Archiv für die ‘Allgemein’ Kategorie



Spender-Umfrage 2013 – die Ergebnisse

Vor drei Jahren stellten wir fest: Der Spendende von Wikimedia – wichtiges Element des Wikiversums – ist eine Art unbekannte Spezies. Abhilfe schuf eine repräsentative Umfrage unter unseren Unterstützern mit spannenden Ergebnissen. Doch seither ist viel passiert. Um im Bild zu bleiben: Die Population ist stark gewachsen. Zwei Spendenkampagnen weiter ist die Zahl der Förderer von Freiem Wissen um mehrere Hunderttausend angewachsen – was die Frage nach der Aktualität der Ergebnisse der letzten Umfrage aufwirft. Konnten neue Zielgruppen erreicht werden, so dass “der typische Spendende” von heute ein Anderer ist? Zur Prüfung möglicher Veränderungen, aber auch zur Beantwortung neuer Fragestellungen führte Wikimedia Deutschland im letzen Jahr die zweite große Spender-Umfrage durch. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Knapp eintausend von den rund dreitausend eingeladenen Unterstützern beteiligten sich an der Online-Umfrage. Erneut zeigt die hohe Teilnahmequote von 28 Prozent die hohe Unterstützungsbereitschaft unserer Spendenden. Thematisch interessierten uns Fragestellungen rund um die Wikipedia-Nutzung der Spendenden, ihre Informationsinteressen zu Wikimedia Deutschland und ihre Einstellung zu den Tätigkeitsbereichen des Vereins. Ein weiterer Fokus lag auf Aspekten, die für die Arbeit im Fundraising praktisch relevant sind, etwa rund um Mitgliedschaft und Zuwendungsbescheinigungen.

Demographisch stellten wir trotz des Zuwachses der Unterstützerschaft praktisch keine Veränderungen gegenüber den Ergebnissen aus 2011 fest. Es sind überwiegend männliche Spendende, die sich engagieren. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, weiblich zu sein. Mit 52 Jahren liegt das Durchschnittsalter nur vier Jahre über den Ergebnissen der letzten Befragung. Unveränderte Merkmale sind ebenso ein überdurchschnittliches Einkommen und ein hohes Bildungsniveau mit auffallend großem Anteil an Promovierten.

Auch hinsichtlich der Nutzung von Wikipedia können wir feststellen, dass sich das typische Verhaltensbild der Spendenden nicht verändert hat: Sie besuchen Wikipedia sehr viel häufiger als der durchschnittliche Leser, wie der Vergleich mit den Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt. Auch trägt ein höherer Prozentsatz Inhalte zur Freien Enzyklopädie bei. Angesichts des Aktivitätsausmaßes kann man aber kaum Wikipedianer unter den Spendenden finden. Es sind somit größtenteils die Dauerleser und sporadisch aktiven Nutzer, die die Enzyklopädie finanziell erhalten.

Neben der Bewertung verschiedener Qualitätsaspekte der Wikipedia (durchschnittlich gut) und Erfassung der Tätigkeiten bei aktiver Beteiligung (hauptsächlich Ergänzen von Informationen und Korrigieren von Rechtschreibfehlern) wollten wir dieses Mal wissen, was die Spendenden davon abhält, den Button zum Bearbeiten des Textes anzuklicken. In beiden Umfragen lässt sich eigentlich ein hohes Maß an Interesse feststellen, in der Wikipedia aktiv zu werden (rund 60 Prozent). Laut den Ergebnissen ist es interessanterweise weder das fehlende Wissen, dass editiert werden kann, noch die Unkenntnis darüber, wie dies geschieht. Am häufigsten wird genannt, sich nicht kompetent genug zu fühlen, um etwas beizutragen.

Das Studiendesign der Umfrage war allerdings nicht darauf angelegt, eindeutige kausale Rückschlüsse auf Handlungsmotive ziehen zu können. So entschieden wir uns auch dafür, nicht wie 2011 herausfinden zu wollen, warum unsere Spendenden für uns spenden, welche Motive sie also haben. Statt dessen legten wir den Fokus auf die Einstellung der Spendenden zu unserer Verwendung der Spendengelder. Sämtliche vorgestellten Tätigkeitsbereiche erfahren eine breite Unterstützung. Auch gegenüber der Umfrage von 2011 in der Bewertung neu hinzugekommene Aktivitätsbereiche wie die Kooperation mit Museen, Archiven und Bibliotheken und die Förderung der Vielfalt der Beteiligten werden überwiegend als sehr fördernswert bewertet.

Für die Arbeit im Fundraising interessant war unter anderem herauszufinden, welche Informationsbedürfnisse unsere Spendenden haben. Hier konnten wir lernen, dass sich zwei Drittel der Spendenden laut eigener Angaben vorab über Themen wie Mittelverwendung, Ziele und Projekte, Gemeinnützigkeit und Organisation von Wikimedia Deutschland informierten. Ebenso aufschlussreich: Der Versand der Zuwendungsbescheinigung hat für die Spendenden einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert: 60 Prozent der Befragten finden es mindestens wichtig, die Spendenquittung zu erhalten, davon 38 Prozent sogar sehr wichtig. Die Zuwendungsbescheinigung ist eben ein zentraler Eckpfeiler in der Beziehung zum Spendenden. Hinsichtlich einer möglichen Mitgliedschaft im Verein lernten wir einige der Bedenken von Spendenden kennen. Größtenteils sind diese durch bessere Aufklärung adressierbar, wie zum Beispiel der Wunsch, sich nicht langfristig binden zu wollen.

Eine langfristige Zeit-Bindung soll auch durch das Lesen dieses Blogbeitrags nicht entstehen. So können die Ergebnisse der Umfrage hier nur angerissen werden und hoffentlich als Appetithappen Lust auf mehr machen. Wer angebissen hat: Die ausführliche Auswertung mitsamt Graphiken zu allen Ergebnissen sollte jeden Hunger stillen können.

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100 Jahre 1. Weltkrieg – Wikipedianer beschäftigten sich dazu im Braunschweigischen Landesmuseum

Dies ist ein Gastbeitrag von Schlesinger, ehrenamtlicher Wikipedia-Autor.

Metallrestaurator des Braunschweigischen Landesmuseums bei der Arbeit. Foto: Medvedev , CC-BY-SA-3.0

 

Am Wochenende vom 27. bis zum 29. Juni 2014 fand im Braunschweigischen Landesmuseum ein Treffen von Autoren und Fotografen statt, die sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen.

Nach einer Begrüßung der ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren durch die Museumsdirektorin informierten Vorträge von Kuratoren und Wissenschaftlern die 26 Wikipedianer über die entstehende Ausstellung 1914… schrecklich kriegerische Zeiten, Eröffnung 1. August, die aus einem regionalen Blickwinkel betrachtet sowohl über individuelle Schicksale im Ersten Weltkrieg als auch über seine Auswirkungen auf das Leben in Braunschweig weit über 1918 hinaus informieren will.

Anhand von ausgewählten Ausstellungsstücken militärischer Art und bereitgestellter Fachliteratur konnten die Fotografen und Autoren einiges für die Wikipedia und das Medienarchiv Commons liefern. So entstanden mehrere Artikel und Fotoserien, die Lücken in der Bebilderung in Bezug auf Braunschweig füllen können. Eine Liste der neu erstellten Artikel und hochgeladenen Bilder findet sich hier.
Weitere Bearbeitungen und Uploads werden auch noch im Nachgang der Veranstaltung entstehen. Im Rahmenprogramm des Treffens gab es neben einer Fotoexkursionen zum bemerkenswerten Hauptfriedhof Braunschweig auch eine Stadtführung und einen Besuch im Depot des Museums. Hier erläuterte der Metallrestaurator des BLM Methoden der Aufarbeitung und Pflege von Fundstücken für die Ausstellung.

Vortrag zu Propaganda respektive Medienarbeit im 1. Weltkrieg Foto: AxelHH, CC-BY-3.0

Die Veranstaltung wurde als Folgeprojekt von “Die Römer kommen!” (2013), durch das ehrenamtliche Engagement des Wikipedia-Autors brunswyk, und in Zusammenarbeit mit dem BLM und Wikimedia Deutschland entwickelt. Bei GLAM on Tour-Veranstaltungen (GLAM steht für galeries, libraries, archives, museums) finden auf Initiative der ehrenamtlichen Aktiven im GLAM-Bereich Veranstaltungen statt, bei denen Wikipedianer auf Mitarbeitende aus Kultur- und Gedächtnisinstitutionen treffen.

Die nächste GLAM on Tour-Station findet in Brilon zum Thema Montanindustrie im Sauerland statt. Interessierte können sich hier anmelden.

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Ein Raum aller Zeiten

Heute vor 30 Jahren verstarb der französische Philosoph Michel Foucault. Das Internet erlebte er nicht mehr. Was hätte er wohl zum digitalen Strukturwandel der Öffentlichkeit gesagt? Und wie hätte er über die Ordnung des Wissens durch Wikipedia geurteilt?

Michel Foucault (1926-1984), Bild: Nemomain, CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Foucault ist der erste Philosoph, der die Metapher des Netzes auffallend häufig verwendet. Heute ist sie aus dem begrifflichen Repertoire der Gegenwartsdiagnose nicht mehr wegzudenken. Ob nun kleine geile Firmen, Fußballmannschaften mit „automatisierten Abläufen“ oder twitternde Freundeskreise – sie alle denken sich heutzutage als flexible Netzwerke und bestätigen dabei die kulturelle Leitidee, dass jedes Subjekt sich nicht mehr als souveräner König, sondern nur noch als Knotenpunkt inmitten von geschalteten Energieflüssen fühlen darf.

Bereits 1966 sah Foucault eine „Epoche des Simultanen“ hinaufziehen, ohne auch nur ahnen zu können, wie sehr sich sein Theorem der anderen Räume einmal für die Beschreibung des wichtigsten globalen Konvergenzmediums am Übergang vom 20. ins 21. Jahrhundert eignen würde: „Wir sind, glaube ich, in einem Moment, wo sich die Welt weniger als ein großes, sich durch die Zeit entwickelndes Leben erfährt, sondern eher als ein Netz, das seine Punkte verknüpft und sein Gewirr durchkreuzt.“ In seiner Skizze der Heterotopien – gewissermaßen räumliche Enklaven und Durchgangsorte, die sich jede Kultur schafft – zählt Foucault die Bibliotheken und Museen zu den besonders eigentümlichen Orten, weil mit ihnen die Hoffnung auf eine umfassende Verfügungsmacht über kulturelles Wissen verbunden ist:

„Die Idee, alles zu sammeln und damit gleichsam die Zeit anzuhalten oder sie vielmehr bis ins Unendliche in einem besonderen Raum zu deponieren; die Idee, das allgemeine Archiv einer Kultur zu schaffen; der Wunsch, alle Zeiten, alle Epochen, alle Formen und Geschmacksrichtungen an einem Ort einzuschließen; die Idee, einen Raum aller Zeiten zu schaffen, als könnte dieser Raum selbst endgültig außerhalb der Zeit stehen, diese Idee ist ein ganz und gar moderner Gedanke.“

Dieses Streben nach einer totalen Verfügungsmacht fand im Internet seine bislang kongenialste technologische Form. Ein globaler Nicht-Ort entstand, dessen gerechnete Simulacren (Chaträume, Atavare etc.) eine ganz eigene Aufenthaltsqualität mit sich brachten. Doch wurde und wird das massive Zugriffsversprechen des Internet, wie immer in medialen Umbruchssituationen, nicht etwa nur als ein sozialer Fortschritt erlebt. Im Gegenteil bestehen vielfach begründete Vorbehalte, die Umsteuerung auf einen großen Wissensnavigator könne zu Einbußen an anderer Stelle führen.

Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts, als das Internet sich durch die ersten Web-Browser allmählich zu einem Massenmedium neuen Typs mauserte, waren es zunächst die Untiefen seiner „Informationsflut“, die kulturkritische Affekte hervorriefen. Der Konkurenzkampf von Suchmaschinen wie AltaVista, Lycos oder Yahoo machte für jedermann deutlich, dass nun vermehrt Logarithmen an die Stelle archivarischer Systematisierungsleistungen treten würden, um dem „Wuchern der Diskurse“ zu begegnen.

Die Warnung vor der technologischen und marktstrategischen hidden agenda wurde zum Credo einer Netzkritik, die sich über mangelnde Anstöße – das Vordrängen der globalen brands mit internetbasierten Business-Modellen, die Etablierung von Data-Mining-Methoden für das Sammeln von Kundenkontakten, die Verengung der Kommunikationswege auf die Übermittlung von Werbebotschaften – wahrlich nicht beklagen konnte. In der kurzen Ära der New Economy erschien das Internet vielen Menschen eher als ein Sammelbecken für windige Geschäftemacher denn als Mega-Bibliothek und vermeinlich egalitäre Austauschplattform.

Scherzkekse und Statuskämpfe

Spätestens seit der Gründung der Wikipedia im Jahr 2001 lässt sich von einer zweiten Phase der Netzkultur sprechen, die unter dem schon etwas strapazierten Stichwort Web 2.0 die Möglichkeiten gesteigerter Interaktion und kollaborativer Wertschöpfung verhandelt. Wikipedia gehört nach nur wenigen Jahren ihrer Existenz bereits zu jenen zentralen Instanzen, mit dem unsere Gesellschaft ihre „allgemeine Politik der Wahrheit“ (Foucault) ausrichtet. Doch gerade in der Analyse ihrer genauen Funktionsweise wird deutlich, dass mit der gemeinsamen Erstellung und Redigatur von Texten keineswegs ein basisdemokratisches Paradies erreicht worden ist.

Die Grundidee der MediaWiki-Software ist das freie Spiel einer kollektiven Intelligenz. Menschen mit unterschiedlicher Expertise sind arbeitsteilig mit dem Aufbau und der Pflege der Online-Enzyklopädie betraut. Dabei können sie anonym Lexikoneinträge anlegen, punktuelle Veränderungen in bereits existierenden Texten vornehmen und in Diskussionsforen über die Gültigkeit der darin niedergelegten Argumente und Fakten streiten. Die einsehbaren Editierungsschritte und Kommentare ermöglichen eine hohe Transparenz bei der Redaktion. Eine solche „Weisheit der Menge“, wie sie der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales proklamiert, löst sich von den Funktionen einer personalen Autorschaft und setzt durch kollektive Mechanismen einer ständigen Plausibilitätsprüfung einen permanenten „Kampf um den Status der Wahrheit“ (Foucault) in Gang.

Anlässe, an den Ergebnissen eines solchen Open-Content-Systems zu zweifeln, gibt es reichlich: Scherzkekse bauen abstruse Fehler in wissenschaftliche Abhandlungen, eitle Gemüter verändern biografische Angaben zu ihren Gunsten, Firmen schmuggeln ungeniert Eigenwerbung in Artikel ein. Diese Fälle geben zwar immer neue Nahrung für das Bashing stümperhafter Einträge, ziehen die Anziehungskraft des Projekts aber nicht grundsätzlich in Zweifel. Schwerer wiegen da die internen Klagen, wonach weniger die inhaltliche Kompetenz, als vielmehr die Hartnäckigkeit und das soziale Prestige eines Autors bei der Diskussion von Texten zum Tragen kämen.

Wie Christian Pentzold unter Zuhilfenahme der Foucault`schen Diskursanalyse gezeigt hat, sind die beteiligten Akteure eigentlich permanent in Statuskämpfe und dynamische Konflikte um Deutungsmacht verstrickt. So werde deutlich, „dass in den Wissenskonstitutionsprozessen eines Wikipedia-Artikels diskursive Regime wirksam sind, mittels derer zum einen Aussagen auf ihre Plausibilität und Akzeptabilität hin überprüft, angenommen oder verworfen und zum anderen die äußernden Subjekte bestätigt, diszipliniert und gegebenenfalls ausgeschlossen werden.“

Nun sind diese individuellen Machtspiele innerhalb eines Diskursensembles sicherlich verkraftbar, wenn man die Alternative bedenkt: eine Monopolisierung des Weltwissens. Eben diese Gefahr sehen viele Kritiker derzeit angesichts der aggressiven Geschäftsstrategie von Google. In der Selbstbeschreibung des Unternehmens heißt es treuherzig: „Das Ziel von Google besteht darin, die auf der Welt vorhandenen Informationen zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen.“ Dass dies alles nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, sondern mit dokumentierbaren Klickrates und Online-Werbebannern passiert, bleibt freilich unerwähnt. Was wäre eigentlich, so mahnen Kritiker, wenn diese Verfügungsgewalt über eine unvorstellbare Menge an Informationen zu einer Zentralisierung öffentlicher Güter führte, die nicht mehr umzukehren ist? Für Foucaults Vorstellung eines ständig vorwärts drängenden Macht-Wissens ist der Fall Google sicherlich der beste Beleg, der sich aktuell finden lässt.

Der Autor, eine Insel des Wissens

Neben der Gefahr einer Wissensverknappung bzw. Monopolisierung gibt es derzeit auch die begründete Sorge, die Verfahren der digitalen Wissensgenerierung, -speicherung und -distribution könnten zu einem Verlust eingeübter Kulturtechniken führen. Foucault hat die Verwirrung, die ein neues Medium in einem bestehenden Wissensregime anrichtet, einmal sehr konkret benannt: Die „Freiheit der Übertragung, der Verschiebung, der Transformationen, der Ähnlichkeiten und des Anscheins, der Reproduktion, der Verdopplung und der Fälschung“ war zwar auf die aufkommende Fotografie zwischen 1860 und 1880 gemünzt, passt aber genauso gut zu den Irritationen, welche die digitale Kultur mit ihrer Feier der freien Kopie gegenwärtig heraufbeschwört.

Beim Streit um das Urheberrecht in einer zunehmend von getauschten Immaterialgütern geprägten Welt gerät auch ein emphatischer Begriff von Autorschaft zunehmend unter Druck: Wen kümmert’s, wer spricht? Mit der zunehmenden Indifferenz gegenüber Quellenangaben, so der Soziologe Heinz Bude in einem google-kritischen Zeitungsessay von 2009, könne man leben, solange damit „das kindische Phantasma der geistigen Selbstgeburt“ ad acta gelegt werde. Nicht verabschieden dürfe man sich indes von der Autorschaft als orientierender sozialer Rolle. Gleichsam mit Foucault und gegen Foucault warnt Bude deshalb vor einer schleichenden Erosion des droit d’auteur:

„Der Name des Autors markiert eine ganz bestimmte Stelle in der Welt: die Stelle, an der aus dem Meer der Informationen eine Insel des Wissens entstanden ist. Kein absolutes Wissen, das sich auf mysteriöse Weise selbst weiß, sondern ein endliches, bezügliches und bewegliches Wissen, das an ein Ich gebunden ist, das auf eine ganz bestimmte, nicht so einfach reproduzierbare und schon gar nicht ersetzbare Weise Stellung genommen hat zur Welt. Der Autor macht sich durch seine Bewertungen angreifbar, aber genau dadurch beglaubigt er Wissen.“

Wird Google also dem Autor jenen Todesstoß versetzen, den der Poststrukturalismus nur wortreich andeutete? Charakteristisch für den inkonsequenten, aber „glücklichen“ Positivisten Foucault ist die Tatsache, dass er es bei einem Fatalismus der Macht niemals belässt. So betont er stets die unaufhörliche Dynamik von gegenläufigen Impulsen, die „negative Mechanismen der Verknappung“ in Gang setzen.

Auch wenn er vor den technischen Medien des 20. Jahrhunderts Halt macht, ist Foucault nicht nur ein wichtiger Stichwortgeber für die endlose Dynamik von Vermachtung und Freiheitsdrang, auch sein Blick auf Ablösungen, Brüche und Diskontinuitäten könnte dabei helfen, ein reflexives Ethos für die digitale Ära zu bewahren. In einer Welt der permanenten Updates und politischen „Nachbesserungen“ ist seine Bereitschaft zur ständigen Korrektur von eigenen Forschungshypothesen sicherlich nicht das schlechteste Vorbild.

P.S. Dieser Beitrag ist eine stark gekürzte Version eines Textes, der bereits 2009 erschien. Sein Verfasser wurde übrigens am Todestag Foucaults 14 Jahre alt.

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Nikki Zeuner – Herzlich Willkommen!

Foto: Jan Apel, CC-BY-SA 3.0

Der Jahresplan für 2014 kündigt eine Diversifizierung der Einnahmequellen des Vereins an. Was heißt das? Neben der jährlichen Spendenkampagne des Fundraising-Teams und u. a. den Mitgliederbeiträgen, soll in Zukunft die Mischung aus verschiedenen finanziellen Standbeinen absichern, dass Wikimedia Deutschland seinem Vereinszweck nachkommen und Freies Wissen fördern kann. Dazu gehört zum Beispiel auch die Kooperation mit Stiftungen und anderen privaten und öffentlichen Partnern. Konkret geht es um Drittmittel, aber ich habe ganz bewusst das Wort “Kooperation” zuerst geschrieben, denn Geld ist nichts ohne Kontext. In der Arbeit mit geldgebenden Institutionen geht es um gemeinsame Ziele, um eine Beziehung zueinander. Beides fällt nicht vom Himmel, sondern benötigt aktiven Outreach, Aufbau von Vertrauen und das effektive Arbeiten auf eine gemeinsame Vision hin. Ich freue mich sehr, dass wir in Nikki Zeuner jemanden gefunden haben, die dank großer Erfahrung und Expertise genau das für Wikimedia Deutschland angehen wird. Nikki ist seit dem 1. Juni für Drittmittelakquise und Partnerschaften zuständig. Nikki bringt viel Erfahrung mit, um die Aufgabe der Einnahmendiversifizierung anzugehen. Ich möchte ihr aber nicht vorgreifen und gebe an dieser Stelle gerne das Wort weiter:

Ich freue mich sehr auf die Arbeit bei Wikimedia – darauf, institutionelles Fundraising für diese starke, gut aufgestellte Organisation voranzubringen. Partnerschaften und kollaborative Projekte sind seit vielen Jahren zentraler Fokus meiner Arbeit als Fundraiser und Grant Writer. Ich habe in den letzten 20 Jahren im US-Nonprofit-Sektor gearbeitet, wo gemeinsames Wirken und kooperative Ressourcenbeschaffung mehr und mehr das wettbewerbsbestimmte Fundraising ersetzt. Wikimedia hat schon viele Elemente aufgebaut, die uns zu einem interessanten und förderfähigen Partner machen: Kommunikation, Evaluation, innovative Projekte und starke Bindung an die Communitys. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich mich intensiv in die Themen und Strukturen einarbeiten, um dann in der nächsten Phase potentielle Partner zu identifizieren.”

Herzlich willkommen, Nikki!

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Edit-a-thon “Frauen in der Wissenschaft”

Dies ist ein Gastbeitrag von der Sengerin, Mitorganisatorin des Edit-a-thon “Frauen in der Wissenschaft” im Rahmen des Projektes Women edit.

Der Artikel über die britische Botanikerin Margaret Cavendish Bentinck entstand im Rahmen des Edit-a-thons, Bild von Christian Friedrich Zincke via Wikimedia Commons

Am 30. Mai 2014 machten sich acht wackere Wikipedianerinnen und vier virtuelle Autor_innen auf, gemeinsam etwas Sinnvolles in die Tastaturen zu tippen. Edit-a-thons sind in der deutschsprachigen Wikipedia ein eher neues Format. Man steckt sich ein Themenfeld ab, setzt sich ein Ziel, und dann geht’s los – online wie offline. Wir hatten das Thema “Frauen in der Wissenschaft” gewählt und wollten damit dem Wikipedia-Tagesgeschäft etwas hinterher räumen und über längst vergessene oder brandaktuelle Wissenschaftlerinnen schreiben. Das Feld ist riesig und das Ziel sehr ambitioniert, denn ein Großteil der relevanten Forscherinnen fehlt in unserer Enzyklopädie noch. So fiel es unserem Berliner Kreis auch nicht schwer, unbeackertes Feld zu finden: Kaum eingeloggt war jede in ihre Arbeit versunken.

Zwischenzeitliche Freudenschreie, wenn wieder ein Artikel fertig war oder – was uns auch sehr gefiel – wenn Autor_innen online “Geschenke” brachten in der Form von Edits oder ganzen Artikeln. Kuchen gab es auch, und dennoch war das kein Kaffeeklatsch. 13 neue Artikel sind entstanden, fünf wurden ausgebaut! Einige Autorinnen editierten noch am Abend und am nächsten Morgen weiter an ihren neuen Artikeln.

Nicht zuletzt hat jede von uns aber noch viel mehr mitgenommen: Ich selbst bin seit gestern stolze Autorin eines Artikels über Lydia Makhubu, habe schon ein neues Projekt begonnen und freue mich über die vielen anderen neuen Artikel, etwa über die Botanikerin Margaret Cavendish Bentinck, die Industriephysikerin Ellen Lax oder die Ethnologin Karin Hahn-Hissink. Nicht nur bringen sie die Wikipedia voran und machen aus ihr die beste Enzyklopädie, die wir haben können. Solche Artikel entstehen zu lassen ist für uns auch empowernd, so sehr, dass wir die Veranstaltung im August wiederholen werden.

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Zedler-Preis: Die besten Wikipedia-Artikel

Der Zedler-Preis Bild: Wikimedia Deutschland CC-BY-SA 3.0

Täglich wächst Wikipedia um hunderte neue Artikel. In jeder Sekunde werden Inhalte verbessert, ergänzt und verändert. Der Zedler-Preis für Freies Wissen ist eine Momentaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit all jener Menschen, die sich für Freies Wissen engagieren.

Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer werden am 24. Mai in Frankfurt engagierte Menschen aus verschiedenen Bereichen des Freien Wissens ausgezeichnet.

Wikipedia-Artikel auf der Shortlist 2014

Die traditionsreichste Kategorie des Zedler-Preises ist die seit seinem Beginn im Jahr 2007 vergebene Auszeichnung für den besten Wikipedia-Artikel des Jahres.  Im Jahr 2013 gewann der Artikel über den spanischen Maler El Greco. In diesem Jahr reicht das Themenspektrum der nominierten Artikel von antiker Philosophie über Wissenschaftsgeschichte bin hin zur Berliner U-Bahn. Teilweise entstanden die Artikel durch einzelne anonyme Verfasser, teilweise in intensiver Zusammenarbeit mehrerer Autorinnen und Autoren. Weiterlesen »

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Neu im Team Communitys: Veronika Krämer

Ich freue mich, einen Neuzugang im Team Communitys ankündigen zu können, Veronika Krämer. Sie stellt sich mit ihren eigenen Worten vor:

Hallo,

mein Name ist Veronika Krämer. Ich freue mich sehr, seit dem 15. Mai Teil von Wikimedia Deutschland zu sein, als Neuzugang im Team Communitys. Zu meinen Hauptaufgaben wird die Bearbeitung von Förderanfragen von Freiwilligen zählen. Gemeinsam mit Rebecca und Konstanze werde ich im Förderteam die stetig steigende Zahl der Förderanfragen bearbeiten und Freiwilligen bei projektbezogenen Anliegen rasch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ein paar Worte zu mir: nach meinem Studium der Europäischen Ethnologie, Soziologie und Nordischen Philologie in Wien, Oslo und München bin ich vor zwei Jahren (endlich) in Berlin gelandet. Eine servicebezogene und beratende Seite in enger Zusammenarbeit mit Menschen stand bei allen meinen bisherigen Tätigkeiten, unter anderem als Sprachkursberaterin im französischen Kulturinstitut München, als Rezeptionistin in Hotels oder zuletzt im Bereich Relocation Service (https://de.wikipedia.org/wiki/Relocation_Service) im Vordergrund.

Auf die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen freue ich mich besonders und kann es kaum erwarten, sie und ihre verschiedenen Projekte kennen zu lernen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Euch!

Für Fragen und Anregungen stehe ich sehr gerne zur Verfügung: veronika.kraemer@wikimedia.de

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Der Tod des Autors – nah wie nie?

An diesem Donnerstag, 22. Mai, geht es bei Wikimedia Deutschland um die Zukunft der Buchmarkts. Die zweite Veranstaltung des Wikimedia Salons “Das ABC des Freien Wissens” dreht sich um die Frage, ob auf dem Buchmarkt von morgen Erfolg auch mit offenen Systemen möglich ist.

Das Podium ist prominent besetzt mit der Journalistin und Autorin Kathrin Passig, Volker Oppmann (Initiator der digitalen Universalbibliothek log.os) und Uwe Naumann (Lektor und E-Book-Koordinator bei Rowohlt) und bildet damit ein breites Spektrum ab, von der klassischen Verlagsarbeit bis hin zu visionären Konzepten, die die Buchwirtschaft radikal verändern könnten.

Ein neues Literaturbetriebssystem?

Buchladen in London, 1942. Foto:By Ministry of Information Photo Division Photographer [Public domain], via Wikimedia Commons

Mit der Digitalisierung des Lesens scheint sich zugleich auch ein ganzes Feld an Medientechniken und Verteilungswegen neu zu sortieren: Löst sich bald die Buchwirtschaft vom Verlag, der Autor vom Buch? Verflüssigt sich die Kultur?

Neu ist die These von der Auflösung althergebrachter Autorenrollen, prominent geprägt durch Roland Barthes, nicht. Und doch erklingt der Leitspruch des literarischen Poststrukturalismus heute so aktuell wie nie. Denn mit der Stärkung des Lesers als zentraler sinngebender Instanz ging gleichzeitig eine Bedeutungsverschiebung des Mediums Buch und seiner Rezeption einher. Was erwarten wir von einem sehr alten Wissensträger, der sich einer fundamentalen Beschleunigung konkurrierender Medien gegenüber sieht? In diese Richtung zielte auch Sascha Lobo bei seinem re:publica-Talk “Betriebssystem Buch”: Er habe zunehmend das Gefühl, dass das Buch als kulturelle Technik verlernt werde. Ohne dies mit apokalyptischem Zittern in der Stimme vorzutragen, eher als nüchterne These.

Die Revolution frisst ihre Kindls

Was in der Literaturwissenschaft vor vielen Jahrzehnten zum neuen Status Quo wurde, gewinnt heute mit der digitalen Verfügbarkeit von Literatur, der Möglichkeit eigenständiger, beliebiger Verknüpfung, Adaption und Versionierung von Texten (siehe „Eine neue Version ist verfügbar“ von Dirk von Gehlen) neue Relevanz. Gerade anhand der Entwicklung des Online-Buchmarkts zeigt sich aktuell, dass mit dem einsamen Platzhirschen Amazon europaweit Verlage unter Druck gesetzt werden. Kein Wunder, dass die langsame Abkehr von der Gutenberg-Galaxis mit diffusen Ängsten, Verlustempfinden und Abwehr begleitet wird.

Im Rahmen des Salons interessiert uns, wie sich der Buchmarkt verändert, wenn Literaturkritik, Finanzierung und Lesepraxen in den kommenden Jahren einen beispiellosen, radikalen Wandel durchleben:

  • So spiegelt das Projekt log.os die Vision einer neuen Textkultur, die Konsumenten, Lektoren und Verlagsleute als gleichermaßen relevante Akteure bei der Realisierung von Textprojekten versteht. Wie könnte eine Plattform beschaffen sein, die freie und unfreie Inhalte mit der Funktion der klassischen Bibliothek mit der Rolle sozialer Netzwerke verbindet?
  •  Ebenso kann die Perspektive aus langjähriger Tätigkeit in der Verlagsbranche einen wichtigen Einblick geben, auch in die tatsächlichen Effekte bedeutender Umbrüche. So stieß Rowohlt in den 50er Jahren selbst mit der Distribution von rororo, der ersten Taschenbuch-Reihe Deutschlands, eine Branchenrevolution an, die ihrerseits zunächst als Untergang des Abendlandes gehandelt wurde.
  • Und schießlich: Wie beurteilt eine technophile Autorin wie Kathrin Passig jene Chancen, die neue Hardware und Kommentierungstechniken (social reading) für die Texterstellung und -rezeption bieten? Kommt dem eigenen Lesepublikum schleichend die Rolle zu, die traditionell Lektoren vorbehalten war?

Buchkunst abseits vom Grafikdesign

Book vending machine at a subway station in Busan, South Korea. Author: Yuyudevil, Public Domain / via Wikimedia Commons

Zwei künstlerischen Arbeiten geben den Rahmen für den 2. Wikimedia Salon. Der Tonkünstler The Rubicon Delta hat für den 22. Mai eine Klanglandschaft unter der Lizenz CC-BY 4.0 komponiert. (Hier ein Preview) Die einzelnen Soundspuren, die sich auf besondere Art mit dem Thema des Abends auseinandersetzen, sind bei diesem Open Source-Projekt als Projektdatei abrufbar und für alle frei nachnutz- und zusammenbastelbar. Zudem zeigen Nina Schuiki und Leon Eixenberger eine exklusive Arbeit, die auf die Haptik des Buches verweist. Ein Buchobjekt aus lichtempfindlichem Papier verändert sich mit der Zeit, die der Leser oder die Leserin auf der Seite verweilt. Wir haben zudem wieder eine Stimme des Internets, die Fragen und Kommentare bei Twitter unter #wmdesalon in die Runde wirft.

Wir laden herzlich am Donnerstag, 19 Uhr, in die Geschäftsstelle ein und freuen uns sehr auf diesen besonderen Abend!

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WikiCon vom 3. bis 5. Oktober 2014 in Köln

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem WikiCon-Organisationsteam

Die WikiCon, das jährliche überregionale Treffen von Aktiven aus der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte aus dem deutschsprachigen Raum, wird vom 3. bis 5. Oktober 2014 im Veranstaltungszentrum „Komed” in Köln stattfinden. Um den vielfältigen zu erwartenden Programmbeiträgen in diesem Jahr mehr Raum bieten zu können, wird sich die Veranstaltung unter Einbeziehung des Feiertags am 3. Oktober erstmals über drei Tage erstrecken.

Das ehrenamtliche Organisationsteam (derzeit bestehend aus: 1971markus, Alraunenstern, Geolina163, Henriette, Holder, Ireas, Itti, WikiAnika, Yellowcard) setzt sich aus langjährigen Wikipedia-Autorinnen und -Autoren zusammen. Am 10. Mai fand eine erste gemeinsame Besichtigung des Veranstaltungsortes statt. Außerdem konnten im Rahmen dieses Arbeitstreffens erste Details zum Anmeldeprozess der Konferenzteilnehmenden und zur Programmplanung geklärt werden.

Die WikiCon ist das Treffen der deutschsprachigen Wikimedia-Communitys. Sie dient dem Kennenlernen der ehrenamtlichen Mitarbeitenden aller Projekte und bietet Zeit und Raum für Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen, die von den Community-Mitgliedern angeboten und ausgestaltet werden. Die Programmbeiträge der WikiCon werden nach und nach während der Vorbereitungszeit gesammelt und decken alle Themen ab, die für die Projekte relevant und wichtig sind: Der inhaltliche Bogen spannt sich dabei von Lizenz- oder Rechtsfragen über Diskussionen zu aktuellen Problemstellungen in den Projekten bis hin zu Fotografie und Konfliktlösung. Durch die weitestgehend offenen Strukturen der Veranstaltung können neue Ideen entwickelt und vertieft werden. Für Kontakte und Austausch neben dem geplanten Veranstaltungsprogramm gibt es ausreichend Raum und Zeit.

 

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Ankündigung des Präsidiums

Seit 2009 führt Pavel Richter die Geschäfte des Vereins. In den vergangenen fünf Jahren hat er Strukturen geschaffen, die eine stabile Basis für die Förderung Freien Wissens durch Wikimedia Deutschland bilden.

Das Präsidium strebt seit längerem eine andere strategische Ausrichtung für Wikimedia Deutschland an, wie auch in dem auf der Mitgliederversammlung vorzustellenden Strategiepapier zum Ausdruck kommt, und ist zu dem Schluss gekommen, dieses nicht mit dem derzeitigen Vorstand umsetzen zu können. Präsidium und Vorstand sind daher übereingekommen, einen geordneten Übergang gemeinsam zu gestalten.

Der Verein und Pavel Richter haben sich geeinigt, dass eine einvernehmliche Trennung erfolgt und Gespräche über die Modalitäten einer gütlichen Einigung stattfinden. Im Namen des Vereins danke ich Pavel Richter für seine sehr gute Arbeit und ebenso für die Professionalität und Leidenschaft, mit der er die Entwicklung von Wikimedia Deutschland geprägt hat.

Nikolas Becker für das Präsidium von Wikimedia Deutschland

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