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Geschrieben von Pavel Richter



Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im März 2011

Wikimedium

Die neue Wikimedium ist pünktlich zur Wikimedia Chapters Conference erschienen. Insgesamt liegt zwar noch immer viel Arbeit bei Michael und Catrin, aber es ist die erste Ausgabe an der viele externe Berichte von Wikipedia-Autoren hinzugekommen sind. Bitte meldet euch zukünftig, wenn ihr interessante Beiträge oder Erlebnisse aus dem Wikipedia-Universum habt und schickt uns eure Vorschläge an catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Auch im März kamen knapp 80 neue Abonnenten hinzu. Insgesamt erhalten nun rund 800 neue Abonnenten die Zeitung, hinzukommen Veranstaltungen, Stammtische und andere Treffen bei denen die Zeitung ausgelegt werden. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen.

Pressearbeit

Michael nahm an einem Hintergrundgespräch mit dem langjährigen Tagesspiegel-Journalisten Lars von Törne teil. Ziel der Veranstaltung war ein Erfahrungsaustausch über die Zusammenarbeit von Pressestellen und Journalisten. Was erwarten Zeitungen von Pressemitteilungen? Was macht sie neugierig, was landet unbesehen im Papierkorb? Wie sollten Informationen aufbereitet werden? Fazit: Wikimedia Deutschland war die einzige NGO unter den Teilnehmern und macht in der Pressearbeit aus Journalisten-Sicht alles richtig. Catrin hat sich intensiv mit den Vorbereitungen zu Kommunikationsmaßnahmen rund um das Thema ‚Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘ beschäftigt. Und ein Strategie-/Maßnahmenplan erarbeitet. Dazu gehört auch eine Pressekonferenz, die geplant und für den 24.3. organisiert wurde. Kurzfristig haben wir uns aber entschieden die Pressekonferenz in den Mai zu verschieben. Es gab weiterhin vereinzelt Anfragen zu der Frauenquote in der Wikipedia und wir haben auf die Bedeutung der Gewinnung von neuen Autoren (Seniorenprojekt) hingewiesen und Journalisten mit Statistikmaterial versorgt.

Informationsmaterialien

Die Informationsbroschüre über Wikimedia Commons wurde bereits in den letzten Monaten von Catrin und Michael ausgearbeitet und in der letzten Märzwoche an einzelne Experten aus der Community weitergegeben, um Anregungen und mögliche Verbesserungsvorschläge zu erhalten. Erscheinen soll die Broschüre im April. Weitere Broschüren für Wikisource und Wikibooks befinden sich ebenfalls in der Layoutphase.
Im März gab es außerdem Nachbestellungen und Aktualisierungen von diversen Informationsmaterialien wie unseren Wikipedia-Spickzettel, den Wikimedia-Flyer oder den Flyer des Schulprojekts. Außerdem wurde im Rahmen der Kooperation mit dem Berliner SeniorenComputerClub ein gemeinsamer Flyer von Catrin entwickelt, der zur Bewerbung der Veranstaltungen mit dem SCC dient. Der Bedarf ist groß, immer öfter wird Infomaterial bei WMDE angefordert. Alle Informationsmaterialien können auf unsere Webseite runtergeladen oder in der Geschäftsstelle bestellt werden.
Außerdem hat Catrin sich mit dem Layout des Covers für das Wikipedia Buch beschäftigt und hier einige interessante Entwürfe dem Verlag zugearbeitet. Im April werden wir ein vorläufiges Cover präsentieren .

Webseite des Vereins

Die Vereinswebseite wird derzeit um viele Information über unsere Projekte erweitert und die Benutzerführung erleichtert. Michael hat in Zusammenarbeit mit Elvira Inhalte über das Projekt Silberwissen gesammelt. Boris koordiniert die neuen Inhalte und pflegt sie ein.

Wikimedia Conference

Im Rahmen der Conference wurde die Idee ‚Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘ von Catrin und Sebastian präsentiert. Catrin widmeten sich im Anschluss intensiven Gesprächen mit Chapter-Vertretern, um die Einbindung der Chapter und Teilnahme anderer Länder zu besprechen. Außerdem gab es einige Medienvertreter (ARD, Deutsche Welle, Welt Kompakt, dpa), die im Rahmen der Konferenz mit Gästen aus aller Welt Interviews führten. Wir kamen sogar mit dem Thema in die Tagesschau. Michael dokumentierte die Ergebnisse verschiedener Diskussionsrunden auf der diesjährigen Wikimedia Conference und unterstützte Catrin bei der Betreuung der Pressevertreter vor Ort. Die vollständige Dokumentation aller Protokollanten ist auf META zugänglich.

PR-Chat

Catrin und Sebastian haben am 23.3. wie im Blog angekündigt zum ersten Mal einen Chat mit der Geschäftsstelle angeboten. Dies wird zukünftig fortgesetzt und mit wechselnden Themen und Mitarbeitern durchgeführt. Anregungen für Projekte oder Themen, zu denen ihr mit uns reden wollt teilt bitte den Mitarbeitern direkt mit. Der nächste Chat ist für 21. April mit Mathias Schindler und Angelika Adam avisiert. Weitere Informationen dazu folgen.

Wikipedia-Buch

Nachdem alle Beiträge für das Wikipedia-Buch aus der Community bereits Ende Februar vorlagen, waren die letzten Wochen von deren Korrektur, ersten Überarbeitung und Zusammenführung zu einem in sich stimmigen Gesamtmanuskript geprägt. Dabei wurde schnell deutlich, dass eine Selektion und Kürzung der vorliegenden Inhalte unumgänglich ist – etwas, was uns nächsten Monat noch intensiv beschäftigen wird.
Gleichzeitig wurden die Verhandlungen mit unserem Verlagspartner abgeschlossen, sodass die Vertragsunterlagen jetzt unterschriftsreif vorliegen. Dadurch war es uns möglich den Prozess der inhaltlichen Abstimmung mit dem zuständigen Lektor einzuleiten und, in Abstimmung mit unserer Pressesprecherin, konkrete Entscheidungen über die Gestaltung, den Umschlag, die Ausstattung usw. zu treffen. Schließlich wurden inzwischen die meisten „externen Beiträge“ von Wissenschaftlern und Journalisten zusammengetragen und werden gegenwärtig an passender Stelle in das Manuskript eingearbeitet.

Wikipedia muss Weltkulturerbe werden

Anlässlich des 10. Geburtstags von Wikipedia wollen wir eine Kampagne starten, um eine breite Diskussion über kulturelle, soziale und politische Bedeutung von Wikipedia und Freiem Wissen. Dafür arbeitet seit Anfang März Sebastian Sooth mit in der Geschäftsstelle vor allem an den Vorbereitungen zur Kampagne “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”. Schwerpunkte dabei waren im März insbesondere die Vorstellung des Projektes in der Community, die Vorbereitung einer Petitions- und Infowebsite zur Kampagne und die Vorbereitung von Materialen zur Verbreitung der Kampagnenidee. Dazu gehörte auch die Abstimmung mit der Agentur Leo Burnett, die uns für das Projekt pro bono unterstützt.
Auf dem Community OpenSpace am 20.3. haben Sebastian Sooth und Catrin Schoneville die Idee der Community vorgestellt und erstes Feedback, Ideen und Wünsche gesammelt. Am 22.3. drehte sich beim ersten “Chat mit der Geschäftsstelle” alles um die Kampagnenidee. Catrin und Sebastian stellten das Projekt außerdem am 25.3. auf der Wikimedia Chapters Conference den Teilnehmern und Vertretern aus aller Welt vor, wo es auf große Begeisterung stieß.
Nächste Schritte werden die Entwicklung konkreter Events und Projekte gemeinsam mit der Community sein. Dank Sargoth und Ziko gibt es auf http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Welterbe eine Community-Projektseite, die als Anlaufstelle dafür gedacht ist. Ihr könnt Euch gerne über die Projektseite oder per E-Mail an sebastian.sooth@wikimedia.de bei uns melden, wenn Ihr Lust habt, das Projekt zu unterstützen. Wir freuen uns über jede Beteiligung.

Space für die Community des Freien Wissens

Verschiedenste Gewerbeimmobilienflächen sichtet zur Zeit Sebastian Sooth, der noch immer auf der Suche nach einem tollen Standort für das neue Wikimedia Deutschland-Büro ist. Das Büro soll nach dem Umzug nicht mehr nur Büro sein, sondern ebenso Arbeits- und Eventflächen für die Community bieten soll. Denis Barthel und Sebastian haben diese Idee auf dem OpenSpace am 25.3. vorgestellt und eine Menge Ideen für die Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten dieser Räume als Feedback bekommen. Denis kümmert sich dabei weiterhin um den Bereich Equipment und Technikpool.
Gemeinsam mit newthinking lotet Sebastian gerade aus, ob das als Startanmietung für einen gemeinsamen Standort für Vereine, Arbeitsgruppen und Firmen aus der Freies Wissen/OpenSource-Bewegung passieren könnte. Durch solch eine offene Anlaufmöglichkeit und Eventfläche wollen wir die Vernetzung stärken, Sichtbarkeit erhöhen und gemeinsam Freies Wissen durch konkrete Projekte, Events und Tools fördern. Schickt bitte eine kurze E-Mail an Sebastian.Sooth@wikimedia.de, wenn Ihr Interesse daran hättet, mit an einem solchen Standort zu sitzen oder uns mit geeigneten Flächen unterstützen möchtet.

Wikimedia Conference

Nicole war im März fast ausschließlich mit der Organisation der Wikimedia Conference beschäftigt. Es wurden letzte Absprachen mit der Böll-Stiftung, dem Caterer, dem Hostel, den Locations für die Abendveranstaltungen getroffen und – vor allem mit Unterstützung von Cornelius – viele kleinere und größere Anliegen der Teilnehmer bearbeitet. Bence Damokos gab dem Programmablauf den letzten Schliff und traf sich in seiner Funktion als Programmkoordinator mit den Moderatorinnen und bereitete in einer zweitägigen Sitzung alle Inhalte und Diskussionsthemen vor. Aus unserer Sicht wurde die Conference ein voller Erfolg, wie man im sehr ausführlichen Blogbeitrag nachlesen kann.

Wiki loves Monuments

Beim Open Space im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand ein ergiebiger Austausch zum Projekt Wiki loves Monuments statt. Maarten Dammers war aus den Niederlanden angereist, um von den Erfahrungen aus dem letzten Jahr zu berichten. Vorläufige Ergebnisse und der Stand der Diskussion finden sich auf die Wikipedia-Projektseite. Das Projekt wurde von der Community angeregt und wird mit großem Engagement vorangetrieben. Ansprechpartner bei Wikimedia Deutschland für das Projekt ist Nicole; der Verein leistet finanzielle Unterstützung, hilft beim Erstellen von Info- und Werbematerialien und übernimmt gerne die Kommunikation mit Behörden oder anderen offiziellen Stellen.

Berlin Hackathon 2011

Daniel und Nicole haben im März die Vorbereitungen für das diesjährige Entwicklertreffen aufgenommen. Vom 13.-15. Mai kommen Developer und andere Projektverantwortliche im Berliner betahaus zum „Berlin Hackathon 2011“ zusammen. Die Anmeldung wurde eröffnet, etwa die Hälfte der Teilnehmerplätze ist bereits vergeben. Wir haben erste Gespräche mit der Wikimedia Foundation, die ca. 25 Entwickler nach Berlin schicken wird, geführt und sowohl die Verantwortlichen des Language Committees und von Wiki loves Monuments eingeladen, sich zur Veranstaltung anzumelden. Zurzeit kümmern sich Elly und Cornelius um Unterkünfte und Anreise der Teilnehmer.
Die Liste der Themen, die beim Hackathon bearbeitet werden sollen, wird immer länger: Ganz oben steht zum Beispiel „Fixing the parser“, und damit der Wunsch, die Wiki-Syntax so weit zu verbessern, dass man sie ordentlich formal beschreiben und parsen kann. Mathias und Angelika werden außerdem das RENDER-Projekt mit den Entwicklern besprechen und bearbeiten.

Das RENDER-Projekt

Angelika hat im März die Arbeit in der Geschäftsstelle für das RENDER-Projekt aufgenommen und sich in die Projektinterna eingearbeitet. Ein kurzer Überblick über RENDER dazu im Blogbeitrag. In diesem Zusammenhang fanden außerdem Treffen mit einem Diplomanten statt, der Wikipedia im Rahmen seiner Forschungsarbeit verwenden möchte.

Literaturstipendium

Die seit letzten Monat laufende Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag, bei der die Redaktion Chemie mehrere Zugänge zum “Römpp” erhielt, einem Standardwerk der Chemie, erweist sich als herrlich produktiv. Kaum ein Monat ist vergangen und bereits über 30 Artikel wurden ausgebaut und ergänzt. Respekt!
Im “traditionellen” Literaturstipendium konnten drei neue Zusagen gegeben werden. Besonders erfreulich die Premiere des Fachbereichs Philosophie, dem ein Werk über Michel Foucault zur Verfügung gestellt werden konnte. Falls du Autor bist und etwas brauchst: Mail an litstip@wikimedia.de
Im Bereich “Zugang zu elektronischen Literaturdatenbanken” erweisen sich die zu bohrenden Bretter weiterhin als dick. Nachdem Verhandlungen von Denis Barthel mit JSTOR und dem Springer-Verlag nicht verliefen wie gewünscht, ist aktuell eine “Meta-Lösung” ins Auge gefasst worden. Mehr dazu demnächst.

Bildungstreffen in Berlin

Wikimedia Deutschland war diesen Monat nicht nur Gastgeber der Wikimedia Conference, sondern auch eines kleinen “Bildungsgipfels”. Neben Vertretern von Wikimedia Italia und Wikimedia UK sowie einem externen Teinehmer waren Frank Schulenburg, Rod Dunican und Annie Lin von der Wikimedia Foundation nach Berlin gekommen. Sie stellten das Campus Ambassadors Program ausführlich vor, Denis Barthel und Elly Köpf präsentierten das Schulprojekt von Wikimedia Deutschland.
Die Zusammenarbeit mit den vielen freiwilligen Ambassadors und Universitäten sowie die positive Resonanz in Medien und Community liessen Nicole Ebber und Denis Barthel auch für Wikimedia Deutschland eine mögliche Lokalisation des Campus Ambassador Programs in Deutschland ins Auge fassen. Näheres dazu bald auf diesem Kanal.

Redaktionstreffen

Das im letzten Monat gestartete Förderprogramm für Treffen und Workshops von Fachbereichen in der Wikipedia ist erfolgreich angelaufen. Einige Fachbereiche haben -angeregt durch das Förderprogramm- mit ersten Planungen begonnen, darunter erfreulicherweise auch manche, für die es ihr erstes Zusammentreffen sein wird, z.B. das Portal “Essen und Trinken” oder das Portal “Waffen”. Wir freuen uns über diese Gelegenheit, euch unterstützen zu können. Habt Ihr Lust? Dann mailt an treffen@wikimedia.de und los geht’s.

Silberwissen / TAO

Unter der Leitung von Lienhard Schulz fand der erste Workshop im Seniorencomputerclub Berlin-Mitte (SCC Berlin Mitte) statt. Lienhard führte die Teilnehmer in die Erarbeitung eines Artikels ein – zunächst auf der Benutzerunterseite.
Die Senioren trafen sich bereits zum zweiten Mal, während des ersten Treffens, ohne Begleitung eines Wikipedia-Referenten, unternahmen sie Ihre ersten „Gehversuche“. Die Treffen werden fortgesetzt, zunächst im April zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und im Mai erneut mit Hilfe eines Referenten.
Als weiterer Referent erläuterte Aleksander Dera zur Mitgliederversammlung der Chronisten des Landkreises Potsdam-Mittelmark wie die Wikipedia funktioniert und wie jeder daran mitarbeiten kann. Die Chronisten waren von Anbeginn interessiert, stellten Fragen und erkannten die Möglichkeiten einer aktiven Mitarbeit. Vom Vorstand der Chronistenvereinigung wurde das Interesse an einem Workshop zur Einführung in die Arbeit als Autor und zum Einstellen von Quellen und Fotos bekräftigt.
Ebenfalls im März nahm Elvira Schmidt am Akteursworkshop der Initiative „Internet erfahren“ teil. Initiator der Initiative ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Partner sind die Service-Gesellschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und die Stiftung Digitale Chancen. Für das Projekt Silberwissen waren zwei Themen interessant: Die Idee Paten für „Internetneulinge“ zu finden und zu schulen sowie die Frage, wie gerade Seniorinnen und Senioren der Einstig ins Internet leicht gemacht werden kann. Die im Workshop erläuterten Erfahrungen können nicht direkt übertragen werden, bieten jedoch methodische Anregungen für das eigene Vorgehen.

Schulprojekt

Der März war für das Schulprojekt ein sehr ereignisreicher Monat mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Netzwerken, da viele Veranstalter den März wohl als offiziellen Start ins Jahr 2011 betrachten. In diesem Monat konnten wir das Schulprojekt gleich über zwei Fachportale verbreiten: Sowohl im Onlineportal www.jugendnetz-berlin.de konnten wir einen Eintrag machen als auch in dem GMK-Newsletter, der monatlich über medienpädagogische Projekte informiert. Auch durch Kontakte zu anderen Projekten konnten weitere Kooperationsmöglichkeiten und Workshopideen gewonnen werden. Direkt angesprochen haben wir in diesem Monat 70 Schulen in und um Frankfurt und 60 Schulen in Stuttgart und Umgebung. Persönlich konnte man das Schulprojekt in diesem Monat auf einer Vielzahl von Tagungen antreffen, so zum Beispiel auf dem Medientag in Steglitz, dem EduCamp in Bremen, dem Bielefelder Medientag und dem Schulbibliothekstag 2011 in Berlin. Am 23. März war Denis Barthel bei den Gautinger Internet-Treffen eingeladen, einer der größten regelmäßigen Tagungen für Medienpädagogen in Deutschland und stellte dort das Schulprojekt vor. Nicht nur eine Gelegenheit, das Programm einem Fachpublikum bekannt zu machen, sondern auch eine um es dem prüfenden Blick qualifizierter Experten zu unterziehen. Die Gespräche dazu zeigten, dass die Initiative willkommen geheissen und für wie wichtig ihre Ziele befunden werden. Mit der Mischung aus persönlicher Ansprache auf Veranstaltungen und dem direkten Versand von Informationsmaterialien konnten neue Anfragen für das Projekt gewonnen werden, die in diesem und den nächsten Monaten umgesetzt werden. Im März kann das Schulprojekt daher auf 8 Workshops und mehrere Informationsveranstaltungen zurückblicken. Weitere Workshops sind bereits in Planung. Sehr erfreulich ist auch die steigende Nachfrage von Universitäten und Medienzentren an Workshops zum Thema “Umgang mit Wikipedia”. Besonders freuen wir uns über unseren neu gestalteten Internetauftritt und auf das kommende Referenten-Camp in Berlin Anfang April.

Aus dem Maschinenraum

Der März war im Bereich Technik war vor allem der Vorbereitung und Planung kommender Projekte gewidmet. So hat Daniel das Suchportal wikipedia.de wegen Überlast kurzfristig auf einen anderen Server umgezogen, während wir den Umzug all unserer Webseiten vorbereiten. Für die Entwicklungsarbeit an CiviCRM, unser Adressverwaltungsprogramm, hat Daniel eine Testinstallation eingerichtet. Und für CatScan hat Daniel die zweite Phase einer Neuimplementation überwacht, die es ermöglichen soll, die Kategoriestruktur der Wikipedia in wenigen Sekunden zu durchsuchen.
Auf dem OpenSpace am Tag nach der Mitgleiderversammlung hat Daniel einen Überblick über die für 2011 geplanten Aktivitäten im Bereich Technik gegeben. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass wir dringend mehr Personal in diesem Bereich brauchen. Außerdem ist die Anmeldung für das Entwicklertreffen (“Hackathon”) angelaufen, das wir am 13. bis 15. Mai in Berlin veranstalten. Die genauere Planung des Programms wird nach der Chapter’s Conference anlaufen.

CeBIT

Mathias war als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion auf den Medientagen des CeBIT in Hannover, wo es um Persönlichkeitsrechte in Blogs und Wikipedia ging. Die Diskussion war eher praxisorientiert, auch die Juristen auf dem Podium warnten davor, ausschliesslich auf juristische Mittel zu setzen, um etwa ein rufschädigendes Posting aus dem Netz zu klagen (siehe auch: Streisand-Effekt)

Google Apps

Wikimedia Deutschland setzt im Büro und für die Vorstandsarbeit nun verstärkt Google Apps ein. Hierzu fingen im März die ersten Umzugsarbeiten an, die im laufenden Betrieb stattfinden und möglichst
keine Ausfallzeiten bei der Erreichbarkeit der Personen bedeuten sollen. Wikimedia Deutschland hat sich unter anderem auch von dem Erfolg beim Google Apps-Einsatz bei der Wikimedia Foundation
beeinflussen lassen.

Collab

Das 3. von Google unterstützte Collaboratory zum Thema Urheberrecht stellte am 16. März einen Zwischenbericht seiner Arbeit vor. Mathias war einer der Co-Autoren in einem Policy-Paper zur Zukunft des Urheberrechts, das in den kommenden Wochen veröffentlicht wird und bei dem der Jurist Till Kreutzer federführend war.

Mitglieder

In Bezug auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen gibt es sehr erfreuliche Nachrichten von Henriette aus der Mitgliederverwaltung: Im Februar und März 2011 haben wir 355 Mitglieder mit aktiver Mitgliedschaft und 29 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen; bedauerlich allerdings, dass vier Mitglieder zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt haben. Der Verein zählt derzeit 856 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 219 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 1.075 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

Freiwilligenförderung

Wie immer klappte die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern und Organisatoren des bereits zum achten Mal stattfindenden Fotoworkshops in Nürnbergmit Henriette reibungslos: Für insgesamt 10 Teilnehmer wurde auf Anfrage eine Komplett- oder Teilübernahme von Reisekosten und/oder Seminargebühren zugesagt; fast alle Anträge konnten inzwischen bearbeitet werden.
Ein paar Wochen vor dem Fotoworkshop erreichte uns aus der Community die Anfrage, ob Wikimedia Deutschland sich um Presseausweise kümmern und eine Kamera-Ausrüstung zum Verleih an Fotografen anschaffen könne. Henriettes Vorschlag diese Ideen beim Workshop in Nürnberg zu diskutieren und dort Projektanträge zu entwickeln, fiel erfreulicherweise auf fruchtbaren Boden. Es wurde ausführlich im Vorfeld diskutiert und  während des Workshops am Sonntag kam gleich der frisch angeschaffte Moderationskoffer zum Einsatz; inzwischen haben uns die Projektanträge erreicht (nachzulesen unten [A] bis [E]) und werden in die Planungen zum kommenden Community Raum (siehe oben) mit aufgenommen. Danke nochmal an die Organisatoren und Teilnehmer für die spontane Übernahme dieses Punktes ins offizielle Programm!
Weiteres von dieser Veranstaltung: Catrin kümmerte sich um die Anfrage, ob eine Gruppe der Nürnberger Fotografen am 5. März das DB Museum besuchen und dort auch fotografieren könne. Diese Erlaubnis wurde erteilt, worüber die Fotografen – ganz abgesehen von der freundlichen Aufnahme und Begleitung im Museum – sehr begeistert waren, denn gewöhnlich darf dort nicht fotografiert werden.
Einem Nürnberger Teilnehmer, der in Hamburg regelmässig Talkshows besucht um Wikipedia-Artikel über Prominente zu bebildern, gab man den Rat bei Wikimedia Deutschland nach einer Akkreditierung für die NDR-Talkshow zu fragen. Nachdem Henriette die Agentur ermittelt hatte, die die Akkreditierungen vergibt, verlief alles erfreulich schnell und unkompliziert: Chester100 wird jetzt regelmässig zu den Talkshows eingeladen. Wir freuen uns auf weitere tolle Bilder, die die Prominenten-Artikel vervollständigen!

Links:

[A]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Einsteiger-DSLR-Set>
[B]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotoausr%FCstung_Nikon>
[C]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotoausr%FCstung_Canon>
[D]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/F%F6rderantrag_Fotozubeh%F6r>
[E]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:8._Fotoworkshop/Fotografenausweise>

Wikisource

Mitte März wurde von Henriette ein Digitalisierungsauftrag an die Staatsbibliothek zu Berlin/Unter den Linden geschickt: Beide Bände des raren Werkes „Lina’s Märchenbuch: eine Weihnachtsgabe” von Albert Ludwig Grimm, erschienen im Jahr 1837 wurden bestellt. Sie erreichen die Bestellerin hoffentlich bald, so dass die fleißigen Mitarbeiter von Wikisource mit Transkription und Korrekturlesen beginnen können.

Fundraising

Im Monat März dominierten drei Themen das Fundraising. Das erste Thema war der fehlerhafte Versand der Zuwendungsbestätigungen durch den Dienstleister (siehe Blog-Eintrag hier). Die vielen Anfragen sowohl per Email als auch per Telefon wurden von uns zügig bearbeitet. Insbesondere freut es uns, dass sich trotz der unglücklichen Umstände sehr viele Spender für ein kontinuierliches Engagement entschieden haben. Wie auch Henriette erläutert, konnten wir 360 neue Mitglieder durch den Versand der Zuwendungsbestätigungen. gewinnen. Der zweite Bereich betrifft unsere zukünftige Fundraising-Software. Wir möchten hierzu die freie Software CiviCRM weiterentwicklung. Da diese Software in Deutschland nicht so stark verbreitet ist, habe ich zusammen mit Oxfam Deutschland e.V. ein Netzwerk aus interessierten Organisationen und Agenturen initiiert. Das erste Treffen fand am 29.03.2011 bei Oxfam statt. Zu dem Netzwerk gibt es auch eine Plattform. Schließlich beschäftigte ich mich mit dem sogenannten Fundraising-Agreement, welches derzeit jährlich zwischen der Wikimedia Foundation und dem Fundraising treibenden Chapter geschlossen wird. Das erste Draft kann man sich hier anschauen.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Februar 2011

Wikimedium

Die Vereinszeitung Wikimedium erscheint Mitte März. Beiträge und Bildmaterial wurde gesammelt und aktuell sind wir in der Layout-Phase. Unser erneuter Aufruf zur Mitarbeit hat erste Erfolge zu verzeichnen und wir haben einige externe Autoren (Wikipedianer und Leser) gewinnen können. Um möglichst vielfältige, abwechslungsreiche und interessante Beiträge aus dem Wikipedia-/Wikimedia –Universum für die Vereinszeitung zusammenstellen zu können, sind wir auf externe Hilfe und Unterstützung angewiesen. Bitte meldet euch und schickt uns eure Vorschläge catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Im Februar kamen über 100 neue Abonnenten hinzu. Insgesamt erhalten nun mehr als 700 neue Abonnenten die Zeitung, hinzukommen Veranstaltungen, Stammtische und andere Treffen bei denen die Zeitung ausgelegt werden. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen.

Pressemitteilungen

Seit dem 01. Februar 2011 bietet ein Podcast eingesprochene Begriffserklärungen des Internetglossars Twick.it als Hörbeitrag an. Das Projekt von Wikipedia-Autorin Souffleuse -Tabitha Hammer- ist einer von acht prämierten Vorschlägen aus der Startrunde des Ideenwettbewerbs „WissensWert“ , die Wikimedia Deutschland finanziell unterstützt. Jeder Internetnutzer kann unter der Adresse http://podcast.twick.it den Podcast aufrufen und sich die Erklärung des Tages kostenlos anhören. Der Service richtet sich insbesondere an sehbehinderte Menschen oder Menschen mit einer Leseschwäche. Alle Erklärungen stehen unter einer freien Creative Commons-Lizenz und dürfen mit der entsprechenden Quellennennung weiterverwendet werden. An dieser Stelle nochmals großes Lob und Anerkennung an die 22-jährige Initiatorin des Projektes, die es in kurzer Zeit geschafft hat, zahlreiche etablierte Sprecher und Moderatoren für das Projekt zu begeistern. Und für uns ist es eine große Freude solche Projekte zu unterstützen. Mit dem Titel ‚Barrierefreier Podcast aus dem Ideenwettbewerb von Wikimedia Deutschland geht auf Sendung‘ haben wir Anfang Februar eine Pressemitteilung erstellt und versendet. Die Presseresonanz hierzu war leider sehr leise und ist zwischen anderen Pressethemen untergegangen:

  • Frauenquote in der Wikipedia
  • Gorch Fock (z.B. Edit-War auf Wikipedia – Die Lotsen bleiben an Bord, in FAZ, 1. Februar 2011
  • Medienkompetenz

Mehr unter dem Wikimedia Pressespiegel oder bei Wikipedia

Presseanfragen & sonstiges Presse

Nach der großen Medienwelle im Januar ist es im Februar so ruhig gewesen wie lange nicht. Leider hat Guttenberg nicht aus der Wikipedia abgeschrieben – das hätte sicherlich für uns einiges geändert …. Dennoch gab es vereinzelt Anfragen zu der Frauenquote in der Wikipedia und wir haben auf die Bedeutung der Gewinnung von neuen Autoren (Seniorenprojekt) hingewiesen und Journalisten mit Statistikmaterial versorgt.
Nochmals wurde das Thema Presseausweise / Akkreditierungsvorlagen für Wikipedia-Autoren und Fotografen diskutiert und eine Anfrage bei dem Deutschen Presse Verband läuft. Wir prüfen, ob wir für Wikipedianer offizielle Presseausweise erhalten und hierfür auch die Kosten übernehmen. Parallel dazu haben wir verschiedene Akkreditierungsanfragen von Wikipedianern erfolgreich bearbeitet.

Informationsmaterialien

Im Rahmen des Schulprojekts haben wir kurzfristig einen Flyer erstellt, der bereits auf diversen Schulleiter- und Lehrer-Veranstaltungen und der didacta zum Einsatz kam. Ansehen und runterladen hier. Weitere Informationsmaterialien zur Unterstützung des Schulprojektes sind in Planung. Auch das Seniorenprojekt hat die ersten Wikipedia-Workshops realisiert und derzeit werden auch dazu Informationsmaterialien (Flyer) von uns erstellt.
Die Wikimedia Commons Broschüre ist in der Fertigstellung und Testleser oder Co-Autoren können sich mit Catrin in Verbindung setzen.

Tätigkeitsbericht

Im Februar wurde der Tätigkeitsberichtes 2010 erstellt, der Anfang März in gedruckter Form an die Mitglieder verschickt wird. Des weiteren sind Mailings an Spender damit geplant und online ist er bereits abrufbar.

Wikipedia Buch

Im vergangenen Monat endete die offizielle Einsendefrist für Beiträge zum Wikipedia-Buch. Leider konnten bis zu diesem Zeitpunkt nicht alle Inhalte zusammengetragen werden, sodass ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit in den letzten Wochen daraus bestand, vorgesehene Beiträge zu ersetzten, neu zu vergeben und die Struktur des Buches entsprechend anzupassen. Dieser Prozess ist fast abgeschlossen und so steht inzwischen eine erste Rohfassung des Manuskripts. Im nächsten Schritt werden alle Texte orthographisch und inhaltlich Überarbeitet, wobei dies im Regelfall in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Autor geschieht.
Um das Buch mit „externen Stimmen“ anzureichern, wurden nunmehr diverse Wissenschaftler, Journalisten und sonstige Menschen mit Bezug zu Wikipedia angesprochen und zur Mitarbeit eingeladen. Parallel dazu werden die vertraglichen Rahmenbedingungen für die Kooperation mit einem Verlag ausgehandelt – eine Aufgabe, die im Lichte der Veröffentlichung des Buches unter Freier Lizenz recht arbeitsintensiv ausfällt.

Open Data

Am 18. Februar fand in Berlin eine Konferenz zu Open Data bzw. PSI – Public Sector Information statt, an der Mathias zum Thema Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen und die Wahl freier Lizenzen sprach. Im Workshop kamen viele Gründe auf den Tisch, warum eine Freigabe von Rohdaten aus Verwaltung und Politik noch nicht so verbreitet ist, wie es technisch möglich wäre. Am bezeichnendsten war eine Erzählung von der Betreibergesellschaft eines großen europäischen Hafens, warum die Messungen zu den Fahrrinnen im Hafen nicht publiziert werden: Die Fahrrinnen sind regelmäßig geringer, als es die vertraglichen Vereinbarungen und die Ausweisungen beinhalten und erst beim Einfahren von Schiffen, die diesen Platz wirklich benötigen, wird schnell nachgebaggert. Eine Freigabe der Daten würde diesen Vertragsbruch öffentlich machen, und bisher sei ja alles gutgegangen.

Internetfreiheitsrede

Hillary Clinton, Außenministerin der Vereinigten Staaten, hielt Mitte Februar eine Rede zur Internetfreiheit. Eingeladen durch die amerikanische Botschaft fand zwei Tage darauf ein Hintergrundgespräch mit Vertretern der Botschaft und netzpolitisch aktiven Bloggern und Sonstigen, darunter auch Mathias statt, wobei das Thema Wikileaks einen größeren Anteil an der Diskussion hatte.

Deutsche Digitale Bibliothek

Wikimedia Deutschland hat sich in der Vergangenheit schon kritisch-konstruktiv zum Konzept der Deutschen Digitalen Bibliothek geäußert, so bei der IAIS-Studie zu Anforderungen für eine solche Plattform. Diese Gespräche führen wir gerade fort. Besonders kritisch ist im Moment der Versuch der DDB-Vertreter, Geschäftsmodelle für die Verwertung von Inhalten zu schaffen. Dabei wird derzeit noch versucht, der Öffentlichkeit mit rechtlich zweifelhaften Argumenten die freie Nachnutzung von digitalisierten gemeinfreien Werken zu untersagen, um Kontrolle über Mehrwertdienste zu behalten. Wir sehen darin nicht nur einen Angriff auf die Allmende, sondern glauben auch, dass damit die Attraktivität der Plattform DDB massiv leiden wird.

Wikimedia Conference

Am 25.-27. März erwarten wir fast 100 Wikimedianer zum Chapters‘ Meeting in Berlin. In der Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung treffen sich Vertreter von 34 Chaptern, das Board of Trustees, das Movement Roles Project sowie Mitarbeiter der Wikimedia Foundation. Wikimedia Deutschland sorgt als Gastgeber dafür, dass Anreise, Unterkunft, Verpflegung sowie die Ausstattung des Veranstaltungsortes organisiert sind, um das Programm kümmert sich BenceDamokos.
Einige der Chaptervertretern reisen zum ersten Mal ins Ausland, andere sind routiniert und viel herumgekommen. Wir versuchen, auf ihre Wünsche einzugehen, so dass sie sich in Berlin voll und ganz auf die Veranstaltung konzentrieren können. Mittlerweile sind die Flüge aus der ganzen Welt nach Berlin gebucht, allen visumspflichtigen Teilnehmern dürfte die Einreise gewährt werden und jeder wird ein Dach über dem Kopf haben.
Eine erste Version des Programms ist online und wir haben uns ein paar Überraschungen für die Freizeitgestaltung überlegt. So wird es am Freitag, den 25. März ein öffentliches Get-together für die Teilnehmer geben, zu dem auch Wikipedianer und andere Freunde Freien Wissen herzlich eingeladen sind. Die genauen Koordinaten geben wir noch bekannt.
Mit Anja Krieger und Sabria David haben wir zwei Moderatorinnen gefunden, die die Konferenz und die Diskussionen ergebnisorientiert begleiten werden. Damit die Ergebnisse auch für die zukünftige Arbeit festgehalten werden, sind wir im Gespräch mit Anna Lena Schiller für die grafische Dokumentation und suchen weiterhin Freiwillige für die (englischsprachigen) Mitschriften.
Weitere Infos finden sich im Blogbeitrag zum Thema: Vorschau: Wikimedia Conference 2011 in Berlin

Developers‘ Meeting – Hackathon 2011 in Berlin

In diesem Jahr brechen wir mit der Tradition, den Entwicklerworkshop im Rahmen der Wikimedia Conference zu veranstalten. Stattdessen gibt es vom 13. bis 15. Mai in Berlin einen Hackathon für MediaWiki-Entwickler. Wir stehen zurzeit in Verhandlungen mit einer Location in Kreuzberg und werden in den nächsten Tagen die Anmeldung eröffnen.
Teilnehmer sind zum einen die Entwickler der Wikimedia Foundation, ebenso sind MediaWiki-Entwickler, Toolserver-Nutzer, Gadget-Hacker und Interessierte aus der ganzen Welt eingeladen, sich über die technischen Aspekte der Wikimedia-Projekte auszutauschen. Die Registrierung ist ab sofort eröffnet.

Wiki loves Monuments

Als Fortführung der sehr erfolgreichen Aktion „Wiki loves Monuments“ in den Niederlanden im letzten Jahr, soll das Projekt in 2011 auf die europäische Ebene gehoben werden. Bereits Ende Januar fand ein erstes Treffen von Wikipedianern in Köln statt, Nicole war als Vertreterin von Wikimedia Deutschland dabei.
Wiki loves Monuments 2011 ist ein Fotowettbewerb, bei dem Wikipedianer und andere engagierte Hobby- und Profifotografen Baudenkmäler fotografieren und die Bilder bei Commons oder Flickr hochladen. Im niederländischen Wettbewerb sind 12.500 Fotos eingereicht worden. Voraussetzung sind einheitliche Listen der Denkmäler im ganzen Land; ein Unterfangen, welches – auch aufgrund der föderalen Struktur – in Deutschland deutlich schwieriger ist als in den Niederlanden. Zurzeit sind engagierte Communitymitgliedersehr fleißig dabei, bei verschiedenen offiziellen Stellen Auskünfte einzuholen, Listen anzufordern oder potentielle Unterstützer zum Mitmachen zu gewinnen.
Im Rahmen des offenen Programms bei der Mitgliederversammlung, am Sonntag den 19. März bietet sich die Gelegenheit, das Thema vorzustellen und zu diskutieren. Im Mai ist dann ein größeres Treffen angesetzt, welches in den Berliner Hackathon integriert wird, um technisch herausgeforderte Denkmal-Freunde mit den technisch versierten Unterstützern zusammen zu bringen. Der Wettbewerb selber wird zwischen dem 1. und 30. September 2011 stattfinden.

Aus dem Maschinenraum

Im technischen Bereich standen im Februar eine Reise von Daniel zu zwei Veranstaltungen in den USA an. Bei einem Treffen am 7. Februar 2011 in San Francisco mit Danese Cooper und Erik Möller ging es um die Koordination im Bereich Technik zwischen der Foundation und Wikimedia Deutschland. Dabei wurden, neben vielen anderen Themen, die Toolserver, CiviCRM, WikiTrust und CatScan besprochen. Bereits am 4. Februar in Sebastopol fand die Wikimedia Data Summit 2011 statt. Dieses Treffen im O’Reilly HQ drehte sich um das Thema WikiData/DataWiki. Ausführliche Berichte dazu wird es in Kürze hier im Blog geben.

Literaturstipendium

Mit sieben Anforderungen innerhalb von 30 Tagen hat das Literaturstipendium einen Klasse Start ins neue Jahr hingelegt – von den Grundlagen der Botanik über die Orgelgeschichte des Mittelrheins reichte das Spektrum bis hin zu Theodor Fontanes “Wanderungen durch die Mark Brandenburg”. Wir freuen uns über die Gelegenheit, damit zu Vielfalt und Qualität der Wikipedia beitragen zu können.
Angestoßen und maßgeblich vorangetrieben durch eine Initiative aus der Community können wir auch eine schöne Neuigkeit aus dem Bereich eLitstip (=elektronische Literaturdatenbanken) vermelden. Auf Initiative des Benutzer:Codc und weiterer Mitarbeiter der Redaktion Chemie hat Wikimedia Deutschland mit dem Georg Thieme Verlag einen Vertrag über acht Zugänge für das deutschsprachige Standardwerk der Chemie-Literatur “RÖMPP Online” geschlossen.
Bemerkenswert war die reibungslose Zusammenarbeit von Fachbereich, Verlag und Verein, die innerhalb weniger Wochen zum Erfolg führte. Nicht immer reagieren Verlage so positiv auf das Thema “Zugänge für Wikipedianer” wie der Thieme Verlag es hier tat. Das haben wir leider in den letzten Wochen bei Gesprächen mit anderen großen e-Verlagen aus Deutschland feststellen müssen.

Redaktionstreffen

Zwar ein wenig später als ursprünglich geplant, für die Planungen der Wikipedia-Treffen des Jahres 2011 aber sicher genau rechtzeitig: Zum 1. März 2011 geht das Förderprogramm Redaktionstreffen an den Start. Wikimedia Deutschland verbreitert damit sein Portfolio an Maßnahmen zur Unterstützung der Wikipedia-Fachbereiche.
Logistik, Equipment und finanzielle Unterstützung – damit (und auf Anfrage auch mit mehr) wird Wikimedia Deutschland den Fachbereichen zur Seite stehen. Um die durch sie geleistete Arbeit zu unterstützen und die Qualität der Wikipedia, zu der die Fachbereiche entscheidend beitragen, weiter zu fördern.

Schulprojekt

Im Februar konnte das Schulprojekt mit weiteren Veranstaltungen seinen Start ins Jahr 2011 erfolgreich fortsetzen. Der Schwerpunkt lag in diesem Monat auf der Ansprache weiterer Schulen und Kooperationspartner. Hierzu waren wir, gemeinsam mit einem Referenten, auf der Lehrertagung in Mainz (siehe Blogbeitrag). Hier konnten wir vielversprechende Kontakte zu Universitäten und Schulen aus dem Rhein-Main-Gebiet knüpfen. Wir waren auch auf der Didacta 2011 in Stuttgart vor Ort, um mit Stiftungen und Elternvertretungen ins Gespräch zu kommen. Beide Veranstaltungen waren für das Schulprojekt sehr erfolgreich und gaben Raum, um über weitere Kooperationen und Veranstaltungen auf einer persönlichen Ebene ins Gespräch zu kommen.
Seit kurzem haben wir einen schönen, neuen Flyer für das Schulprojekt, der demnächst auf unserer Homepage bereit stehen wird. Wir konnten in diesem Monat auch direkt Kontakte zu weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr knüpfen, woraus sich bereits erste Termine ergeben haben. Außerdem sind wir mit den Vorbereitungen für das SchulCamp3 im April beschäftigt und sind dabei die logistischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen zu klären.

Silberwissen / TAO

Im Seniorencomputerclub Berlin-Mitte (SCC Berlin-Mitte) gab es nach dem Vortrag von Denis über die Wikipedia und über die Möglichkeiten zur Mitarbeit ein lebhaftes Interesse unter den Senioren mitzuarbeiten oder sich zumindest in weiteren Workshops zu informieren. Der Vorstand ist an einer Kooperation mit Wikimedia interessiert. Das bezieht sich insbesondere auf die Unterstützung durch Mentoren. Die Senioren werden sich einmal im Monat in den Räumen des SCC treffen, um sich gemeinsam zur Erstellung von Artikeln, zur gegenseitigen Unterstützung und für die Klärung spezieller Fragen auszutauschen.
Von der Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark wurde die Bitte heran getragen, in ihrer Jahreshauptversammlung im März einen Informationsvortrag zur Wikipedia und den Möglichkeiten einer Mitarbeit zu halten. Sie planen rund eine Stunde dafür ein. Die Veranstaltung findet in Bad Belzig im Landratsamt statt. Bei Interesse könnten in den folgenden Monaten Workshops zur Unterstützung der ersten Schritte folgen.
Mit zwei Volkshochschulen in Westdeutschland wurden für das Herbstsemester 2011 bereits Termine im September und Oktober vereinbart. Im Gespräch sind wir auch mit weiteren Bildungsträgern. Darüberhinaus wurde im Februar der erste Zwischenbericht für TAO abgegeben.

Der nächste Bericht erscheint am 4. April 2011.

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Panne beim Versand der Zuwendungsbescheinigungen

Liebe Mitglieder, liebe Spender und Freunde Freien Wissens,

Ende letzter Woche sollten die Zuwendungsbescheinigungen an alle Spender, die uns in 2010 mehr als 25 Euro gespendet haben, verschickt werden. Hiermit haben wir einen Dienstleister beauftragt. Um dem Datenschutz gerecht zu werden, haben wir keine Spenderdaten an den Versanddienst geschickt, sondern die fertigen PDFs zum Ausdruck und Versand übermittelt. Leider ist dem Dienstleister im Druckprozess ein Fehler unterlaufen: Alle Briefe erhielten zwar das korrekte Anschreiben, auf dem rückseitigen Zuwendungsbescheid wurde jedoch immer der gleiche Name und der gleiche Spendenbetrag gedruckt. Der Fehler lag eindeutig beim Dienstleister; dieser hat den Fehler auch umgehend eingeräumt.

Dennoch ist es für uns eine höchst unangenehme Situation und wir möchten uns bei allen Betroffenen auch auf diesem Weg nochmals ausdrücklich entschuldigen. Nachdem der Fehler am Samstag bemerkt und  umgehend ein neuer Versand vorbereitet wurde, werden heute die korrekten Zuwendungsbestätigungen verschickt. Der Versand wird zusammen mit einem erklärenden Brief und einer Entschuldigung an unsere Spender gehen. Die Kosten für den zusätzlichen Versand übernimmt der Versanddienst, der auch seine Prozesse dahingehend überprüft, dass ein solcher schwerer Fehler in Zukunft nicht noch einmal passieren kann.

In der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland standen Mitarbeiter bereits am Wochenende für telefonische Rückfragen zur Verfügung. Es wurden keine personenbezogenen Daten von Spendern an andere weitergegeben und die versendeten Zuwendungsbescheide können auch nicht beim Finanzamt eingereicht werden, da sie ungültig sind.

Auch wenn wir davon ausgehen, dass bis spätestens Mittwoch dieser Woche alle Zuwendungsbescheide entsprechend zugestellt sind, stehen wir für weitere Rückfragen jederzeit gern zur Verfügung.

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OpenSpace für Freies Wissen am 20. März 2010 in Berlin

Am Samstag, den 19. März 2010 findet die ordentliche Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland statt; ein Schwerpunkt der MV sind die Berichte des Vorstands und des Geschäftsführers, sowie Wahlen und Abstimmungen. Es wurde daher vor einiger Zeit der Wunsch von Mitgliedern geäußert, rund um die MV auch die Möglichkeit zur Diskussion von Projekten zu schaffen und so den Austausch zwischen den Mitgliedern und anderen Interessierten zu erweitern.

Gerne haben wir diese Idee umgesetzt und für Sonntag, den 20. März mehrere Räume angemietet, die genug Platz für Ideen und Diskussionen bieten. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, und wir können gerne auch technische Infrastruktur bereitstellen, so benötigt. Die Adresse lautet “Haus des Akademischen Vereins Hütte e. V.” in der Carmerstraße 12, 10623 Berlin. Die Türen öffnen sich ab 10:00 Uhr.

Dieses Angebot ist nicht auf Vereinsmitglieder beschränkt, jeder, der Projekte diskutieren möchte, Vorschläge erarbeiten oder sich einfach nur mit netten Menschen über Freies Wissen austauschen möchte, ist herzlich willkommen. Ein vorgegebenes Programm gibt es nicht, die Veranstaltung lebt davon, dass Ihr sie gestaltet und mit Leben erfüllt. Erste Ideen finden sich bereits im Forum (einmalige, kostenlose Anmeldung erforderlich).

Aus dem Büro des Vereins könnt ihr jede Menge Unterstützung abrufen, gerne kommen auch Mitarbeiter dazu, wenn ihr Fragen oder Ideen habt, die ihr gerne mit diesen besprechen wollt. Sagt einfach, was ihr braucht, und wir schauen, dass wir es erfüllen können.

Bis bald in Berlin!

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Zwei neue Mitarbeiter: Angelika Adam und Sebastian Sooth

Ich freue mich, dass wir heute zwei neue Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland begrüßen können: Angelika Adam und Sebastian Sooth. Beide werden sich noch selbst vorstellen (bzw. Sebastian hat dies bereits hier getan), aber ich möchte die Gelegenheit nutzen und Euch über ihre Hintergründe und ihre neuen Aufgaben im Verein zu informieren.

Angelika wird als ausgebildete Computerlinguistin federführend am von der EU geförderten Projekt “RENDER” arbeiten. Im Rahmen dieses Projekts fungiert Wikimedia als Use Case-Partner in einem Konsortium aus Partnern aus der Wissenschaft und der Industrie. Dabei definieren diese Partner die Art der Daten und Informationen, die sie von uns brauchen. Es wird dann unsere Aufgabe sein diese bereitzustellen. Angelikas Arbeit setzt an dieser Stelle damit an, dass sie nun zusammen mit unseren Projekt-Partnern den Projektplan verfeinern, die technische Umsetzung von unserer Seite voranbringen und als Ansprechpartnerin für weitere semantische Forschungsanfragen fungieren wird. Sie verfügt hierzu nicht nur über eine fundierte Ausbildung, sondern auch schon über erste Berufserfahrung. Es wird in den kommenden drei Jahren Projektlaufzeit deutlich mehr Arbeit geben, als eine Person alleine bewältigen kann, so dass Angelika auch für die fachliche Auswahl neuer Mitarbeiter im RENDER-Projekt zuständig sein wird.

Aus einer ganz anderen Ecke kommt Sebastian Sooth, der ebenfalls heute seinen ersten Arbeitstag hatte. Ihn habe ich als Projektmanager eingestellt, um die vielfältigen Projekte des Vereins zu unterstützen und als Ansprechpartner für Freiwillige zu dienen und ihnen bei Projekten zur Seite zu stehen. Sebastian verfügt über sehr fundierte Projektmanagement-Kenntnisse und hat in der Vergangenheit bereits vielfach mit Ehrenamtlichen zusammengearbeitet und zahlreiche Projekte und Events geplant und umgesetzt. Bei Wikimedia Deutschland wird er sich nun zuerst mit zwei großen Themen beschäftigen. Erstens wird die Geschäftsstelle in diesem Jahr in neue Räume ziehen, da der Mietvertrag in der Eisenacher Straße ausläuft und wir dringend mehr Platz brauchen. Mit dem Umzug wollen wir die Gelegenheit ergreifen, ein paar neue Ideen umzusetzen: Zum Beispiel einen Community-Raum, der Arbeitsmöglichkeiten für Leute bietet, die in Berlin an Freien Inhalten arbeiten möchten, oder aber ein niedrigschwelliges Angebot, um Ausrüstung oder technisches Material zu entleihen. Idealerweise werden wir auch eine größere Fläche haben, die für Podiumsdiskussionen, Redaktionstreffen, Workshops und andere Veranstaltungen genutzt werden kann. Das auszuarbeiten, mit der Community zu diskutieren, Ideen zu entwickeln und aufzunehmen, dafür ist Sebastian ab heute da. Zweitens wird er auch die weiteren Aktivitäten des Vereins anlässlich des 10jährigen Wikipedia-Jubiläums planen und koordinieren.

Ich freue mich sehr, das Angelika und Sebastian für Wikimedia Deutschland arbeiten werden und uns mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützen werden!

Personelles Wachstum bedeutet für einen Verein wie Wikimedia Deutschland immer auch strukturelles Wachstum, denn für das, was der Verein vorhat, braucht er (auch) hauptamtliche Mitarbeiter. Diese können und sollen das tolle ehrenamtliche Engagement nicht ersetzen, sondern im Gegenteil weiter fördern und unterstützen – durch Know-How, durch logistische Hilfe, durch die Übernahme von Arbeiten, die sonst nicht gemacht würden, und so weiter. Neue Leute bringen eben auch immer neue Kenntnisse mit, neue Ansätze und neue Ideen. Personelles Wachstum ist daher kein Selbstzweck oder ein Zeichen dafür, dass sich der Verein primär mit sich selbst beschäftigt. Personelles Wachstum bedeutet vielmehr, dass der Verein mehr Möglichkeiten erhält, seine anspruchsvollen Ziele umzusetzen. Und wir können dies eben auf vielfältige Weise tun: Durch die direkte Unterstützung der Autoren der Wikimedia-Projekte, durch die Investition in technische Infrastruktur, durch die finanzielle Unterstützung der Wikimedia Foundation, durch unsere eigenen, bereits laufenden Projekte und durch die neuen, die auf uns zukommen. Der Verein mit hauptamtlichen Mitarbeitern ist, neben den von uns initiierten Projekten, immer auch ein Angebot an alle Ehrenamtlichen: Nutzt die Möglichkeiten, die sich für Euer Engagement bieten, und sprecht uns an, fordert uns heraus, meldet Ansprüche an. Denn auch dafür sind wir hier: Um Euch und damit die Idee des Freien Wissens zu unterstützen.

In diesem Sinne: Herzlich Willkommen Angelika und Sebastian!

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Januar 2011

10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin

Über 300 Gäste folgten am 15. Januar der Einladung von Wikimedia Deutschland und kamen zur Geburtstagsfeier in die Berliner HomeBase Lounge. Eine bunte Mischung aus Wikipedianern, Freunden und Unterstützern der Wikipedia lauschte zunächst einem kurzen Rückblick auf die letzten 10 Jahre, labte sich an der Geburtstagstorte und nutze die Gelegenheit zum Kennenlernen oder Wiedersehen.

Als besondere Überraschung bot sich den Gästen die interaktive Installation „WikiLetters“ von SPTA, getanzt wurde zu den DJs Mogreens, das Kraftfuttermischewerk und DJ Schönberger, eine Slideshow bot ein Best-of von Wikipedia- und Community-Bildern  und über die Twitterwall ließen sich bundesweite und internationale Aktivitäten verfolgt. Ein ausführlicher Bericht findet sich dazu im Blog: 10 Jahre Wikipedia – Party in Berlin und überall, eine Sammlung von hübschen Fotos der Feier auf Commons und Flickr.

Wikimedia Conference

Die Vorbereitungen für das Chapters’ Meeting wurden im Januar intensiviert. Wir freuen uns, mit Bence Damokos (Wikimedia Ungarn, Mitglied des Chapers‘ Committee) erneut einen Programmkoordinator mit internationaler Erfahrung und guten Kenntnissen der Wikimedia-Strukturen gefunden zu haben. Er wird gemeinsam mit den Chaptern das Programm entwickeln und sicherstellen, dass jedes Chapter am 25.-27. März genau zwei Vertreter nach Berlin schickt.

Wikimedia Deutschland übernimmt alle logistischen Aufgaben wie Anreise und Unterkunft der Teilnehmer, Klärung von Visums- und Versicherungsangelegenheiten, die Suche nach dem Veranstaltungsort, technische und kulinarische Ausstattung und die vielen Kleinigkeiten, die eine große internationale Konferenz mit sich bringt. Wir freuen uns sehr, mit der die Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung nun einen schönen und sehr gut ausgestatteten Veranstaltungsort gefunden zu haben. Wie in den Jahren zuvor möchten wir den Gästen auch in diesem Jahr wieder ein berlintypisches Freizeitprogramm bieten und wenden uns diesbezüglich in den nächsten Wochen noch ausführlicher an die Berliner Wikipedianer. Anders als in den letzten Jahren wird im Rahmen der Wikimedia Conference 2011 übrigens kein Entwicklerworkshop stattfinden.

Schulprojekt

Das Wikipedia-Schulprojekt ist voller Elan ins neue Jahr gestartet und konnte bereits im ersten Monat mit 4 Veranstaltungen loslegen,  darüber hinaus gingen viele Anfragen für weitere Veranstaltungen ein. Zusätzlich zu der Betreuung der Referenten, wurde eine  Kooperation mit dem medienpädagogischen Zentrum Bits21 im fjs e.V. gestartet. Eine gemeinsame Ausschreibung zu Workshops und ein gegenseitigen, fachlicher Wissensaustausch wird hierbei im Zentrum stehen. Auch die Medienpräsenz wird derzeit in Form von gezielter Presseansprache und geplanten Vernetzungen über Online-Newsletter vorangetrieben. Auf zwei pädagogischen Tagungen wird das Schulprojekt demnächst mit einem Infostand vertreten sein: Im Februar auf der Lehrertagung der Uni Mainz mit dem Thema “Neue Medien verändern Schule!?” und im März auf dem 3. Berlin-Brandenburgischen Schulbibliothekstag in Berlin. Wir haben uns außerdem in diesem Jahr dazu entschieden, gezielt Schulen per Post anzuschreiben. Der erste Fokus lag dabei im Januar auf der Region um Köln. Vielen Dank an dieser Stelle an Raimond für seine tatkräftige Unterstützung. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Schuljahr!

Deutsche Nationalbibliothek

Es laufen derzeit Gespräche mit der DNB über die ersten Schritte in der Kooperation zu Schreibrechten in den Normdateien für Wikipedianer. Dabei wird es vor allem um das Anlegen von PND-Einträgen zu Personen gehen, die von der PND noch nicht erfasst sind, aber biographische Artikel in der Wikipedia haben. Mathias ist hierzu mit DNB-Angestellten im Gespräch. Unser mittelfristiges Ziel ist, dass jeder Wikipedianer so direkt wie möglich Korrekturen an PND-Datensätzen selbst anfertigen kann, wenn er dies möchte.

Bridgeman

Wikipedianer kennen “Bridgeman” vor allem aus dem Rechtsstreit Bridgeman vs Corel über die Frage des urheberrechtlichen Schutzes von Abbildungen gemeinfreier Werke. Harriet Bridgeman, Gründerin von Bridgeman Art Library ist eine Besucherin der Wikimedia-GLAM-Veranstaltungen, wir haben auch über einige Europeana-Workshops Kontakte mit ihr. Mathias ist ist in Gesprächen mit Bridgeman über Formen der Zusammenarbeit, auch oder trotz unterschiedlicher Ansichten über einige urheberrechtliche Fragen. Unser Ziel hier: Freigabe von Digitalisaten gemeinfreier Werke.

Studio Hamburg

Studio Hamburg ist eine Tochter des NDR und zu größeren Teilen finanziert aus Mitteln des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Wir sprechen seit einer Weile mit Vertretern von Studio Hamburg über die Freigabe von Inhalten unter freien Lizenzen. Eine konkrete Diskussion dreht sich um ein Projekt namens “histoclips”, das bereits online ist. Die Aspekte der Verhandlungen sind repräsentativ für die Probleme vieler Einrichtungen des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, angefangen von der grundsätzlichen Frage, ob der Öffentlichkeit gehören sollte, was die Öffentlichkeit bereits bezahlt hat über die Frage, wer eigentlich über hinreichende Rechte verfügt, einen Videoclip mit Material aus vielen Quellen unter eine freie Lizenz zu stellen. Mathias ist hier in Gesprächen. Im Erfolgsfalle werden wir interessante Inhalte für Wikimedia Commons loseisen, alternativ werden wir mehr darüber wissen, warum es im gebührenfinanzierten Inhaltemarkt noch hakt.

RENDER

Mathias hat Mitte Januar am ersten Meeting des RENDER-Konsortiums teilgenommen, wo es um die Entwicklung von konkreten Aufgaben für die Forschungspartner an diesem Projekt ging. In den kommenden Monaten werden wir dazu projektintern mit den Partnern diese Aufgaben niederschreiben und in den Zeitplan einpflegen.

Wikimedium

Die erste Ausgabe der Vereinszeitung Wikimedium wird im März erscheinen. Dafür haben die Vorbereitungen bereits im Januar begonnen. Wir sammeln Ideen, Beiträge und Bildmaterial und werden nochmals verstärkt externe Autoren (Wikipedianer und Leser) ansprechen, die Beiträge für Wikimedium erstellen wollen. Immer wieder haben wir zum Mitmachen an der Vereinszeitung aufgerufen und ich möchte an dieser Stelle diesen Aufruf wiederholen: Um möglichst vielfältige, abwechslungsreiche und interessante Beiträge aus dem Wikipedia-/Wikimedia-Universum für die Vereinszeitung zusammenstellen zu können, sind wir auf externe Hilfe und Unterstützung angewiesen. Bitte meldet euch und schickt eure Vorschläge an catrin.schoneville@wikimedia.de oder redaktion@wikimedium.de. Natürlich freuen wir uns auch über die Verbreitung. Die Zeitung kann kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden. Davon machten allein im Januar mehr als 180 neue Leser Gebrauch. Wikipedia-Stammtisch oder Freunde des Freien Wissens können selbstverständlich auch höhere Stückzahlen bei uns bestellen um die Zeitung zu verteilen. Insgesamt zählen wir jetzt 540 Einzelempfänger, darunter 91 Fördermitglieder des Vereins. Im Abonnement stehen derzeit über 1400 Exemplare der Wikimedium.

Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

Die im November fertiggestellten Broschüren das Wikipedia-Einmaleins wie auch die Broschüre zu Wikiversity kommen ebenfalls gut an und werden in der Geschäftsstelle fleißig bestellt. Auch diesen Hinweis wiederholen wir gern:  Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Spendenergebnis in den Medien

Im Januar haben wir drei Pressemitteilungen herausgegeben. Am 5. Januar wurde das Spendenergebnis der Online-Kampagne 2010 kommuniziert und es gab reges Interesse seitens der Medien und zahlreiche Abdrucke unserer Pressemitteilung oder der Inhalte. Rückfragen, Interviewanfragen und Hintergrundinformationen wurde bearbeitet. Ein Auszug der Berichterstattung steht hier.

10 Jahre Wikipedia

Die zweite Pressemitteilung wurde zum 10-jährigen Jubiläum von Wikipedia versendet. Das Jubiläum hat ein bisher kaum erreichtes Medienecho hervorgerufen. Insgesamt weit über 150 Emails mit Medienanfragen gingen allein bei Catrin ein. Die meisten kamen aus Deutschland, aber auch Presseanfragen aus Österreich, Schweiz und Dänemark waren dabei. Was die Bearbeitung solcher Anfragen beinhaltet und die Auswertung der Berichterstattung lest bitte im Blog von Catrin.

Gesprochene Wikipedia

Das Projekt ‚Gesprochene Wikipedia‘ soll weiter ausgebaut werden. Noch im Dezember haben wir eine Sammlung der Artikel des Tages (aus der Kooperation mit DZB) auf CD gebrannt und bieten diese kostenlos für Interessierte an: einfach unter  catrin.schoneville@wikimedia.de bestellen. Darüber hinaus möchte Catrin gemeinsam mit Achim Raschka und weiteren Community-Mitgliedern eine weitere CD -Sammlung von gelesenen Artikeln der Wikipedianer- produzieren. Demnächst wird es dazu einen Vorschlag geben. Auch haben die Vorbereitungen für ein Treffen mit Wikipedianern und möglichen Partnern haben im Januar begonnen.

Wikipedia macht Schule

Für den Workshop des Schulprojekts in Köln haben wir eine Presseeinladung erstellt und an lokale wie regionale Medien verschickt. In den Tagen vor dem Workshop wurden anschließend gezielt einzelne Pressevertreter von Print- und Online-Medien sowie Hörfunk kontaktiert.

Wikipedia Buch

Das Buchprojekt konnte im vergangenen Monat wesentlich vorangetrieben werden. Nachdem Aufrufe zum Mitmachen im Vereinsblog und über diverse Soziale Netzwerke erfolgten, die jedoch nicht auf große Resonanz stießen, musste ein anderer Ansatz gewählt werden. Daher wurden mehrere hundert Wikipedianer – ausgewählt nach verschiedenen Gesichtspunkten (älteste, jüngste, aktivste usw.) – direkt angeschrieben und auf konkrete Themenfelder für eine Mitarbeit hingewiesen. Diese Aktion erwies sich als deutlich erfolgreicher und so konnten zahlreiche kurze Geschichten und Anekdoten für das Buch zusammengetragen werden.

Parallel dazu erfolgte die Themenvergabe und Koordination der Erstellung von Hauptinhalten für das Buch. Themenbereiche, die bisher nicht von der Community aufgegriffen wurden, mussten überdacht und überarbeitet werden. Hier flossen viele gute Ideen von Wikipedia-Autoren mit ein. Insgesamt wurde den Co-Autoren aus der Community wesentlich mehr Gestaltungsspielraum eingeräumt, als ursprünglich vorgesehen. Inzwischen sind alle größeren Beiträge vergeben und werden momentan geschrieben. Einige Themenbereiche werden zudem von Mitarbeitern der Geschäftsstelle bearbeitet.

Für die Kontaktaufnahme mit möglichen Verlagen war die Aufmerksamkeit im Umfeld des 10. Geburtstags von Wikipedia überaus nützlich, da bereits mehrere renommierte Verlage ihr Interesse am Wikipedia Buch bekundeten. In einer ersten Verhandlungsrunde mit diesen Verlagen konnten Eckpunkte und Konditionen einer Zusammenarbeit ausgelotet werden, die wiederum als  Entscheidungsgrundlage für eine Zusammenarbeit mit einem Verlag dienen sollen. Insgesamt befindet sich das Wikipedia Buch auf einem guten Weg und macht beständige Fortschritte.

Mitglieder

Im Januar 2011 haben wir 22 Mitglieder mit aktiver und 30 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen. Fünf Mitglieder haben zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt. Der Verein hat damit 497 aktive (=Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 195 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 692 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

10 Jahre Wikipedia – Synchronstammtische

Bereits im August 2010 kam die Idee auf, zum 10-jährigen Geburtstag der Wikipedia möglichst viele Stammtische gleichzeitig stattfinden zu lassen: Es ließ sich zunächst zögerlich an, aber nach und nach fanden viele Wikipedianer und Stammtischorganisatoren Gefallen an dieser Idee, so dass am Ende fast 30 Stammtische in Deutschland, Österreich und der Schweiz feierten. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt: In München und dem Ruhrgebiet nutzte man die Gelegenheit Workshops zu Themen rund um die Wikipedia zu veranstalten und die interessierte Öffentlichkeit einzuladen, die Nürnberger und Fürther hatten eine “editierbare Torte” erfunden, die am Ende per “Löschantrag” verspeist wurde. Die Kölner feierten in großer Runde in ihrem Stammlokal, in Braunschweig sass man gemütlich beieinander, Hamburg hielt Klönschnack, die Basler und Lörracher feierten gemeinsam und binational in Basel, in Ostfriesland hatte man sich Freunde des Open Streetmap-Projektes dazugeladen und in Berlin fand eine Party mit über 300 Gästen und Freunden des freien Wissens statt. Alle Stammtische waren von Wikimedia Deutschland mit einem kleineren oder größeren Paket mit Informationsmaterial zu Wikipedia und Wikimedia, ein paar T-Shirts und fünf extra für diesen Anlass gestalteten Geburtstagskerzen bedacht worden. Einige Stammtische wurden darüberhinaus von Wikimedia Deutschland finanziell bei ihren Aktivitäten unterstützt. Wie man hörte, haben viele Wikipedianer die bisher nie einen Stammtisch besucht hatten, den Geburtstag genutzt, um endlich einmal andere Wikipedianer im “echten Leben” kennenzulernen. Alles in allem kann man diesen 10. Geburtstag der Wikipedia nur als großen Erfolg bezeichnen. Wir danken allen Initiatoren für ihre kreativen Ideen, ihre Begeisterung beim Mitmachen, Organisieren und Feiern!

Silberwissen / TAO

Im Januar stand die Vorbereitung und Durchführung einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Senioren-Computer-Club Berlin-Mitte an erster Stelle. Am 26. Januar trafen sich im Veranstaltungsraum des Mehrgenerationenhauses auf der Fischerinsel rd. 30 Senioren/innen. Sie hörten mit großem Interesse und aktiver Beteiligung den Erläuterungen von Denis Bartel zur Entstehung, zur Mitarbeit und zu den wichtigsten Regeln in der Wikipedia zu. 14 Teilnehmer sind sich nach dem Vortrag entweder schon sicher, dass sie an einem vertiefenden Workshop teilnehmen wollen oder sie überlegen noch, möchten aber unbedingt vom Fortgang des gemeinsamen Projektes informiert werden. Es ist geplant im Februar oder März einen Workshop in den Räumen des SCC durchzuführen. Dann kann jeder Interessent mit Unterstützung mit dem Schreiben in der Wikipedia beginnen oder vorhandene Kenntnisse ausbauen. Die Veranstaltung wurde in der lokalen Berliner Presse angekündigt. Ein Interview dazu mit Catrin und Wikipedia-Autor Lienhard Schulz lief auf radioBerlin 88,8.

Weitere Aktivitäten:

Kontaktaufnahme zu weiteren VHS und zum Vorsitzenden der Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark. Mit letzterer ist eine gemeinsame Veranstaltung Ende Februar und bei Interesse Workshops in den Folgemonaten geplant.

Projekt TAO – Third Age Online – Community & Collaboration:

Telefonische Abstimmungen mit unserem Partner in Deutschland, dem ZAWIW Ulm. Das ZAWIW plant während der Akademiewochen im Frühjahr (28.03.11 bis 1.04.11) eine größere Informationsveranstaltung zur Wikipedia.und Workshops.

Fundraising

Der Januar ist der dritte und letzte Monat des Fundraisers. Zu Beginn des Monats wurden erstmals zwei Aufrufe von Wikipedia-Autoren geschaltet, womit wir der community Raum gaben, ebenfalls für Wikipedia zu sprechen. Der Fundraiser endete aufgrund der großen Spendenresonanz vorzeitig am 6. Januar mit dem Dankesbrief von Jimmy Wales. Aufgrund des andauernden Spendenaufkommens war das Fundraising bis Mitte Januar mit der Bearbeitung der eingehenden Spenden und Anfragen beschäftigt. In der zweiten Hälfte des Monats begann das Fundraising mit den Vorbereitungen für die Versendung der Zuwendungsbescheinigungen im Februar. Zudem wurde mit dem Blogbeitrag von Till ein erstes Fazit veröffentlicht. Zugleich wurden die gesammelten Erfahrungen zusammengefasst, damit sie in die Vorbereitung und Durchführung des nächsten Fundraisers einfließen.

Der nächste Monatsbericht erscheint am 4. März 2011.

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Bericht aus der Geschäftsstelle Dezember 2010

Liebe Freunde des Freien Wissens,
hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für Dezember 2010. Die Verspätung bitte ich zu entschuldigen.

GLAM-Wikimedia in Paris

Wikimedia France veranstaltete am 3. und 4. Dezember in Paris den zweiten Teil der Konferenzserie zwischen Wikimedia und den GLAMs – Galleries, Libraries, Musea and Archives. Mathias war dort eingeladen, um auf dem Kooperationen-Panel über Bilderfreigaben und Normdaten zu sprechen.

Open Media Kongress der SPD

Am 10. und 11. Dezember veranstaltete der Bundesvorstand der SPD in Berlin einen quasi-netzpolitischen Kongress, nur kurze Zeit vor dem geplanten JMStV-Votum in Niedersachsen. Mathias war dort anwesend.

Dialog Internet im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

In der zweiten Sitzung des Vorhabens “Chancen und Risiken des Internets” des Familienministeriums am 13. Dezember wurden Untergruppen für den Bereich Chancen gebildet: Medienkompetenz, Partizipation und Wissen. Mathias ist Sprecher der Unterarbeitsgruppe Wissen und wird bis Juli an diesem Projekt mitwirken. Dazu gibt es Ende Januar eine gesonderte Email an Vereinsliste.

10 Jahre WP

Die Pressearbeit des Vereins stand diesen Monat vor allem  im Zeichen der Vorbereitung des Jubiläums von Wikipedia. Einen Vorgeschmack auf die flutartige Berichterstattung bildeten zahlreiche Presseanfragen. Um eine möglichst genaue Grundlage für Presseberichte zu sichern, wurden Daten, Fakten und Statistiken zu Wikipedia angeboten. In vielen Gesprächen mit Journalisten zeigte sich viel Informationsbedarf. Der ausführliche Überblick über die großartige Resonanz durch die gesamte Presselandschaft hindurch wird in den nächsten Tagen hier im Blog erscheinen.

Auch die Geburtstagsparty der Community am 15. Januar 2011 in Berlin musste vorbereitet werden. Dazu wurden zahlreiche Presseeinladungen versandt. Ein Schwerpunkt war hierbei auch der Hinweis auf die deutschlandweiten Stammtische. Eine Slideshow mit Bildern aus 10 Jahren enzyklopädischer Zusammenarbeit konnte dank der tollen Unterstützung der Community erstellt werden. Großer Dank an euch!

Community

Mit insgesamt 25 Teilnehmern aus dem Support-Team und zwei Rechtsanwälten (Thorsten Feldmann und Julian Höppner von der Kanzlei JBB) konnte der Dezember-Workshop des Support-Teams mit einer Rekordteilnahme aufwarten! Themen waren Persönlichkeitsrechte, Artikel über lebende Personen und das Recht am eigenen Bild. Der Workshop kam bei allen Seiten sehr gut an und wurde auch im abschließenden Feedback über einen Bewertungsbogen einhellig als erfolgreich und bereichernd bewertet. Wir danken vor allem den Mitarbeitern des Support-Teams für die zahlreiche Teilnahme, den Anwälten für den hochinteressanten Input und allen Anwesenden für die intensive und konzentrierte Mitarbeit. Einen ausführlichen Bericht gibt es ebenfalls in unserem Blog:

Wikisource

Nach einer relativ langen Sommerpause haben wir wieder einmal zwei Bestellungen für das Projekt Wikisource auf den Weg gebracht: Johann Gottfried Pahl, „Die Philosophen aus dem Uranus“ aus dem Jahr 1796 (die Scans werden gerade nach und nach eingestellt und bearbeitet) und Heinrich Pröhle, „Rheinlands schönste Sagen und Geschichten“, 1. Auflage Berlin 1886 (die fertige Bearbeitung findet ihr bereits auf Wikisource).

Aus dem Maschinenraum

Im Dezember ging es im technischen Bereich wieder vor allem um die Spendenkampagne. Insbesondere die Integration der Kreditkartenspenden per MoneyBookers war wichtig. Außerdem haben wir im Dezember Hardware für den Toolserver bestellt, die nun auch eingetroffen ist. Hierbei handelt es sich um ein Festplatten-Array, das unter anderem Platz für die Verarbeitung der Zugriffsstatistiken bieten wird.

Literaturstipendium

Neben einigen Vergaben von konventionellen Stipendien (Kunst, Biologie) wurde auf Anregung des Benutzers Scialfa die Möglichkeit geschaffen, Autoren individuelle Zugänge zu Literaturdatenbanken bereitzustellen. Wo es technisch und finanziell möglich ist, kann jetzt also der Zugang zur Literatur spezieller Fachgebiete verbessert werden.

Insgesamt war das Literaturstipendiums-Jahr 2010 erfolgreich – der Relaunch ermöglichte mehr Menschen die Teilnahme am Programm und die Zahl der Artikel, in denen das Programm Spuren hinterließ, wuchs kontinuierlich an. Für das kommende Jahr steht nun insbesondere der Zugriff auf Literaturdatenbanken im Fokus.

Wikimedia Conference

Bei der Wikimedia Conference treffen sich vom 25. bis 27. März 2011 Vertreter der internationalen Wikimedia Chapter, das Chapters‘ Commitee und das Board of Trustees in Berlin. Anders als in den beiden Vorjahren wird in 2011 kein Treffen der MediaWiki-Entwickler im Rahmen der Wikimedia Conference stattfinden; diese Veranstaltung verschieben wir auf einen späteren Zeitpunkt im Frühsommer 2011. Wir wollen so erreichen, das mehr Entwickler aus der Community an einem solchen Treffen (das dann an einem Wochenende stattfinden wird) teilnehmen können.
Die Suche nach geeigneten Räumen war erfolgreich, sobald die Verträge gemacht sind werden wir hier verkünden, wo das internationale Chapters‘ Meeting in diesem Jahr stattfindet.
Wir haben die Einladung an die Chapter versendet, die Anmeldung eröffnet und die Suche nach einem Projektleiter für die Kommunikation mit den Chapter-Vertretern und die Programmgestaltung begonnen. Erste Anfragen an Caterer und Hostels wurden angestoßen und wir alle haben den Artikel über aktive Vulkane auf unsere Beobachtungsliste gesetzt.

Wissenswert

Wie angekündigt haben wir am 6. Dezember die Ergebnisse des WissensWert-Wettbewerbes verkündet. Acht Projekte erhalten im Jahr 2011 finanzielle Unterstützung von uns:

  • WikiStories – Einblicke von Zeitzeugen von Werner Jansen und Ahmet Emre Acar
  • Luftbilder für OpenStreetMap von OSM-Stammtisch Dortmund (Marc Gehling, Olaf Kotzte)
  • Links to free and open – das Verzeichnis freier Projekte von Jan-Christoph Borchardt
  • Motivationsfilm für Creative Commons von Amadeus Wittwer
  • WikiQuest – kooperatives Lernen mit freien Inhalten von Andreas Bietenbeck
  • Freies Wissen als hörbarer Podcast von Tabitha Hammer
  • Barrierefreies Onlineportal für Karten- und Routing-Services von Annette Thurow
  • Public Domain Projekt von Carl Fisch und Philippe Perreaux
  • Die acht Einreicher sind mittlerweile informiert und wir haben die Auswertung der öffentlichen Abstimmung sowie der Jurystimmen veröffentlicht. Zurzeit lassen wir entsprechende Verträge und Vereinbarungen ausarbeiten und werden die Projekte auf ihrem Weg zur erfolgreichen Umsetzung begleiten.

    Silberwissen / TAO

    Im Dezember stand die Auswertung des ersten Seminars mit potenziellen Autoren der Altergruppe 50+ in Würzburg an erster Stelle. Fazit: Die überwiegend älteren Teilnehmer hatten wichtige Grundkenntnisse im Umgang mit elektronischen Medien. Sie konnten mit PC/Laptop umgehen und sind Internet unterwegs. Beides sind unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wissensvermittlung zum Arbeiten in der Wikipedia.

    Trotzdem war gerade für die Älteren jeder Schritt auf einer ungewohnten Benutzeroberfläche wieder neu zu erlernen. Im Vordergrund stand unter den Teilnehmern der Wunsch, dass unter den Studentenhistorikern vorhandene Wissen und Material künftig für alle in der Wikipedia verfügbar zu machen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer möchte gern ein zweites Seminar zur Übung und Festigung des Gelernten belegen. Wichtig für künftige Seminare mit Älteren ist, dass die Zahl von 10 Teilnehmern nicht wesentlich überschritten wird. Außerdem sollten neben dem Referenten 1-2 weitere Teilnehmer mit zumindest ersten Erfahrungen in der Wikipedia ganz unmittelbare persönliche Hilfestellung geben können.

    Weiterhin gab es verschiedene Kontaktaufnahmen mit möglichen Kooperationspartnern. Zum einen sprachen wir mit dem Seniorencomputerclub Berlin. Dessen Vertreter stehen einer Zusammenarbeit mit Wikimedia im Rahmen des Projekts „Silberwissen“ sehr aufgeschlossen gegenüber. Eine erste Informationsveranstaltung ist für den 26.01.2011 geplant. Zum anderen stellten wir den Kontakt zur Seniorenberatung in Erftstadt-Gymnich und der VHS in Erftstadt her. Wir haben das Ziel, im Herbst 2011 in Kooperation mit beiden Einrichtungen Kurse für potenzielle Wikipedia-Autoren im Seniorenalter anzubieten.

    Hinsichtlich des Projekts TAO (Third Age Online) stand die telefonische Abstimmung mit unserem Partner in Deutschland an, dem ZAWIW Ulm, bei der Berichterstattung und Planung der nächsten Arbeitsschritte geklärt wurden.

    Fundraising

    Der Monat Dezember stand ganz im Zeichen des Fundraisers. Wir haben verschiedene Aufrufe vorbereitet und eingesetzt, u.a. von mir. Die Durchführung der Kampagne beinhaltete zudem die schnelle Beantwortung eingehender Emails und die zeitnahe Verarbeitung der Spenden. Angesichts des großartigen Erfolgs der Kampagne war das Fundraising mit diesen Aufgaben im Monat Dezember vollends ausgelastet. Einen ausführlichen Bericht zur Spendenkampagne kann man im Blogbeitrag von Till nachlesen.

    Weihnachtskarten

    Um unseren Unterstützern und Kooperationspartnern einen kleinen Dankesgruß zum Jahresausklang zu übermitteln, gestalteten wir eine Weihnachtskarte, die an 3.600 Empfänger verschickt wurde.

    Mitglieder

    Im Dezember 2010 haben wir 3 Mitglieder mit aktiver und 3 Mitglieder mit  Fördermitgliedschaft aufgenommen. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 2 Kündigungen. Der Verein zählt damit am 01.01.2011 482 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 170 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), also insgesamt 652 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

    Im Dezember haben wir eine Mitgliederumfrage unter 658 Mitgliedern gestartet, davon haben knapp 200 die Umfrage bis Mitte Januar ausgefüllt. Vielen Dank für eure Beteiligung und den interessanten Input! Die Auswertung werden wir in Kürze veröffentlichen.

    Am 13. und 14. Dezember 2010 hatte das Wikimedia-Forum, ein zwangloses Treffen zu dem alle Mitglieder aus Berlin bzw. Nordrhein-Westfalen eingeladen waren, Premiere. Eingeladen hatten die Vorstandsmitglieder des jeweiligen Bundeslandes: Jürgen Lüdeke für Berlin, Alice Wiegand für NRW. Die Treffen kamen bei allen Beteiligten sehr gut an und wir werden diese Veranstaltungsreihe auf jeden Fall im Jahr 2011 fortsetzen – dann natürlich auch in anderen Bundesländern! Die Berichte aus Berlin und NRW findet ihr in unserem Blog:

    Der nächste Bericht erscheint voraussichtlich am 4. Februar 2011.

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    Erfolgreichste Spendenkampagne in der Geschichte von Wikipedia

    Liebe Freunde des Freien Wissens,

    bevor wir zu den Zahlen kommen, möchte ich das Spendenergebnis mit nur einem Wort kommentieren: WOW!

    In weniger als zwei Monaten hat Wikimedia Deutschland mehr als 2 Millionen Euro für Wikipedia und die Förderung Freien Wissens eingenommen. Der am 12. November 2010 gestartete Spendenaufruf erinnerte daran, dass die unabhängige und werbefreie Wikipedia und deren Schwesterprojekte nur durch ehrenamtliches Engagement und durch Spenden möglich sind. Innerhalb von 55 Tagen gaben knapp 68.700 Einzelspender insgesamt über 2 Millionen Euro. Die Durchschnittsspende liegt bei rund 30 Euro. Der höchste Spendenbeitrag war 3.000 Euro und rund 20 Spender gaben 1.000 Euro oder mehr zur Förderung Freien Wissens. Gegenüber dem Vorjahr verdreifachte sich nicht nur die Zahl der Spender (knapp 20.000 in 2009) auch das Spendenergebnis mit mehr als 2 Millionen Euro stieg um das Dreifache. Dies sind die vorläufigen Ergebnisse. Morgen, Donnerstag, den 6. Januar 2011, endet der Online-Spendenaufruf mit einem Dankesschreiben von Jimmy Wales. Und in den kommenden Wochen werden wir an dieser Stelle weitere Statistiken und Auswertungen über den Verlauf der Kampagne veröffentlichen.

    Rund 50 Prozent der Einnahmen aus der diesjährigen Spendenkampagne gehen an die Wikimedia Foundation, als Betreiberin von Wikipedia. Damit unterstützen die deutschen Spender mit rund 1 Million Euro die amerikanische Stiftung und leisten so einen wichtigen Beitrag für den Betrieb der Server und der technischen Infrastruktur. Die Wikimedia Foundation hat in der Zeit des Spendenaufrufs über 500.000 Spender aus 140 Ländern gezählt und das gesteckte Ziel von 16 Millionen Dollar (etwa 12 Millionen Euro) erreicht.

    Die Verwendung der Spendengelder durch Wikimedia Deutschland ist im einzelnen im Haushaltsplan 2011 zu finden. Im Zentrum der Vereinsarbeit steht die Förderung Freien Wissens. Betrieb und Ausbau der technischen Infrastruktur in Amsterdam und die direkte Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit der Autoren von Wikipedia bilden auch in 2011 einen wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit. Dazu zählen Maßnahmen wie Digitalisierungen von Bibliotheksbeständen und die Realisierung von Kooperationen mit Museen oder Galerien, aber auch die Durchführung internationaler Veranstaltungen und Workshops. Informations- und Aufklärungsarbeit ist nach wie vor eine wichtige Aufgabe; hier steht beispielsweise das Schulprojekt zur Vermittlung eines richtigen und kritischen Umgangs mit Wikipedia auch 2011 wieder auf unserem Plan. Darüber hinaus werden wir unsere Aktivitäten zur Förderung der Freiwilligenarbeit weiter ausbauen und Maßnahmen zur Gewinnung neuer Autoren verstärken.

    Im Namen von Wikimedia Deutschland, dem Vorstand, den Mitarbeitern, den ehrenamtlichen Autoren und Fotografen, den Zeit- und den Wissensspendern sage ich:

    Danke

    Pavel Richter
    Geschäftsführer
    Wikimedia Deutschland e.V.

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    Bericht aus der Geschäftsstelle November 2010

    Liebe Freunde des Freien Wissens,
    hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für November 2010.

    Haushaltsplan

    Die Erstellung des WIrtschaftsplans für das Jahr 2011 spielte für alle Mitarbeiter des Vereins im November eine zentrale Rolle. Wir erarbeiteten in kleinen Gruppen und in einem eintägigen Workshop unsere Vorschläge und Projektideen für das kommende Jahr, stimmten die Schwerpunkte zwischen den einzelnen Bereichen ab, machten uns Gedanken zu Budgets und Zeitplänen. Auf der Vorstandsklausur Ende November wurde der Entwurf dem Vorstand vorgestellt, diskutiert und angepasst. Neu ist in diesem Jahr, dass der Haushaltplan auch noch durch eine Phase der öffentlichen Diskussion geht – hiermit wollen wir die Einbindung der Mitglieder und der Community in diesen wichtigen Prozess verbessern. Alle Informationen zum Plan sowie die Möglichkeit zur Diskussion finden sich im Wikimedia Forum.

    Gesellschaft für technische Zusammenarbeit – gtz

    Am 11. November war ich in Frankfurt bei der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, die mich zu einem “WikiDay” eingeladen hatte. Die gtz verwendet eine Reihe von eigenen Wikis zur besseren internen Kommunikation und zur Projektarbeit – für die rund 80 Teilnehmer war besonders die internationale Dimension der Wikimedia-Projekte von Interesse. So stellte ich die Strategie der Wikimedia Foundation für die Förderung Freien Wissens in Entwicklungs- und Schwellenländern vor und warb um die Zusammenarbeit zwischen Entwicklungshilfeorganisationen und Wikimedia Deutschland. Ich hoffe, das sich in Zukunft interessante Projekte ergeben, um Freie Inhalte auch ausserhalb der Industrieländern zugänglich zu machen.

    Dialog Internet

    Am 4. November gab die Familienministerin Schröder den Startschuss für die “Dialog Internet”-Webseite, in der es primär um Kinder- und Jugendschutz im Internet gehen soll. Mathias hat an der Auftaktveranstaltung teilgenommen. In künftigen Treffen soll es um Fragestellungen aus den beiden Bereichen “Chancen” und “Risiken” gehen, wobei “Risiken” nur zu einem kleineren Teil das Risiko meint, durch handwerklich schlechte Jugendschutzregeln den Betrieb von guten Webseiten in Deutschland zu verunmöglichen.

    Konferenz Digital Heritage

    vom 8. bis 13 November fand in Lemesos die Konferenz über das Digitale Kulturerbe statt, mit starker Präsenz der Forschungsprojekte unter dem Dach von Europeana und den Europeana-Schwestern. Mathias hielt dort die Keynote zum Thema “Der Datengarten” mit einem Plädoyer für die Verwendung Freier Lizenzen und CC0 bei Datenbanken.

    Netzpolitischer Kongress

    Die Bundestagsfraktion der Grünen im Bundestag organisierte am 12. und 13. November den netzpolitischen Kongress im Paul-Löbe-Haus, mit einem Schwerpunkt im Urheberrecht. Besonders erfrischend war die Rede der designierten BVerfG-Richterin Baer, deren Nominierung einige Tage vorher bekanntgegeben wurde und deren Inhalt und Vortragsstil sich wohltuend von dem der Grünen-Spitzenkandidatin Künast und dem Bundesdatenschutzbeauftragten abhob.

    GLAM-Wiki UK

    Unsere Schwesterorganisation Wikimedia UK veranstaltete am 26. und 27. November die GLAM-WIKI-Konferenz, um Vertreter kultureller Einrichtungen und Wikimedia an einen Tisch (bzw. in einen Saal) zu bekommen, in diesem Fall das British Museum in London. Die Teilnehmerschaft war ungefähr hälftig und mit Sue Gardner, Jimmy Wales, Cory Doctorow und Jill Cousins hochkarätig besucht. Besonders erwähnenswert war die Teilnahme von Tom Morgan von der National Portrait Gallery, die ja noch vor einem Jahr durch die Androhung juristischer Schritte gegen einen Wikipedianer ihre unterschiedliche Auffassung zur Gemeinfreiheit alter Werke bekräftigt hatte. Tom sprach in seinem Vortrag “Wikipedia and the National Portrait Gallery – a bad first date?” von Gemeinsamkeiten und möglichen künftigen Wegen und Voraussetzungen der Zusammenarbeit. Mathias hielt dort einen Vortrag über die Zusammenarbeit zwischen GLAMs und Wikipedia, insbesondere über technische Methoden der Verknüpfung von Inhalten.

    Aus dem Maschinenraum

    Im Bereich Technik ging es im November fast ausschließlich um die Spendenkampagne. Die dafür angemieteten Server funktionieren gut und haben auch dem ersten Ansturm problemlos Stand gehalten. Nachdem die Kampagne schon in vollem gange war, war aber noch einiges nachzubessern – unter anderem ist es nun möglich, per Kreditkarte zu spenden, und wir haben jetzt einen besseren Mechanismus zur Bekämpfung von Spam- und Quatsch-Spenden.

    Wikimedium

    Die vierte und für dieses Jahr letzte Ausgabe der Vereinszeitung ‚Wikimedium‘ ist rechtzeitig zur Wikipedia Academy/Zedler Preisverleihung fertig geworden und kann hier als pdf runtergeladen oder kostenlos bei Wikimedia Deutschland abonniert werden.
    Neben den Inhalten sind die Bewerbung (z.B. in der Featurebox auf wikipedia.de) und die Distribution weiterhin entscheidend. Knapp 300 neue Abonnenten kamen seit der vorherigen Ausgabe hinzu. Aber WMDE braucht auch weiterhin die Unterstützung von allen, um die Zeitung weiter zu verbreiten. Ideen und Unterstützung sind jederzeit herzlich willkommen! Bitte wendet euch an catrin.schoneville@wikimedia.de.

    Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

    Die ersten neuen Informationsbroschüren sind im November fertiggestellt. Das 1×1 wie auch die Broschüre zu Wikiversity wurden bereits bei der Wikipedia Academy verteilt und bekamen sehr positive Reaktionen. Die Informationsmaterialien für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikibooks sind (weiterhin) in Bearbeitung. Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.

    Buchprojekte

    Die inhaltliche Konzeption des Wikipedia-Buchs ist so weit fortgeschritten, dass ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis vorliegt. Zugleich ist ein Aufruf an die Community gegangen, dessen Ziel es ist, Geschichten und Anekdoten mit Bezug zu Wikipedia zusammenzutragen. Für diesen Teil des Projekts wurde Marcus Cyron hinzugezogen, der die Zusammenarbeit mit der Community betreut. Im Dezember soll eine Projektseite eingerichtet werden, so dass alle Interessenten Ideen, Anregungen oder Kritik einbringen können.

    Themen in den Medien

    Im November haben wir zwei Pressemitteilungen herausgegeben. Neben der Erstellung und Versand der Pressemitteilungen begleitend zum Fundraiser 2010 und der Verleihung der Zedler-Medaille, sind derzeit in Vorbereitung eine Pressemitteilung zum Ideenwettbewerb WissensWert (Versand Anfang Dezember) und zur kommenden Bildspende der Lindauer Nobelpreisträger-Treffen. Aktuell laufen noch die Abstimmung mit dortiger Kommunikation und Achim Raschka (Vorstandsreferent Qualität).
    Beispiele dazu aus der Berichterstattung zur Zedler-Preisverleihung:

    Darüber hinaus gab es Presseanfragen, die wir unterstützt haben:

    Gesprochene Wikipedia

    Die Auswertung der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) steht zwar noch aus, aber Catrin hat im November einige Telefonate mit Direktion und Pressestelle der DZB geführt u.a. auch um dieses Thema für die Jahresplanung 2011 mit aufzunehmen. Laut DZB war das Einsprechen der Artikel des Tages mit einem enormen Zeit- und Personalaufwand verbunden, den die DZB so nicht kalkuliert hatte. Dennoch zeigten sich der Erfolg des Pilotprojektes nicht nur in der großen Anzahl von Presseberichten (ca. 30-40 Medien berichteten über die Kooperation) sondern auch in der signifikanten Steigerung der Seitenaufrufe der DZB Webseite. Durch die Bewerbung in der Infobox auf wikipedia.de konnten diese Zugriffe direkt auf Wikipedia zurückgeführt werden.
    Generell war der Aufwand für die DZB sehr hoch und nicht alle Artikel eigneten sich für die Vertonung. Hier wurden angemerkt: Länge, Thema und auch Verlinkungen und Tabellen, die nicht mit gesprochen wurden. Ein Kriterienkatalog zur Auswahl der Artikel könnte hier hilfreich sein. Anfang des nächsten Jahres werden wir uns mit Vertretern der DZB treffen und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit weiter erörtern. Weiteres Feedback wird es zusammengefasst nach einem Termin mit der DZB geben.

    Social Camp Berlin

    Das dritte Social Camp Berlin lud NGOs zum Erfahrungsaustausch über Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Netzwerke ein. Wie wird eine Online-Kampagne erfolgreich geführt? Welche Kommunikationskanäle funktionieren für wen und unter welchen Bedingungen? Um diese Kernfragen kreisten die Diskussionen über Facebook, Twitter, Youtube und Co. Es gab reichlich Gelegenheit, die Herangehensweise von Wikimedia Deutschland an diese Themen mit anderen gemeinnützigen Institutionen abzugleichen und über Entwicklungstrends zu sprechen.

    Literaturstipendium

    Im Literaturstipendium war der Monat mit 2 weiteren Vergaben ruhig, ein Titel zur Geschichte der Eisenbahn in den USA war allerdings „LitStip-Premiere“ für das Portal Bahn. Bemerkenswert jedoch die Entwicklung der Artikelzahlen: Dauerte es für die ersten 1000 Artikel des Programms von 2007 bis zum Mai 2010, ist die 1500-Artikel-Marke bereits im November 2010 gefallen.

    Drumbeat

    Unter dem Motto „Learning, Freedom And The Web“ fand vom 3. bis 5. November in Barcelona das Mozilla-Drumbeat-Festival statt. Gemeinsam mit der Wikimedia Foundation und spanischen und katalanischen Wikipedianern war auch Wikimedia Deutschland als Co-Gastgeber der „Wikimedia Lounge“ vor Ort. Es wurden Projekte und Konzepte sowohl aus den Communities wie auch von seiten der Wikimedianer vorgestellt, die um das Themenfeld Bildung und Lernen in und mit Wikipedia (aber auch anderen Wikimedia-Projekten) kreisten.

    Der Austausch untereinander war ebenso anregend wie die Veranstaltung selbst, die Gespräche und Diskussionen brachten nützliche Hinweise für das weitere Arbeiten von Wikimedia Deutschland im Bildungsbereich. Die wichtigste Erkenntnis ist: es gilt, deutlich weitere Zielgruppen als bisher mit einem Konzept anzusprechen, das zugleich die vorhandenen Bemühungen stärker miteinander integriert. Eine entsprechende Neuausrichtung ist hier sicher anzudenken.

    Autorenumfrage 2011

    Auf der Academy stellte Manuel Merz (TU Ilmenau) im Rahmen seines Vortrages „Wer editiert warum in Wikipedia?“ die teils durchaus überraschenden Ergebnisse seiner Umfrage aus dem Jahre 2009 vor. Zugleich gab er einen Ausblick auf die gemeinsam mit Wikimedia Deutschland und der Wikimedia Foundation geplante Autorenumfrage 2011 – hier sollen u.a. die einzelnen Rollen, Professionen und Altersgruppen genauer untersucht werden. Anders als bei vielen Umfragen ist hier auch ein klares Ziel, am Ende aus den Resultaten Vorschläge und Empfehlungen zu formulieren – Diskussionsstoff für Community und Verein gleichermassen.

    Seit einigen Wochen laufen erste Vorbereitungen dazu, aktuell beginnt die Pretest-Phase. Ende Januar dann soll es soweit sein, dass die Umfrage live geht – wir bitten euch jetzt schon um eure rege Beteiligung. Erste Informationen dazu findet ihr unter wikipediaforschung.de.

    Schulprojekt

    Das Schulprojekt gewann nach dem zweiten Treffen der Referenten im Essener Unperfekthaus an Fahrt. Das gemeinschaftlich fertiggestellte Unterrichts- und Informationsmaterial wurde in ersten Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet eingesetzt – das Feedback ist gut, Lehrer und Schüler äußern sich positiv über die Erfahrungen. Nach einer letzten grafischen Aufarbeitung werden Curriculum und Präsentationen unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0) freigegeben und stehen so allen Interessierten zur Verfügung.

    Auch die Öffentlichkeit nimmt Kenntnis von dem Projekt: Presseberichte über das Programm in Fachzeitschriften wie b:sl und Log-In tragen ebenso zur Kenntnis bei wie Berichte in regionalen Tageszeitungen nach Veranstaltungen. Persönliche Begegnungen wie bei Schulleiter-Tagungen und GMK-Tagung ermöglichen direkte Kontakte, aber auch über persönliche Anschreiben und Mailings erfahren Schulen von uns. Interessierte Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, unsere Referenten einzuladen, Anfragen nehmen wir unter schule@wikimedia.de laufend entgegen.

    Wenn neue Referenten zu uns stoßen, freut uns das natürlich besonders – so haben wir diesen Monat Verstärkung bekommen, hoffen aber, dass die nächsten bald folgen. Was ist mit dir? Schon mal über eine Mitarbeit im Projekt nachgedacht?

    Mitglieder

    Im November 2010 erhielten wir 16 Mitgliedsanträge; davon haben 7 die aktive und 9 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 6 Kündigungen. Der Verein zählt damit Ende November 488 aktive (=Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 167 Fördermitglieder (=finanzielle Unterstützung des Vereins); mithin insgesamt 655 Mitglieder zuzgl. eines Ehrenmitglieds.

    Alle Mitglieder, die in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wohnen, haben in der letzten November-Woche eine Einladung zum Wikimedia-Forum – einer neuen Veranstaltungsreihe für Wikimedia e. V.-Mitglieder – erhalten. In Köln und Berlin laden wir ins Museum Ludwig bzw. die Saarländische Galerie ein.

    Das Wikimedia-Forum ist als zwanglose Veranstaltung für alle Mitglieder, ihre Freunde und/oder ihre Familie geplant und wird nach und nach in allen größeren Bundesländern angeboten bzw. durchgeführt. Wir möchten euch dort die Gelegenheit zum Austausch zwischen Mitgliedern und dem Vorstand geben und freuen uns darauf euch persönlich kennenzulernen! Im Mitgliederforum gibt es schon eine angeregte Diskussion zu diesen Veranstaltungen.

    Fundraising

    Das Fundraising drehte sich verständlicherweise den gesamten November alleine um den Fundraiser. Bis zum Start des Fundraisers am 12. November wurden die Spendenseiten grundsätzlich überarbeitet. Es wurde eine Kampagnenseite erstellt, die den Ansprüchen einer modernen Fundraising-Spendenseite entspricht. Neben den Spendenseiten wurde auch unsere Spenderdatenbank erweitert, was die Bearbeitung der Spenden sehr stark vereinfacht hat. Ganz besonders gefreut hat uns, dass sehr viel mehr Menschen „ihre Geschichte“ erzählen, was wir durch ein paar gezielte Fragen angeregt haben.

    Trotz der oder vielleicht auch wegen der Überarbeitungen waren wir überwältigt von der großen Spendenbereitschaft. Ein Grund war sicherlich Einblenden des Jimmy-Wales-Anschreiben schon zu Beginn der Kampagne. Doch auch die Überarbeitung der Spendenseiten führte zu einem verstärkten Spendenaufkommen. Innerhalb weniger Tagen erhielt unser Fundraiser Till mehrere Hundert Emails. Und ebenso das Spendenaufkommen war überwältigend. Innerhalb weniger Tage kamen mehrere hundert Tausend Euro zusammen. Genauere Zahlen werden Mitte Dezember im Blog veröffentlicht. Wir hoffen, bis dahin noch ein paar weitere spannende Neuigkeiten präsentieren zu können. Ihr könnt gespannt sein. Eins können wir jedoch jetzt schon verraten: dies ist mit Abstand der für Wikimedia Deutschland bisher erfolgreichste Fundraiser überhaupt.

    Wikipedia Academy 2010

    Am 19.und 20. November fand die Wikipedia Academy in der Frankfurter Goethe-Universität statt. Wikimedia Deutschland hatte Wikipedianer, Wissenschaftler und interessierte Praktiker eingeladen, zum Thema „Energie des Wissens – was Wissen schafft, bewegt“ miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich im Wikimedia-Blog.

    Das vielfältige Programm stieß bei den Teilnehmern auf reges Interesse, die von Wikipedianern und Wissenschaftler vorgetragenen Thesen und Ergebnisse lösten spannende Diskussionen aus, die sicherlich nach Abschluss der Veranstaltung weiter geführt werden.

    Leider ist nur etwa die Hälfte der zur Veranstaltung angemeldeten Personen erschienen und die Quote der externen Wissenschaftler, die zum ersten Mal in Berührung mit der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten kamen, war recht niedrig. Das mag zum einen daran liegen, dass das Programm erst kurz vor der Veranstaltung in finaler Version veröffentlicht wurde und zuvor „nur“ die Workshop- und Vortragsthemen in einem offenen Rahmen zusammengetragen wurden. Zum anderen zeigt uns die Resonanz erneut, dass noch viel Aufklärungs- und Informationsarbeit zu leisten ist. Wichtig ist dabei vor allem, dass wir weitere Multiplikatoren mit Kontakten in die Wissenschaftsszene identifizieren und Netzwerkaufbau und -pflege verstärken müssen.

    Verleihung der Zedler-Medaille 2010

    Am 19. November haben wir zum vierten Mal die Zedler-Medaille verliehen. Gemeinsam mit der Mainzer Akademie der Wissenschaft und der Literatur sowie dem Heidelberger Verlag Spektrum der Wissenschaft luden wir zur Preisverleihung in die historische Aula der Goethe Universität in Frankfurt am Main ein.

    Eine Jury aus Wissenschaftlern und Wikipedia-Autoren hat in diesem Jahr zwei Preisträger im Artikelwettbewerb gekürt. Im Bereich Naturwissenschaften wurde der Artikel „Besselsche Elemente“ von Jürgen Erbs ausgezeichnet. Im Bereich Geisteswissenschaften ging die Zedler-Medaille an Tobias Lutzi für den Artikel „Dagobert Duck“. Erstmals wurde die Auszeichnung auch für herausragende Bebilderung von Wikipedia-Artikeln vergeben. Die Jury prämierte das Bild einer Raupenfliege zum Thema „Focus stacking“ von Muhammad Mahdi Karim. Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich im Wikimedia-Blog.

    WissensWert

    Am 31.11. um Mitternacht endete die Bewertungsphase für unseren Ideenwettbewerb WissensWert. Die Jury hat ihre Bewertung abgegeben und die Öffentlichkeit hat uns mit 1340 Stimmen wirklich gezeigt, wie sehr ihr freies Wissens am Herzen liegt und wie viel Aufmerksamkeit dieses Projekt erzeugt hat. Wir zählen gerade die Stimmen aus und werden die „Gewinner“, also diejenigen, die bis zu 5.000 Euro für die Umsetzung ihrer Projektidee erhalten, am 6. Dezember bekannt geben.

    Wikimedia Conference

    Die Vorbereitungen für die Wikimedia Conference 2011 laufen langsam an, zurzeit suchen wir nach einem geeigneten Veranstaltungsort für die Veranstaltung im März nächsten Jahres in Berlin. Anregungen nehmen wir gerne unter conference@wikimedia.de entgegen.

    Wegen der Feiertage erscheint der nächste Monatsbericht erst am 7. Januar 2011.

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    Bericht aus der Geschäftsstelle Oktober 2010

    Kleine Vorbemerkung: Entschuldigt bitte die verzögerte Veröffentlichung dieses Berichts. Er ist eigentlich schon lange fertig gewesen, aber wegen des Beginns des Fundraisers und einiger weiterer anstehender Termine schlicht nicht rechtzeitig publiziert worden.

    Liebe Freunde des Freien Wissens,
    hier unser Bericht aus der Geschäftsstelle für Oktober 2010.

    Zedler-Medaille

    Alle Beiträge und Bilder aus dem Zedler-Wettbewerb liegen nun der fleißigen Jury zur Bewertung vor. Die glücklichen Gewinner werden am Freitag, den 19. November ab 18 Uhr in der Frankfurter Goethe-Universität ausgezeichnet. Catrin und Nicole haben hübsche Einladungskarten entworfen, die in den nächsten Tagen an Mitglieder, Spender, Gäste der Partner, Presse und weitere Kontakte verschickt werden. Auch das Programm, das die Verleihung begleiten wird, steht nun fest: Wissenschaftler der Mainzer Akademie Prof. Dr. Johannes Fried, Prof. Dr. Renate Wittern-Sterzel und Prof. Dr.-Ing. Johannes diskutieren gemeinsam mit dem Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft, Dr. Carsten Könneker, über das Thema „Die Energien des Wissens – wohin führen Sie uns“. Durch das Programm führt Volker Panzer vom ZDF-nachtstudio.

    Das Grußwort zur Verleihung spricht der Vizepräsident der Mainzer Akademie, Prof. Dr. Gernot Wilhelm; Dr. Philipp Birken wird den Gästen eine kurze Einführung ins Thema Wikipedia geben. Im Anschluss präsentieren wir gemeinsam mit den Partnern und Unterstützern die Preisträger des Artikel- und Bilderwettbewerbs. Bei einem kleinen Imbiss und Erfrischungen gibt es außerdem Gelegenheit zum Kennenlernen und Gedankenaustausch.

    Wikipedia Academy

    Auch das Programm für die Wikipedia Academy, die am 19. und 20. November in Frankfurt stattfindet, nimmt Form an: Es wird unter anderem Vorträge und Diskussionsrunden geben zu Themen wie Wikipedia als Wissenschaftskommunikation, Qualitätssicherung in der Wikipedia am Beispiel des Themas Energie, Wikipedia und Schwesterprojekte, die korrekte Verwendung von Wikipedia-Artikeln bei der Recherche, Open Access, Freie Lizenzen, Wissenschaft als Wiki sowie Wikipediaforschung. Einen Teil der Veranstaltungszeit halten wir darüber hinaus offen für Themenangebote von interessierten Teilnehmern und nehmen gerne weitere Vorschläge entgegen.

    In Anlehnung an das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufene „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“ befasst sich die Academy darüber hinaus mit dem Thema Energie und Energieforschung und geht Fragen nach wie „Welche Debatten beherrschen Wissenschaftsszene und Öffentlichkeit?“ oder „Warum ist die öffentliche Verfügbarkeit neutraler Information zu Energie und Energieforschung für unsere Zukunft so wichtig?“

    Gespräche mit Technikerausstattern und Caterern konnten erfolgreich abgeschlossen werden, eine letzte Begehung der Räume in der Universität fand am Mittwoch statt.

    Als Gäste erwarten wir in Frankfurt Wikipedianer mit wissenschaftlichem Hintergrund oder Interesse an wissenschaftlichen Themen, Mitarbeiter aus den Wikipedia-Redaktionen und Wikimedia-Projekten, externe Wissenschaftler, Vertrauensdozenten, Zedler-Juroren und -Partner, die Akteure des „Wissenschaftsjahres 2010“ sowie Medienvertreter und andere Internetversteher. Explizit sprechen wir mit dieser Veranstaltung auch Wissenschaftler an, die sich bisher nicht intensiv mit der Wikipedia auseinander gesetzt haben. Der Eintritt zur Academy ist frei, um Anmeldung wird gebeten.

    Schulprojekt

    Am letzten Oktoberwochenende haben wir nach Essen zu einem zweiten Schulprojekt-Treffen geladen. Zehn Referenten haben dort gemeinsam mit Denis und Nicole die Arbeit an Ablaufplänen, Präsentationen und Informationsmaterialien für die Lehrerschulungen und Schüler-Aktionstage erfolgreich abgeschlossen. Die Inhalte und Dokumente bekommen noch einen letzten Schliff und werden dann zur weiteren, freien Bearbeitung und Verwendung unter der CC-BY-SA veröffentlicht. Ein ausführlicher Bericht dazu vom Referenten Kilian Kluge: Wikipedia-Schulprojekt: Ein (un)perfektes Arbeitstreffen.

    Damit steht dem Einsatz der Referenten an Schulen im gesamten Bundesgebiet nichts mehr im Wege. Wir haben bereits begonnen, die Werbetrommel zur rühren und unser Projekt bekannt zu machen. So ist im Oktober ein Artikel im Fachmagazin b:sl erschienen, wir waren mit Ständen auf Schulleitertagen anwesend und stehen in Kontakt mit Schulen, Medienzentren und Lehrern. Erste Termine für Aktionstage und Lehrerschulungen sind bereits vereinbart. Trotzdem suchen wir weiterhin nach Partnern, die uns bei der Vermittlung von Referenten unterstützen. Schulen, Lehrer, Schulleiter, Medienpädagogen und interessierte Eltern sind aufgerufen, uns an ihre Schulen und Einrichtungen einzuladen!

    WissensWert

    Am 15. Oktober endete die Ausschreibung für unseren Ideenwettbewerb WissensWert. 93 Ideen und Projektvorschläge wurden innerhalb eines Monats bei uns eingereicht, ein tolles Ergebnis für diese erste Runde! Auch wenn nicht allen Einreichern klar war, worauf es uns bei den Ideen ankommt (Freies Wissen ist eben nicht einfach nur mit „kostenlos“ zu übersetzen; Einreichungen müssen mit den Zielen von Wikimedia Deutschland vereinbar sein), sind doch viele aufregende, schöne und ausbaufähige Projekte dabei.

    Aus dieser Vielfalt die besten Ideen auszuwählen, ist nun Aufgabe der Jury: Leonhard Dobusch von der FU-Berlin, der Wikipedia-Benutzer Eschenmoser, unser Vorstandsmitglied Jürgen Lüdeke, Philipp Otto von irights und aus der Wikipedia-Community das langjährige Vereinsmitglied Elke Wetzig. Die Ideen stehen nun außerdem zur öffentlichen Bewertung bereit. Auch die Ideen, die von uns nicht gefördert werden können, stehen damit zu Diskussion, Verbesserung und Anregung zu Austausch und eigener Kreativität öffentlich zur Verfügung.

    Themen in den Medien

    Der Oktober war abwechslungsreich – nicht nur was die Themen in den Medien betraf:

    Es gab ein ausführliches Interview mit Wikimedia Vorstand Sebastian Moleski in der Oktoberausgabe der Zeitschrift ‚Das Magazin‘ mit dem Titel: Das Problem mit der Himbeere von Astrid Herbold. Die freie Journalistin war im Vorfeld im Wikimedia-Büro, auf Wikipedia-Stammtischen und Veranstaltungen bevor sie ihre Beiträge schrieb. Unter anderem auch im Tagesspiegel.

    Die Medien berichteten über inhaltliche Themen wie OpenStreetMap und dem Übersetzungstool WikiBhasha wie zum Beispiel bei Heise.de:

    Einige Anfragen kamen auch zu dem Projekt Wiki-Watch und entsprechende Statements des Vereins finden sich zum Beispiel im Interview mit Pavel Richter im Deutschlandfunk vom 23.10.2010.

    Der Tagesspiegel sprach mit WMDE und veröffentlichte am 31.10.10 folgenden Artikel.

    Berichterstattungen gab es auch zum Thema Wikimedia Deutschland gründet gGmbH, darunter Spiegel online.

    Anfragen und Berichte über Preisverleihungen runden die bunte Berichterstattung im Monat Oktober ab:

    Wikimedium

    Die nächste Ausgabe der Vereinszeitung ‚Wikimedium‘ ist in Arbeit. Erfreulicherweise kommen mehr Anfragen aus der Community und es werden Themen angeboten oder Beiträge erstellt. Dies wollen wir konsequent ab Januar fortsetzen und ausbauen. Die Wikimedium soll in der Themenvielfalt wachsen und mehr Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven beinhalten. Dazu sind Wikipedia-Autoren, Leser und Spender gefragt. Wie können wir das Engagement und die Mitarbeit an der Zeitungen fördern,  fragt sich Catrin derzeit und freut sich über zahlreiche Anregungen, Ideen und Vorschläge unter redaktion@wikimedium.de .

    Neben den Inhalten ist die Distribution weiterhin entscheidend. Hunderte von Abonnenten, interessierte Wikipedia-Nutzer und Spender erhalten die Zeitung gratis. WMDE braucht auch weiterhin die Unterstützung von allen, um die Zeitung weiter zu verbreiten. Ideen und Unterstützung sind jederzeit herzlich willkommen! Die nächste Ausgabe erscheint im November.

    Buchprojekte

    Für das Wikipedia-Buchprojekt arbeitet zukünftig Boris Marinov als Projektleiter für WMDE. Boris unterstützt Catrin im Bereich PR-/ Öffentlichkeitsarbeit ab sofort als Teilzeit-Mitarbeiter und wird in den nächsten 2 Wochen die weitere Vorgehensweise und Einbindung von Wikipedia-Autoren ausarbeiten und kommunizieren.

    Informationsbroschüren für Wikimedia-Projekte

    Aufgrund von Catrins Urlaub sind die Broschüren erst jetzt in der Schlussphase: Wegen der Dringlichkeit hat Catrin die Wikipedia 1×1 Broschüre vorgezogen (heißt alle anderen Broschüren zu den Wikimedia-Projekten sind weiterhin in der Korrekturphase). Das 1×1 wurde aktualisiert und ergänzt und ab Mitte November wieder als gedruckte Broschüre zur Verfügung stehen. Die Informationsmaterialien für Wikimedia Commons, Wikisource und Wikiversity werden im November weiter bearbeitet  – heißt, es gibt noch weitere Textkorrekturen und Layout-Verbesserungen.

    Benötigtes Informationsmaterial kann in der Geschäftstelle angefordert werden.

    10 Jahre Wikipedia

    Ideen, Konzepte und Kooperationen zum Wikipedia-Jubiläum im nächsten Jahr werden derzeit von Catrin erarbeitet. Dazu zählen auch Angebote für einen Wikipedia-Film (3 bis 5 min), eine Face-to-Face-Kampagne (Freier Zugang zu Freiem Wissen auf öffentlichen Plätzen etc.) und eine ‚Danke-schön‘  Kampagne an alle Autoren, Leser, Spender und Helfer.

    Erste Kontakte zu Medien, die das Thema aufgreifen, werden bereits in diesen Wochen zahlreich geführt und mögliche Beiträge im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums werden von Catrin ausgearbeitet und angeboten.

    Gesprochene Wikipedia

    Ein Hörgenuss und nicht nur die Presse war begeistert! Im Oktober wurden alle Wikipedia ‚Artikel des Tages‘ auch als ‚Hörversion‘ angeboten. Derzeit wird die Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) ausgewertet und weitere Maßnahmen erörtert. Die Ergebnisse dazu gibt es im nächsten Monatsbericht

    Aus dem Maschinenraum

    Diesen Monat ging es im Bereich Technik vor allem um die Vorbereitung der Spendenkampagne. Da wir dieses Jahr die Spenden komplett selbst abwickeln werden, mussten wir zusätzliche Server anmieten und einrichten. Erste Tests nach wird das gut funktionieren.
    Auch die Homepage von Wikimedia Deutschland auf wikimedia.de und das Suchportal unter wikipedia.de sind auf einen neuen Server umgezogen. Hier waren einige Kleinigkeiten auszubügeln, mittlerweile läuft alles besser als je zuvor.

    Literaturstipendium

    Eine schöne Zwischenbilanz zum Oktoberende: in mehr als 1400 Wikipedia-Artikeln fand das Literaturstipendium mittlerweile Niederschlag. Im November wird wohl die 1500-Artikel-Marke fallen – ein beträchtliches Wachstum, wenn man bedenkt, dass erst im Mai das 1000er Jubiläum gefeiert werden konnte. Zum weiteren Wachstum werden sicher auch neue Vergaben beitragen: so konnten neben Monographien im Rahmen des eLitstip-Programms auch einige Zugänge zu BioOne, einer elektronischen Literaturdatenbank aus dem Fachbereich Biologie vergeben werden. Hier sind mittlerweile über 30
    Benutzer mit Konten versorgt.

    Qualität

    Auf Einladung des Max-Planck-Institut für demographische Forschung fand in Rostock eine Veranstaltung statt, bei dem Wissenschaftler und Öffentlickeitsarbeiter des Institutes sich über die Möglichkeiten und Grenzen informierten, ihren Fachbereich und das Institut in der Wikipedia besser repräsentieren zu können.

    Content Liberation

    Am 4. und 5. Oktober 2010 fanden die Open Access-Tage in Göttingen statt. Mathias hielt dort den Vortrag “Closed is the new Open”, wo er über die Aspekte freier Lizenzen im Zusammenhang mit den Prinzipien von Open Access sprach. Auf dem Panel waren unter anderem auch Kurt Jansson als Vertreter von Spiegel Wissen und ein Vertreter von Open Streetmap. In einer anderen Session sprach Vorstandsmitglied Michail Jungierek über Wikisource.

    7. Oktober: Im Vorfeld der Free Culture Research Conference fand in Berlin der Open Bibliographic Data Workshop statt, an dem Mathias und Daniel teilnahmen.

    8 und 9 Oktober: Free Culture Research Conference. Panel von Wikimedia Deutschland zu Gemeinfreiheit von Regierungsdokumenten, unter anderem mit Tomer Ashur von Wikimedia Israel, Moderation durch Mathias.

    9. Oktober: netz.regeln-Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung und BITKOM zu netzpolitischen Themen, darunter ein Panel mit Mathias und dem MdB Konstantin von Notz zu den Risiken und Nebenwirkungen des Presseverlegerleistungsschutzrechts.

    11. und 12. Oktober: Workshop des Deutschen Textarchivs (DTA) in Berlin. Mathias hielt dort einen Vortrag zu PND-BEACON.

    13. Oktober: Vierte und letzte Anhörung des BMJ zum Dritten Korb im Urheberrecht. Thema waren Verwaiste Werke.

    26. Oktober: Vortrag in Berlin von Mathias bei einer Tagung der Buchwissenschaftlichen Gesellschaft zur Digitalisierung.

    27. und 28. Oktober: Kick-Off-Meeting von RENDER.

    Mitglieder

    Im Oktober 2010 erhielten wir 7 Mitgliedsanträge; davon haben 3 die aktive und 4 die Fördermitgliedschaft beantragt. Bedauerlicherweise erhielten wir auch 4 Kündigungen.

    Der Verein zählt damit Ende Oktober 493 aktive und 158 Fördermitglieder, also insgesamt 651 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (das ist Jimmy Wales).

    Community

    Mitte Oktober fand ein Arbeitstreffen von 17 Mentoren in der Evangelischen Akademie Meißen statt: Der Veranstaltungsort erwies sich als hervorragend gewählt (Dank nochmal an Catfisheye für die Empfehlung!) und bot in allen Bereichen Räumlichkeiten, Unterkunft, Verpflegung und technischer Ausstattung) hervorragende Arbeitsbedingungen.
    Entsprechend produktiv und konstruktiv verlief der Workshop. Einen Überblick über die Arbeitsergebnisse und eine Auswertung des am Ende des Workshops verteilten Feedbackbogens findet ihr auf der Ergebnis-Seite des Treffens. Die Workshop-Teilnehmer wurde von Wikimedia Deutschland mit Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten unterstützt. Die inhaltliche Gestaltung des Treffens und die Orga vor Ort lag in den Händen von Bücherwürmlein und Leithian, denen auf diesem Wege nochmal herzlich für ihren Einsatz und ihre sehr gute Arbeit gedankt sei!; bedankt sei auch Don-kun, der sich um ein gemeinsames Treffen mit dem Dresdener Stammtisch gekümmert hatte.

    Im fernen Zürich trafen sich 6 Mitglieder der Schreibwettbewerbs-Jury, um den Sieger des 13. Schreibwettbewerbs zu küren. Die Sieger des Wettbewerbs findet ihr auf der Schreibwettbewerbsseite und einen schönen Bericht zur Jury-Sitzung von Mautpreller im Kurier. Wie auch in der Vergangenheit wurden alle Reise- und Unterkunftskosten der Jury-Mitglieder von Wikimedia Deutschland übernommen.

    Fundraising

    Der Oktober ist der letzte Monat vor der Herbstkampagne, die dieses Jahr Mitte November beginnen wird. Die Vorbereitungen für die diesjährige Kampagne, die erstmals durch ein aktives Fundraising von uns begleitet wird, nahmen deshalb die meiste Zeit des Monats in Anspruch: es wurde eine Geschichte konzeptionalisiert,  in der erzählt wird, warum gerade wir in Deutschland wichtig für die Wikipedia sind,  und die Spendenseiten erhielten eine neue Struktur und inhaltliche Neuausrichtung. Denn im Unterschied zu früher werden die potentiellen Spender direkt auf unsere Webseite geleitet, weshalb unsere Serverkapazitäten ebenfalls den neuen Gegebenheiten angepasst wurden. Die neuen Spendenseiten inkl. unserer Geschichte werden dann mit der neuen Vereinswebseite zum Beginn der Herbstkampagne frei geschaltet.

    Des weiteren hat es im Oktober zwei mehrstündige Bannertests auf der deutschen Wikipedia gegeben, die wieder mal verdeutlicht haben, dass ein Banner auch den kreativsten Spruch locker in den Schatten stellt: der Jimmy-Banner (siehe hier).

    Der nächste Bericht erscheint am 3. Dezember 2010.

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