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Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Monatsbericht Juni 2012

POLITIK UND GESELLSCHAFT

ACTA-Broschüre veröffentlicht

Zusammen mit iRights.info hat Wikimedia Deutschland eine Broschüre zu ACTA herausgegeben. Ziel der Veröffentlichung ist, die Entstehungsgeschichte von ACTA umfangreich darzustellen und über die Probleme aufzuklären. Erfreulicher Weise haben alle beteiligten Ausschüsse des EU-Parlaments die Ablehnung von ACTA empfohlen. Es ist jedoch zu befürchten, dass die problematischen Regelungen aus ACTA jetzt in andere Gesetzesvorhaben wie die Änderungen zur IPRED-Richtlinie eingebracht werden.

Unterausschuss Neue Medien: Gespräch über Open Data

Eine Premiere für Wikimedia Deutschland war die Einladung des Unterausschusses Neue Medien des Deutschen Bundestages, an einem Gespräch über Open Data (offene Dateien) am 25. Juni als Sachverständige teilzunehmen. In Vorbereitung auf dieses Gespräch haben wir eine schriftliche Stellungnahme verfasst und veröffentlicht. Der Verlauf dieses Gesprächs war aus unserer Sicht sehr positiv, unter den Sachverständigen herrschte Konsens über die Notwendigkeit von Open Data-Initiativen und ihren gesellschaftlichen Nutzen. Wir haben in einem weiteren Blogposting unsere ersten Eindrücke von dieser Sitzung aufgeschrieben.

Leistungsschutzrecht für Presseverlage

Mit der Veröffentlichung eines Referentenentwurfs zur Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage hat eine seit drei Jahren (von Fachkreisen abgesehen) unbeachtete Debatte ihren Sprung ans Licht einer etwas breiteren Öffentlichkeit geschafft. Wir berichteten im Juni darüber und teilen die Ansicht und Befürchtung der meisten Analysen, dass es sich hier um ein handwerklich problematisches Gesetz ohne Nutzen, dafür mit Schaden für die davon Betroffenen handelt. Ebenfalls müssen wir nach dem gegenwärtigen Stand davon ausgehen, dass auch Projekte wie Wikipedia von einem solchen Presseverlegerleistungsschutzrecht negativ betroffen sein werden.

Berliner Open Data Day im Roten Rathaus

Am 6. Juni fand der 2. Berliner Open Data Day statt, diesmal auf Einladung der Senatskanzlei im Roten Rathaus. Sebastian Sooth bereitete den Tag mit vor und moderierte neben der Werkschau den Workshop “Offene Daten und was jetzt?” mit Jens Best (Open Data Network), Anke Domscheit-Berg (Government 2.0 – Netzwerk Deutschland), Maik Farthmann (INIT AG), Lydia Pintscher (Wikidata) und Prof. Uwe Ulbrich (FU-Messdatennetzwerk). Auch an den gemeinsamen Handlungsempfehlungen zum Umgang mit OpenData, die auf der Veranstaltung veröffentlicht wurde, haben wir mitgearbeitet.

GLAM

Nach einem Monat Tätigkeit können erste Ergebnisse im Programm Wikipedian in Residence vorgezeigt werden. Am 2. Juni präsentierte sich Wikipedia mit ihren Schwesterprojekten den ca. 500 Besuchern der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin: einmal mit dem Wikimedian in Residence Daniel Mietchen im Museum für Naturkunde und mit dem Wikipedian in Residence Marcus Cyron am Deutschen Archäologischen Institut (DAI). Am DAI-Stand konnten die Besucher live die Autorenarbeit weltweit auf einer Leinwand visualisiert verfolgen. Sie konnten selber unter Anleitung der anwesenden Wikipedianer erste Gehversuche in der freien Enzyklpädie unternehmen oder sich in Gesprächen über die Arbeit des Wikipedian in Residence informieren. Letzteres nahmen vor allem Mitarbeiter des DAI wahr. Zum anderen wurden die Vorbereitungen für den ersten gemeinsamen Workshop abgeschlossen, der am 4. Juli für Mitarbeiter des DAI in Berlin stattfinden wird. Auf dem Workshop geht es um die wichtigsten Regeln beim Editieren von Artikeln in der Wikipedia und um allgemeine Hinweise zu den anderen Wikimedia-Projekten.

Die internationale Homepage von Wiki Loves Monuments 2012 wurde Anfang Juni der Öffentlichkeit präsentiert und wird seither regelmäßig unter Mitarbeit von Freiwilligen aus der ganzen Welt redigiert. Parallel wurde eine gemeinsame Kommunikationsstrategie des Wettbewerbes vereinbart, die Anfang Juli auf die Projektseite eingestellt wird.

BILDUNG UND WISSEN

Im Bereich Bildung und Wissen rückt die Frage der Autorengewinnung und die damit einhergehende aktive Vermittlung von Wissen immer mehr in den Fokus. Nach zwei erfolgreichen Editierworkshops mit Schülern fanden im Juni nun die ersten Workshops speziell mit weiblichen Teilnehmern statt (gemeinsam mit Frau und Beruf e.V. und dem Frauen Computer Zentrum Berlin (FCZB)). Der erste Workshop ist auch im Blog von Wikimedia Deutschland dokumentiert. Der Workshop mit “Frau und Beruf” motivierte einige Frauen direkt zur Mitarbeit und brachte weitere konkrete Absprachen für September mit sich. Auch die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Technik – Diversity – Chancengleichheit e.V. in Bielefeld und Berlin brachte eine Vielfalt an Ideen für Initiativen und Netzwerke zur Gewinnung von Autorinnen mit sich. Aktuell laufen die Planungen für das zweite Referenten-Camp im September, zu dem sich auch eine Reihe neuer (männlicher und weiblicher) Referenten angemeldet haben.

Silberwissen

Projektmanagerin Elvira Schmidt nahm an drei Workshops im Rahmen des Programms Silberwissen teil und beriet mit den jeweiligen Partnern (Chronisten Potsdam-Mittelmark, VHS Bonn in Kooperation mit dem Seniorenbüro „Rat und Tat“ e.V. und der Seniorenuniversität Hannover) über die Weiterführung des Engagements, teilweise mit Terminen in diesem Jahr. Die Auswertung des Mailings der Deutschen Senioren Liga (DSL ) ergab, dass die Zusammenarbeit mit Einrichtungen in kleineren Städten nicht weiter fokussiert wird. Als positiv haben sich Kooperationen mit Seniorenakademien gezeigt. Ein erster Workshop, eine Fortsetzung der Kurse mit der Deutschen Gesellschaft für Post-und Telekommunikationsgeschichte (DGPT), hat in der Geschäftstelle stattgefunden. Ein Ergebnis: längerfristige Zusammenarbeit ist gewünscht.

Elvira Schmidt hielt Vorträge beim Verein ANIMATA über das Programm Silberwissen und das Ziel der Autorengewinnung in Königs Wusterhausen. Beide Themen stießen auf großes Interesse. Die Teilnehmerinnen meldeten Bedarf nach Infomaterial zum Selbstlernen an. Einen zweiten Bericht im Blog gab es daher im Bereich Bildung und Wissen zum aktuellen Stand und den Ergebnissen im Programm Silberwissen.

Schule

In diesem Monat fanden zwei Lehrerfortbildungen im Programm Wikipedia macht Schule statt. Eine davon, im Rahmen des Schulentwicklungstags Schleswig-Holstein, erfreute sich großer Resonanz. Auch das Thema Open Educational Resources (freie Lehrmaterialien) beschäftigte das Team Bildung und Wissen. Inhalte der Lehrerworkshops wurden auf Wikiversity eingestellt. Damit einher geht ein Aufruf für eine Weiterentwicklung der Plattform und ein Kooperationsgespräch mit dem ZUM-Wiki. Einiges ist hier bereits im Umbruch. Das freut uns sehr! Wer Interesse hat, sich hieran zu beteiligen, der wende sich gerne an uns.

Hochschulprogramm

Das Feedback der ersten Runde des Hochschulprogramms wird derzeit eingeholt. Ein Auswertungstreffen mit den Hochschuldozenten ist in Kassel für den 03.08.2012 geplant. Auch die Planungen für das Wintersemester laufen bereits an. Bei Interesse gerne uns direkt anschreiben.

COMMUNITY-BEZIEHUNGEN / FREIWILLIGENFÖRDERUNG

Zedler-Preis für Freies Wissen 2012

Für die Zedler-Preisverleihung am 1. Juli 2012 wurden im letzten Monat intensive Vorbereitungen abgeschlossen. Es wurden Einladungen, Logos, Banner, Urkunden und Pokale entworfen, alle Nominierten, Jurymitglieder und viele Freunde Freien Wissens wurden zur Verleihung eingeladen und die Veranstaltung selber wurde konzipiert. Es musste unter anderem sicher gestellt werden, dass die Zedler-Verleihung gut an das Programm der Wikipedia Academy anschließt und dass alle Preisträger angemessen gewürdigt werden. Von 17 nominierten Artikeln und Projekten wurden letztendlich fünf (drei Preise, zwei Sonderpreise) mit dem Zedler-Preis ausgezeichnet. Im aktuellen Blogbeitrag erfahrt Ihr mehr.

WikiWomenCamp 2012

Rückblickend auf zwei internationale Veranstaltungen haben Anja Ebersbach (Präsidium Wikimedia Deutschland) und Nathalie Köpff Berichte veröffentlicht. Ihre Erfahrungen, Eindrücke und Erkenntnisse vom ersten WikiWomenCamp sowie WikiGénero könnt Ihr bei uns im Blog nachlesen: WikiWomenCamp und WikiGénero.

Redaktions-Treffen

Im Juni trafen sich, von Wikimedia Deutschland finanziell unterstützt, Freiwillige der Redaktion Biologie in der deutschen Wikipedia-Sprachversion. Parallel fand ein kleineres Treffen in Lehnstedt (Thüringen) statt. Die ebenfalls von Wikimedia Deutschland finanziell geförderte  Redaktion Chemie diskutierte am 8. Juni in Dresden über verschiedene Themen ihres Bereichs und die Möglichkeiten zur Förderung der Artikelqualität. Dabei stellten auch einige Studenten des Wikipedianers kompetente Beiträge zur Artikelverbesserung, besonders im Bereich der Formelschemata, vor.

AdminConvention

Vom 1.-3. Juni trafen sich im Sachsen-Anhaltinischen Hedersleben etwa dreißig Administratoren der deutschsprachigen Wikipedia sowie von Wikibooks und Wikisource zur ersten AdminConvention. Wikimedia Deutschland unterstützte die AdminCon finanziell und organisatorisch. In einem ehemaligen Kloster wurde ein Wochenende lang konzentriert und konstruktiv über Rolle und Selbstverständnis der Administratoren, Hilfe für Neuadmins und Konfliktbearbeitung diskutiert – ein wesentlicher Punkt für Einstieg und Verweildauer von Neuautoren. Diese und viele andere Fragen wurden mit viel Engagement diskutiert. Die Teilnehmer waren sich einig, dass diese AdminConvention wiederholt werden sollte. Wikimedia Deutschland steht auch zur Unterstützung eines Folgetreffens gern bereit.

Förderprogramme

Alle Kameras des Technikpools waren im Juni an unterschiedlichsten Orten im Dauereinsatz und haben hochwertige Inhalte für die Wikimedia-Projekte generiert. Für das Fotografieren bei der Einkleidung der deutschen Teilnehmer der Olympischen Spiele wurde ein Make-Up-Koffer angeschafft. Den Auftakt des diesjährigen Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments gab ein durch Wikimedia Deutschland finanziell unterstützter Stand bei 48 Stunden Neukölln, der viel Interesse bei den Besuchern erzeugte und vielfältige Kontakte ermöglichte.

Community-Projektbudget

Der neugewählte Community-Projektbudget-Ausschuss traf sich am 16. Juni in der Wikimedia Deutschland-Geschäftsstelle in Berlin, um die nächste Ausschreibungsrunde vorzubereiten. Zur Beratung von Antragsstellern wird es dieses Mal zwei Workshop-Termine geben.
Die meisten bewilligten CPB-Projekte aus der 2. Förderrunde haben inzwischen ihre Arbeit aufgenommen, aus der 1. Förderrunde sind drei Projekte beendet.

CommunitySpace

Auch im Juni fanden im CommunitySpace in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland verschiedene Treffen von Arbeitsgruppen rund um Freies Wissen statt. Freundinnen und Freunde des Freien Wissens, die sich im CommunitySpace treffen wollen, können sich gerne an Sebastian Sooth wenden.

Toolserver

Für die in Amsterdam stehenden Server wurden im Juni einige Hardwareupgrades (RAM, Verkabelungen, Switches) installiert. Auf dem Berlin Hackathon haben Sebastian Sooth und Marlen Caemmerer mit Nutzern des Toolservers und den Wikilabs-Entwicklern über die Möglichkeiten gesprochen, die Wikilabs in Zukunft auch für Toolserverentwickler bieten wird.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

RENDER

Im Forschungsprojekt RENDER wurde im Juni weiter am Toolkit gearbeitet. Wir erweiterten die Seite um einen Download-Bereich, in dem Datensets, die im Rahmen des Projekts entstehen, zum Herunterladen bereit stehen. Außerdem besprach das RENDER-Team beim Treffen mit Entwicklern der Wikimedia Foundation im Vorfeld des Berlin Hackathons das Projekt und den aktuellen Entwicklungsstand. Wer mehr darüber nachlesen sowie die Präsentationsfolien einsehen möchte, findet im Meta-Wiki weitere Informationen.

Seit dem 15.6. unterstützt Johannes Kroll als Software-Entwickler das Team bei der Umsetzung der Supporting Tools. Erste Ergebnisse planen wir auf der Wikimania zu präsentieren. Gerrit Holz präsentierte außerdem auf der WebScience2012 das RENDER-Toolkit.

Wikipedia Academy 2012

Nicole Ebber, Angelika Adam, Maria Rößler und Denis Barthel bereiteten im Juni die Wikipedia Academy (29. Juni bis 1. Juli 2012) vor. Gemeinsam mit dem Organisationskomitee war es an ihnen, das Programm zu gestalten, die angenommenen Papers und Poster ins Programm zu integrieren, sie auf der Website zu veröffentlichen (Vorschau dazu im Wikimedia Research Newsletter) und weitere Speaker zu gewinnen. Den beiden Keynotes von Sarah Stierch und Benjamin Mako Hill wurde ein eigener Blogbeitrag gewidmet. Neben der inhaltlichen Arbeit standen außerdem die üblichen logistischen Herausforderungen wie ausreichendes und stabiles WLAN, Strom und Essen, Anreise und Unterkunft der Präsentierenden, Gestalten der Zeitpläne und Teilnehmerinformationen, Bewerbung, Koordinierung von Verantwortlichkeiten und unzähliger E-Mails sowie die Pflege der Webseite auf dem Programm.

Wikidata

Das Wikidata-Team hat im Juni weiter an der Fertigstellung der ersten Projektphase gearbeitet. Dabei geht es darum, Interwiki-Links zentral in Wikidata zu speichern, anstatt sie in allen Sprachen in allen Artikeln im Wikitext zu wiederholen. Zur Wikimania wird es eine voll funktionsfähige Demo geben. Bis dahin gibt es weiterhin das Demosystem zum Testen. Zum besseren Verständnis wurde eine einfachere Version des Datenmodels veröffentlicht sowie eine überarbeitete Version des Storyboards zum Verlinken zwischen Wikipedia und Wikidata.

Anfang des Monats nahm das Team am MediaWiki-Hackathon teil und tauschte sich zu vielen Themen mit anderen Entwicklern aus. Außerdem war Lydia Pintscher auf der AdminCon, dem Berlin Open Data Day und hat Diskussionsrunden zu Wikidata in Dresden und Köln veranstaltet.

Als neues Wikimedia-Projekt braucht Wikidata natürlich auch ein Logo. Die Suche danach hat mit einem Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen begonnen. In den nächsten Tagen wird dann eine Wahl starten, um zu entscheiden, welches Logo es werden soll.

Wikidata wird großen Einfluss auf die Wikipedia haben. Projektleiter Denny Vrandečić hat errechnet, wie groß der Anteil der Interwiki-Links an den Inhalten der einzelnen Wikipedias ist.
Da es noch viele weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Wikidata nach dem ersten Jahr Entwicklungszeit gibt, haben wir uns entschlossen, eine Einreichung für die Knight News Challenge zu machen. Das Ziel des Vorschlags ist es, Wikidata zu einem allgemeinen, persistenten, zentralen Repositorium für Bezeichner im ganzen Web werden zu lassen.

Berlin Hackathon 2012

Anfang Juni luden Wikimedia Deutschland und die Wikimedia Foundation gemeinsam zum Hackathon Berlin 2012 ein. Es sollten Erfahrungen ausgetauscht, an Verbesserungen und Erweiterungen der MediaWiki-Software gearbeitet und Gespräche über die neuen Technologien und Projekte geführt werden.

Es war außerdem das erste Mal, dass Wikimedia Deutschland Hand in Hand mit der Wikimedia Foundation eine solche Konferenz auf die Beine stellte. WMDE und WMF haben nicht nur die notwendigen finanziellen Mittel gemeinsam aufgebracht, sondern auch die Logistik und Betreuung der Teilnehmer zusammen übernommen. Eine anregende neue Erfahrung, auf die wir in Zukunft gerne aufbauen und derartig konstruktive Zusammenarbeit intensivieren möchten. Ausführlicher Rückblick im Blog von Wikimedia Deutschland und bei der Wikimedia Foundation.

PR-/ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Pressemitteilungen

Im Juni ging fast wöchentlich eine Pressemitteilung über den Medienverteiler. Auftakt war die Vorstellung des Wikipedian in Residence (WiR), denn Wikipedia-Autor Marcus Cyron begann am 1. Juni als einer der ersten deutschen WiR seine sechsmonatige Anstellung beim Deutschen Archäologischen Institut. Am 14. Juni 2012 wurde der Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage veröffentlicht. Einen Tag darauf veröffentlichten wir dazu eine Pressemitteilung. In der zweiten Woche ging eine Pressemitteilung zur Wikimania heraus.Weiter ging es mit der Öffentlichkeitsarbeit für den Zedler-Preis für Freies Wissen. Zahlreiche Blogbeiträge – insgesamt über 30 – begleiteten unsere Themen im Juni.

Der Presseverteiler wurde im Juni grundlegend umstrukturiert, um eine gezieltere Ansprache für Pressemitteilungen zu ermöglichen. Insgesamt wurden mehr als 900 Kontakte überarbeitet.

Wikimedium

Die zweite Ausgabe des Jahres 2012 ist nun erschienen. Groß war die Teilnahme der Community an der Ausgabe. Dafür möchten wir uns bedanken. Diesmal erscheint die Wikimedium nicht nur gedruckt auf Zeitungspapier und als PDF, sondern auch als E-Paper. Um die Meinung der Wikimedium-Leser einzufangen, haben wir zudem eine Online-Umfrage erstellt. Über Teilnahme würden wir uns freuen.

Wie immer freuen wir uns über Ideen, Anregungen und Tipps für die nächste Ausgabe! Bitte schreibt Eure Vorschläge direkt in die Wikipedia-Projektseite oder sendet eine Email an redaktion@wikimedium.de. Nächster Redaktionsschluss ist am 14. August. Die dritte Ausgabe der Vereinszeitung erscheint Mitte September.

Informationsmaterial

Die Wikimania findet vom 12.-14. Juli in Washington statt und animiert zur Internationalität: Im Juni wurde sowohl der Flyer zum RENDER-Projekt ins Englische übersetzt als auch eine englische Version des Tätigkeitberichts 2011 veröffentlicht. Daneben entstanden ein Programm der Wikimania-Veranstaltungen von Wikimedia Deutschland und ein neuer Flyer zu Wikidata. In Kooperation mit der Community wurde ein Flyer zu Wiki Loves Monuments 2012 produziert sowie Infomaterialien zum Zedler-Preis für Freies Wissen und zur Wikipedia Academy 2012 erstellt. Verschiedene weitere Materialien und Give-aways wurden nachbestellt. Eine überarbeitete Version des Wikipedia-Spickzettels steht in den Startlöchern. Auf Wikimedia Deutschlands Webseite findet sich eine Übersicht unseres Informationsmaterials. Materialien können über press-de@wikimedia.org bestellt werden.

FUNDRAISING

Spannend, konstruktiv, kritisch  - so verlief die Diskussion der Teilnehmer der ersten Fokusgruppe aus deutschen Spendern über Wikipedia und unsere Spendenkampagne. Im Juni hatten wir in Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation zu diesem Gruppeninterview eingeladen, an dem zehn unserer Spender teilnahmen. Das Treffen diente der Vorbereitung der kommenden Herbstkampagne und sollte wichtige Erkenntnisse über die Wahrnehmung und Einschätzung unserer Kampagne liefern. Durchgeführt wurde die kleine Studie durch das Marktforschungsinstitut I+E Berlin Market Research. In deren Büroräumen leitete ein Psychologe des Instituts die  gemeinsame Diskussion über Wikipedia, Spenden, Banner und Aufrufe, die ausgesprochen produktiv verlief. Einen ausführlichen Blogbeitrag zur Fokusgruppe mit einigen ersten Ergebnissen findet ihr hier.

Im Rahmen der Vorbereitung auf die nächste Spendenkampagne haben wir uns in diesem Monat darauf konzentriert, unsere neu eingeführte Datenbank zu konsolidieren. Beispiel Mehrfachspender: Die Datenbank muss erkennen, dass es sich um identische Personen handelt und die Zahlungen einem Datensatz zuordnen. Dies mag simpel klingen, ist im Einzelfall aber komplex. Zahlendreher in der Kontoverbindung, fehlende Hausnummern, Schreibfehler – schon ist für die Technik nicht mehr eindeutig klar, ob es sich um die gleiche Person handelt, obwohl  99% der Informationen identisch sind. Hier muss menschliche Urteilskraft entscheiden. Angesichts von 160.000 Einzelspenden allein während der letzten Spendenkampagne wird klar, wie viele Sonderfälle manuell zu bearbeiten sind, um die Datenbasis auf einen gesicherten Stand zu setzen.

Die zusammen mit den Zuwendungsbescheinigungen versandten Aufnahmeanträge erbrachten bis einschließlich Mai einen Rücklauf von 854 Anträgen. Die Aufnahme dieser Mitglieder (immerhin eine Steigerung von 50% auf die Anzahl der Mitglieder bis dahin) und der Versand der Begrüßungsschreiben erfolgte erstmalig aus unserer Datenbank VEWA.

Interessante Termine im Juli

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Wikidata applies for the Knight News Challenge and you can help

(Die deutsche Version dieses Eintrags ist hier.)

The foundation of Wikidata is currently being built and the development is well funded thanks to our sponsors [ai]², Google and the Gordon and Betty Moore Foundation. After this year of initial development there will still be a lot that can be done so we decided to look for funding in order to continue the development of Wikidata after we finished the foundation by April 2013.

Wikidata can become a common, persistent, central repository of identifiers for the whole Web — something that the whole news industry would strongly benefit from. We have therefore submitted an entry to challenge 2 of the Knight News Challenge. A number of high-profile organisations from the news domain have already confirmed their backing of our proposal.

We’d appreciate your support for our proposal. You can express your support by clicking “like” at the end of the proposal. You can also discuss the proposal there.

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Wikidata nimmt an der Knight News Challenge teil und du kannst helfen

Die Grundlage von Wikidata wird gerade entwickelt und die Entwicklung wird durch die Sponsoren [ai]², Google und die Gordon and Betty Moore Foundation gut finanziell unterstützt. Nach einem Jahr initialer Entwicklung wird es noch viel geben an dem man arbeiten kann. Wir haben uns deshalb entschlossen nach Mitteln zu suchen um Wikidata weiter zu entwickeln nachdem wir die Grundlage bis April 2013 fertiggestellt haben.

Wikidata kann ein allgemeines, persistentes, zentrales Repository für Bezeichner im ganzen Web werden — etwas wovon die gesamte Nachrichtenindustrie stark profitieren könnte. Wir haben daher eine Einreichung für die zweite Wettbewerbsrunde der Knight News Challenge gemacht. Einige bekannte Organisationen aus dem Nachrichtenumfeld haben bereits ihre Unterstützung für unsere Einreichung bestätigt.

Wir würden uns über deine Unterstützung für unsere Einreichung freuen. Du kannst deine Unterstützung ausdrücken indem du “like” am Ende der Einreichung klickst. Du kannst die Einreichung dort auch diskutieren.

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Quo vadis Wikimedium?

Ausgedruckt auf Zeitungspapier, als PDF zum Herunterladen und jetzt auch als E-Paper. Die Wikimedium erweitert ihre Kreise. Mit der aktuellen Ausgabe starten wir zudem eine Leserumfrage. Von Euch würden wir gerne wissen: Was halten Ihr von der Wikimedium und was können wir noch verbessern? Es wäre schön, wenn ihr Euch ein paar Minuten Zeit für uns nehmen könnt:

 

http://wmde.org/UmfrageWikimedium

 

Lesenswert ist die Wikimedium 2/12 geworden: Das Titelthema der Sommerausgabe beschäftigt sich mit dem internationalen Programm Wikipedian in Residence (WiR). WiRs sind Wikipedia-Botschafter, die in Museen, Galerien, Archiven oder ähnliche Institutionen geschickt werden. Sie organisieren Workshops, Tagungen, befreien Inhalte und bringen frische Ideen in die Institutionen. In diesem Sommer residiert ein Wikipedianer im Deutschen Archäologischen Institut, ein Kandidat für das Berliner Stadtmuseum wird noch gesucht.

Die aktuelle Wikimedium bietet einen Überblick über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Quartals: Das Hochschulprogramm des Bereichs Bildung und Wissen ist eingeleitet, die ersten Pläne zur Wikimedia Chapters Association sind veröffentlicht (mittlerweile ist auch der deutsche Vertreter gewählt), die Nominierungen für den Zedler-Preis wurden bekannt gegeben, beim Hackathon wurden eifrig neue Tools entwickelt und und und. Außerdem: Ein spannendes Interview mit dem Storyteller der Wikimedia Foundation Victor Grigas über die Kunst des Geschichten Erzählens.

Großartig ist auch die rege Teilnahme der Community an der Zeitung. Wir hoffen, dass sich auch bei der nächsten Wikiemdium viele Freiwillige bereit erklären, Artikel zu schreiben. Tragt eure Idee ein unter:

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikimedia_Deutschland_e._V./Wikimedium

 

Redaktionsschluss der kommenden Ausgabe ist der 15. August. Sie erscheint Mitte September 2012.

Ihr möchtet die Wikimedium im Zeitungsformat bequem, kostenlos nach Hause geschickt bekommen? Kein Problem! Schickt Euren Abonnementwunsch an: redaktion@wikimedium.de

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Einladung zum Dialog mit Sarah Stierch

Sarah Stierch (Matthew Roth / CC-BY-SA 2.5)

Anlässlich der Wikipedia Academy hält Sarah Stierch am Sonntag, den 01. Juli, die Keynote zu „The Visual Experience Gender and Ways of Seeing Wikimedia“.
Sarah ist Community Fellow der Wikimedia Foundation und beschäftigt sich insbesondere mit dem Gender Gap. Sehr gerne wollen wir einen Austausch der Community mit Sarah ermöglichen, uns über den Gender Gap unterhalten und Ideen sowie Maßnahmen entwickeln wie wir diesem begegnen können und laden Dich daher am 04. Juli 2012, 18 Uhr (Du kannst auch gerne später hinzustoßen) in die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland in die Obentrautstr. 72, 10963 Berlin, ein. Die Veranstaltung wird in Englisch stattfinden. Bitte schreibe eine kurze E-Mail an Julia, wenn Du kommst.

Wir freuen uns über Deine Teilnahme!

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Zahlen und Bilder! – Die Wikimania 2012 in Washington, D.C.

Wikimania Haifa, Gruppenfoto (Wikimedia Israel, CC-BY 3.0*; via Wikimedia Commons)


 
Das größte Treffen von Enthusiasten aus den Wikimedia-Projekten ist die jährliche Wikimania. Nach der letzten Zwischenstation in Haifa 2011 findet die Wikimania 2012 vom 12.-14. Juli in Washington, D.C. statt. Wikimedia Deutschland wird vor Ort sein, um über Ziele und Arbeit unseres Vereins zu informieren. Details hierzu finden sich in unserer Pressemitteilung zum Thema.

Ein Bild sagt mehr als…

Und so weiter. Die Metapher der sprichwörtlichen tausend Worte macht nicht gerade Werbung für das Lesen von Texten. Zu Unrecht! Definitiv lesenswert und voller Hintergrundinformationen in weit mehr als tausend Worten sind die gesammelten Berichte der Vereinsmitarbeiter zur letzten Wikimania in Haifa. Hier eine Auswahl entsprechender Blogbeiträge, die einen Eindruck vom internationalen Austausch aus Wikimedia Deutschlands Perspektive geben:

Wer dennoch mit einem Bild vorlieb nehmen möchte, dem sei das obige Gruppenfoto empfohlen. Bei weitem nicht alle der rund 700 Teilnehmer der Wikimania Haifa sind auf diesem Bild vertreten. In Washington wird nun sogar mit 1.000 Gästen gerechnet (schon wieder diese Zahl). Die wird wohl kein Kameraobjektiv gleichzeitig fassen können – und noch weniger den Wert geteilter Erfahrungen von so vielen engagierten Wiki(p/m)edianern. Das wird im Mittelpunkt der zahlreichen Veranstaltungen zu Themen wie beispielsweise Autorenvielfalt, technischen Entwicklungen oder Kooperationen mit kulturellen/wissenschaftlichen Institutionen stehen.
 
* Dieses Bild steht unter einer CC-BY-SA 3.0-Lizenz. Das gleiche Motiv aus einer anderen Perspektive ist ebenfalls im freien Medienarchiv Wikimedia Commons zu finden. Diese Version ist annotiert, zeigt also an, wer dort eigentlich alles auf dem Foto zu sehen ist. Für solche Fotos mit Zusatzinformationen gibt es eigene Bildkategorien in Wikimedia Commons. Angucken!
 

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Wikimedia:Woche 24/2012

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

 

= Wikimedia:Woche (24/2012) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

 

Foundation und Vereine

FDC SUCHT FREIWILLIGE

Die Wikimedia Foundation ruft zu Nominierungen für die ehrenamtliche Mitgliedschaft im Funds Dissemination Commmittee auf, dessen zukünftige Aufgabe die internationale Mittelverteilung innerhalb der Wikimedia-Bewegung sein wird.

DEUTSCHER VERTRETER FÜR RAT DER WIKIMEDIA CHAPTERS ASSOCIATION GEWÄHLT

Die Mitglieder von Wikimedia Deutschland haben in einer Briefwahl Markus Glaser zum deutschen Vertreter im Rat Wikimedia Chapters Association gewählt. Markus Glaser gewann die Wahl mit 198 Stimmen vor Martin Zeise (178) und Cornelius Kibelka (166 Stimmen).

GRÜNES LICHT FÜR WIKIMEDIA-REISEFÜHRER

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins für den freien Reiseführer Wikivoyage hat bei ihrem Treffen in Köln am 9. Juni 2012 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit der Wikimedia Foundation in Verhandlungen einzutreten, um das Projekt als ein Wikimedia-Schwesterprojekt weiterzuführen. Der gemeinnützige Wikivoyage e.V. möchte zu einer Partnerorganisation der WMF werden. Den englischen Sprachzweig könnten Autoren des englischsprachigen Reisewikis Wikitravel beisteuern, die zur Ausgliederung bereit sind und die sich ebenfalls eine Mitarbeit im Rahmen der Wikimedia-Bewegung wünschen würden. Der Name des neuen Projekts wird wahrscheinlich Wikivoyage sein. Die Community ist dazu eingeladen, sich weiterhin auf Meta-Wiki zu dem Vorhaben zu äußern. Der Vorstand der Wikimedia Foundation wird Näheres dazu auf seiner Sitzung bei der Wikimania 2012 in Washington, D.C. beschließen.

MONATSBERICHTE

Wikimedia Schweden hat den Monatsbericht für April veröffentlicht:

Projekte und Initiativen

BERICHT(E) VON DER ADMINCON

Bereits im letzten Newsletter wurde auf die AdminCon verwiesen. Hier nun eine kleine Nachlese:

WIKIGÉNERO

Die beiden über Wikimedia Deutschland teilnehmenden Besucher der WikiGénero-Konferenz in Buenos Aires haben im Vereinsblog einen Bericht veröffentlicht:

GLAM-AKTIVITÄTEN IM MAI 2012

Der monatliche Newsletter “This month in GLAM” ist erschienen und gibt einen Überblick über die nationalen und internationalen Aktivitäten bezüglich Wikipedia und kultureller Institutionen:

RÜCKBLICK: BERLIN-HACKATHON

Anfang Juni luden Wikimedia Deutschland und die Wikimedia Foundation gemeinsam zum Hackathon Berlin 2012 ein. Beim größten Wikimedia-Hackathon aller Zeiten trafen sich Entwickler der beiden Organisationen und der Community vom 1. bis 3. Juni 2012 in Berlin. Ein Rückblick:

SITE-NOTICE IN DER ITALIENISCHEN WIKIPEDIA

Bereits am 4. Oktober 2011 hatten Autoren der italienischen Wikipedia den Zugang zu ihrer Sprachversion gesperrt und stattdessen einen Aufruf veröffentlicht, in dem man sich gegen die Verabschiedung eines Gesetzes wandte, aufgrund dessen von Webbetreibern “innerhalb von 48 Stunden kommentarlos jegliche Korrektur an Inhalt vorzunehmen [wäre], die der Antragsteller im Interesse seiner Reputation fordert”, und zwar unabhängig vom Wahrheitsgehalt der davon betroffenen Aussagen. Alexander Doria weist auf Wikitrekk darauf hin, dass alle Seiten der italienischen Wikipedia derzeit einen Hinweis tragen, der sich dagegen wendet, dass dieses Gesetz trotz des zwischenzeitlich erfolgten Regierungswechsels offenbar immer noch nicht vom Tisch ist. Die Maßnahme war seit dem 31. Mai diskutiert worden und man entschied sich angesichts der Unsicherheit über das Gesetzgebungsverfahren, diesmal vorläufig für den Hinweis zu Beginn jeder Wiki-Seite (Site-notice). Der Appell endet in der Übersetzung von Google: “Die Enzyklopädie ist das Erbe aller. Lassen Sie es nicht verschwinden.”

WIKIBOOKS IN VOLAPÜK GESCHLOSSEN

Das Projekt Wikibooks in der Plansprache Volapük ist geschlossen worden. Die Gründe dafür sind nicht bekanntgemacht worden.

AUTORENVIELFALT IN WIKIPEDIA

Im Blog von Wikimedia Deutschland findet sich ein Rückblick zu einem Berliner Workshop, der an potenzielle Autorinnen für Wikipedia gerichtet war:

Technik

MONATSBERICHT TECHNIK DER WIKIMEDIA FOUNDATION

Der Monatsbericht zu technischen Entwicklungen zeigt unter anderem die personelle Verteilung an den Arbeiten zum Visual Editor und weiterer Teilprojekte der Wikimedia Foundation. Ebenfalls enthalten: aktuelle Stellenausschreibungen und detaillierte Statusmeldungen zu Wikipedia Mobil, Kernentwicklungen an der MediaWiki-Software und zur Server-Infrastruktur.

EDITOR ENGAGEMENT-VERSUCHE IN DER ENGLISCHEN WIKIPEDIA

In der englischen Wikipedia hat der Test eines neuen Interfaces begonnen. Bei knapp 3000 Artikeln wird der Hälfte der Benutzer diese Woche angezeigt, wann die Seite zuletzt geändert worden ist (z. B.: „Last updated two weeks ago“). Die Info verlinkt auf die Versionsgeschichte des Artikels und erscheint gegebenenfalls neben den Symbolen für die Auszeichnung oder für den Schreibschutz des Artikels. Der Hinweis erscheint zusätzlich zum Zeitstempel am Seitenfuß. Ziel ist es, die Benutzer direkter darauf aufmerksam zu machen, was hinter den Kulissen des Wikis abläuft, dass die Inhalte in Wikipedia dynamisch sind, aber auch dass viele Artikel dringend aktualisiert werden sollten.

WIKIDATA IM MAI 2012

Das Wikidata-Team hat den Monatsbericht für den Mai 2012 veröffentlicht.

Studien und Statistik

WIKIMEDIA-STATISTIKEN SIND DERZEIT FEHLERHAFT

Der Statistiker der Wikimedia Foundation Erik Zachte hat darauf hingewiesen, dass die Wikimedia-Statistiken derzeit aufgrund eines Fehlers durchweg zu niedrige Werte ausweisen. Der Fehler wird so bald wie möglich behoben.

Termine

WIKIDATA SUCHT EIN LOGO

Und bittet deshalb Interessierte, bis zum 30. Juni Logo-Vorschläge einzureichen.

SPRECHSTUNDEN

Im Kanal #wikimedia-office auf Freenode werden in der nächsten Woche folgende Sprechstunden stattfinden:
  • 21. Juni 2012, ab 18 Uhr MESZ: Frank Schulenburg und Annie Lin über Neuerungen im amerikanischen und kanadischen Bildungsprogramm
  • Webchat: irc://irc.freenode.net/wikimedia-office
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Wissen teilen – Frauen starten gemeinsam in die Wikipedia

Eybisch-Klimpel, CC-BY-SA 3.0

Der Anteil weiblicher Autoren in der Wikipedia ist erschreckend gering. Wikimedia Deutschland organisiert in diesem Jahr daher eine Reihe von Aktionen, um auf dieses Ungleichgewicht hinzuweisen. Erste Veranstaltungen fanden bereits mit dem Frauen Computer Zentrum Berlin und den Frauenring Kiel statt. Der erste Workshop in diesem Rahmen fand nun am Dienstag in Berlin gemeinsam mit der Beratungsstelle Frau und Beruf e.V. für Frauen im beruflichen Übergang statt. Zum Pilotprojekt im IT-Trainingsraum der Beratungsstelle ber-IT kamen zehn Teilnehmerinnen, die Wikipedia zwar ausgiebig nutzen und schätzen – jedoch bisher beim Versuch, daran mitzuwirken, auf Hindernisse gestoßen sind und allein nicht weiter kamen.

Entstanden war die Idee zu diesem Workshop aus zwei Problemen heraus: Zum einen stellte Cornelia Eybisch-Klimpel in ihrer Beratungsarbeit fest, dass hervorragend ausgebildete und ambitionierte Frauen, die in der Phase des beruflichen Übergangs darunter leiden, dass ihr Wissen nicht abgefragt wird, sie es nicht teilen und aktualisieren können. Dadurch steigt die Gefahr, fachlich den Anschluss zu verlieren. Das wirkt sich zunächst negativ auf das Selbstwertgefühl aus und in der Folge dann auch auf den (zumindest gefühlten) Marktwert. Viele vermissen zudem die Vernetzung mit Experten und die Versorgung mit Informationen, die bei der Jobsuche so wichtig sind. Zum anderen kann Wikipedia davon profitieren, wenn mehr weibliche Autoren an der Enzyklopädie mitarbeiten. Nur neun Prozent der Wikipedianer sind weiblich – es fehlt also ein wesentlicher Teil der Sicht auf die Welt in unserer größten Online-Enzyklopädie.

“Vernetzung” das war auch das Stichwort, welches sich durch den gesamten Workshop zog. Die Idee lag daher nahe, die jobsuchenden Frauen und Wikipedia zusammen zu bringen. Die Hindernisse wurden im Workshop klar beim Namen genannt: Zum einen die fehlende Zeit und zum anderen das Gefühl, mit den ersten Editierversuchen ins anonyme Leere zu tappen. Eine Teilnehmerin berichtete davon, dass ein Beitrag von ihr bereits gelöscht wurde. Aus solchen Erfahrungen resultierte die Angst, dann womöglich unfreundlich kommentiert auf einer „Löschliste“ zu landen. In der Diskussion stellte sich heraus, dass für die Arbeit in der Wikipedia der Aspekt der intensiven Diskussion über Fachthemen jedoch auch als mögliche Chance gesehen werden kann.

Köpf, CC-BY-SA 3.0

Nach anfänglicher Skepsis war es für die Teilnehmerinnen gut, jemanden zur Seite zu haben, der aufklären kann: Dass es zum Beispiel Hilfeseiten in der Wikipedia und das Mentorenprogramm gibt, dass es Plattformen und Portale für Rückfragen und Unterstützung von Frauen gibt und dass jede Aktivität auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Während des Workshops begannen die Teilnehmerinnen sofort damit, selbst aktiv zu werden und Artikel direkt zu verbessern, Wartungsbausteine zu entfernen und sich inhaltliche Gedanken zur eigenen Arbeit zu machen. Der freundlich gemeinte Baustein, der nach der Anmeldung auf den Diskussionsseiten der Benutzer erschien, sorgte bei den Teilnehmerinnen kurz für Entrüstung, da er als zu anonym und wenig einladend empfunden wurde. Offene Fragen wurden gesammelt und im laufe des Workshops abgearbeitet: Wie binde ich Bilder ein, wie kann ich grafisch Artikel aufarbeiten und was sind zulässige Quellen, waren nur drei der Fragen, die in den Gruppendiskussionen immer wieder aufkamen.

Im Anschluss an den Wikipedia-Workshop kamen die Teilnehmerinnen zu dem Schluss, dass die Hürden durch das gemeinsame Arbeiten deutlich gesenkt werden konnten, dass die “schnellen Erfogserlebnisse” zählten und dass die Arbeit direkt “am offenen Herzen” durchweg positiv war. Zwei Teilnehmerinnen verabredeten sich sogleich , gemeinsam einen Artikel umzuschreiben: “Der geht ja gar nicht!” Auch die zwei Referenten konnten deutliche Unterschiede zu bisherigen Workshops feststellen, so z.B. ein größeres Bedürfnis nach persönlicher „real-live“-Vernetzung und die äußerst produktive Diskussion und offenen Fragen der Teilnehmerinnen. In einer zweiten Veranstaltung von Frau und Beruf e.V. wird es um die Frage gehen, wie die Arbeit an Wikipedia für die Jobsuche und die eigene Vernetzung helfen kann. Wikipedianerinnen, die Interesse haben, an dem zweiten Teil der Veranstaltung nächsten Dienstag (19.6.2012 18.00-21.00 Uhr) teilzunehmen, können sich gerne bei Conni Eybisch-Klimpel dazu anmelden. Wikimedia Deutschland bedankt sich bei den Teilnehmerinnen und freut sich über direkte Rückmeldung und weitere interessiete Institutionen und Partner für gemeinsame Aktionen wie diese.

Ein gemeinsamer Text von Conni Eybisch-Klimpel und Elly Köpf

 

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Der Verein hat gewählt: WCA-Ratsmitglied wird Markus Glaser

Markus Glaser By Radovan Kubani CC-BY-NC-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0)


Die Wahl zum Rat der Wikimedia Chapters Association (WCA) versprach, spannend zu werden: Drei starke Kandidaten hatten sich dankenswerter Weise bereiterklärt, für dieses verantwortungsvolle neue Ehrenamt zur Verfügung zu stehen: Markus Glaser, Cornelius Kibelka und Martin Zeise. Nach Auszählung aller Stimmen steht nun fest: Markus Glaser hat die Wahl mit 198 Stimmen gewonnen. Auf Martin Zeise entfielen 178 und auf Cornelius Kibelka 166 Stimmen.

Die WCA ist der Dachverband der Wikimedia-Chapter, also der lokalen Wikimedia-Vereine. Es gibt derzeit 40 Chapter in 39 Ländern und jedes dieser Chapter kann Mitglied des Verbands werden. Die Mitgliedschaft von Wikimedia Deutschland wurde vom Präsidium am 20. April 2012 und von der 10. Mitgliederversammlung am 21. April 2012 beschlossen. Das ehrenamtlich tätige deutsche Ratsmitglied wird an der ersten Sitzung der WCA am 11. Juli in Washington, D.C. teilnehmen und die weitere Entwicklung in enger Abstimmung mit dem Verein für zwei Jahre mitbestimmen können.

Die Auszählung der Wahl erfolgte in der Berliner Wikimedia-Geschäftsstelle. Herzlichen Dank für ihren Einsatz den freiwilligen Mitgliedern der Zählkommission: Henriette Fiebig, Debora Weber-Wulff und Marcus Cyron!

Das neue WCA-Ratsmitglied Marcus Glaser ist 35 Jahre alt und arbeitet seit drei Jahren als freiwilliger Entwickler an der MediaWiki-Software mit. In diversen Projekten hat er internationale Erfahrung mit der Community gesammelt, z.B. bei den Hackathons in Washington, Haifa, New Orleans und San Francisco. Beruflich ist er Entwicklungsleiter und Geschäftsführer einer Firma für Social-Web-Technologien und hat einige, auch internationale, Wikiprojekte betreut. Als Autor der Bücher “Wiki – Kooperation im Web”, “Joomla!: Das umfassende Handbuch” und “Social Web” beschäftigt er sich seit nunmehr sieben Jahren mit dem Social Web allgemein und der Wikipedia im Besonderen.

Markus bedankt sich für das Vertrauen und freut sich sehr auf die neue Aufgabe. Zu seinen Zielen schreibt er: “Natürlich ist es meine Aufgabe, zuvorderst die Anliegen des deutschen Chapters zu vertreten. Ich meine, dass der Einfluss der Chapter auf die Entscheidungen der Foundation allgemein gestärkt werden muss. Dies bezieht sich insbesondere auf eine weitergehende Autonomie in Finanz- und Spendenfragen. Einzelne Chapter können thematische Schwerpunkte bilden, um das Gesamtprojekt voranzutreiben. Dabei muss eine Umsetzungsperspektive seitens der Foundation gewährleistet sein. Im Gegenzug frage ich mich, ob die einzelnen Chapter nicht mehr Verantwortung im nationalen Rechtsraum einnehmen können und müssen. “

Bei Wikimedia Deutschland erfolgte die Wahl des WCA-Ratsmitglieds direkt durch die stimmberechtigten Mitglieder per „Wahl durch Zustimmung“ (Approval Voting), einem Verfahren, bei dem jeder Wähler maximal so viele Stimmen hat, wie Bewerber zur Wahl stehen und bei dem er an jeden Bewerber maximal eine Stimme vergeben kann. 359 aktive Mitglieder haben sich an der Wahl beteiligt.

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Wikidata needs a logo and you can help!

(Die deutsche Version dieses Eintrags findest du hier.

We are looking for a beautiful logo for Wikidata. Are you an artist and have some serious design skills? Do you want your logo to represent the newest Wikimedia project and be seen by millions? Here is your chance.

What are we looking for exactly?

Here are some requirements for the logo that are important:

  • It should of course represent Wikidata and the idea behind it. If you’re not very familiar with Wikidata it is a good idea to read the FAQ to get a quick overview.
  • If you use a font please use a freely-licensed one that has wide unicode coverage so it can later be localized.
  • It should work well in different sizes (on a t-shirt and as a favicon for example – less detailed versions for smaller sizes are possible).
  • It should work well in color and black/white.
  • Please provide the source of your submission (SVG or similar).

How to submit a logo proposal?

To submit a logo for Wikidata, please upload it to Wikimedia Commons and add it to the category Wikidata logo proposals. All proposals in this category will be considered. Please add a note saying that you read the submission guidelines.

How are we going to decide on a logo?

By the deadline, the team doing the initial development of Wikidata will sit down and make a shortlist from all submissions with their favourites. We will then start a vote with the whole community for the best logo on this shortlist. Everyone has one vote. It will happen on Meta.

Timeline

  • Submissions possible until: 30 June 2012
  • Selection of the candidates to vote on: 1 and 2 July 2012
  • Vote on possible candidates: 3 to 12 July 2012
  • Announcement of winner: 13 July 2012

I still have questions!

Contact me and ask away.

What you need to keep in mind

Because this is a contest to pick the next Wikimedia project’s logo, there are a few things the lawyers want you to know to make sure this is all going to work out fine and there are no surprises for anyone: “You must allow the Wikimedia Foundation to use your submission. Therefore, you acknowledge and agree that by submitting your proposed logo design that you grant to Wikimedia Foundation, Inc. an exclusive (even as against you), perpetual, irrevocable, worldwide, fully paid-up license to use, reproduce, and exploit in any way without limitation all copyright, trademark, publicity, and any other intellectual property or other proprietary rights thereto. You also acknowledge that by submitting your proposed logo design that if your logo design is chosen as the winning adopted logo for the Wikidata project, you will be required to enter into a contract assigning and/or licensing all of your rights thereto to Wikimedia Foundation, Inc.

This means that you must have the rights to the submission in order to license them. Therefore, by submitting your proposed logo design, you warrant that you are the owner of all copyright, trademark, moral, publicity, and other intellectual and proprietary rights to the proposed logo design and that it does not violate such rights of any third party.

And while we hope that there is no dispute between you and the Wikidata development team and/or the Wikimedia Foundation, we want to set some rules about how any disputes that may arise will be handled.  By submitting your proposed logo design, you are agreeing that your submission, your license of rights in it, and any dispute shall be governed by the laws of the United States of America and shall be brought in a court of competent jurisdiction in the City and County of San Francisco, California.”

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