Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Neu im Team Communitys: Veronika Krämer

Ich freue mich, einen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, Veronika Krämer. Sie stellt sich mit ihren eigenen Worten vor:

Hallo,

mein Name ist Veronika Krämer. Ich freue mich sehr, seit dem 15. Mai Teil von Wikimedia Deutschland zu sein, als Neuzugang im Team Communitys. Zu meinen Hauptaufgaben wird die Bearbeitung von Förderanfragen von Freiwilligen zählen. Gemeinsam mit Rebecca und Konstanze werde ich im Förderteam die stetig steigende Zahl der Förderanfragen bearbeiten und Freiwilligen bei projektbezogenen Anliegen rasch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ein paar Worte zu mir: nach meinem Studium der Europäischen Ethnologie, Soziologie und Nordischen Philologie in Wien, Oslo und München bin ich vor zwei Jahren (endlich) in Berlin gelandet. Eine servicebezogene und beratende Seite in enger Zusammenarbeit mit Menschen stand bei allen meinen bisherigen Tätigkeiten, unter anderem als Sprachkursberaterin im französischen Kulturinstitut München, als Rezeptionistin in Hotels oder zuletzt im Bereich Relocation Service (https://de.wikipedia.org/wiki/Relocation_Service) im Vordergrund.

Auf die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen freue ich mich besonders und kann es kaum erwarten, sie und ihre verschiedenen Projekte kennen zu lernen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch!

Für Fragen und Anregungen stehe ich sehr gerne zur Verfügung: veronika.kraemer@wikimedia.de

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Der Tod des Autors – nah wie nie?

An diesem Donnerstag, 22. Mai, geht es bei Wikimedia Deutschland um die Zukunft der Buchmarkts. Die zweite Veranstaltung des Wikimedia Salons “Das ABC des Freien Wissens” dreht sich um die Frage, ob auf dem Buchmarkt von morgen Erfolg auch mit offenen Systemen möglich ist.

Das Podium ist prominent besetzt mit der Journalistin und Autorin Kathrin Passig, Volker Oppmann (Initiator der digitalen Universalbibliothek log.os) und Uwe Naumann (Lektor und E-Book-Koordinator bei Rowohlt) und bildet damit ein breites Spektrum ab, von der klassischen Verlagsarbeit bis hin zu visionären Konzepten, die die Buchwirtschaft radikal verändern könnten.

Ein neues Literaturbetriebssystem?

Buchladen in London, 1942. Foto:By Ministry of Information Photo Division Photographer [Public domain], via Wikimedia Commons

Mit der Digitalisierung des Lesens scheint sich zugleich auch ein ganzes Feld an Medientechniken und Verteilungswegen neu zu sortieren: Löst sich bald die Buchwirtschaft vom Verlag, der Autor vom Buch? Verflüssigt sich die Kultur?

Neu ist die These von der Auflösung althergebrachter Autorenrollen, prominent geprägt durch Roland Barthes, nicht. Und doch erklingt der Leitspruch des literarischen Poststrukturalismus heute so aktuell wie nie. Denn mit der Stärkung des Lesers als zentraler sinngebender Instanz ging gleichzeitig eine Bedeutungsverschiebung des Mediums Buch und seiner Rezeption einher. Was erwarten wir von einem sehr alten Wissensträger, der sich einer fundamentalen Beschleunigung konkurrierender Medien gegenüber sieht? In diese Richtung zielte auch Sascha Lobo bei seinem re:publica-Talk “Betriebssystem Buch”: Er habe zunehmend das Gefühl, dass das Buch als kulturelle Technik verlernt werde. Ohne dies mit apokalyptischem Zittern in der Stimme vorzutragen, eher als nüchterne These.

Die Revolution frisst ihre Kindls

Was in der Literaturwissenschaft vor vielen Jahrzehnten zum neuen Status Quo wurde, gewinnt heute mit der digitalen Verfügbarkeit von Literatur, der Möglichkeit eigenständiger, beliebiger Verknüpfung, Adaption und Versionierung von Texten (siehe „Eine neue Version ist verfügbar“ von Dirk von Gehlen) neue Relevanz. Gerade anhand der Entwicklung des Online-Buchmarkts zeigt sich aktuell, dass mit dem einsamen Platzhirschen Amazon europaweit Verlage unter Druck gesetzt werden. Kein Wunder, dass die langsame Abkehr von der Gutenberg-Galaxis mit diffusen Ängsten, Verlustempfinden und Abwehr begleitet wird.

Im Rahmen des Salons interessiert uns, wie sich der Buchmarkt verändert, wenn Literaturkritik, Finanzierung und Lesepraxen in den kommenden Jahren einen beispiellosen, radikalen Wandel durchleben:

  • So spiegelt das Projekt log.os die Vision einer neuen Textkultur, die Konsumenten, Lektoren und Verlagsleute als gleichermaßen relevante Akteure bei der Realisierung von Textprojekten versteht. Wie könnte eine Plattform beschaffen sein, die freie und unfreie Inhalte mit der Funktion der klassischen Bibliothek mit der Rolle sozialer Netzwerke verbindet?
  •  Ebenso kann die Perspektive aus langjähriger Tätigkeit in der Verlagsbranche einen wichtigen Einblick geben, auch in die tatsächlichen Effekte bedeutender Umbrüche. So stieß Rowohlt in den 50er Jahren selbst mit der Distribution von rororo, der ersten Taschenbuch-Reihe Deutschlands, eine Branchenrevolution an, die ihrerseits zunächst als Untergang des Abendlandes gehandelt wurde.
  • Und schießlich: Wie beurteilt eine technophile Autorin wie Kathrin Passig jene Chancen, die neue Hardware und Kommentierungstechniken (social reading) für die Texterstellung und -rezeption bieten? Kommt dem eigenen Lesepublikum schleichend die Rolle zu, die traditionell Lektoren vorbehalten war?

Buchkunst abseits vom Grafikdesign

Book vending machine at a subway station in Busan, South Korea. Author: Yuyudevil, Public Domain / via Wikimedia Commons

Zwei künstlerischen Arbeiten geben den Rahmen für den 2. Wikimedia Salon. Der Tonkünstler The Rubicon Delta hat für den 22. Mai eine Klanglandschaft unter der Lizenz CC-BY 4.0 komponiert. (Hier ein Preview) Die einzelnen Soundspuren, die sich auf besondere Art mit dem Thema des Abends auseinandersetzen, sind bei diesem Open Source-Projekt als Projektdatei abrufbar und für alle frei nachnutz- und zusammenbastelbar. Zudem zeigen Nina Schuiki und Leon Eixenberger eine exklusive Arbeit, die auf die Haptik des Buches verweist. Ein Buchobjekt aus lichtempfindlichem Papier verändert sich mit der Zeit, die der Leser oder die Leserin auf der Seite verweilt. Wir haben zudem wieder eine Stimme des Internets, die Fragen und Kommentare bei Twitter unter #wmdesalon in die Runde wirft.

Wir laden herzlich am Donnerstag, 19 Uhr, in die Geschäftsstelle ein und freuen uns sehr auf diesen besonderen Abend!

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WikiCon vom 3. bis 5. Oktober 2014 in Köln

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem WikiCon-Organisationsteam

Die WikiCon, das jährliche überregionale Treffen von Aktiven aus der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte aus dem deutschsprachigen Raum, wird vom 3. bis 5. Oktober 2014 im Veranstaltungszentrum „Komed” in Köln stattfinden. Um den vielfältigen zu erwartenden Programmbeiträgen in diesem Jahr mehr Raum bieten zu können, wird sich die Veranstaltung unter Einbeziehung des Feiertags am 3. Oktober erstmals über drei Tage erstrecken.

Das ehrenamtliche Organisationsteam (derzeit bestehend aus: 1971markus, Alraunenstern, Geolina163, Henriette, Holder, Ireas, Itti, WikiAnika, Yellowcard) setzt sich aus langjährigen Wikipedia-Autorinnen und -Autoren zusammen. Am 10. Mai fand eine erste gemeinsame Besichtigung des Veranstaltungsortes statt. Außerdem konnten im Rahmen dieses Arbeitstreffens erste Details zum Anmeldeprozess der Konferenzteilnehmenden und zur Programmplanung geklärt werden.

Die WikiCon ist das Treffen der deutschsprachigen Wikimedia-Communitys. Sie dient dem Kennenlernen der ehrenamtlichen Mitarbeitenden aller Projekte und bietet Zeit und Raum für Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen, die von den Community-Mitgliedern angeboten und ausgestaltet werden. Die Programmbeiträge der WikiCon werden nach und nach während der Vorbereitungszeit gesammelt und decken alle Themen ab, die für die Projekte relevant und wichtig sind: Der inhaltliche Bogen spannt sich dabei von Lizenz- oder Rechtsfragen über Diskussionen zu aktuellen Problemstellungen in den Projekten bis hin zu Fotografie und Konfliktlösung. Durch die weitestgehend offenen Strukturen der Veranstaltung können neue Ideen entwickelt und vertieft werden. Für Kontakte und Austausch neben dem geplanten Veranstaltungsprogramm gibt es ausreichend Raum und Zeit.

 

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Ankündigung des Präsidiums

Seit 2009 führt Pavel Richter die Geschäfte des Vereins. In den vergangenen fünf Jahren hat er Strukturen geschaffen, die eine stabile Basis für die Förderung Freien Wissens durch Wikimedia Deutschland bilden.

Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung für Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können. Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten Übergang gemeinsam zu gestalten.

Der Verein und Pavel Richter haben sich geeinigt, dass eine einvernehmliche Trennung erfolgt und Gespräche über die Modalitäten einer gütlichen Einigung stattfinden. Im Namen des Vereins danke ich Pavel Richter für seine sehr gute Arbeit und ebenso für die Professionalität und Leidenschaft, mit der er die Entwicklung von Wikimedia Deutschland geprägt hat.

Nikolas Becker für das Präsidium von Wikimedia Deutschland

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Thank you, Zurich! Merci vielmal, Züri! Wikimedia Hackathon Zürich 2014


The annual Wikimedia development community meet-up — the Wikimedia Hackathon — was held in Zürich, Switzerland in 2014 from May 9-11 2014. Wikimedia Deutschland’s department of software development and engineering attended the hackathon in full force: we travelled to Zürich as a team, taking everyone writing code or working on technical developments with us on a field trip to the Swiss metropole. Weiterlesen »

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“Women edit” – Wiki-Women werden aktiv!

Dies ist ein Gastbeitrag von Silvia Stieneker, freie Mitarbeiterin im Projekt “Women edit”.

Was muss passieren, damit Frauen sich in der Wikipedia-Community und in den Schwesterprojekten wohler fühlen? Wie können speziell Frauen als neue Autorinnen gewonnen werden? Und wie können unangenehme Dinge wie Stalking oder Beleidigungen unter den Aktiven verhindert werden? Um Fragen wie diese geht es im Projekt “Women edit” Zusammen mit vielen Freiwilligen aus dem deutschsprachigen Raum möchte Wikimedia Deutschland Strategien und Projekte entwickeln, die Wikipedia & Co attraktiver für Frauen machen sollen – für bereits Aktive und so genannte Newbies!

Foto von Siesta commons, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

“Wiki-Women-Wochenende” in Dortmund

Am 21. und 22. Juni sind alle engagierten Autorinnen, Fotografinnen, Administratorinnen, etc. herzlich eingeladen zum “Wiki-Women-Wochenende” in Dortmund! Der Workshop gibt den Freiwilligen die Möglichkeit, sich kennen zu lernen und gemeinsam Pilotprojekte zu starten – zum Beispiel “Women edit”-Editier-Treffen für Frauen, eine Wikipedia-Cocktailparty, Themen-Nachmittage oder Edit-a-thons. Auch Online-Projekte wie zum Beispiel spezielle Anlaufstellen oder regelmäßige Online-Treffen für Frauen sind denkbar. Das Team Communitys von WMDE freut sich auf kreative Ideen, die bei Bedarf auch finanziell oder personell unterstützt werden sollen (für alle Förderanfragen bezgl. einer finanziellen Unterstützung wendet euch an community@wikimedia.de).

An dem Wiki-Women-Wochenende können alle Frauen aus den verschiedenen Wikimedia-Projekten teilnehmen, an zwei weiteren Wochenend-Terminen, die vorraussichtlich im Spätsommer in Berlin und im Herbst in Dresden stattfinden werden, wollen wir weiter an unseren Ideen arbeiten und die Aktivitäten gemeinsam voranbringen und auswerten. Anmeldungen bitte direkt über die Women edit-Seite oder bei silvia.stieneker@wikimedia.de

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Von der Seeschlacht zum Bumerang

Das Plagiat sei der “Stalker des Originals”, stand irgendwann irgendwo mal zu lesen. Im Zeitalter der tool-basierten Entlarvung von Plagiatoren entpuppt sich aber auch der Verteidiger geistiger Eigentumsrechte nicht selten als Stalker. So hat die hartnäckige Verfolgung von urheberrechtlich relevanten Tatbeständen zuweilen etwas Zwanghaftes. Dies soll keinesfalls die Bemühungen um Aufklärung entwerten, verkompliziert aber die Lage. Die Diskussion um die Vorgehensweise der Autoren des Buches „Große Seeschlachten: Wendepunkte der Weltgeschichte von Salamis bis Skagerrak“ war denn auch anfangs von einem gewissen Alarmismus geprägt, der allmählich einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen ist.

C.H. Beck reagierte auf die öffentliche Diskussion mit einer Stellungnahme. Mit der Überprüfung durch die Plagiatssoftware „iThenticate“ und den vorläufigen Auslieferungsstopp des inkriminierten Buches machte C.H. Beck einen notwendigen, ersten Schritt. Sein Krisenmanagement verband der Verlag mit dem öffentlichen Hinweis, “der Stellenwert von Wikipedia in der Wissenschaft” müsse dringend diskutiert werden, denn: “Jeder benutzt sie, keiner zitiert sie – das scheint bisher die Devise zu sein.”

Es ist zweifellos sinnvoll, über dieses Thema zu diskutieren. Tatsächlich wird Wikipedia seit Jahren zitiert, sei es in Gerichtsurteilen oder in Sachbüchern – auch des Verlags C.H.Beck. Frei lizenzierte Inhalte, wie in Wikipedia, sind Teil des alltäglichen Umgangs mit Medien geworden – deren korrekte Handhabung jedoch nicht unbedingt. Allzu häufig erfolgt die Übernahme jenseits der akademischen Zitierregeln, als weitgehend vogelwildes Copy & Paste, weil die Spielregeln von Open Content zu wenig bekannt sind.

Die Wikipedia-interne Diskussion um geeignete Abwehrmaßnahmen gegen Plagiate wird seit langem geführt, ohne dass dies einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wäre. Gerade am Fall “Seeschlachten” zeigt sich, dass das Lektorat selbst in hoch renommierten Fachverlagen offenkundig die Möglichkeit von Plagiatsversuchen nicht ausreichend mitdenkt. Insofern hängt es von der kollektiven Intelligenz von Online-Communitys ab, entsprechend Hinweise zu geben und, wo nötig, konkrete Fingerzeige auf Fehlverhalten zu geben. Inwiefern der Wissenschaftsbetrieb seine eigenen Überprüfungs- und Sanktionsmechanismen überprüfen muss, liegt in der Hand der Wissenschaftsorganisationen. Es sollte daher zunächst abgewartet werden, ob das mediale Echo um die Causa “Seeschlachten” die Plagiatsdiskussion im akademischen Raum wirklich neu befeuert.

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Tanke schön! Wie aus einer Zapfsäule das Öl des 21. Jahrhunderts fließt

Im Vorgriff auf die diesjähige re:publica stellen wir heute unsere Datentankstelle vor. Mein Kollege Michael Jahn hat dazu im Konferenzblog schon passende Worte gefunden. In diesem Eintrag möchte ich etwas darüber erzählen, wie die Datendankstelle zuerst in unseren Köpfen gereift ist und was wir damit erreichen wollen.

Wir möchten, dass Sie sicher auf Ihren Datenreisen unterwegs sind.

Die “Datentankstelle” ist unsere Antwort auf den Satz, Information sei das Öl des 21. Jahrhunderts. Und außerdem unsere Antwort auf das Problem schlechter Darstellbarkeit von nichtkörperlichen Dingen.

Auf dieses Problem stoßen regelmäßig Journalistinnen und Journalisten beim Versuch, ein Projekt wie Wikipedia zu bebildern. Wird über die Mitmach-Enzyklopädie geschrieben, läuft es oft auf das Puzzleball-Logo und einen Screenshot der Seite heraus. Durch die Bildredaktionen gern genutzte Agenturfotos von Wikipedia zeigen die Silhouette eines Menschen vor der Videobeamerprojektion der Wikipedia-Hauptseite. Oder Jimmy Wales. Oder noch mehr Puzzlebälle. Oder Menschen vor einem Monitor sitzend.

So ist es denn auch immer wieder beeindruckend anzusehen, wie gerne die Lexikonwand in unseren Räumen am Tempelhofer Ufer als Hintergrund für Interviewaufzeichnungen über Wikipedia genutzt wird. Ähnlich populär sind Schnittbilder wie “Mensch schlägt Lexion auf”, “Mensch holt Lexikonband aus Regal” oder “Mensch zeigt mit Finger auf Lexikoneintrag”. Ginge es nach diesen massenmedialen Ikonografien, so gliche unsere gern bemühte “Wissensgesellschaft” tatsächlich noch Diderots Zeiten.

Mit diesen Erfahrungen im Kopf haben wir festgestellt, dass es bis heute auch an entsprechend “greifbaren” Gegenständen zur Verständlichmachung von Open Data fehlt. Mit der Datentankstelle machen wir dazu einen Vorschlag. Es geht dabei nicht darum, wie wir uns für die Zukunft die Verteilung von Open Data vorstellen: Die meisten Daten passen in vertretbarer Zeit durch heimische DSL- und Kabelanschlüsse und für den Rest gibt es ja die Hoffnung auf einen beschleunigten Breitbandausbau oder gute Turnschuhe. Stattdessen geht es uns darum, die volle Bandbreite offener Daten aus den Bereichen Kultur und Verwaltung zu präsentieren. Gemeinsame Eigenschaft der von uns präsentierten Daten ist ihre Offenheit: Alle Datensätze sind entweder gemeinfrei oder stehen unter einer freien Lizenz, die die Nachnutzung zu beliebigen Zwecken erlaubt. Darüber hinaus haben wir ebooks und Musik – ebenfalls unter Freien Lizenzen – als eigene Kategorien aufgenommen.

Die Datentankstelle hatte in ihrer ersten Existenz das Baujahr 1962 und lieferte wie tausende ihrer Kolleginnen Aral-Benzin an zahlende Kunden. Wir haben sie Ende 2013 erworben und entkernen lassen. Ein feiner Tankstellengeruch umgibt sie immer noch. Im Inneren der Datentankstelle steht ein handelsüblicher PC mit mehreren Festplatten und Ubuntu. Auf einer Seite wurde die analoge Anzeige für Preis und Menge des getankten Benzis ersetzt durch einen Touchscreen. Aus dem Zapfventil kommen vier Netzwerkkabel zum Anschließen eigener Geräte. Mitgebrachte USB-Sticks können an der Seite der Zapfsäule angeschlossen werden. Der Datentankende wählt über das Display die gewünschen Datensets aus und startet den Zapfvorgang.

Bei Fragen und Anregungen steht das kundenorientierte Datentankstellenpersonal zur Verfügung.

datentankstelle@wikimedia.de
http://wmde.org/datentankstelle
#auftanken

 

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Mit Wikimedia Deutschland “Into the Wild”: Fünf “re:publica-Stipendien”

re:publica 14 – INTO THE WILD

Die in Berlin stattfindende Konferenz re:publica dürfte mittlerweile fast allen bekannt sein, die sich für Themen rund um die Digitale Gesellschaft interessieren. Wikimedia Deutschland ist Kooperationspartner der diesjährigen Konferenz, die unter dem vielversprechenden Motto “Into the Wild” steht. Vom 6. bis 8. Mai werden wir mit einem Stand und einer Überraschunginstallation auf der re:publica präsent sein.
Lust auch dabei zu sein und die Diskussionen rund um die Zukunft des Netzes mitzugestalten? Dann bist du hier genau richtig. Wikimedia Deutschland vergibt fünf re:publica-Stipendien an diejenigen, die sich für Freies Wissen, Freie Software oder Freie Kultur engagieren. Egal ob du an den Wikimedia-Projekten arbeitest, dich für freie Lizenzen einsetzt oder die Open Street Map mitgestaltest – bewirb dich!

Ein Stipendium beinhaltet ein Eintritts-Ticket für alle drei Tage der re:publica sowie die Erstattung der ggf. anfallenden Anfahrtskosten (Hin – und Rückfahrt) aus Deutschland nach der Reisekostenordnung von Wikimedia Deutschland und nach Vorlage der Belege.

Was musst du tun, um eins der Stipendien zu ergattern? Schreib einfach eine E-Mail an republica@wikimedia.de mit dem Betreff: “re:publica-Stipendium” und schildere uns bitte kurz und formlos, wie du dich für Freies Wissen engagierst und warum du in diesem Zusammenhang die re:publica besuchen möchtest. Du musst aber schnell sein, da wir die Stipendien nach dem Prinzip: “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” vergeben. Die ersten fünf dürfen sich dann auf die re:publica freuen.

Und noch eine Erinnerung: Am 5. Mai, einen Tag vor Beginn der re:publica, erarbeiten wir gemeinsam in den offenen Räumen von Wikimedia Deutschland (Tempelhofer Ufer 23/24 in Berlin Kreuzberg) Unterrichtsmaterialien zum Thema Digitale Gesellschaft. Dabei probieren wir ein neues Format aus: Den OER-Sprint. Mehr Infos zum Wer, Wann und Was findet ihr im passenden Blogpost, und für die Ungeduldigen: Hier geht es direkt zum Anmeldeformular.

Aktualisierung: Alle fünf Stipendien wurden vergeben!

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13. Wikipedia-Süddeutschland-Treffen in Regensburg

Foto: Ireas, CC-BY-SA 3.0

Von Geolina und Nicolas Rück

In Regensburg kamen am vergangenen Wochenende zum 13. Mal Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus dem Süddeutschen Raum und Zugereiste von Hamburg bis Wien und Berlin bis Aachen zusammen. Auf dem mehrtägigen Treffen konnten ebenso neue Kontakte geknüpft wie alte, meist sehr lieb gewonnene Bekanntschaften wiedergetroffen, aber vor allem auch neue Projektideen oder anstehende Aktivitäten geplant, diskutiert und vorangetrieben werden. Beispielsweise der im Mai und Juni erstmalig in Deutschland stattfindende Fotowettbewerb Wiki Loves Earth oder der kürzlich eingereichte Förderantrag zu den Wikipedianischen Landpartien, der einen großen Zuspruch erhielt und viele überraschende Ideen hervorbrachte. Selbstverständlich nutzten die ambitionierten Enzyklopädistinnen und Enzyklopädisten die Zeit ebenso um gemeinsam die Denkmal-und Stolpersteinlisten der Stadt abzuarbeiten, fehlende Fotos für das freie Medienarchiv Commons aufzunehmen und die weitere Artikelarbeit zu den regionalen Themen vorzubereiten.

Foto: Geolina, CC-BY-SA 3.0

Wikimedia Deutschland und die Teilnehmer des traditionellen Treffens möchten an dieser Stelle besonders den freiwilligen Veranstaltenden des Treffens für die großartige und sehr umfangreiche Organisation danken. Neben vorbereiteten Listen und Koordinaten wurde auch ein Fotorätsel angeboten, das große Freude und Begeisterung hervorrief und die Teilnehmer spielerisch in die kleinsten Gassen und Winkel der Stadt führte. Darüber hinaus geht der Dank an alle Teilnehmenden, die zu dem gelungenen Treffen beigetragen haben und daran arbeiten, die bestehenden Lücken zu der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Stadt in der Freien Enzyklopädie Wikipedia zu schließen.

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