb ist die Diskussion darüber ziemlich kontrovers.

Wie einem sehr lesenswerten Hintergrundsartikel von Falk Lüke zu entnehmen ist, enthält der Entwurf durchaus Positives. So will er mehr Verantwortung sowie eine verschärfte Rechenschaftspflicht sämtlicher Verarbeiter personenbezogener Daten erzwingen und die Sanktionen bei Datenschutzverstößen verschärfen. Verbraucher dürfte es freuen, dass ihnen ein Recht auf Datenportabilität zugestanden werden soll. Damit würde es künftig möglich sein, Daten von einem Service Provider zu einem anderen „verschieben“ und eine Kopie aller von ihnen gespeicherten Daten zu verlangen.

Vor allem solche Punkte sind es, die in der Unternehmenswelt etwas verschnupft aufgenommen werden. Der BITKOM etwa nannte es einen “Hindernisparcours”, dass die Einwilligung in die Verabeitung personenbezogener Daten künftig explizit gegeben werden muss. Die Wirtschaftsverbände setzen demgegenüber auf das Prinzip einer “regulierten Selbstregulierung”. Was man sich genau darunter vorzustellen hat, soll u.a. eine internationale Datenschutzkonferenz zu klären versuchen, die heute in Berlin beginnt (Live-Stream hier).

Bundesinnenminister Friedrich hat Experten aus Wissenschaft, Politik sowie Unternehmens- und Datenschutzpraxis eingeladen, um besondere Risiken der Datenverarbeitung im privaten Bereich zu identifizieren und Regelungsansätze zu erörtern. Gerade weil er – anders als sein Amtsvorgänger de Mazière – bislang mit wenig Initiativen in diesem Bereich hervorgetreten ist, geht es jetzt offenkundig darum, sich für die Verhandlungen auf EU-Ebene zu wappnen.

Bereits im August lud man zu drei vorbereitenden Workshops. Pavel Richter nahm für Wikimedia Deutschland an einem Diskussionspanel zu “Selbstregulierung und wettbewerbsrechtliche Elemente im Datenschutzrecht der Zukunft” teil und präsentierte bei dieser Gelegenheit auch ein Thesenpapier, das wir hiermit gerne nachreichen. Ähnlich wie beim Thema Urheberrecht zeichnet sich nämlich ab, dass die besonderen Bedingungen von Open-Content-Plattformen wie Wikipedia auch in der Datenschutzdebatte nicht ausreichend Berücksichtigung finden.

Stellvertretend dafür steht das “Recht auf Vergessenwerden”, das der Entwurf der Datenschutz-Grundverordnung in seinem Artikel 17 vorsieht. Die Etablierung eines solchen Rechts würde in letzter Konsequenz bedeuten, dass Löschansprüche gegenüber Wikipedia künftig noch leichter erhoben werden könnten. Bislang persönlichkeits- oder äußerungsrechtlich begründete Ansprüche würden gewissermaßen datenschutzrechtlich flankiert. Besonders wirklichkeitsfremd daran ist die Vorstellung, ein hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragenes Projekt könnte noch stärkeren Kontrollpflichten als ohnehin schon nachkommen – etwa in Bezug auf die Weitergabe von Äußerungen auf der Diskussionsseite bei WP-Artikeln. Kritiker eines solchen “right to be forgotten” sehen in der Etablierung eines solchen “Rückrufrechts” für Netzinhalte sogar die Meinungsfreiheit gefährdert.

Wenn man den Begriff der Selbstregulation ernst nimmt, so wäre es durchaus spannend, einmal stärker danach zu fragen, was Internetplattformen denn abseits gesetzlicher Regelungen und manchmal sogar “vorauseilend”  leisten können. Eine eigene informationelle Ethik kann anders wirksam werden als starre Vorgaben, die nicht ausreichend die unterschiedliche Modi operandi berücksichtigen und technologischen Innovationen oft hinterher hecheln.

Anlässlich der Eröffnung der diesjährigen CeBIT hatte Bundesinnenminister Friedrich das Prinzip der Datensparsamkeit als “anachronistisch” bezeichnet. Dass dem nicht so ist, zeigt nicht zuletzt die Praxis der Wikimedia-Bewegung: Beginnend mit dem Anmeldungsprozedere bis hin zum Verzicht etwa auf Tracking Cockies werden nur jene Daten erhoben, die für die kollaborative Erstellung und Pflege der Inhalte unbedingt notwendig sind. Die Datenschutzbestimmungen der Wikimedia Foundation wurden deshalb wiederholt gelobt, etwa auf der Verbraucherselbsthilfe-Plattform “Terms of Service, didn’t read”. Die Wikimedia Foundation hat bereits angekündigt, diese – wie bereits im Fall der erneuerten Nutzungsbedingungen – im Dialog mit der Community weiterzuentwickeln.

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Wie im Mittelalter

Wer meinte, so ein “Wikipedian in Residence” würde seine Zeit an einem Ort verbringen und “residieren” muss sich spätestens nach dem September getäuscht sehen. Selten war ich so viel unterwegs wie in dem Monat und fühlte mich wie ein mittelalterlicher König ohne Land, der von einer Burg zur nächsten unterwegs war. Kaum vom der WikiCon in Dornbirn zurück (siehe Bericht des Vormonats), begannen die Vorbereitungen für weitere Dienstreisen und natürlich auch andere Projekte.

Zunächst hielt ich einen Tag nach der Rückkehr beim DAI meinen ersten praktischen Einführungsworkshop. Mit drei Mitarbeitern widmete ich mich den ersten Schritten. Eine Woche später waren es dann schon vier. Nachdem ich beim ersten Mal noch einen eher unsinnigen Text während des Workshops mit den Teilnehmern verfasst hatte, dachte ich mir, dass ich das gestandenen Wissenschaftlern eigentlich nicht zumuten kann und schrieb einen eigenen kleinen Text. Diesen sollten sich die Teilnehmer kopieren und schnell gerieten wir in die Fallstricke der Wikipedia-Bürokratie. Denn schnell waren sie wieder als Urheberrechtsverletzungen gelöscht. Es dauerte einige Zeit, bis endlich auch der Letzte Wikipedianer von der Richtigkeit der Vorgänge überzeugt war. Als Außenwirkung war es natürlich weniger optimal.

Jonathan Groß / CC-BY-SA-3.0
Jonathan Groß / CC-BY-SA-3.0

Sicher ein Höhepunkt wurde der Limeskarten-Workshop in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland, über den Hartmann Linge schon im Wikipedia-Kurier berichtet hatte (rechte Spalte). Um einmal Bedeutung und Dimension des Projektes noch einmal klar zu machen: Das DAI war mit fünf Personen vertreten, WMDE mit drei ebenso die Community mit drei. Im weiteren Verlauf des Monats ging es auf “große Reise”. Zunächst nach München, wo ich bei der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des DAI und eine Woche später in Bonn bei der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (hier fehlt sogar noch der Wikipedia-Artikel!) einführende Vorträge hielt. An den Bonner Vortrag schloss sich wenige Tage später der Limes-Workshop an (auch dazu Detaillierter der Link zum Kurier-Bericht von Hartmann Linge und meinen hier im Blog). Damit war die Reise noch nicht beendet – aber das ist schon ein neuer Monat und das Weitere kommt im nächsten Bericht. Auch der Oktober ist voller Termine und Aktionen, ich werde mich über Langeweile wahrlich nicht beschweren können!

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Weltrekord für Wiki Loves Monuments

Teilnehmerländer Wiki Loves Monuments 2012 (Foto: Cirdan, CC0, via Wikimedia Commons)

Doppelte Glückwünsche an alle ehrenamtlichen Helfer und Fotografen des diesjährigen internationalen Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments (WLM)!  Der aktuelle Wettbewerb endete am letzten Septembertag mit unglaublichen 350.000 Fotos von Denkmalen für Wikipedia. Jetzt wurde noch dazu das Ergebnis des Jahres 2011 als Weltrekord für einen Fotowettbewerb anerkannt: Im Jahr 2011 haben mehr als 5.000 Teilnehmer aus 18 Ländern an Wiki Loves Monuments teilgenommen. Gemeinsam erstellten sie 168.208 Fotodateien unter freier Lizenz, die in Wikipedia und anderen Projekten frei verwendet werden können.

Anders als im letzten Jahr machten sich 2012 nicht nur Enthusiasten aus Europa auf, um Denkmale für den Wettbewerb abzulichten. Durch die weltweite Teilnahme liegen dieses Jahr im Ergebnis mehr als zwei Mal so viele Bilddateien vor als in 2011. Das ist ein ebenso kurioser wie bewundernswerter Umstand für Wiki Loves Monuments und den frischen Weltrekord, denn schon jetzt ist klar, dass der Wettbewerb diese Marke in den letzten Tagen bereits wieder übertroffen hat. Während zunächst die 168.208 Dateien aus 2011 gefeiert werden können, steht also WLM 2012 schon in den Startlöchern, um die eigene Messlatte höher zu legen.

Und noch etwas Besonderes: Nach Wiki Loves Monuments ist natürlich vor Wiki Loves Monuments, aber in diesem Jahr gibt auch noch ein dazwischen. Zu den 34 Teilnehmerländern stieß zur Mitte des Wettbewerbsmonats September noch Israel. Durch den verspäteten Anfang wird dort noch bis zum 15. Oktober fleißig fotografiert.

Das Team der internationalen Organisatoren hat aus Anlass des Weltrekords eine Pressemitteilung herausgegeben. Eine Version in deutscher Sprache findet Ihr in unserem Pressearchiv. Erlebnisberichte von Teilnehmern aus Deutschland können in einer kleinen Serie hier im Blog nachgelesen werden.

 

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