Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Bildungsarbeit bei Wikimedia Deutschland – Eine kritische Reflexion

Der Bereich „Bildung und Wissen“ entstand Anfang 2012, um die Bildungs- und Wissensarbeit von Wikimedia Deutschland zu bündeln und zu professionalisieren, die Reichweite der Angebote zu erhöhen, neue Formate zu entwicklen und innovative Themenfelder zu besetzen. Im Rahmen dieser Zusammenführung wurden alle bisherigen Bildungsaktivitäten ausgewertet: dazu gehörten Aktivitäten mit Frauen, an Schulen, an Hochschulen und mit Älteren Menschen. Ziel des vorliegenden Berichts ist eine kritische Reflexion der bisherigen Aktivitäten und daraus resultierenden Schlussfolgerungen:

Strukturen: Zielgruppenorientierung, begleitende Strukturen und neue Angebotsformen

Qualitätssicherung: Etablierung von Qualitätssicherungsmechanismen auf den unterschiedlichen Ebenen

Ehrenamtliches Engagement: Zusammenspiel von Freiwilligkeit und strukturierter Bildungsarbeit

Materialentwicklung: Entwicklung professioneller Materialien für unterschiedlichste Kontexte

Kooperationen: Einbindung von Partnern in die konzeptionelle Arbeit und langfrsitige Zusammenarbeit

Inhaltliche Schlussfolgerungen: Möglichkeiten der Partizipation, Themen, Wiki-Kommunikation

Die gewonnen Ergebnisse sind eine selbstkritische Bilanzierung von Stärken und Schwächen der bisherigen Arbeit. Damit bildet der Bericht die Basis für Entscheidungen in Organisationsentwicklungsprozessen und dient der Weiterentwicklung der Bildungsarbeit von Wikimedia Deutschland. Wir danken allen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben!

Und hier geht’s zum Bericht. Rückfragen und Anmerkungen gerne an uns per E-Mail.

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Monatsbericht April 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Zur Bundestagswahl: Faktencheck mit ZDF und Phoenix

Wikimedia Deutschland unterstützt den bald startenden Online-Faktencheck der Sender ZDF und Phoenix zur Bundestagswahl. Wikipedianer werden über WMDE angesprochen, sich aktiv am Faktencheck zu beteiligen. Dafür stellt WMDE einen Wikipedian in Residence als Botschafter zwischen dem Vorhaben der Sender und der Community ein. Das Projekt ist ein erster Schritt hin zu freien Inhalten von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Bis jemals eine CC-BY-SA-lizenzierte Tagesschau über die Bildschirme flimmern wird, werden vorraussichtlich noch viele Initiativen nötig sein; kein Grund jedoch, nicht schon im Kleinen anzufangen. Das dem Faktencheck zugrunde liegende Arbeitsprinzip übernimmt die erprobten Redaktionsanweisungen aus einem bekannten Enzyklopädieprojekt: Jeder kann mitmachen, Aussagen sind neutral und belegt und die Versionsgeschichte ist stets nachvollziehbar. Die für diese Webseite des ZDF erstellten Inhalte werden unter einer freien Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, jede(r) kann damit diese Inhalte weiternutzen.

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Wikimedia:Woche 18/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

= Wikimedia:Woche (18/2013) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

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Tätigkeitsbericht: Was haben wir 2012 erreicht?

Das lässt sich jetzt nachlesen in unserem gerade erschienen Bericht für 2012. Wie jedes Jahr legen wir mit dem Tätigkeitsbericht Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ab. Der Jahresbericht informiert über die wichtigsten Projekte und Zahlen in 2012 sowie die vielfältigen Aufgaben von Wikimedia Deutschland, und ist eine der wichtigsten Informationsquellen für unsere Mitglieder, Spender, die Communitys – und natürlich das Finanzamt. In diesem Jahr haben wir neben der gedruckten Version nicht nur eine PDF-Datei online gestellt, sondern zum ersten Mal auch eine Wiki-Version. In den letzten Jahren haben wir viel über die Leistung der Community, die internationale Bewegung  und unsere einzelnen Projekte berichtet und damit ein umfangreiches Werk mit viel Hintergrundinformationen zum Verein und den Projekten geliefert. Für Viele zu detailliert, zu lang und zu umfangreich.

In der jetzt vorliegenden Ausgabe des Tätigkeitsberichts 2012 haben wir auf detaillierte Projekt- und Maßnahmenbeschreibungen weitgehend verzichtet und damit auch erfreulicherweise den Umfang reduziert. Das macht den neuen Tätigkeitsbericht lesefreundlicher und setzt ganz klar einen Fokus auf den Finanzteil. Durch Monatsberichte der Geschäftsstelle, aber auch die Wikimedia:Woche und  den neu eingeführten Quartalsbericht garantieren wir darüber hinaus eine kontinuierliche Berichterstattung unterjährig und informieren über einzelne Projekte und Maßnahmen. Und nicht zuletzt dient auch der Vorstandsbericht im Rahmen der Mitgliederversammlung dazu, Einblicke in das große Ganze zu geben.

Wir werden in diesem Jahr in Ergänzung dazu an einer separaten Darstellung des Vereins und der Wikimedia-Bewegung arbeiten und im Rahmen eines Relaunch unserer Webseite auch eine Broschüre über uns und unsere Arbeit veröffentlichen.

Im Tätigkeitsbericht 2012 ist der Finanzteil wesentlich detaillierter dargestellt – und damit hoffentlich auch verständlicher und nachvollziehbarer. Der Bericht bietet eine Zusammenfassung unsere Strategie, der Tätigkeiten und berichtet über Ziele, die wir erreicht haben oder noch erreichen wollen. Ein Blick auf 2013 rundet das Bild ab und zeigt unsere Ziele für das laufende Jahr. Der Tätigkeitsbericht kann übrigens auch als gedruckte Version bei uns bestellt werden: Einfach eine email an press-de@wikimedia.de schicken.

Wir sind gut aufgestellt, um uns zuverlässig für Freies Wissen einzusetzen und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns dabei unterstützen.

 

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Thank You for the Music!

Seit vorgestern verfügt die Wikipedia über eine kleine feine technische Lösung, genannt „Scores“, die eine weitere Dimension des freien Wissens (besser) zugänglich macht: die Musik.

Beispiele findet Ihr auf Mark Hershbergers und meiner Benutzerseite.

Die Vorgehensweise selbst ist recht simpel: im Wiki-Code werden in speziellen Tags die Noten alphanumerisch eingetragen und in der Artikelansicht als Noten ausgegeben. Wenn gewünscht auch mit einem rudimentären Player und der Ausgabe in Midi. (Weitere technische Details findet Ihr im Blogbeitrag vom letzten Juli.)

Das internationale Notationssystem Lilypond, das der Erweiterung „Scores“ zugrunde liegt, übersetzt natürlich auch Stücke, die die Komplexität von „Alle meine Entchen“ deutlich übersteigen.  Allerdings nur zu dem Preis eines – zumindest für das menschliche Auge – äußerst unübersichtlichen LaTeX-artigen Kauderwelschs, der eingegeben und gepflegt werden will. Also zunächst mal nichts für Weicheier. ;-)

Doch zum Glück hat sich Lilypond schon vielfach andernorts bewährt und Helferlein hervorgebracht, die an dieser Stelle greifen. Hier findet man einige komfortable Editoren, die bei der Erstellung von Lilypond unterstützen.

Spannender als all diese technischen Fragestellungen finde ich allerdings die vielen neuen Themen, Möglichkeiten, Praktiken aber auch Probleme aka Herausforderungen, die die Erweiterung mit sich bringen wird. Vom Urheberrecht über Eigenkompositionen bis hin zu Edit-Wars um die richtige Fassung etc. etc.

Schaumamal… wie man hier in Regensburg so schön sagt.

PS: Noch ein kleiner Tipp: wer “richtiges” Notenmaterial zum Ausprobieren sucht, wird sicherlich beim Projekt Mutopia – quasi einer kleinen musikalischen Schwester der Wikipedia – fündig.

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Messen und Massen – Wichtige Trends in der Zusammenarbeit von Kultureinrichtungen mit der internationalen Wikimedia Bewegung

 in brief: scaling up both for GLAMs and for the Wikimedia movement was the most relevant issue on the conference.

London 14. April 2013. Durch die Reihen des Auditoriums geht ein Lächeln. Mehr und mehr der Anwesenden schauen von ihren elektronischen Geräten auf und folgen staunend bis amüsiert der Wortakrobatik von Michael Edson. In gereimten wortspielerischen Versen enthüllt uns der Netzdirektor der Smithonian Institution seine digitale Zukunftsvision. So etwas erlebt man wohl nur auf einer GLAM Konferenz. Offenbar zu Recht kokettiert das englische Akronym GLAM* für (Galleries, Libraries, Archives and Museums) für Kultur- und Gedächtnisinstitutionen selbstironisch mit dem „glamourous touch“, der der Kulturarbeit auch gern anhaftet.

Entscheidende Vokabel an den zwei Tagen im Konferenzzentrum der British Library aber war „Scaling up“. Ob Lizzy Jongma vom Amsterdamer Rijksmuseum oder Wikipedianerin Shani Evenstein aus Israel, Katie Filbert für Wikidata aus Berlin oder John Byrne, ehemaliges Präsidiumsmitglied von Wikimedia UK, sie alle folgten Michael Edson, der nach seinem Gedicht „Jack the museum“ uns alle mit Zahlen und Skalen bombardiert hatte. In dem Bemühen, Wissen und Kulturerfahrung für alle Menschen zugänglich zu machen, sollten GLAM Einrichtungen und digitale Plattformen, wie sie die Wikimedia Projekte darstellen, zusammenarbeiten. Sie müssen nicht nur noch stärker kooperieren, sondern dies zudem in einem noch größeren Umfang und noch schneller tun. Denn das Interesse der Welt verändert sich durch die veränderten Möglichkeiten der digital verfügbaren Rezeptionsoptionen so rasch, dass denjenigen gesellschaftlichen Bereichen, die hier nicht mitgehen, droht, bald in das diffuse Abseits der Nichtwahrnehmung abzugleiten.

London: Jack the museums. Michael Edson rhymes and rocks the audience.

 

Mehrwert als Argument

Bei allen Elogen auf die Wikipedia auch in London – bitte keine Illusionen. Es braucht noch immer Argumente in den Gesprächen mit den Kultureinrichtungen, und hier waren die Sessions sehr ergiebig. Am Samstag trugen so ziemlich alle Konferenzteilnehmer mit Nick Poole, Direktor des englischen Dachverbandes der Gedächtnisinstitutionen Collection Trust , engagiert die Ergebnisse des Wochenendes zusammen. Wesentliche Stichworte zum Thema Mehrwert waren Förderung der Kreativität durch Nachnutzung, breitere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft durch die Erschließung weiterer Zielgruppen über die digitalen Plattformen, verbesserte Sichtbarkeit der Sammlung eines Museums oder Archivs durch die Öffnung der Depots und Steigerung der Bedeutung der Institution durch vermehrte Nutzung der Sammlung in der Wissenschaft, die erstere einfacher rezipieren kann, wenn diese digital zugänglich ist.
Aber auch hier ging es um „Scale“. Denn wenn man 10% der Bevölkerung erreicht hat, dann heißt das doch, dass man 90% noch nicht erreicht hat. “Welches kreative Potenzial liegt ungehoben da draußen?”, provozierte Georgia Angelaki vom griechischen Nationalen Dokumentationszentrums. Diese Frage griff Lizzy Jongma auf und forderte energisch, aus dem Beispiel Van Goghs zu lernen. Der junge Van Gogh besuchte das Rijksmuseum in Amsterdam im 19. Jahrhundert – natürlich noch analog. Tief inspiriert durch die Gemälde Rembrandts und dessen fast bildhauerischen Umgang mit den Farben schuf Van Gogh seinen eigenen Stil, der Farben eine unverwechselbare Plastiziät verleiht. Den potenziellen Van Goghs jenseits der Museumshallen möchte das Rijksmuseum durch den freien Zugang zu 110.000 hochauflösenden Bildern ihrer Sammlung im Rijksstudio neue Optionen zur Inspiration eröffnen. Diesem Optimismus wird sich doch kaum jemand verschließen wollen.

Wissenstransfer als Nadelöhr

Trotz allem Enthusiasmus, mit dem uns die digitalen Welten versprechen, die globalen Massen zu erreichen – vielerorts fehlt es doch noch an Know How zu den Werkzeugen und Plattformen. Auch wenn  wohl kaum jemanden auf der Konferenz, das bestechende Potenzial der Wikipedia und anderer Wikimedia Projekte auch im Verbund mit der Europeana bestreiten würde – wie man es für sich nutzen kann, ist dann doch vielen in den Kultureinrichtungen unklar. Wir brauchen mehr Wikipedianer vor Ort, war daher das Credo der hauptamtlichen GLAM Koordinatoren auf der Konferenz. Eine interne Mailingliste als Plattform zum verbesserten Austausch von Konzepten zur Mobilisierung und Empowerment des digitalen Ehrenamtes der Wikipedianer wurden auf der Konferenz zugleich umgesetzt.

Das von Wikimedia Deutschland in diesem Jahr eingeführte Projekt „GLAM on Tour“ wurde als nachahmenswert eingestuft. Bei „GLAM on Tour“ regt der Bereich „Politik und Gesellschaft“ von Wikimedia Deutschland die Begegnung lokaler Gruppen von Wikipedianern, WMDE Vereinsmitgliedern und Akteuren der Kultureinrichtungen vor Ort durch die Organisation von interaktiven Formaten wie Schreibwerkstätten und Exkursionen an. Erste Stationen sind das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg (voraussichtlich im Spätsommer 2013), in Hamburg die Hamburger Kunsthalle (Mai 2013). Die Braunschweiger Community stürzt sich im Juni 2013 auf das römische Schlachtfeld, im Rahmen einer Ausstellung, die das 3landesmuseum in Braunschweig organisiert.

Es waren also erkenntissreiche Tage in London, auch wenn keine Zeit für einen Museumsbesuch blieb.

 

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HIVE Learning Network: kollaborativ, vernetzt, experimentell.

Was haben Wikimedia, Mozilla, OpenTechSchool oder Open Knowledge Foundation gemeinsam? Sie sind beim HIVE Learning Network dabei – einem Netzwerk, um das Lernen weiterzuentwickeln und einer Plattform für Akteure unterschiedlichster Bereiche. An der Schnittstelle von Bildung und Technik soll der Austausch von Ideen, Erfahrungen und Ressourcen ermöglicht werden. Ziel ist es, gemeinsam die Bedingungen des Lernens im digitalen Zeitalter zu erforschen und die Bildung der Zukunft mitzugestalten: kollaborativ, vernetzt und experimentell.

Du bist interessiert an Bildung und Lernen in virtuellen und realen Umgebungen? Du hast ein spannendes Thema oder ein konkretes Projekt? Dann werde Teil des HIVE Learning Network.

Wann: 12.06.2013, 19 Uhr

Wo: Wikimedia Deutschland, Obentrautstr. 72, 10963

Anmeldung: www.meetup.com/Hive-Berlin/events/113805672/

 

 

 

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“Schulbuch-O-Mat” – Ein freies Schulbuch zum Mitmachen!

Mit der “School-Of-Open” hat unsere Tour durch Freie Projekte rund um das Themenfeld der Open Educational Resources (OER) begonnen mit einem Projekt für ein Freies Schulbuch geht es weiter! Projekte zum Mitmachen stellen sich vor und suchen Unterstützung!
Das Projekt Schulbuch-O-Mat hat sich zum Ziel gesetzt ein Freies Schulbuch (unter Creative Commons -Lizenz) zu verfassen. Nächsten Freitag habt ihr in Berlin die ultimative Gelegenheit die Macher des Schulbuch-O-Mat-Projekts zu treffen und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Es wird ein Arbeitstreffen werden, dass wirklich den Begriff “arebeiten” verdient hat, denn das Projekt ist mitten drinnen!
Eingeladen sind Bio-Lehrer/innen, Lehrer/-innen, Student/-innen, Kreative – Förderer freien Wissens, die ihr Wissen und ihre Kenntnisse für ein CC BY-SA Bio-Schul-E-Book begeistert zur Verfügung stellen.

Mitzubringen: Bereitschaft, ein Unterkapitel (eine Seite) des Schulbuches an diesem Nachmittag gemeinsam mit einem Team fertigzustellen. Von Quellenauswahl, über Recherche, Lizenzprüfung, didaktischer Anpassung und finaler Umsetzung in LOOP (Mediawiki-Technik) spannt sich der inhaltliche Bogen des Workshops.
Wir freuen uns sehr, das Projekt bei uns begrüßen zu können und hoffen, dass sich viele helfende Hände finden, die den Community-Gedanken des Projekts unterstützen. Für Getränke und Internet ist gesorgt.

 

Wann: 22.3.2013, 13 bis 17 Uhr

Was: Offener Workshop

Wer: SCHULBUCH-O-MAT

Wo: Wikimedia Deutschland e.V., Obentrautstraße 72, 10963 Berlin

Um Anmeldung vorab per Mail wird gebeten.

 

 

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Reflexionen zu Wikipedia und Hochschule

Gastbeitrag von Teilnehmenden des Hochschulprogramms an der Universität Bremen im Wintersemester 2012/2013

 

Liebe Wikimedia Foundation,

im Rahmen des Hochschulprogramms haben wir, Studentinnen und Studenten der Universität Bremen, an einem sozialwissenschaftlich-didaktikschen Seminar zur Anwendung und zur Mitarbeit in der Wikipedia teilgenommen.

Gelernt haben wir dabei:

  • Wie die Wikipedia strukturiert ist und wie sich die Wikimedia zusammensetzt und agiert (vielen Dank dabei nochmals an den Wikipedia-Referenten)
  • Wie man einen Wikipedia Artikel verfasst und editiert, ebenso woran man gute Artikel erkennt und wie man verbesserungswürdige Artikel ergänzen kann.
  • Wer in der Wikipedia aus welchen Gründen Artikel verfasst.
  • Welche Vor- und Nachteile die Wikipedia für den persönlichen Einsatz und den Einsatz in der Schule bieten.

Besonders bemerkenswert war dabei:

  • Der Einblick in die Wikipediastruktur durch den Wikipedia-Referenten
  • Die Motivation der Autoren Artikel aus freien Stücken zur Wissensvermittlung zu verfassen, ohne jede Gegenleistung.
  • Vielschichtiger Aufbau der Wikipedia und transparente Kontrollinstanzen hat die vormals kritische Sicht auf die wissenschaftliche Qualität der Wikipedia geringfügig verbessert.
  • Wie einfach es eigentlich ist, einen Artikel zu verfassen.

Foto: Itzuvit, cc-by-sa 3.0 unported

Zur Frage, ob sich unser Nutzungsverhalten geändert hat, gibt es jedoch differenzierte Meinungen. Manche sagen, dass sie mehr Mut zur Verbesserung kleinerer Fehler haben, Artikel aufmerksamer in Bezug auf die Qualität lesen. Andere sagen, dass sich ihr Nutzungsverhalten in Wikipedia selbst nicht geändert hat. Dennoch ist der Entstehungsprozess eines Artikels (Wissens) interessant nachzuverfolgen. Der Background, den wir über Wikipedia erfahren haben, hat somit keinen bis geringen Einfluss auf das bestehende und aktuelle Nutzungsverhalten.

 

Wikipedia zur Erkundung des digitalen Raums im Unterricht nutzen

Es lohnt sich, über Formen digitalen Lernens nachzudenken. Wikipedia könnte einen Startpunkt zur Erkundung des digitalen Raums im Unterricht darstellen, da Schüler_innen bereits durch Rechercheaufträge vertraut damit sind. Ein bewusster und kritischer Umgang mit lebensweltlich und im Schulalltag relevanten Recherche-/Informationstools ist ein wichtiges Ziel (Wikipedia als Medium, Tool, vergleichbar mit Quellenkritischer Analyse aus dem Geschichtsunterricht). Aus einer Perspektive der Didaktik der Sozialwissenschaften kann Wikipedia dabei als Beispiel für die Untersuchung eines digitalen sozialen Raums dienen (Governance im Netz, Veränderung von Öffentlichkeit) und somit selbst zum Gegenstand des Unterrichts werden.

Hierbei zeigen sich mitunter noch Spannungsverhältnisse zwischen einem neuem digital orientierten Lernverständnis und den bisherigen schulischen Lernstrukturen. Dies gilt unter anderem für die Zitierfähigkeit der Wikipedia Artikel aber auch im Allgemeinen für ein  modernes Lernverständnis, welches forschendes Lernen und ein offenes Lernergebnis in den Fokus stellt. Weiterlesen »

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“Wikipedia ein Gesicht geben” – GLAM-Aktivisten trafen sich im Allgäu

Wikipedianer auf Exkursion im Kirchenarchiv Kaufbeuren. Foto: Benutzerin:Elya, CC-BY-SA 3.0

“Eine Gruppe, die so fachkundig ist und gleichzeitig so viel Spaß hat!” begeistert sich die Kirchenarchivarin Kaufbeurens.
Ein Lob, das den Wikipedianern galt, die sich – ausgerüstet mit Fotoapparat und Notizblock – interessiert die Exponate des Archivs zeigen ließen.

Letztes Wochenende reisten 17 kulturbegeisterte Wikipedianer ins beschauliche Kaufbeuren. Zum ersten Mal kamen damit “GLAM-Aktivisten” aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich für drei Tage zusammen, um sich über die vielfältigen Aktivitäten der deutschsprachigen Wikipedia-Community und Wikimedia Deutschland im kulturellen Sektor auszutauschen.
Entsprechend dicht gepackt war das Programm.

GLAM – wofür steht das gleich nochmal?

Unter dem Begriff GLAM (engl. Akronym für galleries, libraries, archives, museums) wird international der breite Bereich aller Aktivitäten von Wikipedia-Communities und Wikimedia bezüglich Kulturgütern und Kultureinrichtungen zusammengefasst. Weil sich das nicht unbedingt von selbst erschließt, drehte sich die Diskussion auch um ein besonders wichtiges Thema: Wie können die Kommunikation und der Informationsfluss über die Kulturaktivitäten von Wikimedia einerseits in den Communities, andererseits in der medialen Öffentlichkeit verbessert werden, und wie können vor allem noch mehr Mitglieder aus der Community für GLAM-Projekte gewonnen werden? Weiterlesen »

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