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Geschrieben von Pavel Richter



Ausblick – Zielplanungsworkshop 2012

Am Wochenende des 28./29. Januar trafen sich die Mitarbeiter der Wikimedia-Geschäftsstelle zu einem gemeinsamen Workshop. Ort der Veranstaltung war das Berliner Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg. Auf dem Programm stand die Jahresplanung unserer Arbeit. Erstmals haben wir uns nicht direkt der Besprechung einzelner Maßnahmen und Programme gewidmet. Stattdessen befassten wir uns bewusst und intensiv mit den von der Mitgliederversammlung beschlossenen Zielen des Wirtschaftsplans 2012. Was müssen wir schaffen, um sie zu erfüllen? Welche An- und Herausforderungen beinhalten sie genau? Wie organisieren wir uns am effektivsten?
Demnächst veröffentlichen wir, was wir konkret zu jedem einzelnen Ziel vorbereitet haben und nun ausarbeiten. Damit beginnen wir gleichzeitig eine regelmäßige Berichterstattung, über die im Folgenden noch mehr zu lesen ist. Hier zunächst also ein allgemeiner Rückblick auf das Wochenende und unseren Arbeitsansatz für das Jahr 2012.

Grundlagen: Zieldenken

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte orientiert sich die Geschäftsstellenarbeit des ganzen Jahres an vorab gesteckten Einzelzielen. In den Jahren zuvor gab es das nicht. Zur Orientierung dienten stattdessen der Kompass 2020 sowie die Erfahrung mit erfolgreichen oder weniger erfolgreichen Maßnahmen des Vorjahres. Mit der Zielsetzung für 2012 gehen wir einen Schritt weiter, hin zu besserer Planbarkeit. Alles, was wir tun, muss für die Erfüllung mindestens eines der sieben Ziele relevant sein. Einzelne Aktivitäten wie der Zedler-Preis, die nächste WikiCon, das Projekt WikiData, Literaturstipendien, Pressemaßnahmen oder “Wikipedia macht Schule” sind wichtige Beiträge zur Förderung Freien Wissens. Sie stehen stellvertretend für alle Aktivitäten des Vereins. Wie aber lässt sich messen, wie beispielsweise der Zedler-Preis zum Ziel der verbesserten Weiternutzung oder zu verbesserter Freiwilligenförderung beiträgt? Und wie macht man das für die Vielzahl der anderen Projektideen? Der gedankliche Abstand zwischen Einzelmaßnahmen und den abstrakten Zielen ist zu groß. Besser lässt sich Zielführung überprüfen, wenn genau definiert ist, welche gemeinsamen Anforderungen alle einzelnen Aktivitäten erfüllen müssen. Um das zu klären, haben wir im Rahmen des Treffens Hauptaufgaben gebündelt und Meilensteine für 2012 bestimmt.

Hauptaufgaben und Meilensteine

Ein gutes Beispiel ist das Ziel, im Jahr 2012 doppelt so viele Freiwillige bedarfsgerecht zu unterstützen wie im letzten Jahr. Unter bestehende Maßnahme fallen hier unter anderem das Community-Projektbudget, das Literaturstipendium, Akkreditierungen, OTRS-Workshops und vieles mehr. In diesem Jahr können auch weitere, neue Maßnahmen gestartet werden. Alle diese Aktivitäten haben jedoch gemeinsam, dass sie Förderprogramme sind, für die bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden müssen, die Konzeption, Umsetzung und Auswertung verlangen. In unserem Workshop haben wir für jedes einzelne Vereinsziel Hauptaufgaben und Meilensteine entwickelt, mit denen genau das getan werden kann. Darin sind gebündelte Arbeitsaufträge enthalten, wichtige Termine und aufeinander aufbauende Planungsschritte. Damit diese Möglichkeiten der Zielüberprüfung auch angewendet werden, haben wir außerdem für jedes Ziel ein betreuendes Team aus zwei Mitarbeitern gebildet, das für die Jahresbegleitung verantwortlich ist.

Zielverantwortliche und Berichtverantwortliche

Nach wie vor ist uns sehr wichtig, dass unser Team in flachen Hierarchien gemeinsam an den Aufgaben des Vereins arbeitet. Damit das so bleibt, lassen wir die einzelnen Mitarbeiter weiter das tun, was sie am besten können: an einzelnen Maßnahmen arbeiten und sich kreativ austauschen. Es muss allerdings jemanden geben, der alle Maßnahmen eines Zieles koordiniert, den Überblick behält und sich beratend mit den einzelnen Beteiligten austauscht. Darum haben wir für die sieben Ziele sieben “Zielverantwortliche” unter den Mitarbeitern bestimmt. Sie sind diejenigen, die auf den roten Faden bei der Arbeit an den Zielen 2012 achten. Gleichzeitig haben sie wie alle anderen Projektmanager auch ihre eigene Jahresplanung. Die Aufgabe der Zielverantwortlichen soll sie nicht von ihren übrigen Aufgaben abhalten. Unterstützt wird deshalb jeder von ihnen durch einen “Berichtverantwortlichen”, der alle Berichte verfasst und sozusagen Protokoll über die Entwicklungen führt. Auch die Berichtenden werden sich weiter vor allem ihren eigentlichen Aufgaben widmen. Mit der Arbeitsteilung dieser “Doppelspitzen” stellen wir sicher, dass möglichst effizient darauf hingearbeitet wird, unsere Ziele zu erreichen. Welcher Mitarbeiter ziel- oder berichtsverantwortlich ist, erfahrt ihr in kommenden Berichten zu den einzelnen Zielen. Mindestens ein Mal pro Quartal werden diese Berichte veröffentlicht. Sie dienen damit gleichzeitig der Information über unsere Arbeit und der Selbstüberprüfung.

Und wie war’s nun?

Wenn die kurzen Ausführungen über unsere Planungen den Eindruck erwecken, dass viel über die Materie gesprochen, diskutiert und abgewogen wurde, …dann stimmt das! Neben vielen Vorschlägen, Kritik und Beobachtungen ist vor allem viel Leidenschaft für die Projekte des Vereins in das Wochenende eingebracht worden. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung!

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Neue Organisationsstruktur und Personalplanung 2012

Gerade habe ich unsere Planung zur neuen Organisationsstruktur und zur Personalplanung 2012 im Forum von Wikimedia veröffentlicht (einmalige kostenlose Anmeldung nötig). Das Thema werde ich auch im Rahmen der Vorstellung des Wirtschaftsplans bei der 9. Mitgliederversammlung am 19. November 2011 in Hannover vorstellen.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im September 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

Wahlen in Berlin

Der Rücklauf auf unsere Wahlprüfsteine zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin war sehr erfreulich: Alle bisher im Parlament vertretenen Parteien sowie Piratenpartei, Partei für Soziale Gleichheit (PSG) und Tierschutzpartei haben geantwortet und sich nicht von dem 30 Fragen starken Konvolut abschrecken lassen. Die Antworten der Parteien haben Jan und Mathias auf der WikiCon in Nürnberg vor einem diskussionsfreudigen Publikum vorgestellt. Einer Anregung von Seewolf folgen wir gerne: So wollen wir den redaktionellen Erstellungsprozess beim nächsten Mal (mutmaßlich anlässlich der Landtagswahlen in Schleswig-Holstein 2012) noch stärker öffnen und zeitlich nach vorne verlagern.

Bei der Wahl selbst legte die Piratenpartei einen eindrucksvollen Schlussspurt hin und erzielte mit knapp 9% ein Ergebnis, das auf einen Schlag die 15-köpfige Liste der Kandidaten für das Abgeordnetenhaus komplett erschöpfte. Der knappe Wahlsieg der SPD und die hauchdünne Mehrheit für Rot-Grün sorgten neben dem Piratenergebnis für eine höhere Sichtbarkeit dieses Landesereignisses. Durch die hohe Erwartungshaltung, die insbesondere an den politischen Newcomer geknüpft wird, erwarten wir auch in Zukunft eine gesteigerte Resonanz sowohl für netzpolitische als auch berlinspezifische Themen in der überregionalen Berichterstattung.

Contentbefreiung per Tweet

Wir kennen den Prozess, Inhalte durch Verhandlungen aus einem unfreien Status in einen lizenzrechtlich freien zu überführen als langwierig, kompliziert und mitunter frustrierend. Ein Gegenbeispiel, wie es auch gehen kann, liefern das schnelle Medium Twitter und eine straffe militärische Befehlskette. Seit einiger Zeit veröffentlicht die Israelische Armee (IDF) auf ihrem Flickr-Account Bilder, die allerdings bislang nicht unter einer Freien Lizenz nutzbar waren. Seitens unserer Kollegen von Wikimedia Israel gab es hierzu einzelne Versuche, Werke von staatlichen Einrichtungen entweder gemeinfrei zu bekommen (analog der Public-Domain-Regelung im US-Urheberrecht) oder wenigstens eine mit einer Freien Lizenz vereinbare Lizensierungspolitik zu erreichen.

Unerwartet schnell und positiv erfolgte eine Rückmeldung des Pressesprechers der IDF über Twitter auf eine Bitte von Mathias hin, das Bildmaterial unter eine Freie Lizenz zu stellen. Wikimedia Israel klärte im direkten Gespräch die Details, das Bildmaterial der IDF ist nun vollumfänglich unter cc-by veröffentlicht und in Teilen schon auf Wikimedia Commons hochgeladen.

Verwaiste Werke

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags hat am 19. September drei Anträge der Oppositionsfraktionen von SPD, Grünen und Linkspartei zu verwaisten Werken (d.h. urheberechtlich geschützte Werke ohne ermittelbare Rechteinhaber) behandelt und ein halbes Dutzend Sachverständige angehört. Jan und Mathias nahmen als Zuhörer an der öffentlichen Ausschusssitzung teil. Aus Sicht von Wikimedia ist klar, dass keiner der aktuellen Entwürfe die Situation verwaister Werke für den Einsatz auf Wikimedia-Projekten klären würde, allerdings sind deutliche Unterschiede in der Bewertung der Lösungsansätze durch die unterschiedlichen Sachverständigen erkennbar.

Zum expliziten Fürsprecher einer freien Nutzung verwaister Werke machte sich der Sachverständige Rainer Kuhlen, der die Erweiterung des sehr eng gefassten Kreises der potenziellen Rechtenehmer (öffentliche Bibliotheken und Archive) auch auf Suchmaschinenbetreiber, Netzaggregatoren und Wikipedia vorschlug. Dissens unter den Sachverständigen gab es vor allem bei der Frage, ob die Digitalisierung und “Online-Verfügbarmachung” zu nicht-kommerziellen Zwecken grundsätzlich gebührenfrei oder gebührenpflichtig sein solle. Strittig ist ebenfalls die Mindestrecherchetiefe bei der Ermittlung des Status als Verwaistes Werk. Eine wirkliche Initiative seitens der Bundesregierung, sich dieses wichtigen Themas anzunehmen, bleibt bis zum ankündigten Dritten Korb der Urheberrechtsreform weiterhin ungewiss. Wikimedia Deutschland wird den Fortgang der parlamentarischen und gesetzgeberischen Tätigkeit hierzu in jedem Fall weiter verfolgen.

Open GLAM Camp in Warschau

Im Vorfeld des Creative Commons Global Summit hatte die Open Knowledge Foundation in die polnische Hauptstadt geladen, um den internationalen Erfahrungsaustausch von Aktivisten und Fachleuten im Bereich GLAM voranzutreiben. In den Räumen von CC-Polska leiteten Lucy Chambers (OKF) und Melanie Dulong (Creative Commons France) einen ganztägigen Workshop. Spannend wurde es vor allem bei der Diskussion um mögliche Anreize für Werkmittler, Metadaten oder Digitalisate freizugeben. Neben der erhöhten Sichtbarkeit der Bestände kann sich auch eine erhöhte Weiternutzung positiv auf die Förderpraxis der jeweiligen Zuwendungsgeber und die kommerzielle Nachfrage nach höherwertigen Versionen von Werken (z.B. als Prints) auswirken. Ebenso sinkt bei einer freien Lizensierung der mit der Rechteklärung verbundene administrative Aufwand. Gerade diesen ökonomischen Argumentationsmustern, so der einhellige Befund, dürften sich viele strukturell unterfinanzierte kulturelle Einrichtungen nicht verschließen. An dem Meeting nahm von deutscher Seite z.B. Daniel Mietchen, der aktuelle Wikipedian in Residence on Open Science, teil.

4. Collaboratory-Initiative zu “Privatheit und Öffentlichkeit”

Der Abschlussworkshop der 4. Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft fand am 16. September statt, Sebastian Sooth hat daran teilgenommen. Jetzt werden die abschließenden Arbeiten an den Texten gemacht, um noch im Herbst als Bericht zu erscheinen.

Berliner OpenData-Portal

Sebastian Sooth hat den Start des Berliner OpenData-Portals mit begleitet und die OpenStreetMap und Wikipedia-Daten mit eingepflegt. Berlin hat damit als ersten Bundesland ein eigenen OpenData-Portal. Die zur Verfügungstellung von öffentlichen Daten unter Freien Lizenzen ist eine wichtige Grundlage für die Weiternutzung und Kombination von Informationen aus verschiedenen Quellen für die Verbreitung Freien Wissens. Wir freuen uns, dass Berlin hier mit gutem Beispiel voran geht.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die dritte Ausgabe unserer Vereinszeitung ist Mitte September pünktlich zur WikiConvention in Nürnberg erschienen. Anfang des Monats kümmerten sich Catrin und Michael um die Schlußredaktion, Finalisierung des Layouts, Produktion sowie um den Versand an Abonnenten, Kooperationspartner, Institutionen etc. Im Vergleich zur letzten Ausgabe ist die Zahl der abonnierten Exemplare von 2.000 auf jetzt knapp 2.500 Stück gestiegen. Details über die Themen der Ausgabe und den weiter wachsenden Anteil von Gastautoren sind auch im Wikimedia-Blog zu finden. Durch zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen ist die aktuelle Ausgabe (mit einer Auflage von 5000 Stück)  bereits vergriffen. Wir arbeiten aber bereits an der nächsten (vierten) Ausgabe, die zur Mitgliederversammlung am 19. November erscheinen wird. Geplant ist es, die Auflage auf 10.000 zu erhöhen. Zur Erinnerung: Bislang wird der Druck der Wikimedium gesponsort.

Pressemitteilungen

Im September unterstützten wir die mediale Berichterstattung zur WikiConvention, zu Wiki Loves Monuments und zur Buchveröffentlichung von “Alles über Wikipedia” mit Pressemitteilungen. Die regionale wie überregionale Resonanz ist zum Nachlesen im Pressespiegel von Wikimedia Deutschland gesammelt.Darüber hinaus wurden Presseeinladungen zu den lokalen WLM-Pressekonferenzen sowie zur Veranstaltung ‘Wikipedia für Berlin – Berlin für Wikipedia erstellt und verschickt.

Pressegespräche

In Vorbereitung zur WikiConvention und während der Veranstaltung führte Catrin zahlreiche Pressegespräche (vor Ort waren Bayerischer Rundfunk, dpa, süddeutsche und Nürnberger Nachrichten, heise-online) und bereitete Interviews mit Wikipedianern vor. Allgemeine Anfragen zum (immer noch) zehnjährigen Geburtstag von Wikipedia und sogar zum Projekt Silberwissen erreichten die Pressestelle im September.

Informationsmaterial

Auch für das Projekt Silberwissen ist jetzt ein allgemeiner Informationsflyer verfügbar, unter anderem hier anzusehen. Die Distribution erfolgt in erster Linie für die Ankündigung und Partnergewinnung der Seniorenworkshops. Mit der Deutschen Seniorenliga ist ein Aussand in den nächsten Wochen an die Mitglieder des Verbandes geplant.

Auf den vielfach geäußerten Wunsch von Vereinsmitgliedern haben wir ein Konzept für einen wöchentlichen Newsletter über Neuigkeiten aus dem Wikimedia-Universum erarbeitet. Der Newsletter fasst die wichtigsten Beschlüsse und Ankündigungen der Wikimedia Foundation und der Ländervertretungen kurz auf Deutsch zusammen und bietet Verweise auf die Quellen an.

Wikipedia-Buch

Der September stand ganz unter dem Zeichen der Vorbereitungen zum Erscheinen des Buches ‘Alles über Wikipedia’. Boris fieberte dem 14. September entgegen an dem das Buch in den Handel kommen sollte und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Während Catrin Einladungskarten und Pressemailings vorbereitete, organisierte Boris die Buchpräsentation in der Literaturwerkstatt in Berlin. Am 24. September fand die Veranstaltung mit ca. 100 Gästen statt. Neben einer kleinen Gesprächsrunde, die Entstehungsprozess und Besonderheiten des Wikipedia-Buches beleuchtete, lasen Gereon Kalkhul und Michael Schlesinger aus dem Buch. Schließlich präsentierte unser Praktikant Khesrau Behroz seinen Text “Nichts zu editieren” im Poetry-Slam-Stil, was echte Begeisterung beim Publikum auslöste. Ein Blogbeitrag hierzu verrät mehr. Erste Presseberichte finden sich hier.

Aber auch jenseits der Buchpräsentation in Berlin stand die Arbeit rund um das Wikipedia-Buch keinesfalls still. Inzwischen haben fast alle 100 Autoren ihre eigenen Exemplare zugeschickt bekommen. Auch die Vorbereitungen für die Präsenz auf der Frankfurter Buchmesse wurde ein ganzes Stück vorangebracht, sodass Wikipedia und das Buch nun durch 6 hervorragende Autoren am Stand von Hoffmann und Campe vertreten sein werden. Schließlich galt es zahlreiche Anfragen zum Buch zu beantworten und umfangreiche Pressearbeit zu leisten.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Anfang September fand im Berliner Radialsystem die Veranstaltung “Freies Wissen für Berlin” statt. Die Veranstaltung in Köln wird zur Zeit vorbereitet. In Berlin wird es im Oktober dank der Unterstützung durch Leo Burnett  an verschiedenen Stellen Wikipedia-Plakate zu sehen geben.

Leonardo Award 2011 in Köln

Eine Auszeichnung von ungewohnter Seite erfuhr Wikipedia am 21./22. September bei der Verleihung des “Leonardo Award für European Corporate Learning” in Köln. Stellvertretend für Jimmy Wales nahmen ihn drei Wikipedianer mit Hintergrund im Bereich Bildung und Wissen entgegen, neben Nando Stöcklin (Schweiz) und Ziko van Dijk (Niederlande) auch Denis Barthel. Begründet wurde die Vergabe damit, Wales habe viele Menschen inspiriert, ihre Kreativität aktiv einzubringen und so auch Unternehmen inspiriert, ihre Lernprozesse entsprechend zu verändern.

In Gesprächen rund um die Verleihung wurde deutlich, wie schwierig es für Unternehmen ist, die Phänomene Wikipedia und Freies Wissen zu verstehen. Aufklärung und Information über die Grundlagen zu diesen Themen sind in der Wirtschaft nicht weniger notwendig als andernorts. Für Unternehmen bedeutet es vor allem, den Mut zum Teilen aufzubringen und sich auf partizipative Prozesse einzulassen.

Die möglichen Schnittmengen von Wikipedia und Unternehmen auszuloten und in Diskussionen, Foren und Gesprächen zu thematisieren – das ist eine Aufgabe, die noch viel zu wenig angegangen wird. Die Verleihung dieses Preises ist nicht zuletzt eine Einladung zu einem konstruktiven, aber unumgänglichen und wichtigen Dialog, der für beide Seiten eine Herausforderung darstellen wird.

BILDUNGSPROJEKTE

Wikipedia-Schulprojekt

Auf drei Messen war das Schulprojekt im September vertreten. Es ging in diesem Monat also verstärkt darum, persönlich mit Bildungsexperten und Pädagogen in Kontakt zu kommen. Dazu haben wir das KnowledgeCamp in Potsdam, die BildungsMesse der Uni Frankfurt und den Medienkompetenztag in Kiel genutzt. Auf den Messen waren jeweils Referenten des Referentennetzwerks vor Ort, um direkt Fragen zu beantworten. Auf der WikiCon hatten Elly und Kilian dann die Gelegenheit mit mit engagierten Wikipedia-Autoren ins Gespräch über Wikipedia im Bildungswesen zu kommen. Hierbei wurde über nationale und internationale Projekte im Bildungsbereich gesprochen und über Fragen der Struktur und Zielgruppen diskutiert.

Es gab in diesem Monat 13 Workshops im Schulprojekt, darunter 9 Schulungen für Lehrer und Pädagogen und vier Schulungen für Schüler. Die steigende Nachfrage von Lehrerworkshops zeigt, dass sich das Projekt herumspricht und die Nachfrage in diesem Bereich steigt. Um diesem Bedarf entgegen zu kommen hat Wikimedia Deutschland begonnen Lehrmaterial zu erarbeiten, welches Lehrer dabei unterstützen soll, sich aktiv mit Wikipedia im Unterricht auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit den Referenten des Schulprojektes und externer Expertise sollen Materialien für den Unterricht entstehen, selbstverständlich unter freier Lizenz. Wikimedia Deutschland wird in diesem Jahr erstmals das EduCamp in Bielefeld unterstützen, bei dem Bildungsexperten aus ganz Deutschland zusammenkommen, um kollaborativ Trends und Entwicklungen im Bildungsbereich zu diskutieren. Im Oktober wird das Schulprojekt nun, neben dem Wikipedia-Buch, auf der Buchmesse bei dem Bildungskongress “Lernen Bewegt” anzutreffen sein. Wenn Ihr in der Nähe seid, kommt vorbei!

FUNDRAISING

Drei Themen dominierten das Fundraising im September. Erstens wurde mit der Einrichtung der neuen Spendensoftware VEWA begonnen. Das neue System wird unsere jetzige Datenbank ersetzen und um viele Funktionalitäten erweitern. Damit wir zum Start des Fundraisers Anfang November eine einwandfrei laufende Software haben, sind wir derzeit am Testen aller möglichen Abläufe. Mitte Oktober wird das System einem großen Lasttest unterlaufen.

Zweitens bereiten wir uns zunehmend stärker auf den kommenden Fundraiser vor. Nach der Errichtung der neuen Server-Infrastruktur für die Spendenseite Ende September beginnen nun die ersten Tests von Aufrufen und unserer Spendenseite. Tobias hielt in diesem Zusammenhang auch eine Präsentation über Fundraising und insbesondere über Autorenaufrufe für den kommenden Fundraiser auf der WikiCon. Die Präsentation und alle anderen notwendigen Informationen rund um den Fundraiser sowie die kommenden Tests können auf der Fundraising-Portal-Seite nachgelesen und diskutiert werden.

Das dritte Thema im letzten Monat war die von uns durchgeführte Spenderumfrage. Aufgrund der Komplexität und Masse an gewonnen Informationen sind wir noch mit der Auswertung der Ergebnisse beschäftigt. Im Oktober werden die prägnantesten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen in einem ausführlichen Blogbeitrag veröffentlicht.

Abschließend wurde Ende September das dritte Wikimedium-Mailing des Jahres an ca. 1.500 Adressen verschickt.

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Community-Projektbudget

Die zweite Antragsrunde ist gestartet, noch bis zum 14.10. kann man sich mit einer Idee anmelden, die dann bis zum 28.10. als Antrag eingereicht werden muss. Sebastian Sooth unterstützt dabei gerne. Alle Informationen zur aktuellen Runde auf der CPB-Projektseite. Aus der ersten Runde ist das Projekt “Wiki Loves Monuments Mittelhessen” jetzt erfolgreich abgeschlossen, die Fotoflüge gehen im Oktober weiter und die anderen geförderten Projekte sind aktiv in der Vorbereitungsphase. Also, gleich mit einer guten Idee zur Unterstützung und Verbesserung Freien Wissens bewerben!

WikiConvention

Am 9.-11. September trafen sich in Nürnberg bei der WikiConvention etwa 180 Menschen unter dem Motto “Wissen fängt mit W an”, um sich über Wikipedia und ihre Schwersterprojekte zu informieren und zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde organisiert von der Community für die Community, Wikimedia Deutschland leistete als Hauptsponsor finanzielle Unterstützung und stand den Organisatoren bei allen logistischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Nicole und Simon waren Ansprechpartner in Fragen zum Budget und Logistik (Technik, Catering, Unterkunft), Johannes kümmerte sich um alle Anfragen bzgl. Kostenübernahme durch das Community-Budget.

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg: In über 60 Workshops wurden die verschiedensten Themen, die der Communtiy auf dem Herzen liegen, vorgestellt, lebhaft diskutiert und es wurden Zukunfstpläne geschmiedet. Viele Mitarbeiter der Geschäftsstelle haben die Gelegenheit genutzt, in Nürnberg eigene Workshops und Vorträge anzubieten und sich mit der Community auszutauschen. Ein ausführlicher Bericht der Organisatoren bei uns im Blog “WikiConvention 2011: Ein Ein- und Rückblick”.

Wiki loves Monuments

Dass die Community, welche hinter Wikipedia und ihren Schwesterprojekten steht, in der Lage ist Außergewöhnliches zu leisten, ist ja eigentlich kein Geheimnis mehr. Trotzdem staunten wir in der Geschäftsstelle jeden Tag auf’s Neue über die zahlreichen Bildbeiträge für den Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments. Innerhalb der ersten 24 Stunden gab es bereits über 2000 Uploads und Mitte September wurde mit dem 100 000. Bild die “magische Grenze” durchbrochen. Die deutsche Community war dabei mit ca. 25 000 Bildern besonders fleißig.
Auch auf lokaler Ebene gab es eine Vielzahl von Städtekooperationen und Aktionen, so zum Beispiel in Köln, Potsdam und der gesamten Region Mittelhessen, wo – gefördert durch das Community-Projektbudget und unter der Leitung von Kilian Kluge -, eine ganze Woche lang im Fokus der Fotografinnen und Fotografen lag. Während sich Nicole und Simon weiterhin um Werbung, Preise und Juroren kümmerten, waren Catrin und Michael damit beschäftigt die zahlreichen Presseanfragen zu koordinieren und dadurch den Pressespiegel zu füllen.

Literaturstipendium

Zwei Jahre ist es her, das erstmals eine Gruppe von Wikipedianern zur Unterstützung ihrer Mitarbeit an der Wikipedia Zugriff auf elektronische Literatur erhielt. Im Herbst 2009 erhielten alle Biologie-Autoren Zugänge zur Datenbank BioOne – so entstand das eLitstip als Spezialfall des Literaturstipendiums.

Rechtzeitig zu diesem Geburtstag konnte im Gespräch mit BioOne die ursprünglich auf eine Laufzeit von 2 Jahren begrenzte Zusammenarbeit um weitere 2 Jahre verlängert werden. Zugleich setzen die Biologen den nächsten Akzent: nach Chemikern und Afrikanisten haben dank ihrer Initiative 8 Vogelkundler Zugänge zu „Birds of North America Online“ erhalten, einem Referenzwerk zum Thema nordamerikanischer Vögel.

Auch das “traditionelle” Literaturstipendium (dicke Bücher) entwickelt sich weiter hervorragend: 8 Titel konnten im September zugesagt werden, mehr als je zuvor in einem Monat. Damit wurden in diesem Jahr bereits fast 50 Titel verschickt, mehr als das doppelte des gesamten Jahrs 2010.

Freiwilligenförderung

Rund um die WikiConvention konnten wichtige Pflöcke für weitere Aktivitäten aus dem Bereich der Freiwilligenförderung eingeschlagen werden. So wurden die Regeln und Verfahren für die Vergabe von E-Mail-Adressen (z.B. @wikipedia.de) für Projektmitarbeiter mit breiter Beteiligung diskutiert und vereinbart, sodass dieses Serviceangebot Anfang Oktober starten wird.

Gemeinsam mit der Wikimedia Foundation erarbeitet Wikimedia Deutschland derzeit ein neues Förderprogramm namens Participation Grants. Aus diesem Topf sollen Wikimedia-Projektmitarbeiter auf unbürokratische Art und Weise Unterstützung zur Teilnahme an relevanten Treffen und Konferenzen erhalten. Förderentscheidungen sollen von einem gemeinsamen Ausschuss der WMF und der teilnehmenden Chapters getroffen werden. Weitere Chapters sind zur Beteiligung eingeladen.

Creative Commons Global Summit

Nicole war im September beim Creative Commons Global Summit und hat dazu einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben.

Zedler-Preis und WissensWert

Beide Aktionen werden noch in diesem Jahr angestoßen, Nicole hat mit Unterstützung von Catrin, Sebastian und Johannes an den Konzepten und Ideen gefeilt und wird Anfang Oktober näheres dazu berichten können.

Bilderschatz

Bilderschatz? Unter diesem Namen steht ein neues Wikipedia-Förderprogramm kurz davor, online zu gehen. Es soll helfen, kurzfristig realisierbare und überschaubare Projekte zur Gewinnung von Bildern, Videos und Tönen für Wikimedia-Projekte zu unterstützen. Näheres dazu in den kommenden Tagen!

CommunitySpace

Aus verschiedenen Städten gibt es Partneranfragen für CommunitySpace-Partnerschaften, die Sebastian Sooth betreut. In Berlin sind wir weiterhin auf der Suche und in Verhandlungen.

WISSENSCHAFT

RENDER

Im September dominierte bei der Arbeit am Forschungsprojekt RENDER die Fertigstellung der fälligen Berichte der Arbeitspakete (z.B. Definition der Metriken, Maßnahmen zur Verbreitung und der Beteiligung Interessierter) und der umfangreiche Review-Prozess. Das Projekt läuft jetzt seit einem Jahr. Zum Ende dieses ersten Projektjahres sind demnach auch viele organisatorische Aufgaben zu bewältigen wie beispielsweise die Vorbereitung des jährlichen Finanzberichts.

Alle RENDER- Projektpartner versammeln sich quartalsweise zu einem technischen Arbeitstreffen. Nach den letzten Meetings im April in Ljubljana beim Projektpartner Institute Jožef Stefan und im Juli in Sofia bei Ontotext, war Wikimedia Deutschland nun Gastgeber des Treffens. Dieses fand Ende September in Berlin statt und wurde freundlicherweise vom ClubOffice finanziell unterstützt. Dabei ging es insbesondere um die konkreten Anforderungen an die technischen Partner für die Entwicklung geeigneter Werkzeuge zur Darstellung von Informationsdiversität als Qualitätskriterium für Wikipedia.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Faktenabdeckung, der Aktualität sowie der Objektivität in Wikipedia-Artikeln. In den kommenden Monaten werden wir auch erste Prototypen zusammen mit unseren technischen Projektpartnern entwickeln und deren Nutzen testen.

Wikipedia-Academy

Wie bereits im Blogbeitrag “Neues von der Academy” angekündigt, werden wir den Fokus der Wikipedia Academy deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia“ verschieben. Sie soll Wikipedia-Forscher miteinander in Kontakt bringen, den intensiven Austausch anregen und Möglichkeiten neuer Zusammenarbeit und Interaktion schaffen. Die eigentliche Konferenz soll erst 2012 stattfinden. Einen Grundstein für diese Veranstaltung legen wir aber bereits Ende diesen Jahres: Wir möchten Organisatoren, “Program Committee” und einige Wikipediaforscher zu einem kleinen Workshop einladen, in dem die Veranstaltung gemeinsam konzeptioniert und vorgestellt wird. Dazu in Kürze mehr.

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Einladung zum Wikimedia-Forum im September 2011

Wikimedia Deutschland wird größer und wandelt sich – von einer kleinen aber feinen Wikipedianer-Vereinigung zur einer mittelgroßen gemeinnützigen Organisation mit Gewicht und Stimme in der deutschen Öffentlichkeit.

Das derzeitige rasante Wachstum ist eine große Chance, zugleich aber auch eine große Herausforderung. Daher gehen wir bei der Planung für das kommende Jahr neue Wege: In fünf  deutschen Ballungsgebieten laden wir vom 18. bis 22. September 2011 zum Wikimedia-Forum ein, um gemeinsam den Entwurf des Wirtschaftsplan 2012 bereits im Vorfeld zur Mitgliederversammlung im November 2011 zu diskutieren – konstruktiv, kontrovers, kreativ.

Herzstück des Wirtschaftsplans sind acht operative Ziele, die von den Mitarbeitern während des Sommers unter professioneller Anleitung erarbeitet worden sind. Es soll also nicht um das für und wider einzelner Projekte gehen, sondern um die großen Linien. Haben wir uns die richtigen Ziele gesetzt? Wie werden wir sie erreichen?  Dazu brauchen wir Dein Feedback, Deine Ideen, Deine Kritik und Deine Vorschläge! Um sich vorab informieren zu können, wird der Entwurf des Wirtschaftsplans 2012 am 16. September 2011 online unter der Adresse http://wikimedia.de/plan2012 veröffentlicht.

Das Wikimedia Forum wird jeweils an den folgenden Terminen stattfinden:

Sonntag, 18. September
Hamburg
Großer Seminarraum, Werkstatt 3, Nernstweg 32 – 34, 22765 Hamburg
(Nähe Bahnhof Hamburg-Altona)
Montag, 19. September
Frankfurt am Main
Cluboffice, Kaiserstraße 79, 60329 Frankfurt am Main (Direkt am Hauptbahnhof)
Dienstag, 20. September
München
Heinrich Krehle-Saal  (T.0.01) im DGB-Haus, Schwanthaler Str. 64, 80336 München
(Nähe Hauptbahnhof)
Mittwoch, 21. September
Köln
Seminarraum Jugendherberge Köln-Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln
(Nähe Bahnhof Köln-Deutz)
Donnerstag, 22. September
Berlin
Betahaus, Prinzessinnenstraße 19-20, 10969 Berlin
(Nähe U-Bahn Moritzplatz)

Neben dem Wirtschaftsplan steht auf der kommenden Mitgliederversammlung am 19. November 2011 in Hannover auch die Wahl des ehrenamtlichen Präsidiums und der Kassenprüfer auf der Tagesordnung. Wenn Du Interesse daran hast, Dich auf diese Weise im Verein zu engagieren, hast Du auf dem Wikimedia Forum auch die Gelegenheit, Dich mit den derzeitigen Amtsinhabern und weiteren Vereinsmitgliedern hierzu auszutauschen.

Das Wikimedia Forum beginnt an den genannten Tagen jeweils um 19:00 Uhr. Um uns die Planung zu erleichtern, möchten wir Dich bitten, dass Du Dich bis zum 9. September 2011 per E-Mail an mitglieder@wikimedia.de anmeldest. So hilfst Du uns, die Teilnehmerzahl im Vorfeld besser abzuschätzen und uns entsprechend vorzubereiten! Fragen zum Wikimedia Forum beantworten wir über diese Adresse ebenfalls gern.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Juni 2011

POLITIK UND GESELLSCHAFT

4. Collaboratory-Initiative zu “Privatheit und Öffentlichkeit”

Im Juni fand der dritte Workshop der 4. Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft in der Räumen der Haupstadtrepräsentanz der Telekom statt und in Brandenburg wurde bei einem Wochenendworkshop intensiv an Szenarien, Thesen und Grafiken für den Bericht gearbeitet. Sebastian ist Teil der Expertengruppe. Am 16.9. findet der Abschlussworkshop mit externen Gästen statt. Auf http://collaboratory.de/ sind alle Termine, Berichte und die Dokumente der ersten drei Expertenrunden unter Freien Lizenzen verfügbar.

Kick-off des Ohu zu Urheberrecht

In Anknüpfung an die 3. Collaboratory-Initiative zu Regelungssystemen für informationelle Güter sollen nun auf Arbeitsgruppen-Ebene neue Themen für eine Dynamisierung der Urheberrechtsdebatte identifiziert werden. Beim Kick-off-Treffen am 28.6. nahm Jan für WMDE teil und warb mit einem kurzen Input für eine tiefer gehende Beschäftigung mit dem Thema “Unternutzung gebührenfinanzierter Inhalte”. Für weitere Projektvorschläge und neue Teilnehmer bleibt das Ohu (Maori für Arbeitsgruppe) weiterhin offen. Bewerbung hier.

OKCon – OpenKnowledge Conference

Am 30. Juni und 1. Juli fand die von Wikimedia Deutschland als Partner unterstütze OKcon 2011 in der Berliner Kalkscheune statt. Sebastian Sooth hat die Kooperation betreut. Mathias Schindler hat in einer Session Wikipedia Forschungsprojekte vorgestellt und Daniel Kinzler hat gezeigt, was man alles mit dem Toolserver machen kann.

Deutsche Digitale Bibliothek / Europeana

Am 9. und 10. Juni fand in Berlin der Kulturpolitische Bundeskongress statt, auf dem Mathias als Vertretung für Pavel auf einem Panel zur Zukunft der Bibliotheken eingeladen war. Als Vorbereitung auf dieses Panel besuchte Mathias die Präsentation des aktuellen Standes der “Deutschen Digitalen Bibliothek” (DDB) auf dem Bibliothekartag einige Tage vorher. Aufgrund der dort gezeigten Informationen entstanden zwei kurz gefasste Empfehlungspapiere von Wikimedia zur Lizenzierungspolitik von Europeana und DDB, die wir nun veröffentlichen. Kern ist dabei die Frage, ob die Metadaten der in DDB und Europeana gezeigten Objekte unter den Bedingungen von CC0 oder einem vergleichbaren Modell verfügbar gemacht werden. Nach einigen Jahren Diskussion sind wir mit Europeana nun endlich soweit, dass es hier einen CC-0-Publikationsweg gibt, die DDB hat diese Diskussion noch vor sich. Auf dem Panel des Kulturpolitischen Bundeskongresses war dann die Frage nach den Lizenzen auch eines der angesprochenen Themen, zu dem wir als erklärtem Freund der Bibliotheken auch Stellung bezogen.

Fotoprojekt Hamburger Bürgerschaft

Am 22. und 23. Juni haben ein Dutzend Wikipedianer ein temporäres Quartier im Hamburger Rathaus, dem Sitz des Landesparlamentes der Freien und Hansestadt, bezogen. Dieses (und das ist eine völlig neutrale Beschreibung) Feierabendparlament hatte an beiden Tagen seine Sitzung von 15 Uhr bis 22 Uhr. Ziel der Aktion war es, die Abgeordneten abzulichten, um die qua Mandat in Wikipedia relevanten erstellten Artikel bebildern zu können. Trotz dichter Agenda und eines Abstimmungsmarathons, der fast ihre ständige Anwesenheit im altehrwürdigen Parlamentssaal erforderte, fanden die Vertreter aller Fraktionen hin und wieder die Zeit, sich abseits des Shootings auch wertvolle Praxistipps für den Gebrauch der Wikpedia geben zu lassen.

Worte können nur bruchstückhaft den Dank an die Freiwilligen und Helfer (namentlich und nicht abschließend Olaf Kosinsky, Peter Weis, Ralf Boesch, Henriette Fiebig, Sven Teschke…) ausdrücken, die diese Veranstaltung in professioneller und angenehmer Weise gestemmt haben. Die Ergebnisse sind auf Wikimedia Commons einsehbar.

PUBLIC RELATIONS & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wikimedium

Die zweite Ausgabe 2011 der Vereinszeitung ist im Juni erschienen und online oder in der Printausgabe ab sofort erhältlich. Die Wikimedium kann wie immer kostenfrei unter redaktion@wikimedium.de bei uns bestellt werden. Catrin und Michael haben für diese Ausgabe mit einer Reihe von Gastautoren zusammengearbeitet. Es sind Beiträge von Wikipedia-Aktiven und engagierten Benutzern aus anderen Wikimedia-Projekten enthalten, Einblicke in den Alltag von ehrenamtlichen Referenten oder auch ein Interview mit dem 1000sten Vereinsmitglied von Wikimedia Deutschland. Dafür allen Mitwirkenden großen Dank! Wir freuen uns sehr über die wachsende Zahl Interessierter, die Neuigkeiten und Erfahrungen aus ihrem Engagement für Freies Wissen über die Wikimedium mitteilen wollen. Seid mutig! Eure Ideen für Themen, über die ihr schreiben möchtet, nehmen wir gern ebenfalls unter redaktion@wikimedium.de entgegen.

Informationsmaterial

Im Juni hat Michael eine Reihe von Give-aways in Auftrag gegeben. Darunter sind Wikipedia-Bleistifte, Stoffbeutel und Postkarten, deren unterschiedliche Motive z.B. Aufmerksamkeit für Wikimedia Commons oder das Projekt “Wikipedia macht Schule” generieren sollen.

Pressemitteilungen

Im Juni veröffentlichten Catrin und Michael begleitende Pressemitteilungen für vier Veranstaltungen in direktem Zusammenhang mit Wikimedia Deutschland und der Wikimedia-Community. Ihr findet die Mitteilungen zu
Wikipedia trifft Altertum, zum Expertengespräch “Warum sollte Wikipedia Weltkulturerbe werden?” , zur Öffentlichen Anmeldung für die Wikimania Haifa 2011 und zur Open Knowledge Conference gesammelt im Pressebereich unserer Vereinsseite.

Pressegespräche / Medienkooperationen

Im Juni hat Catrin einige Gespräche mit potentiellen Kooperationsapartner für diverse Projekte geführt, darunter Medienpartner wie dradio wissen, die WAZ-Gruppe und Zeit. Es werden Gespräche geführt und Ideen ausgetauscht, die hoffentlich in Kürze als Aktionen präsentiert werden können.

Vorbereitungen für die Medienbeiträge in 3sat (Der wahre Wattwurm, 10. Juni 2011 ) und bei Deutschlandradion Wissen (‘Die Editwars der Besserwisser’, 10 Juni 2011) fanden in enger Abstimmung mit Catrin statt. Dank der Unterstützung und Zusammenarbeit mit Wikipedianern sind die Ergebnisse sehens- und hörenswert.

Zahlreiche Anfragen für Hintergrundinformationen und Interviews bearbeitete Catrin im Hinblick auf die Initiative ‘Wikipedia muss Weltkulturerbe werden’ und auch die Veranstaltung ‘Wikipedia trifft Altertum’ fand in den Medien einige Beachtung. Die Berichterstattungen dazu und weitere Beispiele aus der täglichen Pressearbeit finden sich im Pressespiegel.

Internetpräsenz

Im Juni erfolgte eine Überarbeitung des Vereins-Blogs. Etwas mehr Übersicht in der Navigation, eine bessere Suchfunktion und eine konsistente Einbindung in die Vereins-Webseite waren die ersten Maßnahmen. Zudem wurde eine Neu-Kategorisierung der alten Inhalte notwendig, um die Gliederungsstruktur verbessern zu können. Neu hinzugekommen ist dadurch ein Menü auf der rechten Seite, das die einfache Navigation nach Kategorien und Jahren ermöglicht. Diese Überarbeitung fügt sich nahtlos in die allmähliche Erneuerung unserer diversen Internet-Auftritte ein, die seit Ende 2010 im Gange ist. So schön eine echter “Relaunch” der Vereins-Webseite oder des Blogs gewesen wären, haben wir uns für eine “Evolution” mit Bedacht entschieden. Auf diese Weise können wir die vielen verstreuten Seiten mit Bezug zur Arbeit von Wikimedia Deutschland besser berücksichtigen und zugleich unserem Informationsauftrag weiterhin kontinuierlich nachkommen.

Wikipedia-Buch

Als wir überlegten, was wir anläßlich des 10. Geburtstages von Wikipedia noch tun können, kam die Idee auf, ein Buch herauszubringen. Zur Erarbeitung des Konzeptes und der Inhalte haben Catrin und Boris tatkräftige Unterstützung aus der Wikipedia-Autorenschaft und anderen Nutzergruppen der Wikipedia bekommen. Und das Werk steht nun kurz vor der Vollendung: Im Juni wurden in Hamburg beim Verlag Hoffmann und Campe die Neuerscheinungen im Herbst präsentiert: Das Wikipedia-Buch ist eines davon! Derzeit stimmt Catrin in Zusammenarbeit mit dem Verlag die geplanten Aktivitäten auf der Frankfurter Buchmesse ab und Lesungen, die rund um die Erscheinung bundesweit stattfinden sollen. Vorbereitungen für die Book-Release-Party werden im Juli starten, da diese Veranstaltung für Ende September avisiert ist. Aber zunächst verbringen Verlags-Lektoren in enger Absprache mit Boris noch viel Zeit mit der Zusammenstellung und Bearbeitung der Beiträge. Leider können nicht alle Beiträge in das Buch aufgenommen werden und so ist Boris derzeit damit beschäftigt parallel eine Online-Veröffentlichung auf unsere Vereins-Webseite zu realisieren.

Deutsches Technikmuseum

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin war nicht nur ein schöner Veranstaltungsort für die erste Podiumsdiskussion ‘Warum sollte Wikipedia Weltkulturerbe werden?’ In Anschlußgesprächen hat Catrin einen interessanten Partner gewonnen. Ob Exklusiv-Führungen für Wikipedia-Fotografen und Autoren (sämtliche Aufnahmen der Exponate unter freier Lizenz), Workshops mit Wikipedia-Redaktionen und Museums-/Abteilungsleitern und eine mögliche Zusammenarbeit im Rahmen des Programms ‘Wikipedian in Residence’ sind hier nur einige Ideen für Kooperationen, die dabei entstanden und in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Weitere Anregungen dazu gern an Catrin.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden”

Mittlerweile gibt es über 28.000 Mitzeichner und über 3.300 Fans auf der zur Initiative gehörenden Facebook-Seite.

Jimmy Wales unterstützt die Initiative nicht nur mit dem Video-Aufruf, den Catrin im Mai roduzieren ließ. Im Juni wurde ein Brief erstellt (deutsch/englisch), der vor allem Jimmy dazu dient, Prominente weltweit zur Unterstützung der Initiative aufzurufen. Insgesamt ist die Petition von Freiwlligen bereits in über 36 Sprachen übersetzt worden und aktuell wird das Aktionslogo von der Pro-bono Agentur Leo Burnett in zunächst 10 Sprachen layoutet – die Teilnahme der Chapter wird durch flankierende Unterstützung von Catrin und Sebastian begleitet. Einige Ideen für nationale und internationale Community-Aktivitäten wurden im Juni zusammengestellt und sollen im Juli in Zusammenarbeit mit Freiwilligen geplant werden.

In der italienischen Wikipedia gibt es seit Ende Juni eine Sitenotice, die auf die Petition hinweist. Sebastian Sooth hat im Juni den Online-Auftritt der Initiative auf der Petitonsseite und bei Facebook begleitet und die Untertitelung der Videos in weiteren Sprachen betreut. Sebastian bereitet im Moment die nächsten Veranstaltungen vor, die vorraussichtlich in Köln/Bonn, Frankfurt und Hamburg stattfinden werden. Anfang Juli wird es ein Treffen mit der deutschen UNESCO-Kommission geben, auf der über mögliche weitere Schritte gesprochen wird. Darüber wird Sebastian dann hier im Blog berichten.

Das Petitonsformular und alle Infos zur Initiative sind auf wikipedia.de/wke zu finden

Wikipedia-Schulprojekt

In diesem Monat kann sich das Schulprojekt über mehr als zwanzig Anfrage von Schulen und Bildungseinrichtungen an Workshops freuen. Besonders die Schülerworkshops waren zum Schuljahresende gefragt. Wir konnten ganze 6 Schülerworkshops von Rheinland-Pfalz, über Hessen bis nach Brandenburg organisieren und für den Herbst konnten wir bereits erste konkrete Termine auf Fachgruppentagungen und -messen planen. Auch seitens der Presse gab es in diesem Monat Berichte in verschiedenen Zeitungen. Eine Zusammenstellung findet Ihr in unserem Medienecho. Die Sommerferien haben nun teilweise begonnen und einige Lehrer scheinen die Zeit nun zu nutzen die ersten Stunden im nächsten Schuljahr für Workshops zu verplanen. Das freut uns natürlich sehr.

Besonders durch die aktuellen Plagiatsdebatten ist das Thema Urheberrecht nun auch in Schulen weiter oben auf der Tagesordnung gelandet. Diesen Schwerpunkt konnten unsere Referenten natürlich gut mit in ihre Arbeit aufgreifen. Ein Lehrer berichtete uns nach einem Einsatz, dass die Schüler sogar am nächsten Tag noch über den Workshop diskutiert hätten. Ein paar Steine konnten also in diesem Monat wieder ins Rollen gebracht werden!

Außerdem konnten wir in diesem Monat zwei neue Referenten für unser Projekt gewinnen. Mit den Bwerbern haben wir uns am 17.Juni im Unperfekthaus in Essen getroffen. Das Kennenlernen fand in entspannter Atmosphäre statt und wurde besonders durch Praxiseinblicke durch einen Referenten zu einer gelungenen Veranstaltung. Weitere Bewerber werden voraussichtlich zu unserem Camp im August dazustoßen. Hierfür hat in diesem Monat die Planung begonnen. In der aktuellen Wikimedium könnt ihr gleich auf der Seite 2 den Artikel eines Referenten über seine Arbeit im Schulprojekt lesen. Lust bekommen? Dann bewerbt euch oder unterstützt das Projekt in dem ihr eure Ideen an schule@wikimedia schickt.

FUNDRAISING

Zwischen dem 17. und 19. Juni fand der diesjährige Fundraising Summit statt. Insgesamt 18 Teilnehmer von 11 Chaptern und der WMF trafen sich für drei Tage in Wien, um sämtliche Aspekte rund um Fundraising für Wikimedia/Wikipedia zu besprechen. Von Wikimedia Deutschland waren Tobias und Till vor Ort. Dominierende Themen waren das Fundraising Agreement, der letztjährige und der kommende Online-Spendenaufruf, CiviCRM und allgemeine Aspekte des Fundraisings. Till hielt einen Vortrag über das Fundraising von Wikimedia Deutschland, in der er die Bedeutung von ganzjährigen Spendenaktivitäten für Wikimedia/Wikipedia hervorhob. Die Präsentation kann man sich hier anschauen. Es war spannend zu diskutieren, welche Erfahrungen andere Chapter machen und welchen Weg Chapter sowie die WMF in Zukunft im Fundraising einschlagen möchten. Hier kann man sich die Notizen des Summits anschauen, die aufgrund der Internetzugangsprobleme leider nicht ganz vollständig sind.

Darüber hinaus wurde unsere Spenderumfrage im Juni fertig gestellt. Im Juli wird die Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse werden wir sowohl im Blog als auch an dieser Stelle präsentieren. Übrigens: die WMF hat letztes Jahr eine internationale Spenderumfrage durchgeführt, mit durchaus überraschenden Erkenntnissen, die man hier nachlesen kann.

Schließlich gingen im Juni die Vorbereitungen für den Fundraiser 2011 weiter. Auf der Projektseite kann man sich auf den aktuellen Stand bringen. In diesem Zusammenhang weisen  wir auf den Test der WMF vom 16. Juni hin. Dieser hält eine der wichtigsten Erkenntnisse für alle zukünftigen Spendenkampagnen von Wikimedia bereit: Jimmy ist schlagbar!

FREIWILLIGENFÖRDERUNG / COMMUNITY-BEZIEHUNGEN

Seit dem 15. Juni bearbeitet Johannes Rohr als neuer Mitarbeiter die Bereiche Freiwilligenförderung und Community-Beziehungen. Der Arbeitsbereich umfasst sowohl die Communities der Projekte (Wikipedia und Co) als auch die Mitgliedschaft des Vereins. Johannes übernimmt zum Teil die Aufgaben von Henriette Fiebig, die den Verein zum Monatsende verlassen hat. Neben der Einarbeitung in die damit verbundenen administrativen Abläufe laufen zur Zeit die Planungen für mehrere Maßnahmen zur besseren Förderung von Autoren und zur Verbesserung des Kommunikationsflusses zwischen Geschäftsstelle und Gemeinschaft. Dazu gehört auch, dass Johannes sich am 29. Juni der Wikipedia-Community im Kurier vorgestellt und zur Diskussion über die Rolle und Performance von WMDE eingeladen hat.

Community-Space

Auch im Juni blieb das Blogposting zur Suche nach Raum für Freies Wissen weiter aktuell. Sebastian Sooth hat viele Objekte in Berlin gesichtet und darüber hinaus Gespräche mit Anbietern möglicher, einfach zu nutzender Orte in weiteren Städten geführt.

Community-Projektbudget

Sebastian Sooth hat den Community-Projektbudgetausschuss bei der Durchführung seines ersten Treffens am 17. und 18. Juni in Hamburg unterstützt.

Zedler-Preis für Freies Wissen

Am 14.06. hatten Nicole und Catrin einige Community-Mitglieder eingeladen, um gemeinsam über die Zukunft der Zedler-Medaille zu sprechen und die schriftlich diskutierten Neuerungen in einen festen Rahmen zu gießen. Das Treffen war sehr konstruktiv und ergebnisreich: auf der Wikipedia-Projektseite findet sich nun vorzeigbare Ansätze für ein neues Konzept:

Der im Jahr 2011 neu aufgelegte „Zedler-Preis für Freies Wissen“ ist ein Preis für herausragende Leistungen, Artikel, Redaktionen, Aktivitäten und Projekte innerhalb aber auch außerhalb der Wikipedia und des Wikimedia-Universums, vergleichbar mit dem Grimme-Preis oder den Grammy Awards. In verschiedenen Kategorien werden Personen oder Personengruppen ausgezeichnet, die sich während der letzten zwölf Monate besonders für Freies Wissens eingesetzt, freies Wissen produziert, einen Bewusstseinswandel vorangetrieben oder bestimmte Lücken gefüllt haben.

Für diese Kategorien suchen wir externe Partner, die eine Patenschaft übernehmen, die Reichweite des Wettbewerbs erhöhen und Mitglieder einer Jury stellen können. Die wichtigste Neuerung ist, dass der Wettbewerb nicht zum Erstellen von Artikeln extra für den Wettbewerb aufruft, sondern dass großartige Leistungen des letzten Jahres nachträglich geehrt werden.

Das Konzept wird nun finalisiert, dann eine Jury gewählt und externe Partner gesucht. Im November starten wir die öffentliche Nominierungsphase, im Dezember dann die Abstimmung und Weitergabe der Beiträge an die Jury. Die Preisverleihung wird im Februar/März 2012 stattfinden.

Weitere Diskussionsbeiträge und Vorschläge für Partner, Juroren, Schirmherren etc sind nach wie vor herzlich willkommen! Ansprechpartnerin bei uns ist Nicole.

WikiConvention

Am 9.-11. September wird in Nürnberg die WikiConvention stattfinden. Organisiert wird die Veranstaltung von der Community für die Community, Wikimedia Deutschland ist Hauptsponsor (neben WMAT und WMCH) und unterstützt bei allen logistischen und organisatorischen Fragen.

Die WikiCon soll alle Akteure der deutschsprachigen Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte im Nürnberger Bildungszentrum zusammenbringen. Sie knüpft an das Skillshare-Treffen 2010 an und soll Zeit und Raum für Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen bieten, durch offene Strukturen sollen gleichzeitig neue Ideen entwickelt und vertieft werden. Für Kontakte im „Real Life“ soll mehr als nur eine Nische im Veranstaltungsprogramm bleiben.

Nicole und Henriette sind in stetigem Kontakt mit den Organisatoren aus Nürnberg und unterstützen bei Fragen zur Anmeldung, Budgetierung, Unterkunft, Programmgestaltung und sonstiger Logistik. Im Rahmen des Logowettbewerbs wurde ein hübsches Logo gekürt, Anfang Juli wird die offizielle Anmeldung eröffnet und zur Zeit werden Programmvorschläge und Helferangebote gesammelt.

Wiki loves Monuments

Die Suche nach Partnern und Sponsoren für den Fotowettbewerb “Wiki loves Monuments” setzte sich auch im Juni fort. Die Community arbeitet weiter an der Erstellung der entsprechenden Listen, es werden Kontakte zu einzelnen Städten geknüpft und intensiviert, die an lokalen Aktionen interessiert sind. Es gibt neben der Website nun auch Flyer zum Ausdrucken und Mitnehmen auf Fototour. Für die Jury werden außerdem bis zum 10. Juli die Kandidaten aus der Community sowie Vorschläge für externe Juroren gesammelt. Ansprechpartnerin bei uns ist Nicole. Kilian hat dazu einen ausführlichen Blogbeitrag veröffentlicht.

WISSENSCHAFT

Wikipedia trifft Altertum

Am Pfingstwochenende fand in Göttingen die Konferenz “Wikipedia trifft Altertum” statt. An zwei Tagen trafen 100 Wissenschaftler und Wikipedianer zusammen, insgesamt wurden fast 30 Vorträge gehalten (darunter Mathias zu Bildrechten, Datenbanklinks und Inhaltepartnerschaften). Die Organisatoren Marcus Cyron, Martin Rulsch und Jonathan Groß haben ganze Arbeit geleistet und eine tolle Veranstaltung organisiert. Wikimedia Deutschland hat die Veranstaltung finanziell unterstützt und aus der Geschäftsstelle haben Catrin und Michael bei Infomaterial und Pressearbeit und Nicole und Henriette bei Organisation und Logistik geholfen. Marcus schreibt dazu im Kurier:

Selten habe ich das Zusammentreffen von Wikipedianern mit Wissenschaftlern so konstruktiv, beide Seiten so aufgeschlossen erlebt. [...] Schon im Rahmen der Organisation unserer Veranstaltung waren wir vom absolut positiven Echo aus der „akademischen Welt“ überrascht. Insgesamt waren an beiden Tagen etwa 100 Teilnehmer vor Ort – vom Professor über den Studenten bis zum Wikipedianer (und sicher auch die eine oder andere Person, die Beides war). Sicher trifft es nicht auf alle zu – aber bei sehr vielen Wissenschaftlern und nicht zuletzt bei den Hochschullehrern scheint ein Umdenken stattzufinden. Wikipedia wird zwar nicht geliebt – nein, das ist falsch, Wikipedia wird von einer mittlerweile nennenswerten Zahl von Wissenschaftlern mindestens geachtet, zum Teil hoch respektiert, aber mindestens in fast allen Fällen genutzt. Aber man versteht immer mehr, dass etwas, das da ist, so verbreitet und trotz aller (nicht immer unberechtigter) Zweifel genutzt wird, Beachtung verdient, ja braucht. Aus diversen Gründen.

Vielen Dank an die Organisatoren sowie an die Helfer vor Ort für diese tolle Veranstaltung!

Wikipedia Academy

Die Überlegungen zur Neuausrichtung der Academy haben Nicole, Angelika und Denis und im Juni fortgesetzt. In zwei intensiven Arbeitstreffen wurden weitere Ideen gesammelt und darüber hinaus Gespräche mit den Organisatoren der CPoV sowie der Free Culture Research Conference geführt. Eine der Ideen ist, die Academy als dreitägige Konferenz zu veranstalten und die Ausarbeitung von Programm und Themenschwerpunkten einem externen Programm Committee bzw. Advisory Board zu überlassen.

Wir erhoffen uns durch das Hinzuziehen externer Fachleute einen breiteren Blick auf die verschiedenen Forschungsthemen sowie Kontakte zu Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen.

RENDER

Wikimedia ist ein Use Case Partner im EU-geförderten Forschungsprojekt RENDER.

Im ersten Projektjahr ist die Hauptaufgabe, Metriken und Messmethoden zu definieren. Diese sollen uns helfen, Aussagen über die Qualität – und dabei insbesondere die Vielfältigkeit (Diversität) – der Informationen innerhalb der Wikipedia zu treffen. Im Juni bereiteten wir die Definition neuer Metriken weiter vor. Dazu führten wir auch eine manuelle Analyse eines WP-Artikels in verschiedenen Sprachversionen durch. Anhand dieser Analyse untersuchten wir den Editier- und Aktualisierungsprozess, immer mit Hinblick auf die unterschiedliche Darstellungsweise in den jeweiligen Sprachversionen.

Für Anregungen oder Fragen meldet euch bei Angelika bzw. unter render@wikimedia.de.

Das RENDER-Team hat im Juni Zuwachs bekommen. Gerrit, der schon seit Mai 2009 als Werksstudent bei Wikimedia arbeitet, unterstützt mit einem Teil seiner Wochenstunden seit diesem Monat das Projekt. Gerrit studiert Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HU-Berlin und kann mit seinen Erfahrungen unser Team gut ergänzen. Jonathan Sonntag arbeitet, neben seiner Diplomarbeit im Bereich Computerlinguistik, als Werkstudent seit Juni im Projekt mit. Er wird sich besonders um aktuelle Programmier- und Implementierungsaufgaben kümmern.

 

Der nächste Monatsbericht erscheint am 10. August 2011.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im Mai 2011

Liebe Freunde des Freien Wissens,

etwas verspätet folgt der Bericht über die Projekte und Aktivitäten von Wikimedia Deutschland für den Mai 2011. Viel Spaß beim Lesen – Kommentare und Feedback sind wie immer gerne gesehen.

Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!

Im Mai war Catrin mit der Planung und Koordination der Video-Message von Jimmy zum Weltkulturerbe beschäftigt. Am 18. Mai war Jimmy Wales für die Aufnahmen und Pressegespräche (dpa, NYT) in Berlin. Texterstellung und Organisation und Dreharbeiten wurden von Michael unterstützt. Dazu gehörte das Sammeln und Aufbereiten von Informationsmaterial im Vorfeld sowie die Vorbereitung des Drehortes.

Sebastian Sooth hat im Mai den Start der Petition und das Expertengespräch am 31.5. vorbereitet. Am 23.5. ging die Website mit der Petition in deutscher und englischer Sprache online, bis Ende Mai hatten sie über 10.000 Menschen mitgezeichnet. Inzwischen ist sie von Freiwilligen in über 25 Sprachen übersetzt worden und auch die Videobotschaft von Jimmy Wales hat jetzt u.a. griechische und chinesische Untertitel. Im Deutschen Technikmuseum fand das Expertengespräch “Muss Wikipedia Weltkulturerbe werden?” statt, die Aufzeichung der Podiumsdiskussion gibt es auf wikimedia.de/videodoku. Mit Vertretern der Deutschen UNESCO-Kommission sind wir in intensivem fachlichen Austausch und Sebastian hat sich bereits mit Vertretern getroffen. Weiterhin unterstützt Leo Burnett die Initiative pro bono und Sebastian hat auch im Mai die Begleitung der Aktivitäten geklärt. Dabei wurde u.a. die erste Postkarte zur Initative produziert. Wikimedia-Chapter aus verschiedenen Ländern haben Unterstützung angeboten oder angefragt. Für das zweite Halbjahr ist ein Barcamp Freies Wissen in Vorbereitung, Interessenten können sich jetzt schon hier eintragen. Auch den Wettbewerb “Wiki Loves Monuments” wird die Initiative unterstützen. In einem ausführlichen Blogposting hat Sebastian die Idee und die Ziele der Kampagne vorgestellt und gleichzeitig auch in Englisch veröffentlicht.

Buchprojekt

Im Mai wurde das Manuskript des Wikipedia-Buchs nun offiziell an unseren Verlagspartner übergeben und gegenwärtig findet das Lektorat statt. Neben der Einholung von Autorenerklärungen war der Monat von der Ausarbeitung und Weiterentwicklung des Marketingkonzepts unter Federführung von Catrin geprägt. Noch fehlende Einleitungstexte wie auch das Vorwort von Jimmy Wales wurden von Catrin erstellt. Bis auf den gelegentlichen Abstimmungsbedarf mit dem Lektor und der Öffentlichkeitsarbeit liegt die Arbeit an diesem Projekt derzeit schwerpunktmäßig bei unserem Verlagspartner.

OpenData / OpenData Day

Am 18.5. fand in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und mit dem Berliner Wirtschaftssenator der 1. Berlin Open Data Day statt. Sebastian Sooth hat die Vorbereitung und die Organisation der Werkschau unterstützt und dort die Verbindung von Open Street Map und Wikipedia vorgestellt. Die dort veröffentliche Berliner Open Data Agenda wurde von Pavel Richter mitunterzeichnet. Michael und Sebastian haben dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.
Die Unterstützung der am 30.6. und 1.7. stattfindenden OKcon 2011 durch Wikimedia Deutschland betreut Sebastian. Wikimedia Deutschland ist dort Partner und wird auch selber interessante Ideen vorstellen.

CommunitySpace

Auch im Mai hat Sebastian viele verschiedene Angebote für Räumlichkeiten gesichtet. Leider war noch immer keine passende dabei. Das Blogposting zur Suche ist weiter aktuell. Mit Partnern für lokale CommunitySpace-Satelliten in weiten Städten hat Sebastian im Mai erste Gespräche geführt.

Community-Projektbudget

Sebastian Sooth ist Ansprechpartner für das Community-Projektbudget in der Geschäftsstelle. Im Mai hat er die Ausschreibung der ersten Antragsrunde unterstützt. Dazu wurde u.a. eine Sitenotice für angemeldete Nutzer aller deutschsprachigen Wikimedia-Projekte geschaltet. Antragsschluss für die erste Runde war der 31.5.. Den Community-Projektbudget-Ausschuss hat Sebastian u.a. bei dessen Start-Telefonkonferenz nach der Wahl der Mitglieder und bei der Einrichtung eines CPB-Wikis unterstützt.

4. Collaboratory zu “Privatheit und Öffentlichkeit”

Der zweite Workshop der Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft fand in den Räumen der Stiftung Neue Verantwortung statt. Sebastian Sooth hat daran teilgenommen.

Berlin Hackathon 2011

Vom 13.-15. Mai war Wikimedia Deutschland Gastgeber für 65 MediaWiki-Hacker, das Projektteam des europäischen Wettbewerbs “Wiki loves Monuments” sowie das Language Committee. Beim Berlin Hackathon im Berliner betahaus wurde quasi rund um die Uhr an Bugs, neuen Features, verbesserten Bearbeitungsmöglichkeiten und anderen Projektthemen gearbeitet. Daniel übernahm die Rolle des Programmkoordinators und Nicole kümmerte sich – mit der Unterstützung von Cornelius – um die logistisch-organisatorischen Aufgaben. Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung findet sich im Blog.

Das wahrscheinlich wichtigste Thema auf dem diesjährigen Hackathon war die Entwicklung einer verbesserten Bearbeitungsmöglichkeit für Wikitexte, die es erlaubt, Seiten so zu bearbeiten, wie sie angezeigt werden, oder gar direkt zu verändern, ohne auf eine spezielle Bearbeitungsseite wechseln zu müssen.

Wiki loves Monuments

Die Organisatoren des Wettbewerbes „Wiki loves Monuments“ kamen beim Hackathon in Berlin zu einem ersten europaweiten Treffen zusammen. Kilian hat dazu einen schönen Bericht im Wikimedia-Blog verfasst.

Für den deutschen Wettbewerb wurde von Elya eine eigene Webseite als Anlaufstelle für externe Teilnehmer, potentielle Sponsoren und Partner erstellt. Zurzeit wird weiter an den Listen gearbeitet und es werden Partner und Sponsoren gesucht. Den aktuellen Stand der Diskussion verfolgt man am besten direkt in der Wikipedia.

Zedler-Medaille 2011

Anfang Mai hat Nicole die Frage „Wie geht es weiter mit der Zedler-Medaille?“ hier im Blog veröffentlicht und auf der Wikipedia-Projektseite zur Diskussion neuer Konzepte und Ideen für die Aurichtung des Wettbewerbes in 2011 aufgerufen. Die Diskussion wurde recht lebhaft und konstruktiv geführt.

Ein Vorschlag aus der Community ist eine „Zedler-Medaille für Freies Wissen“, eine Art Grimme- oder Grammy-Preis für herausragende Leistungen, Artikel, Redaktionen, Portale, Sammlungen innerhalb aber auch außerhalb der Wikipedia. In verschiedenen Kategorien würden Projekte oder Personen ausgezeichnet, die sich innerhalb der letzten zwölf Monate besonders für die Förderung Freien Wissens eingesetzt oder bestimmte Lücken gefüllt haben. Für einige der Kategorien sollen externe Partner gefunden werden, die eine Patenschaft übernehmen, die Reichweite des Wettbewerbs erhöhen und eine Jury stellen können. Eine wichtige Neuerung wäre auch, dass nicht zum Erstellen von Artikeln extra für den Wettbewerb aufgerufen wird, sondern dass tolle Leistungen nachträglich geehrt werden.

Nun wird ein Termin für ein Treffen mit der Community gesucht, um die Vorschläge gemeinsam in ein fertiges Konzept zu gießen, Vorschläge für alte und neue Partner zu sammeln und die Kategorien festzulegen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an der Abstimmung zu beteiligen. Ansprechpartner bei uns ist Nicole.

Wikipedia trifft Altertum

Die drei Organisatoren Marcus Cyron, Martin Rulsch und Jonathan Groß haben im Mai verstärkt am Programm und der logistischen Vorbereitung ihrer Konferenz Wikipedia trifft Altertum gearbeitet.

Nicole unterstützt das Team in Bezug auf Übernachtungsmöglichkeiten, Tipps für die Organisation vor Ort, Catering und Technik und steht auch für Fragen rund um Budget und Kostenkontrolle zur Verfügung.

Das Programm kann sich sehen lassen: (1,5 gut gefüllte Tage mit je zwei Vortragssträngen) und es haben sich bisher fast 100 Teilnehmer angemeldet.

WissensWert

Aktuelle Berichte aus den Projekten finden sich im regelmäßigen Bericht im Wikimedia-Blog. Ansprechparterin ist Nicole Ebber.

Wikipedia Academy

Nicole, Angelika und Denis haben sich im Mai erste Gedanken zur diesjährigen Wikipedia Academy gemacht. Das ursprüngliche Konzept der Veranstaltung, externe Wissenschaftler zur Mitarbeit in der Wikipedia zu bewegen, ist bisher nicht sehr erfolgreich gewesen. Deswegen möchten wir in diesem Jahr den Fokus deutlicher in Richtung „Forschung und Wissenschaft um, in und mit Wikipedia“ verschieben. Somit sprechen wir Personen an, die sich sowieso bereits mit Wikipedia beschäftigen und bringen diese Leute miteinander in Kontakt. Ziel ist auch, das Ansehen von Wikipedia und Wikimedia im Wissenschaftsbereich zu verbessern und uns zu einem kompetenten Ansprechpartner in Sachen Wikipediaforschung zu etablieren.

Unsere Idee ist es, auf der Academy einen breiten Überblick der aktuellen Wikipedia-Forschung zu präsentieren. Dabei wird sowohl auf Forschungen eingegangen, die die Wikipedia selbst als Gegenstand der Untersuchungen verwenden, als auch auf Arbeiten, in denen Wikipedia als Datengrundlage der Entwicklung genutzt wird. Sie bietet den Rahmen, wissenschaftliche Ergebnisse aus verschiedenen Disziplinen vorzustellen, die zu diesem Forschungsfeld relevante Beiträge leisten.

Die Konferenz sollte dann jährlich stattfinden, um damit auch die Basis für weiterführende wissenschaftliche Arbeiten und Kooperationen zu schaffen. Wir werden in den nächsten Tagen die Projektseite in der Wikipedia aktualisieren und dort erste Ideen präsentieren und Interessierte zur Diskussion um Formate und Inhalte bitten.

Literaturstipendium

Im Literaturstipendium setzt sich ungebrochen der Trend des Jahres fort: Es entwickelt sich klasse. Kurz vor Jahreshälfte sind bei Denis Barthel bereits fast so viele Anfragen eingegangen und Stipendien vergeben worden wie im gesamten Jahr 2010. Offensichtlich ist dieses Wachstum stabil, wir freuen uns auf die nächsten Anfragen. Auch zwei neue Fachbereiche sind derweil dazugestoßen, zum einen das Portal “Essen und Trinken” und zum anderen das “Regionalprojekt Mittelhessen”. Die Mittelhessen forderten auch gleich zwei Literaturstipendien an, um in den nächsten Monaten schreibend die Fotografen ihrer Region bei “Wiki loves Monuments” zu unterstützen. Eine hervorragende Idee, an der sich hoffentlich zahlreiche weitere Autoren beteiligen!

Wikipedia-Autorenumfrage 2011

Seit langem geplant, ist sie jetzt auf der Zielgeraden: Die Wikipedia-Autorenumfrage 2011. Ende Juni wird Wikimedia Deutschland mit Unterstützung der Wikimedia Foundation eine detaillierte Untersuchung zur Zufriedenheit der Wikipedia-Autoren starten. Manuel Merz, der, administrativ unterstützt von Denis Barthel, die Umfrage umsetzt, setzt hiermit seine Vorstudie aus dem Jahr 2009 fort. Um einen guten Vergleich zu ermöglichen, findet sie parallel in der deutschsprachigen und auch der englischsprachigen Wikipedia statt. Ziel der Studie ist mehr zu erfahren über die Motivation, die Rollen und die Hintergründe der Autoren in der Wikipedia. Nur so ist eine präzise Unterstützung der Wikipedia-Autoren durch Wikimedia Deutschland möglich. Aber auch der Community soll die Studie spannende und diskussionswürdige Resultate bringen. Erste Ergebnisse sollen auf der Wikimania in Haifa präsentiert werden, ein Abschlussbericht auf der Wikipedia Academy im November.

Redaktionstreffen

Das erst im März diesen Jahres eingeführte Förderprogramm Redaktionstreffen hat sich trotz der kurzen Zeit offensichtlich bereits fest im Repertoire der Redaktionsfördermaßnahmen von Wikimedia Deutschland etabliert. Anfang Juni finden gleich vier durch das Programm geförderte Begegnungen “virtueller Fachbereiche” statt, nämlich der Redaktion Physik, der Redaktion Chemie, der Redaktion Biologie und des WikiProjekts Römischer Limes. Weitere Treffen sind in Planung. Besonders erfreulich ist, dass einige der teilnehmenden Bereiche sich erstmals treffen und den Anstoß zu ihren “Premieren” in dem Förderprogramm fanden.

Bildarchive

Weiterhin gibt es unter Bildarchiven ein großes Interesse an dem Austausch mit Wikimedia über die Frage, wie Inhalte unter Freier Lizenz verfügbar gemacht werden. Mathias nahm dazu am 6. Mai an einer Tagung in Bremen teil und stellte dabei die Bundesarchiv-Kooperation und die Projekte Wikimedia Commons vor.

eG8

Unter französischer Führung fand im Mai ein Treffen der G8 zu Fragen des Internets statt. Schwerpunkt war hier das Internet, das man sich nach französischer Darstellung als einen grenzenlosen unbestellten Acker vorstellen muss, den es einzuzäunen und zu bestellen gilt.

Wikipedia und Facebook und Youtube seien zwar ganz nett, aber nun bedürfe es einer staatlichen lenkenden Hand für die kommende Entwicklung. Im Vorfeld des eigentlichen G8-Treffens wurden dazu die sichtbaren Köpfe des Internets eingeladen, um einmal ihre Wünsche und Vorstellungen zum Netz vorzustellen, quasi als eine Art Impulsreferat für den G8-Gipfel. Eingeladen war dazu auch Jimmy Wales. In Berlin gab es am 17. Mai ein Internet Colloquium an der französischen Botschaft, wo einer der Organisatoren des Gipfels die Themen vorstellte. Mathias nahm am Colloquium als Vertreter von Wikimedia Deutschland teil und wies auf die “unbeabsichtigten” Konsequenzen durch Sperrgesetze (Zugangserschwerungsgesetz) und Datenschutzvorstöße (Google Street View) auf Projekte wie OpenStreetMap und Wikipedia hin.

Konrad Adenauer Stiftung

In Berlin veranstaltete die Konrad Adenauer Stiftung einen zweitägigen Workshop für junge Teilnehmer zum Schreiben in der Wikipedia, Denis war dort am 26. Mai als Referent vor Ort.

Silberwissen / TAO

Am 3. und 4. Mai nahm Elvira Schmidt am gemeinsamen Workshop von Community- und Forschungspartnern im Rahmen des TAO-Projekts in Bern teil. Während der beiden Tage wurden folgende Themen diskutiert:

* Erste Ergebnisse aus der Vorstudie 60plus

* Erarbeitung des Grundkonzepts vom Handbuch

* Einführung und Überblick über die bisherigen Aktivitäten und Begleitforschung (Seniorweb * Schweiz, Seniorweb NL, Silberwissen)

Das nächste gemeinsame Treffen der Partner wird im Herbst stattfinden.

Zur Vorbereitung von Seminaren und Workshops im Herbstsemester 2011 bzw. im Frühjahrssemester 2012 fanden jeweils vor Ort Beratungen mit Vertretern der Volkshochschule (VHS) Erftstadt, Senioren-VHS Bonn, des katholischen Bildungswerkes Mainz, der Seniorenakademie Worms und der Caritas Worms statt. Die Resonanz zum Projekt Silberwissen war durchgängig positiv und von vielen Fragen zu Wikipedia und zur Organisation von Kursen und Workshops begleitet. Die Termine für Vorträge und Workshops im September an den beiden VHS sind bereits festgelegt. Die Zusammenarbeit mit den kirchlichen Bildungsträgern aus Mainz und Worms wird im Frühjahr 2012 starten.

In einem ersten Treffen mit einer Vertreterin der gGmbH Medien+Bildung.com (Rheinland-Pfalz) wurden Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Projekt Silberwissen erörtert.

RENDER

In den aktuellen Arbeitspaketen zur Definition und Evaluation von Metriken innerhalb der Fallstudie arbeiten wir jetzt enger mit dem KIT zusammen. Der Fokus liegt hierbei noch stärker auf Diversität als Qualitätsmerkmal. Angelika war Anfang Mai in Karlsruhe um offene Fragen und Projektdetails zu klären. Während des einwöchigen Aufenthalts von Denny Vrandečić (KIT, http://www.aifb.kit.edu/web/Denny_Vrandecic) in Berlin zum Hackathon wurde ein Beitrag mit dem Titel “Representing knowledge diversity in Wikipedia” erarbeitet und bei der WikiSym 2011 (http://www.wikisym.org/), die im Oktober in Mountain View / CA stattfindet, eingereicht.
Darüberhinaus konnten in zahlreichen Gesprächen neue Ideen und Konzepte für RENDER gefunden, sowie die Details zu den aktuellen Arbeitspaketen weiter konkretisiert werden.

Schulprojekt

Wir haben im Mai mit dem Umbau der Projektseite begonnen. Dort kann man sich nun ausführlicher über das Projekt informieren. Die Schulansprache via Postversand läuft nach wie vor sehr gut. Die Informationen gelangen auf diesem Wege tatsächlich zu den betreffenden Lehrern oder werden entsprechend weitergeleitet, was uns natürlich sehr freut. Auch die Kommunikation mit Kooperationspartnern und die Vertretung des Projekts auf Tagungen, gewinnt mit dem Wachsen des Projekts an Bedeutung.
Unsere Termine lassen sich in diesem Monat wieder in Workshops und in Metaveranstaltungen (Tagungen, Konferenzen, …) gliedern. Fünf Workshops konnten realisiert werden und das Projekt konnte auf vier Metaveranstaltungen über das Wikipedia-Schulprojekt informieren. Die Workshops waren erfreulicher Weise ausgesprochen breit gefächert. Von einem Vortrag an der Universität Mainz vor Lehramtsstudierenden, über einen Schülerworkshop an einer Realschule im Rahmen eines Projekttages bis hin zu einem Workshop für Lehrer war alles dabei. Eine wichtige Veranstaltung war am Anfang dieses Monats die Präsentation des Schulprojekts vor der KMK in Hamburg. Hieraus haben sich bereits einige Kontakte und mehrere Veranstaltungen in Planung ergeben. Auch die Präsentation des Projekts auf der iMedia, einer Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte, gab Möglichkeiten zum Dialog und zur weiteren Vernetzung.
Als Ansprechpartner für das Schulprojekt stehen Elly und Denis zur Verfügung, Nicole hat sich aus dem Schulrojekt zurückgezogen und arbeitet an verschiedenen anderen Projekten. Das Schulprojekt ist derzeit verstärkt auf der Suche nach Referenten in der Region Bayern! Wer Lust hat oder jemanden kennt, der werfe gerne einen Blick auf unsere Ausschreibung. Für Anregungen und Workshopanfragen bitte eine Mail an schule@wikimedia.de.

Presseanfragen

Es gab diverse Anfragen für Wikipedianer-Portraits und der Geburtstag der deutschsprachigen Wikipedia wurde nochmals thematisiert. Catrin hatte Interviews mit verschieden Radiosendern (BR, mdr-info) und Hintergrundgespräche mit Tagespresse. Im Mittelpunkt stand das Thema warum Wikipedia Weltkulturerbe werden sollte, aber es wurden damit auch immer Kernthemen wie Bedeutung Freien Wissens, Unterstützung und Teilnahme kommuniziert. Nicht nur national hat das Thema bereits großes Interesse hervorgerufen. Für die Deutsche Welle gab Catrin Interviews für die Serbische Redaktion. Besonderes Highlight war die Zusammenarbeit mit der New York Times. Weitere internationale Anfragen und die Koordination von Interviews mit anderen Chaptern folgten.  Darüber hinaus wurde die FAQ zum Thema ‚Weltkulturerbe‘ erweitert und ins Englische übersetzt. Der Austausch im Rahmen der internationalen Pressearbeit hat auf der internationalen Jubiläumsseite und zugehöriger Mailingliste begonnen. Catrin unterstützt andere Chapter bei Presseanfragen. Hier erste Ergenisse in den Medien. Aktuell wird mit zdf/3sat für ein geplantes Wikipedianer-Portrait im Rahmen des ‚Tag des Ehrenamtes‘ gearbeitet.

Pressemitteilungen

Wikimedia Deutschland unterstützte den ersten Berlin Open Data Day. Michael erstellte und verschickte in diesem Zusammenhang eine Pressemitteilung, ebenso für den dritten Hackathon von Wikimedia Deutschland. Im Rahmen des Petitionsstarts der Initiative „Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!“ erstellten Catrin und Michael eine Pressemitteilung, die auch für die internationalen Wikimedia Chapter als englische Vorlage für eigene Darstellungen übersetzt wurde. Für das Expertengespräch „Warum sollte Wikipedia Weltkulturerbe werden!“ am 31. Mai im Deutschen Technikmuseum Berlin wurde eine Presseeinladung vorbereitet und verschickt.

Wikimedium

Auch im Mai gab es nochmals kräftigen Zuwachs an Abonnenten unserer Vereinszeitschrift. Außerdem konnte Catrin mit dem Deutschen Technikmuseum einen weiteren Partner akquirieren, der die Zeitung zukünftig auslegt.

Die nächste Ausgabe erscheint im Juni. Michael und Catrin haben dafür im Mai redaktionelle Vorarbeiten geleistet und Beiträge aus der Community gesammelt. Jederzeit können Ideen, Bilder oder Texte bei uns eingereicht werden: redaktion@wikimedium.de

Informationsmaterialien

Das Projekt Wikipedia macht Schule entwickelt sich weiter und hat nun großen Bedarf an Informationsmaterial. Logoentwicklungen für dieses und andere Projekte werden von Catrin und  Michael vorangebracht und weiteres Material konzipiert.

Für die Veranstaltung Wikipedia trifft Altertum erstellte Catrin in Zusammenarbeit mit den Organisatoren Martin Rulsch und Marcus Cyron einen Einladungsflyer. Den Versand an eine Liste wissenschaftlicher Einrichtungen nahm Michael vor.

Die Infobroschüre zu Wikimedia Commons ist frisch gedruckt und kann über die Geschäftsstelle bezogen werden. Im Layout ist derzeit die Informationsbroschüre für Wikisource, voraussichtlich ab Ende Juni fertig. An dieser Stelle allen Community-Mitgliedern, die Catrin und Michael bei der Erstellung dieses Informationsmaterials nützliche Hinweise und Unterstützung geben, herzlichen Dank.

Internet-Auftritt

Die Webpräsenz von Wikimedia Deutschland wurde auch im Mai kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Einbindung von OSM-Karten auf Projektseiten (Beispiel Silberwissen) wurde die Navigation des Blogs an die Hauptseite angepasst. Der Blog stellte auch das Hauptaugenmerk der Arbeit in diesem Bereich in den vergangenen Wochen dar. Unter anderem hat er jetzt eine bessere Suchfunktion, erneuerte Seitennavigation am unteren Rand („Pagination“) und neue Kategorie-Navigationsfunktionen am rechten Rand. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden alle vorhandenen Inhalte konsistent kategorisiert, neue Kategorien geschaffen und Unterkategorien angelegt.

Zudem wurde die von Wikipedianern vor einigen Jahren erstellte Wikimedia-Seite im Wikipedia-Namensraum nach einem Hinweis aus der Community neugestaltet und aktualisiert.

Mitglieder

Wieder erfreuliche Nachrichten von Henriette aus der Mitgliederverwaltung: Im Mai 2011 haben wir 44 Mitglieder mit aktiver Mitgliedschaft und 9 Mitglieder mit Fördermitgliedschaft aufgenommen; bedauerlich allerdings, dass zwei Mitglieder zum 31. Dezember 2011 ihre Mitgliedschaft gekündigt haben.

Der Verein zählt derzeit 901 aktive (= Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung; nur natürliche Personen) und 255 Fördermitglieder (= finanzielle Unterstützung des Vereins), insgesamt also 1.156 Mitglieder; hinzu kommt ein Ehrenmitglied (Jimbo Wales).

Fundraising

Der Mai war stark geprägt durch eine Vielzahl an Aktionen. Zunächst wurde ein Mailing mitsamt des Tätigkeitsberichtes und der aktuellen Ausgabe der Wikimedium an 1100 Spender verschickt. Zusammen mit Tobias haben wir zudem eine Spenderumfrage erstellt, die nächsten Monat verschickt werden soll. Hierzu sollen mehrere Tausend Spender angeschrieben werden. Ziel der Umfrage ist unsere Spender besser kennenzulernen. Was treibt die Menschen an, sich finanziell für Wikipedia zu engagieren? Was sind ihre Befürchtungen und wofür sollen die Spenden ausgegeben werden? Das sind einige der ca. 25 Fragen, von deren Antworten wir uns aufschlussreiche Erkenntnisse erhoffen. Übrigens hat auch die Wikimedia Foundation letztes Jahr eine internationale Spenderumfrage durchgeführt, mit durchaus interessanten Erkenntnissen. Desweiteren habe ich im Mai mit den ersten Vorbereitungen für die nächste Spendenkampagne begonnen. Dazu habe ich eine Projektseite erstellt und angefangen, Wikipedianer für das Schreiben von persönlichen Aufrufen zu begeistern. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn noch weitere Wikipedia-begeisterte Menschen sich an der Vorbereitung und Durchführung der nächsten Spendenkampagne beteiligen würden. Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung war der Video-Dreh mit Jimmy Wales, der ebenfalls im Mai stattfand. Denn gerade Videos würde ich gerne zur nächsten Spendenkampagne viel stärker ausprobieren. Habt Ihr Fragen, Anmerkungen oder Kritik? Immer her damit: till.mletzko[at]wikimedia.de

 

Der nächste Bericht erscheint am Freitag, den 1. Juli 2011.

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Ein neuer Mitarbeiter: Johannes Rohr übernimmt die Freiwilligenförderung

Liebe Freunde des Freien Wissens,

ich freue mich, Euch heute über einen Neuzugang im Team von Wikimedia Deutschland zu informieren: Zum 15. Juni übernimmt Johannes Rohr die Position “Freiwilligenförderung und Community-Beziehungen”. Johannes ist gelernter Historiker und Slawist und hat seit seinem Studium für verschiedene Nichtregierungsorganisationen im Bereich Umwelt, Entwicklung und Menschenrechte gearbeitet, zuletzt bei der Kopenhagener International Work Group for Indigenous Affairs als Leiter des Russland-Programms.

Seinen ersten Edit als angemeldeter Benutzer in der DE-Wikipedia machte Johannes am 26. Juli 2004 in der Diskussion zum Artikel “Sibirien”. Aktiv war er v.a. in den deutschsprachigen Wikipedia zu seinen Leib- und Magen-Themen, u.a. Russland, Sprachen, Geschichte, Menschenrechte, aber auch in einigen anderen Sprachausgaben und auf dem Meta-Wiki, vorwiegend im Bereich Mehrsprachigkeit und kleine Wikis.
Während der letzten drei Jahre musste Johannes sein Wiki-Engagement berufsbedingt zurückfahren, ohne es jemals ganz einzustellen. Nun freut er sich umso mehr darauf, bei Wikimedia Deutschland wieder aktiv für Wikipedia tätig sein zu können und sich ganz der Arbeit mit der und für die Wikimedia-Community zu widmen. Als Projekt- und Kampagnenkoordinator hat Johannes langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Ehrenamtlichen und Basisgruppen verschiedenster Hintergründe, wobei der Schwerpunkt seiner Arbeit stets darauf lag, diese bei der Entwicklung eigener Zielvorstellungen und der Umsetzung selbst entwickelter Projekte zu unterstützen, also, wie es im Entwicklungsjargon heißt – Hilfe zur Selbsthilfe.
Ähnlich sieht er seine Rolle bei Wikimedia Deutschland, wo er vor allem dafür sorgen will, dass mehr aktive Wikipedianer (und natürlich auch aus den Schwesterprojekten!) als bisher erfahren, welche Unterstützung sie von Wikimedia Deutschland erhalten können, aber auch dafür, dass Wünsche und Kritiken aus der Community im Verein schnell und direkt ankommen und dass viele bislang ungenutzte Möglichkeiten im Zusammenspiel beider zukünftig verwirklicht werden. Neben der Unterstützung der Arbeit der Wikimedianer in den Wikimedia-Projekten stellt die Einbindung von Freiwilligen in allen Bereichen der Vereinsarbeit eine wichtige Aufgabe dar. Hierbei wird Johannes in allen wichtigen Projekten des Vereins als Berater sein Wissen einbringen.

 

Johannes ist im Büro per Mail oder über seine Wikipedia-Benutzerseite zu erreichen.

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Es heißt Abschied nehmen: Henriette Fiebig verlässt Wikimedia Deutschland

Liebe Freunde des Freien Wissens,

am 30. Juni 2011 wird der letzte Arbeitstag von Henriette Fiebig bei Wikimedia Deutschland sein. Henriette hat seit September 2008 als Community Assistentin für den Verein gearbeitet und in dieser Zeit unzählige Initiativen aus der Community begleitet, bei der Organisation zahlreicher Veranstaltungen mitgearbeitet, die Mitgliederbetreuung aufgebaut und uns hier im Büro als verlässliche Verbindung in die Community unterstützt.

Henriette verlässt den Verein auf eigenen Wunsch. Ich bedanke mich im Namen des Vorstands, der Mitglieder und der Kollegen für fast drei Jahre wirklich toller Zusammenarbeit und für ihren unermütlichen Einsatz. Ich wünsche Henriette alles Gute für die Zukunft und freue mich schon darauf, sie bei Stammtischen, Wikipedia-Veranstaltungen aller Art oder einfach nur so irgendwo in der Wikipedia wieder zu treffen.

Danke, Henriette!

P.S.: Die Aufgaben von Henriette werden übernommen von unserem neuen Projektmanager ““Freiwilligenförderung und Community-Beziehungen”, Johannes Rohr.

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Ein neuer Mitarbeiter: Jan Engelmann leitet den Bereich Politik & Gesellschaft

Ich freue mich, zum 1. Juni 2011 Jan Engelmann als neuen Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland begrüßen zu können. Jan wird bei Wikimedia Deutschland e.V. künftig den Bereich Politik & Gesellschaft leiten. Im Verbund mit Mathias Schindler soll er als Schnittstelle zum Politikbetrieb fungieren, aber auch die Nähe zu anderen Teilöffentlichkeiten, etwa kulturellen oder zivilgesellschaftlichen Initiativen, suchen. Grundlage dieser Arbeit sind die im Kompass 2020 definierten Ziele. Der frühzeitige und kontinuierliche Kontakt zu politischen Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und gesellschaftlichen Organisationen wird für uns in Zukunft immer wichtiger werden. Genau herausgearbeitete und klar formulierte Positionen zu so unterschiedlichen Bereichen wie dem Urheberrecht, der Lizensierung staatlicher Werke, zu Leistungsschutzrechten, Netzneutralität und vielen anderen mehr sind dabei entscheidend. Jan wird zusammen mit dem Vorstands-Ressort Lobbying und mir diese Positionen erarbeiten und im politischen Raum vertreten.

Bei der Ansprache unterschiedlicher Milieus und Interessengruppen kommt ihm seine langjährige  Erfahrung in der Politischen Bildung und im Journalismus zugute. Ursprünglich aus dem Verlagswesen kommend, hat sich Jan in den letzten Jahren verstärkt mit urheberrechtspolitischen Fragestellungen und den Restriktionen gegen die Idee einer „sharing culture“ auseinandergesetzt. Jan Engelmann war zuvor fünf Jahre lang Kulturreferent der Heinrich-Böll-Stiftung. Dort war er u.a. auch für Fragen der digitalen Öffentlichkeit zuständig. So organisierte er neben Diskursformaten wie “Spielstand” (Sophiensaele Berlin) und “Utopie-Station” (Nationaltheater Mannheim) u.a. Debatten zu Google Books oder dem geplanten Leistungsschutzrecht für Presseverleger. In Kooperation mit iRights entstand 2009 der Reader “Copy.Right.Now! Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht” Nun freut er sich darauf, zusammen mit interessanten Menschen innerhalb einer international vernetzten Bewegung die Wege, auf denen Wissen aggregiert und weitergegeben wird, mit zu gestalten.

Jan ist hier im Büro bzw. per Mail zu erreichen.

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Projekte & Aktivitäten von Wikimedia Deutschland im April 2011

Hackathon 2011

Daniel, Nicole und Cornelius haben sich im April den weiteren Vorbereitungen für den Hackathon angenommen, der vom 13.-15. Mai in Berlin stattfindet. Die Anmeldung ist nun geschlossen, der Zeitplan in erster Version online, die Liste der Themen wird immer länger, Reisen und Unterkünfte für alle Teilnehmer sind gebucht. Angemeldet sind nun 100 Hacker, darunter Vertreter des europäischen Wettbewerbes Wiki loves Monuments und das Language Committee sowie Angestellte der Wikimedia Foundation. Der Hackathon fällt außerdem in den Zeitraum der Berlin Web Week, in der die „digitale Wirtschaft die strategischen, ökonomischen, technischen und gestalterischen Möglichkeiten der Online-Medien präsentiert“. Am Sonntagabend wird es eine gemütliche Hackerlounge in der c-base geben, zu der Interessierte und Hackerfreunde herzlich eingeladen sind. Aktuell suchen wir noch ein paar Helfer, die uns bei der Veranstaltung mit Dokumentation, Sightseeing und einfach als Unterstützung vor Ort zur Hand gehen möchten.
Bei allen Fragen und Wünschen könnt ihr euch gerne an Nicole und Daniel wenden, am besten per hackathon@wikimedia.de.

Wiki loves Monuments

Im europaweiten Fotowettbewerb „Wiki loves Monuments“ konzentriert sich gerade alles auf das Treffen in Berlin im Rahmen des Hackathons. Wer aus der Community bzw. dem Projekt Denkmalpflege noch an dem Treffen teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei Nicole (nicole.ebber@wikimedia.de) zu melden; es sind noch wenige Plätze frei! Auf der Mailingliste werden engagierte Ideen vorgetragen, rechtliche und organisatorische Vorbehalte und Fragen geklärt und neue Partner vorgestellt. Im Blogbeitrag von Anfang April hat Nicole einen Ausblick zum Projekt verfasst. Außerdem ist der Logowettbewerb innerhalb der Community erfolgreich zu Ende gegangen und nun gibt es ein neues, hübsches Logo!

Wikipedia trifft Altertum

Ein Projekt direkt aus der Community! Marcus Cyron, Martin Rulsch und Jonathan Groß organisieren am Pfingstwochenende die Tagung „Wikipedia trifft Altertum – Freies Wissen, Neue Medien, populäre Wissensvermittlung und Enzyklopädien in den Altertumswissenschaften“ in den Räumen der Georg-August-Universität Göttingen.  Ziel dieser Konferenz ist es, Fachwissenschaftler und Wikipedia-Mitarbeiter des Fachbereiches ‚Altertumswissenschaften‘ in einer Veranstaltung zusammenkommen zu lassen, um den aktuellen Stand, aber auch die Probleme und Zukunft dieses Bereiches gemeinschaftlich zu diskutieren. Im Gegensatz zu den bisher viermal durchgeführten Wikipedia Academies wird diese Konferenz erstmals einen bestimmten Fachbereich ansprechen. Ausführliche Informationen dazu im Blogbeitrag.
Wikimedia Deutschland unterstützt die Veranstaltung finanziell und auch organisatorisch-logistisch. Zurzeit erstellen wir den Informationsflyer, der gleichzeitig als Einladung dient, buchen Unterkünfte und Anreise für Teilnehmer und stehen für alle Fragen hinsichtlich des Budgets und Absprache mit Beteiligten zur Verfügung.  Ansprechpartnerin bei uns ist Nicole.

WissensWert

Nicole hat im April den Starbeitrag der monatlichen Reihe „Bericht aus den WissensWert-Projekten“ verfasst. Hier versorgen wir unsere Leser ab sofort mit dem aktuellen Status, Fortschritten, Rückschlägen und Tipps für andere Projekte. Im Startbeitrag sind alle Projekte samt verantwortlichen Ansprechpartnern bei WMDE aufgeführt, ebenso findet ihr eine kurze Statusmeldung zum jeweiligen Projekt. Die Partner sind aufgefordert (und das ist auch eine Bedingung der Förderung), uns monatlich über den Verlauf der Projekte zu berichten. Neben den Sammelberichten sind sie außerdem eingeladen, exklusive Beiträge zu einzelnen Projekten zu schreiben, z.B. wenn ein großer Erfolg erzielt wurde, ein Meilenstein geschafft oder auf anderen Kanälen über das Projekt berichtet wurde. Der nächste Bericht erscheint Mitte des Monats.

Wikimedia Conference

Die Nachbereitung und Abrechnung der Conference zog sich noch bis in den April, auch wenn die Abläufe im Vergleich zum Vorjahr merklich optimiert werden konnten. Die Moderatorinnen und Dokumentatoren haben ganze Arbeit geleistet: Alle Mitschriften und Ergebnisse sind zeitnah auf Meta eingestellt worden. Die – besonders gelungene – visuelle Dokumentation ist ebenfalls online, genau wie die vielen, hübschen Fotos der Veranstaltung.
Wir haben zum einen das Feedback der Teilnehmer ausgewertet (in kurz: toller Veranstaltungsort, aber wo war das Fleisch?) und außerdem eine lange Liste an Lessons Learnt für uns erstellt. Wer Rückfragen zur Veranstaltung hat, kann sich gerne an Nicole wenden.

RENDER

Die Evaluation der Wikipedia ist unser umfangreichstes Aufgabenpaket im ersten Projektjahr. Wir hoffen mit den in RENDER entwickelten Erweiterungen und Werkzeugen die Qualität und das Vertrauen in die Wikipedia zu erhöhen. Um diese Veränderungen nachweisen und messen zu können, arbeiteten wir in diesem Monat intensiv an der Entwicklung eines Qualitätmessverfahrens für WP-Artikel. Zu diesem Thema wurde in den vergangenen Jahren bereits sehr viel geforscht und diskutiert. Ausgehend von dieser Basis identifizierten wir eine Reihe messbarer und berechenbarer Merkmale, deren Umsetzung, Abhängigkeiten und Gewichtungen in einem Qualitätsmodell noch zu untersuchen ist. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt. Für Anregungen oder Fragen meldet euch bei angelika.adam@wikimedia.de bzw. render@wikimedia.de.
Angelika und Mathias haben am Quartalstreffen, welches am 19. und 20.4. in Ljubjana (Slowenien) beim Institut Jozef Stefan  statt fand, teilgenommen. Bei diesem Meeting präsentierten alle Projektpartner den Status ihrer aktuellen Aufgabenpakete und arbeiteten die Anforderungen an die jeweils anderen Partner heraus. Wikimedia stellte mehrere Use Case Szenarien für Wikipedia vor und diskutierte die Bedingungen an die technischen Konsortialpartner.
Unter http://render-project.eu/resources/deliverables/ sind die Berichte zu bereits abgeschlossenen Arbeitspaketen des Gesamtprojekts einsehbar.

Tazkongress

Am 9. April fand in Berlin der Medienkongress von tageszeitung “taz” und Wochenzeitung “freitag” statt, auf dem Mathias für ein Panel über Freie Lizenzen eingeladen war. Das Panel war sehr auf praktische Anwendungen und die Bedeutung freier Lizenzen ausgelegt und zusammen mit Markus Beckedahl und Nils Dagsson Moskopp war es auch frei von Menschen, die nicht entweder direkt bei Creative Commons mitarbeiten oder diesem Lizenz-Ökosystem fernstehen.

3. Collaboratory zu Immaterialgüterrechten

Am 12. April hat das von Google initiierte Collaboratory seinen Bericht über “Regelungssysteme für immaterielle Güter” vorgestellt.
Wer diesen Begriff zu sperrig findet, der kann ihn durch “Urheberrecht” ersetzen, das collaboratory hat auf seiner Internetseite ebenfalls aus Gründen der Lesbarkeit und Platzsparsamkeit das böse U-Wort verwendet. Teil des Berichts ist ein längeres Dokument für die Bausteine eines künftigen Immaterialgüterregelungssystem (lies: Urheberrecht), an dem Mathias mitgeschrieben hat und das auf http://collaboratory.de/reports/initiative_3#99 publiziert ist (pdf unter https://sites.google.com/site/colabdev3000/presse/downloads/IGCollaboratory-Abschlussbericht-Urheberrecht-fuer-die-Informationsgesellschaft.pdf?attredirects=0&d=1).
Ebenfalls im April ist Wikimedia Deutschland Mitglied des Collaboratory geworden.

collab

Am 4. Expertenkreis der Collaboratory-Initiative Internet und Gesellschaft der sich diesmal um das Thema “Privatheit und Öffentlichkeit” dreht nimm Sebastian Sooth. Anfang April fand im Base_Camp in Berlin der Auftaktworkshop statt. Initiiert von Google Deutschland wird hier gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet gearbeitet.
http://collaboratory.de/

Redaktionsförderung

Zwei größere Anträge auf Unterstützung von Fachbereichen sind der Geschäftsstelle aus der Community zugegangen. Zum einen ein auf dem Fotoworkshop in Nürnberg von den anwesenden Fotografen erarbeiteter Antrag auf Beschaffung von Fotoequipment, zum anderen ein Antrag zur Beschaffung eines fotofähigen Mikroskops, den die Redaktion Biologie einreichte. Dieses soll beim nächsten Treffen der Redaktion Biologie eingesetzt werden. Beide Anträge sind derzeit in der abschließenden Phase.

Literaturstipendium

Im April konnten sieben weitere Literaturstipendien von Denis Barthel “ausgeliefert” werden. Damit sind dieses Jahr bereits 15 monografische Stipendien vergeben worden, eine Zahl, die im letzten Jahr erst im September erreicht wurde (von den 8 Chemie-eLitstips mal ganz abgesehen). Das zeigt deutlich, dass das Literaturstipendium intensiver angenommen wird als je zuvor – eine tolle Entwicklung auch für die Qualität der Wikipedia. Aber das ist nicht genug: wir möchten euch als Autoren auffordern, dieses Angebot weiter so intensiv, besser noch intensiver zu nutzen. Schreibt uns eure Wünsche an litstip@wikimedia.de.
Besonders toll in diesem Zusammenhang, das der Sektionssieger Kultur des Wikipedia-Schreibwettbewerbs, ein Artikel zur Orgellandschaft Hessen, sich auf ein frisch vergebenes Literaturstipendium als Hauptquelle stützte. Gratulation an den Benutzer Wikiwal auch von uns!

Schulprojekt

Der Monat begann diesmal gleich mit einem Jahres-Highlight: Dem dritten SchulCamp mit unseren Referenten. Das Camp bot Raum für einen produktiven Erfahrungsaustausch zwischen den Referenten und Gespräche über die Weiterentwicklung des Projekts. Einige neue Referenten waren dabei, haben erste Einblicke gewonnen und sind nun bereit für ihre Einsätze. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Referenten für die rege Teilnahme und das große Engagement für das Projekt! Das Schulprojekt verfügt damit nun derzeit über ca. 20 Referenten, die in ganz Deutschland verteilt sind. Neue Bewerbungen gehen konstant bei uns ein und sind immer willkommen.
Im April konnten wir fünf Workshops realisieren. Damit konnten wir den positiven Trend vom März fortsetzen. Unter den Einsätzen war auch unser erster Einsatz an einer Waldorfschule in Düsseldorf, was uns sehr freute. Erfreulich ist außerdem, dass nun auch andere Bildungseinrichtungen, wie Universitäten und Medienzentren unsere Workshops anfragen. Im Fokus steht demnächst vor allem die Begleitung der Referenten bei Ihrer Arbeit und die Planung des nächsten SchulCamps im Herbst. Das verstärkt durchgeführte Anschreiben der Schulen und die stärkere Begleitung des Projekts auf fachlichen Newslettern und Tagungen zeigt Wirkung und führt nach wie vor zu einer steigenden Nachfrage. Die Hürde, es von dem Interesse der Schule bis hin zum Wokshop zu schaffen, ist jedoch nach wie vor groß. Diesbezüglich stehen wir nun noch stärker den Lehrern bei Fragen zur Seite und unterstützen Sie auch gerne in der Planungsphase.
Wenn Ihr Anmerkungen und Ideen zu dem Projekt habt, dann wendet euch gerne an schule@wikimedia.de. Wir freuen uns!

Silberwissen / TAO

Vom 15. bis 17. April fand in Frankfurt a. M. ein Workshop gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V. (DGPT) (www.dgpt.org) statt. Elvira Schmidt nahm daran für Wikimedia teil. Ziel der Veranstaltung war es, insbesondere ältere „Postgeschichtler“ über die vielfältigen Möglichkeiten zur Mitarbeit in der Wikipedia zu informieren und sie während ihrer ersten Schritte zu begleiten. Henriette (Wikimedia) sowie Isabell Koch und Mario Kaspar (DGPT) hatten den Workshop sehr gut vorbereitet. Es stand ein technisch perfekt ausgestatteter Raum im Museum für Kommunikation Frankfurt zur Verfügung. Die 3 Tage wurden von den „Neuen“ als interessant, arbeitsreich und anstrengend eingeschätzt. Die intensive Begleitung durch die Referenten/Mentoren zeigte die gewünschten Ergebnisse. Fast alle Teilnehmer (zwischen 10 und 15) hatten am Abschluss sehr konkrete Vorstellungen von Inhalten, Fotos oder eigenen Artikeln, die sie in den nächsten Wochen und Monaten in die Wikipedia einstellen wollen. Alle hatten eine eigene Nutzerseite und dort bereits die ersten Gehversuche getestet.
Die Referenten trafen sich zum Abschluss zu einer kurzen Auswertung. Es gab eine Reihe von Vorschlägen zur Gestaltung künftiger Workshops und zur Vorbereitung von Vorträgen. Sie werden aufgenommen und auf dem Ende Juni geplanten Erfahrungsaustausch weiter entwickelt.
Außerdem wurden Kontakte zu weiteren möglichen Partnern für die Durchführung von Vorträgen und Workshops aufgenommen.

Presseanfragen

Im April gab es einige Anfragen zu den veröffentlichten Ergebnissen der Editor-Studie. Catrin führte einige Hintergrundgespräche mit überregionalen Tageszeitungen, Online-medien u.a. heise und Radiosendern darunter mdr-info, BR und Deutsche Welle. Außerdem beschäftigten die Nachbereitungen zur Wikimedia Conference in Berlin Catrin sehr intensiv. Eine Pressekonferenz wurde gemeinsam mit Vertretern der Foundation geplant und dann kurzfristig abgesagt.  Dies führte dazu, dass Catrin mit einzelnen Redaktionen direkt Interviews und Pressegespräche mit Pavel und Vertretern anderer Chapter plante und durchführte.

Wikimedium

Der April brachte unserer Vereinszeitung knapp 100 neue Abonnenten. Damit ist die Zahl der Einzelabonnenten und der mehrfachen Abnehmer auf nunmehr rund 900 gestiegen. Insgesamt verschickt der Verein rund 2000 Exemplare an Zeitungsabonnenten und Interessierte. Im März wurde nach Erscheinen der Wikimedium, bereits die nächste Ausgabe vorbereitet. Catrin konnte die Druckerei MegaDruck für ein weiteres Jahr als Sponsors der Druckkosten gewinnen.
Ein Schwerpunkt der nächsten Wikimedium werden neben Vorstellung des neuen Vorstandes sicherlich auch internationale Themen und die ersten Reaktionen auf die Aktion: Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘. Catrin sammelt derzeit Inhalte und Themenschwerpunkte. Aber wie bei jeder Ausgabe sollen nicht nur Mitarbeiter des Vereins über ihre Arbeit und die Projekte informieren, sondern auch Gastautoren (wie Wikipedia-Leser und Benutzer) über Ihre Erfahrungen und Aktivitäten berichten. Hierzu laden wir alle ein bis 25. Mai direkt an Catrin oder redaktion@wikimedium.de Beiträge oder Ideen bis 25. Mai einzureichen.

Informationsmaterialien

Michael erhielt im letzten Monat umfangreiches Feedback zur Informationsbroschüre über Wikimedia Commons aus der Community. So konnte er das Manuskript an einigen Punkten noch anpassen, das in Kürze gedruckt sein wird. Die nächste Informationsbroschüre wird sich mit dem Projekt Wikisource befassen. Michael hat das bereits vorhandene Material gesichtet und wird sich in Kürze mit Wikisource-Aktiven hinsichtlich der Gestaltung der Broschüre austauschen.
Anfang April unterstützten wir den SeniorenComputerClub Berlin-Mitte mit  Flyern für das regelmäßige „Wikipedia-Treffen“ des Clubs. In Abstimmung mit dem SCC wurde Layout und Druck von WMDE übernommen. Eine detaillierte Darstellung auf der Projektseite unter wikimedia.de und als Informationsflyer ist in Arbeit.
Eine sehr erfreuliche Notwendigkeit in Sachen Öffentlichkeitsarbeit ist es, die Zahlen und Fakten in unseren Informationsmaterialien dem schnellen Wachstum der Wikimedia-Projekte anzugleichen. Die monatliche Aktualisierung des Wikimedia Factsheets, die auch auf unserer Vereinswebseite eingebunden sind und an Journalisten geschickt werden, gehören zum Presse-Alltag. Eine ähnliche laufende Aufgabe – und Grundlage der Pressearbeit – ist die Vervollständigung der Daten unseres Presseverteilers.
Nachdem eine Produktionsreihe für die einzelnen Wikimedia-Projekte bereits vorhanden ist und noch vervollständigt werden muss, hat Michael erste Konzeptideen für eine Broschüre über die Arbeit des Vereins erstellt. Zweck dieser Broschüre ist es, Interessierten die Ziele und Grundsätze des Vereins zu vermitteln, darüber hinaus aber vor allem einen Einblick in die praktische Arbeit der einzelnen Geschäftsbereiche zu geben. Vom Wikipedia-Schulprojekt, über die technische Unterstützung des Toolservers, bis hin zu Veranstaltungen und Pressearbeit. Eine solche knappe Broschüre kann leisten, was der jährliche Tätigkeitsbereich mit seinem erheblichen Umfang nicht kann: schnelle Überblicksinformationen zum Verein für Nicht-Mitglieder.

Pressemitteilungen

In  Vorbereitung zum Meilenstein von 10 Millionen Dateien im freien Medienarchiv Wikimedia Commons wurde eine Pressemitteilung erstellt und pünktlich zum Jubiläum versendet wurde.

Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!”

Aktuell laufen viele individuelle Gespräche mit Journalisten und Kooperationspartnern. Zudem führt Catrin Gespräche mit potentiellen Medienpartnern im Rahmen von Diskussions-/Expertenrunden oder Talkshows o.ä. darunter sind ZDF, die WAZ-Gruppe und Dradio Wissen. Es wird aktuell ein Aktionsplan entworfen, der auch die begleitenden PR-Maßnahme strukturiert.

Nach der Diskussion mit Community und Chaptern haben Sebastian Sooth und Catrin Schoneville die Initiative “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!” auf der re:publica das erste Mal einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Dort stieß die Idee auf großes Interesse und wurde anschließend auch in der Presse vorgestellt. Catrin und Sebastian haben im April verschiedene Gespräche mit Vertretern aus dem UNESCO-Umfeld und möglichen Unterstützern geführt.

Außerdem haben Sebastian und Catrin begonnen, Veranstaltungen vorzubereiten, die ab Mai die Initiative begleiten werden. Das sind u.a. Expertengespräche, aber auch ein Barcamp “Freies Wissen” in der zweiten Jahreshälfte ist in Planung. Dort wollen wir diskutieren und zeigen, was es bedeutet, dass weltweit zehntausende von Freiwilligen das Wissen der Menschheit sammeln und frei zur Verfügung stellen und wie dies die Gesellschaft, die Bildung, das Denken von Menschen verändert. Über alle aktuellen Entwicklungen informiert die Projektseite, die auch eine FAQ zur Idee enthält. Nächster Schritt wird im Mai der Start der Petition sein.

http://wikimedia.de/wiki/Weltkulturerbe
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Weltkulturerbe

Wikimedia Chapters Conference

Während der Konferenz in Berlin hat Catrin den Chaptern die Medienarbeit rund um das Jubiläum präsentiert und erläutert, was in diesem Jahr an weitere Aktivitäten den 10. Geburtstag von Wikipedia begleiten werden. Darunter auch das Buchprojekt und die Weltkultuerbe-Idee. Letzeres kam bei den rund 60 internationalen Wikimedia-Vertretern besonders gut an. Die internationalen Aktivitäten werden derzeit von Catrin gemeinsam mit den Chaptern geplant und organisiert. Einzelheiten dazu in einem separaten Blog in Kürze.

re:publica

Auf der re:publica haben Catrin und Sebastian die Idee ‚Wikipedia muss Weltkulturerbe werden‘ vor einem kritischen Publikum aus Netzaktivisten und Journalisten vorgestellt und waren überrascht von der positiven Resonanz aus dem Publikum. Daraus folgten einige Kooperationsangebote und interessante fortführende Gespräche mit Beratern und Experten aus dem Unesco-Umfeld.

Das Wikipedia-Buch

Dank der großartigen Beteiligung der freiwilligen Autoren wuchs der Umfang des Manuskriptes weiter als geplant. Letzte strukturelle Nacharbeiten steuerte Boris, wobei er u.a. von Michael unterstützt wurde.

Vorbereitungen für begleitende PR-Maßnahmen zum Erscheinen des Buches laufen auf Hochtouren. Gemeinsam mit Boris hat Catrin eine Ideensammlung ausgearbeitet und einen Termin mit dem Verlag vorbereitet. Die Maßnahmen und Aktivitäten rund um das Wikipedia-Buch wie z.B. eine Book-Release Party (mit allen Beteiligten), Pressekonferenz, Lesungen etc. werden derzeit geplant und im nächsten Bericht konkreter vorgestellt.

April war der letzte Monat, der für eine Ausarbeitung des Manuskripts zur Verfügung stand. Daher wurde einerseits die Absprache mit dem Lektor unseres Verlagspartners weiter vorangetrieben und viele seiner Hinweise im Manuskript einbezogen. Andererseits mussten einige Detailfragen abschließend geklärt werden – angefangen bei der Gestaltung des Covers, dem Layout des Inhalts (Stichwort Fuß- bzw. Endnoten) oder der Einhaltung der Lizenzvorgaben. Um letzteres sicherzustellen fand erneut eine Mailing-Aktion statt, bei der alle am Buch Beteiligten (knapp über 100) darum gebeten wurden, mit einer „Autorenerklärung“ die Lizenzbedingungen zu bestätigen und ggf. vorgenommene Änderungen ihrer Beiträge abzusegnen. Schließlich galt es die Bebilderung des Buchs unter Berücksichtigung der Herstellungsmodalitäten (Format und insbesondere Schwarz-Weiß-Druck) abzuschließen.

Projekt CommunitySpace

Sebastian Sooth hat ein Menge Gewerbeimmobilien gesichtet und geprüft, um einen Ort zu finden, an dem die Idee des gemeinsam genutzten Raums für die Community des Freien Wissens realisiert werden kann. Mit verschiedenen potentiellen Partnern und Mitnutzern hat Sebastian Gespräche geführt. Diese Suche geht noch weiter, weil leider der geeignete Ort, der unsere Anforderungen erfüllt, bisher noch nicht gefunden wurde. Sebastian hat in einem Blogeintrag genauer beschrieben, was wir suchen. Wir freuen uns über weitere sachdienliche Hinweise, die zu mindestens 750 qm zusammenhängende Flächen, teilbar in Eventfläche und Büroflächen, in zentrale Lage mit guter Verkehrsanbindung, mit guter technische Ausstattung, insbesondere Möglichkeit für schnelle Internetanbindung und
Möglichkeiten für Veranstaltungen auch Abends und am Wochenende führen.
http://blog.wikimedia.de/2011/04/29/wikimedia-sucht-raum-fur-freies-wissen-in-berlin

Vorbereitung der Teilnahme an OpenKnowledge und OpenData-Veranstaltungen

Sebastian Sooth bereitet die Teilnahme von Wikimedia Deutschland an verschiedenen Veranstaltungen im Themenbereich OpenKnowledge und OpenData vor. Bereits am 15. Mai findet der erste Berlin OpenData Day statt, an dem wir die Commons und die Verknüpfung von OpenStreetMap und Wikipedia vorstellen. Bei der am 30. Juni und 1. Juni stattfindenden 6. OpenKnowledge Conference ist Wikimedia Deutschland Partner und unterstützt die Veranstaltung u.a. mit interessanten Beiträgen.
http://boddy11.wordpress.com
http://okcon.org/2011

Technik

Neben den Vorbereitungen für den Hackathon [siehe Nicoles Bericht] ging es im Bereich Technik im April vor allem darum, neue Mitarbeiter zu finden. Daniel hat dafür zusammen mit Sebastian eine Stelle für einen Webentwickler und das Entwicklungsprojekt GraphServ ausgeschrieben. Bewerbungen als Webentwickler sind noch bis zum 10. Mai möglich, für das Entwicklungsprojekt hat sich bereits jemand gefunden. Bei der Ausschreibung der Stelle “Webentwickler_in” und bei der Suche nach neuen Partner für das Hosting und die Betreuung der Wikimedia Deutschland Server unterstützt Sebastian Sooth die Arbeit von Daniel Kinzler.
Daneben hat Daniel noch ein Kapitel für das Wikipedia-Buch geschrieben: unter dem Titel “Hardware – Betrieb der Wikipedia” gibt es einen Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand der operativen Seite von Wikimedia.

Fundraising

Im April habe ich mich überwiegend um drei Bereiche gekümmert. Zunächst war ich als Referent beim Deutschen Fundraising Kongress, der wichtigsten Veranstaltung für Fundraiser in Deutschland. Auf dem Kongress stellte ich unsere Spendenkampagne vor; mit dem speziellen Fokus auf die Community-Involvierung und die testorientierte Vorgehensweise. Dabei fiel auf, dass die Art und Weise der systematischen Vorgehensweise außergewöhnlich im deutschen Online-Fundraising ist. Zweitens habe ich zusammen mit Tobias und Merle einen ersten Entwurf für eine Spenderumfrage erarbeitet, die im Juni an Spender von Wikimedia Deutschland gehen soll. Mit der Online-Umfrage möchten wir unsere Spender und ihre Motivation für Wikipedia zu spenden besser kennenlernen. Der dritte Bereich betrifft unser Datenbankprojekt. Für die Weiterentwicklung von CiviCRM haben wir uns mit drei weiteren Agenturen getroffen.Die Angebote der Agenturen werden derzeit gesichtet; die Entscheidung über die Vertragsvergabe soll im Mai erfolgen.

Der nächste Monatsbericht erscheint am 3. Juni 2011.

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