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Cynthia Ashley-Nelson (Cindamuse)

Von Carlos Colina, Bence Damokos, für das Wikimedia Affiliations Committee:

Mit großem Bedauern müssen wir bestätigen, dass Cynthia Ashley-Nelson (Benutzer:Cindamuse) am Freitag, den 11. April, verstorben ist. Unsere Gedanken sind bei Cynthias Familie, Freunden und der internationalen Wikimedia-Community.

Cynthia wurde am 10. April zur Stellvertretenden Vorsitzenden des Affiliations Committee gewählt. Sie war nach Berlin gereist, um am jährlichen Treffen des Komitees während der Wikimedia Conference teilzunehmen. Als langjährige Wikipedia-Autorin und Expertin in Organisationsentwicklung mit mehr als 25 Jahren Erfahrung bereicherte Cynthia die Bewegung für Freies Wissen auf vielfältige Weise mit ihrer Zeit, Leidenschaft und mit ihren Kenntnissen. Cynthia unterstützte mit großem Engagement das Global Education Program der Wikimedia Foundation und Lösungsversuche rund um den Gender Gap in Wikipedia.

In der kurzen Zeit seit Januar, die Cindy mit uns im Affiliations Committee war, lernten wir ihre Gedanken, Einblicke und Erfahrungen sehr schätzen. Diese gemeinsamen Monate haben gezeigt, was für ein überaus wertvolles und engagiertes Mitglied das Komitee in ihr hatte, was letztlich zu ihrer Wahl als Stellvertretende Vorsitzende geführt hat.

Wir sind in tiefer Trauer, wie jeder, der nach Berlin gekommen ist, um an der Wikimedia Conference teilzunehmen. Cynthias Tod ist ein großer Verlust für alle in der Wikimedia-Bewegung. Heute Morgen sind die Teilnehmer der Konferenz zusammengekommen, um gemeinsam zu trauern und über den Verlust von Cynthia zu sprechen. Wir haben uns entschlossen, dass es allen Teilnehmern der Wikimedia Conference freisteht, sowohl weiter über die Zukunft dieser Bewegung sprechen zu können, die Cynthia so viel bedeutet hat, als auch die Zeit hier mit Erinnerungen und guten Gedanken an sie zu verbringen. Wir werden Cynthia sehr vermissen.

Auf Cynthias Wikipedia-Benutzerseite können Beileid ausgesprochen und Erinnerungen geteilt werden.

Im Namen des gesamten Affiliations Committee und den weiteren Community-Mitgliedern, die hier in Berlin zusammengekommen sind:

 

Carlos Colina,
Chair, Wikimedia Affiliations Committee

Bence Damokos,
Outgoing chair, Wikimedia Affiliations Committee

 

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Willkommen, Natali Bosnjakovic!

Ich freue mich sehr, Natali Bosnjakovic als neue Leiterin Verwaltung und Personal bei Wikimedia Deutschland zu begrüßen.

Natali Bosnjakovic (Foto von Lisa Kirchner, CC-BY-SA 3.0)

Natali wird sich schwerpunktmäßig um den Aufbau einer Personalabteilung und um die gesamten Office-Abläufe kümmern. Im Personalbereich liegt der Schwerpunkt auf der Etablierung von Prozessen zur Mitarbeiterentwicklung, dem Bewerbermanagement sowie allen Fragen der Arbeitskultur. Im Office-Bereich wird Natali alle Prozesse innerhalb des Hauses optimieren, verantworten und zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Office-Team weiterentwickeln. Ein effizienter und organisierter Büroablauf ist hier ein klar gesetztes Ziel von Natali und dem Office-Team.

Natali hat mehr als 10 Jahre Berufserfahrung im Personal- und Office-Management, u. a. in der Schweiz und zuletzt bei einem Unternehmen in Berlin, wo sie für ein Büro mit über 7.000 qm und mehr als 400 Mitarbeiter für die Personalprozesse verantwortlich war. Natali hat somit in allen Bereichen, die für uns wichtig sind, theoretische und praktische Erfahrung: sie hat  u. a. Fortbildungspläne für Mitarbeiter erabeitet und zudem hat Sie Erfahrung im Gebäudemanagement, was für unsere neuen Räumlichkeiten am Tempelhofer Ufer ebenfalls wichtig ist. Natali hat bereits den Verwaltungs- und Personalbereich geleitet und freut sich auf die Herausforderung, dies nun für die Wikimedia Deutschland tun zu können.

Natali freut sich auf eine interessante Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Kollegen und Kolleginnen. Wer mit Natali direkt in Kontakt treten möchte, kann dies hier tun: natali.bosnjakovic@wikimedia.de. Jede Frage ist außerdem herzlich willkommen.

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Das ABC des Freien Wissens – Neue Veranstaltungsreihe

2014 ist für uns das Jahr der Neuanfänge. Neue, schöne Räume am Tempelhofer Ufer, neue Pläne, neue Veranstaltungen. Mit dem Format “Das ABC des Freien Wissens” setzen wir am Donnerstag den Startpunkt für eine neue Veranstaltungsreihe, die Forum für Fragen, Konzepte und Perspektiven rund um Freies Wissen sein soll. Unter dem titelgebenden alphabetischen Ordnungsprinzip werden im Zwei-Monats-Turnus relevante Themen mit Bezug zur Wiki-Welt und den Strukturfragen einer vernetzten Gesellschaft diskutiert. Die Veranstaltungen können als Livestream angeschaut sowie als Video auf der Webseite der Veranstaltung abgerufen werden.

Thesen, Tresen, Temperamente

Das Konzept: Nach einem kurzen, einführenden Input folgt eine moderierte Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten zum jeweiligen Thema. Zwischendurch wird die Diskussion auch für Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum geöffnet. Zudem haben wir eine “Stimme des Internets”, die immer wieder Fragen und Beiträge aus den sozialen Medien (#wmdesalon) filtern und zurück in die Runde spielen wird. Hinterher gibt es die Gelegenheit zum gemütlichen Austausch bei Getränken, Brezeln und frei lizenzierter Musik. Da der Mosaik-Saal der neuen Geschäftsstelle nach künstlerischer Bespielung geradezu fleht, gibt es zu jeder Veranstaltung außerdem eine mit dem jeweiligen Thema korrespondierende künstlerische Intervention zu sehen und/oder zu hören.

By Chri Strassegger (Own work), Arbeit von Stefanie Brottrager, [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am Anfang: Allmende

In der ersten Veranstaltung am Donnerstag, den 20. März wird der ursprünglich im landwirtschaftlichen Sinne gebrauchte Begriff der Allmende und seine gegenwärtige Bedeutungsverschiebung beleuchtet. Meinte die Allmende ursprünglich die Weide, die von vielen Menschen zu nutzen und zu bewirtschaften ist, der aber auch die Übernutzung droht, rückt heute die digitale Wissensallmende in den Fokus des Interesses. Konzepte des kommunitären Arbeitens, Pflegens und Kultivierens gewinnen zunehmend an Attraktivität. Doch gerade Gemeinschaftsprojekte im digitalen Raum sehen sich durch vielfältige Einflüsse bedroht. Gerade im Hinblick auf große Gemeinschaftsleistungen wie Wikipedia wird immer häufiger die Frage gestellt, wie Motivationen aufrechterhalten und bestmögliche Unterstützung geleistet werden kann. Silke Helfrich (Commons-Aktivistin, Commons-Blog), Leonhard Dobusch (Juniorprofessor für Organisationstheorie) und Elektra Wagenrad (u.a. freifunk.net) diskutieren miteinander, wie der Fortbestand und das Wachstum der Wissensallmende gesichert werden könnte.

Beweglich bleiben: Buchmarkt

Die Planungen für die kommenden Veranstaltungen der Reihe laufen bereits. So freuen uns jetzt schon, am 22. Mai u.a. Kathrin Passig (Autorin und Journalistin) und Volker Oppmann (Gründer log.os), zu begrüßen, die zum Thema: “Buchmarkt – Erfolg auch mit offenen Systemen?” diskutieren werden.

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Wikifika.se

Auf Besuch bei Wikimedia Schweden

Draußen auf einer der Stockholmer Stadtinseln eiskalter Wind bei strahlend blauem Himmel – drinnen freundliche Gesichter von gut zwei Dutzend schwedischen Wikimedianern in der birkenhellen Atmosphäre des Hörsaales im Architektur und Designzentrum. Ich bin zu Besuch auf der Jahresversammlung des schwedischen Wikimedia-Chapters. Das Chapter ist zwar eines der kleineren in Europa, aber sehr aktiv. Die schwedische Wikipedia hat mehr als eine Millionen Einträge. Wikimedia Schweden hat 500 Mitglieder. Ein Teil von ihnen hört am vergangenen Samstag mit einer gewissen Lässigkeit doch konzentriert ihrem Vorsitzenden zu.

Konzentrierte Mitglieder auf der schwedischen Jahresversammlung von Wikimedia Sverige am 15. März 2014 in Stockholm. Bild von Arild Vågen via Wikimedia Commons unter CC-BY-SA.

Fünf Programmlinien in Schweden

Knapp und konzise präsentiert Matthias Blomgren  das Jahr 2013 und die Pläne für 2014. Gut gefiel mir die klare Darstellung der Strategie, an der der Vereinsvorstand gemeinsam mit Mitgliedern im vergangenen Jahr weiter gearbeitet hatten. Auch wenn fünf Tätigkeitsfelder benannt werden, die klare Ausrichtung auf die Einbindung und Verzahnung der Wikimedia-Projekte in die und mit der Gesellschaft fällt auf. Man geht dezidiert auf die Gesellschaft zu. Ein Fünftel von den knapp 5 Millionen schwedischen Kronen Gesamtbudget geht auch im Norden in die Community-Förderung. Und dazu gehören in Schweden auch die Anstrengungen zur Diversifizierung. Ein Drittel der Mittel dienen der Gewinnung Freier Inhalte in der Zusammenarbeit mit den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Bildung und die politische Lobby-Arbeit für Freie Inhalte.

Die Leser im Fokus

Überraschend für mich war jedoch die klare Akzentuierung auf die Zielgruppe der Wikipedia-Leser, mehr noch auf die Allgemeinheit. Der Budgetansatz für dieses Programm ist der größte Einzelposten. Die Leser bzw. Anwender der Wikimedia-Projekte sollen niedrigschwellige Mitmach- und Informationsangebote bekommen, der Austausch mit ihnen gefördert werden und die Projekte insgesamt zugänglicher werden. Daher hat Wikimedia Schweden jetzt im Architektur- und Designzentrum Stockholm über vier Wochen eine Infowerkstatt für Museumsbesucher und Mitarbeiter gleichermaßen eingerichtet. Die Mitarbeiter von WMSE haben ihren Arbeitsplatz bis Ostern mal eben ins Museum verlegt. Freiwillige unterstützen sie vor Ort und nutzen die Gelegenheit zum Austausch. Träffa Wikimedia heißt die Aktion. „Natürlich bekommt man in dieser Zeit nicht so viel von dem gemacht, was man sonst im Büro schafft“, erzählt mir mein schwedischer GLAM-Kollege Axel Petterson, „aber wir sind gespannt auf die Fragen der Besucher und hoffen natürlich auf das Interesse der Mitarbeiter“. Ließe sich so ein temporärer Wiki-Stützpunkt auch sinnvoll in Deutschland umsetzen?

Konsens prägt die Versammlung

Überall folgen Vereinsversammlungen formellen Regeln um den Austausch in strukturierte Bahnen zu lenken. Entsprechend lang ist die Tagesordnung auch in Stockholm. Doch selten habe ich es auf Vereinssitzungen erlebt, dass man sich offenbar so einig ist. Es gab kaum Diskussionen und doch hatte ich nicht den Eindruck, dies sei Ausdruck einer desinteressierten Langeweile. Ein Blick auf die Bildschirme in den Zuhörerreihen belegte, alle folgten den Ausführungen am Rednerpult. Auch schien es mir als hätten sich alle Anwesenden gut auf die Tagesordnung vorbereitet. Folglich nicht verwunderlich, dass die Versammlung inklusive der obligatorischen Fika-Pause mit Kaffee und Zimtschnecken bereits nach drei Stunden vorbei war. Anschließend saß man im neuen gemütlichen Büro von Wikimedia Sverige auf Kungsholmen noch lange zusammen und ließ es sich wohl sein.

Mein Besuch in Stockholm galt vornehmlich dem kollegialen Austausch zu GLAM-Projekten in Schweden und Deutschland, aber jetzt bin ich ganz inspiriert vom konstruktiven Esprit der Wikinger. Und schaue entsprechend voller froher Erwartung auf das GLAMster-Treffen in Bremen am Ende des Monats.

Weiterführende Links zur Mitgliederversammlung und Jahresplanung von WMDE

Wer jetzt neugierig auf die entsprechende Jahresplanung von Wikimedia Deutschland (WMDE) geworden ist, der kann zusammenfassend den passenden Blog-Beitrag nachlesen. Die nächste WMDE-Mitgliederversammlung findet am 24. Mai in Frankfurt am Main statt und im Anschluss wird der Zedler-Preis, der „Oskar“ der deutschsprachigen Wikimedia-Bewegung, öffentlich verliehen.

 

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MS Offene Wissenschaft – Digital Unterwegs für Freies Wissen

Als offizieller Partner des Wissenschaftsjahres 2014 zum Thema Digitale Gesellschaft ist Wikimedia Deutschland in Kooperation mit der Open Knowledge Foundation Deutschland mit einem Exponat auf der MS Wissenschaft beteiligt, deren Austellung dieses Jahr den Titel Digital Unterwegs trägt. Beide Organisationen wollen damit auf die Bedeutsamkeit von Freien Inhalten in der Wissenschaft, aber auch im Alltag aufmerksam machen. Dies ist ein Gastbeitrag von Daniel Mietchen, Wissenschaftler am Museum für Naturkunde in Berlin und aktiver Wikimedianer, der die Konzeption des Exponates begleitet.

MS Wissenschaft 2014“, Wissenschaft im Dialog, CC BY 3.0

Bei Hochwasser ist es für Anwohner, Kommunen und die Katastrophenschutzorganisationen wichtig, regelmäßig aktualisierte Pegelstände einsehen zu können, wie hier für Dresden. Zu Pegelspitzenzeiten besteht auch erhöhter Bedarf an teils sehr detaillierten Modellrechnungen, die zum Beispiel mögliche Deichbrüche einkalkulieren, um Hilfsmaßnahmen vorbereiten, trainieren und durchführen zu können. Bei Pegelspitzen gemessene Durchflusswerte wiederum dienen als Anhaltspunkte für langfristige Planungen hinsichtlich des Hochwasserschutzes wie den Bau oder Rückbau von Dämmen.

Da all dies so offensichtlich nützlich ist, liegt es nahe, dass mit öffentlichen Geldern erhobene Daten – ob zu Verwaltungs-, Verkehrs- oder Wissenschaftszwecken – routinemäßig öffentlich verfügbar sein sollten. Das ist bisher allerdings kaum der Fall, und insbesondere echtzeit-nah veröffentlichte Daten sind eine Ausnahme. Noch seltener sind Datensätze frei nachnutzbar – zum Beispiel, um Pegelstände mit Niederschlagsmessungen oder Immobilien- mit Verkehrsdaten zu kombinieren.

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10 Jahre Wikipedia-Schreibwettbewerb

Der Artikel “Braunbär” gewann den Vierten Schreibwettbewerb. Foto: Jean-noël Lafargue, FAL

Autorinnen und Autoren der Wikipedia beginnen jetzt, ihre Stifte anzuspitzen, die Bücher herauszulegen und die Datenbanken mit den wichtigen Informationen herauszusuchen. Morgen beginnt der 20. Schreibwettbewerb der deutschsprachigen Wikipedia. Bei diesem Wettbewerb zeichnet eine Wikipedia-interne Jury den besten inhaltlichen Textbeitrag zur Wikipedia aus, welcher zwischen heute und dem 31. März in der Wikipedia entstehen wird.

Der Wikipedia-interne Schreibwettbewerb ist ein zentrales Ereignis im Kalender der Wikipedianerinnen und Wikipedianer. Zweimal im Jahr richten sich die Augen der Community auf diesen Wettbewerb. Die Themenauswahl ist dabei frei und die Themen der bisherigen Gewinnerartikel deckten ein breites Spektrum, vom Braunbär über die karolinigische Buchmalerei bis hin zum französischen Fußballverein Stade Reims, ab.

Dabei ist der Schreibwettbewerb ein Mikrokosmos der Wikipedia, in dem es um gute Artikel und enzyklopädisches Schreiben, aber auch um Geschichten, soziale Dynamiken und inhaltliche Grundsatzfragen der Wikipedia geht.

10 Jahre Triumphe und Tränen, Artikel und Ansichten

Der Schreibwettbewerb der Wikipedia entstand in Anlehnung an den Schrijfwedstrijd der niederländischen Wikipedia. Benutzer Achim Raschka legte am 5. September 2004 die erste Seite innerhalb der Wikipedia an, die zu einem Schreibwettbewerb aufrief. Insgesamt kandidierten bei diesem ersten Schreibwettbewerb 44 Artikel. Die damals fünfköpfige Jury wählte den Artikel über das Kloster Lehnin von Benutzer Lienhard Schulz zum Sieger.

Der Schreibwettbewerb traf einen Nerv innerhalb der Community und sorgte dort für hohe Aufmerksamkeit. In einigen Jahren kandidierten über 120 Artikel, von denen ein größerer Anteil nach dem Wettbewerb als “exzellent” oder “lesenswert” ausgezeichnet wurde, welche damit zu den besten 0,3% aller Wikipedia-Artikel gehörte. Nie werden in der Wikipedia so viele Artikel mit dem lesenswert- oder exzellent-Status versehen, wie in den Monaten nach Ende des Schreibwettbewerbs.

Die Auswahl der Sieger wurde dabei noch nie von der Gemeinschaft der Wikipedia-Aktiven getroffen, sondern jedes Jahr ist es eine Jury aus Wikipedianerinnen und Wikipedianern, die diese Auswahl trifft. Im Jahre 2006, beim fünften Schreibwettbewerb, gelingt es das erste mal diese Jury zu einem Livetreffen an einem Ort zusammenzubringen. Die Übernahme der anfallenden Reisekosten zu diesem Jurytreffen war auch eine der allerersten direkten Communityförderungen, die der damals noch junge und kleine Verein Wikimedia Deutschland übernahm. Weiterlesen »

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Wissenschaftsjahr 2014: Digitale Gesellschaft

Offizielles Logo zum Wissenschaftsjahr 2014, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Wikimedia Deutschland ist offizieller Partner des Wissenschaftsjahres 2014 zum Thema “Digitale Gesellschaft”.  Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog. Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft. Ziel ist es, die Öffentlichkeit zu informieren und gesellschaftliche Debatten über Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung vorantreiben.

 

Das Wissenschaftsjahr 2014 stellt die Frage, wie wir uns durch die Digitalisierung als Einzelne und als Gesellschaft verändern und lädt dazu ein, die Auswirkungen der Digitalen Revolution und die zentralen Herausforderungen für die Zukunft der vernetzten Gesellschaft gemeinsam zu diskutieren. Die Debatten werden entlang von drei Handlungsfeldern geführt: Digitales Miteinander, Digitale Wirtschaft und Digitales Wissen.

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Zedler-Preisverleihung 2014 in Frankfurt am Main

Bild: Wikimedia Deutschland, CC-BY-SA 3.0

Zum insgesamt achten Mal vergibt Wikimedia Deutschland im Jahr 2014 den Zedler-Preis für Freies Wissen. Durch den Preis würdigt Wikimedia herausragendes Engagement für Freies Wissen im Allgemeinen und die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte im Besonderen. Preisträger im letzten Jahr waren Artikel über den Maler El Greco, das Wikipedia-interne WikiProjekt Osttimor sowie Wheelmap.org – eine Online-Karte zum Finden und Markieren rollstuhlgerechter Orte.

Derzeit sammelt die Community der Wikimedia-Projekte verschiedene Artikel und Projekte des letzten Jahres als potentielle Preisträger, und wählt aus ihren Reihen die Jurymitglieder. Die Preisverleihung wird am 24. Mai im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Frankfurt am Main stattfinden. Der Zedler-Preis ist benannt nach Johann Heinrich Zedler. Er war Herausgeber des Grossen vollständigen Universal-Lexicons Aller Wissenschafften und Künste und gehört damit zu den Pionieren der kollaborativen Enzyklopädieerstellung

 

 

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Achtung extralang: Herzlich willkommen, Tjane Hartenstein!

Ich mache etwas Ungewöhnliches mit diesem Willkommensbeitrag: Er ist sehr lang und es dauert einige Absätze, bis ich überhaupt auf Tjane zu sprechen komme. Klingt wie das genaue Gegenteil aller Ratschläge übers Bloggen? Ist es auch. Manchmal muss man aber Mut zum Kontext haben, finde ich. Für Alle, die es ganz kurz mögen: Juhu, Tjane Hartenstein verstärkt das Kommunikationsteam von Wikimedia Deutschland! Für Alle, die mehr wissen wollen: Los geht’s…

Tjane Hartenstein (Foto: Lisa Kirchner, CC-BY-SA 3.0)

Viele Themen, viel zu sagen

Was Wikimedia Deutschland tut, wird auf die eine oder andere Art verschriftlicht. Mit Texten informieren wir, klären auf, nehmen Positionen ein oder berichten. Das kann in vielen Formen und über ganz unterschiedliche Kanäle passieren: Broschüren, Newsletter, Webseiten, Blogs, Handreichungen, Social-Media-Posts, Flyer, Magazine, Anschreiben, Banner, Bücher – und so weiter und so fort.

Das ist nicht neu. In den drei Jahren, in denen ich jetzt Teil von Wikimedia Deutschland bin, ist die Bandbreite an Themen, die wir vermitteln wollen, allerdings sehr gewachsen. Die Arbeit der Bereiche dreht sich unter anderem um Community-Unterstützung, freie Lehr- und Lernmaterialien, Software-Projekte wie Wikidata, um Kulturinitiativen, Stellungnahmen und Empfehlungen zu Lizenzfragen oder auch um internationalen Austausch mit anderen Wikimedia-Organisationen. Noch vor zwei Jahren gab es überdies keine Quartalsberichte (zweisprachig) und auch nur halb so viele Blogbeiträge wie heute.

Für mich unterstreicht das, wie weitläufig Freies Wissen wirklich ist. Es kann nicht isoliert betrachtet werden. Wie wir mit Wissen umgehen, lässt sich einfach nicht auf einzelne Themenbereiche eindämmen. Nur, wie entsteht aus vielfältigen Themen und vielen Stimmen bei Wikimedia Deutschland ein klares, intuitives und wiedererkennbares Bild für die Öffentlichkeit? Für mich ist das eine zentrale Frage, die das Kommunikationsteam beantworten muss.

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Stippvisite beim Chapter in Israel

Editathon in der Nationalbibliothek Israel

 

Bei einer privaten Reise nach Israel wollte ich die Gelegenheit nicht auslassen und bei den Kolleginnen und Kollegen  von Wikimedia Israel  vorbeischauen. Genau wie Wikimedia Deutschland hatte auch das israelische Chapter gerade neue Räume bezogen, mit zwei Angestellten und einem großen Communityraum, der für Treffen der Wikimedia-Communitys zur Verfügung steht. Die hebräische Wikip/mediacommunity ist klein, aber sehr aktiv. In der Geschäftsstelle traf ich auch gleich Amos an, einen aktiven Freiwilligen, der mit WikiAir fantastische Fotoflüge für die Bebilderungen der Artikel zu Israel durchführt.  Ein paar Tage vor meinem Besuch hatte außerdem ein Hackathon stattgefunden, bei dem über 70 Freiwillige kamen. Das hat die Teilnehmenden und Wikimedia Israel sehr positiv überrascht. So viel Interesse hatte man bei den “kleinen Communitys” nicht erwartet und zeigt vielleicht welche ganz eigenen Stärken in den israelischen Communitys noch schlummern und sich gerade mit den organisierten Treffen erst entwickeln. Darüber hinaus gibt es von dem Chapter unterstützt und von den Freiwilligen organisiert regelmäßige Touren in die zahlreichen Museen oder an denkmalgeschütze Orte.

Ich durfte dann noch einer Premiere beiwohnen und konnte dort am ersten Editathon der hebräischen Wikipedia teilnehmen und beobachten wie Wikipedianer Dror an der Nationalbiliothek Israel  Wikipedianeulinge anleitete. Dror, langjähriger und gestandener Wikipedianer, war in den letzten 6 Monaten “Wikipedian in Residence” bei der israelischen Nationalbibliothek gewesen und hatte so den Workshop an diesem renommierten Ort möglich machen können. Etwa 30 Menschen waren gekommen, jeder “Newbie” bekam eine Art Buddy, mit dem erste Schritte in der Wikipedia gemeinsam gegangen werden konnten. Vorher gab Dror in einem kurzen Input eine exzellente Übersicht und Einführung in die Wikipedia und ihre Schwesterprojekte. Eine tolle Gelegenheit für mich, die Eigenheiten der hebräischen Wikipedia kennen zu lernen: Der erste Artikel  der hebräischen Wikipedia war “Mathematik”, und die aktive israelische Community in der Region des Nahen Osten hat auch Wikipedien in Minderheitssprachen auf die Beine helfen können, wie z.B. der tscherkessischen Wikipedia , eine in Israel lebende Minderheit, mit bisher nur 2 Autoren, die aber weiter wächst.

 

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