Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Niemand hat die Absicht, einen Selbstläufer zu entwickeln: PSI-Hearing in Luxemburg

Am 26. Juni 2013 wurde die Richtlinie 2003/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. November 2003 über die Weiterverarbeitung von Informationen des öffentlichen Sektors (Freunde sagen dazu PSI-Richtlinie) geändert. Die neue Richtlinie muss spätestens bis Juli 2015 in nationales Recht der EU-Mitgliedsstaaten überführt werden. Ziel dieser Richtlinie ist es, die Informationen des Öffentlichen Sektors weiterverwendbar zu machen – sowohl für gewerbliche als auch für nichtgewerbliche Zwecke. Mit den Änderungen der Richtlinie im Jahr 2013 gibt es nun auch spezielle Vorgaben zur Wahl offener, maschinenlesbarer Formate und die Verwendung von Portalen für die proaktive Bereitstellung dieser Informationen.

Am 25. November fand in Luxemburg eine Anhörung der Europäischen Kommission zu einigen Fragen der Umsetzung dieser Richtlinie statt, an der Dimitar Dimitrov, Wikimedias Mann in Brüssel, und Mathias Schindler von Wikimedia Deutschland teilgenommen haben. Zeitgleich endete eine Konsultation der Kommission, in der um Stellungnahmen durch die Öffentlichkeit gebeten wurde, insbesondere was die Verwendung von Standardlizenzen (z.B. Creative Commons) betraf. Die Ergebnisse dieser Konsultation sind noch nicht veröffentlicht, es wurden auf dem Hearing in Luxemburg einzelne Vorabergebnisse herumgereicht.

Die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht ist eine Chance für die freie Nachnutzbarkeit staatlicher Werke, denn die PSI-Richtlinie definiert nur die Mindestanforderungen. Jeder Nationalstaat kann anwendungsfreundlichere Regelungen schaffen, die über die Anforderungen der Richtlinie hinausgehen. Zweitens gibt es einige Begriffe in der Richtlinie, die erst noch mit Leben gefüllt werden müssen: Was genau sind offene Formate, ab wann genau ist ein Format maschinenlesbar (und ja, Artikel 2 Absatz 6 und 7 helfen nur bedingt bei der Begriffsklärung). Nach Artikel 6 PSI-Richtlinie sind die zulässigen Gebühren auf die durch die Reproduktion, Bereitstellung und Weiterverbreitung verursachten Grenzkosten beschränkt. Nahezu alle Experten gehen davon aus, dass diese Formulierung in der Praxis bei einer Internetbereitstellung dazu führen wird, dass Gebühren insgesamt unzulässig sind oder sie so gering sein werden, dass es betriebswirtschaftlich unsinnig wäre, sie einzufordern.

Eine Besonderheit sind Einrichtungen des kulturellen Sektors, die von der Grenzkostenrechnung ausgenommen sind, aber immerhin ihre Kostenrechnung offenlegen müssen, nach der sie die Nachnutzung erlauben. Auch hier gibt es noch keine Einigung bei der Frage, wie eine solche transparente, objektive und nachprüfbare Kostenrechnung aussehen mag. Auf der Anhörung erhielten wir die Gelegenheit, im Rahmen einer “Intervention” auf die derzeitge Kostensituation und die derzeitigen verschwindend geringen Einnahmen bei der Nachnutzung staatlicher Werke hinzuwiesen. Dies ist insbesondere deshalb relevant, weil Artikel 6 Absatz 2 a öffentliche Stellen privilegiert, zu deren Auftrag das Erzielen von Einnahmen gehört. Unseren Zahlen nach ist so etwas in Deutschland flächendeckend nicht der Fall.

Wikimedia Deutschland wird diesen Konsultationsprozess und die Umsetzung der PSI-Richtlinie in nationales Recht aktiv begleiten. Wir sehen hier große Chancen für die Verbesserung der Gesamtsituation: Staatliche Werke sollen frei nachnutzbar werden, die PSI-Richtlinie kann dazu einen wichtigen Beitrag liefern.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
Loading...Loading...

Gratulation! Das neue Präsidium von Wikimedia Deutschland (und mehr)

Am 30. November fand in Berlin die 13. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt. Auf der Tagesordnung standen neben der Verabschiedung des Jahresplans 2013, der Entscheidung über die Zukunft des früheren Community-Projektbudgets und weiterer Themen vor allem die Wahl des ehrenamtlichen Präsidiums. Nach einem Jahr Amtszeit des gesamten Gremiums blickte Ralf Liebau als Vorsitzender auf das Erreichte zurück. Details hierzu, zu einzelnen Kandidaten und Ergebnissen, zu allen Anträgen sowie zu Beschlüssen, werden im kommenden Protokoll der Versammlung nachzulesen sein. In diesem Beitrag geht es zunächst um alte Bekannte und neue Köpfe. Ein herzlicher Glückwunsch an das gewählte Präsidium:

Vorsitzender

  • Nikolas Becker

Stellvertretende Vorsitzende

  • Anja Ebersbach
  • Tim Moritz Hector

Schatzmeister

  • Steffen Prößdorf

Beisitzer

  • Jürgen Friedrich
  • Markus Glaser
  • Sebastian Wallroth
  • Ralf Bösch
  • Robin Tech
  • Jens Best

Nikolas Becker folgt damit Ralf Liebau als Vorsitzender nach, der wie die Beisitzer Martin Rulsch und Manuela Kanneberg sowie die Stellvertretende Vorsitzende Delphine Ménard nicht erneut zur Wahl antrat. Diesen Vier, die wie alle Mitglieder des vorangegangenen Präsidiums auf der Veranstaltung verabschiedet wurden, sei auch an dieser Stelle noch einmal besonders für Ihr Engagement im letzten Jahr gedankt!

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnitt: 3,50 von 5)
Loading...Loading...

Monatsbericht November 2013

Wie zu Beginn jedes neuen Monats folgt hier eine gemeinschaftlich erstellte Zusammenfassung der Aktivitäten von Wikimedia Deutschland. Am vergangenen Samstag, den 30.11., fand in Berlin außerdem die 13. Mitgliederversammlung des Vereins statt. Auf dem Programm stand unter anderem die turnusgemäße Wahl des Präsidiums. In den nächsten Tagen folgt ein Rückblick auf die Veranstaltung und Details zur Wahl sowie zu weiteren Themen. Hier nur in Kürze der Glückwunsch an alle Gewählten: Zum Vorsitzenden des Präsidiums wurde Nikolas Becker gewählt, seine Stellvertreter sind Anja Ebersbach und Tim Moritz Hector. Als Schatzmeister wurde Steffen Prößdorf bestätigt, ebenso die Kassenprüfer Olaf Kosinsky, Daniel Baur, Holger Motzkau und Thomas Goldammer. Die sechs Beisitzer des Präsidiums sind Jürgen Friedrich, Markus Glaser, Sebastian Wallroth, Ralf Bösch, Robin Tech und Jens Best. Herzlichen Glückwunsch! Ergebnisse und Weiteres folgt wie gesagt.

Michael Jahn

TEAM COMMUNITYS

Förderprogramme

Die wohl größte ehrenamtliche Veranstaltung im November, die WikiCon in Karlsruhe, durfte Wikimedia Deutschland organisatorisch und finanziell mit unterstützen. Rund 200 Aktive der Wikimedia-Projekte und weiterer Projekte Freien Wissens, allen voran der Wikipedia, trafen sich in Karlsruhe. Neun der 46 festen Workshops, denen ein Barcamp folgte, wurden unter Beteiligung von Angestellten von Wikimedia Deutschland zusammen mit Community-Mitgliedern durchgeführt.

Für das von Freiwilligen im Rahmen der WikiCon durchgeführte Motivationsprojekt 2013, zur Ehrung von Wikipedianern, die sich im Bereich Motivations- und Anerkennungskultur verdient gemacht haben, werden vom Team Communitys Buchpreise an insgesamt 14 Gewinner versendet.

Direkt im Anschluss fand das Landtagsprojekt Nordrhein-Westfalen statt. Die Ergebnisse der nachhaltigen Fotografierveranstaltung sind auf Wikimedia Commons zu finden und bald auf der Wikipedia-Ergebnisliste zu sehen.

Für den in Deutschland komplett von Freiwilligen organisierten weltgrößten Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments hat Wikimedia Deutschland die 100 Preisträger mit Sachpreisen ausgezeichnet. Für Wiki Loves Monuments Sachsen wurden die drei Hauptpreise ausgelobt.

Bereits vorher tagte mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland die Jury des 19. Schreibwettbewerbs. Auch hier wurde ein Preis ausgelobt: ein Sprachkurs in Portugiesisch.

Der SPD-Bundesparteitag wurde, unterstützt durch den Verein, dokumentiert, ebenso der Parteitag der CSU in München.

Bereits in den ersten Tagen des Novembers wurden Fotoexkursion und Schreibwerkstatt in der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften gefördert.

Mit dem Offenen Editieren fand am 28. November die erste Veranstaltung in den neuen Räumen von Wikimedia Deutschland am Tempelhofer Ufer 23-24 statt.

  Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 3,33 von 5)
Loading...Loading...

Spendenkampagne 2013 gestartet

Am heutigen Donnerstag, den 14.11, beginnt die jährliche Spendenkampagne 2013. Bis zum Ende des Jahres werden die Leserinnen und Leser der Wikipedia um finanzielle Unterstützung gebeten. Mit Hilfe von Spendenbannern machen wir darauf aufmerksam, dass sich Wikipedia durch ihre Leserinnen und Leser finanziert und daher auf sie angewiesen ist.

Die Spendenkampagne 2013 hat natürlich ein monetäres Ziel, welches durch den Jahresplan für das kommende Jahr gesetzt wird. Aber das Geld ist nur Mittel zum Zweck. Ziel beim Fundraising ist es immer, die Menschen von einer Idee zu überzeugen. Die Menschen spenden, weil ihnen Wikipedia am Herzen liegt und sie den freien Zugang zu Wissen erhalten möchten.

Um unsere Ziele der Spendenkampagne zu erreichen, werden wir auch dieses Jahr viele unterschiedliche Banner und Spendenseiten auf ihre Wirksamkeit prüfen. Darunter wird auch eine Neugestaltung der Spendenseite sein; vor allem aber neue Bannerdesigns und -konzeptionen.

Es gibt übrigens noch eine weitere Besonderheit während der Kampagne: Wir werden die Banner zunächst nicht für angemeldete Benutzer anzeigen. Der derzeitige Plan ist, zu einem späteren Zeitpunkt die Banner nur eine kurze Zeit lang für angemeldete Benutzer zu schalten. Denn wir wissen durch unsere Spenderumfrage, dass ein beachtlicher Teil unser Unterstützer Benutzerkonten hat.

Während der Spendenkampagne erscheinen an unterschiedlichsten Stellen in der Wikipedia Fragen und Anmerkungen zur Kampagne. Ein paar zentrale Seiten in der Wikipedia haben wir zwar auf dem Schirm, aber natürlich nicht alle. Daher unsere Bitte an euch: Wir brauchen eure wachsamen Augen! Wenn ihr Fragen, Anmerkungen oder Kritik rund um die Kampagne seht, verweist die Person entweder auf unsere Portalseite oder macht uns auf den Kommentar aufmerksam.

Abschließend möchte ich euch noch auf unsere Spenderkommentare aufmerksam machen. Es ist immer wieder faszinierend zu lesen, warum die Menschen für Wikipedia, ihre Schwesterprojekte und generell Freies Wissen spenden. Jeder Leser, jede Leserin hat eine besonderen Bezug zu Wikipedia. Die Bedeutung des Projektes für die Menschen in Deutschland lässt sich anhand der Spenderkommentare wunderbar ablesen.

Viel Spaß beim Lesen und auf eine erfolgreiche Kampagne!

Till, Tobias, Johannes, Kai, Wladimir, Henry und Philip

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Bewertungen, Durchschnitt: 3,14 von 5)
Loading...Loading...

Verstärkung im Bereich Bildung und Wissen

Sebastian Horndasch, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Wir freuen uns sehr, Sebastian Horndasch und Christopher Schwarzkopf als neue Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland e.V. zu begrüßen. Sie werden zukünftig den Bereich Bildung und Wissen tatkräftig unterstützen.

Sebastian wird als Projektmanager im nächsten Jahr vor allem das Thema Open Educational Resources als Elternzeitvertretung für Elly Köpf bearbeiten. Er war nach seinem Studium der Politik und Volkswirtschaftslehre zunächst als Buchautor tätig und verwertete seine Erfahrungen mit dem Bachelor/Master-System in zwei Ratgeberbüchern. Darüber hinaus arbeitete er als freier Journalist und Blogger im Hochschulbereich und führte die Studienberatung der Firma border concepts. Sebastian schreibt in seiner Freizeit unregelmäßig in der Wikipedia und legte 2004 seinen ersten Artikel an.

Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Christopher unterstützt den Bereich Bildung und Wissen als Projektassistent. Christopher studierte Sozial- und Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen und absolvierte unter anderem ein Praktikum im Sekretariat der Vereinten Nationen in New York. Nach seinem Studium arbeitete er bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, wo er unter anderem eine Kampagne zu Menschenrechtsverletzungen koordinierte und für die Unterstützung der Mitgliedschaft und der Freiwilligen zuständig war.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
Loading...Loading...

Von August bis Oktober: unsere Monats- und Quartalsberichte

Zum Ende jedes Monats fassen wir hauptamtlichen Mitarbeiter unsere Arbeit in einem Rückblick auf die letzten vier Wochen zusammen. Der Bericht entsteht gemeinschaftlich, mit Beiträgen aus den einzelnen Teams, und verweist bei allen Themen auf Blogbeiträge oder weiterführende Stellen, wo detaillierte Informationen und Hintergründe nachzulesen sind. Hier ist der Monatsbericht für den Oktober.

In dieser Woche ist außerdem unser dritter Quartalsbericht veröffentlicht worden. Er blickt auf den gesamten Zeitraum Juli, August, und September zurück – und ist damit eine dieser weiterführenden Stellen. Beide Formate, Monats- und Quartalsbericht, haben wie alle Veröffentlichungen des Vereins ihre eigene Funktion im Gesamtbild unserer Berichte. Einzelne Themen aus persönlicher Sicht finden sich in den weit über 200 Blogbeiträgen dieses Jahres wieder. Dort geht es um Terminankündigungen, Rückblicke oder detaillierte Vor-Ort-Geschichten. Der Monatsbericht fasst dann die Vielzahl der Einzelthemen als Übersicht zusammen. In den Quartalsberichten schließlich helfen alle diese Informationen bei der Überprüfung, welchen Stand wir auf dem Weg zu den Zielen des Jahresplans erreicht haben. Was funktioniert gut? Was schaffen wir gegebenfalls nicht, und warum ist das so? In den Quartalsberichten geht es also gleichermaßen um Erkenntnisse für die Zukunft wie um aktuelle Zwischenstände.

Gute Lektüre!

Michael Jahn

Monatsbericht Oktober

TEAM COMMUNITYS

Während das neu aufgestellte Team Communitys im Oktober eine Klausur zu Kommunikation, Förderung & Infrastruktur abhielt sowie die AG “Zukunft CPB” einen antragsfähigen Entwurf zur 13. Mitgliederversammlung erarbeitete und Treffen und Workshops zu regionalen Treffpunkten stattfanden, gab es im Oktober viele weitere Veranstaltungen aus der Community heraus, die Wikimedia Deutschland erfolgreich und ausgesprochen gerne unterstützte:

Jede einzelne Woche gab es Veranstaltungen aus der oder für die Community in der Geschäftsstelle. Neben dem WikiTV-Treffen und dem Redaktionstreffen Physik fanden der Diversitätsworkshop und das Offene Editieren statt.

Der von Wikimedia Deutschland finanzierte Workshop Photoshop intensiv in Kassel versetzte Communitymitglieder in die Lage, freie Fotos hochwertig zu bearbeiten. Das erworbene Wissen soll in weiteren Workshops mit weiteren Freiwilligen geteilt werden.

Beim Jurytreffen des diesjährigen Fotowettbewerbs Wiki Loves Monuments wurden die aus 35.580 hochgeladenen Fotos vorausgewählten 900 Endkandidaten diskutiert und 100 Preisträger gekürt, die zur WikiCon Sachpreise von Wikimedia Deutschland erhalten werden.

Anfang Oktober fand der vom Verein unterstützte Workshop Köln statt, bei dem über den weiteren Ausbau der Unterstützung lokaler Aktivitäten und die Einrichtung eines Community-Stützpunkts in Köln und in anderen Orten diskutiert wurde.

Weiterlesen »

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
Loading...Loading...

Ein Community-Stützpunkt / -Space / -whatever. Warum, wo, wie, wann und wer?

Im Wikipedia:Kurier gab es eine Diskussion über den auf dem Workshop:Köln am 6. Oktober 2013 diskutierten Community-Stützpunkt (der auch einen ganz anderen Namen haben könnte). Die Diskussion ist auch aufgrund der Darstellung im Kurier-Artikel so heftig geworden, so dass ich – ganz ohne den Artikel selbst bewerten zu wollen – meine eigene Sicht der Dinge darstellen möchte. Auf Anregung von Sebastian Sooth reblogge ich diesen Beitrag aus meinem privaten Blog nun auch hier.

Warum

Eines der wichtigsten Worte auf dem Workshop war “Bespielen”: Also die Frage, wofür wir so etwas überhaupt brauchen. Natürlich haben wir nicht stundenlang über irgendwelche Strukturen diskutiert, ohne die Inhalte zu kennen, die dort ablaufen könnten; ganz im Gegenteil, die Klärung dieser Frage war sehr wesentlich. Hier eine Auflistung der Dinge, die in einem Community-Dingsda passieren könnten.

  • Gemeinsames Editieren (Edit-a-thon)
  • Redaktionstreffen (damit auch Räumlichkeiten außerhalb Berlins zur Verfügung stehen)
  • Schulungen für Wikipedia-Anfänger verschiedener Zielgruppen
  • Regionale Workshops
  • Lokale GLAM-Aktivitäten (jemanden in den Space einladen)
  • WLM: Jury-Sitzungen, Fotoworkshops, Anwerben von NeuautorInnen, eine kleine Fotoausstellung, die zum Mitmachen anregt und die SiegerInnen und auch diejenigen, die vielleicht keinen Preis gewonnen haben, ehrt
  • Spontane Einzelbetreuung
  • Brückenfunktion Stammtisch und Wikipedia-Arbeit: Jemand, der das erste Mal auf dem Stammtisch aufgeschlagen ist, kann beim nächsten Edit-a-thon einfach mal zugucken
  • Kleine Vortragsreihen, für AutorInnen, damit sie auch auf andere Ideen kommen
  • “Lagerraum” für all die Dinge, die sonst ständig aus Berlin angeschleppt werden müssen
  • Kleine Bibliothek zur Ausleihe
  • “Wikipedia-Sprechstunde” für NeuautorInnen, angekündigt in der Wikipedia
  • “Wikimedia-Sprechstunde” für neue Wikimedia-Aktive, angekündigt auf der Vereinshomepage oder so
  • “Wikimedia Commons-Sprechstunde” für neue FotografInnen, keine Ahnung, wie man das ankündigt
  • Alle Schwesterprojekte können auch solche Workshops anbieten
  • Vor- und Nachbereitung von Exkursionen
  • Einen Raum für die Presse zur Verfügung haben
  • Community-Buildings-Gedöns (gemeinsames Kochen, Spielen, Spaß haben, Plaudern, einen Lesekreis organisieren, Kaffee und Kuchen, gemeinsam kreativ sein und neue Ideen in die Welt setzen …..)

Das ist unheimlich viel und die Liste kann noch um das Dreifache ergänzt werden. Und wenn wir nach der Testphase feststellen: Nichts davon hat dort stattgefunden, der Raum ist verstaubt und das Papier  vergilbt, der/die Zuständige sitzt die ganze Zeit schlafend in der Ecke und die lokale Gruppe von Freiwilligen hat sich verkrümelt, dann schließen wir das Ding. Aber der Gründe, das einmal zu probieren, gibt es wohl genug. Und das war Konsens auf dem Workshop (der-/diejenige, der/die widersprechen will, möge mich hauen).

Ein Wort zu “wie konkret verbessert das die Wikipedia?”: Wie Edit-a-thons und Fotoworkshops die Wikipedia verbessern, will ich hier gar nicht ausführen. Die übrigen Punkte zielen in erster Linie auf die Gewinnung neuer Beitragender und neuer Inhalte bzw. Quellen für Inhalte. Aber auch alle Aktivitäten, die im letzten Punkt “Community-Buildings-Gedöns” zusammengefasst sind, sind elementar wichtig für die Wikimedia-Projekte: Auch wenn viele sich das nicht vorstellen können (und ja auch nicht jede/r daran Gefallen finden muss), so ist die persönliche Bindung an AutorInnen, die mit einem das selbe Ziel verfolgen, für einige die größte Motivation und die kann durch solche Aktionen immens gesteigert werden.

Wo

Aus meiner Sicht – und ich denke, wir waren uns da auf dem Workshop einig – kann ein Community-Stützpunkt überall dort entstehen, wo er gebraucht wird und genügend Träger findet.

Wichtig scheint mir noch die Frage zu sein: “Warum in Köln?”: Nämlich nicht etwa, weil die Kölner mit ihrem übersteigerten Selbstbewusstsein selbst eine große Nummer spielen wollen oder weil sie so gut im Klüngeln sind (dieses Argument kam tatsächlich irgendwo), sondern weil sie die Idee hatten, sie weitergetrieben haben, weil sie eine gut organisierte Community sind, weil es einen offensichtlichen Bedarf gibt und weil eine Entscheidung für Köln langfristig keine Entscheidung gegen [beliebige deutsche Stadt hier einsetzen] ist.

Wie

Das Konzept treibt bereits aus.
(Foto: CC-by-SA 3.0, Hedwig Storch)

Wir haben dann auf dem Workshop drei Gruppen gegründet. Und ja, es gab einein Dissens (inhaltliche Erläuterung folgt gleich). Diesen Dissens herauszustellen, war Zielsetzung dieser Gruppenarbeit. Kein Wunder also, dass das auch passiert ist. Der Dissens war aber viel kleiner, als wir alle angenommen hatten und entsprechend konstruktiv war auch die Präsentation der Ergebnisse der drei Arbeitsgruppen.
Wir hatten uns vor der Gruppenbildung darauf geeinigt, dass wir unser Bild eines Community-Spaces als Zwiebel verstehen. Tränenfrei, versteht sich. Im Kern, sozusagen als Must-have, war der Basis-Teil, der sich ausschließlich an die Community richten sollte und alle Aktivitäten aus der obigen Liste abdeckte, die sich nur “nach innen” richten sollten. Wir nannten das “Zwiebel 1″ und beauftragten eine Gruppe damit, dieses Szenario konkreter auszugestalten. Die äußere Schicht war optional und sollte auch die Aktivitäten abdecken, die sich mit der Repräsentanz, dem Gewinnen von NeuautorInnen, mit GLAM und Gedankenspielereien zu Ausstellungen beschäftigen – zusammengefasst, sich also auch an “externe Zielgruppen” richten. Wir tauften diese Arbeitsgruppe “Zwiebel 2″ und schickten sie in einen anderen Arbeitsraum. Eine weitere Arbeitsgruppe sollte schon einmal ein grobes zeitliches Raster entwickeln und grundsätzliche Überlegungen anstellen, um die beiden Arbeitsgruppen ggf. wieder zu erden  (wir sprachen hier von einer “Meta-Zwiebel” oder auch vom “Zwiebel-Pflanzen”) und später sollten das erste und das zweite Szenario hier eingefügt werden.

Gesagt getan. Die erste Gruppe entwarf folgendes Szenario:

  • Es gibt ein Space-Team, das für die Bespielung des Community-Space zuständig ist.
  • Es gibt eine/n Facility-Manager/in, der/die überwiegend Hausmeister-Funktionen ausübt.
  • Es soll nur das dort stattfinden, was das lokale Team auch realisieren kann.
  • Es gibt mehrmals wöchentlich Präsenzzeiten im Space, um erreichbar zu sein.
  • Der Raum ist in erster Linie gemütlich ausgerichtet.
  • Das Space-Team ist der/dem Facility-Manager/in weisungsbefugt, aber er/sie ist Angestellter von WMDE.

Das zweite Szenario sah wie folgt aus:

  • Es gibt ein Planungsgremium, das für die Bespielung des Community-Space zuständig ist.
  • Es gibt eine/n Community-Assistant, der/die als “primus inter pares” im Planungsgremium sitzt und in Zusammenarbeit mit dem Planungsgremium die Nutzung des Space plant, Termine koordiniert, ein Lager koordiniert etc.
  • Es soll nur das dort stattfinden, was das lokale Team auch realisieren kann.
  • Es gibt mehrmals wöchentlich Präsenzzeiten im Space, um erreichbar zu sein.
  • Der Raum hat einen gemütlichen und einen offizielleren Teil (Sitzungsräume, kleiner Schulungsraum).
  • Das Space-Team und der/die Community-Assistant arbeiten eng zusammen, letztendlich weisungsbefugt ist, als Arbeitgeber, die GS in Berlin.

Keine von beiden Gruppen klebte an ihren Vorstellungen. Noch im Nachgespräch zu den Gruppenpräsentationen im Plenum spürte ich förmlich die Annäherung, so ähnlich waren ja auch die entworfenen Konzepte. Das war kein spaltender Dissens, sondern der, der zwei unterschiedlichen Grundannahmen des “Warums” entsprang und leicht gelöst werden kann.

Wann

Es folgte noch die Präsentation der Meta-Zwiebel, die sich mit verschiedenen strukturellen Themen befasst hatte und zu folgenden Schlüssen gekommen war:

  • Es muss eine Testphase geben, damit alles wieder eingestellt werden kann, wenn alles sich anders entwickelt, als gedacht.
  • Die Stellenbeschreibung und Weisungsgebundenheit der/des Mitarbeiters/in muss klar sein; die Gruppe empfiehlt die Zusammenarbeit mit WMDE, auch um die Mietverträge für den Raum abzuschließen.
  • Es sollte für den Raum eine Art “Mission statement”, eine Nutzungsideologie geben.
  • Es sollte eine Art Vereinbarung zwischen WMDE und dem Space-Team geben.
  • Die Frage nach der finanziellen Abwicklung (Budget/Einzelanträge etc.) muss noch geklärt werden, ist aber ein Detail, das den Inhalten unterzuordnen ist.

Wer?

Dann gründete sich ein Space-Team, das aus den drei Zwiebeln ein Gesamtkonzept entwickeln und es WMDE vortragen sollte (Sebaso stand dafür zur Verfügung) und ein Meta-Space-Team, das die Entwicklung in Köln und auch an anderen Orten strategisch begleiten und überwachen sollte, um “Lessons learned” und “best practices” für die anderen Teams zu sammeln und aufzubereiten, denn, nochmal: Eine Entscheidung für Köln ist keine Entscheidung gegen Hamburg, München oder sonstwo.

Eine Gruppe von Leuten fand sich für beides. Es sind sozusagen die Gründungs-Space-Teams. Los geht’s!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 4,67 von 5)
Loading...Loading...

WikiCon 2013: Anmeldung läuft!

Die offizielle und verbindliche Anmeldung für die diesjährige WikiCon läuft noch bis zum 23.10.2013. Sie erfolgt über ein Anmeldeportal, das unter wikicon-2013.de zu erreichen ist. Für Teilnehmer, die eine Hotelübernachtung benötigen, bietet Wikimedia Deutschland im Rahmen der verfügbaren Kontingente eine Zimmerbuchung für wahlweise Einzel- oder Doppelzimmer an. Daran Interessierte werden gebeten, die Anmeldung jetzt noch einzureichen. Dasselbe gilt für Teilnehmer, die Bedarf an einer Kinderbetreuung vor Ort haben. Die Konferenzgebühr, in der unter anderem die Verpflegung, ein T-Shirt und Teilnahmeunterlagen enthalten sind, beläuft sich auf 20 Euro. Für Referenten sowie Helfer entfällt diese.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...Loading...

Es ist ein langer Weg

Über die erste Open GLAM Konferenz in Warschau.

Eng und beschwerlich ist der Weg. Hier der Abwasserkanalnachbau im Museum zum Aufstand in Warschau. By Julia Sielicka-Jastrzębska (Julia Sielicka-Jastrzębska) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Wikimedia Polska hatte gemeinsam mit verschiedenen Partnern Kultureinrichtungen aus ganz Polen eingeladen, sich gemeinsam der Frage zu stellen: Wie weit sind wir auf dem Weg zu einem offenen und freien Museum gekommen? Im Saal circa 50 bis 60 meist junge Kulturmenschen aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Von einer universitären Literatur- und Kulturzeitschrift, die jüngst auch eine Online-Ausgabe gelauncht hat, einer NGO, die sich für die verbesserte Zugänglichkeit von staatlichen Werken in Polen engagiert, einem Archiv für Videoart, über eine Sammlung zeitgenössischer Kunst einer Bank bis hin zu ganz „normalen“ Museen wie dem Jüdischen Museum in Warschau oder dem Regionalmuseum aus dem schlesischen Bytom – das Spektrum war sehr vielseitig. Die diskutierten Präsentationen ergänzten Vorträge aus der Perspektive der Wikimedia-Bewegung in Polen, Schweden, Bulgarien, Deutschland sowie der Europeana. Aber so unterschiedlich die Perspektiven der Vortragenden und des Publikums im Einzelnen waren, mir blieb vor allem dieser Eindruck haften: Es ist noch ein langer Weg bis man tatsächlich von frei zugänglichen GLAM-Einrichtungen sprechen kann. Vielen ist schon der Schritt, die eigene Sammlung online zu präsentieren, damit man sie sich dort anschauen kann, ein zu gewagter. Und nach diesem ersten Schritt stellt sich rasch die Frage nach der Art der Lizenzierung. Das Videoart-Archiv glaubt, die Interessen seiner Künstler am besten durch eine restriktive Interpretation des Urheberrechtes zu vertreten. Die Banker hingegen, haben die Erfahrung gemacht, dass die Künstler, deren Werke sie für die Ausstattung ihrer Bankzentrale erworben haben, ein starkes Interesse an einer Verbreitung ihrer Werke haben. Sie haben daher nach entsprechender Beratung einer Creative Commons Lizenz zugestimmt, jedoch nur für den nicht kommerziellen Gebrauch. Das Bytomer Museum wiederum profitiert auch im wirtschaftlichen Sinne durch die Nutzung der sehr offenen CC BY – Lizenz, nach der jeder das Werk frei weiter nutzen kann auch für kommerzielle Zwecke und es verändern darf so lange er nur den Urheber nennt. Seit der Publikation ihrer Produktionen unter dieser Freien Lizenz und deren damit möglichen Online-Verbreitung ist die Anzahl der Buchungen der kostenpflichtigen Kursprogramme des Museums erheblich gestiegen. Dies stockt den knappen Etat des Museums merklich auf. In Summa: Man probiert sich und die neuen Medien aus. Das zog sich wie ein roter Faden durch die Präsentationen und Diskussionen.

Der Warschauer Kulturpalast By Marcin Białek (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Zwei Warschauer Museen gelang es mir in den Konferenzpausen zu besuchen. So unterschiedlich ihre Thematik war, so sehr knüpften doch auch sie an den roten Faden der Tagung an. Das Chopin Museum, standesgemäß untergebracht in einem Barockpalais, überwältigt den Besucher durch den inszenierten Einsatz aller nur denkbaren Multimedia-Anwendungen. In verwirrender Vielfalt tönte rechts eine Mazurka, blinkte links eine Videoinstallation und hustete unvermutet neben meinem Ohr jemand aus dem Lautsprecher. Letzteres eine Reminiszenz an Chopins Tuberkulose,wie mich der nette Museumswächter beruhigte.  Im Werbefilm schaut das Ganze noch beeindruckend aus, am Ende musste ich jedoch bei Wikipedia nachschlagen, wann Chopin gestorben ist. Auch das Museum zum Aufstand der Warschauer im Zweiten Weltkrieg 1944, nicht zu verwechseln mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto 1943, präsentierte sich als eine mediale Leistungsshow. In einem ehemaligen Straßenbahndepot ein paar Bushaltestellen vom Kulturpalast im Zentrum entfernt taucht das bunt gemischte Publikum ein in die Inszenierung einer heldenhaften Schlacht. Kulissen des alten Warschau, Filmaufnahmen von Exekutionen neben Zeitzeugeninterviews, Fliegermotorenlärm, Schüsse und marschierende Stiefel auf dem Pflaster, über das der Besucher selber läuft. Waffen possierlich in weißen Schaukästen sauber wie Schmetterlinge einer naturkundlichen Sammlung aufgereiht und dunkel daneben ein Nachbau der Abwasserkanäle, durch die die Widerständler flüchteten. Kaum Text, im Vordergrund steht das emotionale Erleben. Kinder hasten von einer Installation zu nächsten, Männer streichen ehrfürchtig über dicke Bunkerwände, Touristen knipsen sich neben abgeplatzten Straßenschildern, alte Damen mühen sich die steilen Treppen in der Kino-Arena hoch und dort sitzen sie schließlich alle und schauen den Film auf der Großleinwand. Der Aufstand präsentiert sich in grobkörnigen schwarzweiß Filmaufnahmen als ein heiteres Abenteuer für Helden. Eine Besucherumfrage hat ergeben, dass viele nach dem Museumsbesuch glaubten, die polnischen Kämpfer hätten gesiegt. Der Erzählung zum Trotz war das Gegenteil der Fall. Die deutsche Wehrmacht hat Warschau nach der Niederschlagung des Aufstandes brutal zerstört.

Gerade der Besuch des letzten Museums hat mich sehr nachdenklich werden lassen. Ein Museum hat hier abstrakt gesprochen Daten zusammengetragen und sie durch ihre Inszenierung zu einer Aussage verdichtet. Wären wir als „User“ freier und mündiger, wenn wir freien Zugang zu eben diesen „Daten“ hätten und sie selbst zusammenstellen, gruppieren und mit unseren jeweils eigenen Fragen konfrontieren könnten? Verkürzt, versetzt uns der freie Zugang zu den Daten allein in die Lage sie zu interpretieren? Welche Aufgabe käme dem Museum in dieser Konstellation noch zu? Unter anderem dieser Frage werden wir Ende November in Berlin nachgehen. Auf der Tagung „Zugang gestalten“ werden ca. 200 Vertreter aus Kultur, Politik und Wirtschaft die Diskussion der polnischen Kollegen fortführen.

 

Fotodokumentation der Konferenz

Weiterer Blogbeitrag in English :)

 

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...

Freiwillige berichten vom Fotoflug im Sauerland

Blick auf das Kloster Grafschaft
(Schmallenberg, Sauerland)
Foto: Teta, CC-BY-SA 3.0* (via Wikimedia Commons)

 

Ein Gastbeitrag von Falkmart

Auf Initiative des Wikiprojekts Sauerland wurde am 6. Juli über dem östlichen Sauerland ein erster Fotoflug durchgeführt. Die Region erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen und Hessen. Beim ersten Flug wurden unter anderem Berge, Seen, Gebäude und Orte im östlichen Sauerland, insbesondere im Hochsauerlandkreis und Hessischen Upland, abgelichtet. Finanziert wurde der Flug aus dem Community Budget von Wikimedia Deutschland.
Innerhalb von drei Stunden folg die gecharterte Donier Do27 rund 600 Kilometer. An Bord befanden sich neben dem Piloten, ein Navigator und zwei Fotografen. 1350 Fotos wurden danach bei Commons hochgeladen. Abschließend gelang es den Projektmitarbeitern die  enstandenen Bilder innerhalb von fünf Wochen zu lokalisieren, die Fotos zu beschriften und zu kategorisieren. Bis zum 20. August wurden außerdem 268 Fotos in deutschsprachige Artikel der Wikipedia eingefügt. In den nächsten Jahren sollen drei weitere Flüge durchgeführt werden, um die Region vollständig abzudecken, wobei natürlich auch wieder Objekte aufgenommen werden, die knapp außerhalb der Region liegen.

* CC-BY-SA 3.0: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...Loading...