Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Podcast „Source Code Berlin“: Hacks and the City zum Mitnehmen

 

Der Podcast für Coder, die sich dafür interessieren, was an Open Source Code in Berlin passiert. Grafik von Sven Sedivy (CC-BY-SA 4.0).

Die Szene um Open Source und die Menschen, die Code schreiben, ist innovativ und mobil. Es gibt gerade in Berlin sehr viele Projekte und Möglichkeiten, zusammen zu arbeiten. So viele, dass es schwer ist, einen Überblick zu bekommen. Der Podcaster Mark Fonseca Rendeiro, vielen bekannt auch als @bicyclemark, führt Interviews zum Thema und stellt einen Audio-Podcast zusammen.

Die Webseite des Projekts mit den Episoden zum Download und zum Abonnieren findet sich unter sourcecode.berlin. Der Audio-Inhalt der ersten Folge ist auch auf Wikimedia Commons zu finden.

Zweiwöchentlich sollen neue Episoden veröffentlicht werden, die sich mit Themen rund um Source Code und Open Source in Berlin beschäftigen. Das heutige Berlin ist ein Magnet für interessante Ideen aus aller Welt geworden. Die erste Episode will einleitend einen breiteren Blick einnehmen und schauen, ob es dafür auch schon historische Bezüge gibt, die Berlin schon früher zu einem Platz der Offenheit und Zusammenarbeit gemacht haben. Aber auch ein Interview mit der Projektmanagerin von Wikidata, Lydia Pintscher, erzählt über die Begeisterung und Vielschichtigkeit von Open Source.

Die kommenden Episoden werden wir Hackerspaces und andere Orte besuchen, an denen Co-Working schon alltäglich ist. Es wird auch gezeigt, wie JavaScript das Internet beeinflusst – weit entfernt von ein paar animierten Schneeflocken. Aber auch andere, teilweise vielleicht etwas versteckte Orte, sollen vorgestellt werden und Codern ganz praktische Tipps geben, was Berlin zu bieten hat. Sei es eine gute Currywurst oder welche Schritte bei einem Umzug in die “Silicon Allee” zu beachten sind.

Da die gebräuchliche Sprache unter Programmiererinnen und Programmierern englisch ist und Berlin immer mehr als internationale Stadt lebt, wird auch der Podcast Source Code Berlin auf englisch veröffentlicht. Wikimedia Deutschland produziert diesen Podcast, um Codern zu helfen, den Source Code von Berlin besser kennenzulernen und Open Content zu entwickeln.

 

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Offen ≠ Offen

Am Montag den 15. September 2014 fand auf dem Ausstellungsschiff “MS Wissenschaft“ in Wien die Veranstaltung “Wissenschaft und Freies Wissen – Fortschrittsmotor und Gemeingut der Informationsgesellschaft” statt. Wikimedia Österreich,Wikimedia Deutschland, Wikimedia Schweiz, die Open Knowledge Foundation Österreich und die Open Knowledge Foundation Deutschland luden gemeinsam zur Diskussion über (mehr) Offenheit in der Wissenschaft ein. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF).

Prof. Dr. Björn Brembs, Prof. Dr. Sarah Spiekermann , Dr. Carl-Christian Buhr und Dr. Wolfgang Eppenschwandtner (v.l.n.r.), Foto von Christopher Schwarzkopf, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Gut viereinhalb Monate ist es her, dass die MS Wissenschaft sich von Berlin aus zu ihrer Tour durch Deutschland und Österreich aufmachte. An Bord: Unser Exponat  “Das Wikipedia-Prinzip: Freie Daten, Freies Wissen”, das wir gemeinsam mit der Open Knowledge Foundation entwickelt haben. Bevor die Reise des Schiffes am 28. September in Forchheim zu Ende ging, wurde es kurz vor Schluss nochmal richtig spannend, als die MS Wissenschaft in Wien festmachte und sich 60 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und Wikiversum an Bord einfanden, um über die Öffnung von Wissenschaft zu diskutieren. Das Podium war mit Prof. Dr. Sarah Spiekermann (Wirtschaftsuniversität Wien), Dr. Carl-Christian Buhr (Digitale Agenda bei der Europäischen Kommission), Prof. Dr. Björn Brembs (Universität Regensburg), Gille Dubochet (Science Europe) und Dr. Wolfgang Eppenschwandtner (Initiative for Science in Europe) prominent und, was die Meinung zu Open Science anbelangt, durchaus divers besetzt.

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60 Möglichkeiten, um Wikipedia-Neulingen zu helfen

von Lodewijk Gelauff im englischsprachigen Original hier zu finden

 

Diskussion im „Wikimania Discussion Room“
(by Deror_avi, cc-by-sa 3.0, via Wikimedia Commons)

Diesen August hatten Iolanda Pensa und ich die Ehre, im „Wikimania Discussion Room“ eine Diskussion zu dem Thema „Neue Benutzer und Benutzerinnnen willkommen heißen und langfristig binden“ zu führen. Diese Diskussion war als Brainstorming-Session angesetzt und war eine der lohnenswerten Erfahrungen während der Wikimania. Der Schwerpunkt der Sitzung lag auf Ideen und Möglichkeiten, wie wir als Community dazu beitragen können, das Engagement von Neulingen zu fördern und langfristig sicherzustellen. Ich hoffe, dass einige unserer Ideen als Inspirationsquelle dienen werden.
Die Diskussion am Runden Tisch fand während der Wikimania statt. Alle waren willkommen, eine Expertengruppe gab es nicht und der Vorbereitungsaufwand war ziemlich gering. Das Ziel der Diskussion war es, 30 Möglichkeiten zu identifizieren, um Neulinge zur Beteiligung an Wikimedia-Projekten zu motivieren und ihr Engagement aufrechtzuerhalten, wobei die Ideen und deren Umsetzung weder von der Wikimedia Foundation – oder angeschlossenen Organisationen – noch vom Entwicklerteam abhängig sein sollten. Ich freue mich sehr, verkünden zu dürfen, dass wir 60 Wege zur Unterstützung neuer Benutzerinnen und Benutzer gefunden haben. Und obwohl sich einige der Ideen hier und da etwas überschneiden, ist das ein sehr beachtliches Ergebnis. Am Ende der Diskussionsrunde baten wir alle TeilnehmerInnen sich zu verpflichten, im nächsten Monat einige der 60 Maßnahmen zur Unterstützung neuer BenutzerInnen persönlich zu implementieren.

Viele Leute nahmen teil

Die vorgebrachten Ideen waren sehr vielfältig. Die Originalliste der Ideen ist in den Diskussionsnotizen einsehbar (in englischer Sprache). In diesem Post möchte ich gerne eine verkürzte Version dieser Liste mit euch teilen, in der einige Punkte zusammengefasst und weiter ausgeführt sind. Ich möchte alle Erfahrenen dazu ermutigen, sich diese Liste mit den unterschiedlichen Ideen in Ruhe anzuschauen. Und genau wie die Teilnehmenden der Diskussion, möchte ich auch euch darum bitten, mindestens eine dieser Ideen in den kommenden Wochen umzusetzen – und wenn ihr möchtet, dies in einem Kommentar zu diesem Blog-Post bekannt zu geben. Euer Engagement kann andere dazu ermutigen, dasselbe zu tun!

Lodewijk Gelauff, Moderator des „Wikimania Discussion Room“ und Freiwilliger bei Wikimedia Niederlande

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Sag, mein Werk, bist du eine persönliche geistige Schöpfung?

Höhenangst? Foto: Reuschp, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Er ist in Deutschland urheberrechtlich geschützt; egal, ob ich es möchte oder nicht. Er ist geschützt, weil es sich um ein geschütztes Sprachwerk nach §2 Urheberrechtsgesetz handelt, er eine persönliche geistige Schöpfung ist und diese Schöpfung individuelle Züge trägt. Ich hätte diesen Text auch anders anfangen lassen können mit dem gleichen Ergebnis. Egal, ob Sie dem Text zustimmen, sachliche Fehler in ihm finden oder an einzelnen Formulierungen herumkritteln können, es ändert nichts daran, dass der Gesetzgeber diesem Text und vor allem seinem Schöpfer einen Schutz zusprach. Und wenn es nicht der Gesetzgeber war, so hat die deutsche Rechtsprechung in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Urteilen hinterlassen, die die Untergrenze des urheberrechtlichen Schutzes abstecken.

Die Konsequenzen des Überspringens dieser Untergrenze, der Schöpfungshöhe, sind klar: Die Verwendung des Textes wird zulässig, sofern ich es als Nutzungsrechteinhaber erlaube, es das Gesetz in einzelnen Ausnahmefällen erlaubt oder mehr als 70 Jahre seit meinem Tod vergangen sind. Wer nicht nach diesen Regeln spielen will, für den hält das Gesetz eine reiche Sammlung zur Disziplinierung bereit.

War dies schon immer so? Gilt das wirklich für alle Texte bis hin zu “Bitte mitbringen: Milch” am WG-Kühlschrank? Was muss ich tun, um Gewissheit über den Status eines Werks zu erlangen? Das fragen wir beim nächsten Termin von “Monsters of Law”, unserer Reihe zu rechtlichen Fragen rund um Freies Wissen.

Mezger, Lukas. Foto: Melanie Brown / Wikimedia Foundation [CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Was:  “Von Schöpfungshöhe und Schutztiefe. Ab wann greift das Urheberrecht?”

Wann:  Donnerstag, 25.09., 18 Uhr

Mit:       Lukas Mezger (Benutzer:Gnom)

Wo:      Wikimedia Deutschland e.V., Tempelhofer Ufer 23-24, Berlin

Am 25. September wird der Rechtsanwalt und Enzyklopädist Lukas Mezger (ehemal. legal intern bei der Wikimedia Foundation und Mitglied der Wikipedia-Redaktion Recht) im Rahmen der Reihe “Monsters of Law” in den Räumen von Wikimedia Deutschland Rede und Antwort zum Thema Schöpfungshöhe stehen. Es ist meine dankbare Aufgabe, Euch alle herzlich einzuladen, uns an diesem Tag ab 18 Uhr zu besuchen. Dem Format der Reihe entsprechend wird der Abend aus drei Teilen bestehen, einem Vortrag unseres Referenten, einer Frage- und Diskussionsrunde und einem informelleren Teil mit Getränken. Die Veranstaltung wird für Menschen außerhalb Berlins gestreamt und eine Aufzeichnung später verfügbar gemacht.

 

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Wikipedia im Deutschen Bundestag

Foto: Martin Kraft [CC-BY-SA-4.0 oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Was bereits mit Erfolg in den deutschen Landesparlamenten und dem Europaparlament Schule machte, wurde in dieser Woche nun auch im Deutschen Bundestag verwirklicht: Fünf Tage lang arbeiteten Fotografen, Autoren und Unterstützer der Wikipedia unter dem Motto Wiki loves parliaments intensiv an einer umfangreichen Erschaffung freier Inhalte zu den 631 derzeit dem Bundestag angehörenden Abgeordneten. Sowohl die Organisation als auch die Durchführung wurde mit ehrenamtlichem und zugleich hoch professionellem Engagement von etwa 40 Wikipedianerinnen und Wikipedianern realisiert. An mehreren Stationen wurden die Politiker erst über die Wikimedia-Projekte und die Vorteile freien Wissen informiert. Danach wurden sie für die Fotos geschminkt und schließlich fotografiert. Zusätzlich entstanden Filmaufnahmen mit kurzen persönlichen Vorstellungen der Abgeordneten. In der Projekt-Redaktion wurden die Bilder direkt vor Ort bearbeitet. So war es möglich, sie sofort online zu stellen und die entsprechenden Wikipedia-Artikel mit dem aktuellen Material zu illustrieren. Gefördert wurde das Projekt durch das Förderprogramm Freies Wissen und unterstützt u.a. durch Fototechnik von Wikimedia Deutschland und Wikimedia Österreich.

Viele Fotos und Videos sind bereits jetzt auf Commons zur Weiternutzung bereit gestellt. Weitere werden in Kürze folgen.

Wikimedia Deutschland bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern für ihr außerordentliches Engagement bei diesem besonderen Projekt!

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Digitale Kompetenzen die dritte: Digitalisierung der Arbeitswelt – Zwischen Kollaboration und Selbstausbeutung

Am 29. September geht die Veranstaltungsreihe “Digitale Kompetenzen” in die dritte Runde. Nachdem wir in den vorangegangen Veranstaltungen über Datenschutzbewusstsein und den Begriff der Digital Natives gesprochen haben, wollen wir uns nun kritisch mit den grundlegenden Veränderungen der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung und den damit verbundenen Folgen auseinandersetzen.

Broschüre zur Veranstaltungsreihe herunterladen

Innovationen innerhalb der Mobiltechnologie und kollaborative Arbeitswerkzeuge vereinfachen die Arbeit und ermöglichen flexible Arbeitszeiten und -orte, wovon besonders Familien profitieren. Die Kehrseite besteht jedoch in einem zunehmenden Zerfließen der Grenze von Arbeit und Privatleben durch ständige Erreichbarkeit. Erst vor kurzem hatte die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die Prüfung einer “Anti-Stress-Verordnung” auf Bundesebene gefordert, um ArbeitnehmerInnen besser vor psychischen Belastungen schützen zu können. Das Unternehmen Daimler ermöglicht seinen Mitarbeitenden seit August 2014, E-Mails während des Urlaubs löschen zu lassen. Die Veranstaltung möchte sich daher der Frage widmen, wie einschneidend die mit den neuen digitalen Technologien einhergehenden Veränderungen in der Arbeitsorganisation und im Arbeitshandeln sind. Welche Konsequenzen ergeben sich für das Individuum? Öffnen diese Veränderungen Tür und Tor für Dauerstress? Ist es für Arbeitgeber überhaupt sinnvoll, wenn Mitarbeitende nahezu durchgehend arbeiten? Brauchen wir einen digitalen Arbeitsschutz und können kollaborative Arbeitssysteme wie sie Wikipedia nutzt Vorbild für ein neue Art des Zusammenarbeitens sein?

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Outreach Program for Women at Wikidata

German summary: Im Mai beteiligte sich Wikidata am Outreach Program for Women. Helen Halbert und Anjali Sharma kümmerten sich um die Dokumentation von Wikidata für die Öffentlichkeit und Community, von Guided Tours, die an Wikidata heranführen bis zum Befüllen der Social-Media-Kanäle. Der folgende Gastbeitrag auf Englisch wurde von Helen (zusammen mit Anjali) nach ihrer Teilnahme an dem Programm bei uns verfasst.


This May, Wikidata was part of the Outreach Program for Women. Helen Halbert and Anjali Sharma took care of documenting Wikidata for the general public and the community, with tasks ranging from guided tours for those new to Wikidata to handling the various social media channels. The following guest post is a summary by Helen (written together with  Anjali) about her time with Wikidata.

The journey to contributor

This past May, Anjali and myself were thrilled to learn we both would be working for Wikidata for the summer as part of GNOME Foundation’s Outreach Program for Women (OPW), which provides paid internships with participating organizations to encourage more women to get involved with free and open source software. Both of us were assigned the task of working on outreach efforts.

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Ein Beginn, der schon lange vorher begonnen hat – erstes Guide-Camp in Kassel

Am letzten August-Wochenende fand in Kassel das erste Guide-Camp zur nichtadministatriven Konfliktbewältigung in der Wikipedia statt. Die Wikipedianerin Kritzolina nahm dort als Teilnehmerin statt und veröffentlichte ihre Erfahrungen im Wikipedia:Kurier, dem internen Mitteilungsblatt der Wikipedia-Community. Wir freuen uns, diesen Text auch hier im Blog veröffentlichen zu können.

Die Teilnehmerin und die Teilnehmer des Guide-Camps. By Informationswiedergutmachung (Own work) CC-BY-SA-4.0 , via Wikimedia Commons

Als Neuwikipedianerin war ich in Kassel erstmals auf einem Arbeitstreffen der Wikipedia-Community. Ich war rundum angetan – von der guten Atmosphäre in der Gruppe, der Vorbereitung, der guten Versorgung und nicht zuletzt von der intensiven inhaltlichen Arbeit an einem sehr komplexen Thema. Ich finde, wir haben Ergebnisse, die sich sehen lassen können – auch wenn die Umsetzung der unterschiedlichen Ideen zur Konfliktbearbeitung in der Wikipedia sicher noch viel Arbeit und viele Unterstützer braucht.

Zunächst bekamen wir am Freitag einen sehr fundierten Vortrag von Benno Heussen zum Thema ”Zielkonflikte oder Machtkonflikte? Streitkultur bei Wikipedia”. Dabei wurden uns Grundsätze für das Konfliktmanagement an anschaulichen Praxisbeispielen erklärt und Theorien wie das Harvard-Konzept vorgestellt. Danach gab es einen lebendigen Dialog mit dem Referenten, bei dem wir die Inhalte seines Vortrages auf Wikipediatauglichkeit hinterfragen konnten. So kamen wir auf die Problematik der „offenen Systeme“ zu sprechen, in denen nicht immer offen mit Macht umgegangen wird; auf das Thema von Gefühlen und Gefühlskontrolle als Schlüssel zu Konfliktlösungen und auf die Frage, was wir als Autoren denn von der Wikipedia haben. Am späten Abend gab es noch einige interessante Erkenntnisse: Uns wurde bewusst…

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Digital Natives: Unbefangener aber nicht unbedingt kompetenter!

Am 01. September 2014 fand die zweite Veranstaltung der Reihe Digitale Kompetenzen statt, die Wikimedia Deutschland im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 veranstaltet. Das Thema “Digital Natives” lockte fast 70 Gäste aus Medienpädagogik, Wissenschaft, Politik und Presse an. Neben einer ausgesprochen lebhaften Diskussion im Saal wurde auch fleißig auf Twitter kommentiert.       

Dass die Menschen, die Marc Prensky in seinem 2001 erschienenden Aufsatz als “Digital Natives” bezeichnete, keine besonderen Wesen mit quasi angeborenen digitalen Fähigkeiten und sogar anderen Gehirnfunktionen sind, darin waren sich die meisten der Teilnehmenden einig. Viele, die nach 1980 geboren sind, gehen sicherlich unbefangener mit “digitalen Medien” um, aber nicht unbedingt kompetenter. Gleichwohl entstand eine Diskussion darüber, welche Erwartungen der Begriff “Digital Native” eigentlich an diese vermeintliche Generation stellt und was das für die Praxis bedeutet.

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Wiki-Dialog zum Zedler-Preis beginnt

ZedlerPreis motiv3“ von Wikimedia Deutschland. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Noch dauert es etwas, bis das Jahr 2014 beendet ist, aber langsam wird es Zeit sich um 2015 Gedanken zu machen:  am morgigen Donnerstag startet der Wiki-Dialog zum Zedler-Preis 2015. Dieser soll in der Wikipedia zusammen mit der Community Anforderungen und Wünsche der Community an die Ausgestaltung des Preises im nächsten Jahr formulieren. Der Dialog läuft in der Wikipedia über die nächsten zwei Wochen, wird einige altbekannte Vorschläge aufgreifen, wie zum Beispiel die Forderung nach mehr und anderen Kategorien, oder eine ganzjährige Laufzeit der Nominierungen aufgreifen, aber vielleicht auch noch ein paar neue Anregungen für 2015 bringen.

Der Zedler-Preis geht 2015 in sein neuntes Jahr. Und obwohl sich mittlerweile ein recht fest stehendes Format etabliert hat, kommen immer wieder Vorschläge, dieses oder jenes zu ändern; sei es der Ablauf in der Nominierungsphase, die ein ganzes Jahr dauern soll, die Einführung weiterer Kategorien oder zumindest die Einführung von Sonderpreisen und die Zusammenlegung mit weiteren Auszeichnungen in der Wikipedia oder die Integration in ein größeres Sommerfest.

Der Wiki-Dialog soll diese Vorschläge bündeln, einmal in größerer Runde diskutieren und in einen Gesamtzusammenhang stellen. Dabei sollen Anforderungen an Wikimedia-Deutschland erarbeitet werden, die WMDE dann entweder sofort oder im Rahmen der weiteren Jahresplanung umsetzen kann.

In dem Dialog sollen vom 4. September bis zum 8. September Vorschläge gesammelt und zur Diskussion gestellt werden, während vom 9. bis zum 16. September über diese abgestimmt werden kann. Am 16. September folgt noch einmal ein gemeinsames Live-Treffen bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen, die einzelnen Vorschläge in einen kohärenten Vorschlagstext zu integrieren.

Wer also an der weiteren Ausgestaltung des Zedler-Preises Interesse hat, kann sich jetzt und in der Wikipedia an der weiteren Diskussion beteiligen.

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