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Mit Wikimedia Deutschland “Into the Wild”: Fünf “re:publica-Stipendien”

re:publica 14 – INTO THE WILD


Die in Berlin stattfindende Konferenz re:publica dürfte mittlerweile fast allen bekannt sein, die sich für Themen rund um die Digitale Gesellschaft interessieren. Wikimedia Deutschland ist Kooperationspartner der diesjährigen Konferenz, die unter dem vielversprechenden Motto “Into the Wild” steht. Vom 6. bis 8. Mai werden wir mit einem Stand und einer Überraschunginstallation auf der re:publica präsent sein.
Lust auch dabei zu sein und die Diskussionen rund um die Zukunft des Netzes mitzugestalten? Dann bist du hier genau richtig. Wikimedia Deutschland vergibt fünf re:publica-Stipendien an diejenigen, die sich für Freies Wissen, Freie Software oder Freie Kultur engagieren. Egal ob du an den Wikimedia-Projekten arbeitest, dich für freie Lizenzen einsetzt oder die Open Street Map mitgestaltest – bewirb dich!

Ein Stipendium beinhaltet ein Eintritts-Ticket für alle drei Tage der re:publica sowie die Erstattung der ggf. anfallenden Anfahrtskosten (Hin – und Rückfahrt) aus Deutschland nach der Reisekostenordnung von Wikimedia Deutschland und nach Vorlage der Belege.

Was musst du tun, um eins der Stipendien zu ergattern? Schreib einfach eine E-Mail an republica@wikimedia.de mit dem Betreff: “re:publica-Stipendium” und schildere uns bitte kurz und formlos, wie du dich für Freies Wissen engagierst und warum du in diesem Zusammenhang die re:publica besuchen möchtest. Du musst aber schnell sein, da wir die Stipendien nach dem Prinzip: “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” vergeben. Die ersten fünf dürfen sich dann auf die re:publica freuen.

Und noch eine Erinnerung: Am 5. Mai, einen Tag vor Beginn der re:publica, erarbeiten wir gemeinsam in den offenen Räumen von Wikimedia Deutschland (Tempelhofer Ufer 23/24 in Berlin Kreuzberg) Unterrichtsmaterialien zum Thema Digitale Gesellschaft. Dabei probieren wir ein neues Format aus: Den OER-Sprint. Mehr Infos zum Wer, Wann und Was findet ihr im passenden Blogpost, und für die Ungeduldigen: Hier geht es direkt zum Anmeldeformular.

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13. Wikipedia-Süddeutschland-Treffen in Regensburg

Foto: Ireas, CC-BY-SA 3.0

Von Geolina und Nicolas Rück

In Regensburg kamen am vergangenen Wochenende zum 13. Mal Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus dem Süddeutschen Raum und Zugereiste von Hamburg bis Wien und Berlin bis Aachen zusammen. Auf dem mehrtägigen Treffen konnten ebenso neue Kontakte geknüpft wie alte, meist sehr lieb gewonnene Bekanntschaften wiedergetroffen, aber vor allem auch neue Projektideen oder anstehende Aktivitäten geplant, diskutiert und vorangetrieben werden. Beispielsweise der im Mai und Juni erstmalig in Deutschland stattfindende Fotowettbewerb Wiki Loves Earth oder der kürzlich eingereichte Förderantrag zu den Wikipedianischen Landpartien, der einen großen Zuspruch erhielt und viele überraschende Ideen hervorbrachte. Selbstverständlich nutzten die ambitionierten Enzyklopädistinnen und Enzyklopädisten die Zeit ebenso um gemeinsam die Denkmal-und Stolpersteinlisten der Stadt abzuarbeiten, fehlende Fotos für das freie Medienarchiv Commons aufzunehmen und die weitere Artikelarbeit zu den regionalen Themen vorzubereiten.

Foto: Geolina, CC-BY-SA 3.0

Wikimedia Deutschland und die Teilnehmer des traditionellen Treffens möchten an dieser Stelle besonders den freiwilligen Veranstaltenden des Treffens für die großartige und sehr umfangreiche Organisation danken. Neben vorbereiteten Listen und Koordinaten wurde auch ein Fotorätsel angeboten, das große Freude und Begeisterung hervorrief und die Teilnehmer spielerisch in die kleinsten Gassen und Winkel der Stadt führte. Darüber hinaus geht der Dank an alle Teilnehmenden, die zu dem gelungenen Treffen beigetragen haben und daran arbeiten, die bestehenden Lücken zu der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Stadt in der Freien Enzyklopädie Wikipedia zu schließen.

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Internationale Zusammenarbeit im Wikiversum – Eindrücke vom „Boards training workshop“

(Fast) alle Teilnehmenden des Boards Trainings Workshops versammelt.

Vom 28. Februar bis 2. März trafen sich ca. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Wikimedia-Chapters – den nationalen Wikimedia-Vertretungen – zu einem internationalen Workshop in London. Die Angereisten waren Mitglieder der jeweiligen „Boards“, also der Präsidien, Vorstände und anderen Leitungs- und Aufsichtsgremien ihrer Organisationen. Sie erhielten hier die Gelegenheit eines Trainings zu den Herausforderungen ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Steffen Prößdorf, Tim Moritz Hector und – als Mitorganisator der Veranstaltung – Markus Glaser nahmen als Mitglieder des Präsidiums von Wikimedia Deutschland teil.

Wie leitet man einen gemeinnützigen Verein? Welche Aufgaben haben wir als Aufsichts- und Kontrollgremien und welche haben wir nicht? Wie definieren wir das Verhältnis zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen? Wie führt man eigentlich eine gute Strategieplanung durch?

Diese und viele andere Fragen konnten auf dem zweitägigen Workshop zwar wohl kaum geklärt, aber aufgeworfen und ausführlich diskutiert werden. Ein offenes Gespräch und Vertraulichkeit der Diskussionsbeiträge waren sehr wichtig für alle Teilnehmenden und es entstand so schnell eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit externer Hilfe von Mike Hudson, der als im Non-profit-Bereich erfahrener Unternehmensberater Wikimedia UK durch schwierige Situationen begleitet hat, näherten wir uns der Frage nach „Good Governance“ – also der Frage nach gutem Führungs- und Regierungshandeln – in Non-Profit-Organisationen (NPOs). Sehr konkret konnten wir hier Tipps bekommen, die sich in anderen gemeinnützigen Organisationen bewährt haben.

Ebenfalls Expertise lieferten Dariusz Jemilniak, der Vorsitzende des Spendenvergabekomitees (FDC) der Wikimedia Foundation, und Jessie Wild, Mitarbeiterin der Wikimedia Foundation im Evaluationsteam, die Modelle für Evaluation und strategische Planung vorstellten. Diese wurden anschließend ebenfalls im Gruppengespräch auf die Situationen in den jeweiligen Ländern bezogen.

Wir bekamen von Kira Krämer und Nicole Ebber einen ersten Einblick in die Erkenntnisse aus dem von Wikimedia Deutschland durchgeführten Chapters Dialogue – einem weltweiten Projekt zur Erforschung der Ziele, Beziehungen und Verantwortlichkeiten in den verschiedenen Organisationen der Wikimedia-Welt– und eine weitere sehr spannende Sitzung drehte sich um Erfahrungen mit „Burn-out“ und Arbeits- und Zeitmanagement von Boardmitgliedern, in der sehr ehrlich Möglichkeiten aber auch Grenzen professionellen Ehrenamts aufgezeigt werden konnten.

Mit nach Hause nehmen konnten alle ein aufgefrischtes Bewusstsein für Probleme in ihren jeweiligen Boards, neue Perspektiven, Strategien und Lösungsansätze zur Bewältigung dieser und darüber hinaus beispielhafte Modelle für Strategieplanung und Evaluation der Tätigkeiten des Vereins.

Besonders bedeutsam war dieser Workshop als eine der ersten Veranstaltungen, bei denen international „best practices“ und „lessons learned“ geteilt worden sind. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern war es wichtig, diesen Dialog auch zu anderen Themenfeldern, mit anderen Akteuren und im Rahmen anderer Formate aufrecht zu erhalten, sich regelmäßig über die Herausforderungen, denen sie in ihrer lokalen Arbeit begegnen, auszutauschen und diesen Workshop als Modell für internationale Zusammenarbeit zu betrachten.

Das Protokoll und weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf Meta, dem Koordinationswiki der Wikimedia-Bewegung.

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Cynthia Ashley-Nelson (Cindamuse)

Von Carlos Colina, Bence Damokos, für das Wikimedia Affiliations Committee:

Mit großem Bedauern müssen wir bestätigen, dass Cynthia Ashley-Nelson (Benutzer:Cindamuse) am Freitag, den 11. April, verstorben ist. Unsere Gedanken sind bei Cynthias Familie, Freunden und der internationalen Wikimedia-Community.

Cynthia wurde am 10. April zur Stellvertretenden Vorsitzenden des Affiliations Committee gewählt. Sie war nach Berlin gereist, um am jährlichen Treffen des Komitees während der Wikimedia Conference teilzunehmen. Als langjährige Wikipedia-Autorin und Expertin in Organisationsentwicklung mit mehr als 25 Jahren Erfahrung bereicherte Cynthia die Bewegung für Freies Wissen auf vielfältige Weise mit ihrer Zeit, Leidenschaft und mit ihren Kenntnissen. Cynthia unterstützte mit großem Engagement das Global Education Program der Wikimedia Foundation und Lösungsversuche rund um den Gender Gap in Wikipedia.

In der kurzen Zeit seit Januar, die Cindy mit uns im Affiliations Committee war, lernten wir ihre Gedanken, Einblicke und Erfahrungen sehr schätzen. Diese gemeinsamen Monate haben gezeigt, was für ein überaus wertvolles und engagiertes Mitglied das Komitee in ihr hatte, was letztlich zu ihrer Wahl als Stellvertretende Vorsitzende geführt hat.

Wir sind in tiefer Trauer, wie jeder, der nach Berlin gekommen ist, um an der Wikimedia Conference teilzunehmen. Cynthias Tod ist ein großer Verlust für alle in der Wikimedia-Bewegung. Heute Morgen sind die Teilnehmer der Konferenz zusammengekommen, um gemeinsam zu trauern und über den Verlust von Cynthia zu sprechen. Wir haben uns entschlossen, dass es allen Teilnehmern der Wikimedia Conference freisteht, sowohl weiter über die Zukunft dieser Bewegung sprechen zu können, die Cynthia so viel bedeutet hat, als auch die Zeit hier mit Erinnerungen und guten Gedanken an sie zu verbringen. Wir werden Cynthia sehr vermissen.

Auf Cynthias Wikipedia-Benutzerseite können Beileid ausgesprochen und Erinnerungen geteilt werden.

Im Namen des gesamten Affiliations Committee und den weiteren Community-Mitgliedern, die hier in Berlin zusammengekommen sind:

 

Carlos Colina,
Chair, Wikimedia Affiliations Committee

Bence Damokos,
Outgoing chair, Wikimedia Affiliations Committee

 

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Willkommen, Natali Bosnjakovic!

Ich freue mich sehr, Natali Bosnjakovic als neue Leiterin Verwaltung und Personal bei Wikimedia Deutschland zu begrüßen.

Natali Bosnjakovic (Foto von Lisa Kirchner, CC-BY-SA 3.0)

Natali wird sich schwerpunktmäßig um den Aufbau einer Personalabteilung und um die gesamten Office-Abläufe kümmern. Im Personalbereich liegt der Schwerpunkt auf der Etablierung von Prozessen zur Mitarbeiterentwicklung, dem Bewerbermanagement sowie allen Fragen der Arbeitskultur. Im Office-Bereich wird Natali alle Prozesse innerhalb des Hauses optimieren, verantworten und zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Office-Team weiterentwickeln. Ein effizienter und organisierter Büroablauf ist hier ein klar gesetztes Ziel von Natali und dem Office-Team.

Natali hat mehr als 10 Jahre Berufserfahrung im Personal- und Office-Management, u. a. in der Schweiz und zuletzt bei einem Unternehmen in Berlin, wo sie für ein Büro mit über 7.000 qm und mehr als 400 Mitarbeiter für die Personalprozesse verantwortlich war. Natali hat somit in allen Bereichen, die für uns wichtig sind, theoretische und praktische Erfahrung: sie hat  u. a. Fortbildungspläne für Mitarbeiter erabeitet und zudem hat Sie Erfahrung im Gebäudemanagement, was für unsere neuen Räumlichkeiten am Tempelhofer Ufer ebenfalls wichtig ist. Natali hat bereits den Verwaltungs- und Personalbereich geleitet und freut sich auf die Herausforderung, dies nun für die Wikimedia Deutschland tun zu können.

Natali freut sich auf eine interessante Zeit im Wikimedia-Universum und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Kollegen und Kolleginnen. Wer mit Natali direkt in Kontakt treten möchte, kann dies hier tun: natali.bosnjakovic@wikimedia.de. Jede Frage ist außerdem herzlich willkommen.

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Das ABC des Freien Wissens – Neue Veranstaltungsreihe

2014 ist für uns das Jahr der Neuanfänge. Neue, schöne Räume am Tempelhofer Ufer, neue Pläne, neue Veranstaltungen. Mit dem Format “Das ABC des Freien Wissens” setzen wir am Donnerstag den Startpunkt für eine neue Veranstaltungsreihe, die Forum für Fragen, Konzepte und Perspektiven rund um Freies Wissen sein soll. Unter dem titelgebenden alphabetischen Ordnungsprinzip werden im Zwei-Monats-Turnus relevante Themen mit Bezug zur Wiki-Welt und den Strukturfragen einer vernetzten Gesellschaft diskutiert. Die Veranstaltungen können als Livestream angeschaut sowie als Video auf der Webseite der Veranstaltung abgerufen werden.

Thesen, Tresen, Temperamente

Das Konzept: Nach einem kurzen, einführenden Input folgt eine moderierte Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten zum jeweiligen Thema. Zwischendurch wird die Diskussion auch für Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum geöffnet. Zudem haben wir eine “Stimme des Internets”, die immer wieder Fragen und Beiträge aus den sozialen Medien (#wmdesalon) filtern und zurück in die Runde spielen wird. Hinterher gibt es die Gelegenheit zum gemütlichen Austausch bei Getränken, Brezeln und frei lizenzierter Musik. Da der Mosaik-Saal der neuen Geschäftsstelle nach künstlerischer Bespielung geradezu fleht, gibt es zu jeder Veranstaltung außerdem eine mit dem jeweiligen Thema korrespondierende künstlerische Intervention zu sehen und/oder zu hören.

By Chri Strassegger (Own work), Arbeit von Stefanie Brottrager, [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am Anfang: Allmende

In der ersten Veranstaltung am Donnerstag, den 20. März wird der ursprünglich im landwirtschaftlichen Sinne gebrauchte Begriff der Allmende und seine gegenwärtige Bedeutungsverschiebung beleuchtet. Meinte die Allmende ursprünglich die Weide, die von vielen Menschen zu nutzen und zu bewirtschaften ist, der aber auch die Übernutzung droht, rückt heute die digitale Wissensallmende in den Fokus des Interesses. Konzepte des kommunitären Arbeitens, Pflegens und Kultivierens gewinnen zunehmend an Attraktivität. Doch gerade Gemeinschaftsprojekte im digitalen Raum sehen sich durch vielfältige Einflüsse bedroht. Gerade im Hinblick auf große Gemeinschaftsleistungen wie Wikipedia wird immer häufiger die Frage gestellt, wie Motivationen aufrechterhalten und bestmögliche Unterstützung geleistet werden kann. Silke Helfrich (Commons-Aktivistin, Commons-Blog), Leonhard Dobusch (Juniorprofessor für Organisationstheorie) und Elektra Wagenrad (u.a. freifunk.net) diskutieren miteinander, wie der Fortbestand und das Wachstum der Wissensallmende gesichert werden könnte.

Beweglich bleiben: Buchmarkt

Die Planungen für die kommenden Veranstaltungen der Reihe laufen bereits. So freuen uns jetzt schon, am 22. Mai u.a. Kathrin Passig (Autorin und Journalistin) und Volker Oppmann (Gründer log.os), zu begrüßen, die zum Thema: “Buchmarkt – Erfolg auch mit offenen Systemen?” diskutieren werden.

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Wikifika.se

Auf Besuch bei Wikimedia Schweden

Draußen auf einer der Stockholmer Stadtinseln eiskalter Wind bei strahlend blauem Himmel – drinnen freundliche Gesichter von gut zwei Dutzend schwedischen Wikimedianern in der birkenhellen Atmosphäre des Hörsaales im Architektur und Designzentrum. Ich bin zu Besuch auf der Jahresversammlung des schwedischen Wikimedia-Chapters. Das Chapter ist zwar eines der kleineren in Europa, aber sehr aktiv. Die schwedische Wikipedia hat mehr als eine Millionen Einträge. Wikimedia Schweden hat 500 Mitglieder. Ein Teil von ihnen hört am vergangenen Samstag mit einer gewissen Lässigkeit doch konzentriert ihrem Vorsitzenden zu.

Konzentrierte Mitglieder auf der schwedischen Jahresversammlung von Wikimedia Sverige am 15. März 2014 in Stockholm. Bild von Arild Vågen via Wikimedia Commons unter CC-BY-SA.

Fünf Programmlinien in Schweden

Knapp und konzise präsentiert Matthias Blomgren  das Jahr 2013 und die Pläne für 2014. Gut gefiel mir die klare Darstellung der Strategie, an der der Vereinsvorstand gemeinsam mit Mitgliedern im vergangenen Jahr weiter gearbeitet hatten. Auch wenn fünf Tätigkeitsfelder benannt werden, die klare Ausrichtung auf die Einbindung und Verzahnung der Wikimedia-Projekte in die und mit der Gesellschaft fällt auf. Man geht dezidiert auf die Gesellschaft zu. Ein Fünftel von den knapp 5 Millionen schwedischen Kronen Gesamtbudget geht auch im Norden in die Community-Förderung. Und dazu gehören in Schweden auch die Anstrengungen zur Diversifizierung. Ein Drittel der Mittel dienen der Gewinnung Freier Inhalte in der Zusammenarbeit mit den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Bildung und die politische Lobby-Arbeit für Freie Inhalte.

Die Leser im Fokus

Überraschend für mich war jedoch die klare Akzentuierung auf die Zielgruppe der Wikipedia-Leser, mehr noch auf die Allgemeinheit. Der Budgetansatz für dieses Programm ist der größte Einzelposten. Die Leser bzw. Anwender der Wikimedia-Projekte sollen niedrigschwellige Mitmach- und Informationsangebote bekommen, der Austausch mit ihnen gefördert werden und die Projekte insgesamt zugänglicher werden. Daher hat Wikimedia Schweden jetzt im Architektur- und Designzentrum Stockholm über vier Wochen eine Infowerkstatt für Museumsbesucher und Mitarbeiter gleichermaßen eingerichtet. Die Mitarbeiter von WMSE haben ihren Arbeitsplatz bis Ostern mal eben ins Museum verlegt. Freiwillige unterstützen sie vor Ort und nutzen die Gelegenheit zum Austausch. Träffa Wikimedia heißt die Aktion. „Natürlich bekommt man in dieser Zeit nicht so viel von dem gemacht, was man sonst im Büro schafft“, erzählt mir mein schwedischer GLAM-Kollege Axel Petterson, „aber wir sind gespannt auf die Fragen der Besucher und hoffen natürlich auf das Interesse der Mitarbeiter“. Ließe sich so ein temporärer Wiki-Stützpunkt auch sinnvoll in Deutschland umsetzen?

Konsens prägt die Versammlung

Überall folgen Vereinsversammlungen formellen Regeln um den Austausch in strukturierte Bahnen zu lenken. Entsprechend lang ist die Tagesordnung auch in Stockholm. Doch selten habe ich es auf Vereinssitzungen erlebt, dass man sich offenbar so einig ist. Es gab kaum Diskussionen und doch hatte ich nicht den Eindruck, dies sei Ausdruck einer desinteressierten Langeweile. Ein Blick auf die Bildschirme in den Zuhörerreihen belegte, alle folgten den Ausführungen am Rednerpult. Auch schien es mir als hätten sich alle Anwesenden gut auf die Tagesordnung vorbereitet. Folglich nicht verwunderlich, dass die Versammlung inklusive der obligatorischen Fika-Pause mit Kaffee und Zimtschnecken bereits nach drei Stunden vorbei war. Anschließend saß man im neuen gemütlichen Büro von Wikimedia Sverige auf Kungsholmen noch lange zusammen und ließ es sich wohl sein.

Mein Besuch in Stockholm galt vornehmlich dem kollegialen Austausch zu GLAM-Projekten in Schweden und Deutschland, aber jetzt bin ich ganz inspiriert vom konstruktiven Esprit der Wikinger. Und schaue entsprechend voller froher Erwartung auf das GLAMster-Treffen in Bremen am Ende des Monats.

Weiterführende Links zur Mitgliederversammlung und Jahresplanung von WMDE

Wer jetzt neugierig auf die entsprechende Jahresplanung von Wikimedia Deutschland (WMDE) geworden ist, der kann zusammenfassend den passenden Blog-Beitrag nachlesen. Die nächste WMDE-Mitgliederversammlung findet am 24. Mai in Frankfurt am Main statt und im Anschluss wird der Zedler-Preis, der „Oskar“ der deutschsprachigen Wikimedia-Bewegung, öffentlich verliehen.

 

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MS Offene Wissenschaft – Digital Unterwegs für Freies Wissen

Als offizieller Partner des Wissenschaftsjahres 2014 zum Thema Digitale Gesellschaft ist Wikimedia Deutschland in Kooperation mit der Open Knowledge Foundation Deutschland mit einem Exponat auf der MS Wissenschaft beteiligt, deren Austellung dieses Jahr den Titel Digital Unterwegs trägt. Beide Organisationen wollen damit auf die Bedeutsamkeit von Freien Inhalten in der Wissenschaft, aber auch im Alltag aufmerksam machen. Dies ist ein Gastbeitrag von Daniel Mietchen, Wissenschaftler am Museum für Naturkunde in Berlin und aktiver Wikimedianer, der die Konzeption des Exponates begleitet.

MS Wissenschaft 2014“, Wissenschaft im Dialog, CC BY 3.0

Bei Hochwasser ist es für Anwohner, Kommunen und die Katastrophenschutzorganisationen wichtig, regelmäßig aktualisierte Pegelstände einsehen zu können, wie hier für Dresden. Zu Pegelspitzenzeiten besteht auch erhöhter Bedarf an teils sehr detaillierten Modellrechnungen, die zum Beispiel mögliche Deichbrüche einkalkulieren, um Hilfsmaßnahmen vorbereiten, trainieren und durchführen zu können. Bei Pegelspitzen gemessene Durchflusswerte wiederum dienen als Anhaltspunkte für langfristige Planungen hinsichtlich des Hochwasserschutzes wie den Bau oder Rückbau von Dämmen.

Da all dies so offensichtlich nützlich ist, liegt es nahe, dass mit öffentlichen Geldern erhobene Daten – ob zu Verwaltungs-, Verkehrs- oder Wissenschaftszwecken – routinemäßig öffentlich verfügbar sein sollten. Das ist bisher allerdings kaum der Fall, und insbesondere echtzeit-nah veröffentlichte Daten sind eine Ausnahme. Noch seltener sind Datensätze frei nachnutzbar – zum Beispiel, um Pegelstände mit Niederschlagsmessungen oder Immobilien- mit Verkehrsdaten zu kombinieren.

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10 Jahre Wikipedia-Schreibwettbewerb

Der Artikel “Braunbär” gewann den Vierten Schreibwettbewerb. Foto: Jean-noël Lafargue, FAL

Autorinnen und Autoren der Wikipedia beginnen jetzt, ihre Stifte anzuspitzen, die Bücher herauszulegen und die Datenbanken mit den wichtigen Informationen herauszusuchen. Morgen beginnt der 20. Schreibwettbewerb der deutschsprachigen Wikipedia. Bei diesem Wettbewerb zeichnet eine Wikipedia-interne Jury den besten inhaltlichen Textbeitrag zur Wikipedia aus, welcher zwischen heute und dem 31. März in der Wikipedia entstehen wird.

Der Wikipedia-interne Schreibwettbewerb ist ein zentrales Ereignis im Kalender der Wikipedianerinnen und Wikipedianer. Zweimal im Jahr richten sich die Augen der Community auf diesen Wettbewerb. Die Themenauswahl ist dabei frei und die Themen der bisherigen Gewinnerartikel deckten ein breites Spektrum, vom Braunbär über die karolinigische Buchmalerei bis hin zum französischen Fußballverein Stade Reims, ab.

Dabei ist der Schreibwettbewerb ein Mikrokosmos der Wikipedia, in dem es um gute Artikel und enzyklopädisches Schreiben, aber auch um Geschichten, soziale Dynamiken und inhaltliche Grundsatzfragen der Wikipedia geht.

10 Jahre Triumphe und Tränen, Artikel und Ansichten

Der Schreibwettbewerb der Wikipedia entstand in Anlehnung an den Schrijfwedstrijd der niederländischen Wikipedia. Benutzer Achim Raschka legte am 5. September 2004 die erste Seite innerhalb der Wikipedia an, die zu einem Schreibwettbewerb aufrief. Insgesamt kandidierten bei diesem ersten Schreibwettbewerb 44 Artikel. Die damals fünfköpfige Jury wählte den Artikel über das Kloster Lehnin von Benutzer Lienhard Schulz zum Sieger.

Der Schreibwettbewerb traf einen Nerv innerhalb der Community und sorgte dort für hohe Aufmerksamkeit. In einigen Jahren kandidierten über 120 Artikel, von denen ein größerer Anteil nach dem Wettbewerb als “exzellent” oder “lesenswert” ausgezeichnet wurde, welche damit zu den besten 0,3% aller Wikipedia-Artikel gehörte. Nie werden in der Wikipedia so viele Artikel mit dem lesenswert- oder exzellent-Status versehen, wie in den Monaten nach Ende des Schreibwettbewerbs.

Die Auswahl der Sieger wurde dabei noch nie von der Gemeinschaft der Wikipedia-Aktiven getroffen, sondern jedes Jahr ist es eine Jury aus Wikipedianerinnen und Wikipedianern, die diese Auswahl trifft. Im Jahre 2006, beim fünften Schreibwettbewerb, gelingt es das erste mal diese Jury zu einem Livetreffen an einem Ort zusammenzubringen. Die Übernahme der anfallenden Reisekosten zu diesem Jurytreffen war auch eine der allerersten direkten Communityförderungen, die der damals noch junge und kleine Verein Wikimedia Deutschland übernahm. Weiterlesen »

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Wissenschaftsjahr 2014: Digitale Gesellschaft

Offizielles Logo zum Wissenschaftsjahr 2014, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Wikimedia Deutschland ist offizieller Partner des Wissenschaftsjahres 2014 zum Thema “Digitale Gesellschaft”.  Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog. Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft. Ziel ist es, die Öffentlichkeit zu informieren und gesellschaftliche Debatten über Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung vorantreiben.

 

Das Wissenschaftsjahr 2014 stellt die Frage, wie wir uns durch die Digitalisierung als Einzelne und als Gesellschaft verändern und lädt dazu ein, die Auswirkungen der Digitalen Revolution und die zentralen Herausforderungen für die Zukunft der vernetzten Gesellschaft gemeinsam zu diskutieren. Die Debatten werden entlang von drei Handlungsfeldern geführt: Digitales Miteinander, Digitale Wirtschaft und Digitales Wissen.

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