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	<title>Wikimedia Blog &#187; Mathias Schindler</title>
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	<description>Neues aus dem Wikimedia-Universum</description>
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		<title>Der Himmel über Haifa</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2011/08/05/wikimania-2011-haifa-tag-1/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 23:13:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wikimania]]></category>

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		<description><![CDATA[2005 gehörte ich am Rand zum Organisationsteam, das in Frankfurt sich selbst die Aufgabe erteilt hatte, eine Konferenz von und für Wikipedianer und Wikimedianer zu veranstalten. Wir hatten damals nur eine diffuse Vorstellung, wer kommen würde und welche Themen in welcher Gewichtung vom Publikum angenommen werden würde. Wikimania wurde ein für damalige Verhältnisse großer Erfolg, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2005 gehörte ich am Rand zum Organisationsteam, das in Frankfurt sich selbst die Aufgabe erteilt hatte, eine Konferenz von und für Wikipedianer und Wikimedianer zu veranstalten. Wir hatten damals nur eine diffuse Vorstellung, wer kommen würde und welche Themen in welcher Gewichtung vom Publikum angenommen werden würde. Wikimania wurde ein für damalige Verhältnisse großer Erfolg, wir hätten uns aber kaum träumen lassen, was für eine Tradition damit begründet würde.</p>
<p>Die Liste der Veranstaltungsorte Boston, Taipei, Alexandria, Buenos Aires, Gdanzig wird dieses Jahr ergänzt um die israelische Hafenstadt Haifa.</p>
<p>Daheimgebliebene erleben 2011 eine Premiere eigener Art, nämlich die <a href="http://www.youtube.com/user/WikimediaIL">zeitnahe Veröffentlichung von Mitschnitten der größeren Panels</a>. Entsprechende Videos tauchen gerade schon auf. Sie werden aber nur schwer die vielen Kontakte und Gespräche und ad-hoc Hackingsessions nachvollziehen können, die außerhalb des Konferenzprogramms in den Fluren oder bei der grandiosen Versorgung mit Essen und Trinken stattfinden. Sie machen den Geist von Wikimania aus.</p>
<p>Wikimania hat einen offiziellen Starttermin (in diesem Fall der 4. August), allerdings muss man sich das nur als den ersten Höhepunkt in einer Kette von Aktivitäten vorstellen. Zum Vorprogramm der Wikimania zählen inzwischen obligatorisch die Entwicklerkonferenz und Besprechungen für die Chapter von Wikimedia.</p>
<p>Vorteil dieser Entzerrung ist, dass nicht erst um 8:30 am Tag der Eröffnung 600 (neuer Rekord!) Besucher die Anmeldung belagern, sondern die meisten schon an den Vortagen Ausweise, Informationsmaterial (über Wikimania, Haifa und den derzeit noch einzigen demokratischen Staat des Nahen Ostens) und eine schicke kleine Konferenztasche erhalten.</p>
<p>Ich bremse mich bei dem Versuch, das Tagungsprogramm des 4. August nachzuerzählen, zur Eröffnung nur eines: Die glückliche Hand bei der Auswahl von <a href="http://www.benkler.org/">Prof. Yochai Benkler</a> möge bitte auch in Zukunft Programmkommiteearbeit erledigen.</p>
<p>Wer ein Gefühl für die Wikimania, so, wie sie gerade passiert bekommen möchte, ist eingeladen, morgen (bitte die eine Stunde Zeitunterschied beachten) auf dem twitter-hashtag <a href="http://twitter.com/#!/search/realtime/%23wikimania">#wikimania</a> zu surfen.</p>
<p>Ohne Abschluss und Vollständigkeit eine Sammlung von Fragmenten und Eindrücken aus dem Land mit einem der aktivsten Wikimedia-Chapter (relativ und absolut):</p>
<ul>
<li>Wie <a href="http://asinliberty.blogspot.com/2011/08/wikimania-first-impressions-wikimania.html">Southpark richtig schreibt</a>, zur vollen Dosis Israel gehört die Anreise mit El Al, der israelischen Fluggesellschaft. Der Rundumservice beginnt schon am Boden vor dem Start mit einer beeindruckend (und beeindruckend effizienten) Sicherheitskontrolle</li>
<li>Die 20°C Temperaturunterschied zwischen klimatisierten Räumen und der recht schwülen warmen Luft außerhalb sind das Bankenstresstestäquivalent für den eigenen Körper.</li>
<li>Meir Sheetrit ist Parlamentsabgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Technologie. Als Kind wollte er eine Enzyklopädie und bekam schließlich auch etwas ähnliches; später als Finanzminister wollte er jedem Kind Israels (und bevorzugt der ganzen Welt) eine Enzyklopädie &#8211; auf CD-ROM &#8211; bereitstellen. Manche Geschichten sind so schön, dass sie noch nicht einmal wahr sein müssen.</li>
<li>2012 findet die Wikimania in Washington D.C. statt, wir sollten dafür sorgen, dass noch mehr Wiki(p|m)edianer aus Deutschland dort teilnehmen können, unabhängig von Nationalität und Finanzstärke</li>
</ul>
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		<title>Hier editiert der Chef noch höchstpersönlich</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2011/06/23/hier-editiert-der-chef-noch-hochstpersonlich/</link>
		<comments>http://blog.wikimedia.de/2011/06/23/hier-editiert-der-chef-noch-hochstpersonlich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 16:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inhaltsbefreiung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dmitri Medwedew ist amtierender Präsident Russlands und hat sich in den letzten Monaten das Thema Urheberrecht zur Brust genommen. Dabei sparte er nicht mit Lob für das Lizenzmodell von Creative Commons. Vielleicht erklärt das auch, warum die staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti heute mit gleich einer ganzen Batterie von Meldungen online geht, in der sie den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dmitri Medwedew ist amtierender Präsident Russlands und hat sich in den letzten Monaten das Thema <a href="http://en.rian.ru/society/20110602/164385846.html">Urheberrecht zur Brust genommen</a>. Dabei sparte er nicht mit Lob für das Lizenzmodell von Creative Commons. Vielleicht erklärt das auch, warum die staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti heute mit gleich einer ganzen Batterie von Meldungen online geht, in der sie den Start der Zusammenarbeit mit unseren Kollegen vom russischen Wikimedia-chapter bekanntgeben: Bilder aus dem RIA-Archiv werden unter einer freien Lizenz veröffentlicht und auf Wikimedia Commons hochgeladen:</p>
<p>Meldung von heute, 14:22 (Russisch): <a href="http://rian.ru/ria70_news/20110623/392115320.html">Medwedew startet Projekt zur Zugänglichmachung des RIA Novosti Bildarchivs</a></p>
<p>Meldung von heute, 00:09 (Russisch): <a href="http://rian.ru/news_company/20110623/391887496.html">RIA Novosti öffnet Bildarchiv für Commons</a></p>
<p>In einer Aktion, die dem Wort &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Photo_op">photo-op</a>&#8221; eine neue Bedeutung zuweist, lud der Präsident höchstpersönlich unter einem<a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Special:Contributions/Dmitry_Medvedev_for_RIAN"> für diesen Zweck angelegten Account</a> auf  das <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:RIAN_archive_%2B662733_Recruits_leave_for_front_during_mobilization.jpg">Hunderste Bild</a> auf Wikimedia Commons.</p>
<p>Weiterführende Informationen bietet die <a href="http://ru.wikimedia.org/wiki/%D0%A0%D0%98%D0%90_%C2%AB%D0%9D%D0%BE%D0%B2%D0%BE%D1%81%D1%82%D0%B8%C2%BB_%D0%BD%D0%B0_%D1%81%D0%B2%D0%BE%D0%B9_%D0%B4%D0%B5%D0%BD%D1%8C_%D1%80%D0%BE%D0%B6%D0%B4%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D1%8F_%D1%81%D0%B4%D0%B5%D0%BB%D0%B0%D0%BB%D0%B8_%D0%BF%D0%BE%D0%B4%D0%B0%D1%80%D0%BE%D0%BA_%D0%92%D0%B8%D0%BA%D0%B8%D0%BF%D0%B5%D0%B4%D0%B8%D0%B8">Pressemitteilung von Wikimedia RU</a>. Eine <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Images_from_RIA_Novosti">Liste aller veröffentlichten Bilder</a> liegt auf Wikimedia Commons.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wikipedian in Residence (w/m)- wir suchen Dich</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2011/03/30/wikipedian-in-residence-staatliche-museen-zu-berlin/</link>
		<comments>http://blog.wikimedia.de/2011/03/30/wikipedian-in-residence-staatliche-museen-zu-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 17:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Stellen]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer als Leser dieses Blogs nicht nur etwas über Wikimedia und Wikipedia lesen möchte, sondern auch aktiv die Zukunft der Wikipedia auf eine spanennde Weise mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen, nachfolgende Suche nach einem Wikipedian in Resicende (w/m) anzuschauen, den wir gemeinsam mit der Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin suchen. Die Formulierung &#8220;Wikipedian in Residence&#8221; kennen einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer als Leser dieses Blogs nicht nur etwas über Wikimedia und Wikipedia lesen möchte, sondern auch aktiv die Zukunft der Wikipedia auf eine spanennde Weise mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen, nachfolgende Suche nach einem Wikipedian in Resicende (w/m) anzuschauen, den wir gemeinsam mit der Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin suchen.</p>
<p>Die Formulierung &#8220;Wikipedian in Residence&#8221; kennen einige von Euch vielleicht schon von einem <a href="http://www.nytimes.com/2010/06/05/arts/design/05wiki.html?_r=1">gemeinsamen Projekt aus dem Vereinigten Königreich</a>. Bitte weist Freunde und Bekannte, deren Profil passt, auf diese Ausschreibung hin oder schickt uns an folgende Email-Adresse Eure aussagekräftigen Unterlagen: <a href="mailto:WiR@wikimedia.de">WiR@wikimedia.de</a></p>
<p style="text-align: left;">Für Rückfragen steht Mathias Schindler (mathias.schindler@wikimedia.de) jederzeit zur Verfügung.</p>
<p>Wikimedia Deutschland. Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf sechs Monate befristet eine/einen</p>
<h2 style="text-align: center;">
„Wikipedian in Residence“ (w/m)</h2>
<p style="text-align: left;">Arbeitsort ist die Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin /Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Abteilung „Presse, Kommunikation und Sponsoring“.</p>
<p style="text-align: left;">Aufgabengebiet:</p>
<p style="text-align: left;">Der „Wikipedian in Residence“ erarbeitet in enger Zusammenarbeit mit den 15 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin ein nachhaltiges Konzept zur</p>
<ul>
<li>Nutzung von Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte innerhalb der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin</li>
<li>Förderung der Erstellung frei lizenzierter Inhalte im Themenkreis der Staatlichen Museen zu Berlin</li>
<li>Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Autoren der Wikipedia und Museumsangestellten bei der Pflege von Wikipedia-Inhalten</li>
<li>Werbung für die Idee Freier Lizenzen in der Museumslandschaft Berlins</li>
<li>Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit der Staatlichen Museen</li>
</ul>
<p>Zu dieser Arbeit gehört die exemplarische Umsetzung, die Dokumentation und Evaluation dieser Maßnahmen.</p>
<p style="text-align: left;">
Anforderungen:</p>
<ul>
<li>Hochschulstudium, bevorzugt mit kunst- oder kulturwissenschaftlicher Ausrichtung</li>
<li>Interesse an den Einrichtungen der Staatlichen Museen zu Berlin, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz respektive der deutschen Kulturlandschaft</li>
<li>ausgezeichnete und vielfältige Kenntnisse von Wikipedia mit Autorenerfahrung</li>
<li>umfassende Kenntnisse im Umgang mit computergestützten Text- und Bildbearbeitungsprogrammen, umfangreiche Erfahrung mit modernen elektronischen Kommunikationsmitteln</li>
<li>hohe Affinität im Umgang mit Sprache (Redaktion und Lektorat anspruchsvoller Texte)</li>
<li>Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten</li>
<li>hohes Maß an Kreativität</li>
<li>sehr gute Organisationsfähigkeit, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein</li>
<li>Teamfähigkeit und ein ausgeprägtes Kommunikationsvermögen in Wort und Schrift</li>
</ul>
<p>Wikimedia Deutschland und die Staatlichen Museen zu Berlin unterstützen den Wikipedian in Residence mit einem monatlichen Pauschalbetrag von 1200€.</p>
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		<title>Wikimedia und die Allmende: Panel zu Regierungswerken auf der FCRC</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2010/10/05/wikimedia-und-die-allmende-panel-zu-regierungswerken-auf-der-fcrc/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 11:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Free Culture Research Conference]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 8. und 9. Oktober veranstalten FU Berlin und das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung die Free Culture Research Conference in Berlin. Wikimedia Deutschland unterstützt diese Veranstaltung, das Programm findet sich auf der Webseite der Veranstaltung. Ganz besonders freuen wir uns über die Gelegenheit, auf dieser Veranstaltung in einem eigenen Panel am 8. Oktober von 14:00 bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wikis.fu-berlin.de/display/fcrc/Home"><img style="padding: 15px 15px 15px 0;" src="http://blog.wikimedia.de/wp-content/uploads/fcrc-logo-300x48.png" alt="" title="Free Culture Research Conference" width="300" height="48" class="alignleft size-medium wp-image-2221" /></a>Am 8. und 9. Oktober veranstalten FU Berlin und das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung die <a href="http://wikis.fu-berlin.de/display/fcrc/Home">Free Culture Research Conference in Berlin</a>. Wikimedia Deutschland unterstützt diese Veranstaltung, das Programm findet sich auf der <a href="http://wikis.fu-berlin.de/pages/viewpage.action?pageId=59080767">Webseite der Veranstaltung</a>.  </p>
<p>Ganz besonders freuen wir uns über die Gelegenheit, auf dieser Veranstaltung in einem eigenen Panel am <strong>8. Oktober von 14:00 bis 15:30 Uhr</strong> über den Lizenzstatus von Regierungswerken reden zu können.  Hinter PD-GOV verbirgt sich das Konzept, urheberrechtlichen Schutz für amtliche Werke komplett zu verneinen. In Deutschland einschlägig ist §5 UrhG, der allerdings sehr eng gefasst ist und in der Regel nur auf Gesetze, Urteile und amtliche Verkündungsblätter Anwendung findet. Dass es auch anders geht, zeigen die Vereinigten Staaten, bei denen auch Fotos (z.B. des <a href="http://www.whitehouse.gov/photos">Weissen Hauses</a> oder der <a href="http://www.nasa.gov/audience/formedia/features/MP_Photo_Guidelines.html">NASA</a>) ab dem Tag ihrer Erstellung gemeinfrei sind.  Auf dem Panel werden wir mit Vertretern aus den USA, Israel und den Niederlanden reden und über ihre lokalen Initiativen, die Allmende zu vergrößern. Die Konferenzsprach ist Englisch, hier die Ankündigung zu unserem Panel: </p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Government works in the public domain &#8211; All your tax-paid content are belong to us&#8221;</strong><br />
What does a proper GOV-PD definition include, what are the benefits and risks associated with a shift in copyright policy, what are alternative approaches to make government works accessible and usable to the public? We are looking into the mechanisms of &#8220;GOV-PD&#8221; &#8211; public domain works created by the government &#8211; and discuss the implications of rules that still prevent tax payers to use the works they already paid for. </p></blockquote>
<p>Bisher haben sich 200 Teilnehmer angemeldet, die <a href="http://wikis.fu-berlin.de/display/fcrc/Registration">Registrierung ist noch geöffnet</a>. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein neues Sommerkleid für Wikipedia: Vector</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2010/06/10/vector-mediawiki-skin/</link>
		<comments>http://blog.wikimedia.de/2010/06/10/vector-mediawiki-skin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 11:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 2004, also ab der MediaWiki-Version 1.3, hatte die Wikipedia ein charakteristisches Aussehen, einen sogenannten &#8220;Skin&#8221;, der intern unter dem Namen Monobook firmierte. Die Zeiten von Monobook sind nun vorbei &#8211; zumindest als Standardeinstellung für nichtangemeldete Benutzer und solche, die nicht in den Einstellungen ihr eigenes Skin ausgewählt haben. Herzlich Willkommen, Vector! Vector ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1602" style="float: right; margin: 5px 0 12px 16px; border: solid 1px;" src="http://blog.wikimedia.de/wp-content/uploads/WP-BO-altneu-150x150.jpg" alt="" width="170" align="left" />Seit 2004, also ab der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MediaWiki">MediaWiki</a>-Version 1.3, hatte die Wikipedia ein charakteristisches Aussehen, einen sogenannten &#8220;Skin&#8221;, der intern unter dem Namen Monobook firmierte.</p>
<p>Die Zeiten von Monobook sind nun vorbei &#8211; zumindest als Standardeinstellung für nichtangemeldete Benutzer und solche, die nicht in den Einstellungen ihr eigenes Skin ausgewählt haben. Herzlich Willkommen, Vector!</p>
<p>Vector ist das Zwischenergebnis der <a href="http://usability.wikimedia.org/wiki/Wikipedia_Usability_Initiative">Wikipedia-Usability-Initiative</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Usability-Initiative">deutschsprachige Seite</a>), die mit finanzieller Unterstützung der <a href="http://lists.wikimedia.org/pipermail/wikitech-l/2008-December/040488.html">Stanton Foundation</a> sich der leidvollen Aufgabe angenommen hat, Wikipedia benutzerfreundlicher zu machen.</p>
<p>Das neue Aussehen der Seite ist aber nur eine der Dinge, die sich verbessert hat. Eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:UsabilityInitiativePrefSwitch">Übersicht der Änderungen</a> in deutscher Sprache listet die Hightlights auf:</p>
<h3 style="padding-left: 30px;">Was sich  geändert hat</h3>
<ul style="padding-left: 30px;">
<li> <strong>Navigation:</strong> Wir haben die Navigation zum Lesen und zur  Bearbeitung der Seiten verbessert. Die Reiter am Kopf jeder Seite zeigen  klarer, ob du eine Seite oder eine Diskussionsseite liest und ob du  eine Seite liest oder bearbeitest.</li>
<li> <strong>Werkzeugleiste:</strong> Wir haben die Werkzeugleiste einfacher  bedienbar gemacht. Die Formatierung von Seiten ist nun einfacher und  intuitiver.</li>
<li> <strong>Link-Assistent:</strong> Ein einfach zu bedienender Dialog  ermöglicht das Hinzufügen von Links sowohl zu anderen Wiki-Seiten als  auch zu externen Seiten.</li>
<li> <strong>Suche:</strong> Wir haben die Suchvorschläge verbessert, damit  du schneller zu der von dir gesuchten Seite kommst.</li>
<li> <strong>Weiteres:</strong> Ein Tabellen-Assistent ermöglicht das  einfache Erstellen von Tabellen und ein Suchen-und-Ersetzen-Dialog  vereinfacht die Seitenbearbeitung</li>
<li><strong>Wikipedia-Puzzle-Globus</strong>: wir haben den Puzzle-Globus  erneuert, mehr Informationen im <a rel="nofollow" href="http://blog.wikimedia.org/2010/05/13/wikipedia-in-3d/">Wikimedia-Blog.</a></li>
</ul>
<p>Die Vector-Entwickler bitten unter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Usability-Initiative/Softwarefehler">Wikipedia:Usability-Initiative/Softwarefehler</a> um Rückmeldung, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wahlprüfsteine Landtagswahl NRW 2010</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2010/05/05/wahlpruefsteine-landtagswahl-nordrhein-westfalen-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 22:42:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprüfsteine]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute die Wahlprüfsteine und die Antwort der Parteien zur Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen online gestellt. Wahlprüfsteine sind ein an sich sehr schönes Instrument im politischen Diskurs: Man stellt möglichst sinnige und gerne auch präzise Fragen an kandidierende Parteien im politischen Wahlkampf zu den eigenen Themen und veröffentlicht die Antworten für jedermann zum Nachschlagen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute die <strong><a href="http://blog.wikimedia.de/wahlpruefsteine-antworten-nrw-2010/">Wahlprüfsteine und die Antwort der Parteien</a></strong> zur <a title="Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2010" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Nordrhein-Westfalen_2010">Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen</a> online gestellt.</p>
<p><a title="Wahlprüfstein in Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlpr%C3%BCfstein">Wahlprüfsteine</a> sind ein an sich sehr schönes Instrument im politischen Diskurs: Man stellt möglichst sinnige und gerne auch präzise Fragen an kandidierende Parteien im politischen Wahlkampf zu den eigenen Themen und veröffentlicht die Antworten für jedermann zum Nachschlagen. Es ist dabei möglich, auf eine eigene öffentliche Bewertung der Antworten zu verzichten und dies dem Wähler zu überlassen, ob und wie er seine Wahlentscheidung auf die Antworten stützt. Wikimedia Deutschland wählt ebenfalls diesen Weg.</p>
<p>Wikimedia Deutschland hat <a href="http://blog.wikimedia.de/2010/04/12/wahlprufsteine-zur-landtagswahl-in-nrw/">Anfang April die Fragen an alle in NRW kandidierenden Parteien</a> verschickt und wir sind über die Quote der Rückmeldungen (darunter alle Parteien, die nach dem derzeitigen Stand der veröffentlichten Umfragen Chancen auf Einzug in den Landtag haben) sehr zufrieden. Wir laden jeden &#8211; vor allem jeden Wähler in NRW &#8211; dazu ein, sich die Wahlprüfsteine und die Antworten der Parteien anzusehen, zu twittern, bloggen und zu kommentieren.</p>
<p>2011 wird es <a href="http://www.wahlrecht.de/termine.htm">mindestens sechs</a> Wahlen auf Landesebene in Deutschland geben und Wikimedia Deutschland hat vor, die Reihe der Wahlprüfsteine fortzusetzen. Hierbei sind wir als Verein auf Hilfe durch unsere Mitglieder und Menschen mit einem Interesse an Medien-, Kultur- und Netzpolitik, insbesondere Urheberrecht angewiesen, präzise und länderspezifische Fragen zu formulieren. Bundespolitische Fragen sind natürlich auch zulässig, da über den Bundesrat eine Landesregierung hier Einfluss ausüben kann.</p>
<p>Auf dem <a href="http://meta.wikimedia.org/wiki/Mitgliederversammlung_2010/Workshops_auf_der_MV#Lobbying">Workshop Lobbying zur Mitgliederversammlung 2010</a> werde ich darum gerne mit Interessierten an einer erfolgreichen Fortführung der Wahlprüfsteine für das kommende Wahljahr basteln.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hearing in Brüssel: Wir bauen uns ein Waisenhaus</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/11/01/hearing-bruessel-orphan-works/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 21:36:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inhaltsbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 26. Oktober hatte die Europäische Kommission (EC) zu einem öffentlichen Hearing über &#8220;Orphan Works&#8221; eingeladen. Dies steht in einer Reihe mit dem &#8220;Grünbuch&#8220;, an dem sich auch Wikimedia Deutschland und einige andere Schwesterchapter beteiligt hatten. Für Wikimedia Deutschland war dieses Hearing eine gute Gelegenheit, vor Ort Eindrücke über solche Hearings zu sammeln, Kontakte zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 26. Oktober hatte die Europäische Kommission (EC) zu einem <a href="http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/copyright-infso/copyright-infso_en.htm#publichearing">öffentlichen Hearing über &#8220;Orphan Works&#8221;</a> eingeladen. Dies steht in einer Reihe mit dem &#8220;<a href="http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/copyright-infso/greenpaper_de.pdf">Grünbuch</a>&#8220;, an dem sich auch <a href="http://blog.wikimedia.de/2008/12/13/stellungnahme-grunbuch/">Wikimedia Deutschland</a> und einige andere Schwesterchapter beteiligt hatten.<br />
Für Wikimedia Deutschland war dieses Hearing eine gute Gelegenheit, vor Ort Eindrücke über solche Hearings zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und zu sehen, wie wir unsere Interessen an geeigneter Stelle vorbringen können.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaistes_Werk">Orphan Works</a> sind &#8211; und da verlasse ich bereits den Konsens über die Definition &#8211; Werke, die zwar noch urheberrechtlich geschützt sind, deren Rechteinhaber jedoch nicht ausfindig zu machen sind &#8211; zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand. Praktische Relevanz haben diese Waisenkinder vor allem seit der Massendigitalisierung durch Bibliotheken.</p>
<p>Während bei gemeinfreien Werken die Lage halbwegs eindeutig ist und bei den noch verlegten Titeln ein Rechteinhaber einfach greifbar ist, gibt es im Zeitraum zwischen 1870 und 1970 eine große Anzahl an Werken, bei denen wir einfach davon ausgehen müssen, dass die Urheber noch nicht 70 Jahre tot sind und irgendjemand Nutzungsrechte hat &#8211; ob er oder sie davon weiß oder nicht. Faktisch ist deshalb das 20. Jahrhundert der effizienten Massendigitalisierung entzogen.</p>
<p>Die Europäische Kommission hat mit Europeana selbst ein Projekt am Start, dass durch diese Situation stark betroffen ist. Sie überlegt jetzt, ob und wie eine europaweite gesetzliche Regelung aussehen könnte, die Waisenkinder wieder für die Allgemeinheit zugänglich macht.</p>
<p><span id="more-893"></span><strong>Erste Lektion des Hearings:</strong> Ich war überrascht, wie groß die Zustimmung bei den geladenen Rednern war, dass eine gesetzliche Neuregelung erforderlich ist. Nur wenige Vertreter bestritten die generelle Notwendigkeit einer Orphan-Works-Regelung. Im Detail gibt es aber viele Streitfragen. Zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Was genau sind Orphan Works?</li>
<li>Welcher Rechercheaufwand ist jemandem abzuverlangen, damit ein Werk irgendwann als Orphan deklariert werden kann?</li>
<li>Für welche Handlungen wäre eine Orphan-Works-Deklaration dann brauchbar (Digitalisierung, Nutzung, Nachdruck)?</li>
<li>Was passiert, wenn ein Rechteinhaber dann doch wieder auftaucht?</li>
<li>Wer sollte wem etwas zahlen, um ein Orphan Works zu nutzen, was soll mit dem Geld passieren? Und was soll mit dem Geld passieren, wenn es nicht abgerufen wird?</li>
</ul>
<p style="padding-left: 30px;">Einige Ansätze möchte ich hier herausgreifen:</p>
<p>Bibliotheken und einzelne Verlegerverbände arbeiten im Projekt <a href="http://www.arrow-net.eu/">ARROW</a> zusammen, um Orphan Works für Europeana nutzbar zu machen. Dafür soll vereinbart werden, wie konkret Rechteinhaber gesucht werden müssen, um die Werke ohne Genehmigung oder Entschädigungszahlungen nutzen zu können. Man hofft derzeit auf eine Art &#8220;Szenekonsens&#8221;, dass jemand, der die vereinbarten Spielregeln einhält, nicht belangt wird, wenn er ein Werk digitalisiert. Erstaunlich für mich war, dass ARROW mit den hierfür geplanten Werk- und Norm-Datenbanken nicht freizügig umgehen wird. Man habe noch kein Geschäftsmodell und überlege sich, ob und zu welchen Konditionen man diese Datenbanken dann lizenzieren wolle.</p>
<p>Der Vertreter der VG Wort stellte ein Projekt vor, das erstmal nur Bücher betreffen soll und in Deutschland mit Börsenverein und Autorenverbänden Rechtssicherheit für Digitalisierungsvorhaben bietet. Es wird hier bei Orphans keine &#8220;Lizenz&#8221; ausgegeben, sondern eine Art Versicherung vor Ansprüchen durch Rechteinhaber. Hierzu stellte ich eine Nachfrage, ob sich diese &#8220;Versicherung&#8221; (Indemnification) nur auf die zivilrechtlichen Ansprüche beziehe oder ob diese Lösung einen Digitalisierer auch vor den strafrechtlichen Konsequenzen einer Digitalisierung ohne Genehmigung durch den (vorher unauffindbaren) Rechteinhaber schütze. Antwort im Plenum: Nur zivilrechtlich &#8211; was den Nutzwert erheblich senkt.</p>
<p>Später sagte mir der Justiziar des Börsenvereins, Sprang, dass man eine nationale Änderung des Urheberrechts anstrebe (wünschenswert noch vor einem &#8220;Dritten Korb&#8221;), der Verwertungsgesellschaften vor den strafrechtlichen Konsequenzen eines solchen Versicherungsmodells schützt. Wir lernen also, dass sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum ersten Mal für die Entkriminalisierung des &#8220;Raubkopierens&#8221; einsetzt, zumindest in einem kleinen Bereich.</p>
<p>Wenn ich oben von dem erstaunlich hohen Maß an &#8220;Grundkonsens&#8221; über die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung sprach, habe ich ein paar Ausnahmen übersprungen. Dazu zählt die Vertreterin einer französischen Vereinigung aus dem Bereich Plastiken und Fotographien, deren Statement sich mit &#8220;Goethe kills Bohlen!&#8221; zusammenfassen lässt: Die Verfügbarkeit günstiger Digitalisate, ob nun Public Domain, Orphan Work (oder gar frei lizenziertes Werk?) sorge dafür, dass hart arbeitende Künstler nicht mehr so viel Geld für ihre Werke verlangen könnten, wie diese dafür verdienten (deserve, nicht earn). Man müsse darum alles dafür tun, damit es möglichst wenig Alternativen zu urheberrechtlich geschützten teuren Werken gäbe.</p>
<p>Auch Google war auf der Veranstaltung mit einem Justiziar aus London anwesend, der ausdrücklich nicht das Google Books Settlement thematisierte. In einem sehr klar strukturierten Beitrag sprach er sich für eine gesetzliche Regelung aus, lobte ARROW und wies auf die Notwendigkeit von Rechtssicherheit und Skalierfähigkeit hin. Nach seinem Vorschlag sollte als Orphan gelten, was nicht in ARROW aufgeführt ist. Als angemessenen Rechercheaufwand stellt er sich die einfache Suche in ARROW vor. Ob man nun für oder gegen eine solche Regelung ist, man wird festhalten, dass bei einer solchen Lösung der urheberrechtliche Schutz in seiner ganzen Blüte nicht mehr automatisch gewährt wird, sondern an die Meldung seines Werkes an eine Datenbank wie ARROW geknüpft wäre. 2009 wird vermutlich niemand mehr bestreiten, dass dies technisch völlig unmöglich wäre.</p>
<p><strong>Zweite Lektion</strong>: Bibliotheken sind erstaunlich weniger bündnisfähig aus unserer Sicht, als man gemeinhin vermuten könnte. Eine gesunde Dosis Egoismus sei jedem gegönnt. Aus meiner Sicht betreiben die Bibliotheksvertreter jedoch eine problematische Strategie bei den Orphan Works, wenn sie aktiv nur auf ihre Domäne zugeschnittene Lösungen propagieren. Der Use Case der Bibliotheken ist es, im Rahmen der Massendigitalisierung die Werke des 20. Jahrhunderts online zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, schlagen sie daher bewusst Ausnahmen vor, die sich nur auf Bibliotheken als Akteure und die Online-Verfügbarmachung als Nutzungsart beziehen. Print on Demand, Book Espresso Machines, E-Book-Reader und andere Anwendungsformen sind dort (bisher?) nicht auf der Agenda.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Wendet man die Argumentationsrichtung unserer Grünbuchantworten auf die Orphan-Works-Regelung an, landen wir bei folgenden Empfehlungen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Was genau sind Orphan Works?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Orphan Works sind (urheberrechtlich geschützte) Werke, bei denen mit angemessenem Aufwand nicht mindestens ein Nutzungsrechteinhaber ausfindig zu machen ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Welcher Rechercheaufwand ist jemandem abzuverlangen, damit ein Werk irgendwann als Orphan deklariert werden kann?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Eine Lösung muss skalieren, darum erscheint die ARROW-Variante derzeit am praktikabelsten. Denkbar ist eine zeitliche Komponente, nach der ein nicht in ARROW verzeichnetes Werk nicht sofort zum Orphan deklariert wird, sondern für einen überschaubaren Zeitraum &#8220;zur Fahndung ausgeschrieben&#8221; wird.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Für welche Handlungen wäre eine Orphan-Works-Deklaration dann brauchbar (Digitalisierung, Nutzung, Nachdruck)?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Hinsichtlich Flexibilität und Eindeutigkeit bietet es sich an, Orphan Works den gemeinfreien Werken gleichzustellen. Dies bedeutet dann allerdings auch zweifelsfrei, dass die Deklaration zum Orphan nicht übereilt geschieht. Die Gleichsetzung mit gemeinfreien Werken bedeutet auch, dass es keine Exklusivität bei der Nutzbarkeit des Werkes gibt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Was passiert, wenn ein Rechteinhaber dann doch wieder auftaucht?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Es ist wünschenswert, dass Rechteinhaber ausfindig gemacht werden. Dazu sollte man genug Gelegenheit lassen. Wenn nach einem angemessenen Zeitraum kein Rechteinhaber auftaucht, wird man um einen Schlussstrich nicht herumkommen und das Werk zum Waisen erklären. Eine Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand oder eine Rücknahme des Orphan-Works-Status wäre unvorteilhaft.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Wer sollte wem etwas zahlen, um ein Orphan Works zu nutzen, was soll mit dem Geld passieren? Und was soll mit dem Geld passieren, wenn es nicht abgerufen wird?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Der Normalfall ist, dass sich ein Rechteinhaber findet, mit dem ganz regulär eine Vergütung für die Nutzung ausgehandelt werden kann. Findet sich kein Rechteinhaber, kann nicht einfach vermutet werden, dass ein solcher Rechteinhaber für die angedachte Nutzung überhaupt eine Vergütung will. Eine Pflichtabgabe, beispielsweise an eine Verwertungsgesellschaft, wäre daher nicht angemessen. Denkbar wäre eine sehr geringe Abgabe für die Aufrechterhaltung des Orphan-Works-Clearing-Prozesses, wenngleich auch hier viele Gründe gegen eine solche Abgabe sprechen.</p>
<p>Der Europäischen Kommission danke ich für diese Anhörung und wünsche mir für die Zukunft, dass mehr Gebrauch von den Mitteln der Informations- und Kommunikationstechnik gemacht wird. Denkbar wäre ein Webcast der Anhörung mit Rückkanal für Fragen während der Anhörung. Da die komplette Anhörung in fünf Sprachen (englisch, spanisch, italienisch, französisch und deutsch) simultanübersetzt wurde, wäre dies für einen großen Teil der Netzbevölkerung ein nützliches Angebot.</p>
<p><strong>Dritte Lektion: </strong>Twittern von einer solchen Anhörung ist machbar, es gehen aber viele Zwischentöne verloren. Für den Twitterer selbst ist das jedoch ein sehr praktisches Instrument, um sich kurze Notizen zu machen und schon während der Anhörung Feedback von Externen zu erhalten. Ich gehe davon aus, dass der Nutzwert durch Wiederholung, Übung und Ankündigung steigt.</p>
<p>Siehe auch:</p>
<ul>
<li>Ilja Braun bei Carta.info: <a href="http://carta.info/17142/deutsche-literaturkonferenz-vorschlag-zu-verwaisten-werken/">Deutsche Literaturkonferenz: Vorschlag zu verwaisten Werken</a></li>
<li>Ilja Braun in Die Welt: <a href="http://www.welt.de/kultur/article5004877/Literatur-kann-man-gut-ohne-Google-digitalisieren.html">Literatur kann man gut ohne Google digitalisieren</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>FAQ zum Disput National Portrait Gallery / Derrick Coetzee / Wikimedia Commons</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/07/21/wikimedia-commons-national-portrait-gallery/</link>
		<comments>http://blog.wikimedia.de/2009/07/21/wikimedia-commons-national-portrait-gallery/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 11:19:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wikimedia Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia Foundation]]></category>

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		<description><![CDATA[Worum geht es genau? Die &#8220;National Portrait Gallery&#8221; (NPG) hat am 10. Juli 2009 einem Nutzer der Wikimedia Commons (Derrick Coetzee) durch eine Anwaltskanzlei eine Email zugeschickt, in der diesem rechtliche Schritte angedroht werden. Im Kern geht es um ungefähr 3.000 Bilder, die der Benutzer auf Wikimedia Commons hochgeladen hat. Die NPG fordert von ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Worum geht es genau?</strong></p>
<p><strong></strong>Die &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/National_Portrait_Gallery_%28London%29">National Portrait Gallery</a>&#8221; (NPG) hat am 10. Juli 2009 einem Nutzer der Wikimedia Commons (Derrick Coetzee) durch eine Anwaltskanzlei eine Email zugeschickt, in der diesem rechtliche Schritte angedroht werden. Im Kern geht es um ungefähr <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:National_Portrait_Gallery,_London">3.000 Bilder</a>, die der Benutzer auf Wikimedia Commons hochgeladen hat. Die NPG fordert von ihm unter anderem, dass er diese Dateien von Wikimedia Commons löscht. Eine Kopie des Schreibens findet sich unter <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Dcoetzee/NPG_legal_threat">http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Dcoetzee/NPG_legal_threat</a></p>
<p><strong>Was ist der aktuelle Stand dieses Disputs?</strong></p>
<p><strong></strong>Seit dem 17. Juli 2009 gibt es direkte Kommunikation zwischen der Wikimedia Foundation und der NPG, um den Streit beizulegen. Derrick Coetzee wird anwaltlich durch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_von_Lohmann">Fred von Lohmann</a> von der Electronic Frontier Foundation vertreten, die sich um Rechtsfragen im digitalen Kontext verdient gemacht hat. Es wurden bislang keine umstrittenen Bilder gelöscht. Wir können davon ausgehen, dass die NPG von Abmahnungen oder Prozessen absehen wird, solange noch verhandelt wird.<br />
<strong><br />
Worauf begründet die NPG ihren Anspruch?</strong></p>
<p>Die NPG bestreitet nicht, dass die Werke aufgrund ihres Alters nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. Allerdings sieht sie in der Digitalisierung der gemeinfreien Werke eine Leistung, die nach britischem Recht geschützt ist. Das Digitalisat eines gemeinfreien Werkes ist damit aus der Sicht der NPG nicht mehr gemeinfrei. In dem anwaltlichen Schreiben verweist die NPG zudem noch auf den Schutz von Datenbankwerken und sieht in dem Zusammenfügen von Bildausschnitten (entstanden durch die Lupen-Funktion der NPG-Webseite) eine Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen. [<strong>update 21. Juli 2009:</strong> Die NPG ist außerdem der Ansicht, dass durch den Besuch der Seite eine vertragliche Vereinbarung mit dem Besucher der Seite zustande kommt ("browse-wrap license"), deren Bestimmungen hier verletzt worden seien. Danke für den sachdienlichen Hinweis in den Kommentaren. ^ms]</p>
<p><span id="more-610"></span><br />
<strong>Warum erhebt die NPG diesen Anspruch?</strong></p>
<p>Die NPG sieht sich nach ihren eigenen Angaben der Allgemeinheit verpflichtet. Gleichzeitig benötigt sie aber für die Digitalisierung gemeinfreier Werke Finanzmittel, die zum Teil durch die Vermarktung dieser Digitalisate eingeworben werden soll. Durch die Veröffentlichung der Digitalisate auf Wikimedia Commons befürchtet die NPG offenbar, dass ihr Einnahmen entgehen, die sie zur Erfüllung ihres Zwecks verwenden könnte.<br />
<strong><br />
Welche Argumente gegen die Behauptung der NPG gibt es?</strong></p>
<p>Zentraler Einwand ist, dass das Digitalisieren eines Werkes kein neues Urheberrecht begründet. Es fehlt hier an der schöpferischen Leistung. Diese ist gerade eben nicht erwünscht, sondern nur die (möglichst unveränderte) Abbildung des Werkes &#8211; es geht also um die denkbar unkreativste Handlung. Selbst wenn es einen urheberrechtlichen Schutz von Fotografien gemeinfreier Werke gäbe: Mit welchem Recht untersagt eine staatliche Institution wie die National Portrait Gallery der Allgemeinheit die Nutzung dieser Werke? Schließlich wurde die Digitalisierung ja durch Steuergelder finanziert.<br />
<strong><br />
Gibt es eigentlich eine Klage gegen Derrick Coetzee?</strong></p>
<p><strong></strong>Nein. Auch wenn es in diversen Überschriften von Presseartikeln so klang: es gibt bis heute keine Klage gegen Derrick Coetzee.<br />
<strong><br />
Gibt es eine Klage gegen &#8220;Wikipedia&#8221; oder die Wikimedia Foundation?</strong></p>
<p><strong></strong>Nein. Auch wenn es in diversen Überschriften von Presseartikeln so klang: es gibt bis heute keine Klage gegen Wikipedia oder die Wikimedia Foundation durch die NPG.</p>
<p><strong>Wie geht es nun weiter?</strong></p>
<p>Im Moment verhandeln die beteiligten Parteien. Wikimedia Deutschland hofft, dass es mit dem Abschluss dieser Verhandlungen nicht nur ein Ende von juristischen Drohgebärden gibt, sondern eine gemeinsame Kooperation zwischen National Portrait Gallery und Wikimedia Foundation entsteht, mit der allen Menschen auf diesem Planeten den direkten und freien Zugang zu diesem britischen Kulturgut zu ermöglichen.</p>
<p><strong>Ist Wikimedia Deutschland davon betroffen?</strong></p>
<p><strong></strong>Wikimedia Deutschland ist indirekt davon betroffen. Zu den Aufgaben des Vereins gehört die Kooperation mit all jenen, die zu dem Ziel beitragen können, das Wissen der Menschheit verfügbar zu machen. Juristische Auseinandersetzungen halten wir für kontraproduktiv. Wir haben durch erfolgreiche Kooperationen mit dem <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Bundesarchiv/de">Deutschen Bundesarchiv</a> und der <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Deutsche_Fotothek">Deutschen Fotothek</a> dazu beigetragen, den Bildbestand auf Wikimedia Commons massiv auszubauen und setzen diese Arbeit in Zukunft fort.</p>
<p><strong>Wo gibt es weitere Informationen?<br />
* </strong><a href="http://blog.wikimedia.org/2009/07/16/protecting-the-public-domain-and-sharing-our-cultural-heritage/"> Blogposting von Erik Möller</a>, Vize-CEO von Wikimedia Foundation<br />
* <a href="http://davidgerard.co.uk/notes/?s=NPG">Blogpostings von David Gerard</a>, Pressekontakt für Wikipedia-Fragen in UK<br />
* <a href="http://archiv.twoday.net/stories/5833706/">Linkliste 1</a> und <a href="http://archiv.twoday.net/stories/5817026/">Linkliste 2</a> zu NPG/Wikimedia von Klaus Graf<br />
* <a href="http://www.whatdotheyknow.com/request/income_from_online_rights#incoming-23194">Angaben zu den Umsätzen der NPG mit Weblizenzen</a><br />
* Jahres- und Finanzbericht der NPG des Jahres <a href="http://www.official-documents.gov.uk/document/hc0708/hc07/0759/0759.pdf">2008</a> und <span style="text-decoration: line-through;">2009 </span>[<strong>update</strong> 22. Juli 2009: irrtümlich auf National Gallery, nicht National Portrait Gallery-Bericht verlinkt. Danke für den Hinweis, ^ms]</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Heranwachsen mit dem Social Web</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/04/30/heranwachsen-mit-dem-social-web/</link>
		<comments>http://blog.wikimedia.de/2009/04/30/heranwachsen-mit-dem-social-web/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 07:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat gestern mit einer Pressemitteilung und Pressekonferenz die ersten Ergebnisse einer Studie über die Nutzung des &#8220;Social Webs&#8221; durch Jugendliche vorgestellt. Befragt wurden 650 Jugendliche über ihr Mediennutzungsverhalten. Auf den LfM-Seiten findet sich schon eine Zusammenfassung der Studie als PDF, der komplette Text wird im Sommer in Buchform erscheinen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat gestern mit einer <a href="http://www.lfm-nrw.de/presse/?id=651">Pressemitteilung</a> und Pressekonferenz die ersten Ergebnisse einer Studie über die Nutzung des &#8220;Social Webs&#8221; durch Jugendliche vorgestellt. Befragt wurden 650 Jugendliche über ihr Mediennutzungsverhalten.</p>
<p>Auf den LfM-Seiten findet sich schon eine <a href="http://www.lfm-nrw.de/downloads/zusammenfassung_socialweb.pdf">Zusammenfassung der Studie als PDF</a>, der komplette Text wird im Sommer in Buchform erscheinen.</p>
<p>Wenig überraschend taucht auch Wikipedia in der illustren Runde der &#8220;Sozialen Webseiten&#8221; auf: 85% der Jugendlichen nutzen die Online-Enzyklopädie, nahezu ausschließlich lesend. Zur Passivität der Jugendlichen schreiben die Autoren der Zusammenfassung:</p>
<blockquote><p>Aktive Teilhabe über das Verfassen oder Verbessern von Einträgen bleibt weniger aufgrund von technischen Hürden aus, sondern weil Anmutung und Leitbild den Eindruck vermitteln, dass es sich um ein thematisch umfassendes Lexikon handelt, das von Menschen mit spezialisiertem Wissen bereit gestellt wird. Paradoxerweise wirkt noch verstärkend, dass in (Hoch-)Schulen auf die mangelhafte, zumindest kritisch zu hinterfragende Qualität der Beiträge verwiesen wird und somit ein weiterer Anreiz für die aktive Teilhabe entfällt.</p></blockquote>
<p>Deutlicher (außer als vielleicht noch auf Seite 17 der Zusammenfassung) kann man meines Erachtens kaum noch auf die Notwendigkeit des <a href="http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikipedia_Schulprojekt">Wikipedia-Schulprojektes</a> hinweisen, das ja zuletzt vor einem Monat sehr ausführlich <a href="http://blog.wikimedia.de/2009/03/24/schulprojekt-bei-spiegel-online/">in einem Spiegel-Artikel beschrieben</a> wurde. Hierzu sei auch auf die <a href="http://wikimedia.de/index.php?id=74">laufende Stellenausschreibung</a> verwiesen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Heidelberger ruft zum Appell</title>
		<link>http://blog.wikimedia.de/2009/04/27/ein-heidelberger-ruft-zum-appell/</link>
		<comments>http://blog.wikimedia.de/2009/04/27/ein-heidelberger-ruft-zum-appell/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 22:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lizenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Open Access]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer beispielsweise in Deutschland ein Buch schreibt und veröffentlicht, kann ohne weiteres Zutun rechtlichen Schutz für diese Arbeit beanspruchen. Als Autor darf er bestimmen, wer und zu welchen Konditionen dieses Buch gedruckt und verkauft wird. Wenn es sich für eine Verfilmung eignet, darf der Autor auch hier frei verhandeln und die Früchte seiner Arbeit einsammeln. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer beispielsweise in Deutschland ein Buch schreibt und veröffentlicht, kann ohne weiteres Zutun rechtlichen Schutz für diese Arbeit beanspruchen. Als Autor darf er bestimmen, wer und zu welchen Konditionen dieses Buch gedruckt und verkauft wird. Wenn es sich für eine Verfilmung eignet, darf der Autor auch hier frei verhandeln und die Früchte seiner Arbeit einsammeln. Solange er lebt und 70 Jahre darüber hinaus darf mit diesem Werk nur jemand etwas anstellen, der sich vorher die nötigen Rechte dazu besorgt hat &#8211; entweder vom Urheber selbst oder von demjenigen, der sie vorher vom Urheber erworben hat. Ausnahmen regelt das Gesetz, beispielsweise im Hinblick auf die Verwendung von Texten in Schulbüchern oder bei Zitaten. Dieses Verwertungsmonopol, das automatisch dem Autor zugeschlagen wird, hat die erklärte Aufgabe, Kreativität zu fördern. Erst wenn der Autor über einen langen Zeitraum hinweg vollständige Kontrolle über sein Werk hat und daraus Profit schlagen kann, findet er nach dieser Überlegung den Anreiz, weitere Werke zu schaffen und damit den geistigen Reichtum des Landes, seinen wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zu mehren. Ähnliches gilt für einen Verleger, der gerne sicherstellen möchte, dass nur er derjenige ist, der ein bestimmtes Werk auf den Markt bringen kann &#8211; zu Preisen, die ihm die Bezahlung des Autoren, der Angestellten und der nötigen Betriebsmittel sichert.</p>
<p><span id="more-167"></span></p>
<p>Zwei Schwierigkeiten mit diesem Konzept werden dabei immer wieder gerne thematisiert:</p>
<ol>
<li>Forschungspublikationen durch Wissenschaftler, die durch staatliche Mittel finanziert werden, müssen dabei nicht selten von den mit öffentlichen Mitteln finanzierten Bibliotheken erneut gekauft werden, damit sie Interessierten wieder zur Verfügung gestellt werden können. Hinzu kommen mitunter Druckkostenzuschüsse, also ein dreifaches Bezahlen für die gleiche Sache.</li>
<li>Urheberrechtlicher Schutz gilt auch bei solchen Werken, bei denen die aktuellen Rechteinhaber gar kein Interesse an einer weiteren Verfügbarmachung haben oder bei denen auch nach intensiver Suche die Rechteinhaber gar nicht feststellbar sind. Je weiter die Schutzfristen verlängert werden, desto größer wird das Problem.</li>
</ol>
<p>Ein Lösungsansatz für das erste Problem läuft unter &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access">Open Access</a>&#8221; und bedeutet, dass (primär Forschungs-)publikationen frei zugänglich im Internet für jedermann bereitgestellt werden. Die Wahl Freier Lizenzen wie Creative Commons kann hier zudem das Spiegeln und Sammeln der Publikationen an mehreren Orten erleichtern. <a href="http://open-access.net/">Open Access</a> ist inzwischen weitgehend als erfolgreiches und gesamtgesellschaftlich sinnvolles Publikationsmodell akzeptiert und wird in Deutschland durch die großen Forschungsmeinschaften (und damit die Geldgeber einer riesigen Anzahl an publikationswirksamer Forschung) gefördert. 2003 veröffentlichten diese eine &#8220;<a href="http://oa.mpg.de/openaccess-berlin/berlindeclaration.html">Berliner Erklärung</a>&#8220;, in der sie die Grundlagen für OA-Publikationen darstellen und um Unterstützung werben. Wikimedia Deutschland e.V. ist einer der Mitunterzeichner dieser Erklärung.</p>
<p>An einem Konsens im Umgang mit den Halb- und Vollwaisen des Urheberrechts fehlt es hingegen leider noch. Dies bekam 2004 und in den folgenden Jahren der Suchmaschinenspezialist Google zu spüren, als man die Indexierung des gedruckten kulturellen Erbes der Welt ankündigte. Das Projekt heisst inzwischen &#8220;Google Book Search&#8221;: Gemeinfreie Werke werden dort im Volltext angezeigt, von Verlegern eingestellte Titel auch zu großen Teilen. Googles erster Ansatz war, die noch urheberrechtlich geschützten Titel aus den digitalisierten Beständen der Partnerbibliotheken nicht im Volltext anzuzeigen, sondern nur durchsuchbar zu machen und einen minimalen Teil vor oder nach dem Treffer anzuzeigen, analog zu den &#8220;Search Snippets&#8221; der normalen Websuche. Von Verlegerseite hagelte es daraufhin Kritik, es kam zu Klagen. Ein Musterprozess des deutschen Börsenvereins, Interessenvereinigung von Verlagen und Buchhandel scheiterte im ersten Anlauf, die Börsenvereinskollegen in den USA hingegen kamen letztlich mit Google zu einem Einigungsvorschlag, der jetzt noch durch das zuständige Gericht abgesegnet werden muss. Autoren und Verlage von noch urheberrechtlich geschützten Werken, die nicht mehr aktiv verkauft werden, bekommen ein Einspruchsrecht. Machen sie dabei durch Schweigen oder Zustimmung keinen Gebrauch, darf Google gegen eine entsprechende Vergütung auch jene Titel anzeigen und mittelfristig auch verkaufen, die noch urheberrechtlich geschützt sind. Ferner werden diverse Töpfe für die Vergütung von Autoren und Verlagen gebildet, in die Google einzahlt. Autoren werden in großen Anzeigen aufgefordert, sich auf <a href="http://www.googlebooksettlement.com/">http://www.googlebooksettlement.com/</a> zu melden und sich zu äußern. Wikimedia Deutschland e.V. hat jüngst in einer Stellungnahme an die Europäische Kommission auf diese außergerichtliche Einigung zwischen Verlagen und Google hingewiesen und vorgeschlagen, Elemente dieser Einigung auch auf Europa anzuwenden. Ein Vorschlag lautet, eine öffentlich einsehbare Registratur für Werke und Rechteinhaber einzurichten, die das Auffinden der aktuellen Rechteinhaber erleichtert. Fehlen diese Einträge, könnte ein Werk nach Ablauf einer großzügigen Einspruchs zum gemeinfreien Werk erklärt werden. Eine Zweckbindung des urheberrechtlichen Schutzes an eine tatsächliche Nutzung durch die Rechteinhaber finden wir ebenso überlegenswert, um einen Ausgleich zwischen den Interessen der Kreativen und ihrer Verwerter und der Allgemeinheit zu schaffen und um zu verhindern, dass ein Werk als Copyright Orphan zwischen alle Stühle rutscht und in Vergessenheit gerät.</p>
<p>Auf textkritik.de findet sich ein &#8220;<a href="http://www.textkritik.de/digitalia/index.htm">Heidelberger Appell</a>&#8220;, der <a href="http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm">Stellung zu diesen beiden Punkten</a> &#8211; Open Access und Copyright Orphans &#8211; bezieht. Open Access wird dort als Einschränkung der Presse- und Publikationsfreiheit interpretiert, die  Einigung im Bereich Google Book Search hält der Autor des Appells für illegal. Wikimedia Deutschland wurde gebeten, diesen Appell zu unterstützen. Ich denke, dass der Verein besser bedient ist, darauf zu verzichten und stattdessen weiter daran zu arbeiten, dass möglichst viele Menschen Zugang zu dem Wissen der Welt in all seinen Facetten erhalten. Open Access und eine dauerhafte, Rechtssicherheit schaffende Regelung zu Urheberrechtswaisenkindern halte ich dabei für einen geeigneten Beitrag, um dieses Ziel zu erreichen. Eine sehr schöne Darstellung des &#8220;<a href="http://www.heise.de/ct/Open-Access-und-die-Urheberrechte--/artikel/136558">Heidelberger Halali</a>&#8221; bietet übrigens Richard Sietmann in der c&#8217;t 10/2009, S.48, die der Verlag dankenswerterweise komplett online gestellt hat. Die Lektüre sei ausdrücklich empfohlen.</p>
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