Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Live: Zedler-Preis 2013 im Ticker

Ab 19 Uhr wird heute im Palais der Berliner Kulturbrauerei der Zedler-Preis 2013 verliehen. Ausgezeichnet wird in drei Kategorien: Wikipedia-Artikel des Jahres, Community-Projekt sowie Externes Wissensprojekt des Jahres. Hier gibt es die Verleihung im Live-Ticker mit allen Nominierten, den Gewinnern und Eindrücken vor Ort.

20:42 – Dann bleibt mir nur noch, an den Geräten auch noch einen schönen Abend zu wünschen. Morgen findet in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland der Offene Sonntag statt. Vielleicht bis dann!

20:37 – Der Zedler-Preis 2013 ist offiziell beendet. Herzliche Glückwünsche an dieser Stelle noch einmal an alle Gewinner:

20:36 – Ein großes gewaltiges Gruppenfoto wird angekündigt. Pavel Richter fasst den Abend kurz zusammen.

20:33 – In der Eile kann man weder den Gewinnern noch den vielen Nominierten gerecht werden. Mehr Informationen und alle notwendigen Links gibt es auf der Zedler-Projektseite:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Zedler-Preis

20:32 – Großer Applaus für wheelmap.org und alle Nominierten.

20:31 – In wenigen Jahren haben die ehrenamtlichen Mithelfer 340.000 Orte im Projekt markiert, sagt Raul Krauthausen.

20:31 – Externes Wissensprojekt des Jahres ist wheelmap.org!

20:29 – Die letzten Nominierten des Abends sind die Vertreter des Berliner Open Data Portals. Bescheidenheit: “Unser Ziel ist nicht, das Wissen der Welt verfügbar zu machen. Die Verwaltung ist schwierig genug ;-)”

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Q – …wie in Quartalsbericht

Einfach Q, von Bequw (CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

Das “Q” steht für eine ganze Reihe von Dingen, sagt Wikipedia. Von Außerirdischen über schrullige Film-Wissenschaftler, Objekte in Wikidata bis hin zu mathematischen Symbolen. Und natürlich ist Q auch ein Buchstabe des lateinischen Alphabets, obendrein der am seltenste verwendete von allen 26. An diesem Nischendasein kann das Q auch nichts ändern, denn 1 unter 26 zu sein, das bedeutet noch nichts. Es kommt darauf an, wie Buchstaben kombiniert und wofür sie gebraucht werden. Sie sind Teile eines Ganzen. Bei Informationen und dem Umgang mit ihnen ist das ganz ähnlich: Dass es sie gibt, hilft alleine nicht weiter – nicht bei der sprichwörtlichen Flut täglicher Informationen.

Die regelmäßigen Berichte von Wikimedia Deutschland sollen verschiedenen Informationsbedürfnissen gerecht werden. Die Beiträge in diesem Blog sind zum Beispiel persönliche Erfahrungsberichte oder Ausblicke zu einzelnen Projekten und Neuigkeiten. Der vierwöchentliche WMDE-Monatsbericht ist dagegen eine Zusammenstellung vieler unterschiedlicher Informationen, sachlicher geschrieben, mit Verweisen auf Blogbeiträge oder andere weiterführende Quellen. Der jährliche Tätigkeitsbericht (kürzlich erschienen) enthält wiederum ganz andere Informationen, Zahlen, Daten und Fakten. Darin werden auch grundsätzliche Themen eingeführt, anders als in anderen Berichten. Das hat natürlich mit unterschiedlichen Zielgruppen, Erwartungen oder Rahmenbedingungen zu tun, …was an dieser Stelle aber zu weit führt. Denn viel wichtiger ist:

 

Wir haben jetzt auch ein Q!

 

Um genau zu sein, es ist ein Q wie in Quartalsbericht. Heute wurde der erste, Q1/2013, veröffentlicht. Was im Fokus steht, zeigt ein Zitat aus dem Bericht:

Das Medium Quartalsbericht ist Neuland für Wikimedia Deutschland und hat mehrere Aufgaben: Zum einen soll die regelmäßige Berichterstattung an alle Interessierten mit diesem weiteren Format erweitert werden. Zum anderen dient es dazu, nicht nur auf die Arbeit des Vereins zurückzublicken, sondern wertvolle Erkenntnisse für die weitere Planung und Umsetzung zu sammeln, sichtbar zu machen und dann nutzen zu können.

Die Angaben aus diesem Quartalsbericht dienen in Form des FDC Progress Report 1/2013 außerdem der Berichterstattung an das Funds Dissemination Committee (FDC), das Gremium zur internationalen Mittelverteilung in der Wikimedia-Bewegung. WMDE hat in der ersten Förderrunde des FDC Mittel für Projekte beantragt und bewilligt bekommen, mit denen die Ziele der Jahresplanung 2013 erreicht werden sollen.

Wie dieser Bericht genau entstanden ist, erklärt der Abschnitt “Über dieses Dokument”. Kommentare und Rückfragen werden gerne auf der Diskussionsseite aufgegriffen und beantwortet!

Der Quartalsbericht ist also ein erster Schritt, dem in Zukunft regelmäßig weitere folgen werden. Er ergänzt die bestehenden Berichtsformen, und zwar jenseits der kalendarischen Ebene von Monaten, Quartalen oder Jahren: Je weiter sich die kommenden Quartalsrückblicke entwickeln und aufeinander aufbauen, desto fundierter die Rückschlüsse für die Aktivitäten bei Wikimedia Deutschland. Um auf das Alphabet zurückzukommen, wir arbeiten sozusagen an guten Kombinationen.

 

 

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Latet enim veritas, sed nihil pretiosius veritate #ZDFcheck

Die Wahrheit ist verborgen, aber nichts ist schöner denn die Wahrheit. Hinter uns liegt eine aufregende Woche der re:publica in Berlin samt einstündiger Paneldiskussion zum Projekt ZDFCheck (wir berichteten darüber). Die re:publica-Veranstalter haben in Windeseile den Mitschnitt dieser Diskussion auf Youtube und unter die Lizenz Creative Commons CC BY-SA 3.0 gestellt, von dort erfolgte dann auch der Upload auf Wikimedia Commons.

Ab heute ist der zdfcheck.zdf.de mit einem ersten Faktencheck-Angebot online und die Einladung an die Netz-Community zur Beteilung an der Recherche steht.

Ebenfalls heute beginnt der “Wikipedian in Residence” seine Arbeit im Rahmen des Online-Angebots des ZDF. Nach dem Abschluss der Bewerbergespräche freuen wir uns, Tim Moritz Hector vorstellen zu dürfen. Tim ist Student der Politologie und Kommunikationswissenschaft in Münster und seit 2007 Wikipedianer, von 2008 bis 2012 als Admin. Seit 2012 ist er außerdem für das Referentennetzwerk tätig.

Presseschau:

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Wikimedia:Woche 19/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags – aufgrund des Feiertags ausnahmsweise diese Woche am Freitag – in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

= Wikimedia:Woche 19/2013 =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in der Wikipedia entnommen werden.

Foundation und Organisationen

Neues aus dem Transition Team

Jan-Bart de Vreede, Mitglied des Board of Trustees der Wikimedia Foundation, berichtet auf der Mailingliste wikimedia-l von Neuigkeiten aus dem sog. Transition Team. Auf Meta befinden sich nun ein erster Zeitplan für den Übergang der Geschäftsführung, eine Sammlung der häufigsten Fragen (FAQ) zu dem Thema sowie eine Liste von möglichen Kontakten und Multiplikatoren, die helfen könnten, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Sue Gardner zu finden. Gerade bei der “Connectors List” bittet de Vreede um Mithilfe!

Bericht über Bildungsarbeit von WMDE

Der Bereich Bildung und Wissen von Wikimedia Deutschland hat einen Bericht über die Bildungsprojekte von 2010 bis 2012 veröffentlicht.

Kompetenzbereich des Ombudsmann-Kommission

Die Ombudsmann-Kommission bittet um Kommentare:

Berichte

Wikimedia Deutschland, Monatsbericht April

Wikimedia Frankreich, Monatsbericht April (bisher nur auf Französisch)

Projekte und Initiativen

CfP für Evaluations-Workshop

Sarah Stierch ruft im Blog der Wikimedia Foundation zur Teilnahme am “Program Evaluation and Design workshop” in Budapest auf. Die Teilnehmer sollen dabei erlernen, wie Projekte und Programme sinnvoll evaluiert werden können.

Eine Vision für Wikisource

Andrea Zanni und David Cuenca berichten im Blog der Wikimedia Foundation über den Start ihres Projektes “Wikisource vision”, das die Entwicklung des Schwesterprojekte fördern möchte. Das Projekt hatte im letzten Monat eine Förderung aus “Individual Grant Program” der Foundation erhalten.

Rückblick auf GLAM-Wiki

David Cybulska gibt im Blog von Wikimedia UK einen Rückblick auf die vergangene Konferenz “GLAM-Wiki 2013″ in London.

Rückblick auf den Iconathon

Vibha Bamba gibt in einem Beitrag im Blog der Wikimedia Foundation einen Rückblick auf den Iconathon Anfang April, bei dem es darum ging neue (freie) Icons zu erschaffen.

Wikipedia wieder mit gesperrten Seiten in Russland

Wie Tomasz Kozlowski auf der Mailingliste wikimedia-l schreibt, ist Wikipedia wieder verstärkt unter der Beobachtung seitens russischer Behörden. Derzeit sind 15 Artikel (13 aus der russischsprachigen und 2 aus der englischsprachigen Sprachversion) zum Thema Drogen und Suizid gesperrt.

This month in GLAM April 2013

Wikimedia Research Newsletter

Technik

Neue Entwicklungen bei Sprachlinks

Runa Bhattacharjee des Wikimedia Language Engineering-Team berichtet im Blog der Wikimedia Foundation über die neuen Entwicklungen für die Sprachlinks (im Vector-Design auf der linken Seite) für Wikipedia.

Notifications in der englischsprachigen Wikipedia

Oliver Keyes, Community Liaison, Product Development bei der WMF, schreibt über die Reaktionen auf und die Philosophie hinter Echo, dem neuen Benachrichtigungssystem, das gerade in der englischsprachigen Wikipedia eingeführt wurde: “Why are you turning Wikipedia into Facebook?”

Neuer UX-Chef bei der Wikimedia Foundation

Erik Moeller, Chef der Abteilung für Engineering and Product Development der Foundation, stellt auf der Mailingliste wikimedia-l den neuen Verantwortlichen für das Team der User Experience, Jared Zimmerman, vor.

Tool-Umgebung von Wikidata

Magnus Manske beschreibt im Blog von Wikimedia Deutschland die umfangreiche Auswahl an bereits bestehenden (und zu entwickelnden) Tools für Wikidata.

Wikimedia Engineering Report April

Diskussion

ZDF-Faktencheck

Zur Kooperation zwischen Wikimedia Deutschland und dem ZDF gibt es jetzt eine FAQ in der Wikipedia.

Auf der re:publica wurde das Projekt vorgestellt. Eine Videoaufzeichnung findet sich auf YouTube.

Presse und Websites

Juristischer Aufsatz zum Persönlichkeitsrecht

In der Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (ZUM) 5/2013 erschien ein Aufsatz “Persönlichkeitsschutz durch Selbstregulierung in der Wikipedia”, der die juristischen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten für Betroffene beschreibt:

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Bildungsarbeit bei Wikimedia Deutschland – Eine kritische Reflexion

Der Bereich „Bildung und Wissen“ entstand Anfang 2012, um die Bildungs- und Wissensarbeit von Wikimedia Deutschland zu bündeln und zu professionalisieren, die Reichweite der Angebote zu erhöhen, neue Formate zu entwicklen und innovative Themenfelder zu besetzen. Im Rahmen dieser Zusammenführung wurden alle bisherigen Bildungsaktivitäten ausgewertet: dazu gehörten Aktivitäten mit Frauen, an Schulen, an Hochschulen und mit Älteren Menschen. Ziel des vorliegenden Berichts ist eine kritische Reflexion der bisherigen Aktivitäten und daraus resultierenden Schlussfolgerungen:

Strukturen: Zielgruppenorientierung, begleitende Strukturen und neue Angebotsformen

Qualitätssicherung: Etablierung von Qualitätssicherungsmechanismen auf den unterschiedlichen Ebenen

Ehrenamtliches Engagement: Zusammenspiel von Freiwilligkeit und strukturierter Bildungsarbeit

Materialentwicklung: Entwicklung professioneller Materialien für unterschiedlichste Kontexte

Kooperationen: Einbindung von Partnern in die konzeptionelle Arbeit und langfrsitige Zusammenarbeit

Inhaltliche Schlussfolgerungen: Möglichkeiten der Partizipation, Themen, Wiki-Kommunikation

Die gewonnen Ergebnisse sind eine selbstkritische Bilanzierung von Stärken und Schwächen der bisherigen Arbeit. Damit bildet der Bericht die Basis für Entscheidungen in Organisationsentwicklungsprozessen und dient der Weiterentwicklung der Bildungsarbeit von Wikimedia Deutschland. Wir danken allen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben!

Und hier geht’s zum Bericht. Rückfragen und Anmerkungen gerne an uns per E-Mail.

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Monatsbericht April 2013

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Zur Bundestagswahl: Faktencheck mit ZDF und Phoenix

Wikimedia Deutschland unterstützt den bald startenden Online-Faktencheck der Sender ZDF und Phoenix zur Bundestagswahl. Wikipedianer werden über WMDE angesprochen, sich aktiv am Faktencheck zu beteiligen. Dafür stellt WMDE einen Wikipedian in Residence als Botschafter zwischen dem Vorhaben der Sender und der Community ein. Das Projekt ist ein erster Schritt hin zu freien Inhalten von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Bis jemals eine CC-BY-SA-lizenzierte Tagesschau über die Bildschirme flimmern wird, werden vorraussichtlich noch viele Initiativen nötig sein; kein Grund jedoch, nicht schon im Kleinen anzufangen. Das dem Faktencheck zugrunde liegende Arbeitsprinzip übernimmt die erprobten Redaktionsanweisungen aus einem bekannten Enzyklopädieprojekt: Jeder kann mitmachen, Aussagen sind neutral und belegt und die Versionsgeschichte ist stets nachvollziehbar. Die für diese Webseite des ZDF erstellten Inhalte werden unter einer freien Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, jede(r) kann damit diese Inhalte weiternutzen.

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Wikimedia:Woche 18/2013

Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen!

= Wikimedia:Woche (18/2013) =

Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

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Tätigkeitsbericht: Was haben wir 2012 erreicht?

Das lässt sich jetzt nachlesen in unserem gerade erschienen Bericht für 2012. Wie jedes Jahr legen wir mit dem Tätigkeitsbericht Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ab. Der Jahresbericht informiert über die wichtigsten Projekte und Zahlen in 2012 sowie die vielfältigen Aufgaben von Wikimedia Deutschland, und ist eine der wichtigsten Informationsquellen für unsere Mitglieder, Spender, die Communitys – und natürlich das Finanzamt. In diesem Jahr haben wir neben der gedruckten Version nicht nur eine PDF-Datei online gestellt, sondern zum ersten Mal auch eine Wiki-Version. In den letzten Jahren haben wir viel über die Leistung der Community, die internationale Bewegung  und unsere einzelnen Projekte berichtet und damit ein umfangreiches Werk mit viel Hintergrundinformationen zum Verein und den Projekten geliefert. Für Viele zu detailliert, zu lang und zu umfangreich.

In der jetzt vorliegenden Ausgabe des Tätigkeitsberichts 2012 haben wir auf detaillierte Projekt- und Maßnahmenbeschreibungen weitgehend verzichtet und damit auch erfreulicherweise den Umfang reduziert. Das macht den neuen Tätigkeitsbericht lesefreundlicher und setzt ganz klar einen Fokus auf den Finanzteil. Durch Monatsberichte der Geschäftsstelle, aber auch die Wikimedia:Woche und  den neu eingeführten Quartalsbericht garantieren wir darüber hinaus eine kontinuierliche Berichterstattung unterjährig und informieren über einzelne Projekte und Maßnahmen. Und nicht zuletzt dient auch der Vorstandsbericht im Rahmen der Mitgliederversammlung dazu, Einblicke in das große Ganze zu geben.

Wir werden in diesem Jahr in Ergänzung dazu an einer separaten Darstellung des Vereins und der Wikimedia-Bewegung arbeiten und im Rahmen eines Relaunch unserer Webseite auch eine Broschüre über uns und unsere Arbeit veröffentlichen.

Im Tätigkeitsbericht 2012 ist der Finanzteil wesentlich detaillierter dargestellt – und damit hoffentlich auch verständlicher und nachvollziehbarer. Der Bericht bietet eine Zusammenfassung unsere Strategie, der Tätigkeiten und berichtet über Ziele, die wir erreicht haben oder noch erreichen wollen. Ein Blick auf 2013 rundet das Bild ab und zeigt unsere Ziele für das laufende Jahr. Der Tätigkeitsbericht kann übrigens auch als gedruckte Version bei uns bestellt werden: Einfach eine email an press-de@wikimedia.de schicken.

Wir sind gut aufgestellt, um uns zuverlässig für Freies Wissen einzusetzen und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns dabei unterstützen.

 

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Thank You for the Music!

Seit vorgestern verfügt die Wikipedia über eine kleine feine technische Lösung, genannt „Scores“, die eine weitere Dimension des freien Wissens (besser) zugänglich macht: die Musik.

Beispiele findet Ihr auf Mark Hershbergers und meiner Benutzerseite.

Die Vorgehensweise selbst ist recht simpel: im Wiki-Code werden in speziellen Tags die Noten alphanumerisch eingetragen und in der Artikelansicht als Noten ausgegeben. Wenn gewünscht auch mit einem rudimentären Player und der Ausgabe in Midi. (Weitere technische Details findet Ihr im Blogbeitrag vom letzten Juli.)

Das internationale Notationssystem Lilypond, das der Erweiterung „Scores“ zugrunde liegt, übersetzt natürlich auch Stücke, die die Komplexität von „Alle meine Entchen“ deutlich übersteigen.  Allerdings nur zu dem Preis eines – zumindest für das menschliche Auge – äußerst unübersichtlichen LaTeX-artigen Kauderwelschs, der eingegeben und gepflegt werden will. Also zunächst mal nichts für Weicheier. ;-)

Doch zum Glück hat sich Lilypond schon vielfach andernorts bewährt und Helferlein hervorgebracht, die an dieser Stelle greifen. Hier findet man einige komfortable Editoren, die bei der Erstellung von Lilypond unterstützen.

Spannender als all diese technischen Fragestellungen finde ich allerdings die vielen neuen Themen, Möglichkeiten, Praktiken aber auch Probleme aka Herausforderungen, die die Erweiterung mit sich bringen wird. Vom Urheberrecht über Eigenkompositionen bis hin zu Edit-Wars um die richtige Fassung etc. etc.

Schaumamal… wie man hier in Regensburg so schön sagt.

PS: Noch ein kleiner Tipp: wer “richtiges” Notenmaterial zum Ausprobieren sucht, wird sicherlich beim Projekt Mutopia – quasi einer kleinen musikalischen Schwester der Wikipedia – fündig.

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Messen und Massen – Wichtige Trends in der Zusammenarbeit von Kultureinrichtungen mit der internationalen Wikimedia Bewegung

 in brief: scaling up both for GLAMs and for the Wikimedia movement was the most relevant issue on the conference.

London 14. April 2013. Durch die Reihen des Auditoriums geht ein Lächeln. Mehr und mehr der Anwesenden schauen von ihren elektronischen Geräten auf und folgen staunend bis amüsiert der Wortakrobatik von Michael Edson. In gereimten wortspielerischen Versen enthüllt uns der Netzdirektor der Smithonian Institution seine digitale Zukunftsvision. So etwas erlebt man wohl nur auf einer GLAM Konferenz. Offenbar zu Recht kokettiert das englische Akronym GLAM* für (Galleries, Libraries, Archives and Museums) für Kultur- und Gedächtnisinstitutionen selbstironisch mit dem „glamourous touch“, der der Kulturarbeit auch gern anhaftet.

Entscheidende Vokabel an den zwei Tagen im Konferenzzentrum der British Library aber war „Scaling up“. Ob Lizzy Jongma vom Amsterdamer Rijksmuseum oder Wikipedianerin Shani Evenstein aus Israel, Katie Filbert für Wikidata aus Berlin oder John Byrne, ehemaliges Präsidiumsmitglied von Wikimedia UK, sie alle folgten Michael Edson, der nach seinem Gedicht „Jack the museum“ uns alle mit Zahlen und Skalen bombardiert hatte. In dem Bemühen, Wissen und Kulturerfahrung für alle Menschen zugänglich zu machen, sollten GLAM Einrichtungen und digitale Plattformen, wie sie die Wikimedia Projekte darstellen, zusammenarbeiten. Sie müssen nicht nur noch stärker kooperieren, sondern dies zudem in einem noch größeren Umfang und noch schneller tun. Denn das Interesse der Welt verändert sich durch die veränderten Möglichkeiten der digital verfügbaren Rezeptionsoptionen so rasch, dass denjenigen gesellschaftlichen Bereichen, die hier nicht mitgehen, droht, bald in das diffuse Abseits der Nichtwahrnehmung abzugleiten.

London: Jack the museums. Michael Edson rhymes and rocks the audience.

 

Mehrwert als Argument

Bei allen Elogen auf die Wikipedia auch in London – bitte keine Illusionen. Es braucht noch immer Argumente in den Gesprächen mit den Kultureinrichtungen, und hier waren die Sessions sehr ergiebig. Am Samstag trugen so ziemlich alle Konferenzteilnehmer mit Nick Poole, Direktor des englischen Dachverbandes der Gedächtnisinstitutionen Collection Trust , engagiert die Ergebnisse des Wochenendes zusammen. Wesentliche Stichworte zum Thema Mehrwert waren Förderung der Kreativität durch Nachnutzung, breitere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft durch die Erschließung weiterer Zielgruppen über die digitalen Plattformen, verbesserte Sichtbarkeit der Sammlung eines Museums oder Archivs durch die Öffnung der Depots und Steigerung der Bedeutung der Institution durch vermehrte Nutzung der Sammlung in der Wissenschaft, die erstere einfacher rezipieren kann, wenn diese digital zugänglich ist.
Aber auch hier ging es um „Scale“. Denn wenn man 10% der Bevölkerung erreicht hat, dann heißt das doch, dass man 90% noch nicht erreicht hat. “Welches kreative Potenzial liegt ungehoben da draußen?”, provozierte Georgia Angelaki vom griechischen Nationalen Dokumentationszentrums. Diese Frage griff Lizzy Jongma auf und forderte energisch, aus dem Beispiel Van Goghs zu lernen. Der junge Van Gogh besuchte das Rijksmuseum in Amsterdam im 19. Jahrhundert – natürlich noch analog. Tief inspiriert durch die Gemälde Rembrandts und dessen fast bildhauerischen Umgang mit den Farben schuf Van Gogh seinen eigenen Stil, der Farben eine unverwechselbare Plastiziät verleiht. Den potenziellen Van Goghs jenseits der Museumshallen möchte das Rijksmuseum durch den freien Zugang zu 110.000 hochauflösenden Bildern ihrer Sammlung im Rijksstudio neue Optionen zur Inspiration eröffnen. Diesem Optimismus wird sich doch kaum jemand verschließen wollen.

Wissenstransfer als Nadelöhr

Trotz allem Enthusiasmus, mit dem uns die digitalen Welten versprechen, die globalen Massen zu erreichen – vielerorts fehlt es doch noch an Know How zu den Werkzeugen und Plattformen. Auch wenn  wohl kaum jemanden auf der Konferenz, das bestechende Potenzial der Wikipedia und anderer Wikimedia Projekte auch im Verbund mit der Europeana bestreiten würde – wie man es für sich nutzen kann, ist dann doch vielen in den Kultureinrichtungen unklar. Wir brauchen mehr Wikipedianer vor Ort, war daher das Credo der hauptamtlichen GLAM Koordinatoren auf der Konferenz. Eine interne Mailingliste als Plattform zum verbesserten Austausch von Konzepten zur Mobilisierung und Empowerment des digitalen Ehrenamtes der Wikipedianer wurden auf der Konferenz zugleich umgesetzt.

Das von Wikimedia Deutschland in diesem Jahr eingeführte Projekt „GLAM on Tour“ wurde als nachahmenswert eingestuft. Bei „GLAM on Tour“ regt der Bereich „Politik und Gesellschaft“ von Wikimedia Deutschland die Begegnung lokaler Gruppen von Wikipedianern, WMDE Vereinsmitgliedern und Akteuren der Kultureinrichtungen vor Ort durch die Organisation von interaktiven Formaten wie Schreibwerkstätten und Exkursionen an. Erste Stationen sind das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg (voraussichtlich im Spätsommer 2013), in Hamburg die Hamburger Kunsthalle (Mai 2013). Die Braunschweiger Community stürzt sich im Juni 2013 auf das römische Schlachtfeld, im Rahmen einer Ausstellung, die das 3landesmuseum in Braunschweig organisiert.

Es waren also erkenntissreiche Tage in London, auch wenn keine Zeit für einen Museumsbesuch blieb.

 

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